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Warum Diabetes II nicht einfach eliminieren?

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ChefUrsula

unread,
Nov 18, 2009, 1:46:12 PM11/18/09
to
Liebe Leser,
Nach langen Jahren USA bin ich wieder hier in Deutschland und lese
hier wirklich viel erstaunliches, womit hier Diabetikern geholfen
werden soll.

Bis jetzt habe ich hier in Deutschland noch keinen Arzt die Aussage
machen hoeren, dass man
Diabetes 2 eliminieren kann. Na ja, warum auch? Damit kann man
schliesslich kein Geld verdienen.

Zuerst muss man sich mal darueber informieren und verstehen lernen,
woher Diabetes ueberhaupt kommt. Naehmlich von zu vielen
Kohlenhydraten! Zu viele Kohlenhydrate werden in Zucker umgewandelt.
Was sind zu viele Kohlenhydrate? Alles was aus Getriede hergestellt
wird: Brote, Kuchen, Teigwaren, Kekse, Suessteile usw., dann
staerkehaltige Nahrung wie Kartoffeln in allen Formen usw., vom
regulaeren Zucker-Ueberkonsum mal ganz abgesehen.

Prof. Prian Peskin, USA, www.24-hour-diet.com, als einer der wenigen
Forscher und Aerzte, erklaert dieser, dass unsere Bauchspeicheldruese
dafuer geschaffen ist, nur ca. 20% bis max. 30% Kohlenhydrate zu
verarbeiten und 70% bis 80% Proteine und Fette (und zwar gesunde
natürliche Fette, keine Labor-Margarinen!). Wie wird in der Regel
gegessen? Gerade umgekehrt! Und daher kommen die meisten Diaebetes
Probleme. Zu viel Kohlenhydrate, zu viel Insulin, erhoehter Blutdruck,
Cholesterol, usw. Die Bauchspeicheldruese ist schon voellig
ueberlastet, die hereinstroemenden Kohlenhydrate zu verarbeiten und
kommt schlicht und einfach nicht mehr dazu, Proteine und Fette zu
verarbeiten.
Das fuehrt dann zur sogenannten Ueberfettung. Jedoch nicht das Fett
ist das Problem, Fett selbst macht gar nicht "fett", sondern eben der
Ueberkonsum von Kohlenhydraten.

Also warum nicht einfach mal reduzieren und weglassen, was Diabetes
verursacht? Macht es dann nicht Sinn, dass dabei Diabetes auch wieder
verschwindet? Ohje, nun habe ich aber was gesagt! Was erlaube ich mir
nur! Waere es nicht aeusserst fatal, wenn all die Insulin-abhängigen
Diabetiker ploetzlich alls diese Medikamente nicht mehr braeuchten? So
einfach ist es aber!

Zu den schlecht heilenden Wunden, die hier genannt werden: Bitte
überlegen Sie sich folgendes:
Schlecht heilende Wunden erhalten einfach zu wenig natürliche Omega-6
essentielle Fettsaeuren und damit zu wenig Sauerstoff. Und warum? Na
ist doch klar: Zu viel Kohlenhydrate verhinden die ordnungsgemaesse
Absorbtion von Fetten, wie oben erwaehnt. Vorausgesetzt jemand isst
ueberhaupt rohe, kalt gepresste Fette, wie z.B. unpasteurisierte
Butter, Kokosnussoel, Sonnenblumenoel, Hanfoel, Avocado-oel usw. Die
meisten Fette, die heute gegessen werden, sind voellig denaturiert und
wertlos.

Die Haut enthält NUR Omega-6 essentielle Fettsäuren. Deshalb verstehe
ich auch Aerzte nicht, die Omega-3 Fischoel empfehlen, was voellig
paradox ist. Da die Haut gar kein Omega-3 enthaelt, wie soll dann
Omega-3 bei Hautproblemen helfen? Hier ist der Clou:
Wir brauchen in unserer taeglichen Nahrung viel mehr natuerliche
Omega-6 essentielle Fettsaeuren, damit ist auch eine entsprechende
Sauerstoff-Aufnahme und Weiterleitung an die Trillionen von
Körperzellen gewaehrleistet. Nochmals: Reduzierung von denaturierten
Omega-6 Fetten und vor allem Labor-Margarinen, und Erhoehung der
guten!

Eine weitere Hilfe, Wunden schneller heilen zu lassen: Jetzt werden
einige sagen, diese Person ist durchgeknallt! Macht nichts! Machen Sie
Cayenne-Pfeffer-Wickel! Cayenne Pfeffer ist eine der natuerlichsten
Wunderheilmittel, die man sich vorstellen kann. Cayenne Pfeffer
desinfiziert eine Wunde und laesst sie ganz schnell abheilen. Das
brennt? Na und? Dann lassen Sie es mal fuenf Minuten brennen. Was
macht das schon, wenn hinterher alles schoen abheilt? Vor allem,
Cayenne Pfeffer hat UEBERHAUPT KEINE NEBENWIRKUNGEN!

Mehr über all solche Dinge erfahren Sie, wenn Sie mir emailen.

Anja L�nge

unread,
Nov 18, 2009, 2:37:03 PM11/18/09
to
ChefUrsula wrote:
> Liebe Leser,

Liebes ChefUrsula,

> Nach langen Jahren USA bin ich wieder hier in Deutschland

a one, two, three... Ach w�rst du doch in den USA geblieben, das w�r besser
f�r uns und f�r dich und die Welt �berhaupt...

> Prof. Prian Peskin, USA, www.24-hour-diet.com,

The 24-Hour DietT is Here!
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> Mehr �ber all solche Dinge erfahren Sie, wenn Sie mir emailen.

X-Complaints-To: groups...@google.com


Joerg Moeller

unread,
Nov 18, 2009, 2:50:17 PM11/18/09
to
ChefUrsula <ChefU...@yahoo.com> schrieb:

>Bis jetzt habe ich hier in Deutschland noch keinen Arzt die Aussage
>machen hoeren, dass man
>Diabetes 2 eliminieren kann. Na ja, warum auch? Damit kann man
>schliesslich kein Geld verdienen.

Stimmt, mit der Heilung von Diabetes lie�e sich gerade mal ein
Nobelpreis verdienen. Und welcher Mediziner will den schon...

>Zuerst muss man sich mal darueber informieren und verstehen lernen,
>woher Diabetes ueberhaupt kommt. Naehmlich von zu vielen
>Kohlenhydraten!

Ja nee, iss klar...

>Das fuehrt dann zur sogenannten Ueberfettung. Jedoch nicht das Fett
>ist das Problem, Fett selbst macht gar nicht "fett", sondern eben der
>Ueberkonsum von Kohlenhydraten.

Und Kalorien sind die kleinen Wichtel, die nachts heimlich die Kleider
enger n�hen vermute ich mal?

>Also warum nicht einfach mal reduzieren und weglassen, was Diabetes
>verursacht? Macht es dann nicht Sinn, dass dabei Diabetes auch wieder
>verschwindet?

Nur wenn man so naiv ist zu glauben der b�se Mann verscheindet wenn
man nur fest genug die Augen zukneift...

>Ohje, nun habe ich aber was gesagt! Was erlaube ich mir

>nur! Waere es nicht aeusserst fatal, wenn all die Insulin-abh�ngigen


>Diabetiker ploetzlich alls diese Medikamente nicht mehr braeuchten? So
>einfach ist es aber!

Cool... Auf welchem Planeten?

>Eine weitere Hilfe, Wunden schneller heilen zu lassen: Jetzt werden
>einige sagen, diese Person ist durchgeknallt! Macht nichts!

Na dann iss ja gut...

>Machen Sie
>Cayenne-Pfeffer-Wickel! Cayenne Pfeffer ist eine der natuerlichsten
>Wunderheilmittel, die man sich vorstellen kann. Cayenne Pfeffer
>desinfiziert eine Wunde und laesst sie ganz schnell abheilen. Das
>brennt? Na und? Dann lassen Sie es mal fuenf Minuten brennen. Was
>macht das schon, wenn hinterher alles schoen abheilt? Vor allem,
>Cayenne Pfeffer hat UEBERHAUPT KEINE NEBENWIRKUNGEN!
>

>Mehr �ber all solche Dinge erfahren Sie, wenn Sie mir emailen.

Oder wenn man mal hier nachliest:
http://www.dr-gumpert.de/html/cayenne_pfeffer.html#c4653

Mein Tip an alle Mitleser: bei Meldungen �ber eine angebliche Methode
Diabetes dauerhaft zu heilen einfach mal die Nachrchten aus Stockholm
oder einen beliebigen B�rsenticker verfolgen.
Sollte es n�mlich tats�chlich einem gelingen kriegt der nicht nur
umgehend einen Nobelpreis sondern auch die Lizenz Geld zu drucken

Und alle anderen k�nnen ja gern bei 'ChefUrsula' einen Kurs buchen
(wenn sie ihrem Geld gerade b�se sind):
http://www.meetup.com/raw-food/calendar/9612154/

Rohkost-Threads in dsmd... wer h�tte das gedacht ;-)

Viele Gr��e,
J�rg

--
http://www.diabetesinfo.de/ Basiswissen f�r interessierte Diabetiker
http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/ Einsteigerwissen �ber Diabetes
http://www.sidiary.de/ Diabetessoftware mal anders: einfacher ;-)
http://www.dsmd-faq.info/ Die FAQ-Liste von de.sci.medizin.diabetes

Torsten Mueller

unread,
Nov 19, 2009, 1:10:02 AM11/19/09
to
Joerg Moeller <Joerg....@diabetesinfo.de> schrieb:

> > Zuerst muss man sich mal darueber informieren und verstehen
> > lernen, woher Diabetes ueberhaupt kommt. Naehmlich von zu vielen
> > Kohlenhydraten!
>
> Ja nee, iss klar...
>
> > Das fuehrt dann zur sogenannten Ueberfettung. Jedoch nicht das
> > Fett ist das Problem, Fett selbst macht gar nicht "fett", sondern
> > eben der Ueberkonsum von Kohlenhydraten.
>
> Und Kalorien sind die kleinen Wichtel, die nachts heimlich die

> Kleider enger nᅵhen vermute ich mal?

Nicht, daᅵ ich dem ChefUrsula widersprechen wollte. Aber ich werfe mal
die Frage in die Expertenrunde, ob nicht zumindest der Typ 2 allein
durch Reduktion seiner Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht
heilen!, aber) weitgehend in Balance halten kᅵnnte, und zwar ohne
externes Insulin [1]. Es wᅵre selbstverstᅵndlich keine leichte Sache,
setzte hᅵufiges Messen (jede Stunde) voraus und mᅵglicherweise auch
viele kleine Zwischenmahlzeiten in genauen Dosen (nicht einen Bissen
zu viel). Das wᅵre zugegeben nicht sehr bequem, insbesondere bei
kᅵrperlicher Belastung. Aber mal rein theoretisch, wo ist der
eigentliche Haken bei der Sache? Fᅵhrt das zu Mangelerscheinungen?

T.M.

[1] use case: dummer Notfall - nicht ganz alltᅵgliches Ausland,
Insulin im Rucksack, Rucksack geklaut. Was dann?

Torsten Mueller

unread,
Nov 19, 2009, 1:26:27 AM11/19/09
to
Joerg Moeller <Joerg....@diabetesinfo.de> schrieb:

> > Zuerst muss man sich mal darueber informieren und verstehen
> > lernen, woher Diabetes ueberhaupt kommt. Naehmlich von zu vielen
> > Kohlenhydraten!
>
> Ja nee, iss klar...
>
> > Das fuehrt dann zur sogenannten Ueberfettung. Jedoch nicht das
> > Fett ist das Problem, Fett selbst macht gar nicht "fett", sondern
> > eben der Ueberkonsum von Kohlenhydraten.
>
> Und Kalorien sind die kleinen Wichtel, die nachts heimlich die

> Kleider enger nᅵhen vermute ich mal?

Nicht, daᅵ ich dem ChefUrsula nachreden wollte. Aber ich werfe mal die


Frage in die Expertenrunde, ob nicht zumindest der Typ 2 allein durch
Reduktion seiner Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!,
aber) weitgehend in Balance halten kᅵnnte, und zwar ohne externes
Insulin [1]. Es wᅵre selbstverstᅵndlich keine leichte Sache, setzte
hᅵufiges Messen (jede Stunde) voraus und mᅵglicherweise auch viele

kleine Zwischenmahlzeiten in genauen Dosen (ich sach ma: jede Stunde
ein halber Haferkeks). Das wᅵre zugegeben nicht sehr bequem,

Christoph 1

unread,
Nov 19, 2009, 4:46:03 AM11/19/09
to
Torsten Mueller schrieb:
> Nicht, da� ich dem ChefUrsula nachreden wollte. Aber ich werfe mal die

> Frage in die Expertenrunde, ob nicht zumindest der Typ 2 allein durch
> Reduktion seiner Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!,
> aber) weitgehend in Balance halten k�nnte, und zwar ohne externes
> Insulin [1].

Du kannst die Krankheit Diabetes dadurch nicht in Balance halten.
Durch Weglassen von Kohlenhydraten kannst du nur den Anstieg der
Blutzuckerwerte nach der Mahlzeit verringern, also die Blutzucker
Schwankungen verringern. Eine erh�hte Insulinresistenz beh�ltst du
aber trotzdem und deine Blutzuckerwerte werden nur gleichm��iger auf
einem erh�hten Niveau sein. Auch durch Fett- und Eiwei�ern�hrung
steigt der Blutzucker.

> Es w�re selbstverst�ndlich keine leichte Sache, setzte
> h�ufiges Messen (jede Stunde) voraus und m�glicherweise auch viele


> kleine Zwischenmahlzeiten in genauen Dosen (ich sach ma: jede Stunde
> ein halber Haferkeks).

Haferkeks = Kohlenhyrate, also etwas anderes als im Ursprungsposting
vorgeschlagen.

> Aber mal rein theoretisch, wo

> ist der eigentliche Haken bei der Sache? F�hrt das zu
> Mangelerscheinungen?

Der Haken ist: Du bek�mpft ein einzelnes Diabetes Symptom
(Blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit) durch eine Fehlern�hrung, und
beh�ltst alle weiteren Nachteile der Diabeteserkrankung.

Viele Gr��e
Christoph

Torsten Mueller

unread,
Nov 19, 2009, 6:28:59 AM11/19/09
to
Christoph 1 <Chris...@gmx.net> schrieb:

> > Aber ich werfe mal die Frage in die Expertenrunde, ob nicht
> > zumindest der Typ 2 allein durch Reduktion seiner
> > Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!, aber) weitgehend

> > in Balance halten kᅵnnte, und zwar ohne externes Insulin.


>
> Du kannst die Krankheit Diabetes dadurch nicht in Balance halten.
> Durch Weglassen von Kohlenhydraten kannst du nur den Anstieg der
> Blutzuckerwerte nach der Mahlzeit verringern, also die Blutzucker

> Schwankungen verringern. Eine erhᅵhte Insulinresistenz behᅵltst du
> aber trotzdem

Ich schrub doch extra "nicht heilen!", mit Ausrufezeichen.

> und deine Blutzuckerwerte werden nur gleichmᅵᅵiger auf einem
> erhᅵhten Niveau sein.

Das ist eben gerade die Frage. Der Typ 2 baut ja noch Kohlenhydrate
ab, allerdings weniger als ein Gesunder. Wieviel und wie schnell hᅵngt
vor allem von seinem konkreten Kᅵrper ab.

> Auch durch Fett- und Eiweiᅵernᅵhrung steigt der Blutzucker.

Selbstverstᅵndlich.

> Der Haken ist: Du bekᅵmpft ein einzelnes Diabetes Symptom
> (Blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit) durch eine Fehlernᅵhrung,

Aber nicht doch. Durch eine krankheitsgerechte Diᅵt. Im Prinzip macht
das ja jeder Diabetiker, der mit Verstand an seine Ernᅵhrung geht. Er
verzichtet beispielsweise auf kristallinen Zucker aus genau dem Grund,
auf Weintrauben usw. Nur sagt man eben, er solle ruhig ausreichend
Kohlenhydrate essen und mit externem Insulin kompensieren. Aber was
hᅵtte es fᅵr Folgen, lieᅵe er diese genau in dem Maᅵe weg, wie sein
Kᅵrper noch zum Abbau in der Lage ist? Fᅵhrte das zu Mangelernᅵhrung?

> und behᅵltst alle weiteren Nachteile der Diabeteserkrankung.

Das trifft auch auf ICT oder Pumpe zu.

T.M.

Message has been deleted
Message has been deleted

K.U.S...@online.de

unread,
Nov 19, 2009, 8:17:27 AM11/19/09
to
Hallo Thorsten,

> Aber ich werfe mal die Frage in die Expertenrunde, ob nicht
> zumindest der Typ 2 allein durch Reduktion seiner
> Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!, aber) weitgehend

> in Balance halten könnte, und zwar ohne externes Insulin.

Das geht bei mir – zumindest zurzeit – ganz gut. Ich bin Typ II, mein
schlechtester HbA1c lag bei 8, als ich die Diagnose bekam. Ich nehme
momentan noch Metformin, mein HbA1c schwankt so zwischen 5,9 bis 6,5.
Erreicht habe ich das durch moderate Ernährungsumstellung und
Gewichtsabnahme. Und Bewegung, wobei ich zugeben muss, dass das nach
wie vor mein größter Schwachpunkt ist.
D.h. die Balance ist möglich, allerdings weiß ich nicht, bis zu
welchem Punkt des Diabetes das möglich ist, ob nur am Anfang der
Erkrankung bzw. inwieweit das abhängig ist, wie viel Insulin noch
produziert wird.

> Er verzichtet beispielsweise auf kristallinen Zucker aus genau dem Grund,
> auf Weintrauben usw. Nur sagt man eben, er solle ruhig ausreichend
> Kohlenhydrate essen und mit externem Insulin kompensieren. Aber was

> hätte es für Folgen, ließe er diese genau in dem Maße weg, wie sein
> Körper noch zum Abbau in der Lage ist? Führte das zu Mangelernährung?

Zu einer Mangelernährung vermutlich erst mal nicht, aber unter
Umständen zu einer stark eingeschränkten Essensplanung und dadurch
mangelnden Genuss. Und dann gibt man die ganze Geschichte irgendwann
mal auf.

Ich habe beruflich mit dem Thema Ernährung bzw. Kochen zu tun, aber
ich habe eine ganze Weile benötigt, bis ich brauchbare Alternativen
für die normalen Kohlehydratquellen wie Brot, Kartoffeln, Nudeln und
Reis gefunden habe, die mir wirklich schmecken und in meinen
Ernährungsplan rein passen. Ohne mein Wissen hätte ich das nicht auf
die Reihe bekommen.

Und da kommt dazu, dass ich regelmäßig koche, vor allem gern. Das
passt aber bei vielen heutzutage nicht in den Lebensalltag mehr rein.
Dann lieber doch Spritzen, damit die Folgeschäden möglichst lang
rausgezögert bzw. aufgehalten werden.


Viele Grüße,

Karina

Bodo Mysliwietz

unread,
Nov 19, 2009, 2:53:04 PM11/19/09
to
ChefUrsula schrieb:

> Liebe Leser,
> Nach langen Jahren USA bin ich wieder hier in Deutschland und

machst nicht nur den Mᅵnchner Grossraum, sondern auch diese NG hier kirre.

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Steffen

unread,
Nov 19, 2009, 3:57:48 PM11/19/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> Nicht, daᅵ ich dem ChefUrsula nachreden wollte. Aber ich werfe mal die
> Frage in die Expertenrunde, ob nicht zumindest der Typ 2 allein durch
> Reduktion seiner Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!,
> aber) weitgehend in Balance halten kᅵnnte, und zwar ohne externes

> Insulin.

Ja klar! Bis Anfang des letzten Jahrhunderts war das DIE anerkannte
Behandlungsmethode von Diabetes: Extrem Fett- und Eiweiᅵreiche Kost -
keine Kohlenhydrate.

So ein paar Jahre Siechtum war die Lebenserwartung schon ...

Joerg Puetz

unread,
Nov 19, 2009, 5:00:15 PM11/19/09
to
Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> wrote:

> Christoph 1 <Chris...@gmx.net> schrieb:
>
> > > Aber ich werfe mal die Frage in die Expertenrunde, ob nicht
> > > zumindest der Typ 2 allein durch Reduktion seiner
> > > Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!, aber) weitgehend

> > > in Balance halten k�nnte, und zwar ohne externes Insulin.

Das wird wohl stark von der noch vorhandenen Insulinproduktion
abh�ngen. Der Mindestbedarf an KH pro Tag liegt so ca. 160g, das
meiste, 120g, davon f�r das Gehirn. Wenn man weniger KH i�t, wird
Glucose durch Gluconeogenese in der Leber erzeugt. Das ist aber auch
fast schon die maximale Leistungsf�higkeit einer gesunden Leber. Ob es
wirklich so gut w�re, die Leber so zu belasten? Oder doch lieber
mindestens 160g KH pro Tag essen?

