Aaalso: Vor rund einem Jahr beantragten wir eine Abänderung des Unterhalts
da ich schon seit geraumer Zeit lieber den Unterhalt pfänden ließ, somit
mir (gesetzlicher Mindestsatz sei dank!) unter Zwang halt runde 240,- EUR
genommen wurden, statt die "freiwilligen" unter "die Parteien sind sich
einig"-Kompro-Mist runde 680,- EUR abzudrücken. Es war klar, dass die ~
440,- EUR also trotz des subjektiv empfundenen "gesparten" Geld aber
irgendwie auflaufen und irgendwann zu bezahlen sind. Rechnet man also pro
Jahr mit alleine 400,- EUR an Differenz, so sind es 4800,- EUR, die der Ex
zu bezahlen wären. Pro Jahr!
Die Erfahrung werden viele gemacht haben, dass das Unterhaltsgeld ganz
flott entscheiden wird, wenn eine Frau oder ihre Rechtslakaien das
beantragen, Mann aber sehr lange auf einen Termin vor dem Kadi warten muss,
wenn Mann eine Abänderung zum Nachteil der Frau erreichen will. In meinem
Fall habe ich nun quasi ein Jahr gewartet, bis es zum Termin kommen sollte,
der am 12.02.09 stattgefunden hat.
Zum Termin bin ich voller Zuversicht gegangen, denn die Vergangenheit
zeigte, dass ich massiv verarscht wurde und das mit teilweise dermaßen
idiotischen Schreiben der Gegenseite, dass ich mich ernsthaft gefragt habe,
ob meine Ex oder deren Anwältin irgendwelche Drogen zu sich nimmt, denn wer
will denn schon einem erzählen, 700,- EUR Miete zahlen zu müssen und 400,-
EUR zu verdienen. Die Sache stank bis zum Himmel und die 700,- EUR haben
sie noch mit dem geringsten Mietspiegel gerechnet, was eh schon utopisch
war. Aber sei es drum - dazu später mehr. Ich drängte also auf einen
schnellen Termin, um die Sache zu beenden, da wir mit der neuen
Lebenspartnerin bereits in Familienplanung sind und eine Planungssicherheit
wollten, dass diese Parasiten uns irgendwann in Ruhe lassen/und nichts mehr
können und wir nicht mit kommendem Nachwuchs noch irgendeinen
Gerichtsscheiß zu erledigen haben, da Ex mal wieder einen Pups quer im Darm
hat und die Gerichte aus Langeweile oder Gier beschäftigen muss, was uns
schon seit Ewigkeiten stinkt. Es ist aber so, dass Mann halt warten muss.
Es galt also, die "Wartezeit" bis zur Verhandlung sinnvoll zu nutzen und
sich auf die Verhandlung entsprechend vorzubereiten! Die Erfahrung der
vergangenen Verhandlungen zeigte, dass ich mich auf Verstand, Ehrlichkeit
und Logik vor den hiesigen Gerichten im Scheidungsverbund nicht verlassen
konnte, also musste die Sache bombenfest eingetütet sein und selbst wenn
ich nur eine Verzögerung und einen Cent zuwenig gepfändet bekommen sollte,
so sollte (und musste) eine ehrliche Erklärung her, um nicht auch als eine
linke Bazille zu gelten, denn das war das letzte, was ich vor Gericht (so
sehr ich diese verachte für ihre mangelnde Zeit, sich mit den Fällen
ausführlich zu beschäftigen und die Menschen und Schicksale "dahinter" zu
sehen) sein wollte. Das war und bleibt wohl für immer meine Gegenseite.
