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Belastbarkeit von Holzbalken?

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Sebastian Suchanek

unread,
Mar 12, 2013, 8:58:28 AM3/12/13
to
Hallo NGs!

Im Rahmen eines Heimwerker-Bastelprojekts im heimischen Garten
soll demnᅵchst u.a. ein Holzbalken 90mm*90mm und ca. 1,70m lang
zum Einsatz kommen, der nur an seinen beiden Enden aufliegt.

Abzuschᅵtzen, wie stark sich der Balken unter welchen Linienlast
durchbiegt, bekomme ich gerade noch hin, fᅵr alles weitere war
die Mechanik-Vorlesung damals im Grundstudium dann doch zu dᅵnn.
;-)

Das Problem dabei ist, daᅵ ich den Balken aus optischen Grᅵnden
rechts und links gerne in einer (geraden) ᅵberblattung mit
weiteren Holzbauteilen ausfᅵhren wᅵrde, d.h., der Balken mᅵsste
ungefᅵhr so zugeschnitten werden:

,--------------- ... ---------------.
|______ ______|
| |
'-------- ... --------'

Mir ist grunsᅵtzlich klar, daᅵ ich mir damit mit den Innenecken
quasi Sollbruchstellen in den Balken baue, an denen der Balken
bei ᅵberlastung erst einreiᅵen und schlieᅵlich brechen kᅵnnte.
Die ᅵberblattung "andersherum" ausfᅵhren mᅵchte ich aber auch
nicht: Das rechte und linke Ende des Balkens sind jeweils Ecken,
an denen noch mehr Bauteile zusammenstoᅵen, die ich eigentlich
auch gerne untereinander verzapfen wollte, was bei einer anderen
ᅵberblattung aufwendiger und schwieriger wᅵrde.

Gibt's irgendwelche Faustformeln oder Regeln (oder Google-
/Lehrbuch-Stichwᅵrter ;-)) mit denen man die (Rest-)
Tragfᅵhigkeit eines solchen Balkens abschᅵtzen kann?

Um Miᅵverstᅵndnissen vorzubeugen: Mein Bauchgefᅵhl sagt mir, daᅵ
selbst der "angeschnittene" Balken immer noch reichlich
ᅵberdimensioniert ist und sicherheitskritisch ist die
Konstruktion auch nicht (d.h., es lᅵuft niemand 'drᅵber und es
kann realistisch gesehen auch niemandem auf den Kopf fallen).
Ich hᅵtt's halt nur gerne gewusst...


Tschᅵs,

Sebastian

PS: XP drh & dsim, f'up2 dsim.
--
X-Post, FollowUp-To de.sci.ing.misc

S. H1

unread,
Mar 12, 2013, 9:28:36 AM3/12/13
to
Am 12.03.2013 13:58, schrieb Sebastian Suchanek:
> Gibt's irgendwelche Faustformeln oder Regeln (oder Google-
> /Lehrbuch-Stichwᅵrter ;-)) mit denen man die (Rest-)
> Tragfᅵhigkeit eines solchen Balkens abschᅵtzen kann?


vielleicht das hier?
http://www.eurocode-statik-online.de/index.php

Grᅵᅵe aus der Eifel
Steffen

Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 12, 2013, 9:30:01 AM3/12/13
to
Am 12.03.2013 13:58, schrieb Sebastian Suchanek:
such doch mal nach "balken tragfᅵhigkeit zapfen" oder so. Dann findest
Du eine ganze Menge Stoff.

Wenn Du sicher gehen willst, dann nimmst Du nur die Hᅵhe des
durchlaufenden Stᅵcks in Deiner Abschᅵtzung auf.

Gruᅵ
Schorsch

Jo Warner

unread,
Mar 12, 2013, 10:24:09 AM3/12/13
to
Am 12.03.2013 13:58, schrieb Sebastian Suchanek:
> Hallo NGs!
>
> Im Rahmen eines Heimwerker-Bastelprojekts im heimischen Garten
> soll demnᅵchst u.a. ein Holzbalken 90mm*90mm und ca. 1,70m lang
> zum Einsatz kommen, der nur an seinen beiden Enden aufliegt.

Wechsle den Plan auf 90 x 180 oder verbolze darunter nochmals 90 x 90.

Ansonsten: Statiker fragen.

Wenn auf dem Projekt kein Dach raufkommt, reicht eine Dachlatte.