> > Du kannst die Krankheit Diabetes dadurch nicht in Balance halten.
> > Durch Weglassen von Kohlenhydraten kannst du nur den Anstieg der
> > Blutzuckerwerte nach der Mahlzeit verringern, also die Blutzucker

> > Schwankungen verringern. Eine erh�hte Insulinresistenz beh�ltst du
> > aber trotzdem

Durch die vermehrte Fettverbrennung steigt die Resistenz bei mir stark
an und damit auch der BZ, wenn ich nicht kr�ftig mit Insulin
gegensteuere.

> Ich schrub doch extra "nicht heilen!", mit Ausrufezeichen.
>

> > und deine Blutzuckerwerte werden nur gleichm��iger auf einem

> > erh�hten Niveau sein.


>
> Das ist eben gerade die Frage. Der Typ 2 baut ja noch Kohlenhydrate

> ab, allerdings weniger als ein Gesunder. Wieviel und wie schnell h�ngt
> vor allem von seinem konkreten K�rper ab.

Was hei�t hier genau Abbau? Der Umbau ("Verbrennung") findet doch in
den Zellen statt und dazu ist tw. Insulin notwendig, um die Glucose
z.B. in die Muskelzellen hinein zu bekommen.

> > Auch durch Fett- und Eiwei�ern�hrung steigt der Blutzucker.
>

> Selbstverst�ndlich.
>
> > Der Haken ist: Du bek�mpft ein einzelnes Diabetes Symptom
> > (Blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit) durch eine Fehlern�hrung,
>
> Aber nicht doch. Durch eine krankheitsgerechte Di�t. Im Prinzip macht
> das ja jeder Diabetiker, der mit Verstand an seine Ern�hrung geht. Er


> verzichtet beispielsweise auf kristallinen Zucker aus genau dem Grund,

Das ist �berholt, Zucker ist in begrenztem Ma�e erlaubt. Und was ist
mit "kristalinem" Zucker gemeint?

> auf Weintrauben usw. Nur sagt man eben, er solle ruhig ausreichend
> Kohlenhydrate essen und mit externem Insulin kompensieren. Aber was

> h�tte es f�r Folgen, lie�e er diese genau in dem Ma�e weg, wie sein
> K�rper noch zum Abbau in der Lage ist? F�hrte das zu Mangelern�hrung?

Zu einer Fehlern�hrung: Wenn ich weniger KH esse, m��te ich mehr Fett
und Eiwei� essen und w�rde damit meine Leber und Nieren stark
belasten. Ca. 40% aller Diabetiker bekommen im Laufe der Zeit mehr
oder weniger Probleme mit ihren Nieren. Ich bin deshalb eher damit
besch�ftigt, meinen Eiwei�gehalt in der Nahrung zu begrenzen, was mir
durchaus schwer f�llt.

Joerg
--
Da Scharlatane das Sagen erhalten werden, bin ich
strikt gegen eine Positivliste im Gesundheitswesen.
Wir brauchen eine Qualit�tssicherung f�r das IQWiG.

Joerg Moeller

unread,
Nov 19, 2009, 5:35:38 PM11/19/09
to
Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> schrieb:

>Nicht, da� ich dem ChefUrsula nachreden wollte. Aber ich werfe mal die


>Frage in die Expertenrunde, ob nicht zumindest der Typ 2 allein durch
>Reduktion seiner Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!,

>aber) weitgehend in Balance halten k�nnte, und zwar ohne externes
>Insulin [1].

Nein, dadurch alleine nicht (obwohl diese Antwort in ihrer
Pauschalit�t sicher ebenso falsch ist wie deine These; h�ngt eben
immer vom Einzelfall ab.

Unbestritten ist aber, da� eine Verschiebung von Mono-/Disacchariden
hin zu Polysacchariden die Sache vereinfachen kann. Allerdings sollte
dann auch eine grunds�tzliche Umstellung des Lifestyle folgen, sonst
reicht das alleine nicht aus. Zumindest bei den meisten nicht.

>Es w�re selbstverst�ndlich keine leichte Sache, setzte

>h�ufiges Messen (jede Stunde) voraus und m�glicherweise auch viele


>kleine Zwischenmahlzeiten in genauen Dosen (ich sach ma: jede Stunde

>ein halber Haferkeks). Das w�re zugegeben nicht sehr bequem,
>insbesondere bei k�rperlicher Belastung. Aber mal rein theoretisch, wo


>ist der eigentliche Haken bei der Sache? F�hrt das zu
>Mangelerscheinungen?

Kurzfristig nicht. Muskel-/Organzellen k�nnen ihre Energie aus freien
Fetts�uren gewinnen, das Gehirn nicht (Blut-Hirn-Schranke), kann aber
nach ca. 24h auf Ketone als Energietr�ger umschalten. Nebennierenmark
und Erythrozyten (sind auf Glucose als alleinigen Energietr�ger
angewiesen) k�nnen die Glucose aus der Gluconeogenese verwerten (Genug
Substrat daf�r wird vorhanden sein.

Langfristig wird das aber sch�dlich werden, weil die vorhandene
Grundresistenz durch die FFS und Ketone verst�rkt wird.

Und den Punkt 'Lebensqualit�t' will ich da gar nicht mal gro�artig
unterstreichen.

>[1] use case: dummer Notfall - nicht ganz allt�gliches Ausland,


>Insulin im Rucksack, Rucksack geklaut. Was dann?

Idealfall: ins n�chste KH.
Worst case: sterben. (Zumindest wenn dieser Diabetiker IRS ist
(=Insulin required for survival)

Torsten Mueller

unread,
Nov 20, 2009, 2:18:49 AM11/20/09
to
Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:

> Das wird wohl stark von der noch vorhandenen Insulinproduktion

> abhᅵngen. Der Mindestbedarf an KH pro Tag liegt so ca. 160g,

Eine personenbezogene Variable, oder? Ich esse in der Regel weniger.

> das meiste, 120g, davon fᅵr das Gehirn. Wenn man weniger KH iᅵt,


> wird Glucose durch Gluconeogenese in der Leber erzeugt. Das ist aber

> auch fast schon die maximale Leistungsfᅵhigkeit einer gesunden
> Leber. Ob es wirklich so gut wᅵre, die Leber so zu belasten?

Das wᅵre ein Argument. Danke.

> > Aber nicht doch. Durch eine krankheitsgerechte Diᅵt. Im Prinzip
> > macht das ja jeder Diabetiker, der mit Verstand an seine Ernᅵhrung


> > geht. Er verzichtet beispielsweise auf kristallinen Zucker aus
> > genau dem Grund,
>

> Das ist ᅵberholt, Zucker ist in begrenztem Maᅵe erlaubt. Und was ist
> mit "kristalinem" Zucker gemeint?

Fᅵr's Protokoll: Alles ist erlaubt.

(Ein posting hier gleicht immer irgendwie der Formulierung eines
juristischen Vertrages. Es muᅵ in jeder Hinsicht ᅵuᅵert prᅵzise sein
und darf nicht den geringsten Interpretationsspielraum lassen.)

Kristalliner Zucker im engeren Sinne ist die weiᅵe bis brᅵunliche,
kᅵrnige, seltener pudrige, seltenst auch massive, chemisch inhomogene
Substanz, die sich in den Tᅵten mit der Aufschrift "Kristallzucker",
"Rohrzucker", "Puderzucker", "Kandiszucker" oder "Zucker" befindet und
ᅵblicherweise durch Raffinieren aus Rᅵben oder Zuckerrohr gewonnen
wird. Im weiteren Sinne auch zuckerreiche Erzeugnisse wie Sirup,
Honig, Ahornsirup usw.

Trotzdem ich das essen "darf", ᅵberlege ich mir, ob ich in meinen
Kaffee einen Lᅵffel solchen Zucker reinmache oder beispielsweise
Vollmilchschokolade esse mit ihrem nicht selten mehr als 50%igem
Zuckeranteil. Das ist doch legitim, oder?

T.M.

Joerg Puetz

unread,
Nov 20, 2009, 3:53:18 AM11/20/09
to
Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> wrote:

> Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:
>
> > Das wird wohl stark von der noch vorhandenen Insulinproduktion

> > abh�ngen. Der Mindestbedarf an KH pro Tag liegt so ca. 160g,


>
> Eine personenbezogene Variable, oder? Ich esse in der Regel weniger.

Ein Kleinkind wird wohl weniger verbrauchen, ein ausgewachsener Mensch
normaler Gr��e nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Gluconeogenese

Zus�tzlich sollte man auch beachten, dass Muskeln mit KH wesentlich
leistungsf�higer sind als mit Fettverbrennung, siehe z.B. das Doping
mit Insulin: Wohl ein Versuch, die Glycogen-Speicher randvoll zu
machen.

Etwas Gluconeogenese ist ja ok und gibt es wohl in der Nacht, wenn
keine KH mehr aus dem Darm kommen und die Glycogen-Speicher der Leber
leer sind. http://de.wikipedia.org/wiki/Glykogenolyse

> > das meiste, 120g, davon f�r das Gehirn. Wenn man weniger KH i�t,


> > wird Glucose durch Gluconeogenese in der Leber erzeugt. Das ist aber

> > auch fast schon die maximale Leistungsf�higkeit einer gesunden
> > Leber. Ob es wirklich so gut w�re, die Leber so zu belasten?
>
> Das w�re ein Argument. Danke.

Und die Nierenbelastung durch viel Eiwei� halte ich auch f�r
mindestens so wichtig.

> > > Aber nicht doch. Durch eine krankheitsgerechte Di�t. Im Prinzip
> > > macht das ja jeder Diabetiker, der mit Verstand an seine Ern�hrung


> > > geht. Er verzichtet beispielsweise auf kristallinen Zucker aus
> > > genau dem Grund,
> >

> > Das ist �berholt, Zucker ist in begrenztem Ma�e erlaubt. Und was ist
> > mit "kristalinem" Zucker gemeint?
>
> F�r's Protokoll: Alles ist erlaubt.


>
> (Ein posting hier gleicht immer irgendwie der Formulierung eines

> juristischen Vertrages. Es mu� in jeder Hinsicht �u�ert pr�zise sein


> und darf nicht den geringsten Interpretationsspielraum lassen.)
>

> Kristalliner Zucker im engeren Sinne ist die wei�e bis br�unliche,
> k�rnige, seltener pudrige, seltenst auch massive, chemisch inhomogene
> Substanz, die sich in den T�ten mit der Aufschrift "Kristallzucker",


> "Rohrzucker", "Puderzucker", "Kandiszucker" oder "Zucker" befindet und

> �blicherweise durch Raffinieren aus R�ben oder Zuckerrohr gewonnen


> wird. Im weiteren Sinne auch zuckerreiche Erzeugnisse wie Sirup,
> Honig, Ahornsirup usw.
>

> Trotzdem ich das essen "darf", �berlege ich mir, ob ich in meinen
> Kaffee einen L�ffel solchen Zucker reinmache oder beispielsweise


> Vollmilchschokolade esse mit ihrem nicht selten mehr als 50%igem
> Zuckeranteil. Das ist doch legitim, oder?

Das mache ich auch so, Schoko selten und dann mit hohem Kakaoanteil,
etwas Zucker im Kaffee vielleicht in jeder 10te Tasse mal wieder zur
Abwechlung, usw.

Warum ich nach Kristallzucker fragte: Es gibt eine nach meiner Ansicht
unsinnige esoterische Verteufelung. So als ob wei�er, gereinigter
Kristallzucker giftiger w�re als z.b. weniger gereinigter brauner
Zucker.

Torsten Mueller

unread,
Nov 20, 2009, 6:19:46 AM11/20/09
to
Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:

> Warum ich nach Kristallzucker fragte: Es gibt eine nach meiner

> Ansicht unsinnige esoterische Verteufelung. So als ob weiᅵer,
> gereinigter Kristallzucker giftiger wᅵre als z.b. weniger
> gereinigter brauner Zucker.

Die Verteufelung kommt meiner Ansicht nach allein von der Hᅵufigkeit.
Schon Traubenzucker ist ja weit weniger hᅵufig in Haushalten als
kristalliner (also gewᅵhnlicher) Zucker. Drum ist das Bᅵse klar
auszumachen.

T.M.

Nico Wessels

unread,
Nov 21, 2009, 5:43:31 AM11/21/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

>> Nach langen Jahren USA bin ich wieder hier in Deutschland
>

> a one, two, three... Ach wᅵrst du doch in den USA geblieben, das wᅵr besser
> fᅵr uns und fᅵr dich und die Welt ᅵberhaupt...


>
>> Prof. Prian Peskin, USA, www.24-hour-diet.com,
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Hallo,

jetzt mᅵchte ich meinen Senf auch noch in die Runde abdrᅵcken.

Ich bin, was die Reduktion von Kohlenhydraten angeht, gar nicht so ganz
abgeneigt, da ich das bei mir (Typ 1) schon lᅵngere Zeit ausprobiert
habe und damit nicht ganz schlecht fahre.

Gut, bei heftigem Sport in der Muckiebude mᅵssen natᅵrlich davor schon
ein paar von den Dingern rein, sonst brennt der Kᅵrper zu schnell dabei aus.

Aber ansonsten muss ich sagen, dass wir heutzutage mit zunehmender Zahl
an Bᅵro-Jobs und weniger kᅵrperlich harter Arbeit doch viel zu viele
Kohlehydrate zu uns nehmen. Kein Wunder werden auch wir Deutsche
zunehmend immer dicker.

Ich will natᅵrlich die Behauptung nicht unterstᅵtzen, dass man dadurch
einen Typ2 Diabetes heilen kann, aber kᅵnnte mir schon vorstellen, dass
es einem Typ2 Diabetiker gut tun wᅵrde, weniger Kohlenhydrate (egal in
welcher Form) zu sich zu nehmen.

Gibt es eigentlich irgendwelche Studien (die nicht von Kellogs und Co.)
gesponsert wurden, dass uns Kohlenhydrate gut tun?

Anja L�nge

unread,
Nov 21, 2009, 1:27:10 PM11/21/09
to
Nico Wessels wrote:

> Aber ansonsten muss ich sagen, dass wir heutzutage mit zunehmender
> Zahl

> an B�ro-Jobs und weniger k�rperlich harter Arbeit doch viel zu viele


> Kohlehydrate zu uns nehmen. Kein Wunder werden auch wir Deutsche
> zunehmend immer dicker.

Das d�rfte aber weniger am zu hohen prozentualen Anteil von Kohlenhydraten
liegen als am generellen Ungleichgewicht von zugef�hrten zu verbrauchten
Kalorien.

> Ich will nat�rlich die Behauptung nicht unterst�tzen, dass man dadurch
> einen Typ2 Diabetes heilen kann, aber k�nnte mir schon vorstellen,
> dass
> es einem Typ2 Diabetiker gut tun w�rde, weniger Kohlenhydrate (egal in


> welcher Form) zu sich zu nehmen.

Das so pauschal �ber einen Kamm zu scheren ist aber genauso Unsinn. Was
n�tzt es dem Typ2, wenn er die Kohlenhydrate einspart und daf�r jeden Tag
die Schweinshaxe halt pur reinzieht?

> Gibt es eigentlich irgendwelche Studien (die nicht von Kellogs und
> Co.) gesponsert wurden, dass uns Kohlenhydrate gut tun?

Unser K�rper ist von seiner Biochemie und Physiologie darauf ausgerichtet,
seine Energie f�r Grund- und Leistungsumsatz aus Kohlenhydraten zu beziehen
und Fett als Depot- und Lagereinheit zu verwenden. Alles, was �ber das
ben�tigte Ma� hinausgeht, wird f�r schlechte Jahre eingelagert... bei Frauen
vorzugsweise auf den H�ften, bei M�nnern eher in der Bauchgegend. Daf�r
braucht es jetzt nicht unbedingt Studien oder nicht mehr als daf�r, da� der
Kopf beim Menschen i.a. oben sitzt.

Wenn der moderne Mensch durch einen B�rojob sein Bewegungsma� deutlich
verringert, sollte es klar sein, da� er auch nicht soviel Energie zuf�hren
mu� wie der Steinzeitmensch, um katabole Prozesse zu verhindern.


Anja


K.U.S...@online.de

unread,
Nov 23, 2009, 2:18:51 PM11/23/09
to
Hallo Jörg,

> Und die Nierenbelastung durch viel Eiweiß halte ich auch für
> mindestens so wichtig.

Deine Bemerkung schwirrt mir die letzten Tage immer noch durch den
Kopf. Denn es sicherlich richtig, dass man bei Diabetes häufig auch
Probleme mit den Nieren bekommen kann. Laut meines Nephrologen kann
man die Problematik aber fast auf 0 reduzieren, wenn man darauf
achtet, dass der HbA1c nicht höher als 6,5 liegt und der Blutdruck bei
oder unter 130 / 80. Wieso soll man also generell - wenn noch keine
Nierenprobleme vorliegen - auf niedrige (so interpretiere ich jetzt
mal Deine Aussage, bitte berichtigen, wenn das falsch ist)
Eiweißzufuhr achten?

Denn irgendwann wird es mit der Ernährung dann ja recht kompliziert.
Wenig(er) kurzkettige KHs zu sich zu nehmen geht "relativ" einfach.
Dann aber sollte die Ernährung aus verschiedenen Gründen auch noch
fettarm sein und jetzt auch noch nicht zu viel Eiweiß? Dann wird das
Ganze aber richtig kompliziert.
Denn ich kann zwar meinen Eiweißkonsum reduzieren, wenn ich auf die
biologische Wertigkeit der Aminosäuren achte, aber dann fehlt ja
irgendwann auch der Genussfaktor.

Viele Grüße,

Karina

Anja L�nge

unread,
Nov 23, 2009, 2:54:41 PM11/23/09
to
K.U.S...@online.de wrote:

> Laut meines Nephrologen kann
> man die Problematik aber fast auf 0 reduzieren, wenn man darauf

> achtet, dass der HbA1c nicht h�her als 6,5 liegt und der Blutdruck bei


> oder unter 130 / 80. Wieso soll man also generell - wenn noch keine
> Nierenprobleme vorliegen - auf niedrige (so interpretiere ich jetzt
> mal Deine Aussage, bitte berichtigen, wenn das falsch ist)

> Eiwei�zufuhr achten?

Erste histologische Ver�nderungen an den Glomerula (den Funktionseinheiten
der Nieren) sind bereits bei Diabetes-Diagnose nachweisbar. Ebenso erste
histologische Ver�nderungen an den Nervenfasern. Da� das nicht sofort
bemerkt wird oder zu Problemen f�hrt, liegt an der schlichten Menge.
Genauso, wie ein DM Typ1 erst zu Symptomen f�hrt, wenn mehr als 80% der
Langerhans'schen Inselzellen zerst�rt sind.
Auch ein HbA1c von 6,5 (bei welchem Normbereich eigentlich? bei einem Labor
sind 6,5 die eines Gesunden, bei einem anderen sind die Referenzwerte
bereits �berschritten; HbA1c ohne Referenz ist wertlos) bedeutet, wenn der
Referenzbereich entsprechend tiefer leigt, bereits ein �ngerfristig h�heres
Glukoseniveau als das eines Gesunden.
Ein dauerhafter BZ von 127mg/dl gilt heute anerkannt als Ausl�ser f�r
diabetische Retinopathie.
Ein mit Insulin therapierter Diabetiker ohne Restproduktion wird seinen
Stoffwechsel nicht �ber Jahrzehnte so stabil halten k�nnen, da� er dauerhaft
unter diesen ganzen Grenzwerten bleibt. Auch 130/80 sind okay... sch�ner
w�re 120/80. Und das wird auch bei Nichtdiabetikern mit zunehmendem Alter
schlechter.
Fazit: Es kommt ein Sargn�gelchen zum anderen. Eines alleine macht noch
keinen Schaden... alle zusammen aber schon.

> Denn irgendwann wird es mit der Ern�hrung dann ja recht kompliziert.


> Wenig(er) kurzkettige KHs zu sich zu nehmen geht "relativ" einfach.

> Dann aber sollte die Ern�hrung aus verschiedenen Gr�nden auch noch
> fettarm sein und jetzt auch noch nicht zu viel Eiwei�? Dann wird das
> Ganze aber richtig kompliziert.
> Denn ich kann zwar meinen Eiwei�konsum reduzieren, wenn ich auf die
> biologische Wertigkeit der Aminos�uren achte, aber dann fehlt ja
> irgendwann auch der Genussfaktor.

Und wenn wir Dir jetzt noch sagen, da� auch Fett und Eiwei� Insulin brauchen
und unter bestimmten Umst�nden berechnet werden m�ssen, weil sie sonst
negativen Einflu� nehmen, f�llt noch ein Kartenhaus zusammen.
Das Leben wird nicht unkomplizierter mit dem ganzen Wust... der Wust kann
aber helfen, zu einer Zeit, f�r die man die eigene Einstellung zum Altwerden
jetzt noch nicht kennt, die Entscheidung dar�ber nicht von den Sargn�geln
abgenommen zu bekommen.


