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Re: Wasser in gasförmiger Phase

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Axel Berger

unread,
Oct 14, 2009, 8:20:00 AM10/14/09
to
22 Liter pro mol, bei 750 K das dreifache.

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 14, 2009, 11:48:53 AM10/14/09
to
Hans-Christian Grosz schrieb:

> Ich nehme an, das Wasser wird bei 100ᅵC verdampfen, und stellt damit
> auch das primᅵr abzusaugende Volumen dar.
>
> Welches Volumen nehmen diese 30 kg Wasser bei 100 bis 500ᅵC und
> Umgebungsdruck ein?

Da Du sicher bis zum Lᅵfter/Pumpe die Temperaturen nicht auftrecht
erhalten wirst, wird das Wasser wohl kondensieren und somit 30l
flᅵssiges Wasser anfallen.
Bei einer belᅵfteten Apparatur braucht es auch keine Pumpe um
Gasfᅵrmiges Wasser abzusaugen. Da braucht es eher eine um Kondensat
abzusaugen bzw. einen Ablauf.

Da Dein Ofen nicht druckfest verschlossen ist, wird die Mischung auch
nicht ᅵber 100 ᅵC warm. Erst wenn das Wasser verdunstet ist, steigt dei
Temperatur des Rᅵckstands an.

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

gUnther nanon�m

unread,
Oct 14, 2009, 12:15:23 PM10/14/09
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7jma48F...@mid.individual.net...
..

> Da Dein Ofen nicht druckfest verschlossen ist, wird die Mischung auch
> nicht �ber 100 �C warm. Erst wenn das Wasser verdunstet ist, steigt dei
> Temperatur des R�ckstands an.

Hi,
hah! Erwischt. Und wie br�unt Brot? Deine "Regel" gilt ev in der
Wirbelschicht bei Pulversubstrat geringer Korngr��e...wobei man dann aber
auch zus�tzliche Reibung nicht vernachl�ssigen darf.

--
mfg,
gUnther

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 14, 2009, 2:25:59 PM10/14/09
to
gUnther nanonᅵm schrieb:

>> Da Dein Ofen nicht druckfest verschlossen ist, wird die Mischung auch

>> nicht ᅵber 100 ᅵC warm. Erst wenn das Wasser verdunstet ist, steigt dei
>> Temperatur des Rᅵckstands an.
>
> Hi,
> hah! Erwischt. Und wie brᅵunt Brot?

Weil es an der Oberflᅵche wᅵhrend des Backvorgangs dehydratisiert und
damit die Temperaturbegrenzung auf 100 ᅵC fehlt?! Teilweise werden sich
die Kohlenhydrate/Eiweisse auch schon so bei 100 ᅵC zersetzen und
dadurch eine Farbverᅵnderung hervorrufen.

> Deine "Regel" gilt ev in der

> Wirbelschicht bei Pulversubstrat geringer Korngrᅵᅵe...wobei man dann aber
> auch zusᅵtzliche Reibung nicht vernachlᅵssigen darf.

Ich sehe gerade nicht was Du mir mitteilen willst?
Nehmen wir ein Sand/Wassergemisch mit beliebigen Kᅵrngrᅵssen - so gehe
ich davon aus das die Stellen, die signifikant ᅵber 100 ᅵC heiss werden,
trockene Stellen sind. Eine 10m hohe Sand/Wasserschᅵttung mit
vorliegender hydrostatischer Sᅵule und Kohᅵsionskrᅵften habe ich dabei
nicht im Auge.

Im Falle des Op gehe ich auch davon aus das es sich bei der organischen
Fracht um nicht wasserlᅵsliche und somit nicht ebullioskopisch wirksame
Stoffe handelt. Warum sollte ein wasserhaltiges binᅵres Gemenge nun an
nassen Stellen (deutlich) ᅵber 100 ᅵC heiss werden kᅵnnen?

gUnther nanon�m

unread,
Oct 14, 2009, 6:43:23 PM10/14/09
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7jmjapF...@mid.individual.net...
..

