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Revolutionäre Parteiprogramme in Deutschland nach 1945 Teil I

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klau...@t-online.de

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Nov 15, 2009, 10:37:09 AM11/15/09
to
Weder V�lker ,Parteien noch die einzelnen Menschen k�nnen der Geschichte
ihres Volkes nicht entkommen und Geschehenes ungeschehen machen.Das trifft
auch auf Parteiprogramme zu, die als Handlungs und politisher Wille einer
bestimmten Gruppe von Menschen die in "Parteien" zusammengefa�t sind gelten
und die Zielsetzung ihrer politischn T�tigkeit
bestimmen.Im Laufe der Entwicklung der Gesellschaft im Staat und der
Ver�nderuzngen politischer und gesellschaftlicher Grundausfassungen k�nnen
und m�ssen solche Parteiprogramme auch diesen ver�nderten Bedingungen
entsprechen und ge�ndert werden, wobei die Grundlagen weshalb es diese
konkrete Partei eigentlich gibt und was ihre weltanschulichen Grunds�tze
sind unver�nder bestehen bleiben m�ssen, das weltanschauliche Kredo ssich
auch in ver�nderter Form widerspiegeln.

Die Neugr�ndung bzw. neue Weiterf�hrung bereits seit l�ngerer Zeit
bestehender Parteien nach der Niederlage Nazideutschlands , das die Welt in
einen barbarischen Krieg st�rzte , erfolgte nach 1945 auf Grundlage von
Gemehmigungen des alliierten Kontrollrates insgesamt und der Verwaltungen
der Besatzungsm�chte in den 4 Besatzungszonen Deutschlands.In meinem Beitrag
m�chte ich mich speziell mit den Programmen der Parteien in den drei
westlichen Besatzungszonen befassen.Man kann umd wird feststellen k�nnen,
da� sich in der Zeit seit 1946 und den ver�nderten Grundsatzprogrammen seit
den 60ger Jahren bis heute trotu Weiterf�hrung von Parteinahmen und Anspruch
auf die Parteitraditionen ehebliche Ver�nderungen in den weltanschaulichen
Grundlagen vollzogen haben.

Wenn man die Reihenfolge ausw�hlt wird man mit der Partei beginnen, die auch
in der letzten Bundestagswahl 2009 den gr��ten Anteil der abgegebenen
W�hlerstimmen erhielt.
Es ist die
CHRISTLICH DEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS
allgemein auch als " C D U" bezeichnet.Die CSU kann man eigentlich
gleichsetzen.Sie haben als bayersich beheimatete Partei zwar 5 Programme
bisher besdchlossen sind aber zahlenm��ig und nur reg ional auftretende
Partei trotz aller Balgerei ein Anh�ngsel de CDU.
Das Parteiprogramm der CDU vom M�rz 1946 kann man wirklich als ein
gesellschaftlich sehr fortschrittliches Programm bezeichnen, in allen seinen
Teilen.Den konnten inhaltlich weder SPD .Lieberale F.D.P. oder Kommujnisten
etwas dagegensetzen, abgesehen von sp�ter in gro�e Parteien aufgegange
Splitterparteien.
Als Grunds�tze der Wirtschaftspolitik wurde im Parteiprogramm
herausgearbeitet:

-Ziel aller Wirtschaft ist die Bedarfsdeckung des Volkes
Die Wirtschaft hat der Entfaltung der schaffenden Kr�fte des Menschen
und der Gemeinschaft zu dienen
-Planung und Lenkung der Wirtschaft
....Notwendig ist auf jeden Fall,dass die breiten Massen derArbeitnehmer
und Konsumenten an dieser Planung und Lenkung innerhalb der
wirtschaftlichen Selbstverwaltung neben den Unernehmern gleichberechtigt
teilnehmen.

-Reformen der deutschen Wirtschaft
Mag es sich um Bodenreform,Neuaufbau der industriellen Wirtschaft oder
Neugestaltung des Verh�ltnisses zwischen Arbeitnehmern und betrieb
handlen,ist das erste und vornehmste Ziel das Wohl des gesamten Volkes.
Die deutshe Wirtschaft hat weder in erster Linie desm Wohle einer bestimmten
Schicht zu dienen noch dem Auslande.