Anja


Joerg Puetz

unread,
Nov 23, 2009, 3:36:06 PM11/23/09
to
"K.U.S...@online.de" <K.U.S...@online.de> wrote:

> Hallo J�rg,


>
> > Und die Nierenbelastung durch viel Eiwei� halte ich auch f�r

> > mindestens so wichtig.
>
> Deine Bemerkung schwirrt mir die letzten Tage immer noch durch den

> Kopf. Denn es sicherlich richtig, dass man bei Diabetes h�ufig auch


> Probleme mit den Nieren bekommen kann. Laut meines Nephrologen kann
> man die Problematik aber fast auf 0 reduzieren, wenn man darauf

> achtet, dass der HbA1c nicht h�her als 6,5 liegt und der Blutdruck bei


> oder unter 130 / 80. Wieso soll man also generell - wenn noch keine
> Nierenprobleme vorliegen - auf niedrige (so interpretiere ich jetzt
> mal Deine Aussage, bitte berichtigen, wenn das falsch ist)

> Eiwei�zufuhr achten?

Zumindest nicht jeden Tag mit dem Eiwei� �bertreiben, was sich durch
eine dauerhafte Low-Carb Ern�hrung ja zwangsweise ergibt.

> Denn irgendwann wird es mit der Ern�hrung dann ja recht kompliziert.


> Wenig(er) kurzkettige KHs zu sich zu nehmen geht "relativ" einfach.

> Dann aber sollte die Ern�hrung aus verschiedenen Gr�nden auch noch
> fettarm sein und jetzt auch noch nicht zu viel Eiwei�? Dann wird das
> Ganze aber richtig kompliziert.
> Denn ich kann zwar meinen Eiwei�konsum reduzieren, wenn ich auf die
> biologische Wertigkeit der Aminos�uren achte, aber dann fehlt ja
> irgendwann auch der Genussfaktor.

Tja, deshalb strebe ich die Eiwei�-Reduzierung auf ca. 1g pro Kg
K�rpergewicht pro Tag ja noch an, habe es aber noch nicht erreicht.
Eiwei� und auch Fett schmecken mir halt zu gut, als dass ich das
jahrelang einge�bte Verhalten so leicht �ndern k�nnte.

Klaus Gawol

unread,
Nov 24, 2009, 4:41:40 AM11/24/09
to
Hallo Anja!

> Auch ein HbA1c von 6,5 (bei welchem Normbereich eigentlich? bei einem
> Labor sind 6,5 die eines Gesunden, bei einem anderen sind die
> Referenzwerte bereits �berschritten; HbA1c ohne Referenz ist wertlos)

> bedeutet, wenn der Referenzbereich entsprechend tiefer leigt, bereits ein
> �ngerfristig h�heres Glukoseniveau als das eines Gesunden.

�hem, das habe ich jetzt nicht verstanden. Kannst Du noch etwa mehr zu
diesem "Normbereich" und den "Referenzwerten" sagen (bzw. wo man n�here
Informationen findet) und wo man diese Angaben erh�lt, denn davon habe ich
noch nie etwas geh�rt?

Gru� Klaus

Joerg Moeller

unread,
Nov 24, 2009, 6:20:43 AM11/24/09
to
"Klaus Gawol" <Klaus...@gmx.de> schrieb:

>�hem, das habe ich jetzt nicht verstanden. Kannst Du noch etwa mehr zu
>diesem "Normbereich" und den "Referenzwerten" sagen (bzw. wo man n�here
>Informationen findet)

Hier http://www.diabeticus.de/~dornbach/labordb.htm#HbA1 und hier
http://www.chrostek.de/Curriculum/hba1c

>und wo man diese Angaben erh�lt, denn davon habe ich
>noch nie etwas geh�rt?

La� dir doch von deinem Doc einfach mal eine Kopie der Laborbefunde
geben. Da mu� zu jedem Parameter auch der Referenzbereich angegeben
sein. In "meinem" Labor sind das z.B. f�r das HbA1c 4,3% - 6,0%

Klaus Gawol

unread,
Nov 24, 2009, 1:55:59 PM11/24/09
to
Hallo J�rg,

vielen Dank f�r die Info.

Gru� Klaus

Anja L�nge

unread,
Nov 24, 2009, 2:43:32 PM11/24/09
to
Joerg Moeller wrote:
> "Klaus Gawol" <Klaus...@gmx.de> schrieb:
>
>> �hem, das habe ich jetzt nicht verstanden. Kannst Du noch etwa mehr
>> zu diesem "Normbereich" und den "Referenzwerten" sagen (bzw. wo man
>> n�here Informationen findet)
>
> Hier http://www.diabeticus.de/~dornbach/labordb.htm#HbA1 und hier
> http://www.chrostek.de/Curriculum/hba1c

Vielleicht etwas allgemeiner: Jeder Wert, der im Labor gemessen wird,
unabh�ngig davon, ob es nun HbA1c, Blutfette oder z.B. Schilddr�senwerte
sind, wird anhand eines Normbereichs bewertet. Normbereich ist dabei der
Ergebnisbereich, den ein unauff�lliger Gesunder hat. Sind die Werte im
Vergleich zu diesem Normbereich niedriger, ist das nicht gesund, sind sie
h�her, ebenfalls nicht. Weil die Bestimmungsmethoden f�r die meisten
Parameter, die ein Arzt kontrolliert, standadisiert sind, sind diese Werte
auch meist �berall gleich zu bewerten. Die Bestimmungsmethoden des HbA1c ist
nicht standadisiert und je nach im Labor verwendeter Bestimmungsmethode gibt
es einen anderen Bereich, der als normal angesehen wird.
Wenn Du dir z.B. die Werte in J�rgs erstem Link anschaust, dann kann ein
HbA1c von 7,5% bei drei der Me�methden noch ganz okay sein, bei den beiden
anderen aber schon deutlich erh�ht.
Einen Link mit etwas auf�hrlicheren Infos h�tte ich auch noch:
http://www.sgedssed.ch/fileadmin/files/dokumente/stettler_et_al.pdf
Der ist aber etwas umfangreicher ;-)


Anja


Joerg Puetz

unread,
Nov 24, 2009, 5:10:53 PM11/24/09
to
"Anja L�nge" <anja....@gmx.de> wrote:

> Einen Link mit etwas auf�hrlicheren Infos h�tte ich auch noch:
> http://www.sgedssed.ch/fileadmin/files/dokumente/stettler_et_al.pdf

Weiterentwicklung der Standardisierung in USA:
http://www.ngsp.org/ngsp.html

Neues Referenzsystem, der "wahre" HbA1c:
http://www.ifcchba1c.net/files/Conversion_table.pdf

http://www.ngsp.org/prog/IFCCstd.pdf

Wir werden wohl umlernen m�ssen.

Joa

unread,
Nov 24, 2009, 6:21:54 PM11/24/09
to
Hallo J�rg,

> "Joerg Puetz" schrieb:

> Wir werden wohl umlernen m�ssen.

Beim kurzen reinschauen in die Links habe ich entnommen,
dass anhand das zur Kalibrirung von Laborger�ten
verwendete Material standardisiert wird/bleibt, nur dass die
Labore nicht mehr ihre ihre Wertbereiche anhand der
Kalibrierung ermitteln, sondern auch noch einen Umrechnungsfaktor,
um den eigenen Befund auf die Einheitstabelle zu referenzieren.

Das Umlernen von unsereiner auf eine neue Tabellierung sollte
wohl nicht allzuviel Schwierigkeiten machen, wenn die einflie�enden
Laborwerte daf�r nach einheitlichen Kriterien auf diese Tabellierung
hin kalibriert sind.

Gru�
Joa


Joerg Puetz

unread,
Nov 24, 2009, 8:22:27 PM11/24/09
to
"Joa" <Joa.K...@web.de> wrote:

Hallo Joa,

Es gibt eine �bergangsl�sung:

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=65669

| 2002 wurde eine Referenzmethode der International Federation of
| Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC) ver�ffentlicht,
| die ausschlie�lich die diagnostisch relevante HbA1c-Fraktion quantifiziert.
| Werden die Routinemethoden hiermit standardisiert, liegen die so erhaltenen
| Ergebnisse im Grenzbereich etwa 1/3 niedriger als die bisher gewohnten.
|
| Da dieser Unterschied zwar klinisch entscheidungsrelevant, andererseits
| aber nicht so ausgepr�gt ist, dass er sofort ins Auge springt, besteht
| bei Beibehaltung der Angabe in [%] die Gefahr der Fehlinterpretation bei
| Arzt und Patient. Deshalb ist internationaler Konsens, die mit der neuen
| Standardisierung erhaltenen Ergebnisse in der Einheit [mmol/mol H�moglobin]
| anzugeben, deren Zahlenwerte um etwa eine Zehnerpotenz h�her als die
| bisherigen liegen. Der Referenzbereich Gesunder liegt dann bei 28�38 mmol/mol Hb.
|
| Da aber �rzte und Patienten �ber Jahre an die NGSP-standardisierte Einheit
| und Wertlage gew�hnt sind, empfehlen beide unterzeichnenden Fachgesellschaften
| bis auf Weiteres die Ergebnisse in beiden Einheiten, also standardisiert nach
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
| NGSP [%] und IFCC [mmol/mol Hb], nebeneinander anzugeben. Die Umrechnung erfolgt
| �ber eine N�herungsformel
|
| HbA1c (IFCC) [mmol/mol Hb] =
| (HbA1c (NGSP) [%] - 2,15)/0,0915
[Zitat korrigiert]
|
| bzw.
| HbA1c (NGSP) [%]
| = HbA1c (IFCC) [mmol/mol Hb] * 0,0915 + 2,15

Torsten Mueller

unread,
Nov 25, 2009, 1:19:47 AM11/25/09
to
Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:

> Neues Referenzsystem, der "wahre" HbA1c:
> http://www.ifcchba1c.net/files/Conversion_table.pdf

1. Muᅵte das sein? *augenroll* (Man darf ja froh sein, daᅵ nicht in
Gallonen gerechnet wird.) Man kᅵnnte ja wenigstens bemerkt haben, daᅵ
die neuen Werte Promille sind.

2. Die Tabelle ist ein biᅵchen albern. Erstens sehen die beiden
"Conversion formulas" wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten aus, was
sie nicht sind. Zweitens erzeugt beispielsweise die Rechnung ausgehend
von dem ja durchaus nicht uninteressanten Wert 6% (alt) einen Wert von
42.08 mmol/mol (neu), die Rᅵckrechnung allerdings ergibt bereits 6.3%
(alt).

T.M.

Joerg Puetz

unread,
Nov 25, 2009, 5:31:20 AM11/25/09
to
Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> wrote:

> Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:
>
> > Neues Referenzsystem, der "wahre" HbA1c:
> > http://www.ifcchba1c.net/files/Conversion_table.pdf
>

> 1. Mu�te das sein? *augenroll* (Man darf ja froh sein, da� nicht in
> Gallonen gerechnet wird.) Man k�nnte ja wenigstens bemerkt haben, da�


> die neuen Werte Promille sind.

Das sind keine Promille, sondern eine andere Einheit,
siehe Definitions im Tabellenkopf.

> 2. Die Tabelle ist ein bi�chen albern. Erstens sehen die beiden


> "Conversion formulas" wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten aus, was
> sie nicht sind. Zweitens erzeugt beispielsweise die Rechnung ausgehend
> von dem ja durchaus nicht uninteressanten Wert 6% (alt) einen Wert von

> 42.08 mmol/mol (neu), die R�ckrechnung allerdings ergibt bereits 6.3%
> (alt).

Rundungsfehler bei Deinem Taschenrechner? Bei mir kommt mit den im
Tabellenkopf angegebenen Formeln bei der R�ckrechnung 6,0032 raus.

Torsten Mueller

unread,
Nov 25, 2009, 6:00:07 AM11/25/09
to
Joerg Puetz <j...@cs.tu-berlin.de> schrieb:

> > 1. Muᅵte das sein? *augenroll* (Man darf ja froh sein, daᅵ nicht
> > in Gallonen gerechnet wird.) Man kᅵnnte ja wenigstens bemerkt
> > haben, daᅵ die neuen Werte Promille sind.


>
> Das sind keine Promille, sondern eine andere Einheit, siehe
> Definitions im Tabellenkopf.

Selbstverstᅵndlich lᅵuft die Einheit mmol/mol auf Promille hinaus. Die
Mole kannste kᅵrzen, was bleibt ist das Milli, also Tausendstel. Auch
die frᅵheren Prozente entstanden durch Kᅵrzen aus einem solchen Bruch.
Das liegt in der Natur der Kenngrᅵᅵe, die ja ein Verhᅵltnismaᅵ [1]
darstellt. Nur sind diese Promille nicht mit den frᅵheren Prozenten
vergleichbar.

> Rundungsfehler bei Deinem Taschenrechner? Bei mir kommt mit den im

> Tabellenkopf angegebenen Formeln bei der Rᅵckrechnung 6,0032 raus.

Mistikack. Ich hab mich schlicht vertippt. An manchen Tagen sind die
Finger halt breiter als an anderen Tagen.

T.M.

[1] Was spricht eigentlich gegen die Verwendung von dB?

Joerg Moeller

unread,
Nov 25, 2009, 7:11:54 AM11/25/09
to
Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> schrieb:

>2. Die Tabelle ist ein bi�chen albern. Erstens sehen die beiden


>"Conversion formulas" wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten aus, was
>sie nicht sind. Zweitens erzeugt beispielsweise die Rechnung ausgehend
>von dem ja durchaus nicht uninteressanten Wert 6% (alt) einen Wert von

>42.08 mmol/mol (neu), die R�ckrechnung allerdings ergibt bereits 6.3%
>(alt).

Nachdem sich 'zweitens' ja gekl�rt hat m�chte ich ein neues 'zweitens'
anf�hren: wie genau kann eine Umrechnung wohl sein, wenn sie nicht den
Referenzbereich des 'alten' HbA1c-Wertes ber�cksichtigt?

6,3 kann man nicht mit 6,3 vergleichen, wenn man nicht die
Referenzbereiche kennt. Und durch Umrechnung sind die dann auf einmal
vergleichbar? Wenn auf beide die gleiche Formel angewendet wird?

Joerg Puetz

unread,
Nov 25, 2009, 9:23:21 AM11/25/09
to
On Wed, 25 Nov 2009, Joerg Moeller wrote:

> Nachdem sich 'zweitens' ja geklärt hat möchte ich ein neues 'zweitens'
> anführen: wie genau kann eine Umrechnung wohl sein, wenn sie nicht den
> Referenzbereich des 'alten' HbA1c-Wertes berücksichtigt?


>
> 6,3 kann man nicht mit 6,3 vergleichen, wenn man nicht die
> Referenzbereiche kennt. Und durch Umrechnung sind die dann auf einmal
> vergleichbar? Wenn auf beide die gleiche Formel angewendet wird?

Das bezieht sich auf HbA1c'NGSP'-Werte von Laborautomaten, die mit dem
IFCC-Verfahren abgestimmt sind, und das sollten sie schon seit einiger
Zeit sein, dann sollte das im Rahmen der üblichen Fehlergrenzen gehen,
zumindest theoretisch, praktisch bleiben Probleme, siehe z.B.

http://www.diabetes-technologie.de/download/muenchen-standardisierung-HbA1c.pdf

Joerg

Martin Kobil

unread,
Nov 27, 2009, 5:29:54 PM11/27/09
to
> > Ich will natürlich die Behauptung nicht unterstützen, dass man dadurch
> > einen Typ2 Diabetes heilen kann, aber könnte mir schon vorstellen,
> > dass
> > es einem Typ2 Diabetiker gut tun würde, weniger Kohlenhydrate (egal in

> > welcher Form) zu sich zu nehmen.
>
> Das so pauschal über einen Kamm zu scheren ist aber genauso Unsinn. Was
> nützt es dem Typ2, wenn er die Kohlenhydrate einspart und dafür jeden Tag

> die Schweinshaxe halt pur reinzieht?

Die Diäten für DM Typ 2 basieren auf der Reduktion von Kohlenhydrate,
weil sie auf den Blutzucker wirken. Fett dagegen ist nur ein Thema,
wenn ein Typ 2 Diabetiker Übergewicht hat.

Thorsten Schier

unread,
Nov 27, 2009, 6:03:07 PM11/27/09
to
Joerg Puetz schrieb:

> Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> wrote:
>
>
>>Christoph 1 <Chris...@gmx.net> schrieb:
>>
>>
>>>>Aber ich werfe mal die Frage in die Expertenrunde, ob nicht
>>>>zumindest der Typ 2 allein durch Reduktion seiner
>>>>Kohlenhydratmenge seinen Diabetes (nicht heilen!, aber) weitgehend
>>>>in Balance halten k�nnte, und zwar ohne externes Insulin.
>
>
> Das wird wohl stark von der noch vorhandenen Insulinproduktion
> abh�ngen. Der Mindestbedarf an KH pro Tag liegt so ca. 160g, das
> meiste, 120g, davon f�r das Gehirn.

Es gibt keinen Mindestbedarf f�r Kohlenhydrate, da der K�rper die
n�tigen Kohlenhydrate aus Proteinen herstellen. Das Gehirn kann sich bei
einer kohlenhydratarmen Ern�hrung �brigens auch teilweise auf den
Verbrauch von Ketonen umstellen und ben�tigt dann deutlich weniger
Glucose als 120 g am Tag.

> Wenn man weniger KH i�t, wird
> Glucose durch Gluconeogenese in der Leber erzeugt. Das ist aber auch
> fast schon die maximale Leistungsf�higkeit einer gesunden Leber. Ob es
> wirklich so gut w�re, die Leber so zu belasten? Oder doch lieber
> mindestens 160g KH pro Tag essen?
>

Kennst Du eine Studie, die belegt, da� Gluconeogenese die Leber belastet
oder sch�digt?

Zucker enth�lt Fruktose und Fruktose erzeugt Insulinresistenz und stellt
au�erdem eine Belastung f�r die Leber dar, weil Fruktose von der Leber
in Fett umgewandelt werden mu�. Man sollte als Typ-II-Diabetiker den
Verbrauch von Zucker also m�glichst weit einschr�nken.

>
>>auf Weintrauben usw. Nur sagt man eben, er solle ruhig ausreichend
>>Kohlenhydrate essen und mit externem Insulin kompensieren. Aber was
>>h�tte es f�r Folgen, lie�e er diese genau in dem Ma�e weg, wie sein
>>K�rper noch zum Abbau in der Lage ist? F�hrte das zu Mangelern�hrung?
>
>
> Zu einer Fehlern�hrung: Wenn ich weniger KH esse, m��te ich mehr Fett
> und Eiwei� essen und w�rde damit meine Leber und Nieren stark
> belasten. Ca. 40% aller Diabetiker bekommen im Laufe der Zeit mehr
> oder weniger Probleme mit ihren Nieren.

Wegen zu hoher Blutzuckerwerte und/oder wegen zu hohem Blutdruck. Eine
eiwei�reiche Ern�hrung allein sch�digt gesunde Nieren nicht. Sonst h�tte
auch jeder, der eine Niere gespendet hat, ein erhebliches Problem, da
seine verbleibene Niere ja die Eiwei�menge bew�ltigen mu�, die sonst
zwei Nieren �bernehmen.

Davon abgesehen mu� eine kohlenhydratarme Ern�hrung nicht eiwei�reich
sein. Die meisten kohlenhydratarmen Di�ten sehen eher eine deutliche
Erh�hung des Fettanteils vor. Da man bei einer kohlenhydratarmen Di�t
weniger Kalorien zu sich nimmt als bei einer normalen Ern�hrung, d�rfte
der prozentuale Anteil des Eiwei�es typischerweise etwas h�her liegen,
die absolute Menge aber oft gleich bleiben.

Viele Gr��e,

Thorsten

Thorsten Schier

unread,
Nov 27, 2009, 6:21:36 PM11/27/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Nico Wessels wrote:
>
>
>>Aber ansonsten muss ich sagen, dass wir heutzutage mit zunehmender
>>Zahl
>>an Bᅵro-Jobs und weniger kᅵrperlich harter Arbeit doch viel zu viele

>>Kohlehydrate zu uns nehmen. Kein Wunder werden auch wir Deutsche
>>zunehmend immer dicker.
>
>
> Das dᅵrfte aber weniger am zu hohen prozentualen Anteil von Kohlenhydraten
> liegen als am generellen Ungleichgewicht von zugefᅵhrten zu verbrauchten
> Kalorien.
>

Nur fᅵhrt ein hoher prozentualer Anteil von Kohlenhydraten, insbesondere
wenn gleichzeitig der Anteil an Ballaststoffen gering ist,
erfahrungsgemᅵᅵ zu einer erhᅵhten Kalorienzufuhr.

