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Satellitengalaxien stützen MOND und WPT

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Homo Lykos

unread,
May 7, 2009, 9:38:32 AM5/7/09
to
Wohl erstmals, dass von prominenter Seite im deutschsprachigen Raum
(Pressemitteilung der Uni Bonn) Newton (und damit nat�rlich auch die ART) in
Zweifel gezogen wird:

http://astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-005.shtml

Ich zitiere daraus Prof. Pavel Kroupa:

***** Anfang Zitat Kroupa
M�glicherweise lag Newton aber tats�chlich falsch. Seine Theorie beschreibt
zwar die Alltagseffekte der Schwerkraft auf der Erde, die wir sehen und
messen k�nnen. Die tats�chliche Physik hinter der Gravitation kennen wir
aber vielleicht noch gar nicht.

Eine L�sung [der Probleme bei den Satellitengalaxien] gibt es nur, wenn wir
uns von der klassischen Gravitationstheorie Newtons l�sen. Wahrscheinlich
leben wir in einem nicht-newtonschen Universum. Wenn diese Annahme stimmt,
lassen sich unsere Beobachtungen auch ohne Dunkle Materie erkl�ren.
***** Ende Zitat Kroupa

Noch deutlicher wird Bob Sanders, ein bekannter "MOND-Theoretiker", von der
Uni Groningen:

***** Anfang Zitat Sanders
Die Resultate der Studie decken sich komplett mit dem, was man nach einer
solchen Modifikation der Newtonschen Theorie [MOND] erwarten w�rde.
Gleichzeitig widersprechen sie diametral den Vorhersagen der
Dunkle-Materie-Hypothese. Nur selten sind Beobachtungsdaten so definitiv.
***** Ende Zitat Sanders

Besonders pikant daran: Kroupa scheint ein Institutskollege des Autors zu
sein, den ich vor etwa 2 Jahren in "Europ�ische Wissenschaftspolitik und die
M�r von der Dunklen Materie" kritisiert hatte, weil er in SuW (Sterne und
Weltraum) behauptet hatte, dass man DM mit (astro-)physikalischen Methoden
nachweisen k�nne; findet man neben weiteren Arbeiten in:

www.wolff.ch/astro

Wie lang geht es noch, bis man auch mich ver�ffentlichen l�sst? Oder
verb�nden sich MOND- und DM-Anh�nger vielleicht gar, wenn es um den heiligen
Gral der Kosmologen, den Urknall oder wenigstens die Expansion des Alls,
geht?


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg
erm�gliche man auch wieder deutschsprachige Physikver�ffentlichungen.

Vogel

unread,
May 8, 2009, 2:31:35 AM5/8/09
to
"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote in
news:4a02e437$1...@news.bluewin.ch:

> Wohl erstmals, dass von prominenter Seite im deutschsprachigen Raum
> (Pressemitteilung der Uni Bonn) Newton (und damit nat�rlich auch die
> ART) in Zweifel gezogen wird:
>
> http://astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-005.shtml
>

Popul�rwissenschaftliche Propaganda ohne jeglichen subatbtiellen eigenen
Beitrag.


>
> Ich zitiere daraus Prof. Pavel Kroupa:
>
> ***** Anfang Zitat Kroupa
> M�glicherweise lag Newton aber tats�chlich falsch. Seine Theorie
> beschreibt zwar die Alltagseffekte der Schwerkraft auf der Erde, die
> wir sehen und messen k�nnen. Die tats�chliche Physik hinter der
> Gravitation kennen wir aber vielleicht noch gar nicht.
>

Das ist profaner und laienhafter als es gar nicht mehr geht.
Vielleicht sollte sich der Herr Professor mal mit den erweiterten
Theorien der Gravitation und Feldtheorie besch�ftigen.


>
> Eine L�sung [der Probleme bei den Satellitengalaxien] gibt es nur,
> wenn wir uns von der klassischen Gravitationstheorie Newtons l�sen.
> Wahrscheinlich leben wir in einem nicht-newtonschen Universum. Wenn
> diese Annahme stimmt, lassen sich unsere Beobachtungen auch ohne
> Dunkle Materie erkl�ren. ***** Ende Zitat Kroupa
>

Dass dies ohne Dunkle Materie geht, haben bereits 3 Wissenschaftler aus
den USA im Jahre 2005 bewiesen, ohne auf Newton verzichten zu m�ssen.


>
> Noch deutlicher wird Bob Sanders, ein bekannter "MOND-Theoretiker",
> von der Uni Groningen:
>
> ***** Anfang Zitat Sanders
> Die Resultate der Studie decken sich komplett mit dem, was man nach
> einer solchen Modifikation der Newtonschen Theorie [MOND] erwarten
> w�rde. Gleichzeitig widersprechen sie diametral den Vorhersagen der
> Dunkle-Materie-Hypothese. Nur selten sind Beobachtungsdaten so
> definitiv. ***** Ende Zitat Sanders
>
> Besonders pikant daran: Kroupa scheint ein Institutskollege des Autors
> zu sein, den ich vor etwa 2 Jahren in "Europ�ische
> Wissenschaftspolitik und die M�r von der Dunklen Materie" kritisiert
> hatte, weil er in SuW (Sterne und Weltraum) behauptet hatte, dass man
> DM mit (astro-)physikalischen Methoden nachweisen k�nne;
>

Ach ja, besonders pikant weil DU es warst.


>
> findet man
> neben weiteren Arbeiten in:
>
> www.wolff.ch/astro
>

Das war also die Botschaft die hier mitgeteilt werden sollte.
Das davorstehende war nur das Preludium.


>
> Wie lang geht es noch, bis man auch mich ver�ffentlichen l�sst?
>

Bis deine Aussagen, auch guter Ans�tze, wissenschaftliches Niveau
erreicht haben.


>
> Oder
> verb�nden sich MOND- und DM-Anh�nger vielleicht gar, wenn es um den
> heiligen Gral der Kosmologen, den Urknall oder wenigstens die
> Expansion des Alls, geht?
>

Es gibt bestimmt eine Meinungsverbr�derung unter Wissenschaftlern.
Dass diese sich aber express gegen dich richten, muss inst�ndig
bezweifelt werden.
>

--
Selber denken macht klug.

Homo Lykos

unread,
May 8, 2009, 6:15:09 PM5/8/09
to
"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:4a02e437$1...@news.bluewin.ch...

>
> Wohl erstmals, dass von prominenter Seite im deutschsprachigen Raum
> (Pressemitteilung der Uni Bonn) Newton (und damit nat�rlich auch die ART)
> in Zweifel gezogen wird:
>
> http://astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-005.shtml

Mehr dazu findet man heute in:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,623652,00.html

>
> Ich zitiere daraus Prof. Pavel Kroupa:
>
> ***** Anfang Zitat Kroupa

> ... Eine L�sung [der Probleme bei den Satellitengalaxien] gibt es nur,


> wenn wir uns von der klassischen Gravitationstheorie Newtons l�sen.
> Wahrscheinlich leben wir in einem nicht-newtonschen Universum.>

> ***** Ende Zitat Kroupa

Kroupa sagt nach Spiegel weiter:

*****
Wenn das richtig ist, was wir hier gefunden haben, w�re der ganze Aufwand um
die schwarze Materie f�r die Katz'."
*****

Das ist bei einer Gesamtbeurteilung vor allem aus Sicht der WPT schon lange
klar. Es sieht jetzt aber so aus, dass die Analyse der
Satellitengalaxiendynamik im Grossen und im Kleinen von Kroupa und
Mitarbeitern nun sozusagen das experimentum crucis geliefert hat. Mehr aus
Sicht der WPT:

www.wolff.ch/astro


Wer mich jetzt noch - ohne ganz konkreten Nachweis von *wesentlichen*
Fehlern in meiner WPT-Arbeit - an einer Ver�ffentlichung der WPT hindert,
handelt schlicht schwer kriminell.

Ilja Schmelzer

unread,
May 9, 2009, 8:18:37 AM5/9/09
to
On May 9, 3:15 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Wer mich jetzt noch - ohne ganz konkreten Nachweis von *wesentlichen*
> Fehlern in meiner WPT-Arbeit - an einer Veröffentlichung der WPT hindert,
> handelt schlicht schwer kriminell.

LOL.

Niemand hindert dich an der Veroeffentlichung - deine Webseite ist
problemlos zugreifbar. Die peer-review hat ihre Probleme mit
Aussenseitertheorien, aber selbst wenn sie noch so richtige
Arbeiten nicht veroeffentlicht - auch wenn man einfach nur findet,
dass die Arbeit fuer die Leser des Journals nicht interessant sei -
handelt sie damit noch lange nicht kriminell.

Ansonsten ist die Stuetzung von MOND noch lange kein Grund,
deine in sich widerspruechliche WPT zu publizieren.

Ilja

Homo Lykos

unread,
May 9, 2009, 4:40:27 PM5/9/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:e211ae1f-cf62-4370...@z23g2000prd.googlegroups.com...

On May 9, 3:15 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>> Wer mich jetzt noch - ohne ganz konkreten Nachweis von *wesentlichen*
>> Fehlern in meiner WPT-Arbeit - an einer Ver�ffentlichung der WPT hindert,
>> handelt schlicht schwer kriminell.

> Niemand hindert dich an der Veroeffentlichung - deine Webseite ist
> problemlos zugreifbar.

Das gilt nicht als regul�re wissenschaftliche Ver�ffentlichung und gilt
heute meist sogar als ausreichender Beweis daf�r, dass die Sache falsch,
mindestens wertlos oder gar Unsinn ist. Sie bietet nur einen gewissen Schutz
gegen allzu offensichtliche Plagiate.

> Die peer-review hat ihre Probleme mit Aussenseitertheorien, aber selbst
> wenn sie noch so richtige Arbeiten nicht veroeffentlicht - auch wenn man
> einfach nur findet, dass die Arbeit fuer die Leser des Journals nicht
> interessant sei -

Sie sollten nicht von sich auf andere schliessen:

Hier ist das Gegenteil der Fall: Meine Probleme beruhen gerade darauf, dass
man bef�rchtet die Arbeit k�nnte die Leser mehr interessieren, als den
Etablierten bzw. den heutigen F�rdergeldempf�ngern lieb ist. Jemand - nicht
von den C. R. - schlug sogar vor, wie man den Titel so ab�ndern k�nnte, dass
er leichter durchginge, was ich nat�rlich nicht in Betracht ziehe, da er
dann vermutlich gar nicht mehr gelesen w�rde.

Bei Zeitschriften, die praktisch ausschliesslich von �ffentlichen Geldern
leben, geht es ohnehin nicht um die Leser, sondern darum, dass die globalen,
anglisierten Wissenschaftskartelle mittels dieser Zeitschriften ihr
Wahrheitsmonopol und vor allem ihr Geldverteilungsmonopol durchsetzen
k�nnen.

> handelt sie damit noch lange nicht kriminell.

Muss nat�rlich nicht, kann aber sein; ich verdeutliche:

1. Gutachter, die von "vielen, nachweisbaren Fehlern" sprechen, ohne auch
nur einen einzigen wissenschaftlich belegbaren Fehler zu nennen, handeln
kriminell, und nur ihre Anonymit�t - zu "wissen", dass es sich um Angeh�rige
schweizerischer Institute handelt, ist nicht "gerichtstauglich" - hindert
mich daran gegen sie Klage wegen Verleumdung einzureichen, w�hrend Klagen
gegen die C. R. und die zust�ndige Redaktorin wohl tats�chlich aussichtslos
und f�r mich auch unbezahlbar w�ren, denn solange sie die Beurteilung der
Arbeit bzw. obige "nachweisbare Fehler" "in guten Treuen" von den
beauftragten Gutachtern �bernommen haben, kann ihnen nichts als allenfalls
zu grosse Gutgl�ubigkeit vorgeworfen werden, vor allem, wenn sich aus der
Antwort der zust�ndigen Chefredaktorin zweifelsfrei ergibt, dass sie meine
Arbeit - bis auf den Titel - nie gelesen hat, was eh anzunehmen war. Dass
die C. R. grunds�tzlich keine Arbeiten, die die Expansion bestreiten,
ver�ffentlichen wollen, ist zwar auch noch nicht kriminell, aber meines
Erachtens nahe daran, da es sich unter dem Strich um eine mit �ffentlichen
Geldern finanzierte Zeitschrift handelt; andere Zeitschriften haben *genau
deswegen* auf dem Markt schon lange keine Chance mehr.

2. Wenn Menschen allein auf Grund ihrer Muttersprache aufs Schwerste
diskriminiert werden, was im Widerspruch sowohl zur schweizerischen
Verfassung wie im Widerspruch zur Europ�ischen Menschenrechtskonvention
steht, dann erachte ich dies als ein schwer kriminelles Vergehen.

3. Die wissenschaftlichen, weltweiten Monopol- und Kartellbildungen - hier
geht es um Kosmologie (und Astrophysik) - halte ich auch f�r kriminell: Es
ist sehr wahrscheinlich, dass nicht nur die C. R., sondern jede Zeitschrift
eine Arbeit von jemandem, der �ber keine institutionellen Anbindungen
verf�gt, in seinem Heimatland begutachten lassen wird, weil anzunehmen ist,
dass ein solcher Autor vermutlich mit den lokalen "Monopolvertretern"
Probleme haben wird, und w�re es nur, weil er nicht Mitglied des lokalen
Ablegers des globalen Kartells ist.

> Ansonsten ist die Stuetzung von MOND noch lange kein Grund, deine in sich
> widerspruechliche WPT zu publizieren.

1. Aber sicher ist die St�tzung von MOND ein solcher Grund, da die WPT die
einzige Theorie ist, die MOND auf die SRT und die ganz gew�hnliche lokal
bekannte Schwerkraft zur�ckf�hrt, die auf kosmischen Distanzen, d.h. unter
Allsymmetrie, als Weltbremsbeschleunigung auftritt. Sowohl Milgroms wie
Bekensteins MOND wirft man ja - physikalisch - vor allem vor, dass sie a_0
weder erkl�ren noch plausibilisieren k�nnen. Die WPT kann die Gr�ssenordnung
von a_0 schon ohne jede explizite Rechnung sofort angeben!

Wer immer die Verhinderung der Ver�ffentlichung einer Arbeit, die das kann,
in der aktuellen Situation aktiv betreiben sollte - ohne ganz konkret
wesentliche Fehler nennen zu k�nnen - handelt mindestens nach �blichem
Sprachgebrauch klar kriminell!

2. Wer die WPT - ohne Beleg und ohne sie, sogar nach eigenen Aussagen, zu
kennen - als widerspr�chlich erkl�rt, ist entweder ein Hochstapler, ein
(vermutlich gedungener) Verleumder, was kriminell w�re, oder von der in der
WPT vorliegenden Physik v�llig �berfordert:

Schmelzers angeblicher Widerspruchsbeweis beruhte auf etwa acht
Voraussetzungen/Unterstellungen, die in der WPT - mindestens in ihrer
Gesamtheit - nicht gelten. Wer in der WPT einen Widerspruch belegen will,
muss von der WPT ausgehen und nicht von einem frei erfundenen Annahmenwust.
Wenn doch, muss er zuerst zeigen - und nicht bloss behaupten oder gar
zusammenl�gen - dass die gemachten Voraussetzungen einzeln und in ihrer
Gesamtheit mit der WPT voll vertr�glich sind.

Ilja Schmelzer

unread,
May 10, 2009, 8:32:55 AM5/10/09
to
On May 10, 1:40 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitragnews:e211ae1f-cf62-4370...@z23g2000prd.googlegroups.com...

> On May 9, 3:15 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
> >> Wer mich jetzt noch - ohne ganz konkreten Nachweis von *wesentlichen*
> >> Fehlern in meiner WPT-Arbeit - an einer Veröffentlichung der WPT hindert,

> >> handelt schlicht schwer kriminell.
> > Niemand hindert dich an der Veroeffentlichung - deine Webseite ist
> > problemlos zugreifbar.
>
> Das gilt nicht als reguläre wissenschaftliche Veröffentlichung und gilt
> heute meist sogar als ausreichender Beweis dafür, dass die Sache falsch,

> mindestens wertlos oder gar Unsinn ist. Sie bietet nur einen gewissen Schutz
> gegen allzu offensichtliche Plagiate.
>
> > Die peer-review hat ihre Probleme mit Aussenseitertheorien, aber selbst
> > wenn sie noch so richtige Arbeiten nicht veroeffentlicht - auch wenn man
> > einfach nur findet, dass die Arbeit fuer die Leser des Journals nicht
> > interessant sei -
>
> Sie sollten nicht von sich auf andere schliessen:

> Hier ist das Gegenteil der Fall: Meine Probleme beruhen gerade darauf, dass

> man befürchtet die Arbeit könnte die Leser mehr interessieren, als den
> Etablierten bzw. den heutigen Fördergeldempfängern lieb ist.

You made my day. Klasse. Hat sich doch gelohnt, einzusteigen.

> 1. Gutachter, die von "vielen, nachweisbaren Fehlern" sprechen, ohne auch
> nur einen einzigen wissenschaftlich belegbaren Fehler zu nennen, handeln

> kriminell, und nur ihre Anonymität - zu "wissen", dass es sich um Angehörige


> schweizerischer Institute handelt, ist nicht "gerichtstauglich" - hindert
> mich daran gegen sie Klage wegen Verleumdung einzureichen,

Das waere mal amuesant. Vielleicht outet sich ja einer der Gutachter,
um sich den Spass zu machen.

> Dass die C. R. grundsätzlich keine Arbeiten, die die Expansion bestreiten,
> veröffentlichen wollen, ist zwar auch noch nicht kriminell, aber meines
> Erachtens nahe daran, da es sich unter dem Strich um eine mit öffentlichen


> Geldern finanzierte Zeitschrift handelt; andere Zeitschriften haben *genau
> deswegen* auf dem Markt schon lange keine Chance mehr.

Die Art der oeffentlichen Finanzierung der Wissenschaft ist natuerlich
eine
Katastrophe. Dass die Zeitschriften jedoch in ihren inhaltlichen
Entscheidungen,
was sie veroeffentlichen, nicht von der Meinung des demokratischen
Mobs
abhaengen, ist jedoch einzig positive daran.

> 2. Wenn Menschen allein auf Grund ihrer Muttersprache aufs Schwerste
> diskriminiert werden, was im Widerspruch sowohl zur schweizerischen

> Verfassung wie im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention


> steht, dann erachte ich dies als ein schwer kriminelles Vergehen.

Eine einheitliche Wissenschaftssprache ist eindeutig vorzuziehen.
Die groesste Niederlage der Wissenschaft war sicherlich der Niedergang
des Latein als neutrale Wissenschaftssprache durch die verschiedenen
Nationalismen. Und so muessen wir jetzt halt mit Englisch statt
Latein
leben. Gibt einen gewissen Neidfaktor - ist schon Mist, wenn eine
Gruppe von Wissenschaftlern einen Geburtsvorteil hat - hat aber
andererseits
die praktische Konsequenz, dass das Englisch, was man halt lernen
muss,
auch anderweitig auf dem Globus verwendbar ist.

> > Ansonsten ist die Stuetzung von MOND noch lange kein Grund, deine in sich
> > widerspruechliche WPT zu publizieren.

> Schmelzers angeblicher Widerspruchsbeweis beruhte auf etwa acht


> Voraussetzungen/Unterstellungen, die in der WPT - mindestens in ihrer
> Gesamtheit - nicht gelten.

Du hast dich inzwischen entschieden, welche der Voraussetzungen
nun zu Unterstellungen geworden sind? Lass es mich wissen.

Die "Unterstellungen" hatte ich aus deinen Aussagen ueber die WPT
herausgefiltert, und dich die gesamte Diskussion ueber mehrfach
aufgefordert,
klarzustellen, welche dieser Aussagen in der WPT nicht gelten.

> Wer in der WPT einen Widerspruch belegen will,
> muss von der WPT ausgehen und nicht von einem frei erfundenen Annahmenwust.

Also, welche meiner Annahmen gilt in der WPT nicht? Muss ich nochmal
nachsehen, wo ich die abgespeichert habe, um sie hier erneut zu
posten,
oder kannst du die Phrase

> Schmelzers angeblicher Widerspruchsbeweis beruhte auf etwa acht
> Voraussetzungen/Unterstellungen, die in der WPT - mindestens in ihrer
> Gesamtheit - nicht gelten.

selbstaendig damit begruenden, dass du die angeblichen Unterstellungen
hier selbst anfuehrst und klarstellst, dass sie in der WPT nicht
gelten?

Ist ja nun wirklich nicht viel verlangt: Du behauptest in meine
Richtung
"Unterstellung", da solltest du ja wohl zumindest in der Lage sein,
die angebliche Unterstellung anzugeben, und weiterhin, klarzustellen,
dass sie zumindest deiner Meinung nach in der WPT nicht gilt.

Ich warte also.

> Wenn doch, muss er zuerst zeigen - und nicht bloss behaupten oder gar

> zusammenlügen - dass die gemachten Voraussetzungen einzeln und in ihrer
> Gesamtheit mit der WPT voll verträglich sind.

Oh, einzeln und in ihrer Gesamtheit? Koennte es moeglich sein, dass
alle einzeln
zutreffen, in ihrer Gesamtheit jedoch nicht, oder wie ist dies zu
verstehen?

> Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
> zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

> ermögliche man auch wieder deutschsprachige Physikveröffentlichungen.

Damit nepalesische Physiker sie nicht lesen koennen? Oder weshalb?

Ilja Schmelzer

unread,
May 11, 2009, 4:33:24 AM5/11/09
to
On May 10, 1:40 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

> Schmelzers angeblicher Widerspruchsbeweis beruhte auf etwa acht
> Voraussetzungen/Unterstellungen, die in der WPT - mindestens in ihrer
> Gesamtheit - nicht gelten.

Die "Unterstellungen" sind Fragen, und natuerlich erwartet man vom
Autor einer wissenschaftlichen Theorie, dass er diese Fragen fuer
seine Theorie beantworten kann. Die Antworten in Klammern basieren
auf Aussagen von Homo Lykos ueber seine Theorie. Ich habe Homo Lykos
oft genug aufgefordert, klarzustellen, welche dieser Antworten falsch
sind.

1.) Man kann bei Ihnen absolute Koordinaten X im Raum einführen, so
dass weit voneinander entfernte Galaxien (modulo lokaler Schwankungen)
an ihrem Platz bleiben, so dass wir den Positionen von A und B feste
X-Koordinaten zuordnen können? (Antwort: Ja für WPT, ART, Newton und
meine Theorie.)

2.) Man kann bei Ihnen eine absolute Zeitkoordinate einführen, so dass
Ihre Theorie verschiebungsinvariant bezüglich Verschiebungen in der
Zeit T -> T' = T + dt, X -> X' = X ist? (Antwort: Ja für WPT, ART,
Newton und meine Theorie.)

3.) Ihre Theorie ist verschiebungsinvariant bezüglich Verschiebungen
im Ort T -> T' = T, X -> X' = X + dx? (Antwort: Ja für WPT, ART,
Newton und meine Theorie.)

4.) In der Lösung Ihrer Theorie für das globale Weltall haben alle
Felder, die den Gang von Lichtstrahlen beeinflussen, die Symmetrie
T -> T' = T + dt, X -> X' = X?
(Antwort: Ja für WPT, Newton, Nein für ART und meine Theorie, in denen
g_ii von T abhängt.)

5.) In der Lösung Ihrer Theorie für das globale Weltall
hängen Felder, die den Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen,
nicht von
von X oder T ab? (Antwort: Ja für WPT, Newton, Nein für ART und
meine Theorie, in denen g_ii von T abhängt.)

6.) Die Trajektorie eines Lichtstrahls (in den Koordinaten X,T) ergibt
sich eindeutig aus dem Startpunkt (X0,T0), der Startrichtung in X, und
den in (4) angesprochenen Feldern (als Funktionen von X und T)?
(Antwort: Ja in allen betrachteten Theorien.)

7.) Ich habe das Recht, alle Berechnungen in dem von mir bevorzugten
Bezugssystem X,T, durchzuführen? (Antwort: Ja in allen Theorien)

8.) Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
Theorie, Nein bei Newton)

A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A
in Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind
die Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.

Fuer mitlesende Schueler als Uebung: Man leite aus positiven Antworten
auf alle 8 Fragen einen Widerspruch her.

Homo Lykos

unread,
May 11, 2009, 6:10:18 PM5/11/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:e98be5cd-fd9e-427e...@u9g2000pre.googlegroups.com...

On May 10, 1:40 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

>> Schmelzers angeblicher Widerspruchsbeweis beruhte auf etwa acht
>> Voraussetzungen/Unterstellungen, die in der WPT - mindestens in ihrer
>> Gesamtheit - nicht gelten.

> Die "Unterstellungen" sind Fragen, und natuerlich erwartet man vom Autor
> einer wissenschaftlichen Theorie, dass er diese Fragen fuer seine Theorie
> beantworten kann.

Die gemachten Unterstellungen belegen nur, dass Herr Schmelzer die WPT nicht
kennt. Ich verweise beispielhaft auf eine besonders instruktive
Unterstellung, weil man bei ihr sofort sieht, dass die Frage im Rahmen der
WPT gar nicht beantwortet werden kann:

***** Schmelzersche Frage/Unterstellung Nr. 5
In der L�sung Ihrer Theorie f�r das globale Weltall h�ngen Felder, die den


Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen, nicht von von X oder T ab?

(Antwort: Ja f�r WPT, Newton, Nein f�r ART und meine Theorie, in denen g_ii
von T abh�ngt.)
*****

In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen.
Es gibt aber (auf kosmischen Skalen) lichtstrahlrelative Felder, die Licht
gavitativ r�ten bzw. erm�den, genau wie dies auf lokalen Skalen absolute,
lokale Felder tun. Wer das besser verstehen will, kommt halt nicht darum
herum die Grundsatzarbeit "Kosmische Gravitation" mit ihren wichtigen,
neuen Anh�ngen von letztem November zu lesen:

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

Vermutlich wird aber auch diese Arbeit erst nach einer �berarbeitung f�r
"ART- und weltmetrik-vorgesch�digte" Physiker leicht verst�ndlich sein. Dass
ich dies bisher noch nicht getan habe, obwohl ich inzwischen einiges meine
besser (und richtiger) erkl�ren zu k�nnen, liegt nur daran, dass es bis
jetzt keine R�ckmeldungen gab und nat�rlich auch daran, dass man allf�lligen
Lesern einer neuen Arbeit nicht mit "t�glichen" Korrekturen das Hineindenken
zus�tzlich erschweren soll. Aber ohne R�ckmeldungen halte ich eine
�berarbeitung (noch) nicht f�r sinnvoll, da ich so ja noch nicht weiss, wo
andere Leute prim�r Verst�ndnisprobleme haben, oder wo es sogar
Missverst�ndnisse gibt. Zudem will ich kompetenten Lesern zuvor auch noch
genug Zeit lassen allf�llige wesentliche Fehler oder M�ngel zu finden, die
man in neuen Arbeiten nie ausschliessen kann.

Ilja Schmelzer

unread,
May 13, 2009, 10:43:21 AM5/13/09
to
On May 12, 3:10 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Die gemachten Unterstellungen belegen nur, dass Herr Schmelzer die WPT nicht
> kennt. Ich verweise beispielhaft auf eine besonders instruktive
> Unterstellung, weil man bei ihr sofort sieht, dass die Frage im Rahmen der
> WPT gar nicht beantwortet werden kann:
>
> ***** Schmelzersche Frage/Unterstellung Nr. 5
> In der Lösung Ihrer Theorie für das globale Weltall hängen Felder, die den

> Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen, nicht von von X oder T ab?
> (Antwort: Ja für WPT, Newton, Nein für ART und meine Theorie, in denen g_ii
> von T abhängt.)

> *****
>
> In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen.

Wenn es keine Felder gibt, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen,
ist die Antwort, wie von mir angenomen, Ja.

Naechster Versuch.

> Es gibt aber ....

Was es noch so alles gibt (rosa Einhoerner oder so) interessiert
erstmal nicht.

Homo Lykos

unread,
May 13, 2009, 5:49:30 PM5/13/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3a72ae8b-1941-4b1c...@w35g2000prg.googlegroups.com...

On May 12, 3:10 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> Die gemachten Unterstellungen belegen nur, dass Herr Schmelzer die WPT
>> nicht kennt. Ich verweise beispielhaft auf eine besonders instruktive
>> Unterstellung, weil man bei ihr sofort sieht, dass die Frage im Rahmen
>> der WPT gar nicht beantwortet werden kann:
>>
>> ***** Schmelzersche Frage/Unterstellung Nr. 5
>> In der L�sung Ihrer Theorie f�r das globale Weltall h�ngen Felder, die

>> den Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen, nicht von von X oder T
>> ab? (Antwort: Ja f�r WPT, Newton, Nein f�r ART und meine Theorie, in
>> denen g_ii von T abh�ngt.)

>> *****
>>
>> In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren
>> beeinflussen.

> Wenn es keine Felder gibt, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen, ist
> die Antwort, wie von mir angenomen, Ja.

Schwachsinn! Ich sage dann mit gleichem Recht: nein bzw. doch.

Ilja Schmelzer

unread,
May 14, 2009, 2:12:28 PM5/14/09
to
On May 14, 2:49 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitragnews:3a72ae8b-1941-4b1c...@w35g2000prg.googlegroups.com...

> On May 12, 3:10 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
>
>
>
>
> >> Die gemachten Unterstellungen belegen nur, dass Herr Schmelzer die WPT
> >> nicht kennt. Ich verweise beispielhaft auf eine besonders instruktive
> >> Unterstellung, weil man bei ihr sofort sieht, dass die Frage im Rahmen
> >> der WPT gar nicht beantwortet werden kann:
>
> >> ***** Schmelzersche Frage/Unterstellung Nr. 5
> >> In der Lösung Ihrer Theorie für das globale Weltall hängen Felder, die

> >> den Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen, nicht von von X oder T
> >> ab? (Antwort: Ja für WPT, Newton, Nein für ART und meine Theorie, in
> >> denen g_ii von T abhängt.)

> >> *****
>
> >> In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren
> >> beeinflussen.
> > Wenn es keine Felder gibt, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen, ist
> > die Antwort, wie von mir angenomen, Ja.
>
> Schwachsinn! Ich sage dann mit gleichem Recht: nein bzw. doch.

Ich habe die Antwort genommen, die logisch dieselben Konsequenzen hat.

Wenn es keine solchen Felder gibt, hat dies fuer die
Widerspruchskonstruktion
dieselben Folgen als wenn es solche Felder gibt, diese aber nicht von
X und T
abhaengen. Aber ich kann gerne modifizieren:

In der Lösung Ihrer Theorie für das globale Weltall gibt es keine von
X oder T abhaengenden Felder, die den Gang von lokalen ruhenden Uhren
beeinflussen? (Antwort: Ja für WPT, Newton, Nein für ART und meine
Theorie, in
denen g_ii von T abhängt.)

Naechster Versuch.

Homo Lykos

unread,
May 14, 2009, 4:58:04 PM5/14/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:0b1ee4d0-d5ec-4e66...@b7g2000pre.googlegroups.com...

On May 14, 2:49 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im
> Newsbeitragnews:3a72ae8b-1941-4b1c...@w35g2000prg.googlegroups.com...
> On May 12, 3:10 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
> >> Die gemachten Unterstellungen belegen nur, dass Herr Schmelzer die WPT
> >> nicht kennt. Ich verweise beispielhaft auf eine besonders instruktive
> >> Unterstellung, weil man bei ihr sofort sieht, dass die Frage im Rahmen
> >> der WPT gar nicht beantwortet werden kann:
>
> >> ***** Schmelzersche Frage/Unterstellung Nr. 5
> >> In der L�sung Ihrer Theorie f�r das globale Weltall h�ngen Felder, die

> >> den Gang von lokalen ruhenden Uhren beeinflussen, nicht von von X oder
> >> T ab? (Antwort: Ja f�r WPT, Newton, Nein f�r ART und meine Theorie, in
> >> denen g_ii von T abh�ngt.)

> >> *****
>
> >> In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren
> >> beeinflussen.
> >
> > Wenn es keine Felder gibt, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen, ist
> > die Antwort, wie von mir angenomen, Ja.
>
> Schwachsinn! Ich sage dann mit gleichem Recht: nein bzw. doch.

*** Schmelzers Antwort:

> Wenn es keine solchen Felder gibt, hat dies fuer die
> Widerspruchskonstruktion dieselben Folgen als wenn es solche Felder gibt,
> diese aber nicht von X und T abhaengen.

Nein, das w�re nur in einer Gravitationstheorie der Fall, in der die g_ij
den Uhrgang ruhender Uhren (oder Massst�be) beeinflussen und �ber diese
Beeinflussung die Gravitationseffekte "erkl�ren". In der WPT ist dies nicht
bzw. h�chstens scheinbar und - auf kosmischen Distanzen - lichtstrahlrelativ
so.

Aber noch drastischer und - auch ohne vertiefte Kenntnisse - leicht
nachvollziehbar ist Schmelzers Missverstehen der WPT in der letzten
Unterstellung:

***** Unterstellung Nr. 8


Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
Theorie, Nein bei Newton)

A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A
in Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind
die Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.

*****

Wenn A und B Punkte im absoluten, globalen (wahren) Inertialsystem
meinen, dann entspricht Obiges nicht der Situation in der WPT: Wenn man
n�mlich die einer konstanten, gravitativen "Lichtbremskraft" entsprechende
�quivalenzraketensituation betrachtet, was nach Schulphysik zul�ssig ist,
dann entspricht B in Inertialkoordinaten f�r die beiden Lichtstrahlen nicht
dem gleichen Punkt, sondern dem gleichen Punkt in Raketenkoordinaten. Man
bedenke dabei, dass die Rakete (mit dem Empf�ngerteleskop B) zwischen dem
Aussenden des ersten und zweiten Lichtstrahls beschleunigt weiter fliegt.
Mehr zur ganzen Rindlersache findet man in den Anh�ngen von:

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

Ohne Kenntnis dieser Arbeit ist keine sinnvolle Diskussion m�glich.

Ilja Schmelzer

unread,
May 15, 2009, 2:42:28 PM5/15/09
to
On May 15, 1:58 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >> In der WPT gibt es keine Felder, die den Gang ruhender Uhren
> > >> beeinflussen.
>
>> > > Wenn es keine Felder gibt, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen, ist
>> > > die Antwort, wie von mir angenomen, Ja.
>
>> > Schwachsinn! Ich sage dann mit gleichem Recht: nein bzw. doch.
>
> ***  Schmelzers Antwort:
>
> > Wenn es keine solchen Felder gibt, hat dies fuer die
> > Widerspruchskonstruktion dieselben Folgen als wenn es solche Felder gibt,
> > diese aber nicht von X und T abhaengen.
>
> Nein, das wäre nur in einer Gravitationstheorie der Fall, in der die g_ij
> den Uhrgang ruhender Uhren (oder Massstäbe) beeinflussen und über diese
> Beeinflussung die Gravitationseffekte "erklären". In der WPT ist dies nicht
> bzw. höchstens scheinbar und - auf kosmischen Distanzen - lichtstrahlrelativ
> so.

Also gibt es irgendwas (Felder oder was auch immer) was den Gang
ruhender
Uhren beeinflusst oder nicht?

Wenn nicht, dann funktioniert mein Widerspruchsbeweis.

> Aber noch drastischer und - auch ohne vertiefte Kenntnisse - leicht
> nachvollziehbar ist Schmelzers Missverstehen der WPT in der letzten
> Unterstellung:
>
> ***** Unterstellung Nr. 8
> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?  (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
> Theorie, Nein bei Newton)
>
> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A
> in Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden.  B1a und B2a sind
> die Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
>

> Wenn A und B Punkte im absoluten, globalen (wahren) Inertialsystem
> meinen, dann entspricht Obiges nicht der Situation in der WPT:
> Wenn man

> nämlich die einer konstanten, gravitativen "Lichtbremskraft" entsprechende
> Äquivalenzraketensituation betrachtet, was nach Schulphysik zulässig ist,
> dann entspricht B in Inertialkoordinaten für die beiden Lichtstrahlen nicht


> dem gleichen Punkt, sondern dem gleichen Punkt in Raketenkoordinaten.

Und? Die Frage ist:

Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?

Ja oder nein?

> Man
> bedenke dabei, dass die Rakete (mit dem Empfängerteleskop B) zwischen dem


> Aussenden des ersten und zweiten Lichtstrahls beschleunigt weiter fliegt.

Bedenke was du fuer noetig haeltst. Danach beantworte bitte die
Frage.

Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?

Ja oder nein?

> Mehr zur ganzen Rindlersache findet man in den Anhängen von:
> www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
> Ohne Kenntnis dieser Arbeit ist keine sinnvolle Diskussion möglich.

Wieso? Wenn du die Frage beantworten kannst, ist eine sinnvolle
Diskussion moeglich. Wenn nicht, haben wir auch eine
sinnvolle Feststellung: Der Autor der "Theorie" namens WPT
ist nicht in der Lage, die obige Frage zu beantworten.

Ok, ich verrate ein Geheimnis: Ich kenne deine Arbeit.
Und nun?

Lone

unread,
May 15, 2009, 4:37:36 PM5/15/09
to
Schmelzer:

> Also gibt es irgendwas (Felder oder was auch immer) was den Gang
> ruhender
> Uhren beeinflusst oder nicht?
>

Guck Mal auf ein Handgelenk, ob deine Uhr nicht stehen geblieben ist,
Schmelzer. Für was stehst du hier eigentlich? Doch nicht für das
marode Standardmodell, und den unseligen Urknall-Mumpitz?
Du bellst in die falsche Richtung!

Lone

Und außerdem bin ich der Meinung, dass das Higgs-Teilchen ein Phantom
ersten Ranges ist.

Homo Lykos

unread,
May 15, 2009, 5:02:26 PM5/15/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:678ab448-733b-416d...@r31g2000prh.googlegroups.com...

>
> Also gibt es irgendwas (Felder oder was auch immer) was den Gang ruhender
> Uhren beeinflusst oder nicht?

> Wenn nicht, dann funktioniert mein Widerspruchsbeweis.

Es gibt keine Gravitationsfelder, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen.

***
Aber der Gang ferner Uhren wird scheinbar (auf kosmischen Distanzen) von
lichtstrahl- bzw. beobachterrelativen Feldern "beeinflusst", was sich durch
eine (Schein-)Metrik, die WPT-Metrik, beschreiben l�sst.
***

Ich weiss, das gef�llt Ihnen nicht. Aber wenn Sie ausgerechnet die Aspekte
der WPT ausser Acht lassen, die das Fundament der Theorie bilden, dann
betrifft Ihre ganze Beweisf�hrung die WPT nicht.

>> Aber noch drastischer und - auch ohne vertiefte Kenntnisse - leicht
>> nachvollziehbar ist Schmelzers Missverstehen der WPT in der letzten
>> Unterstellung:
>>
>> ***** Unterstellung Nr. 8
>> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner Theorie,
>> Nein bei Newton)
>>
>> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in Richtung
>> B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die Ereignisse der
>> Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
>
>> Wenn A und B Punkte im absoluten, globalen (wahren) Inertialsystem
>> meinen, dann entspricht Obiges nicht der Situation in der WPT: Wenn man

>> n�mlich die einer konstanten, gravitativen "Lichtbremskraft"
>> entsprechende �quivalenzraketensituation betrachtet, was nach Schulphysik
>> zul�ssig ist, dann entspricht B in Inertialkoordinaten f�r die beiden


>> Lichtstrahlen nicht dem gleichen Punkt, sondern dem gleichen Punkt in
>> Raketenkoordinaten.
>
> Und? Die Frage ist:
>
> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?
>
> Ja oder nein?

Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem gemeint,
dann ist die Antwort nein.

Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der WPT
die f�r einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.

>> Mehr zur ganzen Rindlersache findet man in den Anh�ngen von:
>> www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
>> Ohne Kenntnis dieser Arbeit ist keine sinnvolle Diskussion m�glich.

> Ok, ich verrate ein Geheimnis: Ich kenne deine Arbeit.
> Und nun?

Wunderbar: Dann m�ssten Sie nun in der Lage sein ohne lange Fragerei - bis
auf Unklarheiten in meiner Arbeit, die es mangels R�ckmeldungen sicher noch
geben wird - Ihre Unterstellungen aus der WPT herzuleiten und einen sauberen
Widerspruchsbeweis zu liefern. Einem Mathematiker wird ja klar sein, dass
man Voraussetzungen, die man f�r eine mathematische Beweisf�hrung braucht,
nicht durch "Herumfragen" belegen kann.

Erst danach bin ich wieder dran, und man wird dann sehen, ob ich Ihren
Widerspruchsbeweis zerzausen kann oder ob ich mich geschlagen geben muss.
Ihr Problem wird nicht der Logikbeweis sein: Der ist so banal, dass es schon
peinlich war, wie oft sie den wiederholt hatten, sondern ihr Problem bestand
schon bisher und wird wohl auch in Zukunft darin bestehen die WPT
physikalisch zu verstehen und mathematisch "WPT-gerecht" zu erfassen.

Ilja Schmelzer

unread,
May 16, 2009, 1:08:56 AM5/16/09
to
On May 16, 1:37 am, Lone <amseikci...@gmail.com> wrote:

> Guck Mal auf ein Handgelenk, ob deine Uhr nicht stehen geblieben ist,
> Schmelzer.

Nein. Wieso?

> Für was stehst du hier eigentlich? Doch nicht für das
> marode Standardmodell, und den unseligen Urknall-Mumpitz?
> Du bellst in die falsche Richtung!

Ich stehe fuer mich selbst. ilja-schmelzer.de

> Und außerdem bin ich der Meinung, dass das Higgs-Teilchen ein Phantom
> ersten Ranges ist.

Ich bin mir in dieser Frage zwar nicht sicher, aber in meiner Theorie
kommt bisher auch noch kein Higgsteilchen raus.

Lone

unread,
May 16, 2009, 4:12:56 AM5/16/09
to
On 15 Mai, 23:02, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitragnews:678ab448-733b-416d...@r31g2000prh.googlegroups.com...

>
>
>
> > Also gibt es irgendwas (Felder oder was auch immer) was den Gang ruhender
> > Uhren beeinflusst oder nicht?
> > Wenn nicht, dann funktioniert mein Widerspruchsbeweis.
>
> Es gibt keine Gravitationsfelder, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen.
>
> ***
> Aber der Gang ferner Uhren wird scheinbar (auf kosmischen Distanzen) von
> lichtstrahl- bzw. beobachterrelativen Feldern "beeinflusst", was sich durch
> eine (Schein-)Metrik, die WPT-Metrik, beschreiben lässt.
> ***
>
> Ich weiss, das gefällt Ihnen nicht. Aber wenn Sie ausgerechnet die Aspekte

> der WPT ausser Acht lassen, die das Fundament der Theorie bilden, dann
> betrifft Ihre ganze Beweisführung die WPT nicht.

>
>
>
> >> Aber noch drastischer und - auch ohne vertiefte Kenntnisse - leicht
> >> nachvollziehbar ist Schmelzers Missverstehen der WPT in der letzten
> >> Unterstellung:
>
> >> ***** Unterstellung Nr. 8
> >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner Theorie,
> >> Nein bei Newton)
>
> >> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in Richtung
> >> B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die Ereignisse der
> >> Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
>
> >> Wenn A und B Punkte im absoluten, globalen (wahren) Inertialsystem
> >> meinen, dann entspricht Obiges nicht der Situation in der WPT: Wenn man
> >> nämlich die einer konstanten, gravitativen "Lichtbremskraft"
> >> entsprechende Äquivalenzraketensituation betrachtet, was nach Schulphysik
> >> zulässig ist, dann entspricht B in Inertialkoordinaten für die beiden

> >> Lichtstrahlen nicht dem gleichen Punkt, sondern dem gleichen Punkt in
> >> Raketenkoordinaten.
>
> > Und?  Die Frage ist:
>
> > Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?
>
> > Ja oder nein?
>
> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem gemeint,
> dann ist die Antwort nein.
>
> Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
> Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der WPT
> die für einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.
>
> >> Mehr zur ganzen Rindlersache findet man in den Anhängen von:
> >>www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
> >> Ohne Kenntnis dieser Arbeit ist keine sinnvolle Diskussion möglich.

> > Ok, ich verrate ein Geheimnis: Ich kenne deine Arbeit.
> > Und nun?
>
> Wunderbar: Dann müssten Sie nun in der Lage sein ohne lange Fragerei - bis
> auf Unklarheiten in meiner Arbeit, die es mangels Rückmeldungen sicher noch

> geben wird - Ihre Unterstellungen aus der WPT herzuleiten und einen sauberen
> Widerspruchsbeweis zu liefern. Einem Mathematiker wird ja klar sein, dass
> man Voraussetzungen, die man für eine mathematische Beweisführung braucht,

> nicht durch "Herumfragen" belegen kann.
>
> Erst danach bin ich wieder dran, und man wird dann sehen, ob ich Ihren
> Widerspruchsbeweis zerzausen kann oder ob ich mich geschlagen geben muss.
> Ihr Problem wird nicht der Logikbeweis sein: Der ist so banal, dass es schon
> peinlich war, wie oft sie den wiederholt hatten, sondern ihr Problem bestand
> schon bisher und wird wohl auch in Zukunft darin bestehen die WPT
> physikalisch zu verstehen und mathematisch "WPT-gerecht" zu erfassen.
>
> Homo Lykoswww.wolff.ch
>
> --
> Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
> zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg
> ermögliche man auch wieder deutschsprachige Physikveröffentlichungen.

Das mit den deutschsprachigen Veröffentlichungen sehe ich mit Freuden.
Immerhin erscheinen die Analen der Physik seit 1799! Der deutsche
Ernst, und die deutsche Gründlichkeit(dazu zähle ich auch Österreich,
das gemessen an seiner Größe die meisten Nobelpreisträger in den NW
überhaupt hervorgebracht hat, und die Schweiz), schlug sich in
erstklassigen NW-Periodika nieder, lange ehe es im angelsächsischen
Raum etwas Vergleichbares gab. Die doofen Nazis haben es geschafft,
Deutsch als Wissenschaftssprache zu diskreditieren. Das muss heute
wieder anders werden, schon allein, um dem Angelsachsentum Paroli zu
bieten, das ja, summa summarum der Hauptverfechter, des lichtlosen
Urknallmodells, und des unseligen Standardmodells sind. Aber die
werden sich anschauen, diese Herren, und Damen.(Lisa Randall: die
String-Druidin etwa)
Das vielgepriesene Wissenschaftsentertainement der Angelsachsen, darf
sich das Klo hinabspülen. Neue, ernstere Zeiten brechen an. Wer der
das niht sieht, soll sich weiter in seiner kosmologisch-physikalischen-
Disneyworld aufhalten.
Er soll sich bei mir melden. Ich kauf ihn ein Eis.

PS@Angelsachsen:
(Hoyle, Hubble, oder Halton Arp, die nie an den Big Bang geglaubt
haben, sind wohltuende Ausnahmen).

Martin Funder

unread,
May 16, 2009, 4:27:16 AM5/16/09
to
Homo Lykos schrieb:

> Vermutlich wird aber auch diese Arbeit erst nach einer �berarbeitung f�r
> "ART- und weltmetrik-vorgesch�digte" Physiker leicht verst�ndlich sein.

> Meine Probleme beruhen gerade darauf, dass


> man bef�rchtet die Arbeit k�nnte die Leser mehr interessieren, als
> den Etablierten bzw. den heutigen F�rdergeldempf�ngern lieb ist.

Es ist schon interessant, dass du einerseits deinen Text (f�r den
normalen Physiker) f�r unverst�ndlich h�ltst, ihn aber auch nicht
�berarbeiten willst, und dann noch glaubst, dass er nicht (in einer
Zeitschrift) ver�ffentlich wird, weil er f�r den Leser "zu interessant"
sein k�nnte.

Klarer kann man eigentlich nicht als Crackpot darstellen.

g.sch...@gmx.de

unread,
May 16, 2009, 10:39:33 AM5/16/09
to
On 16 Mai, 10:12, Lone <amseikci...@gmail.com> wrote:
> Der deutsche
> Ernst, und die deutsche Gründlichkeit(dazu zähle ich auch Österreich,
> das gemessen an seiner Größe die meisten Nobelpreisträger in den NW
> überhaupt hervorgebracht hat,  und die Schweiz), schlug sich in
> erstklassigen NW-Periodika nieder,

was heißt eigentlich NW?


> um dem Angelsachsentum Paroli zu
> bieten, das ja, summa summarum  der Hauptverfechter, des lichtlosen
> Urknallmodells, und des unseligen Standardmodells sind. Aber die
> werden sich anschauen, diese Herren, und Damen.(Lisa Randall: die
> String-Druidin etwa)

jetzt stellt sich nur die Frage, welches Urknallmodell du meinst.
Sprichst du von einem Modell mit Anfangssingularität oder von einem
Modell, in dem sich der beobachtbare Ausschnitt des Universum in
endlicher Vergangenheit in einem Zustand hoher, aber nur endlich hoher
Dichte befand?

Ersterenfalls hast du unrecht: Verfechter von Anfangssingularitäten
gibt es heutzutage eigentlich gar keine mehr, auch im angelsächsischen
Raum nicht. Die von dir genannte Lisa Randall gehört zum Branen-Lager,
da gibt's nur einen Zustand hoher, aber endlich hoher Dichte.

Im zweiten Fall hast du ebenfalls unrecht: dass das beobachtbare
Universum aus einem Zustand hoher Dichte hervorging, wird nicht nur
von Angelsachsen vertreten, sondern auch von Indern (Ashtekhar),
Deutschen (Bojowald), Italienern (Rovelli) und Russen (Linde,
Vilenkin). Ach ja, bei Ilja Schmelzer gibt es auch einen Zustand hoher
Dichte, ich weiß nur gerade nicht, ob der eher unter Deutsche oder
unter Russen zu zählen ist.

Und wo ist das Urknallmodell eigentlich "lichtlos"?


> Er soll sich bei mir melden. Ich kauf ihn ein Eis.

oh ja, ich möchte gerne ein Eis haben *schleck*


> PS@Angelsachsen:
> (Hoyle, Hubble, oder Halton Arp, die nie an den Big Bang geglaubt
> haben, sind wohltuende Ausnahmen)

gut, jetzt hast du drei angelsächsische Big Bang-Gegner genannt. Wenn
das Ausnahmen sein sollen, müsste die Zahl der angelsächsischen Bing
Bang-Befürworter ja sehr viel größer als drei sein. Dann sei so gut,
und nenne mir mindestens 10 angelsächsische Big Bang-Befürworter. Da
du vermutlich keine Befürworter einer Anfangssingularität finden wirst
(außer vielleicht Frank Tipler), recht es mir, wenn du Befürworter
eines Zustandes hoher Dichte nennst.

Homo Lykos

unread,
May 16, 2009, 4:48:07 PM5/16/09
to
"Lone" <amsei...@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:af2cc6e5-b0b3-4429...@r3g2000vbp.googlegroups.com...

On 15 Mai, 23:02, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
> Homo Lykos

> www.wolff.ch
>
> --
> Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
> zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg
> erm�gliche man auch wieder deutschsprachige Physikver�ffentlichungen.

> Das mit den deutschsprachigen Ver�ffentlichungen sehe ich mit Freuden.


> Immerhin erscheinen die Analen der Physik seit 1799! Der deutsche Ernst,

> und die deutsche Gr�ndlichkeit(dazu z�hle ich auch �sterreich, das
> gemessen an seiner Gr��e die meisten Nobelpreistr�ger in den NW �berhaupt


> hervorgebracht hat, und die Schweiz),

Immerhin ziehen die �sterreicher beim CERN als erste die wohl richtigen und
leider auch n�tigen Konsequenzen: Ich schrieb zum CERN in einer nicht
wissenschaftlichen Zeitschrift folgenden Online-Kommentar:
www.soso.ch/WeWo-CERN.pdf
Klarheitshalber: Ich kenne bzw. kannte das CERN, denn ich war in
Assistentenzeiten oft als "Visiteur" am CERN. Ich habe dort sogar viel
gelernt, was ich durchaus nicht missen m�chte, aber letztlich eben nichts
�ber Grundlagenforschung, denn das CERN ist prim�r eine hochkomplexe
technische Grosseinrichtung, die eben nur funktionieren kann, wenn die Leute
nicht zu viele grunds�tzliche Fragen stellen. Die durchaus vorhandenen
Qualit�ten des CERN liegen darum prim�r in der Entwicklung komplexer
grosstechnischer Systeme, aber eben nicht in der Grundlagenforschung.

Nun der gr�sste Minuspunkt aus meiner Sicht: Ich habe unter dem Strich nie
eine faschistoidere/rassistischere Organisation als das CERN pers�nlich
kennen gelernt. Diese ganze Problematik wurde mir wohl �berhaupt erst damals
voll bewusst.

> Die doofen Nazis haben es geschafft, Deutsch als Wissenschaftssprache zu
> diskreditieren.

Wenn es denn "nur" Deutsch w�re, aber das haben nicht die Nazi (deutsch
geh�rt hier kein s hin) geschafft, h�chstens beschleunigt. Das liegt n�mlich
an der amerikanischen, weltweiten Milit�rpr�senz und insbesondere an den
amerikanischen Atombomben! --- Schon im alten Rom bedeutete die damalige
Globalisierung bzw. Romanisierung bekanntlich das Ende innovativer
Wissenschaft, die auf Vielfalt angewiesen ist, w�hrend die Technik noch
einige vor allem quantitative - aber eben nicht grundlegende - Fortschritte
machte.

Ich f�r meinen Teil versuche mich im Rahmen meiner M�glichkeiten dagegen zu
wehren, so gut es halt geht, �hnlich wie ein Neger im S�dafrika zur Zeit der
Apartheid unter den weissen Herren.

> Das muss heute wieder anders werden, schon allein, um dem Angelsachsentum

> Paroli zu bieten, ...

Das sollte wieder anders werden, denn die Wissenschaft braucht Vielfalt und
nicht Monopole - sprich Einfalt - die bei normalen Firmen l�ngst als
kriminelle Zusammenschl�sse geahndet w�rden, obwohl es sich bei den
Wissenschaftskartellen letztlich auch um nichts anderes als gew�hnliche
"Mafiafirmen" handelt, die �ffentliche Gelder unter den Mitgliedern der
"ehrenwerten" Familie(n) verteilen. Ein zentrales Instrument zur
Monopoldurchsetzung (Sprach-, Wahrheits- und Geldverteilungsdiktat) sind
die sogenannt wissenschaftlich anerkannten Zeitschriften: Dort
ver�ffentlichte Artikel sind so etwas wie Gutscheine, die ab einer gewissen
Zahl zu F�rdergeldbezug oder gar zu Professuren berechtigen.


