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Invalide Diagnosen

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HUG

unread,
May 15, 2013, 2:51:15 PM5/15/13
to
Der Direktor des weltgrößten psychiatrischen Forschungszentrums NIMH,
Thomas Insel bezeichnete unlängst psychiatrische Diagnosen als nicht
valide. Dieses Statement hat er nicht nach Lust und Laune aus der Luft
gegriffen. Es entspricht vielmehr dem Stand der wissenschaftlichen
Forschung.

Nun meinen manche arglose Zeitgenossen, dass dies nur ein akademisches
Problem sei und für die Praxis keine Bedeutung habe. Sie wissen offenbar
nicht, was Validität heißt. Eine Diagnose ist valide, wenn sie
tatsächlich diagnostiziert, was sie zu diagnostizieren vorgibt.

So ist beispielsweise ein Verfahren zur Krebsdiagnose valide, wenn die
positiv Diagnostizierten mit einer vertretbaren Fehlerquote tatsächlich
an diesem Leiden erkrankt sind. Demgegenüber ist eine invalide Diagnose
eine willkürliche, eine beliebige Diagnose.

Da also psychiatrische Diagnosen nicht valide sind, folgt aus dieser
Tatsache zwingend, dass die entsprechenden diagnostischen Verfahren den
Diagnostizierten willkürlich und beliebig ein psychiatrisches Etikett
anheften.

Dies ist die logische Konsequenz aus der Aussage des Direktors der
größten psychiatrischen Forschungsinstitution der Welt, des National
Institute of Mental Health (NIMH), einer Agentur des amerikanischen
Gesundheitsministeriums.

Man mag sich an den Kopf greifen und sich fragen, ob hier vielleicht der
eine oder andere nicht ganz bei Trost ist. Jahrein jahraus werden
Millionen Menschen psychiatrisch diagnostiziert, und da stellt sich der
Direktor des NIMH hin und sagt trocken: April, April, um sich wieder
seinen Obliegenheiten zuzuwenden.

Jeder Patient, der noch bei Trost ist, und eine solche Aussage zur
Kenntnis nimmt, müsste seinem Psychiater eigentlich auf der Stelle die
"Compliance" aufkündigen.

Ja, durchaus, der eine oder andere Psychiater hat Thomas Insel
widersprochen, aber im Großen und Ganzen hat man sich doch schnell wieder
seinen Alltagsgeschäften zugewendet. Auch unter amerikanischen Patienten
scheint Insels Verdikt keine besondere Aufregung verursacht zu haben.

Hat man sich etwa mit einem System der Lüge arrangiert, weiß man im
Grunde, dass psychiatrische Diagnosen Quatsch sind und verfolgt man in
diesem System schon immer ganz andere Interessen, die mit Krankheit
nichts, aber auch gar nichts zu tun haben?

MfG
Hans

PS: Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass hier wieder einmal ein
Löschantrag gestellt werden sollte.

-.
http://ppsk.de ** http://psyconcept.de

Rudolf Sponsel

unread,
May 16, 2013, 4:56:57 AM5/16/13
to
Am 15.05.2013 20:51, schrieb HUG:
> Der Direktor des weltgrößten psychiatrischen Forschungszentrums NIMH,
> Thomas Insel bezeichnete unlängst psychiatrische Diagnosen als nicht
> valide. Dieses Statement hat er nicht nach Lust und Laune aus der Luft
> gegriffen. Es entspricht vielmehr dem Stand der wissenschaftlichen
> Forschung.
>
> Nun meinen manche arglose Zeitgenossen, dass dies nur ein akademisches
> Problem sei und für die Praxis keine Bedeutung habe. Sie wissen offenbar
> nicht, was Validität heißt. Eine Diagnose ist valide, wenn sie
> tatsächlich diagnostiziert, was sie zu diagnostizieren vorgibt.
>
> So ist beispielsweise ein Verfahren zur Krebsdiagnose valide, wenn die
> positiv Diagnostizierten mit einer vertretbaren Fehlerquote tatsächlich
> an diesem Leiden erkrankt sind. Demgegenüber ist eine invalide Diagnose
> eine willkürliche, eine beliebige Diagnose.
>
Ich habe meist keinerlei Problem, mit einer PatientIn festzustellen, welche
Art von Angst, Zwänge, Halluzinationen oder Wahnvorstellungen sie hat. Du
scheinst das aber nicht zu können. Das machte nichts, wenn Du hier nicht so
viel Unsinn verbreiten würdest, als ob Du gar nicht wüsstest, was richtige
angewandt-wissenschaftliche psychologisch-psychopathologische Arbeit ist. Auch
scheint das Hard- und Softwaremodell des Gehirns Dich nie erreicht zu haben.
So gewinne ich den Eindruck als ob Dein psychologisch-psychopathologisches
Denken invalide wäre.
>
...
> MfG
> Hans

