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Fall Mollath 01

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Rudolf Sponsel

unread,
Mar 22, 2013, 8:06:36 AM3/22/13
to
Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
scheint, habe ich einzelnen ein Ausweichen, z.B. nach hier, vorgeschlagen.
Sinnvoller wᅵre vielleicht, eine Gruppe Psychiatrie und Recht einzurichten
(oder gibt es die schon?). Wie sind hier die Meinungen dazu?

--
Bessere Zeiten ...
Rudolf Sponsel, Erlangen

Lars Gebauer

unread,
Mar 22, 2013, 10:27:55 AM3/22/13
to
* Rudolf Sponsel:
> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
> scheint, habe ich einzelnen ein Ausweichen, z.B. nach hier, vorgeschlagen.

Ich hoffe, die bleiben wo sie sind.

> Sinnvoller wᅵre vielleicht, eine Gruppe Psychiatrie und Recht einzurichten
> (oder gibt es die schon?). Wie sind hier die Meinungen dazu?

Gnadenlos OFF-TOPIC.

Fᅵr Neueinrichtungen bzw. ᅵnderungen im Gruppenbestand existiert dang.

(XPost+F'up2)

Message has been deleted

Rudolf Sponsel

unread,
Mar 22, 2013, 7:04:54 PM3/22/13
to
Am 22.03.2013 18:15, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Rudolf Sponsel schrieb:
>
>> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
>> scheint, habe ich einzelnen ein Ausweichen, z.B. nach hier, vorgeschlagen.
>> Sinnvoller w�re vielleicht, eine Gruppe Psychiatrie und Recht einzurichten
>> (oder gibt es die schon?). Wie sind hier die Meinungen dazu?
>
> Da es Leute wie mich gibt, die nicht st�ndig jeden Winkel des
> Internets argw�hnisch observieren: Wie w�re es, wenn Du einfach mal
> den Sachstand reportierst?
>
> Worin bestehen denn diese "Zensurprobleme"?
>
>
> Gru� aus Bremen
> Ralf
>
Sch�tze bei so 10-20 wurden Postings komplett raus genommen, wobei das niht
begr�ndet, mitgeteilt oder erkl�rt wird. Eine Beschwerde war daher
Intransparenz. Anderererseits wird ein Thema wie Recht und Psychiatrie
unmoderiert auch schnell entgleisen, sieht man ja an dsmp. Ich denke
inzwischen an eine andere L�sung.

Gru� RS


Thomas Hochstein

unread,
Mar 23, 2013, 4:59:29 AM3/23/13
to
Rudolf Sponsel schrieb:

> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
> scheint, habe ich einzelnen ein Ausweichen, z.B. nach hier, vorgeschlagen.

Wenn es um die fachliche Diskussion strafrechtlicher Fragen geht,
nat�rlich. (Wenn es darum ginge, g�be es aber vermutlich keine
"massiven Zensurprobleme" ...).

> Sinnvoller w�re vielleicht, eine Gruppe Psychiatrie und Recht einzurichten
> (oder gibt es die schon?). Wie sind hier die Meinungen dazu?

Das Thema w�re ggf. in de.admin.news.groups zu diskutieren. Einen
Bedarf daf�r sehe ich nicht.

-thh

Bernhard Muenzer

unread,
Mar 23, 2013, 10:47:13 AM3/23/13
to
Rudolf Sponsel <rudolf-...@sgipt.org> writes:
> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu
> geben scheint,

Vermutlich gen�gten die entfernten Diskussionsbeitr�ge aus der Sicht des
Verlags nicht den Punkten 9.1 und 8.5.3 der AGB.

> habe ich einzelnen ein Ausweichen, z.B. nach hier, vorgeschlagen.

Eigentlich sollten diese Punkte auch hier selbstverst�ndlich sein, aber
es gibt keine Moderation, die l�schen w�rde.

> Sinnvoller w�re vielleicht, eine Gruppe Psychiatrie und
> Recht einzurichten (oder gibt es die schon?). Wie sind hier die
> Meinungen dazu?

Die strafrechtlichen Aspekte des Falls sind hier on-topic, alle anderen
Aspekte wird man kaum davon trennen k�nnen. Hier w�re also die richtige
Gruppe, um den Fall zu diskutieren.
--
#!/usr/bin/perl -- -* Nie wieder Nachtschicht! *- -- lrep\nib\rsu\!#
use Inline C=>'void C(){int m,u,e=0;float l,_,I;for(;1840-e;putchar((++e>905
&&942>e?61-m:u)["\t*nl`-llkbzCqfymfvna+qfymfvN#gqbkmqfA "]^3))for(u=_=l=0;79-
(m=e%80)&&I*l+_*_< 6&&28-++u;_=2*l*_+e/80*.09-1,l=I)I=l*l-_*_-2+m/27.;} ';&C

Bernhard Muenzer

unread,
Mar 23, 2013, 11:05:37 AM3/23/13
to
Rudolf Sponsel <rudolf-...@sgipt.org> writes:
> Am 22.03.2013 18:15, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
>> Worin bestehen denn diese "Zensurprobleme"?
>>
> Sch�tze bei so 10-20 wurden Postings komplett raus genommen, wobei das
> niht begr�ndet, mitgeteilt oder erkl�rt wird.

