1:
> So weit ist es inzwischen schon, klagt die Islamwissenschaftlerin Rita
> Breuer. Für sie ist die "Freiheit zum Kopftuch" längst zur Bedrohung für
> alle Mädchen geworden, die keines tragen.
>
> Im Frühjahr 2008 begannen die türkischstämmigen, gut integrierten Eltern der
> 14-jährigen Aylin sich Sorgen zu machen. Das Mädchen hatte sich über Jahre
> völlig unbeschwert und altersgemäß entwickelt, besuchte eine Hauptschule in
> Rheinland-Pfalz und hatte zahlreiche türkische wie deutsche Freundinnen. Wie
> aus dem Nichts traten plötzlich Ängste auf, Appetitlosigkeit, ständige
> Kopfschmerzen, schließlich wollte Aylin nicht mehr zur Schule gehen. Die
> besorgten Eltern suchten ärztliche Hilfe und folgten dem Rat, mit dem
> Mädchen eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin aufzusuchen.
>
> Nach mehreren intensiven Sitzungen mit Aylin bat die Therapeutin die Eltern
> zu einem Gespräch. Einen wirklichen Reim konnte auch sie sich auf das
> Störungsbild des sonst so aufgeschlossenen jungen Mädchens nicht machen. Wie
> nebenbei erwähnte Aylins Mutter dabei, dass die Zahl der Kopftuchträgerinnen
> an Aylins Schule stetig steige und ihre Tochter sich schon einmal über dumme
> Bemerkungen beklagt habe, die sie täglich zu hören bekam. Stil:
>
> "Willst Du aussehen wie eine Deutsche?" Oder: "Das Kopftuch ist unsere Ehre
> hast Du keine?" Und: "Deinen Eltern ist es wohl egal, wie über Dich
> geredet wird." Die darauf angesprochene Aylin kämpfte mit den Tränen und
> sagte schließlich: "Es wird immer schlimmer. Und seit ich neulich im Ramadan
> mein Schulbrot ausgepackt habe, ist es ganz aus. Die Kopftuch-Mädels mobben
> mich total." Das also war der Grund für die Schulmüdigkeit der 14-Jährigen.
>
> Aylin ist kein Einzelfall. In Schulen und Ballungszentren mit hohem Anteil
> konservativ-muslimischer Familien wird aus der "Freiheit" zum Kopftuch
> schnell der Zwang, es tragen zu müssen; eine Entwicklung, die man in der
> islamischen Welt allenthalben beobachten kann."
>
>
> Weiterlesen kann man dort:
> <http://www.emma.de/mobbing_gegen_kopftuchfreie_maedchen_2009_5.html>
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Der Habakuk.
2.
> (gegen Intoleranz aufgrund von religiösen Überzeugungen)
> So Manchem scheint leider eine "Linientreue" (wozu auch immer: Islam,
> Türkentum, ...) wichtiger zu sein, als angemessen zu reagieren, um solche
> Mißstände gar nicht erst entstehen zu lassen.
> Lieber wird vertuscht, eingeschüchtert und bedroht.
>
> " Nach Angaben des Ullstein-Verlages wird sich die türkisch-stämmige
> Buchautorin und Frauenrechtlerin Seyran Ates zurückziehen. Sie wurde seit
> der Veröffentlichung ihres Buches "Der Islam braucht eine sexuelle
> Revolution" mit Morddrohungen bombardiert.
> Bei Ullstein ist man allerdings der Meinung, dass Seyran Ates´ in Buchform
> abgelegte Gedanken auch durch massive Gewaltdrohungen nicht ewig unter
> Verschluss zu halten sind. Jedoch ist sich der Verlag sicher, dass Frau Ates
> und ihre Familie in unmittelbarer Gefahr schweben."
>
> <http://space-times.de/brennpunkte/3422.html?task=view>
>
> Ich möchte jeden warnen, der meint, das wären _innertürkisch_
> Angelegenheiten! Es ist dies nur der Anfang und außerdem geschieht es mitten
> in Deutschland!
> Jetzt leiden vielleicht überwiegend noch islamische Mädchen, die unters
> Kopftuch gezwungen werden, kaum daß sie 8 oder 10 sind. Und islamische
> junge Frauen, die wegen angeblicher Ehrvergehen von ihren Verwandten
> umgebracht werden. Übrigens zu einem nicht geringen Teil wegen des
> öffentlichen Druckes der türkisch-islamischen Gemeinde! Tun sie es nicht,
> wären sie selber in deren Augen "unten durch", nicht mehr ehrsam.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Der Habakuk.
>
>
coco
Diese Frage ist mir zu sibyllinisch, oder anders gesagt: Ich kann mir
keinen Reim auf sie machen. Wahrscheinlich stammt sie von jemandem mit
IQ 185?
coco
Das war keine Frage, sondern ein Dahinseufzen ... deshalb das (?) anstelle
eines ?.
Beide Artikel gehen auf die Bedrohungen innerhalb der Parallelwelt ein.
Obst- und Gemüseverkauf ist eben auf Dauer doch nicht ausreichend.
--
Moin+Gruss Alexander
Vielleicht verstehe ich Dich noch immer nicht richtig - aber mir
scheint, dies ist die verharmlosende Sicht, als ob es nur um Vorgänge in
der Parallelgesellschaft ginge, die uns letztlich gleichgültig sein
kann. Gerade dagegen wendet sich mit Recht Habakuk. Die Bedrohungen von
Menschen islamischen Glaubens (nicht nur dieser!) finden bei UNS statt
und richten sich gegen Bewohner/ Bürger unseres Landes.
(Bedrohungen in anderen Ländern können uns übrigens auch nicht
gleichgültig lassen!!)
Auch der Ullstein-Verlag z. B. ist mittelbar (und auch direkt?) bedroht.
coco
>> Beide Artikel gehen auf die Bedrohungen innerhalb der Parallelwelt
> scheint, dies ist die verharmlosende Sicht, als ob es nur um Vorgänge
> in der Parallelgesellschaft ginge, die uns letztlich gleichgültig sein
Nein, da bin ich falsch verstanden. Erst innerhalb, dann aber bedroht es uns
auch.
--
Moin+Gruss Alexander
>> scheint, dies ist die verharmlosende Sicht, als ob es nur um Vorgänge
>> in der Parallelgesellschaft ginge, die uns letztlich gleichgültig sein
>
> Nein, da bin ich falsch verstanden. Erst innerhalb, dann aber bedroht es
> uns auch.
Exakt so ist es.
Holger