Hi Rudolf, bin zwar unkundig, halte es trotzdem nicht für schwer sich darauf einen Reim zu machen:
Setz dich in den nächsten Schulbus, vergiß aber Oropax nicht. Bedenke zusätzlich, daß der Schalldruck im Quadrat zunimmt, wenn sich die Entfernung von der 'Musik'quelle halbiert.
Geh in die nächste 'Disco', vergiß aber Oropax nicht.
Stell dich neben die nächste Hauptverkehrsstraße oder Baustelle, vergiß aber ... uswusf
> weiss wer wieso Tinnitus eine solch extreme und geradezu > epidemische Verbreitung gefunden hat? > Insbesondere: Hat die allgemeine Verstrahlung (Geräte, > Masten, Leitungen, Handies, Computer, Fernseher) etwas > damit zu tun ?
Eher Knalltraumata.
> Es ist ja nicht normal, daß man plötzlich in Deutschland > 5,5 Millionen Tinnitusträger mit Krankheitswert schätzt.
> > Insbesondere: Hat die allgemeine Verstrahlung (Geräte, > > Masten, Leitungen, Handies, Computer, Fernseher) etwas > > damit zu tun ?
> Eher Knalltraumata.
Hallo Felix,
Auch ich bin skeptisch, ob die Zunahme von Tinnitus mit der Zunahme von Elektrosmog zusammenhängt. Es gibt allerdings Hinweise, die man ernst nehmen sollte. Allen H. Frey hat bereits 1961 gezeigt, daß man Geräuschwahrnehmungen bei hörenden und tauben Menschen durch bestimmte elektromagnetische Felder hervorrufen kann (low-power density, pulse modulated, altra high frequency) - nachzulesen in: Allen H. Frey: Auditory system response to radio frequency energy, Technical Note, Aerospace Medicine, vol. 32, 1961, pp. 1140-1142. Auf einer Tagung der Aerospace Medical Association am 24. April 1961 in Chicago behauptete Frey folgendes: "Our data to date indicate that the human auditory system can respond to electromagnetic energy in at least a portion of the radio frequency (RF) spectrum. Furthermore, this response is instantaneous and occurs at low power densities - densities which are well below that necessary for biological damage." Da dies weiß Gott nicht mein Fachgebiet ist, sehe ich mich außerstande, diese Aussage zu bewerten. Nach meinen Informationen ist Frey allerdings ein durchaus seriöser Forscher.
... Danke, habe mir deshalb schon anhören müssen, ob ich wohl noch richtig ticke usw.
> > weiss wer wieso Tinnitus eine solch extreme und geradezu > > epidemische Verbreitung gefunden hat?
> > Insbesondere: Hat die allgemeine Verstrahlung (Geräte, > > Masten, Leitungen, Handies, Computer, Fernseher) etwas > > damit zu tun ?
> Eher Knalltraumata.
Ui, kannst Du dazu ein bisserl mehr sagen?
> > Es ist ja nicht normal, daß man plötzlich in Deutschland > > 5,5 Millionen Tinnitusträger mit Krankheitswert schätzt.
> So wenig?
Mein Hirnbauch meinte, das ist aber viel und nicht normal. Vor einigen Jahren hat doch kein Mensch was von Tinnitus gehört. Also stellt sich verschärft die Frage: wieso aufeinmal diese epidemische Ausbreitung?
Na, mir schein eher nicht ganz normal zu sein, dass... aber lassen wir den Zynismus mal weg.
Hypothesen z.B. - zunehmende Lärmbelastung, höhere Pegel, lägere Dauerbelastungen, kürzere Erholungspausen, weniger Dämpfung etc. (ich wollte u.a. mal einen Sicherheitsbeitrag für eine Unternehmen schreiben mit der Überschrift: "Vom Lockschuppen in die Disko" - nichts ungewöhliches, oder was meinst du?) Und Lautmaschinenbediener, die ihren Hörschutz nicht benutzen sieht man nicht gerade selten). (und übrigens: Fernseher und Kühlschränke oder Computer können ziemlich laut daherpiepen, rurgeln, rasseln, pfeifen usw.)