--
Bessere Zeiten ...
Rudolf Sponsel, Erlangen

HUG

unread,
May 16, 2013, 5:29:29 AM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 10:56:57 +0200 schrieb Rudolf Sponsel:

> Ich habe meist keinerlei Problem, mit einer PatientIn festzustellen,
> welche Art von Angst, Zwänge, Halluzinationen oder Wahnvorstellungen sie
> hat. Du scheinst das aber nicht zu können. Das machte nichts, wenn Du
> hier nicht so viel Unsinn verbreiten würdest, als ob Du gar nicht
> wüsstest, was richtige angewandt-wissenschaftliche
> psychologisch-psychopathologische Arbeit ist. Auch scheint das Hard- und
> Softwaremodell des Gehirns Dich nie erreicht zu haben. So gewinne ich
> den Eindruck als ob Dein psychologisch-psychopathologisches Denken
> invalide wäre.

Es ist schön für dich, dass du so voll des Lobes für dich selbst sein
kannst. Offenbar mangelt es dir nicht an Selbstvertrauen.

Tatsache ist, dass Thomas Insel, der Direktor des weltweit größten
psychiatrischen Forschungszentrums, des "National Institute of Mental
Health", psychiatrische Diagnosen als *nicht valide* bezeichnete.

Tatsache ist auch, dass die "Division of Clinical Psychology" der
"British Psychological Society" (50.000 Mitglieder) für die *Abschaffung
dieser Diagnosen* plädiert und sich dabei auch auf die eklatanten
Validitätsmängel beruft.

In einem Manifest, das in der Zeitschrift "Gehirn und Geist" erschien,
betonten führende Neurowissenschaftler:

"Nach welchen Regeln das Gehirn arbeitet; wie es die Welt so abbildet,
dass unmittelbare Wahrnehmung und frühere Erfahrung miteinander
verschmelzen; wie das innere Tun als "seine" Tätigkeit erlebt wird und
wie es zukünftige Aktionen plant, all dies verstehen wir nach wie vor
nicht einmal in Ansätzen. Mehr noch: Es ist überhaupt nicht klar, wie man
dies mit den heutigen Mitteln erforschen könnte. In dieser Hinsicht
befinden wir uns gewissermaßen noch auf dem Stand von Jägern und
Sammlern." (http://www.gehirn-und-geist.de/manifest)

Welchen Nutzen du unter diesem Bedingungen aus deinen "Hard- und Software-
Modell des Gehirns" psychodiagnostisch ziehen möchtest, will ich
eigentlich gar nicht wissen, zumal ich weiß, dass die neuere
Neurowissenschaft ein solches Modell angesichts der völligen
Andersartigkeit des Gehirns im Vergleich zum Computer auch nicht mehr
verfolgt.

Unabhängig davon, freue ich mich natürlich für dich, dass du so frisch
und unverzagt von deinem Können überzeugt bist und wünsche dir, dass dies
auch noch lange so bleiben möge.