Gibt es eine Stellungname der Autoren der Artikel oder hat jemand noch
Screenshots der Artikel vor der L�schung?

> Eine Beschwerde war daher Intransparenz.

Das w�rde vielleicht den Heise-Verlag tangieren; dem Beck-Verlag d�rfte
Punkt 10.5 seiner AGB v�llig ausreichen.

Thomas Hochstein

unread,
Mar 23, 2013, 1:05:37 PM3/23/13
to
Rudolf Sponsel schrieb:

> Sch�tze bei so 10-20 wurden Postings komplett raus genommen, wobei das niht
> begr�ndet, mitgeteilt oder erkl�rt wird.

Nun, die Begr�ndung f�r das Verschwinden der Texte des Herrn Heindl
unter <http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#heindl> oder
<http://www.gustl-for-help.de/download/GMollath_AG_EV_Heindl.pdf> wird
dort nicht weiter erkl�rt ... obwohl sich der Grund nat�rlich
aufdr�ngt. Das wird im Beck-Blog nicht anders sein.

-thh

Gerhard Mesenich

unread,
Mar 23, 2013, 7:09:30 PM3/23/13
to
Am 3/22/2013 1:06 PM, Rudolf Sponsel wrote:

> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
> scheint,


Dachte ich auch erst, die Erklᅵrung ist jedoch einfach:

Im Beck-Blog wurden im wesentlichen nur Postings zu grᅵᅵeren Blᅵcken
zusammengefaᅵt, da die dortige Software unter anderem wohl aufgrund der
Vielzahl der Kommentare an ihre Grenzen stᅵᅵt. Es wurde auch mehrfach
ᅵber technische Schwierigkeiten unklarer Herkunft berichtet. ᅵuᅵere
Stᅵrungsversuche wᅵrden mich dabei nicht im geringsten wundern.

Einige wenige Postings wurden zwar auch gelᅵscht, was in zwei Fᅵllen von
mir bemerkt wurde, diese beiden Lᅵschungen waren jedoch auch berechtigt.
Ein paar weitere Lᅵschungen wurden auch von Prof. Mᅵller begrᅵndet, m.E.
ebenfalls ohne weiteres berechtigt. Alle wesentlichen und interessanten
Beitrᅵge scheinen dort weiterhin unverᅵndert vorhanden zu sein.

Das Beck-Blog von Prof. Mᅵller samt seinen Kommentaren gehᅵrt sicherlich
zu den besten Quellen in diesem Fall und ist ein juristisches Highlight.
Es ist durch ungewᅵhnliche Offenheit und fast ausnahmslos gute und
vernᅵnftige Beitrᅵge gekennzeichnet.



Gute Quellen:

Fᅵr die anderen nachfolgend die juristisch ergiebigsten Links zu diesem
spektakulᅵren Fall, der offensichtlich gerade Justizgeschichte schreibt.
Erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik wurde nach unzᅵhligen
Rechtsbrᅵchen aufgrund massivem ᅵffentlichem Druck ein
Wiederaufnahmeverfahren auf Weisung der bay. Justizministerin Merk von
der Staatsanwaltschaft beantragt.


Zu den Beteiligten:

http://www.gustl-for-help.de/
(Seite des Opfers, Chronologie etc., vom Unterstᅵtzerkreis betrieben)

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gustl_Mollath
(Nᅵrnbergwiki, gute kompakte Zusammenfassung)

http://www.strate.net/de/dokumentation/index.html
(Wiederaufnahmeantrᅵge von RA Gerhard Strate und der StA Regensburg als
pdfs, sehr umfangreich 2x ca. 150 Seiten + Strates Presseerklᅵrungen
dazu, die den wesentlichen Inhalt derselben knapp zusammenfassen)


Juristische Hintergrᅵnde, gute Blogs:

http://blog.beck.de/2012/11/29/fall-mollath-wie-geht-es-weiter
http://blog.beck.de/2013/02/23/der-fall-mollath-in-der-wiederaufnahme
(1. und 2. Teil des Blogs des Strafrechtlers Prof. Dr. Henning Mᅵller,
exzellent)

http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/03/22/der-fall-gustl-mollath-die-antrage-auf-wiederaufnahme-des-verfahrens/
(Derzeit letzter Blog der ehem. Oberstaatsanwᅵltin und
Kriminalschriftstellerin Gabriele Wolff, tiefschᅵrfende Analysen der
kundigen Fachfrau, insgesamt bereits 11 Teile, allerbestens!)

http://blog.delegibus.com/
(Oliver Garcias Blog mit mehreren Beitrᅵgen zum Mollath Fall)



Psychiatrischer Hintergrund:

http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/zu-mollath-medien/
(Weinberger, seriᅵser Gutachter, kundiger Psychiater)

http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/Stellungn.htm#Ergebnisse%20des%20Mainkofener%20Gutachtens%20vom
(exzellente Analysen des OP Rudolf Sponsel zu den psychiatrischen
Grundlagen nebst umfangreicher Bequellung, weiteres dort verlinkt)



Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath
(sehr mᅵᅵige Qualitᅵt, derzeit mehr verschleiernd als erhellend, durch
bestᅵndige Edit-wars, leicht erkennbare Frisuren der Sachverhalte und
durch hᅵufige Lᅵschungen geprᅵgt. Interessant die Versions- und
Diskussionsseiten dazu, um den Zirkus zu beobachten; ᅵberwiegend
archiviert.)


