Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Das philosophische Radio mit Markus Gabriel über pluralistischen Realismus heute 20,05 WDR5

3 views
Skip to first unread message

Klaus Roggendorf

unread,
Jun 14, 2013, 4:13:40 AM6/14/13
to

WDR Programmanzeige:


"Das philosophische Radio mit Markus Gabriel über


pluralistischen Realismus

*Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklärbar
und begründbar ist?*

Moderation: Jürgen Wiebicke </team/juergen-wiebicke.html>

Kann man eigentlich alles, gewissermaßen: die ganze Welt theoretisch
erklären? Das ist zumindest ein Ziel, namentlich der Metaphysik, das
über Hunderte von Jahren mit großer Energie verfolgt wurde. Ein Ziel, so
der Bonner Philosoph Markus Gabriel, an dem man allerdings sowieso bloß
scheitern kann, denn: Es gibt sie nicht, die eine Welt, die alles
enthält, was existiert und was man sich denken oder vorstellen kann. Die
„globale Welt“, unsere Welt also, sie ist ja sowieso längst klein
geworden; sie ist bloß ein Staubkorn im Kontext ihrer Galaxie; die
ihrerseits wiederum eine unter unendlich vielen ist. „Die Welt“ als ein
Ort alles Möglichen und Denkbaren, als Bereich aller Bereiche ist
insofern eine höchst unrealistische Vorstellung, die
theoretisch-philosophisch zu begründen Illusion bleiben muss.

Insofern stellt sich auf die Frage, es nicht ein anderes Denken, eine
andere Philosophie braucht, die von der Welt ablässt, um Welten zu
ergründen:

Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklärbar
und begründbar ist?

Diskutieren Sie mit unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter
philo(at)wdr.de <http://ph...@wdr.de/>


*Redaktion:*

Gundi Große"

---------------------------------------------------------------------------------

Gedanken zum Thema:

Herr Gabriel macht`s sich's einfach, er formuliert, Zustimmung erheischend,
wie die Welt nicht ist und sein kann. Die Vielfalt des Lebens berechtigt
die Annahme, daß es *eine Welt gibt, die naturlogisch grundlegend
und allumfassend erklärbar und begründbar wäre, wenn unserer
Erkenntnisfähigkeit keine natürlichen Grenzen gesetzt wären.*.
Dem Menschen geht es, wenn er nicht aufpaßt, wie den Wanderameisen,
die sich zutode wandern, wenn die Spitze sich dem Ende des Zuges
reflexhaft anschließt.

Es gibt die unbewußt und/oder bewußt empirisch erfahrbare, erkenntnis-
standgemäße Welt für jedes Lebewesen, also auch die Welt des Menschen,
als Teil des unfaßbaren Ganzen, - der Vollkommenheit Wahrheit, die in ihrer
Gänze auch dem Menschen unfaßbar bleibt.
Wir müssen das alles nicht unbedingt wissen - der reflexhafte unbewußt
dominant angetriebene Alltagsvestand würde reichen, wenn der unbewußt
dominant angetriebene Mensch - auch reproduktiv - nicht so unmäßig und
verhängnisvoll erfolgreich wäre.

So strebt jedes Wesen - wie auch immer - zuerst und reproduktiv
unbewußt dominant eitel und machtorientiert nach gelingendem Leben.
Die onto- und phylogenetischen Erkenntnisse, Prinzipien und antriebs-
dynamischen Zusammenhänge sind eindeutig offenbar und werden
bequem-schicksalhaft verdrängt. Auch dem Mensch droht ein evolutive
Fallen.
Die Menschheitsgeschichte mit ihren Krisen und deren leidvolle Folgen
legen davon ein eindeutiges Zeugnis ab, welches es nunmehr - schon
aus existentiellen Notwendigkeiten heraus - ethisch-moralisch zu
reflektieren
und vorausschauend - vernünftig naturangepaßt - zu entschärfen gilt.

Kurz, wir müssen endlich begreifen, daß wir uns und `unsere
begriffliche Welt`- wie alle anderen Tiere - den natürlichen Lebens-
bedingungen anzupassen haben, anstatt unsere Lebenswelt
töricht und größenwahnsinnig weiter zu zerstören.
Die Natur bestimmt auch künftig - so oder so unser Sollen - unser
Fühlen, Denken und Handeln von naiv und orientierungslos, reflektiv
und kritisch, bis triebhaft ignorant und psychopathisch krank.

Das alles entscheidende Kriterium des Guten besteht folglich
heute in der unverzichtbaren Eigenschaft, daß es so `nachhaltig
lebensförderlich` sein muß, wie es das erkenntnisstandgemäß
sein kann.

Jeder so gut er kann!

Auf geht`s!

Klaus Roggendorf


Warum, "zum Teufel", frag auch ich, sind die Preise der Philo-cologne so
hoch?
Das ist sehr schade und nicht im Sinne einer geistigen Wende!

Nomen Nescio

unread,
Jun 14, 2013, 7:39:45 AM6/14/13
to
Klaus Roggendorf gab folgendes zu Protokoll:
> pluralistischen Realismus

> *Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklÃ
¤rbar
> und begründbar ist?*

Ich halte nicht viel von der unklaren Redeweise über mögliche Welten.
Meines Erachtens ist es einfacher den Begriff der Welt zu definieren als
den der Möglichkeit.

Gleichwohl kann man diese Frage beantworten: Die gegenwärtige, aktuale,
reale Welt ist nicht allumfassend erklärbar und begründbar. Zumindest
nicht eindeutig.

Ich möchte allerdings darauf verweisen, dass der Naturwissenschaftler
*von Uexküll* den Begriff der Welten viel klarer gefasst und definiert
hat.
Sein Begriff von Welten kann vielleicht ausreichend klar sein.
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Jakob_von_Uexk%FCll.html

> Die Vielfalt des Lebens berechtigt die Annahme, daß es eine Welt
> gibt, die naturlogisch grundlegend und allumfassend erklärbar und
> begründbar wäre, wenn unserer Erkenntnisfähigkeit keine natürlichen
> Grenzen gesetzt wären.

Das ist ungefähr genauso glaubwürdig wie jede andere Eschatologie. Wenn
es eine einzige, begründbare usw. Welt gib, dann müssen wir sie
erkennen, um das zu beweisen, sonst bleibt immer der Zweifel.

Es ist für mich ziemlich offensichtlich, dass andere Tierarten oder gar
Pflanzen in einer völlig anderen Welt leben als Menschen, deren einige
Gemeinsamkeit gelegentliche Überschneidungen als Nahrungskonkurrenz
sind.

> Das ist sehr schade und nicht im Sinne einer geistigen Wende!

"Geistige Wende" und ähnliches machen dem, der sein Geschichtsbuch
kennt, in der Regel Angst. Ich aber bedanke mich für diese Ehrlichkeit.

0 new messages