> Ich sehe gerade nicht was Du mir mitteilen willst?
> Nehmen wir ein Sand/Wassergemisch mit beliebigen K�rngr�ssen - so gehe ich
> davon aus das die Stellen, die signifikant �ber 100 �C heiss werden,
> trockene Stellen sind. Eine 10m hohe Sand/Wassersch�ttung mit vorliegender
> hydrostatischer S�ule und Koh�sionskr�ften habe ich dabei nicht im Auge.

>
> Im Falle des Op gehe ich auch davon aus das es sich bei der organischen
> Fracht um nicht wasserl�sliche und somit nicht ebullioskopisch wirksame
> Stoffe handelt. Warum sollte ein wasserhaltiges bin�res Gemenge nun an
> nassen Stellen (deutlich) �ber 100 �C heiss werden k�nnen?

Hi,
ganz einfach, was immer da trocknet, es bildet irgendwann einen "Klumpen
Schlamm" und trocknet an der Oberfl�che, es dampft noch lange von innen,
aber die Oberfl�che (und das Ofeninnere) k�nnen deutlich hei�er werden. So
backt man Brot...au�erdem bildet die "Kruste" au�er einer Dampfsperre auch
eine Isolierschicht. Sollte man bedenken, nicht da� es zu Sekund�reffekten
wie Schmelzen oder Sintern/Backen kommt. Dito k�nnte es bei schneller
Trocknung zu Dampfwegsbildung aka Blasenkammern und Rissen kommen, die die
weitere Verwendung erschweren. Solange diese Randbedingungen nicht gekl�rt
sind, rate ich nur zu einem Trockenschrank mit einer Dauertemp deutlich
unterhalb 100� .Sowieso wird das abdampfende Wasser gel�ste Mineralien (so
vorhanden) an die Au�enfl�che transportieren und dort auskristallisieren
lassen. Salzbl�te...auch ist schnelles Backen bestimmter "Schlammarten"
riskant, weil es sogar zu "explosiver Entladung" kommen kann. Kennt jeder
Keramiker, wie mans nicht machen darf :-)

--
mfg,
gUnther


Axel Berger

unread,
Oct 14, 2009, 4:48:00 PM10/14/09
to
*Bodo Mysliwietz* wrote on Wed, 09-10-14 17:48:

>Da Dein Ofen nicht druckfest verschlossen ist, wird die Mischung auch
>nicht nber 100 aC warm.

Das ist ein sehr vereinfachendes Bild f�r Hauptsch�ler. Tats�chlich ist
der Gleichgewichtszustand bei 101 Cel mitnichten reiner Dampf plus
knockentrockener R�ckstand und hier wird das Gleichgewicht zudem nicht
abgewartet. Richtig ist aber auch, da� der Gro�teil der Trocknung auf
den ersten f�nfzig bis hundert Kelvin stattfindet. Daf�r ist der Rest
deutlich diffusionsverz�gert und beim ersten Erreichen der 500 Cel noch
lange nicht alles raus.

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 16, 2009, 2:28:51 PM10/16/09
to
Axel Berger schrieb:

> *Bodo Mysliwietz* wrote on Wed, 09-10-14 17:48:
>> Da Dein Ofen nicht druckfest verschlossen ist, wird die Mischung auch
>> nicht nber 100 aC warm.
>
> Das ist ein sehr vereinfachendes Bild fᅵr Hauptschᅵler. Tatsᅵchlich ist
> der Gleichgewichtszustand bei 101 Cel mitnichten reiner Dampf plus
> knockentrockener Rᅵckstand und hier wird das Gleichgewicht zudem nicht
> abgewartet. Richtig ist aber auch, daᅵ der Groᅵteil der Trocknung auf
> den ersten fᅵnfzig bis hundert Kelvin stattfindet. Dafᅵr ist der Rest
> deutlich diffusionsverzᅵgert und beim ersten Erreichen der 500 Cel noch
> lange nicht alles raus.

Du versuchst mir jetzt nicht weiss zu machen das in dem binᅵrem Gemenge
Wasser/Organik an irgendeiner Stelle im Gemenge eine Temperatur von z.B.
200 ᅵC *und* zudem *flᅵssiges* Wasser vorliegt?