Presse:

Seriᅵs und umfangreich derzeit hauptsᅵchlich nur in der SZ und den
Nᅵrnberger Nachrichten, NN ᅵberwiegend nur gedruckt:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/wiederaufnahmeantrag-der-staatsantwaltschaft-fall-mollath-die-liste-der-zweifel-1.1631545
(SZ, derzeit letzter Beitrag, dort weitere verlinkt)

http://www.nordbayern.de/region/mollath-glaubwurdigkeit-der-zeugin-tief-erschuttert-1.2773154
(NN, Beitrag von Kasperowitsch, hat wohl ca. 2010/11 die ersten
kritischen Presseberichte zu Mollath geschrieben)


http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/medber.htm#DAS
(Exzellente Analyse des OP Rudolf Sponsel zu den Sachverhaltsfᅵlschungen
und leicht erkennbaren Diffamierungen des Opfers in Zeit, Spiegel und
anderswo)

http://www.newsandbuy.de/Mollath_Presse.htm
(Weitere gute Analyse dazu von Ursula Prem)

---

Mit den vorstehenden Links hoffe ich, den juristisch Interessierten
einen guten Zugang zu diesem juristisch wohl bedeutsamsten Fall der
jᅵngeren Justizgeschichte ermᅵglicht zu haben.

Rudolf Sponsel, der mich vor ca. 2 Jahren per pm auf diesen
Justizskandal aufmerksam gemacht hat und der die Aufklᅵrung mit seinen
hervorragenden, sachkundigen und intelligenten Analysen maᅵgeblich
mitvorangetrieben hat, mᅵchte ich an dieser Stelle ausdrᅵcklich fᅵr
seinen Einsatz danken.

Ich denke, daᅵ dieser Fall die schweren Fehlentwicklungen der deutschen
Justiz zum besseren verᅵndern wird, sofern weitere rechtswidrige
Manipulationen der Justiz durch wirksame, transparente
ᅵffentlichkeitsarbeit unterbunden werden.

Gustl Mollath und seinen Unterstᅵtzern wᅵnsche ich besten Erfolg!

Verbundener Gruᅵ,
Gerhard Mesenich







Rudolf Sponsel

unread,
Mar 24, 2013, 8:00:44 AM3/24/13
to
Am 23.03.2013 16:05, schrieb Bernhard Muenzer:
> Rudolf Sponsel <rudolf-...@sgipt.org> writes:
>> Am 22.03.2013 18:15, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
>>> Worin bestehen denn diese "Zensurprobleme"?
>>>
>> Sch�tze bei so 10-20 wurden Postings komplett raus genommen, wobei das
>> niht begr�ndet, mitgeteilt oder erkl�rt wird.
>
> Gibt es eine Stellungname der Autoren der Artikel oder hat jemand noch
> Screenshots der Artikel vor der L�schung?
>
>> Eine Beschwerde war daher Intransparenz.
>
> Das w�rde vielleicht den Heise-Verlag tangieren; dem Beck-Verlag d�rfte
> Punkt 10.5 seiner AGB v�llig ausreichen.
>
Ich kenne einen, der einiges gesichert hat. Ich sehe das Problem bei beck und
anderen nat�rlich schon: Psychiatrie und Recht ruft neben einigen
verst�ndlichen, berechtigten, gehaltvollen, interessanten Beitr�gen auch
viele, hm, Eigenk�pfe und antipsychiatrische AgentInnen auf den Plan, die in
K�rze alles zu m�llen k�nnen. Das usenet ist leider zu nicht geringen Teilen
in der Hand von, flapsig gesagt, Spinner-, Chaot- und AgentInnen. So gesehen
ist Moderation fast zwingend.


Rudolf Sponsel

unread,
Mar 24, 2013, 8:16:32 AM3/24/13
to
Am 24.03.2013 00:09, schrieb Gerhard Mesenich:
> Am 3/22/2013 1:06 PM, Rudolf Sponsel wrote:
>
>> Nachdem es im beck-blog Mollath neuerdings massive Zensurprobleme zu geben
>> scheint,
>
>
> Dachte ich auch erst, die Erklᅵrung ist jedoch einfach:
>
> Im Beck-Blog wurden im wesentlichen nur Postings zu grᅵᅵeren Blᅵcken
> zusammengefaᅵt, da die dortige Software unter anderem wohl aufgrund der
> Vielzahl der Kommentare an ihre Grenzen stᅵᅵt. Es wurde auch mehrfach
> ᅵber technische Schwierigkeiten unklarer Herkunft berichtet. ᅵuᅵere
> Stᅵrungsversuche wᅵrden mich dabei nicht im geringsten wundern.
>
Hallo Gerhard,

daran habe ich auch schon gedacht. Der beck-blog war zwei mal wegen
Wartungsarbeiten ᅵber eine Woche geschlossen.