In dem Jahr besorgte ich mir also Aussagen von der Wohngegend, Mietpreise,
den Mietspiegel der Wohnregion der Eigentumswohnung, die meine Ex bewohnt,
die ihr Pappi ihr kaufte. Der "Tyrann" bezahlt die Tochter mit 400,- bis
500,- EUR und knüpft ihr also noch sagenhafte ~ 700,- EUR Miete ab. Tolle
Sache, völlig unter dem Mietspiegel und unter Wert aber "unter der Hand"
ist manchen Händlers erste Devise und nicht zu beweisen. Die Sache mit der
Wohnung hatte ich also anhand der o.g. Unterlagen bereits bewiesen und
freute mich über Erklärungsnöte und wollte es erzwingen, dass "Papilein"
als Zeuge aussagt und seine Bücher ebenfalls vorlegt. Der Gedanke war
damals die Rachsucht "Veräppelst du mich, dann versuch mal die Justiz zu
veräppeln!" und so dachte ich, er käme in Erklärungsnot. Mittlerweile weiß
ich, dass es in einer solchen Verhandlung keinen interessiert, welche
innerfamiliären Klüngel durchgeführt werden. Was soll´s - es ist ja nicht
von der Welt und alles ist noch möglich und offen :) Das Thema der Miete
hatte ich auf jeden Fall "gesichert".
Den Job, der in einem Juweilierladen durchgeführt wurde und angeblich
mieser als eine Putzfrau bezahlen werden sollte, hatte ich auch irgendwann
raus. Die "paar" Stunden sind natürlich immer relativ zu sehen. Manche
können ja zwischen "Paar" und "paar" nicht unterscheiden, also galt es,
einige Zeugen zu finden, die die Arbeitszeit bezeugen können. Hierzu kann
ich nur empfehlen, in Lokalzeitungen der Arbeitsstätte der Ex eine Annonce
zu schalten, in der man nach Spaziergängern fragt, die am Ort xyz täglich
spazieren gehen und bereit wären "nach etwas zu schauen". Mit einer vollen
Ehrlichkeit und der Darstellung der Lage, sind die Menschen bereit, nicht
nur 2 x täglich mit ihrem Hund vor der Arbeitsstätte zu spazieren, sondern
freuen sich darauf, einen solchen Beschiss mit ihrer Hilfe zu beenden.
Gleichzeitig hatte ein guter Freund noch einen Job in einer nahe gelegenen
Versicherung und konnte zu seinen Gleitzeiten zu verschiedenen Tageszeiten
am besagten Laden vorbeifahren und sich die Arbeitszeiten aufschreiben und
als Zeuge aussagen, sofern die Geldgeier immer noch darauf pochen würden,
Madame würde "nur ein paar Stunden" aushelfen oder arbeiten.
Das Thema der Arbeitszeit hatte ich also auch mittlerweile in der Tasche
und freute mich auf evtl. Zuhilfenahme von Zeugen, die Gegenteiliges
bezeugen würden, falls Madame wieder plötzlich an Gedächtnisschwund leiden
würde, wie sie bereits mal in der Scheidungsverhandlung sich nicht mehr an
unseren !Trauzeugen! erinnern konnte, da dieser noch Geld von uns zu
kriegen hatte :-)
Ein Vögelchen (ein Gruß an dieser Stelle nach Gütersloh, für auch nützliche
Bürger) zwitscherte mir noch die Aktivitäten der Ex bei einem
Online-Auktionshaus zu und was sich dort herausfinden ließ, passte auf
keine Kuhhaut mehr. Eigenartigerweise hat mein Anwalt im letzten Schreiben
vor der Verhandlung an das Gericht, in dem er es bat, die Gegenseite
aufzufordern, die Kontobewegungen des vergangenen Jahres zu bringen, nur
den November als Beispiel aufgeführt. Ich hätte lieber einen anderen Monat
mit gekauftem Schmuck oder Möbel Ver- und Ankäufen genommen, aber
vielleicht sollte es ja eine Überraschung sein während einer Verhandlung.
Sollte mir egal sein, ich hatte zur Verhandlung alle Auktionen der
vergangenen Monate von der Ex auf meinem Laptop mit allem gesichert und
hätte mich gefreut, dies zu präsentieren. Testkäufe durch in Deutschland
verteilte Freunde sind an dieser Stelle unerlässlich, somit alle bezeugen
können, die gleiche Mail mit den gleichen Kontodaten der Ex bekommen zu
haben. Eine bloße Behauptung und Ebays „Kooperationsbereitschaft in Sachen
Kundennähe“ sollte kein Argument sein! Wer also fleißig online bei einem
Auktionshaus einkauft, die kauft auch woanders fleißig ein und viel Geld
muss auch irgendwo ausgegeben werden – also war es eh nur eine Frage der
Zeit, wann es herauskommt, wo MEIN Geld bleibt oder das mir unterschlagene
Geld. Alles war zum Aufdecken bereit und für ein „Showdown“ wiederum auf
dem Laptop gesichert.
