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Neue atheistische Religion: Fromm sein ohne Gott?

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Wolfgang Amadeus Kieloben

ungelesen,
09.08.2008, 18:16:4209.08.08
an
### ZITAT-BEGINN ###

Fromm sein ohne Gott?

Es klingt wie ein Widerspruch in sich: Für eine Frömmigkeit der
Gottlosen plädieren Intellektuelle in Frankreich und Deutschland. Zu
ihnen gehört der französische Philosophieprofessor André
Comte-Sponville (Paris), der sich einen „atheistischen Christen“ nennt.

Er ist Autor des Buches „Woran glaubt ein Atheist?“ (Diogenes-Verlag
Zürich). Er will Konfessionslose wie Atheisten ermutigen, ein
spirituelles Profil im Spannungsfeld zwischen Mystik und Ethik zu
entwickeln. In einem katholischen Umfeld aufgewachsen, glaubt
Comte-Sponville nicht mehr an die Existenz Gottes. Seine Frömmigkeit
bestehe im Respekt vor der Natur. Sein Ziel sei es, innere Gelassenheit
zu erfahren und daraus Kraft zu schöpfen. „Die Ewigkeit ist jetzt, die
Welt ist unser Ort, der Himmel ist unser Horizont“, lautet das
Glaubensbekenntnis des Philosophen. Er setzt sich für traditionelle
Verhaltensweisen ein, etwa Maßhalten, Genügsamkeit und Höflichkeit. Um
gegen Fundamentalismus und Nihilismus anzukämpfen, will er eine Allianz
aus Christen und Atheisten schmieden. Sein „atheistisches
Erbauungsbuch“ sei in christlichen Kreisen Frankreichs sehr positiv
aufgenommen worden.

Meditierender Atheist

Auch der Vorsitzende des atheistisch geprägten Humanistischen Verbandes
Deutschland, der Berliner Kulturwissenschaftler Horst Groschopp, ist
der Überzeugung, dass Atheisten Spiritualität brauchen. In einer rein
naturwissenschaftlichen oder materialistischen Weltanschauung fänden
sie kein tragendes Lebensfundament. Der Berliner
Informationswissenschaftler Frank Spade hat nach eigenen Angaben stets
eine „Meditationsbank“ griffbereit. Für ihn als „spirituellen
Atheisten“ sei Meditation ein „psycho-hygienischer Reinigungsprozess“.
Atheistische Spiritualität bedeute für ihn, dass er dem Kosmos mit
Ehrfurcht begegne, ohne an einen Schöpfer zu glauben. Atheistische
Humanisten in Belgien und den Niederlanden bieten Beratung und Rituale
zu Bestattung, Trauung und Geburt an. Die atheistischen Verbände in
Deutschland haben zusammen etwa 20.000 Mitglieder.

http://www.idea.de/index.php?id=917&tx_ttnews[tt_news]=67061&tx_ttnews[backPid]=18&cHash=4105291c3f

###

ZITAT-ENDE ###


Ein Kommentar hierzu:
---------------------

Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers... es geschieht
wirklich nichts Neues unter der Sonne.

Römer 1 sagt hier schon alles: "Denn was man von Gott erkennen kann,
ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes
unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit
der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie
wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von
Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt,
sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr
unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten,
sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des
unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines
vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der
kriechenden Tiere."
(Röm 1,19-23)

Was man angesichts dieses Artikels aber besonders gut erkennen kann:
den gottlos-heidnischen Ursprung der Mystik und ihrer Praktiken
(Meditation etc.).

Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kräftiger
Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

--
Wolfgang Amadeus Kieloben

Christian F.

ungelesen,
09.08.2008, 18:57:1609.08.08
an
Ich, als bekennender Atheist, finde jetzt an diesem Artikel nichts neues.
Ich brauche keinen Gott, noch brauche ich fromm sein, um "nachhaltig",
"höflich" und "maßvoll" zu agieren. Sicherlich gibt es Leute, die weder
"nachhaltig" noch "maßvoll" agieren, aber diese Leute gibt es in gläubig
und ungläubig.

Insofern stimme ich überein, toll, dass dieser Typ all diese "klassischen
Tugenden" (unter dem Namen kenne ich sie) auch als Atheist beherrscht,
aber mit Religion hat das nichts zu tun.

Über Bibelzitate zu dem Thema lässt sich jetzt natürlich mit mir als
Atheist super streiten... der Herr wird mich verbannen und in die ewigen
Jagdgründe stecken, wenn ich mal alt bin und sterbe. Schade nur, dass ich
an solch einen Schwachsinn nicht glaube - ich weiß auch warum ;)

martin....@gmx.de

ungelesen,
09.08.2008, 19:04:0209.08.08
an
On 10 Aug., 00:16, Wolfgang Amadeus Kieloben <amad...@kieloben.es>
wrote:

Du interpretierst zuviel hinein:


"Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers..."

Diese Leute glauben eben nicht, daß z.B. das Leben geschaffen wurde.
Deshalb lehnen sie auch einen Schöpfer ab. Sie glauben dafür daran,
daß der nackte Zufall das Leben hervorgebracht hat. Dafür zuständig
ist die Evolutionstheorie und ähnlicher Unsinn.

Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.

So langsam glaube ich auch an die Evolution, allerdings nur an eine
rückwärtsgerichtete. Diese Leute sind eben keine Menschen mit Verstand
mehr sondern haben nur den Affenstatus noch nicht ganz erreicht. Dabei
glauben sie allerdings meist fest daran, vom Affen abzustammen. Man
sollte dem nicht widersprechen, ihre Logik arbeitet eben andersherum.


Lars Braesicke

ungelesen,
09.08.2008, 19:18:3409.08.08
an
Der Aschenbecher Gottes martin....@gmx.de schrieb:

> Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.

Weil der Mensch Aschenbecher erschaffen kann, muß der Mensch erschaffen
worden sein.
LOL

Lars


martin....@gmx.de

ungelesen,
09.08.2008, 20:20:4909.08.08
an
On 10 Aug., 01:18, "Lars Braesicke" <braesi...@yahoo.de> wrote:
> Der Aschenbecher Gottes martin.mull...@gmx.de schrieb:

Für den Menschen ist das richtig. Für dich Affen gilt das natürlich
nicht.

g.sch...@gmx.de

ungelesen,
10.08.2008, 00:29:4410.08.08
an
On 10 Aug., 00:16, Wolfgang Amadeus Kieloben <amad...@kieloben.es>
wrote:
> Fromm sein ohne Gott?
>
> Es klingt wie ein Widerspruch in sich:

überhaupt nicht. Die Schulen des Pantheismus und Panpsychismus sind in
Europa seit Jahrhunderten bekannt, im Fernen Osten seit Jahrtausenden.


> Er ist Autor des Buches „Woran glaubt ein Atheist?“

dem Titel nach zu urteilen dürfte das Buch eher Quatsch sein. "Glaube"
ist im wesentlichen ein christlicher Begriff, kein allgemein
religiöser.


> Meditierender Atheist
>
> Auch der Vorsitzende des atheistisch geprägten Humanistischen Verbandes
> Deutschland, der Berliner Kulturwissenschaftler Horst Groschopp, ist
> der Überzeugung, dass Atheisten Spiritualität brauchen. In einer rein
> naturwissenschaftlichen oder materialistischen Weltanschauung

noch größerer Blödsinn: die Vorstellung, es gebe einen besonderen
Zusammenhang zwischen "naturwissenschaftlich" und "materialistisch".


> Römer 1 sagt hier schon alles: "Denn was man von Gott erkennen kann,
> ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes
> unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit
> der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie
> wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von
> Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt,
> sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr
> unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten,
> sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des
> unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines
> vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der
> kriechenden Tiere."

ich vermag leider nicht zu ersehen, wo das was dazu sagt.


> Was man angesichts dieses Artikels aber besonders gut erkennen kann:
> den gottlos-heidnischen Ursprung der Mystik und ihrer Praktiken

?? Ich erkenne es leider nicht, sorry.


> Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kräftiger
> Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

ich habe nun leider nicht so ganz mitbekommen, ob du dem im Artikel
vorstellsten nun ablehnend, befürwortend oder neutral gegenüber
stehst. Vielleicht könntest du das noch etwas deutlicher sagen?

g.sch...@gmx.de

ungelesen,
10.08.2008, 00:43:5010.08.08
an
On 10 Aug., 01:04, martin.mull...@gmx.de wrote:
> Du interpretierst zuviel hinein:
> "Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers..."
>
> Diese Leute glauben eben nicht, daß z.B. das Leben geschaffen wurde.
> Deshalb lehnen sie auch einen Schöpfer ab. Sie glauben dafür daran,
> daß der nackte Zufall das Leben hervorgebracht hat.

eine theistische Einschätzung. Die Vorstellung, dass, wer die Existenz
Gottes negiere, davon überzeugt sei, alles, wofür der Theist Gott
verantwortlich macht, gehe auf Zufall zurück. Das intellektuelle
Unvermögen, die Option zu ersehen, es könne neben göttlichem Wirken
und Zufall noch anderes geben.


> Dafür zuständig
> ist die Evolutionstheorie

die ist so ein Beispiel. Es ist richtig, dass sie Zufallselemente
enthält, speziell Mutationen. Mutationsvorgänge aber gehorchen
Naturgesetzen, die selbst kein Zufall sind. Und das Zusammenspiel von
Mutation und Selektion erzeugt eine Selbstorganisations-Dynamik, die
dann ebenfalls kein Zufall mehr ist.
Das ist auch der Schlüssel zum Gottesverständnis des Pantheismus:
"Gott" ist einfach nur ein Begriff für die universelle
Selbstorganisations-Dynamik, die der Theist in seiner beschränkten
Vorstellungswelt fälschlicherweise personifiziert hat.


> Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.

die Analogie ist unpassend, und zeugt von mangelnder Intelligenz
desjenigen, der sie vorbringt: der Vorgang der Mutation setzt der
Fortpflanzung voraus. Weder ein Aschenbecher noch eine Fahrradklingel
können sich aber fortpflanzen.

Klaus Dieckmann

ungelesen,
10.08.2008, 00:56:5910.08.08
an
"Wolfgang Amadeus Kieloben" schrieb:

> Was man angesichts dieses Artikels aber besonders gut erkennen kann: den
> gottlos-heidnischen Ursprung der Mystik und ihrer Praktiken (Meditation
> etc.).
>
> Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kräftiger
> Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

Abgesehen davon, dass Kielobens Religion ein Synkretismus aus jüdischen und
heidnischen Glaubensvorstellungen ist, ist er bar jeglicher Spiritualität,
kann hier also nicht mitreden. Er wünscht sich den Untergang, doch Wünsche
gehen nicht immer in Erfüllung.


Gruß

Klaus
----
Website: http://lingua-eurana.de/mythologie.htm


André Grafe

ungelesen,
10.08.2008, 00:55:1110.08.08
an
Lars Braesicke schrieb:
Hallo Lars,
las doch die Trolle das unter sich ausmachen.
MFG André

--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://setiathome.berkeley.edu/view_profile.php?userid=8745429

André Grafe

ungelesen,
10.08.2008, 00:52:2010.08.08
an
Christian F. schrieb:

> Ich, als bekennender Atheist, finde jetzt an diesem Artikel nichts neues.
> Ich brauche keinen Gott, noch brauche ich fromm sein, um "nachhaltig",
> "höflich" und "ma�voll" zu agieren. Sicherlich gibt es Leute, die weder
> "nachhaltig" noch "ma�voll" agieren, aber diese Leute gibt es in glÀubig
> und unglÀubig.
>
> Insofern stimme ich ÃŒberein, toll, dass dieser Typ all diese "klassischen
> Tugenden" (unter dem Namen kenne ich sie) auch als Atheist beherrscht,
> aber mit Religion hat das nichts zu tun.
>
> �ber Bibelzitate zu dem Thema lÀsst sich jetzt natÌrlich mit mir als
> Atheist super streiten... der Herr wird mich verbannen und in die ewigen
> JagdgrÃŒnde stecken, wenn ich mal alt bin und sterbe. Schade nur, dass ich
> an solch einen Schwachsinn nicht glaube - ich weiÃ? auch warum ;)

Hallo Christian,
der W.A.K. ist doch ein Troll, der müllt mit seinen
evangelikal-fundamentalistischen Elaboraten schon lange das Usenet voll.
Es lohnt sich nicht den zu füttern.

Vogel

ungelesen,
10.08.2008, 02:15:2110.08.08
an
martin....@gmx.de wrote in news:57924b05-48a8-4fb5-9940-e84f513ced4d@
26g2000hsk.googlegroups.com:

>
> So langsam glaube ich auch an die Evolution, allerdings nur an eine
> rückwärtsgerichtete. Diese Leute sind eben keine Menschen mit Verstand
> mehr sondern haben nur den Affenstatus noch nicht ganz erreicht. Dabei
> glauben sie allerdings meist fest daran, vom Affen abzustammen. Man
> sollte dem nicht widersprechen, ihre Logik arbeitet eben andersherum.
>

Vor kurzem wurde das Genom des Neandertalers volständig erfasst.
Das Ergebnis, der mensch und der Neandertaler sind nicht verwandt.
Also ist der Neandertaler kein genetischer Vorfahre des menschen, sondern
eine parallele Entwicklung. Eigentlich wurde genetisch bisher noch kein
Vorfahre des Menschen gefunden.
>
Auch ein Materialist richtet sich eventuell an den moralischen
Grundsätzen der katolischen Religion aus.
>

--
Selber denken macht klug.

Vogel

ungelesen,
10.08.2008, 02:34:5410.08.08
an
martin....@gmx.de wrote in news:57924b05-48a8-4fb5-9940-e84f513ced4d@
26g2000hsk.googlegroups.com:

>

> Diese Leute glauben eben nicht, daß z.B. das Leben geschaffen wurde.
> Deshalb lehnen sie auch einen Schöpfer ab. Sie glauben dafür daran,
> daß der nackte Zufall das Leben hervorgebracht hat. Dafür zuständig
> ist die Evolutionstheorie und ähnlicher Unsinn.
>
> Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.
>

Und dafür gibt es gute und nachvollziehbare Gründe.
Kennst du den Unterschied zwischen einem Aschenbecher und biologischem
Leben?
Es ist die ureigenste Eigenschaft biologischen Lebens sich zu Entwickeln
indem es auf seine Umwelt, inklusive sich selber, systemisch reagiert.
>
Ein Aschenbecher bleibt immer ein Aschenbecher, eventuell degradiert er im
Laufe der Zeit. Bei lebenden Organismen ist es umgekehrt. Sie evoluieren im
Laufe der Zeit. Die Gesetzmässigkeiten, wie das geschieht, sind leider noch
weitgehend unbekannt. Es lässt sich aber beobachten, dass so eine Evolution
biologisch da ist.

Odin

ungelesen,
10.08.2008, 03:02:0710.08.08
an
On 10 Aug., 00:57, "Christian F." <spammails.cr...@gmx.net> wrote:
> Ich, als bekennender Atheist, finde jetzt an diesem Artikel nichts neues.
> Ich brauche keinen Gott, noch brauche ich fromm sein, um "nachhaltig",
> "höflich" und "maßvoll" zu agieren.

Mehr noch, der Gott der Bibel stachelt ja offen zu bestialischer
Gewalt gegen die "Feinde" Israels auf!

MukiPuki :-Þ

ungelesen,
10.08.2008, 03:05:4110.08.08
an

martin.müller1 - wie üblich...


--
http://feierabendland.gratis-webspace.de/index.html
---------------------------------------------------

Die Bezeichnung "Gutmensch" ist ein Kompliment von Schlechtmenschen,
was man leider nicht erwidern kann, denn sie sind ja schlecht.

Vogel

ungelesen,
10.08.2008, 03:46:1010.08.08
an
Wolfgang Amadeus Kieloben <ama...@kieloben.es> wrote in
news:g7l509$m1i$1...@aioe.org:

> ### ZITAT-BEGINN ###
>
> Fromm sein ohne Gott?
>

Das ist Unfug.
>
Klingt wie Nass ohne Wasser
>
Ist dir die Bedeutung des Wortes "fromm" überhaupt bekannt?

Lars Braesicke

ungelesen,
10.08.2008, 03:50:4010.08.08
an
martin....@gmx.de schrieb:

Wer hätte auch erwartet, daß du dem etwas Substanzielles entgegnen
könntest?
LOL

Lars

Hendrik van Hees

ungelesen,
10.08.2008, 03:54:0810.08.08
an
Wolfgang Amadeus Kieloben wrote:

Was hat das in de.sci.physik zu suchen. Bitte nur in die Gruppen posten,
in die ein Thema gehört. Danke.