> Einige wenige Postings wurden zwar auch gelᅵscht, was in zwei Fᅵllen von
> mir bemerkt wurde, diese beiden Lᅵschungen waren jedoch auch berechtigt.
> Ein paar weitere Lᅵschungen wurden auch von Prof. Mᅵller begrᅵndet, m.E.
> ebenfalls ohne weiteres berechtigt. Alle wesentlichen und interessanten
> Beitrᅵge scheinen dort weiterhin unverᅵndert vorhanden zu sein.
>
> Das Beck-Blog von Prof. Mᅵller samt seinen Kommentaren gehᅵrt sicherlich
> zu den besten Quellen in diesem Fall und ist ein juristisches Highlight.
> Es ist durch ungewᅵhnliche Offenheit und fast ausnahmslos gute und
> vernᅵnftige Beitrᅵge gekennzeichnet.
>
Ok, vielleicht habe ich das zu kritisch bewertet. Gut fᅵnde ich dennoch, wenn
die Postings nicht ganz herausgenommen wᅵrden, sondern ein Vermerk erschiene,
weshalb das Posting verschwunden ist.
>
Danke fᅵr die kritische Unterstᅵtzung. Du hast ja recht: der Fall schreibt
inzwischen Rechtsgeschichte und sollte hier schon deshalb diskutiert werden.

Gruᅵ RS

Dietz Proepper

unread,
Mar 25, 2013, 10:13:38 AM3/25/13
to
Rudolf Sponsel wrote:

> K�rze alles zu m�llen k�nnen. Das usenet ist leider zu nicht geringen Teilen
> in der Hand von, flapsig gesagt, Spinner-, Chaot- und AgentInnen. So gesehen
> ist Moderation fast zwingend.

Nur aus Neugierde - was meinst Du mit "AgentInnen"?

Rudolf Sponsel

unread,
Mar 25, 2013, 11:20:47 AM3/25/13
to
AuftragsinteressenvertreterInnen - davon scheint z.B. Wikipedia massiv
heimgesucht.

Gerhard Mesenich

unread,
Mar 26, 2013, 6:14:03 PM3/26/13
to
Am 3/24/2013 1:16 PM, Rudolf Sponsel wrote:
> Am 24.03.2013 00:09, schrieb Gerhard Mesenich:
>> Am 3/22/2013 1:06 PM, Rudolf Sponsel wrote:


Hallo Rudolf,

sorry fᅵr meine spᅵte Antwort, knappe Zeit und ich muᅵte noch etwas
nachdenken. Zur Sache:


'technische Schwierigkeiten' im Beck-Blog

>> Es wurde auch mehrfach
>> ᅵber technische Schwierigkeiten unklarer Herkunft berichtet. ᅵuᅵere
>> Stᅵrungsversuche wᅵrden mich dabei nicht im geringsten wundern.

> daran habe ich auch schon gedacht. Der beck-blog war zwei mal wegen
> Wartungsarbeiten ᅵber eine Woche geschlossen.

Interessanter Hinweis. Andere Forenteilnehmer haben dort mehrfach
ᅵhnliches berichtet. Prof. Mᅵller hat dort ebenfalls geschrieben, daᅵ
Strates Server fᅵr ihn zunᅵchst nicht erreichbar war. Des weiteren wurde
von anderen mehrfach der Hinweis gegeben, daᅵ nach dem 'lᅵschen der
Beck-Cookies' alles wieder ginge. Seltsamer geht's nicht.

Ich habe das ganze zunᅵchst nicht ernst genommen, da ich keine solchen
Probleme hatte. Ich lese dort tᅵglich mit und konnte das Forum auch
jederzeit problemlos erreichen. Die mehrfach vermuteten Manipulationen
von Seiten des Beck-Verlages oder nennenswerte dortige Betriebsstᅵrungen
schlieᅵe ich daher aus. Das ganze paᅵt auch nicht zur bekannten
Seriositᅵt der Betreiber.

Die einzige vernᅵnftige Erklᅵrung fᅵr diese Vorgᅵnge ist m.E. eine
externe Manipulation der Verbindungen; beispielsweise ᅵber die DNS
Auflᅵsung unter Auswertung der Cookies, wodurch den Betroffenen die
Nichterreichbarkeit und/oder anderer Zirkus vorgespiegelt wird. So etwas
ist nur bei vollem Zugriff auf die Infrastruktur des Netzes denkbar, was
in dieser Form m.E. nur von staatlicher Seite organisiert werden kann.

Die Technik dazu ist vorhanden. Vor etlichen Jahren wurden die Provider
gesetzlich verpflichtet, entsprechende Technik auf eigene Kosten fᅵr die
Sicherheitsbehᅵrden vorzuhalten, wobei es nach meiner Erinnerung noch
gerichtliche Auseinandersetzungen bezᅵglich der Kostenᅵbernahme gab.
Begrᅵndet wurde das ganze im wesentlichen mit den Erfordernissen der
Terrorismusbekᅵmpfung.

