"Karl Boder" <
sp...@mailinator.com> wrote in
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9b4e...@newsspool3.arcor-online.net:
>
> Richtig so! Schnell handeln bevor diese Schergen sterben und einem
> Prozess entkommen können!
>
Waaaas? Schnell? 70 Jahre danach? Muhahhahaha!
>
Na du bist aber auch ein Schnelldenker ;-) Wenn es bereits feststeht, wie
du faselst, dass die Angeklagten Schergen sind, braucht man auch keine
Prozesse mehr. Verurteilung nach Aktenlage, Basta! Dem wird aber wohl so
nicht sein.
>
Nach 70 Jahren kann sich jeder Angeklagte auf Beweisverschleierung durch
die Justiz wegen Zeitablaufs berufen. Es wird keinem auch nur ein falsches
Haar nachgewiesen werden können. Vor allen Dingen aber, ist nach 70 Jahren
die soziale und persönliche Wirkung des Justizaktes der moralischer Sühne
und rechtlichen Vergeltung wertlos, von der wertlosen sozialen
beispielhaften Wirkung ganz zu schweigen.
>
Es kann niemand mehr garantieren das einzelne nicht unschuldig verurteilt
werden.
>
So wie im Falle Demjanjuk. Jahrzehnte lnag lebte er in den USA als
eingebürgerter Bürger. Alle vorgebrachten Fakten und Indizien waren in
Deutschland all die Zeit bekannt. Die Faktenlage ergab eine Verurteilung
nicht her. Eine Verurteilung nach Bauchgefühl jedoch ist Rache und keine
Justiz. Selbst faktische Beweise verlieren nach so langer Zeit ihre
Beweiskraft. Fotos auf denen Menschen, wegen biologisch-optischer
Veränderung nicht mehr identifiziert werden können, Dokumnte deren Echtheit
nicht mehr bewiesen werden kann, oder zumindest angezweifelt werden kann,
Zeugen die nichts mehr bezeugen können, weil sich Wahrheit und
Interpretation nach so langer Zeit nicht mehr trennen lassen, oder weil
mögliche Entlastungszeugen bereits tot sind. Fehlerhafte Einträge in den
Akten können nicht mehr widerlegt werden, die Umstände und
Verantwortlichkeit von Unterschriften können nicht mehr geklärt werden,
usw.
>
Und wenn die Beweise so eindeutig sein sollten, dann stellt sich die
berechtigte Frage warum die Justiz über mehr als ein halbes Jahrhundert
hinweg kein Verfahren, zumindest auf Verdacht hin, eröffnet hat, denn die
Namen sind ja bereits auch schon so lange bekannt. Nun da alle massgeblich
Beteiligten, später auch noch öffentlich und politisch in der BRD tätigen,
verstorben sind, will man die kleinen Fische zu grossen Raubtieren machen.
>
Wenn die Schuld lauten sollte, ihr seid Schuld weil ihr als KZ-Aufseher
mitgemacht habt, konnte man dies bereits vor 70 Jahren haben. Mehr wird eh
nicht mehr zu beweisen ein.
>
Gerichtsverfahren gegen die KZ-Aufseher/innen wurden ja bereits in den 50'
und 60' geführt und Urteile gesprochen, viele Todesurteile, wobei die
Schuld meistens "nur" eine moralische Mitmachschuld an leitender Stelle
war. "Nur", deshalb, weil man nach diesem Maßstab halb Deutschland hätte
hängen müssen.
>
z.Bsp. Gerda Ganzer, Lagerinsassin und Krankenschwester, wurde von den
russischen Gerichten freigesprochen, jedoch von den britischen zum Tode
verurteilt. Was mir da mein Gefühl sagt, ist unwichtig.
>
Ich habe Menschen persönlich gekannt welche mir spärlich von ihrer
Aktivität als Wachposten an den KZ's erzählt haben. Inwieweit dies der
Wahrheit entsprach weiss ich nicht. Die sind jedoch schon alle seit
mindestens 15 Jahren tot.
>
Eine dreckige Schmierenkomödie, welche von dem NSU-Skandal der
Unterstützung rechter Trroristen durch Staatsbehörden ablenken soll.
>