WM
unread,Feb 13, 2012, 2:59:15 AM2/13/12You do not have permission to delete messages in this group
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Das Kalenderblatt 120214
Der Binäre Baum ist eine geordnete Knotenmenge.
Ein Pfad ist eine geordnete unendliche Untermenge.
Er stellt eine reelle Zahl binär dar.
Ein endlicher Anfangsabschnitt ist eine endliche Untermenge.
[WM: "Das Kalenderblatt 100328", de.sci.mathematik, 26. 4. 2010]
Immer wieder wurden Formalisierungen wie z. B. die folgenden gebracht,
die es indessen niemals zur Grundlage einer weiterführenden Diskussion
gebracht haben.
SG: 1.) U_{P e M} P = U_{K e B} K = B
4.) {B_1, B_2, ...} ist abzählbar.
5.) B = U_{k e N} B_k
7.) Für jeden unendlichen Pfad P e M gilt P c B.
8.) B ist abzählbar.
9.) Für keinen unendlichen Pfad P e M gibt es ein B_k e
{B_1, B_2, ...}.
10.) SUM[k in |N] N_k =< aleph_0.
WM: Wichtig wäre noch festzuhalten, dass B_k höchstens einen der
überabzählbar vielen unendlichen Pfade als Untermenge enthält, der
nicht schon im vorhergehenden B_(k-1) enthalten ist. Aber das folgt
selbstverständlich leicht aus (9). Und nun möchtest Du wissen, wie man
daraus auf
6.) M ist abzählbar
kommt. Dabei habe ich Dir doch schon mehr als einmal gesagt, dass man
daraus nicht auf "M ist abzählbar" kommt. Sondern ich sagte
B ist die Vereinigung aller B_k.
WENN M aber trotzdem überabzählbar ist und alle Elemente von M als
partiell disjunkte Untermengen in B sind, DANN kann auch die fehlende
Surjektion von der Menge aller natürlichen Zahlen auf die Menge aller
reellen Zahlen nicht als Nachweis der Überabzählbarkeit von |R
gewertet werden. Denn dann gibt es offenbar beim Übergang von allen
endlichen natürlichen Zahlen k zur Menge aller natürlichen Zahlen |N
keine Möglichkeit, das Einschwärzen von einer Diagonalzahl (und sogar
überabzählbar vielen Pfaden) auszuschließen.
Dann ist in der unendlichen Vereinigung der einzelnen endlichen
Anfangsabschnitte offenbar mehr möglich als in der unendlichen Menge
der einzelnen endlichen Anfangsabschnitte - selbst wenn die Menge
durch Vereinigung zustande kommt.
[Stephan Gerlach, "Das Kalenderblatt 091206", de.sci.mathematik, 19.
2. 2010]
WM: B_1 U B_2 U B3 U ... U B_n U ... = B.
Dabei bezeichnen die Konfigurationen B_n die Anfangsabschnitte der
geordneten Knotenmenge des binären Baums in der folgenden linearen
Ordnung
K_0
K_1 K_2
K_3 K_4 K_5 K_6
...
Beispiel: B_3 = {K_0, K_1, K_2, K_3} enthält die endlichen Pfade 0 und
0,0 und 0,1 und 0,00.
B: 1. Eine partielle Ordnung (T, <) heißt Baum, wenn für jedes x
aus T die Menge V(x) = {y e T| y < x} eine Wohlordnung ist. Ist M eine
Teilmenge von T, die (bzgl. <) maximal linear geordnet ist, so nennen
wir M einen Pfad (Ast, Zweig).
Bei dieser Definition hat der vollst. binäre Baum (B, <) nur Pfade,
die unendlich sind. Wenn man nun endliche Pfade betrachten will, dann
könnte man den Begriff "Teilpfad" definieren oder aber dazu übergehen,
Teilbäume von (B, <) zu betrachten, was Du ja im Wesentlichen durch
das Betrachten verschiedener Ebenen von (B, <) schon gemacht hast. Ich
nehme 'mal auf eines Deiner Beispiele Bezug:
Z.B. ist der Pfad {K_0} eine maximal linear geordnete Menge des
Baums ({K_0}, <); dieser ist ein Teilbaum von (B, <). Und der Pfad
{K_0, K_1, K_3} ist eine maximal linear geordnete Menge z.B. des
(Teil-)Baums ({K_0, K_1, K_3, K_4}, <) (von (B, <). Ganz allgemein
können wir nun einen Knoten x aus B hernehmen und von dem Pfad P(x) =
V(x) u {x} reden, wenn wir den Teilbaum (P(x), <) von (B, <)
betrachten oder zumindest einen Teilbaum von (B, <) betrachten, in dem
x ein /Blatt/ ist.
Deine Betrachtungsweise lässt sich also mit Hilfe von Teilbäumen
nachvollziehen. Und immer sind es diesbzgl. maximal linear geordnete
Mengen, d.h. hinsichtlich etwa eines "letzten Knotens" bei endlichen
Pfaden wird so ein Pfad durch alle seine Vorgänger identifiziert.
[Bobo, "Das Kalenderblatt 100125", de.sci.mathematik, 3. 2. 2010]
Gruß, WM