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

g.sch...@gmx.de

unread,
May 18, 2009, 9:40:13 AM5/18/09
to
On 16 Mai, 22:48, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Ich kenne bzw. kannte das CERN, denn ich war in
> Assistentenzeiten oft als "Visiteur" am CERN. Ich habe dort sogar viel
> gelernt, was ich durchaus nicht missen möchte, aber letztlich eben nichts
> über Grundlagenforschung, denn das CERN ist primär eine hochkomplexe

> technische Grosseinrichtung, die eben nur funktionieren kann, wenn die Leute
> nicht zu viele grundsätzliche Fragen stellen.

und warum sollte dem so sein? Ich vermute, du willst damit sagen, die
Führungskräfte des CERN hätten Angst davor, durch kritische Fragen
ihrer Mitarbeiter bloßgestellt zu werden?
Wenn ich mir vorstelle, ich wäre Führungskraft beim CERN, hätte ich
keine solchen Sorgen. Würde mir ein Untergebener kritische Fragen
stellen, würde ich ihm wahrheitsgemäß antworten. Vorausgesetzt
natürlich, durch die Fragerei vernachlässigt er seine Arbeit nicht und
hält auch nicht mich oder andere Kollegen von der Arbeit ab (das gilt
in jeder Branche, dass man seine Arbeitszeit nicht Gequatsche zu
vergeuden hat, warum sollte das beim CERN anders sein). Ich würde ja
sogar auf Fragen von dir antworten, so du denn mal welche stellen
würdest, was dir als jemandem, der alles selbst am besten zu wissen
glaubt, natürlich nie in den Sinn kommt. Wenn ihn meine Antworten
nicht zufriedenstellen, hätte er halt Pech gehabt. Sollte er der
Überzeugung sein, die Forschung am CERN gehe in die falsche Richtung,
würde ich ihn darauf hinweisen, dass es ihm jederzeit freistehe, das
CERN zu verlassen, sollte es ihm hier nicht gefallen. Ansonsten habe
er halt die Aktivitäten des CERN so wie sie sind zu akzeptieren, er
habe nicht über sie zu bestimmen, am CERN gelte wie in jeder Branche
dass der Schmied den Ton angibt, nicht der Schmiederl.


> Nun der grösste Minuspunkt aus meiner Sicht: Ich habe unter dem Strich nie
> eine faschistoidere/rassistischere Organisation als das CERN persönlich
> kennen gelernt.

wo ist CERN denn rassistisch? Werden da nur Schweizer beschäftigt oder
wie?


> > Die doofen Nazis haben es geschafft, Deutsch als Wissenschaftssprache zu
> > diskreditieren.
>

> Wenn es denn "nur" Deutsch wäre, aber das haben nicht die Nazi (deutsch
> gehört hier kein s hin) geschafft, höchstens beschleunigt. Das liegt nämlich
> an der amerikanischen, weltweiten Militärpräsenz

die geht doch auch nur auf das Konto der Nazis. Hätten die nicht den
zweiten Weltkrieg veranstaltet, sähen die weltpolitischen
Konstellationen heute ganz anders aus.

Ilja Schmelzer

unread,
May 18, 2009, 10:12:14 AM5/18/09
to
On May 16, 2:02 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> Es gibt keine Gravitationsfelder, die den Gang ruhender Uhren beeinflussen.
>
> ***
> Aber der Gang ferner Uhren wird scheinbar (auf kosmischen Distanzen) von
> lichtstrahl- bzw. beobachterrelativen Feldern "beeinflusst", was sich durch
> eine (Schein-)Metrik, die WPT-Metrik, beschreiben lässt.
> ***

Was wenn eine Uhr in der Ferne ruht?

Erklaere bitte genauer wie das in meinem Beispiel funktioniert:

A1 Beginn der fernen Supernovaexplosion
A2 Ende der fernen Supernovaexplosion
B1a Ankunft des ersten Lichtstrahls der fernen Explosion auf der Erde,
B2a Ankunft des letzten Lichtstrahls der fernen Explosion auf der
Erde.

Welche Zeit zeigt eine ungefaehr in A lokalisierte Uhr zwischen A1 und
A2 an,
im Vergleich zu der Zeit, die eine lokale Uhr auf der Erde zwischen
B1a und B2a anzeigt?

> Ich weiss, das gefällt Ihnen nicht. Aber wenn Sie ausgerechnet die Aspekte


> der WPT ausser Acht lassen, die das Fundament der Theorie bilden, dann

> betrifft Ihre ganze Beweisführung die WPT nicht.

Oh, in der Wissenschaft reicht es, wenn man aus Folgerungen aus einer
Theorie einen Widerspruch herleiten kann. Deshalb erlaube ich mir
halt,
Sie zu fragen, und betrachte Ihre Antworten als Folgerungen Ihrer
Theorie.
Hat natuerlich eine Fehlerquelle: Sie koennen moeglicherweise Ihre
eigene
Theorie falsch interpretieren, Einstein hat schliesslich auch einige
falsch
GR-Berechnungen auf dem Kerbholz. Sieht man von dieser Moeglichkeit
jedoch ab, betrifft die Beweisfuehrung die WPT voll.

Ihre Theorie gefaellt mir nicht, schon weil Ihr Potential kein
Potential ist,
und weil ich halt nicht sehe, wie man dem von mir aufgezeigten
Widerspruch
entgehen kann ohne Ihre Theorie fundamental zu aendern.

> >> Aber noch drastischer und - auch ohne vertiefte Kenntnisse - leicht
> >> nachvollziehbar ist Schmelzers Missverstehen der WPT in der letzten
> >> Unterstellung:
>
> >> ***** Unterstellung Nr. 8
> >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner Theorie,
> >> Nein bei Newton)
>
> >> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in Richtung
> >> B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die Ereignisse der
> >> Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
>
> >> Wenn A und B Punkte im absoluten, globalen (wahren) Inertialsystem
> >> meinen, dann entspricht Obiges nicht der Situation in der WPT: Wenn man

> >> nämlich die einer konstanten, gravitativen "Lichtbremskraft"
> >> entsprechende Äquivalenzraketensituation betrachtet, was nach Schulphysik
> >> zulässig ist, dann entspricht B in Inertialkoordinaten für die beiden


> >> Lichtstrahlen nicht dem gleichen Punkt, sondern dem gleichen Punkt in
> >> Raketenkoordinaten.
>
> > Und? Die Frage ist:
>
> > Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?
>
> > Ja oder nein?
>
> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem gemeint,
> dann ist die Antwort nein.

Schoen, wenn in diesem Fall (A1A2) = (B1aB2a) gilt, haben wir ja
den Punkt gefunden. Wurde ja auch Zeit. Haetten Sie schneller haben
koennen.

Dann koennen wir also weitermachen und mit der experimentellen
Situation
vergleichen.

Wenn wir von lokalen Geschwindigkeiten im Vergleich zur CMBR absehen,
ist B (die Erde) ein ruhender Punkt?

Ist eine ferne Supernova (A), unter derselben Annahme, ein ruhender
Punkt?

> Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
> Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der WPT

> die für einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.

In meinen Fragen taucht keinerlei Raketensystem auf, also ist diese
Annahme
irrelevant. Die Erde ist jedenfalls keine Rakete. Die Uhr befinde
sich
ausserhalb des Observatoriums und misst die Zeit zwischen den Schreien
des Astronomen "Ne Supernova!!!" und "Oh, das wars wohl, der Knall
ist
zuende." ;-) Es ist somit keinerlei Beziehung dieser Uhr zu
irgendeiner
Rakete erkennbar. ;-)

Ernsthafter, ich habe nicht umsonst alle Fragen in Bezug auf ein
absolutes Ruhesystem X, T gestellt. Ich habe nicht vor, mit Ihnen
auch noch ueber scheinbare Raketensysteme zu streiten. Mit denen
haben sogar professionelle Physiker so ihre Schwierigkeiten (Siehe
Bell, how to teach special relativity).

> > Ok, ich verrate ein Geheimnis: Ich kenne deine Arbeit.
> > Und nun?
>

> Wunderbar: Dann müssten Sie nun in der Lage sein ohne lange Fragerei - bis
> auf Unklarheiten in meiner Arbeit, die es mangels Rückmeldungen sicher noch


> geben wird - Ihre Unterstellungen aus der WPT herzuleiten und einen sauberen
> Widerspruchsbeweis zu liefern.

Nein. Das geht nur fuer mathematisch sauber und detailliert
ausformulierte Theorien.
Von diesem Standard ist Ihre Theorie noch weit entfernt.

Es sollte Ihnen beispielsweise klar sein, dass man selbst aus solch
hoechst
widerspruechlichen Texten wie den heiligen Texten der verschiedensten
Religionen
(die des jeweiligen Lesers sei mal ausgenommen ;-) ) keine
mathematisch
sauberen Widerspruchsbeweise liefern kann.

> Einem Mathematiker wird ja klar sein, dass

> man Voraussetzungen, die man für eine mathematische Beweisführung braucht,


> nicht durch "Herumfragen" belegen kann.

Woher man die Voraussetzungen bekommt, ist fuer den Mathematiker egal.
Sein
Part ist die Herleitung von irgendwas aus diesen Voraussetzungen.

Texte eines Autors sind gewoehnlich widerspruechlicher als das, was
man
durch Nachfragen beim Autor rauskriegen kann - er kann an den Fragen
oft
leicht erkennen, wo man ihn missverstanden hat, und nachbessern.

> Erst danach bin ich wieder dran, und man wird dann sehen, ob ich Ihren
> Widerspruchsbeweis zerzausen kann oder ob ich mich geschlagen geben muss.

Sie haben natuerlich auch so das Recht, meinen Widerspruchsbeweis
einfach
zu ignorieren. Allerdings wird dies meine Meinung ueber Ihre
wissenschaftliche
Kompetenz nicht unbedingt verbessern.

> Ihr Problem wird nicht der Logikbeweis sein: Der ist so banal, dass es schon
> peinlich war, wie oft sie den wiederholt hatten, sondern ihr Problem bestand
> schon bisher und wird wohl auch in Zukunft darin bestehen die WPT
> physikalisch zu verstehen und mathematisch "WPT-gerecht" zu erfassen.

Sehen Sie, warum sollte ich mehr daran interessiert sein, Ihre Lehren
"WPT-gerecht zu erfassen"? Ich bin daran genausowenig interessiert
wie
die Bibel "christgerecht zu erfassen".

Sie sollten, wenn Sie eine ernstzunehmende Theorie vertreten, in der
Lage
sein, klare Fragen zu dieser Theorie zu beantworten. Manchmal kann die
Antwort auch ein klares "Ich weiss noch nicht" sein - kein Problem,
ich
kann die Massen der Fermionen in meiner Theorie auch noch nicht
herleiten.

Die Peinlichkeit der Haeufigkeit der Wiederholungen des Logikbeweises
liegt auf Ihrer Seite - Ihre Antworten erforderten diese Reaktion
meinerseits,
da Sie nicht in der Lage schienen, die Konsequenzen zu ziehen und
klarzustellen, welche meiner Fragen zu Ihrer Theorie falsch
beantwortet
sind.

Als ich damit angefangen hatte, war meine Erwartung, dass ein bis zwei
Postings ausreichend sein sollten, bis sie klar sagen, welche der
Antworten falsch sind. Wir haben deutlich laenger gebraucht, und von
meiner Seite war es rein sportliches Interesse, wie lange sie
brauchen,
um klar zu sagen, welche der Aussagen in Ihrer Theorie nicht gilt.

Roalto

unread,
May 18, 2009, 12:34:58 PM5/18/09
to
On Sat, 16 May 2009 22:48:07 +0200, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch>
wrote:
>[Snip]

>Wenn es denn "nur" Deutsch w�re, aber das haben nicht die Nazi (deutsch
>geh�rt hier kein s hin) geschafft, h�chstens beschleunigt. Das liegt n�mlich
>an der amerikanischen, weltweiten Milit�rpr�senz und insbesondere an den
>amerikanischen Atombomben! --- Schon im alten Rom bedeutete die damalige
>Globalisierung bzw. Romanisierung bekanntlich das Ende innovativer
>Wissenschaft, die auf Vielfalt angewiesen ist, w�hrend die Technik noch
>einige vor allem quantitative - aber eben nicht grundlegende - Fortschritte
>machte.
>
>Ich f�r meinen Teil versuche mich im Rahmen meiner M�glichkeiten dagegen zu
>wehren, so gut es halt geht, �hnlich wie ein Neger im S�dafrika zur Zeit der
>Apartheid unter den weissen Herren.

Ach, Gottchen, eine Verschw�rungstheorie. Wie niedlich!

>[Snip]
>Homo Lykos
>www.wolff.ch
Viel Spass weiterhin
Rolf
--
Wo Frauen geehrt werden,
sind die G�tter zufrieden.

Homo Lykos

unread,
May 18, 2009, 5:23:57 PM5/18/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:a44daa82-7009-4e22...@y33g2000prg.googlegroups.com...

On May 16, 2:02 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> Es gibt keine Gravitationsfelder, die den Gang ruhender Uhren
>> beeinflussen.
>>
>> ***
>> Aber der Gang ferner Uhren wird scheinbar (auf kosmischen Distanzen) von
>> lichtstrahl- bzw. beobachterrelativen Feldern "beeinflusst", was sich
>> durch eine (Schein-)Metrik, die WPT-Metrik, beschreiben l�sst.
>> ***

> Was wenn eine Uhr in der Ferne ruht?

Das habe ich f�r das inertiale Ruhesystem oben implizit angenommen: Der
Uhrgang wird in der WPT halt nur scheinbar ver�ndert. In "Wahrheit" sieht
das nur so aus, weil das Licht, das von dieser Uhr Kunde bringt, auf seinem
Wege "m�de" wird, und zwar genau dergestalt, wie es einem Beobachter in
einer konstant beschleunigten (virtuellen) Rakete erschiene (man denke an
Einsteins Fahrstuhl).

> Erklaere bitte genauer wie das in meinem Beispiel funktioniert:

Nachdem Sie meine Arbeit (angeblich) gelesen haben, aber immer noch die
gleichen Fragen stellen, wie vor etwa einem Jahr, w�rde dies wohl auch heute
nichts n�tzen, wenn weder meine Antworten vor einem Jahr noch meine
Grundsatzarbeit von letztem November Klarheit schaffen konnten:

>> Ich weiss, das gef�llt Ihnen nicht. Aber wenn Sie ausgerechnet die


>> Aspekte der WPT ausser Acht lassen, die das Fundament der Theorie bilden,

>> dann betrifft Ihre ganze Beweisf�hrung die WPT nicht.

> Oh, in der Wissenschaft reicht es, wenn man aus Folgerungen aus einer
> Theorie einen Widerspruch herleiten kann. Deshalb erlaube ich mir halt,
> Sie zu fragen, und betrachte Ihre Antworten als Folgerungen Ihrer Theorie.
> Hat natuerlich eine Fehlerquelle: Sie koennen moeglicherweise Ihre eigene

> Theorie falsch interpretieren, ...

Das ist nicht die einzige Fehlerquelle:

1. Auch reine Diskussionsmissverst�ndnisse sind hier leicht mal m�glich.

2. Aber vor allem kann es auch sein, dass die Fragen der Theorie nicht
angemessen sind:

> >>> ***** Unterstellung Nr. 8
> >>> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
> >>> Theorie, Nein bei Newton)
> >>>
> >>> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in
> >>> Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die
> >>> Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.

> >> ....


> >> Und? Die Frage ist:
> >>
> >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?
> >>
> >> Ja oder nein?
>>
>> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem gemeint,
>> dann ist die Antwort nein.

> Schoen, wenn in diesem Fall (A1A2) = (B1aB2a) gilt, haben wir ja den Punkt
> gefunden. Wurde ja auch Zeit. Haetten Sie schneller haben koennen.

Ich habe Sie praktisch von Anfang an - also schon vor �ber einem Jahr -
verstanden; Sie verstehen mich aber noch immer nicht, weil Sie offenbar
Einsteins �quivalenzraketen�berlegung nicht kennen:

> Dann koennen wir also weitermachen und mit der experimentellen Situation
> vergleichen.

> Wenn wir von lokalen Geschwindigkeiten im Vergleich zur CMBR absehen, ist
> B (die Erde) ein ruhender Punkt?

Ja, im inertialen (wahren) Ruhesystem ruht sie, aber ... (siehe unten).

> Ist eine ferne Supernova (A), unter derselben Annahme, ein ruhender Punkt?

Ja, aber ...

>> Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
>> Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der

>> WPT die f�r einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.

> In meinen Fragen taucht keinerlei Raketensystem auf, also ist diese
> Annahme irrelevant.

In Ihren Fragen schon, f�r die WPT aber nicht: Darum haben Ihre Fragen f�r
die WPT keine Relevanz.

> Die Erde ist jedenfalls keine Rakete.

Doch, in der WPT-Kosmologie und in folgendem Sinne schon:

Wenn man annimmt - wie in der WPT - dass unter Allsymmetrie Licht gegen ein
konstantes Gravitationsfeld anlaufen muss, dann erh�lt man rechnerisch die
gleichen Resultate, wie wenn die Erde mit konstanter Beschleunigung vor dem
Lichtstrahl fl�he. Oder in Einsteins Worten (hatte ich hier schon am 13.
Juni 2008 im Faden "�therdiskussion, WPT und DM" zitiert):

**** Beginn Einstein-Zitat 1907
Diese Annahme erweitert das Prinzip der Relativit�t auf den Fall der
gleichf�rmig beschleunigten Translationsbewegung des Bezugssystems. Der
heuristische Wert der Annahme liegt darin, da� sie ein homogenes
Gravitationsfeld durch ein gleichf�rmig beschleunigtes Bezugssystem zu
ersetzen gestattet, welch letzterer Fall bis zu einem gewissen Grade der
theoretischen Behandlung zug�nglich ist.
**** Ende Einstein-Zitat 1907

Im Falle der Kosmologie kann man - f�r Rechenzwecke - ganze Galaxien als
solche (virtuelle) Raketen betrachten, die vor fernen Lichtstrahlen mit
konstanter Beschleunigung Hc fliehen. Das entspricht �brigens im
Wesentlichen - mindestens qualitativ - gerade der festgestellten
Beschleunigung der Expansion im Konkordanzmodell der Kosmologie, weswegen
diese beschleunigte Expansion der wohl bisher st�rkste und schon fast ganz
direkte Beleg f�r die WPT ist: In der WPT versteht man darum sofort, warum
die Expansionstheoretiker eine dunkle Energie einf�hren mussten: Das ist
(bei einer realen Expansion) die Energie zur Beschleunigung obiger
�quivalenzrakete (bzw. der beschl. Expansion), die es in der WPT aber real
nicht gibt, sondern eben nur im Sinne von Einsteins genialem Rechentrick.

> Ernsthafter, ich habe nicht umsonst alle Fragen in Bezug auf ein absolutes
> Ruhesystem X, T gestellt. Ich habe nicht vor, mit Ihnen auch noch ueber
> scheinbare Raketensysteme zu streiten. Mit denen haben sogar
> professionelle Physiker so ihre Schwierigkeiten (Siehe Bell, how to teach
> special relativity).

1. Dass Sie alle Fragen bewusst in Bezug auf ein absolutes Ruhesystem X/T
gestellt haben, ist mir schon klar. Aber damit haben Sie die Situation
bez�glich der WPT st�rker vereinfacht als zul�ssig: Damit haben Sie
sozusagen die kosmische Schwerkraft bzw. die dissipative Weltbeschleunigung
ausgeschaltet, und dann gibt es in der WPT banalerweise weder eine
(gravitative) kosmische Rotverschiebung noch einen entsprechenden
Zeitlupeneffekt.

2. Bells Seil ist eine sch�ne Zugabe der WPT: Das Seil reisst nicht.


Zur "Herumfragerei":

> Texte eines Autors sind gewoehnlich widerspruechlicher als das, was man
> durch Nachfragen beim Autor rauskriegen kann - er kann an den Fragen oft
> leicht erkennen, wo man ihn missverstanden hat, und nachbessern.

Ich habe seit wohl l�nger als einem Jahr verstanden, wo und inwiefern Sie
mich missverstehen, aber bisher ist es mir nicht gelungen das so zu
erkl�ren, dass Sie das auch verstehen. Aber solange Sie sich weigern die
�quivalenzrakete zu ber�cksichtigen, ist das nat�rlich auch unm�glich.

Falls es ernsthafte Mitleser geben sollte, w�re ich nach wie vor daran
interessiert, ob auch andere damit (oder mit andern Punkten meiner WPT)
Probleme haben. Nur so wird es mir vermutlich gelingen meine Arbeit und
meine Erkl�rungen hier didaktisch zu verbessern.

Homo Lykos

unread,
May 18, 2009, 6:06:12 PM5/18/09
to
<g.sch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6bbc78d5-46cf-4274...@s31g2000vbp.googlegroups.com...

On 16 Mai, 22:48, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> Ich kenne bzw. kannte das CERN, denn ich war in Assistentenzeiten oft als
>> "Visiteur" am CERN. Ich habe dort sogar viel gelernt, was ich durchaus
>> nicht missen m�chte, aber letztlich eben nichts �ber Grundlagenforschung,
>> denn das CERN ist prim�r eine hochkomplexe technische Grosseinrichtung,

>> die eben nur funktionieren kann, wenn die Leute nicht zu viele
>> grunds�tzliche Fragen stellen.

> und warum sollte dem so sein? Ich vermute, du willst damit sagen, die

> F�hrungskr�fte des CERN h�tten Angst davor, durch kritische Fragen ihrer
> Mitarbeiter blo�gestellt zu werden?

Nein, ich war wie die meisten Physiker am CERN "Visiteur", also Besucher.
Diese sind auch am CERN ihrem jeweiligen Chef der "Heim-Institution", die am
CERN Experimente durchf�hrt, unterstellt; schon diese Frage zeigt, dass sie
das CERN halt nicht kennen und mir zeigt es gleichzeitig, dass es gar nicht
einfach ist Leuten, die die Situation nicht kennen, dies in wenigen Worten
zu erkl�ren.

>> Nun der gr�sste Minuspunkt aus meiner Sicht: Ich habe unter dem Strich


>> nie eine faschistoidere/rassistischere Organisation als das CERN

>> pers�nlich kennen gelernt.

> wo ist CERN denn rassistisch? Werden da nur Schweizer besch�ftigt oder
> wie?

1. Wie wenn es heute und gerade an solchen Stellen auf Staatsangeh�rigkeiten
ank�me: Rassismus war so gut wie immer Kulturrassismus. Nehmen wir das in
den K�pfen der Menschen immer noch aktuelle Paradebeispiel: Sie glauben doch
nicht ernsthaft, dass Hitler die Juden ihrer manchmal wirklich nicht sehr
sch�nen Nasen wegen verabscheut, gehasst, aber vor allem halt auch
gef�rchtet hatte. Das lag an ihrer kulturell und nicht nasenbedingten
Vormachtstellung. Wenn meine Interpretation stimmt, war er zudem bez�glich
der Juden gar kein "echter" Rassist, der alle andern - ausser der eigenen
Rasse bzw. Kultur - als minderwertig einstuft; das war er wohl "nur"
gegen�ber den Slaven und die wollte er meines Wissens nicht ermorden,
sondern versklaven.

2. Am CERN wurde schon damals mit einer Selbstverst�ndlichkeit ohnegleichen,
die ich - mindestens zuvor - noch nie gesehen hatte, der angels�chsischen
Kultur das Primat �ber alle andern Kulturen einger�umt, wie es erst in
j�ngster Zeit vor allem an der ganzen ETH, aber auch an den schweizerischen
Universit�ten der Fall ist; da werden Schweizer heute nicht nur nicht
bevorzugt, sondern schon l�ngst ganz bewusst benachteiligt. Und ja, die
schlimmsten ganz offensichtlichen Rassisten am CERN, die mir aufgefallen
waren, waren nicht Amerikaner, sondern prim�r Engl�nder, aber auch Deutsche,
die ihren fr�heren Germanorassismus inzwischen in Amerikanorassismus
transformiert hatten. Viele von denen glaubten offenbar allen Ernstes, dass
nur deutscher Rassismus tadelnswert sei; oder sie wollten halt - wie der
bekannte Raketenbauer von Braun - n�chstes Mal bei den Siegern sein.


>> > Die doofen Nazis haben es geschafft, Deutsch als Wissenschaftssprache
>> > zu diskreditieren.
>>

>> Wenn es denn "nur" Deutsch w�re, aber das haben nicht die Nazi (deutsch
>> geh�rt hier kein s hin) geschafft, h�chstens beschleunigt. Das liegt
>> n�mlich an der amerikanischen, weltweiten Milit�rpr�senz
>

> die geht doch auch nur auf das Konto der Nazis. H�tten die nicht den
> zweiten Weltkrieg veranstaltet, s�hen die weltpolitischen Konstellationen
> heute ganz anders aus.

In der Geschichte kann man zwar nie definitiv beweisen, wie etwas gekommen
w�re, wenn ...

Aber die Bedeutung der Nazi wird da wohl ganz generell gewaltig �bersch�tzt.
Dass es in Europa (und dar�ber hinaus) �ber kurz oder lang zu einer
Flurbereinigung kommen w�rde, war nach dem ersten Weltkrieg klar, und das
hatte mit den Nazi noch gar nichts zu tun. Stalin - und nat�rlich nicht nur
er - wusste dies z.B. meines Wissens mindestens seit 1925, und Amerika hatte
wohl schon bald nach dem ersten Weltkrieg systematisch darauf hinzuarbeiten
begonnen seinen Einfluss im fernen Osten auszudehnen; liegt ja nicht gerade
vor der Haust�re Amerikas.

Eine Bemerkung f�r die ganz Naiven: Warum verstehen sich Engl�nder und
Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um die
weltweite Milit�rpr�senz geht?

Andreas Most

unread,
May 18, 2009, 6:32:07 PM5/18/09
to
"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> writes:

> Eine Bemerkung f�r die ganz Naiven: Warum verstehen sich Engl�nder und
> Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um die
> weltweite Milit�rpr�senz geht?

Weil sie beide englisch sprechen?

Homo Lykos

unread,
May 18, 2009, 6:47:11 PM5/18/09
to
"Andreas Most" <Andrea...@nospam.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:87d4a6h...@nospam.invalid...

Im Wesentlichen ja, aber es gibt weitere wichtige kulturelle Bindungen
zwischen diesen beiden Staaten: Amerika ist sozusagen der direkte Nachfolger
des englischen Weltreiches, also so etwas wie ein Sohn, der die Traditon des
Vaters weiter f�hrt.

g.sch...@gmx.de

unread,
May 18, 2009, 7:47:35 PM5/18/09
to
On 19 Mai, 00:06, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> >> denn das CERN ist primär eine hochkomplexe technische Grosseinrichtung,

> >> die eben nur funktionieren kann, wenn die Leute nicht zu viele
> >> grundsätzliche Fragen stellen.

> > und warum sollte dem so sein? Ich vermute, du willst damit sagen, die
> > Führungskräfte des CERN hätten Angst davor, durch kritische Fragen ihrer
> > Mitarbeiter bloßgestellt zu werden?

>
> Nein, ich war wie die meisten Physiker am CERN "Visiteur", also Besucher.
> Diese sind auch am CERN ihrem jeweiligen Chef der "Heim-Institution", die am
> CERN Experimente durchführt, unterstellt; schon diese Frage zeigt, dass sie

> das CERN halt nicht kennen

in der Tat, die Interna des CERN kenne ich nicht, habe ich ja auch nie
behauptet. Du könntest trotzdem meine erste Frage beantworten, die da
lautete, warum dem so sein sollte?


> >> Nun der grösste Minuspunkt aus meiner Sicht: Ich habe unter dem Strich


> >> nie eine faschistoidere/rassistischere Organisation als das CERN

> >> persönlich kennen gelernt.
> > wo ist CERN denn rassistisch? Werden da nur Schweizer beschäftigt oder
> > wie?
>
> 1. Wie wenn es heute und gerade an solchen Stellen auf Staatsangehörigkeiten
> ankäme: Rassismus war so gut wie immer Kulturrassismus.

Kulturrassismus gibt es nicht. Rassismus bedeutet immer
Diskriminierung aufgrund der ethnologischen Abstammung, nicht aufgrund
der Kultur. Wo du gerade das Beispiel von Hitler und den Juden
gebracht hast: hätten sich die Juden voll und ganz in die deutsche
Kultur integriert und sämtliche kulturellen Eigenheiten aus ihrem
Leben verbannt, von den jüdischen Festen über den Kerzenleuchter und
die Kippa bis hin zum Synagogenbau, hätte ihnen das unter Hitler nicht
das geringste genützt.


> 2. Am CERN wurde schon damals mit einer Selbstverständlichkeit ohnegleichen,
> die ich - mindestens zuvor - noch nie gesehen hatte, der angelsächsischen
> Kultur das Primat über alle andern Kulturen eingeräumt,

eine angelsächsische Kultur existiert nicht. Man kann entweder
allgemein von der westlichen Kultur sprechen, d.h. von der
westeuropäisch-nordamerikanischen Kultur, oder muss, wenn man stärker
differenzieren will, zwischen einer US-amerikanischen, kanadischen und
britischen Kultur unterscheiden, und bei letzterer am besten noch
gleich zwischen englischer und schottischer. Die kulturellen
Unterschiede zwischen US-Amerikanern und Briten sind größer als z.B.
die zwischen US-Amerikanern und Deutschen oder Schweizern.


> wie es erst in
> jüngster Zeit vor allem an der ganzen ETH, aber auch an den schweizerischen
> Universitäten der Fall ist; da werden Schweizer heute nicht nur nicht
> bevorzugt, sondern schon längst ganz bewusst benachteiligt.

dass beim CERN Nicht-Schweizer eine gewisse Bevorzugung erfahren, ist
ja nicht weiter verwunderlich, schließlich ist CERN eine
internationale Organisation, und da will jedes Mitgliedland ein
gewisses Kontingent an der Mitarbeiterschaft haben. Für die Schweiz
bleibt da dann nur ihr eigener Anteil.

Genauso könnte man behaupten, die UNO würde US-Amerikaner
benachteiligen, da im UNO-Hauptquartiert in New York auch viele Nicht-
Amerikaner arbeiten, oder der Vatikan würde Italiener benachteiligen,
da dort viele Nicht-Italiener tätig sind.

Wie das an der ETH ist, weiß ich nicht, würde aber darauf tippen, dass
die ähnlich wie CERN eine internationalistische Ausrichtung hat. Wie
man hier

http://de.wikipedia.org/wiki/ETH_Z%C3%BCrich

nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten Nicht-
Schweizer. Es verwundert daher nicht, wenn ein nicht unerheblicher
Teil der Professorenstellen an Ausländer vergeben wird.


> >> > Die doofen Nazis haben es geschafft, Deutsch als Wissenschaftssprache
> >> > zu diskreditieren.
>

> >> Wenn es denn "nur" Deutsch wäre, aber das haben nicht die Nazi (deutsch
> >> gehört hier kein s hin) geschafft, höchstens beschleunigt. Das liegt
> >> nämlich an der amerikanischen, weltweiten Militärpräsenz
>

> > die geht doch auch nur auf das Konto der Nazis. Hätten die nicht den
> > zweiten Weltkrieg veranstaltet, sähen die weltpolitischen Konstellationen


> > heute ganz anders aus.
>
> In der Geschichte kann man zwar nie definitiv beweisen, wie etwas gekommen

> wäre, wenn ...
>
> Aber die Bedeutung der Nazi wird da wohl ganz generell gewaltig überschätzt.
> Dass es in Europa (und darüber hinaus) über kurz oder lang zu einer
> Flurbereinigung kommen würde, war nach dem ersten Weltkrieg klar, und das


> hatte mit den Nazi noch gar nichts zu tun.

und was für eine "Flurbereinigung" sollte das sein?


> und Amerika hatte
> wohl schon bald nach dem ersten Weltkrieg systematisch darauf hinzuarbeiten
> begonnen seinen Einfluss im fernen Osten auszudehnen; liegt ja nicht gerade

> vor der Haustüre Amerikas.

gut, damit machte Amerika nichts anderes als die europäischen Mächte
auch: Briten (Indien, Burma), Franzosen (Indochina) und Niederländer
(Indonesien) waren da nämlich schon lange präsent. Auch Deutschland
hatte bis zum ersten Weltkrieg dort Fuß zu fassen versucht.
Man erkennt daran übrigens eines: dass sich Englisch zur Weltsprache
aufschwang, und damit auch über kurz oder lang zur Sprache der
Wissenschaft wurde, geht nicht auf eine heutige amerikanische
Militärpräsenz zurück (den Amis ist die Sprache wohl auch eher egal,
die arbeiten auch gerne mit Leuten zusammen die kein Englisch
sprechen), sondern auf eine frühere britische, zur Zeit des
Kolonialismus. Das britische Kolonialreich umfasste nach dem ersten
Weltkrieg rund 30 Mio. km^2, mehr als sonst jemals ein Land oder Reich
gehabt hat. Zum Vergleich: die Sowjetunion brachte es auf nur 22 Mio.
km^2.


> Eine Bemerkung für die ganz Naiven: Warum verstehen sich Engländer und


> Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um die

> weltweite Militärpräsenz geht?

weil die Briten so gerne in Erinnerung an ihr einstiges Kolonialreich
schwelgend auch heute noch als Weltmacht agieren möchten. Und ohne
amerikanische Unterstützung würde ihnen das wohl sehr schwer fallen.
Sieht man ja an den Franzosen, die im Grunde dasselbe vorhaben, nur
halt ohne Rückendeckung von den Amis, und damit dann auch nicht gerade
erfolgreich sind.

Hendrik van Hees

unread,
May 19, 2009, 3:38:28 AM5/19/09
to
Andreas Most wrote:

> "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> writes:
>
>> Eine Bemerkung fᅵr die ganz Naiven: Warum verstehen sich Englᅵnder


>> und Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um

>> die weltweite Militᅵrprᅵsenz geht?


>
> Weil sie beide englisch sprechen?

Die Frage mᅵᅵte eher lauten, warum sich Englᅵnder und Amerikaner so
schlecht verstehen, wo sie doch (bei oberflᅵchlicher Betrachtung ;-))
die gleiche Sprache Sprechen ;-) SCNR.

--
Hendrik van Hees Institut fᅵr Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universitᅵt Gieᅵen
Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gieᅵen
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/

Philo

unread,
May 19, 2009, 7:44:18 AM5/19/09
to
On 19 Mai, 00:06, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

> Rassismus war so gut wie immer Kulturrassismus.

In diesem Zusammenhang ist mir eine Bemerkung sehr in Erinnerung
geblieben, die der norwegische Friedensforscher Johan Galtung vor
vielen Jahrzehnten gemacht hat. Danach waren die Nazis besonders
deshalb so verhasst, weil sie andere Europäer genauso behandelten wie
diese die Menschen anderer Kulturkreise. Darin steckt ein sehr, sehr
wahrer Kern. Der Nazismus unterscheidet sich jedoch dadurch vom
üblichen Rassismus und der allgemeinen Verachtung z. B. "des Negers",
indem er die Tötung der Versklavten und Verachteten nicht nur
ermöglichte oder augenzwinkernd duldete wie in den US-Südstaaten,
sondern zur Methode und zur geradezu vorbildlichen Haltung machte, zum
Dienst an der Zukunft. Jemand musste die schwere Arbeit ja tun und
Himmler war bekanntlich stolz darauf, dass er und Leute sie klaglos
erledigten.

Im übrigen gebe ich Ihnen recht in Ihrer Kritik bezüglich des
Angloamerikanismus und der ideologiegetränkten EU-Gleichmacherei. Nur
kann man dafür nicht die Amerikaner oder Engländer verantwortlich
machen, dafür trägt jeder Staat und jede Person selbst die
Verantwortung. Wenn also in Deutschland nur noch auf denglisch
gestammelt wird dann liegt das an den Deutschen. Wenn man das
angloamerikanische Finanzsystem bewusst importiert, dann darf man sich
nicht hinterher darüber beschweren - wie ein gewisser deutscher
Parteivorsitzender -, dass die Finanzheuschrecken eingefallen sind.
Hat dieser Einfaltspinsel sich vorher nicht informiert? Wenn man das
Bachelor- und Mastersystem gedankenlos importiert und damit die
Studienbedingungen der heutigen Generation noch weiter ruiniert, dann
liegt das den Deutschen. Ich persönlich bin sogar ein Verfechter
dieses Systems, aber ein Import ohne das ganze kulturelle Umfeld, ohne
große gedankliche Vorbereitung derjenigen Universitätsmitarbeiter, die
in einem ganz anderen System ausgebildet wurden, das musste zu dem
Ergebnis führen, das wir jetzt besichtigen dürfen: noch weitere
Verlängerung der Studienzeiten statt der angestrebten Verkürzung, noch
höhere Abbrecherzahlen. Wichtigste Aufgabe daher: Schuldige suchen.
Und natürlich hatten unsere Reformpolitiker den genialen Gedanken, den
Bachelor-Abschluss im Tarifgefüge des öffentlichen Dienst zu behandeln
wie den bisherigen Fachhochschul-Abschluss, also nicht wie das Uni-
Diplom. Logisch, 3 Jahre sind keine 4 Jahre, also müssen es mindestens
5 sein. Auch die Lehrer: Für unsere Kinder nur vom Feinsten, also
Master. Konkret unterrichten dann angeheuerte Hilfslehrer und
Seiteneinsteiger zur Hilfslehrerbezahlung und es ertönt ernsthaft der
Ruf an die Großunternehmen: Schickt doch mal ein paar Mitarbeiter in
die Schulen, wir brauchen gerade etwas Unterstützung. Hat dieses Land
wirklich solche Zwerge als Politiker verdient? Scheinbar ja.
Wie reimte Heinrich Heine:
Denk' ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Homo Lykos

unread,
May 19, 2009, 5:39:54 PM5/19/09
to
"Philo" <phil...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bd899399-fd3a-404c...@l28g2000vba.googlegroups.com...

On 19 Mai, 00:06, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

>> Rassismus war so gut wie immer Kulturrassismus.

...
> Im �brigen gebe ich Ihnen recht in Ihrer Kritik bez�glich des
> Angloamerikanismus und der ideologiegetr�nkten EU-Gleichmacherei. Nur kann
> man daf�r nicht die Amerikaner oder Engl�nder verantwortlich machen, daf�r
> tr�gt jeder Staat und jede Person selbst die Verantwortung.

Scheinbar eine unanfechtbare Aussage. Aber: Trugen demnach die Neger in
S�dafrika auch selber die Verantwortung f�r die Apartheid? Oder noch
extremer: Waren die Indianer selber schuld an der Zerst�rung ihrer Kulturen,
ja an ihrer eigenen Ausrottung?

Und dann das Problem der Mitl�ufer, des Herdentriebs: Ein Grossteil der
Menschen ist letztlich aus verschiedenen Gr�nden weder in der Lage noch
Willens Verantwortung zu tragen. Ohne diese Leute h�tte es weder ein
Naziregime gegeben noch w�rde es heute diese globale Anglisierung und
systematische Kulturzerst�rung geben. Die Naturwissenschaftler, insbesondere
die staatlich besoldeten, in der Forschung t�tigen Physiker haben dabei eine
Vorreiterrolle gespielt und spielen sie voller Stolz noch immer.


>
> Wenn man das Bachelor- und Mastersystem gedankenlos importiert und damit
> die Studienbedingungen der heutigen Generation noch weiter ruiniert, dann

> liegt das den Deutschen. Ich pers�nlich bin sogar ein Verfechter dieses


> Systems, aber ein Import ohne das ganze kulturelle Umfeld,

Dazu m�chte ich mich lieber nicht �ussern, sonst verlier ich - als manchmal
recht emotionaler Mensch - die Contenance. Nur noch eine kurze Bemerkung zu
den vielen Abbrechern: Das kann durchaus - muss nat�rlich nicht - auch
Vorteile haben.


>
> Wie reimte Heinrich Heine:
> Denk' ich an Deutschland in der Nacht,
> Dann bin ich um den Schlaf gebracht,

> Ich kann nicht mehr die Augen schlie�en.
> Und meine hei�en Tr�nen flie�en.

Sind Sie - mit vielen, vielen andern - sicher, dass Sie ihn richtig
interpretieren? --- F�r mich klingt das ganz einfach nach Heimweh, von dem
ihn dann morgens - wenn ich richtig auf dem Laufenden bin - sein h�bsches,
franz�sisches Frauchen erl�ste. Da habens heute heimwehkranke Schweizer
einfacher - man findet ja nicht immer gleich ein h�bsches M�dchen mit
sonnigem Gem�t - die brauchen nur an unsere Bundesr�te und Parlamentarier zu
denken: Am schnellsten soll ein Bild der Calmy-Rey wirken.

Homo Lykos

unread,
May 19, 2009, 5:54:48 PM5/19/09
to
<g.sch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b1b295e6-f2dc-4253...@n8g2000vbb.googlegroups.com...

On 19 Mai, 00:06, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> >>>
> >>> denn das CERN ist prim�r eine hochkomplexe technische

> >>> Grosseinrichtung, die eben nur funktionieren kann, wenn die Leute
> >>> nicht zu viele grunds�tzliche Fragen stellen.

> >>
> >> und warum sollte dem so sein? Ich vermute, du willst damit sagen, die
> >> F�hrungskr�fte des CERN h�tten Angst davor, durch kritische Fragen
> >> ihrer Mitarbeiter blo�gestellt zu werden?

>>
>> Nein, ich war wie die meisten Physiker am CERN "Visiteur", also Besucher.
>> Diese sind auch am CERN ihrem jeweiligen Chef der "Heim-Institution", die
>> am CERN Experimente durchf�hrt, unterstellt; schon diese Frage zeigt,

>> dass sie das CERN halt nicht kennen

> in der Tat, die Interna des CERN kenne ich nicht, habe ich ja auch nie

> behauptet. Du k�nntest trotzdem meine erste Frage beantworten, die da


> lautete, warum dem so sein sollte?

Nein, kann ich nicht in wenigen Worten, ausser eben f�r die, die schon
wissen, wie grosstechnische Systeme etwa funktionieren.
>
> Wie das an der ETH ist, wei� ich nicht, w�rde aber darauf tippen, dass die
> �hnlich wie CERN eine internationalistische Ausrichtung hat. Wie man hier


>
> http://de.wikipedia.org/wiki/ETH_Z%C3%BCrich
>
> nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten Nicht-Schweizer.

Und, wenn ich richtig orientiert bin etwa 60% (sic) der Doktoranden.

> Es verwundert daher nicht, wenn ein nicht unerheblicher Teil der

> Professorenstellen an Ausl�nder vergeben wird.

Teilweise an Leute, die keine einzige unserer Landessprachen beherrschen!
Das sind Zust�nde, die diesbez�glich bereits weit schlimmer sind als die
Zust�nde in Paris zur Zeit der deutschen Besetzung.
....


>
> Das britische Kolonialreich umfasste nach dem ersten Weltkrieg rund 30
> Mio. km^2, mehr als sonst jemals ein Land oder Reich gehabt hat. Zum
> Vergleich: die Sowjetunion brachte es auf nur 22 Mio.km^2.

Da w�r ich nicht so sicher. Auch kommt es weniger auf die Quadratkilometer
an als auf die Menschen in Prozent der Weltbev�lkerung, und da hat das
Mongolenreich zur Zeit seiner gr�ssten Ausdehnung das britische
Kolonialreich sicher deutlich �bertroffen. Dieses Reich umfasste ganz China
bis Burma und Vietnam, Korea und Russland und reichte bis ans Mittelmeer, an
den Euphrat und Nordindien; Westeuropa verdankte - wie Japan - sein
damaliges Verschontbleiben letztlich einem Zufall: Im einen Fall starb der
Grosskhan im kritischsten Augenblick und im andern Fall geriet die
mongolisch/koreanische Flotte in einen Wirbelsturm (Kamikaze bzw.
G�tterwind).

Andreas Most

unread,
May 19, 2009, 9:10:49 PM5/19/09
to
Hendrik van Hees <Hendrik...@theo.physik.uni-giessen.de> writes:

> Andreas Most wrote:
>
>> "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> writes:
>>

>>> Eine Bemerkung f�r die ganz Naiven: Warum verstehen sich Engl�nder


>>> und Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um

>>> die weltweite Milit�rpr�senz geht?


>>
>> Weil sie beide englisch sprechen?
>

> Die Frage m��te eher lauten, warum sich Engl�nder und Amerikaner so
> schlecht verstehen, wo sie doch (bei oberfl�chlicher Betrachtung ;-))


> die gleiche Sprache Sprechen ;-) SCNR.

Stimmt. Eigentlich sprechen nur die Briten (ja, auch die Schotten)
sch�nes Englisch. ;-)

Andreas.

Gregor Scholten

unread,
May 20, 2009, 6:20:02 AM5/20/09
to
On 19 Mai, 23:54, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > Wie das an der ETH ist, weiß ich nicht, würde aber darauf tippen, dass die
> > ähnlich wie CERN eine internationalistische Ausrichtung hat. Wie man hier

>
> >http://de.wikipedia.org/wiki/ETH_Z%C3%BCrich
>
> > nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten Nicht-Schweizer.
>
> Und, wenn ich richtig orientiert bin etwa 60% (sic) der Doktoranden.

dass der Ausländeranteil unter den Dozenten höher ist als unter den
Studenten, gilt vermutlich an vielen Unis auf der ganzen Welt. Das
hängt mit der Internationalisierung des Wissenschaftsbetriebes
zusammen. Es ist durchaus verbreitet, dass man zum Studieren an eine
heimatnahe Uni geht, und später dann, wenn man sich für eine Laufbahn
in der öffentlichen Forschung entschieden hat, von Uni zu tun Uni
zieht, und dabei auch öfter mal Land und Kontinent wechselt. Das hat
dann natürlich unvermeidlich zur Folge, dass ein nicht unerheblicher
Teil der Dozenten an einer Uni von ganz woanders her kommen.


> > Es verwundert daher nicht, wenn ein nicht unerheblicher Teil der

> > Professorenstellen an Ausländer vergeben wird.


>
> Teilweise an Leute, die keine einzige unserer Landessprachen beherrschen!

ach komm, ich habe auch in Duisburg schon Dozenten gesehen, die die
eine Landessprache Deutschlands (Deutsch) nicht beherrschten. Und
Seminarvorträge daher auf Englisch gehalten werden sollten.
Und in Düsseldorf habe ich mal einen Mathe-Prof gehört, unüberhörbar
aus den Niederlanden stammte, und dessen Deutsch so schlecht war, dass
er seine Vorlesung vielleicht doch besser auf Englisch gehalten hätte.


> Das sind Zustände, die diesbezüglich bereits weit schlimmer sind als die
> Zustände in Paris zur Zeit der deutschen Besetzung.

das liegt daran, dass die deutschen Besatzer kein Interesse daran
hatten, den Franzosen die deutsche Sprache näherzubringen. Frankreich
wurde aus rein militärischen Gründen besetzt, um es als Kriegsgegner
auszuschalten, nicht um es dauerhaft in den deutschen Sprachraum zu
integrieren.


> > Das britische Kolonialreich umfasste nach dem ersten Weltkrieg rund 30
> > Mio. km^2, mehr als sonst jemals ein Land oder Reich gehabt hat. Zum
> > Vergleich: die Sowjetunion brachte es auf nur 22 Mio.km^2.
>

> Da wär ich nicht so sicher. Auch kommt es weniger auf die Quadratkilometer
> an als auf die Menschen in Prozent der Weltbevölkerung,

doch, mir ging es um die Quadratkilometer.

Michael

unread,
May 20, 2009, 6:35:50 AM5/20/09
to
On 20 Mai, 03:10, Andreas Most <Andreas.M...@nospam.invalid> wrote:

> Hendrik van Hees <Hendrik.vanH...@theo.physik.uni-giessen.de> writes:
>
> > Andreas Most wrote:
>
> >> "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> writes:
>
> >>> Eine Bemerkung für die ganz Naiven: Warum verstehen sich Engländer

> >>> und Amerikaner fast immer so besonders gut, gerade auch, wenn es um
> >>> die weltweite Militärpräsenz geht?

>
> >> Weil sie beide englisch sprechen?
>
> > Die Frage müßte eher lauten, warum sich Engländer und Amerikaner so
> > schlecht verstehen, wo sie doch (bei oberflächlicher Betrachtung ;-))

> > die gleiche Sprache Sprechen ;-) SCNR.
>
> Stimmt. Eigentlich sprechen nur die Briten (ja, auch die Schotten)
> schönes Englisch. ;-)

Da muß ich heftig widersprechen.
Ein "normaler" Brite ist kaum zu verstehen, ganz zu schwiegen von
einem Schotten. Noch schwieriger sind bloß noch Inder und Franzosen
(die versuchen englisch zu sprechen) zu verstehen.
Als ich mal in England war, hat ein Taxifahrer, den ich kaum verstand,
mein Englisch gelobt ;-)
(ich weiß allerdings nicht, ob das britscher Humor war ;-).
Gut verstehen "wir" normalerweise Amerikaner und Australier.
Und natürlich englischsprechende Holländer und Deutsche ;-)
Insbesondere wenn man Schwaben in der Firma hat, empfiehlt es sich,
englisch zu sprechen.

Was das Sprachverhältnis zu den Amerikaner angeht:
America and Britain are two nations divided by a common language.

Gruß
Michael

Gregor Scholten

unread,
May 20, 2009, 6:37:06 AM5/20/09
to
On 19 Mai, 23:39, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Und dann das Problem der Mitläufer, des Herdentriebs: Ein Grossteil der
> Menschen ist letztlich aus verschiedenen Gründen weder in der Lage noch
> Willens Verantwortung zu tragen. Ohne diese Leute hätte es weder ein
> Naziregime gegeben noch würde es heute diese globale Anglisierung und
> systematische Kulturzerstörung geben.

welche systematische Kulturzerstörung? Dass an der ETH
Professorenstellen mit Nicht-Schweizern besetzt werden, würde ich
nicht als Zerstörung der schweizerischen Kultur (oder besser gesagt
der schweizerischen Kulturen, schließlich enthält die Schweiz als
Nicht-Kulturnation, sondern Willensnation, mehrere Kulturen) ansehen.
Wenn du es doch tust, zeugt es eher von einem Rassismus deinerseits.

Solltest du hingegen damit meinen, dass in den arabischen Ländern ein
wachsender Teil der weiblichen Bevölkerung unverschleiert auf die
Straße geht - das geht eher auf das Konto der lokalen Machthaber als
auf amerikanisch-britische Beeinflussung. Dass die Amis kein
sonderliches Interesse daran haben, diese Art von "Kulturzerstörung"
voranzutreiben, sieht man ja sehr eindrucksvoll in Afghanistan und im
Irak.


> > Wenn man das Bachelor- und Mastersystem gedankenlos importiert und damit
> > die Studienbedingungen der heutigen Generation noch weiter ruiniert, dann

> > liegt das den Deutschen. Ich persönlich bin sogar ein Verfechter dieses


> > Systems, aber ein Import ohne das ganze kulturelle Umfeld,
>

> Dazu möchte ich mich lieber nicht äussern, sonst verlier ich - als manchmal


> recht emotionaler Mensch - die Contenance.

das wäre ja mal ganz was neues, dass du so etwas besitzt.

Michael

unread,
May 20, 2009, 6:38:01 AM5/20/09
to
On 20 Mai, 12:20, Gregor Scholten <g.schol...@gmx.de> wrote:

> > > Das britische Kolonialreich umfasste nach dem ersten Weltkrieg rund 30
> > > Mio. km^2, mehr als sonst jemals ein Land oder Reich gehabt hat. Zum
> > > Vergleich: die Sowjetunion brachte es auf nur 22 Mio.km^2.
>
> > Da wär ich nicht so sicher. Auch kommt es weniger auf die Quadratkilometer
> > an als auf die Menschen in Prozent der Weltbevölkerung,
>
> doch, mir ging es um die Quadratkilometer.

Da die Briten Indien und Teile Chinas ihr eigen nannten hatten sie
sicher auch die meisten Menschen in ihrem Empire.

Gruß
Michael

Philo

unread,
May 20, 2009, 6:44:35 AM5/20/09
to
On 19 Mai, 23:39, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

>Trugen demnach die Neger in Südafrika auch selber die Verantwortung für die Apartheid? Oder noch
>extremer: Waren die Indianer selber schuld an der Zerstörung ihrer Kulturen, ja an ihrer eigenen >Ausrottung?

Da missinterpretieren Sie mich. Die von mir angeführten Beispiele sind
ja nicht von außen aufgezwunge
Maßnahmen. Wer in Deutschland deutsch-englisches Kauderwelsch spricht
und schreibt, der wird dazu
nicht gezwungen. Ich hatte einmal einen Vorgesetzten, dem quoll ein
solcher Wortmüll heraus, dass er
buchstäblich nicht zu verstehen war. Ich weiß nicht, woran es liegt.
Vielleicht fühlt man sich der Umgebung
überlegen, wenn man fremdländisch redet und nicht so gewöhnlich.

>Nur noch eine kurze Bemerkung zu den vielen Abbrechern: Das kann durchaus - muss natürlich nicht -
>auch Vorteile haben.

Nun ja. Auch wer geprellt wurde, hat dafür Erfahrung eingehandelt. Die
Vorteile eines Um- oder Holzwegs
dürften minimal sein, verglichen mit den Nachteilen. Es handelt sich
um Zeit-, Geld- und
Ressourcenverschwendung größten Ausmaßes, um den Nachweis der
Unfähigkeit nicht etwa der
Studenten sondern des Systems selbst. Wenigstens darüber scheint in
Deutschland zumindest an der Spitze Einigkeit zu herrschen. Nur ist
das Bildungssystem das Ergebnis des politischen Systems und des
ganzen kulturellen und historisch gewachsenen Umfelds und zeigt in
gewisser Weise auch dessen Zustand an.