In meiner Antwort auf gu.na. (MID: 7jmjapF...@mid.individual.net)
hatte ich z.B. von significant hᅵheren Temperaturen geschrieben. Im
Eingangsposting heisst es das die Mischung auf 500 ᅵC aufgeheizt wird.
Damit ist fᅵr mich signifikant wenn die Flᅵssig-Wassertemperatur z.B.
mehrere 10 ᅵC ᅵber dem Siedepunkt bei entsprechendem Luftdruck liegt.

Der "Haufen" kann natᅵrlich aussen sowie an jedem Punkt Temperaturen zw.
100 ᅵC und 500 ᅵC erreichen, ich bezweifele aber sehr stark das an
irgendeinem Punkt, sehr deutlich ᅵber 100 ᅵC, fl. H2O vorliegt.

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 16, 2009, 2:44:03 PM10/16/09
to
gUnther nanonᅵm schrieb:

>> Ich sehe gerade nicht was Du mir mitteilen willst?

>> Nehmen wir ein Sand/Wassergemisch mit beliebigen Kᅵrngrᅵssen - so gehe ich
>> davon aus das die Stellen, die signifikant ᅵber 100 ᅵC heiss werden,
>> trockene Stellen sind. Eine 10m hohe Sand/Wasserschᅵttung mit vorliegender

>> hydrostatischer Sᅵule und Kohᅵsionskrᅵften habe ich dabei nicht im Auge.


>>
>> Im Falle des Op gehe ich auch davon aus das es sich bei der organischen

>> Fracht um nicht wasserlᅵsliche und somit nicht ebullioskopisch wirksame
>> Stoffe handelt. Warum sollte ein wasserhaltiges binᅵres Gemenge nun an
>> nassen Stellen (deutlich) ᅵber 100 ᅵC heiss werden kᅵnnen?
>

> Hi,
> ganz einfach, was immer da trocknet, es bildet irgendwann einen "Klumpen

> Schlamm" und trocknet an der Oberflᅵche, es dampft noch lange von innen,
> aber die Oberflᅵche (und das Ofeninnere) kᅵnnen deutlich heiᅵer werden. So
> backt man Brot...auᅵerdem bildet die "Kruste" auᅵer einer Dampfsperre auch
> eine Isolierschicht.

Du bist in der LAge meine Beitrᅵge inhaltlich zu erfassen? Wenn Stellen
der Kruste deutlich ᅵber 100 ᅵC heiss werden enthalten diese Stellen
sogut wie kein freies flᅵssiges Wasser mehr. Wenn ᅵberhaupt nur in
Spuren durch siedepunktsbeeinflussende kolligative Effekte und evtl. in
sehr feinen Kapillaren. Bei letzterem gehe ich davon aus das sie in den
Brotzutaten nicht vorkommen.

Wir orientieren uns hier auch an dem Beispiel 20+30kg zu mischen.
Ebenfalls Dampfsperre und Isolationsschicht hin oder her. Willst Du den
Siedepunkt von Wasser stark nach oben verschieben muᅵt Du den Druck
erhᅵhen. Allein um es bei 200 ᅵC in der Flᅵssigen Phase vorliegen zu
haben, mᅵsste der Druck auf ᅵber 15bar ansteigen.

> Sollte man bedenken, nicht daᅵ es zu Sekundᅵreffekten
> wie Schmelzen oder Sintern/Backen kommt. Dito kᅵnnte es bei schneller

> Trocknung zu Dampfwegsbildung aka Blasenkammern und Rissen kommen,

und die sind druckentlastend, damit Siedevorgang und
Temperaturbegrenzung entsprechend Siedetemperatur zum Druck.

gUnther nanon�m

unread,
Oct 16, 2009, 3:02:32 PM10/16/09
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7jrt4jF...@mid.individual.net...
..
> Du bist in der LAge meine Beitr�ge inhaltlich zu erfassen? Wenn Stellen
> der Kruste deutlich �ber 100 �C heiss werden enthalten diese Stellen sogut
> wie kein freies fl�ssiges Wasser mehr. Wenn �berhaupt nur in Spuren durch
> siedepunktsbeeinflussende kolligative Effekte und evtl. in sehr feinen
> Kapillaren. Bei letzterem gehe ich davon aus das sie in den Brotzutaten
> nicht vorkommen.