--
Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen
Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/

Lars Braesicke

ungelesen,
10.08.2008, 03:55:5910.08.08
an
Vogel schrieb:

> Vor kurzem wurde das Genom des Neandertalers volständig erfasst.
> Das Ergebnis, der mensch und der Neandertaler sind nicht verwandt.

War das wirklich das Ergebnis?
oder hast du nur etwas nicht verstanden?

> Also ist der Neandertaler kein genetischer Vorfahre des menschen,
> sondern eine parallele Entwicklung.

Das war schon vor der Genomentschlüsselung bekannt.

> Eigentlich wurde genetisch bisher
> noch kein Vorfahre des Menschen gefunden.

Genetisch wurde noch kein einziger Dinosaurier gefunden.

> Auch ein Materialist richtet sich eventuell an den moralischen
> Grundsätzen der katolischen Religion aus.

Eventuell.

Lars

Franz Glaser

ungelesen,
10.08.2008, 08:33:1510.08.08
an

Auf eine Karikatur erwartest, verlangst du was Substantielles? Bist
jetzt übergeschnappt!

Deine Beiträge tragen nichts bei, du darfst nichts erwarten, höchstens
trollige Sprüchlein auf deinem Niveau.

Servas

Franz Glaser

ungelesen,
10.08.2008, 08:44:3810.08.08
an
Vogel schrieb am Sonntag, 10. August 2008 08:34:


> Bei lebenden Organismen ist es umgekehrt. Sie evoluieren im
> Laufe der Zeit. Die Gesetzmässigkeiten, wie das geschieht, sind leider
noch
> weitgehend unbekannt.

Das ist eine These aber mehr nicht.

Das "Leben" ist (so ist meine These) nur eine Episode, eine Entwick-
lungsphase bzw. ein Versuchsballon der Evolution: die Selbstreproduk-
tion. Die Biologen haben zwar die Evolotion für sich allein in
Beschlag genommen aber es wäre ja die Entstehung der Biologie, des
Lebens, der Nullpunkt ohne Evolution nicht machbar.

Statt Zufall gilt übrigens Chaos und die Selbstreproduktion ist nicht
singular entstanden sondern - - - chaotisch, was sonst.

Das Chaos und darin die Evolution mit dem jeweiligen "Sieg des
Besseren" hat es schon vor dem Leben gegeben. Aber erst das Leben
hat sich als erfolgreich durchgesetzt, typisch für die Evolution.

MfG
--
Ein Mensch, der sich bemüht andere zu bessern,
verschwendet Zeit, wenn er nicht bei sich beginnt.

Norbert Marrek

ungelesen,
10.08.2008, 09:05:0310.08.08
an
Franz Glaser schrieb:

Lars Braesicke

ungelesen,
10.08.2008, 09:32:2210.08.08
an
Franz Glaser schrieb:

>>>>> Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
>>>>> entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch
>>>>> mehr gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.
>>>> Weil der Mensch Aschenbecher erschaffen kann, muß der Mensch
>>>> erschaffen worden sein.
>>>> LOL
>>> Für den Menschen ist das richtig. Für dich Affen gilt das natürlich
>>> nicht.
>> Wer hätte auch erwartet, daß du dem etwas Substanzielles entgegnen
>> könntest?
>> LOL
> Auf eine Karikatur erwartest, verlangst du was Substantielles? Bist
> jetzt übergeschnappt!
>
> Deine Beiträge tragen nichts bei, du darfst nichts erwarten, höchstens
> trollige Sprüchlein auf deinem Niveau.

Glaser, ja, du glaubst auch, weil Menschen Aschenbecher basteln, sind
sie auch erbastelt worden. Was für ein witziges Argumentchen! ROTFL
Herrlich! Das ist der unumstößliche Gottesbeweis!
Du und Muller1, ihr gehört zusammen, ihr habt in der Tat das gleiche
Niveau.

Lars

Franz Glaser

ungelesen,
10.08.2008, 09:55:0710.08.08
an
Lars Braesicke schrieb am Sonntag, 10. August 2008 15:32:


>> Deine Beiträge tragen nichts bei, du darfst nichts erwarten, höchstens
>> trollige Sprüchlein auf deinem Niveau.
>
> Glaser, ja, du glaubst auch, weil Menschen Aschenbecher basteln, sind
> sie auch erbastelt worden. Was für ein witziges Argumentchen! ROTFL

Hör auf mit dem Blödeln oder es kracht ;-o))

Woher willst denn du wissen, was ich glaube. Gerade du.

> Herrlich! Das ist der unumstößliche Gottesbeweis!

Nun stell dir vor - ich, der Glaser, mache mich über die Leute seriöser
lustig als du, die Gottesbeweise aufstellen. Du wetzt dich ganz umsonst
an mir, du erheiterst dich schenkelklopfend an deiner Einbildung.

> Du und Muller1, ihr gehört zusammen, ihr habt in der Tat das gleiche
> Niveau.

Jetzt aber schäm dich, du hast immer nur dich selber gelesen, weder
den Müller noch mich und darüber kannst du dir auf die Schenkel
klopfen.
>
> Lars

jo mei 9-|

Odin

ungelesen,
10.08.2008, 13:11:3810.08.08
an
On 10 Aug., 06:43, g.schol...@gmx.de wrote:
> On 10 Aug., 01:04, martin.mull...@gmx.de wrote:
>
> > Du interpretierst zuviel hinein:
> > "Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers..."
>
> > Diese Leute glauben eben nicht, daß z.B. das Leben geschaffen wurde.
> > Deshalb lehnen sie auch einen Schöpfer ab. Sie glauben dafür daran,
> > daß der nackte Zufall das Leben hervorgebracht hat.
>
> eine theistische Einschätzung. Die Vorstellung, dass, wer die Existenz
> Gottes negiere, davon überzeugt sei, alles, wofür der Theist Gott
> verantwortlich macht, gehe auf Zufall zurück. Das intellektuelle
> Unvermögen, die Option zu ersehen, es könne neben göttlichem Wirken
> und Zufall noch anderes geben.

Dazu empfehle ich das Buch "Das Primzahlkreuz 1-3, von Peter Plichta".
Als ich das las wurde ich an den Film "Die Welt am Draht" erinnert.
Manche "Zufälle" sind derart verblüffend, daß ich eher an ein System
Glauben möchte....


>
> > Dafür zuständig
> > ist die Evolutionstheorie
>
> die ist so ein Beispiel. Es ist richtig, dass sie Zufallselemente
> enthält, speziell Mutationen. Mutationsvorgänge aber gehorchen
> Naturgesetzen, die selbst kein Zufall sind. Und das Zusammenspiel von
> Mutation und Selektion erzeugt eine Selbstorganisations-Dynamik, die
> dann ebenfalls kein Zufall mehr ist.
> Das ist auch der Schlüssel zum Gottesverständnis des Pantheismus:
> "Gott" ist einfach nur ein Begriff für die universelle
> Selbstorganisations-Dynamik, die der Theist in seiner beschränkten
> Vorstellungswelt fälschlicherweise personifiziert hat.

Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
es ist. Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
unterstelle ich eben einen Verfasser, allerdings nicht einen, der
jedweder irdischer Religion zu Grunde liegen könnte. Ohne besseres
Wissen bleibe ich deshalb lieber bei der Vorstellung eines virtuellen
Programmieres und seiner "Welt am Draht".


>
> > Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> > entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> > gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.
>
> die Analogie ist unpassend, und zeugt von mangelnder Intelligenz
> desjenigen, der sie vorbringt: der Vorgang der Mutation setzt der
> Fortpflanzung voraus. Weder ein Aschenbecher noch eine Fahrradklingel
> können sich aber fortpflanzen.

Nun greifst du aber zu kurz, denn der Aschenbecher ist auch nur eine
Metapher für die Selbstorganisation der Metaerie unter den gegebenen
Naturgesetzen des virtuellen Programmierers. Nimm Materie und forme
daraus ein komplexes elektronisches System, hauche ihm per Programm
"Leben" ein und warte ab. Du wirst irgendwann definitiv feststellen,
daß sich diese "Materie" weiterentwickelt und m.M.n. auch irgendwann
mutiert und fortpflanzen wird. Die Fortpflanzung ist doch nur der
vorläufige Evolutionshöhepunkt der Materie. Nach dem absoluten
Höhepunkt kommt dann der Programmabruch und ziemlich sicher ein
Neustart des Systems Naturgesetzte mit veränderten und neuen
Parametern.

Vogel

ungelesen,
10.08.2008, 13:26:1810.08.08
an
Franz Glaser <fr...@meg-glaser.com> wrote in news:489ee20c$0$2243
$91ce...@newsreader01.highway.telekom.at:

> Vogel schrieb am Sonntag, 10. August 2008 08:34:
>
>
>> Bei lebenden Organismen ist es umgekehrt. Sie evoluieren im
>> Laufe der Zeit. Die Gesetzmässigkeiten, wie das geschieht,
>> sind leider noch weitgehend unbekannt.
>
> Das ist eine These aber mehr nicht.
>

Das ist beobachtbares Faktum.


>
> Das "Leben" ist (so ist meine These) nur eine Episode, eine Entwick-

> lungsphase bzw. ein Versuchsballon der Evolution: ...
>
So?
Eine Entwicklungsphase ...der Evolution? Puh!
Welcher Evolution denn?
>
> die Selbstreproduktion.
>
Es geht bei der Evolution biologischer Systeme nicht nur um Reproduktion
(immer nur ans vögeln denken was ;-)), sondern um deren systemische
Evolution.

>
> Die Biologen haben zwar die Evolotion für sich allein in
> Beschlag genommen aber es wäre ja die Entstehung der Biologie, des
> Lebens, der Nullpunkt ohne Evolution nicht machbar.
>

Puh! Mein Deutsch ist so schlecht, was wolltest du eigentlich sagen?


>
> Statt Zufall gilt übrigens Chaos und die Selbstreproduktion ist nicht
> singular entstanden sondern - - - chaotisch, was sonst.
>

Es gilt beides Chaos und Zufall.
Die Evolution des Lebens ist ein chaotisches System,
das zusätzlich dem Zufall unterworfen ist.


>
> Das Chaos und darin die Evolution mit dem jeweiligen "Sieg des
> Besseren" hat es schon vor dem Leben gegeben.
>

Ja, nur gibt es einen entschiedenden Unterschied zu chaotischen
(konvergenten) Systemen. Die Evolution ist mit Sicherheit durch ein
konvergentes Chaos gesteuert(plus andere Dinge). Aber absolut
charakteristisch für das Leben ist die Selbstreproduktion durch
Individuen. Es reproduzieren sich also lebende Objekte, deren Evolution
im Gesamten, den Regeln des Chaos plus Zufall gehorcht. Das heisst, sie
verändern sich von Reproduktion zu Reproduktion, wenn die Parameter sich
ändern die die Stabilität des Systems gewährleisten.
Man könnte sagen, alle Individuen, die auf einer genetischen
Evolutionslinie liegen, sind miteinander verschränkt :-)


>
> Aber erst das Leben
> hat sich als erfolgreich durchgesetzt, typisch für die Evolution.
>

Was meinst du in diesem Zusammhang mit Evolution?

Hans Holger

ungelesen,
10.08.2008, 13:53:5410.08.08
an
Odin schrieb:

> Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
> es ist. Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
> unterstelle ich eben einen Verfasser

Aber das erweitert ja die Angelegenheit lediglich um deinen Verfasser,
dessen Natur und Herkunft (und Wille) nun neben der Naturdynamik
nach den Spielregeln des Verfassers ebenfalls einer Erklärung bedarf:
wie kam dieser Verfasser in die Welt und wie funktioniert der Kerl?

Entweder du gibst ihm seinerseits seinen Verfasser, das führt dann zu
unendlichem (Ideen-) Regreß, oder du sagst 'nein, basta, er war einfach
immer da', was du dann aber gleich auf die Natur anwenden kannst.
Ein Verfasser macht deinen Erklärungsversuch nur komplizierter und
willkürlicher.


ZaferSah

ungelesen,
10.08.2008, 14:34:2710.08.08
an
On 10 Aug., 00:16, Wolfgang Amadeus Kieloben <amad...@kieloben.es>
wrote:

> Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kräftiger


> Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

Es erstaunt mich immer wieder aufs neue zu erkennen, wie sehr sich
Menschen irren können.
Es wurde mir wieder mal klar, dass íhr garnicht wisst was der Begriff
"Gott"
bedeutet.

Gott ist in erster Linie eine notwendige Erklärung für die Existenz
des Universums.
Sehen ich einen Glass auf dem Tisch so frage ich automatisch, wie ist
es da hingekommen, oder wer hat es da hingestellt.
Gott ist also per Definition die Macht, die die Existenz des
Universums erklärt.
Diese Definition ist ein notwendige Zug unseres Bewusstseins.
Daher ist die Frage ob es einen Gott gibt unlogisch.
Genau so unlogisch ist die Aussage" Es gibt keinen Gott".


Die Probleme entstehen erst mit der RELIGION.
Die RELIGION entspringt der Behauptung, dass der wie oben definierte
Gott uns kontaktiert haette. Mit seinem Sohn , seinen Propheten u.s.w.
Dann wird diesem Gottesbegriff allerlei ethische Vorstellungen
ueberlagert.

Damit entsteht ein neuer Gottesbegriff.
Man keonnte dazu sagen Religionsgott. Urspruenlich war es ein
Existenzgott.

Merkwuerdig ist nun die Tatsache, dass Menschen zwischen diesen beiden
Begriffen nicht unterscheiden, und das fuehrt zu sinnlosen Aussagen.

Die Frage ob es einen Gott gibt ist nicht eindeutig. Welchen Gott
meinen Sie?
Alle Menschen glauben meine Ansicht nach an Gott, genauer an den
Existenzgott.
Wenn sie dann Aussagen der Art machen " Es gibt kein Gott" dann meien
sie eher den Gott der Religion.
Mit dieser Aussage druecken sie aus, dass sie die Religion ablehnen.

Aber damit gehen sie in die Falle.
Die Religion versucht den Gottes Begriff fuer sich zu beanspruchen und
ein Monopol darauf zu erheben. Das gelingt ihr auch sehr gut, wenn
Menschen so dumm sind dass sie die Aussage der Religion
"Es gibt ein Gott" dadurch negieren in dem sie ihrerseits aussagen
"Es gibt kein Gott".

Diese Aussagen sind nicht eindeutig. Es muß heissen

Von der Religion:
Es gibt ein Existenzgott der uns kontaktiert hat.Also gibt es ein
Religionsgott.

Die Verneinung lautet.
Es kann einen Existenzgott geben, aber der hat uns nicht kontaktiert.

Hans Holger

ungelesen,
10.08.2008, 14:43:2510.08.08
an
ZaferSah

> Es gibt ein Existenzgott der uns kontaktiert hat.

Hör einmal genau hin, das Gott kontaktert dich immer noch!

http://www.stimmenhoeren.de/gaestebuch.htm

g.sch...@gmx.de

ungelesen,
10.08.2008, 14:50:2410.08.08
an
On 10 Aug., 19:11, Odin <manfred.gl...@web.de> wrote:
> > eine theistische Einschätzung. Die Vorstellung, dass, wer die Existenz
> > Gottes negiere, davon überzeugt sei, alles, wofür der Theist Gott
> > verantwortlich macht, gehe auf Zufall zurück. Das intellektuelle
> > Unvermögen, die Option zu ersehen, es könne neben göttlichem Wirken
> > und Zufall noch anderes geben.
>
> Dazu empfehle ich das Buch "Das Primzahlkreuz 1-3, von Peter Plichta".
> Als ich das las wurde ich an den Film "Die Welt am Draht" erinnert.
> Manche "Zufälle" sind derart verblüffend, daß ich eher an ein System
> Glauben möchte....

genau das sagte ich ja: nicht alles was kein Zufall ist muss etwas mit
Gott zu tun haben. Es ist eine theistische Einschätzung, dass es das
müsse.


> > Das ist auch der Schlüssel zum Gottesverständnis des Pantheismus:
> > "Gott" ist einfach nur ein Begriff für die universelle
> > Selbstorganisations-Dynamik, die der Theist in seiner beschränkten
> > Vorstellungswelt fälschlicherweise personifiziert hat.
>
> Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
> es ist.

daran würde auch Gott nichts ändern. Denn Gott erklärt nicht, warum
Gott existiert.


> Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
> unterstelle ich eben einen Verfasser,

und wer ist der Verfasser des Verfassers?

> > > Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> > > entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> > > gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.
>
> > die Analogie ist unpassend, und zeugt von mangelnder Intelligenz
> > desjenigen, der sie vorbringt: der Vorgang der Mutation setzt der
> > Fortpflanzung voraus. Weder ein Aschenbecher noch eine Fahrradklingel
> > können sich aber fortpflanzen.
>
> Nun greifst du aber zu kurz, denn der Aschenbecher ist auch nur eine
> Metapher für die Selbstorganisation der Metaerie

und meine Intention war es aufzuzeigen, dass diese Metapher unpassend
ist.


> Die Fortpflanzung ist doch nur der
> vorläufige Evolutionshöhepunkt der Materie.

Evolution beruht auf Mutation, Mutation auf Fortpflanzung: Mutation
bedeutet, dass bei der Fortpflanzung das Genom nicht 100%ig korrekt
kopiert wird. Ohne Fortpflanzung keine Mutation. Genom muss dabei
nicht notwendigerweise Nukleinsäure bedeuten: es gab mal die Tonerden-
Theorie, derzufolge die Evolution ihren Ausgang bei anorganischen
Lebensformen auf Tonerden-Basis nahm.

Franz Glaser

ungelesen,
10.08.2008, 15:50:0510.08.08
an
Vogel schrieb am Sonntag, 10. August 2008 19:26:


>> Das "Leben" ist (so ist meine These) nur eine Episode, eine Entwick-
>> lungsphase bzw. ein Versuchsballon der Evolution: ...
>>
> So?
> Eine Entwicklungsphase ...der Evolution? Puh!
> Welcher Evolution denn?

Sieh bloß die Evolution nicht so - eng und biologisch beschränkt wie
du sie weiter unten beschrieben hast sondern mehr wie eine zielge-
richtete mathematische Funktion aus der Fülle der Chaoslehre mit
einer ominösen Optimierungszielvorgabe.

mfg

achje, wenn dir schon nach "Denken" ist, dann erspar dir das hämische
Blödeln, es steht dir nicht gut an.


norbert baude

ungelesen,
10.08.2008, 17:35:3710.08.08
an
Franz Glaser schrieb:
...

Die Biologen haben zwar die Evolotion für sich allein in
> Beschlag genommen aber es wäre ja die Entstehung der Biologie, des
> Lebens, der Nullpunkt ohne Evolution nicht machbar.
>
Es wäre nicht schlecht, mal biologische und biotische Systeme
auseinander zu halten.
Biologie ist nicht das Leben, sonder die *Wissenschaft* von der belebten
Natur und den Gesetzmäßigkeiten.

Mein´ ja nur, wenn man schon exakt sein will.

Gruß Norbert
--
"Ich hatte acht Jahre Latein, bayrisches Hardcore-Mörder-Latinum. Ich
kann nicht mal fluchen auf lateinisch. Wie gerne hätte ich damals zu
meinem Lateinlehrer gesagt:"You teacher, fuck you!"- Aber wie auf
Lateinisch? "Tu magister popare?" (Michael Mittermaier)

Franz Glaser

ungelesen,
10.08.2008, 17:55:5410.08.08
an
norbert baude schrieb am Sonntag, 10. August 2008 23:35:


> Franz Glaser schrieb:
> ...
> Die Biologen haben zwar die Evolotion für sich allein in
>> Beschlag genommen aber es wäre ja die Entstehung der Biologie, des
>> Lebens, der Nullpunkt ohne Evolution nicht machbar.
>>
> Es wäre nicht schlecht, mal biologische und biotische Systeme
> auseinander zu halten.
> Biologie ist nicht das Leben, sonder die *Wissenschaft* von der belebten
> Natur und den Gesetzmäßigkeiten.
>
> Mein´ ja nur, wenn man schon exakt sein will.
>
> Gruß Norbert

Tu da nicht blöd herumgschaftlhubern sondern erklär das, was du für
erklärenswürdig hältst. Ich bin nämlich kein Wissenschaftler und
Wortklauber.

Wo ich die scharfe Kante gezeichnet habe, das habe ich beschrieben:
dort wo sich die Materie angefangen hat, zu reproduzieren. Ob das
_selber_ ist oder pfiffig schmarotzerisch (Viren), das ist nicht
wichtig, für solche Details laß ich gern die Gstudierten vortreten.

Da hat die Materie zuerst einmal mit den Kristallen geübt und auch
sonst noch allerlei Varianten ausprobiert (Stalaktiten, Schnee und
Eis) und dann kam - heureka - das richtige Leben.

Vogel

ungelesen,
11.08.2008, 01:49:0311.08.08
an
Franz Glaser <fr...@meg-glaser.com> wrote in news:489f45c1$0$2142$91cee783
@newsreader02.highway.telekom.at:

>
> achje, wenn dir schon nach "Denken" ist, dann erspar dir das hämische
> Blödeln, es steht dir nicht gut an.
>

Ach komm sei doch nicht gleich eingeschanppt.
Wollte doch nur in deiner Sprache mit dir reden.
>
Wieso blödelst du hier andauernd so hämisch herum?

norbert baude

ungelesen,
11.08.2008, 05:47:4411.08.08
an
Franz Glaser schrieb:

...


>>
>>>Beschlag genommen aber es wäre ja die Entstehung der Biologie, des
>>>Lebens, der Nullpunkt ohne Evolution nicht machbar.
>>>
>>
>>Es wäre nicht schlecht, mal biologische und biotische Systeme
>>auseinander zu halten.
>>Biologie ist nicht das Leben, sonder die *Wissenschaft* von der belebten
>>Natur und den Gesetzmäßigkeiten.
>>
>>Mein´ ja nur, wenn man schon exakt sein will.
>>

>

> Tu da nicht blöd herumgschaftlhubern sondern erklär das, was du für
> erklärenswürdig hältst. Ich bin nämlich kein Wissenschaftler und
> Wortklauber.
>

Das hat mit Wortklauberei nichts zu tun., sondern mit Fachbegriffen
zwecks Vermeidung von Mißverständnissen. Wenn ich von biologischen
Systemen rede, dann sind damit wissenschaftstheoretische Modelle
gemeint. Biotische Systeme dagegen sind komplexe Vorgänge in der Natur.
Autopoiese ist so eines, und dazu dürfte deine etwas anthropomorph
(pfiffig, schmarotzerisch)formulierte These zählen.

Aber mach dir nichts draus, solche Begriffsschlampereien sind auch unter
Wissenschaftlern üblich. Noch viel schlimmer geht es bei den Kultur- und
Sportschaffenden zu, wo ständig von psychologischen Problemen geredet
wird, wo es sich tatsächlich um psychische Probleme handelt.

Gruß Norbert

fúp nach dswc
--
" Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet." ( Mark Twain )

g.sch...@gmx.de

ungelesen,
11.08.2008, 05:52:3011.08.08
an
On 10 Aug., 20:34, ZaferSah <Zafer...@aol.com> wrote:
> Gott ist in erster Linie eine notwendige Erklärung für die Existenz
> des Universums.
> Sehen ich einen Glass auf dem Tisch so frage ich automatisch, wie ist
> es da hingekommen, oder wer hat es da hingestellt.
> Gott ist also per Definition die Macht, die die Existenz des
> Universums erklärt.
> Diese Definition ist ein notwendige Zug unseres Bewusstseins.
> Daher ist die Frage ob es einen Gott gibt unlogisch.
> Genau so unlogisch ist die Aussage" Es gibt keinen Gott".
>
> Die Probleme entstehen erst mit der RELIGION.
> Die RELIGION entspringt der Behauptung, dass der wie oben definierte
> Gott uns kontaktiert haette. Mit seinem Sohn , seinen Propheten u.s.w.
> Dann wird diesem Gottesbegriff allerlei ethische Vorstellungen
> ueberlagert.

vor allen Dingen aber wird - zumindest in den abrahamitischen
Religionen - der Gottesbegriff personifiziert. An dem "Existenzgott"
ist ja zunächst nichts personales dran. Religion geht also nicht aus
der Vorstellung hervor, der Existenzgott habe uns kontaktiert, sondern
vor allem aus der Vorstellung, der Existenzgott sei ein personales
Wesen, als das er uns kontaktieren kann.
Dem Gottesbegriff werden daher nicht nur ethische, sondern auch
metaphysische Konzepte überlagert.


> Merkwuerdig ist nun die Tatsache, dass Menschen zwischen diesen beiden
> Begriffen nicht unterscheiden,

ich denke, sie unterscheiden sehr wohl. "Gott" wird eben mit dem
Religionsgott assoziiert, nicht mit dem Existenzgott. Der Existenzgott
wird einfach nicht als Gott bezeichnet, sondern als erste Ursache,
Naturgesetze, als das Sein an sich o.ä.


> Die Frage ob es einen Gott gibt ist nicht eindeutig. Welchen Gott
> meinen Sie?

die Frage ist für die meisten Menschen eindeutig, da sie mit "Gott"
eindeutig den Religionsgott meinen.


> Alle Menschen glauben meine Ansicht nach an Gott, genauer an den
> Existenzgott.
> Wenn sie dann Aussagen der Art machen " Es gibt kein Gott" dann meien
> sie eher den Gott der Religion.
> Mit dieser Aussage druecken sie aus, dass sie die Religion ablehnen.
>
> Aber damit gehen sie in die Falle.
> Die Religion versucht den Gottes Begriff fuer sich zu beanspruchen und
> ein Monopol darauf zu erheben. Das gelingt ihr auch sehr gut, wenn
> Menschen so dumm sind dass sie die Aussage der Religion
> "Es gibt ein Gott" dadurch negieren in dem sie ihrerseits aussagen
> "Es gibt kein Gott".

und wo soll das jetzt eine Falle sein? Wenn Menschen Gott negieren,
meinen sie den Religionsgott, da sie den Existenzgott einfach nicht
Gott nennen.

norbert baude

ungelesen,
11.08.2008, 05:52:4711.08.08
an
Vogel schrieb:
Quod licet Iovi, non licet bovi. ;-)

Gruß Norbert

Franz Glaser

ungelesen,
11.08.2008, 06:29:1811.08.08
an

du sagst es, da wehren sie sich mit ihrem Stachel wie die
Wespen vor ihrem Nest (ich habe grad eins vor meiner Haustür
gehabt)

Jupiter

ungelesen,
11.08.2008, 07:03:4111.08.08
an
norbert baude <nor...@aol.com> wrote in
news:6gagfaF...@mid.individual.net:

Ecce nunc patiemur philosophantem nobis asinum!
>

Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 07:04:1311.08.08
an
g.sch...@gmx.de schrieb am Mon, 11 Aug 2008 02:52:30 -0700 (PDT):

>On 10 Aug., 20:34, ZaferSah <Zafer...@aol.com> wrote:

[ ]

>> Die Probleme entstehen erst mit der RELIGION.
>> Die RELIGION entspringt der Behauptung, dass der wie oben definierte
>> Gott uns kontaktiert haette. Mit seinem Sohn , seinen Propheten u.s.w.
>> Dann wird diesem Gottesbegriff allerlei ethische Vorstellungen
>> ueberlagert.
>
>vor allen Dingen aber wird - zumindest in den abrahamitischen
>Religionen - der Gottesbegriff personifiziert. An dem "Existenzgott"
>ist ja zunächst nichts personales dran. Religion geht also nicht aus
>der Vorstellung hervor, der Existenzgott habe uns kontaktiert, sondern
>vor allem aus der Vorstellung, der Existenzgott sei ein personales
>Wesen, als das er uns kontaktieren kann.
>Dem Gottesbegriff werden daher nicht nur ethische, sondern auch
>metaphysische Konzepte überlagert.

Die Vorstellungen der Bibel gehen noch weiter, in dem sie einen
Schöpfergott als Existenzgott behaupten, der uns Menschen nach
_seinem_ Bild erschaffen hat:

"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes
schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie." (1. Mos. 1, 27)

Später wird dieses "Bildnishafte" noch so erklärt, dass Adam seinen 3.
Sohn so gezeugt hat:

"Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn ihm ähnlich, nach
seinem Bild, und gab ihm den Namen Seth." (1. Mos. 5, 3)

>> Merkwuerdig ist nun die Tatsache, dass Menschen zwischen diesen beiden
>> Begriffen nicht unterscheiden,
>
>ich denke, sie unterscheiden sehr wohl. "Gott" wird eben mit dem
>Religionsgott assoziiert, nicht mit dem Existenzgott. Der Existenzgott
>wird einfach nicht als Gott bezeichnet, sondern als erste Ursache,
>Naturgesetze, als das Sein an sich o.ä.

Begriffe wie "erste Ursache" oder "Naturgesetze" sind eher
Vorstellungen von Menschen, die nicht an den Gott der Bibel glauben
können.

>> Die Frage ob es einen Gott gibt ist nicht eindeutig. Welchen Gott
>> meinen Sie?
>
>die Frage ist für die meisten Menschen eindeutig, da sie mit "Gott"
>eindeutig den Religionsgott meinen.

So sehe ich das auch.

>> Alle Menschen glauben meine Ansicht nach an Gott, genauer an den
>> Existenzgott.
>> Wenn sie dann Aussagen der Art machen " Es gibt kein Gott" dann meien
>> sie eher den Gott der Religion.
>> Mit dieser Aussage druecken sie aus, dass sie die Religion ablehnen.
>>
>> Aber damit gehen sie in die Falle.
>> Die Religion versucht den Gottes Begriff fuer sich zu beanspruchen und
>> ein Monopol darauf zu erheben. Das gelingt ihr auch sehr gut, wenn
>> Menschen so dumm sind dass sie die Aussage der Religion
>> "Es gibt ein Gott" dadurch negieren in dem sie ihrerseits aussagen
>> "Es gibt kein Gott".
>
>und wo soll das jetzt eine Falle sein? Wenn Menschen Gott negieren,
>meinen sie den Religionsgott, da sie den Existenzgott einfach nicht
>Gott nennen.

So sehe ich das auch - und diesen Religionsgott ignorieren inzwischen
immer mehr Menschen, weil sie nicht glauben können, dass die höchste
Macht im Sein ein widerlicher selbstbekennenden
Kindermassenmörderfatzken sein könnte, der sich laut den berühmten
Zehn Geboten an den unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation für
Taten deren Vorfahren rächen will. Zur sadistischen Hirnrissigkeit
wird ein Religionsgott, wenn er das Versklaven friedliebender Menschen
befohlen haben soll und das Abschlachten aller Säuglinge, Kinder,
Frauen und Männern von 6 Völkern anderer Kultur und Religion, um so
seinem Eigentumsvolk eine neue Heimat zu verschaffen.

Solch sadistische Befehle könnten nur von menschlichen Diktatoren
stammen, aber unmöglich von einer Macht, die nach meiner Meinung
ursächlich ist für ein Sein mit vielen Milliarden von Galaxien mit
jeweils vielen Milliarden von Sonnen - und um eine dieser Sonnen
kreist ein Sandkörnchen mit Namen Erde.

Peter Zander

Franz Glaser

ungelesen,
11.08.2008, 07:22:5711.08.08
an
Jupiter schrieb am Montag, 11. August 2008 13:03:

>>
> Ecce nunc patiemur philosophantem nobis asinum!
>>

Nun, dein Dünkel hat was, die Klugscheißer tun gut dran, sich
vor der "Meinung der Esel" abzuschirmen. Bloß - die Trägheit der
Masse unter den "wissenden Philosophen", die sich gegenseitig
auf die Schulter klopfen, hat nix Neues in die Welt gesetzt
sondern immer nur behindert.

In der Tonne hatte nur _ein_ Diogenes Platz.

Servas

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 07:37:4011.08.08
an
Peter Zander schrieb:

> So sehe ich das auch - und diesen Religionsgott ignorieren inzwischen
> immer mehr Menschen, weil sie nicht glauben können, dass die höchste
> Macht im Sein ein widerlicher selbstbekennenden
> Kindermassenmörderfatzken sein könnte, der sich laut den berühmten
> Zehn Geboten an den unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation für
> Taten deren Vorfahren rächen will. Zur sadistischen Hirnrissigkeit
> wird ein Religionsgott, wenn er das Versklaven friedliebender Menschen
> befohlen haben soll und das Abschlachten aller Säuglinge, Kinder,
> Frauen und Männern von 6 Völkern anderer Kultur und Religion, um so
> seinem Eigentumsvolk eine neue Heimat zu verschaffen.
>
> Solch sadistische Befehle könnten nur von menschlichen Diktatoren
> stammen

Weshalb denn. Dies ist ein Denkfehler - ein "Gott" muß keinesfalls "gut"
sein, und es gibt ja in all den Mythologien auch massenhaft sadistische
Götter.

Wenn es einen Chef-Gott gibt, dann ist der ein sadistisches Schwein, ja.

Und im übrigen kann ein allmächtiges Subjekt auch seine Statuten jederzeit
ändern, schließlich hat der allmächtige Chef einen volllkommen freien
Willen.


Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 08:27:0611.08.08
an
"Hans Holger" <rem...@this.org> schrieb am Mon, 11 Aug 2008 13:37:40
+0200:

Von einem freien und gar durchsetzungsfähigen Willen Gottes ist in der
Bibel keine Rede. Nichts gelingt ihm wirklich, er muss seine
Konstruktionen absaufen lassen, will in rasender Wut sein
Eigentumsvolk auslöschen und muss gar seinem eigenen Sohn das
jämmerliche Verrecken am Kreuz vorbestimmen.

Für einen Schöpfer eines unvorstellbaren großen und wunderbaren Seins
wäre das nach meiner Meinung völlig unvorstellbar. Dieser
Versagergötze aus dem Buch der Widersprüche und Universalausreden
entspricht aber durchaus den Machtmenschen, die ihn konstruiert haben,
um mit seiner Hilfe blindgehorsame Opferdarbringer züchten zu können.
Also Menschen, die Drohungen auskotzen, die sie nie umsetzen können,
wie es Gott hier unterstellt wird:

"und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie umkommen
zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn hasst, ins Angesicht
vergilt er ihm!" (5. Mos. 7, 10)

Nach der einfachen Logik dürfte es also keine Menschen geben, die über
den Augenblick hinaus diesen Angeberling hassen ;-)

Glaubst Du etwa diesen Götzen als höchste Macht im Sein?

Peter Zander

martin....@gmx.de

ungelesen,
11.08.2008, 08:42:0011.08.08
an
On 11 Aug., 13:04, Peter Zander <HPeterZan...@arcor.de> wrote:

So sehe ich das auch. Auf der einen Seite steht der tatsächliche
Schöpfergott, sichtbar an jedem seiner Werke. Auf der anderen
(religiösen) Seite steht ein normaler bösartiger (un)menschlicher
Herrscher, einer unter vielen.

Das 1. Gebot beweist die Vielgötterei bereits, wo dieser eine "Gott"
verlangt, als einziger "Gott" anerkannt zu werden. Dieses 1. Gebot
wäre ohne tatsächliches Vorhandensein von anderen
"Göttern" (Konkurrenzherrscher) ansonsten ein vollkommen unsinniges
Gebot.

Der Bibelgott ist also ein schlichter Drecksack, dem ich ins Gesicht
spucken würde, wenn ich ihm begegnete.

Auf den Schöpfergott hat dagegen kein Mensch Zugriff oder weiß auch
nur das allergeringste von ihm. Alle Religionen, welche irgendein
Wissen darüber behaupten, gar vorgeben, dessen Willen zu kennen, sind
betrügerische Vereine.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 08:42:3211.08.08
an
Peter Zander schrieb:

> Von einem freien und gar durchsetzungsfähigen Willen Gottes ist in der
> Bibel keine Rede. Nichts gelingt ihm wirklich, er muss seine
> Konstruktionen absaufen lassen, will in rasender Wut sein
> Eigentumsvolk auslöschen und muss gar seinem eigenen Sohn das
> jämmerliche Verrecken am Kreuz vorbestimmen.

LOL.

> Für einen Schöpfer eines unvorstellbaren großen und wunderbaren Seins
> wäre das nach meiner Meinung völlig unvorstellbar. Dieser
> Versagergötze aus dem Buch der Widersprüche und Universalausreden
> entspricht aber durchaus den Machtmenschen, die ihn konstruiert haben,
> um mit seiner Hilfe blindgehorsame Opferdarbringer züchten zu können.
> Also Menschen, die Drohungen auskotzen, die sie nie umsetzen können,
> wie es Gott hier unterstellt wird:

ACK.

> "und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie umkommen
> zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn hasst, ins Angesicht
> vergilt er ihm!" (5. Mos. 7, 10)
>
> Nach der einfachen Logik dürfte es also keine Menschen geben, die über
> den Augenblick hinaus diesen Angeberling hassen ;-)


Ich bekommen nicht mal Kopfschmerzen davon, wenn ich "ihn" eine eklige
Schwuchtel nenne ;)

> Glaubst Du etwa diesen Götzen als höchste Macht im Sein?

Ich bin ohne entmenschende frühkindliche "religiöse" Hirnwäsche
davongekommen (und auch deshalb fehlt mir kein "Gott") und ich
habe auch keine offenen Fragen bezüglich der Welt, ich kann sie
ohne weiteres als die sie sich zeigt, akzeptieren (und "verstehen"),
abgesehen von der einen "Frage", die man nicht loswerden kann:
weshalb das ganze Zeug da ist und nicht garnichts ;)

Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 09:22:4611.08.08
an
"Hans Holger" <rem...@this.org> schrieb am Mon, 11 Aug 2008 14:42:32
+0200:

>> Für einen Schöpfer eines unvorstellbaren großen und wunderbaren Seins
>> wäre das nach meiner Meinung völlig unvorstellbar. Dieser
>> Versagergötze aus dem Buch der Widersprüche und Universalausreden
>> entspricht aber durchaus den Machtmenschen, die ihn konstruiert haben,
>> um mit seiner Hilfe blindgehorsame Opferdarbringer züchten zu können.
>> Also Menschen, die Drohungen auskotzen, die sie nie umsetzen können,
>> wie es Gott hier unterstellt wird:
>
>ACK.
>
>> "und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie umkommen
>> zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn hasst, ins Angesicht
>> vergilt er ihm!" (5. Mos. 7, 10)
>>
>> Nach der einfachen Logik dürfte es also keine Menschen geben, die über
>> den Augenblick hinaus diesen Angeberling hassen ;-)
>
>
>Ich bekommen nicht mal Kopfschmerzen davon, wenn ich "ihn" eine eklige
>Schwuchtel nenne ;)

Lol, seine Machtlosigkeit hätte das Herrgöttle aus dem Buch der
Widersprüche und Universalausreden ja selbst bewiesen, wenn man 5.
Mos. 7, 10 zu Grunde legt ;-)

>> Glaubst Du etwa diesen Götzen als höchste Macht im Sein?
>
>Ich bin ohne entmenschende frühkindliche "religiöse" Hirnwäsche
>davongekommen

Dafür beglückwünsche ich Dich. Ich musste den mir eingetrichterten
Schwachsinn von einem selbstbekennenden Kindermassenmörderfatzken erst
überwinden - was mir aber bereits mit 10 Jahren weitgehend gelungen
war.

> ich
>habe auch keine offenen Fragen bezüglich der Welt, ich kann sie
>ohne weiteres als die sie sich zeigt, akzeptieren (und "verstehen"),
>abgesehen von der einen "Frage", die man nicht loswerden kann:
>weshalb das ganze Zeug da ist und nicht garnichts ;)

Weil es etwas gibt, das mein Bewusstsein wahrnimmt, gehe ich davon
aus, dass dieses Bewusstsein und alles Bewusstsein im Sein mit dem
Sinn zusammenhängt. Wenn Gott vollkommen wäre, würde er nach meiner
Meinung nichts erschaffen haben. Daraus folgere ich, dass das Sein
diese Vollkommenheit Gottes realisieren soll. Aber das ist natürlich
nur Glaube, kein Wissen.

Peter Zander

Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 09:22:4611.08.08
an
martin....@gmx.de schrieb am Mon, 11 Aug 2008 05:42:00 -0700
(PDT):

>> So sehe ich das auch - und diesen Religionsgott ignorieren inzwischen
>> immer mehr Menschen, weil sie nicht glauben können, dass die höchste
>> Macht im Sein ein widerlicher selbstbekennenden
>> Kindermassenmörderfatzken sein könnte, der sich laut den berühmten
>> Zehn Geboten an den unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation für
>> Taten deren Vorfahren rächen will. Zur sadistischen Hirnrissigkeit
>> wird ein Religionsgott, wenn er das Versklaven friedliebender Menschen
>> befohlen haben soll und das Abschlachten aller Säuglinge, Kinder,
>> Frauen und Männern von 6 Völkern anderer Kultur und Religion, um so
>> seinem Eigentumsvolk eine neue Heimat zu verschaffen.
>>
>> Solch sadistische Befehle könnten nur von menschlichen Diktatoren
>> stammen, aber unmöglich von einer Macht, die nach meiner Meinung
>> ursächlich ist für ein Sein mit vielen Milliarden von Galaxien mit
>> jeweils vielen Milliarden von Sonnen - und um eine dieser Sonnen
>> kreist ein Sandkörnchen mit Namen Erde.
>>

>So sehe ich das auch. Auf der einen Seite steht der tatsächliche
>Schöpfergott, sichtbar an jedem seiner Werke. Auf der anderen
>(religiösen) Seite steht ein normaler bösartiger (un)menschlicher
>Herrscher, einer unter vielen.
>
>Das 1. Gebot beweist die Vielgötterei bereits, wo dieser eine "Gott"
>verlangt, als einziger "Gott" anerkannt zu werden. Dieses 1. Gebot
>wäre ohne tatsächliches Vorhandensein von anderen
>"Göttern" (Konkurrenzherrscher) ansonsten ein vollkommen unsinniges
>Gebot.
>
>Der Bibelgott ist also ein schlichter Drecksack, dem ich ins Gesicht
>spucken würde, wenn ich ihm begegnete.

Das stimmt auch nach meiner Meinung, besonders, weil dieser von
berechnenden Machtmenschen konstruierte minderwertige Fatzke sich u.a.
laut dem 2. Gebot an den völlig unschuldigen Kindern bis in die 4.
Generation für Taten deren Vorfahren rächen will. Es ist einfach
pervers, dies der höchsten Macht im Sein zu unterstellen.

>Auf den Schöpfergott hat dagegen kein Mensch Zugriff oder weiß auch
>nur das allergeringste von ihm. Alle Religionen, welche irgendein
>Wissen darüber behaupten, gar vorgeben, dessen Willen zu kennen, sind
>betrügerische Vereine.

Was das Wissen über Gott betrifft, stimme ich ausdrücklich zu, obwohl
ich diesen Gott so _umschreibe_: Nichtfordernde Liebe.

Peter Zander

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 09:57:2411.08.08
an
Peter Zander schrieb:

>>abgesehen von der einen "Frage", die man nicht loswerden kann:
>>weshalb das ganze Zeug da ist und nicht garnichts ;)
>
> Weil es etwas gibt, das mein Bewusstsein wahrnimmt, gehe ich davon
> aus, dass dieses Bewusstsein und alles Bewusstsein im Sein mit dem
> Sinn zusammenhängt.

Sinn ist ein ganz urmenschlicher Begriff, hinter dem Nutzen steht, die Natur
aber ist vollkommen nutzlos, es sei denn sie ist ein Kino für einen Gott.

> Wenn Gott vollkommen wäre, würde er nach meiner
> Meinung nichts erschaffen haben.

Es war immer alles da und in Bewegung, Wandlung, Umformung, so ist
das eben, und dafür braucht die Natur keine Verordnung eines Allmächtigen,
sondern, ganz im Gegenteil, die Natur kann einfach gar nicht anders als
so sein, wie sie eben ist.

> Daraus folgere ich, dass das Sein diese Vollkommenheit Gottes realisieren
> soll. Aber das ist natürlich nur Glaube, kein Wissen.

Du hast also deinen Gott doch nicht (mit 10 Jahren) abschütteln können,
du hast aber vielleicht (hoffentlich) seine widerwärtige Präsenz als immer
mithörender und aufpassender Spanner in deinem Oberstübchen "abgeschafft"...

Es ist offenbar, und war immer, irgendetwas da (die Welt), was in ewiger
Wandlung, Dynamik, ist und jedwede Bewertung, wie "vollkommen, schön,
wunderbar", ist naives Staunen über unsere eigene Wahrnehumung und ist
aber vollkommen auf uns selbst bezogen - die Natur hat keine Prädikate,
sie ist einfach da, und zwar so wie sie eben ist. Z.B. auch Goethe sagt das
alles in seinem Faust.

Gruss

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 10:13:0311.08.08
an martin....@gmx.de
martin....@gmx.de

> Der Bibelgott ist also ein schlichter Drecksack,
> dem ich ins Gesicht spucken würde,

Wie hoch kannst spucken ?

> wenn ich ihm begegnete.

Tust du nicht.

Ich empfehe dir aber , gut schwimmen zu lernen.
Denn bei diesem Vorsatz könnte das für dich
dann duchaus nützlich sein.


--
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 10:16:2211.08.08
an
Hans Holger

> Ich bekommen nicht mal Kopfschmerzen davon,
> wenn ich "ihn" eine eklige Schwuchtel nenne ;)

Etwas Geduld.
Kommt.

Bloss kannst dann nicht mehr
lokalisieren, wo dir was nun weht tut.

Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 10:29:5511.08.08
an
"Hans Holger" <rem...@this.org> schrieb am Mon, 11 Aug 2008 15:57:24
+0200:

>>>abgesehen von der einen "Frage", die man nicht loswerden kann:
>>>weshalb das ganze Zeug da ist und nicht garnichts ;)
>>
>> Weil es etwas gibt, das mein Bewusstsein wahrnimmt, gehe ich davon
>> aus, dass dieses Bewusstsein und alles Bewusstsein im Sein mit dem
>> Sinn zusammenhängt.
>
>Sinn ist ein ganz urmenschlicher Begriff, hinter dem Nutzen steht, die Natur
>aber ist vollkommen nutzlos, es sei denn sie ist ein Kino für einen Gott.

Dass alles ohne Sinn ist, ist genau so Vermutung, wie dem Sein - also
auch seinem eigenen Dasein - einen Sinn zu unterstellen. Aber warum
sollte ich mich für sinnlos glauben?

>> Wenn Gott vollkommen wäre, würde er nach meiner
>> Meinung nichts erschaffen haben.
>
>Es war immer alles da und in Bewegung, Wandlung, Umformung, so ist
>das eben, und dafür braucht die Natur keine Verordnung eines Allmächtigen,
>sondern, ganz im Gegenteil, die Natur kann einfach gar nicht anders als
>so sein, wie sie eben ist.

Wie gesagt, es ist Vermutung.

>> Daraus folgere ich, dass das Sein diese Vollkommenheit Gottes realisieren
>> soll. Aber das ist natürlich nur Glaube, kein Wissen.
>
>Du hast also deinen Gott doch nicht (mit 10 Jahren) abschütteln können,
>du hast aber vielleicht (hoffentlich) seine widerwärtige Präsenz als immer
>mithörender und aufpassender Spanner in deinem Oberstübchen "abgeschafft"...

So könnte man es sagen, denn ein eingreifender Fatzke wie der im Buch
der Widersprüche und Universalausreden vorgelogene Gott ist für mich
unvorstellbar.

>Es ist offenbar, und war immer, irgendetwas da (die Welt), was in ewiger
>Wandlung, Dynamik, ist und jedwede Bewertung, wie "vollkommen, schön,
>wunderbar", ist naives Staunen über unsere eigene Wahrnehumung und ist
>aber vollkommen auf uns selbst bezogen - die Natur hat keine Prädikate,
>sie ist einfach da, und zwar so wie sie eben ist. Z.B. auch Goethe sagt das
>alles in seinem Faust.

Mir ist ein Sinn für dieses Seins ohne Probleme glaubhaft, sogar ganz
logisch, warum sollte ich etwas anderes glauben, was auch nur
menschliche Vermutung ist?

Peter Zander


Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 10:58:5411.08.08
an
Peter Zander schrieb:

>> Sinn ist ein ganz urmenschlicher Begriff, hinter dem Nutzen steht, die
>> Natur
>> aber ist vollkommen nutzlos, es sei denn sie ist ein Kino für einen Gott.
>
> Dass alles ohne Sinn ist, ist genau so Vermutung,

Nein, es ist die Abwesenheit einer Vermutun, Sinn und Nutzen hängen, wie
du richtig unterstellt hast, direkt an bewußter Wahrnehmung, bzw. letztlich
an Schmerzvermeidung (!), was dann auch "kaum bewußt" sein kann.

Wem sollte das All nützen? Das kann nur ein wahrnehmendes Wesen sein,
das den Kosmos überblickt, also der Super-Gott.

> wie dem Sein - also auch seinem eigenen Dasein - einen Sinn
> zu unterstellen. Aber warum sollte ich mich für sinnlos glauben?

Dem allmächtigen Gott nützt das Universum für sein (wahrnehmendes)
Entertainment, und die Natur ist (auch verzichtbarer) Teil von ihm selbst,
wir aber, wir Minigötter (die wir den Supergott nach unserem Bild schufen,
wir schlafen selig, bis wir Langeweile bekommen und unsere Welt schaffen),
wir sind zweifellos winzigste Stäubchen in der Natur und wir müssen
schuften, damit wir unser (bewußtes, durch Belohungssystem gesteuertes)
Dasein ertragen. Für Gott ist Sinn Spiel und Unterhaltung, Nutzen für uns
aber ist satt sein und möglichst wenig Elend.