Zu Heine: Natürlich ist Heines Gedicht, liest man es im Ganzen, ist in
erster Linie das Gedicht eines heimwehkranken Exilierten und nicht
politisch zu verstehen. Aber *ich* wende es politisch an, weil es eben
meinen Gemütszustand in bezug auf dieses Land wiedergibt.

Gregor Scholten

unread,
May 20, 2009, 8:16:56 AM5/20/09
to
On 19 Mai, 23:54, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > Das britische Kolonialreich umfasste nach dem ersten Weltkrieg rund 30
> > Mio. km^2, mehr als sonst jemals ein Land oder Reich gehabt hat. Zum
> > Vergleich: die Sowjetunion brachte es auf nur 22 Mio.km^2.
>
> Da wär ich nicht so sicher. Auch kommt es weniger auf die Quadratkilometer
> an als auf die Menschen in Prozent der Weltbevölkerung, und da hat das
> Mongolenreich zur Zeit seiner grössten Ausdehnung das britische
> Kolonialreich sicher deutlich übertroffen.

ich hab nochmal etwas gegoogelt. Wie man hier nachlesen kann:

http://iq.lycos.de/qa/show/1172575/wer-hatte-das-groesste-reich-in-der-geschichte/

brachte es das britische Kolonialreich 1922 auf 36,6 Mio. km², für das
Mongolenreich sind einmal 25 Mio. km² angegeben und einmal 33 Mio.

Homo Lykos

unread,
May 20, 2009, 5:03:56 PM5/20/09
to
"Philo" <phil...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6d7dbcb0-2cb0-4975...@v4g2000vba.googlegroups.com...

On 19 Mai, 23:39, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

>> Trugen demnach die Neger in S�dafrika auch selber die Verantwortung f�r


>> die Apartheid? Oder noch extremer: Waren die Indianer selber schuld an

>> der Zerst�rung ihrer Kulturen, ja an ihrer eigenen >Ausrottung?

> Da missinterpretieren Sie mich. Die von mir angef�hrten Beispiele sind ja
> nicht von au�en aufgezwunge Ma�nahmen.

Da bin ich nicht so sicher. Aber klar, ohne �berzeugte Verfechter vor Ort
geht das nat�rlich nicht.

> Ich hatte einmal einen Vorgesetzten, dem quoll ein solcher Wortm�ll
> heraus, dass er buchst�blich nicht zu verstehen war. Ich wei� nicht, woran
> es liegt. Vielleicht f�hlt man sich der Umgebung �berlegen, wenn man
> fremdl�ndisch redet und nicht so gew�hnlich.

Ja, da ist was dran. Drum liebten wohl auch die f�rnehmen berner Familien
fr�her so sehr das Franz�sische; auch in Preussen soll es einst so gewesen
sein.

Noch meine Anekdote dazu: Bei einem Vorstellungsgespr�ch eines Bewerbers,
das ich einst zusammen mit meinem (damaligen) Vorgesetzten f�hrte,
beeindruckte der Bewerber meinen Chef derart, dass dem vor Bewunderung die
Kinnlade fast bis auf die Brust hinunter fiel. Schliesslich fragte ich den
Bewerber, ob er das alles auch deutsch sagen k�nne, erst dann w�rde ich ihm
glauben, dass er all das auch verstanden habe. Als dann nichts mehr kam,
liess ich ihn mit meinem Chef allein und h�rte nie wieder von ihm.

>> Nur noch eine kurze Bemerkung zu den vielen Abbrechern: Das kann

>> durchaus - muss nat�rlich nicht - auch Vorteile haben.

> Nun ja. Auch wer geprellt wurde, hat daf�r Erfahrung eingehandelt. Die
> Vorteile eines Um- oder Holzwegs d�rften minimal sein, verglichen mit den


> Nachteilen. Es handelt sich um Zeit-, Geld- und Ressourcenverschwendung

> gr��ten Ausma�es, um den Nachweis der Unf�higkeit nicht etwa der Studenten
> sondern des Systems selbst.

K�nnte sein, dass ich Sie da missverstanden habe: Ich meinte nat�rlich nicht
Studien- oder Studienrichtungsabbr�che nach Jahren, sondern nach wenigen
Semestern, wie dies z.B. zu meiner Zeit an der ETH sehr h�ufig vorkam: Die
Vordiplome nach einem und zwei Jahren waren recht effiziente Filter, und
manche Studenten wechselten schon vorher nach wenigen Wochen in ein
einfacheres Fach an die Uni.

> Zu Heine: Nat�rlich ist Heines Gedicht, liest man es im Ganzen, ist in


> erster Linie das Gedicht eines heimwehkranken Exilierten und nicht
> politisch zu verstehen. Aber *ich* wende es politisch an, weil es eben

> meinen Gem�tszustand in bezug auf dieses Land wiedergibt.

Das ist schon in Ordnung, nur sollte man die "Uminterpretation" - wenn man
es schon weiss - irgendwie kenntlich machen; sonst werden immer mehr Leute
f�lschlicherweise glauben schon Heine habe das so gemeint.

Homo Lykos

unread,
May 20, 2009, 5:14:21 PM5/20/09
to
"Gregor Scholten" <g.sch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:77d7beca-0dd2-4677...@e23g2000vbe.googlegroups.com...

On 19 Mai, 23:54, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> >>
> >> Wie das an der ETH ist, wei� ich nicht, w�rde aber darauf tippen, dass
> >> die �hnlich wie CERN eine internationalistische Ausrichtung hat. Wie

> >> man hier
> >>
> >> http://de.wikipedia.org/wiki/ETH_Z%C3%BCrich
> >>
> >> nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten
> >> Nicht-Schweizer.
>>
>> Und, wenn ich richtig orientiert bin etwa 60% (sic) der Doktoranden.
>
> dass der Ausl�nderanteil unter den Dozenten h�her ist als unter den

> Studenten, gilt vermutlich an vielen Unis auf der ganzen Welt.

Seit wann sind Doktoranden Dozenten? --- Ist nat�rlich keine eine Antwort
erwartende Frage.

Selbstkritische Bemerkung: Wer sich mit Ihnen unterh�lt, ist selber schuld,
wenn er Ihnen dadurch Gelegenheit zu solch irref�hrenden Aussagen gibt

Hendrik van Hees

unread,
May 20, 2009, 5:21:49 PM5/20/09
to
Andreas Most wrote

> Stimmt. Eigentlich sprechen nur die Briten (ja, auch die Schotten)

> schönes Englisch. ;-)

Die Schotten?!?? LOL. Schön klingt's schon, aber BE ist's doch dann eher
nicht.

Mein erster näherer Kontakt mit native speakers from the Island war beim
Schüleraustausch in der Nähe von Newcastle. Das war nicht als das zu
erkennen, was wir als Englisch gelernt haben. Nach ein paar Stunden
Konversation mit Hilfe von Bleistift und Papier haben wir dann bald
auch so ähnlich geredet. Unsere Englischlehrerin war darob gar nicht
erbaut. Da hätte sie uns wohl besser nach London geschickt, aber uns
hat's auch in Durham (man spreche den Stadtnahmen deutsch mit einem
schön gerollten r aus; dann kommt man dem lokalen Idiom schon
erstaunlich nahe ;-)).

Als dann mal beim GSI-Studentenprogramm ein Schotte dabei war, konnte
ich diese Sprach-Kenntnisse wieder super nutzen. Ich war jedenfalls der
einzige, der mit ihm am Telefon reden bzw. ihn dort verstehen
konnte ;-)).


--
Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen
Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/

Hendrik van Hees

unread,
May 20, 2009, 5:26:20 PM5/20/09
to
Michael wrote:

> Da muß ich heftig widersprechen.
> Ein "normaler" Brite ist kaum zu verstehen, ganz zu schwiegen von
> einem Schotten. Noch schwieriger sind bloß noch Inder und Franzosen
> (die versuchen englisch zu sprechen) zu verstehen.

Don't panic. Die Amerikaner (zumindest die Texaner) verstehen echte
Briten auch nur mühsam. Ich weiß nicht, ob die Story, ein freundlicher
Supermarktangestellter, hätte einer englischen Kollegen einen Wischmop
gebracht als sie nach einer Karte (map="mooaaaaaap" in BE bzw. määääp
in AE) für den Wochenendausflug fragte, bloß eine Legende ist. Sie
könnte durchaus wahr sein.

> Als ich mal in England war, hat ein Taxifahrer, den ich kaum verstand,
> mein Englisch gelobt ;-)
> (ich weiß allerdings nicht, ob das britscher Humor war ;-).

Nein, nein, die sind evtl. so nett. Wahrscheinlich hatte er Dich nicht
als Deutschen erkannt ;-)).

--
Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen
Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/

Gregor Scholten

unread,
May 20, 2009, 7:40:21 PM5/20/09
to
On 20 Mai, 23:14, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > >> nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten
> > >> Nicht-Schweizer.
>
> >> Und, wenn ich richtig orientiert bin etwa 60% (sic) der Doktoranden.
>
> > dass der Ausländeranteil unter den Dozenten höher ist als unter den

> > Studenten, gilt vermutlich an vielen Unis auf der ganzen Welt.
>
> Seit wann sind Doktoranden Dozenten?

ich muss gestehen, ich kenne mich mit den Gepflogenheiten an
schweizerischen Unis nicht aus. In Deutschland ist es Sitte, dass
Doktoranden bereits eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiter
an der Uni, wo sie promovieren, bekommen, typischerweise eine halbe
BAT IIa Stelle (BAT = Bundesangestelltentarif, würde in den Schweiz
vermutlich EAT heißen, so es ihn gäbe). Diese Anstellung dient
allerdings nicht dem Promovieren, vielmehr sollen die Inhaber dieser
Stellen bereits am Lehrbetrieb der Uni mitwirken, z.B. ist es
verbreitet, dass Doktoranden Übungen leiten, oder auch mal in
Vertretung eines Profs Vorlesung halten. Insofern zählen in
Deutschland Doktoranden zumeist schon zu den Dozenten. In der Schweiz
kann das natürlich ganz anders sein.

Du darfst aber gerne meine Aussage umändern zu: dass der
Ausländeranteil unter den Doktoranden höher ist als unter den


Studenten, gilt vermutlich an vielen Unis auf der ganzen Welt.


> --- Ist natürlich keine eine Antwort
> erwartende Frage.

wer eine Frage stellt, auf die er keine Antwort erwartet, dem kann es
passieren, dass er eine Antwort bekommt, die ihn überrascht.

Ilja Schmelzer

unread,
May 21, 2009, 1:01:34 AM5/21/09
to
On May 19, 2:23 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

> > Was wenn eine Uhr in der Ferne ruht?
>
> Das habe ich für das inertiale Ruhesystem oben implizit angenommen: Der
> Uhrgang wird in der WPT halt nur scheinbar verändert. In "Wahrheit" sieht

> das nur so aus, weil das Licht, das von dieser Uhr Kunde bringt, auf seinem
> Wege "müde" wird, und zwar genau dergestalt, wie es einem Beobachter in

> einer konstant beschleunigten (virtuellen) Rakete erschiene (man denke an
> Einsteins Fahrstuhl).

Wird das Licht vom Anfang der Supernovaexplosion auf andere
Art muede als das vom Ende?

> > Erklaere bitte genauer wie das in meinem Beispiel funktioniert:
>
> Nachdem Sie meine Arbeit (angeblich) gelesen haben, aber immer noch die

> gleichen Fragen stellen, wie vor etwa einem Jahr, würde dies wohl auch heute
> nichts nützen, wenn weder meine Antworten vor einem Jahr noch meine


> Grundsatzarbeit von letztem November Klarheit schaffen konnten:

Also Verweigerung der Antwort.

> >> Ich weiss, das gefällt Ihnen nicht. Aber wenn Sie ausgerechnet die


> >> Aspekte der WPT ausser Acht lassen, die das Fundament der Theorie bilden,

> >> dann betrifft Ihre ganze Beweisführung die WPT nicht.


> > Oh, in der Wissenschaft reicht es, wenn man aus Folgerungen aus einer
> > Theorie einen Widerspruch herleiten kann. Deshalb erlaube ich mir halt,
> > Sie zu fragen, und betrachte Ihre Antworten als Folgerungen Ihrer Theorie.
> > Hat natuerlich eine Fehlerquelle:  Sie koennen moeglicherweise Ihre eigene
> > Theorie falsch interpretieren, ...
>
> Das ist nicht die einzige Fehlerquelle:
>

> 1. Auch reine Diskussionsmissverständnisse sind hier leicht mal möglich.


>
> 2. Aber vor allem kann es auch sein, dass die Fragen der Theorie nicht
> angemessen sind:

Wenn dies der Fall ist, kann man dies auch klar sagen. ich habe ja
auch
explizit die Frage nach der Existenz der absoluten Koordinaten
gestellt.
Welche meiner Fragen ist konkret Ihrer Theorie nicht angemessen?

Beachten Sie, dass alle Fragen fuer andere Theorien (ART, Newton,
meine Theorie) angemessen sind. Ihre Theorie wird dadurch also
deutlich nichtorthodoxer und seltsamer, wenn sie solche Fragen
nicht beantworten kann, weil sie in ihr unangemessen sind.
Insbesondere
folgt daraus auch, dass eine Form des Aequivalenzprinzips keine der
Fragen unangemessen macht, da solche Prinzipien sowohl in der
ART als auch in meiner Theorie gelten.

> > >>> ***** Unterstellung Nr. 8
> > >>> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
> > >>> Theorie, Nein bei Newton)
>
> > >>> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in
> > >>> Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die
> > >>> Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
> > >> ....
> > >> Und?  Die Frage ist:
>
> > >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?
>
> > >> Ja oder nein?
>
> >> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem gemeint,
> >> dann ist die Antwort nein.
> > Schoen, wenn in diesem Fall (A1A2) = (B1aB2a) gilt, haben wir ja den Punkt
> > gefunden. Wurde ja auch Zeit.  Haetten Sie schneller haben koennen.
>

> Ich habe Sie praktisch von Anfang an - also schon vor über einem Jahr -


> verstanden; Sie verstehen mich aber noch immer nicht, weil Sie offenbar

> Einsteins Äquivalenzraketenüberlegung nicht kennen:

Sie meinen ich wuerde Elementarbestandteile der ART nicht kennen?
Falsch. ich bin lediglich der Ueberzeugung, dass die Hinzufuegung
des Einsteinschen Aequivalenzprinzips Ihrer Theorie noch zusaetzliche
Widersprueche beschert.

> > Wenn wir von lokalen Geschwindigkeiten im Vergleich zur CMBR absehen, ist
> > B (die Erde) ein ruhender Punkt?
>
> Ja, im inertialen (wahren) Ruhesystem ruht sie, aber ... (siehe unten).
>
> > Ist eine ferne Supernova (A), unter derselben Annahme, ein ruhender Punkt?
>
> Ja, aber ...
>
> >> Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
> >> Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der

> >> WPT die für einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.


> > In meinen Fragen taucht keinerlei Raketensystem auf, also ist diese
> > Annahme irrelevant.
>

> In Ihren Fragen schon, für die WPT aber nicht: Darum haben Ihre Fragen für
> die WPT keine Relevanz.

So kann man natuerlich jede Theorie immunisieren. Man erklaert
einfach,
experimentelle Widersprueche haetten keine Relevanz.

> > Die Erde ist jedenfalls keine Rakete.
>
> Doch, in der WPT-Kosmologie und in folgendem Sinne schon:
>
> Wenn man annimmt - wie in der WPT - dass unter Allsymmetrie Licht gegen ein

> konstantes Gravitationsfeld anlaufen muss, dann erhält man rechnerisch die


> gleichen Resultate, wie wenn die Erde mit konstanter Beschleunigung vor dem

> Lichtstrahl flöhe. Oder in Einsteins Worten (hatte ich hier schon am 13.
> Juni 2008 im Faden "Ätherdiskussion, WPT und DM" zitiert):
>
> **** Beginn Einstein-Zitat 1907
> Diese Annahme erweitert das Prinzip der Relativität auf den Fall der
> gleichförmig beschleunigten Translationsbewegung des Bezugssystems. Der
> heuristische Wert der Annahme liegt darin, daß sie ein homogenes
> Gravitationsfeld durch ein gleichförmig beschleunigtes Bezugssystem zu


> ersetzen gestattet, welch letzterer Fall bis zu einem gewissen Grade der

> theoretischen Behandlung zugänglich ist.
> **** Ende Einstein-Zitat 1907

Ja und? Warum sollte mich interessieren, ob Sie irgendwie auf andere
Weise rechnerisch dieselben Resultate erhalten koennen? Die Frage ist
doch, warum ich (so scheint es zumindest) die absoluten Koordinaten
X,T,
nicht verwenden sollte. Wenn ich sie verwenden darf, dann moechte ich
dies
auch tun.

> Im Falle der Kosmologie kann man - für Rechenzwecke - ganze Galaxien als


> solche (virtuelle) Raketen betrachten, die vor fernen Lichtstrahlen mit
> konstanter Beschleunigung Hc fliehen.

Man kann sich auch auf den Kopf stellen und mit den Beinen strampeln.
Ich habe aber einfach keine Lust, dies zu tun, solange schon die
Berechnung
in den Koordinaten X,T einen Widerspruch ergibt.

> 1. Dass Sie alle Fragen bewusst in Bezug auf ein absolutes Ruhesystem X/T
> gestellt haben, ist mir schon klar. Aber damit haben Sie die Situation

> bezüglich der WPT stärker vereinfacht als zulässig: Damit haben Sie


> sozusagen die kosmische Schwerkraft bzw. die dissipative Weltbeschleunigung
> ausgeschaltet, und dann gibt es in der WPT banalerweise weder eine
> (gravitative) kosmische Rotverschiebung noch einen entsprechenden
> Zeitlupeneffekt.

Ich wuesste nicht, wieso ich diese damit ausgeschaltet haette.
Ich will einfach alle physikalischen Effekte im System X,T beschrieben
haben.
Das darf ich in allen physikalisch sinnvollen Theorien, die ein
solches
Koordinatensystem zulassen.

> 2. Bells Seil ist eine schöne Zugabe der WPT: Das Seil reisst nicht.

Das Seil reisst natuerlich. Die SRT verstehen Sie also auch nicht.

> Ich habe seit wohl länger als einem Jahr verstanden, wo und inwiefern Sie


> mich missverstehen, aber bisher ist es mir nicht gelungen das so zu

> erklären, dass Sie das auch verstehen. Aber solange Sie sich weigern die
> Äquivalenzrakete zu berücksichtigen, ist das natürlich auch unmöglich.

Ich habe ausfuehrlichst versucht, Ihnen klarzumachen, dass Ihre
Aequivalenzrakete Ihnen nicht helfen kann. Das Einzige was Ihnen
hilft,
ist, die Antworten auf meine Fragen zu ueberarbeiten und zu klaeren,
welche der Fragen falsch beantwortet wurde bzw. nicht beantwortbar
ist.

Wenn Sie keine Probleme mit elementarer Logik haben, sollte Ihnen das
klar
sein. Scheint ja im Prinzip auch - immerhin haben Sie sich ja diesmal
recht
pauschal von allen gegebenen Antworten distanziert, indem Sie sie als
"Unterstellungen" bezeichnet haben.

Eine Reaktion, auf die ich immer noch warte, ist eine Liste klarer
Antworten
auf meine Fragen.

Homo Lykos

unread,
May 21, 2009, 2:22:54 PM5/21/09
to
"Gregor Scholten" <g.sch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c7644330-96c8-40b5...@o14g2000vbo.googlegroups.com...

On 20 Mai, 23:14, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > >>> nachlesen kann, sind immerhin ein Viertel der Stundenten
> > >>> Nicht-Schweizer.
> >>>
> >>> Und, wenn ich richtig orientiert bin etwa 60% (sic) der Doktoranden.
> >>
> >> dass der Ausl�nderanteil unter den Dozenten h�her ist als unter den

> >> Studenten, gilt vermutlich an vielen Unis auf der ganzen Welt.
>>
>> Seit wann sind Doktoranden Dozenten?

> ich muss gestehen, ich kenne mich mit den Gepflogenheiten an
> schweizerischen Unis nicht aus. In Deutschland ist es Sitte, dass
> Doktoranden bereits eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiter an
> der Uni, wo sie promovieren, bekommen, typischerweise eine halbe BAT IIa

> Stelle (BAT = Bundesangestelltentarif, w�rde in den Schweiz vermutlich EAT
> hei�en, so es ihn g�be). Diese Anstellung dient allerdings nicht dem


> Promovieren, vielmehr sollen die Inhaber dieser Stellen bereits am
> Lehrbetrieb der Uni mitwirken, z.B. ist es verbreitet, dass Doktoranden

> �bungen leiten, oder auch mal in Vertretung eines Profs Vorlesung halten.
> Insofern z�hlen in Deutschland Doktoranden zumeist schon zu den Dozenten.
> In der Schweiz kann das nat�rlich ganz anders sein.

Ich selber war seinerzeit nach Arbeitsvertrag - wenn ich mich noch richtig
erinnere - "wissenschaftlicher Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten
eines (ETH-)Assistenten". Und nat�rlich geh�rte dazu z.B. auch die Betreuung
von �bungen. Mindestens zu meinen Assistentenzeiten h�tte man aber jeden
Assistenten - also noch nicht allermindestens Oberassistenten mit
Lehrauftrag oder so was �hnlichem - als einen Hochstapler angesehen, der
sich zu den Dozenten gez�hlt h�tte. Wir z�hlten damals zum "Mittelbau", und
ich war z.B. einige Zeit einer der Mittelbauvertreter im Abteilungsrat der
Abteilung f�r Mathematik und Physik der ETH, werde also mindestens die
damalige Situation einigermassen gekannt haben.

Ansonsten ging es mir nat�rlich um die hohe Prozentzahl von 60%. Das ist
grunds�tzlich nicht mehr ohne schwere Diskriminierung der Einheimischen
und/oder der Vernichtung der lokalen Kulturen verkraftbar: Das sind eben
Zust�nde wie in einem besetzten Land!

Homo Lykos

unread,
May 21, 2009, 3:49:26 PM5/21/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:a3018868-10d5-49af...@h23g2000vbc.googlegroups.com...

On May 19, 2:23 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> Der Uhrgang wird in der WPT halt nur scheinbar ver�ndert. In "Wahrheit"

>> sieht das nur so aus, weil das Licht, das von dieser Uhr Kunde bringt,
>> auf seinem Wege "m�de" wird, und zwar genau dergestalt, wie es einem

>> Beobachter in einer konstant beschleunigten (virtuellen) Rakete erschiene
>> (man denke an Einsteins Fahrstuhl).

> Wird das Licht vom Anfang der Supernovaexplosion auf andere Art muede als
> das vom Ende?

Die Rechenvorschrift, um die Lichterm�dung zu berechnen, ist oben angegeben.
Was ist an obiger Formulierung unklar (Man nehme einfachheitshalber an, dass
die Rakete zum Zeitpunkt des Explosionsbeginns starten m�ge)? N�her ist dies
im Anhang C (�quivalenzrakete, Rindler-, Schwarzschild- und WPT-Metrik) der
Arbeit "Kosmische Gravitation" ausgef�hrt:
www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
....


>
> Welche meiner Fragen ist konkret Ihrer Theorie nicht angemessen?
> Beachten Sie, dass alle Fragen fuer andere Theorien (ART, Newton, meine
> Theorie) angemessen sind. Ihre Theorie wird dadurch also deutlich
> nichtorthodoxer und seltsamer, wenn sie solche Fragen nicht beantworten
> kann, weil sie in ihr unangemessen sind.

1. Sie kann solche Frage beantworten, aber eben nicht einfach mit ja und
nein, denn f�r eine fundamentale Lichterm�dung ist in Ihren Fragen kein
Platz: In der WPT beeinflusst Gravitation - ausser scheinbar! - aber eben
nicht die Geometrie (oder umgekehrt), sondern "nur" die Lichtausbreitung.
Darum muss man in der WPT - wenn man in der Kosmologie wenigstens eine
lichtstrahlrelative Metrik beibehalten will, um den Bezug zur
Standardkosmologie herzustellen - immer sozusagen wahre und scheinbare
Koordinaten und eine wahre und scheinbare Metrik(en) unterscheiden.

2. Und ja, die WPT ist - als "fundamentale" Lichterm�dungstheorie - derart
unorthodox, dass man recht eigentlich von einem Paradigmawechsel sprechen
muss. Erstaunlich, dass Sie das erst jetzt merken.

> > >>>>
> > >>>> ***** Unterstellung Nr. 8
> > >>>> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? (Antwort: Ja in WPT, ART und meiner
> > >>>> Theorie, Nein bei Newton)
> > >>>>
> > >>>> A1 und A2 sind zwei Ereignisse am selben Ort A, bei dem von A in
> > >>>> Richtung B Lichtstrahlen abgeschickt werden. B1a und B2a sind die
> > >>>> Ereignisse der Ankunft dieser Lichtstrahlen in B.
> > >> ....

> > >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)? Ja oder nein?
> >>>
> >>> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem
> >>> gemeint, dann ist die Antwort nein.
> >>>

> >>> Ist mit B aber ein (ruhender) Punkt im (scheinbaren bzw. virtuellen)
> >>> Raketensystem gemeint, dann ist die Antwort ja; dies ist im Rahmen der

> >>> WPT die f�r einen Beobachter beim Teleskop relevante Antwort.


> >>
> >> In meinen Fragen taucht keinerlei Raketensystem auf, also ist diese
> >> Annahme irrelevant.
>>

>> In Ihren Fragen schon, f�r die WPT aber nicht: Darum haben Ihre Fragen
>> f�r die WPT keine Relevanz.

> So kann man natuerlich jede Theorie immunisieren. Man erklaert einfach,
> experimentelle Widersprueche haetten keine Relevanz.

*****
Ihr Argumentationsnotstand muss gewaltig sein, wenn Sie schon zu derart
dreisten L�gen greifen (jeder kann ja nachpr�fen, dass ich so etwas nie
gesagt habe):
*****

Es gibt keine experimentellen Widerspr�che. Die Rotverschiebung und der
Zeitlupeneffekt folgen in der WPT-Kosmologie aber halt nicht - bzw. nur
scheinbar und lichtstrahlrelativ (!) - aus der Geometrie bzw. Metrik,
sondern aus der Lichterm�dung, die in Ihren Fragen nicht vorkommt. Und die
genannten, lichtstrahlrelativen Scheinbezugssysteme mit den entsprechenden
Scheinmetriken, die den Einfluss der Schwere auf die Lichtstrahlen
beschreiben, entsprechen nicht der Metrik des universellen, inertialen
Ruhesystems.
...


>>
>> 1. Dass Sie alle Fragen bewusst in Bezug auf ein absolutes Ruhesystem X/T
>> gestellt haben, ist mir schon klar. Aber damit haben Sie die Situation

>> bez�glich der WPT st�rker vereinfacht als zul�ssig: Damit haben Sie


>> sozusagen die kosmische Schwerkraft bzw. die dissipative
>> Weltbeschleunigung ausgeschaltet, und dann gibt es in der WPT
>> banalerweise weder eine (gravitative) kosmische Rotverschiebung noch
>> einen entsprechenden Zeitlupeneffekt.
>
> Ich wuesste nicht, wieso ich diese damit ausgeschaltet haette.

Wenn Sie Einsteins �quivalenzrakete physikalisch verst�nden, w�ssten Sie,
dass ein hom. konstantes Gravitationsfeld im Rahmen von Einsteins
Rechentrick erst durch ein gegen�ber dem inertialen Ruhe- bzw. Ihrem
X/T-System konstant beschleunigtes Raketenbezugssystem eingef�hrt wird. Ohne
diese im Prinzip f�r jeden Lichtstrahl bzw. f�r jedes
Supernova/Teleskop-Paar unterschiedlichen Raketenbezugssysteme gibt es - im
Rahmen dieser (zul�ssigen) Rechenmethode - keine Gravitation und damit auch
keine Rotverschiebung und keinen Zeitlupeneffekt.

Aber: Diesen Aspekt (Beziehung zwischen Ruhesystem, �quivalenzrakensystemen
und WPT-(Schein-)Metriken) werde ich wohl gelegentlich in meiner Arbeit
"Kosmische Gravitation" noch ausf�hrlicher und (hoffentlich) didaktisch
besser darstellen (ich w�sste aber zuvor gerne, ob dieser Aspekt auch andern
Lesern, f�r die die Rindlermetrik kein Fremdwort ist, Schwierigkeiten
bereitet):
www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

>
> Ich will
> einfach alle physikalischen Effekte im System X,T beschrieben haben. Das
> darf ich in allen physikalisch sinnvollen Theorien, die ein solches
> Koordinatensystem zulassen.

Ihr Glaube in Ehren, aber das geht ohne �quivalenzrakete(n) oder
WPT-(Schein-)Metrik(en) halt nicht in der WPT; im universellen Ruhesystem
gilt n�mlich die Poincar�/Minkowski-Metrik eta. Ich verweise wieder auf
Anhang C (�quivalenzrakete, Rindler-, Schwarzschild- und WPT-Metrik) meiner
Arbeit "Kosmische Gravitation":

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

>> 2. Bells Seil ist eine sch�ne Zugabe der WPT: Das Seil reisst nicht.


>
> Das Seil reisst natuerlich. Die SRT verstehen Sie also auch nicht.

Selbst f�r blutige Laien ist es vermutlich offensichtlich, dass die ganzen
"Standardschlussfolgerungen", die letztlich auf einer Physikalisierung der
Raumzeit (oder der Einf�hrung eines "realen" �thers) beruhen, in sich
zusammenbrechen, wenn alle beobachtbaren Effekte nicht auf "wahren"
Geometrieeigenschaften beruhen (sollten), sondern wenn dies alles bloss
"Scheineffekte" sind, die - bei Gravitation - auf Lichtbahnbeeinflussungen
durch Schwerefelder beruhen und - ohne Gravitation bzw. Beschleunigungen -
auf "Spur(ab)bildungseffekten". Letztere �berlegungen - obwohl deutlich
�lter - konnte ich aber bisher noch nicht in einer Form aufschreiben, die in
etwa oben zitierter Gravitationsarbeit entspricht.


Noch ein Nachtrag zur ersten Frage, der sehr vielleicht weiter helfen k�nnte
(wohl alles schon 100 mal gesagt):

> Wird das Licht vom Anfang der Supernovaexplosion auf andere Art muede als
> das vom Ende?

g_00 der lichtstrahlrelativen WPT-Scheinmetrik, das die Lichterm�dung
zwischen Sender und Empf�nger festlegt, ist von der Zeit seit dem Start der
�quivalenzrakete abh�ngig; diesen Start nimmt man in Ihrem Beispiel
sinnvollerweise beim Beginn der Supernovaexplosion an. D.h. die Situation
beim Empf�nger in der �quivalenzrakete entspricht exakt der Situation eines
Empf�ngers, der sich im Rahmen des Standardmodells aufgrund einer realen
Raumexpansion beschleunigt von der Supernova entfernt, wo g_00
weltexpansionsbedingt - statt "nur" �quivalenzraketenbedingt - zeitabh�ngig
ist.

Homo Lykos

unread,
May 21, 2009, 4:07:16 PM5/21/09
to
Kleiner Nachtrag:

"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:4a15b...@news.bluewin.ch...
>
> g_00 der lichtstrahlrelativen WPT-Scheinmetrik, ...

g_00 ist verwirrlich. Man ersetze es gedanklich durch a(T) aus der �blichen
konform/metrischen Formulierung, die der WPT-Kosmologie angemessener ist,
oder aber durch den Skalenfaktor R(t) der Standardkosmologie.

Kai-Martin Knaak

unread,
May 21, 2009, 6:19:43 PM5/21/09
to
On Thu, 21 May 2009 20:22:54 +0200, Homo Lykos wrote:

> Ansonsten ging es mir natürlich um die hohe Prozentzahl von 60%. Das ist
> grundsätzlich nicht mehr ohne schwere Diskriminierung der Einheimischen

Die Diskriminierung besteht schlicht darin, dass man die besten Bewerber
nimmt, die man bekommen kann.


> und/oder der Vernichtung der lokalen Kulturen verkraftbar: Das sind eben

> Zustände wie in einem besetzten Land!

Nein. Es sind Zustände wie in einem kleinen Land in Zeiten globaler
Mobilität. Dein an braunes Stammtischgemurmel erinnernder Einwand
übersieht, dass das Studentenpool im Ausland dramatisch größer ist als
lokal vor Ort.

Natürlich könnte man den oben skizzierten Anspruch bei der Rekrutierung
aufgeben. Man müsste allerdings damit leben, dass in wenigen Jahren erst
die wissenschaftliche Qualität und in der Folge der momentan erarbeitete
Ruf verloren geht. Ab- und Ausgrenzung hat im Wissenschaftsbetrieb noch
nie zu Exzellenz, aber schon häufig zu Verknöcherung und Ausruhen auf
Lorbeeren geführt.

---<(kaimartin)>---

Homo Lykos

unread,
May 21, 2009, 7:48:03 PM5/21/09
to
"Kai-Martin Knaak" <k...@lilalaser.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2009.05...@lilalaser.de...

> On Thu, 21 May 2009 20:22:54 +0200, Homo Lykos wrote:
>
>> Ansonsten ging es mir natürlich um die hohe Prozentzahl von 60%. Das ist
>> grundsätzlich nicht mehr ohne schwere Diskriminierung der Einheimischen
>
> Die Diskriminierung besteht schlicht darin, dass man die besten Bewerber
> nimmt, die man bekommen kann.

1. Hier ging es um Assistenten/Doktoranden, also letztlich um noch
Auszubildende, und es ist von entscheidender Bedeutung für ein Land
möglichst viele eigene Leute, die auch zum eigenen Land und zu den eigenen
Werten stehen, gut auszubilden; das entspricht letztlich auch dem Auftrag
der Steuerzahler.

2. Ich kenne kaum ein verlogeneres Märchen als das von den besten Bewerbern
und was sonst noch immer: Klar, (namentlich) konkretisieren könnte ich das -
bei der ETH - nur bezüglich meiner damaligen etwas näheren Umgebung. Obwohl
das sehr lange her ist, tue ich das aber nicht, da nach meinem letzten
Beitrag auch bei "anonymisierten" Belegen wohl namentliche Rückschlüsse auf
"noch lebende Personen", wie es so schön heisst, leicht möglich wären, und
man weiss ja nie, wer alles hier mehr oder weniger zufällig mitliest.

3. Generell kann man dazu - allerdings auf "höherem" Niveau - aber sagen:
Die Friedhöfe sind voll von "besten Leuten", die man zu Recht vergessen hat.

>
>> und/oder der Vernichtung der lokalen Kulturen verkraftbar: Das sind eben
>> Zustände wie in einem besetzten Land!
>
> Nein. Es sind Zustände wie in einem kleinen Land in Zeiten globaler
> Mobilität.

Was für ein Quatsch! Die Schweiz und insbesondere die ETH hatte früher -
mindestens in der Physik - weit bedeutendere Leute als Professoren gewinnen
können als heute. Gut, die momentane Situation überblicke ich nicht
wirklich; aber Sie sicher noch viel weniger. Die letzten schweizerischen
Physiknobelpreisträger (kein "Mobilitätsimport", so wenig übrigens wie die
letzten Chemienobelpreisträger) arbeiteten aber weder an der ETH noch an der
Uni, sondern in Rüschlikon am IBM-Forschungszentrum.

> Dein an braunes Stammtischgemurmel erinnernder Einwand ...

Das fiel mir schon öfter auf, dass ausgerechnet Deutsche mit ihrer
Vergangenheit anderen braune Gesinnung vorwerfen.

Ab jetzt können Sie aber meinetwegen schreiben, was immer Sie wollen. Von
mir gibt es keine Antworten mehr.


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

ermögliche man auch wieder deutschsprachige Physikveröffentlichungen.

Kai-Martin Knaak

unread,
May 21, 2009, 9:06:42 PM5/21/09
to
On Fri, 22 May 2009 01:48:03 +0200, Homo Lykos wrote:

> 1. Hier ging es um Assistenten/Doktoranden, also letztlich um noch
> Auszubildende,

Nicht wirklich. Doktoranden sind in der Physik üblicherweise jenseits des
Stadiums in dem sie im wesentlichen "belehrt" werden. Vielmehr sind sie
neben den Postdocs die in den Laborn die Exoperimente aufbauen und
durchführen. Eben deshalb ist es für den wissenschaftlichen Erfolg eines
Projektes wichtig, die richtigen Doktoranden zu engagieren.


> und es ist von entscheidender Bedeutung für ein Land
> möglichst viele eigene Leute, die auch zum eigenen Land und zu den
> eigenen Werten stehen, gut auszubilden; das entspricht letztlich auch
> dem Auftrag der Steuerzahler.

Preisfrage ist nun, wer dem Land besser dient: Die ETH Zürich, oder die
Uni Basel?


> Die Schweiz und insbesondere die ETH hatte früher -
> mindestens in der Physik - weit bedeutendere Leute als Professoren
> gewinnen können als heute.

Bei den Aussetzern, die Du hier regelmäßig auf fachlichem Gebiet zum
Besten gibst, fällt es schwer zu glauben, dass Du in der Lage bist, die
aktuellen Professoren zu beurteilen.


> Die letzten schweizerischen Physiknobelpreisträger (kein
> "Mobilitätsimport", so wenig übrigens wie die letzten
> Chemienobelpreisträger) arbeiteten aber weder an der ETH noch an
> der Uni, sondern in Rüschlikon am IBM-Forschungszentrum.

Und selbst mit dieser Bemerkung liegst Du daneben:
Alexander Müller studierte und promovierte an der ETH. Kurth Wütherich
und Richard Ernst waren dort jeweils über 20 Jahre Professor.


> Das fiel mir schon öfter auf, dass ausgerechnet Deutsche mit ihrer
> Vergangenheit anderen braune Gesinnung vorwerfen.

Du bist nur noch einen halben Schritt von einer wesentlichen
Selbsterkenntnis entfernt.


---<(kaimartin)>---

Homo Lykos

unread,
May 22, 2009, 2:50:55 PM5/22/09
to
Zur Absurdit�t von Schmelzers "Widerspruchsbeweis":

"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb am 18. Mai 2009
news:a44daa82-7009-4e22...@y33g2000prg.googlegroups.com...
> ...


> Oh, in der Wissenschaft reicht es, wenn man aus Folgerungen aus einer
> Theorie einen Widerspruch herleiten kann. Deshalb erlaube ich mir halt,
> Sie zu fragen, und betrachte Ihre Antworten als Folgerungen Ihrer Theorie.

Das geht so im Allgemeinen nicht; dies Vorgehen ist sogar im Allgemeinen
schlicht absurd:

Damit allf�llige Mitleser eine Chance haben die Absurdit�t von Schmelzers
Vorgehen ohne grossen eigenen Aufwand nachvollziehen zu k�nnen, nehmen wir
zuerst als Einstieg zwei Theorien, die die rosarote F�rbung der beliebten
Einh�rner erkl�ren sollen (wir betrachten eine S-Theorie nach Schmelzer und
eine L-Theorie nach Lykos):

1. Werden Eigenschaften von Lebewesen durch Gene bestimmt? (beide: ja)

2. Kann man rosarote F�rbungen genetisch begr�nden? (beide: ja)

3. Gibt es Rosarot-Gene bei Einh�rnern (S: ja, L: nein)

4. Beobachtet man rosarote Einh�rner? (beide: ja)

Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der L-Theorie, da es darin nach
Punkt 3.keine rosarot gef�rbten Einh�rner geben k�nne, obwohl man solche
beobachten k�nne, wie dies die S-Theorie auch korrekt erkl�ren k�nne.

Aufl�sung des Widerspruchs in der L-Theorie:

Alle Menschen, die Einh�rner sehen k�nnen, besitzen in die Augen integrierte
rosarote Brillen, d.h. die Einh�rner sind nur scheinbar rosarot.

*****
*****

Analog verh�lt sich das mit Schmelzers von mir hier gestrafften und
vereinfachten Fragen zum Zeitlupeneffekt in der WPT (als bekannte
Vergleichstheorie, die den Effekt erkl�ren kann, dient die ART):

1. Gibt es ein absolutes "Weltruhesystem"? (beide: ja)

2. L�sst sich der Zeitlupeneffekt metrisch herleiten? (beide: ja)

3. Ist obiges Weltsystem inertial mit Metrik eta? (ART: nein; WPT: ja)

4. Beobachtet man einen Zeitlupeneffekt? (beide: ja)

Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der WPT, da es - nach Punkt
3. - in der WPT keinen Zeitlupeneffekt geben k�nne, obwohl man den
beobachten k�nne, wie dies die ART auch korrekt erkl�ren k�nne.

Aufl�sung des Widerspruchs in der WPT:

Lichtstrahlen werden durch ein lichtstrahlrelatives und
geschwindigkeitsabh�ngiges Schwerefeld, das f�r ruhende Objekte
verschwindet, erm�det bzw. rotverschoben. Dieses lichtstrahl- bzw.
lichtquellenrelative Schwerefeld kann formal durch eine Scheinmetrik, die
von eta verschieden ist und von der �quivalenzraketenflugzeit abh�ngt,
beschrieben werden. D.h. die Uhren bei den fernen Supernovae laufen nur
scheinbar - aufgrund der gravitativen Lichtbahnbeeinflussung bzw.
"Lichterm�dung" - langsamer.

Ausser bei echten Fragen und/oder ernsthaften Einw�nden werde ich auf diese
Sache kaum nochmals n�her eingehen, da es nach wie vor starke Hinweise gibt,
dass es Herrn Schmelzer - und/oder seinen allf�lligen Auftraggebern - nicht
um eine ernsthafte Diskussion, sondern mindestens seit ein bis zwei Jahren
nur noch um eine Verleumdung der WPT geht, da er - als Mathematiker - ja
wissen musste und sicher auch wusste, dass sein Vorgehen mit dem
Fragenkatalog so ganz prinzipiell nicht beweistauglich ist!


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

Ilja Schmelzer

unread,
May 29, 2009, 7:41:53 AM5/29/09
to
On 22 Mai, 00:49, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitragnews:a3018868-10d5-49af...@h23g2000vbc.googlegroups.com...

> On May 19, 2:23 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > Welche meiner Fragen ist konkret Ihrer Theorie nicht angemessen?
> > Beachten Sie, dass alle Fragen fuer andere Theorien (ART, Newton, meine
> > Theorie) angemessen sind.  Ihre Theorie wird dadurch also deutlich
> > nichtorthodoxer und seltsamer, wenn sie solche Fragen nicht beantworten
> > kann, weil sie in ihr unangemessen sind.
>
> 1. Sie kann solche Frage beantworten, aber eben nicht einfach mit ja und
> nein, denn für eine fundamentale Lichtermüdung ist in Ihren Fragen kein
> Platz:

Wozu auch? Es geht ja in meinen Fragen um die Trajektorie, die das
Licht in den Koordinaten X,T, beschreibt, und nicht um die Farbe des
Lichts.

Die Frage ist allerdings nicht beantwortet. Sie haben weder
klargestellt, welche Frage Sie in der WPT nicht oder nicht mit ja oder
nein oder was auch immer beantworten koennen.

> In der WPT beeinflusst Gravitation - ausser scheinbar! - aber eben
> nicht die Geometrie (oder umgekehrt), sondern "nur" die Lichtausbreitung.

Ist die Trajektorie mueden Lichts anders als die von frischem Licht?

> Darum muss man in der WPT - wenn man in der Kosmologie wenigstens eine
> lichtstrahlrelative Metrik beibehalten will, um den Bezug zur
> Standardkosmologie herzustellen - immer sozusagen wahre und scheinbare
> Koordinaten und eine wahre und scheinbare Metrik(en) unterscheiden.

Ich habe in allen meinen Fragen diese Unterscheidung gemacht, indem
ich mich
klar und eindeutig auf die absoluten Koordinaten X,T bezogen habe.

> 2. Und ja, die WPT ist - als "fundamentale" Lichtermüdungstheorie - derart


> unorthodox, dass man recht eigentlich von einem Paradigmawechsel sprechen
> muss. Erstaunlich, dass Sie das erst jetzt merken.

Quatsch mit Sosse. Ich bin es schon gewohnt, dass Sie Begriffe voellig
anders verwenden als sie normalerweise verwendet werden, insbesondere
beim Begriff "Potential" hatten wir das ja schon durch. Warum sollte
ich mich wundern, wenn ploetzlich alle moeglichen anderen Fachbegriffe
auch voellig anders verwendet werden? Dass Sie solch unprofessionelle
Darstellung dann als "Paradigmenwechsel" bezeichnen, bringt noch ein
paar zusaetzliche
Punkte in Baez crackpot index.

> > > >> Es gilt (A1A2) < (B1aB2a)?  Ja oder nein?
>
> > >>> Ist mit B ein (ruhender) Punkt im inertialen (wahren) Ruhesystem
> > >>> gemeint, dann ist die Antwort nein.

> > So kann man natuerlich jede Theorie immunisieren. Man erklaert einfach,


> > experimentelle Widersprueche haetten keine Relevanz.
>
> *****
> Ihr Argumentationsnotstand muss gewaltig sein, wenn Sie schon zu derart

> dreisten Lügen greifen (jeder kann ja nachprüfen, dass ich so etwas nie
> gesagt habe):
> *****
>
> Es gibt keine experimentellen Widersprüche.

Wenn obige Antwort nein ist, gibt es einen. Die Zeiten zwischen Beginn
und Ende
von SNe1a sind gemessen worden und nehmen in demselben Mass zu wie von
der GR Rotverschiebung vorausgesagt.

> Die Rotverschiebung und der
> Zeitlupeneffekt folgen in der WPT-Kosmologie aber halt nicht - bzw. nur
> scheinbar und lichtstrahlrelativ (!) - aus der Geometrie bzw. Metrik,

> sondern aus der Lichtermüdung, die in Ihren Fragen nicht vorkommt.

Das Fehlen eines Zeitlupeneffekts folgt aus der Geometrie. Solch ein
Zeitlupeneffekt hat eben nichts mit Lichtermuedung zu tun, sondern
muss sich in der Geometrie der Trajektorien der Lichtstrahlen
zeigen.

Wenn Sie halt eine Theorie haben, deren einer Teil (Geometrie der
Lichttrajektorien in X,T) auf obige Frage mit nein antwortet, und
deren anderer Teil (Lichtermuedung) mit ja, dann haben Sie eine
widerspruechliche Theorie.

> Und die
> genannten, lichtstrahlrelativen Scheinbezugssysteme mit den entsprechenden
> Scheinmetriken, die den Einfluss der Schwere auf die Lichtstrahlen
> beschreiben, entsprechen nicht der Metrik des universellen, inertialen
> Ruhesystems.

Die Details der Widersprueche in Ihrer Theorie sind allerdings nicht
weiter interessant. Wichtig ist lediglich dass Ihre Theorie
widerspruechlich ist.

Dass Sie diese Widersprueche in einer Terminologie beschreiben, die
Sie
der (nicht widerspruechlichen) ART entnommen haben, verdeckt diese
Widersprueche nur oberflaechlich.

> >> 1. Dass Sie alle Fragen bewusst in Bezug auf ein absolutes Ruhesystem X/T
> >> gestellt haben, ist mir schon klar. Aber damit haben Sie die Situation

> >> bezüglich der WPT stärker vereinfacht als zulässig: Damit haben Sie


> >> sozusagen die kosmische Schwerkraft bzw. die dissipative
> >> Weltbeschleunigung ausgeschaltet, und dann gibt es in der WPT
> >> banalerweise weder eine (gravitative) kosmische Rotverschiebung noch
> >> einen entsprechenden Zeitlupeneffekt.
>
> > Ich wuesste nicht, wieso ich diese damit ausgeschaltet haette.
>

> Wenn Sie Einsteins Äquivalenzrakete physikalisch verstünden, wüssten Sie,


> dass ein hom. konstantes Gravitationsfeld im Rahmen von Einsteins

> Rechentrick erst durch ein gegenüber dem inertialen Ruhe- bzw. Ihrem
> X/T-System konstant beschleunigtes Raketenbezugssystem eingeführt wird.

Sie haben offensichtlich keine Ahnung von der ART. Es gibt in ihr
keine inertialen
Systeme, das X,T System gibt es nur in speziellen Loesungen (flaches
Friedman-Universum), Gravitationsfelder werden nicht durch
irgendwelche Raketensysteme
eingefuehrt sondern durch ein Feld g_{mn}(x) beschrieben. Und
Einsteins Aequivalenzprinzip ist kein Rechentrick.

> Ohne
> diese im Prinzip für jeden Lichtstrahl bzw. für jedes


> Supernova/Teleskop-Paar unterschiedlichen Raketenbezugssysteme gibt es - im

> Rahmen dieser (zulässigen) Rechenmethode - keine Gravitation und damit auch


> keine Rotverschiebung und keinen Zeitlupeneffekt.

Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle
Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren. Sie
brauchen verschiedene Koordinaten hoechstens mal fuer topologisch
nichttriviale Loesungen, aber auch in diesem Fall nicht wirklich.

Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass
man prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben
kann. Was
(nach "Potential") der naechste unprofessionelle Gebrauch eines
feststehenden
Fachbegriffes waere - das was Sie "Koordinatensystem" nennen ist
offensichtlich keines, jedenfalls kann man es nicht wie ein solches
zur vollstaendigen Beschreibung der Physik verwenden.

> Aber: Diesen Aspekt (Beziehung zwischen Ruhesystem, Äquivalenzrakensystemen


> und WPT-(Schein-)Metriken) werde ich wohl gelegentlich in meiner Arbeit

> "Kosmische Gravitation" noch ausführlicher und (hoffentlich) didaktisch
> besser darstellen (ich wüsste aber zuvor gerne, ob dieser Aspekt auch andern
> Lesern, für die die Rindlermetrik kein Fremdwort ist, Schwierigkeiten
> bereitet):www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

Wenn Sie hiermit implizit andeuten wollen, fuer mich sei Rindlermetrik
ein Fremdwort, war das ein netter aber fehlgeschlagener Versuch.

> > Ich will
> > einfach alle physikalischen Effekte im System X,T beschrieben haben. Das
> > darf ich in allen physikalisch sinnvollen Theorien, die ein solches
> > Koordinatensystem zulassen.
>

> Ihr Glaube in Ehren, aber das geht ohne Äquivalenzrakete(n) oder


> WPT-(Schein-)Metrik(en) halt nicht in der WPT;

Also gehoert Ihre Theorie nicht zu den physikalisch sinnvollen
Theorien.

> >> 2. Bells Seil ist eine schöne Zugabe der WPT: Das Seil reisst nicht.


>
> > Das Seil reisst natuerlich. Die SRT verstehen Sie also auch nicht.
>

> Selbst für blutige Laien ist es vermutlich offensichtlich, dass die ganzen


> "Standardschlussfolgerungen", die letztlich auf einer Physikalisierung der

> Raumzeit (oder der Einführung eines "realen" Äthers) beruhen, in sich


> zusammenbrechen, wenn alle beobachtbaren Effekte nicht auf "wahren"
> Geometrieeigenschaften beruhen (sollten), sondern wenn dies alles bloss
> "Scheineffekte" sind, die - bei Gravitation - auf Lichtbahnbeeinflussungen
> durch Schwerefelder beruhen und - ohne Gravitation bzw. Beschleunigungen -

> auf "Spur(ab)bildungseffekten". Letztere Überlegungen - obwohl deutlich
> älter - konnte ich aber bisher noch nicht in einer Form aufschreiben, die in


> etwa oben zitierter Gravitationsarbeit entspricht.

Tun Sie sich keinen Zwang an, aber Fakt bleibt Fakt, nach der SRT
reisst
das Seil. Ich werde aber nicht versuchen, Ihnen zu erlaeutern warum.
Dazu reicht auch meine Geduld nicht.

Homo Lykos

unread,
May 29, 2009, 3:08:32 PM5/29/09
to
Keine Rede von einem Widerspruch in der WPT:

"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag

news:b466ac9a-a919-4aa2...@t11g2000vbc.googlegroups.com...


On 22 Mai, 00:49, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im
>

> Wenn Sie halt eine Theorie haben, deren einer Teil (Geometrie der
> Lichttrajektorien in X,T) auf obige Frage mit nein antwortet, und deren
> anderer Teil (Lichtermuedung) mit ja, dann haben Sie eine
> widerspruechliche Theorie.

Unsinn: Man lese dazu meinen Beitrag vom 22. Mai 2009 um 20:50

> ...


> Sie haben offensichtlich keine Ahnung von der ART.

Tolles Argument: Die WPT, insbesondere die WPT-Kosmologie, �ber die ich hier
schreibe, unterscheidet sich halt ganz fundamental von der (Standard-)ART!
> ...


> Und Einsteins Aequivalenzprinzip ist kein Rechentrick.

Einsteins �quivalenzprinzip in seiner Urform von 1907 - und mehr brauche ich
mindestens bisher in der WPT-Kosmologie nicht! - ist letztlich auch nach
Einsteins Auffassung genau das, auch wenn er daraus f�lschlicherweise auf
eine physikalisch bedeutsame "allgemeine Relativit�t" meinte schliessen zu
k�nnen. Ich zitiere zum wiederholten Male:

**** Beginn Einstein-Zitat 1907
Der heuristische Wert der Annahme liegt darin, da� sie ein homogenes
Gravitationsfeld durch ein gleichf�rmig beschleunigtes Bezugssystem zu


ersetzen gestattet, welch letzterer Fall bis zu einem gewissen Grade der

theoretischen Behandlung zug�nglich ist.
**** Ende Einstein-Zitat 1907
...
>> Ohne diese im Prinzip f�r jeden Lichtstrahl bzw. f�r jedes


>> Supernova/Teleskop-Paar unterschiedlichen Raketenbezugssysteme gibt es -

>> im Rahmen dieser (zul�ssigen) Rechenmethode - keine Gravitation und damit


>> auch keine Rotverschiebung und keinen Zeitlupeneffekt.
>
> Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle Berechnungen
> in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren.

Nochmals: Ich spreche nicht von der ART, sondern von der WPT-Kosmologie.

> Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass man
> prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben kann.

Kann man schon, aber in diesem (Welt-)Koordinatensystem steckt halt noch
(fast) keine Physik, ausser der bekannten "inertialen SRT".

> Was (nach "Potential") der naechste unprofessionelle Gebrauch eines
> feststehenden Fachbegriffes waere - das was Sie "Koordinatensystem" nennen
> ist offensichtlich keines, jedenfalls kann man es nicht wie ein solches
> zur vollstaendigen Beschreibung der Physik verwenden.