Das ganze ist letztlich nur eine weitere Facette in diesem
hochinteressanten Fall, der durch unzᅵhlige durchsichtige Rechtsbrᅵche
und Diffamierungskampagnen unter williger Stᅵtzung eines erheblichen
Teils unserer Qualitᅵtsmedien gekennzeichnet ist. Es handelt sich m.E.
um eine zusᅵtzliche, kaum nachweisbare niedrigschwellige
Zersetzungsmaᅵnahme, die Unsicherheit stiftet und erhebliche Krᅵfte
bindet, ohne direkt als solche erkennbar zu werden. Jeder vermutet nur
'technische Stᅵrungen' und beschᅵftigt sich mehr mit der Software als
der Sache selbst. Am Ende glauben die Betroffenen an alle mᅵglichen
Gespenster und basteln herum. Ich werte das ganze als psychologische
Kriegsfᅵhrung auf niedrigem Niveau; vielleicht auch einfach nur eine
ᅵbung, um die Technik zu testen. Moderne Zeiten.

Hinzu kommt die ᅵbliche Manipulation der Suchergebnisse bei Google und
anderswo, die das Meinungsbild weiter verfᅵlscht. Bei der Eingabe von
"Mollath" in Google ist der sicherlich bedeutsame Link auf den Beck-Blog
derzeit unter den ersten 100 Eintrᅵgen nicht zu finden, weiter habe ich
nicht geprᅵft. Bei Gabriele Wolff scheint mir die Verbindung kᅵnstlich
verlangsamt zu werden. Die Methoden werden immer weiter verfeinert und
verschleiert.

ᅵhnliches konnte ich bei mir selbst so ca. 2005 feststellen, wo bei
Google-Suchen unter "Mesenich" und Einstieg ᅵber auslᅵndische Server
(z.B. google.com, google.ch) hunderte von Eintrᅵgen ganz vorn zu finden
waren, bei Einstieg ᅵber google.de jedoch gar nichts. Per google.de
waren nicht einmal mehr Hinweise auf meine Patente zu finden, ich habe
weltweit so ca. 100 :-).

Peter Mᅵhlbauer von Heise hat das seinerzeit aufzuklᅵren versucht und
nach seiner Auskunft zig Male bei Google um Stellungnahme gebeten, die
sich jedoch stets mit 'unerklᅵrlichen technischen Stᅵrungen'
herausgeredet haben. Er hat darᅵber dann wohl auch bei Telepolis kurz
berichtet.

Alle Indizien sprechen fᅵr massive externe Manipulationen im Mollath
Fall. Mit etwas Glᅵck kᅵnnten diese nach diesem Posting vielleicht etwas
zurᅵckgehen.

Mein Rat: nicht verrᅵckt machen lassen und die Infos breitgestreut
verbreiten, gefunden wird's dann am Ende dennoch. Das Internet ist nicht
abschaltbar.

Verbundener Gruᅵ,
Gerhard Mesenich

PS
Gabriele Wolff hat heute einen weiteren exzellenten Beitrag zum
Wiederaufnahmeverfahren geschrieben, der die Dinge auf den Punkt bringt:
http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/03/26/der-fall-gustl-mollath-der-wiederaufnahmeantrag-der-staatsanwaltschaft-regensburg/


Gerhard Mesenich

unread,
Mar 26, 2013, 6:26:28 PM3/26/13
to
Am 3/24/2013 1:00 PM, Rudolf Sponsel wrote:


> Das usenet ist leider zu nicht geringen Teilen
> in der Hand von, flapsig gesagt, Spinner-, Chaot- und AgentInnen. So gesehen
> ist Moderation fast zwingend.

Scheint so, aber nur vordergrᅵndig.

Das Usenet wird staatlicherseits als Bedrohung wahrgenommen, da es weder
zensierbar noch abschaltbar ist und technische Manipulationen daher
nahezu unmᅵglich sind. Die einzige Mᅵglichkeit der Kontrolle besteht
daher in der massiven Vermᅵllung, so daᅵ sich die vernᅵnftigen Leute
zurᅵckziehen und am Ende einfach keiner mehr liest.

Ich halte die Vermᅵllung des Usenets ᅵberwiegend fᅵr gezielt gesteuert.

Gerrit Brodmann

unread,
Mar 26, 2013, 7:34:15 PM3/26/13
to
Gerhard Mesenich <mese...@t-online.de> wrote:

>
>Scheint so, aber nur vordergr�ndig.
>
>Das Usenet wird staatlicherseits als Bedrohung wahrgenommen, da es weder
>zensierbar noch abschaltbar ist und technische Manipulationen daher
>nahezu unm�glich sind. Die einzige M�glichkeit der Kontrolle besteht
>daher in der massiven Verm�llung, so da� sich die vern�nftigen Leute
>zur�ckziehen und am Ende einfach keiner mehr liest.
>
>Ich halte die Verm�llung des Usenets �berwiegend f�r gezielt gesteuert.

Wenn ich Dich so lese, scheinst Du zumindest mit deisem Posting auch
"zu IHNEN" zu geh�ren....