Ein anderes Vögelchen hat mir über einen neuen Sponsor etwas getzwitschert,
was eine neue Beziehung der Ex angeht. Es ist mir egal, wie oft sie die
Partnerschaften wechselt, jedoch scheint die letzte sich zum neuen Sponsor
zu entwickeln und vielleicht bin ich deshalb so uninteressant geworden. Im
Hinblick auf das Az.: 2 UF 26/06, welches besagt:
Unterhaltsverlust durch feste neue Beziehung
---
Auch eine neue Beziehung ohne Trauschein kann zum Verlust von
Unterhaltsansprüchen gegen den Ex-Mann führen. Das entschied das Pfälzische
Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken in einem Urteil. Maßgebend sei, dass
die neuen Partner regelmäßig ihre freie Zeit gemeinsam verbrächten.
Galt es nun, ebenfalls Beweise zu sammeln. Diese wären zwar sehr dürftig
gewesen, jedoch ausreichend, da ich nicht glaube, dass der neue „Sponsor“
überhaupt weiß, in welche Lage er sich momentan bewegt (was mich jedoch
nicht im geringsten zum Mitleid bringt) und mit Sicherheit nicht die
gleichen Lügen aufgetischt hätte.
Somit war dieser Punkt auch erledigt.
Da (siehe oben) mit der anfänglichen Pfändung i.H.v. 237,- EUR zumindest
ihre Miete „tragbar“ war, war es mir ebenso von Interesse, wie meine Ex das
denn erklärt hätte, wie sie denn von den vergangenen Monaten alles gestemmt
hat – schließlich war (auch hier kann Mann nur für den Mindestsatz danken)
es ihr nur möglich, keine 50,- EUR zu pfänden.
Darauf freute ich mich am meisten, galt es auch hier an dieser Stelle, von
mir einige schöne Treffer zu landen mit dem vorbereiteten Material. Wäre
auch ein schöner Punkt geworden!
Dies waren die Hauptpunkte, auf die ich mich alleine sehr gefreut habe. Auf
die sonstigen Lügen, sie würde unseren Sohn von der Schule abholen (deshalb
keine Vollzeitstelle) gab es adäquate Gegenmittel von mir oder ihre
angebliche Fahrtstrecke zur Arbeit und und und – jeden Mist hätte ich mit
einem Genuss entkräften können und freute mich, die Vorbereitung von den
vergangenen 12 Monaten zur Geltung zu bringen. Gar alle Belege von
Umgangsverweigerungen waren auf dem Laptop gesichert, sofern irgendwer vom
Thema Geld auf Umgang umleiten sollte. Es war schlicht und einfach PERFEKT
für die letzte Schlacht.
Am Mittwoch sind wir dann hier getrennt zu Bett gegangen. Ich war zu
aufgewühlt, die Frau kann das ganze Anwaltsgeseier schon gar nicht haben
und verfügt über ihre eigenen passiven Erfahrungen über die Anwältin der Ex
und ihre Arbeitsweise und so trennten sich unsere Wege am frühen Abend
gegen 22:00.
Um ca. 00:00 Uhr ging ich dann auch zu Bett, nachdem ich jede erdenkliche
Aufnahme, jedes möglicherweise interessante Dokument und jedes
möglicherweise relevante Bild- und Filmmaterial auf meinem Laptop sicherte.
Um 03:00 Uhr war die Nacht für mich dann zu Ende und so duschte ich
gemütlich und machte mich auf den Weg. Für die geschätzten 230 km habe ich
3 Std. eingeplant, da wir hier relativ eingeschneit waren.
Um 10:30 sollte die Verhandlung beginnen, um 06:00 Uhr fuhr ich los.