Ja, endlich scheint der Groschen gefallen zu sein:

Nat�rlich kann man ein "SRT-Ruhekoordinatensystem" im Allgemeinen nicht zur
vollst�ndigen Beschreibung der Physik verwenden; aber dass man das k�nnen
m�sse, behauptet ja auch "nur" die "ART-Standard-Geometrieinterpretation",
die ich hier in dsp schon seit Jahren kritisiere. Wer aber glaubt, dass nur
"ART-Theorien" sinnvolle Theorien seien, sollte mindestens erkennen k�nnen,
dass es sich dabei nicht um Wissen, sondern um Glauben handelt.

> >>> 2. Bells Seil ist eine sch�ne Zugabe der WPT: Das Seil reisst nicht.


> >>
> >> Das Seil reisst natuerlich. Die SRT verstehen Sie also auch nicht.
>>

>> Selbst f�r blutige Laien ist es vermutlich offensichtlich, dass die


>> ganzen "Standardschlussfolgerungen", die letztlich auf einer

>> Physikalisierung der Raumzeit (oder der Einf�hrung eines "realen" �thers)


>> beruhen, in sich zusammenbrechen, wenn alle beobachtbaren Effekte nicht
>> auf "wahren" Geometrieeigenschaften beruhen (sollten), sondern wenn dies
>> alles bloss "Scheineffekte" sind, die - bei Gravitation - auf

>> Lichtbahnbeeinflussungen durch Schwerefelder beruhen ...

> Tun Sie sich keinen Zwang an, aber Fakt bleibt Fakt, nach der SRT reisst
> das Seil.

Ja, nach SRT-Standardinterpretation, aber eben nicht nach
WPT-Interpretation!

F�r allf�llige Mitleser: Leider l�sst sich dieser Versuch aus
grunds�tzlichen, technischen Gr�nden nicht durchf�hren.

Ilja Schmelzer

unread,
May 30, 2009, 7:31:42 AM5/30/09
to
On May 22, 11:50 pm, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Zur Absurdität von Schmelzers "Widerspruchsbeweis":
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

> > Oh, in der Wissenschaft reicht es, wenn man aus Folgerungen aus einer
> > Theorie einen Widerspruch herleiten kann. Deshalb erlaube ich mir halt,
> > Sie zu fragen, und betrachte Ihre Antworten als Folgerungen Ihrer Theorie.
>
> Das geht so im Allgemeinen nicht; dies Vorgehen ist sogar im Allgemeinen
> schlicht absurd:
>
> Damit allfällige Mitleser eine Chance haben die Absurdität von Schmelzers
> Vorgehen ohne grossen eigenen Aufwand nachvollziehen zu können, nehmen wir
> zuerst als Einstieg zwei Theorien, die die rosarote Färbung der beliebten
> Einhörner erklären sollen (wir betrachten eine S-Theorie nach Schmelzer und

> eine L-Theorie nach Lykos):
>
> 1. Werden Eigenschaften von Lebewesen durch Gene bestimmt? (beide: ja)
>
> 2. Kann man rosarote Färbungen genetisch begründen? (beide: ja)
>
> 3. Gibt es Rosarot-Gene bei Einhörnern (S: ja, L: nein)
>
> 4. Beobachtet man rosarote Einhörner? (beide: ja)

>
> Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der L-Theorie, da es darin nach
> Punkt 3.keine rosarot gefärbten Einhörner geben könne, obwohl man solche
> beobachten könne, wie dies die S-Theorie auch korrekt erklären könne.

Was halt logisch nicht streng ist, wie man aus folgender Aufloesung
sehen kann:
>
> Auflösung des Widerspruchs in der L-Theorie:
>
> Alle Menschen, die Einhörner sehen können, besitzen in die Augen integrierte
> rosarote Brillen, d.h. die Einhörner sind nur scheinbar rosarot.

Nettes Spiel. Es zeigt jedoch keineswegs, dass das Vorgehen
prinzipiell falsch
ist, sondern lediglich, dass hier die Fragen nicht genau genug auf den
Punkt
gebracht worden sind um den Widerspruch logisch einwandfrei
herzuleiten.

Und wo ist nun die entsprechende Luecke in meinem Widerspruchsbeweis?

Wie wir sehen werden, ist es zum "Auffinden" einer Luecke
erforderlich,
meine Fragen erheblich zu modifizieren. (Statt "straffen und
vereinfachen"
scheint mir "verfaelschen" angemessener.)

> Analog verhält sich das mit Schmelzers von mir hier gestrafften und


> vereinfachten Fragen zum Zeitlupeneffekt in der WPT (als bekannte

> Vergleichstheorie, die den Effekt erklären kann, dient die ART):


>
> 1. Gibt es ein absolutes "Weltruhesystem"? (beide: ja)
>

> 2. Lässt sich der Zeitlupeneffekt metrisch herleiten? (beide: ja)


>
> 3. Ist obiges Weltsystem inertial mit Metrik eta? (ART: nein; WPT: ja)
>
> 4. Beobachtet man einen Zeitlupeneffekt? (beide: ja)
>
> Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der WPT, da es - nach Punkt

> 3. - in der WPT keinen Zeitlupeneffekt geben könne, obwohl man den
> beobachten könne, wie dies die ART auch korrekt erklären könne.
>
> Auflösung des Widerspruchs in der WPT:


>
> Lichtstrahlen werden durch ein lichtstrahlrelatives und

> geschwindigkeitsabhängiges Schwerefeld, das für ruhende Objekte
> verschwindet, ermüdet bzw. rotverschoben. Dieses lichtstrahl- bzw.


> lichtquellenrelative Schwerefeld kann formal durch eine Scheinmetrik, die

> von eta verschieden ist und von der Äquivalenzraketenflugzeit abhängt,


> beschrieben werden. D.h. die Uhren bei den fernen Supernovae laufen nur
> scheinbar - aufgrund der gravitativen Lichtbahnbeeinflussung bzw.

> "Lichtermüdung" - langsamer.

Pech ist nur, dass die Fragen nicht nur vereinfacht, sondern mit
meinen
Fragen fast nichts zu tun haben. Insbesondere hatte ich konkrete
Fragen nach Feldern gestellt, die die Trajektorien von Lichtstrahlen
in den
Koordinaten X,T beeinflussen. In Ihrer Ausrede taucht ein
Schwerefeld,
formal beschreibbar durch eine Scheinmetrik, auf, die die
Lichtstrahlen
beeinflusst. Die Frage nach den Eigenschaften dieses Feldes
(insbesondere
seine Zeitabhaengigkeit in X, T) hatte ich gestellt.

Also bearbeiten Sie bitte genauer meine Fragen nach den Eigenschaften
der
Felder, die die Trajektorien des Lichts in den Koordinaten X, T
beeinflussen.

> Ausser bei echten Fragen und/oder ernsthaften Einwänden werde ich auf diese
> Sache kaum nochmals näher eingehen, da es nach wie vor starke Hinweise gibt,
> dass es Herrn Schmelzer - und/oder seinen allfälligen Auftraggebern - nicht


> um eine ernsthafte Diskussion, sondern mindestens seit ein bis zwei Jahren
> nur noch um eine Verleumdung der WPT geht, da er - als Mathematiker - ja
> wissen musste und sicher auch wusste, dass sein Vorgehen mit dem
> Fragenkatalog so ganz prinzipiell nicht beweistauglich ist!

LOL, die "starken Hinweise" auf meine Auftraggeber waren der Brueller
des Tages.
Es lohnt sich doch immer noch, auf Ihre Postings zu antworten.

Es steht Ihnen ansonsten jederzeit frei, die Widersprueche in Ihrer
Theorie sowie
Grundprinzipien der Logik weiterhin zu ignorieren.

Die von mir gestellten Fragen waren konkret genug: Geben Sie die
mathematische
Darstellung der Scheinmetrik in den Koordinaten X,T an. Wenn Sie die
Begriffe
"Metrik" und "Koordinatensystem" in der ueblichen Bedeutung verwenden,
geht
dies eindeutig zu machen. Wenn nicht, haben Sie auch was rausgefunden,
naemlich,
dass Sie neben "Potential" einen der Begriffe "Metrik" oder
"Koordinatensystem",
nun, sagen wir es vornehm, mit einem Paradigmenwechsel versehen haben,
so dass
sie was anderes bedeuten als ueblich ;-).

Dann werden wir sehen, inwieweit diese von der Zeit T explizit
abhaengt. Wenn sie es
tut, dann ist Ihr Weltmodell nicht statisch. Tut sie es nicht, haben
Sie trotz
Scheinmetrik keinen Zeitlupeneffekt.


Ilja Schmelzer

unread,
May 30, 2009, 7:53:44 AM5/30/09
to
On May 30, 12:08 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle Berechnungen
> > in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren.
>
> Nochmals: Ich spreche nicht von der ART, sondern von der WPT-Kosmologie.

Ich wollte Sie lediglich auf die voellige Verschiedenheit Ihrer
"Theorie" von ueblichen
physikalischen Theorien (nicht nur fuer ART, SRT, sondern auch
Newtonsche Mechanik
oder MOND gilt obiges) hinweisen.

Wenn Sie, trotz dieser Verschiedenheit, unkommentiert die Begriffe
dieser
Theorien wie "Potential", "Koordinatensystem", oder "Metrik"
verwenden,
verwirren Sie den Leser, der naturgemaess annimmt, diese Begriffe
wuerden
in ihrer ueblichen Bedeutung verwendet.

Den Schaden hat allerdings nicht so sehr der Leser, sondern Sie, weil
selbst der geneigteste Leser schnell die Widersprueche zwischen den
Konsequenze der ueblichen Verwendung und denen ihrer Verwendung
sieht und Ihre Arbeit als Schwachsinn ansieht. Voellig zu recht.

Also nochmals mein Rat: Verwenden Sie niemals uebliche mathematische
Begriffe in anderer als der ueblichen Bedeutung.

> > Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass man
> > prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben kann.
>
> Kann man schon, aber in diesem (Welt-)Koordinatensystem steckt halt noch
> (fast) keine Physik, ausser der bekannten "inertialen SRT".

Mit "die Welt" meine ich die physikalische Welt, einschliesslich aller
Physik.

> > Was (nach "Potential") der naechste unprofessionelle Gebrauch eines
> > feststehenden Fachbegriffes waere - das was Sie "Koordinatensystem" nennen
> > ist offensichtlich keines, jedenfalls kann man es nicht wie ein solches
> > zur vollstaendigen Beschreibung der Physik verwenden.
>
> Ja, endlich scheint der Groschen gefallen zu sein:
>

> Natürlich kann man ein "SRT-Ruhekoordinatensystem" im Allgemeinen nicht zur
> vollständigen Beschreibung der Physik verwenden;

Doch, kann man. In der SRT geht das ganz allgemein.

> aber dass man das können
> müsse, behauptet ja auch "nur" die "ART-Standard-Geometrieinterpretation",


> die ich hier in dsp schon seit Jahren kritisiere.

Sie sollten sich erstmal darueber klar werden, welche Theorie sie hier
verstuemmeln wollen: Die SRT oder die ART. Beides sind verschiedene
Theorien.

> Wer aber glaubt, dass nur

> "ART-Theorien" sinnvolle Theorien seien, sollte mindestens erkennen können,


> dass es sich dabei nicht um Wissen, sondern um Glauben handelt.

Eine Theorie sollte eine vollstaendige Beschreibung der physikalischen
Welt
liefern koennen. Normalerweise geschieht dies dadurch, dass man alle
physikalischen Felder in einem bestimmten Koordinatensystem angibt.

Wenn Ihre Theorie fuer eine vollstaendige Beschreibung mehr braucht,
dann
sollte dies in der Definition der Theorie ganz deutlich erklaert
werden. Etwa:
"Im Gegensatz zu ueblichen physikalischen Theorien, in denen die
Angabe
aller Felder in einem Koordinatensystem x ausreicht, die Physik
vollstaendig
zu beschreiben, muss man in der WPT alle Felder in 50 verschiedenen
Koordinatensystemen angeben, und uebliche Regeln zur Transformation
von
Feldern aus einem Koordinatensystem in ein anderes gelten in der WPT
nicht."

BTW, Theorien die mehr zu ihrer Definition brauchen als Felder in
einem
Koordinatensystem in der Raumzeit sind bekannt: Insbesondere die
Quantentheorie oder auch die Pilotwellentheorie erfordern eine Angabe
der Wellenfunktion in einem ganz anderen Raum: Dem
Konfigurationsraum.

> > Tun Sie sich keinen Zwang an, aber Fakt bleibt Fakt, nach der SRT reisst
> > das Seil.
>
> Ja, nach SRT-Standardinterpretation, aber eben nicht nach
> WPT-Interpretation!

LOL. Die Frage, ob ein Seil reisst oder nicht, ist eine physikalische
Frage.
Physikalische Fragen haengen nicht von der Interpretation einer
physikalischen
Theorie ab.

Homo Lykos

unread,
May 30, 2009, 3:33:38 PM5/30/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:60e65a05-1c0b-48d2...@l12g2000yqo.googlegroups.com...

On May 22, 11:50 pm, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> Analog verh�lt sich das mit Schmelzers von mir hier gestrafften und

>> vereinfachten Fragen zum Zeitlupeneffekt in der WPT (als bekannte
>> Vergleichstheorie, die den Effekt erkl�ren kann, dient die ART):

>>
>> 1. Gibt es ein absolutes "Weltruhesystem"? (beide: ja)
>>
>> 2. L�sst sich der Zeitlupeneffekt metrisch herleiten? (beide: ja)

>>
>> 3. Ist obiges Weltsystem inertial mit Metrik eta? (ART: nein; WPT: ja)
>>
>> 4. Beobachtet man einen Zeitlupeneffekt? (beide: ja)
>>
>> Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der WPT, da es - nach Punkt
>> 3. - in der WPT keinen Zeitlupeneffekt geben k�nne, obwohl man den
>> beobachten k�nne, wie dies die ART auch korrekt erkl�ren k�nne.
>>
>> Aufl�sung des Widerspruchs in der WPT:

>>
>> Lichtstrahlen werden durch ein lichtstrahlrelatives und
>> geschwindigkeitsabh�ngiges Schwerefeld, das f�r ruhende Objekte
>> verschwindet, erm�det bzw. rotverschoben. Dieses lichtstrahl- bzw.

>> lichtquellenrelative Schwerefeld kann formal durch eine Scheinmetrik, die
>> von eta verschieden ist und von der �quivalenzraketenflugzeit abh�ngt,

>> beschrieben werden. D.h. die Uhren bei den fernen Supernovae laufen nur
>> scheinbar - aufgrund der gravitativen Lichtbahnbeeinflussung bzw.
>> "Lichterm�dung" - langsamer.

> Pech ist nur, dass die Fragen nicht nur vereinfacht, sondern mit meinen
> Fragen fast nichts zu tun haben. Insbesondere hatte ich konkrete Fragen
> nach Feldern gestellt, die die Trajektorien von Lichtstrahlen in den
> Koordinaten X,T beeinflussen. In Ihrer Ausrede taucht ein Schwerefeld,
> formal beschreibbar durch eine Scheinmetrik, auf, die die Lichtstrahlen
> beeinflusst. Die Frage nach den Eigenschaften dieses Feldes (insbesondere
> seine Zeitabhaengigkeit in X, T) hatte ich gestellt.

Das ist im Rahmen der �quivalenzraketenbetrachtung in der WPT-Kosmologie im
Prinzip kein Problem, wenn man die WPT-Schein-Metrik in
xi/tau-Raketenkoordinaten kennt, weil man diese Koordinaten in
X/T-Koordinaten umrechnen kann; siehe Anhang C (�quivalenzrakte, Rindler-,
Schwarzschild und WPT-Metrik) in meiner Arbeit "Kosmische Gravitation"
(www.wolff.ch/astro/Grav.pdf). F�r diese Umrechnung ist es allerdings n�tig
die Lichtquelle (im vorliegenden Beispiel eine Supernova) und die Richtung
zum Teleskop im X/T-System zu kennen. D.h. dass die Scheinmetrik - genau wie
das Weltpotential - eben "lichtstrahlrelativ" definiert ist, worauf ich
immer und immer wieder hinwies! Und vor allem definiert diese Scheinmetrik
eben nicht "wirkliche" Raumeigenschaften, sondern gibt letztlich nur an, wie
das Licht auf seinen Wegen "erm�det".
> .....
> Dann werden wir sehen, inwieweit diese [die Scheinmetrik] von der Zeit T


> explizit abhaengt. Wenn sie es tut, dann ist Ihr Weltmodell nicht
> statisch. Tut sie es nicht, haben Sie trotz Scheinmetrik keinen
> Zeitlupeneffekt.

Die kosmische Scheinmetrik h�ngt von der Flugzeit der zugeh�rigen,
lichtstrahlrelativen �quivalenzrakete ab und damit auch von T, ohne dass
deswegen das WPT-X/T-Weltnodell nicht statisch w�re (siehe oben).

Die T-Abh�ngigkeit kommt eben in der WPT-Kosmologie - im Rahmen der
�quivalenzraketenrechnung - von der Flugzeit der �quivalenzrakete im
statischen und inertialen X/T-SRT-Weltsystem, w�hrend diese T-Abh�ngigkeit
in der ART-Kosmologie von der Raumexpansion kommt.

f.k...@gmx.de

unread,
May 30, 2009, 4:24:28 PM5/30/09
to
On 18 Mai, 15:38, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

> Falls es ernsthafte Mitleser geben sollte, wäre ich nach wie vor daran
> interessiert, ob auch andere damit (oder mit andern Punkten meiner WPT)
> Probleme haben. Nur so wird es mir vermutlich gelingen meine Arbeit und
> meine Erklärungen hier didaktisch zu verbessern.

Ich habe mir das pdf mal angeschaut und möchte da nun doch mal
nachfragen.

Zitat:
"Die WPT-Kosmologie ist eine (schein-)metrische Theorie unter Annahme
des
kosmologischen Prinzips und einer aktual unendlichen
Massenschale, ..."

Diesen Kern-Aspekt der WPT muss man sich fast etwas mühsam
heraussuchen
obwohl die Aussage an sich, dass also das All unendlich sei, ziemliche
Tragweite
hat. Das vorzustellen fällt mir nicht allzu schwer da ich von Urknall-
Theorien auch
nichts halte. Probleme habe ich jedoch mir plausibel vorstellen zu
können warum
eine unendliche Massenschale eine Bremskraft ausüben kann.
So auf die schnelle würde ich vermuten dass in einer solchen Schale
von allen
Richtungen gleich viel "ferne Massen" am Objekt zerren und sich
dadurch
aufheben. Ich glaube da wären ein paar Graphiken am Anfang Ihrer pdf
sehr hilfreich.

Sie kennen ja sicherlich die Pioneer-Anomalie bei der die Bremskraft
ja in Richtung
Sonne zeigt. Bei der WPT ist aber, wenn ich das richtig verstanden
habe, die
Bremswirkung richtungsunabhängig. Wie löst sich das auf?

Grüsse

Homo Lykos

unread,
May 30, 2009, 4:33:32 PM5/30/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:b193ccff-ac19-41bd...@j32g2000yqh.googlegroups.com...

On May 30, 12:08 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> >>
> >> Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle
> >> Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren.
>>
>> Nochmals: Ich spreche nicht von der ART, sondern von der WPT-Kosmologie.
>
> Ich wollte Sie lediglich auf die voellige Verschiedenheit Ihrer "Theorie"
> von ueblichen physikalischen Theorien (nicht nur fuer ART, SRT, sondern
> auch Newtonsche Mechanik oder MOND gilt obiges) hinweisen.

In "strikt" newtonscher Mechanik eigentlich nicht, weil man dort -
mindestens im Prinzip - instantane Informations�bermittlungen annehmen darf,
womit sich die Scheinmetriken der WPT, die die Lichterm�dung quantifizieren,
auch aus WPT-Sicht er�brigen; in "strikt" newtonscher Mechanik gibt es ja
auch keinen Platz f�r lichtstrahlrelative Potentiale, die aber bei c gegen
oo auch aus WPT-Sicht nicht n�tig sind.

> Wenn Sie, trotz dieser Verschiedenheit, unkommentiert die Begriffe dieser
> Theorien wie "Potential", "Koordinatensystem", oder "Metrik" verwenden,
> verwirren Sie den Leser, der naturgemaess annimmt, diese Begriffe wuerden
> in ihrer ueblichen Bedeutung verwendet.

Darauf weise ich in der Grundsatzarbeit "Kosmische Gravitation" ja schon in
der Einf�hrung hin; ich zitiere:

"Deswegen entspricht das Weltpotential der WPT nicht dem klassischen
Potentialbegriff und die daraus abgeleitete, auf
�quivalenzraketenbetrachtungen beruhende WPT-Metrik nicht einer �blichen
ART-Metrik (siehe Anh�nge A, B und C)."

Aber f�r Hinweise, wo weitere Verdeutlichungen angebracht w�ren, bin ich
immer dankbar. In der Arbeit, die ich bei den C. R. Physique einreichte,
hatte ich beim Potential auch schon im R�sum� darauf hingewiesen, aber
andererseits hatte ich dort Probleme die WPT �berhaupt "gen�gend" kurz
beschreiben zu k�nnen, da das Manuskript schon in der vorliegenden Form
eigentlich zu viele Seiten umfasste.

> Also nochmals mein Rat: Verwenden Sie niemals uebliche mathematische
> Begriffe in anderer als der ueblichen Bedeutung.

Das Problem ist - mindestens bei der Scheinmetrik - nicht die mathematische
Bedeutung, sondern ihre physikalische Interpretation.

> >> Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass
> >> man prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben
> >> kann.
>>
>> Kann man schon, aber in diesem (Welt-)Koordinatensystem steckt halt noch
>> (fast) keine Physik, ausser der bekannten "inertialen SRT".

> Mit "die Welt" meine ich die physikalische Welt, einschliesslich aller
> Physik.

Ich verstand Sie (bisher) so, dass Sie die Gravitationseffekte im
Weltkoordinatensystem "ART-gem�ss" durch die Metrik beschreiben wollten.

> >> Was (nach "Potential") der naechste unprofessionelle Gebrauch eines
> >> feststehenden Fachbegriffes waere - das was Sie "Koordinatensystem"
> >> nennen ist offensichtlich keines, jedenfalls kann man es nicht wie ein
> >> solches zur vollstaendigen Beschreibung der Physik verwenden.
>>
>> Ja, endlich scheint der Groschen gefallen zu sein:
>>

>> Nat�rlich kann man ein "SRT-Ruhekoordinatensystem" im Allgemeinen nicht
>> zur vollst�ndigen Beschreibung der Physik verwenden;


>
> Doch, kann man. In der SRT geht das ganz allgemein.

Ich weiss nicht recht, ob wir uns vielleicht immer noch missverstehen; ich
vermute, dass Sie jetzt sozusagen �ber das Ziel hinausgeschossen sind:

Ich dachte bisher, dass Sie mit Physik nur die Gravitation meinten, den
Fall, auf den wir uns hier eh beschr�nken sollten, die im Rahmen der ART
eben in den Metriktermen des Koordinatensystems steckt, weswegen ein
inertiales "SRT-Ruhesystem" mit eta-Metrik, das in der WPT als
Weltruhesystem auftritt, gravitationslos ist.

Wenn man will, kann man die lichtstrahlrelativen Potentiale der
WPT-Kosmologie, die f�r die Lichterm�dung verantwortlich sind, auch als
Funktionen von X und T des Weltruhesystems und nicht nur als Funktionen des
virtuellen �quivalenzrakentensystems schreiben, aber eben nicht lichtstrahl-
bzw. lichtquellen- und teleskopunabh�ngig wie im Falle der "lokalen"
Gravitation; Bedeutung haben diese Potentiale und die zugeh�rige
Scheinmetrik aber nur f�r die jeweiligen Lichtstrahlen, aber eben nicht f�r
die Raumgeometrie bzw. f�r ruhende Uhren und Massst�be im Raum.

>> aber dass man das k�nnen m�sse, behauptet ja auch "nur" die


>> "ART-Standard-Geometrieinterpretation", die ich hier in dsp schon seit
>> Jahren kritisiere.

> Sie sollten sich erstmal darueber klar werden, welche Theorie sie hier
> verstuemmeln wollen: Die SRT oder die ART. Beides sind verschiedene
> Theorien.

Ich verst�mmle gar nichts, sondern ich verbessere diese Theorien, falls sich
die WPT unter dem Strich als richtig herausstellen wird; allerdings denkbar,
dass man die ART dann praktisch ganz wird aufgeben m�ssen. Aber die SRT ist
in der WPT formal integriert. Beschleunigungs- und damit letztlich auch
Gravitationseffekte werden allerdings neu interpretiert; bisher war die
SRT-Interpretation diesbez�glich (unausgesprochen) ART-beeinflusst.

>> Wer aber glaubt, dass nur "ART-Theorien" sinnvolle Theorien seien, sollte

>> mindestens erkennen k�nnen, dass es sich dabei nicht um Wissen, sondern
>> um Glauben handelt.

> Eine Theorie sollte eine vollstaendige Beschreibung der physikalischen
> Welt liefern koennen. Normalerweise geschieht dies dadurch, dass man alle
> physikalischen Felder in einem bestimmten Koordinatensystem angibt.

Das ist zwar sogar im Falle der WPT-Kosmologie m�glich, aber diese Felder
sind in der WPT-Kosmologie halt lichtstrahl- bzw. testteilchenabh�ngig, und
das ist sicher ungewohnt. Testteilchenunabh�ngig - wie auch f�r alle
ruhenden Ojekte - gibt es keine Schwerefelder in der WPT-Kosmologie. Ein
wichtiger Aspekt liegt auch darin, dass die scheinmetrische WPT-Beschreibung
mit der WPT-Metrik nur f�r Licht bzw. f�r Signale mit beta=1 funktioniert.

> Wenn Ihre Theorie fuer eine vollstaendige Beschreibung mehr braucht, dann
> sollte dies in der Definition der Theorie ganz deutlich erklaert werden.
> Etwa:
> "Im Gegensatz zu ueblichen physikalischen Theorien, in denen die Angabe
> aller Felder in einem Koordinatensystem x ausreicht, die Physik
> vollstaendig zu beschreiben, muss man in der WPT alle Felder in 50
> verschiedenen Koordinatensystemen angeben, und uebliche Regeln zur
> Transformation von Feldern aus einem Koordinatensystem in ein anderes
> gelten in der WPT nicht."

So unorthodox ist die WPT nun doch wieder nicht. Vielleicht haben meine
obigen Bemerkungen, das aber gekl�rt. Aber grunds�tzlich habe ich mich jetzt
nat�rlich - mindestens gedanklich - immer nur auf die Gravitation
beschr�nkt, die in der heute bekanntesten und anerkanntesten Theorie, der
ART, metrisch (nicht nur scheinmetrisch wie in der WPT) - also geometrisch -
beschrieben wird.

Vielleicht helfen obige Bemerkungen nun die verbleibenden Missverst�ndnisse
auszur�umen.

> >> Tun Sie sich keinen Zwang an, aber Fakt bleibt Fakt, nach der SRT
> >> reisst das Seil.
>>
>> Ja, nach SRT-Standardinterpretation, aber eben nicht nach
>> WPT-Interpretation!

> LOL. Die Frage, ob ein Seil reisst oder nicht, ist eine physikalische
> Frage.

In diesem Falle nicht, weil diese Frage mindestens bisher - aber sehr
wahrscheinlich - f�r alle Zeiten aus prinzipiellen technischen Gr�nden nicht
entscheidbar ist.

> Physikalische Fragen haengen nicht von der Interpretation einer
> physikalischen Theorie ab.

Aber sicher: Deswegen lassen sich Interpretationen halt manchmal sogar
falsi- oder verifizieren. Gut, in F�llen, wo dies m�glich sein wird, wird
man *danach* nicht mehr von verschiedenen Interpretationen, sondern eher von
verschiedenen Theorien sprechen; aber �ber Worte m�chte ich hier nicht
streiten. Entscheidend ist allein, dass die Seilfrage experimentell nicht
entschieden werden kann und darum nicht dazu dienen kann eine Theorie oder
Interpretation zu falsi- oder verifizieren.

Homo Lykos

unread,
May 30, 2009, 5:15:41 PM5/30/09
to
<f.k...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41daf5ac-826a-4d5a...@x5g2000yqk.googlegroups.com...

On 18 Mai, 15:38, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

>> Falls es ernsthafte Mitleser geben sollte, w�re ich nach wie vor daran


>> interessiert, ob auch andere damit (oder mit andern Punkten meiner WPT)
>> Probleme haben. Nur so wird es mir vermutlich gelingen meine Arbeit und

>> meine Erkl�rungen hier didaktisch zu verbessern.

> Ich habe mir das pdf mal angeschaut und m�chte da nun doch mal nachfragen.

> Zitat:
> "Die WPT-Kosmologie ist eine (schein-)metrische Theorie unter Annahme des
> kosmologischen Prinzips und einer aktual unendlichen Massenschale, ..."

> Diesen Kern-Aspekt der WPT muss man sich fast etwas m�hsam heraussuchen


> obwohl die Aussage an sich, dass also das All unendlich sei, ziemliche

> Tragweite hat. Das vorzustellen f�llt mir nicht allzu schwer da ich von


> Urknall- Theorien auch nichts halte. Probleme habe ich jedoch mir

> plausibel vorstellen zu k�nnen warum eine unendliche Massenschale eine
> Bremskraft aus�ben kann.

Danke: Ich werde mich bei �berarbeitungen bem�hen dies zu ber�cksichtigen.
Andererseits ist es aber meines Erachtens am Anfang des WPT-Abrisses auch
nicht ganz falsch plaziert.

> So auf die schnelle w�rde ich vermuten dass in einer solchen Schale von


> allen Richtungen gleich viel "ferne Massen" am Objekt zerren und sich
> dadurch aufheben.

Das ist im Wesentlichen genau das, was Newton und ART lehren.

Um das und �berhaupt die Grundgedanken der WPT besser zu verstehen, sollte
man aber nicht den eingereichten Artikel lesen, sondern die Grundsatzarbeit
"Kosmische Gravitation" (www.wolff.ch/astro/Grav.pdf). Das liegt daran, dass
die C. R. sozusagen darauf spezialisiert sind, kurze Mitteilungen schnell zu
ver�ffentlichen; mein Manuskript war darum eigentlich so schon zu lang.

> Ich glaube da w�ren ein paar Graphiken am Anfang Ihrer pdf sehr hilfreich.

Daran habe ich auch schon gedacht; werde mir was einfallen lassen m�ssen.

> Sie kennen ja sicherlich die Pioneer-Anomalie bei der die Bremskraft ja in
> Richtung Sonne zeigt. Bei der WPT ist aber, wenn ich das richtig

> verstanden habe, die Bremswirkung richtungsunabh�ngig. Wie l�st sich das
> auf?

Richtungsunabh�ngig ist die Weltbremsbeschleunigung nur auf kosmischen
Distanzen bzw. bei sehr kleinen Feldst�rken. Bei grossen* lokalen
Feldst�rken richtet sich - nach WPT - die Weltbeschleunigung an den lokalen
Feldlinien aus. Das findet man - halt auch recht kurz - auf Seite 8 der
eingereichten WPT-Arbeit. Mehr findet man dazu in der alten
Weltpotentialarbeit, aber die sollte ich aufgrund des neuesten
Wissensstandes mal �berarbeiten.

*) Als "gross" kann man Feldst�rken im Sonnensystem bis zu etwa 1000
astronomischen Einheiten ansehen.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 1, 2009, 4:05:31 AM6/1/09
to
On May 31, 12:33 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitragnews:60e65a05-1c0b-48d2...@l12g2000yqo.googlegroups.com...

> On May 22, 11:50 pm, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
>
>
>
>
> >> Analog verhält sich das mit Schmelzers von mir hier gestrafften und

> >> vereinfachten Fragen zum Zeitlupeneffekt in der WPT (als bekannte
> >> Vergleichstheorie, die den Effekt erklären kann, dient die ART):

>
> >> 1. Gibt es ein absolutes "Weltruhesystem"? (beide: ja)
>
> >> 2. Lässt sich der Zeitlupeneffekt metrisch herleiten? (beide: ja)

>
> >> 3. Ist obiges Weltsystem inertial mit Metrik eta? (ART: nein; WPT: ja)
>
> >> 4. Beobachtet man einen Zeitlupeneffekt? (beide: ja)
>
> >> Schmelzer schliesst auf einen Widerspruch in der WPT, da es - nach Punkt
> >> 3. - in der WPT keinen Zeitlupeneffekt geben könne, obwohl man den
> >> beobachten könne, wie dies die ART auch korrekt erklären könne.
>
> >> Auflösung des Widerspruchs in der WPT:

>
> >> Lichtstrahlen werden durch ein lichtstrahlrelatives und
> >> geschwindigkeitsabhängiges Schwerefeld, das für ruhende Objekte
> >> verschwindet, ermüdet bzw. rotverschoben. Dieses lichtstrahl- bzw.

> >> lichtquellenrelative Schwerefeld kann formal durch eine Scheinmetrik, die
> >> von eta verschieden ist und von der Äquivalenzraketenflugzeit abhängt,

> >> beschrieben werden. D.h. die Uhren bei den fernen Supernovae laufen nur
> >> scheinbar - aufgrund der gravitativen Lichtbahnbeeinflussung bzw.
> >> "Lichtermüdung" - langsamer.

> > Pech ist nur, dass die Fragen nicht nur vereinfacht, sondern mit meinen
> > Fragen fast nichts zu tun haben. Insbesondere hatte ich konkrete Fragen
> > nach Feldern gestellt, die die Trajektorien von Lichtstrahlen in den
> > Koordinaten X,T beeinflussen.  In Ihrer Ausrede taucht ein Schwerefeld,
> > formal beschreibbar durch eine Scheinmetrik, auf, die die Lichtstrahlen
> > beeinflusst. Die Frage nach den Eigenschaften dieses Feldes (insbesondere
> > seine Zeitabhaengigkeit in X, T) hatte ich gestellt.
>
> Das ist im Rahmen der Äquivalenzraketenbetrachtung in der WPT-Kosmologie im

> Prinzip kein Problem, wenn man die WPT-Schein-Metrik in
> xi/tau-Raketenkoordinaten kennt, weil man diese Koordinaten in
> X/T-Koordinaten umrechnen kann; siehe Anhang C (Äquivalenzrakte, Rindler-,

> Schwarzschild und WPT-Metrik) in meiner Arbeit "Kosmische Gravitation"
> (www.wolff.ch/astro/Grav.pdf). Für diese Umrechnung ist es allerdings nötig

> die Lichtquelle (im vorliegenden Beispiel eine Supernova) und die Richtung
> zum Teleskop im X/T-System zu kennen. D.h. dass die Scheinmetrik - genau wie
> das Weltpotential - eben "lichtstrahlrelativ" definiert ist, worauf ich
> immer und immer wieder hinwies! Und vor allem definiert diese Scheinmetrik
> eben nicht "wirkliche" Raumeigenschaften, sondern gibt letztlich nur an, wie
> das Licht auf seinen Wegen "ermüdet".

Also die Trajektorie der beiden Lichtstrahlen (Beginn und Ende der
Supernova)
haengt in X/T ab von der Quelle und Richtung des Lichtstrahls. Beides
ist
fuer Beginn und Ende der SN dieselbe: Die SN (selbe X-Koordinate) und
Richtung
Erde (selbe X-Richtung). Was auch immer die Trajektorie des Beginn-
Lichtstrahls
in X,T ist, der Ende-Lichtstrahl muesste immer noch derselbe sein, nur
absolut um einen Wert T_diff in T verschoben.

Also kein Zeitlupeneffekt.

> > Dann werden wir sehen, inwieweit diese [die Scheinmetrik] von der Zeit T
> > explizit abhaengt. Wenn sie es tut, dann ist Ihr Weltmodell nicht
> > statisch.  Tut sie es nicht, haben Sie trotz Scheinmetrik keinen
> > Zeitlupeneffekt.
>

> Die kosmische Scheinmetrik hängt von der Flugzeit der zugehörigen,
> lichtstrahlrelativen Äquivalenzrakete ab und damit auch von T, ohne dass
> deswegen das WPT-X/T-Weltnodell nicht statisch wäre (siehe oben).

Oben haben wir nichts gesehen was absolut von T abhaengt.

Ich wuesste nicht, wieso die Flugzeit von A nach B einer
Aequivalenzrakete
sich in einem statischen Weltmodell aendern koennte nur weil die
Rakete
spaeter startet.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 1, 2009, 4:54:07 AM6/1/09
to
On May 31, 1:33 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >> Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle
> > >> Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren.
>
> >> Nochmals: Ich spreche nicht von der ART, sondern von der WPT-Kosmologie.
>
> > Ich wollte Sie lediglich auf die voellige Verschiedenheit Ihrer "Theorie"
> > von ueblichen physikalischen Theorien (nicht nur fuer ART, SRT, sondern
> > auch Newtonsche Mechanik oder MOND gilt obiges) hinweisen.
>
> In "strikt" newtonscher Mechanik eigentlich nicht, weil man dort -
> mindestens im Prinzip - instantane Informationsübermittlungen annehmen darf,
> womit sich die Scheinmetriken der WPT, die die Lichtermüdung quantifizieren,
> auch aus WPT-Sicht erübrigen;

Sie haben mich missverstanden. Die Eigenschaft, um die es mir hier
geht, ist,
dass man alle Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem
durchfuehren
kann. Insbesondere kann ich alles in den Koordinaten X,T berechnen.

Dies gilt in NT und MOND. Wenn es in der WPT nicht gilt, ist dies ein
extrem
seltsamer Unterschied.

> > Also nochmals mein Rat: Verwenden Sie niemals uebliche mathematische
> > Begriffe in anderer als der ueblichen Bedeutung.
>
> Das Problem ist - mindestens bei der Scheinmetrik - nicht die mathematische
> Bedeutung, sondern ihre physikalische Interpretation.

Sie koennen ja mal ihre Scheinmetrik in X,T hinschreiben. Das koennte
einiges
klarer machen.

> > >> Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass
> > >> man prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben
> > >> kann.
>
> >> Kann man schon, aber in diesem (Welt-)Koordinatensystem steckt halt noch
> >> (fast) keine Physik, ausser der bekannten "inertialen SRT".
> > Mit "die Welt" meine ich die physikalische Welt, einschliesslich aller
> > Physik.
>
> Ich verstand Sie (bisher) so, dass Sie die Gravitationseffekte im

> Weltkoordinatensystem "ART-gemäss" durch die Metrik beschreiben wollten.

Nein. Es steht Ihnen selbstverstaendlich frei, in Ihrer Theorie
beliebige weitere
Felder F(X,T) einzufuehren, die einen Einfluss auf die Trajektorien
von Lichtstrahlen
haben. Meinetwegen koennen die auch noch von Richtungen und anderem
abhaengen.

Ich will lediglich herausfinden, ob Ihre Theorie wirklich statisch
ist, d.h.
ob Galaxien ungefaehr an ihrem Platz bleiben (keine Expansion) und die
fuer die
Lichtausbreitung wichtigen Felder F(X,T) von T unabhaengig sind, so
dass das
Weltmodell als statisch betrachtet werden kann.

> >> Natürlich kann man ein "SRT-Ruhekoordinatensystem" im Allgemeinen nicht
> >> zur vollständigen Beschreibung der Physik verwenden;


>
> > Doch, kann man.  In der SRT geht das ganz allgemein.
>
> Ich weiss nicht recht, ob wir uns vielleicht immer noch missverstehen; ich

> vermute, dass Sie jetzt sozusagen über das Ziel hinausgeschossen sind:


>
> Ich dachte bisher, dass Sie mit Physik nur die Gravitation meinten, den

> Fall, auf den wir uns hier eh beschränken sollten, die im Rahmen der ART


> eben in den Metriktermen des Koordinatensystems steckt, weswegen ein
> inertiales "SRT-Ruhesystem" mit eta-Metrik, das in der WPT als
> Weltruhesystem auftritt, gravitationslos ist.

In der SRT kann man alles, was man beschreiben will, in einem (jedem
beliebigen) Koordinatensystem beschreiben. Das ganze Standardmodell
der Teilchenphysik, wenn sie wollen.

> Wenn man will, kann man die lichtstrahlrelativen Potentiale der

> WPT-Kosmologie, die für die Lichtermüdung verantwortlich sind, auch als


> Funktionen von X und T des Weltruhesystems und nicht nur als Funktionen des

> virtuellen Äquivalenzrakentensystems schreiben, aber eben nicht lichtstrahl-
> bzw. lichtquellen- und teleskopunabhängig wie im Falle der "lokalen"
> Gravitation;

Das fordere ich die ganze Zeit von Ihnen: Alles was die Trajektorien
der
Lichtstrahlen beeinflusst, sollten Sie als Felder, Potentiale oder was
immer
sonst in Abhaengigkeit von X,T angeben.

Und dann moechte ich einfach mal sehen, wie es kommt, dass die Kurven
fuer zu verschiedener Zeit von derselben Quelle in dieselbe Richtung
zum selben
Teleskop abgesendeten Lichtstrahlen nicht in X,T parallel zueinander
sind.

> Bedeutung haben diese Potentiale und die zugehörige
> Scheinmetrik aber nur für die jeweiligen Lichtstrahlen, aber eben nicht für
> die Raumgeometrie bzw. für ruhende Uhren und Massstäbe im Raum.

Hauptsache die in Koordinaten X,T angegebenen Trajektorien haben
absolute
Bedeutung, sowohl fuer die in ihnen beschriebenen Trajektorien der
Lichtstrahlen
als auch fuer die ruhenden Uhren.

> Ich verstümmle gar nichts, sondern ich verbessere diese Theorien, falls sich


> die WPT unter dem Strich als richtig herausstellen wird; allerdings denkbar,

> dass man die ART dann praktisch ganz wird aufgeben müssen. Aber die SRT ist


> in der WPT formal integriert. Beschleunigungs- und damit letztlich auch
> Gravitationseffekte werden allerdings neu interpretiert; bisher war die

> SRT-Interpretation diesbezüglich (unausgesprochen) ART-beeinflusst.

Erstmal hat die SRT keinen Raum fuer eine Neuinterpretation von
Beschleunigungseffekten.

Dann beschreibt die SRT keinerlei Gravitationseffekte. Die werden
erst in der
ART beschrieben. Es gibt also gar keine SRT-Interpretation von
Gravitation, die
irgendwie ART-beeinflusst sein koennte.

> > Wenn Ihre Theorie fuer eine vollstaendige Beschreibung mehr braucht, dann
> > sollte dies in der Definition der Theorie ganz deutlich erklaert werden.
> > Etwa:
> > "Im Gegensatz zu ueblichen physikalischen Theorien, in denen die Angabe
> > aller Felder in einem Koordinatensystem x ausreicht, die Physik
> > vollstaendig zu beschreiben, muss man in der WPT alle Felder in 50
> > verschiedenen Koordinatensystemen angeben, und uebliche Regeln zur
> > Transformation von Feldern aus einem Koordinatensystem in ein anderes
> > gelten in der WPT nicht."
>
> So unorthodox ist die WPT nun doch wieder nicht.

Na fein. Dann koennen wir ja alle physikalisch wichtigen Felder in X,T
darstellen (mit allen Zusatzabhaengigkeiten, no problem).

> Aber grundsätzlich habe ich mich jetzt
> natürlich - mindestens gedanklich - immer nur auf die Gravitation
> beschränkt

Kein Problem, sie brauchen das Standardmodell nicht mit zu
beschreiben,
es reicht voellig, wenn wir alle Felder haben, die die Trajektorien
von Lichtstrahlen
beeinflussen koennen.

> > LOL. Die Frage, ob ein Seil reisst oder nicht, ist eine physikalische
> > Frage.
>
> In diesem Falle nicht, weil diese Frage mindestens bisher - aber sehr

> wahrscheinlich - für alle Zeiten aus prinzipiellen technischen Gründen nicht
> entscheidbar ist.

Fuer mich ist sowas eine prinzipiell physikalische Frage. Ob eine
prinzipiell physikalische Frage auch reell durch ein Experiment
entschieden
werden kann, sollte man nie zu frueh verneinen. Es ist schon
erstaunlich
was Experimentatoren schon fuer Tricks gefunden haben, um Fragen
experimentell
zu entscheiden, von denen man dachte, dass sie aus technischen
Gruenden
niemals entschieden werden koennen.

> > Physikalische Fragen haengen nicht von der Interpretation einer
> > physikalischen Theorie ab.
>
> Aber sicher: Deswegen lassen sich Interpretationen halt manchmal sogar

> falsi- oder verifizieren. Gut, in Fällen, wo dies möglich sein wird, wird


> man *danach* nicht mehr von verschiedenen Interpretationen, sondern eher von

> verschiedenen Theorien sprechen; aber über Worte möchte ich hier nicht
> streiten.

Ich verwende jedenfalls das Wort "Interpretation" nur fuer solche
Unterschiede,
die sich im Prinzip (mathematisch beweisbar) nicht durch ein
Experiment
entscheiden lassen, nicht wegen technischer Gruende.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 1, 2009, 4:57:49 AM6/1/09
to
On May 31, 1:33 am, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >> Ausserdem, und das ist wichtig, koennen Sie in der ART alle
> > >> Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem durchfuehren.
>
> >> Nochmals: Ich spreche nicht von der ART, sondern von der WPT-Kosmologie.
>
> > Ich wollte Sie lediglich auf die voellige Verschiedenheit Ihrer "Theorie"
> > von ueblichen physikalischen Theorien (nicht nur fuer ART, SRT, sondern
> > auch Newtonsche Mechanik oder MOND gilt obiges) hinweisen.
>
> In "strikt" newtonscher Mechanik eigentlich nicht, weil man dort -
> mindestens im Prinzip - instantane Informationsübermittlungen annehmen darf,
> womit sich die Scheinmetriken der WPT, die die Lichtermüdung quantifizieren,
> auch aus WPT-Sicht erübrigen;

Sie haben mich missverstanden. Die Eigenschaft, um die es mir hier
geht, ist,
dass man alle Berechnungen in jedem beliebigen Koordinatensystem
durchfuehren
kann. Insbesondere kann ich alles in den Koordinaten X,T berechnen.

Dies gilt in NT und MOND. Wenn es in der WPT nicht gilt, ist dies ein
extrem
seltsamer Unterschied.

> > Also nochmals mein Rat: Verwenden Sie niemals uebliche mathematische


> > Begriffe in anderer als der ueblichen Bedeutung.
>
> Das Problem ist - mindestens bei der Scheinmetrik - nicht die mathematische
> Bedeutung, sondern ihre physikalische Interpretation.

Sie koennen ja mal ihre Scheinmetrik in X,T hinschreiben. Das koennte
einiges
klarer machen.

> > >> Der Paradigmenwechsel in Ihrer Theorie scheint darin zu bestehen, dass


> > >> man prinzipiell die Welt nicht in einem Koordinatensystem beschreiben
> > >> kann.
>
> >> Kann man schon, aber in diesem (Welt-)Koordinatensystem steckt halt noch
> >> (fast) keine Physik, ausser der bekannten "inertialen SRT".
> > Mit "die Welt" meine ich die physikalische Welt, einschliesslich aller
> > Physik.
>
> Ich verstand Sie (bisher) so, dass Sie die Gravitationseffekte im

> Weltkoordinatensystem "ART-gemäss" durch die Metrik beschreiben wollten.

Nein. Es steht Ihnen selbstverstaendlich frei, in Ihrer Theorie
beliebige weitere
Felder F(X,T) einzufuehren, die einen Einfluss auf die Trajektorien
von Lichtstrahlen
haben. Meinetwegen koennen die auch noch von Richtungen und anderem
abhaengen.

Ich will lediglich herausfinden, ob Ihre Theorie wirklich statisch
ist, d.h.
ob Galaxien ungefaehr an ihrem Platz bleiben (keine Expansion) und die
fuer die
Lichtausbreitung wichtigen Felder F(X,T) von T unabhaengig sind, so
dass das
Weltmodell als statisch betrachtet werden kann.

> >> Natürlich kann man ein "SRT-Ruhekoordinatensystem" im Allgemeinen nicht
> >> zur vollständigen Beschreibung der Physik verwenden;


>
> > Doch, kann man.  In der SRT geht das ganz allgemein.
>
> Ich weiss nicht recht, ob wir uns vielleicht immer noch missverstehen; ich

> vermute, dass Sie jetzt sozusagen über das Ziel hinausgeschossen sind:


>
> Ich dachte bisher, dass Sie mit Physik nur die Gravitation meinten, den

> Fall, auf den wir uns hier eh beschränken sollten, die im Rahmen der ART


> eben in den Metriktermen des Koordinatensystems steckt, weswegen ein
> inertiales "SRT-Ruhesystem" mit eta-Metrik, das in der WPT als
> Weltruhesystem auftritt, gravitationslos ist.

In der SRT kann man alles, was man beschreiben will, in einem (jedem


beliebigen) Koordinatensystem beschreiben. Das ganze Standardmodell
der Teilchenphysik, wenn sie wollen.

> Wenn man will, kann man die lichtstrahlrelativen Potentiale der
> WPT-Kosmologie, die für die Lichtermüdung verantwortlich sind, auch als


> Funktionen von X und T des Weltruhesystems und nicht nur als Funktionen des

> virtuellen Äquivalenzrakentensystems schreiben, aber eben nicht lichtstrahl-
> bzw. lichtquellen- und teleskopunabhängig wie im Falle der "lokalen"
> Gravitation;

Das fordere ich die ganze Zeit von Ihnen: Alles was die Trajektorien


der
Lichtstrahlen beeinflusst, sollten Sie als Felder, Potentiale oder was
immer
sonst in Abhaengigkeit von X,T angeben.

Und dann moechte ich einfach mal sehen, wie es kommt, dass die Kurven
fuer zu verschiedener Zeit von derselben Quelle in dieselbe Richtung
zum selben
Teleskop abgesendeten Lichtstrahlen nicht in X,T parallel zueinander
sind.

> Bedeutung haben diese Potentiale und die zugehörige
> Scheinmetrik aber nur für die jeweiligen Lichtstrahlen, aber eben nicht für
> die Raumgeometrie bzw. für ruhende Uhren und Massstäbe im Raum.

Hauptsache die in Koordinaten X,T angegebenen Trajektorien haben
absolute
Bedeutung, sowohl fuer die in ihnen beschriebenen Trajektorien der
Lichtstrahlen
als auch fuer die ruhenden Uhren.

> Ich verstümmle gar nichts, sondern ich verbessere diese Theorien, falls sich


> die WPT unter dem Strich als richtig herausstellen wird; allerdings denkbar,

> dass man die ART dann praktisch ganz wird aufgeben müssen. Aber die SRT ist


> in der WPT formal integriert. Beschleunigungs- und damit letztlich auch
> Gravitationseffekte werden allerdings neu interpretiert; bisher war die

> SRT-Interpretation diesbezüglich (unausgesprochen) ART-beeinflusst.

Erstmal hat die SRT keinen Raum fuer eine Neuinterpretation von
Beschleunigungseffekten.

Dann beschreibt die SRT keinerlei Gravitationseffekte. Die werden
erst in der
ART beschrieben. Es gibt also gar keine SRT-Interpretation von
Gravitation, die
irgendwie ART-beeinflusst sein koennte.

> > Wenn Ihre Theorie fuer eine vollstaendige Beschreibung mehr braucht, dann


> > sollte dies in der Definition der Theorie ganz deutlich erklaert werden.
> > Etwa:
> > "Im Gegensatz zu ueblichen physikalischen Theorien, in denen die Angabe
> > aller Felder in einem Koordinatensystem x ausreicht, die Physik
> > vollstaendig zu beschreiben, muss man in der WPT alle Felder in 50
> > verschiedenen Koordinatensystemen angeben, und uebliche Regeln zur
> > Transformation von Feldern aus einem Koordinatensystem in ein anderes
> > gelten in der WPT nicht."
>
> So unorthodox ist die WPT nun doch wieder nicht.

Na fein. Dann koennen wir ja alle physikalisch wichtigen Felder in X,T


darstellen (mit allen Zusatzabhaengigkeiten, no problem).

> Aber grundsätzlich habe ich mich jetzt
> natürlich - mindestens gedanklich - immer nur auf die Gravitation
> beschränkt

Kein Problem, sie brauchen das Standardmodell nicht mit zu
beschreiben,
es reicht voellig, wenn wir alle Felder haben, die die Trajektorien
von Lichtstrahlen
beeinflussen koennen.

> > LOL. Die Frage, ob ein Seil reisst oder nicht, ist eine physikalische


> > Frage.
>
> In diesem Falle nicht, weil diese Frage mindestens bisher - aber sehr

> wahrscheinlich - für alle Zeiten aus prinzipiellen technischen Gründen nicht
> entscheidbar ist.

Fuer mich ist sowas eine prinzipiell physikalische Frage. Ob eine
prinzipiell physikalische Frage auch reell durch ein Experiment
entschieden
werden kann, sollte man nie zu frueh verneinen. Es ist schon
erstaunlich
was Experimentatoren schon fuer Tricks gefunden haben, um Fragen
experimentell
zu entscheiden, von denen man dachte, dass sie aus technischen
Gruenden
niemals entschieden werden koennen.

> > Physikalische Fragen haengen nicht von der Interpretation einer


> > physikalischen Theorie ab.
>
> Aber sicher: Deswegen lassen sich Interpretationen halt manchmal sogar

> falsi- oder verifizieren. Gut, in Fällen, wo dies möglich sein wird, wird


> man *danach* nicht mehr von verschiedenen Interpretationen, sondern eher von

Homo Lykos

unread,
Jun 1, 2009, 6:23:01 PM6/1/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:eba26c69-7bcb-4407...@g19g2000vbi.googlegroups.com...

> >>
> >> Dann werden wir sehen, inwieweit diese [die Scheinmetrik] von der Zeit
> >> T explizit abhaengt. Wenn sie es tut, dann ist Ihr Weltmodell nicht
> >> statisch. Tut sie es nicht, haben Sie trotz Scheinmetrik keinen
> >> Zeitlupeneffekt.
>>
>> Die kosmische Scheinmetrik h�ngt von der Flugzeit der zugeh�rigen,
>> lichtstrahlrelativen �quivalenzrakete ab und damit auch von T, ohne dass
>> deswegen das WPT-X/T-Weltnodell nicht statisch w�re (siehe oben).
>
> Oben [in X/T-Koord.] haben wir nichts gesehen was absolut von T abhaengt.