Thomas Hochstein

unread,
Mar 26, 2013, 7:03:29 PM3/26/13
to
Gerhard Mesenich schrieb:

> Gabriele Wolff hat heute einen weiteren exzellenten Beitrag zum
> Wiederaufnahmeverfahren geschrieben, der die Dinge auf den Punkt bringt:
> http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/03/26/der-fall-gustl-mollath-der-wiederaufnahmeantrag-der-staatsanwaltschaft-regensburg/

Nun ja, so excellent wie die �brigen Beitr�ge - und so wahrscheinlich
wie die "psychologische Kriegsf�hrung auf niedrigem Niveau". Jeder
macht sich seine Welt eben so, wie sie ihm gef�llt. Solange das am
Ende nicht zu erheblichen rechtswidrigen Taten f�hrt, ist das ja auch
kein Problem.

-thh

Rudolf Sponsel

unread,
Mar 27, 2013, 11:38:57 AM3/27/13
to
Hallo Gerhard,

danke fᅵr Deine informativen Ausfᅵhrungen. Sehr beeindruckt hat mich Strates
jᅵngste "Ergᅵnzung der Begrᅵndung der Beschwerde gegen die Verfᅵgung vom
26.2.2013 betreffend die Nichteinleitung eines Ermittlungsverfahrens vom
26.3.2013":
http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StA-Augsburg-2013-03-26.pdf
Da geht er sehr ordentlich zur Sache.

Der sog. Rechtsstaat erscheint ᅵber weite Strecken ein Juristenrechtsstaat mit
extrem vielen Mᅵngeln und Schwᅵchen. Wenn ich an die Zigtausend denke, die ich
seit Jahrzehnten Steuern zahle, u.a. fᅵr solche ungeheuren Provokationen und
Schlampereien, all den Murks und Pfusch, dann geht mir das sprichwᅵrtliche
Messer in der Tasche auf. Da gehᅵrt mal grᅵndlich ausgemistet.

Beste Grᅵᅵe: RS

Bastian Völker

unread,
Mar 27, 2013, 2:07:18 PM3/27/13
to
Hallo!

Rudolf Sponsel schrieb am Mittwoch, 27. Mᅵrz 2013 16:38:57:
> danke fᅵr Deine informativen Ausfᅵhrungen. Sehr beeindruckt hat mich Strates
> jᅵngste "Ergᅵnzung der Begrᅵndung der Beschwerde gegen die Verfᅵgung vom
> 26.2.2013 betreffend die Nichteinleitung eines Ermittlungsverfahrens vom
> 26.3.2013":
> http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StA-Augsburg-2013-03-26.pdf
> Da geht er sehr ordentlich zur Sache.

Ich habe das Schreiben von Strate nicht gelesen. Daher eine wirklich nur
ganz allgemeine (und auch nicht allgemein auf Strate bezogene)
Anmerkung, weil man immer wieder von Mandanten hᅵrt, die es schᅵtzen
oder gar verlangen, dass ihr Anwalt ordentlich poltert: Starke Worte
ersetzen keine starken Argumente, sondern sind nicht selten Indiz fᅵr
deren Fehlen.

Gruᅵ
Bastian

Rudolf Sponsel

unread,
Mar 28, 2013, 12:47:12 PM3/28/13
to
Das scheint mir vor allem fᅵr die hier schlafpolternde Truppe zuzutreffen -
bedenkt man, dass mit dem Fall Mollath Rechtsgeschichte geschrieben wird. Na,
dann pennt mal weiter, auch eine kleine Fuᅵnote zur Rechtsgeschichte.

RS

Ralf Bader

unread,
Mar 28, 2013, 6:19:34 PM3/28/13
to
Bastian Völker wrote:

> Hallo!
>
> Rudolf Sponsel schrieb am Mittwoch, 27. März 2013 16:38:57:
>> danke für Deine informativen Ausführungen. Sehr beeindruckt hat mich
>> Strates jüngste "Ergänzung der Begründung der Beschwerde gegen die
>> Verfügung vom 26.2.2013 betreffend die Nichteinleitung eines
>> Ermittlungsverfahrens vom 26.3.2013":
>>
http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StA-Augsburg-2013-03-26.pdf
>> Da geht er sehr ordentlich zur Sache.
>
> Ich habe das Schreiben von Strate nicht gelesen. Daher eine wirklich nur
> ganz allgemeine (und auch nicht allgemein auf Strate bezogene)
> Anmerkung, weil man immer wieder von Mandanten hört, die es schätzen
> oder gar verlangen, dass ihr Anwalt ordentlich poltert: Starke Worte
> ersetzen keine starken Argumente, sondern sind nicht selten Indiz für
> deren Fehlen.

Zum einen kann man durchaus auch mit Argumenten ordentlich zur Sache gehen,
zum anderen müssen starke Worte nicht unbedingt eine inhaltliche Leere
kaschieren, sondern können sehr wohl auch das adäquate Echo ungeheuerlicher
Vorgänge sein. Am überflüssigsten sind aber jedenfalls solche Kommentare,
die sich lediglich im Allgemeinen ergehen.


Ralf

Thomas Hochstein

unread,
Mar 30, 2013, 6:30:51 PM3/30/13
to
Bastian V�lker schrieb:

> Ich habe das Schreiben von Strate nicht gelesen.

