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Reversible Erblindung?

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Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 4:02:52 AM12/29/09
to
...bin Unterhaltungsautor: mein Vorstellen kreist um verschiedene
Geschichten und muss manchmal durch Recherche unterf�ttert werden. Ein
Gedanke, der mich (f�r einen Abenteuer-Thriller mit Fantastik-Elementen)
besch�ftigt: B�sewicht hat Kinder geblendet, um ihren Geruch- und Tastsinn
f�r seine Zwecke zu sch�rfen. Mein Problem liegt darin, dass ich zum Schluss
eine Menge geblendeter Kinder habe, denen in dieser Hinsicht - zumindest
nach meinem Wissensstand- nicht zu helfen ist. Das w�re wahrscheinlich zu
traurig f�r ein genre-gerechtes Ende. Es w�re besser, wenn der Held nicht
nur den Widersacher �berwindet, sondern auch irgendeine L�sung wei� f�r die
blinden Kinder. Ist es medizinisch irgendwie m�glich, Blindheit so zu
induzieren, dass sie wieder r�ckg�ngig gemacht werden kann? Eine Antwort,
die dem von mir beschriebenen Genre gen�gt, muss nicht 100% den Stand der
Wissenschaft wiedergeben, aber auch nicht v�llig an den Haaren herbeigezogen
sei. - M.

Achim Roessler

unread,
Dec 29, 2009, 5:24:12 AM12/29/09
to
Am 29.12.2009 10:02, schrieb Otto Beck:
> ...bin Unterhaltungsautor: mein Vorstellen kreist um verschiedene
> Geschichten und muss manchmal durch Recherche unterfᅵttert werden. Ein
> Gedanke, der mich (fᅵr einen Abenteuer-Thriller mit Fantastik-Elementen)
> beschᅵftigt: Bᅵsewicht hat Kinder geblendet, um ihren Geruch- und Tastsinn
> fᅵr seine Zwecke zu schᅵrfen. Mein Problem liegt darin, dass ich zum Schluss

> eine Menge geblendeter Kinder habe, denen in dieser Hinsicht - zumindest
> nach meinem Wissensstand- nicht zu helfen ist. Das wᅵre wahrscheinlich zu
> traurig fᅵr ein genre-gerechtes Ende. Es wᅵre besser, wenn der Held nicht
> nur den Widersacher ᅵberwindet, sondern auch irgendeine Lᅵsung weiᅵ fᅵr die
> blinden Kinder. Ist es medizinisch irgendwie mᅵglich, Blindheit so zu
> induzieren, dass sie wieder rᅵckgᅵngig gemacht werden kann? Eine Antwort,
> die dem von mir beschriebenen Genre genᅵgt, muss nicht 100% den Stand der
> Wissenschaft wiedergeben, aber auch nicht vᅵllig an den Haaren herbeigezogen
> sei. - M.
>

Hmm, ob das nun in dein 'Genre' passt?
Eine Verletzung der Hornhaut (z.b. Verᅵtzung, kommt durchaus hᅵufiger
mal vor) kann durch deren Trᅵbung die Sehfᅵhigkeit einschrᅵnken (auch
aufheben). Dies wiederum kann durch die Transplantation einer intakten
Hornhaut (med. erprobtes Verfahren) in vielen Fᅵllen behoben werden
(Transplantat und fᅵhigen Operateur vorausgesetzt).
ᅵhnlich bei einer Trᅵbung der Augenlinse (z.b. Katarakt) (Anatomie des
Auges bitte selbst noch mal nachsehen), die spontan (meist im hᅵheren
Alter) aber auch induziert durch div. Noxen wie Medikamente, UV,
Infrarot (Glasblᅵser) etc. entstehen kann...
z.B. bei Kindern:
<http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/klimo/doi/10.1055/s-2008-1027946>

Diese Linsentrᅵbung kann das Sehvermᅵgen auch hochgradig schᅵdigen, und
lᅵᅵt sich durch Austausch der Linse(n) beheben (Linsen-OP ist IIRC eine
der hᅵufigsten OPs in unseren Breiten ᅵberhaupt)

Vielleicht kannst Du dir daraus ja etwas zusammenstricken?
Ansonsten kannst Du mit den o.g. Begriffen sicher noch nettere Links
finden kᅵnnen.

