Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneefl�cklein leis hernieder sinken.
Auf Edelt�nnleins gr�nem Wipfel
h�uft sich ein kleiner wei�er Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die F�rsterin im Herrenzimmer.
In dieser wundersch�nen Nacht
hat sie den F�rster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich �berein:
Am Niklasabend mu� es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh,
das H�slein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten �ber Kimm' und Korn.
Von Knall geweckt r�mpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase,
und ruhet weiter s�� im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen,
da l�uft des F�rsters Blut von hinnen.
Nun muss die F�rsterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied),
beh�lt ein Teil Filet zur�ck
als festt�gliches Bratenst�ck
und packt zum Schlu�, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.
Da t�nt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe h�rt man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
"He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?"
Des F�rsters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
"Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
's ist alles, was ich geben kann."
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im F�rsterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent.
(Loriot)
Na denn ...
--
Diedrich
ist mir auch endlich klar
was 2008 in dem P�ckchen war
habs eingetauscht gegen Birnenlik�r pur
der brachte mich zwar leicht aus der Spur
doch F�rsters �berbleibsel dann
die stellten leider Schlimmres an
ich hatte sie Tante Jule geschickt
gut zubereitet mit Speck gespickt
Worauf Cholesterin und Odem sanft entgleiste
nun umschwirrt die Gute mich im Geiste
bleibt auf immer in meinem Leben Voyeur
und s�uft jedes Jahr von meinem Birnenlik�r
Lies
Ich hab' in den Weihnachtstagen
Ich wei� auch warum -
Mir einen Christbaum geschlagen,
Der ist ganz verkr�ppelt und krumm.
Ich bohrte ein Loch in die Diele
Und steckte ihn da hinein
Und stellte ringsum viele
Flaschen Burgunderwein.
Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
Zu sparen, ihn abends noch sp�t
Mit L�ffeln, Gabeln und Trichter
Und anderem blanken Ger�t.
Ich kochte zur heiligen Stunde
Mir Erbsensuppe mit Speck
Und gab meinem fr�hlichen Hunde
Gulasch und litt seinen Dreck.
Und sang aus burgundernder Kehle
Das Pfannenflickerlied.
Und pries mit bewundernder Seele
Alles, was ich mied.
Es glimmte petroleumbetrunken
Sp�ter der Lampendocht.
Ich sa� in Gedanken versunken.
Da hat's an die T�re gepocht.
Und pochte wieder und wieder.
Es konnte das Christkind sein.
Und klang's nicht wie Weihnachtslieder!
Ich aber rief nicht: "Herein!"
Ich zog mich aus und ging leise
zu Bett, ohne Angst, ohne Spott,
und dankte auf krumme Weise
Lallend dem lieben Gott.
Joachim Ringelnatz
In diesem Sinne Prost Weihnachten!
Euch allen wundersch�ne Feiertage,
Gru� Hermann
"lieselore warmeling" <lieselore...@onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hgotf4$kdv$1...@online.de...
> Diedrich Dirks" <"Diedrich Dirks wrote:
>> Advent
>>
>> Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
>> Schneefl�cklein leis hernieder sinken.
>> Auf Edelt�nnleins gr�nem Wipfel
>> h�uft sich ein kleiner wei�er Zipfel.
>>
>> Und dort vom Fenster her durchbricht
>> den dunklen Tann ein warmes Licht.
>> Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
>> die F�rsterin im Herrenzimmer.
>>
>> In dieser wundersch�nen Nacht
>> hat sie den F�rster umgebracht.
>> Er war ihr bei des Heimes Pflege
>> seit langer Zeit schon sehr im Wege.
>>
>> So kam sie mit sich �berein:
>> Am Niklasabend mu� es sein.
>>
>> Und als das Rehlein ging zur Ruh,
>> das H�slein tat die Augen zu,
>> erlegte sie direkt von vorn
>> den Gatten �ber Kimm' und Korn.
>>
>> Von Knall geweckt r�mpft nur der Hase
>> zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase,
>> und ruhet weiter s�� im Dunkeln,
>> derweil die Sternlein traulich funkeln.
>>
>> Und in der guten Stube drinnen,
>> da l�uft des F�rsters Blut von hinnen.
>> Nun muss die F�rsterin sich eilen,
>> den Gatten sauber zu zerteilen.
>>
>> Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
>> nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
>> Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
>> (was der Gemahl bisher vermied),
>>
>> beh�lt ein Teil Filet zur�ck
>> als festt�gliches Bratenst�ck
>> und packt zum Schlu�, es geht auf vier,
>> die Reste in Geschenkpapier.
>>
>> Da t�nt's von fern wie Silberschellen,
>> im Dorfe h�rt man Hunde bellen.
>> Wer ist's, der in so tiefer Nacht
>> im Schnee noch seine Runde macht?
>>
>> Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
>> auf einem Hirsch herangeritten!
>> "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
>> die armen Menschen Freude machen?"
>>
>> Des F�rsters Haus ist tief verschneit,
>> doch seine Frau steht schon bereit:
>> "Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
>> 's ist alles, was ich geben kann."
>>
>> Die Silberschellen klingen leise,
>> Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
>> Im F�rsterhaus die Kerze brennt,
>> ein Sternlein blinkt - es ist Advent.
>>
>> (Loriot)
>>
>> Na denn ...
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> ist mir auch endlich klar
> was 2008 in dem P�ckchen war
>
> habs eingetauscht gegen Birnenlik�r pur
> der brachte mich zwar leicht aus der Spur
>
> doch F�rsters �berbleibsel dann
> die stellten leider Schlimmres an
>
> ich hatte sie Tante Jule geschickt
> gut zubereitet mit Speck gespickt
>
> Worauf Cholesterin und Odem sanft entgleiste
> nun umschwirrt die Gute mich im Geiste
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> bleibt auf immer in meinem Leben Voyeur
> und s�uft jedes Jahr von meinem Birnenlik�r
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> Lies
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