>
>>Ich will natᅵrlich die Behauptung nicht unterstᅵtzen, dass man dadurch
>>einen Typ2 Diabetes heilen kann, aber kᅵnnte mir schon vorstellen,
>>dass
>>es einem Typ2 Diabetiker gut tun wᅵrde, weniger Kohlenhydrate (egal in


>>welcher Form) zu sich zu nehmen.
>
>

> Das so pauschal ᅵber einen Kamm zu scheren ist aber genauso Unsinn. Was
> nᅵtzt es dem Typ2, wenn er die Kohlenhydrate einspart und dafᅵr jeden Tag

> die Schweinshaxe halt pur reinzieht?
>

Es ist nicht der Sinn von kohlenhydratarmen Diᅵten, sich nur von
Schweinshaxe zu ernᅵhren. Man sollte idealerweise eine Mischung aus
Nᅵssen, Gemᅵse, gesunden pflanzlichen Fetten und ᅵlen, Eiern, Kᅵse,
Fisch und magerem Fleisch essen.

>
>>Gibt es eigentlich irgendwelche Studien (die nicht von Kellogs und
>>Co.) gesponsert wurden, dass uns Kohlenhydrate gut tun?
>
>

> Unser Kᅵrper ist von seiner Biochemie und Physiologie darauf ausgerichtet,
> seine Energie fᅵr Grund- und Leistungsumsatz aus Kohlenhydraten zu beziehen

> und Fett als Depot- und Lagereinheit zu verwenden.

Wo soll der Steinzeitmensch denn so viele Kohlenhydrate herbekommen
haben? Zumindest in unseren Breiten dᅵrften neben Fleisch aus der Jagd
vor allem Nᅵsse (enthalten hauptsᅵchlich Fett) die wichtigste Rolle als
Kalorienlieferant gespielt haben. Allein von Brombeeren und den Wurzeln
Wilder Mᅵhren und ᅵhnlichen Pflanzen wird man ja wohl nicht satt.
ᅵbrigens enthalten Beeren im Vergleich zu unseren normalen
Kulturobstsorten wie ᅵpfeln und Orangen auch relativ wenig Kohlenhydrate
und auch Wilde Mᅵhren dᅵrften weniger verwertbare Kohlenhydrate und mehr
Ballaststoffe enthalten als die Kulturform.

Erst mit der Erfindung der Landwirtschaft stand dem Menschen mit dem
Getreide eine reichhaltige ganzjᅵhrig verfᅵgbare Kohlenhydratquelle zur
Verfᅵgung.

Viele Grᅵᅵe,

Thorsten

Torsten Mueller

unread,
Nov 29, 2009, 9:19:36 AM11/29/09
to
Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:

> Wo soll der Steinzeitmensch denn so viele Kohlenhydrate herbekommen
> haben?

Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren, auch
getrocknete, und Frᅵchte aller Art gegessen haben, je nach Saison. Im
sᅵdlichen Alpenraum Kastanien (ᅵber 40 Massenprozent KH). Dazu noch
etliche stᅵrkehaltige Samen (Grᅵser und frᅵhe Getreide, Bucheckern), die
wir heute nicht mehr auf dem Speiseplan haben. Fleisch wird vor allem im
Winter und Frᅵhjahr eine dominierende Rolle gespielt haben, wenn
wirklich nichts anderes mehr da war. Letztens sagte einer im TV, man sei
ᅵberrascht gewesen, der ᅵtzi habe sich kohlenhydratreich ernᅵrt.

T.M.

Thorsten Schier

unread,
Nov 29, 2009, 10:14:41 AM11/29/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:
>
>
>>Wo soll der Steinzeitmensch denn so viele Kohlenhydrate herbekommen
>>haben?
>
>
> Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren, auch
> getrocknete, und Frᅵchte aller Art gegessen haben, je nach Saison.

Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
erheblich bremsen. Fᅵr andere wilde Frᅵchte dᅵrfte ᅵhnliches gelten.
Selbst wenn der Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren
ernᅵhrt haben sollte, wᅵre die Belastung durch die Kohlenhydrate viel
geringer gewesen als bei der heute ᅵblichen Ernᅵhrung, zumal der
Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie verbraucht
hat.

> Im
> sᅵdlichen Alpenraum Kastanien (ᅵber 40 Massenprozent KH).

An die hatte ich nicht gedacht, aber die stehen ja nᅵrdlich der Alpen
auch nicht zur Verfᅵgung. Und auch Kastanien haben einen relativ hohen
Ballaststoffanteil.

> Dazu noch
> etliche stᅵrkehaltige Samen (Grᅵser und frᅵhe Getreide, Bucheckern), die
> wir heute nicht mehr auf dem Speiseplan haben.

Bucheckern enthalten mehr Fett als Kohlenhydraten. 75 % der Kalorien von
Bucheckern kommen aus dem Fett. Das ist zufᅵllig genau der Anteil an
Kalorien aus Fett, die von der Atkins-Diᅵt empfohlen wird. Allerdings
sind rohe Bucheckern leicht giftig, der Mensch kann sie also erst nach
der Erfindung des Feuers in grᅵᅵerer Menge genutzt haben.

Die Samen wildwachsender Grᅵser sind der Regel sehr klein. Wenn sich das
Sammeln ᅵberhaupt gelohnt hat, hat der Steinzeitmensch sicher dabei fast
ebensoviele Ballaststoffe wie verwertbare Kohlenhydrate zu sich genommen.

> Fleisch wird vor allem im
> Winter und Frᅵhjahr eine dominierende Rolle gespielt haben, wenn
> wirklich nichts anderes mehr da war. Letztens sagte einer im TV, man sei
> ᅵberrascht gewesen, der ᅵtzi habe sich kohlenhydratreich ernᅵrt.

Wer war denn "einer"? Wie hat man das festgestellt? Wenn man nach dem
Mageninhalt gegangen ist, sagt das ja nur etwas ᅵber seine letzte
Mahlzeit aus und nicht ᅵber seine ᅵbliche Ernᅵhrung.

Reindl Wolfgang

unread,
Nov 29, 2009, 10:52:42 AM11/29/09
to
Thorsten Schier schrieb:

> Bucheckern [snip]


> sind rohe Bucheckern leicht giftig, der Mensch kann sie also erst nach
> der Erfindung des Feuers in grᅵᅵerer Menge genutzt haben.

"vor der Erfindung des Feuers" hat Homo sp. nur in Afrika gelebt. Erst
das Feuer hat es H. erectus und ca. 1 Million Jahre spᅵter dann auch H.
sapiens ermᅵglicht, Afrika zu verlassen.

AFAIK gips in Afrika sᅵdlich der Sahara nicht besondres viele Buchen.

Wolfgang

Torsten Mueller

unread,
Nov 29, 2009, 11:22:44 AM11/29/09
to
Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:

> > Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren,
> > auch getrocknete, und Frᅵchte aller Art gegessen haben, je nach
> > Saison.
>
> Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
> Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
> erheblich bremsen.

Zumindest heutige, getrocknete Cranberries haben laut Verpackung 82
Massenprozent KH, allein 62 Massenprozent Zucker, und stehen darin also
Rosinen kaum nach. Gut, die sind gezᅵchtet. Aber laᅵ es halb so viel
sein. Das wᅵre immernoch eine ganze Menge.

> Fᅵr andere wilde Frᅵchte dᅵrfte ᅵhnliches gelten. Selbst wenn der
> Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ernᅵhrt haben
> sollte, wᅵre die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
> gewesen als bei der heute ᅵblichen Ernᅵhrung, zumal der
> Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
> verbraucht hat.

Ich glaub's ja. Es war nur sicher mehr als nichts.

> > Im sᅵdlichen Alpenraum Kastanien (ᅵber 40 Massenprozent KH).
>
> An die hatte ich nicht gedacht,

Dabei sind die derart bedeutsam, daᅵ sich ja bis heute beispielsweise im
Tessin die Tradition des Brotbackens aus Kastanienmehl erhalten hat.
Kastanien spielen heute noch lokal (und nicht in jedem Jahr) eine
grᅵᅵere Rolle als Getreide.

> aber die stehen ja nᅵrdlich der Alpen auch nicht zur Verfᅵgung.

Doch. Es gab in der Warmzeit nach der letzten Eiszeit auch nᅵrdlich der
Alpen Kastanien, auch in Sᅵddeutschland. Man darf ja ᅵbrigens auch nicht
vergessen, diese Menschen damals kamen ja aus dem Sᅵden und drangen
immer weiter nach Norden vor.

> > Letztens sagte einer im TV, man sei ᅵberrascht gewesen, der ᅵtzi
> > habe sich kohlenhydratreich ernᅵrt.
>

> Wie hat man das festgestellt? Wenn man nach dem Mageninhalt gegangen
> ist, sagt das ja nur etwas ᅵber seine letzte Mahlzeit aus und nicht
> ᅵber seine ᅵbliche Ernᅵhrung.

Es ging um den Mageninhalt ("Weizenkleie, Einkorn und Waldbeeren" [1])
und um das, was er mit sich fᅵhrte. Man hat noch vier Getreidekᅵrner
gefunden. In der Sendung wurde aber darauf hingewiesen, das passe alles
sehr gut zu anderen Funden aus dieser Zeit.

T.M.

[1] http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-aktuell/41/lwf-aktuell_41-12.pdf

Thorsten Schier

unread,
Nov 29, 2009, 2:13:52 PM11/29/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:
>
>
>>>Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren,
>>>auch getrocknete, und Frᅵchte aller Art gegessen haben, je nach
>>>Saison.
>>
>>Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
>>Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
>>erheblich bremsen.
>
>
> Zumindest heutige, getrocknete Cranberries haben laut Verpackung 82
> Massenprozent KH, allein 62 Massenprozent Zucker, und stehen darin also
> Rosinen kaum nach. Gut, die sind gezᅵchtet. Aber laᅵ es halb so viel
> sein. Das wᅵre immernoch eine ganze Menge.
>

Brombeeren enthalten je nach Quelle 4,2 bis 7,2 g Kohlenhydrate je 100
g. Die Wildformen dᅵrften wohl eher am unteren Rand liegen. Getrocknet
ist der Anteil der Kohlenhydrate natᅵrlich viel hᅵher. Trotzdem muᅵ man
eben schon relativ viele Beeren sammeln, um soviele Kalorien zu bekommen
wie in einer einzigen Haselnuᅵ.

>
>>Fᅵr andere wilde Frᅵchte dᅵrfte ᅵhnliches gelten. Selbst wenn der
>>Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ernᅵhrt haben
>>sollte, wᅵre die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
>>gewesen als bei der heute ᅵblichen Ernᅵhrung, zumal der
>>Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
>>verbraucht hat.
>
>
> Ich glaub's ja. Es war nur sicher mehr als nichts.
>
>
>>>Im sᅵdlichen Alpenraum Kastanien (ᅵber 40 Massenprozent KH).
>>
>>An die hatte ich nicht gedacht,
>
>
> Dabei sind die derart bedeutsam, daᅵ sich ja bis heute beispielsweise im
> Tessin die Tradition des Brotbackens aus Kastanienmehl erhalten hat.
> Kastanien spielen heute noch lokal (und nicht in jedem Jahr) eine
> grᅵᅵere Rolle als Getreide.
>

Hier in Norddeutschland spielen sie keine Rolle, ich habe auch noch nie
welche gegessen, daher hatte ich sie nicht auf der Rechnung.

>
>>aber die stehen ja nᅵrdlich der Alpen auch nicht zur Verfᅵgung.
>
>
> Doch. Es gab in der Warmzeit nach der letzten Eiszeit auch nᅵrdlich der
> Alpen Kastanien, auch in Sᅵddeutschland. Man darf ja ᅵbrigens auch nicht
> vergessen, diese Menschen damals kamen ja aus dem Sᅵden und drangen
> immer weiter nach Norden vor.
>
>
>>>Letztens sagte einer im TV, man sei ᅵberrascht gewesen, der ᅵtzi
>>>habe sich kohlenhydratreich ernᅵrt.
>>
>>Wie hat man das festgestellt? Wenn man nach dem Mageninhalt gegangen
>>ist, sagt das ja nur etwas ᅵber seine letzte Mahlzeit aus und nicht
>>ᅵber seine ᅵbliche Ernᅵhrung.
>
>
> Es ging um den Mageninhalt ("Weizenkleie, Einkorn und Waldbeeren" [1])
> und um das, was er mit sich fᅵhrte. Man hat noch vier Getreidekᅵrner
> gefunden. In der Sendung wurde aber darauf hingewiesen, das passe alles
> sehr gut zu anderen Funden aus dieser Zeit.
>

Wenn das alles sehr gut zu anderen Funden aus dieser Zeit paᅵt, wieso
war "einer" dann ᅵberrascht ᅵber die kohlenhydratreiche Ernᅵhrung von ᅵtzi?

> [1] http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-aktuell/41/lwf-aktuell_41-12.pdf

Hier wird neben Weizenkleie (enthᅵlt ᅵbrigens laut Wikipedia fast 50 %
Ballaststoffe und nur 13-18% Stᅵrke und etwa genauso viel Protein, ist
also keineswegs besonders kohlenhydratreich), Einkorn und Waldbeeren
auch Steinbock- und Rotwildfleisch als Mageninhalt genannt. Der Artikel
schlieᅵt mit der Feststellung, daᅵ die letzten Mahlzeiten von ᅵtzi
zeigten, daᅵ die Menschen in den Alpen sicherlich noch vorwiegend auf
die Jagd angewiesen gewesen seien. Ganz so eindeutig scheint das mit der
kohlenhydratreichen Ernᅵhrung von ᅵtzi also nicht zu sein.

Im ᅵbrigen ist Einkorn bereits eine kultivierte Weizensorte. Wenn die
Angaben in dem Artikel so stimmen, war ᅵtzi auch kein reiner Sammler und
Jᅵger mehr, sondern hat sich teilweise von angebautem Getreide ernᅵhrt
und damit wᅵren Rᅵckschlᅵsse von ᅵtzi auf die Ernᅵhrung der Menschen vor
Erfindung der Landwirtschaft mit Vorsicht zu genieᅵen.

Joerg Puetz

unread,
Nov 29, 2009, 3:03:16 PM11/29/09
to
Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:

> Torsten Mueller schrieb:
> > Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:
> >
> >
> >>>Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren,

> >>>auch getrocknete, und Fr�chte aller Art gegessen haben, je nach


> >>>Saison.
> >>
> >>Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
> >>Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
> >>erheblich bremsen.

Belege zur BZ-Wirkung der Balaststoffe?
Von erheblich ist mir nichts bekannt.

> > Zumindest heutige, getrocknete Cranberries haben laut Verpackung 82
> > Massenprozent KH, allein 62 Massenprozent Zucker, und stehen darin also

> > Rosinen kaum nach. Gut, die sind gez�chtet. Aber la� es halb so viel
> > sein. Das w�re immernoch eine ganze Menge.


> >
>
> Brombeeren enthalten je nach Quelle 4,2 bis 7,2 g Kohlenhydrate je 100

> g. Die Wildformen d�rften wohl eher am unteren Rand liegen. Getrocknet
> ist der Anteil der Kohlenhydrate nat�rlich viel h�her. Trotzdem mu� man

> eben schon relativ viele Beeren sammeln, um soviele Kalorien zu bekommen

> wie in einer einzigen Haselnu�.

http://www.ernaehrungs-wissen.de/lexikon-lebensmittel/obst/brombeere.html

Es geht um den prozentualen Anteil der KH an der Energiezufuhr:
8g KH =32kcal, 1g Fett =9kcal, 1g Eiwei� =4kcal, (4g Balast).

Daraus folgt: 32 / (32+13) = 0,71, also 71% der Energie kommt aus KH.

> >>F�r andere wilde Fr�chte d�rfte �hnliches gelten. Selbst wenn der
> >>Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ern�hrt haben
> >>sollte, w�re die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
> >>gewesen als bei der heute �blichen Ern�hrung,

Die heutige Empfehlung liegt bei ca. 50%, also weniger als 71%.

> >>zumal der
> >>Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
> >>verbraucht hat.

Irrelevant bzgl. der Energiezufuhr.

Anja L�nge

unread,
Nov 29, 2009, 4:17:35 PM11/29/09
to
Thorsten Schier wrote:

>> Unser K�rper ist von seiner Biochemie und Physiologie darauf
>> ausgerichtet, seine Energie f�r Grund- und Leistungsumsatz aus


>> Kohlenhydraten zu beziehen und Fett als Depot- und Lagereinheit zu
>> verwenden.
>
> Wo soll der Steinzeitmensch denn so viele Kohlenhydrate herbekommen
> haben?

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Wenn der Mensch es aber mit dieser
Biochemie geschafft hat, die kohlenhydratarme Steinzeit zu �berleben, sagt
mir die Logik, da� er diese Kohlenhydrate wohl in irgendeiner Form erhalten
haben mu�.


Anja


Anja L�nge

unread,
Nov 29, 2009, 4:22:13 PM11/29/09
to
Thorsten Schier wrote:

> Es gibt keinen Mindestbedarf f�r Kohlenhydrate, da der K�rper die
> n�tigen Kohlenhydrate aus Proteinen herstellen. Das Gehirn kann sich
> bei einer kohlenhydratarmen Ern�hrung �brigens auch teilweise auf den
> Verbrauch von Ketonen umstellen und ben�tigt dann deutlich weniger
> Glucose als 120 g am Tag.

F�r Erythrozyten und Nierenmark ist Glukose essentiell. Wieviel brauchen
die denn pro Tag?


Anja

Thorsten Schier

unread,
Nov 29, 2009, 4:26:20 PM11/29/09
to
Joerg Puetz schrieb:

> Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:
>
>
>>Torsten Mueller schrieb:
>>
>>>Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:
>>>
>>>
>>>
>>>>>Das hab ich mich auch gefragt. Aber er wird zweifellos mehr Beeren,
>>>>>auch getrocknete, und Fr�chte aller Art gegessen haben, je nach
>>>>>Saison.
>>>>
>>>>Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
>>>>Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
>>>>erheblich bremsen.
>
>
> Belege zur BZ-Wirkung der Balaststoffe?
> Von erheblich ist mir nichts bekannt.
>

Jede Tabelle, die den glyk�mischen Index von Lebensmitteln auflistet,
hilft Dir da weiter. Z. B.:

http://www.montignac.com/de/ig_tableau.php

Wei�brot ist je nach Sorte mit einem Index von 70-90 gelistet,
Vollkornbrot mit 35-45.

Brombeeren sind wie die meisten anderen Beeren mit 25 gelistet.

>
>>>Zumindest heutige, getrocknete Cranberries haben laut Verpackung 82
>>>Massenprozent KH, allein 62 Massenprozent Zucker, und stehen darin also
>>>Rosinen kaum nach. Gut, die sind gez�chtet. Aber la� es halb so viel
>>>sein. Das w�re immernoch eine ganze Menge.
>>>
>>
>>Brombeeren enthalten je nach Quelle 4,2 bis 7,2 g Kohlenhydrate je 100
>>g. Die Wildformen d�rften wohl eher am unteren Rand liegen. Getrocknet
>>ist der Anteil der Kohlenhydrate nat�rlich viel h�her. Trotzdem mu� man
>>eben schon relativ viele Beeren sammeln, um soviele Kalorien zu bekommen
>>wie in einer einzigen Haselnu�.
>
>
> http://www.ernaehrungs-wissen.de/lexikon-lebensmittel/obst/brombeere.html
>
> Es geht um den prozentualen Anteil der KH an der Energiezufuhr:
> 8g KH =32kcal, 1g Fett =9kcal, 1g Eiwei� =4kcal, (4g Balast).
>
> Daraus folgt: 32 / (32+13) = 0,71, also 71% der Energie kommt aus KH.
>

Nach anderer Quelle kommt man nur auf knapp �ber 50 %:

http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/naehrwerte-kalorien-brombeeren.html

F�r die Wildformen d�rfen wir wohl von den niedrigeren Werten ausgehen.

Entscheidend ist aber auch nicht der Anteil der Kohlenhydrate an einem
einzelnen Nahrungsmittel, sondern insgesamt.

Wenn ein Steinzeitmensch 100 g Fleisch, 50 g N�sse und 300 g Brombeeren
gegessen hat, dann war der prozentuale Anteil von Kohlenhydraten
insgesamt relativ gering, weil die Brombeeren zwar prozentual relativ
viele Kohlenhydrate haben, aber wegen ihres hohen Wassergehaltes
insgesamt nur einen geringen Beitrag zur gesamten Kalorienmenge
ausmachen. 50 g Haseln�sse haben etwa 325 Kilokalorien, das meiste davon
aus dem Fett, 300 g Brombeeren haben nach Deinen, relativ hohen, Zahlen
nur 135 Kilokalorien.

Wenn ich das genauer ausrechne komme ich auf folgende Prozentzahlen f�r
die Herkunft der Kalorien:

21,77 % Kohlenhydrate
60,61 % Fett
17,71 % Protein

F�r die Brombeeren und Haseln�sse habe ich die Angaben von der von Dir
verlinkten Internetseite verwendet, f�r Fleisch habe ich die Angaben zu
Rehr�cken aus der Kleinen N�hrwert-Tabelle von W. Wirths (ein Buch)
verwendet, da es auf Deiner Internetseite keine Angaben zu den
N�hrwerten von Fleisch gibt.