Hi,
ich bin, danke der Nachfrage. Blo� scheinst Du v�llig zu vergessen, da� die
vom OP gegebene "Versuchsanordnung" ein "Gef��" impliziert. Oder schwebt der
Schlamm-Blob in Antigravitation im Ofen?

>
> Wir orientieren uns hier auch an dem Beispiel 20+30kg zu mischen.
> Ebenfalls Dampfsperre und Isolationsschicht hin oder her. Willst Du den

> Siedepunkt von Wasser stark nach oben verschieben mu�t Du den Druck
> erh�hen. Allein um es bei 200 �C in der Fl�ssigen Phase vorliegen zu
> haben, m�sste der Druck auf �ber 15bar ansteigen.


>
> > Sollte man bedenken, nicht da� es zu Sekund�reffekten

>> wie Schmelzen oder Sintern/Backen kommt. Dito k�nnte es bei schneller

>> Trocknung zu Dampfwegsbildung aka Blasenkammern und Rissen kommen,
>
> und die sind druckentlastend, damit Siedevorgang und Temperaturbegrenzung
> entsprechend Siedetemperatur zum Druck.

Aber leider k�nnen solche Entspannungsvorg�nge "explosiv" ablaufen. Wer
schonmal "Schlamm" gekocht hat (Kartoffelbrei tuts auch), kennt den Effekt,
da� es sehr schnell gro�e Blasen geben kann, die den Topfinhalt "mal eben
so" verdr�ngen k�nnen. Und keiner kann mir erz�hlen, da� soeine Dampfblase
keinesfalls �ber 100� sein kann, ich habe Dampfkurven gerechnet. ist ne
Weile her, aber das "Grundgef�hl" sitzt noch. Mag jeder gerne selber
nachrechnen, bei welchem Druck welche Dampftemp erreicht wird, in z�hem
Schlamm am Boden eines "unbekannten" Gef��es kann jedenfalls einiges
Unbekannte ablaufen, zumal manche Schl�mme auch noch viskose Effekte zeigen,
die einer Gasblasenvergr��erung proportional zur Verdr�ngungsgeschwindigkeit
steigenden Widerstand bieten. Druckentlastend sind dagegen nur solche Risse,
die auch den "drucklosen" Bereich im Ofen erreichen UND die n�tigen
Ableitquerschnitte aufweisen. Was durchaus nicht der Fall sein mu�. Dann
pfeifts, bevor es "Plopp" macht und der Lehrling die Werkstatt mit Spachtel
und Eimer... Du scheinst ein typischer "Modellrechner" zu sein.

--
mfg,
gUnther


.


gUnther nanon�m

unread,
Oct 16, 2009, 3:14:42 PM10/16/09
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7jrs82F...@mid.individual.net...
..
> Du versuchst mir jetzt nicht weiss zu machen das in dem bin�rem Gemenge
> Wasser/Organik an irgendeiner Stelle im Gemenge eine Temperatur von z.B.
> 200 �C *und* zudem *fl�ssiges* Wasser vorliegt?

Hi,
vielleicht. Wo etwa wird die W�rme in das wasserhaltige Gemisch eingeleitet?
Wohin dehnt sich die Masse aus? Wirkt Schwerkraft, Adh�sion?

>
> In meiner Antwort auf gu.na. (MID: 7jmjapF...@mid.individual.net)

> hatte ich z.B. von significant h�heren Temperaturen geschrieben. Im
> Eingangsposting heisst es das die Mischung auf 500 �C aufgeheizt wird.
> Damit ist f�r mich signifikant wenn die Fl�ssig-Wassertemperatur z.B.
> mehrere 10 �C �ber dem Siedepunkt bei entsprechendem Luftdruck liegt.
>
> Der "Haufen" kann nat�rlich aussen sowie an jedem Punkt Temperaturen zw.
> 100 �C und 500 �C erreichen, ich bezweifele aber sehr stark das an
> irgendeinem Punkt, sehr deutlich �ber 100 �C, fl. H2O vorliegt.

