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Durchfall von Tramadol

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Thorsten Maier

unread,
Jan 4, 2010, 5:18:55 PM1/4/10
to
Hallo liebe NG,

kann mir jemand sagen, ob es mᅵglich ist, von der Einnahme von Tramadol
(100mg retard/tag) auch Durchfall zu bekommen? Laut Packungsbeilage
nein, sondern das Gegenteil als Verstopfung ist unter Nebenwirkungen
aufgefᅵhrt.

Ist eine solche Paradox-Reaktion bekannt?

Vielen Dank,
Thorsten

Jan Richert

unread,
Jan 5, 2010, 11:16:18 AM1/5/10
to
Thorsten Maier schrieb:
> Hallo liebe NG,
>
> kann mir jemand sagen, ob es möglich ist, von der Einnahme von Tramadol
> (100mg retard/tag) auch Durchfall zu bekommen? Laut Packungsbeilage
> nein, sondern das Gegenteil als Verstopfung ist unter Nebenwirkungen
> aufgeführt.

>
> Ist eine solche Paradox-Reaktion bekannt?
>

Gelegentlich laut Fachinfo:

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig (≥1/10): Übelkeit.

Häufig (≥1/100, 51/10): Erbrechen, Obstipation und Mundtrockenheit.

Gelegentlich (≥1/1.000, 51/100): Brechreiz, gastrointestinale
Irritationen (z. B. Magendruck, Völlegefühl), Diarrhoe.

Artur Kawa

unread,
Jan 5, 2010, 7:09:50 PM1/5/10
to
"Thorsten Maier" <thorste...@gmx.de> schrieb ...

Ja, mir. Hatte von diesem Medikament nach mehrmonatiger Einnahme
Durchfᅵlle. Nur zu Stoppen durch stᅵndige Erhᅵhung der Dosis.

Abhilfe schaffte ein Umstieg auf Morphiumhaltige (BTM) Prᅵparate.

Und zwar reagierte ich darauf Mitte 2008, als die Firma BETA die
runden Tabletten "Tramabeta long 200mg" gegen kapselfᅵrmige
Tabletten tauschte. Angeblich (?) soll sich dabei die Zusammensetzung
der Tabletten nicht geᅵndert haben, sondern nur die Form. Aber das
glaube ich nicht.

Nun, ich habe noch Morbus Crohn, doch die Tramadol-Durchfᅵlle waren
definitiv anders und auch mit Unmengen an Cortison nicht zu stoppen. Also
fᅵr mich und meinen Arzt waren es keine MC-Schᅵbe, sondern mit hoher
Wahrscheinlichkeit vom Tramadol verursacht.

Seit dem reagiere ich grundsᅵtzlich nach mehrtᅵtiger Einnahme von
Tramadol mit Durchfᅵllen. Ich nehme es deshalb nicht mehr.

Meine Meinung: Wer mit stᅵndigen Schmerzen zu tun hat, sollte dieses
"Dreckszeug" nicht einnehmen, sondern mit seinem Arzt ᅵber Morphine
sprechen. Ich finde diese Medikamente - vorsichtig und maᅵvoll eingesetzt -
bei weitem weniger Nebenwirkungsbehaftet als Tramadol oder Valoron und
ᅵhnliche Pseudo-Opiode. Auch wenn BTM fᅵr viele ein "Problemmedikament"
darstellen - fᅵr mich sind sie es nicht.

Gruss
Artur

Thorsten Maier

unread,
Jan 6, 2010, 7:46:01 AM1/6/10
to
> Gelegentlich laut Fachinfo:

> Gelegentlich (≥1/1.000, 51/100): Brechreiz, gastrointestinale
> Irritationen (z. B. Magendruck, Völlegefühl), Diarrhoe.

Aha, vielen Dank. Weißt Du auch, ob es nach einer Hyposensibilisierung
(Frühblüher/Heuschnupfen) beim Allergologen zu Diarrhoe kommen kann?

Das wäre nämlich auch kurz vorher gewesen ;-)

Danke,
Thorsten

Thorsten Maier

unread,
Jan 6, 2010, 7:51:34 AM1/6/10
to
> Abhilfe schaffte ein Umstieg auf Morphiumhaltige (BTM) Prᅵparate.
Oh, ich dachte Tramadol enthᅵlt bereits etwas Morphin-artiges?