>> Du hast also deinen Gott doch nicht (mit 10 Jahren) abschütteln können,
>> du hast aber vielleicht (hoffentlich) seine widerwärtige Präsenz als
>> immer
>> mithörender und aufpassender Spanner in deinem Oberstübchen
>> "abgeschafft"...
>
> So könnte man es sagen, denn ein eingreifender Fatzke wie der im Buch
> der Widersprüche und Universalausreden vorgelogene Gott ist für mich
> unvorstellbar.

Ich habe mir mal eine Zeitlang intensiv vorgestellt, daß ein Allwisser immer
in meiner Birne mithört und hatte am Ende sogar Mühe, diese auf Dauer
unerträgliche, Vorstellung wieder loszuwerden. Eine derartige frühe
unmenschliche Prägung wehrloser abhängiger Schützlinge bedeutet
deren Korruption, es ist eine entsetzliche Form einer Dressur nach
Werten, die dann sogar austauschbar sind, die Hauptsache dabei ist
ja der immeranwesende "gütige" Spitzel.

>>Es ist offenbar, und war immer, irgendetwas da (die Welt), was in ewiger
>>Wandlung, Dynamik, ist und jedwede Bewertung, wie "vollkommen, schön,
>>wunderbar", ist naives Staunen über unsere eigene Wahrnehumung und ist
>>aber vollkommen auf uns selbst bezogen - die Natur hat keine Prädikate,
>>sie ist einfach da, und zwar so wie sie eben ist. Z.B. auch Goethe sagt
>>das alles in seinem Faust.
>
> Mir ist ein Sinn für dieses Seins ohne Probleme glaubhaft, sogar ganz
> logisch, warum sollte ich etwas anderes glauben, was auch nur
> menschliche Vermutung ist?

Du sprachst von einem "Schöpfer eines unvorstellbaren großen und
wunderbaren Seins" oder sagst "Wenn Gott vollkommen wäre, würde
er nach meiner Meinung nichts erschaffen haben", was (s)eine vorsätzliche
Schöpfung unterstellt. Deshalb verstehe ich deinen Satz nicht - glaubst
du nun an eine vorsätzliche Schöpfung der Welt oder nicht.

Gruss


Frank Müller

ungelesen,
11.08.2008, 11:11:2711.08.08
an
"Wolfgang Amadeus Kieloben" schrieb

> Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers... es geschieht
> wirklich nichts Neues unter der Sonne.

Es paßt aber so besser ins aktuelle Weltbild, was in etwa sagt; es kann
durchaus einen Gott oder ein höheres Wesen geben, es ist aber nicht
zwingend erforderlich.

> Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kräftiger
> Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

Da hast du wohl recht, die Zeit der Götter geht langsam zu Ende...

Frank

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 11:10:3111.08.08
an
HJP schrieb:

> > Ich bekommen nicht mal Kopfschmerzen davon,
> > wenn ich "ihn" eine eklige Schwuchtel nenne ;)
>
> Etwas Geduld.
> Kommt.

Du bist ein kriecherischer Feigling und verblödet noch dazu.

> Bloss kannst dann nicht mehr lokalisieren, wo dir was nun weht tut.

Du bist ein eingeschüchterter unterwürfiger Speichellecker eines
eingebildeten (weil erfolgreich als Kind eingeredeten) übermächtigen
"Herrn", dem du pausenlos den Schwanz lutschst.

Dein eingebildeter Gott ist so widerwärtig, daß er sich an deiner
kriecherischen Speichelleckerei aufgeilt, es ist ein mieses Schwein.


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 11:16:0911.08.08
an
Hans Holger

> Ich habe mir mal eine Zeitlang intensiv
> vorgestellt, daß ein Allwisser immer
> in meiner Birne mithört und hatte am Ende
> sogar Mühe, diese auf Dauer unerträgliche,
> Vorstellung wieder loszuwerden.

Was ist daran unerträglich ?
Denkst du derart böse und schlecht ?

Es ist äusserst praktisch, mit Gott
per Gedanken - ohne so Lippenbewegung -
zu reden.

Betend arbeiten, Arbeitend beten.
Ohen so äusserlich künstlioch frommes Getue.

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 11:25:5411.08.08
an
Hans Holger

>>> Ich bekommen nicht mal Kopfschmerzen davon,
>>> wenn ich "ihn" eine eklige Schwuchtel nenne ;)

>> Etwas Geduld.
>> Kommt.

> Du bist ein kriecherischer Feigling
> und verblödet noch dazu.

:-)

Interesssant.

>> Bloss kannst dann nicht mehr
>> lokalisieren, wo dir was nun weht tut.

> Du bist ein eingeschüchterter unterwürfiger
> Speichellecker eines eingebildeten
> (weil erfolgreich als Kind eingeredeten)
> übermächtigen "Herrn", dem du pausenlos
> den Schwanz lutschst.

Nö.

Voll daneben.

Mir hat als Kind niemand da was eingeredet.
Mit war mit ca. 3 Jahren die Anwesenheit Gottes
bewusst - ohne dass da mit mir jemand redete.
War ja auch nich notwendig.

Ich habe mein Vertauen in Gott, den Allmächtigen
nicht von meinen Eltern.


> Dein eingebildeter Gott ----

:-)

Gib dir keine Mühe.
Es ist sinnlos, jemand, mit dem ich rede
und er mir antwortet, als eingebildet zu bezeichnen.

Aber das mit den Schmerzen der Ewigkeit
musst du dir schon gut überlegen.
Denn das dann nix eingebildetes.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 11:35:4311.08.08
an
HJP schrieb:

> > Ich habe mir mal eine Zeitlang intensiv
> > vorgestellt, daß ein Allwisser immer
> > in meiner Birne mithört und hatte am Ende
> > sogar Mühe, diese auf Dauer unerträgliche,
> > Vorstellung wieder loszuwerden.
>
> Was ist daran unerträglich ?

Ich bin eben z.B. beim Scheißen lieber allein und mag es einfach nicht,
wenn eine scheißeliebendes "Wesen" (wie dein Herr) dabei "mitfühlt".

Und, im Ernst, ich wollte auch gern unbeobachtet über "den Herrn"
nachdenken wollen, aber das Stasischwein ist einfach immer mit dabei.

> Es ist äusserst praktisch, mit Gott per Gedanken - ohne so
> Lippenbewegung - zu reden.

Daß du Spinner wegen einer sehr schweren Totaldachschaden-Psychose
in Dauerbehandlung bist, weiß jeder.


Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 11:47:2211.08.08
an
HJP schrieb:

> Es ist sinnlos, jemand, mit dem ich rede
> und er mir antwortet, als eingebildet zu bezeichnen.

http://www.stimmenhoeren.de/gaestebuch.htm


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 12:07:2211.08.08
an
Hans Holger

>>> Ich habe mir mal eine Zeitlang intensiv
>>> vorgestellt, daß ein Allwisser immer
>>> in meiner Birne mithört und hatte am Ende
>>> sogar Mühe, diese auf Dauer unerträgliche,
>>> Vorstellung wieder loszuwerden.

>> Was ist daran unerträglich ?

> Ich bin eben z.B. beim Scheißen lieber allein

Oh - hast du schwerwiegende Probleme .....

> Und, im Ernst,

Wer das sagten muss - ist kein ernsthafter Mensche.

> ich wollte auch gern unbeobachtet
> über "den Herrn" nachdenken wollen,

Geht nicht.

Wenn du wüsstest, wer dir da alles zuguckt.
Das ist nich allein Gott, der Allmächtige.

Und von der Gegenseite sind auch
noch einige da, die dir da stets zugucken.
Auch beim Zähne-Putzen.

>> Es ist äusserst praktisch,
>> mit Gott per Gedanken - ohne so
>> Lippenbewegung - zu reden.

> Daß du Spinner wegen einer sehr
> schweren Totaldachschaden-Psychose
> in Dauerbehandlung bist, weiß jeder.

:-)

Jaaaaa - das hat eben nicht jeder ...

So als Spinner mit
schweren Totaldachschaden-Psychose
bin ich dir eben punkto Wissen weit überlegen.
Und nun sein nicht all zu neidisch,
dass hier nicht dazugehörst.

> in Dauerbehandlung bist, weiß jeder.

Was hast gegen Milchkaffee ?

-----------------------------------------

Du bist ausgewichen.

Du musst ein extrem boshaftes und
schreckliches Innenlegen haben, wenn
dich stört, dass das andere ansehen können.

Bedenke eines:
Sobald ud materiell tit bist,
känne alle deien Seele sehen und
stets erkennen, was du dachtest, denkst,
machtest, machst, wolltest und willst.

Mit Versteckis spielen ist dann
endgültig vorbei.

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 12:10:1611.08.08
an
Hans Holger

>> Es ist sinnlos, jemand, mit dem ich rede
>> und er mir antwortet, als eingebildet zu bezeichnen.

> http://www.stimmenhoeren.de/gaestebuch.htm

Du stellst dir das falsch vor.

Also - extra für dich....

Samuel Unger
(Elektroingenieur und Prediger in Zürich; gestorben ca. 1980)
musste mal mit seinem Freund in einer äusserst wichtigen Angelegenheit
verreisen. Sein Auto hatte einen Kurzschluss in der Zündverteilung und
somit eine kurzgeschlossene, total leere Autobatterie. Die Zwei setzten
sich in das Auto und erklärten Gott, dem Allmächtigen, den Sachverhalt.
Und dann betete Samuel Unger in seiner markanten Art : "Du Gott der
Autobatterien, die Autobatterie gebe Strom, Du Gott der Zündverteiler,
der Zündverteiler verteile diesen Strom ...".

OK. Dann fuhren Sie los.

Erstaunt war dann der Automechaniker, der sich fragte, wie das Auto mit
Kurzschluss im Zündverteiler da noch herum fahren konnte. Nun dem musste
niemand mehr per Philosophie oder sonstwie erklären, ob "man" Gott
beweisen könne oder nicht. Und ob dieser Gott nun allmächtig sei oder
nicht, das war zu klar und zu eindeutig.

==============================

Nix Stimmen hören.

Kaputtes Auto fährt ...
Zum Beispiel.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 12:22:2711.08.08
an
HJP schrieb:

>> ich wollte auch gern unbeobachtet
>> über "den Herrn" nachdenken wollen,
>
> Geht nicht.
>
> Wenn du wüsstest, wer dir da alles zuguckt.
> Das ist nich allein Gott, der Allmächtige.
>
> Und von der Gegenseite sind auch
> noch einige da, die dir da stets zugucken.

Hmm, sind es also richtig viele Leute, mit denen du immerzu sprichst,
ok, um damit zurechtzukommen ist ein Anführer-Herr sicher nützlich.


Odin

ungelesen,
11.08.2008, 12:25:2911.08.08
an
On 10 Aug., 19:53, "Hans Holger" <rem...@this.org> wrote:
> Odin schrieb:
>
> > Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
> > es ist. Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
> > unterstelle ich eben einen Verfasser
>
> Aber das erweitert ja die Angelegenheit lediglich um deinen Verfasser,
> dessen Natur und Herkunft (und Wille) nun neben der Naturdynamik
> nach den Spielregeln des Verfassers ebenfalls einer Erklärung bedarf:
> wie kam dieser Verfasser in die Welt und wie funktioniert der Kerl?

Das siehst du völlig richtig. Ich gehe ja auch davon aus, daß wir
Menschen in unserem geschlossenen System nach dem Urknall nicht in der
Lage sind die "Außenwelt" und deren Mechanismen beurteilen oder auch
nur erahnen zu können.
Es kann daher durchaus sein, daß einst ein neues und wesentlich weiter
reichendes "Auge" als das des Hubble, die Grenze unseres Universums,
also die Innenwand unseres Experimentierfermenters in dem wir "Leben"
erblicken wird. Was wird es zu sehen bekommen? Laut Bibel schuf Gott
(Virtuelle Programmierer) uns Menschen nach seinem Ebenbild, was sich
sicher auch auf den Charakter beziehen wird. Ich kann mir deshalb auch
gut vorstellen, daß das Auge dann den Schriftzug des Herstellers auf
der Innenwand unserers Lebensraumes Universum, dem riesigen Fermenter,
zu sehen bekommen wird. Reklame wird auch in der realen Welt wichtig
sein.

> Entweder du gibst ihm seinerseits seinen Verfasser, das führt dann zu
> unendlichem (Ideen-) Regreß, oder du sagst 'nein, basta, er war einfach
> immer da', was du dann aber gleich auf die Natur anwenden kannst.
> Ein Verfasser macht deinen Erklärungsversuch nur komplizierter und
> willkürlicher.

Das sehe ich anders, denn ich könnte mit diesem Verfasser dieses
Universum bis zum Urknall hin beschreiben und erklären, mehr ist
innerhalb eines geschlossenen Systems eh nicht drin. Was außen vorgeht
bleib nur Spekulation ohne auch nur den Hauch einer Chance zu haben,
jemals einen winzigen Ansatzpunkt dafür zu gewinnen.

Odin

ungelesen,
11.08.2008, 12:35:3211.08.08
an
On 10 Aug., 20:50, g.schol...@gmx.de wrote:
> On 10 Aug., 19:11, Odin <manfred.gl...@web.de> wrote:
>
> > > eine theistische Einschätzung. Die Vorstellung, dass, wer die Existenz
> > > Gottes negiere, davon überzeugt sei, alles, wofür der Theist Gott
> > > verantwortlich macht, gehe auf Zufall zurück. Das intellektuelle
> > > Unvermögen, die Option zu ersehen, es könne neben göttlichem Wirken
> > > und Zufall noch anderes geben.
>
> > Dazu empfehle ich das Buch "Das Primzahlkreuz 1-3, von Peter Plichta".
> > Als ich das las wurde ich an den Film "Die Welt am Draht" erinnert.
> > Manche "Zufälle" sind derart verblüffend, daß ich eher an ein System
> > Glauben möchte....
>
> genau das sagte ich ja: nicht alles was kein Zufall ist muss etwas mit
> Gott zu tun haben. Es ist eine theistische Einschätzung, dass es das
> müsse.

Wir bauen doch aber auf Logik, Ursache und Wirkung. Ich verneine für
mich das Vorhandensein eines Gottes der Religionen, welcher Couleur
auch immer. Meine Logik velangt aber nach einer Erklärung für
vorgefundene Tatsachen und da suche ich mir etwas, was meiner Natur
entspricht ohne behaupten zu wollen, daß es so sein müsse.
>
> > > Das ist auch der Schlüssel zum Gottesverständnis des Pantheismus:
> > > "Gott" ist einfach nur ein Begriff für die universelle
> > > Selbstorganisations-Dynamik, die der Theist in seiner beschränkten
> > > Vorstellungswelt fälschlicherweise personifiziert hat.


>
> > Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
> > es ist.
>

> daran würde auch Gott nichts ändern. Denn Gott erklärt nicht, warum
> Gott existiert.

Wie gesagt, ich denke nur über unser Universum bis zum Urknall nach
und nehme für seine Existenz eine Kraft davor an um einen
ausgangspunkt zu haben für meine Überlegungen. Was wirklich vor diesem
Urknall war oder ist, daß kann ich aus meiner Perspektive niemals
erschließen, nicht einmal erahnen sondern ausschließlich nur darüber
spekulieren.


>
> > Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen

> > unterstelle ich eben einen Verfasser,
>
> und wer ist der Verfasser des Verfassers?

Diese Frage stelle ich mir nicht, weil ich ja weiß, daß ich sie nie
werde beantworten können.
>
> > > > Wenn man sie aber fragen würde, ob ihr Aschenbecher zufällig
> > > > entstanden sein könnte, würden sie das vehement verneinen. Noch mehr
> > > > gälte das natürlich für ihre Fahrradklingel.
>
> > > die Analogie ist unpassend, und zeugt von mangelnder Intelligenz
> > > desjenigen, der sie vorbringt: der Vorgang der Mutation setzt der
> > > Fortpflanzung voraus. Weder ein Aschenbecher noch eine Fahrradklingel
> > > können sich aber fortpflanzen.
>
> > Nun greifst du aber zu kurz, denn der Aschenbecher ist auch nur eine
> > Metapher für die Selbstorganisation der Metaerie
>
> und meine Intention war es aufzuzeigen, dass diese Metapher unpassend
> ist.
>
> > Die Fortpflanzung ist doch nur der
> > vorläufige Evolutionshöhepunkt der Materie.
>
> Evolution beruht auf Mutation, Mutation auf Fortpflanzung: Mutation
> bedeutet, dass bei der Fortpflanzung das Genom nicht 100%ig korrekt
> kopiert wird. Ohne Fortpflanzung keine Mutation.

