Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Erfreuliche Töne

9 views
Skip to first unread message

HUG

unread,
May 14, 2013, 3:07:20 PM5/14/13
to
Die "British Psychological Society" ist eine altehrwürdige Einrichtung.
http://en.wikipedia.org/wiki/British_Psychological_Society
Sie ist die repräsentative Körperschaft der britischen Psychologen. Man
kann sie in mancher Hinsicht mit dem BDP vergleichen.

Seitdem sich die Psychologen, um an die Fleischtöpfe zu gelangen, mit den
Psychiatern arrangiert haben, hört man selten Gutes von ihnen.

Heute morgen aber wollte ich meinen Augen nicht trauen. Die Division für
Klinische Psychologie der British Psychological Society geruhte, mit
einem Positionspapier zur psychiatrischen Diagnostik an die
Öffentlichkeit zu treten. Dort heißt es, dass es nun an der Zeit und
angemessen sei, öffentlich zu bekennen, dass die psychiatrischen Diagnose-
Schemata (DSM sowie der psychiatrische Teil des ICD) signifikante
konzeptionelle und empirische Grenzen hätten. Daher sei ein
Paradigmenwechsel in Bezug auf die Erfahrungen, auf die sich diese
Diagnosen beziehen, erforderlich - und zwar in Richtung auf ein
konzeptuelles System, das *nicht* auf einem Krankheitsmodell basiere.
(http://goo.gl/hvOCv)

Schön. Wirklich sehr schön. Als ich vor rund vierzig Jahren Klinische
Psychologie studierte, war es eine Frage der Ehre für einen Psychologen,
nicht in psychiatrischen Kategorien und auf Grundlage eines
"Krankheitsmodells" zu denken, sondern Lebensprobleme und psychische
Konflikte in einem sozialwissenschaftlichen Störungsmodell zu
interpretieren. Doch dann kam alles ganz anders. Für ein wenig mehr
Selbständigkeit, die ohnehin nur für psychologische Psychotherapeuten in
privater Praxis gilt, ließ man sich den Schneid abkaufen und tauschte
eine vergleichsweise weit fortgeschrittene Wissenschaft vom menschlichen
Verhalten und Erleben gegen psychiatrischen Kokolores ein.

Doch inzwischen ist die Krise der Psychiatrie auch für das stumpfeste
Gemüt nicht mehr zu übersehen. Seitdem die Pharmaindustrie der
psychiatrischen Forschung den Geldhahn weitgehend zugedreht hat, traut
sich auch eine wachsende Zahl von Psychiatern, öffentlich ihren Unmut
über die Lage dieser Disziplin zu äußern. Sogar der Direktor des größten
psychiatrischen Forschungsinstituts der Welt (NIMH), der Psychiater
Thomas Insel, schreibt: Psychiatrische Diagnosen sind nicht valide,
Patienten verdienen etwas Besseres.

Diese Verfallserscheinungen im psychiatrischen Lager mögen eine
Ermutigung gewesen sein, nunmehr die Axt an die Wurzel des Übels zu
legen, nämlich an das medizinische Modell der psychischen Störungen.
Fein. Schon als Kind habe ich gern den Waldarbeitern zugeschaut und
zugehört. Ich liebe es, wenn Äxte sausen und morsches Gehölz zu Boden
geht.

Heute war ein schöner Tag. Weiter so, immer weiter so.

"Consequently, there is a need for a paradigm shift in relation to the
experiences that these diagnoses refer to, towards a conceptual system
*not based on a 'disease' model*."

In Englisch klingt das fast noch besser. Welch ein Sound! Und sie lernen
bereits, die Anführungszeichen richtig zu setzen. Mensch, das ich das
noch erleben darf.

MfG
Hans

--
http://ppsk.de ** http://psyconcept.de

Rattenkönig

unread,
May 14, 2013, 3:22:06 PM5/14/13
to
Am 14.05.2013 21:07, schrieb HUG:


> Seitdem sich die Psychologen, um an die Fleischtöpfe zu gelangen, mit den
> Psychiatern arrangiert haben, hört man selten Gutes von ihnen.