HTH
achim

Holger Korn

unread,
Dec 29, 2009, 5:43:04 AM12/29/09
to
Am 29.12.2009 10:02:52 schrieb Otto Beck:


> nur den Widersacher �berwindet, sondern auch irgendeine L�sung wei� f�r die
> blinden Kinder. Ist es medizinisch irgendwie m�glich, Blindheit so zu

[...]


> die dem von mir beschriebenen Genre gen�gt, muss nicht 100% den Stand der
> Wissenschaft wiedergeben, aber auch nicht v�llig an den Haaren herbeigezogen

wenns in Richtung Technik gehen darf �berlege dir ein Sensorimplantat das
mit dem noch vorhandenen Sehnerv verw�chst.

(in Schwarz-weiss und geringer Aufl�sung wurde dies - vermutlich aber an
Tieren - schon getestet. Thema stand vor 1-2 Jahren man bei heise.de)

ansonsten gibts die M�glichkeit durch _noch nicht vorhandene_
Stammzellenbehandlung zerst�rtes Gewebe zielgerichtet nachwachsen zu
lassen.

so als spontaner Einfall..... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

--
cu |_|
|olger

Holger Korn

unread,
Dec 29, 2009, 5:46:07 AM12/29/09
to
Am 29.12.2009 10:02:52 schrieb Otto Beck:

> ...bin Unterhaltungsautor: mein Vorstellen kreist um verschiedene


schade - die Absenderadresse ist gef�lscht....


wollte aus Neugierde nach weiteren Infos zum geplanten Werk fragen.


--
cu |_|
|olger

Cornelia Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 6:11:31 AM12/29/09
to
"Otto Beck" <0b...@gmx.net> wrote in
news:7ptutt...@mid.individual.net:

> ...bin Unterhaltungsautor

Dann lass mal lieber die Finger von Wissenschaftlichem.

Cornelia

--
Be out and be proud - today is the first day of the rest of your life
Support Transgenre Strasbourg : www.sts67.org
Creative stuff : www.bownbend.com
GPG key ID 83FF7452

Lars Bräsicke

unread,
Dec 29, 2009, 6:25:23 AM12/29/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> "Otto Beck" <0b...@gmx.net> wrote in
> news:7ptutt...@mid.individual.net:
>
>> ...bin Unterhaltungsautor
>
> Dann lass mal lieber die Finger von Wissenschaftlichem.

Warum?

Lars

Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 7:01:57 AM12/29/09
to

>> ...bin Unterhaltungsautor
>
> Dann lass mal lieber die Finger von Wissenschaftlichem.


In meiner Arbeit ist es oft so, dass man Ideen pr�ft, die meisten wieder
fallen l�sst, u.a. aus wissenschaftlichen Gr�nden, die dann aber nicht darin
liegen, dass es �berhaupt eine Wissenschaftliches ber�hrendes Thema ist und
deswegen nicht taugt. Ein anderes Feld, in dem momentan etwas stecken
k�nnte, w�re z.B. das gerade abnorme Ausbleiben der Sonnenflecken (Einfl�sse
auf Klima usf.), von dem Du wom�glich genauso wenig Ahnung hast wie ich.
Soll man deswegen keinen Astronomen befragen d�rfen?

Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 7:08:09 AM12/29/09
to

> Diese Linsentrᅵbung kann das Sehvermᅵgen auch hochgradig schᅵdigen, und
> lᅵᅵt sich durch Austausch der Linse(n) beheben (Linsen-OP ist IIRC eine
> der hᅵufigsten OPs in unseren Breiten ᅵberhaupt)
>
> Vielleicht kannst Du dir daraus ja etwas zusammenstricken?
> Ansonsten kannst Du mit den o.g. Begriffen sicher noch nettere Links
> finden kᅵnnen.

Das mit dem Linsenaustausch kᅵnnte was abwerfen. Vielen Dank!

Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 7:09:56 AM12/29/09
to

>> ...bin Unterhaltungsautor: mein Vorstellen kreist um verschiedene
>
>
> schade - die Absenderadresse ist gef�lscht....
>
>
> wollte aus Neugierde nach weiteren Infos zum geplanten Werk fragen.


...so geht's mir laufend, wenn ich was recherchiere. Deswegen gehe ich
solchem Privat-Kontakt aus dem Wege. Wenn Du mich irgendwas fragen willst,
kannst Du's hier tun.

Cornelia Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 7:28:00 AM12/29/09
to
Lars Br�sicke <brae...@yahoo.de> wrote in news:7pu790FoulU1
@mid.individual.net:

> Warum?

Weil science eben keine fiction ist.

Cornelia Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 7:29:05 AM12/29/09
to
"Otto Beck" <0b...@gmx.net> wrote in news:7pu9do...@mid.individual.net:

> Soll man deswegen keinen Astronomen befragen d�rfen?

Und mu� man dann daraus Unterhaltung machen?

Lars Bräsicke

unread,
Dec 29, 2009, 7:30:44 AM12/29/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> Lars Br�sicke <brae...@yahoo.de> wrote in news:7pu790FoulU1
> @mid.individual.net:
>
>> Warum?
>
> Weil science eben keine fiction ist.

Dennoch kann (und soll) Wissenschaftliches auch Gegenstand von
Literatur, auch Unterhaltungsliteratur sein.

Lars

Holger Korn

unread,
Dec 29, 2009, 7:30:52 AM12/29/09
to
Am 29.12.2009 13:09:56 schrieb Otto Beck:


> ...so geht's mir laufend, wenn ich was recherchiere. Deswegen gehe ich
> solchem Privat-Kontakt aus dem Wege. Wenn Du mich irgendwas fragen willst,
> kannst Du's hier tun.


dann verwende doch gleich einen erkennbar anonymen Absender. das ist dann
sehr viel h�flicher. egal.


aber zur Frage: wobei ich vermute dass eine �ffentliche Antwort vor der
Ver�ffentlichung kaum stattfinden wird.... oder?

Details zum Werk (Titel, Erscheinung, Verlag,....)



--
cu |_|
|olger

nobby

unread,
Dec 29, 2009, 7:37:59 AM12/29/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> "Otto Beck" <0b...@gmx.net> wrote in news:7pu9do...@mid.individual.net:
>
>> Soll man deswegen keinen Astronomen befragen d�rfen?
>
> Und mu� man dann daraus Unterhaltung machen?
>
> Cornelia
>
Wissen kann man auch auf unterhaltsame Art vermitteln, oder?

vG Nobby

--
Ich verwende seit einen 1/4 Jahrhundert keine Unterhosen.
(Das M�sl)

Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 7:39:22 AM12/29/09
to
> aber zur Frage: wobei ich vermute dass eine �ffentliche Antwort vor der
> Ver�ffentlichung kaum stattfinden wird.... oder?
>
> Details zum Werk (Titel, Erscheinung, Verlag,....)

Es geht um eine TV-Produktion, mehr kann ich niemand ausplaudern. Auch ist
nicht raus, ob's mit den "blinden Kindern" funktioniert. Vielleicht nehmen
wir was anderes. Im Moment steckt alles in der Recherche. Das Ergebnis ist,
wenn geht, in 3 Jahren zu besichtigen...

Otto Beck

unread,
Dec 29, 2009, 7:49:20 AM12/29/09
to

> Und mu� man dann daraus Unterhaltung machen?

Fiktionale Werke gehen vor allem auf die inneren Dynamiken ihrer Charaktere,
die aber eben nicht nur Figuren sein k�nnen, sondern auch eine Umgebung,
Berufe etc. haben. Manchmal sind es auch Wissenschaftler, in unserem Fall
z.B. ein Medizinstudent, der im 12 Semester abgebrochen hat, wegen einer
Geschichte mit seinem Vater, und jetzt als Tauchlehrer arbeitet. In solchem
Fall recherchiert man als Autor die Umgebung seiner Figur. Dass z.B. Kinder
geblendet werden, gibt es in der III Welt h�ufiger, um Gewinn aus ihnen zu
ziehen. Die Frage w�re, wie man's ggf. heilen k�nnte - mit oder ohne Deine
Expertise.