>
> Ich wuesste nicht, wieso die Flugzeit von A nach B einer Aequivalenzrakete
> sich in einem statischen Weltmodell aendern koennte nur weil die Rakete
> spaeter startet.

Damit haben wir wohl den Kern Ihres Missverstehens und/oder meiner
mangelhaften Erkl�rk�nste gefunden. Ich habe diese bzw. �hnliche Fragen zwar
seit �ber einem Jahr wohl schon oft beantwortet, aber vermutlich halt zu
summarisch. Ich versuche nun alle WPT-Argumentationsschritte - wenn
m�glich auch diejenigen, die man meist nur unausgesprochen im Hinterkopf mit
sich herumtr�gt - stichwortartig aufzuschreiben (danach sollte man das
Missverstehen mindestens besser eingrenzen k�nnen):

****
I. Einf�hrender Teil
****

1. Ich beschr�nke mich hier auf die WPT-Kosmologie, also auf den Fall
allsymmetrischer Gravitation. Aus Einfachheitsgr�nden nehme ich ein ideal
homogen/isotropes Weltsubstrat an, das nur gravitativ wirken soll, und zur
Informations�bertragung ben�tze ich nur "c-schnelles" Licht.
�quivalenzraketen seien masselose virtuelle, starre Gebilde, die also selber
nicht der Gravitation unterworfen sind; sie definieren aber nach WPT ein
beschleunigtes Bezugs- und nicht nur Koordinatensystem:

2. Im Unterschied zur ART - die ich unter anderem auch deswegen schon lange
kritisiere - sollte man in der WPT (wie in der klassischen Mechanik)
zwischen Koordinatensystemen und Bezugssystemen unterscheiden; habe ich
leider in den hier laufenden Diskussionen auch nicht immer gemacht. In
Koordinatensystemen steckt keine Physik, in Bezugssystemen schon.

3. In der WPT-Kosmologie gibt es ein inertiales (SRT-)Ruhebezugssystem, das
f�r ruhende Objekte - z.B. Uhren und Massst�be - feldlos ist.

4. In der WPT-Kosmologie - also unter Allsymmetrie - erf�hrt jeder
Lichtstrahl eine konstante, gravitative Bremsbeschleunigung, d.h. ein
Lichtstrahl muss sozusagen immer gegen ein konstantes Gravitationsfeld
anlaufen, nicht anders als ein Lichtstrahl, der vom Boden eines Turmes zur
Spitze gesandt wird. Die Schritte, die zu dieser konstanten
Bremsbeschleunigung f�hren, lasse ich hier weg, weil ich glaube, dass sie
f�r die jetzige Diskussion keine Bedeutung haben.

****
II. �quivalenzraketen-Teil
****

5. Um den Einfluss des konstanten Gravitationsfeldes auf Lichtstrahlen
quantitativ berechnen zu k�nnen, benutze ich das originale �quivalenzprinzip
von Einstein, indem ich - im Sinne eines Rechentricks - die schon erw�hnte
virtuelle �quivalenzrakete einf�hre, in deren Bezugssystem sich die gleichen
Lichttrajektorien ergeben m�ssen, wie im Inertialsystem, wenn dort ein
konstantes Gravitationsfeld, das den betrachteten Lichtstrahl "bremst",
eingeschaltet w�rde. Die konkrete Benutzung der �quivalenzrakete soll nun
genauer geschildert werden:

6. Wir betrachten einen einzelnen Lichtstrahl, der im Inertialsystem von A
(Supernova) nach B (Teleskop) fliegt. Im Sinne gr�sster Einfachheit und
Anschaulichkeit geht man folgendermassen vor, um seine Trajektorie im
Raketenbezugssystem zu finden:

7. Man nimmt B als Spitze der �quivalenzrakete und A als Startrampe. Zum
Zeitpunkt der Lichtemission (T=t=0; T sei die Inertialzeit und t die
Raketenzeit einer Uhr bei B) kann man A auch als Raketenende ansehen. Die
Startrampe A (Supernova) entfernt sich aus Raketensicht im Laufe der Zeit
aber beschleunigt immer weiter vom Teleskop B, und aus Inertialsystemsicht
entfernt sich B beschleunigt immer weiter von A. D.h. wird dem ersten Strahl
nach einiger Zeit ein zweiter nachgesandt, hat der bereits deutlich
ung�nstigere Bedingungen als der erste Strahl, um B erreichen zu k�nnen, was
dann halt eben zum Zeitlupeneffekt beim Teleskop B f�hrt.

****
�quivalenzraketen-Schlussfolgerungen:
****

Um mit der �quivalenzraketen-Rechenmethode beliebige Lichttrajektorien in
Raketenkoordinaten berechnen zu k�nnen, braucht man (die Trajektorien im
Inertialsystem sind trivial, nicht aber die jeweiligen Positionen des
Telesops B in X/T-Koordinaten, weil sich B ja annahmegem�ss an der
Raketenspitze befindet):

A. Ein inertiales (SRT-)Weltruhe-Bezugssystem und

B. Im Prinzip unendlich viele �quivalenzraketenbezugssysteme.

C. Eine Vorschrift, um die Trajektorie der �quivalenzrakete im X/T-System zu
berechnen. Da die WPT von der mindestens formalen G�ltigkeit der SRT
ausgeht, kann diese Trajektorie mittels der in der SRT bekannten
hyperbolischen Raketengleichung (bei konstanter Beschleunigung) berechnet
werden.

Die entsprechenden Rechnungen f�r ein solches �quivalenzraketensystem findet
man am Anfang von Anhang C (�quivalenzrakte, Rindler-, Schwarzschild und


WPT-Metrik) in meiner Arbeit "Kosmische Gravitation"
(www.wolff.ch/astro/Grav.pdf)

Diese Rechnungen ergeben eine abstandsabh�ngige Frequenzverschiebung
dny_A/dny_B zwischen A und B, die letztlich in SRT-Interpretation auf der
Dopplerverschiebung beruht, und sie ergeben auch eine in Raketenkoordinaten
ortsabh�ngige Lichtgeschwindigkeit. Das sind die beiden einzigen
physikalisch "harten" Fakten. Und nochmals: Der Abstand zwischen A und B
nimmt in der WPT nur im Sinne eines "Rechentricks" zu.

Geht man nun von der Rakete zur�ck zum Falle des homogenen
Gravitationsfeldes, das man ja eigentlich untersuchen wollte, dann lassen
sich obige harten Fakten auf zwei Arten interpretieren:

A. Man kann - wie in der ART �blich - annehmen, dass Uhren ortsabh�ngig
verschieden schnell gehen. Dann sind die physikalisch grundlegenden Gr�ssen
aber nicht die Rotverschiebung und die Lichtgeschwindigkeit, sondern der
Uhrtakt dt (und das L�ngenmass dx) als Funktion von Ort und Zeit.

B. Man kann aber auch - wie in der WPT - die lichtlaufzeitabh�ngige
Frequenzverschiebung und Lichtgeschwindigkeit als die fundamentalen
physikalischen Gr�ssen ansehen, die die Lichterm�dung im vorgegebenen
Gravitationsfeld definieren, w�hrend dt (und dx) orts- und zeitunabh�ngig,
eben konstant bleiben.

****
III. Scheinmetrik-Teil
****

Diesen Teil werde ich etwas summarischer behandeln, da ich vermute, dass
schon die obigen Punkte die Problematik gekl�rt haben k�nnten. Auch
beschr�nke ich mich auf die Rindlermetrik, obwohl das eigentlich falsch ist,
weil in der WPT-Kosmologie die WPT-Metrik zust�ndig ist. Das tue ich nur
darum, weil die WPT-Metrik nur wenigen gel�ufig sein d�rfte und weil es f�r
die folgenden mehr qualitativen und grunds�tzlichen �berlegungen eh keine
Rolle spielt:

8. Wenn man von obiger Annahme A. ausgeht, erh�lt man - wenn man den ganzen
"Raketeneffekt" auf die Zeitmessung zur�ckf�hrt - die bekannte
Rindlermetrik. Rotverschiebungen und Zeitlupeneffekte erh�lt man dann nur
mit orts- und/oder zeitabh�ngig verschieden schnell laufenden Uhren, was
aber in einer statischen Kosmologie unter Allsymmetrie nicht m�glich ist.
D.h. in der WPT-Kosmologie g�be es nach Interpretation A. keine gravitative
Rotverschiebung und keinen Zeitlupeneffekt: Das inertiale Weltbezugssystem
w�re dann sozusagen schon alles: eine recht langweilige Welt!

9. Formal kann man nat�rlich auch bei G�ltigkeit der Annahme B. eine Metrik
ausrechnen: Diese definiert dann eine lichtstrahlrelative Scheinmetrik f�r
eine Scheinraumzeit bzw. "Raketenraumzeit", die uns das m�de Licht sozusagen
vorgaukelt; die "wahre" Raumzeit bleibt aber das inertiale
(SRT-)Weltruhebezugssystem,weswegen es auch bei endlichen Rotverschiebungen
und beim Zeitlupeneffekt zu keinem Widerspruch kommen kann.

****
Scheinmetrik-Schlussfolgerungen:
****

Im Rahmen der Scheinmetrik-Rechenmethode braucht man wie im Falle der
�quivalenzraketen-Methode:

A. Ein inertiales (SRT-)Weltruhe-Bezugssystem und

B. Im Prinzip unendlich viele lichtstrahlrelative Scheinraumzeiten, die
obigen Raketensysteme.

C. Die Beziehung zwischen den X/T- und den x/t-Koordinaten bleibt gleich wie
im Falle der "direkten" �quivalenzraketenrechnung (hatte ich bei den
Diskussionen hier wohl manchmal vergessen, obwohl ich dies in der Arbeit
"Kosmische Gravitation" an den entsprechenden Stellen extra hingeschrieben
hatte). Im Rahmen der WPT-Kosmologie gen�gt aber die Beziehung zwischen T
und t, da dann sowohl im SRT-Weltruhesystem wie in den lichtstrahlrelativen
Scheinbezugssystemen die Lichtgeschwindigkeit konstant ist.

F�rs anschauliche Verst�ndnis eignet sich die "direkte"
�quivalenzraketenrechnung aber besser als die scheinmetrische Rechnung,
w�hrend sich die scheinmetrische Rechnung besser f�r den Vergleich mit der
Standardkosmologie eignet.

Homo Lykos

unread,
Jun 2, 2009, 2:50:35 AM6/2/09
to
Nachtrag:

"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag

news:4a245...@news.bluewin.ch...
>
>
> ****
> Scheinmetrik-Schlussfolgerungen:
> ****

Diese Schlussfolgerungen waren voreilig, da ich den vorangehenden Teil noch
gar nicht fertig abgehandelt hatte (wollte halt schlafen gehen). Der Anhang
E (Die Welttransformationen) in der Grundsatzarbeit "Kosmische Gravitation"
fehlte sozusagen noch; hatte die schon dort ohne viel erkl�renden Text
eingef�hrt. Das muss ich verbessern. Weil ich mich aber aus Diskussionen
dazu vor etwa einem Jahr erinnere, dass die Erkl�rung - weil ungewohnt wie
manches andere in der WPT - Probleme machte, will ich sie mir nochmals in
Ruhe �berlegen und allenfalls neu gestalten, bevor ich sie nachliefere.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 2, 2009, 5:56:55 AM6/2/09
to
On 2 Jun., 03:23, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >> Dann werden wir sehen, inwieweit diese [die Scheinmetrik] von der Zeit
> > >> T explizit abhaengt. Wenn sie es tut, dann ist Ihr Weltmodell nicht
> > >> statisch. Tut sie es nicht, haben Sie trotz Scheinmetrik keinen
> > >> Zeitlupeneffekt.
>
> >> Die kosmische Scheinmetrik hängt von der Flugzeit der zugehörigen,
> >> lichtstrahlrelativen Äquivalenzrakete ab und damit auch von T, ohne dass
> >> deswegen das WPT-X/T-Weltnodell nicht statisch wäre (siehe oben).

>
> > Oben [in X/T-Koord.] haben wir nichts gesehen was absolut von T abhaengt.
>
> > Ich wuesste nicht, wieso die Flugzeit von A nach B einer Aequivalenzrakete
> > sich in einem statischen Weltmodell aendern koennte nur weil die Rakete
> > spaeter startet.
>
> Damit haben wir wohl den Kern Ihres Missverstehens und/oder meiner
> mangelhaften Erklärkünste gefunden.

Es geht weniger um Ihre Erklaerkuenste sondern um Ihre Weigerung, sich
die Gleichungen in X,T anzusehen.

> 4. In der WPT-Kosmologie - also unter Allsymmetrie - erfährt jeder


> Lichtstrahl eine konstante, gravitative Bremsbeschleunigung, d.h. ein
> Lichtstrahl muss sozusagen immer gegen ein konstantes Gravitationsfeld
> anlaufen, nicht anders als ein Lichtstrahl, der vom Boden eines Turmes zur
> Spitze gesandt wird.

Hier wird jeder Lichtstrahl gleichbehandelt, unabhaengig von T seines
Absendens.

> II. Äquivalenzraketen-Teil

> 6. Wir betrachten einen einzelnen Lichtstrahl, der im Inertialsystem von A

> (Supernova) nach B (Teleskop) fliegt. Im Sinne grösster Einfachheit und


> Anschaulichkeit geht man folgendermassen vor, um seine Trajektorie im
> Raketenbezugssystem zu finden:
>

> 7. Man nimmt B als Spitze der Äquivalenzrakete und A als Startrampe. Zum


> Zeitpunkt der Lichtemission (T=t=0; T sei die Inertialzeit und t die
> Raketenzeit einer Uhr bei B) kann man A auch als Raketenende ansehen. Die
> Startrampe A (Supernova) entfernt sich aus Raketensicht im Laufe der Zeit
> aber beschleunigt immer weiter vom Teleskop B, und aus Inertialsystemsicht
> entfernt sich B beschleunigt immer weiter von A. D.h. wird dem ersten Strahl
> nach einiger Zeit ein zweiter nachgesandt, hat der bereits deutlich

> ungünstigere Bedingungen als der erste Strahl, um B erreichen zu können, was
> dann halt eben zum Zeitlupeneffekt beim Teleskop B führt.

Und hier sehe ich einen Widerspruch. Ich habe verschiedene
Moeglichkeiten,
den Lichtstrahl von A nach B zum Zeitpunkt t1 abgesand zu berechnen:

1.) Ich nehme Ihre Vorschrift fuer T=t=t1.

2.) Ich nehme Ihre Vorschrift fuer T=t=t0 < t1.

Nichts in Ihrer Vorschrift suggeriert einen Unterschied fuer die
Lichttrajektorien
mit (1) fuer t1 und (2) fuer t0. Beides sind "erste Strahlen", die
dadurch
bevorzugt sind.

(2) mit Anfangszeit t1 ist hingegen ein hinterhergeschickter Strahl,
der
nach Ihrem Schema unguenstigere Bedingungen hat, die er in (1) nicht
hat.

Dies ergibt fuer mich keinen Sinn. Ich sehe keine objektive
Vorschrift zur
Berechnung der Lichttrajektorien.

> 9. Formal kann man natürlich auch bei Gültigkeit der Annahme B. eine Metrik
> ausrechnen: Diese definiert dann eine lichtstrahlrelative Scheinmetrik für
> eine Scheinraumzeit bzw. "Raketenraumzeit", die uns das müde Licht sozusagen


> vorgaukelt; die "wahre" Raumzeit bleibt aber das inertiale
> (SRT-)Weltruhebezugssystem,weswegen es auch bei endlichen Rotverschiebungen
> und beim Zeitlupeneffekt zu keinem Widerspruch kommen kann.

Ich kann auch hier keine Berechnungsgrundlage fuer die wahren
Lichtstrahltrajektorien beschrieben in X,T nachvollziehen.

Weder die Scheinmetriken, noch die Raketensysteme, noch die
Unterscheidung von Koordinaten- und Bezugssystemen aendert
die Situation:

Wir haben ein Koordinatensystem X,T. In diesem Koordinatensystem
lassen sich die Trajektorien der Lichtstrahlen beschreiben als
Funktionen
X=X(T). Fuer diese Trajektorien sollte Ihre Theorie Gleichungen
liefern.
Dies koennten beispielsweise, wie in der ART, die Gleichungen fuer
Nullgeodaeten Ihrer in X,T dargestellten Scheinmetriken sein.

Was auch immer diese Gleichungen sind, Sie sollten diese hier
vorstellen koennen, wenn Ihre Theorie eine physikalisch
wohldefinierte Theorie mit wenigstens
entfernter Beziehung zu NT oder MOND ist.

Homo Lykos

unread,
Jun 2, 2009, 2:33:36 PM6/2/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:f039b5cd-21a4-41f3...@v2g2000vbb.googlegroups.com...

On 2 Jun., 03:23, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>
>> II. �quivalenzraketen-Teil

>> 6. Wir betrachten einen einzelnen Lichtstrahl, der im Inertialsystem von

>> A (Supernova) nach B (Teleskop) fliegt. Im Sinne gr�sster Einfachheit und


>> Anschaulichkeit geht man folgendermassen vor, um seine Trajektorie im
>> Raketenbezugssystem zu finden:
>>

>> 7. Man nimmt B als Spitze der �quivalenzrakete und A als Startrampe. Zum


>> Zeitpunkt der Lichtemission (T=t=0; T sei die Inertialzeit und t die
>> Raketenzeit einer Uhr bei B) kann man A auch als Raketenende ansehen. Die
>> Startrampe A (Supernova) entfernt sich aus Raketensicht im Laufe der Zeit
>> aber beschleunigt immer weiter vom Teleskop B, und aus
>> Inertialsystemsicht entfernt sich B beschleunigt immer weiter von A. D.h.
>> wird dem ersten Strahl nach einiger Zeit ein zweiter nachgesandt, hat der

>> bereits deutlich ung�nstigere Bedingungen als der erste Strahl, um B
>> erreichen zu k�nnen, was dann halt eben zum Zeitlupeneffekt beim Teleskop
>> B f�hrt.

> Und hier sehe ich einen Widerspruch. Ich habe verschiedene
> Moeglichkeiten, den Lichtstrahl von A nach B zum Zeitpunkt t1 abgesand zu
> berechnen:
>
> 1.) Ich nehme Ihre Vorschrift fuer T=t=t1.
>
> 2.) Ich nehme Ihre Vorschrift fuer T=t=t0 < t1.
>
> Nichts in Ihrer Vorschrift suggeriert einen Unterschied fuer die
> Lichttrajektorien mit (1) fuer t1 und (2) fuer t0. Beides sind "erste
> Strahlen", die dadurch bevorzugt sind.
>
> (2) mit Anfangszeit t1 ist hingegen ein hinterhergeschickter Strahl, der
> nach Ihrem Schema unguenstigere Bedingungen hat, die er in (1) nicht hat.
>
> Dies ergibt fuer mich keinen Sinn. Ich sehe keine objektive Vorschrift
> zur Berechnung der Lichttrajektorien.

Ich pr�zisiere:

Um die Rechnung - insbesondere die Beziehung zwischen den X/T- und den
x/t-Koordinaten - einfach zu gestalten, muss *und darf* man die Rakete bei
Beginn eines Experimentes, also bei der Aussendung eines Lichtstrahls
starten, denn dann sind beim Raketenstart (T=t=0) Startrampe und
Raketenende gleichortig. Interessiert man sich aber f�r die Beziehung
zwischen zwei nacheinander ausgesandten Lichtstrahlen, dann darf man f�r den
zweiten Lichtstrahl nat�rlich nicht eine neue Rakete starten, sondern dann
muss man seine Trajektorie im Raketenbezugssystem des ersten Lichtstrahls
betrachten, in dem sich halt die nach Voraussetzung in den X/T-Koordinaten
ruhende Startrampe (Supernova) seit dem Start beschleunigt vom in der Rakete
ruhenden Teleskop entfernt hat. Es geht also nicht um eine Bevorzugung des
ersten Strahles gegen�ber dem zweiten, sondern darum die beiden Strahlen im
gleichen Raketensystem direkt vergleichen zu k�nnen.

Der zweite Strahl bringt aber eh nichts, was man nicht schon bei der
Betrachtung eines Strahles lernen k�nnte: Gravitation f�hrt eben - bei
geeignetem Vorzeichen - zu Rotverschiebung *und* Zeitlupeneffekt.

> ...


> Wir haben ein Koordinatensystem X,T. In diesem Koordinatensystem lassen
> sich die Trajektorien der Lichtstrahlen beschreiben als Funktionen X=X(T).
> Fuer diese Trajektorien sollte Ihre Theorie Gleichungen liefern.

Ja nat�rlich: In meiner �quivalenzraketenrechnung mache ich ja davon auch
expliziten Gebrauch (siehe Anhang C.1 (Rindlermetrik in Raketenkoordinaten)
in der Arbeit "Kosmische Gravitation" (www.wolff.ch/astro/Grav.pdf),
speziell Gleichung 20): Es sind die trivialen Lichtbahnen in einem
Inertialsystem mit DX = c DT. Nicht trivial ist nur die Trajektorie des
Teleskops, das im X/T-System - im Sinne eines Rechentricks! - beschleunigt
vor dem Lichtstrahl flieht, und diese Teleskoptrajektorie erh�lt man im
Rahmen dieser Berechnungsmethode aus der hyperbolischen Raketengleichung.

Das scheinen Sie noch immer nicht zu akzeptieren oder zu verstehen. Weil die
ganze �quivalenzraketensache der physikalische Ausgangspunkt zur WPT-Metrik
ist, muss dies aber gekl�rt sein, bevor man zur Scheinmetrik und den
Welttransformationen mit Zeit- und L�ngendilatation zwischen entfernten
(Schein-)Systemen �bergehen kann:
> ...


> Dies koennten beispielsweise, wie in der ART, die Gleichungen fuer
> Nullgeodaeten Ihrer in X,T dargestellten Scheinmetriken sein.

Ich frage sicherheitshalber erst mal nach, ob Sie in der ART- bzw.
Friedmannkosmologie mit den X/T-Koordinaten die �blichen,
"mitschwimmenden" Fundamentalkoordinatensysteme meinen.

Wenn ja, dann sind in der WPT die Scheinkoordinatensysteme mit den
Scheinmetriken das Analogon zu "Ihren" X/T-Koordinatensystemen und nicht das
WPT-Weltruhebezugssystem, das es in der ART gar nicht gibt. Das k�nnte auch
viele Missverst�ndnisse dieser ganzen Diskussionen hier erkl�ren: Dann
h�tten Sie n�mlich die Analogie zu den ART-Fundamentalsystemen immer am
falschen Ort - beim X/T-Weltruhebezugssystem - gesucht.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 6, 2009, 1:03:13 AM6/6/09
to
On 2 Jun., 23:33, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

> Um die Rechnung - insbesondere die Beziehung zwischen den X/T- und den


> x/t-Koordinaten - einfach zu gestalten, muss *und darf* man die Rakete bei
> Beginn eines Experimentes, also bei der Aussendung eines Lichtstrahls
> starten, denn dann sind beim Raketenstart (T=t=0) Startrampe und
> Raketenende gleichortig.

Man darf. Aber man muss nicht. Man darf aber auch mit T=t=t1
beginnen. Schliesslich
weiss die Natur nicht, wann unser Experiment anfaengt und wann es
aufhoert.
Die Naturgesetze koennen also nicht davon abhaengen, was wir als
Beginn und was als Ende des Experiments betrachten.

Und wenn man auf diese Art einen Widerspruch erhaelt, wie es aussieht,
dann ist die Theorie widerspruechlich.

> Interessiert man sich aber für die Beziehung
> zwischen zwei nacheinander ausgesandten Lichtstrahlen, dann darf man für den
> zweiten Lichtstrahl natürlich nicht eine neue Rakete starten, sondern dann


> muss man seine Trajektorie im Raketenbezugssystem des ersten Lichtstrahls
> betrachten, in dem sich halt die nach Voraussetzung in den X/T-Koordinaten
> ruhende Startrampe (Supernova) seit dem Start beschleunigt vom in der Rakete
> ruhenden Teleskop entfernt hat. Es geht also nicht um eine Bevorzugung des

> ersten Strahles gegenüber dem zweiten, sondern darum die beiden Strahlen im
> gleichen Raketensystem direkt vergleichen zu können.

Es geht darum, dass die Trajektorie des Lichtstrahls objektiv
definiert sein sollte,
also unabhaengig davon, ob ich einen speziellen Lichtstrahl mit einem
frueher
oder einem spaeter abgesandten Lichtstrahl vergleichen will. Die
Lichtstrahlen
wissen schliesslich nicht, womit ich sie vergleichen will. Vielleicht
weiss ich es
selbst noch nicht, wenn alles gemessen worden ist, sondern entscheide
mich
erst spaeter, diese Daten zu vergleichen.

> Der zweite Strahl bringt aber eh nichts, was man nicht schon bei der

> Betrachtung eines Strahles lernen könnte: Gravitation führt eben - bei


> geeignetem Vorzeichen - zu Rotverschiebung *und* Zeitlupeneffekt.

Es ist der Vergleich der Trajektorien, der zeigt, ob ein
Zeitlupeneffekt da ist
oder nicht.

> Ja natürlich: In meiner Äquivalenzraketenrechnung mache ich ja davon auch


> expliziten Gebrauch (siehe Anhang C.1 (Rindlermetrik in Raketenkoordinaten)
> in der Arbeit "Kosmische Gravitation" (www.wolff.ch/astro/Grav.pdf),
> speziell Gleichung 20): Es sind die trivialen Lichtbahnen in einem
> Inertialsystem mit DX = c DT. Nicht trivial ist nur die Trajektorie des
> Teleskops, das im  X/T-System - im Sinne eines Rechentricks! - beschleunigt

> vor dem Lichtstrahl flieht, und diese Teleskoptrajektorie erhält man im


> Rahmen dieser Berechnungsmethode aus der hyperbolischen Raketengleichung.

Falsch. Das X/T System ist das, in dem das Teleskop und die Supernova
ruhen.

> > Dies koennten beispielsweise, wie in der ART, die Gleichungen fuer
> > Nullgeodaeten Ihrer in X,T dargestellten Scheinmetriken sein.
>
> Ich frage sicherheitshalber erst mal nach, ob Sie in der ART- bzw.

> Friedmannkosmologie mit den X/T-Koordinaten die üblichen,
> "mitschwimmenden" Fundamentalkoordinatensysteme meinen.

Die meine ich. Sowohl Teleskop als auch Supernova sind definiert
durch
X = A bzw. X=B=const.

> Wenn ja, dann sind in der WPT die Scheinkoordinatensysteme mit den
> Scheinmetriken das Analogon zu "Ihren" X/T-Koordinatensystemen und nicht das

> WPT-Weltruhebezugssystem, das es in der ART gar nicht gibt. Das könnte auch
> viele Missverständnisse dieser ganzen Diskussionen hier erklären: Dann
> hätten Sie nämlich die Analogie zu den ART-Fundamentalsystemen immer am


> falschen Ort - beim X/T-Weltruhebezugssystem - gesucht.

Also bewegen sich sowohl Teleskop als auch Supernova in Ihrem
absoluten
Koordinatensystem.

Na fein, dann haben wir also geklaert, dass es bei Ihnen im absoluten
Ruhesystem
(vermutlich genau dieselbe) Expansion gibt wie beim Standard-Urknall-
Szenario.

Es bleibt Ihnen lediglich noch die Aufgabe, sich davon zu ueberzeugen,
dass alle
diese Trajektorien von Galaxien sich im Ihrem Absolutsystem
voneinander entfernen,
so dass sie frueher sehr viel naeher zueinander waren, so nahe, dass
zwischen den
Sternen kein Platz mehr fuer leeren Raum ist.

Und Sie haben lediglich dasselbe gute alte Urknallmodell.

Ilja

Homo Lykos

unread,
Jun 6, 2009, 10:47:06 AM6/6/09
to
Schmelzers Probleme mit Einsteins �quivalenzrakete:

"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag

news:2e8b1ea9-32e7-471f...@y9g2000yqg.googlegroups.com...


On 2 Jun., 23:33, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

>> Um die Rechnung - insbesondere die Beziehung zwischen den X/T- und den
>> x/t-Koordinaten - einfach zu gestalten, muss *und darf* man die Rakete
>> bei Beginn eines Experimentes, also bei der Aussendung eines Lichtstrahls
>> starten, denn dann sind beim Raketenstart (T=t=0) Startrampe und
>> Raketenende gleichortig.

> Man darf. Aber man muss nicht.

Nat�rlich; man darf sich das Rechnen auch unn�tig erschweren.

> Man darf aber auch mit T=t=t1 beginnen. Schliesslich weiss die Natur
> nicht, wann unser Experiment anfaengt und wann es aufhoert. Die
> Naturgesetze koennen also nicht davon abhaengen, was wir als Beginn und
> was als Ende des Experiments betrachten.

Die Naturgesetze nicht, aber wir m�ssen uns entscheiden, ab welchem
Zeitpunkt wir unser Teleskop (samt z. B. lokalem Haufen) virtuell - also im
Sinne eines Rechentricks - vor Licht, das von der Supernova in A kommt,
konstant beschleunigt fliehen lassen. Das ist nicht anders als in einem
wirklichen Experiment mit einer "Teleskoprakete".
>>
>> Interessiert man sich aber f�r die Beziehung zwischen zwei nacheinander


>> ausgesandten Lichtstrahlen, dann darf man f�r den zweiten Lichtstrahl

>> nat�rlich nicht eine neue Rakete starten, sondern dann muss man seine


>> Trajektorie im Raketenbezugssystem des ersten Lichtstrahls betrachten, in
>> dem sich halt die nach Voraussetzung in den X/T-Koordinaten ruhende
>> Startrampe (Supernova) seit dem Start beschleunigt vom in der Rakete
>> ruhenden Teleskop entfernt hat. Es geht also nicht um eine Bevorzugung

>> des ersten Strahles gegen�ber dem zweiten, sondern darum die beiden
>> Strahlen im gleichen Raketensystem direkt vergleichen zu k�nnen.


>
> Es geht darum, dass die Trajektorie des Lichtstrahls objektiv definiert
> sein sollte, also unabhaengig davon, ob ich einen speziellen Lichtstrahl
> mit einem frueher oder einem spaeter abgesandten Lichtstrahl vergleichen
> will.

Einsteins Rechentrick mit der �quivalenzrakete hat unbestritten gewisse
Grenzen. Z.B. kann man den ersten Lichtstrahl mit dem Teleskop in einer
sp�ter bei der Supernova abgeschossenen Rakete nicht mehr sehen.


>
> Die Lichtstrahlen wissen schliesslich nicht, womit ich sie vergleichen
> will. Vielleicht weiss ich es selbst noch nicht, wenn alles gemessen
> worden ist, sondern entscheide mich erst spaeter, diese Daten zu
> vergleichen.

Also nochmals: Gewisse Strahlen k�nnen sogar von einem konstant
beschleunigten Teleskop prinzipiell gar nicht mehr gesehen werden, selbst
wenn sie erst nach dem Raketenstart in die gleiche Richtung ausgestrahlt
werden (Horizont), und welche das sind, h�ngt nicht (nur) von den
Naturgesetzen ab, sondern eben prim�r von Einsteins
�quivalenzraketen-Gedankenexperiment, n�mlich vom Zeitpunkt, wann man die
"Teleskoprakete" konstant beschleunigt starten l�sst.

>> Der zweite Strahl bringt aber eh nichts, was man nicht schon bei der

>> Betrachtung eines Strahles lernen k�nnte: Gravitation f�hrt eben - bei


>> geeignetem Vorzeichen - zu Rotverschiebung *und* Zeitlupeneffekt.
>
> Es ist der Vergleich der Trajektorien, der zeigt, ob ein Zeitlupeneffekt
> da ist oder nicht.

Kann man so machen, muss man aber nicht: Die Zeitlupe zeigt - bei
*gravitativer* Beschleunigung - schon ein einzelner Lichtstrahl; Sie sollten
endlich mal versuchen Einsteins �quivalenzraketenexperiment zu verstehen!

Meine schon oft zitierten Ausf�hrungen in "Kosmische Gravitation" sollten
f�rs physikalische Verst�ndnis hilfreich sein, vor allem viel hilfreicher
als alle andern mir bekannten Ausf�hrungen zu diesem Thema, die das fast
rein formal abhandeln, ausser eben Einstein 1907, als er das
Gedankenexperiment einf�hrte. Von den weitgehend formalen Zug�ngen zur
Rindlermetrik, die ich kenne, fand ich Resags Zugang, den ich darum zitiert
hatte, am besten; er entfernt sich noch nicht so weit von der Realit�t wie
manche fast rein mathematische Abhandlungen, bei denen die Physik kaum noch
erkennbar ist, obwohl er auch sehr formal vorgeht.
>>
>> Ja nat�rlich: In meiner �quivalenzraketenrechnung mache ich ja davon auch


>> expliziten Gebrauch (siehe Anhang C.1 (Rindlermetrik in
>> Raketenkoordinaten) in der Arbeit "Kosmische Gravitation"
>> (www.wolff.ch/astro/Grav.pdf), speziell Gleichung 20): Es sind die
>> trivialen Lichtbahnen in einem Inertialsystem mit DX = c DT. Nicht
>> trivial ist nur die Trajektorie des Teleskops, das im X/T-System - im
>> Sinne eines Rechentricks! - beschleunigt vor dem Lichtstrahl flieht, und

>> diese Teleskoptrajektorie erh�lt man im Rahmen dieser Berechnungsmethode


>> aus der hyperbolischen Raketengleichung.
>
> Falsch. Das X/T System ist das, in dem das Teleskop und die Supernova
> ruhen.

Und das sagt jemand, der die �quivalenzraktenrechnung ganz offensichtlich
nicht versteht: Im Rahmen dieses Rechentricks gibt es kein System, in dem
sowohl die Supernova und das Teleskop ruhen, obwohl beide (in Wahrheit) im
wesentlich mitben�tzten Inertialsystem nat�rlich ruhen.


> >>
> >> Dies koennten beispielsweise, wie in der ART, die Gleichungen fuer
> >> Nullgeodaeten Ihrer in X,T dargestellten Scheinmetriken sein.
>>
>> Ich frage sicherheitshalber erst mal nach, ob Sie in der ART- bzw.

>> Friedmannkosmologie mit den X/T-Koordinaten die �blichen,


>> "mitschwimmenden" Fundamentalkoordinatensysteme meinen.
>
> Die meine ich. Sowohl Teleskop als auch Supernova sind definiert durch X =
> A bzw. X=B=const.

Randbemerkung: In der Standardkosmologie ruhen Teleskop und Supernova
nat�rlich nur f�r Leute, die den Bezug zur Physik weitgehend verloren haben:
*Wirklich* ruhen (rel. zueinander) w�rden sie n�mlich nur bei konstantem
R(t).


>>
>> Wenn ja, dann sind in der WPT die Scheinkoordinatensysteme mit den
>> Scheinmetriken das Analogon zu "Ihren" X/T-Koordinatensystemen und nicht
>> das WPT-Weltruhebezugssystem, das es in der ART gar nicht gibt. Das

>> k�nnte auch viele Missverst�ndnisse dieser ganzen Diskussionen hier

>> erkl�ren: Dann h�tten Sie n�mlich die Analogie zu den


>> ART-Fundamentalsystemen immer am falschen Ort - beim
>> X/T-Weltruhebezugssystem - gesucht.
>
> Also bewegen sich sowohl Teleskop als auch Supernova in Ihrem absoluten
> Koordinatensystem.

Ganz klar nein, wenn Sie mit "Ihrem absoluten Koordinatensystem" das
(SRT-)Weltruhebezugssystem der WPT meinen.

Aber klarheitshalber nochmals: Im Rahmen der �quivalenzraketenrechnung
entfernt sich im inertialen Ruhesystem das Teleskop von der ruhenden
Supernova, w�hrend sich im Raketensystem die Supernova vom ruhenden
Teleskop entfernt.


>
> Na fein, dann haben wir also geklaert, dass es bei Ihnen im absoluten
> Ruhesystem (vermutlich genau dieselbe) Expansion gibt wie beim
> Standard-Urknall-Szenario.

Nat�rlich nicht!

Aber: Die virtuelle Expansion ***im Sinne eines Rechentricks***, die es aber
in Wahrheit nat�rlich nicht gibt, entspricht im Wesentlichen - bis auf
"Feinheiten", auf die ich hier nicht eingehe - tats�chlich der Expansion im
Standard-Urknall-Szenario: Das ist ja sozusagen der Kern der WPT-Kosmologie!

Ich zitiere dazu noch aus www.wolff.ch/astro

***** Anfang Zitat

Der Kern der stabil statischen WPT-Kosmologie in K�rzestfassung:

Die Hubble-Expansion der Urknalltheorien ist eine reale, beschleunigte
Expansion, w�hrend man in der WPT - im Sinne eines Rechentricks - nur so tut
bzw. tun darf, als ob man sich vom Lichtsender konstant beschleunigt
entfernte, w�hrend das Licht auf dem Wege zu uns ist; dieser Rechentrick ist
durch das originale �quivalenzprinzip von 1907 gerechtfertigt, bekannter als
Einsteins Fahrstuhl- bzw. �quivalenzraketen-Gedankenexperiment. Das alles
ist eine moderne Version des Weltmodellstreites Aristoteles/Ptolem�us gegen
Aristarch/Kopernikus:

*****
Nicht Welt oder Raum expandieren beschleunigt, sondern Licht wird auf
kosmischen Wegen gravitativ gebremst.
*****

Deswegen kann man die seit 1998 beobachtete beschleunigte Expansion als den
bisher st�rksten und praktisch ganz direkten Beleg f�r die WPT-Kosmologie
ansehen, denn bei Richtigkeit der WPT muss man bei Auswertungen der
Supernovae-Daten mittels der (heute euklidisch angenommenen)
Standardkosmologie eine solche beschleunigte Expansion zwingend finden,
w�hrend sie aus Standardsicht v�llig unverst�ndlich ist. Die Einf�hrung der
dunklen Energie hat dem Un- bzw. Missverstehen nur einen Namen gegeben und
die Beobachtungsdaten auch in der Urknalltheorie wenigstens "fitbar"
gemacht; das ist aber definitiv keine Wissenschaft mehr!

***** Ende Zitat

Dies halte ich f�r so zentral wichtig, dass ich daf�r einen eigenen Faden
�ffne; hier w�rde es wohl �berlesen und im Rest untergehen.

> Es bleibt Ihnen lediglich noch die Aufgabe, sich davon zu ueberzeugen,
> dass alle diese Trajektorien von Galaxien sich im Ihrem Absolutsystem
> voneinander entfernen, so dass sie frueher sehr viel naeher zueinander
> waren, so nahe, dass zwischen den Sternen kein Platz mehr fuer leeren Raum
> ist.

H�tte nie gedacht, dass es so schwer ist Einsteins �quivalenzrakete
physikalisch zu verstehen: Diese Rakete mit dem Teleskop an der Spitze dient
nur als Rechentrick, um den Einfluss eines konstanten Schwerefeldes zwischen
Supernova und Teleskop auf einen Lichtstrahl schon im Rahmen der SRT einfach
berechnen zu k�nnen!

In scheinmetrischer WPT-Beschreibung folgen Rotverschiebung und Zeitlupe
aber aus den Welttransformationen, die nur vom Abstand - aber eben nicht von
einer nicht vorhandenen Expansionsgeschwindigkeit - abh�ngen.

Eine sinnvolle Diskussion ist aber erst m�glich, wenn Sie sich �ber die
(wirklich einfache!) physikalische Bedeutung von Einsteins
�quivalenzrakete - und damit nat�rlich auch ihre Grenzen - kundig machen.
Dass ich in dieser Rakete sozusagen nur eine einzige Messeinrichtung, ein an
der Spitze angenommenes Observatorium mit Teleskop und Uhr, ben�tze, sollte
die Sache nicht verkomplizieren, sondern eher vereinfachen.

Homo Lykos

unread,
Jun 6, 2009, 1:11:03 PM6/6/09
to
Ein hoffentlich etwas kl�render Nachtrag:

"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag

news:4a2a8...@news.bluewin.ch...


> Schmelzers Probleme mit Einsteins �quivalenzrakete:
>
> "Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:2e8b1ea9-32e7-471f...@y9g2000yqg.googlegroups.com...
> On 2 Jun., 23:33, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>>>
>>> Ich frage sicherheitshalber erst mal nach, ob Sie in der ART- bzw.
>>> Friedmannkosmologie mit den X/T-Koordinaten die �blichen,
>>> "mitschwimmenden" Fundamentalkoordinatensysteme meinen.

>>> ....


>>> Wenn ja, dann sind in der WPT die Scheinkoordinatensysteme mit den
>>> Scheinmetriken das Analogon zu "Ihren" X/T-Koordinatensystemen und nicht
>>> das WPT-Weltruhebezugssystem, das es in der ART gar nicht gibt. Das
>>> k�nnte auch viele Missverst�ndnisse dieser ganzen Diskussionen hier
>>> erkl�ren: Dann h�tten Sie n�mlich die Analogie zu den
>>> ART-Fundamentalsystemen immer am falschen Ort - beim
>>> X/T-Weltruhebezugssystem - gesucht.
>>
>> Also bewegen sich sowohl Teleskop als auch Supernova in Ihrem absoluten
>> Koordinatensystem.

Ihr Missverst�ndnis scheint ein dreifaches zu sein:

1. Aus "Ihrer Sicht" sind offenbar bereits meine Scheinsysteme
Absolutsysteme, weil sie den Fundamentalsystemen der ART-Kosmologie
entsprechen. D.h. so betrachtet, br�uchte es in der WPT gar kein inertiales
Weltruhesystem mehr. Letzteres ist f�r die WPT aber sehr wichtig.

2. Aus "Ihrer Sicht" m�ssten sich demnach Teleskop und Supernova schon in
meinen Scheinkoordinatensystemen bewegen, was sie aber nicht tun; aber
selbst in der ART-Kosmologie k�nnte man Teleskop oder Supernova - also eins
von beiden - ruhen lassen. In der WPT vergr�ssern die beiden ihren Abstand
aber eben nur im Sinne des �quivalenzraketenrechentricks, w�hrend in
Wahrheit Lichtstrahlen zwischen beiden gravitativ - statt expansiv - "nur"
ger�tet und gedehnt (erm�det) werden.

3. Das inertiale WPT-Ruhesystem entspricht aus ART-Sicht einem
Hintergrundraum mit SRT-Metrik, dem aus ART-Sicht, aber auch aus Ihrer Sicht
(siehe oben) keine physikalische Bedeutung zukommt. Genau das ist aber nach
WPT falsch: In der WPT-Kosmologie kommt diesem inertialen Weltsystem sehr
wohl eine physikalische Bedeutung zu: Einerseits werden auf kosmischen
Skalen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen (z.B. der �quivalenzraketen)
gegen�ber diesem System definiert und andererseits wird die
Leuchtkraftabnahme von Standardkerzen (z.B. Supernovae Ia) durch den
"wahren" Lichtweg in diesem inertialen "SRT-Weltsystem" bestimmt, wodurch
sich in der WPT �berhaupt erst die wichtige
Leuchtkraft/Rorverschiebungsbeziehung herleiten l�sst, die nur noch von der
mittleren Massen/Energie-Dichte des Kosmos bzw. der in der WPT als aktual
unendlich angenommenen Massenschale abh�ngt, weil sich daraus die (echt
konstante) WPT-Hubblekonstante berechnen l�sst.

Einziger Wermutstropfen: Die genannte Dichte rho l�sst sich prinzipiell
nicht direkt messen.

Aber: Diese Dichte sollte aus physikalischer Plausibilit�t wenigstens
gr�ssenordnungsm�ssig etwa mit der "gemessenen" Dichte rho_0 auf den
gr�ssten erfassbaren Distanzen zusammenpassen.

Toll: Die aus rho_0 berechnete WPT-Hubblekonstante passt
gr�ssenordnungsm�ssig gut zu den Beobachtungen, was schon sehr lange bekannt
ist, da die Formel gerade der Formel aus der ART-Kosmologie f�r die
kritische Dichte entspricht.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 9, 2009, 1:38:23 AM6/9/09
to
On 6 Jun., 19:47, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Schmelzers Probleme mit Einsteins Äquivalenzrakete:

> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb


> On 2 Jun., 23:33, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> >> Um die Rechnung - insbesondere die Beziehung zwischen den X/T- und den
> >> x/t-Koordinaten - einfach zu gestalten, muss *und darf* man die Rakete
> >> bei Beginn eines Experimentes, also bei der Aussendung eines Lichtstrahls
> >> starten, denn dann sind beim Raketenstart (T=t=0) Startrampe und
> >> Raketenende gleichortig.
> > Man darf. Aber man muss nicht.
>

> Natürlich; man darf sich das Rechnen auch unnötig erschweren.

Was ich brauche, ist einfacher in X,T zu berechnen.

> > Man darf aber auch mit T=t=t1 beginnen.  Schliesslich weiss die Natur
> > nicht, wann unser Experiment anfaengt und wann es aufhoert. Die
> > Naturgesetze koennen also nicht davon abhaengen, was wir als Beginn und
> > was als Ende des Experiments betrachten.
>

> Die Naturgesetze nicht, aber wir müssen uns entscheiden, ab welchem


> Zeitpunkt wir unser Teleskop (samt z. B. lokalem Haufen) virtuell - also im
> Sinne eines Rechentricks - vor Licht, das von der Supernova in A kommt,
> konstant beschleunigt fliehen lassen. Das ist nicht anders als in einem
> wirklichen Experiment mit einer "Teleskoprakete".

Klar muessen wir irgendwie rechnen und uns bei jeder konkreten
Rechnung
fuer einen der erlaubten Rechenwege entscheiden. Nur muss bei
verschiedenen
Wegen dasselbe rauskommen.

> > Es geht darum, dass die Trajektorie des Lichtstrahls objektiv definiert
> > sein sollte, also unabhaengig davon, ob ich einen speziellen Lichtstrahl
> > mit einem frueher oder einem spaeter abgesandten Lichtstrahl vergleichen
> > will.
>

> Einsteins Rechentrick mit der Äquivalenzrakete hat unbestritten gewisse


> Grenzen. Z.B. kann man den ersten Lichtstrahl mit dem Teleskop in einer

> später bei der Supernova abgeschossenen Rakete nicht mehr sehen.


>
> > Die Lichtstrahlen wissen schliesslich nicht, womit ich sie vergleichen
> > will. Vielleicht weiss ich es selbst noch nicht, wenn alles gemessen
> > worden ist, sondern entscheide mich erst spaeter, diese Daten zu
> > vergleichen.
>

> Also nochmals: Gewisse Strahlen können sogar von einem konstant


> beschleunigten Teleskop prinzipiell gar nicht mehr gesehen werden, selbst
> wenn sie erst nach dem Raketenstart in die gleiche Richtung ausgestrahlt

> werden (Horizont), und welche das sind, hängt nicht (nur) von den
> Naturgesetzen ab, sondern eben primär von Einsteins
> Äquivalenzraketen-Gedankenexperiment, nämlich vom Zeitpunkt, wann man die
> "Teleskoprakete" konstant beschleunigt starten lässt.

Wir stellen also fest, dass gewisse von der Position der Supernova
abgesendete
Strahlen die Erde niemals erreichen, andere jedoch die Erde
erreichen? Fein,
dann haben wir in einem ziemlich offensichtlichen Sinn kein statisches
Weltall.

Die Frage, ob ein Lichtstrahl die Erde erreicht oder nicht, ist
eindeutig eine
objektive Frage. Sie muss eindeutig von einer physikalischen Theorie
beantwortet
werden. Insofern erscheint mir Ihre beschriebene Abhaengigkeit von
irgendeiner Rechentrick-Rakete voelliger Quatsch zu sein.

> > Es ist der Vergleich der Trajektorien, der zeigt, ob ein Zeitlupeneffekt
> > da ist oder nicht.
>
> Kann man so machen, muss man aber nicht: Die Zeitlupe zeigt - bei
> *gravitativer* Beschleunigung - schon ein einzelner Lichtstrahl; Sie sollten

> endlich mal versuchen Einsteins Äquivalenzraketenexperiment zu verstehen!

Wenn man es so machen kann, mache ich es halt so. Wenn Sie mit
einer anderen Idee ein anderes Resultat erhalten, ist Ihre Theorie
widerspruechlich.

> > Falsch.  Das X/T System ist das, in dem das Teleskop und die Supernova
> > ruhen.
>

> Und das sagt jemand, der die Äquivalenzraktenrechnung ganz offensichtlich


> nicht versteht: Im Rahmen dieses Rechentricks gibt es kein System, in dem
> sowohl die Supernova und das Teleskop ruhen, obwohl beide (in Wahrheit) im

> wesentlich mitbenützten Inertialsystem natürlich ruhen.

Lesen Sie sich die Definition des Koordinatensystems X,T in meinen
Fragen
durch, daraus werden Sie erkennen, dass Teleskop und Supernova in
diesem
System ruhen. Wenn Sie die von mir in meinen Fragen verwendeten
Bezeichnungen
jetzt auch noch falsch in Ihrer Theorie verwenden, weiss ich nicht
mehr, wie man
ueberhaupt mit Ihnen diskutieren kann.

Wenn es in Ihrer Theorie kein solches Koordinatensystem gibt, in dem
beide ruhen, dann sind Ihre Antworten auf meine Fragen falsch. Und Ihr
Weltmodell ist offensichtlich kein statisches, sondern vermutlich ein
genauso expandierendes wie das Urknallmodell.

> >> Ich frage sicherheitshalber erst mal nach, ob Sie in der ART- bzw.

> >> Friedmannkosmologie mit den X/T-Koordinaten die üblichen,


> >> "mitschwimmenden" Fundamentalkoordinatensysteme meinen.
>
> > Die meine ich. Sowohl Teleskop als auch Supernova sind definiert durch X =
> > A bzw. X=B=const.
>
> Randbemerkung: In der Standardkosmologie ruhen Teleskop und Supernova

> natürlich nur für Leute, die den Bezug zur Physik weitgehend verloren haben:
> *Wirklich* ruhen (rel. zueinander) würden sie nämlich nur bei konstantem
> R(t).

Das haengt von der Interpretation von R(t) ab.

> > Also bewegen sich sowohl Teleskop als auch Supernova in Ihrem absoluten
> > Koordinatensystem.
>
> Ganz klar nein, wenn Sie mit "Ihrem absoluten Koordinatensystem" das
> (SRT-)Weltruhebezugssystem der WPT meinen.

Ich meine das von mir in meinen Fragen abgefragte Koordinatensystem
X,T.
Im Fall der ART und meiner Theorie ist dies das uebliche vom flachen
Robertson-Walker Ansatz. Wie sie dieses in Ihrer Theorie nennen, ist
mir egal, meinetwegen Weltruhebezugssystem.

> Aber klarheitshalber nochmals: Im Rahmen der Äquivalenzraketenrechnung


> entfernt sich im inertialen Ruhesystem das Teleskop von der ruhenden

> Supernova, während sich im Raketensystem die Supernova vom ruhenden
> Teleskop entfernt.

Andere Koordinatensysteme interessieren mich nicht.

> Aber: Die virtuelle Expansion ***im Sinne eines Rechentricks***, die es aber

> in Wahrheit natürlich nicht gibt, entspricht im Wesentlichen - bis auf
> "Feinheiten", auf die ich hier nicht eingehe - tatsächlich der Expansion im


> Standard-Urknall-Szenario: Das ist ja sozusagen der Kern der WPT-Kosmologie!

> Hätte nie gedacht, dass es so schwer ist Einsteins Äquivalenzrakete


> physikalisch zu verstehen: Diese Rakete mit dem Teleskop an der Spitze dient
> nur als Rechentrick, um den Einfluss eines konstanten Schwerefeldes zwischen
> Supernova und Teleskop auf einen Lichtstrahl schon im Rahmen der SRT einfach

> berechnen zu können!

Nochmals: Ich habe keinerlei Schwierigkeiten mit Ihrer
Aequivalenzrakete.
Nur interessieren mich Ihre Ideen, wie man irgendwas mit SRT-
aehnlichen Methoden
berechnen koennte, einen feuchten Dreck. Ich kann naemlich auch mit
ART-Methoden
rechnen, und weiss wie man verschiedene Groessen von einem ins andere
Koordinatensystem transformiert, kann die Rechnungen also in jedem
Koordinatensystem durchfuehren. Fuer mich ist es, insbesondere in
einer
Diskussion mit jemand, der scheinbar Probleme mit solchen Rechnungen
hat,
einfacher mich auf ein System zu beschraenken, welches ich X,T genannt
habe und in welchem SN = A und Teleskop = B sich in Ruhe befinden.

Wenn nun, wie oben erwaehnt, gewisse Strahlen von A aus niemals B
erreichen,
andere jedoch B erreichen, ist nicht zu erkennen, wie ein solches
Modell
statisch sein koennte.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 9, 2009, 1:51:52 AM6/9/09
to
On 6 Jun., 22:11, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> Ein hoffentlich etwas klärender Nachtrag:
> "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb
> > "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

> >> Also bewegen sich sowohl Teleskop als auch Supernova in Ihrem absoluten
> >> Koordinatensystem.
>
> Ihr Missverständnis scheint ein dreifaches zu sein:

>
> 1. Aus "Ihrer Sicht" sind offenbar bereits meine Scheinsysteme
> Absolutsysteme, weil sie den Fundamentalsystemen der ART-Kosmologie
> entsprechen. D.h. so betrachtet, bräuchte es in der WPT gar kein inertiales
> Weltruhesystem mehr. Letzteres ist für die WPT aber sehr wichtig.

Die Friedman-Koordinaten sind die Koordinaten, die in der ART-Antwort
auf
meine Fragen das Koordinatensystem X,T definieren. In diesem System
ruhen SN und Erde im Sinne von X(T) = const fuer ihre Trajektorien.

Die ART-Antworten habe ich nur zur Illustration hinzugefuegt, um zu
zeigen,
dass meine Fragen in normalen physikalischen Theorien wohldefinierte
Antworten
haben, und diese nicht zu einem Widerspruch fuehren. Ansonsten
spielen
sie keine Rolle.