MfG
Hans

--

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 10:06:05 AM5/16/13
to
Beim Gresch muss man immer genau aufpassen. Was ihm nicht in den Kram
passt, das wird nicht zitiert:

----------------------------------------------------

Vor allem was die konkreten Anwendungen angeht, stehen uns in den
nächsten zehn Jahren enorme Fortschritte ins Haus. Wahrscheinlich werden
wir die wichtigsten molekularbiologischen und genetischen Grundlagen
neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson verstehen
und diese Leiden schneller erkennen, vielleicht von vornherein
verhindern oder zumindest wesentlich besser behandeln können. Ähnliches
gilt für einige psychische Krankheiten wie Schizophrenie und Depression.
In absehbarer Zeit wird eine neue Generation von Psychopharmaka
entwickelt werden, die selektiv und damit hocheffektiv sowie
nebenwirkungsarm in bestimmten Hirnregionen an definierten
Nervenzellrezeptoren angreift. Dies könnte die Therapie psychischer
Störungen revolutionieren – auch wenn von der Entwicklung zum
anwendungsfähigen Medikament noch etliche weitere Jahre vergehen werden.
Zudem werden Neuroprothesen wie intelligente Ersatzgliedmaßen oder das
künstliche Ohr immer weiter perfektioniert. In zehn Jahren haben wir
wahrscheinlich eine künstliche Netzhaut entwickelt, die nicht im Detail
programmiert ist, sondern sich nach den Prinzipien des Nervensystems
organisiert und lernt. Das wird unseren Blick auf das Sehen, auf die
Wahrnehmung, vielleicht auf alle Organisationsprozesse im Gehirn tief
greifend verändern.

Ebenso werden uns die zu erwartenden weiteren Fortschritte in der
Hirnforschung vermehrt in die Lage versetzen, psychische Auffälligkeiten
und Fehlentwicklungen, aber auch Verhaltensdispositionen zumindest in
ihrer Tendenz vorauszusehen – und "Gegenmaßnahmen" zu ergreifen. Solche
Eingriffe in das Innenleben, in die Persönlichkeit des Menschen sind
allerdings mit vielen ethischen Fragen verbunden, deren Diskussion in
den kommenden Jahren intensiviert werden muss.

In absehbarer Zeit, also in den nächsten 20 bis 30 Jahren, wird die
Hirnforschung den Zusammenhang zwischen neuroelektrischen und
neurochemischen Prozessen einerseits und perzeptiven, kognitiven,
psychischen und motorischen Leistungen andererseits soweit erklären
können, dass Voraussagen über diese Zusammenhänge in beiden Richtungen
mit einem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad möglich sind. Dies bedeutet,
dass man widerspruchsfrei Geist, Bewusstsein, Gefühle, Willensakte und
Handlungsfreiheit als natürliche Vorgänge ansehen wird, denn sie beruhen
auf biologischen Prozessen.

------------------------------------------------

Nun. lest es Euch selber durch. Wie Gresch das wieder fälschend
hinstellen will in seiner manipulativen Art, nämlich, dass man *nix*
weiss, wird jedem Leser sofort erkennbar sein.

Gresch liebt die grosse, theatralische Überschrift im Stile der
Blödzeitung. Den Inhalt kann man meistens vergeseen. Ich erinnere
mich noch schmunzeld daran, wie er hier darüber palaverte, dass
er gerne *auf den begrünten Hügeln der Asche der Psychiarie*
sitzen würde.

Typisch Grech, viel Wind und Show, aber nix dahinter :-)).

Dem Typ würde ich nicht mal Geld zum Brötchen holen geben, dem
treue ich nicht :-), dem Fanatikus Rechthaberus Bayerus HUG

LOL





--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 10:10:39 AM5/16/13
to
Am 16.05.2013 11:29, schrieb HUG:


> Unabhängig davon, freue ich mich natürlich für dich, dass du so frisch
> und unverzagt von deinem Können überzeugt bist und wünsche dir, dass dies
> auch noch lange so bleiben möge.
>
> MfG
> Hans
>

Mir kullern die zahzllosenTränchen auf die Tastatur. Was ist unser HUG
doch heute wieder so berablassend gönnerhaft - unser bayerischer
Möchtegernsonnenkönig und Psychiarierambo für Arme :-).

Tief beroffen ...