Du meinst doch nicht etwa Dich? Wir erinnern uns noch sehr gut daran,
wie der "feine" Psychologe Hans Ulrich Michael Gresch in dem
Löschungsverfahren meinte Betroffene diffamieren zu müssen:


> Diese Typen sollen sich zum Teufel scheren. Dort können sie meinetwegen
> ihren Zeigefinder in den Hintern stecken und hinterher daran schnuppern.
> Das wäre dann vermutlich das Sinnvollste, wozu sie in der Lage sind.


Tja, wie man aus dem obigen Zitat entnehmen kann, gibt es eben solche
und solche Psychologen.

Was treibt Dich eigentlich dazu an, deinen Ruf dermassen zu ruinieren?
Das ist doch wirklich nur noch kranker Fanatismus und Alterssturheit
was Du hier ablieferst.

Grausig, dein ganzes wirres Gehampel.






--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

HUG

unread,
May 14, 2013, 3:33:15 PM5/14/13
to
Am Tue, 14 May 2013 21:22:06 +0200 schrieb Rattenkönig:

>
>> Diese Typen sollen sich zum Teufel scheren. Dort können sie meinetwegen
>> ihren Zeigefinder in den Hintern stecken und hinterher daran
>> schnuppern. Das wäre dann vermutlich das Sinnvollste, wozu sie in der
>> Lage sind.
>

Rattenkönig

unread,
May 14, 2013, 4:36:23 PM5/14/13
to
Eben log Hans Ulrich Michael Gresch:

Am Tue, 14 May 2013 21:22:06 +0200 schrieb Rattenkönig:

(...)

Nur für das Archiv: Das von Gresch Zitierte habe ich nicht geschrieben,
sondern das war ein Zitat der Diffamierung von Betroffenen durch Ulrich
Gresch.

Ansonsten wie gehabt:

HUG

unread,
May 15, 2013, 2:03:38 AM5/15/13
to
Am Tue, 14 May 2013 22:36:23 +0200 schrieb Rattenkönig:

> Am Tue, 14 May 2013 21:22:06 +0200 schrieb Rattenkönig:
>
> (...)
>
> Nur für das Archiv:...

Hier ist ein Radio-Interview zum Thema "Überwindung des medizinischen
Modells psychischer Störungen" mit Lucy Johnstone (BBC Radio 4):

http://goo.gl/rP8rl

Hier macht die britische Psychologin noch einmal unmissverständlich klar,
dass seelische Leiden aus Sicht des Berufsverbandes britischer
Psychologen nicht als Krankheit aufgefasst werden sollte, weil das
"Disease Model" erstens auf wissenschaftlich und empirisch auf tönernen
Füßen steht und weil es zweitens den Patienten durch Etikettierung und
Stigmatisierung in erster Linie schadet.

MfG
Hans

PS: Da die britischen Psychologen sich nicht auf Geheimwissen, sondern
auf öffentlich zugängliche Informationen beziehen und da sie diese
Informationen nicht esoterisch auslegen, sondern wissenschaftlich korrekt
interpretieren, bleibt zu hoffen, dass sich andere Psycho-Berufsverbände
diesem Schritt anschließen werden. Aus meiner Sicht kann ein Psychologe,
der seinen Beruf und seine Wissenschaft ernst nimmt, auch gar nicht
anders handeln, ohne sich selbst ad absurdum zu führen.

Rattenkönig

unread,
May 15, 2013, 3:30:19 AM5/15/13
to
Am 15.05.2013 08:03, schrieb HUG:
> Am Tue, 14 May 2013 22:36:23 +0200 schrieb Rattenkönig:
>
>> Am Tue, 14 May 2013 21:22:06 +0200 schrieb Rattenkönig:
>>
>> (...)
>>
>> Nur für das Archiv:...
>
> Hier ist ein Radio-Interview zum Thema "Überwindung des medizinischen
> Modells psychischer Störungen" mit Lucy Johnstone (BBC Radio 4):
>
> http://goo.gl/rP8rl
>
> Hier macht die britische Psychologin noch einmal unmissverständlich klar,
> dass seelische Leiden aus Sicht des Berufsverbandes britischer
> Psychologen nicht als Krankheit aufgefasst werden sollte,

Es interessiert mich nicht, wenn eine durchgeknallte Psychologin sich
da auf einem ideologischen Feldzug befindet und davon labert, dass
Diagnosen *sexistisch* und *spirituell* (hört, hört) diskriminierend seien.