Die Frage ist, ob es ein Koordinatensystem X,T in der WPT gibt, in dem
Erde und SN ruhen. Nennen Sie es wie sie wollen, Schein oder nicht
Schein,
SRT oder nicht SRT, mir voellig egal. Hauptsache Sie kriegen
es irgendwann fertig, die Lichtstrahlen in diesem Koordinatensystem
als
Funktionen X(T) zu beschreiben.

> 2. Aus "Ihrer Sicht" müssten sich demnach Teleskop und Supernova schon in


> meinen Scheinkoordinatensystemen bewegen, was sie aber nicht tun;

Ich ueberlasse das Ihnen. Ich will von Ihnen eine Beschreibung der
Lichtstrahlen
im Koordinatensystem X,T, in dem SN und Erde ruhen.

> 3. Das inertiale WPT-Ruhesystem entspricht aus ART-Sicht einem
> Hintergrundraum mit SRT-Metrik, dem aus ART-Sicht, aber auch aus Ihrer Sicht
> (siehe oben) keine physikalische Bedeutung zukommt. Genau das ist aber nach
> WPT falsch: In der WPT-Kosmologie kommt diesem inertialen Weltsystem sehr
> wohl eine physikalische Bedeutung zu: Einerseits werden auf kosmischen

> Skalen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen (z.B. der Äquivalenzraketen)
> gegenüber diesem System definiert und andererseits wird die


> Leuchtkraftabnahme von Standardkerzen (z.B. Supernovae Ia) durch den
> "wahren" Lichtweg in diesem inertialen "SRT-Weltsystem" bestimmt, wodurch

> sich in der WPT überhaupt erst die wichtige
> Leuchtkraft/Rorverschiebungsbeziehung herleiten lässt, die nur noch von der


> mittleren Massen/Energie-Dichte des Kosmos bzw. der in der WPT als aktual

> unendlich angenommenen Massenschale abhängt, weil sich daraus die (echt
> konstante) WPT-Hubblekonstante berechnen lässt.

Kriegen Sie erstmal auf die Reihe welche Trajektorien Lichtstrahlen im
Koordinatensystem X,T haben, in dem SN und Erde ruhen. Ist nun
wirklich nicht zuviel verlangt.

Homo Lykos

unread,
Jun 9, 2009, 3:08:03 PM6/9/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:5c719151-a15d-422d...@r37g2000yqd.googlegroups.com...

>
> Lesen Sie sich die Definition des Koordinatensystems X,T in meinen Fragen
> durch, daraus werden Sie erkennen, dass Teleskop und Supernova in diesem
> System ruhen. Wenn Sie die von mir in meinen Fragen verwendeten
> Bezeichnungen jetzt auch noch falsch in Ihrer Theorie verwenden, weiss ich
> nicht mehr, wie man ueberhaupt mit Ihnen diskutieren kann.

Was f�r ein Realit�tsverlust! Sie k�nnen doch nicht ernsthaft meinen, dass
ich Ihre v�llig absurde Fragenliste in meiner Theorie verwenden w�rde.
Klarheitshalber: Ich stehe nach wie vor voll hinter meinem Beitrag vom 22.
Mai 2009 um 20:50 in diesem Faden, in dem ich Ihren "Widerspruchsbeweis" ad
absurdum f�hrte, denn nichts von dem, was Sie danach schrieben, hat daran
unter dem Strich auch nur das Geringste ge�ndert.
...
>>
>> Aber klarheitshalber nochmals: Im Rahmen der �quivalenzraketenrechnung


>> entfernt sich im inertialen Ruhesystem das Teleskop von der ruhenden

>> Supernova, w�hrend sich im Raketensystem die Supernova vom ruhenden


>> Teleskop entfernt.
>
> Andere Koordinatensysteme interessieren mich nicht.

Dann k�nnen wir die Diskussion hier abbrechen, denn das heisst, dass Sie
sich weigern die Unterschiede der WPT zur ART-Standardkosmologie zur
Kenntnis zu nehmen:

Den Punkt in der Argumentenkette auf dem Wege zur WPT-Kosmologie, der der
Friedmann-Kosmologie am n�chsten kommt, ist n�mlich schon die eben genannte
�quivalenzraketenrechnung oder hier genauer die
�quivalenzexpansionsrechnung. Bis auf einige "Feinheiten" entsprechen diese
�quivalenzrechnungen den ART-(Urknall-)Rechnungen.

W�hrend diese Expansion in der ART-Kosmologie als real angenommen wird, ist
diese Expansion in der WPT aber keine reale Expansion. Sie ist in der WPT
nur ein Rechentrick im Sinne von Einsteins originalem �quivalenzprinzip von
1907, um die Lichterm�dung bzw. Lichtdehnung im (f�r Lichtstrahlen) konstant
angenommenen Gravitationsfeld in einem statischen Kosmos zu berechnen.

Da ich das nun schon oft geschrieben habe, halte ich es nicht f�r sinnvoll
mehr dazu zu schreiben, da Sie dies entweder nicht verstehen k�nnen oder
nicht verstehen wollen; ich tippe auf Letzteres.
....


>
> Nur interessieren mich Ihre Ideen, wie man irgendwas mit SRT-aehnlichen
> Methoden berechnen koennte, einen feuchten Dreck.

Lernresistenz gepaart mit Unversch�mtheiten ersetzt keine Argumente.

> Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man
> verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> durchfuehren.

Wie sollten Sie das k�nnen, wenn Sie weder die �quivalenzrakete noch die WPT
verstehen? Mindestens im Rahmen der �blichen Geometrieinterpretation der ART
geht das nicht, was Sie ja auch selbst gemerkt haben und daraus
f�lschlicherweise auf einen Widerspruch in der WPT schlossen; die ART
erkl�rt eben Gravitation geometrisch und nicht durch auf gravitativer
Lichtdehnung beruhender Lichterm�dung, wie das die WPT tut.

Und sehr wichtig: In der Kosmologie sind ART und WPT physikalisch
(nachpr�fbar) nicht gleichwertig!


>
> Wenn nun, wie oben erwaehnt, gewisse Strahlen von A aus niemals B
> erreichen, andere jedoch B erreichen, ist nicht zu erkennen, wie ein
> solches Modell statisch sein koennte.

Sie k�nnen das nicht erkennen, weil Sie offenbar Einsteins �quivalenzrakete
noch immer nicht verstehen: Das �quivalenzraketenmodell ist nat�rlich nicht
statisch, wenn auch nur im Sinne eines Rechentricks.

Ansonsten: Schon in der lokalen Gravitationstheorie, wo sich WPT und ART
mindestens bez�glich experimentell bisher �berpr�fbaren Erscheinungen nicht
unterscheiden, gibt es bekanntlich Horizonte, wie immer die auch zu
interpretieren sind.

Noch zwei grunds�tzliche Kernpunkte:

1. Die bekannten lokalen Gravitationserscheinungen lassen sich sowohl mit
der ART wie mit der WPT korrekt erkl�ren, wie es sein muss. Diesbez�glich
sind WPT und ART �quivalente Gravitationstheorien. Es gibt aber Abweichungen
bez�glich gewisser Effekte, die sich aber aus recht prinzipiellen
technischen Gr�nden experimentell nicht kl�ren lassen: Man denke an das
"Bell-Seil", das in der SRT/ART reisst, aber in der WPT nicht.

2. Ganz anders ist die Situation in der Kosmologie: Hier unterscheiden sich
die beiden Theorien fundamental, weil man nur mit der WPT - aber eben nicht
mit der ART - Rotverschiebung und Zeitlupe ohne Expansion, sondern nur
gravitativ (in einem statischen All) erhalten kann. D.h. aber, dass man -
wenn sich die WPT-Kosmologie unter dem Strich als richtig erweisen sollte -
allermindestens die geometrische ART-Standardinterpretation auch f�r die
lokale Gravitation wird aufgeben m�ssen.

Homo Lykos

unread,
Jun 9, 2009, 3:26:34 PM6/9/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:e8582e7a-c9c9-420e...@s16g2000vbp.googlegroups.com...
>
> Die Friedman-Koordinaten sind die Koordinaten, die ... das

> Koordinatensystem X,T definieren. In diesem System ruhen SN und Erde im
> Sinne von X(T) = const fuer ihre Trajektorien.
>
> Die Frage ist, ob es ein Koordinatensystem X,T in der WPT gibt, in dem
> Erde und SN ruhen.
...

> Ich will von Ihnen eine Beschreibung der Lichtstrahlen im
> Koordinatensystem X,T, in dem SN und Erde ruhen. ... Ist nun wirklich
> nicht zuviel verlangt.

Eigentlich schon, weil es zwar ein solches Bezugssystem gibt: das (durch die
gravitative Lichterm�dung vorget�uschte) Scheinkoordinatensystem mit der
WPT-(Schein-)Metrik, in dem aber SN und Erde *echt* ruhen und Licht *ohne
Expansion* nur gravitativ gedehnt bzw. erm�det wird. Aber nur das zugeh�rige
�quivalenzbezugssystem, von dem man im Sinne eines Rechentricks bei
Gravitation Gebrauch machen darf, entspricht - bis auf "Feinheiten" - einem
Friedmannmodell, in dem sich SN und Erde "urknallanalog" von einander
entfernen.

Kurz: Ein Bezugssystem, das "�quivalenzexpansionssystem", das einem
Fundamentalsystem der Friedmannkosmologie entspricht, gibt es zwar in der
WPT, aber eben nur im Sinne eines Rechentricks, der keine R�ckschll�sse auf
eine echte Expansion zul�sst; die WPT ist halt nicht so einfach, wie Sie
denken.

Hist. Randbemerkung: Friedmann unterzeichnete alle seine in lateinischer
Schrift geschriebenen Briefe mit Doppel-n. Warum in seiner ersten bekannten
Arbeit noch ohne Lambda von 1922, aber nicht mehr in seiner zweiten Arbeit
mit Lambda von 1924, nur ein n steht, l�sst sich kaum noch kl�ren. --- Schon
der Anstand verlangt aber einen Namen so zu schreiben, wie es sein Tr�ger zu
Lebzeiten selber tat.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 11, 2009, 2:01:33 AM6/11/09
to
On 10 Jun., 00:08, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:

den ueblichen, von meinen Fragen ablenkenden Mist, und
er weigert sich immer noch, einfachste Formeln
fuer Trajektorien von Lichtstrahlen in den Koordinaten
X,T anzugeben, in denen SN und Teleskop ruhen.

Der Widerspruchsbeweis steht auch immer noch wie er war,
es sind immer noch keine praezisen Antworten auf die
Fragen gekommen

> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb


> > Lesen Sie sich die Definition des Koordinatensystems X,T in meinen Fragen
> > durch, daraus werden Sie erkennen, dass Teleskop und Supernova in diesem
> > System ruhen.  Wenn Sie die von mir in meinen Fragen verwendeten
> > Bezeichnungen jetzt auch noch falsch in Ihrer Theorie verwenden, weiss ich
> > nicht mehr, wie man ueberhaupt mit Ihnen diskutieren kann.
>

> Was für ein Realitätsverlust! Sie können doch nicht ernsthaft meinen, dass
> ich Ihre völlig absurde Fragenliste in meiner Theorie verwenden würde.

Nein, ich erwarte lediglich von Ihnen dass Sie die Fragen beantworten,
genauer,
die von mir angegebenen Antworten, wenn falsch oder unvollstaendig,
korrigieren.

> Klarheitshalber: Ich stehe nach wie vor voll hinter meinem Beitrag vom 22.
> Mai 2009 um 20:50 in diesem Faden, in dem ich Ihren "Widerspruchsbeweis" ad

> absurdum führte, denn nichts von dem, was Sie danach schrieben, hat daran
> unter dem Strich auch nur das Geringste geändert.

Ihre Theorie ist nach wie vor widerspruechlich. Sie haben keine der
Antworten in fuer den Widerspruchsbeweis wesentlicher Weise
modifiziert.

> > Andere Koordinatensysteme interessieren mich nicht.
>

> Dann können wir die Diskussion hier abbrechen, denn das heisst, dass Sie


> sich weigern die Unterschiede der WPT zur ART-Standardkosmologie zur
> Kenntnis zu nehmen:
>
> Den Punkt in der Argumentenkette auf dem Wege zur WPT-Kosmologie, der der

> Friedmann-Kosmologie am nächsten kommt, ist nämlich schon die eben genannte
> Äquivalenzraketenrechnung oder hier genauer die
> Äquivalenzexpansionsrechnung. Bis auf einige "Feinheiten" entsprechen diese
> Äquivalenzrechnungen den ART-(Urknall-)Rechnungen.

Die Unterschiede zw. WPT und ART-Kosmologie interessieren auch nicht,
denn Ihre Theorie sollte ja wohl fuer sich selbst stehen koennen.

Mich interessiert nach wie vor nur die Formeln fuer die Trajektorien
von Lichtstrahlen im X,T Koordinatensystem. Ihre Weigerung,
diese zu berechnen, oder wenigstens Gleichungen, denen diese
Trajektorien genuegen muessten, anzugeben, und dies trotz
mehrfacher Aufforderung, zeigt inzwischen mit hinreichender
Deutlichkeit, dass Sie gar keine Gleichungen dafuer haben.

> > Nur interessieren mich Ihre Ideen, wie man irgendwas mit SRT-aehnlichen
> > Methoden berechnen koennte, einen feuchten Dreck.
>

> Lernresistenz gepaart mit Unverschämtheiten ersetzt keine Argumente.

Sie weigern sich hier konsistent, wesentliche von mir gestellte Fragen
zu
zu Ihrer Theorie zu beantworten, und versuchen dies durch
Ablenkungsmanoever
zu verschleiern.

Meine Reaktion hat nichts mit Lernresistenz zu tun, dazu ist Ihr Zeugs
viel zu primitiv, und der Ton ist durch Ihre Weigerung, meine
sachlichen
Fragen zu beantworten, gerechtfertigt.

> > Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man
> > verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> > transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> > durchfuehren.
>

> Wie sollten Sie das können, wenn Sie weder die Äquivalenzrakete noch die WPT
> verstehen?

Lassen Sie Ihre unverschaemten Behauptungen ueber das, was ich
Ihrer beschraenkten Meinung nach nicht verstehe, waehrend ich es
lediglich
als primitives Ablenkungsmanoever betrachte und daher keinen Grund
sehe, diese Ablenkungsfragen mit Ihnen zu diskutieren.

Beantworten Sie meine Fragen zu Ihrer Theorie. Insbesondere
die klassischen Fragen (welche Antworten sind denn nun falsch, welche
richtig?) Und geben Sie konkrete Formeln in X,T zur Berechnung
der Lichtstrahlen von A nach B an.

> > Wenn nun, wie oben erwaehnt, gewisse Strahlen von A aus niemals B
> > erreichen, andere jedoch B erreichen, ist nicht zu erkennen, wie ein
> > solches Modell statisch sein koennte.
>

> Sie können das nicht erkennen, weil Sie offenbar Einsteins Äquivalenzrakete
> noch immer nicht verstehen: Das Äquivalenzraketenmodell ist natürlich nicht


> statisch, wenn auch nur im Sinne eines Rechentricks.

Geben Sie doch einfach die Trajektorien in X,T, in dem SN und Teleskop
ruhen,
an. Dann sehen wir, was an Ihrem Modell statisch ist. (Genauer; wenn
Sie sich
mal dazu hinreissen lassen, dies zu tun, sehen Sie dies auch, ich sehe
es auch
so schon, dass nichts an Ihrem Modell statisch ist. Vermutlich sehen
Sie dies inzwischen auch, ganz doof sind Sie ja nicht, und deswegen
weigern
Sie sich so beharrlich, die Formeln fuer die Trajektorien in X,T,
anzugeben.)

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 11, 2009, 2:20:03 AM6/11/09
to
On 10 Jun., 00:26, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Die Friedman-Koordinaten sind die Koordinaten, die ... das
> > Koordinatensystem X,T definieren. In diesem System ruhen SN und Erde im
> > Sinne von X(T) = const fuer ihre Trajektorien.
>
> > Die Frage ist, ob es ein Koordinatensystem X,T in der WPT gibt, in dem
> > Erde und SN ruhen.
> ...
> > Ich will von Ihnen eine Beschreibung der Lichtstrahlen im
> > Koordinatensystem X,T, in dem SN und Erde ruhen. ... Ist nun wirklich
> > nicht zuviel verlangt.
>
> Eigentlich schon, weil es zwar ein solches Bezugssystem gibt: das (durch die
> gravitative Lichtermüdung vorgetäuschte) Scheinkoordinatensystem mit der

> WPT-(Schein-)Metrik, in dem aber SN und Erde *echt* ruhen und Licht *ohne
> Expansion* nur gravitativ gedehnt bzw. ermüdet wird.

Es gibt also ein solches Koordinatensystem X,T, in dem SN und Erde
ruhen.
Schoen. Was hindert Sie nun genau, in diesem Koordinatensystem die
Trajektorien (oder wenigstens die Gleichungen, denen diese
Trajektorien
genuegen muessen) aufzuschreiben?

> Aber nur das zugehörige
> Äquivalenzbezugssystem, von dem man im Sinne eines Rechentricks bei


> Gravitation Gebrauch machen darf, entspricht - bis auf "Feinheiten" - einem
> Friedmannmodell, in dem sich SN und Erde "urknallanalog" von einander
> entfernen.

Ja und? Ich habe Sie schliesslich nicht gefragt, was in Ihrer
Theorie
einem "Friedmannmodell" entspricht. (Falls Sie irgendwann einmal
die Friedmannloesung gesehen und verstanden haben sollten, wuessten
Sie, dass in den Koordinaten, die dabei verwendet werden, SN und Erde
bis auf Feinheiten ruhen, also durch Trajektorien der Form X(T)=const
beschrieben werden.)

Also nochmal: Ich will von Ihnen nicht wissen, wie sich Ihre Theorie
zu
irgendwelchen ART-loesungen verhaelt, sondern ich will von Ihnen die
Gleichungen fuer Trajektorien von Lichtstrahlen in X,T, nichts weiter.
Wenn Ihre Theorie die nicht hat, dann sagen Sie dies und lenken bitte
nicht weiter von meinen Fragen ab.

> Kurz: Ein Bezugssystem, das "Äquivalenzexpansionssystem", das einem


> Fundamentalsystem der Friedmannkosmologie entspricht, gibt es zwar in der

> WPT, aber eben nur im Sinne eines Rechentricks, der keine Rückschllüsse auf
> eine echte Expansion zulässt; die WPT ist halt nicht so einfach, wie Sie
> denken.

Ich muss zumindest zugeben, dass ich die WPT fuer extrem einfach
halte:
Widerspruechliche Theorien sind schliesslich sehr einfach: In Ihnen
gilt jede
Aussage zusammen mit Ihrem Gegenteil.

Falls also Ihre Theorie nicht widerspruechlich ist, und lediglich Sie
unfaehig
bzw. unwillig sind, die falsch beantwortete(n) Frage(n) zu
korrigieren, koennten
Sie hier sogar mal recht haben ;-)))

Ob es in Ihrer Theorie Expansion gibt oder nicht, ob sie statisch ist
oder nicht,
werden wir sehen wenn wir die Trajektorien der Lichtstrahlen in X,T
betrachten.
Was offensichtlich nicht geht. Zumindest scheinen Sie unfaehig, diese
Trajektorien anzugeben.

Ilja


Homo Lykos

unread,
Jun 25, 2009, 3:19:45 PM6/25/09
to
Ilja Schmelzer lügt:

"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im
Newsbeitrag

news:2b896d34-1ab7-42c6-a6a5-
d3ae66...@s12g2000yqi.googlegroups.com...


>
> er weigert sich immer noch, einfachste Formeln fuer Trajektorien von
> Lichtstrahlen in den Koordinaten X,T anzugeben, in denen SN und Teleskop
> ruhen.

Die Formeln für Lichtbahnen in allen für die WPT wesentlichen
Koordinatensystemen findet man seit dem 13. Nov. 2008 in der Arbeit
"Kosmische Gravitation"
www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
Seit dem 21. Juni 2009 findet man im Anhang E auch noch eine
Zusammenstellung aller wichtigen Koordinatensysteme und
Transformationen im Sinne eines Überblicks; alle dort referenzierten
Formeln für Metriken, Lichtbahnen und Transformationen waren aber
bereits Bestandteil der Vorgängerversion vom 13. Nov. 2008!

Hilfreich fürs Verständnis sollte auch der neue Abschnitt 5 "WPT-
Gravitation in (schein-)metrischer Formulierung" sein.
....
....


> > > Andere Koordinatensysteme interessieren mich nicht.
> >
> > Dann können wir die Diskussion hier abbrechen, denn das heisst, dass Sie
> > sich weigern die Unterschiede der WPT zur ART-Standardkosmologie zur
> > Kenntnis zu nehmen:

....


> Die Unterschiede zw. WPT und ART-Kosmologie interessieren auch nicht, denn
> Ihre Theorie sollte ja wohl fuer sich selbst stehen koennen.

Natürlich, mindestens wenn man davon absieht, dass viele Begriffe, auf
die man nicht leicht verzichten kann, heute sozusagen von der ART
"vorbelastet" sind. Ansonsten beharren aber *Sie* auf der ART-
Denkweise bzw. den "ART-Methoden":
...


> > Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man
> > verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> > transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> > durchfuehren.
>
> Wie sollten Sie das können, wenn Sie weder die Äquivalenzrakete noch die
> WPT verstehen?


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

ermögliche man auch wieder deutschsprachige Physikveröffentlichungen.

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 29, 2009, 5:16:23 AM6/29/09
to
On 26 Jun., 00:19, Homo Lykos <ly...@bluewin.ch> wrote:
> Ilja Schmelzer lügt:

Sie sollten Ihre Verbalinjurien etwas im Zaum halten. Es ist
natuerlich
Ihr gutes Recht, sich selbst durch solche Unterstellungen zu
disqualifizieren,
nehmen Sie das also lediglich als freundlich gemeinten Rat.

> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb

> > er weigert sich immer noch, einfachste Formeln fuer Trajektorien von
> > Lichtstrahlen in den Koordinaten X,T anzugeben, in denen SN und Teleskop
> > ruhen.
>
> Die Formeln für Lichtbahnen in allen für die WPT wesentlichen
> Koordinatensystemen findet man seit dem 13. Nov. 2008 in der Arbeit
> "Kosmische Gravitation"www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
> Seit dem 21. Juni 2009 findet man im Anhang E auch noch eine
> Zusammenstellung aller wichtigen Koordinatensysteme und
> Transformationen im Sinne eines Überblicks; alle dort referenzierten
> Formeln für Metriken, Lichtbahnen und Transformationen waren aber
> bereits Bestandteil der Vorgängerversion vom 13. Nov. 2008!

Explizite Formeln fuer das von mir gestellte Problem habe ich dort
nicht
gefunden. Es ist sicherlich moeglich, dass ich irgendeine Formel bei
Ihnen, die relevant waere, uebersehen haben oder Ihre Bedeutung beim
kurzen Ueberfliegen nicht richtig gedeutet haben koennte.

Aber es ist Ihr Job, mich auf die konkrete Formel aufmerksam zu
machen,
statt mich hier der Luege zu bezichtigen. Her mit der konkreten
Formel
fuer Lichtstrahlen im X/T System (bei Ihnen r/t).

Ihre Formel (35) hat jedoch bei mir grosse Heiterkeit erregt. Beim
Einsetzen
der zweiten Formel in die erste erhaelt man

x = (1-R/Rh)x' + R = (1-R/Rh)((1-R/Rh)x - R) + R = x-2R/Rh x + R^2/
Rh^2 x +R^2/Rh

Dem Geschreibsel danach kann man entnehmen, dass Ihnen sogar bewusst
ist,
dass man die Formeln nicht ineinander einsetzen kann, und somit Ihre
Verwendung
des Begriffes "Koordinatentransformation" genauso "unorthodox" ist wie
Ihre sonstige
Verwendung von etablierten mathematischen Fachbegriffen auch.

> Hilfreich fürs Verständnis sollte auch der neue Abschnitt 5 "WPT-
> Gravitation in (schein-)metrischer Formulierung" sein.

Sie irren in 5.3 (S.11) wenn Sie meinen, in einem isotropen
Weltall, in dem der Gang ruhender Uhren nicht von Ort und Zeit
abhaengt,
koennte man den Gang entfernter ruhender Uhren nicht miteinander
vergleichen. Man kann, dazu reicht Einsteins
Synchronisationsvorschrift.

> > Die Unterschiede zw. WPT und ART-Kosmologie interessieren auch nicht, denn
> > Ihre Theorie sollte ja wohl fuer sich selbst stehen koennen.
>
> Natürlich, mindestens wenn man davon absieht, dass viele Begriffe, auf
> die man nicht leicht verzichten kann, heute sozusagen von der ART
> "vorbelastet" sind.

Die Begriffe, die sie mit "neuen Bedeutungen" belegen, insbesondere
Potentiale und offensichtlich auch Koordinatentransformationen, sind
nicht
von der ART vorbelastet, sondern lange vor der ART Allgemeingut der
Mathematiker und Physiker.

> Ansonsten beharren aber *Sie* auf der ART-
> Denkweise bzw. den "ART-Methoden":

> > > Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man


> > > verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> > > transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> > > durchfuehren.

Das hat nichts mit ART-Methoden zu tun, das sind uebliche allgemeine
mathematische Methoden, mit verschiedenen Koordinatensystemen hat
man schon lange vor Einstein gerechnet.

Ilja

Homo Lykos

unread,
Jun 29, 2009, 6:04:14 PM6/29/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:a84a8bf2-e9e4-42b9...@r37g2000yqd.googlegroups.com...

On 26 Jun., 00:19, Homo Lykos <ly...@bluewin.ch> wrote:
...

> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >
> > > er weigert sich immer noch, einfachste Formeln fuer Trajektorien von
> > > Lichtstrahlen in den Koordinaten X,T anzugeben, in denen SN und
> > > Teleskop ruhen.
> >
> > Die Formeln f�r Lichtbahnen in allen f�r die WPT wesentlichen

> > Koordinatensystemen findet man seit dem 13. Nov. 2008 in der Arbeit
> > "Kosmische Gravitation"
> > www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
> > Seit dem 21. Juni 2009 findet man im Anhang E auch noch eine
> > Zusammenstellung aller wichtigen Koordinatensysteme und Transformationen
> > im Sinne eines �berblicks; alle dort referenzierten Formeln f�r

> > Metriken, Lichtbahnen und Transformationen waren aber bereits
> > Bestandteil der Vorg�ngerversion vom 13. Nov. 2008!

> Explizite Formeln fuer das von mir gestellte Problem habe ich dort nicht
> gefunden. Es ist sicherlich moeglich, dass ich irgendeine Formel bei
> Ihnen, die relevant waere, uebersehen haben oder Ihre Bedeutung beim
> kurzen Ueberfliegen nicht richtig gedeutet haben koennte.
>
> Aber es ist Ihr Job, mich auf die konkrete Formel aufmerksam zu machen,
> statt mich hier der Luege zu bezichtigen.

Wie man in den Wald ruft, so t�nt es halt zur�ck ...


>
> Her mit der konkreten Formel
> fuer Lichtstrahlen im X/T System (bei Ihnen r/t).

Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem Inertialsystem
gilt immer dr = c dt.

Den Friedmannfundamentalsystemen entsprechen aber die statischen
WPT-Scheinsysteme. Deren formal manifest konforme Metrik - mit dR = c dT -
findet man in (18). Zeitdilatation bzw. Zeitlupe mit zugeh�riger
Rotverschiebung ergibt sich in einem statischen System aus
d tau_Sender=Wurzel(g_00) dT mit hier g_00 = 1-T/T_H = 1/(1+z)
(siehe auch Kommentare bei Gl. 11)
> >
> > Hilfreich f�rs Verst�ndnis sollte auch der neue Abschnitt 5 "WPT-


> > Gravitation in (schein-)metrischer Formulierung" sein.
>
> Sie irren in 5.3 (S.11) wenn Sie meinen, in einem isotropen Weltall, in
> dem der Gang ruhender Uhren nicht von Ort und Zeit abhaengt, koennte man
> den Gang entfernter ruhender Uhren nicht miteinander vergleichen. Man
> kann, dazu reicht Einsteins Synchronisationsvorschrift.

1. Sie zitieren falsch: Ich schrieb von *direkt* vergleichen.

2. Zudem gilt dieser ganze Abschnitt noch ganz allgemein, also nicht nur f�r
die isotrope, allsymmetrische Kosmologie, wie sich aus dem Zusammenhang
sofort ergibt; erst der n�chste Abschnitt legt den Fokus auf die Kosmologie.

3. Eine Synchronisationsvorschrift ist kein direkter Vergleich. Lokal kann
man zwar "im Prinzip" die Poincar�-Synchronisation durch einen adiabatischen
Uhrentransport ersetzen; auf kosmischen Distanzen ist das aber letztlich
nicht mal mehr im Prinzip wirklich m�glich.

4. Andererseits schrieb ich selber z.B. auf Seite 7:

"1. Unter Allsymmetrie ist die poincar�/einsteinsche
SRT-Uhrensynchronisation anzuwenden, da
die Einweglichtgeschwindigkeit unter dieser Annahme isotrop sein muss."

Es ist aber klar, dass es sich da nur um eine definitorische, aber nicht um
eine echt experimentelle Festlegung handelt.

5. K�nnte aber sein, dass man sich die Unterschiede zwischen der ART- und
WPT-Interpretation zuerst eh besser nur f�r die lokale Gravitation in einem
Turm auf der Erde ansehen sollte, wo die WPT-Interpretation zum gleichen
Resultat wie die ART-Interpretation f�hren muss, weil diesbez�glich die
ART-Interpretation innerhalb der heutigen Genauigkeiten experimentell
best�tigt ist.

In K�rze: Nach ART laufen Uhren am Fusse und an der Trumspitze verschieden
schnell, nach WPT ist dies aber nur ein Scheineffekt des (konstanten)
Gravitationsfeldes auf die Uhren beim Transport. Die beiden Interpretationen
sind darum �quivalent, weil man nur mindestens momentan gleichortige Uhren
direkt vergleichen kann.

Dies ist sozusagen der Kerngedanke und Ausgangspunkt der
"WPT-Lichterm�dung", der wesentlich mit der "�bersetzung" der
Rechenresultate vom �quivalenzraketensystem ins Turmsystem zu tun hat.
Sollten Sie also damit nicht einverstanden sein, sollten Sie das hier
begr�nden.
...
...
> > Ansonsten beharren aber *Sie* auf der ART-Denkweise bzw. den
> > "ART-Methoden":

> > > Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man
> > > verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> > > transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> > > durchfuehren.

> > Das hat nichts mit ART-Methoden zu tun, das sind uebliche allgemeine
> > mathematische Methoden, mit verschiedenen Koordinatensystemen hat man
> > schon lange vor Einstein gerechnet.

Man ist bis heute - in praxi - nicht in der Lage die gesamte Physik
"allgemein relativistisch" zu formulieren, obwohl dies - nach Kretschmann
(1917) - prinzipiell gehen m�sste; das - und das verstehe ich unter
ART-Methoden - hat man meines Wissens vor Einstein nicht mal versucht.

Aber gerade aus Mathematikersicht ist es ja egal in welchem (bzw. in
welchen) Koordinatensystem(en) man rechnet; also rechne ich in den Systemen,
die die Physik (meines Erachtens) m�glichst deutlich werden lassen. Falls
Ihnen meine Systemwahl aus Mathematikersicht aber nicht gefallen sollte,
wird es f�r Sie als Mathematiker wohl ein Leichtes sein, meine Rechnungen in
Ihr Liebllingssystem zu �bertragen.

Konkret k�nnen Sie aus den (R/T-)Scheinsystemen - wenn Ihnen die nicht
gefallen - ins (r/t-) Weltsystem mit Hilfe der Gleichung
t = T_H sinh(T_eigen/T_H) (Gl. 24) mit T_eigen = ln((1+z)/H (Gl. 20)
transformieren, wenn man zur Lichtemissionszeit t=T=0 setzt; f�r r gilt dann
r = c t.

In der Kosmologie ist es allerdings sinnvoller - ja eigentlich n�tig - die
Zeit beim Lichtempfang im Teleskop, also f�r heute, t=T=0 zu setzen und die
zugeh�rige �quivalenzrakete bei T=-oo starten zu lassen; auf diesen Aspekt
bin ich im Anhang E inzwischen - wegen seiner Beziehung zum alten
Milne-Modell des Kosmos - im zweiten Teil des Punktes 4 (Seite 26 unten) -
etwas n�her eingegangen. Schliesse nicht aus, dass ich dies gelegentlich
noch werde vertiefen m�ssen, weil es vielleicht zur Vervollst�ndigung -
mindestens zum besseren Verst�ndnis - des Zugangs zur WPT-Kosmologie n�tig
sein k�nnte.


Homo Lykos
www.wolff.ch

--
Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg

Ilja Schmelzer

unread,
Jun 30, 2009, 6:16:15 AM6/30/09
to
On 30 Jun., 03:04, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Her mit der konkreten Formel
> > fuer Lichtstrahlen im X/T System (bei Ihnen r/t).
>
> Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem Inertialsystem
> gilt immer dr = c dt.

Alle Lichtstrahlen sind also ganz normale Geraden. Wenn auch noch die
lokalen ruhenden Uhren ueberall gleich gehen, kann es keinen
Zeitlupeneffekt
geben. Somit ist Ihre Theorie falsch.

> Den Friedmannfundamentalsystemen entsprechen aber die statischen
> WPT-Scheinsysteme. Deren formal manifest konforme Metrik - mit dR = c dT -

> findet man in (18). Zeitdilatation bzw. Zeitlupe mit zugehöriger


> Rotverschiebung ergibt sich in einem statischen System aus
> d tau_Sender=Wurzel(g_00) dT  mit hier g_00 = 1-T/T_H = 1/(1+z)
> (siehe auch Kommentare bei Gl. 11)

Es gibt hier kein Aber. Wenn eine Herleitung in einer Theorie zeigt,
dass es keinen Zeitlupeneffekt gibt, und eine andere zeigt, dass es
einen
gibt, ist die Theorie in sich widerspruechlich.

>
>
>
> > > Hilfreich fürs Verständnis sollte auch der neue Abschnitt 5 "WPT-


> > > Gravitation in (schein-)metrischer Formulierung" sein.
>
> > Sie irren in 5.3 (S.11) wenn Sie meinen, in einem isotropen Weltall, in
> > dem der Gang ruhender Uhren nicht von Ort und Zeit abhaengt, koennte man
> > den Gang entfernter ruhender Uhren nicht miteinander vergleichen.  Man
> > kann, dazu reicht Einsteins Synchronisationsvorschrift.
>
> 1. Sie zitieren falsch: Ich schrieb von *direkt* vergleichen.

Alles was wir beobachten ist im strengen Sinne indirekte Beobachtung,
dieser Punkt ist also geschenkt.

> In Kürze: Nach ART laufen Uhren am Fusse und an der Trumspitze verschieden


> schnell, nach WPT ist dies aber nur ein Scheineffekt des (konstanten)
> Gravitationsfeldes auf die Uhren beim Transport. Die beiden Interpretationen

> sind darum äquivalent, weil man nur mindestens momentan gleichortige Uhren
> direkt vergleichen kann.

Dann gibt es ein gutes Argument fuer die ART-Interpretation:

Transporteffekte passieren zu Beginn oder am Ende, sie sollten
unabhaengig
sein von der Laenge der Zeit, in der beide Uhren in verschiedener
Hoehe ruhen.
Sind sie aber nicht. Je laenger die Uhren in verschiedener Hoehe
ruhen, desto
groesser die Zeitdifferenz zwischen ihnen.

> > > Ansonsten beharren aber *Sie* auf der ART-Denkweise bzw. den
> > > "ART-Methoden":
> > > > Ich kann naemlich auch mit ART-Methoden rechnen, und weiss wie man
> > > > verschiedene Groessen von einem ins andere Koordinatensystem
> > > > transformiert, kann die Rechnungen also in jedem Koordinatensystem
> > > > durchfuehren.
> > > Das hat nichts mit ART-Methoden zu tun, das sind uebliche allgemeine
> > > mathematische Methoden, mit verschiedenen Koordinatensystemen hat man
> > > schon lange vor Einstein gerechnet.
>
> Man ist bis heute - in praxi - nicht in der Lage die gesamte Physik
> "allgemein relativistisch" zu formulieren, obwohl dies - nach Kretschmann

> (1917) - prinzipiell gehen müsste; das - und das verstehe ich unter


> ART-Methoden - hat man meines Wissens vor Einstein nicht mal versucht.

Was bekanntermassen fehlt ist die Quantisierung der ART. Dies hat aber
mit Ihrem Missbrauch etablierter mathematischer Begriffe wie Potential
bzw.
Koordinatentransformation rein gar nichts zu tun. Sie lenken mal
wieder ab.

> Aber gerade aus Mathematikersicht ist es ja egal in welchem (bzw. in
> welchen) Koordinatensystem(en) man rechnet; also rechne ich in den Systemen,

> die die Physik (meines Erachtens) möglichst deutlich werden lassen.

Tun Sie das. Ich rechne aus demselben Grunde in r/t, weil dort die
Physik
moeglichst deutlich wird. Man sieht was in absoluter Ruhe ist, man
sieht was
sich in der Zeit aendert, und man kann sofort sehen ob es einen
Zeitlupeneffekt gibt.

Aber auf jeden Fall gilt fuer eine Koordinatentransformation
x'=x'(x),
x=x(x'), dass man, wenn man beide Formeln ineinander einsetzt,
tautologisch
x'=x' bzw x=x erhaelt.

> Falls
> Ihnen meine Systemwahl aus Mathematikersicht aber nicht gefallen sollte,

> wird es für Sie als Mathematiker wohl ein Leichtes sein, meine Rechnungen in
> Ihr Liebllingssystem zu übertragen.

Wenn es sich um Koordinatentransformationen im ueblichen
mathematischen
Sinne handeln wuerde, ginge dies vielleicht. Wenn meine Faulheit nicht
zu gross
ist, koennte ich mir den Spass machen.

Aber sie haben ja mit (35) einen sehr viel kuerzeren
Widerspruchsbeweis
Ihrer Theorie geliefert, besser koennte ich es kaum bringen.

> Konkret können Sie aus den (R/T-)Scheinsystemen - wenn Ihnen die nicht


> gefallen - ins (r/t-) Weltsystem mit Hilfe der Gleichung
> t = T_H sinh(T_eigen/T_H) (Gl. 24) mit T_eigen = ln((1+z)/H (Gl. 20)

> transformieren, wenn man zur Lichtemissionszeit t=T=0 setzt; für r gilt dann
> r = c t.

Wenn dies gilt, ist ihre Theorie falsch, da es mit r=ct fuer
Lichtstrahlen bei
zwischen mit r=const ruhenden Objekten keinen Zeitlupeneffekt gibt.

Homo Lykos

unread,
Jun 30, 2009, 3:13:15 PM6/30/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:835e4036-5f19-4d05...@z14g2000yqa.googlegroups.com...

On 30 Jun., 03:04, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > > Her mit der konkreten Formel
> > fuer Lichtstrahlen im X/T System (bei Ihnen r/t).
> >
> > Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem
> > Inertialsystem gilt immer dr = c dt.

> Alle Lichtstrahlen sind also ganz normale Geraden. Wenn auch noch die
> lokalen ruhenden Uhren ueberall gleich gehen, kann es keinen
> Zeitlupeneffekt geben. Somit ist Ihre Theorie falsch.

Nein: Dieses Weltinertialsystem entspricht dem Inertialsystem in der
�quivalenzraketenrechnung, in dem man sozusagen die Gravitationswirkung auf
das Licht "wegdenkt", um so die "wahre" Raumzeit zu erhalten, die in der
WPT - im Gegensatz zur ART - aber mehr als nur eine formale
Hintergrundmetrik ist. Das habe ich m�glicherweise bisher nicht deutlich
genug gesagt.

Ich hoffe, dass inzwischen klar ist, dass und warum man in der
�quivalenzraketenbetrachtung einen widerspruchsfreien Zeitlupeneffekt
erh�lt, obwohl dort im einbettenden Inertialsystem auch dr = c dt gilt.
Bevor ich nicht weiss, ob der Ausgangspunkt mit der �quivalenzrakete
verstanden/akzeptiert ist, hat es aber keinen Sinn, dass ich zum
WPT-Weltsystem und seiner Beziehung zu den WPT-Scheinsystemen jetzt mehr
schreibe.

> > Den Friedmannfundamentalsystemen entsprechen aber die statischen

> > WPT-Scheinsysteme. Deren formal manifest konform [flache] Metrik - mit


> > dR = c dT - findet man in (18). Zeitdilatation bzw. Zeitlupe mit

> > zugeh�riger Rotverschiebung ergibt sich in einem statischen System aus d


> > tau_Sender=Wurzel(g_00) dT mit hier g_00 = 1-T/T_H = 1/(1+z) (siehe auch
> > Kommentare bei Gl. 11)

> Es gibt hier kein Aber. Wenn eine Herleitung in einer Theorie zeigt, dass
> es keinen Zeitlupeneffekt gibt, und eine andere zeigt, dass es einen gibt,
> ist die Theorie in sich widerspruechlich.

Ihre obige im Hinterkopf durchgef�hrte Herleitung aus "dr=cdt" ist eben
falsch; die entsprechenden Erkl�rungen in der Grav-Arbeit werde ich aber
verdeutlichen, womit ich aber noch etwas abwarte, bis ich weiss, ob es noch
andere solche Missverst�ndnisse gibt.
....
> >
> > In K�rze: Nach ART laufen Uhren am Fusse und an der Trumspitze


> > verschieden schnell, nach WPT ist dies aber nur ein Scheineffekt des
> > (konstanten) Gravitationsfeldes auf die Uhren beim Transport. Die beiden

> > Interpretationen sind darum �quivalent, weil man nur mindestens momentan


> > gleichortige Uhren direkt vergleichen kann.

> Dann gibt es ein gutes Argument fuer die ART-Interpretation:
>
> Transporteffekte passieren zu Beginn oder am Ende, sie sollten unabhaengig
> sein von der Laenge der Zeit, in der beide Uhren in verschiedener Hoehe
> ruhen.

Nein, nach WPT wird ja z.B. eine Lichtstrahluhr w�hrend ihrer Reise echt
"m�de" oder "munter" bzw. langsamer oder schneller je nach durchlaufener
Potentialdifferenz. D.h. dass sie nach dem Transport nicht mehr gleich l�uft
wie zuvor, und weil dieser Effekt mit der �quivalenzraketenbetrachtung
begr�ndet wird, gilt er f�r alle Uhren.
....


> >
> > Aber gerade aus Mathematikersicht ist es ja egal in welchem (bzw. in
> > welchen) Koordinatensystem(en) man rechnet; also rechne ich in den

> > Systemen, die die Physik (meines Erachtens) m�glichst deutlich werden
> > lassen.

> Tun Sie das. Ich rechne aus demselben Grunde in r/t, weil dort die Physik
> moeglichst deutlich wird. Man sieht was in absoluter Ruhe ist, man sieht
> was sich in der Zeit aendert, und man kann sofort sehen ob es einen
> Zeitlupeneffekt gibt.

Eben nicht, weil das (SRT-)Ruhesystem die "wahre" Raumzeit sozusagen mit
weggedachtem Gravitationseinfluss auf das Licht ist; physikalisch ist dieser
Raum nur noch f�r die geometrische Leuchtkraftabnahme von Standardkerzen
verantwortlich, nachdem man die Rotverschiebungs- und Zeitdilatationseffekte
"herausgerechnet" hat, die die lichtstrahlrelative Scheinmetrik (18) bzw.
das lichtstrahlrelative Weltpotential liefert.


>
> Aber auf jeden Fall gilt fuer eine Koordinatentransformation x'=x'(x),
> x=x(x'), dass man, wenn man beide Formeln ineinander einsetzt,
> tautologisch x'=x' bzw x=x erhaelt.

Das gilt im kritisierten Fall (35) halt nur f�r die trivialen
Transformationsgleichungen noch ohne Verzerrung.
....


>
> Aber sie haben ja mit (35) einen sehr viel kuerzeren Widerspruchsbeweis
> Ihrer Theorie geliefert, besser koennte ich es kaum bringen.

Ja, formal ist das widerspr�chlich. Das hat aber �berhaupt nichts mit der
Theorie zu tun, sondern nur mit einer zugegebenermassen un�blichen
Formulierung, einer etwas missbr�uchlichen Verwendung des Ausdrucks
Transformation und auch etwas Liederlichkeit. Die Gleichungen in (35)
beschreiben ansonsten nur die scheinbare Verzerrung ferner Uhrtakte und
Massst�be durch die gravitative Lichterm�dung entsprechend (11) in m�glichst
grosser Analogie zu den Lorentztransformationen: Ich werde das gelegentlich
aber wohl ganz umformulieren oder besser begr�nden m�ssen, da es jetzt
offensichtlich zu b�sen Missverst�ndnissen f�hren kann; f�r diese Kritik ein
Dankesch�n.
> >
> > Konkret k�nnen Sie aus den (R/T-)Scheinsystemen - wenn Ihnen die nicht


> > gefallen - ins (r/t-) Weltsystem mit Hilfe der Gleichung t = T_H
> > sinh(T_eigen/T_H) (Gl. 24) mit T_eigen = ln((1+z)/H (Gl. 20)

> > transformieren, wenn man zur Lichtemissionszeit t=T=0 setzt; f�r r gilt


> > dann r = c t.

> Wenn dies gilt, ist ihre Theorie falsch, da es mit r=ct fuer Lichtstrahlen
> bei zwischen mit r=const ruhenden Objekten keinen Zeitlupeneffekt gibt.

Nochmals: Warum dies im Falle der �quivalenzraketenbetrachtung - trotz
r=ct - geht, ist Ihnen aber schon klar? In der WPT ist nur die
Interpretation eine andere. Ich sehe aber, dass ich die "�bersetzung" vom
�quivalenzraketensystem in die WPT-Kosmologie wohl noch deutlich
ausf�hrlicher gestalten muss, damit das auch verstanden wird.

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 3, 2009, 6:59:08 AM7/3/09
to
On 30 Jun., 12:13, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb im

> > > Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem
> > > Inertialsystem gilt immer dr = c dt.
> > Alle Lichtstrahlen sind also ganz normale Geraden. Wenn auch noch die
> > lokalen ruhenden Uhren ueberall gleich gehen, kann es keinen
> > Zeitlupeneffekt geben. Somit ist Ihre Theorie falsch.
>
> Nein: Dieses Weltinertialsystem entspricht dem Inertialsystem in der
> Äquivalenzraketenrechnung, in dem man sozusagen die Gravitationswirkung auf

> das Licht "wegdenkt", um so die "wahre" Raumzeit zu erhalten, die in der
> WPT - im Gegensatz zur ART - aber mehr als nur eine formale
> Hintergrundmetrik ist. Das habe ich möglicherweise bisher nicht deutlich
> genug gesagt.

Meine Frage ist nicht wem das X/T (oder r/t) System entspricht -
dieses
System ist nach meinen Fragen dadurch charakterisiert, dass in ihm
die Galaxien in Ruhe sind, und dies reicht vollkommen zur
Charakterisierung aus. Irgenein anderes, ihm entsprechendes
System ist nicht erforderlich.

Wenn in dem System, in dem die Galaxien ruhen, die Lichtstrahlen
Geraden sind und die ruhenden Uhren ihren Gang mit der Zeit nicht
aendern, haben wir keinen Zeitlupeneffekt.

> Ich hoffe, dass inzwischen klar ist, dass und warum man in der

> Äquivalenzraketenbetrachtung einen widerspruchsfreien Zeitlupeneffekt
> erhält, obwohl dort im einbettenden Inertialsystem auch dr = c dt gilt.

Solange wir uns nicht mal auf die Fakten innerhalb des einen,
einfachen Systems X/T verstaendigen koennen, ist ueberhaupt nichts
klar. Hoert Ihr Ausweichen auf irgendwelche Aequivalenzraketensysteme
die niemanden interessieren (weil in X/T alles einfacher ist)
irgendwann
mal auf?

> Bevor ich nicht weiss, ob der Ausgangspunkt mit der Äquivalenzrakete


> verstanden/akzeptiert ist, hat es aber keinen Sinn, dass ich zum
> WPT-Weltsystem und seiner Beziehung zu den WPT-Scheinsystemen jetzt mehr
> schreibe.

Sie sollen nichts zu irgendeinem WPT-Weltsystem und seinen Beziehungen
zu Scheinsystemen schreiben, sondern praezise Antworten zur Sachlage
in dem System (wie immer es genannt wird) geben, in dem die Galaxien
ruhen.

> > Es gibt hier kein Aber. Wenn eine Herleitung in einer Theorie zeigt, dass
> > es keinen Zeitlupeneffekt gibt, und eine andere zeigt, dass es einen gibt,
> > ist die Theorie in sich widerspruechlich.
>

> Ihre obige im Hinterkopf durchgeführte Herleitung aus "dr=cdt" ist eben
> falsch;

Wo liegt der Fehler?

Die Galaxien sind in r/t in Ruhe. Die Lichtstrahlen sind Geraden.
Der Gang der ruhenden Uhren ist orts- und zeitunabhaengig in r/t.
Das ist alles was noetig ist. Was davon ist falsch?

> Nein, nach WPT wird ja z.B. eine Lichtstrahluhr während ihrer Reise echt
> "müde" oder "munter" bzw. langsamer oder schneller je nach durchlaufener
> Potentialdifferenz. D.h. dass sie nach dem Transport nicht mehr gleich läuft
> wie zuvor, und weil dieser Effekt mit der Äquivalenzraketenbetrachtung
> begründet wird, gilt er für alle Uhren.

LOL. Dann mach dir den Spass und vergleiche Uhren derselben
prinzipiellen Bauweise die an verschiedenen Orten gebaut werden.
Keine von Ihnen ist auf irgendeine Weise durch eine Reise ermuedet,
trotzdem geht die eine von ihnen langsamer.

> > Tun Sie das. Ich rechne aus demselben Grunde in r/t, weil dort die Physik
> > moeglichst deutlich wird. Man sieht was in absoluter Ruhe ist, man sieht
> > was sich in der Zeit aendert, und man kann sofort sehen ob es einen
> > Zeitlupeneffekt gibt.
>
> Eben nicht, weil das (SRT-)Ruhesystem die "wahre" Raumzeit sozusagen mit
> weggedachtem Gravitationseinfluss auf das Licht ist; physikalisch ist dieser

> Raum nur noch für die geometrische Leuchtkraftabnahme von Standardkerzen


> verantwortlich, nachdem man die Rotverschiebungs- und Zeitdilatationseffekte
> "herausgerechnet" hat, die die lichtstrahlrelative Scheinmetrik (18) bzw.
> das lichtstrahlrelative Weltpotential liefert.

Soll das bedeuten, dass die Lichtstrahlen sich im r/t System doch
nicht entlang
r=ct bewegen? Weder Leuchtkraft noch Rotverschiebung interessieren
augenblicklich,
sondern lediglich die Gleichung fuer die Lichtstrahlen in r/t und die
Geschwindigkeit
mit der in r ruhende Uhren gehen.

> > Aber auf jeden Fall gilt fuer eine Koordinatentransformation x'=x'(x),
> > x=x(x'), dass man, wenn man beide Formeln ineinander einsetzt,
> > tautologisch x'=x' bzw x=x erhaelt.
>

> Das gilt im kritisierten Fall (35) halt nur für die trivialen
> Transformationsgleichungen noch ohne Verzerrung.

So ein Pech fuer ihre Theorie, dass etwas, was immer gelten
muss, weil die Theorie sonst falsch ist, im allgemeinen nicht
gilt.

> > Aber sie haben ja mit (35) einen sehr viel kuerzeren Widerspruchsbeweis
> > Ihrer Theorie geliefert, besser koennte ich es kaum bringen.
>

> Ja, formal ist das widersprüchlich. Das hat aber überhaupt nichts mit der
> Theorie zu tun, sondern nur mit einer zugegebenermassen unüblichen
> Formulierung, einer etwas missbräuchlichen Verwendung des Ausdrucks


> Transformation und auch etwas Liederlichkeit. Die Gleichungen in (35)
> beschreiben ansonsten nur die scheinbare Verzerrung ferner Uhrtakte und

> Massstäbe durch die gravitative Lichtermüdung entsprechend (11) in möglichst


> grosser Analogie zu den Lorentztransformationen:

Selbst scheinbare Verzerrungen sollten in einer Theorie auf nicht
widerspruechliche
Weise berechenbar sein.

> > Wenn dies gilt, ist ihre Theorie falsch, da es mit r=ct fuer Lichtstrahlen
> > bei zwischen mit r=const ruhenden Objekten keinen Zeitlupeneffekt gibt.
>

> Nochmals: Warum dies im Falle der Äquivalenzraketenbetrachtung - trotz


> r=ct - geht, ist Ihnen aber schon klar?

Dass man mit dem Aequivalenzprinzip aus einem konstanten Schwerefeld
Zeitlupeneffekte hinkriegt ist mir schon klar. Unklar ist, wie Sie
verschiedene,
einander widersprechende Konzepte in einer widerspruchsfreien Theorie
zusammenfassen wollen.

> In der WPT ist nur die

> Interpretation eine andere. Ich sehe aber, dass ich die "Übersetzung" vom
> Äquivalenzraketensystem in die WPT-Kosmologie wohl noch deutlich
> ausführlicher gestalten muss, damit das auch verstanden wird.

Nein, Sie muessen nicht die Uebersetzung ausfuehrlicher gestalten,
sondern Sie sollten die Physik im X/T (oder r/t) System genauer
darstellen.

