>> Gresch: In moderner Sprache: Das Selbst konstruiert sich selbst.
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> das genau ist die typische alte Form der Geistanschauung, die dem
> Individuum den Status zuweist, sich selbst über die Natur zu erheben und
> letztlich göttliche Eigenschaften annehmen zu können, da es sich abheben
> kann von allen es voran bestimmenden und prägenden Grundlagen.
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> Das Selbst wäre in der Lage sich sozusagen selber zu programmieren, sich
> selbst zu konstruieren, und dadurch sich über alles erheben zu können,
> was tierisch ist, was einfach ist, was diesen Hauch des göttlichen
> bislang noch nicht bekommen hat.
>
> Tatsächlich ist dies, ohne dass du das erkennen kannst, die Uralte
> Ersatzdoktrien der späten Jesusanhänger, die dessen eigentliche
> Botschaft nicht mehr verstanden haben, und fortan aus vermeintlicher
> Selbsterleuchtung heraus, von sich selber annahmen, sich mit der
> passenden Ideologie selbstig über die Welt erheben zu können.
>
> Den technisch industriellen Aufschwung in Europa, der ursächlich durch
> konsequente genetische Selektion innerhalb des 30ßigjährigen Krieges
> vollzogen wurde, dichteten sich diese dummen Spätchristen dann zu als
> ihre eigenen geistige Revolution, in der das nun BÜRGERLICHE Individuum
> endlich über die Natur gesiegt habe, und schrieb sich von nun an zu,
> erster Profitör aus der geistigen Bezwingung der ungeordneten Natur sein
> zu dürfen, was dann zur Ideologie der wirtschaftlichen Abhängigmachung
> des unselbstigen Individuums führte, bis hin zur Versklavung ganzer
> Erdregionen, die zu Sklavenlöhnen arbeiten müssen.
>
sieht man das mal etwas genauer, gibt es einen Zusammenhang zwischen
wirtschaftlichem Erfolg und einem sich wiederholendem genetisch
basierten Verhalten.
Immer wenn durch technische oder/und soziale Entwicklungen es zu einem
Fortschritt kommt, der sich langfristig auch immer in einem
wirtschaftlichen Erfolg niederschlägt, entwickelt sich eine
Ablösungskultur, die sich zeigt in einer Differenzierung der sozialen
Gruppen.
Diese entsteht aber nicht primär aus der sozial wirtschaftlichen
Differenzierung, die ja aus einem Innovationsvorsprung Einzelner
hervorgehen könnte, die die Innovativen in einen Zeit-, und damit auch
in einen ökonomischen Vorteil bringen könnte.
Nein, es ist ein weiterer wesentlicher Faktor wirksam, der dazu führt,
dass ein prosperierender Teil der Bevölkerung aus beobachtbaren
wirtschaftlichen und innovativen Differenziertheiten heraus, eine dazu
passende Ideologie menschlicher, individueller oder völkischer
Wertigkeiten produziert.
Diese Wertigkeiten werden von den Urhebern festgemacht an individueller
Geldwert-, Achtungswert-, Wissenswert- oder Machtwertkumulation, die die
Menschen scheinbar unterscheidet und einige Wertvoller erscheinen lässt,
als die Masse der anderen.
Daraus entwickelten sich sowohl die Schützenkönige, aber genauso auch
Fürsten, Könige und besonders Päpste, die sozusagen die
versinnbildlichten Träger einer höheren Befähigung wurden, und somit,
völlig unabhängig davon, was sie tatsächlich geleistet hatten, zum
Träger einer verherrlichenden Überhöhung auf irgendeinem Gebiet wurden.
Da ist ein Nobelpreisträger noch Gold, und mancher gewählte Politiker
auch immer noch ein demokratisches Produkt, aber während ein Professor
zwar anfangs noch halbwegs legitimiert wird durch Leitungserbringung,
wird es bei Ärzten schon etwas obskurer.