HUG

unread,
May 16, 2013, 10:20:41 AM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 16:06:05 +0200 schrieb Rattenkönig:

>...

> Vor allem was die konkreten Anwendungen angeht, stehen uns in den
> nächsten zehn Jahren enorme Fortschritte ins Haus. Wahrscheinlich werden
> wir die wichtigsten molekularbiologischen und genetischen Grundlagen
> neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson verstehen
> und diese Leiden schneller erkennen, vielleicht von vornherein
> verhindern oder zumindest wesentlich besser behandeln können. Ähnliches
> gilt für einige psychische Krankheiten wie Schizophrenie und
Depression....

>
> Nun. lest es Euch selber durch. Wie Gresch das wieder fälschend
> hinstellen will in seiner manipulativen Art, nämlich, dass man *nix*
> weiss, wird jedem Leser sofort erkennbar sein.
>

Ja, ja, manipulierende Art: Wer den Text liest, erkennt sofort, dass hier
Zukunftshoffnungen ausgesprochen werden, sonst nichts. Momentan ist von
all dem, was hier angekündigt wird, noch nichts zu sehen. Im Augenblick
gilt genau das, was ich zitiert habe.

"Nach welchen Regeln das Gehirn arbeitet; wie es die Welt so abbildet,
dass unmittelbare Wahrnehmung und frühere Erfahrung miteinander
verschmelzen; wie das innere Tun als "seine" Tätigkeit erlebt wird und wie
es zukünftige Aktionen plant, all dies verstehen wir nach wie vor nicht
einmal in Ansätzen. Mehr noch: Es ist überhaupt nicht klar, wie man dies
mit den heutigen Mitteln erforschen könnte. In dieser Hinsicht befinden
wir uns gewissermaßen noch auf dem Stand von Jägern und Sammlern."
(http://www.gehirn-und-geist.de/manifest)

Psychiatrische Diagnosen erfolgen aber hier und heute. Im Augenblick kann
man ja doch wohl nur jene Erkenntnisse anwenden, die vorhanden sind und
eben nicht jene, die man sich für die Zukunft erträumt.

Auch Thomas Insel, Direktor des NIMH, betont, dass “wir kein auf
Biomarkern oder kognitiven Leistungen basierendes System entwickeln
können, weil uns die Daten dazu fehlen.”
(http://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml)

Wer etwas fälschend hinstellt, Rattenkönig, bist du.

HUG

unread,
May 16, 2013, 10:22:06 AM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 16:10:39 +0200 schrieb Rattenkönig:

> Psychiarierambo für Arme

Natürlich, schließlich sind es ja auch meist die Armen, die dem Klassismus
der Psychiatrie zum Opfer fallen.

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 12:56:39 PM5/16/13
to
Am 16.05.2013 16:22, schrieb HUG:
> Am Thu, 16 May 2013 16:10:39 +0200 schrieb Rattenkönig:
>
>> Psychiarierambo für Arme
>
> Natürlich, schließlich sind es ja auch meist die Armen, die dem Klassismus
> der Psychiatrie zum Opfer fallen.
>
> MfG
> Hans




Quatsch, die heulen nur in anderen Kliniken und in seidene Kopfkissen,
was das Elend nicht leichter macht.

Die Mitteschicht und die Oberschicht ist in allen Kliniken
genauso vertreten.

Man merkt, dass Du wohl in der Hauptsche mit Drogenabhängigen zu tun
gehabt hast.

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 1:06:08 PM5/16/13
to
Am 16.05.2013 16:20, schrieb HUG:
> Am Thu, 16 May 2013 16:06:05 +0200 schrieb Rattenkönig:
>
>> ...
>
>> Vor allem was die konkreten Anwendungen angeht, stehen uns in den
>> nächsten zehn Jahren enorme Fortschritte ins Haus. Wahrscheinlich werden
>> wir die wichtigsten molekularbiologischen und genetischen Grundlagen
>> neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson verstehen
>> und diese Leiden schneller erkennen, vielleicht von vornherein
>> verhindern oder zumindest wesentlich besser behandeln können. Ähnliches
>> gilt für einige psychische Krankheiten wie Schizophrenie und
> Depression....
>
>>
>> Nun. lest es Euch selber durch. Wie Gresch das wieder fälschend
>> hinstellen will in seiner manipulativen Art, nämlich, dass man *nix*
>> weiss, wird jedem Leser sofort erkennbar sein.
>>
>
> Ja, ja, manipulierende Art: Wer den Text liest, erkennt sofort, dass hier
> Zukunftshoffnungen ausgesprochen werden, sonst nichts.

