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Antisemitismus
"Pogrom in Jedwabne war kein Einzelfall"
http://www.judentum.net/europa/jedwabne.htm"Der Ort, der nicht bereuen will"
http://www.zeit.de/2005/06/Jedwabne"Die Juden waren der innere Feind"
http://www.zeit.de/2005/06/Polen-Kasten>
Um die ganze Bestialit�t der Verbrechen zu zeigen, die in nichts den
Naziverbrechen nachsteht, hier ein Auszug.
Vor allem geht daraus die Leugnung der Verbrechen durch die T�ter auch
noch heutzutage hervor.
Und vor allen Dingen geht daraus hervor dass es in der polnischen
Gesellschaft vor dem Krieg und w�hrend des Krieges und auch noch nach dem
Krieg einen tiefen Hass gegen die Juden gab, einen abgrundtiefen
Antisemitismus. Wer sich in der polnischen Geschichte und Gesellschaft
auskennt, f�r den ist das keine �berraschung.
Morddrohungen heutzutage gegen diejenigen die diese Ereignisse nicht
l�nger verheimlichen wollen und offendeckten.
Ausgrenzung derjenigen die 60 Jahre nach dem Verbrechen nicht mehr
schweigen wollen.
Da ist es schon ein Klacks wenn man deswegen als Nazi und Revisionist
beschimpft wird.
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Bemerkenswert f�r den auch heute noch existierenden Antisemitismus ist
wohl ein Zitat eines Bewohner des Ortes, 60 jahre nach dem Krieg:
"erbittert zeigt Henryk Baginski aus dem Fenster: �Der Nachbar dort war
fast ein Freund. Aber jetzt rieb er mir unter die Nase: �Wenn mir auch
nur ein Jude unter die Augen k�me, w�rde ich ihn sofort verbrennen!��
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Ebenso:
"Andererseits gab es auch nach dem Kriegsende noch Pogrome(nota bene!!!).
Viele �berlebende der Schoah verlie�en das Land. 1968 b�rgerten die
Kommunisten w�hrend ihrer antisemitischen Kampagne fast 20.000 Juden aus.
Das war das eigentliche Ende der j�dischen Gemeinde, die heute noch
10.000 Menschen z�hlt"
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Auszug:
Der Name Jedwabne ging um die Welt, und die Welt kam nach Jedwabne:
lokale Reporter, israelische und amerikanische Journalisten, Historiker,
selbst ein polnischer Staatsanwalt und schlie�lich der Pr�sident des
Landes. Als seien einzig und allein in Jedwabne die Beweise oder
Gegenbeweise f�r eine polnische Beteiligung am Holocaust zu finden. Dabei
war es 1941 in *23* St�dten und D�rfern dieser traditionell
nationalkatholischen und antisemitischen Region zu Pogromen gekommen.
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Auf dem Marktplatz wurden die Juden stundenlangen Torturen ausgesetzt,
mit Rohren und n�gelbeschlagenen Kn�ppeln zu sinnlosem Unkrautj�ten,
Tanzen und Verrenkungen gepr�gelt. Am Nachmittag pferchte der mit �xten
bewaffnete Mob die Mitb�rger zu Hunderten in eine Scheune, verbrannte sie
bei lebendigem Leibe und raubte ihre H�user aus. Ein paar deutsche
Soldaten standen daneben und fotografierten.
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M�rder, Schaulustige und auch jene, die sich ferngehalten hatten vom
Massaker, lebten weiter im Ort. 15 M�nner wurden 1949 in der Kreisstadt
vor Gericht gestellt, die meisten kehrten nach relativ kurzen
Gef�ngnisstrafen zur�ck. Sie kamen in die Jahre, doch wer starb, nahm
kein Geheimnis mit ins Grab. Ihren Anteil am Geschehen, ihre Geschichten
trugen S�hne und T�chter weiter, jeder wusste von jedem im Ort, aber
nichts davon drang mehr nach drau�en. Was die wenigen �berlebenden Juden
nach Kriegsende zu Protokoll gegeben hatten, sank mit den Jahren auf den
Grund der Aktenbest�nde und Institutsarchive.
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Bis im Mai 2000 ein Blitz, ein Flashback der Erinnerung, ganz Polen traf.
Ein schmales Essayb�ndchen mit dem Titel "Nachbarn" riss den Ort aus dem
Vergessen und seine Bewohner aus der stillen Inzucht mit ihrer
Geschichte. Der polnische Emigrant und amerikanische Politologe Jan
Tomasz Gross hatte am Beispiel des kleinen St�dtchens ein d�steres
Kapitel in grelles Schlaglicht ger�ckt: �Nach meinem Eindruck hat der
Antisemitismus ganze Gebiete der polnischen Geschichte verseucht und in
verbotene Themen verwandelt.�
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Der Name Jedwabne ging um die Welt, und die Welt kam nach Jedwabne:
lokale Reporter, israelische und amerikanische Journalisten, Historiker,
selbst ein polnischer Staatsanwalt und schlie�lich der Pr�sident des
Landes. Als seien einzig und allein in Jedwabne die Beweise oder
Gegenbeweise f�r eine polnische Beteiligung am Holocaust zu finden. Dabei
war es 1941 in 23 St�dten und D�rfern dieser traditionell
nationalkatholischen und antisemitischen Region zu Pogromen gekommen.