- höhere einseitige Reizstrombelastung möglich (von wegen, Informationsüberflutung, eher Verarmung bei einseitiger Überbelastung könnte man auch sagen) - zunehmende einseitige Dauerbelastung einzelner Sinneswege möglich (Maschinen, Handy etc.) - zunehmene einseitige Erhährungsbelastungen mit Dauerschadeneffekt möglich - Vergiftungserscheinungen durch (unfreiwillige) Medikamenten oder Food Betatests eher möglich? - Zeitdruck und Stressbelastungen mit Dauerschadeneffekten eher möglich (als früher?), und den hastigen Stipvisiteur machen ist auf die Dauer vielleicht auch gar nicht so "gesund". - höhere einseitige Dauer-Muskelbelastungen eher möglich oder wahrscheinlicher? - höhere Strahlenbelastung oder Umweltgiftbelastung auch nicht zu vergessen. (Wir erinnern und doch noch an das Buch vom stummen Frühling und seinen Visionen?) - höhere Lebenserwartung im allgemeinen
In Wien gibt es einen Doz. Eggetsberger ('Power für den ganzen Tag' u.ä.Bücher) mit seinem Institut für Biofedback. Da werden Menschen ihre (verborgenen) Körpersignale mit Elektroden 'abgegriffen' und (meist auf einem Monitor) sichtbar gemacht. Durch diese Rückmeldungen ist es möglich Körperfunktionen durch Entspannen, Spannen, etc. zu beeinflussen. Erst hat er damit Spitzensportler trainiert, danach Kranke behandelt (Migräne, Harninkontinenz, Verspannungen, etc.) und sich zuletzt auf verschiedene Medidationsarten 'gestürzt' (ind. und japan. Meister vermessen). Dabei ist er draufgekommen, dass diese kurz vor der 'Erleuchtung' (ich weiß jetzt grad keinen besseren Ausdruck) einen sehr Tinnitus- ähnlichen Ton hören, der durch eine, sonst nicht vorkommende, Kombination aus extremer Entspannung und extrem 'aufgeregter' Energieansammlung entsteht. Wenn man das zu kanalisieren lernt, flutscht es! :-) Wenn nicht - eine derartige 'Daueraufgeregtheit' (Dauerstress) ist ja heute recht häufig - könnte es (auch) das o.g. 'krankhafte Abfallprodukt' ergeben. Wilhelm -- http://luckylac.cjb.net
"Bernd S." <spil1...@uni-trier.de> writes: > Hypothesen z.B. > - zunehmende Lärmbelastung, höhere Pegel, lägere Dauerbelastungen, > kürzere Erholungspausen, weniger Dämpfung etc.
Wir haben die kürzesten Arbeitszeiten der Welt, die bürokratischsten Arbeitsschutz-, Pausen- und Urlaubsregelungen (Amis und Japaner machen z.B. viele Jahre hintereinander keinen oder nur einzelne Tage) und dank weltweit modernster Heimtechnik (Waschvollautomaten usw.) nebst ebenfalls höchstem Ausstattungsgrad (bedingt dadurch, dass die Einkommensspreizung in .de bürokratiebedingt kleiner als woanders ist und sich daher auch die eine Miele leisten können, die ihr Einkommen selbst erarbeiten müssen), ist die nicht beruflich gebundene Zeit zu viel größerem Teil als woanders Freizeit. Außerdem hat die ganze industrielle Welt die kürzesten Arbeitszeiten seit dem Verlassen der Bäume. Passt also nicht.
> Lautmaschinenbediener, die ihren Hörschutz > nicht benutzen sieht man nicht gerade selten).
Das kann beitragen - subjektiv ist ein unbequemer Hörschutz vielleicht unangenehmer als der Lärm (an letzteren gewöhnt man sich, während die Unbequemlichkeit mit der Zeit sogar zunimmt (Druckschmerz, Schweiß)).
> (und übrigens: Fernseher und Kühlschränke oder Computer können ziemlich > laut daherpiepen, rurgeln, rasseln, pfeifen usw.)
Computer und Kühlschränke mögen stören, sind aber kaum so laut, dass sie das Ohr mechanisch schädigen.
> - höhere einseitige Dauer-Muskelbelastungen eher möglich oder > wahrscheinlicher?
Mechanische Arbeiten sterben eigentlich aus.
> - höhere Strahlenbelastung oder Umweltgiftbelastung auch nicht zu > vergessen.
Die Belastung mit *bekannten* Dingen ist eigentlich rückläufig, und es ist IMHO müßig, über Detailauswirkungen unbekannter Sunstanzen zu spekulieren. Allerdings kann es sein, dass wir jetzt die akkumulierten chronischen Folgen zu spüren bekommen.
Ich würde bei Gehörschäden zuerst bei vorsätzlich in der Freizeit selbstzugefügtem Lärm ansetzen.
"Ulrich Gresch" <HUMGre...@compuserve.com> writes: > elektromagnetische Felder hervorrufen kann (low-power density, pulse > modulated, altra high frequency) - nachzulesen in: Allen H. Frey: Auditory > system response to radio frequency energy, Technical Note, Aerospace > Medicine, vol. 32, 1961, pp. 1140-1142.
Ich weiß nicht ob es gerade das Paper war, aber IIRC ist das Phänomen bekannt und erklärt: Durch gepulste Erwármung von Luft oder Gewebe im Ohr werden per Wärmeausdehnung mechanische Schwingungen erzeugt, die dann normal gehört werden.
> which are well below that necessary for biological damage."
Und "necessary for biological damage" ist richtig grässlich viel (dabei wird das Gewebe gekocht), mit weniger bekommt man eine periodische Erwärmung vielleicht im Millikelvinbereich (Wert geraten), was dank der hohen Wärmeausdehnung der Luft schon recht viel mechanische Verschiebung gibt (erst recht, wenn ein langes dünnes schallempfindliches Rohr an einem klobigen Hohlraum hängt, so dass wenig Volumenänderung viel Längsverschiebung gibt).