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Vertrag von Versailles

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Wolfgang Guspert

unread,
May 10, 2012, 2:02:25 AM5/10/12
to
Die Vorgaben des "Vertrags von Versailles" sollen '33 noch vor Hitlers
Machtergreifung reduziert oder aufgehoben worden sein.

Was genau steck dahinter? Muss es dafür nicht auch einen Vertrag geben?

Ich konnte bisher nix finden.

Danke

Rüdiger Rösler

unread,
May 10, 2012, 10:26:06 AM5/10/12
to
Wolfgang Guspert <Wolfgang...@kaeseland.org> typed:
| Auf der Konferenz von Lausanne vom 16. Juni bis 9. Juli 1932 zwischen
| Deutschland, Großbritannien und Frankreich erreichte die deutsche
| Regierung unter Franz von Papen das Ende der durch den Versailler
| Vertrag auferlegten Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg.
|
| Obwohl der Lausanner Vertrag nie ratifiziert wurde, trat er faktisch
| in Kraft.
Seite „Konferenz von Lausanne“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 26. Januar 2012, 17:34 UTC. URL:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konferenz_von_Lausanne&oldid=98875138
(Abgerufen: 10. Mai 2012, 16:11 MESZ)

--
ЯR

Carsten Thumulla

unread,
May 11, 2012, 12:16:15 AM5/11/12
to
Am 10.05.2012 16:26, schrieb Rüdiger Rösler:
>
> | Obwohl der Lausanner Vertrag nie ratifiziert wurde, trat er faktisch
> | in Kraft.

Was soll "faktisch in Kraft" bedeuten?

Warum kündigte Hitler dann zwei Jahre später faktisch nicht mehr
gezahlte Reparationen?


Carsten
--
Compiz is Mumpiz

Rüdiger Rösler

unread,
May 11, 2012, 12:34:25 AM5/11/12
to
Carsten Thumulla <4_tras...@arcor.de> typed:

> Am 10.05.2012 16:26, schrieb Rüdiger Rösler:
>>
>> | Obwohl der Lausanner Vertrag nie ratifiziert wurde, trat er
>> | faktisch in Kraft.
>
> Was soll "faktisch in Kraft" bedeuten?
>
> Warum kündigte Hitler dann zwei Jahre später faktisch nicht mehr
> gezahlte Reparationen?

Woher soll ich das wissen? Bin ich der Psychiater von Adolf Hitler
gewesen?

--
ЯR

Burn Onedow

unread,
May 11, 2012, 1:54:36 AM5/11/12
to

"Carsten Thumulla" <4_tras...@arcor.de> schrieb


> Was soll "faktisch in Kraft" bedeuten?


Da versucht wohl einer Propaganda zu machen - faktisch ist nie etwas gezahlt
worden, also ist da faktisch nie etwas in Kraft getreten.


--- Posted via news://freenews.netfront.net/ - Complaints to ne...@netfront.net ---

Helmut Wabnig

unread,
May 11, 2012, 2:42:05 AM5/11/12
to
On Fri, 11 May 2012 07:54:36 +0200, "Burn Onedow"
<BurnO...@koolen.it> wrote:

>
>"Carsten Thumulla" <4_tras...@arcor.de> schrieb
>
>
>> Was soll "faktisch in Kraft" bedeuten?
>
>
>Da versucht wohl einer Propaganda zu machen - faktisch ist nie etwas gezahlt
>worden, also ist da faktisch nie etwas in Kraft getreten.
>
>
2010 hat Deutschland die letzte Rate an "Kriegsschuld" an eine
französische Gauner&Banditenbank überwiesen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,720672,00.html

Von wechen "Schulden". Das war Erpressung, sonst nix.

Für'n WW2 wird noch hundert Jahre weitergezahlt.

w.

Carsten Thumulla

unread,
May 11, 2012, 4:14:10 AM5/11/12
to
Am 11.05.2012 07:54, schrieb Burn Onedow:
>
> Da versucht wohl einer Propaganda zu machen - faktisch ist nie etwas
> gezahlt worden, also ist da faktisch nie etwas in Kraft getreten.

Nichts gezahlt? Alles Einbildung? Kannst Du das belegen?

Die Hungerblockade war auch Einbildung?