Aber diese Inselmenschen hatten ja schon immer einen seltsamen
Humor. Obwohl Mr. Bean ... aber der ist ja auch kein Psychologe.

> anschließen werden. Aus meiner Sicht kann ein Psychologe,
> der seinen Beruf und seine Wissenschaft ernst nimmt, auch gar nicht
> anders handeln, ohne sich selbst ad absurdum zu führen.


LOL - aber nur, wenn er auch jeder durchgeknallten Emanze nach
dem Mund redet.

Erinnert mich an die *GRÜNEN*, die sich derzeit damit profilieren
wollen in Berlin Strassenschilder auszutauschen, weil es zu wenige
Strassenschilder mit *weiblichen Namen* gibt und dies gegen die,
hört, hört *Gleichberechtigung* verstösse.

Was anderes ist doch dein wirres Gehampel hier auch nicht. Gresch
möchte psychologische Strassenschilder austauschen. Köstlich!

Ja, Politiker und manche Psychologen scheinen arg unterbeschäftigt
zu sein.

Nun gut, renne Du mal weiter jedem geistigen Furz einer durchgeknallten
Emanze nach. Mein Ding ist das nicht und schönen Gruss an die Frau
PsychosIN in Lauerstellung.

ROTFL

Andreas Baumgartner

unread,
May 15, 2013, 9:23:39 AM5/15/13
to
Am 15 May 2013 06:03:38 GMT schrieb HUG:

> Da die britischen Psychologen sich nicht auf Geheimwissen, sondern
> auf �ffentlich zug�ngliche Informationen beziehen und da sie diese
> Informationen nicht esoterisch auslegen, sondern wissenschaftlich
> korrekt interpretieren,

Das bezieht sich jetzt hoffentlich nicht auf deinen Bezug zur
furchtbar subversiven Propaganda-Schleuder BBC, oder etwa doch?

Gruesse, Andreas
Message has been deleted

HUG

unread,
May 15, 2013, 1:38:54 PM5/15/13
to
"Anonymous" <anon...@foto.nl1.torservers.net> schrieb im Newsbeitrag
news:b32c944b6fc61288...@foto.nl1.torservers.net...
> Was den Konflikt: Psychiater vs. Psychologen angeht, so bin ich *nicht*
> bereit Herrn Gresch so weit zu trauen.

Das ist auc h gar nicht erforderlich. Der Konflikt ist bestens dokumentiert,
beispielsweise durch folgende Papiere:
a.. Der Direktor des NIMH, Thomas Insel bezeichnete unl�ngst alle
psychiatrischen Diagnosen als nicht valide. Er fordert die Entwicklung eines
Klassifikationssystems, das ausschlie�lich auf neuro- bzw.
kognitionswissenschaftlichen und genetischen Daten beruht.
b.. Vor ein paar Tagen ver�ffentlichte die "Division of Clinical
Psychology" der "British Psychological Society" ein Statement, in dem sie
sich f�r die �berwindung des medizinischen Modells der psychiatrischen
Diagnostik einsetzt und daf�r pl�diert, seelisches Leiden auf Basis
psychosozialer Faktoren zu interpretieren.
Die entsprechenden Dokumente kann man aus dem Internet herunterladen; die
Links habe ich hier bereits gepostet. Die o. g. Positionen k�nnten
unterschiedlicher nicht sein. So what?

MfG
Hans

Rattenkönig

unread,
May 15, 2013, 2:25:36 PM5/15/13
to
Am 15.05.2013 16:25, schrieb Anonymous:
>> LOL - aber nur, wenn er auch jeder durchgeknallten Emanze nach
>> dem Mund redet.
>
> Besser als einen vertrockneten Frauenverachter das Wort zu reden.