Einen "Teich" fl�ssigen Wassers an der Oberfl�che mit h�herer Temperatur
halte ich auch f�r physikalisch zweifelhaft. Aber "feuchte Schichten" am
Boden des Gef��es und dar�ber sich bildende Gasblasen hohen Drucks erlauben
durchaus nicht-trockenen Hei�schlamm. Wer schonmal abgekriegt hat, was bei
einer Schlammeruption aus einem Geysir rausmkommt, kennt den Effekt. Ist
blo� Wasser und Dreck, kann aber noch auf der Haut "kochen", trocknet da
schnell und gibt dadurch besonders viel seiner Hitze an die Haut ab, hence
die unvermutet schlimmen Verbrennungen bei solchen Spritzern. Das ist nicht
dasselbe wie etwas verspritzte Suppe, die ist nie w�rmer als 100�, da sie ja
auch nie den Bereich normalen Luftdrucks verl��t.

Deshalb wird beim Schlammerw�rmen stets heftig ger�hrt und auf gen�gend
Sicherheits-Ausdehnungsraum geachtet.
Solche "makrophysikalischen" Effekte sind im Labor vermutlich selten, daher
begreife ich Deine Unlust, sowas zuzugeben. Mit Gramms und Millilitern
passiert da ja auch nix :-)

--
mfg,
gUnther

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 16, 2009, 4:11:02 PM10/16/09
to
gUnther nanonᅵm schrieb:

> ich bin, danke der Nachfrage. Bloᅵ scheinst Du vᅵllig zu vergessen, daᅵ die
> vom OP gegebene "Versuchsanordnung" ein "Gefᅵᅵ" impliziert. Oder schwebt der

> Schlamm-Blob in Antigravitation im Ofen?

Les Dir das Eingangsposting noch mal durch und sag mir wo da
Dampfdrucktopt steht.

>>> Sollte man bedenken, nicht daᅵ es zu Sekundᅵreffekten

>>> wie Schmelzen oder Sintern/Backen kommt. Dito kᅵnnte es bei schneller

>>> Trocknung zu Dampfwegsbildung aka Blasenkammern und Rissen kommen,
>> und die sind druckentlastend, damit Siedevorgang und Temperaturbegrenzung
>> entsprechend Siedetemperatur zum Druck.
>

> Aber leider kᅵnnen solche Entspannungsvorgᅵnge "explosiv" ablaufen. Wer

> schonmal "Schlamm" gekocht hat (Kartoffelbrei tuts auch), kennt den Effekt,

> daᅵ es sehr schnell groᅵe Blasen geben kann, die den Topfinhalt "mal eben
> so" verdrᅵngen kᅵnnen. Und keiner kann mir erzᅵhlen, daᅵ soeine Dampfblase
> keinesfalls ᅵber 100ᅵ sein kann,

Drᅵcke wesentlich hᅵher als Umgebungsdruck treten nur in sehr kleinen
Blasen auf. Spinatblasen werden wohl nur weniger mbar (wenn ᅵberhaupt)
ᅵber Luftdruck liegen bevor es sie zerreiᅵt.

> ich habe Dampfkurven gerechnet. ist ne

> Weile her, aber das "Grundgefᅵhl" sitzt noch. Mag jeder gerne selber
> nachrechnen, bei welchem Druck welche Dampftemp erreicht wird, in zᅵhem
> Schlamm am Boden eines "unbekannten" Gefᅵᅵes kann jedenfalls einiges
> Unbekannte ablaufen,

und Du hast gelesen das ich keinen Fall konstruieren will wo wir eine
10m hohe Sandschlammschᅵttugn o.ᅵ. konstruieren will? Ich wollte auf den
OP eingehen und nicht gleich wieder voll abdriften.

> zumal manche Schlᅵmme auch noch viskose Effekte zeigen,
> die einer Gasblasenvergrᅵᅵerung proportional zur Verdrᅵngungsgeschwindigkeit

> steigenden Widerstand bieten. Druckentlastend sind dagegen nur solche Risse,

> die auch den "drucklosen" Bereich im Ofen erreichen UND die nᅵtigen
> Ableitquerschnitte aufweisen. Was durchaus nicht der Fall sein muᅵ. Dann

> pfeifts, bevor es "Plopp" macht und der Lehrling die Werkstatt mit Spachtel
> und Eimer... Du scheinst ein typischer "Modellrechner" zu sein.