Carsten
--
Früher:
Die Kirchen foltern Andersgläubige und lassen sie zu Hunderttausenden
hinrichten.
Heute:
Die Kirchen wiegeln den Staat auf, Glaubensgemeinschaften zu bekämpfen,
die ihnen ein Dorn im Auge sind.
http://theologe.de/

Andreas Meyer

unread,
May 11, 2012, 4:49:58 AM5/11/12
to


"Carsten Thumulla" schrieb

> Nichts gezahlt? Alles Einbildung? Kannst Du das belegen?

> http://www.geschichtsforum.de/f67/konferenz-von-lausanne-1932-a-16466/

> http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/aussenpolitik/lausanne/index.html



> Die Hungerblockade war auch Einbildung?

nach '32 bzw. '33?


Carsten Thumulla

unread,
May 11, 2012, 5:18:11 AM5/11/12
to
Am 11.05.2012 10:49, schrieb Andreas Meyer:
> "Carsten Thumulla" schrieb
>
>> Nichts gezahlt? Alles Einbildung? Kannst Du das belegen?
>
>> http://www.geschichtsforum.de/f67/konferenz-von-lausanne-1932-a-16466/
>
>> http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/aussenpolitik/lausanne/index.html

Aus dem nackten Mann war nichts mehr rauszuholen?

Er braucht also nichts mehr zu zahlen, wenn er seine Alleinschuld
anerkennt? War die strittig?

Die Amerikaner haben die Kriegsschuldfrage Anfang der '20er untersucht
und konnten eine Schuld Deutschlands nicht feststellen.

Die letzten Zahlungen endeten meines Wissens 2010.

Also nochmal, welchen Grund hätte Hitler, Zahlungen auszusetzen, die
nicht stattfanden?

Abrüstung? Deutschland rüstete ab, und die anderen "Vertragspartner"?
Erfüllten die ihre Auflagen?


>> Die Hungerblockade war auch Einbildung?
>
> nach '32 bzw. '33?

Nach '33 ließ der Hunger nach. Der ist aber ein Nazi, der sowas schreibt.

Ich meinte die von 1919, die Deuschland zur Unterschrift unter den
"Vertrag" zwang.


Carsten
--
"Meine Regierung plant Maßnahmen, um die Fähigkeit der
Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste aufrechtzuerhalten, auf
lebenswichtige Kommunikationsdaten unter strengen
Sicherheitsvorkehrungen zuzugreifen."
Königin Elisabeth II

Carla Schneider

unread,
May 14, 2012, 2:28:07 PM5/14/12
to
Rüdiger Rösler wrote:
>
> Wolfgang Guspert <Wolfgang...@kaeseland.org> typed:
>
> > Die Vorgaben des "Vertrags von Versailles" sollen '33 noch vor Hitlers
> > Machtergreifung reduziert oder aufgehoben worden sein.
> >
> > Was genau steck dahinter? Muss es dafür nicht auch einen Vertrag
> > geben?
> >
> > Ich konnte bisher nix finden.
> >
> > Danke
>
> | Auf der Konferenz von Lausanne vom 16. Juni bis 9. Juli 1932 zwischen
> | Deutschland, GroĆYbritannien und Frankreich erreichte die deutsche
> | Regierung unter Franz von Papen das Ende der durch den Versailler
> | Vertrag auferlegten Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg.
> |
> | Obwohl der Lausanner Vertrag nie ratifiziert wurde, trat er faktisch
> | in Kraft.
> Seite ā??Konferenz von Lausanneā??. In: Wikipedia, Die freie EnzyklopƤdie.
> Bearbeitungsstand: 26. Januar 2012, 17:34 UTC. URL:
> http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konferenz_von_Lausanne&oldid=98875138
> (Abgerufen: 10. Mai 2012, 16:11 MESZ)

Der Vertrag ist nie in Kraft getreten
Das Abkommen hatte vorgesehen dass Deutschland
nicht mehr zahlen soll wenn seinerseits die USA Kriegsschulden von England und Frankreich
streicht, was aber nicht geschehen ist,der US Kongress hat das abgelehnt.
Tatsaechlich hat Deutschland unter Hitler einfach nicht mehr bezahlt .