Es ist �brigens in allen Sachgebieten am schwierigsten, von Medizinern
Ausk�nfte zu erhalten. Dieser Berufsstand hat ein sehr hohes
Selbstbewusstsein, weswegen man auch kaum welche in anderen Berufsfeldern
(z.B. Politik oder Kunst) findet. Es gibt l�ngst nicht so viele �rzte, die
schriftstellern oder schauspielern wie z.B. Juristen.

Cornelia Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 7:52:05 AM12/29/09
to
nobby <nd...@gmx.net> wrote in news:hhct76$pkh$2...@news.eternal-
september.org:

> Wissen kann man auch auf unterhaltsame Art vermitteln, oder?

Fantastische Literatur hat aber nicht mehr viel mit Wissen zu tun.

Carsten Thumulla

unread,
Dec 29, 2009, 8:30:03 AM12/29/09
to

karin landherr

unread,
Dec 29, 2009, 10:36:49 AM12/29/09
to

"Cornelia Schneider" <cschn...@pccsxb.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4b39e3e3$0$14570$426a...@news.free.fr...

> "Otto Beck" <0b...@gmx.net> wrote in
> news:7ptutt...@mid.individual.net:
>
>> ...bin Unterhaltungsautor
>
> Dann lass mal lieber die Finger von Wissenschaftlichem.

Und erkundigt sich ein Autor vorher NICHT nach halbwegs
wissenschaftlich haltbaren Methoden, muss er sich Vorw�rfen bez�glich
"komplett an der Lehre vorbei", "hirnrissig", "unm�glich" etc.stellen.

Also wie man es macht, isses falsch ?

Holger Korn

unread,
Dec 29, 2009, 10:39:10 AM12/29/09
to
Am 29.12.2009 13:39:22 schrieb Otto Beck:


> Es geht um eine TV-Produktion, mehr kann ich niemand ausplaudern. Auch ist

ahhh: Film

> wenn geht, in 3 Jahren zu besichtigen...

je nachdem wie es passt w�rde ich durchaus die technisch-medizinische
Variante (Sensor der mit Sehnerv verw�chst --- Terminator hat sowas auch)
nutzen.
hat dann den Vorteil sich nicht in die Stammzellen-science-fiction
einmiscen zu m�ssen. da w�re nur der Ausweg einer erfolgreichen
Augentransplantation.

--
cu |_|
|olger

Cornelia Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 12:47:50 PM12/29/09
to
"karin landherr" <k...@gmx.net> wrote in news:7pum0pFd1sU1
@mid.individual.net:

> Also wie man es macht, isses falsch ?

Es zwing ihn niemand �ber Sachen zu schreiben die er nicht kennt. Es gibt
auch noch tausende andere "unterhaltende" Themen.

Helmut Wabnig

unread,
Dec 30, 2009, 3:56:12 AM12/30/09
to

Geht doch.
Fest die Augen reiben und massieren,
dann sieht man etwas.


w.

Lars Bräsicke

unread,
Dec 30, 2009, 8:36:23 AM12/30/09
to
Otto Beck schrieb:

> Es ist �brigens in allen Sachgebieten am schwierigsten, von Medizinern
> Ausk�nfte zu erhalten. Dieser Berufsstand hat ein sehr hohes
> Selbstbewusstsein, weswegen man auch kaum welche in anderen Berufsfeldern
> (z.B. Politik oder Kunst) findet.

Der Kausalschlu� leuchtet nicht ein.
Wenn sie ein hohes Selbstbewu�tsein h�tten, sollten sie sich doch gerade
zu allem bef�higt f�hlen.

> Es gibt l�ngst nicht so viele �rzte, die
> schriftstellern oder schauspielern wie z.B. Juristen.