Unter Heutigem Gesichtspunkt muß die Fortpflanzung nicht stattfinden
um Mutation zu erreichen. Stell dir eine permanente Kopie einer Kopie
vor und die dabei auftretenden kopierfehler. Ist das schon
Fortpflanzung?

> Genom muss dabei
> nicht notwendigerweise Nukleinsäure bedeuten: es gab mal die Tonerden-
> Theorie, derzufolge die Evolution ihren Ausgang bei anorganischen
> Lebensformen auf Tonerden-Basis nahm.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 12:42:3811.08.08
an
Odin schrieb:

> erblicken wird. Was wird es zu sehen bekommen? Laut Bibel schuf Gott
> (Virtuelle Programmierer) uns Menschen nach seinem Ebenbild, was sich
> sicher auch auf den Charakter beziehen wird. Ich kann mir deshalb auch
> gut vorstellen, daß das Auge dann den Schriftzug des Herstellers auf
> der Innenwand unserers Lebensraumes Universum, dem riesigen Fermenter,
> zu sehen bekommen wird. Reklame wird auch in der realen Welt wichtig sein.

Was ist denn die Bibel? Ein loses Sammelsurium von Texten, deren
Sammlung damals sehr aufwendig war und die deshalb möglichst "aufregend"
zu sein hatten.

Aber fast jedes größere Volk hat ähnlich umfangreiche Schöpfunglehren
erfunden, die allesamt anders sind, um nicht auch noch all die unzähligen
Stämme "im Urwald" zu nennen. Diese Wahrheit all dieser Mythen, die
natürlich z.T. wesentlich älter sind, wird immer als absolut beteuert, als
maximal möglich authethentisches "Wissen" aus "direkter Überlieferung",
gemeint ist, in moderner Sprache, per Hallzination, meist durch
psychedelisch wirkende Gifte die von Schamanen "genutzt" werden,
oder auch durch Askese, z.B. die 40 Tage Wüste, nach denen Jesus
dann seinen richtigen Dachschaden komplett hatte.

Alles Quark: überlieferte Halluzinationen von Schamanen.

Man lese dazu Castaneda und weiß dann bescheid.

>> Entweder du gibst ihm seinerseits seinen Verfasser, das führt dann zu
>> unendlichem (Ideen-) Regreß, oder du sagst 'nein, basta, er war einfach
>> immer da', was du dann aber gleich auf die Natur anwenden kannst.
>> Ein Verfasser macht deinen Erklärungsversuch nur komplizierter und
>> willkürlicher.

> Das sehe ich anders, denn ich könnte mit diesem Verfasser dieses
> Universum bis zum Urknall hin beschreiben und erklären, mehr ist
> innerhalb eines geschlossenen Systems eh nicht drin.

Das hat mit meinem obigen Abschnitt gar nichts zu tun.

> Was außen vorgeht
> bleib nur Spekulation ohne auch nur den Hauch einer Chance zu haben,
> jemals einen winzigen Ansatzpunkt dafür zu gewinnen.

Du redest über irgendwas anderes als ich, deshalb werde ich die Kosmologie
außen vor lassen, es ist schon unter darin Bewanderten schwer genung,
eine Sprache zu sprechen.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 12:25:4811.08.08
an
HJP schrieb:

> Nix Stimmen hören.
>
> Kaputtes Auto fährt ...

Es war noch nicht völlig kaputt, es hatte einen Wackelkontakt.

Bringt endlich einen Teppich durch Beten zum Fliegen und ich
werde sagen: oh, das ist eine echte Hilfe in Sachen Energieproblem.


Odin

ungelesen,
11.08.2008, 12:55:1711.08.08
an

Worum geht es dir denn?

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 12:57:2011.08.08
an
Odin schrieb:

> Wie gesagt, ich denke nur über unser Universum bis zum Urknall nach
> und nehme für seine Existenz eine Kraft davor an um einen
> ausgangspunkt zu haben für meine Überlegungen. Was wirklich vor diesem
> Urknall war oder ist, daß kann ich aus meiner Perspektive niemals
> erschließen, nicht einmal erahnen sondern ausschließlich nur darüber
> spekulieren.

Glaub mir: du hast keinen zutreffenden Begriff vom Urknall, z.B.
war das, was damals heutige Dynamik bekam, ein dreidimensionales
Gebilde, das ohne weiteres unendlich ausgedehnt sein kann. Die
Geschichte mit dem Punkt, der aus dem Nichts auftaucht, ist Humbug,
so wie viele andere Geschichten ebenfalls.

(Man hat in den letzten Jahren mehr und mehr gelernt, daß die Anwendung
mathemischer Symbole und Gleichungen nicht für die Natur verpflichtend ist,
auch wenn das viele Leute wundert, weil die eben falsch denken.)

>>> Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
>>> unterstelle ich eben einen Verfasser,
>>
>> und wer ist der Verfasser des Verfassers?

> Diese Frage stelle ich mir nicht, weil ich ja weiß, daß ich sie nie
> werde beantworten können.

Diese Frage mußt du aber stellen, oder du machst dich selbst zum einem
Kretin, der /vorsätzlich/ Unsinn denkt. Man muß sich schon wenigstens
bei der kosmologischen Betrachtung der /einen Welt/ zur Konsistenz
(Abwesenheit von erkannten Widersprüchen) verpflichten. Alternativ
kannst du auch die Frage anläßlich der Herkunft der Natur /nicht/ stellen,
dann hast du den Regreß, den mit einem "Verfasser" beginnt gar nicht erst
begonnen. Denn diese Annahme ist in jeder Hinsicht nutzlos, aber sie
liegt vielen Menschen, z.B. weil sie eben bequem und "einfach" ist.

André Grafe

ungelesen,
11.08.2008, 12:53:3711.08.08
an
HJP schrieb:

>
> Also - extra für dich....
>
> Samuel Unger
> (Elektroingenieur und Prediger in Zürich; gestorben ca. 1980)
> musste mal mit seinem Freund in einer äusserst wichtigen Angelegenheit
> verreisen. Sein Auto hatte einen Kurzschluss in der Zündverteilung und
> somit eine kurzgeschlossene, total leere Autobatterie. Die Zwei setzten
> sich in das Auto und erklärten Gott, dem Allmächtigen, den Sachverhalt.
> Und dann betete Samuel Unger in seiner markanten Art : "Du Gott der
> Autobatterien, die Autobatterie gebe Strom, Du Gott der Zündverteiler,
> der Zündverteiler verteile diesen Strom ...".
>
> OK. Dann fuhren Sie los.
>
> Erstaunt war dann der Automechaniker, der sich fragte, wie das Auto mit
> Kurzschluss im Zündverteiler da noch herum fahren konnte. Nun dem musste
> niemand mehr per Philosophie oder sonstwie erklären, ob "man" Gott
> beweisen könne oder nicht. Und ob dieser Gott nun allmächtig sei oder
> nicht, das war zu klar und zu eindeutig.
>
> ==============================
>
> Nix Stimmen hören.
>
> Kaputtes Auto fährt ...
> Zum Beispiel.
>
>

Nette Anekdote, gibs zu die hast Du grade selbst erfunden.

--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://setiathome.berkeley.edu/view_profile.php?userid=8745429

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 13:03:3711.08.08
an
Odin schrieb:

> Worum geht es dir denn?

Hier in der Physik-NG um Physik, das andere lese ich nicht,
und bei dem konkreten /fremd-importierten/ Thread geht es
mir darum, daß der Beschluß der Einsetzung eines Schöpfergottes
in keiner Weise weiterführt, sondern nur zu Regreß führt, denn
wenn man die Welt bequem mit einem Gott "erklärt", dann muß
man eben auch diesen Gott zu erklären suchen, oder gleich auf "ihn"
verzichten. "Er" ist nicht nur ein Hirngespinst, sondern mehr als
entbehrlich.

Peter Zander

ungelesen,
11.08.2008, 13:12:0611.08.08
an
"Hans Holger" <rem...@this.org> schrieb am Mon, 11 Aug 2008 16:58:54
+0200:

>>> Sinn ist ein ganz urmenschlicher Begriff, hinter dem Nutzen steht, die
>>> Natur
>>> aber ist vollkommen nutzlos, es sei denn sie ist ein Kino für einen Gott.
>>
>> Dass alles ohne Sinn ist, ist genau so Vermutung,
>
>Nein, es ist die Abwesenheit einer Vermutun, Sinn und Nutzen hängen, wie
>du richtig unterstellt hast, direkt an bewußter Wahrnehmung, bzw. letztlich
>an Schmerzvermeidung (!), was dann auch "kaum bewußt" sein kann.

Ist von keinem Sinn des Seins auszugehen für Dich zweifelsfreie
Wahrheit?

>Wem sollte das All nützen? Das kann nur ein wahrnehmendes Wesen sein,
>das den Kosmos überblickt, also der Super-Gott.

Ich gehe bei der Schöpfung von einer bewusst ausgelöste universale
Evolution aus, die aus einer gewissen Unvollkommenheit Vollkommenheit
realisieren soll.

>> wie dem Sein - also auch seinem eigenen Dasein - einen Sinn
>> zu unterstellen. Aber warum sollte ich mich für sinnlos glauben?
>
>Dem allmächtigen Gott nützt das Universum für sein (wahrnehmendes)
>Entertainment, und die Natur ist (auch verzichtbarer) Teil von ihm selbst,
>wir aber, wir Minigötter (die wir den Supergott nach unserem Bild schufen,
>wir schlafen selig, bis wir Langeweile bekommen und unsere Welt schaffen),
>wir sind zweifellos winzigste Stäubchen in der Natur und wir müssen
>schuften, damit wir unser (bewußtes, durch Belohungssystem gesteuertes)
>Dasein ertragen. Für Gott ist Sinn Spiel und Unterhaltung, Nutzen für uns
>aber ist satt sein und möglichst wenig Elend.

Dass wir unsere Götter selbst erschaffen, sehe ich auch so.

>
>>> Du hast also deinen Gott doch nicht (mit 10 Jahren) abschütteln können,
>>> du hast aber vielleicht (hoffentlich) seine widerwärtige Präsenz als
>>> immer
>>> mithörender und aufpassender Spanner in deinem Oberstübchen
>>> "abgeschafft"...
>>
>> So könnte man es sagen, denn ein eingreifender Fatzke wie der im Buch
>> der Widersprüche und Universalausreden vorgelogene Gott ist für mich
>> unvorstellbar.
>
>Ich habe mir mal eine Zeitlang intensiv vorgestellt, daß ein Allwisser immer
>in meiner Birne mithört und hatte am Ende sogar Mühe, diese auf Dauer
>unerträgliche, Vorstellung wieder loszuwerden. Eine derartige frühe
>unmenschliche Prägung wehrloser abhängiger Schützlinge bedeutet
>deren Korruption, es ist eine entsetzliche Form einer Dressur nach
>Werten, die dann sogar austauschbar sind, die Hauptsache dabei ist
>ja der immeranwesende "gütige" Spitzel.

Da waren die Religionsmacher bei Dir erfolgreich - wohl so lange, bis
Du angefangen hast, selbst nachzudenken.

>>>Es ist offenbar, und war immer, irgendetwas da (die Welt), was in ewiger
>>>Wandlung, Dynamik, ist und jedwede Bewertung, wie "vollkommen, schön,
>>>wunderbar", ist naives Staunen über unsere eigene Wahrnehumung und ist
>>>aber vollkommen auf uns selbst bezogen - die Natur hat keine Prädikate,
>>>sie ist einfach da, und zwar so wie sie eben ist. Z.B. auch Goethe sagt
>>>das alles in seinem Faust.
>>
>> Mir ist ein Sinn für dieses Seins ohne Probleme glaubhaft, sogar ganz
>> logisch, warum sollte ich etwas anderes glauben, was auch nur
>> menschliche Vermutung ist?
>
>Du sprachst von einem "Schöpfer eines unvorstellbaren großen und
>wunderbaren Seins" oder sagst "Wenn Gott vollkommen wäre, würde
>er nach meiner Meinung nichts erschaffen haben", was (s)eine vorsätzliche
>Schöpfung unterstellt. Deshalb verstehe ich deinen Satz nicht - glaubst
>du nun an eine vorsätzliche Schöpfung der Welt oder nicht.

Ich unterstelle eine bewusste Schöpfung in Form des Initiierens einer
universalen Evolution. Es gab einen Anlass für diese Schöpfung, die
ich mit einer gewissen Unvollkommenheit Gottes umschreibe - und ein
Ziel: Vollkommenheit zu realisieren. Details lassen wir mal außen vor.

Meine Sichtweise steht natürlich im Gegensatz zu dem, was die rkK im
Katechismus der Katholischen Kirche im JETZT nach meiner Meinung
oberdumm behauptet, nämlich, dass Gott unendlich vollkommen ist und
alles vollbringen kann, was ihm gefällt.

Warum sollte ein Gott, der unendlich vollkommen ist, etwas erschaffen?
Und warum hat ein Gott, der alles vollbringen kann, was ihm gefällt,
biologisches Leben erschaffen, das nur durch Töten anderen
biologischem Lebens überleben kann? Geilt sich dieser Dödel gar daran
auf, wenn seine Geschöpfe getötet und gefressen werden?

Peter Zander

Odin

ungelesen,
11.08.2008, 13:17:3211.08.08
an
On 11 Aug., 18:57, "Hans Holger" <rem...@this.org> wrote:
> Odin schrieb:
>
> > Wie gesagt, ich denke nur über unser Universum bis zum Urknall nach
> > und nehme für seine Existenz eine Kraft davor an um einen
> > ausgangspunkt zu haben für meine Überlegungen. Was wirklich vor diesem
> > Urknall war oder ist, daß kann ich aus meiner Perspektive niemals
> > erschließen, nicht einmal erahnen sondern ausschließlich nur darüber
> > spekulieren.
>
> Glaub mir: du hast keinen zutreffenden Begriff vom Urknall,

Aber du?
Wer hat es dir erklärt?

> z.B.
> war das, was damals heutige Dynamik bekam, ein dreidimensionales
> Gebilde,

Das kann jeder behaupten, beweise es daher!

>das ohne weiteres unendlich ausgedehnt sein kann. Die
> Geschichte mit dem Punkt, der aus dem Nichts auftaucht, ist Humbug,
> so wie viele andere Geschichten ebenfalls.

Das sehe ich auch so, aber deine Alternative ist auch nur eine
beliebige Annahme.


>
> (Man hat in den letzten Jahren mehr und mehr gelernt, daß die Anwendung
> mathemischer Symbole und Gleichungen nicht für die Natur verpflichtend ist,

"Man" hat dann nicht den Plichta gelesen.

> auch wenn das viele Leute wundert, weil die eben falsch denken.)

Du agierst ähnlich überheblich wie die Kirche vor Jahrhunderten, die
glaubte auch alles zu wissen.


>
> >>> Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
> >>> unterstelle ich eben einen Verfasser,
>
> >> und wer ist der Verfasser des Verfassers?
> > Diese Frage stelle ich mir nicht, weil ich ja weiß, daß ich sie nie
> > werde beantworten können.
>
> Diese Frage mußt du aber stellen, oder du machst dich selbst zum einem
> Kretin, der /vorsätzlich/ Unsinn denkt.

Du hast doch nicht alle Tassen im Schrank!
Wer sich gegen die Logik stellt ist ein Kretin und genau du machst das
hier mit deinem arroganten Anspruch wissen zu wollen was vor dem
Urknall/Beginn der Zeit oder wie auch immer, gewesen sein soll.

> Man muß sich schon wenigstens
> bei der kosmologischen Betrachtung der /einen Welt/ zur Konsistenz
> (Abwesenheit von erkannten Widersprüchen) verpflichten.

Was für ein bescheuerter Satz!
Einzig das Wissen über die Realität vor dem Urknall ist hier abwesend
und deine überhebliche Art wissen zu wollen was sich aus aktueller
Sicht definitiv jeder menschlichen Realität entzieht ist hier
unangenehm anwesend.

>Alternativ
> kannst du auch die Frage anläßlich der Herkunft der Natur /nicht/ stellen,

Ich kann jede Frage stellen, auch eine die sich nicht beantworten
läßt. Wer sich trotzdem dazu bereit findet spekuliert nur.

> dann hast du den Regreß, den mit einem "Verfasser" beginnt gar nicht erst
> begonnen. Denn diese Annahme ist in jeder Hinsicht nutzlos,

Unsinn!
Wenn wir die Abläufe immer weiter zurückverfolgen können und verstehen
lernen, dann können wir m.M.n. irgendwann ausschließen, daß ein Gott
für diesen Zeitraum nötig, noch vorhanden war. Und genau DAS wäre dann
schon ein riesiger Schritt voran. Aus aktueller Sicht gibt es für den
Menschen keinerlei Möglichkeit über den Punkt hinaus zu forschen/
messen, wenn es denn so gewesen sein sollte.