Falsch:

>Inzwischen wissen wir sehr viel mehr über die Ausstattung der
>Nervenzellmembran mit Rezeptoren und Ionenkanälen sowie über deren
>Arbeitsweise, die Funktion von Neurotransmittern, Neuropeptiden und
>Neurohormonen, den Ablauf intrazellulärer Signalprozesse oder die
>Entstehung und Fortleitung neuronaler Erregung. Selbst was in einem
>einzelnen Neuron passiert, können wir mit hoher räumlicher und
>zeitlicher Auflösung analysieren sowie in Computermodellen simulieren.
>Dies ist von großer Bedeutung für das Grund legende Verständnis der
>Arbeitsweise von Sinnesorganen und Nervensystemen sowie für die
>gezielte Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.

Aber mit Dir sturem Ochsen, der auch alles in den Dreck zieht nach
dem Motto. Was nicht sein darf, das nicht sein kann, ist es eh
müssig zu diskutieren.

HUG

unread,
May 16, 2013, 1:27:37 PM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 18:56:39 +0200 schrieb Rattenkönig:

>>> Psychiarierambo für Arme
>>
>> Natürlich, schließlich sind es ja auch meist die Armen, die dem
>> Klassismus der Psychiatrie zum Opfer fallen.
>>
>> MfG Hans
>
>
>
>
> Quatsch, die heulen nur in anderen Kliniken und in seidene Kopfkissen,
> was das Elend nicht leichter macht.
>
> Die Mitteschicht und die Oberschicht ist in allen Kliniken genauso
> vertreten.

Es gehört zu einer der am besten gesicherten Erkenntnisse der Sozial-
Epidemiologie, dass Menschen mit psychiatrischen Diagnosen erheblich
häufiger aus der Unterschicht stammen, als dies nach ihrem
Bevölkerungsanteil zu vermuten wäre. Dieses Phänomen zeigt sich weltweit.
Die sozioökonomische Status ist eine der stärksten Assoziationen zwischen
psychiatrischen Diagnosen und Außenkriterien überhaupt.
>
> Man merkt, dass Du wohl in der Hauptsche mit Drogenabhängigen zu tun
> gehabt hast.

Ich beurteile epidemiologische Zusammenhänge nicht aufgrund persönlicher
Erfahrungen, sondern anhand von Studien.

HUG

unread,
May 16, 2013, 1:32:07 PM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 19:06:08 +0200 schrieb Rattenkönig:

> Falsch:
>
> >Inzwischen wissen wir sehr viel mehr über die Ausstattung der
> >Nervenzellmembran mit Rezeptoren und Ionenkanälen sowie über deren
> >Arbeitsweise, die Funktion von Neurotransmittern, Neuropeptiden und
> >Neurohormonen, den Ablauf intrazellulärer Signalprozesse oder die
> >Entstehung und Fortleitung neuronaler Erregung. Selbst was in einem
> >einzelnen Neuron passiert, können wir mit hoher räumlicher und
> >zeitlicher Auflösung analysieren sowie in Computermodellen simulieren.
> >Dies ist von großer Bedeutung für das Grund legende Verständnis der
> >Arbeitsweise von Sinnesorganen und Nervensystemen sowie für die
> >gezielte Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.
>
> Aber mit Dir sturem Ochsen, der auch alles in den Dreck zieht nach dem
> Motto. Was nicht sein darf, das nicht sein kann, ist es eh müssig zu
> diskutieren.