Michael S

unread,
Mar 12, 2013, 11:25:17 AM3/12/13
to
Am 12.03.2013 13:58, schrieb Sebastian Suchanek:
> Hallo NGs!
>
> Im Rahmen eines Heimwerker-Bastelprojekts im heimischen Garten
> soll demnächst u.a. ein Holzbalken 90mm*90mm und ca. 1,70m lang
> zum Einsatz kommen, der nur an seinen beiden Enden aufliegt.
>
> Abzuschätzen, wie stark sich der Balken unter welchen Linienlast
> durchbiegt, bekomme ich gerade noch hin, für alles weitere war
> die Mechanik-Vorlesung damals im Grundstudium dann doch zu dünn.
> ;-)
>
> Das Problem dabei ist, daß ich den Balken aus optischen Gründen
> rechts und links gerne in einer (geraden) Überblattung mit
> weiteren Holzbauteilen ausführen würde, d.h., der Balken müsste
> ungefähr so zugeschnitten werden:
>
> ,--------------- ... ---------------.
> |______ ______|
> | |
> '-------- ... --------'
>
> Mir ist grunsätzlich klar, daß ich mir damit mit den Innenecken
> quasi Sollbruchstellen in den Balken baue, an denen der Balken
> bei Überlastung erst einreißen und schließlich brechen könnte.
> Die Überblattung "andersherum" ausführen möchte ich aber auch
> nicht: Das rechte und linke Ende des Balkens sind jeweils Ecken,
> an denen noch mehr Bauteile zusammenstoßen, die ich eigentlich
> auch gerne untereinander verzapfen wollte, was bei einer anderen
> Überblattung aufwendiger und schwieriger würde.
>
> Gibt's irgendwelche Faustformeln oder Regeln (oder Google-
> /Lehrbuch-Stichwörter ;-)) mit denen man die (Rest-)
> Tragfähigkeit eines solchen Balkens abschätzen kann?

Worst Case kannst Du die Reststärke des Balkens rechnen, damit bist Du
auf der sicheren Seite.
Bei allem anderen weißt Du halt nicht, wann es einreißt und das hat
massiven Einfluss auf die Tragfähigkeit.

>
> Um Mißverständnissen vorzubeugen: Mein Bauchgefühl sagt mir, daß
> selbst der "angeschnittene" Balken immer noch reichlich
> überdimensioniert ist und sicherheitskritisch ist die
> Konstruktion auch nicht (d.h., es läuft niemand 'drüber und es
> kann realistisch gesehen auch niemandem auf den Kopf fallen).
> Ich hätt's halt nur gerne gewusst...

Wir haben so eine Konstruktion im Speicher. Da wurde an der Markierung
einfach ne dicke Schraube durchgeschraubt und mit Muttern festgezogen.
Das ganze im Holz versenkt:

> ,--------||----- ... ---------------.
> |______ || ______|
> | || |
> '-||----- ... --------'

Damit dürftest Du kaum an Tragfähigkeit verlieren.

Michael

Alfred Fla�haar

unread,
Mar 12, 2013, 11:33:34 AM3/12/13
to

"Sebastian Suchanek" <sebastian...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:khnca4...@msgid.suchanek.de...

(...)
>
> Gibt's irgendwelche Faustformeln oder Regeln (oder Google-
> /Lehrbuch-Stichw�rter ;-)) mit denen man die (Rest-)
> Tragf�higkeit eines solchen Balkens absch�tzen kann?
>
> Um Mi�verst�ndnissen vorzubeugen: Mein Bauchgef�hl sagt mir, da�
> selbst der "angeschnittene" Balken immer noch reichlich
> �berdimensioniert ist und sicherheitskritisch ist die
> Konstruktion auch nicht (d.h., es l�uft niemand 'dr�ber und es
> kann realistisch gesehen auch niemandem auf den Kopf fallen).
> Ich h�tt's halt nur gerne gewusst...
>
Wenn Du vorhast, ein statisch untergeordnetes Bauwerk zu errichten, z. B.
eine Pergola, dann gen�gt es nach meiner Ansicht, wenn die Nachweise nach
alter Norm DIN 1052 (1988) f�r das Auflager gef�hrt werden. Das findest Du
in jedem �lteren Tabellenbuch f�r Bauingenieure unter dem Stichwort
"Ausklinkung" oder "Blattung". F�r mehr Hilfe solltest Du aber auch weitere
Angabenzur geplanten Konstruktion machen.