Interessant, dass andere das auch kennen. Mein Arzt meinte nur, es kᅵnne
nicht von Tramadol sein, da dies eher Verstopfung verursachen wᅵrde.
Newsgroups sind doch was tolles ;-)
Thorsten

Artur Kawa

unread,
Jan 6, 2010, 8:03:13 PM1/6/10
to
"Thorsten Maier" <thorste...@gmx.de> schrieb ...
>> Abhilfe schaffte ein Umstieg auf Morphiumhaltige (BTM) Prᅵparate.
> Oh, ich dachte Tramadol enthᅵlt bereits etwas Morphin-artiges?

Meines Wissens, nur ein synthetisches Opiod.

> Interessant, dass andere das auch kennen. Mein Arzt meinte nur, es kᅵnne
> nicht von Tramadol sein, da dies eher Verstopfung verursachen wᅵrde.

Tat es bei mir auch. Aber nur am Anfang.

Gruss
Artur

Helge Baars

unread,
Jan 7, 2010, 3:48:45 PM1/7/10
to
Thorsten Maier schrieb:
>
> Hallo liebe NG,
>
> kann mir jemand sagen, ob es m�glich ist, von der Einnahme von Tramadol

> (100mg retard/tag) auch Durchfall zu bekommen? Laut Packungsbeilage
> nein, sondern das Gegenteil als Verstopfung ist unter Nebenwirkungen
> aufgef�hrt.

>
> Ist eine solche Paradox-Reaktion bekannt?
>
> Vielen Dank,
> Thorsten

Da ich M. Chron habe, sind Durchf�lle nicht eindeutig diffrenzierbar.
Ganz eindeutig ist aber der Nebeneffekt des �bermaessigen Schwitzens.
Stress und physische Anstrengung erfordern permanente Waeschwechsel.
Gru� Helge

Happy Oyster

unread,
Jan 8, 2010, 8:57:52 AM1/8/10
to

Wie ist es mit MAP?

.
--
Die volle H�rte: http://www.kindersprechstunde.at
***************************************************************
Die Medienmafia � Die Regividerm-Verschw�rung
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=5710

Helge Baars

unread,
Jan 8, 2010, 3:32:07 PM1/8/10
to
Happy Oyster schrieb:

>
> Wie ist es mit MAP?
>

Wurde bei mir noch nie getestet aber vor Milch, raf. Zucker und
Algenprodukte hat mich mein Gastroenterolge gewarnt. Tramal nehme ich
aber nicht (nur) wg. M.Crohn, das hilft da eher wenig. Aber R�cken-
resp. Bandscheibenschmerzen kann ich damit gut unterdr�cken. Ich nehme
die Tramaldol 100mg Retard von der Firma 1A, das sind
Zweischichttabletten mit einem kleineren Anteil sofort wirksam, den Rest
dann retardierend. Tagesdosis liegt jetzt so min. 300 - max. 500mg - um
es einigerma�en ertr�glich zu machen.

http://www.reizmageninfo.de/html/morbus_crohn_.html

Happy Oyster

unread,
Jan 8, 2010, 4:54:48 PM1/8/10
to
On Fri, 08 Jan 2010 21:32:07 +0100, Helge Baars <helge...@t-online.de> wrote:

>Happy Oyster schrieb:
>>
>> Wie ist es mit MAP?
>>
>
>Wurde bei mir noch nie getestet

Dann sollte man es endlich mal tun!

Siehe:
http://www.google.de/search?hl=en&as_q=map+crohn+agrar.de&as_epq=&as_oq=&as_eq=&num=100

Thomas Hochstein

unread,
Jan 9, 2010, 6:22:26 AM1/9/10
to
Artur Kawa schrieb:

> Meine Meinung: Wer mit st�ndigen Schmerzen zu tun hat, sollte dieses
> "Dreckszeug" nicht einnehmen, sondern mit seinem Arzt �ber Morphine
> sprechen.