Nimm einfach zur Kenntnis, was ein ausgewiesener Kenner des
Forschungsstandes, der Direktor des weltweit größten psychiatrischen
Forschungszentrums NIMH, Thomas Insel dazu sagt. Er betont, dass “wir
kein auf Biomarkern oder kognitiven Leistungen basierendes System
entwickeln können, weil uns die Daten dazu fehlen.”
(http://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml)
Und das ist keine private Meinung Insels, sondern dass entspricht dem
Stand der empirischen Forschung.

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 1:35:00 PM5/16/13
to
Am 16.05.2013 19:27, schrieb HUG:

> Ich beurteile epidemiologische Zusammenhänge nicht aufgrund persönlicher
> Erfahrungen, sondern anhand von Studien.

... und anderen Texten aus denen nur das herausliest, was Dir in den
Kram passt, wie ich ja eben bewiesen habe.

Schöne Feiertage allerseits wünschend ...

HUG

unread,
May 16, 2013, 1:57:04 PM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 19:35:00 +0200 schrieb Rattenkönig:

> wie ich ja eben bewiesen habe

Du hast eigentlich durch deine Textinterpretation nur bewiesen, dass du
nicht zwischen Fakten und Wunschvorstellungen (Erwartungen für die
Zukunft) zu unterscheiden vermagst.

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 2:29:59 PM5/16/13
to
Am 16.05.2013 19:57, schrieb HUG:
> Am Thu, 16 May 2013 19:35:00 +0200 schrieb Rattenkönig:
>
>> wie ich ja eben bewiesen habe
>
> Du hast eigentlich durch deine Textinterpretation nur bewiesen, dass du
> nicht zwischen Fakten und Wunschvorstellungen (Erwartungen für die
> Zukunft) zu unterscheiden vermagst.

Nein, ich kann das. Du nicht, wie ich bewiesen habe.

> MfG
> Hans
>

Meine Güte, sowas stures, ideologisch verblendetes wie Dich habe ich
echt noch nicht erlebt. In dem nachfolgenden Textzitat spricht keiner
von der Erfolgen in der Zukunft sondern von Erfolgen, die Du mal wieder
in den Dreck ziehen willst, der Gegenwart und der Vergangenheit:

>Inzwischen wissen wir sehr viel mehr über die Ausstattung der
>Nervenzellmembran mit Rezeptoren und Ionenkanälen sowie über deren
>Arbeitsweise, die Funktion von Neurotransmittern, Neuropeptiden und
>Neurohormonen, den Ablauf intrazellulärer Signalprozesse oder die
>Entstehung und Fortleitung neuronaler Erregung. Selbst was in einem
>einzelnen Neuron passiert, können wir mit hoher räumlicher und
>zeitlicher Auflösung analysieren sowie in Computermodellen simulieren.
>Dies ist von großer Bedeutung für das Grund legende Verständnis der
>Arbeitsweise von Sinnesorganen und Nervensystemen sowie für die
>gezielte Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.

Meinetwegen habe mal wieder das letzte Wort. Das ist ja wirklich
schon krankhaft bei Dir.

Und nun mache ich Urlaub - und dann überlege ich mir noch lange,
ob ich mich weiter mit solch einem fantatischen Kerl, der nichts
ausser Alterssturheit und Fanatismus bis zum Abwinken vorlegen kann,
überhaupt noch weiter befasse.

So wichtig bist Du nun auch nicht.

Im Grunde besteht Deine "Tagesarbeit" nur darin alles - aber auch
alles, deine Kollegen, deren Arbeit, gute wissenschaftliche Arbeit
anderer Menschen, in den Dreck zu ziehen. Mit dem Mund scheinst
Du ja alles besser zu können. Wo sind denn deine Projekt, deine
wissenschaftlichen Erfolge? Da ist nichts - aber auch gar nichts und
das finde ich doch recht erbärmlich.


EOD

R.H.

unread,
May 16, 2013, 2:56:05 PM5/16/13
to
das empirische Forschung nix gescheites hervorbringt, wenn sie selber
keine tragfähige Erkenntnisgrundlage hat, ist schon klar.