Das k�nnte schon daran liegen, da� �rzte in ihrem Beruf ausgelastet sind.

lars

Lars Bräsicke

unread,
Dec 30, 2009, 8:42:26 AM12/30/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> "karin landherr" <k...@gmx.net> wrote in news:7pum0pFd1sU1
> @mid.individual.net:
>
>> Also wie man es macht, isses falsch ?
>
> Es zwing ihn niemand �ber Sachen zu schreiben die er nicht kennt. Es gibt
> auch noch tausende andere "unterhaltende" Themen.

Gut, das Ende von Arztromanen w�re zu verkraften ...
Aber dieses rigorose Urteil bedeutete auch das Ende der Kriminalliteratur.
Denn von Verbrechen, Polizei und Justiz haben Autoren ja zun�chst auch
keine n�here Kenntnis.
Erst selbst eiunen umbringen, um dar�ber schreiben zu k�nnen, ich wei�
nicht ...

Lars

Thomas Hochstein

unread,
Dec 30, 2009, 11:21:53 AM12/30/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

>> Soll man deswegen keinen Astronomen befragen d�rfen?
>
> Und mu� man dann daraus Unterhaltung machen?

Ich verstehe die Fragestellung nicht.

Schon deshalb, weil Unterhaltung - sei es im Fernsehen, seien es
B�cher - durchaus f�r viele realit�tspr�gend ist, w�re es durchaus
w�nschenswert, wenn auch Unterhaltungswerke in gr��erem Umfang
zumindest elementar recherchiert w�ren, um nicht - unn�tig bzw.
ungewollt - von der Realit�t zu divergieren. Das erh�ht vermutlich
nicht nur f�r mich den Lese- oder Seh-Genu�.

-thh

[1] Nat�rlich wei� eigentlich jeder, da� ein Krimi nicht die
polizeiliche Ermittlungst�tigkeit wiederspiegelt, die
Schwarzwaldklinik nicht die Abl�ufe in einem Krankenhaus und ein
Fernsehfilm �ber einen Gerichtsproze� nicht den Ablauf eines solchen
in der Realit�t. Dennoch werden diese immer wiederholten, oft schlicht
falschen oder US-amerikanisch gepr�gten Stereotypen auch von
gebildeten Menschen zumindest hinsichtlich der grunds�tzlichen Abl�ufe
nicht selten als real empfunden (warum sollte auch ein dramaturgisch
v�llig nebens�chlicher Teil realit�tsfremd dargestellt werden?). Das
f�hrt dann zu Verwunderung, wenn im realen deutschen Strafproze� die
Befragung der Zeugen praktisch ausschlie�lich durch das Gericht
erfolgt, die �brigen Beteiligten allenfalls erg�nzende, aber meist gar
keine Fragen stellen und niemand "Einspruch" ruft, oder wenn im
deutschen Zivilproze� die m�ndliche Verhandlung ausschlie�lich aus der
Bezugnahme auf die schrifts�tzlich gestellten Antr�ge besteht, so da�
der Zuschauer �berhaupt gar nicht verstehen kann, worum es �berhaupt
geht. Nicht nur deshalb halte ich es durchaus f�r w�nschenswert, wenn
auch "fiction" dort, wo es nicht mit dem Plot kollidiert, "science"
zumindest im grunds�tzlichen Bereich der Laienkenntnisse korrekt
wiedergibt.

Cornelia Schneider

unread,
Dec 30, 2009, 2:12:58 PM12/30/09
to
Thomas Hochstein <t...@inter.net> wrote in news:dsmm.0912301721.3831
@thorondor.akallabeth.de:

> Ich verstehe die Fragestellung nicht.

Das mag sein, hier ist allerdings eine SCI-Gruppe. Nicht "de.ich-bin-zu-
faul-selbst-was-f�r-mein-drehbuch-zu-erfinden".

Lars Bräsicke

unread,
Dec 31, 2009, 6:33:53 AM12/31/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> Thomas Hochstein <t...@inter.net> wrote in news:dsmm.0912301721.3831
> @thorondor.akallabeth.de:
>
>> Ich verstehe die Fragestellung nicht.
>
> Das mag sein, hier ist allerdings eine SCI-Gruppe. Nicht "de.ich-bin-zu-
> faul-selbst-was-f�r-mein-drehbuch-zu-erfinden".