Tramadol hat seine starke Stellung in der - haus�rztlichen - Therapie
ja auch nicht seiner pharmakologischen Eigenschaften halber, sondern
weil es (IIRC mit Valoron) das einzige Opioid-Analgetikum ist, das
nicht dem BtMG unterf�llt.

-thh

Achim Roessler

unread,
Jan 9, 2010, 7:32:43 AM1/9/10
to
Am 09.01.2010 12:22, schrieb Thomas Hochstein:

> Tramadol hat seine starke Stellung in der - hausᅵrztlichen - Therapie


> ja auch nicht seiner pharmakologischen Eigenschaften halber, sondern
> weil es (IIRC mit Valoron) das einzige Opioid-Analgetikum ist, das

> nicht dem BtMG unterfᅵllt.

Sorry, Thomas, das Thema hatten wir vor einiger Zeit schon mal; u.a.
Codein (z.b. DHC) gehᅵrt auch zu den Opioiden, kann auf normalem Rp
verordnet werden und funktioniert -bei richtiger Indikation- auch ganz gut.
Soweit ich das ᅵberblicke wird das eher besser vertragen als Tramadol,
welches bei uns (wg. entsprechender Patientenberichten) gelegentlich
auch als 'Brechmittel mit analgetischer Wirkung' tituliert wurde ;-(

achim

Artur Kawa

unread,
Jan 9, 2010, 12:15:05 PM1/9/10
to
"Thomas Hochstein" <t...@inter.net> schrieb ...

Ja ich wei�. Ich wei� auch um die Vorurteile vieler �rzte gegen�ber
Btm, die es in anderen L�ndern so nicht gibt.

Wie Valoron funktioniert ist mir auch bekannt. Ich finde es "nicht gut",
dass diesem Medikament ein "Blocker" beigemischt wird, der die
Synthese ab einer bestimmten Dosis in der Leber verhindert.

Ich bin nicht sicher, ob die Wirkung dieses "Blockers" auf die Leber
wirklich ausreichend erforscht ist.

Ich hatte mal fast einen Lebertotalschaden, f�r den eben dieser "Blocker"
im Valoron mit-verantwortlich gemacht wurde...

Gruss
Artur

Artur Kawa

unread,
Jan 9, 2010, 12:18:24 PM1/9/10
to
"Helge Baars" <helge...@t-online.de> schrieb ...

Habe diese Erkrankung, wie oben erw�hnt, ebenfalls seit vielen Jahren.
Gruss an Dich, als Leidensgenossen...

Aber in der Zeit habe ich gelernt zwischen einem echten Schub und einem
normalen - durch anderes ausgel�stem - Durchfall zu unterscheiden. Die
�fters darauf folgenden Coloskopien best�tigten meine Vordiagnose immer,
die ich lediglich aus dem Befinden und der Symptomatik selbst stellte.

Gruss
Artur

Thomas Hochstein

unread,
Jan 11, 2010, 8:13:39 AM1/11/10
to
Achim Roessler schrieb:

>> Tramadol hat seine starke Stellung in der - haus�rztlichen - Therapie


>> ja auch nicht seiner pharmakologischen Eigenschaften halber, sondern
>> weil es (IIRC mit Valoron) das einzige Opioid-Analgetikum ist, das

>> nicht dem BtMG unterf�llt.


>
> Sorry, Thomas, das Thema hatten wir vor einiger Zeit schon mal;

Stimmt.

> u.a.
> Codein (z.b. DHC) geh�rt auch zu den Opioiden, kann auf normalem Rp

> verordnet werden und funktioniert -bei richtiger Indikation- auch ganz gut.

> Soweit ich das �berblicke wird das eher besser vertragen als Tramadol,

> welches bei uns (wg. entsprechender Patientenberichten) gelegentlich
> auch als 'Brechmittel mit analgetischer Wirkung' tituliert wurde ;-(

Eben. Daher sehe ich trotzdem wenig anderen Grund f�r die Beliebtheit
von Tramadol als meinetwegen die falsche Annahme der Verordnenden oder
Applizierenden, es sei das einzige Opioid-Analgetikum, das nicht dem
BtMG unterf�llt. ;) Oder �bersehe ich etwas?

-thh

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