Und du gehörst genau zu denen, die überhaupt kein tragfähiges Konzept
zur Psychologie, zur Kybernetik des Menschen, und überhaupt zum
wissenschaftlichen Modellfall Mensch haben.

Du irrst konzeptlos herum zwischen Freud und Empirie, wie dein dauerndes
Zitieren zeigt, ohne selber überhaupt eine ausreichende Grundlage zu
haben, um überhaupt effektiv Psychologie betreiben zu können.

Ein Zitator, wie du, irrt ebenso vor einem Patienten herum, wie du das
hier andauern zeigst, mit der Folge, dass kaum jemand in dir eine
Problemlösungsgrundlage erkennen wird.

Jemand ohne eigenes Konzept, außer noch en Buch lesen, dient kaum einem
Patienen.

Dein Scheinkonzept besteht darin, nach 5 Minuten Anhören eines Patienten
zu sagen: ".... Gevatter Freud hat aber gesagt", und dass du zur
weiteren Behandlung erst noch ein paar Bücher lesen musst, damit du
daraus die passenden Zitate extrahieren kannst, die dir zu einer
erfolgreichen Behandlung noch fehlen.

>
> MfG
> Hans
>

Gruß Ron.H.

HUG

unread,
May 16, 2013, 2:58:38 PM5/16/13
to
Am Thu, 16 May 2013 20:29:59 +0200 schrieb Rattenkönig:

> Am 16.05.2013 19:57, schrieb HUG:
>> Am Thu, 16 May 2013 19:35:00 +0200 schrieb Rattenkönig:
>>
>>> wie ich ja eben bewiesen habe
>>
>> Du hast eigentlich durch deine Textinterpretation nur bewiesen, dass du
>> nicht zwischen Fakten und Wunschvorstellungen (Erwartungen für die
>> Zukunft) zu unterscheiden vermagst.
>
> Nein, ich kann das. Du nicht, wie ich bewiesen habe.
>
>> MfG Hans
>>
>>
> Meine Güte, sowas stures, ideologisch verblendetes wie Dich habe ich
> echt noch nicht erlebt. In dem nachfolgenden Textzitat spricht keiner
> von der Erfolgen in der Zukunft sondern von Erfolgen, die Du mal wieder
> in den Dreck ziehen willst, der Gegenwart und der Vergangenheit:
>
> >Inzwischen wissen wir sehr viel mehr über die Ausstattung der
> >Nervenzellmembran mit Rezeptoren und Ionenkanälen sowie über deren
> >Arbeitsweise, die Funktion von Neurotransmittern, Neuropeptiden und
> >Neurohormonen, den Ablauf intrazellulärer Signalprozesse oder die
> >Entstehung und Fortleitung neuronaler Erregung. Selbst was in einem
> >einzelnen Neuron passiert, können wir mit hoher räumlicher und
> >zeitlicher Auflösung analysieren sowie in Computermodellen simulieren.
> >Dies ist von großer Bedeutung für das Grund legende Verständnis der
> >Arbeitsweise von Sinnesorganen und Nervensystemen sowie für die
> >gezielte Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.
>
Dort steht nur, dass irgendetwas von "großer Bedeutung" für die gezielte
Behandlung neurologischer und psychischer Krankheiten sei. Das ist eine
Leerformel.

Die gegenwärtigen Möglichkeiten und Grenzen zeigen sich aber ganz klar in
folgenden Zitaten:

Wissenschaftler des psychiatrischen Instituts der Universität Basel und
des Instituts für Psychose-Studien des King's College in London stellen
unmissverständlich fest:

"More than three decades after Johnstone’s first computerised axial
tomography of the brain of individuals with schizophrenia, no consistent
or reliable anatomical or functional alterations have been univocally
associated with any mental disorder and no neurobiological alterations
have been ultimately confirmed in psychiatric neuroimaging." (1)

Nach mehr als drei Jahrzehnten der Forschung mit bildgebenden Verfahren
konnten in den Gehirnen der so genannten psychisch Kranken keine
konsistenten oder reliablen, funktionellen oder anatomischen Abweichungen
vom Normalen entdeckt werden.