Ilja

Gregor Scholten

unread,
Jul 3, 2009, 9:46:23 AM7/3/09
to
On 30 Jun., 21:13, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > > Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem
> > > Inertialsystem gilt immer dr = c dt.
> > Alle Lichtstrahlen sind also ganz normale Geraden. Wenn auch noch die
> > lokalen ruhenden Uhren ueberall gleich gehen, kann es keinen
> > Zeitlupeneffekt geben. Somit ist Ihre Theorie falsch.
>
> Nein: Dieses Weltinertialsystem entspricht dem Inertialsystem in der
> Äquivalenzraketenrechnung, in dem man sozusagen die Gravitationswirkung auf

> das Licht "wegdenkt", um so die "wahre" Raumzeit zu erhalten, die in der
> WPT - im Gegensatz zur ART - aber mehr als nur eine formale
> Hintergrundmetrik ist.

was du damit meinst, dass die Raumzeit in der ART "nur eine formale
Hintergrundmetrik" sei, ist mir zwar nicht klar, ich hatte dich
bislang aber immer so verstanden, dass du das relativistische Raumzeit-
Konzept ablehnst (so wie z.B. Ilja Schmelzer es auch tut). Demnach
wäre in deiner WPT die Raumzeit *weniger* als in der ART. Deswegen
irritiert es mich, wenn du jetzt sagst, die Raumzeit sei in der WPT
*mehr* als das was sie in der ART sei.

Homo Lykos

unread,
Jul 3, 2009, 1:13:44 PM7/3/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:cd9b8920-83f8-487f...@l5g2000pra.googlegroups.com...

On 30 Jun., 12:13, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
>
> Meine Frage ist nicht wem das X/T (oder r/t) System entspricht - dieses
> System ist nach meinen Fragen dadurch charakterisiert, dass in ihm die
> Galaxien in Ruhe sind, und dies reicht vollkommen zur Charakterisierung
> aus. Irgenein anderes, ihm entsprechendes System ist nicht erforderlich.
>
> Wenn in dem System, in dem die Galaxien ruhen, die Lichtstrahlen Geraden
> sind und die ruhenden Uhren ihren Gang mit der Zeit nicht aendern, haben
> wir keinen Zeitlupeneffekt.

In der �quivalenzraketenbetrachtung - und ich beharre darauf damit, n�mlich
mit dem Ausgangspunkt der WPT-Gravitation zu beginnen - gibt es gar kein
solches System. Ein solches System genau in Ihrem Sinne gibt es darum
nat�rlich auch in der WPT nicht*, da die �quivalenzraketenbetrachtung bis
auf die Interpretation voll in die WPT einfliesst.
....
....


> >
> > Nein, nach WPT wird ja z.B. eine Lichtstrahluhr w�hrend ihrer Reise echt

> > "m�de" oder "munter" bzw. langsamer oder schneller je nach durchlaufener


> > Potentialdifferenz. D.h. dass sie nach dem Transport nicht mehr gleich

> > l�uft wie zuvor, und weil dieser Effekt mit der
> > �quivalenzraketenbetrachtung begr�ndet wird, gilt er f�r alle Uhren.

> LOL. Dann mach dir den Spass und vergleiche Uhren derselben prinzipiellen
> Bauweise die an verschiedenen Orten gebaut werden. Keine von Ihnen ist auf
> irgendeine Weise durch eine Reise ermuedet, trotzdem geht die eine von
> ihnen langsamer.

SoSo: Wie wollen Sie die vergleichen, ohne mindestens eine von zwei zu
vergleichenden Uhren auf Reise zu schicken oder eine dritte Uhr als
Boten- und Vergleichsuhr?

Mathematiker k�nnten da vielleicht etwas postulieren, Physiker sind auf eine
realisierbare Messvorschrift angewiesen.
....


> > >
> > > Aber auf jeden Fall gilt fuer eine Koordinatentransformation x'=x'(x),
> > > x=x(x'), dass man, wenn man beide Formeln ineinander einsetzt,
> > > tautologisch x'=x' bzw x=x erhaelt.
> >

> > Das gilt im kritisierten Fall (35) halt nur f�r die trivialen


> > Transformationsgleichungen noch ohne Verzerrung.
>
> So ein Pech fuer ihre Theorie, dass etwas, was immer gelten muss, weil die
> Theorie sonst falsch ist, im allgemeinen nicht gilt.

�berhaupt kein Pech f�r die Theorie, aber eine liederliche Schreibweise. Ich
schreibe (35) um:

x_fern = (1-R/R_H)x'_lokal + R und
x'_fern = (1-R/R_H)x_lokal - R
...


>
> Dass man mit dem Aequivalenzprinzip aus einem konstanten Schwerefeld
> Zeitlupeneffekte hinkriegt ist mir schon klar. Unklar ist, wie Sie
> verschiedene, einander widersprechende Konzepte in einer
> widerspruchsfreien Theorie zusammenfassen wollen.

Diese Konzepte widersprechen sich nur in der ART, von der Sie sich halt
nicht l�sen k�nnen. Dazu ist es aber zuallererst n�tig, die
�quivalenzraketenbetrachtung zu verstehen:

> >
> > In der WPT ist nur die Interpretation eine andere. Ich sehe aber, dass

> > ich die "�bersetzung" vom �quivalenzraketensystem in die WPT-Kosmologie
> > wohl noch deutlich ausf�hrlicher gestalten muss, damit das auch


> > verstanden wird.
>
> Nein, Sie muessen nicht die Uebersetzung ausfuehrlicher gestalten, sondern
> Sie sollten die Physik im X/T (oder r/t) System genauer darstellen.

Nein, darum geht es in der WPT eben nicht*, denn ein wesentlicher Teil der
Physik steckt ja gerade in der Transformation zwischen dem r/t- und den
R/T-Systemen, und weil die Gravitationauswirkungen im konstanten
Gravitationsfeld in der WPT mit der �quivalenzraketenbetrachtung begr�ndet
werden, und diese Betrachtung zudem besonders bez�glich des einbettenden
Systems wesentlich ernster genommen wird als in der ART, muss ich zwingend
dort - beim Ausgangspunkt der WPT-Gravitation - beginnen. Einerseits ist das
f�r das Verst�ndnis wichtig und andererseits k�nnte es ja schon bei diesen
ersten Schritten zu Fehlern kommen.

Zudem bin ich ziemlich sicher, dass - wenn man mal die �quivalenzrakete
verstanden hat (Seite 18 und 19 in www.wolff.ch/astro/Grav.pdf) - auch der
Groschen f�r die WPT fallen wird. H�tten Sie die �quivalenzrakete n�mlich
verstanden, w�rden Sie mich kaum st�ndig missverstehen. Es ist halt ein
grosser Unterschied, ob man abstrakt verstanden hat, dass ein konstantes
Gravitationsfeld einen Zeitlupeneffekt liefert oder ob man das auch ganz
konkret physikalisch anhand der �quivalenzrakete versteht.

Nun noch einen Satz zur Uminterpretation von der �quivalenzakete zur
WPT-Kosmologie: Das Raketenmodell entspricht einer realen konstant
beschleunigten Expansion, das WPT-Modell "nur" noch einer konstant
beschleunigten Entzerrung des WPT-Scheinsystems ins "wahre" inertiale
Weltsystem.

*) Nat�rlich denkbar und wahrscheinlich, dass man das mathematisch wird
eleganter machen k�nnen; bei einem realen Expansionsmodell kann man das ja
auch; aber dort tut man das �ber eine Weltmetrik, die die Gravitationsphysik
vollst�ndig geometrisiert, was die WPT aber in dieser Form nicht tut

Homo Lykos

unread,
Jul 4, 2009, 12:29:29 PM7/4/09
to
"Gregor Scholten" <g.sch...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bb9bc166-4ef4-4a19...@h18g2000yqj.googlegroups.com...

On 30 Jun., 21:13, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> > > > Mein r/t-System ist das inertiale Weltruhesystem: In einem
> > > > Inertialsystem gilt immer dr = c dt.
> > >
> > > Alle Lichtstrahlen sind also ganz normale Geraden. Wenn auch noch die
> > > lokalen ruhenden Uhren ueberall gleich gehen, kann es keinen
> > > Zeitlupeneffekt geben. Somit ist Ihre Theorie falsch.
> >
> > Nein: Dieses Weltinertialsystem entspricht dem Inertialsystem in der
> > �quivalenzraketenrechnung, in dem man sozusagen die Gravitationswirkung

> > auf das Licht "wegdenkt", um so die "wahre" Raumzeit zu erhalten, die in
> > der WPT - im Gegensatz zur ART - aber mehr als nur eine formale
> > Hintergrundmetrik ist.

> was du damit meinst, dass die Raumzeit in der ART "nur eine formale
> Hintergrundmetrik" sei, ist mir zwar nicht klar,

Formal kann man in der ART eine "absolute bzw. a priori SRT-Raumzeit" mit
Metrik eta einf�hren, indem man g:ij = eta_ij +V_ij setzt; das ist aber in
der ART nur ein formaler "Hintergrundraum" ohne physikalische Bedeutung,
w�hrend es in der WPT ein absolutes (SRT-)Weltruhesystem im Sinne einer
modernen Version von Newtons absolutem Raums gibt; siehe auch

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf (Anhang E, speziell Seite 25 und 27)

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 5, 2009, 2:10:57 AM7/5/09
to
On 3 Jul., 22:13, "Homo Lykos" <ly...@bluewin.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Meine Frage ist nicht wem das X/T (oder r/t) System entspricht - dieses
> > System ist nach meinen Fragen dadurch charakterisiert, dass in ihm die
> > Galaxien in Ruhe sind, und dies reicht vollkommen zur Charakterisierung
> > aus.  Irgenein anderes, ihm entsprechendes System ist nicht erforderlich.
>
> > Wenn in dem System, in dem die Galaxien ruhen, die Lichtstrahlen Geraden
> > sind und die ruhenden Uhren ihren Gang mit der Zeit nicht aendern, haben
> > wir keinen Zeitlupeneffekt.
>
> In der Äquivalenzraketenbetrachtung - und ich beharre darauf damit, nämlich

> mit dem Ausgangspunkt der WPT-Gravitation zu beginnen - gibt es gar kein
> solches System.

Oh, es gibt also ploetzlich in Ihrer Theorie gar kein
Koordinatensystem, in dem die
Galaxien in Ruhe sind? Wieder mal was neues. (Ob es in irgendeiner
"Aequivalenzraketenbetrachtung" eines gibt ist mir natuerlich voellig
egal,
die einzig interessante Frage ist ob es in Ihrer Theorie dieses
Koordinatensystem
gibt.)

Dann sind natuerlich Behauptungen, in Ihrer Theorie gaebe es keine
Expansion, es sei statisch usw. lediglich leeres Gerede.

> > > Nein, nach WPT wird ja z.B. eine Lichtstrahluhr während ihrer Reise echt

> > > "müde" oder "munter" bzw. langsamer oder schneller je nach durchlaufener


> > > Potentialdifferenz. D.h. dass sie nach dem Transport nicht mehr gleich

> > > läuft wie zuvor, und weil dieser Effekt mit der
> > > Äquivalenzraketenbetrachtung begründet wird, gilt er für alle Uhren.


> > LOL. Dann mach dir den Spass und vergleiche Uhren derselben prinzipiellen
> > Bauweise die an verschiedenen Orten gebaut werden. Keine von Ihnen ist auf
> > irgendeine Weise durch eine Reise ermuedet, trotzdem geht die eine von
> > ihnen langsamer.
>
> SoSo: Wie wollen Sie die vergleichen, ohne mindestens eine von zwei zu
> vergleichenden Uhren auf Reise zu schicken oder eine dritte Uhr als
> Boten- und Vergleichsuhr?

Ich verwende klassische Uhrensynchronisation wie bei Einstein. Dies
ist unproblematisch in einem statischen Gravitationsfeld und darin
ruhenden
Uhren: Der Fehler, der dabei gemacht wird, ist fuer Anfang und Ende
derselbe, kuerzt sich also raus.

> > Dass man mit dem Aequivalenzprinzip aus einem konstanten Schwerefeld
> > Zeitlupeneffekte hinkriegt ist mir schon klar.  Unklar ist, wie Sie
> > verschiedene, einander widersprechende Konzepte in einer
> > widerspruchsfreien Theorie zusammenfassen wollen.
>
> Diese Konzepte widersprechen sich nur in der ART, von der Sie sich halt

> nicht lösen können.

Quatsch. Meine Fragen an Ihre Theorie haben mit der ART rein gar
nichts
zu tun, und insofern die Antworten richtig sind (Sie haben sie immer
noch
nicht korrigiert) ist Ihre Theorie widerspruechlich. Rein
mathematisch,
ohne jeden Bezug zur ART.

> Dazu ist es aber zuallererst nötig, die
> Äquivalenzraketenbetrachtung zu verstehen:

Die Information, dass Ihre Aequivalenzraketensystembetrachtung
zu einem Zeitlupeneffekt fuehrt, die Betrachtung im System
X/T hingegen nicht, ist voellig ausreichend um Ihre Theorie
als widerspruechlich zu erkennen.

> > Nein, Sie muessen nicht die Uebersetzung ausfuehrlicher gestalten, sondern
> > Sie sollten die Physik im X/T (oder r/t) System genauer darstellen.
>
> Nein, darum geht es in der WPT eben nicht*, denn ein wesentlicher Teil der
> Physik steckt ja gerade in der Transformation zwischen dem r/t- und den
> R/T-Systemen, und weil die Gravitationauswirkungen im konstanten

> Gravitationsfeld in der WPT mit der Äquivalenzraketenbetrachtung begründet
> werden, und diese Betrachtung zudem besonders bezüglich des einbettenden


> Systems wesentlich ernster genommen wird als in der ART, muss ich zwingend
> dort - beim Ausgangspunkt der WPT-Gravitation - beginnen. Einerseits ist das

> für das Verständnis wichtig und andererseits könnte es ja schon bei diesen


> ersten Schritten zu Fehlern kommen.

Was Sie an der WPT fuer wesentlich halten ist nicht interessant.
Stellen Sie die Physik in X/T detailliert dar. Alles was wir
brauchen,
ist der Fakt dass die Galaxien dort ~ in Ruhe sind, wie die lokalen
ruhenden Uhren gehen, und wie die Lichtstrahlen sich ausbreiten.

> Zudem bin ich ziemlich sicher, dass - wenn man mal die Äquivalenzrakete


> verstanden hat (Seite 18 und 19 inwww.wolff.ch/astro/Grav.pdf) - auch der

> Groschen für die WPT fallen wird. Hätten Sie die Äquivalenzrakete nämlich
> verstanden, würden Sie mich kaum ständig missverstehen.

Ich verstehe Sie gar nicht miss, sondern ganz gut. Sie lenken
staendig von
den einfachsten Fragen ab, was sehr gut verstaendlich ist, da diese
einfachsten Fragen Ihre Theorie als widerspruechlich erweisen.

> Es ist halt ein
> grosser Unterschied, ob man abstrakt verstanden hat, dass ein konstantes
> Gravitationsfeld einen Zeitlupeneffekt liefert oder ob man das auch ganz

> konkret physikalisch anhand der Äquivalenzrakete versteht.

Meinen Sie wirklich, ich brauche einen Aequivalenzraketen-Rechentrick
um die Zeitdilatation in einem Gravitationsfeld zu verstehen? Sie
lenken
wie ueblich ab.

> Nun noch einen Satz zur Uminterpretation von der Äquivalenzakete zur


> WPT-Kosmologie: Das Raketenmodell entspricht einer realen konstant
> beschleunigten Expansion, das WPT-Modell "nur" noch einer konstant
> beschleunigten Entzerrung des WPT-Scheinsystems ins "wahre" inertiale
> Weltsystem.

Bitte entzerren Sie in aller Ruhe Ihre Scheinsysteme (die Details
koennen
Sie sich fuer Ihre Papers aufheben ) und teilen Sie uns das Resultat
mit:
Die Lichtstrahlen im "wahren" System X/T und die Zeitdilatation
ruhender
Uhren in diesem System.

> *) Natürlich denkbar und wahrscheinlich, dass man das mathematisch wird
> eleganter machen können;

Es geht nicht um Eleganz, es geht um die Resultate.

Ilja

Homo Lykos

unread,
Jul 6, 2009, 1:22:32 PM7/6/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:5a194222-9fb9-4d59...@x6g2000prc.googlegroups.com...

On 3 Jul., 22:13, "Homo Lykos" <ly...@bluewin.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
>
> Oh, es gibt also ploetzlich in Ihrer Theorie gar kein Koordinatensystem,
> in dem die Galaxien in Ruhe sind? Wieder mal was neues.

Die Sache ist nur ein bisschen verwickelter, als Sie meinen. Aber was Neues
ist es nicht; Sie h�ren halt nicht zu:


>
> (Ob es in irgendeiner "Aequivalenzraketenbetrachtung" eines gibt ist mir
> natuerlich voellig egal, die einzig interessante Frage ist ob es in Ihrer
> Theorie dieses Koordinatensystem gibt.)

Gibt es in der "Aequivalenzraketenbetrachtung" nicht; in der WPT sind es
die WPT-Scheinsysteme mit Betonung auf "Schein", denn das R, der
(Schein-)Abstand solcher Systeme in (35), ist zeitlich konstant.

Uhrvergleiche:
***********


> > > >
> > > > Nein, nach WPT wird ja z.B. eine Lichtstrahluhr w�hrend ihrer Reise

> > > > echt "m�de" oder "munter" bzw. langsamer oder schneller je nach


> > > > durchlaufener Potentialdifferenz. D.h. dass sie nach dem Transport

> > > > nicht mehr gleich l�uft wie zuvor, und weil dieser Effekt mit der
> > > > �quivalenzraketenbetrachtung begr�ndet wird, gilt er f�r alle Uhren.


> > >
> > > LOL. Dann mach dir den Spass und vergleiche Uhren derselben
> > > prinzipiellen Bauweise die an verschiedenen Orten gebaut werden. Keine
> > > von Ihnen ist auf irgendeine Weise durch eine Reise ermuedet, trotzdem
> > > geht die eine von ihnen langsamer.
> >
> > SoSo: Wie wollen Sie die vergleichen, ohne mindestens eine von zwei zu
> > vergleichenden Uhren auf Reise zu schicken oder eine dritte Uhr als
> > Boten- und Vergleichsuhr?
>
> Ich verwende klassische Uhrensynchronisation wie bei Einstein. Dies ist
> unproblematisch in einem statischen Gravitationsfeld und darin ruhenden
> Uhren: Der Fehler, der dabei gemacht wird, ist fuer Anfang und Ende
> derselbe, kuerzt sich also raus.

Wie Sie ganz konkret damit zeigen wollen, dass zwei entfernte Uhren nicht
gleich gehen, ist aber nicht klar, insbesondere m�ssen Sie dann ja auch
zeigen k�nnen, dass dies nicht "nur" an einer gravitativen Beeinflussung der
benutzten Lichtsignale liegt, die letztlich eben auch den oben genannten
Boten- bzw. Vergleichsuhren entsprechen, die eine angenommene
Potentialdifferenz zwischen den zu vergleichenden ruhenden Uhren je einmal
in unterschiedlicher Richtung durchlaufen m�ssen. --- Ob Ihr Vorgehen in
(beliebigen lokalen) statischen Feldern unproblematisch ist, bezweifle ich
zudem; das w�re vermutlich sogar ver�ffentlichungsw�rdig, wenn Sie Recht
haben sollten, da es meines Wissens so ziemlich allem, was man in der
Literatur dazu lesen kann, widerspricht. Auch die Leute, die ich kenne und
die �ber �quivalenzrakete und Rindlermetrik schreiben, m�ssten dann wohl
allesamt Idioten sein; klarheitshalber: Im einbettenden Inertialsystem geht
das nat�rlich schon.

Zur�ck zur falschen Uralt-Widerspruchskritik:
**********************************


> > >
> > > Dass man mit dem Aequivalenzprinzip aus einem konstanten Schwerefeld
> > > Zeitlupeneffekte hinkriegt ist mir schon klar. Unklar ist, wie Sie
> > > verschiedene, einander widersprechende Konzepte in einer
> > > widerspruchsfreien Theorie zusammenfassen wollen.
> >
> > Diese Konzepte widersprechen sich nur in der ART, von der Sie sich halt

> > nicht l�sen k�nnen.

> Quatsch. Meine Fragen an Ihre Theorie haben mit der ART rein gar nichts zu

> tun, ...

Mit den Feldgleichungen zwar nicht, aber sehr wohl mit der metrischen
Geometrieinterpretation der Gravitationserscheinungen in der ART; sonst
k�nnten Sie nicht immer nach dem Lauf ruhender Uhren fragen!

> > Dazu ist es aber zuallererst n�tig, die �quivalenzraketenbetrachtung zu
> > verstehen:

> Die Information, dass Ihre Aequivalenzraketensystembetrachtung zu einem
> Zeitlupeneffekt fuehrt, die Betrachtung im System X/T hingegen nicht, ist
> voellig ausreichend um Ihre Theorie als widerspruechlich zu erkennen.

Nein bzw. nur dann, wenn man Zeitlupe und Rotverschiebung als Effekt der
Raumzeit ansieht, die durch die Metrik beschrieben wird und die den Lauf
ruhender Uhren beeinflusst.

In der WPT werden aber gravitative Zeitlupe und Rotverschiebung mit einer
Lichterm�dung in der a priori vorgegebenen absoluten Raumzeit begr�ndet,
die man aber nach wie vor mit Hilfe von Einsteins
�quivalenzraketenbetrachtung berechnen darf, weil die noch nicht die
Geometrieinterpretation der Gravitation beinhaltet oder voraussetzt. Und
bereits in dieser Raketenbetrachtung haben Sie ein System, das
Raketensystem, in dem es zu Zeitverzerrungen kommt, und eines, das
einbettende Inertialsystem, in dem es zu keinen Zeitverzerrungen kommt, ohne
dass deswegen irgend ein Widerspruch vorliegt, nat�rlich weil sich das
Teleskop im Inertialsystem beschleunigt bewegt. In der WPT-Kosmologie gibt
es diese beschleunigte Bewegung im Inertialsystem formal immer noch; es ist
aber halt nur noch eine scheinbare Bewegung, die auf der beschleunigten
Entzerrung aus einem WPT-Scheinsystem ins inertiale Weltsystem beruht. Zudem
l�sst man in der WPT-Kosmologie das Teleskop im Weltsystem ruhen und die
Quellen entfernen sich bei der Entzerrung (scheinbar) beschleunigt; es
d�rfte aber klar sein, dass eine Entzerrung - ausser formal - keiner echten
Expansion entspricht, was im Prinzip experimentell �berpr�ft werden kann,
indem man misst, ob sich die kosmische Rotverschiebung z einer ruhenden
Standardkerze im Laufe der Zeit �ndert. Falls die Friedmannmodelle oder die
konforme Kosmologie richtig sind, w�rde sich z einer Standardkerze im Laufe
der Zeit - mindestens im Allgemeinen - aber �ndern.


>
> Was Sie an der WPT fuer wesentlich halten ist nicht interessant.Stellen
> Sie die Physik in X/T detailliert dar. Alles was wir brauchen, ist der
> Fakt dass die Galaxien dort ~ in Ruhe sind, wie die lokalen ruhenden Uhren
> gehen, und wie die Lichtstrahlen sich ausbreiten.

Zum wiederholten Male: Der Gang ruhender Uhren ist in der WPT eben �berall
und immer gleich: In der WPT braucht es halt keine unterschiedlich laufende
Uhren, um Gravitationseffekte wie Zeitlupe und Rotverschiebung zu
produzieren; das wird in der WPT durch gravitative Lichtbeeinflussung
erreicht. Die WPT-Scheinsysteme, die den Friedmann-Fundamentalsystemen
entsprechen, nenne ich nicht umsonst *Schein*-Systeme; man kann halt formal
so tun, wie wenn der Zeitlupeneffekt Ausdruck einer Metrik im ART-Sinne
w�re, was den Vergleich mit der Standardkosmologie erleichtern sollte. Und
viel wichtiger: Dies erlaubt es auch - mindestens w�hrend den ersten paar
Schritten - in formal gewohnter Weise von der �quivalenzraketenbetrachtung
zur WPT-Kosmologie zu gelangen; Seite 18 und 19 in

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf.
....
> >
> > Nun noch einen Satz zur Uminterpretation von der �quivalenzakete zur


> > WPT-Kosmologie: Das Raketenmodell entspricht einer realen konstant
> > beschleunigten Expansion, das WPT-Modell "nur" noch einer konstant
> > beschleunigten Entzerrung des WPT-Scheinsystems ins "wahre" inertiale
> > Weltsystem.

> Bitte entzerren Sie in aller Ruhe Ihre Scheinsysteme (die Details koennen
> Sie sich fuer Ihre Papers aufheben ) und teilen Sie uns das Resultat mit:

Die Entzerrung l�uft �ber die Formel t = T_H sinh(T_eigen/T_H) aus (24) mit
T_eigen(z) = ln(1+z)/H aus (20), mindestens bis auf an die Kosmologie
angepasste Nullpunktfestlegungen. Diese Formel entspricht ansonsten formal
genau der Formel bei einer konstant beschleunigten realen Expansion.

> Die Lichtstrahlen im "wahren" System X/T und die Zeitdilatation ruhender
> Uhren in diesem System.

Vergessen Sie endlich die ruhenden Uhren im Zusammenhang mit der WPT!

> > *) Nat�rlich denkbar und wahrscheinlich, dass man das mathematisch wird
> > eleganter machen k�nnen;

> Es geht nicht um Eleganz, es geht um die Resultate.

Die wirklich wichtigen Resultate findet man am Anfang von

www.wolff.ch/astro

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 8, 2009, 2:31:34 AM7/8/09
to
On 6 Jul., 22:22, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Oh, es gibt also ploetzlich in Ihrer Theorie gar kein Koordinatensystem,
> > in dem die Galaxien in Ruhe sind?  Wieder mal was neues.
>
> Die Sache ist nur ein bisschen verwickelter, als Sie meinen.

Wie verwickelt auch immer es ist: In einer mathematisch sauber
definierten Theorie gibt es klare und eindeutige Antworten auf meine
Fragen.

> Aber was Neues ist es nicht; Sie hören halt nicht zu:

Ich hoere durchaus zu, stelle jedoch fest, dass es sich bei den
meisten
Ihrer Einlassungen um irrelevante Ablenkungsmanoever handelt.

> > (Ob es in irgendeiner "Aequivalenzraketenbetrachtung" eines gibt ist mir
> > natuerlich voellig egal, die einzig interessante Frage ist ob es in Ihrer
> > Theorie dieses Koordinatensystem gibt.)
>
> Gibt es in der  "Aequivalenzraketenbetrachtung" nicht; in der WPT sind es
> die WPT-Scheinsysteme mit Betonung auf "Schein", denn das R, der
> (Schein-)Abstand solcher Systeme in (35), ist zeitlich konstant.

Jetzt wird es voellig konfus: Es gibt Abstaende zwischen
Punkten in einem Raum, evtl. raumzeitliche "Abstaende" zwischen
Ereignissen in einer Raumzeit a la ART, aber es gibt keine Abstaende
zwischen verschiedenen Koordinatensystemen.

Wenn Sie solch ein neues Monster in Ihrer Theorie einfuehren wollen,
muessen Sie es definieren.

> > Ich verwende klassische Uhrensynchronisation wie bei Einstein. Dies ist
> > unproblematisch in einem statischen Gravitationsfeld und darin ruhenden
> > Uhren: Der Fehler, der dabei gemacht wird, ist fuer Anfang und Ende
> > derselbe, kuerzt sich also raus.
>
> Wie Sie ganz konkret damit zeigen wollen, dass zwei entfernte Uhren nicht

> gleich gehen, ist aber nicht klar, insbesondere müssen Sie dann ja auch
> zeigen können, dass dies nicht "nur" an einer gravitativen Beeinflussung der


> benutzten Lichtsignale liegt, die letztlich eben auch den oben genannten
> Boten- bzw. Vergleichsuhren entsprechen, die eine angenommene
> Potentialdifferenz zwischen den zu vergleichenden ruhenden Uhren je einmal

> in unterschiedlicher Richtung durchlaufen müssen.

Die Folgen der gravitativen Beeinflussung der Lichtsignale haengen ja
nicht von
der Zeit ab, die wir messen.

B1----------------------------------B2--------B3

A1----------------------------------A2------------------------------A3

Wenn wir voraussetzen, dass (wegen des statischen Charakters aller
Einfluesse auf Lichtstrahlen und der Ruhe von A und B) die
Zeitverluste
entlang A1->B1 genau dieselben sind wie A2->B2, dann kann der
Zeitunterschied zwischen A1A3 und B1B3 sich nicht von dem
zwischen A2A3 und B2B3 unterscheiden. Dies ist jedoch falsch,
der Zeitlupeneffekt ist proportional zur Zeit, fuer B1B3 also groesser
als fuer B2B3.

> Ob Ihr Vorgehen in
> (beliebigen lokalen) statischen Feldern unproblematisch ist, bezweifle ich

> zudem; das wäre vermutlich sogar veröffentlichungswürdig, wenn Sie Recht


> haben sollten, da es meines Wissens so ziemlich allem, was man in der
> Literatur dazu lesen kann, widerspricht. Auch die Leute, die ich kenne und

> die über Äquivalenzrakete und Rindlermetrik schreiben, müssten dann wohl


> allesamt Idioten sein; klarheitshalber: Im einbettenden Inertialsystem geht

> das natürlich schon.

Entschuldigen Sie, aber meine simple Argumentation widerspricht in
keinerlei
Weise irgendwelchen publizierten Arbeiten ueber Rindlermetriken und
ist
ansonsten so trivial dass sie kaum eine Publikation wert waere, selbst
wenn
sie neu waere.

> > > Diese Konzepte widersprechen sich nur in der ART, von der Sie sich halt

> > > nicht lösen können.

> > Quatsch. Meine Fragen an Ihre Theorie haben mit der ART rein gar nichts zu
> > tun, ...
>
> Mit den Feldgleichungen zwar nicht, aber sehr wohl mit der metrischen
> Geometrieinterpretation der Gravitationserscheinungen in der ART; sonst

> könnten Sie nicht immer nach dem Lauf ruhender Uhren fragen!

Ich frage, welche Zeit eine Uhr misst, die sich entlang einer
Trajektorie bewegt,
die in einem Koordinatensystem beschrieben ist. Diese Frage hat wenig
mit der
ART zu tun, auch nicht mit deren Geometrieinterpretation. Sie kann in
der
Newtonschen Theorie genauso gestellt werden, lediglich ist die Antwort
dort
ziemlich trivial: Sie zeigt die Differenz der absoluten Zeiten von
Anfangs- und
Endereignis an.

> > Die Information, dass Ihre Aequivalenzraketensystembetrachtung zu einem
> > Zeitlupeneffekt fuehrt, die Betrachtung im System X/T hingegen nicht, ist
> > voellig ausreichend um Ihre Theorie als widerspruechlich zu erkennen.
>
> Nein bzw. nur dann, wenn man Zeitlupe und Rotverschiebung als Effekt der
> Raumzeit ansieht, die durch die Metrik beschrieben wird und die den Lauf
> ruhender Uhren beeinflusst.

Ok, Sie brauchen wirklich einen Grundkurs in Logik.

>
> In der WPT werden aber gravitative Zeitlupe und Rotverschiebung mit einer

> Lichtermüdung in der a priori vorgegebenen absoluten Raumzeit begründet,


> die man aber nach wie vor mit Hilfe von Einsteins

> Äquivalenzraketenbetrachtung berechnen darf, weil die noch nicht die


> Geometrieinterpretation der Gravitation beinhaltet oder voraussetzt. Und
> bereits in dieser Raketenbetrachtung haben Sie ein System, das
> Raketensystem, in dem es zu Zeitverzerrungen kommt, und eines, das
> einbettende Inertialsystem, in dem es zu keinen Zeitverzerrungen kommt, ohne

> dass deswegen irgend ein Widerspruch vorliegt, natürlich weil sich das


> Teleskop im Inertialsystem beschleunigt bewegt.

Sicherlich kann man mit krummen Koordinatensystemen scheinbare
Zeitverzerrungen produzieren, diese haben aber nichts mit dem
Zeitlupeneffekt zu tun, um den es uns geht: Das ist naemlich ein
objektiver, messbarer Effekt, naemlich dass eine weit entfernte SN
Explosion, auf der Erde gemessen, laenger dauert als eine nahe,
und dies in 1:1 Entsprechung zur Rotverschiebung.

Fuer solch messbare Effekte muss jede Herleitung innerhalb einer
Theorie dieselben Voraussagen liefern, sonst ist die Theorie
widerspruechlich.

> > Was Sie an der WPT fuer wesentlich halten ist nicht interessant.Stellen
> > Sie die Physik in X/T detailliert dar.  Alles was wir brauchen, ist der
> > Fakt dass die Galaxien dort ~ in Ruhe sind, wie die lokalen ruhenden Uhren
> > gehen, und wie die Lichtstrahlen sich ausbreiten.
>

> Zum wiederholten Male: Der Gang ruhender Uhren ist in der WPT eben überall


> und immer gleich: In der WPT braucht es halt keine unterschiedlich laufende
> Uhren, um Gravitationseffekte wie Zeitlupe und Rotverschiebung zu
> produzieren; das wird in der WPT durch gravitative Lichtbeeinflussung
> erreicht.

Es kann so nicht erreicht werden. Was Sie evtl. so hinkriegen, ist,
dass
Sie Ihre Lichtstrahlen anders faerben. Aber den Zeitlupeneffekt
kriegen
Sie nicht hin. Dazu brauche ich ja nicht die Farbe der Lichtstrahlen,
sondern
nur ihre Trajektorien. Und die sind ja, wie sie zwischendurch mal
durchblicken
liessen, einfach nur Geraden im X/T System.

> > Bitte entzerren Sie in aller Ruhe Ihre Scheinsysteme (die Details koennen
> > Sie sich fuer Ihre Papers aufheben ) und teilen Sie uns das Resultat mit:
>

> Die Entzerrung läuft über die Formel t = T_H sinh(T_eigen/T_H) aus (24) mit


> T_eigen(z) = ln(1+z)/H aus (20), mindestens bis auf an die Kosmologie
> angepasste Nullpunktfestlegungen. Diese Formel entspricht ansonsten formal
> genau der Formel bei einer konstant beschleunigten realen Expansion.

Dies ist keine Formel fuer eine von A nach B verlaufende Trajektorie
eines
Lichtstrahls.

> > Die Lichtstrahlen im "wahren" System X/T und die Zeitdilatation ruhender
> > Uhren in diesem System.
>
> Vergessen Sie endlich die ruhenden Uhren im Zusammenhang mit der WPT!

Warum sollte ich? Ich kann natuerlich die ganze Diskussion mit Ihnen
getrost vergessen, wenn ich keine Lust mehr habe. Aber wann ich keine
Lust
mehr habe, ist meine Entscheidung, nicht Ihre.

Homo Lykos

unread,
Jul 8, 2009, 4:44:00 PM7/8/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:af18365e-701e-413e...@v23g2000pro.googlegroups.com...

On 6 Jul., 22:22, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >
> > > Oh, es gibt also ploetzlich in Ihrer Theorie gar kein
> > > Koordinatensystem, in dem die Galaxien in Ruhe sind? Wieder mal was
> > > neues.
...

> > >
> > > (Ob es in irgendeiner "Aequivalenzraketenbetrachtung" eines gibt ist
> > > mir natuerlich voellig egal, die einzig interessante Frage ist ob es
> > > in Ihrer Theorie dieses Koordinatensystem gibt.)
> >
> > Gibt es in der "Aequivalenzraketenbetrachtung" nicht; in der WPT sind es
> > die WPT-Scheinsysteme mit Betonung auf "Schein", denn das R, der
> > (Schein-)Abstand solcher Systeme in (35), ist zeitlich konstant.
>
> Jetzt wird es voellig konfus: Es gibt Abstaende zwischen Punkten in einem
> Raum, evtl. raumzeitliche "Abstaende" zwischen Ereignissen in einer
> Raumzeit a la ART, aber es gibt keine Abstaende zwischen verschiedenen
> Koordinatensystemen.
>
> Wenn Sie solch ein neues Monster in Ihrer Theorie einfuehren wollen,
> muessen Sie es definieren.

Habe ich - halt nur in Prosa - l�ngst getan: Die WPT-Scheinsysteme sind
Bezugssysteme, die ich in der WPT den lokalen Strukturen zuordne, die noch
nicht als allsymmetrisch angesehen werden k�nnen, sondern in ausreichender
N�herung - mindestens f�r Grundsatzbetrachtungen - als zentralsymmetrisch;
das ist analog zu den Fundamentalsystemen der Friedmannkosmologie, wenn man
in Gedanken H gegen 0 gehen l�sst. Einfachheitshalber setzt man dann die
Nullpunkte dieser Bezugssysteme in die zugeh�rigen lokalen Schwerezentren
oder in vorhandene Beobachterteleskope (ohne das immer extra zu sagen), was
die wichtige Zuordnung zu den betrachteten lokalen Strukturen definiert. Es
geht da in der Regel um ganze Galaxien oder Haufen, also um Skalen von
einigen Mpc (Kepler- und MOND-Zone), auf denen man diese Systeme als lokale,
einbettende, normale Inertialsysteme (im Sinne der SRT) betrachten kann.
W�hlt man ein beliebiges dieser Systeme als Referenzsystem aus -
sinnvollerweise das System, in dem sich des Beobachters Teleskop befindet -
dann ruhen darin alle andern fernen Systeme (Galaxien, Haufen), was sich
eben dadurch zeigt, dass R in (35) zeitlich konstant ist, wenn die WPT
stimmt.


> > >
> > > Ich verwende klassische Uhrensynchronisation wie bei Einstein. Dies
> > > ist unproblematisch in einem statischen Gravitationsfeld und darin
> > > ruhenden Uhren: Der Fehler, der dabei gemacht wird, ist fuer Anfang
> > > und Ende derselbe, kuerzt sich also raus.
> >
> > Wie Sie ganz konkret damit zeigen wollen, dass zwei entfernte Uhren

> > nicht gleich gehen, ist aber nicht klar, insbesondere m�ssen Sie dann ja
> > auch zeigen k�nnen, dass dies nicht "nur" an einer gravitativen


> > Beeinflussung der benutzten Lichtsignale liegt, die letztlich eben auch
> > den oben genannten Boten- bzw. Vergleichsuhren entsprechen, die eine
> > angenommene Potentialdifferenz zwischen den zu vergleichenden ruhenden

> > Uhren je einmal in unterschiedlicher Richtung durchlaufen m�ssen.


>
> Die Folgen der gravitativen Beeinflussung der Lichtsignale haengen ja
> nicht von der Zeit ab, die wir messen.
>
> B1----------------------------------B2--------B3

> A1----------------------------------A2------------------------------A3
>
> Wenn wir voraussetzen, dass (wegen des statischen Charakters aller
> Einfluesse auf Lichtstrahlen und der Ruhe von A und B) die Zeitverluste
> entlang A1->B1 genau dieselben sind wie A2->B2, dann kann der
> Zeitunterschied zwischen A1A3 und B1B3 sich nicht von dem zwischen A2A3
> und B2B3 unterscheiden. Dies ist jedoch falsch, der Zeitlupeneffekt ist
> proportional zur Zeit, fuer B1B3 also groesser als fuer B2B3.

Wenn ich Sie jetzt richtig verstehe, dann ist das hier nicht die
Poincar�-Einstein-Uhrensynchronisation, die man eh nur in Inertialsystemen
anwenden kann und wenigstens als Gedankenexperiment im allsymmetrischen
Kosmos. Aber vielleicht wollen Sie ja damit eh nur genau das zeigen, dann
haben Sie nat�rlich Recht, aber das war immer unbestritten. Eher scheint mir
aber, dass Sie nur wieder Ihr altes "Lichtstrahlenexperiment" in leichter
Abwandlung hier aufw�rmen. Genau diese Problematik ist in diesem Faden aber
eh schon Hauptthema:
...


> > > >
> > > > Diese Konzepte widersprechen sich nur in der ART, von der Sie sich

> > > > halt nicht l�sen k�nnen.


> > >
> > > Quatsch. Meine Fragen an Ihre Theorie haben mit der ART rein gar
> > > nichts zu tun, ...
> >
> > Mit den Feldgleichungen zwar nicht, aber sehr wohl mit der metrischen
> > Geometrieinterpretation der Gravitationserscheinungen in der ART; sonst

> > k�nnten Sie nicht immer nach dem Lauf ruhender Uhren fragen!


>
> Ich frage, welche Zeit eine Uhr misst, die sich entlang einer Trajektorie
> bewegt, die in einem Koordinatensystem beschrieben ist. Diese Frage hat
> wenig mit der ART zu tun, auch nicht mit deren Geometrieinterpretation.
> Sie kann in der Newtonschen Theorie genauso gestellt werden, lediglich ist
> die Antwort dort ziemlich trivial: Sie zeigt die Differenz der absoluten
> Zeiten von Anfangs- und Endereignis an.

Genau so ist es in der WPT mit den ruhenden Uhren; nur f�r bewegte Uhren und
damit auch Lichtstrahlen, die man f�r Uhrvergleiche ruhender Uhren ganz
prinzipiell immer braucht, ist die Antwort in der WPT nicht trivial.
...


> >
> > In der WPT werden aber gravitative Zeitlupe und Rotverschiebung mit

> > einer Lichterm�dung in der a priori vorgegebenen absoluten Raumzeit
> > begr�ndet, die man aber nach wie vor mit Hilfe von Einsteins
> > �quivalenzraketenbetrachtung berechnen darf, weil die noch nicht die


> > Geometrieinterpretation der Gravitation beinhaltet oder voraussetzt. Und
> > bereits in dieser Raketenbetrachtung haben Sie ein System, das
> > Raketensystem, in dem es zu Zeitverzerrungen kommt, und eines, das
> > einbettende Inertialsystem, in dem es zu keinen Zeitverzerrungen kommt,

> > ohne dass deswegen irgend ein Widerspruch vorliegt, nat�rlich weil sich


> > das Teleskop im Inertialsystem beschleunigt bewegt.
>
> Sicherlich kann man mit krummen Koordinatensystemen scheinbare
> Zeitverzerrungen produzieren, diese haben aber nichts mit dem
> Zeitlupeneffekt zu tun, um den es uns geht:

SoSo: Sie bestreiten also schon die Urform von Einsteins �quivalenzprinzip;
das d�rfen Sie nat�rlich. Sie m�ssen dann aber zur Kenntnis nehmen, dass ich
es als Grundlage f�r die Behandlung der Gravitationserscheinungen in der WPT
benutze. Man wird dann ja sehen, ob Ihre oder meine von Einstein �bernommene
Annahme zu einer erfolgreicheren und erkl�rungsst�rkeren Kosmologie f�hren
wird. Ich ben�tze darum die Gelegenheit wieder mal auf meine "WPT-Seite" zu
verweisen, wo ich den �berblick mit den Hauptresultaten der WPT-Kosmologie
(hoffentlich) gerade gestern etwas "lesbarer" gemacht habe:

www.wolff.ch/astro

>
> Das ist naemlich ein objektiver, messbarer Effekt, naemlich dass eine weit
> entfernte SN Explosion, auf der Erde gemessen, laenger dauert als eine
> nahe, und dies in 1:1 Entsprechung zur Rotverschiebung.

Nat�rlich, sonst w�re ja schon Einsteins Urversion des �quivalenzprinzips
falsch, wof�r es bisher nicht den geringsten Hinweis gibt.
Klarheitshalber: In einer (fr�h genug gestarteten) �quivalenzrakete mit
Teleskop w�re das nat�rlich auch so.


>
> Fuer solch messbare Effekte muss jede Herleitung innerhalb einer Theorie
> dieselben Voraussagen liefern, sonst ist die Theorie widerspruechlich.

Was Sie nicht sagen --- bestreitet auch niemand --- ich sage ja "nur", dass
Ihre "Nulleffekt-Herleitung" mit der WPT nichts zu tun hat, weshalb sie - an
Pauli denkend - noch nicht einmal falsch ist.
...


> >
> > Zum wiederholten Male: Der Gang ruhender Uhren ist in der WPT eben

> > �berall und immer gleich: In der WPT braucht es halt keine


> > unterschiedlich laufende Uhren, um Gravitationseffekte wie Zeitlupe und
> > Rotverschiebung zu produzieren; das wird in der WPT durch gravitative
> > Lichtbeeinflussung erreicht.
>
> Es kann so nicht erreicht werden. Was Sie evtl. so hinkriegen, ist, dass
> Sie Ihre Lichtstrahlen anders faerben. Aber den Zeitlupeneffekt kriegen
> Sie nicht hin.

Ich schon, Sie nat�rlich nicht, wenn Sie Einsteins Urversion des
�quivalenzprinzips von 1907 bestreiten (siehe oben):


>
> Dazu brauche ich ja nicht die Farbe der Lichtstrahlen, sondern nur ihre
> Trajektorien.

Bei gravitativer Rotverschiebung/Zeitlupe gilt Gleichung (11) in

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

In (11) sind Zeitlupe und Rotverschiebung verkoppelt; man k�nnte sogar
sagen, dass in der �quivalenzraketenbetrachtung die Zeitlupe der prim�re
Effekt ist.


>
> Und die sind ja, wie sie zwischendurch mal durchblicken liessen, einfach
> nur Geraden im X/T System.

Das liess ich nicht nur durchblicken, das sage ich Ihnen hier seit �ber
einem Jahr in aller nur erdenklichen Deutlichkeit! --- Das ist in einem
Inertialsystem bekanntlich so. Das ist auch im einbettenden Inertialsystem,
das bei der �quivalenzraketenmodellierung ben�tzt wird, so.


> > >
> > > Bitte entzerren Sie in aller Ruhe Ihre Scheinsysteme (die Details
> > > koennen Sie sich fuer Ihre Papers aufheben ) und teilen Sie uns das
> > > Resultat mit:
> >

> > Die Entzerrung l�uft �ber die Formel t = T_H sinh(T_eigen/T_H) aus (24)


> > mit T_eigen(z) = ln(1+z)/H aus (20), mindestens bis auf an die
> > Kosmologie angepasste Nullpunktfestlegungen. Diese Formel entspricht
> > ansonsten formal genau der Formel bei einer konstant beschleunigten
> > realen Expansion.
>
> Dies ist keine Formel fuer eine von A nach B verlaufende Trajektorie eines
> Lichtstrahls.

Habe ich auch nicht behauptet: Es gen�gt, wenn ich damit zeigen kann, dass
die beschleunigte Entzerrung formal genau der beschleunigten Bewegung des
Teleskops im einbettenden Inertialsystem der �quivalenzraketenbetrachtung
entspricht, da man in der WPT ja von der G�ltigkeit der Urversion von
Einsteins �quivalenzprinzip ausgeht. --- Einstein hielt dies �brigens noch
viel sp�ter f�r den gl�cklichsten Einfall seines Lebens. --- Ich meine, er
hatte Recht damit.

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 10, 2009, 1:32:20 AM7/10/09
to
On 9 Jul., 01:44, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > Jetzt wird es voellig konfus:  Es gibt Abstaende zwischen Punkten in einem
> > Raum, evtl. raumzeitliche "Abstaende" zwischen Ereignissen in einer
> > Raumzeit a la ART, aber es gibt keine Abstaende zwischen verschiedenen
> > Koordinatensystemen.
>
> > Wenn Sie solch ein neues Monster in Ihrer Theorie einfuehren wollen,
> > muessen Sie es definieren.
>
> Habe ich - halt nur in Prosa - längst getan: Die WPT-Scheinsysteme sind

> Bezugssysteme, die ich in der WPT den lokalen Strukturen zuordne, die noch
> nicht als allsymmetrisch angesehen werden können, sondern in ausreichender
> Näherung - mindestens für Grundsatzbetrachtungen - als zentralsymmetrisch;

> das ist analog zu den Fundamentalsystemen der Friedmannkosmologie, wenn man
> in Gedanken H gegen 0 gehen lässt. Einfachheitshalber setzt man dann die
> Nullpunkte dieser Bezugssysteme in die zugehörigen lokalen Schwerezentren

> oder in vorhandene Beobachterteleskope (ohne das immer extra zu sagen), was
> die wichtige Zuordnung zu den betrachteten lokalen Strukturen definiert. Es
> geht da in der Regel um ganze Galaxien oder Haufen, also um Skalen von
> einigen Mpc (Kepler- und MOND-Zone), auf denen man diese Systeme als lokale,
> einbettende, normale Inertialsysteme (im Sinne der SRT) betrachten kann.
> Wählt man ein beliebiges dieser Systeme als Referenzsystem aus -

> sinnvollerweise das System, in dem sich des Beobachters Teleskop befindet -
> dann ruhen darin alle andern fernen Systeme (Galaxien, Haufen), was sich
> eben dadurch zeigt, dass R in (35) zeitlich konstant ist, wenn die WPT
> stimmt.

Nun, erstmal gibt es in der SRT keine "lokalen, einbettenden"
inertialen Bezugssysteme,
sondern die Inertialsysteme der SRT sind globale Koordinatensysteme.
Also bitte
erstmal SRT lernen bevor man deren Begriffe (inertiale Systeme)
verwendet.

Dann interessieren mich die Details: In Ihrem lokalen System um das
Erdteleskop herum
ruhen also sowohl das Teleskop als auch die fernen Galaxien? Und dies
gilt fuer alle
solchen "lokalen" Systeme? Dann duerften die Umrechnungsformeln
zwischen diesen
Systemen ja ziemlich trivial sein, lediglich Umrechnungen der X- oder
r-Koordinaten dieser
Systeme. Womit fuer meine Betrachtungen egal waere, welches dieser
Systeme verwendet
wird.

In keinem dieser Systeme wird man einen Zeitlupeneffekt identifizieren
koennen, falls die
Trajektorien der Lichtstrahlen oder die lokalen Uhrgeschwindigkeiten
sich nicht in der Zeit
aendern.

> > Die Folgen der gravitativen Beeinflussung der Lichtsignale haengen ja
> > nicht von der Zeit ab, die wir messen.
>
> >            B1----------------------------------B2--------B3
> > A1----------------------------------A2------------------------------A3
>
> > Wenn wir voraussetzen, dass (wegen des statischen Charakters aller
> > Einfluesse auf Lichtstrahlen und der Ruhe von A und B) die Zeitverluste
> > entlang A1->B1 genau dieselben sind wie A2->B2, dann kann der
> > Zeitunterschied zwischen A1A3 und B1B3 sich nicht von dem zwischen A2A3
> > und B2B3 unterscheiden.  Dies ist jedoch falsch, der Zeitlupeneffekt ist
> > proportional zur Zeit, fuer B1B3 also groesser als fuer B2B3.
>
> Wenn ich Sie jetzt richtig verstehe, dann ist das hier nicht die

> Poincaré-Einstein-Uhrensynchronisation, die man eh nur in Inertialsystemen


> anwenden kann und wenigstens als Gedankenexperiment im allsymmetrischen
> Kosmos. Aber vielleicht wollen Sie ja damit eh nur genau das zeigen, dann

> haben Sie natürlich Recht, aber das war immer unbestritten. Eher scheint mir


> aber, dass Sie nur wieder Ihr altes "Lichtstrahlenexperiment" in leichter

> Abwandlung hier aufwärmen.

Sicher, das kann man als Abwandlung fuer den Fall eines konstanten
Gravitationspotentials verstehen. Was ja unproblematisch ist, mein
Lichtstrahlenexperiment ist ja auch nicht von Ihnen widerlegt worden.

> Genau diese Problematik ist in diesem Faden aber eh schon Hauptthema:

Klar, auch wenn Sie immer wieder davon ablenken wollen.

> > Ich frage, welche Zeit eine Uhr misst, die sich entlang einer Trajektorie
> > bewegt, die in einem Koordinatensystem beschrieben ist.  Diese Frage hat
> > wenig mit der ART zu tun, auch nicht mit deren Geometrieinterpretation.
> > Sie kann in der Newtonschen Theorie genauso gestellt werden, lediglich ist
> > die Antwort dort ziemlich trivial: Sie zeigt die Differenz der absoluten
> > Zeiten von Anfangs- und Endereignis an.
>

> Genau so ist es in der WPT mit den ruhenden Uhren; nur für bewegte Uhren und
> damit auch Lichtstrahlen, die man für Uhrvergleiche ruhender Uhren ganz


> prinzipiell immer braucht, ist die Antwort in der WPT nicht trivial.

Wo brauchen die von mir betrachteten Experimente bewegte Uhren? Sie
brauchen
zwar Lichtstrahlen, aber Lichtstrahlen sind keine bewegten Uhren.

Sie vergessen, dass ich in diesen Experimenten keine positivistischen
Schluesse
von reiner Beobachtung auf die Theorie brauche, sondern von Ihren
theoretischen
Annahmen ausgehen kann. Insbesondere gehe ich davon aus, dass in Ihrer
Theorie das Weltall statisch ist. Diese Annahmen erlauben sehr wohl,
Uhrenvergleiche
ohne bewegte Uhren anzustellen.

> > Sicherlich kann man mit krummen Koordinatensystemen scheinbare
> > Zeitverzerrungen produzieren, diese haben aber nichts mit dem
> > Zeitlupeneffekt zu tun, um den es uns geht:
>

> SoSo: Sie bestreiten also schon die Urform von Einsteins Äquivalenzprinzip;
> das dürfen Sie natürlich.

Erstmal ist das Aequivalenzprinzip eine theoretische Annahme, die in
der ART
gilt und dort keineswegs von mir bestritten wird. Ob sie in Ihrer
Theorie gilt,
interessiert mich kaum, da die von mir verwendeten Thesen Ihrer
Theorie
nicht das Aequivalenzprinzip enthalten.

Zweitens hat mein Einwand nichts mit einem Bestreiten des
Aequivalenzprinzips
zu tun. Das Aequivalenzprinzip behauptet dass bestimmte verschiedene
Arten der
Beschreibung zu experimentell ununterscheidbaren (aequivalenten)
Effekten fuehren.
Jede dieser Beschreibungen fuehrt jedoch eindeutig zu konkreten
experimentellen
Voraussagen, speziell ueber den Zeitlupeneffekt.

> Sie müssen dann aber zur Kenntnis nehmen, dass ich
> es als Grundlage für die Behandlung der Gravitationserscheinungen in der WPT
> benutze.

Und Sie muessen zur Kenntnis nehmen, dass ich andere Ihrer
Behauptungen
ueber Ihre Theorie zur Grundlage fuer die Behandlung der von mir
betrachteten Experimente nehme. Wenn Ihre Theorie widerspruchsfrei
waere,
waere dies voellig unproblematisch, und wir beide muessten zu
denselben
Schlussfolgerungen kommen. Tun wir das nicht, ist Ihre Theorie
widerspruechlich
(oder einer von uns hat Fehler in der Herleitung).