Bewohner der l�ndlichen Flecken hatten nach dem R�ckzug der Russen den
einziehenden Deutschen geholfen, die Juden zusammenzutreiben. Mancherorts
beteiligten sie sich direkt an der Vernichtung ihrer j�dischen Mitb�rger.
In einigen F�llen pl�nderten, vergewaltigten, mordeten sie sogar schon,
bevor die Deutschen anger�ckt waren. 63 schnelle und recht oberfl�chliche
Verfahren hatte es in der ersten Nachkriegszeit in diesem �stlichen Teil
Polens gegeben, vor allem wegen Beihilfe und Unterst�tzung der Deutschen.
Danach erschienen das eine oder andere Erinnerungsbuch von j�dischen
Zeitzeugen oder Geschichtsforschern in New York, London oder Tel Aviv. In
Polen hatten die Historiker andere Sorgen. Ihnen waren, erkl�rlich nach
allem, was diesem Land widerfuhr, die polnischen M�rtyrer wichtiger als
die polnischen M�rder. Im Vorwort der deutschen Ausgabe von Nachbarn
schrieb Adam Michnik, der einstige Dissident und viel zitierte Publizist:
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�Heute b��t Polen f�r Jahrzehnte der L�ge.�
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Den Jedwabnern aber kam es so vor, als ob sie allein b��en m�ssten f�r
etwas, das in vielen ungenannten Nachbarorten ebenso geschehen war (siehe
Die Juden waren der innere Feind )!!!!!!!!!!
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Die meisten der rund 2000 Einwohner bildeten eine Wagenburg unter der
F�hrung des antisemitischen Priesters Edward Orlowski. Wer den
F�hrtenlesern der Geschichte, die das Dorf zu umzingeln schienen,
Hinweise gab, welche der Wahrheit entsprachen, wurde zum Verr�ter
gestempelt. Wie Halina Popiolek. Anfang August 2000 hatte sie einem
Reporter der Gazeta Pomorska berichtet, was sie als 13-J�hrige miterleben
musste: �Ich sah, wie sie den zusammengeschlagenen Lewiniuk, der noch
atmete, lebendig begruben� Sie trieben alle zur Scheune, die sie rundum
mit Benzin begossen. Es ging alles sehr schnell. Aber diese Schreie! Ich
habe sie noch immer im Ohr!�
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Seither ist Halina eine Verfemte. Ihre Nichte, bei der sie wohnt, verbot
ihr bis heute, ausw�rtige Besucher im Haus zu empfangen. Selbst den
Staatsanwalt Radoslaw Ignatiew, der zusammen mit dem Institut f�r
Nationales Gedenken (IPN) den Massenmord nun noch einmal aufzurollen
versuchte, konnte sie nur im Wohnzimmer ihres Neffen treffen. Henryk
Baginski war schon vor seiner Tante von der Gemeinde versto�en worden.
Der 46-J�hrige half zum Jahrestag des Massakers am 10. Juli 2000 ein paar
offiziellen Besuchern, die St�tte des Verbrechens mit Blumen und
Grablichtern zu schm�cken. Anderntags brachte die Regionalzeitung ein
Foto davon. Dorfbewohner drohten, Henryk und seiner Frau Elzbieta das
Dach �berm Kopf anzuz�nden. Am Telefon verk�ndete eine sonore Stimme: �Du
wirst jetzt umgebracht!� Zwei Wochen nistete sich die Polizei zwischen
den Gr�npflanzen im Wohnzimmer ein. Sie machte den Anrufer aus. Es war
der Brieftr�ger. Der Schwager des lokalen Polizeichefs.
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Verbittert zeigt Henryk Baginski aus dem Fenster: �Der Nachbar dort war
fast ein Freund. Aber jetzt rieb er mir unter die Nase: �Wenn mir auch
nur ein Jude unter die Augen k�me, w�rde ich ihn sofort verbrennen!��
Elzbieta weist zur anderen Stra�enseite: �Die meisten H�user hier
geh�rten fr�her Juden. Da dr�ben wohnt ein 40-J�hriger. Die Alten aus
seiner Sippschaft machten beim Morden mit. Und er schw�rt heute: �Ich
w�rde sofort das Gleiche tun.�� Henryk hatte fr�her Arbeit genug, konnte
alles reparieren, besa� eine �goldene Hand�. Nach der greift niemand
mehr, seit er sich um die Gedenkst�tte gek�mmert hat.
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