Der Tag begann mit der Tagesmeldung im Radio, die Strassen seien verschneit
in RLP, die Straßenmeistereien würden zum Teil streiken, man möge
aufpassen, es wäre „höllisch glatt“.
Kurz nach 09:00 Uhr traf ich am Amtsgericht Köln ein und suchte dies
zunächst, da ich alte Dorfkartoffel nie ein Hochhaus für ein Gericht halten
würde – bei einer Stadt wie Köln ist aber scheinbar entweder jeder zweite
geschieden und der andere eine Verbrecher oder die halbe Stadt besteht aus
Juristen, die sich selbst verwalten.
Im 11. Stock des Gebäudes sollte nun die Verhandlung stattfinden. Nach dem
obligatorischen „Filzen“ nach ?Waffen, ?Sprengstoff, ?Eisenwerkzeugen und
sonstigen „Eigenjustizmitteln“, betrat ich also das Moloch von Köln. Im 11.
Stock konnte ich kaum einen Unterschied zum „Pascha“-Köln finden, denn das
ganze unterscheidet sich in meinen Augen kaum voneinander. Es werden Seelen
und Körper verkauft, Zimmer für Zimmer in der gleichen Größe. Bereits um
10:00 Uhr vor „meinem Gerichtssaal“ sitzend bemerkte ich, dass die
Verhandlungen dort alle auf sagenhafte 30 Minuten angesetzt waren. Prima –
man entscheidet über Leben&Geschiedenenvegetieren und Schicksale innerhalb
einer halben Stunde und ich hatte Material dabei, um samt Ton, Bild und
Dokumente das ganze Gebäude über Tage zu unterhalten. Konnte ja nur in die
Hose gehen…
Im Flur suchte ein anderer Anwalt mit seinem Mandanten ein relativ ruhiges
Eckchen und ich bekam beiläufig mit, wie der Mandant sagte, dass er bereits
„ihr“ das Haus und das Auto geschenkt habe, für das Kind 300,- EUR und die
Ex weitere 300,- EUR anbieten würde. Sollte sie das Haus verkaufen, so
bräuchte sie nicht mehr zu arbeiten und er verstehe die Welt nicht mehr, wo
denn das nicht genug sein sollte. In dem Moment dachte ich, dass meine Ex
nicht nur mich ausgenommen hat und vielleicht den armen Kerl auch so
geprellt hat, aber das Internet zeigt, dass ich nicht der einzige Bluter
bin, also schmunzelte ich irgendwie und war froh, nicht alleine in der Lage
zu sein :)
Als um 10:30 weder die zwei Geldgeier, noch mein Anwalt zu sehen waren,
bekam ich Panik und fragte die erstbeste Richterin in einem Saal, was denn
zu tun sei, wenn weder die Gegenseite, noch der eigene Anwalt zur
Verhandlung kommt Zur gleichen Zeit erschien mein Anwalt hinter mir und
so musste ich zunächst meine Fantastilliarde an Fragen loswerden, was sich
jedoch schnell erledigt hat, denn dieser erklärte mir kurz und bündig, die
Gegenseite würde nicht erscheinen.
Uh…?! 12 Monate Vorbereitung, die ganze Zeit investiert und das gierige
Pack erscheint nicht zum Absahnen oder zur letzten Schlacht? Was sind denn
das für Spaßbremsen?!
Nun ja: Die sog. „Gegenseite“ hat einen „Vergleich“ vorgeschlagen. Unter
„Vergleich“ versteht Mann im Scheidungsverbund etwas, was Mann Geld kostet,
Frau befriedigt und was Mann bereut. So war meine Begeisterung, es mir
überhaupt anzuhören einzuordnen zwischen einer unfreiwilligen Vasektomie
ohne Narkose durchgeführt mit zwei Backsteinen und einer erneuten Heirat
meiner Ex-Frau – also gleichwertigen Vorstellungen.