Ach Quatsch, da ist nix vertrocknet, sagt Emilie :-).

> Frauen
> sind notwendig fᅵr eine Gesellschaft und wo sie sehr schlecht behandelt
> werden - wie aktuell in Indien gesehen, aber auch in weiten Teilen der
> Welt - da geht es auch der Gesellschaft schlecht.

Das will ich nicht bestreiten. Ich finde nur Frauen ziemlich wirr,
die meinen sich durch die Umbenennung von Strassenschilder mit
weiblichen Namen meinen produzieren oder gar emanzipieren zu mᅵssen.

Gleiches gilt fᅵr mich fᅵr eine Frau, die die Diagnosen *spirituell*
fᅵr potenziell (man hᅵlt sich ja doch ein Hintertᅵrchen offen) fᅵr
diskriminierend hᅵlt.

Solche Spirenzchen ringen mir nur ein mitleidiges Grinsen ab.

>> Ja, Politiker und manche Psychologen scheinen arg unterbeschᅵftigt
>> zu sein.
>
> Die Grᅵnen spielen das alte Ausweich-Spiel. Aber damit werden sie nicht
> durchkommen. Unsere Probleme liegen zurzeit ganz wo anders. It's the
> economy, stupid! Und die hat noch kein Linker auf Vordermann gebracht -
> bis auf Schrᅵder, versteht sich.

Es fragt sich nur, auf wessen Kosten Schrᅵder, der tᅵnte, dass er Putin
fᅵr einen lupenreinen Demokraten hᅵlt, diesen "Erfolg" erzielt hat -
aber das mᅵchte ich hier nicht weiter diskutieren.

> Was den Konflikt: Psychiater vs. Psychologen angeht, so bin ich *nicht*
> bereit Herrn Gresch so weit zu trauen. Ich will weitere, mᅵglichst
> unabhᅵngige Quellen, die von einem solchen Deutungskonflikt berichten.
> Btw, Paradigmenwechsel sollen, wenn man der Theorie folgt, etwas vᅵllig
> normales in der Wissenschaft sein: Ptolemᅵus - Galilei, Galilei -
> Newton, Newton - Einstein.
> Aber, das ist der Punkt, Paradigmenwechsel ergeben sich aus zunehmenden
> Problemen einer Theorie. Diese kᅵnnen in Widersprᅵchen zwischen Theorien
> und Beobachtung oder aber in inhᅵrenten Paradoxien bestehen. Sie kᅵnnen
> aber nicht herbeigeredet werden!


Ehrlich gesagt, interessiert mich dieser Kram immer weniger.
Ich denke, ich habe in meinem Vorpost meine Meinung klar und deutlich
zum Ausdruck gebracht.

Ich werde psychisch kranke Menschen weiterhin als psychisch kranke
Menschen bezeichnen und an meiner Art des Umgang mit ihnen werden
sie schon merken, dass dies in keiner Weise diffamierend gemeint ist.

So einfach ist das und so praktizieren es eben viele Psychologen und
Psychiater und natᅵrlich auch solche Menschen wie Du und Ich.

Viel Wind um nix von diesen wirren Menschen, die Diagnosen *spirituell*
fᅵr potenziell (man hᅵlt sich ja doch ein Hintertᅵrchen offen) fᅵr
diskriminierend halten.

Dass die sensationsgeile Presse sich auf solche lustigen, wirren
Brotkrumen stᅵrzt liegt in der Natur der Sache.

Wie gesagt, viel Wind um nix.
Message has been deleted

Rattenkönig

unread,
May 16, 2013, 3:05:58 AM5/16/13
to
Am 16.05.2013 04:12, schrieb Fritz Wuehler:

>> Das will ich nicht bestreiten. Ich finde nur Frauen ziemlich wirr,
>> die meinen sich durch die Umbenennung von Strassenschilder mit
>> weiblichen Namen meinen produzieren oder gar emanzipieren zu m ssen.
>
> Okay, dann habe ich dich falsch verstanden. Ich entschuldige mich fᅵr
> diesen Fehler!

Kein Problem. Erledigt :-).
0 new messages