>aber sie
> liegt vielen Menschen, z.B. weil sie eben bequem und "einfach" ist.

Dein postuliertes dreidimensionales Ausgangs-Konstrukt ist doch noch
einfacher gestrickt, paßt es sich doch dem geringen aktuellen Wissen
der Menschheit gut an. Genauso gut kann ich behaupten, die Materie sei
unter extrem großem Druck durch ein VEntil am "Ort des Urknalls"
schlagartig in den Behälter unserers real existierenden Universums
gepreßt worden......

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 13:23:5111.08.08
an
Peter Zander schrieb:

> Ist von keinem Sinn des Seins auszugehen für Dich zweifelsfreie Wahrheit?

Sinn ist die Beurteilung einer (bewußten) Person! Für wen sollte das
All irgendwelchen Sinn haben, wenn nicht für ein EWIGES "Wesen".
Da ich, schon aus physikalischen Gründen, solch ein Wesen nicht für
anwesend halte, gibt es auch niemanden, für den das All Sinn hat.

>>Wem sollte das All nützen? Das kann nur ein wahrnehmendes Wesen sein,
>>das den Kosmos überblickt, also der Super-Gott.
>
> Ich gehe bei der Schöpfung von einer bewusst ausgelöste universale
> Evolution aus, die aus einer gewissen Unvollkommenheit Vollkommenheit
> realisieren soll.

Und ich gehe davon aus, daß in der Tiefsee der Erzengel Gabriel wohnt.
Schreib lieber einen Märchenbuch.

> Da waren die Religionsmacher bei Dir erfolgreich - wohl so lange, bis
> Du angefangen hast, selbst nachzudenken.

Esoterik war und ist stets in, ich habe auch mal, vor Urzeiten, ein
"Lehrbuch" über Astrologie ernsthaft begonnen, lol.

> Ich unterstelle eine bewusste Schöpfung in Form des Initiierens einer
> universalen Evolution.

Weil du eben spinnst. Du bist einfach ein Spinner, so ist das nun mal,
das ist nicht böse gemeint, aber wahr, und du teilst das mit der Mehrheit.

> Es gab einen Anlass für diese Schöpfung, die
> ich mit einer gewissen Unvollkommenheit Gottes umschreibe - und ein
> Ziel: Vollkommenheit zu realisieren. Details lassen wir mal außen vor.

Weil du eben spinnst. Du bist einfach ein Spinner, so ist das nun mal,
das ist nicht böse gemeint, aber wahr, und du teilst das mit der Mehrheit.

> Warum sollte ein Gott, der unendlich vollkommen ist, etwas erschaffen?

Aber es gibt doch gar keinen Gott. Aber es gibt unzählige Märchen.


Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 13:32:3511.08.08
an
Odin schrieb:

>> Glaub mir: du hast keinen zutreffenden Begriff vom Urknall,

> Aber du?
> Wer hat es dir erklärt?

Das Standardmodell der Kosmologie, natürlich ich kann dir meterweise
Literaturliste geben, aber das willst du nicht ernsthaft, nochmal:
HIER ist de.sci.physik und nicht dein de.soc....christentum.

>> z.B. war das, was damals heutige Dynamik bekam, ein dreidimensionales
>> Gebilde,

> Das kann jeder behaupten, beweise es daher!

Du bist ein Idiot, der zudem nicht einen Schimmer von Kosmologie hat.

> Das sehe ich auch so

Du siehst gar nichts, dir schwirrt nur irgendwelcher Müll aus der
Bildzeitung durch die Matschbirne, von dem du irgendwelche
Schlagwörter "siehst" und für deine "Meinung" erklärst.

> Du hast doch nicht alle Tassen im Schrank!

Verpiß dich wieder in deine Schwafel-NGs, wo du Kretin hingehörst.

>...

Du bist ein widerlicher Spinner und gehst daher in den Filter.

Odin

ungelesen,
11.08.2008, 13:34:2811.08.08
an
On 11 Aug., 19:03, "Hans Holger" <rem...@this.org> wrote:
> Odin schrieb:
>
> > Worum geht es dir denn?
>
> Hier in der Physik-NG um Physik, das andere lese ich nicht,

Un ich äußere mich nicht speziell zur Physik, habe eben gesehen, daß
außer dspm noch andere NGS gelinkt sind auf die ich nicht reagieren
wollte.

> und bei dem konkreten /fremd-importierten/ Thread geht es
> mir darum, daß der Beschluß der Einsetzung eines Schöpfergottes
> in keiner Weise weiterführt,

Selbstverständlich tut er das! Er führt uns näher an den Ursprung und
gibt uns damit Zeit und Wissen für die Lösung dieser Frage. Sich
aktuell Gedanken machen zu wollen über das was vor dem Urknall/Beginn
der Zeit war, DAS führt zu nichts.

> sondern nur zu Regreß führt, denn
> wenn man die Welt bequem mit einem Gott "erklärt",

Ich oder "man" erklären sie ja nicht damit, sonder ich verschiebe die
Klärung dieser Frage auf eine ferne Zeit in der es vielleicht, aber
nur vieleicht eine Möglichkeit geben könnte, sie zu klären.

>dann muß
> man eben auch diesen Gott zu erklären suchen, oder gleich auf "ihn"
> verzichten. "Er" ist nicht nur ein Hirngespinst, sondern mehr als
> entbehrlich.

Stell dir vor du lebst in einem riesigen Behälter dessen Wände du
nicht sehen kannst und ohne Möglichkeit mit der "Außenwelt" (welche du
nicht einmal erahnen könntest, so du denn in diesem Behälter geboren
wurdest) in irgendeinen Kontakt zu geraten. Wie zum Teufel willst du
da Aussagen über diese Außenwelt machen?

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 13:53:2411.08.08
an
Hans Holger

>>> ich wollte auch gern unbeobachtet
>>> über "den Herrn" nachdenken wollen,

>> Geht nicht.
>>
>> Wenn du wüsstest, wer dir da alles zuguckt.
>> Das ist nich allein Gott, der Allmächtige.
>>
>> Und von der Gegenseite sind auch
>> noch einige da, die dir da stets zugucken.

> Hmm, sind es also richtig viele Leute,

Nein.

Du musst versuchen, korrekt zu lesen.

Odin

ungelesen,
11.08.2008, 14:02:4311.08.08
an
On 11 Aug., 19:32, "Hans Holger" <rem...@this.org> wrote:
> Odin schrieb:
>
> >> Glaub mir: du hast keinen zutreffenden Begriff vom Urknall,
> > Aber du?
> > Wer hat es dir erklärt?
>
> Das Standardmodell der Kosmologie,

Ach, von denen weiß einer was vor dem Urknall war.
Donnerknispel, es gibt also noch mehr Idioten deiner Provenienz!

>natürlich ich kann dir meterweise
> Literaturliste geben, aber das willst du nicht ernsthaft, nochmal:
> HIER ist de.sci.physik und nicht dein de.soc....christentum.

Dann solltest du Trottel nicht nach dspm poste, ich bastele nicht
dauernd am Cc herum!

> >> z.B. war das, was damals heutige Dynamik bekam, ein dreidimensionales
> >> Gebilde,
> > Das kann jeder behaupten, beweise es daher!
>
> Du bist ein Idiot, der zudem nicht einen Schimmer von Kosmologie hat.

Und du bist ein Idiont der glaubt davon einen Schimmer zu haben.

> > Das sehe ich auch so
>
> Du siehst gar nichts,

Immerhin habe ich einen Idioten wie dich doch rechtzeitig erkannt,
gelle!

>dir schwirrt nur irgendwelcher Müll aus der
> Bildzeitung durch die Matschbirne, von dem du irgendwelche
> Schlagwörter "siehst" und für deine "Meinung" erklärst.

Was ist das denn für ein Blasfsasel?
Bist du Alkoholiker?

> > Du hast doch nicht alle Tassen im Schrank!
>
> Verpiß dich wieder in deine Schwafel-NGs, wo du Kretin hingehörst.
>
> >...
>
> Du bist ein widerlicher Spinner und gehst daher in den Filter.

Danke, für die zu erwartende Ruhe auf diesem Kanal der Trollwissenden.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 14:24:3511.08.08
an
Odin faselte dummes Zeug:

>>>> Glaub mir: du hast keinen zutreffenden Begriff vom Urknall,
>>> Aber du?
>>> Wer hat es dir erklärt?

>> Das Standardmodell der Kosmologie,


Abschließend, nur für etwaige Mitleser:

> Ach, von denen weiß einer was vor dem Urknall war.

Nein, aber das was ich sagte, daß die Dimension der Mannigfaltigkeit,
auf der die gleichzeitige raumzeitliche Inflation jeden Punktes (aka
Urknall) sich ereignete eine möglicherweise unendlich große "3-Surface"
sein konnte.

Über die Topologie des Alls ist nichts bekannt, schon weil es verschiedene
Horizonte gibt, über deren Grenzen hinaus man (prinzipiell) nichts oder noch
nichts (pragmatisch) wissen kann. Wir wissen also nicht, welche Topologie
(vulgo "Form") das Universum hat, noch, ob es unendlich ausgedehnt ist
und exakt das gleiche gilt für das Objekt, auf dem sich der Urknall einst
ereignete, und auch dieses Objekt kann genauso räumlich unendlich
gewesen sein, wie das heutige All, was dazukam war die Dynamik,
die Zeit, so daß der Urknall das Einsetzen einer raumzeitlichen
Entwicklung der o.g. ursprünglichen 3-Surface ist. Der Urknall ist das
Einsetzen einer Dynamik (Zeitentwicklung) durch das gleichzeitige
Auseinanderstreben zwischen /allen/ Punktes des betroffenen Objektes.

Die populäre Rede- und Denkweise, daß "alles mal als unendlich kleiner
Punkt im Nichts" begann, ist falsch: Gerede.


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 14:25:5311.08.08
an
Hans Holger

> Es war noch nicht völlig kaputt,
> es hatte einen Wackelkontakt.

Nein.

Musst lesen .....

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 14:28:3711.08.08
an
Hans Holger

> Was ist denn die Bibel?

Das Buch der meisten Weltrekorde.

Die Bibel ist *das* Buch.

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 14:33:0311.08.08
an
André Grafe

>> Samuel Unger
>> (Elektroingenieur und Prediger in Zürich; gestorben ca. 1980)
>> musste mal mit seinem Freund in einer äusserst wichtigen Angelegenheit
>> verreisen. Sein Auto hatte einen Kurzschluss in der Zündverteilung und
>> somit eine kurzgeschlossene, total leere Autobatterie. Die Zwei
>> setzten sich in das Auto und erklärten Gott, dem Allmächtigen, den
>> Sachverhalt. Und dann betete Samuel Unger in seiner markanten Art :
>> "Du Gott der Autobatterien, die Autobatterie gebe Strom, Du Gott der
>> Zündverteiler, der Zündverteiler verteile diesen Strom ...".
>>
>> OK. Dann fuhren Sie los.
>>
>> Erstaunt war dann der Automechaniker, der sich fragte, wie das Auto
>> mit Kurzschluss im Zündverteiler da noch herum fahren konnte. Nun dem
>> musste niemand mehr per Philosophie oder sonstwie erklären, ob "man"
>> Gott beweisen könne oder nicht. Und ob dieser Gott nun allmächtig sei
>> oder nicht, das war zu klar und zu eindeutig.

> Nette Anekdote,

Ja.
Eien vim vielen.

> gibs zu die hast Du grade selbst erfunden.

:-)

Du darfst dreimal raten.


Wer war derjenige, der da
im Auto mit VErteiler-Kurzschluss
neben Samuel Unger sass und mitfuhr ?

André Grafe

ungelesen,
11.08.2008, 14:39:3311.08.08
an
HJP schrieb:

> Hans Holger
>
> > Was ist denn die Bibel?
>
> Das Buch der meisten Weltrekorde.
>
> Die Bibel ist *das* Buch.
>
>
LOOOOOOL

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 14:46:3211.08.08
an
Hans Holger
> Odin schrieb:

>> Worum geht es dir denn?

> Hier in der Physik-NG um Physik,

Verstehst was von Physik ?

> denn wenn man die Welt bequem mit einem Gott "erklärt",

Erkläre sie mal mit Physik.

Nun, das ist etwas zu viel verlangt.

Erkläre was "Einfacheres".
Erkläre mal, was ein Proton ist.

:-)

Aus was es besteht so ein Proton ?
Wieso fliegen in einem Atomkern die Protonen
nicht auseinander und wieso fliegen die
Elektronen nicht in die Protonen rein.

Bitte - bemühe echte, reale Physik
und versuche, keine Märchen zu erzählen.

Also - was ist ein Proton ?

http://www.hjp.ch/Foren/Bld/Blder/Physik/Proton_21.jpg

Also - mit so was musst du nicht daherkommen.
Ich möchte eine ernsthafte Antwort.
Und kein Gaga - Geblödel.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 14:49:0011.08.08
an
Odin faselt:

>> Das Standardmodell der Kosmologie,

> Ach, von denen weiß einer was vor dem Urknall war.

Nein, aber selbstverständlich kann man sogar auch darüber /sinnvoll/
spekulieren und sich Gedanken machen, siehe:

http://accelconf.web.cern.ch/Accelconf/e06/PAPERS/THESPA01.PDF

BEFORE THE BIG BANG:
AN OUTRAGEOUS NEW PERSPECTIVE AND ITS IMPLICATIONS FOR
PARTICLE PHYSICS
Roger Penrose
Mathematical Institute, 24-29 St Giles', Oxford OX1 3LB, U.K.

> Donnerknispel, es gibt also noch mehr Idioten deiner Provenienz!

Armer Odin, du bist ein jämmerlicher Blödian, ein pausenlos Schwachsinn
labernder Spinner, der niemals erfahren wird, was er im tiefsten wissen
will.


Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 14:50:1611.08.08
an
HJP schrieb:

> Aus was es besteht so ein Proton ?

Aus der Pisse deines Herrn.


André Grafe

ungelesen,
11.08.2008, 14:49:3511.08.08
an
HJP schrieb:
Übrigens kenndt Du Dich nicht mit Autos aus, ein Kurzschluss im
Verteiler führt nicht zu einer leeren Batterie, sondern zu
Zündaussetzern. Als gelernter DDR-Bürger und gelernter Werkzeugmacher
habe ich viele Autos wieder zum laufen gebracht. Was man bei einem
defekten Verteiler macht ist einfach, erstens: putzen, wenn das nicht
hilft zweitens: Kohlekontakt kontrolieren und gegebenenfalls mit
Kugelschreiberfeder ersetzen. Müsste auch ein Elektroing. beherschen.
MFG André

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 15:02:3911.08.08
an
Hans Holger

> Das Standardmodell der Kosmologie,

:-)

Hast du nichts Korrektes ?
Etwas, das wahr ist ?

Erkläre mal die Negativen Parallaxen
der Sterne mit deinem komischen
Standardmodell der Kosmologie.

Bitte - wenn du dich der Religion
stellen willst, solltest du schon mit
Ernsthaften, verifizierbar wahren
Argumenten kommen.

Und nich mit veralteten Theorien,
die längst widerlegt sind.

> Verpiß dich wieder in deine Schwafel-NGs,
> wo du Kretin hingehörst.
>

> Du bist ein widerlicher Spinner
> und gehst daher in den Filter.

Hugh ...

Der wissenschaftliche Wissenschaftler
hat gewissenschaftet .....

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 15:22:1811.08.08
an
HJP schrieb:

> Hast du nichts Korrektes ?

Liebst du den Herrn wirklich?


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 15:39:3311.08.08
an
Hans Holger

> Nein, aber das was ich sagte, daß die
> Dimension der Mannigfaltigkeit,

So was gehört nach Popper nicht zur Wissenschaft,
da "Dimension der Mannigfaltigkeit" nicht
falsifizierbar ist.

Also - das ist mal weg vom Tisch.

> auf der die gleichzeitige raumzeitliche

Hast Pech -
Es gibt keine Raumzeit.
Das ist mathematischer Unsinn.

Das Universum ist 3-D Raum und 1-D Zeit.

Dimensuonen unterschieldicher Art
können nich zusammengefasst werden.

> Inflation jeden Punktes

:-)

Alle Inflationstheorien widersprechen
dem 2. Thermodynamischen Hauptsatz.

Nochmals:
Bitte- erzähle korrekte Physik
und keine Märchen !!!

> eine möglicherweise unendlich
> große "3-Surface" sein konnte.