Strate schlie�t aus der Tatsache, dass die Akten nach dem
psychiatrischen Gutachten noch Monate beim Amtsgericht lagen und erst
dann an die Staatsanwaltschaft abverf�gt wurden, wobei sie auch dort
ungew�hnlich sp�t nach der Abverf�gung eingangen (knapp zwei Wochen
statt 1 Tag), dass der zust�ndige Richter am Amtsgericht - wohl in
kollusivem Zusammenwirken mit dem zust�ndigen Dezernenten der StA -
das Verfahren unter Kenntnis des Turnusstandes beim Landgericht, bei
dem erst zum Jahreswechsel eine Turnuszust�ndigkeit eingef�hrt worden
war, gezielt der dann sp�ter auch entscheidenden Kammer "zuschustern"
wollte, die bereits in einer Beschwerdesache entschieden hatte.

Sinn macht dieses Vorbringen nur unter der Annahme einer gro�en
Allgemeinverschw�rung, um den Angeklagten mundtot zu machen. Ob man
das glauben mag oder nicht, sei dahingestellt.

-thh
--
Deutsches Bundesrecht: <http://www.gesetze-im-internet.de/>
Juristische Informationstexte: <http://th-h.de/infos/jura/>
Linkverzeichnis von Gesetzestexten: <http://rechtliches.de/>
Verbreitete Gesetzestexte im Volltext: <http://dejure.org/>

Thomas Hochstein

unread,
Mar 30, 2013, 6:30:46 PM3/30/13
to
Rudolf Sponsel schrieb:

> bedenkt man, dass mit dem Fall Mollath Rechtsgeschichte geschrieben wird.

*g�hn*

Reinhard Zwirner

unread,
Mar 31, 2013, 11:33:50 AM3/31/13
to
Thomas Hochstein schrieb:
> Bastian V�lker schrieb:
>
>> Ich habe das Schreiben von Strate nicht gelesen.
>
> Strate schlie�t aus der Tatsache, dass die Akten nach dem
> psychiatrischen Gutachten noch Monate beim Amtsgericht lagen und erst
> dann an die Staatsanwaltschaft abverf�gt wurden, wobei sie auch dort
> ungew�hnlich sp�t nach der Abverf�gung eingangen (knapp zwei Wochen
> statt 1 Tag), dass der zust�ndige Richter am Amtsgericht - wohl in
> kollusivem Zusammenwirken mit dem zust�ndigen Dezernenten der StA -
> das Verfahren unter Kenntnis des Turnusstandes beim Landgericht, bei
> dem erst zum Jahreswechsel eine Turnuszust�ndigkeit eingef�hrt worden
> war, gezielt der dann sp�ter auch entscheidenden Kammer "zuschustern"
> wollte, die bereits in einer Beschwerdesache entschieden hatte.
>
> Sinn macht dieses Vorbringen nur unter der Annahme einer gro�en
> Allgemeinverschw�rung, um den Angeklagten mundtot zu machen. Ob man
> das glauben mag oder nicht, sei dahingestellt.

Ich kann das ja nicht beurteilen: aber sind die (unwidersprochen?)
aufgef�hrten Zeitabl�ufe denn �blich? Oder m��te das einem Fachmann
(wie Dir) schon merkw�rdig vorkommen?

Fragt

Reinhard

Rudolf Sponsel

unread,
Apr 2, 2013, 12:33:25 PM4/2/13
to
Am 22.03.2013 13:06, schrieb Rudolf Sponsel:
[...]

Mollath: Detailanalyse Befund-Fehler Bayr. Gutachten vom 25.7.2005 liegt vor
http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRG/BefF.htm#Beleg%20BefF08-02-02%20Der%20Bayreuther%20Gutachter

In diesem Zusammenhang bᅵte sich hier vor allem Diskussion um den BGH
Beschluss vom 12.11.4 an:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=21a7b9b763a4aae847f0edfcfa897780&nr=31415&pos=0&anz=1

Kontext:
Befund-Fehler in der forensischen Psychologie platziert
http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRJ/BefuF.htm
Hilfsseiten hierzu:
Neue Seite Symptomverzeichnisse (Psychodiagnostik)
http://www.sgipt.org/diagnos/Symptom.htm
Neue Seite Syndromverzeichnisse (Psychodiagnostik)
http://www.sgipt.org/diagnos/Syndrom.htm

Anmerkung: geplant waren/sind 18 Seiten zu den potentiellen Fehlern in
forensisch-psychopathologischen Gutachten. Die systematische Hauptseite zu den
potentiellen Fehler-mᅵglichkeiten wurde als erstes platziert, es folgten die
Explorations-Fehler, dann die Untersuchungs-Fehler, nun die wichtige Seite zu
den Befund-Fehlern (Befund = Kernstᅵck jeder psychiatrischen Untersuchung).
Die Befund-Fehler wurden nach systematischer Analyse von ursprᅵnglich 7 auf
nun 15 erweitert. Von der Haupt/ Verteilerseite kann man, so sie fertig sind,
alle spezifischen Fehler "anspringen".

Thomas Hochstein

unread,
Apr 3, 2013, 8:28:14 AM4/3/13
to
Reinhard Zwirner schrieb:

> Ich kann das ja nicht beurteilen: aber sind die (unwidersprochen?)
> aufgef�hrten Zeitabl�ufe denn �blich? Oder m��te das einem Fachmann
> (wie Dir) schon merkw�rdig vorkommen?