Fakt ist, dass psychiatrische Diagnosen hier und heute nicht valide, also
willkürlich und beliebig sind. Ob der Schuldschein, den die "biologische
Psychiatrie" beständig ausfertigt und erneuert, tatsächlich gedeckt ist,
bleibt dahingestellt. Es spricht nämlich viel dafür, dass die Muster des
Verhaltens und Erlebens, auf die sich die psychiatrischen Diagnosen
beziehen, Reaktionen intakter Gehirne auf suboptimale Lebensverhältnisse
sind, auf Deutsch: Ausdruck von Lebensproblemen, die unter belastenden
Lebensbedingungen entstehen.

So sieht es ja auch die "Division of Clinical Psychology" der "British
Psychological Society". Die BPS vertritt 50.000 Psychologen in GB. Man
fordert daher die Abkehr vom medizinischen Modell und vom Krankheits-
Konzept in diesem Bereich.
( http://tinyurl.com/b7urmux)

Die Pharmawirtschaft hat sich weitgehend aus der Psychopharmakaforschung
zurückgezogen, weil ihr die Psychiatrie keine verwertbaren Daten zu
liefern vermag, die zur Entwicklung neuer Medikamente taugen würden. Dies
schreibt u. a. der Pharmamanager und Neurowissenschaftler Fibiger, siehe
hier:
http://psyconcept.de/blog5.php/2013/04/12/psychiatrie-hemmt-forschung

Die Psychiatrie steckt ersichtlich in einer tiefen Krise:

Das NIMH verwirft das DSM (eine Bombe)
Die BPS verwirft das medizinische Modell psychischer Störungen (eine
Bombe)
Die Pharmawirtschaft zieht sich wegen krasser Fehlleistungen der
Psychiatrie aus der Psychopharmakaforschung zurück (eine Bombe).

Wie blind, wie verstockt muss man eigentlich sein, um nicht zu erkennen,
was dann alles bedeutet?

MfG Hans

(1) Borgwardt, S. et al. (2012). Why are psychiatric imaging methods
clinically unreliable? Conclusions and practical guidelines for authors,
editors and reviewers. Behavioral and Brain Functions, 8:46

Fritz Wuehler

unread,
May 18, 2013, 10:33:08 AM5/18/13
to
> Wo sind denn deine Projekt, deine wissenschaftlichen Erfolge? Da ist
> nichts - aber auch gar nichts und das finde ich doch recht erb�rmlich.

Die Frgae kann auch ich beantworten: Diese Studien konnten nie
stattfinden, weil es keine Geldgeber gibt. So einfach ist die Welt
manchmal!

Es gibt ein paar auserw�hlte Wissenschaften, die kann man gewisserma�en
auch nebenher, "Hobbym��ig" betreiben (Intelligenz und Fachwissen immer
vorausgesetzt!): Die Astronomie, die Mathematik und vielleicht die
Geschichtswissenschaft.

Aber sobald man Experimente machen will, insbesondere Experimente mit
Menschen, braucht man vor allen Dingen jede Menge Geld, dann aber auch
Freiwillige und unter Umst�nden auch die Lizenzen und Genehmigngen. Kurz
gesagt, unsere Gesellschaft erm�glicht nicht jeden seiner Mitglieder,
medizinische Studien anzufertigen. Ich m�chte hinzuf�gen: Gott sei dank!

Man bleibt also entweder bei Chemiebaukasten, Schachspielen und
Rosenzucht oder man muss irgendwie Geldgeber gewinnen und selbst dann
unterschreitet man ggf. medizinische Standards. Sprich: Jemand, der den
heutigen Stand der Medizin oder Psychologie komplett f�r falsch h�lt und
etwas neues Entdecken will, der hat gar nicht die Chance dazu.

Kann man den Kritiker das ernsthaft zum Vorwurf machen? Klar, die
Pseudoskeptiker tun das. Aber in Wahrheit k�nnen sie nicht anders
handeln als ihren Quark entweder im Internet oder in Zeitschriften zu
publizieren und zu hoffen, dass irgendein "richtiger" Forscher das
Material aufgreift

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