Selbst bei einer Ern�hrung, die zu zwei Dritteln aus Beeren besteht,
kommen wir damit auf eine aus heutiger Sicht sehr kohlenhydratarme Kost.
Wenn man dann noch den hohen Ballaststoffanteil und die h�here Aktivit�t
ber�cksichtigt, ergibt sich, da� der Steinzeitmensch bei der
angenommenen Ern�hrung wesentlich geringer mit Kohlenhydraten belastet
war als bei heute �blicher Kost.

>
>>>>F�r andere wilde Fr�chte d�rfte �hnliches gelten. Selbst wenn der
>>>>Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ern�hrt haben
>>>>sollte, w�re die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
>>>>gewesen als bei der heute �blichen Ern�hrung,
>
>
> Die heutige Empfehlung liegt bei ca. 50%, also weniger als 71%.
>

F�r die gesamte Ern�hrung, nicht f�r ein einzelnes Nahrungsmittel.

>
>>>>zumal der
>>>>Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
>>>>verbraucht hat.
>
>
> Irrelevant bzgl. der Energiezufuhr.
>

Das ist �berhaupt nicht irrelevant. Nat�rlich vertr�gt der menschliche
K�rper eine h�here Kalorien- und Kohlenhydratzufuhr, wenn er sehr aktiv
ist und die Kalorien und Kohlenhydrate gleich wieder verbrennt, als wenn
er weniger aktiv ist. Und das Sammeln von Beeren verbraucht nunmal
ungleich mehr Kalorien als das Kaufen und �ffnen einer Flasche oder
Packung Fruchtsaft gleicher Kalorienzahl.

Viele Gr��e,

Thorsten

Thorsten Schier

unread,
Nov 29, 2009, 4:38:25 PM11/29/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>>Unser Kᅵrper ist von seiner Biochemie und Physiologie darauf
>>>ausgerichtet, seine Energie fᅵr Grund- und Leistungsumsatz aus

>>>Kohlenhydraten zu beziehen und Fett als Depot- und Lagereinheit zu
>>>verwenden.
>>
>>Wo soll der Steinzeitmensch denn so viele Kohlenhydrate herbekommen
>>haben?
>
>
> Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Wenn der Mensch es aber mit dieser
> Biochemie geschafft hat, die kohlenhydratarme Steinzeit zu ᅵberleben, sagt
> mir die Logik, daᅵ er diese Kohlenhydrate wohl in irgendeiner Form erhalten
> haben muᅵ.
>

Welche Biochemie meinst Du? Wenn Du die Biochemie heutiger Menschen
meinst, dann stimmt es einfach nicht, daᅵ diese Biochemie eindeutig
darauf ausgerichtet ist, den Grund- und Leistungsumsatz aus
Kohlenhydraten zu beziehen. Der Mensch kann problemlos ohne Zufuhr von
Kohlenhydraten leben, da er Kohlenhydrate auch aus Proteinen und z. T.
auch aus Fett erzeugen kann. In der Praxis wird man natᅵrlich immer auch
Kohlenhydrate zu sich nehmen, weil ja auch kohlenhydratarme Lebensmittel
wie Fleisch und Nᅵsse eine gewisse Menge an Kohlenhydraten haben und
weil man fᅵr die Zufuhr von bestimmten Vitaminen wie Vitamin C und
Folsᅵure auf den Verzehr von Gemᅵse und/oder Obst nicht verzichten
sollte/kann, sofern man ohne Nahrungsergᅵnzungsmittel auskommen mᅵchte.
Man kann aber auch in der Praxis mit sehr wenig Kohlenhydraten
auskommen. Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, wieso eine
kohlenhydratarme Ernᅵhrung ungesund sein sollte, sofern keine besonderen
medizinischen Umstᅵnde vorliegen.

Thorsten Schier

unread,
Nov 29, 2009, 5:03:34 PM11/29/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>Es gibt keinen Mindestbedarf fᅵr Kohlenhydrate, da der Kᅵrper die
>>nᅵtigen Kohlenhydrate aus Proteinen herstellen. Das Gehirn kann sich
>>bei einer kohlenhydratarmen Ernᅵhrung ᅵbrigens auch teilweise auf den
>>Verbrauch von Ketonen umstellen und benᅵtigt dann deutlich weniger

>>Glucose als 120 g am Tag.
>
>
> Fᅵr Erythrozyten und Nierenmark ist Glukose essentiell. Wieviel brauchen
> die denn pro Tag?
>

Laut Kompendium der klinischen Medizin, Band 1 Von Hamid A.
Emminger,Thomas Kia kann sich der Kᅵrper soweit anpassen, daᅵ der
Gesamtbedarf an Glukose auf 80 g pro Tag sinkt. Das ist dort nicht nach
den einzelnen Organen aufgeschlᅵsselt.

80 g Kohlenhydrate pro Tag ist schon eine relativ kohlenhydratarme
Ernᅵhrung, in der normalen Ernᅵhrung liegt dieser Wert eher bei 250-450
g pro Tag. Wenn man weniger als 80 g zu sich nimmt, wird der Rest eben
durch Gluconeogenese aus Protein erzeugt.

Joerg Moeller

unread,
Nov 29, 2009, 5:10:09 PM11/29/09
to
"Anja L�nge" <anja....@gmx.de> schrieb:

Zahlen kann ich dir nicht nennen, aber die kommen schon mit der
Glucose aus der Gluconeogenese zurecht. (Ansonsten w�re die
Extrem-Faster ziemlich schnell ziemlich tot ;-)

Joerg Puetz

unread,
Nov 29, 2009, 5:44:41 PM11/29/09
to
Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:

> Joerg Puetz schrieb:
> > Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:

...


> >>>>Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
> >>>>Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
> >>>>erheblich bremsen.
> >
> >
> > Belege zur BZ-Wirkung der Balaststoffe?
> > Von erheblich ist mir nichts bekannt.
> >
>
> Jede Tabelle, die den glyk�mischen Index von Lebensmitteln auflistet,
> hilft Dir da weiter. Z. B.:
>
> http://www.montignac.com/de/ig_tableau.php
>
> Wei�brot ist je nach Sorte mit einem Index von 70-90 gelistet,
> Vollkornbrot mit 35-45.
>
> Brombeeren sind wie die meisten anderen Beeren mit 25 gelistet.

Wen interessiert denn schon der glyk�mischen Index wirklich?
Wenn schon, dann bitte die glyk�mische Last.

Ich meinte aber etwas anderes, den Kern Deiner Aussage: Werden 10g
Glucose wesentlich langsamer aufgenommen, wenn ich es vorher z.B. mit
10g unverdaulicher Zellulose vermische?

...


> >>Brombeeren enthalten je nach Quelle 4,2 bis 7,2 g Kohlenhydrate je 100
> >>g. Die Wildformen d�rften wohl eher am unteren Rand liegen. Getrocknet
> >>ist der Anteil der Kohlenhydrate nat�rlich viel h�her. Trotzdem mu� man
> >>eben schon relativ viele Beeren sammeln, um soviele Kalorien zu bekommen
> >>wie in einer einzigen Haselnu�.
> >
> >
> > http://www.ernaehrungs-wissen.de/lexikon-lebensmittel/obst/brombeere.html
> >
> > Es geht um den prozentualen Anteil der KH an der Energiezufuhr:
> > 8g KH =32kcal, 1g Fett =9kcal, 1g Eiwei� =4kcal, (4g Balast).
> >
> > Daraus folgt: 32 / (32+13) = 0,71, also 71% der Energie kommt aus KH.
> >
>
> Nach anderer Quelle kommt man nur auf knapp �ber 50 %:

Auch gut, mir ging es nur um Deine vielleicht unabsichtliche
Verschleierung des hohen KH-Anteils bei dem Brombeerbeispiel durch das
Weglassen der noch viel kleineren Fett- und Eiwei�anteile. BTW: Der
Hauptanteil der KH bei Brombeeren ist doch sicherlich Fructose und
davon r�tst Du doch eher ab, oder?

> http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/naehrwerte-kalorien-brombeeren.html
>
> F�r die Wildformen d�rfen wir wohl von den niedrigeren Werten ausgehen.
>
> Entscheidend ist aber auch nicht der Anteil der Kohlenhydrate an einem
> einzelnen Nahrungsmittel, sondern insgesamt.
>
> Wenn ein Steinzeitmensch 100 g Fleisch, 50 g N�sse und 300 g Brombeeren
> gegessen hat,

Ja, wenn! Gibt es daf�r irgendwelche Belege? Zahnspuren z.B.? Gibt es
vielleicht heutige Affenarten, die sich mit diesen Anteilen in der
Natur ern�hren?

...


> Selbst bei einer Ern�hrung, die zu zwei Dritteln aus Beeren besteht,
> kommen wir damit auf eine aus heutiger Sicht sehr kohlenhydratarme Kost.
> Wenn man dann noch den hohen Ballaststoffanteil und die h�here Aktivit�t
> ber�cksichtigt, ergibt sich, da� der Steinzeitmensch bei der
> angenommenen Ern�hrung wesentlich geringer mit Kohlenhydraten belastet
> war als bei heute �blicher Kost.

Vielleicht, vielleicht ist auch deshalb so fr�h verstorben, ich will
nicht tauschen. Aber wahrscheinlich war die Ern�hrung doch eher
weniger fleischlastig.

> >>>>F�r andere wilde Fr�chte d�rfte �hnliches gelten. Selbst wenn der
> >>>>Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ern�hrt haben
> >>>>sollte, w�re die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
> >>>>gewesen als bei der heute �blichen Ern�hrung,
> >
> >
> > Die heutige Empfehlung liegt bei ca. 50%, also weniger als 71%.
> >
>
> F�r die gesamte Ern�hrung, nicht f�r ein einzelnes Nahrungsmittel.

Habe ich was anderes behauptet? Du willst doch auf Low-Carb hinaus.

> >>>>zumal der
> >>>>Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
> >>>>verbraucht hat.
> >
> >
> > Irrelevant bzgl. der Energiezufuhr.
> >
>
> Das ist �berhaupt nicht irrelevant. Nat�rlich vertr�gt der menschliche
> K�rper eine h�here Kalorien- und Kohlenhydratzufuhr, wenn er sehr aktiv
> ist und die Kalorien und Kohlenhydrate gleich wieder verbrennt, als wenn
> er weniger aktiv ist. Und das Sammeln von Beeren verbraucht nunmal
> ungleich mehr Kalorien als das Kaufen und �ffnen einer Flasche oder
> Packung Fruchtsaft gleicher Kalorienzahl.

Also ist Dein Argument, der KH-Anteil muss von dem Bewegungsanteil
abh�ngen?

Dann k�nnte ich auch sagen, der Fettanteil muss von den erwarteten
Hungerzeiten abh�ngen, z.Zt. bei uns also eher klein sein.

Die Zeiten haben sich ge�ndert, wenige sammeln ihre Beeren heute noch
selbst und wenige jagen ihr Fleisch selbst, was ja auch viel Energie
verbrauchte.

Dein Argument war, unsere Vorfahren haben sich anders ern�hrt. Wenn
man nun sagt, Low-Carb war das auch nicht, dann kommst Du mit den
anderen Lebensumst�nden. Und was bringt dann noch Dein Vergleich bei
der Energiezufuhr? Nichts.

Anja L�nge

unread,
Nov 30, 2009, 1:17:17 PM11/30/09
to
Thorsten Schier wrote:

> Der Mensch kann problemlos ohne Zufuhr von
> Kohlenhydraten leben, da er Kohlenhydrate auch aus Proteinen und z. T.
> auch aus Fett erzeugen kann.

Nur w�rde das eine Insulinresistenz erzeugen, die gerade beim Diabetiker
unerw�nscht ist und beim Typ2 kontraproduktiv. In der Theorie also ganz
nett, in der Praxis untauglich.


Anja


Anja L�nge

unread,
Nov 30, 2009, 2:26:15 PM11/30/09
to
Thorsten Schier wrote:

> 80 g Kohlenhydrate pro Tag ist schon eine relativ kohlenhydratarme

> Ern�hrung, in der normalen Ern�hrung liegt dieser Wert eher bei


> 250-450 g pro Tag. Wenn man weniger als 80 g zu sich nimmt, wird der
> Rest eben durch Gluconeogenese aus Protein erzeugt.

F�r wen ist denn die Aussage g�ltig? ;-)
80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE. Ich esse zwischen 5 bis 8 BE am Tg bei
einem Kohlenhydratanteil von 50% der aufgenommenen Kalorien.
250g Kohlenhydrate w�ren 20,8 BE, 450g w�ren 37,5E. Bei einer normalen
gewichtserhaltendenen Kost sind solche Mengen eher un�blich.


Anja


Thorsten Schier

unread,
Nov 30, 2009, 3:24:39 PM11/30/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>80 g Kohlenhydrate pro Tag ist schon eine relativ kohlenhydratarme
>>Ernᅵhrung, in der normalen Ernᅵhrung liegt dieser Wert eher bei

>>250-450 g pro Tag. Wenn man weniger als 80 g zu sich nimmt, wird der
>>Rest eben durch Gluconeogenese aus Protein erzeugt.
>
>
> Fᅵr wen ist denn die Aussage gᅵltig? ;-)

> 80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE. Ich esse zwischen 5 bis 8 BE am Tg bei
> einem Kohlenhydratanteil von 50% der aufgenommenen Kalorien.

8 BE sind 96 g Kohlenhydrate. Die haben 384 kcal. Bei einem
Kohlenhydratanteil von 50 % bei den Kalorien ergeben sich insgesamt 768
kcal als obere Grenze fᅵr Deine Kalorienzufuhr. Bist Du sicher, daᅵ die
Angaben so stimmen? Das wᅵre extrem wenig.

> 250g Kohlenhydrate wᅵren 20,8 BE, 450g wᅵren 37,5E. Bei einer normalen
> gewichtserhaltendenen Kost sind solche Mengen eher unᅵblich.
>

250 g Kohlenhydrate haben 1000 kcal, 450 g haben 1800. Mit zwei
multipliziert ergeben sich 2000-3600 kcal. Das liegt nur wenig ᅵber den
Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fᅵr Ernᅵhrung (je nach
Geschlecht, Alter und Aktivitᅵtsgrad zwischen 1600 und 3300 kcal). Da
die meisten Menschen eher dazu neigen, etwas zuviel zu essen, halte ich
die Zahlen fᅵr realistisch, zumal es sicher auch viele Leute gibt, die
mehr als 50 % Kohlenhydratanteil an der Kalorienzufuhr haben.

Thorsten Schier

unread,
Nov 30, 2009, 3:42:13 PM11/30/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>Der Mensch kann problemlos ohne Zufuhr von
>>Kohlenhydraten leben, da er Kohlenhydrate auch aus Proteinen und z. T.
>>auch aus Fett erzeugen kann.
>
>
> Nur wᅵrde das eine Insulinresistenz erzeugen, die gerade beim Diabetiker
> unerwᅵnscht ist und beim Typ2 kontraproduktiv. In der Theorie also ganz
> nett, in der Praxis untauglich.
>

Die wissenschaftliche Forschung scheint eher das Gegenteil auszusagen:

"The currently available scientific literature shows that
low-carbohydrate diets acutely induce a number of favourable effects,
such as a rapid weight loss, decrease of fasting glucose and insulin
levels, reduction of circulating triglyceride levels and improvement of
blood pressure. "

Aus:

Obes Rev. 2006 Feb;7(1):49-58.

Low-carbohydrate diets: nutritional and physiological aspects.
Adam-Perrot A, Clifton P, Brouns F.

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16436102)

Eine Reduzierung der Glukose- und Insulinwerte spricht wohl nicht gerade
fᅵr eine erhᅵhte Insulinresistenz.

Anja L�nge

unread,
Nov 30, 2009, 3:54:57 PM11/30/09
to
Thorsten Schier wrote:

>> F�r wen ist denn die Aussage g�ltig? ;-)


>> 80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE. Ich esse zwischen 5 bis 8 BE am Tg
>> bei einem Kohlenhydratanteil von 50% der aufgenommenen Kalorien.
>
> 8 BE sind 96 g Kohlenhydrate. Die haben 384 kcal. Bei einem
> Kohlenhydratanteil von 50 % bei den Kalorien ergeben sich insgesamt

> 768 kcal als obere Grenze f�r Deine Kalorienzufuhr. Bist Du sicher,
> da� die Angaben so stimmen? Das w�re extrem wenig.

Kommt halt auf die Gr��e und den daraus resultierenden Grundumsatz plus den
Leistungsumsatz an. Da ich nicht sehr hochw�chsig (einige nennen es
Gartenzwerg) und Schreibtischt�ter bin, ist das bei mir eine
gewichtserhaltende Menge.
Nur mal so als Beispiel, wie allgemeing�ltig solche Aussagen wie "in der
normalen Ern�hrung liegt dieser Wert eher bei x g pro Tag" sind ;-)


Anja


Anja L�nge

unread,
Nov 30, 2009, 4:04:49 PM11/30/09
to
Thorsten Schier wrote:

>> Nur w�rde das eine Insulinresistenz erzeugen, die gerade beim
>> Diabetiker unerw�nscht ist und beim Typ2 kontraproduktiv. In der


>> Theorie also ganz nett, in der Praxis untauglich.
>>
>
> Die wissenschaftliche Forschung scheint eher das Gegenteil auszusagen:
>
> "The currently available scientific literature shows that
> low-carbohydrate diets acutely induce a number of favourable effects,
> such as a rapid weight loss, decrease of fasting glucose and insulin
> levels, reduction of circulating triglyceride levels and improvement
> of blood pressure. "

Es ging um die Resistenz durch freie Fetts�uren, die bei Lipolyse (=
Fettabbau) entstehen, wenn der K�rper wegen eines geringen Angebots an
Kohlenhydraten eben diese Lipolyse betreibt. Zur �berwindung der FFS
ben�tigt je nach Ausma� f�r ein bis 3 Tage etwa 150% des sonst �blichen
Insulinbedarfs.

> Low-carbohydrate diets: nutritional and physiological aspects.
> Adam-Perrot A, Clifton P, Brouns F.
>
> (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16436102)
>
> Eine Reduzierung der Glukose- und Insulinwerte spricht wohl nicht

> gerade f�r eine erh�hte Insulinresistenz.

"Low-carbohydrate intakes result in a reduction of the circulating insulin
level, which promotes high level of circulating fatty acids"

Um diese fatty acids geht es. Sie erzeugen eine Resistenz des
Insulinrezeptors, was unbehandelt (siehe die 150% oben) in die auch im
Artikel angesprochene Ketoazidose (" One of the common metabolic changes
assumed to take place when a person follows a low-carbohydrate diet is
ketosis.")
Die anderen less desirable immediate effects sind aber auch nicht zu
verachten.


Anja


Thorsten Schier

unread,
Nov 30, 2009, 4:52:38 PM11/30/09
to
Joerg Puetz schrieb:
> Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:
>
>
>>Joerg Puetz schrieb:
>>
>>>Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> wrote:
>
> ...
>
>>>>>>Wilde Beeren enthalten nicht viel Zucker und im Vergleich dazu viele
>>>>>>Ballaststoffe, die ja bekanntlich den Anstieg des Blutzuckerspiegels
>>>>>>erheblich bremsen.
>>>
>>>
>>>Belege zur BZ-Wirkung der Balaststoffe?
>>>Von erheblich ist mir nichts bekannt.
>>>
>>
>>Jede Tabelle, die den glyk�mischen Index von Lebensmitteln auflistet,
>>hilft Dir da weiter. Z. B.:
>>
>>http://www.montignac.com/de/ig_tableau.php
>>
>>Wei�brot ist je nach Sorte mit einem Index von 70-90 gelistet,
>>Vollkornbrot mit 35-45.
>>
>>Brombeeren sind wie die meisten anderen Beeren mit 25 gelistet.
>
>
> Wen interessiert denn schon der glyk�mischen Index wirklich?
> Wenn schon, dann bitte die glyk�mische Last.

Beim Vergleich von Wei�brot und Vollkornbrot ist die glyk�mische Last
fast proportional zum glyk�mischen Index. Das Vollkornbrot kommt sogar
noch etwas besser weg, da es etwas in der Regel etwas weniger
Kohlenhydrate enth�lt. An der prinzipiellen Aussage �ndert sich also nicht.

>
> Ich meinte aber etwas anderes, den Kern Deiner Aussage: Werden 10g
> Glucose wesentlich langsamer aufgenommen, wenn ich es vorher z.B. mit
> 10g unverdaulicher Zellulose vermische?
>

Wie meinen? Ich sprach �ber Lebensmittel wie Brombeeren, bei denen die
Ballaststoffe integraler Bestandteil des Lebensmittels sind. �ber die
k�nstliche Beimengung von Ballaststoffen zu Lebensmitteln ohne
Ballaststoffe habe ich keine Aussagen getroffen.