Nun kommt aber die Überraschung: Die Gegenseite hat (ich schreibe es mit
viel Eckel und Fragwürdigkeit) „eingelenkt“ und verzichtet auf den
Unterhalt. Dies nicht nur ab SOFORT, sondern auch sogar rückwirkend ab
07/08.
Uh…?! Meine erste Reaktion war: N E I N !!! NIE IM LEBEN! Ich war doch
nicht ein Jahr am Sammeln, Kämpfen und Recherchieren, damit die mit so
einem billigen Angebot kommen! Zumal: Was soll denn das mit dem 07/08? Der
Antrag lag seit 02/08 vor – warum soll ich denen denn noch 5 Monate vollen
Unterhalt schenken, wo ich schon seit JAHREN beschissen werde?!
Warum es 07/08 sein sollte? Mittlerweile existieren dazu verschiedene
Meinungen: Zum einen meinen manche, dass sie bei einem Nachgeben zum 02/08
gleich gezeigt hätten, dass man „mehr rausholen“ könnte und sie furchtbar
Bammel haben. Andererseits muss man auch die Anwältin meiner Ex verstehen:
Unterstützte die Umgangsverweigerungen mit teilweise dämlichen Ausreden
(kein telefonischer Kontakt mit Sohn, da Handy – welches übrigens von mir
bezahlt wurde- aus KOSTENGRÜNDEN abgestellt wird usw…) und mehrfach
fragwürdigen Methoden, die keine Zufälle sind (Gehaltspfändung !TROTZ und
zusätzlich zu! bezahlter Unterhaltsleistungen „aus Versehen“, die ich nicht
als einziger erleben durfte von dieser Kanzlei). Die Frau musste einfach
ihr „Gesicht“ *brrrrr* wahren und noch etwas für die Ex rausholen, denn
schließlich sind ja die mittlerweile durch die Gehaltspfändung
aufgelaufenen Rückstände im fünfstelligen Bereich ja nicht genug. Das
Weltall hat im Vergleich zu einer geldgierigen/geschiedenen Frau den
Nachteil, nicht endlos zu sein.
Was blieb also über? Annehmen oooooder: Der Scheiß fängt von vorne an,
etliche Verhandlungen, Stress und das gerade zum Zeitpunkt des
Studienendes, ungewisses Ende und erneut mögliche „Vorsitzende“, die später
in Medien als korrupt gelistet werden?
Den Rückstand, der nicht wenig ist (aber auch im Fall des Hauptgewinns zu
entrichten wäre), eh bezahlen müssen…usw usw..
Ich folgte der Entscheidung meines Anwalts und nahm dies an, da er als auch
die Richterin mir und meiner Frau somit eine „Planungssicherheit“ gaben,
somit wir nun mit ein wenig mehr Sicherheit in die Zukunft gehen können,
als wieder Monate vergehen zu lassen, bis es zu einer Entscheidung kommen
sollte.
Wir hätten der Gegenseite übrigens auch Unannehmlichkeiten bereiten können
durch ihr Nichterscheinen, was ich ihnen zunächst sehr gegönnt habe. Mein
Anwalt war aber der Meinung, dass es „unkollegial“ wäre, da die Anwältin
der Ex nicht dafür hätte kommen müssen und es auch „so“ geht. Als ich ihm
sagte, dass diese seinen Vorgänger für jeden Pups hat in die andere
Richtung fahren lassen und nicht so „kollegial“ war, blieb er erstaunlich
gelassen und sagte, dass es eben nicht sein Ding ist. Ich wusste somit,
dass ich gut aufgehoben bin bei ihm und dieses Anwaltsgezicke und
persönliche Animositäten gegen mich von der Anwältin meiner Ex eher ein
Zeichen von Unprofessionalität und Unreife sind. Nach der Nacht Nachdenken
und dem heutigen Feiern kann ich die Frau nur bedauern. Um diese
persönlichen Charakter-Mängel als auch die o.g. Arbeitsmethoden.
