"Wolfgang Guspert" <
Wolfgang...@kaeseland.org> schrieb in
news:joflm8$hpk$
1...@speranza.aioe.org:
> Die Vorgaben des "Vertrags von Versailles" sollen '33 noch vor Hitlers
> Machtergreifung reduziert oder aufgehoben worden sein.
>
> Was genau steck dahinter? Muss es daf�r nicht auch einen Vertrag
> geben?
>
Warum sollte es dafuer einen Vertrag geben muessen?
>
Vertr�ge regeln nur etwas in gegenseitigem Einvernehmen der
Vetragspartner. Insofern sich einer der Vertragspartner mit Macht nicht
an den Vertrag halten will, kann er davon auch nur mit Macht abgehalten
werden, nicht mit einem Vertrag. Macht bedeutet hier nat�rlich
millit�rische Macht. Sogenannte Vertr�ge sind dann 'dummes Geschwaetz
von gestern'. So war das schon immer in der Geschichte der Menschheit.
>
Der Versailler-Vertrag wurde nicht im Einvernehmen mit dem deutschen
Reich geschlossen, sondern unter Androhung mit Krieg. Also war er kein
Vertrag, sondern ein Diktat der Sieger, welches durch millit�rische
Macht auch ohne deutsche Unterschrift h�tte durchesetzt werden k�nnen.
Die 'Friedensmacher' von Versailles hatten sich in eine Sackgasse
man�vriert durch die Verpsrechungen mit welche sie w�hrend des 1.WK
Krieges kleinere Nationen zum Kriegseintritt auf ihrer Seite gelockt
hatten. Man ging dann aber soweit eine deutsche Unterschrift mit
Kriegsandrohung zu erpressen, in der irrigen �berzeugung, der Erpresste
w�rde sich daran halten. Erpresste Unterschriften sind aber wertlos.
(das k�nnte z.Bsp. Frau Merkel und insbesondere Herr Sch�uble in der
Griechenlandfrage lernen) Der Sieg der Allierten im 1.WK wurde von
diesen dazu genutzt auch noch �ltere 'Rechnungen(1871)' als den 1.WK zu
begleichen. Es gab also keinen Grund f�r das deutsche Reich sich bei
ver�nderten Machtverh�ltnissen an dieses Diktat zu halten. Das war nicht
nur die Mehrheitsmeinung in der deutschen Politik und Millit�r, sondern
auch in der deutschen Bev�lkerung. Die Meinung der Politiker und
Millit�rs h�tte man als unangemessen ignorieren k�nnen.
>
Es war nat�rlich schon immer so, dass Friedensvertr�ge dem Besiegten
Verpflichtungen auferlegten. Jedoch waren die zeitlichen, pekuni�ren und
geopolitischen Ausmasse des Versailler Vetrages bis dahin einmalig in der
Geschichte. Sie wurden von den Deutschen daher nicht nur als Tilgung
einer eventuell berechtigten Kriegsschuld empfunden, sondern als ein
lange andauerndes Joch der Unterwerfung. Die Folgen konnten folgerichtig
daher nicht ausbleiben. Die Allierten hatten die Chance zu einen g�tigen
Frieden fahrl�ssig vertan.
>
Genau das hat dann sp�ter Massen von Deutschen in die F�nge von Hitler
getrieben. Es war nicht Hitler oder seine Kriegspolitik welche sie
begeisterte, sondern die Befreiung von Versailles, sowie die Drohung der
Fortsetzung des Versailler Diktats falls es Hitler nicht mehr g�be. Das
nutzte die Nazipropaganda besonders geschickt f�r sich aus, indem sie die
�ngste vor Versailles und dem aufkommenden Bolschewismus sch�rte und
anfachte, um so die Deutschen auf ihre Seite zu ziehen, um sie so vor
ihren verbrecherischen Absichten zu blenden und zu erblinden.
>
Menschenmassen sind unglaublich leicht zu manipulieren, insbesondere mit
den mitteln der modernen Medienwelt. (Vorsicht 'Bildzeitung') Nicht
umsonst hat Lenin die Presse als Waffe bezeichnet und sich folgerichtig
deren bem�chtigt, was nat�rlich auch bereits von den Nazis erkannt worden
war. Der 'Volksempf�nger' und der 'St�rmer' wurden folgerichtig geboren.
>
'Hitler' wurde in Versailles geboren.
>
>
> Ich konnte bisher nix finden.
>
Ach geh ;-)
>
Insbesondere geht es darum:
>
- das Verbot deutscher Truppen im Saarland
>
- Wiederaufruestung der deutschen Armee.
>
- noch zu zahlende Reparationen in Form von Geld und Warenlieferungen
>
- Gebietsabtretungen und Besetzung deutscher Gebiete
>
Aber warum heisst der Versailler-Vertrag 'Friedensvertrag'? Es wurde
kein Friede beschlossen. Friede kann man nur im gegenseitigen
Einvernehmen beschliessen. Der Versailler-Vertrag hingegen war ein
Unterwerfungsdiktat, keine Einigung und schon gar kein Vertrag, dessen
Folgen nicht ausbleiben konnten.
>
Wer Frieden will, muss Frieden bieten. Wer Wind s�t wird Sturm ernten.
Das sind einfach Naturgesetze. Mit Recht oder Gerechtigkeit, Sympathie
oder Antipathie hat das nichts zu tun.
>