ich habe eine Frage zur zeitunabhᅵngigen Stᅵrungstheorie, die wir hier
lokal nicht zur allgemeinen Zufriedenheit lᅵsen konnten.
In den Lehrbᅵchern gibt es im wesentlichen zwei Varianten zur Einfᅵhrung.
Der Nolting sagt
H = H_0 + H_1
Anschlieᅵend geht er ᅵber zu
H = H_0 + \lambda H_1 mit 0 <= \lambda <= 1
\lambda ist dabei ein Parameter der die Stᅵrung "ein- bzw.
ausschaltet" und im Endeffekt 1 gesetzt wird.
Andere Bᅵcher (z.B. "Pertubation Theory of Linear Operators" von T.
Kato) gehen direkt von
H = H_0 + \lambda H_1
aus. dabei ist \lambda<<1 und \lambda H_1 ist die die Stᅵrung.
Ich verstehe das so, dass z.B. im Fall des Wasserstoffatoms mit
Kernausdehnung (innerhalb des "Kernradius") im Noltingfall
H_1 = e^2/(4 \pi \epsilon_0 R) (3/2 - R/r - r^2/R^2)
ist, wᅵhrend im Kato-Fall
H_1 = (3/2 - R/r - r^2/R^2)
und
\lambda = e^2/(4 \pi \epsilon_0 R)
ist.
Im Nolting wird nun meiner Ansicht nach ᅵberhaupt nicht klar, warum
die Potenzreihe in \lambda, die den Zustand beschreibt, konvergieren
soll. \lambda ist schlieᅵlich im tatsᅵchlichen Fall 1. \lambda wird da
nur als "Buchhaltungsparameter" eingesetzt, nach dem spᅵter gruppiert
wird.
Die Gegenmeinung hier sieht das zwar prinzipiell ein, sagt aber, dass
die Stᅵrungstheorie sowieso mangels Restgliedeinschᅵtzungen mehr
"gucken, ob es klappt ist" ist und man ja bei kleinem \lambda auch
nciht wᅵsste, ob die Reihe nciht durch die Koeffizienten divergiert.
Ich sehe es allerdings so, dass man lediglich voraussetzen muss, dass
die Energien und Zustᅵnde in \lambda analytisch sind. dann mᅵsste die
Reihe auch konvergieren. Was hier fehlt, ist lediglich die
Restgliedabschᅵtzung, das ist aber viel weniger als "Wir schreiben
einfach eine Reihe an und hoffen, dass die konvergiert, auch wenn man
dafᅵr keien Anzeichen sieht".
Oder verstehe ich da eine grᅵᅵere Tiefsinnigkeit im Nolting nicht? Was
meint Ihr, ist der Didaktisch sinnvollere Ansatz? Ist die
Kato-Variante einfach mehr Augenwischerei, oder ist das tatsᅵchlich
begrᅵndeter?
Gruᅵ