Rüdiger Rösler

unread,
May 15, 2012, 12:10:34 PM5/15/12
to
Carla Schneider <carl...@yahoo.com> typed:

> Rüdiger Rösler wrote:
>>
>> Wolfgang Guspert <Wolfgang...@kaeseland.org> typed:
>>
>> > Die Vorgaben des "Vertrags von Versailles" sollen '33 noch vor
>> > Hitlers Machtergreifung reduziert oder aufgehoben worden sein.
>> >
>> > Was genau steck dahinter? Muss es dafür nicht auch einen Vertrag
>> > geben?
>> >
>> > Ich konnte bisher nix finden.
>> >
>> > Danke
>>
>> | Auf der Konferenz von Lausanne vom 16. Juni bis 9. Juli 1932
>> | zwischen Deutschland, GroÃYbritannien und Frankreich erreichte die
>> | deutsche Regierung unter Franz von Papen das Ende der durch den
>> | Versailler Vertrag auferlegten Reparationen nach dem Ersten
>> | Weltkrieg.
>> |
>> | Obwohl der Lausanner Vertrag nie ratifiziert wurde, trat er
>> | faktisch in Kraft.
>> Seite â??Konferenz von Lausanneâ??. In: Wikipedia, Die freie
>> Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Januar 2012, 17:34 UTC. URL:
>>
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konferenz_von_Lausanne&oldid=98875138
>> (Abgerufen: 10. Mai 2012, 16:11 MESZ)
>
> Der Vertrag ist nie in Kraft getreten

Der Vertrag ist von den Signatarmächten nicht ratifiziert worden, er
wurde aber von den Vertretern der beteiligten Mächte in Lausanne
unterzeichnet. Tatsächlich hat Deutschland eine restliche Reparation in
Höhe von 3 Milliarden Mark in Lausanne anerkannt, die in Obligationen
ausgegeben wurden. Und diese Obligationen sind nach der Machtergreifung
der Nazis vom Deutschen Reich nicht mehr bedient worden. So wie es im
Vertrag vorgesehen war, wurden diese Papiere 15 Jahre danach 1948
öffentlich verbrannt.

> Das Abkommen hatte vorgesehen dass Deutschland
> nicht mehr zahlen soll wenn seinerseits die USA Kriegsschulden von
> England und Frankreich streicht, was aber nicht geschehen ist,der US
> Kongress hat das abgelehnt.
> Tatsaechlich hat Deutschland unter Hitler einfach nicht mehr bezahlt .

Die USA haben den Friedensvertrag von Versailles nie anerkannt, statt
dessen haben sie einen Sonderfrieden mit Deutschland geschlossen. Sie
hatten ein Interesse daran, dass nach dem Staatsbankrott der Weimarer
Republik die Deutschen ihre Kredite in den USA bedienen, die sie in der
Weimarer Zeit aufgenommen hatten, genau wie sie es von den Mächten der
Entente verlangten, ihre Kriegskredite zu bedienen. Und da die USA
damals schon die stärkste Wirtschaftsmacht waren, mussten die anderen
Mächte genau wie heute nach deren Pfeife tanzen.

--
ЯR

Histroryfan

unread,
May 19, 2012, 2:03:34 AM5/19/12
to
"Wolfgang Guspert" <Wolfgang...@kaeseland.org> schrieb in
news:joflm8$hpk$1...@speranza.aioe.org:

