WDR Programmanzeige:
"Das philosophische Radio mit Markus Gabriel über
pluralistischen Realismus
*Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklärbar
und begründbar ist?*
Moderation: Jürgen Wiebicke </team/juergen-wiebicke.html>
Kann man eigentlich alles, gewissermaßen: die ganze Welt theoretisch
erklären? Das ist zumindest ein Ziel, namentlich der Metaphysik, das
über Hunderte von Jahren mit großer Energie verfolgt wurde. Ein Ziel, so
der Bonner Philosoph Markus Gabriel, an dem man allerdings sowieso bloß
scheitern kann, denn: Es gibt sie nicht, die eine Welt, die alles
enthält, was existiert und was man sich denken oder vorstellen kann. Die
„globale Welt“, unsere Welt also, sie ist ja sowieso längst klein
geworden; sie ist bloß ein Staubkorn im Kontext ihrer Galaxie; die
ihrerseits wiederum eine unter unendlich vielen ist. „Die Welt“ als ein
Ort alles Möglichen und Denkbaren, als Bereich aller Bereiche ist
insofern eine höchst unrealistische Vorstellung, die
theoretisch-philosophisch zu begründen Illusion bleiben muss.
Insofern stellt sich auf die Frage, es nicht ein anderes Denken, eine
andere Philosophie braucht, die von der Welt ablässt, um Welten zu
ergründen:
Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklärbar
und begründbar ist?
Diskutieren Sie mit unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter
philo(at)
wdr.de <
http://ph...@wdr.de/>
*Redaktion:*
Gundi Große"
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Gedanken zum Thema:
Herr Gabriel macht`s sich's einfach, er formuliert, Zustimmung erheischend,
wie die Welt nicht ist und sein kann. Die Vielfalt des Lebens berechtigt
die Annahme, daß es *eine Welt gibt, die naturlogisch grundlegend
und allumfassend erklärbar und begründbar wäre, wenn unserer
Erkenntnisfähigkeit keine natürlichen Grenzen gesetzt wären.*.
Dem Menschen geht es, wenn er nicht aufpaßt, wie den Wanderameisen,
die sich zutode wandern, wenn die Spitze sich dem Ende des Zuges
reflexhaft anschließt.
Es gibt die unbewußt und/oder bewußt empirisch erfahrbare, erkenntnis-
standgemäße Welt für jedes Lebewesen, also auch die Welt des Menschen,
als Teil des unfaßbaren Ganzen, - der Vollkommenheit Wahrheit, die in ihrer
Gänze auch dem Menschen unfaßbar bleibt.
Wir müssen das alles nicht unbedingt wissen - der reflexhafte unbewußt
dominant angetriebene Alltagsvestand würde reichen, wenn der unbewußt
dominant angetriebene Mensch - auch reproduktiv - nicht so unmäßig und
verhängnisvoll erfolgreich wäre.
So strebt jedes Wesen - wie auch immer - zuerst und reproduktiv
unbewußt dominant eitel und machtorientiert nach gelingendem Leben.
Die onto- und phylogenetischen Erkenntnisse, Prinzipien und antriebs-
dynamischen Zusammenhänge sind eindeutig offenbar und werden
bequem-schicksalhaft verdrängt. Auch dem Mensch droht ein evolutive
Fallen.
Die Menschheitsgeschichte mit ihren Krisen und deren leidvolle Folgen
legen davon ein eindeutiges Zeugnis ab, welches es nunmehr - schon
aus existentiellen Notwendigkeiten heraus - ethisch-moralisch zu
reflektieren
und vorausschauend - vernünftig naturangepaßt - zu entschärfen gilt.
Kurz, wir müssen endlich begreifen, daß wir uns und `unsere
begriffliche Welt`- wie alle anderen Tiere - den natürlichen Lebens-
bedingungen anzupassen haben, anstatt unsere Lebenswelt
töricht und größenwahnsinnig weiter zu zerstören.
Die Natur bestimmt auch künftig - so oder so unser Sollen - unser
Fühlen, Denken und Handeln von naiv und orientierungslos, reflektiv
und kritisch, bis triebhaft ignorant und psychopathisch krank.
Das alles entscheidende Kriterium des Guten besteht folglich
heute in der unverzichtbaren Eigenschaft, daß es so `nachhaltig
lebensförderlich` sein muß, wie es das erkenntnisstandgemäß
sein kann.
Jeder so gut er kann!
Auf geht`s!
Klaus Roggendorf
Warum, "zum Teufel", frag auch ich, sind die Preise der Philo-cologne so
hoch?
Das ist sehr schade und nicht im Sinne einer geistigen Wende!