Emil Naepflein schrieb:
> Doch, es auch eine Sache der Netzbetreiber entsprechende technische Regelungen
> in den Gremien vorzuschlagen und weiter zu entwickeln. Beim 50,2 Hz Problem hat
> man es ja auch im Schweinsgalopp nachgeholt.
Das 50,2 Hz Problem wurde vor allem von der Solarindustrie
vorangetrieben, weil die im Knall-Fall nicht als Bumann dastellen
wollten. Die bertragungsnetzbetreiber hatten auch ein Interesse, dass
das schnell abgestellt wird, die hatten aber
Niederspannungsanschlussbedingungen zuerst garnicht auf dem Schirm.
Verteilnetzbetreiber waren erstmal unschl ssig und wollten das Ding erst
mal auf die Tagesordnung f r die n chste Runde verschieben, weil man
sich da bzgl. der Betriebsweise der Notstromaggregate
(Netzersatzanlagen) etwas anderes einfallen lassen musste.
(Einspeisemanagement nicht ber das berfahren der 50,2 Hz Grenze,
sondern der 51,5 Hz Grenze.
>>> Dies hat man auch an der neuen Regelung zur 50,2 Hz Problematik
>>> wieder gesehen. Anstatt die EE erst ab 50,2 Hz abregeln zu
>>> lassen, wenn das Netz schon einen sehr kritischen Zustand
>>> erreicht hat, h tte man zumindest bei neuen Anlagen den Beginn
>>> der Abregelung schon bei einer niedrigeren Frequenz mit eine
>>> progressiven Regelung einsetzen lassen k nnen.
>> Weil eventuell hirntote "Experten" die Gesetze gemacht haben,
>> ohne die Techniker vorher zu fragen?
> Die Techniker waren da schon beteiligt, aber die hatten wohl Vorgaben vom
> Management. Fr her mussten alle *fremden* Anlagen ganz vom Netz. Als man dann
> endlich kapiert hat dass das bei eine EE Leistung von 50 GW nicht mehr
> funktionieren kann, hat man das nur soweit zur ck genommen wie es unbedingt
> n tig war, damit im Normalbetrieb der Profit f r die Regelenergie weiterhin bei
> den Betreibern von Gro kraftwerken bleibt.
Das man bei 50,2 Hz erst abregelt, ist auch der Tatsache geschuldet,
dass im Intervall von +/- 200 mHz noch der Regelbetrieb vorherrscht und
die Notstandsparagraphen erst ber 50,2 und unter 49,8 Hz greifen.
Au erdem ist bei der Nachr stung der randomisierten Abschaltschwellen
eine Standard-Frage: Wenn bei mir 50,5 Hz eingetragen wird und bei
meinem Nachbarn 50,9 Hz - werde ich da nicht viel h ufiger abgeregelt
wie er? Angesichts der H ufigkeit von Frequenzen ber 50,2 Hz spielt das
keine Rolle, aber wenn man schon bei 50,1 Hz mit der Leistungsreduktion
nach Statik anf ngt, dann k nnte das bei manchem EEG-Einspeiser zu
Einkommensverlusten im sp rbaren Promillebereich f hren.
Ausserdem darf sich mittlerweile jeder, auch Kleinanlagen im Pool
aggregieren und Prim rregelleistung per P(f) anbieten. Die
Pr qualifizierung ist allerdings noch aufwendig und hier m sste man f r
Kleineinspeiser mit P(f)-Regelung eine Typpr fung einf hren.
Systemdienstleistungsbonus: Erfahrungen & Ideen (S. 17)
http://www.sic-freiburg.de/sic/home.nsf/HTML-Files/KWK_Vortrag_Kaestl...
Gru ,
Gunnar
--
/^\
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