Wenn Du schon wieder mit sowas abschweifst, dannn...:
Denk doch erstmal ᅵber Druck (Kraft/Flᅵche) und Oberflᅵche nach. Dann
ᅵber die wirkenden Krᅵfte auf der Innenwand einer Blase und Viskositᅵten.

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 16, 2009, 4:25:50 PM10/16/09
to
gUnther nanonᅵm schrieb:

>> Du versuchst mir jetzt nicht weiss zu machen das in dem binᅵrem Gemenge

>> Wasser/Organik an irgendeiner Stelle im Gemenge eine Temperatur von z.B.

>> 200 ᅵC *und* zudem *flᅵssiges* Wasser vorliegt?
>
> Hi,
> vielleicht. Wo etwa wird die Wᅵrme in das wasserhaltige Gemisch eingeleitet?
> Wohin dehnt sich die Masse aus? Wirkt Schwerkraft, Adhᅵsion?
1 2 3

1: Wie relevant soll das jetzt fᅵr den Op mit einer 20+30kg-Mischung sein?
2: Nochmal, wir reden nicht von einem x-Meter hohem Reaktor
3: Ich habe von signifikanter Temperaturerhᅵhung geschrieben *und*
extreme wie feine kapillaren ausgeschlossen.

>> Der "Haufen" kann natᅵrlich aussen sowie an jedem Punkt Temperaturen zw.
>> 100 ᅵC und 500 ᅵC erreichen, ich bezweifele aber sehr stark das an

>> irgendeinem Punkt, sehr deutlich ᅵber 100 ᅵC, fl. H2O vorliegt.
>
> Einen "Teich" flᅵssigen Wassers an der Oberflᅵche mit hᅵherer Temperatur
> halte ich auch fᅵr physikalisch zweifelhaft. Aber "feuchte Schichten" am
> Boden des Gefᅵᅵes und darᅵber sich bildende Gasblasen hohen Drucks erlauben
> durchaus nicht-trockenen Heiᅵschlamm.

Und Du kannst Dir vorstellen das das Ursprungsgemisch in der Form also
noch bei knapp 500 ᅵC erhalten ist? Such doch mal die Daten zum
kritischen Punkt von Wasser raus.

> Wer schonmal abgekriegt hat, was bei
> einer Schlammeruption aus einem Geysir rausmkommt, kennt den Effekt.

Ich hatte hohe hydrostatische Sᅵulen, wegen praxisfremde zum OP,
ausgeschlossen.

> Deshalb wird beim Schlammerwᅵrmen stets heftig gerᅵhrt und auf genᅵgend

> Sicherheits-Ausdehnungsraum geachtet.
> Solche "makrophysikalischen" Effekte sind im Labor vermutlich selten, daher
> begreife ich Deine Unlust, sowas zuzugeben. Mit Gramms und Millilitern
> passiert da ja auch nix :-)

Du scheinst meinen CV besser zu kennen als ich (ist ja auch nicht das
erste mal).

Bitte dnke mal darᅵber nach wie in dem Fall des Op das Gemenge erwᅵrmt
wird und wie gross dadurch die wahrscheinlichkeit eines Siedeverzugs im
Kern des "Breis" ist.

Axel Berger

unread,
Oct 16, 2009, 5:21:00 PM10/16/09
to
*Bodo Mysliwietz* wrote on Fri, 09-10-16 20:28:
>das in dem binSigmrem Gemenge Wasser/Organik an irgendeiner Stelle im
>Gemenge eine Temperatur von z.B. 200 aC *und* zudem *flnssiges* Wasser
>vorliegt?

Adh�sionsgebundenes Wasser ist nicht im eigentlichen Sinne fl�ssig.
Festoffgemische kennen keine Konvektion und die W�rmeleitung ist
begrenzt. An der Stelle, wo die 200 Cel erreicht sind, d�rfte fast
alles Dampf sein, aber Aufheizung als Prozess ist gerade das Gegenteil
von Gleichgewicht.