>
>>>>Brombeeren enthalten je nach Quelle 4,2 bis 7,2 g Kohlenhydrate je 100
>>>>g. Die Wildformen d�rften wohl eher am unteren Rand liegen. Getrocknet
>>>>ist der Anteil der Kohlenhydrate nat�rlich viel h�her. Trotzdem mu� man
>>>>eben schon relativ viele Beeren sammeln, um soviele Kalorien zu bekommen
>>>>wie in einer einzigen Haselnu�.
>>>
>>>
>>>http://www.ernaehrungs-wissen.de/lexikon-lebensmittel/obst/brombeere.html
>>>
>>>Es geht um den prozentualen Anteil der KH an der Energiezufuhr:
>>>8g KH =32kcal, 1g Fett =9kcal, 1g Eiwei� =4kcal, (4g Balast).
>>>
>>>Daraus folgt: 32 / (32+13) = 0,71, also 71% der Energie kommt aus KH.
>>>
>>
>>Nach anderer Quelle kommt man nur auf knapp �ber 50 %:
>
>
> Auch gut, mir ging es nur um Deine vielleicht unabsichtliche
> Verschleierung des hohen KH-Anteils bei dem Brombeerbeispiel durch das
> Weglassen der noch viel kleineren Fett- und Eiwei�anteile.

Das ist keine Verschleierung. Es geht doch um die Brombeeren im
Gesamtkontext der gesamten Ern�hrung und da ist es eben so, da� man
schon ziemlich viele Brombeeren essen mu�, damit die Menge bei der
Kalorienaufnahme ins Gewicht f�llt, insbesondere wenn man davon ausgeht,
da� die Wildformen im Zuckergehalt eher am unteren Ende des Spektrums
bei den Kulturformen liegen, also eher bei 4 als 8 g pro 100 g
Gesamtgewicht.

> BTW: Der
> Hauptanteil der KH bei Brombeeren ist doch sicherlich Fructose und
> davon r�tst Du doch eher ab, oder?
>

Soweit ich wei�, enthalten Brombeeren fast genauso viel Glukose wie
Fruktose. Au�erdem ist das nat�rlich wie so oft eine Frage der Menge.
Die Fruktose aus normalen Mengen (also ein paar hundert Gramm) an
Brombeeren (oder auch Erdbeeren oder anderen Beeren) wird f�r einen
gesunden Menschen in der Regel kein Problem darstellen, zumal er
gleichzeitig gro�e Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen
und sekund�ren Pflanzenstoffen zu sich nimmt. Auf der anderen Seite
w�rde ich niemandem dazu raten, jeden Tag einen Liter Fruchtsaft zu
trinken und noch schlechter w�re ein Liter oder noch mehr Limonade oder
Cola pro Tag.

Abgesehen von den Mengen spielt hier �brigens sicher auch die zeitliche
Verteilung �ber den Tag und nat�rlich auch der Gehalt an Ballaststoffen
eine Rolle. Wenn man als Steinzeitmensch �ber den Tag verteilt z. B. 500
g Brombeeren i�t, ist das f�r den Stoffwechsel sicher besser, als die
gleiche Menge an Fruktose in kurzer Zeit als Fruchtsaft aufzunehmen.

>
>>http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/naehrwerte-kalorien-brombeeren.html
>>
>>F�r die Wildformen d�rfen wir wohl von den niedrigeren Werten ausgehen.
>>
>>Entscheidend ist aber auch nicht der Anteil der Kohlenhydrate an einem
>>einzelnen Nahrungsmittel, sondern insgesamt.
>>
>>Wenn ein Steinzeitmensch 100 g Fleisch, 50 g N�sse und 300 g Brombeeren
>>gegessen hat,
>
>
> Ja, wenn! Gibt es daf�r irgendwelche Belege?

Die genauen Zahlenverh�ltnisse kann ich Dir nicht belegen. Das der
Mensch aber seit langer Zeit als J�ger unterwegs ist, d�rfte aber wohl
unbestritten sein und soviel ich wei�, werden bei Ausgrabungen auch
�fter Nu�schalen gefunden. Davon abgesehen sehe ich keinen Grund, wieso
der Steinzeitmensch auf das kalorienreichste Nahrungsmittel, das in
unseren Breiten verf�gbar ist und das sich obendrein noch relativ leicht
lagern l��t, verzichten sollte.

> Zahnspuren z.B.? Gibt es
> vielleicht heutige Affenarten, die sich mit diesen Anteilen in der
> Natur ern�hren?
>

Wikipedia nennt f�r den Schimpansen Fr�chte und N�sse als
Hauptbestandteile der Nahrung, daneben verzehren sie auch andere
Pflanzenteile und Insekten und machen auch Jagd auf kleinere Wirbeltiere
wie z. B. andere Affenarten. Insgesamt ist der Pflanzen- und
Kohlenhydratanteil in der Ern�hrung beim Schimpansen sicher deutlich
h�her als beim Menschen. Aber der Schimpanse hat auch ganzj�hrig Zugang
zu Fr�chten, was beim Menschen schon beim �bergang in die Savanne nicht
mehr der Fall war und der Schimpanse ist auch von seiner Anatomie her
besser an eine �berwiegend vegetarische Kost angepa�t, z. B. mit seinem
l�ngeren Darm.

>
>>Selbst bei einer Ern�hrung, die zu zwei Dritteln aus Beeren besteht,
>>kommen wir damit auf eine aus heutiger Sicht sehr kohlenhydratarme Kost.
>>Wenn man dann noch den hohen Ballaststoffanteil und die h�here Aktivit�t
>>ber�cksichtigt, ergibt sich, da� der Steinzeitmensch bei der
>>angenommenen Ern�hrung wesentlich geringer mit Kohlenhydraten belastet
>>war als bei heute �blicher Kost.
>
>
> Vielleicht, vielleicht ist auch deshalb so fr�h verstorben, ich will
> nicht tauschen. Aber wahrscheinlich war die Ern�hrung doch eher
> weniger fleischlastig.
>

Hast Du Belege daf�r?

>
>>>>>>F�r andere wilde Fr�chte d�rfte �hnliches gelten. Selbst wenn der
>>>>>>Steinzeitmensch sich phasenweise weitgehend von Beeren ern�hrt haben
>>>>>>sollte, w�re die Belastung durch die Kohlenhydrate viel geringer
>>>>>>gewesen als bei der heute �blichen Ern�hrung,
>>>
>>>
>>>Die heutige Empfehlung liegt bei ca. 50%, also weniger als 71%.
>>>
>>
>>F�r die gesamte Ern�hrung, nicht f�r ein einzelnes Nahrungsmittel.
>
>
> Habe ich was anderes behauptet? Du willst doch auf Low-Carb hinaus.
>

Und ob eine Ern�hrung Low-Carb ist entscheidet sich eben nicht an einem
einzelnen Nahrungsmittel.

>
>>>>>>zumal der
>>>>>>Steinzeitmensch ja schon beim Sammeln der Beeren viel Energie
>>>>>>verbraucht hat.
>>>
>>>
>>>Irrelevant bzgl. der Energiezufuhr.
>>>
>>
>>Das ist �berhaupt nicht irrelevant. Nat�rlich vertr�gt der menschliche
>>K�rper eine h�here Kalorien- und Kohlenhydratzufuhr, wenn er sehr aktiv
>>ist und die Kalorien und Kohlenhydrate gleich wieder verbrennt, als wenn
>>er weniger aktiv ist. Und das Sammeln von Beeren verbraucht nunmal
>>ungleich mehr Kalorien als das Kaufen und �ffnen einer Flasche oder
>>Packung Fruchtsaft gleicher Kalorienzahl.
>
>
> Also ist Dein Argument, der KH-Anteil muss von dem Bewegungsanteil
> abh�ngen?

Ich w�rde eher sagen: Je h�her die Aktivit�t, desto h�her kann, aber
nicht mu�, der Anteil an Kohlenhydraten sein.

>
> Dann k�nnte ich auch sagen, der Fettanteil muss von den erwarteten
> Hungerzeiten abh�ngen, z.Zt. bei uns also eher klein sein.
>

Das gilt aber f�r das K�rperfett, nicht f�r den Fettanteil in der
Ern�hrung. Beides hat nicht wirklich viel miteinander zu tun, da
Kohlenhydrate genauso in Fett umgewandelt und als Fett gespeichert
werden k�nnen.

> Die Zeiten haben sich ge�ndert, wenige sammeln ihre Beeren heute noch
> selbst und wenige jagen ihr Fleisch selbst, was ja auch viel Energie
> verbrauchte.
>
> Dein Argument war, unsere Vorfahren haben sich anders ern�hrt. Wenn
> man nun sagt, Low-Carb war das auch nicht, dann kommst Du mit den
> anderen Lebensumst�nden. Und was bringt dann noch Dein Vergleich bei
> der Energiezufuhr? Nichts.

Die Lebensumst�nde kommen dazu. Ich bin nach wie vor der Meinung, da�
unsere Vorfahren wesentlich weniger Kohlenhydrate zu sich genommen
haben, als wir das tun. Gleichzeitig war die Wirkung dieser
Kohlenhydrate wegen des damals h�heren Ballaststoffanteils und der
h�heren Aktivit�t eine andere als bei heutigen Menschen die z. B. im
B�ro arbeiten und deren Fr�hst�ck aus Br�tchen mit Honig oder Marmelade
besteht. Die Effekte verst�rken sich gegenseitig.

Viele Gr��e,

Thorsten

Thorsten Schier

unread,
Nov 30, 2009, 5:16:52 PM11/30/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>>Nur wᅵrde das eine Insulinresistenz erzeugen, die gerade beim
>>>Diabetiker unerwᅵnscht ist und beim Typ2 kontraproduktiv. In der

>>>Theorie also ganz nett, in der Praxis untauglich.
>>>
>>
>>Die wissenschaftliche Forschung scheint eher das Gegenteil auszusagen:
>>
>>"The currently available scientific literature shows that
>>low-carbohydrate diets acutely induce a number of favourable effects,
>>such as a rapid weight loss, decrease of fasting glucose and insulin
>>levels, reduction of circulating triglyceride levels and improvement
>>of blood pressure. "
>
>
> Es ging um die Resistenz durch freie Fettsᅵuren, die bei Lipolyse (=
> Fettabbau) entstehen, wenn der Kᅵrper wegen eines geringen Angebots an
> Kohlenhydraten eben diese Lipolyse betreibt. Zur ᅵberwindung der FFS
> benᅵtigt je nach Ausmaᅵ fᅵr ein bis 3 Tage etwa 150% des sonst ᅵblichen
> Insulinbedarfs.
>
>
>>Low-carbohydrate diets: nutritional and physiological aspects.
>>Adam-Perrot A, Clifton P, Brouns F.
>>
>>(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16436102)
>>
>>Eine Reduzierung der Glukose- und Insulinwerte spricht wohl nicht
>>gerade fᅵr eine erhᅵhte Insulinresistenz.

>
>
> "Low-carbohydrate intakes result in a reduction of the circulating insulin
> level, which promotes high level of circulating fatty acids"
>
> Um diese fatty acids geht es. Sie erzeugen eine Resistenz des
> Insulinrezeptors, was unbehandelt (siehe die 150% oben) in die auch im
> Artikel angesprochene Ketoazidose (" One of the common metabolic changes
> assumed to take place when a person follows a low-carbohydrate diet is
> ketosis.")

Damit ist keine Ketoazidose gemeint, sondern die "normale" Ketose, die
bei einer streng kohlenhydratarmen Diᅵt oder auch beim Fasten auftritt.
Bei gesunden Menschen und auch bei nicht-insulinpflichtigen
Typ-II-Diabetikern ist ein Abrutschen von dieser Ketose in eine
Ketoazidose durch eine kohlenhydratarme Diᅵt extrem unwahrscheinlich,
wenn ᅵberhaupt mᅵglich.

Bei diesen Personengruppen sollte der Effekt der Insulinresistenz durch
freie Fettsᅵuren infolge einer Reduzierung des Insulinspiegels kein
wirkliches Problem sein, da die Ursache dieser Reduzierung ja gerade die
Reduzierung der Insulinresistenz durch die kohlenhydratarme Ernᅵhrung
ist. Diese Reduzierung der Insulinresistenz wird dann mᅵglicherweise
durch den Effekt der freien Fettsᅵuren begrenzt.

Bei Typ-I-Diabetikern sieht das dann wahrscheinlich anders aus, da hier
der niedrigere Insulinspiegel nicht durch eine Verringerung der
Insulinresistenz sondern in der Regel durch ein Ausbleiben der Zufuhr
von Insulin von auᅵen verursacht wird. Eine vᅵllig andere Situation.

> Die anderen less desirable immediate effects sind aber auch nicht zu
> verachten.
>

Im Artikel wird auch erklᅵrt, wie man die vermeiden kann.

Thorsten Schier

unread,
Nov 30, 2009, 5:36:47 PM11/30/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>
>>>Fᅵr wen ist denn die Aussage gᅵltig? ;-)

>>>80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE. Ich esse zwischen 5 bis 8 BE am Tg
>>>bei einem Kohlenhydratanteil von 50% der aufgenommenen Kalorien.
>>
>>8 BE sind 96 g Kohlenhydrate. Die haben 384 kcal. Bei einem
>>Kohlenhydratanteil von 50 % bei den Kalorien ergeben sich insgesamt
>>768 kcal als obere Grenze fᅵr Deine Kalorienzufuhr. Bist Du sicher,
>>daᅵ die Angaben so stimmen? Das wᅵre extrem wenig.
>
>
> Kommt halt auf die Grᅵᅵe und den daraus resultierenden Grundumsatz plus den
> Leistungsumsatz an. Da ich nicht sehr hochwᅵchsig (einige nennen es
> Gartenzwerg) und Schreibtischtᅵter bin, ist das bei mir eine
> gewichtserhaltende Menge.
> Nur mal so als Beispiel, wie allgemeingᅵltig solche Aussagen wie "in der
> normalen Ernᅵhrung liegt dieser Wert eher bei x g pro Tag" sind ;-)
>

Ich habe da ja schon eine erhebliche Spanne angegeben. Und Begriffe wie
"normal" zeigen ja auch schon, daᅵ es um ᅵbliche Mengen geht und daᅵ es
natᅵrlich auch Leute gibt, die wesentlich weniger oder wesentlich mehr
verzehren. Die von Dir genannten Werte sind jedenfalls fᅵr den
Durchschnitt der Bevᅵlkerung sicher nicht "normal". Die meisten Menschen
mit einer durchschnittlichen Kᅵrpergrᅵᅵe wᅵrden bei einer Kalorienzufuhr
von 480-768 kcal pro Tag auf lᅵngere Sicht verhungern.

Torsten Mueller

unread,
Dec 1, 2009, 1:56:36 AM12/1/09
to
Thorsten Schier <use...@naturfoto-hamburg.de> schrieb:

> > 80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE.
>

> 8 BE sind 96 g Kohlenhydrate.
>

> > 250g Kohlenhydrate wᅵren 20,8 BE, 450g wᅵren 37,5E.

OT: Mit Verlaub, ich muᅵ mich immer sehr ᅵber diese wirklich saudummen
BE wundern. Fᅵr wen sind die gut? Fᅵr Nasen, die sich unter 40g KH
nichts vorstellen kᅵnnen? Kᅵnnen die sich dann mehr unter 5 BE
vorstellen? Wohlgemerkt, diese 5 BE entsprechen nicht etwa fᅵnf
Brotschnitten, sondern vielleicht zwei oder auch nur einer, wenn sie
dick und groᅵ ist. Und dann geht's vielleicht gar nicht um Brot, sondern
um Nudeln, gell? Zudem gilt in der Schweiz wie schon einmal gesagt
1 BE = 10g KH, nicht 12 wie in Deutschland. Ich muᅵ diesen unseriᅵsen
Mist jedesmal rᅵcktransformieren. BE gehᅵren verboten, ehrlich.

T.M.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 1, 2009, 11:50:52 AM12/1/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> 1 BE = 10g KH, nicht 12 wie in Deutschland. Ich muᅵ diesen unseriᅵsen

10g Kohlenhdrate ist in Deutschland das was man auch mit KE (nicht BE)
bezeichnet. Liegt evtl. eine Verwechslung vor?

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Anja L�nge

unread,
Dec 1, 2009, 2:57:37 PM12/1/09
to
"Torsten Mueller" <dev-...@shared-files.de> wrote:

>> > 250g Kohlenhydrate w�ren 20,8 BE, 450g w�ren 37,5E.
>
> OT: Mit Verlaub, ich mu� mich immer sehr �ber diese wirklich saudummen
> BE wundern. F�r wen sind die gut? F�r Nasen, die sich unter 40g KH
> nichts vorstellen k�nnen? K�nnen die sich dann mehr unter 5 BE
> vorstellen? Wohlgemerkt, diese 5 BE entsprechen nicht etwa f�nf


> Brotschnitten, sondern vielleicht zwei oder auch nur einer, wenn sie

> dick und gro� ist. Und dann geht's vielleicht gar nicht um Brot, sondern


> um Nudeln, gell? Zudem gilt in der Schweiz wie schon einmal gesagt

> 1 BE = 10g KH, nicht 12 wie in Deutschland. Ich mu� diesen unseri�sen
> Mist jedesmal r�cktransformieren. BE geh�ren verboten, ehrlich.

Och... warum denn? Die 10g KH-Einheiten wurden doch nur f�r die eingef�hrt,
die nicht im Kopf durch 12 teilen k�nnen *fg*
Ehrlich gesagt, ist mir die Einheit wurscht (oder besser "semmel" *gr�bel),
solange alle beim selben Wort/ derselben Abk�rzung vom selben reden. Ich
nehme BE, weil ich vor 31 Jahren an diese Einheit herangef�hrt wurde und BE
f�r das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie "Tempo" f�r
"Papiertaschentuch". Nat�rlich gibt es auch Zewa und diverse Nonames... aber
Tempos^wTaschent�cher werden f�r mich immer Tempos sein.


Anja


Joa

unread,
Dec 1, 2009, 3:26:07 PM12/1/09
to
> Anja L�nge schrieb:

> "Papiertaschentuch". Nat�rlich gibt es auch Zewa und diverse Nonames... aber
> > Tempos^wTaschent�cher werden f�r mich immer Tempos sein.

Und das egal ob sie verspeist nun eine KE oder eine BE sind,
Zumal sich der Unterschied zwischen (gemittelt gesch�tzten) 10 oder 12 gr KH
eher in der Pfeife rauchen l�sst. Praxisrelevant isser nich.

Gru�
Joa


Andy Rodemann

unread,
Dec 1, 2009, 4:00:56 PM12/1/09
to
Hallo zusammen,

"Joa" <Joa.K...@web.de> schrieb:

Naja, bei 10 BE wird er doch langsam relevant, aber ob ich nun 12g KH mit
faktor 1,0 oder 10g mit faktor 1,2 abdecke, bleibt doch letztlich egal,
sind n�mlich immer 1,2 IE insgesamt.
--
tsch�ss
andy r.

Reindl Wolfgang

unread,
Dec 1, 2009, 6:21:15 PM12/1/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Och... warum denn? Die 10g KH-Einheiten wurden doch nur fᅵr die eingefᅵhrt,
> die nicht im Kopf durch 12 teilen kᅵnnen *fg*

;-)
Aber es ist in der Tat so, daᅵ sich "normale Portionsgrᅵᅵen" recht
hᅵufig auf ganzzahlige BEs ausgehen.
Und wenn ich rechnen mᅵᅵte "ich brauch' fᅵr 1 g KH 0,0833333 IE, wieviel
brauch' ich fᅵr 24 g KH?" wᅵr' ich per Kopfrechnen zugegebenermaᅵen
aufgeschmissen.

> Ehrlich gesagt, ist mir die Einheit wurscht (oder besser "semmel" *grᅵbel),
^^^^^^
Willkommen in Bayern *g*


> solange alle beim selben Wort/ derselben Abkᅵrzung vom selben reden.

... und da gips halt die Verwirrung zwischen
den Eidgenossen und ihrer "10-g-BE" vs.
den gebrauchten Deutschen und ihrer "12-g-BE" vs.
den inzwischen auch nicht mehr ganz so neuen Deutschen mit ihrer "10-g-KE"

> Ich
> nehme BE, weil ich vor 31 Jahren an diese Einheit herangefᅵhrt wurde

Meinereiner ebenpfalz

> und BE
> fᅵr das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie "Tempo" fᅵr
> "Papiertaschentuch".

ACK

Wolfgang

Joa

unread,
Dec 1, 2009, 6:26:24 PM12/1/09
to

> Andy Rodemann schrieb:

> Naja, bei 10 BE wird er doch langsam relevant, aber ob ich nun ...

Klar. Das macht dann irgendwas zwischen 1 bis 2 BE/KE aus.
Also 20 gr. KH.