"möglicherweise sein könnte ...."

? ? ? ?

Bitte spiele nicht Märchentante !!!!!

Wenn du was erklären willst, dann mit korrekter Physik.
Und da kommt kein "möglicherweise sein könnte" vor.

> Über die Topologie des Alls ist nichts bekannt,

Was willst du eigentlich ?

Willst du ernsthaft diskutieren
oder da so mit hohlem-Physik-Bla-Bla rumnblödeln ?

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 15:52:0411.08.08
an
André Grafe

> Übrigens kenndt Du Dich nicht mit Autos aus,
> ein Kurzschluss im Verteiler führt nicht
> zu einer leeren Batterie,

In dem Fall war dem so.

Und ob Baterie leer ist oder nicht,
merken manche Menschen, wenn sie
das Auto starten wollen.

:-)

Nicht alle .....

Solche, die sich mit Autos auskennen,
können das nicht unbedingt. Wie du ja
aus eigener Erfahrung weisst.

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 15:54:3011.08.08
an
Hans Holger
> HJP schrieb:

>> Aus was es besteht so ein Proton ?

> Aus der Pisse deines Herrn.

SCHACH-MATT

Deine "Physik-Kenntis" ist Schrott.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 15:55:5111.08.08
an
HJP schrieb:

> Was willst du eigentlich ?

Schieb dir dein Küchenmesser in dein krankes Herz.


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 15:56:5511.08.08
an
Hans Holger

>> Hast du nichts Korrektes ?

> Liebst du den Herrn wirklich?

Bitte rede und schreibe konkret.
Wen meinst du da ?

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 15:58:4011.08.08
an
HJP schrieb:

> >> Aus was es besteht so ein Proton ?
> > Aus der Pisse deines Herrn.

> SCHACH-MATT

Ok, du bekommst die ewigen Wonnen des Paradieses deines Herrn.


HJP

ungelesen,
11.08.2008, 16:12:1511.08.08
an
Hans Holger

>> Was willst du eigentlich ?

> Schieb dir dein Küchenmesser in dein krankes Herz.

? ? ?

Hast du auf deise Art "Physik" gelehrt ?

Aber .....

Wie geht es dem Küchenmesser ?
Hat es das gut überstanden ?

HJP

ungelesen,
11.08.2008, 16:15:5211.08.08
an
Hans Holger schrieb:
> HJP schrieb:

>> SCHACH-MATT

Da du an Evoluzzi-Theorie glaubst,
wir deine Zukunft deinem Glaben entsprechen:

Sehe dir die Oberfläche der Venus an.
Da entstehen dauernd Berge nach Zufall
und verschwinden wieder nach Zufall.

So in etwas wird der Ort deiner
Ewigen Zukunft sein.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 16:21:3811.08.08
an
HJP schrieb;

> Sehe dir die Oberfläche der Venus an.
> Da entstehen dauernd Berge nach Zufall
> und verschwinden wieder nach Zufall.
>
> So in etwas wird der Ort deiner
> Ewigen Zukunft sein.

Du Schwein. Willst du das wirklich?
Falls du dummer Irrer ein Herz hast,
so mußt du NUN mindestens 11
Vaterunser pro Stunde (auch nachts)
beten, um meine Seele zu retten.

Danke im Voraus.


g.sch...@gmx.de

ungelesen,
11.08.2008, 16:30:5911.08.08
an
On 11 Aug., 18:35, Odin <manfred.gl...@web.de> wrote:
> > > Dazu empfehle ich das Buch "Das Primzahlkreuz 1-3, von Peter Plichta".
> > > Als ich das las wurde ich an den Film "Die Welt am Draht" erinnert.
> > > Manche "Zufälle" sind derart verblüffend, daß ich eher an ein System
> > > Glauben möchte....
>
> > genau das sagte ich ja: nicht alles was kein Zufall ist muss etwas mit
> > Gott zu tun haben. Es ist eine theistische Einschätzung, dass es das
> > müsse.
>
> Wir bauen doch aber auf Logik, Ursache und Wirkung. Ich verneine für
> mich das Vorhandensein eines Gottes der Religionen, welcher Couleur
> auch immer. Meine Logik velangt aber nach einer Erklärung für
> vorgefundene Tatsachen und da suche ich mir etwas, was meiner Natur
> entspricht ohne behaupten zu  wollen, daß es so sein müsse.

ein Argument gegen meine These vermag ich darin leider nicht zu
entdecken.


> > > Ja, aber das erklärt noch immer nicht warum das Ganze so existiert wie
> > > es ist.
>
> > daran würde auch Gott nichts ändern. Denn Gott erklärt nicht, warum
> > Gott existiert.
>
> Wie gesagt, ich denke nur über unser Universum bis zum Urknall nach
> und nehme für seine Existenz eine Kraft davor an um einen
> ausgangspunkt zu haben für meine Überlegungen.

ich persönlich ziehe es vor, den Urknall zu negieren. Ich vertrete
Lindes Theorie der ewigen Inflation, derzufolge das Universum schon
immer existierte. Der beobachtbare Ausschnitt des Universums ist
demzufolge vor etwa 1E10 Jahren aus einem Zustand hoher, aber
endlicher Dichte hervorgegangen, in dem lokal die Inflation zum
Erliegen kam.


> > > Immerhin sprichst auch du von Natur- "Gesetzen" und denen
> > > unterstelle ich eben einen Verfasser,
>
> > und wer ist der Verfasser des Verfassers?
>
> Diese Frage stelle ich mir nicht, weil ich ja weiß, daß ich sie nie
> werde beantworten können.

und da kann man genausogut auf den Verfasser verzichten und schon beim
Universum und den Naturgesetzen aufhören, die Frage zu stellen.


> > > Die Fortpflanzung ist doch nur der
> > > vorläufige Evolutionshöhepunkt der Materie.
>
> > Evolution beruht auf Mutation, Mutation auf Fortpflanzung: Mutation
> > bedeutet, dass bei der Fortpflanzung das Genom nicht 100%ig korrekt
> > kopiert wird. Ohne Fortpflanzung keine Mutation.
>
> Unter Heutigem Gesichtspunkt muß die Fortpflanzung nicht stattfinden
> um Mutation zu erreichen. Stell dir eine permanente Kopie einer Kopie
> vor und die dabei auftretenden kopierfehler.

wenn etwas kopiert wird, ist das ja eine Fortpflanzung. Fortpflanzung
muss ja nicht sexueller Natur sein.

Hans Holger

ungelesen,
11.08.2008, 16:33:4811.08.08
an
<g.sch...@gmx.de> schrieb:

> wenn etwas kopiert wird, ist das ja eine Fortpflanzung.
> Fortpflanzung muss ja nicht sexueller Natur sein.

Aber ficken muß sein... sogar geschlechtslose Pflanzenteile ficken einander.


Vogel

ungelesen,
11.08.2008, 22:51:2211.08.08
an
Peter Zander <HPeter...@arcor.de> wrote in
news:3d50a45olguj3copn...@4ax.com:

>
> So sehe ich das auch - und diesen Religionsgott ignorieren inzwischen
> immer mehr Menschen,
>
Da liegst du falsch.
Du wolltest wohl sagen, immer mehr Menschen ignorieren die Institution des
Religionsgottes. Aber auch da legest du falsch. Du sprichst nur von den
Erscheinungen in Deutschland. In den Ländern Osteuropas der früheren
kommunistischen Diktaturen findet seit Jahren regelrecht ein Boom statt.
>
> weil sie nicht glauben können, dass die höchste
> Macht im Sein ein widerlicher selbstbekennenden
> Kindermassenmörderfatzken sein könnte, der sich laut den berühmten
> Zehn Geboten an den unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation für
> Taten deren Vorfahren rächen will. Zur sadistischen Hirnrissigkeit
> wird ein Religionsgott, wenn er das Versklaven friedliebender Menschen
> befohlen haben soll und das Abschlachten aller Säuglinge, Kinder,
> Frauen und Männern von 6 Völkern anderer Kultur und Religion, um so
> seinem Eigentumsvolk eine neue Heimat zu verschaffen.
>
Puh, du veranstaltest ja ein richtiges Blutbad :-)
Du verwechselst das alte und das neue Testament miteinander und du
verkennst den höheren geistigen Inhalt eines Religionsgottes.
Wenn du Religionsgott sagst, so meinst du lediglich den rituellen
Religionsgott.
Genau die humanistische Sicht und der Respekt vor dem Individum des neuen
Testamentes, ist der wesentliche Unterschied zum alten Testament und
anderen Frühreligionen. Natürlich besitzen wir heute eine
fortgeschrittenere humanistische Sicht.
>
Es ist diese Idee des Humanismus, das Rezept des Erfolges der Verbreitung
der Idee des neuen Testamentes auf einem grossteil der Welt, insbesondere
der sogenannten westlichen Hemisphäre.
Ihre Institution, die christliche Kirche, existiert nun schon seit über
2000 Jahren. Es ist die mir einzige bekannte Institution der Menscheit,
die solange kontinuirlich existiert.
Dieser humanistische Wesenszug ist eben der Fortschritt in der Entwicklung
der Religionen, da er das, bis zu ihrer Entstehung weit verbreitete
Menschenopfer und andere Verwerfungen des menschlichen Geistes vehement
ablehnt. Die christliche Religion war zum Zeitpunkt ihrer Entstehung ein
echter geistiger Fortschritt im humanistischen Denken und der Wahrnehmung
des Menschen als Individum, denn sie ist gerade erst durch die Ablehnung
sogenannter heidnischer Werte und Praktiken entstanden. Insbesondere auch
die Ablehnung der damals noch weit verbreiteten Sklaverei hat wesentlich
zum Erfolg dieser Idee beigetragen. Die Betonung der gottgegeben Freiheit
und Gleichheit des Individums im neuen Testament, ist bis heute Grundlage
unserer westlichen Zivilisation.
Ohne die Betonung der Gottgegebenheit wäre diese Idee, von der Gesellschaft
jener Zeit nicht akzeptiert worden.
Das Gotteswesen gewinnt so eine neue Ausprägung, den Begründungsgott,
als unanfechtbare geistige Begründungsinstanz. Das ist wohl die
wesentlichste Ausprägung des Gotteswesens, in allen Zeiten aller
Religionen.
>
Wo hast du deinen obigen Eindruck her? Aus der Bibel?
Zugegeben ich kenne die Bibel kaum.
Ich habe sie mal fast komplett gelesen, aber mein naturwissenschaftlich
geprägter Verstand hat sich geweigert vieles des dort geschriebenen zu
speichern.
Ich würde aber solch einem Gefasel im Frühstadium einer Religion, keine so
grosse geistige Bedeutung beimessen. Religiöse Texte enthalten immer
natürlich auch das Wesen des Zeitgeistes ihrer Zeit. Es war wohl damals
nicht besonders ethisch verwerflich, seinen Feind zu töten. Ja es war
wahrscheinlich sogar eine heilige Pflicht, um das von Gott gegebene Leben
zu erhalten. Und das war damals wirklich ernst gemeint und nicht
heuchlerisch.
Religiöse Texte muss man selektiv lesen und lesen können,
um den Zeitgeist ihrer Niederschreibung zu entlarven.
Und genau da beginnt dann der Theologen- und Philosophenstreit
und natürlich auch der geistige Streit unseresgleichen.
>
> Solch sadistische Befehle könnten nur von menschlichen Diktatoren
> stammen, aber unmöglich von einer Macht, die nach meiner Meinung
> ursächlich ist für ein Sein mit vielen Milliarden von Galaxien mit
> jeweils vielen Milliarden von Sonnen - und um eine dieser Sonnen
> kreist ein Sandkörnchen mit Namen Erde.
>
Du meinst also ein Gott hätte das Universum erschaffen?
Das ist aber nur ein geistiges Hilfslosigkeitsargument,
dass aus der Not der Begründung einer Übermächtigen Erscheinung wie das
Universum es ist, erwächst.
Warum muss/sollte denn ein Gott erforderlich oder zuständig sein für die
Erschaffung des Universums? Das ist ein Missbrauch des Gotteswesens.
>
Es wurde hier von verschiedenen Ausprägungen eines Eingott-Gotteswesens
gesprochen, Religionsgott, Existenzgott, Schöpfergott, usw.
Genau da zeigt es sich doch schon, dass ein Gotteswesen ganz verschieden
von den Menschen empfunden wird.
Ich sehe das etwas anders als du. Gott ist ein Wesen, dass dem menschlichen
Geiste innewohnt. Er hat nur die Macht, die ihm der menschliche Geist,
mittels der menschlichen Gefühlswelt(Freude, Leid und insbesondere Angt),
ihm verleiht. Er gibt ihm geistigen Halt in bestimmten Lebenssituationen.
So einen Gott muss man zwar respektieren, aber nicht dümmlich verehren.
Ja, manche Religionsrichtungen, insbesondere die Muslimische und die von
ihr im *Verhalten* geprägte Ostorthodoxe, gehen dann so weit, von ihren
Anhängern, Unterwerfung und Verdümmlichung vor dem Herrn zu fordern.
Es ist doch interesant zu beobachten, wie sich feindlich gesinnte
Religionen, trotzdem kulturell und im Verhalten ähnlich geprägt sind, wenn
sie aus der gleiche Weltregion stammen oder frügeschichtlich kulturell
verwandt sind. Insofern besitzen Judaismus, Islam und Christentum verwandte
Züge, aber auch natürlich grosse Unterschiede in der kulturellen
Ausprägung.
>
>
Erst als die Staatskirche sich der christlichen Idee bemächtigte, wie das
später auch mit anderen Ideen geschehen ist, wurde diese Idee
in der Praxis zeitweise und zum Teil pervetiert und diese Idee als
heuchlerisch erscheinen lassen. Deswegen gibt es heute zu Recht, in der
westlichen Welt, das laizistische Gebot der Trennung von Religion, Kirche
und Staat.
Seit die christliche Religion zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist und wieder
eine Religion des Volkes geworden ist, sind solche geistig perverse
Auswüchse aus der Praxis de facto verschwunden.
Natürlich gibt es da immer noch Verwerfungen die noch abgeschafft werden
müssen.
>
Nicht dass du mich jetzt für einen glühenden Verehrer des neuen Testamentes
hälst.
Ich sehe dies lediglich rein sachlich und nüchtern analytisch so.
Ich sehe die Religion als freiwillige gesellschaftskulturelle
Freizeitveranstaltung an, die jedem erlaubt sein soll der dies will,
solange er damit nicht andere Menschen übermässig belästigt.
Übermässiges Kirchengeläut oder wenn der Muhizin vom Turmm brüllen würde
und behindernde Massenveranstaltungen, würde ich als störend empfinden.
>

--
Selber denken macht klug.

Wolfgang

ungelesen,
11.08.2008, 23:20:4611.08.08
an

"Vogel" <vo...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns9AF83177F...@130.133.1.18...
> --
> Selber denken macht klug.

Dann denke mal bitte darüber nach, warum z.B. die evangelisch methodistische
Kirche in den USA einen Mann beherbergt der G.W. Bush heisst.
Einer der grössten Kriegsverbrecher nach 1945, Mordanstifter,
Todesstrafenbefürworter.
Und warum diese Kirche immer wieder betont, wie glücklich sie doch ist, G.W.
Bush in ihren Reihen zu haben.
Vielleicht auch noch, warum der derzeitige Papst doch meinte die indogenen
Völker in Amerika sollten doch froh sein, dass man ihnen das Christentum
gebracht hat.
Die paar hunderttausend Tote, die damit einher gingen, die sind auch für die
neuen Volkskirchen nur ein Klax?
Und warum er keine Worte des Bedauerns für die Massacer fand.


--
herzlich: Wolfgang
Unser guter Charakter, der so gern für mitfühlend gilt, schweigt oft schon,
wenn uns nur der kleinste Vorteil winkt
François Duc de La Rochefoucauld
http://querdenker.seite.com/


Franz Glaser (G)

ungelesen,
12.08.2008, 02:46:0612.08.08
an
On 12 Aug., 05:20, "Wolfgang" <enga...@usenet.cnntp.org> wrote:

> Vielleicht auch noch, warum der derzeitige Papst doch meinte die indogenen
> Völker in Amerika sollten doch froh sein, dass man ihnen das Christentum
> gebracht hat.
> Die paar hunderttausend Tote, die damit einher gingen, die sind auch für die
> neuen Volkskirchen nur ein Klax?
> Und warum er keine Worte des Bedauerns für die Massacer fand.
>
> --
> herzlich: Wolfgang

du Pharisäer erwartest ja nicht wirklich, daß er sich bei den Völkern
entschuldigt sondern öffentlich, das heißt bei dir.

Neopfaffengesindel!

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