Seit den Erzählungen über den Vorfall höre ich auch „das sieht ihr ähnlich“
oder „siehst, sie wird weiterhin solchen Schmu machen – das zeichnet sie
als Anwältin aus“ usw.. Es ist mir mittlerweile egal und ich freue mich,
dass mir das mittlerweile völlig schnuppe ist, was und wen Ex nun
bescheißen will/wird und wen ihre Anwältin auch mit gleichen Methoden
hinrichten will/wird. Ich bin aus der Sache raus und bekomme fortan nun
auch PKH, da nun mal nichts zu holen ist. Nun dreht sich der Spieß um, denn
ein Erbetteln/Einklagen von Zeugnissen/Besuchswochenden/Ferien usw.. wird
es von mir nicht mehr geben.
Man war so erpicht drauf, die Einnahmen zu verschweigen, dass man gar
rückwirkend auf den Unterhalt „verzichtete“? Gerne – bedeutet, dass
demnächst ich vielleicht der einzige bin, der mit Prozesskostenhilfe zu
seinem Recht kommt und eigentlich selbstverständliche (und dennoch
gerichtlich festgelegte) Sachen bis zum Kadi durchziehen wird. Ob das nun
meine Ex oder ihr neuer Sponsor bezahlen wird (wenn er auch so dämlich ist,
wie ich damals) oder ihre Eltern oder das Geschäft: Es ist mir egal, denn
ich bin glücklich und brauche nicht mehr zu „kuschen“, da in diesem Land
scheinbar die Mittellosen am schnellsten, bzw. stressfreier, zu ihrem
Recht kommen. Das Mittel werde ich nun vermehrt nutzen und mir nicht mehr
jeden Mist gefallen lassen.
Bislang kamen übrigens keine provozierenden SMS-Texte, Karten, Briefe oder
sonstigen üblichen Späßchen der Ex hier an und so gehe ich davon aus (und
hoffe), dass der neue Sponsor so von Interesse ist, dass sie gar das
Interesse am Kind verliert, unser Sohn hoffentlich bald bei uns wohnen kann
und sie das Spielchen der letzten Jahre halt mit dem neuen durchziehen
kann. Mir und unserem Sohn kann es nur recht sein :-)
Soviel zur Verhandlung von gestern… Sollte jemand verflucht teueren Schmuck
oder Uhren kaufen wollen im Raum Köln: Ich bin die letzte Person, die eine
Empfehlung geben kann!
Heute haben wir im Freundeskreis diesen Tag gefeiert, die Summe, die noch
abzustottern ist, scheint wie ein Berg zu sein, der mit Mühe zu erzwingen
ist. Ich glaube aber, dass wenn dieser Berg erklommen ist, ich nach unten
blicken kann und mich freuen werde, ihn überwunden zu haben, zumal die
pfändbare Masse, so die Anwesenden bei der „einseitigen“ Verhandlung, mit
kommendem Nachwuchs noch mehr sinkt, was dieses mal die Ex aufgrund des
neuen Sponsors nicht mehr stören mag. Ich betrachte diesen Text als eine
Abrechnung, die eigentlich nicht mehr nötig gewesen wäre, aber wäre es mir
so egal, so würde ich manche Passagen nicht so emotional schreiben. Man
kann die Jahre nicht einfach vergessen und nach dem Peinigen den Peinigern
noch mit Sympathie in ihre arroganten Augen blicken. Man möge mir
verzeihen, dass dies nicht in meinem Interesse ist und ich keine
Gleichgültigkeit anstreben werde, da ich diese Erfahrung weder vergessen,
noch verzeihen möchte.
Alles wird gut – nur die verdammte Geduld während der Jahre ist sehr
schwer! Mein Weg zum Glück dauerte ein paar Jahre – bei den anderen waren
es zwei mehr oder zwei weniger. Letztendlich glaube ich, dass man immer am
Ball bleiben muss und immer ein Stoßgebet ´gen Himmel richten muss, dass
die (H)Exen einen neuen Deppen finden, der das Sponsoring übernimmt,
wodurch sie das Interesse an einem verlieren.
Viel Glück allen, die es betrifft, betreffen wird und herzlich willkommen
in der stabilen (Finanz-)Lage bei denen, die es betraf :-)
--
Gruß
Sebastian