Die kacken sich allerdings im Konzert weiterer relevanter Faktoren
bei einer Dosis von 10 bis 12 IE Insulin auch wieder weg.

Mal ganz davon abgesehen davon, dass 2 gr Schwankung je BE/KE weit
unter der nat�rlichen Schwankungsbreite der Natur bei unseren
Lebensmitteln liegen. Bei �pfeln z.B. hinsichtlich des KH-
Gehaltes beim Faktor 3 liegend (so hab ich es jedenfalls gelesen).

Gru�
Joa


Torsten Mueller

unread,
Dec 2, 2009, 2:12:58 AM12/2/09
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

> > 1 BE = 10g KH, nicht 12 wie in Deutschland.
>

> 10g Kohlenhdrate ist in Deutschland das was man auch mit KE (nicht BE)
> bezeichnet. Liegt evtl. eine Verwechslung vor?

Nein. Die Diabetes-Schwester, von der ich nach der Diagnose im
Krankenhaus die ersten Instruktionen erhielt, hat mich (als Deutschen)
extra auf den Unterschied hingewiesen.

T.M.

Torsten Mueller

unread,
Dec 2, 2009, 2:27:14 AM12/2/09
to
"Joa" <Joa.K...@web.de> schrieb:

> Zumal sich der Unterschied zwischen (gemittelt geschᅵtzten) 10 oder 12
> gr KH eher in der Pfeife rauchen lᅵsst. Praxisrelevant isser nich.

Das seh ich nicht so. In meinem Kᅵrper kompensiert eine Einheit [1] Novo
derzeit rund 9.5g KH, sagen wir 10g, um besser rechnen zu kᅵnnen. Ob ich
also 50g oder 60g KH zu mir nehme, wenn ich 5 BE esse, wᅵrde bei mir
bereits auf eine ganze Einheit Novo hinauslaufen. Das wᅵre vielleicht
nicht kritisch, aber ich kᅵnnte es im Ergebnis sicher deutlich messen.
Und wenn ich mir mal einen groᅵen Teller Nudeln erlaube, dann betrᅵgt
der Unterschied vielleicht sogar zwei Einheiten Novo.

T.M.

[1] ebenfalls eine vᅵllig aus der Luft gegriffene Maᅵangabe, aber gut,
bei Isulineinheiten ist es immerhin das, was am Pen unmittelbar
eingestellt wird, das was "klick" macht usw.

Torsten Mueller

unread,
Dec 2, 2009, 2:39:11 AM12/2/09
to
Reindl Wolfgang <inode....@inode.at> schrieb:

> Und wenn ich rechnen mᅵᅵte "ich brauch' fᅵr 1 g KH 0,0833333 IE,
> wieviel brauch' ich fᅵr 24 g KH?" wᅵr' ich per Kopfrechnen
> zugegebenermaᅵen aufgeschmissen.

Die Frau Dr. rechnet auch immer so, also in IE pro g KH. Ich weiᅵ nicht,
warum, ich find's in g KH pro IE wesentlich praktischer. Man erhᅵlt da
Zahlen zwischen 5 und 15, nicht Nullkommanullnochwas, damit kann man
bequem rechnen! Und man kann am Pen nunmal keine Kommastellen
einstellen, man kann aber auf's Gramm genau abwiegen.

T.M.

Reindl Wolfgang

unread,
Dec 2, 2009, 3:53:34 AM12/2/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> Reindl Wolfgang <inode....@inode.at> schrieb:
>
>> Und wenn ich rechnen mᅵᅵte "ich brauch' fᅵr 1 g KH 0,0833333 IE,
>> wieviel brauch' ich fᅵr 24 g KH?" wᅵr' ich per Kopfrechnen
>> zugegebenermaᅵen aufgeschmissen.
>
> Die Frau Dr. rechnet auch immer so, also in IE pro g KH. Ich weiᅵ nicht,
> warum,

Weil die Portion vor mir eine bestimmte Menge KHs enthᅵlt (egal in
welcher Einheit) und ich wissen will, wieviel Insulin ich fᅵr diese
vorgegebene Menge KHs benᅵtige.

> ich find's in g KH pro IE wesentlich praktischer.

Wenn Du eine bestimmte Menge Insulin spritzt und wissen willst, wieviele
KHs Du jetzt brauchst, um dieses Insulin abzudecken - dann ja.

> Man erhᅵlt da
> Zahlen zwischen 5 und 15, nicht Nullkommanullnochwas, damit kann man
> bequem rechnen!

Diese handlichen Zahlen bekommt man auch, wenn man BE, KE oder ᅵhnliches
verwendet

> Und man kann am Pen nunmal keine Kommastellen
> einstellen,

Sag' ich schon immer, daᅵ Pens ein Glump sind. Es gibt zwar ein paar
wenige, die auch 0,5-er Schritte erlauben, mit Plastipacks ist man aber
wesentlich flexibler. Moderne Pumpen erlauben Bolusschritte von 0,1 IE,
teilweise sogar noch kleiner.

> man kann aber auf's Gramm genau abwiegen.

Ah, meine Vermutung stimmt also: die Essensmenge hᅵngt bei Dir von der
Insulinmenge ab, bei mir (und eigentlich allen Diabetikern die ich
kenne) hᅵngt die Insulinmenge von der Portionsgrᅵᅵe ab.
Andere Vielosofie [TM]


Wolfgang

Torsten Mueller

unread,
Dec 2, 2009, 4:16:35 AM12/2/09
to
Reindl Wolfgang <inode....@inode.at> schrieb:

> > man kann aber auf's Gramm genau abwiegen.
>
> Ah, meine Vermutung stimmt also: die Essensmenge hᅵngt bei Dir von der
> Insulinmenge ab,

Nicht direkt. Aber es ist ja leichter, seine Wunschmenge an Essen an
eine ganzzahlige Insulinmenge anzupassen als andersherum. Es lᅵuft am
Ende auf die ᅵberlegung "eine mittelgroᅵe Kartoffel mehr oder weniger?"
hinaus anstatt "wie stell ich jetzt 8.42 Einheiten ein?"

T.M.

Andy Rodemann

unread,
Dec 2, 2009, 4:40:16 AM12/2/09
to
Hallo zusammen,

Torsten Mueller <dev-...@shared-files.de> schrieb:

Ich erhielt damals auch den hinweis, aber das wichtigste dazu war: Egal,
welche einheit du verwendest, ob nun BE mit 12g oder BE mit 10g oder KE
mit 10g oder KE mit 12g oder KH mit 1g ist v�llig egal, hauptsache der
faktor ist darauf abgestimmt und du berechnest immer nach der gleichen
einheit.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:03:16 PM12/2/09
to
Torsten Mueller schrieb:

Ich kenne eine Diabetesberaterin/-schwester die immer wieder und
unverbesserlich sagt "BE, KE, KH ist doch alles das gleich. Sind immer
10 bis 12g Kohlenhdrate". Wᅵre Sie selbst Typ-1 wᅵrde sie sicher heute
(nach Jahrzehnten) den unterschied und die Tragweite kennen bzw.
erfahren haben.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:07:23 PM12/2/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Och... warum denn? Die 10g KH-Einheiten wurden doch nur fᅵr die eingefᅵhrt,

> die nicht im Kopf durch 12 teilen kᅵnnen *fg*

Who the fuck....dafᅵr hat die deutsche Standard-BE (Scheibe Toast) nun
halt 1,2 KE :-)

> Ehrlich gesagt, ist mir die Einheit wurscht (oder besser "semmel" *grᅵbel),
> solange alle beim selben Wort/ derselben Abkᅵrzung vom selben reden. Ich
> nehme BE, weil ich vor 31 Jahren an diese Einheit herangefᅵhrt wurde und BE
> fᅵr das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie "Tempo" fᅵr
> "Papiertaschentuch". Natᅵrlich gibt es auch Zewa und diverse Nonames... aber
> Tempos^wTaschentᅵcher werden fᅵr mich immer Tempos sein.

Fᅵr Dich kein Problem. Andere haben dann aber z.T. ein Problem mit ihrem
"anders denkendem" Fachpersonal. Da wird dann halt mal 20% daneben
therapiert.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:09:15 PM12/2/09
to
Joa schrieb:
>> Anja Lᅵnge schrieb:

>
>> "Papiertaschentuch". Natᅵrlich gibt es auch Zewa und diverse Nonames... aber
>> > Tempos^wTaschentᅵcher werden fᅵr mich immer Tempos sein.

>
> Und das egal ob sie verspeist nun eine KE oder eine BE sind,
> Zumal sich der Unterschied zwischen (gemittelt geschᅵtzten) 10 oder 12 gr KH

> eher in der Pfeife rauchen lᅵsst. Praxisrelevant isser nich.

Was 20% siehst Du nicht? Bei unserer Tochter wᅵrde ein Bolus von
vielleicht 10IE normal sein, mal eben 12 gedrᅵckt gibt eine nette Hypo.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:13:54 PM12/2/09
to
Andy Rodemann schrieb:

> Hallo zusammen,
>
> "Joa" <Joa.K...@web.de> schrieb:
>
>>> "Papiertaschentuch". Natᅵrlich gibt es auch Zewa und diverse
>>> Nonames... aber
>>> > Tempos^wTaschentᅵcher werden fᅵr mich immer Tempos sein.

>> Und das egal ob sie verspeist nun eine KE oder eine BE sind,
>> Zumal sich der Unterschied zwischen (gemittelt geschᅵtzten) 10 oder
>> 12 gr KH eher in der Pfeife rauchen lᅵsst. Praxisrelevant isser

>> nich.
>
> Naja, bei 10 BE wird er doch langsam relevant, aber ob ich nun 12g KH mit
> faktor 1,0 oder 10g mit faktor 1,2 abdecke,

ᅵhm, 10g Kohlenhdrate wᅵren dann 0,8(3)IE.

> bleibt doch letztlich egal,
> sind nᅵmlich immer 1,2 IE insgesamt.

Du meinst sicher die 12g Kohlenhydrate mit dem 10g-Einheitenfakor
(1KE=0,83IE) abdecken und dann 1,2IE herauszubekommen.

Torsten Mueller

unread,
Dec 2, 2009, 1:31:53 PM12/2/09
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

> > Nein. Die Diabetes-Schwester, von der ich nach der Diagnose im
> > Krankenhaus die ersten Instruktionen erhielt, hat mich (als
> > Deutschen) extra auf den Unterschied hingewiesen.
>
> Ich kenne eine Diabetesberaterin/-schwester die immer wieder und
> unverbesserlich sagt "BE, KE, KH ist doch alles das gleich.

KE hab ich, ehrlich gesagt, noch nie gehᅵrt. Ist aber letztendlich egal.
All diese Pseudo-Einheiten werden hier praktisch nicht verwendet. Auf
den Narrungsmitteln stehen konsequent g KH pro 100g [1], also
Massenprozente, und das lᅵᅵt keinen Interpretationsspielraum.

T.M.

[1] in seltenen Fᅵllen (z.B. Getreideriegel) ist es mal auf
Portionsgrᅵᅵen bezogen

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:33:59 PM12/2/09
to
Joa schrieb:

>> Naja, bei 10 BE wird er doch langsam relevant, aber ob ich nun ...
>
> Klar. Das macht dann irgendwas zwischen 1 bis 2 BE/KE aus.
> Also 20 gr. KH.
>
> Die kacken sich allerdings im Konzert weiterer relevanter Faktoren
> bei einer Dosis von 10 bis 12 IE Insulin auch wieder weg.
>
> Mal ganz davon abgesehen davon, dass 2 gr Schwankung je BE/KE weit

> unter der natᅵrlichen Schwankungsbreite der Natur bei unseren
> Lebensmitteln liegen.

Du setzt nur eine Fehlerkompensation voraus. Dann musst Du aber auch
eine Fehleraddition berᅵcksichtigen. 20% beim Fakor daneben und 20% bei
dem "wahren KH-Gehalt" daneben und Du hast entweder eine vernᅵnftige
Hypoglykᅵmie oder Hyperglykᅵmie.

Man muss aber nicht gleich alles auf Mutter Natir schieben (schon gar
nicht bei den hochgradig KH-haltigen Lebensmittel wie Mehlprodukte.

Versuch nur mal reproduzierbar Nudeln zu kochen. Vorher die trockene
Rohmasse wiegen, nachher die gekochten Nudeln zurᅵck wiegen und nach den
Packungsangaben dann den KH-Gehalt auf 100g gekochte Nudeln berechnen.
Du wirst feststellen das es ᅵussert schwer ist mal eben die "gleichen"
Nudeln zu kochen. Streuungen von bis zu 20% in der Wasseraufnahme sind
keine Seltenheit. Erklᅵren dann schonmal deutliche pp-BZ-Abweichungen.

Wiegt man aber tatsᅵchlich Nudeln vorher(nacher und rechnet mit den
Trockenangaben um, kann man Punktlandungen erhalten. Die Angaben auf den
Verpackungen sind imho recht prᅵzise (Abweichung geschᅵtzt <5%)

> Bei ᅵpfeln z.B. hinsichtlich des KH-


> Gehaltes beim Faktor 3 liegend (so hab ich es jedenfalls gelesen).

Faktor 3 glaube ich kaum, zumindest nicht innerhalb einer Sorte.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:51:13 PM12/2/09
to
Reindl Wolfgang schrieb:

>> und BE fᅵr das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie
>> "Tempo" fᅵr "Papiertaschentuch".

Selbstgesprᅵche fᅵhre ist das mein Bier. Wenn ich jemandem Auskunft ᅵber
den Kohlenhydratanteil geben muᅵ (z.B. ein anderer Diabetiker) ist es
u.U. nicht mehr Wurscht. Bin ich von der 10-Gramm Fraktion und der
Fragende von der 12g-Fraktion (ohne das zu Wissen) drᅵckt der Fragende
sich u.U. in eine nette Hypo. Bei groᅵen KH-Aufnahmen u.U. in die
schwere Hypo.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 1:59:14 PM12/2/09
to
Torsten Mueller schrieb:

> Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:
>
>>> Nein. Die Diabetes-Schwester, von der ich nach der Diagnose im
>>> Krankenhaus die ersten Instruktionen erhielt, hat mich (als
>>> Deutschen) extra auf den Unterschied hingewiesen.
>> Ich kenne eine Diabetesberaterin/-schwester die immer wieder und
>> unverbesserlich sagt "BE, KE, KH ist doch alles das gleich.
>
> KE hab ich, ehrlich gesagt, noch nie gehᅵrt. Ist aber letztendlich egal.
> All diese Pseudo-Einheiten werden hier praktisch nicht verwendet. Auf
> den Narrungsmitteln stehen konsequent g KH pro 100g [1], also
> Massenprozente, und das lᅵᅵt keinen Interpretationsspielraum.

Eigentlich nicht. Wie es aber nunmal so ist, gibt es auch Verpackungen
wo eine Spalte weiter gleich xBE[1*] steht. Der Mensch ist bequem und
nimmt dann vielleicht ohne schᅵtzendes Auge die BE-Angabe und zack liegt
er 20% daneben.

> [1] in seltenen Fᅵllen (z.B. Getreideriegel) ist es mal auf
> Portionsgrᅵᅵen bezogen

[1*] Hab' Gnade und Frag mich bitte nicht wo es parallel drauf steht.
Ich hatte es nur mal registriert, nutze die Angaben aber nur in der
"%-Form". War aber in jedem Fall etwas aus dem Keks-Sᅵsswaren-Segment.

Reindl Wolfgang

unread,
Dec 2, 2009, 2:27:58 PM12/2/09
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

>
> Eigentlich nicht. Wie es aber nunmal so ist, gibt es auch Verpackungen
> wo eine Spalte weiter gleich xBE[1*] steht. Der Mensch ist bequem und
> nimmt dann vielleicht ohne schᅵtzendes Auge die BE-Angabe und zack liegt
> er 20% daneben.

> [1*] Hab' Gnade und Frag mich bitte nicht wo es parallel drauf steht.

> Ich hatte es nur mal registriert, nutze die Angaben aber nur in der
> "%-Form". War aber in jedem Fall etwas aus dem Keks-Sᅵsswaren-Segment.
>

Dann waren das vermutlich "Diabetiker-Kekse" ...
Und dann darf man sich auf die KH-Angaben bezᅵgl. Insulinierung eh'
nicht verlassen, weil Sorbit und/oder Fruchtzucker als Ersatz fᅵr
'Normalzucker' individuell ganz unterschiedlich den BZ beeinflussen.
Am Besten Finger weg von solchem Zeug.

Wolfgang

Anja L�nge

unread,
Dec 2, 2009, 3:20:26 PM12/2/09
to
Reindl Wolfgang wrote:

>> [1*] Hab' Gnade und Frag mich bitte nicht wo es parallel drauf steht.
>> Ich hatte es nur mal registriert, nutze die Angaben aber nur in der
>> "%-Form". War aber in jedem Fall etwas aus dem

>> Keks-S�sswaren-Segment.

> Dann waren das vermutlich "Diabetiker-Kekse"

Gibt es aber auch auf diversen Fertiggerichten gr��erer namhafter
Hersteller.


Anja


Anja L�nge

unread,
Dec 2, 2009, 3:25:36 PM12/2/09
to
Bodo Mysliwietz wrote:

>>> und BE f�r das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie
>>> "Tempo" f�r "Papiertaschentuch".
>
> Selbstgespr�che f�hre ist das mein Bier. Wenn ich jemandem Auskunft
> �ber den Kohlenhydratanteil geben mu� (z.B. ein anderer Diabetiker)


> ist es u.U. nicht mehr Wurscht. Bin ich von der 10-Gramm Fraktion und

> der Fragende von der 12g-Fraktion (ohne das zu Wissen) dr�ckt der
> Fragende sich u.U. in eine nette Hypo. Bei gro�en KH-Aufnahmen u.U.
> in die schwere Hypo.

Deswegen nennt man ja die Einheit dazu... ich sage ja nicht "die scheibe
Brot hat 2", sondern "hat 2 BE" oder "hat 2 KE".


Anja


Anja L�nge

unread,
Dec 2, 2009, 3:32:06 PM12/2/09
to
Bodo Mysliwietz wrote:

> Faktor 3 glaube ich kaum, zumindest nicht innerhalb einer Sorte.

Mal als Lesetipp zum Zahlen- und Nachkommafetischismus:
http://www.dialyse.de/news/200710-Der-Bundes-Lebensmittelschluessel-BLS-eine-Illusion.htm
;-)


Anja


Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 5:31:34 PM12/2/09
to
Reindl Wolfgang schrieb:

>> [1*] Hab' Gnade und Frag mich bitte nicht wo es parallel drauf steht.
>> Ich hatte es nur mal registriert, nutze die Angaben aber nur in der
>> "%-Form". War aber in jedem Fall etwas aus dem Keks-Sᅵsswaren-Segment.
>>
>
> Dann waren das vermutlich "Diabetiker-Kekse" ...

dann wᅵre es zufall gewesen sowas zuhaben. Ich mine es war sowas wie
eine "Schokowaffel" (Hanuta-like). Wir kaufen keine sog.
"Diabetikerprodukte" - und Mineralwasser oder light-Getrᅵnke zᅵhle ich
jetzt mal nicht dazu.

> Am Besten Finger weg von solchem Zeug.

Eben - es gibt keine Notwendigkeit dafᅵr.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 5:36:20 PM12/2/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

Ja ᅵhm. Ohne cash flow komme ich nicht in die Datenbank.

Anja glaubst Du das die KH-Angabe auf der Nudelpackung (Rohware) auch
nur um 33% (reziprok zu F3) schwankt?

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 2, 2009, 5:38:15 PM12/2/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

>>>> und BE fᅵr das, was ich damit meine, dieselbe Bedeutung hat wie


>>>> "Tempo" fᅵr "Papiertaschentuch".

>> Selbstgesprᅵche fᅵhre ist das mein Bier. Wenn ich jemandem Auskunft
>> ᅵber den Kohlenhydratanteil geben muᅵ (z.B. ein anderer Diabetiker)


>> ist es u.U. nicht mehr Wurscht. Bin ich von der 10-Gramm Fraktion und

>> der Fragende von der 12g-Fraktion (ohne das zu Wissen) drᅵckt der
>> Fragende sich u.U. in eine nette Hypo. Bei groᅵen KH-Aufnahmen u.U.


>> in die schwere Hypo.
>
> Deswegen nennt man ja die Einheit dazu... ich sage ja nicht "die scheibe
> Brot hat 2", sondern "hat 2 BE" oder "hat 2 KE".

Ja und mittlerweile schiebe ich oftmals das "12g-Kohlenhydrate"
hinterher. Viele kommen echt ins stottern wenn sie BE/KE/KH oder
sonstwas in einem Satz hᅵren. Anschl. sind sie unsicher und wissen
nichtmal was sie nutzen. Es ist manchmal erschreckend.

Joa

unread,
Dec 2, 2009, 7:20:00 PM12/2/09
to
> Anja L�nge schrieb:

> Deswegen nennt man ja die Einheit dazu... ich sage ja nicht "

> die Scheibe Brot hat 2", sondern "hat 2 BE" oder "hat 2 KE".