> Die Vorgaben des "Vertrags von Versailles" sollen '33 noch vor Hitlers
> Machtergreifung reduziert oder aufgehoben worden sein.
>
> Was genau steck dahinter? Muss es daf�r nicht auch einen Vertrag
> geben?
>
Warum sollte es dafuer einen Vertrag geben muessen?
>
Vertr�ge regeln nur etwas in gegenseitigem Einvernehmen der
Vetragspartner. Insofern sich einer der Vertragspartner mit Macht nicht
an den Vertrag halten will, kann er davon auch nur mit Macht abgehalten
werden, nicht mit einem Vertrag. Macht bedeutet hier nat�rlich
millit�rische Macht. Sogenannte Vertr�ge sind dann 'dummes Geschwaetz
von gestern'. So war das schon immer in der Geschichte der Menschheit.
>
Der Versailler-Vertrag wurde nicht im Einvernehmen mit dem deutschen
Reich geschlossen, sondern unter Androhung mit Krieg. Also war er kein
Vertrag, sondern ein Diktat der Sieger, welches durch millit�rische
Macht auch ohne deutsche Unterschrift h�tte durchesetzt werden k�nnen.
Die 'Friedensmacher' von Versailles hatten sich in eine Sackgasse
man�vriert durch die Verpsrechungen mit welche sie w�hrend des 1.WK
Krieges kleinere Nationen zum Kriegseintritt auf ihrer Seite gelockt
hatten. Man ging dann aber soweit eine deutsche Unterschrift mit
Kriegsandrohung zu erpressen, in der irrigen �berzeugung, der Erpresste
w�rde sich daran halten. Erpresste Unterschriften sind aber wertlos.
(das k�nnte z.Bsp. Frau Merkel und insbesondere Herr Sch�uble in der
Griechenlandfrage lernen) Der Sieg der Allierten im 1.WK wurde von
diesen dazu genutzt auch noch �ltere 'Rechnungen(1871)' als den 1.WK zu
begleichen. Es gab also keinen Grund f�r das deutsche Reich sich bei
ver�nderten Machtverh�ltnissen an dieses Diktat zu halten. Das war nicht
nur die Mehrheitsmeinung in der deutschen Politik und Millit�r, sondern
auch in der deutschen Bev�lkerung. Die Meinung der Politiker und
Millit�rs h�tte man als unangemessen ignorieren k�nnen.
>
Es war nat�rlich schon immer so, dass Friedensvertr�ge dem Besiegten
Verpflichtungen auferlegten. Jedoch waren die zeitlichen, pekuni�ren und
geopolitischen Ausmasse des Versailler Vetrages bis dahin einmalig in der
Geschichte. Sie wurden von den Deutschen daher nicht nur als Tilgung
einer eventuell berechtigten Kriegsschuld empfunden, sondern als ein
lange andauerndes Joch der Unterwerfung. Die Folgen konnten folgerichtig
daher nicht ausbleiben. Die Allierten hatten die Chance zu einen g�tigen
Frieden fahrl�ssig vertan.
>
Genau das hat dann sp�ter Massen von Deutschen in die F�nge von Hitler
getrieben. Es war nicht Hitler oder seine Kriegspolitik welche sie
begeisterte, sondern die Befreiung von Versailles, sowie die Drohung der
Fortsetzung des Versailler Diktats falls es Hitler nicht mehr g�be. Das
nutzte die Nazipropaganda besonders geschickt f�r sich aus, indem sie die
�ngste vor Versailles und dem aufkommenden Bolschewismus sch�rte und
anfachte, um so die Deutschen auf ihre Seite zu ziehen, um sie so vor
ihren verbrecherischen Absichten zu blenden und zu erblinden.
>
Menschenmassen sind unglaublich leicht zu manipulieren, insbesondere mit
den mitteln der modernen Medienwelt. (Vorsicht 'Bildzeitung') Nicht
umsonst hat Lenin die Presse als Waffe bezeichnet und sich folgerichtig
deren bem�chtigt, was nat�rlich auch bereits von den Nazis erkannt worden
war. Der 'Volksempf�nger' und der 'St�rmer' wurden folgerichtig geboren.
>
'Hitler' wurde in Versailles geboren.
>
>
> Ich konnte bisher nix finden.
>
Ach geh ;-)
>
Insbesondere geht es darum:
>
- das Verbot deutscher Truppen im Saarland
>
- Wiederaufruestung der deutschen Armee.
>
- noch zu zahlende Reparationen in Form von Geld und Warenlieferungen
>
- Gebietsabtretungen und Besetzung deutscher Gebiete
>
Aber warum heisst der Versailler-Vertrag 'Friedensvertrag'? Es wurde
kein Friede beschlossen. Friede kann man nur im gegenseitigen
Einvernehmen beschliessen. Der Versailler-Vertrag hingegen war ein
Unterwerfungsdiktat, keine Einigung und schon gar kein Vertrag, dessen
Folgen nicht ausbleiben konnten.
>
Wer Frieden will, muss Frieden bieten. Wer Wind s�t wird Sturm ernten.
Das sind einfach Naturgesetze. Mit Recht oder Gerechtigkeit, Sympathie
oder Antipathie hat das nichts zu tun.
>
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