Schaut man sich dieses offenbar genetische implementierte Verhalten der
Überhöhung von Personen und Gruppierungen aber mal genauer an, wird
vielleicht erkennbar, dass es sich um ein systematisch sich ergebendes
Verhalten handelt, welches ausgelöst wird durch wirtschaftliche, soziale
und intellektuelle Gefälle, und anschließend zur Versinnbildlichung
(Orden, Preise, lange Schwänze (Krawatten) usw.), mit anschließender
Überhöhung führt (Titel, geschönte Bilder, Legenden), sodass sowohl
Ehrerbietung als auch autoritäre Ergebenheit gegenüber diesen letztlich
abstrakten, also nicht mehr realen, Sinnbildern gesellschaftlicher
Überhöhung und Güte, zu finden sind.
Höhepunkte sind Päpste, die weder gescheit sein müssen, noch von Wissen
oder sozialen Erfolgen getragen sein müssen.
Es reicht einfach, ähnlich wie bei Königen, Kaisern, Bankdirektoren, und
erfolgreichen Versicherungsvertretern, einem Machtgehabe gerecht zu
werden, was die breite Bevölkerung in Ehrerbietung fallen lässt.
Schaut man sich das mal an unter genetischen Prinzipien, wird vielleicht
schnell erkennbar, dass es sich bei diesem geschichtlich dominanten,
extrem ähnlichen Vorgängen und Systematiken, um ein genetisch sich
entwickeltes System der Hierarchisierung und Differenzierung sozialer
Kollektive handelt.
Nun muss man sich fragen, ob eine machthierarchische Differenzierung von
Gesellschaften tatsächlich mal nützlich war oder ist.
Und da kann man ganz sagen:
Die Nützlichkeit hierarchischer Machtstrukturen ist in archaischen
Gesellschaften, die besonders von der Durchsetzung von Stärke,
Verteidigungsfähigkeit und Kopulationsvermögen, incl. großer Samenmengen
einzelner Herdentiere profitierten, wirklich sehr nützlich gewesen, da
dadurch eine geordnetere Aufzucht von Nachkommen geregelt wurde, was
besonders durch die Befriedung von weiblichen Tieren bewirkt wurde,
woraus sich anschließend über Jahrtausende hinweg, auch die
unterschiedlichen typisch männlichen und weiblichen Strategien der
Verwirklichung des Gesamtgenoms entwickelten.
In der heutigen Zeit, in der sich sehr viele, durch genetische Selektion
entwickelte Einzelfähigkeiten kumuliert haben, geht es aber eher um den
Schutz der Einzelfähigkeiten der Individuen, als um die Linearisierung
und Ausrichtung EINER genetischen Entwicklung, durch Bespritzung von
hauptsächlich einem Leittier oder dem König.
Es geht viel mehr darum, die aufkeimenden und schon vorhanden
Einzelfähigkeiten, deren Träger immer Individuen sind, weiter zu
entwickeln und zu schützen, damit diese zu wirksameren
Funktionsrealisierungen kommen.
So wie viele andere genetische ehemalige Kernfunktionen, verliert somit
auch die genetische Ausrichtung der Hierarchiebewirkung innerhalb von
Populationen, immer mehr an Bedeutung in modernen spezialisierten
Gesellschaften, während aber gleichzeitig die entsprechenden Anlagen
immer noch dominat sind, siehe Verhalten nach hochwirksamer Werbung und
politische Outfitstrategien (Bankerkleidung, trainierte Körperhaltung,
Führerhabitus usw.).
Dieser Widerspruch aus
A. genetischer Entwicklung von hierarchischen Herdenstrukturen und
b. modernen Anforderungen zum Schutz des Individuums, primär zum Erhalt
seiner genetischen Fähigkeiten,
ist in heutiger Zeit hochrelevant, und muss einer gesellschaftlichen
Bearbeitung zugeführt werden, um beispielsweise absolut unnötige
wirtschaftshierarchische Prozesse der Bereicherung Weniger, oder
benachteiligende Bildungshierarchien zu beenden, was alles nur auf
dieser genetischen Herdenstrategie der Überhöhung Einzelner, ehemals
beruhte.
Gruß Ron.H.