Ja, ja. Deutlich wird das aber immer weniger. Fragt man den
"Knigge" der neuzeitlichen Begriffsfindungen, Wikipedia, hat eine
BE dort aktuell 10 - 12 g blutzuckerwirksamer KH zu verzeichnen.

Irgendwie scheint sich der Zug eh in Richtung Dezimalrechnung zu
bewegen?

Was ja rechenlogisch auch einen gewissen Sinn macht.

Gru�
Joa


Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 3, 2009, 1:50:25 PM12/3/09
to
Joa schrieb:
>> Anja Lᅵnge schrieb:

>
>> Deswegen nennt man ja die Einheit dazu... ich sage ja nicht "
>> die Scheibe Brot hat 2", sondern "hat 2 BE" oder "hat 2 KE".
>
> Ja, ja. Deutlich wird das aber immer weniger. Fragt man den
> "Knigge" der neuzeitlichen Begriffsfindungen, Wikipedia, hat eine
> BE dort aktuell 10 - 12 g blutzuckerwirksamer KH zu verzeichnen.

und gibt damit auch nur die allg. Defintionsschwankungsbreite wieder.
Daraus darf man aber nicht ableiten das 20% mehr oder weniger keine
Berechtigung haben.

Haben wir Schwizer hier? Soviel ich weiss ist in der Schweis die BE = 10gKH.

Irgendwann hatte ich mal was ᅵber das internationale Umfeld gelesen.
Wird echt Zeit das man sich auf *1* Bezeichnung mit einer *klaren*
Bezugsgrᅵsse eignet.

Christoph 1

unread,
Dec 3, 2009, 4:37:11 PM12/3/09
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> Haben wir Schwizer hier? Soviel ich weiss ist in der Schweis die BE = 10gKH.

Im Schwei� ist Salz, keine Kohlenhydrate. Da verwechselst du etwas.

Viele Gr��e
Christoph

Anja L�nge

unread,
Dec 4, 2009, 4:21:41 PM12/4/09
to
Bodo Mysliwietz wrote:

>> Mal als Lesetipp zum Zahlen- und Nachkommafetischismus:
>> http://www.dialyse.de/news/200710-Der-Bundes-Lebensmittelschluessel-BLS-eine-Illusion.htm
>> ;-)
>

> Ja �hm. Ohne cash flow komme ich nicht in die Datenbank.

Die Aussagen gelten aber nicht nur f�r den BLMS, sondern f�r alle nicht
aktuell gehaltenen Tabellen.

> Anja glaubst Du das die KH-Angabe auf der Nudelpackung (Rohware) auch
> nur um 33% (reziprok zu F3) schwankt?

Sie werdens wohl nicht nachtarieren ;)
Worauf ich hinaus wollte, ist, da� alle Tabellen nur den Zustand angeben, zu
dem sie erhoben wurden. Wenn Iglo dann f�r die n�chste Charge eine andere
Lieferung oder Ernte verwendet und die Daten nicht aktualisiert, kann man
schon etwas bl�d aus der W�sche gucken. Selbiges gilt dann auch f�r Tabellen
zu Grundnahrungsmitteln, die man selbst zu irgendetwas verarbeitet.
Soll hei�en, bei der ganzen Rechnerei mit Angaben in Zehntelgramm, zusammen
mit der Me�ungenauigkeit der Ger�te von bis zu 15% (und das nur f�r AFAIK
90% der Werte, der Rest kann auch weiter aus dem Rahmen tanzen), sollte man
nie einen gewissen Unsicherheitsfaktor au�er Acht lassen.
Sol nicht hei�en, man braucht gar nicht mehr zu rechnen, weil eh nur eine
N�herung herauskommt... je mehr Unsicherheiten ich rausschmei�e, desto
dichter komme ich an die Realit�t.


Anja


Torsten Mueller

unread,
Dec 5, 2009, 2:17:36 AM12/5/09
to
"Anja Lᅵnge" <anja....@gmx.de> schrieb:

> Worauf ich hinaus wollte, ist, daᅵ alle Tabellen nur den Zustand


> angeben, zu dem sie erhoben wurden.

Wahrscheinlich sogar nur anhand eines Einzelfalles, einer einmaligen
Messung, mit etwas Glᅵck vielleicht zweimal ausgefᅵhrt.

> Soll heiᅵen, bei der ganzen Rechnerei mit Angaben in Zehntelgramm,
> zusammen mit der Meᅵungenauigkeit der Gerᅵte von bis zu 15% (...),
> sollte man nie einen gewissen Unsicherheitsfaktor auᅵer Acht lassen.
> Sol nicht heiᅵen, man braucht gar nicht mehr zu rechnen, weil eh nur
> eine Nᅵherung herauskommt... je mehr Unsicherheiten ich rausschmeiᅵe,
> desto dichter komme ich an die Realitᅵt.

Ja, nur heiᅵt "Unsicherheiten rausschmeiᅵen" eben nicht "Kommastellen
weglassen" oder "schᅵtzen" o.ᅵ. Irgendwelche Zahlen muᅵ man ja nehmen,
und bessere als die, die draufstehen, haste nicht. Ich finde, es kostet
nichts, wenigstens genau zu rechnen. Daᅵ man das Ergebnis dann
interpretieren und bewerten muᅵ, ist selbstversᅵndlich.

T.M.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 5, 2009, 7:48:17 AM12/5/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

>> Anja glaubst Du das die KH-Angabe auf der Nudelpackung (Rohware) auch
>> nur um 33% (reziprok zu F3) schwankt?
>
> Sie werdens wohl nicht nachtarieren ;)

Vertue Dich da nicht. Z.T. werden Produkte auf bestimmte
Restfeuchteghalte trocknet. Der Prozess wird dabei durch schnell
durchfᅵhrbare Analysetechniken kontrolliert.

Gerade Indstrielle Produkte dᅵrfen aus meiner Sicht im
Herstellungsprozess als recht reproduzierbar eingestuft werden. Auf dem
Weg zum bzw. beim Verbraucher tritt dann erst die Unsicherheit ein.

> Worauf ich hinaus wollte, ist, daᅵ alle Tabellen nur den Zustand angeben, zu
> dem sie erhoben wurden. Wenn Iglo dann fᅵr die nᅵchste Charge eine andere

> Lieferung oder Ernte verwendet und die Daten nicht aktualisiert, kann man

> schon etwas blᅵd aus der Wᅵsche gucken.

Relevante Abweichungen wirst Du sicherlich nur bei Rezepturᅵnderungen
erfahren. Solche Firmen stellen ihre Produkte wesentlich genauer und
Reproduzierbarer her als Du mit einem Rezept Kuchen backst oder der
5-Sternekoch kocht.

> Selbiges gilt dann auch fᅵr Tabellen


> zu Grundnahrungsmitteln, die man selbst zu irgendetwas verarbeitet.

> Soll heiᅵen, bei der ganzen Rechnerei mit Angaben in Zehntelgramm,

ᅵbertreibe nicht mit 10tel Gramm. Ob Dein Mehl 405 aber real nun 70 oder
69% KH enthᅵlt ist wirklich Peanuts, verglichen mit 10g oder 12g fᅵr ein
und die selbe Einheit.

> zusammen
> mit der Meᅵungenauigkeit der Gerᅵte von bis zu 15% (und das nur fᅵr AFAIK

> 90% der Werte, der Rest kann auch weiter aus dem Rahmen tanzen), sollte man

> nie einen gewissen Unsicherheitsfaktor auᅵer Acht lassen.

Das sehe ich mal als Kommentar fᅵr die Allgemeinheit an.

> Sol nicht heiᅵen, man braucht gar nicht mehr zu rechnen, weil eh nur eine
> Nᅵherung herauskommt... je mehr Unsicherheiten ich rausschmeiᅵe, desto
> dichter komme ich an die Realitᅵt.

und wie schon woanders geschrieben, habe ich auch die Mᅵglichkeit der
Fehleraddition erwᅵhnt und die ist halt das riskante. Aus dem Grunde
kann ich die lᅵppischen 20% bei der Einheit BE nicht als *egal*, sondern
bei Fachpersonal als inkompetenz abtun.

Wer hier immer noch meint, das sei egal, kann sich ja gerne dem
Selbstexperiment unterziehen und mal 20% mehr und mal 20% weniger als
gewohnt spritzen.

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 5, 2009, 7:49:35 AM12/5/09
to
Christoph 1 schrieb:

> Bodo Mysliwietz schrieb:
>> Haben wir Schwizer hier? Soviel ich weiss ist in der Schweis die BE = 10gKH.
>
> Im Schweiᅵ ist Salz, keine Kohlenhydrate. Da verwechselst du etwas.

Olla - da ist ja wieder der echte legasteniker durchgeschlagen.
Natᅵrlich war von den Schweizern (die mit den Bergen) die Rede ;-)

Anja L�nge

unread,
Dec 5, 2009, 1:37:49 PM12/5/09
to
Bodo Mysliwietz wrote:

>> Sie werdens wohl nicht nachtarieren ;)
>
> Vertue Dich da nicht. Z.T. werden Produkte auf bestimmte
> Restfeuchteghalte trocknet. Der Prozess wird dabei durch schnell

> durchf�hrbare Analysetechniken kontrolliert.

Schon, aber das sind physikalische Gr��en. Ich kann Restfeuchte
heraustrocken, ich kann bei Salben, die mit Temperatur hergestellt werden,
verdunstetes Wasser erg�nzen, ich kann, wenn ein Gel in seine Konsistenz
nicht den Vorgaben entspricht, Gelbildner nachkippen und das alles zeitnah
w�hrend einer Fertigung. Wenn Lebensmittelhersteller aber shcon am Telefon
sagen, da� sie deswegen keine N�hrwerte aufdrucken, weil die Analysen so
aufw�ndig und teuer seien, dann wird man wohl diese Kontrollen und
Korrekturen nicht on the fly w�hrend der Fertigung fahren.

> Gerade Indstrielle Produkte d�rfen aus meiner Sicht im


> Herstellungsprozess als recht reproduzierbar eingestuft werden. Auf
> dem Weg zum bzw. beim Verbraucher tritt dann erst die Unsicherheit
> ein.

Was die beeinflu�baren Gr��en angeht, sicher. Die H�he eines McDonalds
Hamburgers ist ja auch genormt. Aber wie erg�nze ich einen Eiwei� oder
Kohlenhydratanteil? Kippt man dann etwas Glukose in den Gr�nkohl, damit er
dem Packungsaufdruck entspricht?

> Relevante Abweichungen wirst Du sicherlich nur bei Rezeptur�nderungen


> erfahren. Solche Firmen stellen ihre Produkte wesentlich genauer und
> Reproduzierbarer her als Du mit einem Rezept Kuchen backst oder der
> 5-Sternekoch kocht.

Sie verwenden aber auch nur das, was irgendwer angeliefert hat. Und das wird
nicht bei allen Produkten aus genormten Gew�chshausverh�ltnissen mit
defineirten Licht-, Wasser-, D�nge- Quantit�ten stammen.

> sondern bei Fachpersonal als inkompetenz abtun.

Denen fehlt dann der Bezug zur Praxis und sie haben noch nicht erlebt, das
eine halbe Einheit Insulin unter ung�nstigen Umst�nden den Ausschlag geben
kann, ob's den Notarzt braucht oder nicht.

> Wer hier immer noch meint, das sei egal, kann sich ja gerne dem
> Selbstexperiment unterziehen und mal 20% mehr und mal 20% weniger als
> gewohnt spritzen.

Och n� Du...


Anja


Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 5, 2009, 3:31:00 PM12/5/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:

> Bodo Mysliwietz wrote:
>
>>> Sie werdens wohl nicht nachtarieren ;)
>> Vertue Dich da nicht. Z.T. werden Produkte auf bestimmte
>> Restfeuchteghalte trocknet. Der Prozess wird dabei durch schnell
>> durchfᅵhrbare Analysetechniken kontrolliert.
>
> Schon, aber das sind physikalische Grᅵᅵen. Ich kann Restfeuchte
> heraustrocken, ich kann bei Salben, die mit Temperatur hergestellt werden,
> verdunstetes Wasser ergᅵnzen, ich kann, wenn ein Gel in seine Konsistenz
> nicht den Vorgaben entspricht, Gelbildner nachkippen und das alles zeitnah
> wᅵhrend einer Fertigung. Wenn Lebensmittelhersteller aber shcon am Telefon
> sagen, daᅵ sie deswegen keine Nᅵhrwerte aufdrucken, weil die Analysen so
> aufwᅵndig und teuer seien, dann wird man wohl diese Kontrollen und
> Korrekturen nicht on the fly wᅵhrend der Fertigung fahren.

Nein. Bei Grossprozessen fᅵhrt man die Analyse mit der Anlieferung der
Rohstoffe durch oder lᅵsst diese vom Lieferanten (z.B. Mᅵhle) durchfᅵhren.

>> Gerade Indstrielle Produkte dᅵrfen aus meiner Sicht im


>> Herstellungsprozess als recht reproduzierbar eingestuft werden. Auf
>> dem Weg zum bzw. beim Verbraucher tritt dann erst die Unsicherheit
>> ein.
>

> Was die beeinfluᅵbaren Grᅵᅵen angeht, sicher. Die Hᅵhe eines McDonalds
> Hamburgers ist ja auch genormt. Aber wie ergᅵnze ich einen Eiweiᅵ oder
> Kohlenhydratanteil? Kippt man dann etwas Glukose in den Grᅵnkohl, damit er
> dem Packungsaufdruck entspricht?

Vermutlich nicht, sofern es nicht geschmacklich notwendig ist.
Mein Fokuss zielt aber zunᅵchst auf Rohware ab.

Der analytische Aufwand, wird wohl auch meist mit der Grᅵsse des
Unternehmens korrelieren.

Mit grossen Schwankungen dᅵrfte natᅵrlich bei Frischware (z.B. firische
Rohe Kartoffeln) zu rechnen sein.

>> Relevante Abweichungen wirst Du sicherlich nur bei Rezepturᅵnderungen


>> erfahren. Solche Firmen stellen ihre Produkte wesentlich genauer und
>> Reproduzierbarer her als Du mit einem Rezept Kuchen backst oder der
>> 5-Sternekoch kocht.
>
> Sie verwenden aber auch nur das, was irgendwer angeliefert hat. Und das wird

> nicht bei allen Produkten aus genormten Gewᅵchshausverhᅵltnissen mit
> defineirten Licht-, Wasser-, Dᅵnge- Quantitᅵten stammen.

Aber in vielen Fᅵllen mit analysezertifikaten versehen sein. Die Frage
stellt sich allerdings ob die Verpackungsaufdrucke von Saison zu Saison
sich ᅵndern. Das halte ich allerdings fᅵr eine Ausnahme.

Ob die Rohnudeln allerdings mal 71 mal 69% KH's enthᅵlten tangiert mich
nicht, da das wirklich im rauschen der ungenauigkeiten untergeht.

Das die Barrilla's aber in einem Jahr plᅵtzlich nur 58% KH's statt 70
haben, halte ich allerdings fᅵr sehr unwahrscheinlich.

>> sondern bei Fachpersonal als inkompetenz abtun.
>
> Denen fehlt dann der Bezug zur Praxis und sie haben noch nicht erlebt, das

> eine halbe Einheit Insulin unter ungᅵnstigen Umstᅵnden den Ausschlag geben

> kann, ob's den Notarzt braucht oder nicht.

Eben. Deshalb tut das auch besonders weh wenn solche Personen teils ᅵber
Jahrzehnte Erfahrung haben sollen und angeblich Fachausbildungen absolbiert.

>> Wer hier immer noch meint, das sei egal, kann sich ja gerne dem
>> Selbstexperiment unterziehen und mal 20% mehr und mal 20% weniger als
>> gewohnt spritzen.
>

> Och nᅵ Du...

Ist das die friesisch-bayerische Variante von ACK?
SCNR

Anja L�nge

unread,
Dec 6, 2009, 3:16:21 PM12/6/09
to
Bodo Mysliwietz wrote:

>> Och n� Du...


>
> Ist das die friesisch-bayerische Variante von ACK?
> SCNR

Das ist erstaunlich �berregional...


richard

unread,
Dec 18, 2009, 1:24:20 PM12/18/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>> Der Mensch kann problemlos ohne Zufuhr von
>> Kohlenhydraten leben, da er Kohlenhydrate auch aus Proteinen und z. T.
>> auch aus Fett erzeugen kann.
>
> Nur wᅵrde das eine Insulinresistenz erzeugen, die gerade beim Diabetiker
> unerwᅵnscht ist und beim Typ2 kontraproduktiv. In der Theorie also ganz
> nett, in der Praxis untauglich.
>
>
> Anja


Ich wundere mich bei diesem Thread das die ach so "gesunde" Ernᅵhrung
unserer Vorfahren dessen Lebenserwartung gegenᅵber heutigen Menschen
drastisch gesengt hat..... Die haben hart fᅵr "ihr Brot" geackert und
sind frᅵh verstorben! Heute "Ernten" wir im Supermarkt was uns gerade
gefᅵllt, schlagen uns ohne hart zu arbeiten den Bauch voll und keiner
will freiwillig sein vollkommen normales Ableben antreten. :-)))

Es scheint zumindest so, als ob unsere heutige ungesunde Ernᅵhrung
die Lebenserwartung ~~ verdreifacht hat?

Es ist unsinn solche Vergleiche zu ziehen, wenn ein Frᅵhmensch mit ca.
25...30 Jarren eines natᅵrlichen (?) Todes stirbt. Wir der kaum an einer
Typ 2 Diabetes "Spᅵtschᅵden- Folge" erkranken kᅵnnen. Vollkommen egal
wie der sich ernᅵhrt hat. Dazu kommt noch das viele Menschen in der Zeit
quasie von Hand in den Mund ernᅵhrt haben und deshalb alles was gerade
im "Angebot vorhanden war" auf als Fett eingelagert haben. Wer wusste
schon wann es wieder etwas giebt und Kᅵhlschrᅵnke gab es noch nicht.

Irgenwie riecht das alles nach "Roh macht froh", Dieser "Kinderschᅵnder"
wollte die Menschheit auch zum Neadertaler zurᅵckversetzen und die
Bᅵᅵᅵᅵᅵᅵse Chemie verbieten. Hat ja auch recht, damals ist halt keiner
so alt geworden das er/sie Krank werden konnte. :-)))

In diesem Sinne, frohe Weihnachten

Gruᅵ Richard

richard

unread,
Dec 18, 2009, 2:05:32 PM12/18/09
to
Anja Lᅵnge schrieb:
> Thorsten Schier wrote:
>
>> 80 g Kohlenhydrate pro Tag ist schon eine relativ kohlenhydratarme
>> Ernᅵhrung, in der normalen Ernᅵhrung liegt dieser Wert eher bei
>> 250-450 g pro Tag. Wenn man weniger als 80 g zu sich nimmt, wird der
>> Rest eben durch Gluconeogenese aus Protein erzeugt.
>
> Fᅵr wen ist denn die Aussage gᅵltig? ;-)
> 80g Kohlenhydrate sind 6 2/3 BE. Ich esse zwischen 5 bis 8 BE am Tg bei
> einem Kohlenhydratanteil von 50% der aufgenommenen Kalorien.
> 250g Kohlenhydrate wᅵren 20,8 BE, 450g wᅵren 37,5E. Bei einer normalen
> gewichtserhaltendenen Kost sind solche Mengen eher unᅵblich.
>
>
> Anja


Ich werde ᅵlter und komme (selten) auch schon mal mit einem Belegten
Brᅵtchen/Tag aus.....

Essen macht mir aber in der Regel Spass und ich verzichte dann auch
nicht auf den berᅵmten Tatarbandwurm....(wasauchimmerdasseinsoll).
Ich habe vor ???? Jahren hier einmal behauptet das ich so um die 60
herum mein Besteck wahrscheinlich abgeben werde. Einfach weil die
Medizinische Versorgung und auch mein Wissen ᅵber DM lange Jahre sehr
eingeschrᅵnkt war.

Jetzt gehe ich HART in Richtung 60, den nahenden vorprogrammierten
Ende entgegen....

So ein gutes kᅵstliches 300 g Filet schmeckt mir trotzdem allemal
besser als "Kᅵrnerfutter" und Tatar mit rohem Eigelb drauf auch. :-)

Wie alt ich wirklich werde? Aber meine Asche hat auf alle Fᅵlle
nicht auf "alles" verzichten mᅵssen. Die wird gut Kokeln. :-)))
Wenns denn mal soweit ist.

Das soll jetzt aber keine Abnippel Vorahnung sein. :-) Das soll aber
klar machen das es sich nicht lohnt wie ein Asket zu leben nur um
120 Jahre alt zu werden, oder halt alles aufzugeben und als Sammler +
Jᅵger durchs Gelᅵnde zu ziehen...

Liebe Grᅵᅵe Richard

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