Gru�, Alfred Fla�haar


Th. Hu"bner

unread,
Mar 12, 2013, 1:51:52 PM3/12/13
to
Am 12.03.2013 13:58, schrieb Sebastian Suchanek:
> Hallo NGs!
>
> Im Rahmen eines Heimwerker-Bastelprojekts im heimischen Garten
> soll demnächst u.a. ein Holzbalken 90mm*90mm und ca. 1,70m lang
> zum Einsatz kommen, der nur an seinen beiden Enden aufliegt.
>
> Abzuschätzen, wie stark sich der Balken unter welchen Linienlast
> durchbiegt, bekomme ich gerade noch hin, für alles weitere war
> die Mechanik-Vorlesung damals im Grundstudium dann doch zu dünn.
> ;-)
>
> Das Problem dabei ist, daß ich den Balken aus optischen Gründen
> rechts und links gerne in einer (geraden) Überblattung mit
> weiteren Holzbauteilen ausführen würde, d.h., der Balken müsste
> ungefähr so zugeschnitten werden:
>
> ,--------------- ... ---------------.
> |______ ______|
> | |
> '-------- ... --------'
>
> Mir ist grunsätzlich klar, daß ich mir damit mit den Innenecken
> quasi Sollbruchstellen in den Balken baue, an denen der Balken
> bei Überlastung erst einreißen und schließlich brechen könnte.
> Die Überblattung "andersherum" ausführen möchte ich aber auch
> nicht: Das rechte und linke Ende des Balkens sind jeweils Ecken,
> an denen noch mehr Bauteile zusammenstoßen, die ich eigentlich
> auch gerne untereinander verzapfen wollte, was bei einer anderen
> Überblattung aufwendiger und schwieriger würde.
>
> Gibt's irgendwelche Faustformeln oder Regeln (oder Google-
> /Lehrbuch-Stichwörter ;-)) mit denen man die (Rest-)
> Tragfähigkeit eines solchen Balkens abschätzen kann?
>
> Um Mißverständnissen vorzubeugen: Mein Bauchgefühl sagt mir, daß
> selbst der "angeschnittene" Balken immer noch reichlich
> überdimensioniert ist und sicherheitskritisch ist die
> Konstruktion auch nicht (d.h., es läuft niemand 'drüber und es
> kann realistisch gesehen auch niemandem auf den Kopf fallen).
> Ich hätt's halt nur gerne gewusst...
>
>
> Tschüs,
>
> Sebastian
>
> PS: XP drh & dsim, f'up2 dsim.
>
E-Modul: Fichte hat 10000 N/mm³
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Holz
Mehr als 40 N/mm² Biegespannung würde ich bei Schneelast dauerhaft nicht
zulassen.
Und wenn die Innenecken als nicht zu kleine Radien ausgeführt werden,
ist die Rissgefahr gleich kleiner.
Suche einmal nach "angeformter Träger".

--
Tom


Joerg

unread,
Mar 12, 2013, 7:49:01 PM3/12/13
to
Ich kenne nur die hiesigen, muesstest Du dann umrechnen in Eure Groessen:

http://www.awc.org/pdf/WSDD/C2B.pdf

Ohne Verbolzung kannst Du vermutlich nur mit der halben Dicke rechnen da
der Balken bei Last irgendwann Laengsrisse bekommen wird. Besser waere
das mit sowas festzumachen:

http://www.strongtie.com/products/connectors/LUC-LU-U-HU-HUC.asp

Muesste es auch in Europa in den dort ueblichen Groessen geben, kann man
ja notfalls grundieren und in Holzfarbe anpinseln.


> Um Miᅵverstᅵndnissen vorzubeugen: Mein Bauchgefᅵhl sagt mir, daᅵ
> selbst der "angeschnittene" Balken immer noch reichlich
> ᅵberdimensioniert ist und sicherheitskritisch ist die
> Konstruktion auch nicht (d.h., es lᅵuft niemand 'drᅵber und es
> kann realistisch gesehen auch niemandem auf den Kopf fallen).
> Ich hᅵtt's halt nur gerne gewusst...
>

Wie man das verbolzt und Radien reinmacht wurde Dir ja bereits erklaert.
Man sollte aber noch an was anderes denken damit der Balken nicht eines
Tages ... *KRUSCHT* ... jemandem auf den Kopf faellt: An den
Auflagestellen wird sich beim in Deutschland ueblichen Wetter besonders
im Winter Feuchtigkeit unter der Auflage bilden und auch nach innen
suppen. Dann modert es dort schnell. Sollte man also ueber einen Schutz
nachdenken.

Ehrlich gesagt wuerde ich sowas im Aussenbereich nicht machen wollen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

gUnther nanon�m

unread,
Mar 12, 2013, 8:19:58 PM3/12/13
to

"Sebastian Suchanek" <sebastian...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:khnca4...@msgid.suchanek.de...

> Im Rahmen eines Heimwerker-Bastelprojekts im heimischen Garten
> soll demn�chst u.a. ein Holzbalken 90mm*90mm und ca. 1,70m lang
> zum Einsatz kommen, der nur an seinen beiden Enden aufliegt.

Hi,
Millimeterpapier besorgen DinA3 oder gr��er und ma�st�blich die Situation
sowie die geplante Konstruktion einzeichnen. Damit dann zum Holzh�ndler.
Wenn der Zimmerleute und Dachdecker beliefert, kennt der seine Latten und
bietet meist auch Expertise. Der Holzladen meines Vertrauens etwa verkauft
auch gleich die Beschl�ge, den Holzschutz und schneidet passend zu. Ist
garnicht soo selten, da� Heimwerker sich ne Pergola oder Kletterstange
hindengeln. Daf�r gibts dann Faustregeln und Vorschriften zu bedenken. Kann
man unm�glich alles hier ausbreiten. Insbesondere werd Dir klar dr�ber, ob
das Konstrukt ev. "begehbar" sein mu�, vielleicht im Notfall als
Kletterhilfe vom Balkon oder bei Schneelast, Wind...und was bei Unf�llen
passiert, etwa wenn die Ehefrau den Prius dagegenrummst.

--
mfg,
gUnther


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