Message has been deleted

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 17, 2009, 5:20:14 AM10/17/09
to
Axel Berger schrieb:

> *Bodo Mysliwietz* wrote on Fri, 09-10-16 20:28:
>> das in dem binSigmrem Gemenge Wasser/Organik an irgendeiner Stelle im
>> Gemenge eine Temperatur von z.B. 200 aC *und* zudem *flnssiges* Wasser
>> vorliegt?
>
> Adhᅵsionsgebundenes Wasser ist nicht im eigentlichen Sinne flᅵssig.
> Festoffgemische kennen keine Konvektion und die Wᅵrmeleitung ist
> begrenzt.

Das ist richtig. Der OP verwendet aber das 2-Phasen-Gemisch
fest/flᅵssig. Dies ist, chemische Reaktionen ausgenommen, leicht in sich
verschiebbar.

> An der Stelle, wo die 200 Cel erreicht sind, dᅵrfte fast
> alles Dampf sein,

Sag ich doch ;-)
Genaugenommen klammere ich bei dem angesprochenen System das Wort "fast"
bei 200 ᅵC auch noch aus. Bei einer Bodenheizung in einem
"Schlammbottich" kᅵnnten natᅵrlich Siedeverzᅵge auftreten. Je nach
Feststoffmaterial wᅵren die aber sogar vᅵllig auszuschliessen.

> aber Aufheizung als Prozess ist gerade das Gegenteil
> von Gleichgewicht.

Natᅵrlich. Ist jedoch alles Wasser verdampft wᅵrde sich das
Gleichgewicht einstellen. Das u.a. allerdings nicht viel organische
Substanzen gibt die ᅵberhaupt unzersetzt 500 ᅵC erreichen, steht nochmal
auf einem anderen Blatt.

Was der OP genau vorhat wᅵrde mich schon interessieren.

Message has been deleted

gUnther nanon�m

unread,
Oct 17, 2009, 9:29:56 AM10/17/09
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7js33dF...@mid.individual.net...
..
> Bitte dnke mal dar�ber nach wie in dem Fall des Op das Gemenge erw�rmt
> wird und wie gross dadurch die wahrscheinlichkeit eines Siedeverzugs im
> Kern des "Breis" ist.

Hi,
und Du mach bitte mal folgendes Experiment: f�lle ein normales (feuerfestes)
Reagenzglas mit Honig, erhitze es unten an der Spitze mit dem Bunsenbrenner
und guck dabei oben rein, ob es kocht....keine Angst, hei�er Honig kann nie
w�rmer werden als 100�, da ja Wasser drin ist. Ist g�nzlich
ungef�hrlich....aber bitte sonst macht es keiner, ja?

Mir ist klar, da� der OP weder schrieb, ob und welches Gef�� er nutzte noch
welcher Ofenhersteller da den Ofen herstellte. Auch wei� ich nicht, ob der
Ofen von oben beschickt oder per T�r von der Seite her geladen wurde, wei�
auch nicht obs Oberhitze, Unterhitze oder Wandheizung ist. Darf ich also
keine der bekannten Unfallursachen annehmen, einfach weil Dir in soeiner
Frage stets ein idealer Ofen begegnet ist? In dem sich jede Masse quasi
w�rmesupraleitend verh�lt?

--
mfg,
gUnther


Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 18, 2009, 12:40:47 PM10/18/09
to
gUnther nanonᅵm schrieb:

> "Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:7js33dF...@mid.individual.net...
> ..
>> Bitte dnke mal darᅵber nach wie in dem Fall des Op das Gemenge erwᅵrmt
>> wird und wie gross dadurch die wahrscheinlichkeit eines Siedeverzugs im
>> Kern des "Breis" ist.
>
> Hi,
> und Du mach bitte mal folgendes Experiment: fᅵlle ein normales (feuerfestes)
> Reagenzglas mit Honig, erhitze es unten an der Spitze mit dem Bunsenbrenner
> und guck dabei oben rein, ob es kocht....keine Angst, heiᅵer Honig kann nie
> wᅵrmer werden als 100ᅵ, da ja Wasser drin ist. Ist gᅵnzlich
> ungefᅵhrlich....aber bitte sonst macht es keiner, ja?

Warum sollte ich? Der OP hat auch nicht geschrieben das er in einem
sauberen Gefᅵᅵ Wasser geben will, bei dem es anfᅵnglich zu einer
ᅵberhitzung mit Siedeverzug kommt. Nach dem Siedeverzug ist der
Siedevorgang dann aber eingeleitet und das Gemisch kᅵhlt auf 100 ᅵC ab.