> > Das ist naemlich ein objektiver, messbarer Effekt, naemlich dass eine weit
> > entfernte SN Explosion, auf der Erde gemessen, laenger dauert als eine
> > nahe, und dies in 1:1 Entsprechung zur Rotverschiebung.
>

> Natürlich, sonst wäre ja schon Einsteins Urversion des Äquivalenzprinzips
> falsch, wofür es bisher nicht den geringsten Hinweis gibt.

Es gibt hingegen einen unueberbietbar klaren und eindeutigen Hinweis,
dass
dies in Ihrer Theorie nicht gilt: Mein Widerspruchsbeweis.

> > Fuer solch messbare Effekte muss jede Herleitung innerhalb einer Theorie
> > dieselben Voraussagen liefern, sonst ist die Theorie widerspruechlich.
>
> Was Sie nicht sagen --- bestreitet auch niemand --- ich sage ja "nur", dass
> Ihre "Nulleffekt-Herleitung" mit der WPT nichts zu tun hat, weshalb sie - an
> Pauli denkend - noch nicht einmal falsch ist.

Sie hat extrem viel mit der WPT zu tun, da sie (zumindest implizit)
auf
Ihren Aussagen ueber die WPT beruht. Zwar habe ich, aufgrund Ihrer
konsequenten Weigerung, dies zu tun, die Antworten auf die konkreten
Fragen selbst formulieren muessen, dies geschah jedoch nicht aus
einer freien Phantasie heraus, sondern aufgrund Ihrer eigenen
Aussagen.

Ihre Weigerung laesst prinzipiell verschiedene Interpretationen zu:

- Sie sind selbst unfaehig, diese Fragen zu beantworten, obwohl sie
korrekt formuliert sind, weil Sie die notwendige Mathematik nicht
beherrschen.

- Die Fragen sind richtig beantwortet, und Sie wissen das auch, aber
wollen das nicht zugeben, und weigern sich daher zu antworten.

Andere Erklaerungen Ihrer Verweigerungshaltung scheinen mir
hingegen wenig plausibel.

> > Es kann so nicht erreicht werden. Was Sie evtl. so hinkriegen, ist, dass
> > Sie Ihre Lichtstrahlen anders faerben. Aber den Zeitlupeneffekt kriegen
> > Sie nicht hin.
>

> Ich schon, Sie natürlich nicht, wenn Sie Einsteins Urversion des
> Äquivalenzprinzips von 1907 bestreiten (siehe oben)

Sie kriegen sie nur auf Kosten eines internen Widerspruchs hin.

> > Dazu brauche ich ja nicht die Farbe der Lichtstrahlen, sondern nur ihre
> > Trajektorien.
>
> Bei gravitativer Rotverschiebung/Zeitlupe gilt Gleichung (11) in
>
> www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
>

> In (11) sind Zeitlupe und Rotverschiebung verkoppelt; man könnte sogar
> sagen, dass in der Äquivalenzraketenbetrachtung die Zeitlupe der primäre
> Effekt ist.

Sicher koppelt das Aequivalenzprinzip Zeitlupe und Rotverschiebung.
Nur
aendert dies nichts daran, dass es in Ihrer Theorie eine gueltige
Herleitung
gibt, nach der es keinen Zeitlupeneffekt gibt.

Wenn in Ihrer Theorie Zeitlupe und Rotverschiebung gekoppelt sind,
und sie nicht widerspruechlich waere, haetten Sie auch keine
Rotverschiebung.

> > Und die sind ja, wie sie zwischendurch mal durchblicken liessen, einfach
> > nur Geraden im X/T System.
>

> Das liess ich nicht nur durchblicken, das sage ich Ihnen hier seit über


> einem Jahr in aller nur erdenklichen Deutlichkeit!

Mit einfach nur Geraden X-X_0=c(T-T_0) als Lichtstrahlen und Uhren
deren Geschwindigkeit sich nicht in T aendert kriegen Sie jedoch die
eindeutige Voraussage dass es keinen Zeitlupeneffekt gibt wenn
Quelle und Empfaenger in X ruhen.

> > Dies ist keine Formel fuer eine von A nach B verlaufende Trajektorie eines
> > Lichtstrahls.
>

> Habe ich auch nicht behauptet: Es genügt, wenn ich damit zeigen kann, dass


> die beschleunigte Entzerrung formal genau der beschleunigten Bewegung des

> Teleskops im einbettenden Inertialsystem der Äquivalenzraketenbetrachtung
> entspricht, da man in der WPT ja von der Gültigkeit der Urversion von
> Einsteins Äquivalenzprinzip ausgeht.

Was, in Kombination mit meinem Resultat den Widerspruch in Ihrer
Theorie zeigt.

Homo Lykos

unread,
Jul 10, 2009, 2:31:24 PM7/10/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:aec68998-1692-45f6...@u16g2000pru.googlegroups.com...

On 9 Jul., 01:44, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >
> > > Jetzt wird es voellig konfus: Es gibt Abstaende zwischen Punkten in
> > > einem Raum, evtl. raumzeitliche "Abstaende" zwischen Ereignissen in
> > > einer Raumzeit a la ART, aber es gibt keine Abstaende zwischen
> > > verschiedenen Koordinatensystemen.
> > > Wenn Sie solch ein neues Monster in Ihrer Theorie einfuehren wollen,
> > > muessen Sie es definieren.
> >
> > Habe ich - halt nur in Prosa - l�ngst getan: Die WPT-Scheinsysteme sind

> > Bezugssysteme, die ich in der WPT den lokalen Strukturen zuordne, die
> > noch nicht als allsymmetrisch angesehen werden k�nnen, sondern in
> > ausreichender N�herung - mindestens f�r Grundsatzbetrachtungen - als

> > zentralsymmetrisch; das ist analog zu den Fundamentalsystemen der
> > Friedmannkosmologie, wenn man in Gedanken H gegen 0 gehen l�sst.

> > Einfachheitshalber setzt man dann die Nullpunkte dieser Bezugssysteme in
> > die zugeh�rigen lokalen Schwerezentren oder in vorhandene

> > Beobachterteleskope (ohne das immer extra zu sagen), was die wichtige
> > Zuordnung zu den betrachteten lokalen Strukturen definiert. Es geht da
> > in der Regel um ganze Galaxien oder Haufen, also um Skalen von einigen
> > Mpc (Kepler- und MOND-Zone), auf denen man diese Systeme als lokale,
> > einbettende, normale Inertialsysteme (im Sinne der SRT) betrachten kann.
> > W�hlt man ein beliebiges dieser Systeme als Referenzsystem aus -

> > sinnvollerweise das System, in dem sich des Beobachters Teleskop
> > befindet - dann ruhen darin alle andern fernen Systeme (Galaxien,
> > Haufen), was sich eben dadurch zeigt, dass R in (35) zeitlich konstant
> > ist, wenn die WPT stimmt.

> Nun, erstmal gibt es in der SRT keine "lokalen, einbettenden" inertialen
> Bezugssysteme, sondern die Inertialsysteme der SRT sind globale
> Koordinatensysteme.

Ich benutze diesen Begriff nicht als Mathematiker, sondern als Physiker, der
weiss, dass solchen Begriffen in der Regel nur eine begrenzte
G�ltigkeit/Sinnhaftigkeit zukommt. Ich bin �brigens nicht allein, der sich
solche oder �hnliche Freiheiten erlaubt. Z.B. Flie�bach argumentiert oft
�hnlich, speziell im Zusammenhang mit seinen Betrachtungen zu Mach; kann
jetzt allerdings nicht nachsehen, da ich im Augenblick keinen Zugriff auf
meine B�cherschr�nke habe.

> Dann interessieren mich die Details: In Ihrem lokalen System um das
> Erdteleskop herum ruhen also sowohl das Teleskop als auch die fernen
> Galaxien?

Ja

> Und dies gilt fuer alle solchen "lokalen" Systeme?

Ja

> Dann duerften die Umrechnungsformeln zwischen diesen Systemen ja ziemlich
> trivial sein, lediglich Umrechnungen der X- oder r-Koordinaten dieser
> Systeme.

Ja

> Womit fuer meine Betrachtungen egal waere, welches dieser Systeme
> verwendet wird.

Ja

> In keinem dieser Systeme wird man einen Zeitlupeneffekt identifizieren
> koennen, falls die Trajektorien der Lichtstrahlen oder die lokalen
> Uhrgeschwindigkeiten sich nicht in der Zeit aendern.

Doch, in allen diesen WPT-Scheinsystemen werden "ausreichend" ferne Systeme
entsprechend (35) verzerrt gesehen, nicht aufgrund unterschiedlich laufender
ruhender Uhren, sondern aufgrund gravitativer Beeinflussung bewegter Uhren
und damit insbesondere auch von Lichtstrahlen. Das passiert formal �ber die
manifest konform flache (lichtstrahlrelative) WPT-Metrik (18), die nach WPT
aber nicht auf ruhende Uhren, sondern nur auf bewegte Uhren bzw.
Lichtstrahlen wirkt. Bis zu etwa Mpc-Distanzen ist R/R_H in (18) und (35) in
einer realen Welt mit lokalen Inhomogenit�ten (Galaxien, Haufen) aber 0.
D.h. dort sind die WPT-Scheinsysteme "noch" inertial; ja, ich weiss, dass
solche Formulierungen Mathematikern nicht gefallen ...
....


> > > Ich frage, welche Zeit eine Uhr misst, die sich entlang einer
> > > Trajektorie bewegt, die in einem Koordinatensystem beschrieben ist.
> > > Diese Frage hat wenig mit der ART zu tun, auch nicht mit deren
> > > Geometrieinterpretation. Sie kann in der Newtonschen Theorie genauso
> > > gestellt werden, lediglich ist die Antwort dort ziemlich trivial: Sie
> > > zeigt die Differenz der absoluten Zeiten von Anfangs- und Endereignis
> > > an.
> >

> > Genau so ist es in der WPT mit den ruhenden Uhren; nur f�r bewegte Uhren
> > und damit auch Lichtstrahlen, die man f�r Uhrvergleiche ruhender Uhren


> > ganz prinzipiell immer braucht, ist die Antwort in der WPT nicht
> > trivial.

> Wo brauchen die von mir betrachteten Experimente bewegte Uhren? Sie
> brauchen zwar Lichtstrahlen, aber Lichtstrahlen sind keine bewegten Uhren.

Doch, das sind sie; erkennt man am besten bei kurzen monochromatischen
Lichtstrahlen bzw. Lichtpulsen.
...


>
> Insbesondere gehe ich davon aus, dass in Ihrer Theorie das Weltall
> statisch ist. Diese Annahmen erlauben sehr wohl, Uhrenvergleiche ohne
> bewegte Uhren anzustellen.

Direkte Uhrenvergleiche ruhender Uhren sind unm�glich, aber (theoretische)
Aussagen �ber in einem solchen All ruhende Uhren sind tats�chlich m�glich,
aber allein mit diesen Annahmen eben immer noch nicht �ber in einem solchen
All bewegte Uhren und Lichtstrahlen, die bewegten Uhren entsprechen.


> > >
> > > Sicherlich kann man mit krummen Koordinatensystemen scheinbare
> > > Zeitverzerrungen produzieren, diese haben aber nichts mit dem
> > > Zeitlupeneffekt zu tun, um den es uns geht:
>
> SoSo: Sie bestreiten also schon die Urform von Einsteins

> �quivalenzprinzip; das d�rfen Sie nat�rlich.
>

> Erstmal ist das Aequivalenzprinzip eine theoretische Annahme, die in der
> ART gilt und dort keineswegs von mir bestritten wird.

Es gibt dort verschieden starke Formulierungen. F�r die WPT-Kosmologie
reicht schon Einsteins Originalformulierung von 1907, wo Einstein die ART
mit ihrer "Geometrieinterpretation" (dazu z�hle ich eben und gerade auch den
Einfluss der Geometrie oder Metrik auf den Uhrgang) noch nicht einmal
angedacht hatte.


>
> Ob sie in Ihrer Theorie gilt, interessiert mich kaum, da die von mir
> verwendeten Thesen Ihrer Theorie nicht das Aequivalenzprinzip enthalten.

Dann haben Ihre Thesen mit der WPT eh nichts zu tun, und darum w�sste ich
beim besten Willen nicht, warum mich Ihre Thesen interessieren sollten.

Aber das sagte ich Ihnen schon vor �ber einem Jahr, als ich - z.B. am 13.
Juni 2008 - sinngem�ss schrieb, dass ich mit Einsteins �quivalenzrakete
schon l�ngst Ihren "Widerspruchsbeweis" in Schutt und Asche geschossen
h�tte, was Sie halt nur noch nicht verst�nden.

> Zweitens hat mein Einwand nichts mit einem Bestreiten des
> Aequivalenzprinzips zu tun. Das Aequivalenzprinzip behauptet dass
> bestimmte verschiedene Arten der Beschreibung zu experimentell
> ununterscheidbaren (aequivalenten) Effekten fuehren.

In manchen mathematischen Aspekten ist die Urversion von Einsteins
�quivalenzprinzip viel schw�cher als sp�tere und modernere Formulierungen.
Physikalisch ist es aber klar st�rker, als was ich aus Ihrer obigen
�quivalenzprinzipbeschreibung herauslese: Es gibt nach Einstein eben echt
physikalisch realisierbare Situationen - also nicht nur mathematische
Beschreibungen z.B. in verschiedenen Koordinatensystemen - die man
experimentell bez�glich vieler - aber nicht aller - Beobachtungen nicht
voneinander unterscheiden kann (hier Rakete und Turm im Erdfeld oder
expandierendes All und statisches WPT-All mit gravitativer "Lichterm�dung").


>
> Jede dieser Beschreibungen fuehrt jedoch eindeutig zu konkreten
> experimentellen Voraussagen, speziell ueber den Zeitlupeneffekt.

Jein: Die eine dieser beiden Beschreibungen - mindestens im Falle der
�quivalenzrakete - hat physikalisch ganz klar Vorrang, weil nur sie einfach
zu verstehen ist; sie hilft in diesem Fall die Gravitationserscheinungen in
einem Turm oder in einem statischen All zu formulieren, zu verstehen und zu
interpretieren; es gibt aber von der Rakete zum Turm nicht nur einen Weg,
nicht nur eine Interpretation f�r die Gravitationserscheinungen im Turm.
Ersteres, den physikalischen Vorrang der Rakete, haben die Leute nun halt
100 Jahre lang vergessen, weshalb sie sozusagen beide Formulierungen f�r
gleichwertig hielten oder noch schlimmer der geometrischen
Gravitationsbescheibung Vorrang einr�umten; Letzteres, die unterschiedlichen
M�glichkeiten der Interpretation, hat vor der WPT mit ihrer
"Erm�dungsinterpretation" wohl kaum jemand �berhaupt nur erkannt, ausser
nat�rlich in einem rein grunds�tzlich abstrakten und ganz allgemeinen Sinne
Poincar�.
> >
> > Sie m�ssen dann aber zur Kenntnis nehmen, dass ich es als Grundlage f�r


> > die Behandlung der Gravitationserscheinungen in der WPT benutze.

> Und Sie muessen zur Kenntnis nehmen, dass ich andere Ihrer Behauptungen
> ueber Ihre Theorie zur Grundlage fuer die Behandlung der von mir
> betrachteten Experimente nehme.

Wenn Sie eine der Hauptgrundlagen der WPT nicht zur Kenntnis nehmen, n�mlich
genau die, aus der ich in der WPT die kosmische Rotverschiebung/Zeitlupe
herleite, dann erh�lt man in der WPT per definitionem nat�rlich keine
Zeitlupe: Das ist aber kein Gegenbeweis. Es soll ja schon immer Leute
gegeben haben, die meinten Ihnen unangenehme Fakten - wie die Jupitermonde -
durch Schliessen der Augen widerlegen zu k�nnen ...
...


> > >
> > > Dazu brauche ich ja nicht die Farbe der Lichtstrahlen, sondern nur
> > > ihre Trajektorien.
> >
> > Bei gravitativer Rotverschiebung/Zeitlupe gilt Gleichung (11) in
> >
> > www.wolff.ch/astro/Grav.pdf
> >

> > In (11) sind Zeitlupe und Rotverschiebung verkoppelt; man k�nnte sogar
> > sagen, dass in der �quivalenzraketenbetrachtung die Zeitlupe der prim�re

> > Effekt ist.
>
> Sicher koppelt das Aequivalenzprinzip Zeitlupe und Rotverschiebung. Nur
> aendert dies nichts daran, dass es in Ihrer Theorie eine gueltige
> Herleitung gibt, nach der es keinen Zeitlupeneffekt gibt.

Eine solche Herleitung gibt es in meiner Theorie eben nicht (siehe oben):


> > >
> > > Und die sind ja, wie sie zwischendurch mal durchblicken liessen,
> > > einfach nur Geraden im X/T System.
> >

> > Das liess ich nicht nur durchblicken, das sage ich Ihnen hier seit �ber


> > einem Jahr in aller nur erdenklichen Deutlichkeit!
>
> Mit einfach nur Geraden X-X_0=c(T-T_0) als Lichtstrahlen und Uhren deren
> Geschwindigkeit sich nicht in T aendert kriegen Sie jedoch die eindeutige
> Voraussage dass es keinen Zeitlupeneffekt gibt wenn Quelle und Empfaenger
> in X ruhen.

Nur wenn man die Urversion von Einsteins �quivalenzprinzip bestreitet oder
nicht zur Kenntnis nimmt. Ich wiederhole den Kern der WPT-Argumentation:

1. Schritt: das �quivalenzraketenmodell:
Schon in dieser Betrachtung gibt es ein System, das Raketensystem, in dem es


zu Zeitverzerrungen kommt, und eines, das einbettende Inertialsystem, in dem
es zu keinen Zeitverzerrungen kommt, ohne dass deswegen irgend ein
Widerspruch vorliegt, nat�rlich weil sich das Teleskop im Inertialsystem

beschleunigt bewegt; siehe auch Seite 18 und 19 in
www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

2. Schritt: der �bergang zur WPT-Kosmologie:
Das obige Raketenmodell entspricht einer realen konstant beschleunigten


Expansion, das WPT-Modell "nur" noch einer konstant beschleunigten

Entzerrung der WPT-Scheinsysteme mit manifest konform flacher Metrik (18)
ins "wahre" inertiale Weltsystem. Die Entzerrung l�uft dabei �ber die Formel


t = T_H sinh(T_eigen/T_H) aus (24) mit T_eigen(z) = ln(1+z)/H aus (20),

mindestens bis auf allf�llige besser an die Kosmologie anzupassende


Nullpunktfestlegungen. Diese Formel entspricht ansonsten formal genau der

Formel bei einer konstant beschleunigten Rakete bzw. bei einer realen
Expansion, was eine widerspruchsfreie "Koexistenz" von WPT-Scheinsystemen
und inertialem WPT-Weltsystem auf der Basis von Einsteins originalem
�quivalenzprinzp m�glich macht.

Noch ein besonders wichtiger Aspekt, der es verdient speziell hervorgehoben
zu werden: Ein real konstant beschleunigt expandierendes All spielt in der
Kosmologie die gleiche Rolle f�r die Beschreibung der kosmischen
Gravitationseffekte in einem statischen Weltall wie eine konstant
beschleunigte Rakete f�r die Beschreibung der lokalen Gravitationseffekte in
einem Turm. --- Trotz �quivalenzprinzip muss man aber b�se besoffen sein, um
einen Turm mit einer Rakete zu verwechseln ...

Da Sie inzwischen selber zugegeben haben, dass Ihre Thesen das
�quivalenzprinzip nicht enthalten (siehe weiter oben), w�re es wohl an der
Zeit Ihren "Widerspruchsbeweis" einzustampfen statt immer wieder die
gleichen - in Bezug auf die WPT - falschen Argumente zu bringen, die
allerdings - in Anlehnung an Pauli - noch nicht einmal falsch sind.

Homo Lykos

unread,
Jul 10, 2009, 3:07:40 PM7/10/09
to
Kleine Korrektur:

"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag

news:h381dm$2gta$1...@adenine.netfront.net...


>
> Jein: Die eine dieser beiden Beschreibungen - mindestens im Falle der
> �quivalenzrakete - hat physikalisch ganz klar Vorrang, weil nur sie
> einfach zu verstehen ist; sie hilft in diesem Fall die
> Gravitationserscheinungen in einem Turm oder in einem statischen All zu
> formulieren, zu verstehen und zu interpretieren; es gibt aber von der
> Rakete zum Turm nicht nur einen Weg, nicht nur eine Interpretation f�r die
> Gravitationserscheinungen im Turm. Ersteres, den physikalischen Vorrang
> der Rakete, haben die Leute nun halt 100 Jahre lang vergessen, weshalb sie
> sozusagen beide Formulierungen f�r gleichwertig hielten oder noch
> schlimmer der geometrischen Gravitationsbescheibung Vorrang einr�umten;
> Letzteres, die unterschiedlichen M�glichkeiten der Interpretation, hat vor
> der WPT mit ihrer "Erm�dungsinterpretation" wohl kaum jemand �berhaupt nur

> erkannt, ...

Dass man das Pound-Rebka-Experiment durch "Lichterm�dung" erkl�ren kann, ist
nat�rlich Standard ausser bei manchen mathematischen Physikern. Was nicht
erkannt wurde, ist "nur" die grunds�tzliche Bedeutung dieser Erkl�rung f�r
die "ART-Geometrieinterpretation" mit ihren unterschiedlich laufenden Uhren,
was halt weit �ber die gravitative Rotverschiebung in einem konstanten
Gravitationsfeld hinausgeht.

Homo Lykos

unread,
Jul 11, 2009, 6:21:40 AM7/11/09
to
Eigenmesswerte und Lokalmesswerte

Ein Nachtrag:

"Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:h381dm$2gta$1...@adenine.netfront.net...

> "Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:aec68998-1692-45f6...@u16g2000pru.googlegroups.com...
>>

>> Nur aendert dies nichts daran, dass es in Ihrer Theorie eine gueltige
>> Herleitung gibt, nach der es keinen Zeitlupeneffekt gibt.
>
> Eine solche Herleitung gibt es in meiner Theorie eben nicht (siehe oben)

Diese Antwort ist zu billig:

In der WPT spielen Lokalmesswerte eine analoge Rolle wie die Eigenmesswerte
in der SRT. Wir vergleichen den Fall der Zeitdilatation (Zeitlupe):

--- In der SRT gilt, wenn dtau ein Eigenzeitintervall meint und dt ein
Koordinaten- oder "Fremdmessintervall":

dtau = Wurzel(1-v^2/c^2) dt

dtau kann nur im Ruhesystem einer Uhr "direkt" gemessen werden.

--- In der WPT gilt, wenn dtau ein Lokalzeitintervall meint, dt ein
Koordinaten- oder "Fernmessintervall", R den Abstand in
WPT-Scheinkoordinaten meint und R_H=c/H gilt:

dtau = (1-R/R_H) dt

dtau kann nur im Lokalsystem einer Uhr "direkt" gemessen werden. Mit
Lokalsystem meint man in der WPT eine lokale, inertiale Umgebung, in der es
noch zu keinen kosmischen, gravitativen Verzerrungserscheinungen kommt.
_____

Kurz: Der Zeitlupeneffekt zeigt sich nur bei Messungen aus der Ferne, wie
sich die speziell relativistische Zeitdilatation nur bei Messungen von
Zeitabl�ufen in einem - gegen�ber dem Messsystem - mit v bewegten
Fremdsystem zeigt.

Die Analogie WPT-SRT sieht man meines Erachtens besonders deutlich in
Gleichung (35) am Ende der Arbeit

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf

Allerdings sollte man (35) etwas umschreiben (lasse so kleine Korrekturen
nicht "t�glich" ins Manuskript einfliessen):

x_fern = (1-R/R_H)x'_lokal + R

x'_fern = (1-R/R_H)x_lokal - R

_____

Nun nochmals zur Widerspruchsargumentation:

1. So wenig die Tatsache, dass es in der SRT (Ruhe-)Systeme gibt, in denen
es keine Zeitdilatation gibt, die SRT widerspr�chlich werden l�sst, so wenig
kann die Tatsache, dass es in der WPT (Lokal-)Systeme gibt, in denen es
keinen Zeitlupeneffekt gibt, die WPT widerspr�chlich werden lassen.

Einziges Problem: Der hier benutzte "WPT-Systembegriff" existiert in der
Mathematik bisher wohl so nicht, obwohl vermutlich jedermann klar ist, was
gemeint ist. Dies Problem wird sich aber sicher auch mathematisch sauber
l�sen lassen; mich w�rde es nur dann interessieren, wenn sich dahinter ein
echtes physikalisches Problem verbergen sollte, was ich halt nicht glaube.

2. Wenn ein Widerspruch aber daraus hergeleitet werden soll, dass es im
inertialen WPT-Weltsystem keinen Zeitlupeneffekt gibt, dann verweise ich auf
die schon �fter genannte beschleunigte Entzerrung der WPT-Scheinsysteme
ins inertiale Weltsystem und darauf, dass sich das Weltsystem "nur" �ber die
geometrische Lichtschw�chung von Standardkerzen "direkt" zu erkennen gibt.
Das ist anders als im Falle der �quivalenzrakete, wo man sich im Prinzip
jederzeit ins einbettende Inertialsystem begeben kann, indem man den
Raketenmotor ausschaltet und damit nat�rlich auch die Zeitverzerrung;
Gravitationsfelder - erst recht kosmische Gravitation - kann man halt ganz
prinzipiell nicht einfach ausschalten, aber - wie schon gesagt - die
Leuchtkraftabnahme von Standardkerzen mit dem Abstand - nach
Ber�cksichtigung von Rotverschiebung/Zeitdilatation - wird von der
Gravitation nicht beeinflusst.

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 12, 2009, 1:14:51 AM7/12/09
to
On 10 Jul., 23:31, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > In keinem dieser Systeme wird man einen Zeitlupeneffekt identifizieren
> > koennen, falls die Trajektorien der Lichtstrahlen oder die lokalen
> > Uhrgeschwindigkeiten sich nicht in der Zeit aendern.
>
> Doch, in allen diesen WPT-Scheinsystemen werden "ausreichend" ferne Systeme
> entsprechend (35) verzerrt gesehen, nicht aufgrund unterschiedlich laufender
> ruhender Uhren, sondern aufgrund gravitativer Beeinflussung bewegter Uhren
> und damit insbesondere auch von Lichtstrahlen.

Also was nun: Sind die Lichtstrahlen im System X/T nun (unbeinflusste)
Geraden X(T)=cT oder weichen sie aufgrund gravitativer Effekte davon
ab?

> Bis zu etwa Mpc-Distanzen ist R/R_H in (18) und (35) in

> einer realen Welt mit lokalen Inhomogenitäten (Galaxien, Haufen) aber 0.


> D.h. dort sind die WPT-Scheinsysteme "noch" inertial; ja, ich weiss, dass
> solche Formulierungen Mathematikern nicht gefallen ...

Es geht nicht darum, was mir gefaellt, sondern welche Formeln sich
daraus
fuer die Lichtstrahlen ergeben. Jeder wie auch immer gekruemmte
glatte
Lichtstrahl ist fuer genuegend kleine Abstaende durch eine Gerade gut
approximiert, damit habe ich kein Problem. Ich will die Trajektorie
fuer die globalen, gravitativ beeinflussten Lichtstrahlen. (Genauer,
wie
diese von der absoluten Zeit T des Starts abhaengt.)

> > Wo brauchen die von mir betrachteten Experimente bewegte Uhren? Sie
> > brauchen zwar Lichtstrahlen, aber Lichtstrahlen sind keine bewegten Uhren.
>
> Doch, das sind sie; erkennt man am besten bei kurzen monochromatischen
> Lichtstrahlen bzw. Lichtpulsen.

Man kann evtl. mit Hilfe von Lichtstrahlen Uhren bauen, aber das ist
eine andere
Frage. Fakt ist und bleibt, wir haben immer noch keine Formel fuer
Lichtstrahlen,
wie sie im X/T-System von der Gravitation beeinflusst werden.

> > Insbesondere gehe ich davon aus, dass in Ihrer Theorie das Weltall
> > statisch ist. Diese Annahmen erlauben sehr wohl, Uhrenvergleiche ohne
> > bewegte Uhren anzustellen.
>

> Direkte Uhrenvergleiche ruhender Uhren sind unmöglich, aber (theoretische)
> Aussagen über in einem solchen All ruhende Uhren sind tatsächlich möglich,
> aber allein mit diesen Annahmen eben immer noch nicht über in einem solchen


> All bewegte Uhren und Lichtstrahlen, die bewegten Uhren entsprechen.

Was interessieren uns bewegte Uhren, wenn alles was wir brauchen
ruhende
Uhren und Trajektorien von Lichtstrahlen sind? Sie lenken immer noch
ab.

> > Ob sie in Ihrer Theorie gilt, interessiert mich kaum, da die von mir
> > verwendeten Thesen Ihrer Theorie nicht das Aequivalenzprinzip enthalten.
>

> Dann haben Ihre Thesen mit der WPT eh nichts zu tun, und darum wüsste ich


> beim besten Willen nicht, warum mich Ihre Thesen interessieren sollten.

Nochmal, es sind nicht meine Thesen, sondern sie entstanden aufgrund
Ihrer Aussagen ueber Ihre Theorie. Sie koennen sich natuerlich auf
den
Standpunkt stellen, was schert mich was ich frueher mal gesagt habe,
Ihre
Sache.

Ansonsten hat beispielsweise die Aussage, dass Ihr Weltmodell statisch
ist,
nichts mit dem Aequivalenzprinzip zu tun. Bedeutet dies, dass Sie sich
nicht
(mehr) fuer diese Aussage interessieren?

> Aber das sagte ich Ihnen schon vor über einem Jahr, als ich - z.B. am 13.
> Juni 2008 - sinngemäss schrieb, dass ich mit Einsteins Äquivalenzrakete
> schon längst Ihren "Widerspruchsbeweis" in Schutt und Asche geschossen
> hätte, was Sie halt nur noch nicht verstünden.

Sie brauchen halt immer noch denselben Logik-Grundkurs. Obwohl, wenn
wir aus Ihrer Theorie alle Aussagen streichen, die nichts mit dem
Aequivalenzprinzip
zu tun haben, bleibt sowieso nichts uebrig, worueber man streiten
koennte.

> > Zweitens hat mein Einwand nichts mit einem Bestreiten des
> > Aequivalenzprinzips zu tun. Das Aequivalenzprinzip behauptet dass
> > bestimmte verschiedene Arten der Beschreibung zu experimentell
> > ununterscheidbaren (aequivalenten) Effekten fuehren.
>
> In manchen mathematischen Aspekten ist die Urversion von Einsteins

> Äquivalenzprinzip viel schwächer als spätere und modernere Formulierungen.
> Physikalisch ist es aber klar stärker, als was ich aus Ihrer obigen
> Äquivalenzprinzipbeschreibung herauslese: Es gibt nach Einstein eben echt


> physikalisch realisierbare Situationen - also nicht nur mathematische
> Beschreibungen z.B. in verschiedenen Koordinatensystemen - die man

> experimentell bezüglich vieler - aber nicht aller - Beobachtungen nicht


> voneinander unterscheiden kann (hier Rakete und Turm im Erdfeld oder

> expandierendes All und statisches WPT-All mit gravitativer "Lichtermüdung").

Das ist Quatsch, aber irrelevant, weshalb ich darauf nicht naeher
eingehe.

> > Jede dieser Beschreibungen fuehrt jedoch eindeutig zu konkreten
> > experimentellen Voraussagen, speziell ueber den Zeitlupeneffekt.
>
> Jein: Die eine dieser beiden Beschreibungen - mindestens im Falle der

> Äquivalenzrakete - hat physikalisch ganz klar Vorrang, weil nur sie einfach
> zu verstehen ist;

LOL. Was fuer Sie einfach zu verstehen ist oder nicht ist physikalisch
voellig irrelevant.

Es gibt ein Prinzip der Bevorzugung fuer einfache Theorien (Ockhams
Rasiermesser), aber keins fuer Berechnungen im Rahmen ein und
derselben
Theorie. Im letzten Fall muessen alle Methoden, einfache wie
komplizierte,
dasselbe Ergebnis liefern.

> > > Sie müssen dann aber zur Kenntnis nehmen, dass ich es als Grundlage für


> > > die Behandlung der Gravitationserscheinungen in der WPT benutze.

> > Und Sie muessen zur Kenntnis nehmen, dass ich andere Ihrer Behauptungen
> > ueber Ihre Theorie zur Grundlage fuer die Behandlung der von mir
> > betrachteten Experimente nehme.
>

> Wenn Sie eine der Hauptgrundlagen der WPT nicht zur Kenntnis nehmen, nämlich


> genau die, aus der ich in der WPT die kosmische Rotverschiebung/Zeitlupe

> herleite, dann erhält man in der WPT per definitionem natürlich keine


> Zeitlupe: Das ist aber kein Gegenbeweis.

Doch. Erstmal gibt es in einer mathematisch konsistenten Theorie viele
Wege, die
zum richtigen Resultat fuehren - niemand wusste in der Zeit zwischen
Maxwell und
Poincare/Einstein etwas von der speziell-relativistischen Symmetrie
der Maxwellschen
Gleichungen, und trotzdem wurden sie richtig geloest und korrekt fuer
viele Voraussagen
und technische Anwendungen verwendet.

Dann koennte es natuerlich sein, dass ich, ohne Verwendung des
Aequivalenzprinzips,
keine Aussage darueber erhalten kann, ob es in Ihrer Theorie einen
Zeitlupeneffekt gibt
oder nicht, so wie man ohne Euklids Parallelenaxiom einige Aussagen
der Euklidischen
Theorie einfach nicht beweisen kann. Die Situation ist jedoch eine
ganz andere:
Ich kann beweisen, und habe bewiesen, dass es in Ihrer Theorie keine
Zeitlupe gibt.
Also hat Ihre Theorie keine Zeitlupe, dann ist sie falsch, oder andere
Herleitungen zeigen
eine Zeitlupe, dann ist sie widerspruechlich.

> Es soll ja schon immer Leute
> gegeben haben, die meinten Ihnen unangenehme Fakten - wie die Jupitermonde -

> durch Schliessen der Augen widerlegen zu können ...

Eine gute Beschreibung Ihres Verhaeltnisses zu meinem Beweis dass es
keinen Zeitlupeneffekt in Ihrer Theorie gibt.

> > Sicher koppelt das Aequivalenzprinzip Zeitlupe und Rotverschiebung. Nur
> > aendert dies nichts daran, dass es in Ihrer Theorie eine gueltige
> > Herleitung gibt, nach der es keinen Zeitlupeneffekt gibt.
>
> Eine solche Herleitung gibt es in meiner Theorie eben nicht (siehe oben):

Doch, siehe meinen Beweis.

> > > > Und die sind ja, wie sie zwischendurch mal durchblicken liessen,
> > > > einfach nur Geraden im X/T System.
>

> > > Das liess ich nicht nur durchblicken, das sage ich Ihnen hier seit über


> > > einem Jahr in aller nur erdenklichen Deutlichkeit!

und dann sagen Sie einige Postings spaeter, dass die Lichtstrahlen
gravitativ beeinflusst werden:

> Doch, in allen diesen WPT-Scheinsystemen werden "ausreichend" ferne Systeme
> entsprechend (35) verzerrt gesehen, nicht aufgrund unterschiedlich laufender
> ruhender Uhren, sondern aufgrund gravitativer Beeinflussung bewegter Uhren
> und damit insbesondere auch von Lichtstrahlen.

Nun, (35) definiert keine Lichtstrahlen, ich muss also raten, ob und
wie die
Lichtstrahlen nun gravitativ beeinflusst werden, deshalb meine
vorsichtige Formulierung.

> > Mit einfach nur Geraden X-X_0=c(T-T_0) als Lichtstrahlen und Uhren deren
> > Geschwindigkeit sich nicht in T aendert kriegen Sie jedoch die eindeutige
> > Voraussage dass es keinen Zeitlupeneffekt gibt wenn Quelle und Empfaenger
> > in X ruhen.
>

> Nur wenn man die Urversion von Einsteins Äquivalenzprinzip bestreitet oder
> nicht zur Kenntnis nimmt.

Nehmen Sie doch endlich den Logik-Kurs: Wenn die Voraussetzungen in
einem
Beweis stimmen, und die Schluesse korrekt sind, gilt die Behauptung,
auch
wenn in all diesen Schritten alles Moegliche, von der
Evolutionstheorie ueber
die politische Oekonomie bis zur Urversion von Einsteins
Aequivalenzprinzip
nicht zur Kenntnis genommen wird.

> Ich wiederhole den Kern der WPT-Argumentation:

Ich benoetige keine Wiederholung Ihrer WPT-Argumentation, da ich gar
nicht
noetig habe, deren Ergebnis zu bestreiten. Ihr Ergebnis bringt
lediglich,
dass sie von den Alternativen (keine Zeitlupe - konsistent aber falsch
- oder
Zeitlupe aufgrund anderer Herleitung - also widerspruechlich) die
zweite
Variante vorziehen.

Grundkurs Logik.

> Da Sie inzwischen selber zugegeben haben, dass Ihre Thesen das

> Äquivalenzprinzip nicht enthalten (siehe weiter oben), wäre es wohl an der


> Zeit Ihren "Widerspruchsbeweis" einzustampfen statt immer wieder die
> gleichen - in Bezug auf die WPT - falschen Argumente zu bringen, die
> allerdings - in Anlehnung an Pauli - noch nicht einmal falsch sind.

Der Grundkurs Logik fehlt Ihnen sehr. Zeigen Sie welche der von mir
verwendeten Voraussetzungen in Ihrer Theorie nicht gelten, dann kann
ich ihn einstampfen.

Dass mein Widerspruchsbeweis nicht den Holocaust enthaelt macht mich
weder zu einem Auschwitz-Leugner noch macht es den Widerspruchsbeweis
in irgendeiner Weise falsch.

Homo Lykos

unread,
Jul 18, 2009, 8:11:19 AM7/18/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:e3c0e426-5fca-4237...@i4g2000prm.googlegroups.com...

On 10 Jul., 23:31, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
...
>
> ... Ich will die Trajektorie fuer die globalen, gravitativ beeinflussten

> Lichtstrahlen. (Genauer, wie diese von der absoluten Zeit T des Starts
> abhaengt.)

Zum wiederholten Male: Von einer absoluten Startzeit h�ngt da gar nichts ab.
Aber die Startzeit h�ngt nat�rlich von den gew�hlten Nullpunktkonventionen
ab (oder umgekehrt). Und: Der Start darf nat�rlich nicht erst nach der
Lichtstrahlemission erfolgen, denn vor dem Start in einem einbettenden
Inertialsystem hat man in der Rakete keine "Gravitationseffekte". In der
Kosmologie kann es daher sinnvoll sein den Start zur Uhrzeit T=-oo der
Teleskopreferenzuhr anzunehmen.
Unter Allsymmetrie gilt: Die Trajektorien sind r=ct und R=cT, wobei die
(r/t-)Systeme inertial sind, die (R/T-)Systeme aber nicht, und die Formel
f�r die Entzerrung der Letzteren in die Ersteren habe ich inzwischen auch
schon wiederholt angegeben.


> > >
> > > Wo brauchen die von mir betrachteten Experimente bewegte Uhren? Sie
> > > brauchen zwar Lichtstrahlen, aber Lichtstrahlen sind keine bewegten
> > > Uhren.
> >
> > Doch, das sind sie; erkennt man am besten bei kurzen monochromatischen
> > Lichtstrahlen bzw. Lichtpulsen.
>
> Man kann evtl. mit Hilfe von Lichtstrahlen Uhren bauen, aber das ist eine
> andere Frage.

Nein, das meine ich nicht; jeder monochromatische Lichtstrahl liefert �ber
die inverse Frequenz ein Zeitmass und �ber die Wellenl�nge ein L�ngenmass.


>
> Fakt ist und bleibt, wir haben immer noch keine Formel fuer Lichtstrahlen,
> wie sie im X/T-System von der Gravitation beeinflusst werden.

Die Gravitation wirkt in der WPT lichtstrahlrelativ bzw.
lichtstrahlspezifisch. Wenn man aber unbedingt will, kann man wohl statt
einer gravitativ verzerrten Scheinraumzeit im inertialen Weltsystem
gravitativ verzerrte Scheinlichttrajektorien im Weltsystem annehmen; die
Verzerrungsformeln habe ich schon �fter angegeben; das w�re dann nur eine
Uminterpretation dieser Formeln, wenn ich jetzt nichts �bersehen habe.
...


>
> Was interessieren uns bewegte Uhren, wenn alles was wir brauchen ruhende
> Uhren und Trajektorien von Lichtstrahlen sind? Sie lenken immer noch ab.

Nun wird es mir definitiv zu bl�de: Ich habe nun oft genug gesagt, dass in
der WPT Gravitationseffekte nicht mit dem unterschiedlichen Lauf ruhender
Uhren erkl�rt werden wie in �blichen metrischen Gravitationstheorien, weder
im Turm im Erdfeld noch im Kosmos!

*****
Das ist wesentlich, sonst w�re die WPT-Kosmologie n�mlich tats�chlich
widerspr�chlich. Auch darauf weise ich seit �ber einem Jahre hier immer
wieder hin.
*****

... Viel Geschw�tz gel�scht.

> Dass mein Widerspruchsbeweis nicht den Holocaust enthaelt macht mich weder
> zu einem Auschwitz-Leugner noch macht es den Widerspruchsbeweis in
> irgendeiner Weise falsch.

Warum Auschwitz-Leugner, reicht Ihnen WPT-Leugner nicht? --- Oder glauben
Sie wirklich, was Sie hier seit �ber einem Jahr schreiben? Man muss sich das
mal vorstellen: Ein Mathematiker macht irgendwelche Annahmen und behauptet,
sie entspr�chen irgend einer Theorie, die er nachweislich nicht kennt
und/oder versteht - sonst m�sste er zu diesen Annahmen keine Fragen stellen,
sondern k�nnte sie belegen - und will dann mittels dieser recht weitgehend
frei erfundenen Annahmen samt Antworten, die weder das �quivalenzprinzip
ber�cksichtigen noch die Tatsache, dass Gravitation in der WPT nichts mit
dem Uhrgang ruhender Uhren zu tun hat, eine ihm letztlich unbekannte
physikalische Theorie widerlegen ...

Im Augenblick schlage ich mich aber eh mit einflussreicheren Gegnern herum,
die neuerdings aber nicht mehr von Fehlern (oder Widerspr�chen) sprechen,
sondern "nur" noch von "fehlendem Niveau" (Standardunterstellung bei
Argumentennotstand; kennt man auch aus der Tagespolitik):

www.wolff.ch/astro

Da findet man neu zum Anklicken "Plagiate 2. Art" oder direkt:
www.wolff.ch/astro/Plagiate.htm
und "Replik" oder direkt:
www.wolff.ch/astro/Replik.pdf

Die Akademie der Naturwissenschaften der Schweiz (SCNAT) hat n�mlich seit
etwa Mitte M�rz mindestens zwei weitere Gutachten zu meiner WPT-Arbeit
veranlasst. Erst das letzte Gutachten vom 6. Juli 2009, das ich aber erst
letzten Sonntagabend im Briefkasten vorfand, entsprach offenbar den
Erwartungen/W�nschen von SCNAT; sonst h�tten Sie mir das erste Gutachten
kaum vorenthalten. Nat�rlich denkbar, dass der erste oder fr�here Gutachter
nicht fristgerecht lieferten. Wenn aber dies der Fall sein sollte, dann
h�tte SCNAT keinen Grund dies zu verheimlichen. In Replik.pdf findet man
eine vorl�ufige Stellungnahme zu diesem "Gutachten". Darin schreibe ich aber
noch nichts zu den Hintergr�nden und zu den personellen Verflechtungen von
SCNAT mit den C. R. in der Astrophysik. Das wird halt noch dauern, weil ich
dies wohl - wegen der Verwicklung von Fran�oise Combes in die Sache - auch
noch franz�sisch werde abfassen und dann korrigieren lassen m�ssen. --- Und
da sage noch jemand die Sprachregelung in den Naturwissenschaften, d.h. die
rassistisch/faschistische Anglisierung, sei nicht schwer diskriminierend!
Klarheitshalber: Mein gewaltiger (!) Zusatzaufwand, wenn ich nicht deutsch
schreiben kann/darf, ist f�r Franz�sisch, Italienisch oder Englisch etwa
gleich gross, nur f�r Spanisch w�rde er wohl noch etwas gr�sser sein.
Staatlich besoldete Leute merken davon allerdings weniger, weil sie f�r
solchen Zusatzaufwand in der Regel mit Gratishilfe rechnen k�nnen und zudem
in der Regel selber aktive Mitt�ter und meist sogar �berzeugungst�ter, halt
Quislinge, sind.

Zu guter Letzt ein Anagramm:

21A 7B 10C 15D 69E 4F 12G 18H 25I 2J 6K 23L 16M 43N 9O 7P 2Q 33R 26S 28T 14U
6V 3W 8Z 4� 3� 2�

Ilja Schmelzer

unread,
Jul 20, 2009, 7:29:31 AM7/20/09
to
On 18 Jul., 17:11, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > ... Ich will die Trajektorie fuer die globalen, gravitativ beeinflussten
> > Lichtstrahlen. (Genauer, wie diese von der absoluten Zeit T des Starts
> > abhaengt.)
>
> Zum wiederholten Male: Von einer absoluten Startzeit hängt da gar nichts ab.

Wenn das so ist, gibt es keinen Zeitlupeneffekt. Punkt.

> Unter Allsymmetrie gilt: Die Trajektorien sind r=ct und R=cT, wobei die
> (r/t-)Systeme inertial sind, die (R/T-)Systeme aber nicht, und die Formel

> für die Entzerrung der Letzteren in die Ersteren habe ich inzwischen auch
> schon wiederholt angegeben.

Ich habe sie gerade nicht bei (Internet-Cafe) und bin zu faul zum
Suchen,
aber ich waere fast bereit zu wetten, dass man beim Einsetzen von r=ct
in die Umrechnungsformel was anderes kriegt als R=cT.

Vielleicht checke ich das bei Gelegenheit mal.

> > > > Wo brauchen die von mir betrachteten Experimente bewegte Uhren? Sie
> > > > brauchen zwar Lichtstrahlen, aber Lichtstrahlen sind keine bewegten
> > > > Uhren.
>
> > > Doch, das sind sie; erkennt man am besten bei kurzen monochromatischen
> > > Lichtstrahlen bzw. Lichtpulsen.

> > Man kann evtl. mit Hilfe von Lichtstrahlen Uhren bauen, aber das ist eine
> > andere Frage.
>

> Nein, das meine ich nicht; jeder monochromatische Lichtstrahl liefert über
> die inverse Frequenz ein Zeitmass und über die Wellenlänge ein Längenmass.

Richtig, nur ist dieses Zeitmass fuer meine Betrachtung unwesentlich.
Ich brauche
es nicht, ich brauche nur die Trajektorien der Lichtstrahlen und
ruhende Uhren.

> > Fakt ist und bleibt, wir haben immer noch keine Formel fuer Lichtstrahlen,
> > wie sie im X/T-System von der Gravitation beeinflusst werden.
>
> Die Gravitation wirkt in der WPT lichtstrahlrelativ bzw.
> lichtstrahlspezifisch. Wenn man aber unbedingt will, kann man wohl statt
> einer gravitativ verzerrten Scheinraumzeit im inertialen Weltsystem
> gravitativ verzerrte Scheinlichttrajektorien im Weltsystem annehmen;

Ja genau, tu das bitte mal.

> die
> Verzerrungsformeln habe ich schon öfter angegeben; das wäre dann nur eine
> Uminterpretation dieser Formeln, wenn ich jetzt nichts übersehen habe.

Kommt da was anderes raus als wie oben angegeben r=ct oder R=cT,
was keinerlei gravitative Verzerrung der Lichtstrahlen bedeuten
wuerde?

> > Was interessieren uns bewegte Uhren, wenn alles was wir brauchen ruhende
> > Uhren und Trajektorien von Lichtstrahlen sind?  Sie lenken immer noch ab.
>

> Nun wird es mir definitiv zu blöde: Ich habe nun oft genug gesagt, dass in


> der WPT Gravitationseffekte nicht mit dem unterschiedlichen Lauf ruhender

> Uhren erklärt werden wie in üblichen metrischen Gravitationstheorien, weder


> im Turm im Erdfeld noch im Kosmos!

Mir ist aber scheissegal, wie irgendwas in Ihrer WPT "erklaert" wird,
wenn ich rauskriegen will, was in Ihrer Theorie rauskommt, wenn
ich mit ruhenden Uhren die Ankunftszeiten von Lichtstrahlen von
Anfang
und Ende einer Supernovaexplosionen messe. Ich frage nicht nach
Erklaerung, sondern nach der Voraussage dafuer.

> Das ist wesentlich, sonst wäre die WPT-Kosmologie nämlich tatsächlich
> widersprüchlich. Auch darauf weise ich seit über einem Jahre hier immer
> wieder hin.

Nein, Ihre Erklaerungen sind eben nicht wesentlich. Sie sind
Ablenkungen
vom Wesentlichen, naemlich von den mathematischen Formeln, die
Ihre Theorie bringen muss, um die Ergebnisse von Beobachtungen
vorauszusagen.

> > Dass mein Widerspruchsbeweis nicht den Holocaust enthaelt macht mich weder
> > zu einem Auschwitz-Leugner noch macht es den Widerspruchsbeweis in
> > irgendeiner Weise falsch.
>
> Warum Auschwitz-Leugner, reicht Ihnen WPT-Leugner nicht?

Das waere kein Vergleichsargument, und ich liebe nunmal Vergleiche.

> Oder glauben
> Sie wirklich, was Sie hier seit über einem Jahr schreiben? Man muss sich das


> mal vorstellen: Ein Mathematiker macht irgendwelche Annahmen und behauptet,

> sie entsprächen irgend einer Theorie, die er nachweislich nicht kennt
> und/oder versteht - sonst müsste er zu diesen Annahmen keine Fragen stellen,
> sondern könnte sie belegen - und will dann mittels dieser recht weitgehend
> frei erfundenen Annahmen samt Antworten, die weder das Äquivalenzprinzip
> berücksichtigen noch die Tatsache, dass Gravitation in der WPT nichts mit


> dem Uhrgang ruhender Uhren zu tun hat, eine ihm letztlich unbekannte
> physikalische Theorie widerlegen ...

Netter Versuch. Nur mache ich nicht irgendwelche Annahmen, sondern
habe lediglich aufgrund Ihrer Verweigerungsstrategie die Antworten,
die
sie selbst gegeben haben, etwas konkretisiert.

Ansonsten habe ich keine Lust zu Zitatschlachten, in denen der eine
Zitate bringt, um irgendwas zu belegen, und der andere sich dann mit
"out of context" und so verteidigt. Ich gebe Ihnen die faire Chance,
meine Fragen direkt besser zu beantworten als ich das getan habe,
oder als Sie das in Ihren Arbeiten getan haben. Ich will naemlich, im
Gegensatz
zu Ihnen, nicht ablenken, und mich nicht durch kleinliche
Zitatschlachten
ablenken lassen.

> Im Augenblick schlage ich mich aber eh mit einflussreicheren Gegnern herum,

> die neuerdings aber nicht mehr von Fehlern (oder Widersprüchen) sprechen,


> sondern "nur" noch von "fehlendem Niveau" (Standardunterstellung bei
> Argumentennotstand; kennt man auch aus der Tagespolitik)

Wenn man keine Lust hat, ne Arbeit zu lesen, die man begutachten soll,
kann man natuerlich leicht in Argumentennotstand kommen, selbst wenn
die Arbeit voll von Fehlern ist.

Dass die Qualitaet von peer review Gutachten oft unter aller Sau ist,
weiss ich selbst.

> Und
> da sage noch jemand die Sprachregelung in den Naturwissenschaften, d.h. die
> rassistisch/faschistische Anglisierung, sei nicht schwer diskriminierend!
> Klarheitshalber: Mein gewaltiger (!) Zusatzaufwand, wenn ich nicht deutsch

> schreiben kann/darf, ist für Französisch, Italienisch oder Englisch etwa
> gleich gross, nur für Spanisch würde er wohl noch etwas grösser sein.

Wen juckts? Such is life. Im Gegensatz zum Rassismus und Faschismus
brauchts allerdings nur ein wenig Zusatzaufwand zum Lernen einer
einzigen
Sprache auf dem sprachlich ziemlich niedrigem Niveau der Fachsprache,
was man sowieso muss wenn man fremde Arbeiten lesen will,
waehrend man seine Rasse nicht aendern kann.
Also Vorsicht mit inadequaten Vergleichen.

> Staatlich besoldete Leute merken davon allerdings weniger, weil sie für
> solchen Zusatzaufwand in der Regel mit Gratishilfe rechnen können und zudem
> in der Regel selber aktive Mittäter und meist sogar Überzeugungstäter, halt
> Quislinge, sind.

Nun, sagen wir einfach mal, Leute die Englisch gelernt haben, was
selbst
Ossis schon in der Schule getan haben, merken davon wenig. Und ich
bin natuerlich auch "Mittaeter", weil ich eine lingua franca fuer die
Wissenschaft
fuer eine optimale Loesung des Sprachenproblems halte.

Eine Fremdsprache wirklich gut zu lernen ist uebrigens auch eine
kulturelle
Bereicherung, nicht nur Zeitverschwendung.

Homo Lykos

unread,
Jul 20, 2009, 3:00:41 PM7/20/09
to
"Ilja Schmelzer" <ilja.sc...@googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:ff0106a6-c0f0-4949...@i18g2000pro.googlegroups.com...

On 18 Jul., 17:11, "Homo Lykos" <ly...@lykos.ch> wrote:
> "Ilja Schmelzer" <ilja.schmel...@googlemail.com> schrieb
> > >
> > > ... Ich will die Trajektorie fuer die globalen, gravitativ
> > > beeinflussten Lichtstrahlen. (Genauer, wie diese von der absoluten
> > > Zeit T des Starts abhaengt.)
> >
> > Zum wiederholten Male: Von einer absoluten Startzeit h�ngt da gar nichts

> > ab.
>
> Wenn das so ist, gibt es keinen Zeitlupeneffekt. Punkt.

Doch; Punkt.

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