�blich sind sie sicherlich nicht, wie das ja schon der Darstellung an
sich zu entnehmen ist, die die "�blichen" Zeitr�ume enth�lt.

Es gibt aber einerseits hinreichend viele Gr�nde f�r diesen zeitlichen
Verlauf und andererseits keinen mir ersichtlichen Grund f�r die
unterstellten Hintergr�nde.

Die monatelange Verz�gerung der Aktenvorlage an das Landgericht l�sst
sich ohne weiteres durch Arbeits�berlastung, andere Priorit�tensetzung
oder schlichtes "Aufschieben" des zu verfassenden - mit 6 Seiten
umfangreichen und ungewohnten, weil in der t�glichen Arbeit nicht
vorkommenden - Beschlusses erkl�ren; nach meiner Erfahrung mit der
Praxis w�rde ich auf den letztgenannten Grund tippen. [1] Er ist
jedenfalls um Gr��enordnungen wahrscheinlicher, dass der zust�ndige
Richter bereits im Juli/August daran arbeitet, die erst im Dezember
anstehende Verabschiedung eines neuen Gesch�ftsverteilungsplanes
abzuwarten und auszunutzen.

F�r die weitere Verz�gerung im Postlauf gibt es gleichfalls eine
Vielzahl m�glicher Erkl�rungen; die Laufzeit von Akten ist bereits
innerhalb derselben Beh�rde nicht immer sicher absehbar.
M�glicherweise - das ergibt sich nicht sicher aus dem Vortrag - wurde
der Beschluss an die Verteidiger nicht nur �bersandt, sondern
zugestellt (obschon das nicht erforderlich w�re, da er unanfechtbar
ist, vgl. � 35 Abs. 2 S. 2 StPO). Dann ist der einfachste Grund f�r
eine Verz�gerung das Abwarten auf den Eingang der
Zustellungsnachweise.

Andererseits mu� man sich fragen, welcher betr�chtliche Aufwand mit
welchem Grund durch wen betrieben werden sollte.

Der erstinstanzliche zust�ndige Richter m�sste also bereits im
Juli/August geplant haben, die Sache im Januar 2006 der 7. Strafkammer
"zuzuschieben". Dann lie� er die Sache bis zum Jahresende liegen, als
er erfahren hatte, dass tats�chlich Mitte Dezember eine
Turnuszust�ndigkeit eingef�hrt worden war. Im Januar k�mmerte er sich
dann darum, von der zust�ndigen Turnusbeamtin - rechtswidrig, weil der
Turnusstand zur Vermeidung von Manipulationen nat�rlich geheimzuhalten
ist - ersatzweise der Staatsanwaltschaft oder einer anderen Kammer des
Landgerichts, rechtzeitig informiert zu werden, wann die n�chste
eingehende Sache der 7. Strafkammer zugeteilt werden wird. Erst dann
sendet er die Akte ab (wie auch immer er das mit dem Urkundsbeamten
der Gesch�ftsstelle gekl�rt hat, den er ja auch insoweit einweihen
muss), darauf hoffend, dass die unvorhersehbare Bearbeitungszeit bei
der Staatsanwaltschaft trotzdem dazu f�hrt, dass "seine" Sache als
n�chste am Landgericht eingeht, ohne dass eine andere Anklage durch
einen anderen Dezernenten der Staatsanwaltschaft dazwischenkommt.
Selbst unter erheblichem Aufwand und Einbeziehung weiterer
"Informanten" funktioniert das nur mit erheblichem Gl�ck, ohne dass
noch weitere sich kollusiv an diesem Vorgehen beteiligen. Mithin:
m�glich, aber aufwendig und wenig zuverl�ssig.

Und jetzt stellt sich die n�chste Frage: Warum sollte ein Richter am
Amtsgericht, der zudem das Dezernat offenbar erst nicht allzu lange
vorher (n�mlich am 01.04.2004) �bernommen hatte und der �blicherweise
nicht unter besonderer Langeweile leidet, diesen gro�en Aufwand
betreiben (und sich zudem rechtswidrig, im Zweifelsfall auch strafbar)
verhalten, nur um nach M�glichkeit sicherzugehen, dass eine Kammer
unter Vorsitz eines "harter Hundes" �ber die Strafsache entscheidet?
Welches erkennbare Interesse sollte er daran haben, um diesen Aufwand
zu betreiben?

Sp�testens hier f�llt mir dazu nichts mehr ein ... Es sei denn eben,
man glaubt an die gro�angelegte Verschw�rung, um den Aufdecker der bis
in h�chste Kreise reichenden Schwarzgeldverstrickung mundtot zu
machen.

Gr��e,
-thh

[1] Schlicht Schlamperei gen�gt �brigens auch. Seitdem ich aus
durchaus zuverl�ssiger Quelle den Fall geschildert bekommen habe,
dass bei einer am Amtsgericht anh�ngigen Haftsache die besondere
Haftpr�fung nach sechs Monaten vor dem Senat des
Oberlandesgerichts schlicht vergessen worden ist und erst Monate
sp�ter die Hauptverhandlung stattfand, �berrascht mich da gar
nichts mehr.
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