Schlechte Laune?

Lars

Dirk Geiger

unread,
Dec 31, 2009, 11:01:59 AM12/31/09
to
Cornelia Schneider wrote:
>Weil science eben keine fiction ist.
Na ja - ich w�rde aus wissenschaftstheoretischer Perspektive durchaus
behaupten, dass Wissenschaft grundlegend auf Fiktionen (die ich aber
lieber Setzungen nennen w�rde...) beruht. Wenn man nicht soweit gehen
will, bleiben immer noch die Fiktionen der Modelle h�herer Ordnung
�ber die niedrigeren Ordnungen; da sich die wissenschaftliche Medizin
praktisch nur auf hoher Ordnung bewegt, beruht sie besonders auf
Fiktionen.

Grusz,
Dirk

Otto Beck

unread,
Dec 31, 2009, 3:26:00 PM12/31/09
to

> Das mag sein, hier ist allerdings eine SCI-Gruppe. Nicht "de.ich-bin-zu-
> faul-selbst-was-f�r-mein-drehbuch-zu-erfinden".

Tatsachen, also alles, was unter SCI f�llt, werden gefunden, nicht erfunden.
Sowas ist nicht Meinungssache.

gUnther nanon�m

unread,
Jan 3, 2010, 11:18:46 AM1/3/10
to

"Otto Beck" <0b...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:7ptutt...@mid.individual.net...

> ...bin Unterhaltungsautor: mein Vorstellen kreist um verschiedene
> Geschichten und muss manchmal durch Recherche unterf�ttert werden. Ein
> Gedanke, der mich (f�r einen Abenteuer-Thriller mit Fantastik-Elementen)
> besch�ftigt: B�sewicht hat Kinder geblendet, um ihren Geruch- und Tastsinn
> f�r seine Zwecke zu sch�rfen. Mein Problem liegt darin, dass ich zum
> Schluss eine Menge geblendeter Kinder habe, denen in dieser Hinsicht -
> zumindest nach meinem Wissensstand- nicht zu helfen ist. Das w�re
> wahrscheinlich zu traurig f�r ein genre-gerechtes Ende. Es w�re besser,
> wenn der Held nicht nur den Widersacher �berwindet, sondern auch
> irgendeine L�sung wei� f�r die blinden Kinder. Ist es medizinisch
> irgendwie m�glich, Blindheit so zu induzieren, dass sie wieder r�ckg�ngig
> gemacht werden kann? Eine Antwort, die dem von mir beschriebenen Genre
> gen�gt, muss nicht 100% den Stand der Wissenschaft wiedergeben, aber auch
> nicht v�llig an den Haaren herbeigezogen sei. - M.

Hi,
dann guck doch einfach Dr.House, da kommen allerlei lustige Symptome vor.
Reversible Blindheit war auch schonmal dabei.

--
mfg,
gUnther

Bubi Meier

unread,
Dec 30, 2009, 10:42:26 PM12/30/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> nobby <nd...@gmx.net> wrote in news:hhct76$pkh$2...@news.eternal-
> september.org:
>
>> Wissen kann man auch auf unterhaltsame Art vermitteln, oder?
>
> Fantastische Literatur hat aber nicht mehr viel mit Wissen zu tun.
>
> Cornelia
>
Jedes neue Wissen ist 'fantastisch'. Manches sogar gef�hrlich fantastisch.

-bm

Bubi Meier

unread,
Dec 30, 2009, 10:39:24 PM12/30/09
to
Cornelia Schneider schrieb:

> Lars Br�sicke <brae...@yahoo.de> wrote in news:7pu790FoulU1
> @mid.individual.net:
>
>> Warum?
>
> Weil science eben keine fiction ist.
>
> Cornelia
>
Wenn das alle gro�en wissenschaftlichen Geister so gesehen h�tten,
w�rden wir vermutlich noch auf dem Baum sitzen.

-bm

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