Der OP nimmt ein *binᅵres Gemenge*! Ich gehe auf die technische
Fragestellung ein.

> Mir ist klar, daᅵ der OP weder schrieb, ob und welches Gefᅵᅵ er nutzte noch
> welcher Ofenhersteller da den Ofen herstellte. Auch weiᅵ ich nicht, ob der
> Ofen von oben beschickt oder per Tᅵr von der Seite her geladen wurde, weiᅵ

> auch nicht obs Oberhitze, Unterhitze oder Wandheizung ist. Darf ich also
> keine der bekannten Unfallursachen annehmen, einfach weil Dir in soeiner
> Frage stets ein idealer Ofen begegnet ist?

Ich glaube die Frage wer hier von welchen Idealfᅵllen ausgeht ist wohl
sehr verschoben. Zumal die Tatsache des OP auch richtig beantwortet wurde.

> In dem sich jede Masse quasi

> wᅵrmesupraleitend verhᅵlt?

Soll das jetzt Nonsens sein?

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 18, 2009, 12:47:34 PM10/18/09
to
Hans-Christian Grosz schrieb:

> Bodo Mysliwietz wrote:
>
>> Was der OP genau vorhat wᅵrde mich schon interessieren.
>
> Der OP - also ich - interessiert sich primᅵr fᅵr das abzusaugende
> Volumen, bzw. den Wasseranteil davon, wobei ich eher davon auszugehe,
> dass das Volumen primᅵr durch den Wasserdampf befᅵllt wird und kaum
> Luft.
>
> Fᅵr die anderen ᅵberlegungen - die in meinem Fall wohl deutlich weiter
> ins Detail gehen, als von mir benᅵtigt -

Diese abgleiten war von mir nicht beabsichtigt und hoffe, aus Deiner
Sicht, auch von mir nicht iniziiert.

> sei noch erwᅵhnt, dass es
> sich beim Behᅵlter um eine um seine horizontale Achse drehende Trommel
> handelt, welche aussen mit Heizmatten ausgelegt wird.

Also ᅵhnlich einem Drehrohrofen. Damit sind wir noch wesentlich
zweifelsfreier an der Tatsache die ich aufgezeigt habe. Dein Gemisch
selber nimmt nicht bis zu 500 ᅵC an, sondern trocknet kontinuierlich bei
Gemengetemperaturen nahe am Sdp.. Ist das Wasser abgedampft kann die
Temp. natᅵrlich ansteigen.

> Die
> Materialeinbringung erfolgt alternativ chargenweise oder
> kontinuierlich, wobei der Trocknungsvorgang selbst von anderen
> bearbeitet wird. Es handelt sich um eine Versuchsanlage, d.h. in der
> Projektierung soll das Teil mᅵglichst alle Mᅵglichkeiten erlauben.

Wᅵrde man jedoch annehmen das Du die Versuchsanlage bei schon
vorliegenden 500 ᅵC Wandtemperatur beschickst (und die Wand
entsprechende thermische Masse hat), wird es partiell an der
Wandungsoberflᅵche zu spontanen Verdampfungen und punktuellen
ᅵberhitzungen kommen. Das heisst punktuell ist das "Gemisch" wasserfrei,
kann bis zu 500 ᅵC annehmen und evtl. Pyrolysevorgᅵnge erfahren.

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Bodo Mysliwietz

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Oct 18, 2009, 4:13:56 PM10/18/09
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Hans-Christian Grosz schrieb:
> Bodo Mysliwietz wrote:
>
>> Diese abgleiten war von mir nicht beabsichtigt und hoffe, aus Deiner
>> Sicht, auch von mir nicht iniziiert.
>
> Aus meiner Sicht finde ich es durchaus spannend, wenn diverse
> Diskussionen in verschiedene Richtungen abgleiten. Es entwickeln sich
> so doch einige interessante Details und Thematiken.

Hihi - an wilden Auswᅵchsen soll es nicht mangeln. Meist meckern die
Anfragenden eher darᅵber und beschwᅵren sie nicht herauf.

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