Kontext bitte. Vermutlich passt "Satz über rationale Nullstellen".
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Marc
> sttsc...@tesco.net <sttsc...@tesco.net> wrote:
>> Wie heisst "rational root theorem" auf deutsch ?
> Kontext bitte. Vermutlich passt "Satz �ber rationale Nullstellen".
Auf Englisch heisst folgender Satz 'rational root theorem':
Rationale Nullstellen eines Polynoms P : R --> R vom
exakten Grad n mit ganzzahligen Koeffizienten, P(x) =
a_0 + a_1 x + a_2 x^2 + ... + a_n x^n, sind von der Form
w = p/q mit teilerfremden p, q in Z, wobei p ein Teiler
von a-0 und q ein Teiler von a_n ist.
Keine Ahnung, wie man ihn auf Deutsch nennt.
Brian
Vielleicht hält man die Beobachtung im Deutschen eines Satzes nicht würdig.
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Marc
> Vielleicht h�lt man die Beobachtung im Deutschen eines Satzes nicht w�rdig.
Soo schrecklich trivial ist der nun auch nicht. Was man dazu braucht,
tr�gt den Namen "Gau�sches Lemma", der auch eine gewaltige W�rde ausstrahlt.
--
Helmut Richter
Für diesen Spezialfall braucht man das Gaußsche Lemma nicht,
dass geht auch so. Sogar Lang (3.ed) überlässt dies dem Leser
als Übung (Proposition 3.3 "Integral root test") und verbucht
es nicht als Korollar zum GL (Theorem 2.1).
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Marc
> Helmut Richter <hh...@web.de> wrote:
> > Soo schrecklich trivial ist der nun auch nicht. Was man dazu braucht,
> > tr�gt den Namen "Gau�sches Lemma", der auch eine gewaltige W�rde ausstrahlt.
>
> F�r diesen Spezialfall braucht man das Gau�sche Lemma nicht,
> dass geht auch so. Sogar Lang (3.ed) �berl�sst dies dem Leser
> als �bung (Proposition 3.3 "Integral root test") und verbucht
> es nicht als Korollar zum GL (Theorem 2.1).
Der mir bekannte Beweis st�tzt sich darauf, dass das Polynom durch sx-r
teilbar ist, wenn r/s rationale Nullstelle ist. Dass die Polynomdivision
in Q[x] aufgeht, ist trivial, aber dass das auch in Z[x] geht, muss man
zeigen. Ist das so viel weniger als das Gau�sche Lemma im Spezialfall von
Z als Gau�schem Ring? Falls ja, m�sste ja Z Eigenschaften �ber die eines
Gau�schen Ringes hinaus haben, die man nutzen kann.
--
Helmut Richter
> Der mir bekannte Beweis st�tzt sich darauf, dass das Polynom durch sx-r
> teilbar ist, wenn r/s rationale Nullstelle ist. Dass die Polynomdivision
> in Q[x] aufgeht, ist trivial, aber dass das auch in Z[x] geht, muss man
> zeigen. Ist das so viel weniger als das Gau�sche Lemma im Spezialfall von
> Z als Gau�schem Ring? Falls ja, m�sste ja Z Eigenschaften �ber die eines
> Gau�schen Ringes hinaus haben, die man nutzen kann.
>
a_n*(p/q)^n + a_{n-1}*(p/q)^{n-1} + ... + a_0 = 0
a_n*p^n + a_{n-1}*q^1*p^{n-1} + a_{n-2}*q^2*p^{n-2} + ... + a_1*q^{n-1}*p^1
+ a_0*q^n = 0
man sieht also
p | a_0*q^n
q | a_n*p^n
nun sind p und q teilerfremd, damit
p | a_0
q | a_n
Den (elementaren) Beweis, den ich meinte, verwendet auch nur die
eindeutige Zerlegung in Primfaktoren:
ist f in Z[x] vom Grad n und a/b rationale Nullstelle von f,
so erhält man aus 0 = f(a/b) die Gleichung
0 = b^n * f(a/b) = f_n * a^n + ab*h(a,b) + f_0 * b^n
für ein geignetes Polynom h aus Z[x,y].
Weil man o.B.d.A ggt(a,b)=1 annehmen kann, folgt a|f_0 und b|f_n.
Ich meinte halt bloß, dass das Gaußsche Lemma mehr leistet, weil
es aus jeder Zerlegung f = gh in Q[x] eine Zerlegung in Z[x]
produziert --- und nicht bloß dann, wenn ein einer der beiden
Faktoren linear ist, also von einer Nullstelle herrührt.
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Marc
> Den (elementaren) Beweis, den ich meinte, verwendet auch nur die
> eindeutige Zerlegung in Primfaktoren:
> ist f in Z[x] vom Grad n und a/b rationale Nullstelle von f,
> so erh�lt man aus 0 = f(a/b) die Gleichung
>
> 0 = b^n * f(a/b) = f_n * a^n + ab*h(a,b) + f_0 * b^n
>
> f�r ein geignetes Polynom h aus Z[x,y].
Vielen Dank f�r die Kommentare von dir und Thomas Plehn.
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Helmut Richter