-Die deutsche industrielle Wirtschaft in der Vergangenheit
....Die Zeit vor 1933 hat zu fro�en Zusammenballungen industrieller
Unternehmungen gebracht.Diewse bekamen dadurch einen monopolartigen
Charakter.Sie wurden f�r die �ffetnlichkeit undurchsichtig und
unkontrollierbar.Wenn der Aktienbesitz der gro�en industriellen
Unternehmungen , abgesehen von wenigen Ausnahmen,wie z.B. Krupp,auch stark
gestreut war,so wurde doch die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und
Vorstandes infolge der Vertretung der zahlreichen Akrion�re durch wenige
Banken von einem kleinen Kreis von Personen bestimmt.Die zu dem engen Kreis
der Vertreter der Gro�banken und der gro�en industriellen Unternehmungen
geh�renden Personen hatte infoilgedessen eine zu gro�e wirtschaftliche und
damit gro�e politische Macht.

-Neue Struktur der deutschen industriellen Wirtschaft
......Die neue Struktur der deutschen Wirtschaft muss davon ausgehen,dass
die Zeit der unumschr�nkten Herrschaft des privaten Kapitalismus vorbei ist.


Wenn man diese Program von 1946 und in den Folgejahren liest kann man
durchaus zu der Meinung kommen, dass hier b�rgerlich Gruppen
die vergangnen Zeiten vor und w�hren des Hitlerfaschismus gr�ndlich studiert
hatten und programmatisch diese Erkenntnisse im Parteiprogramm der CDU vom
M�rz 1946 (und in verschiedenen westlichen Besatzungszonen auch
konkretisiert) niedergelegt hatten und als Handlungs richtlinie
ansahen.Siehe auch das Ahlener Programm der CDU von 1947.
Das liest sich fast wie ein Programm der SPD,falls sie denn 1946/47 ein
Programm nach Kriegsende gehabt h�tten.
Die gesellschaftlichen Ver�nderungen, die ich am Anfang genannt hatte,
machten auch vor der CDU nicht halt.Das von der CDU weitesgehend bestimmte
Wirtschaftssystem wurde von Heiner Gei�ler, ehemals CDU Generalsekrt�r und
Minister in einigen Kabinetten im Jahr 2005 wie folgt charakterisiert:
"Unser Wirtschaftssystem geht �ber Leichen und degradiert die Menschen zu
blo�en Kostenfaktoren"
Heiner Gei�ler WDR 28.04.2005

Eigentlich umschreibt Gei�ler als langj�hrigen CDU F�hrungsmitglied und
Minister den Zustand der sich nach Jahrzehnten in der Politik (vorrangig
durch die CDU gef�hrt) in dem Parteiprogramm ergab.
Dokumentiert wird das auch durch die "Neue soziale Marktwirtschaft " wie sie
von Frau Dr.Merkel als CDU-Vorsitzende und sp�ter als Kanzlerin Deutschland
bestimmt wurde.Moderne CDU ist ihre Formulierung: "Sozial ist was Arbeit
schafft".Das kann man schon so formulieren, allerdings war
die Aufschrift am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz "Arbeit macht
frei" und da beunruhigt mich Frau Dr.Merkel etwas.
Klaus Lynx


Roland Rieß

unread,
Nov 16, 2009, 8:52:42 AM11/16/09
to
klau...@t-online.de schrieb:
[...]

> Dokumentiert wird das auch durch die "Neue soziale Marktwirtschaft " wie sie

> von Frau Dr.Merkel als CDU-Vorsitzende und später als Kanzlerin Deutschland

> bestimmt wurde.Moderne CDU ist ihre Formulierung: "Sozial ist was Arbeit
> schafft".

Das ist der größte Schwachsinn seit Annodunnemals! Arbeit braucht kein
Mensch! Einkommen braucht der Mensch! Dass schon heute immer weniger
Menschen Einkommen durch Arbeit erzielen, müsste dem Dümmsten doch
langsam klar gemacht haben, dass mit "weiter so!" keine einzige der
Zukunftsaufgaben gelöst werden kann. Auf die Frage, was wir mit den
nicht benötigten Menschen tun sollen, weiß auch keiner dieser
Ignopranten eine Antwort. Es ist hoch an der Zeit, Neid und Ungunst
gegen Vernunft und Zusammengehörigkeit zu vertauschen. Niemand ist eine
Insel und Hartz-IV ist oft näher als viele denken! Deshalb brauchen wir
ein Bedingungsloses Grundeinkommen in vernünftiger Höhe für jeden
Staatsbürger!

> Das kann man schon so formulieren, allerdings war
> die Aufschrift am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz "Arbeit macht
> frei" und da beunruhigt mich Frau Dr.Merkel etwas.

Wenn das der einzige Grund ist ;-) Mich beunruhigt an Frau Merkel, dass
sie nicht zu eigenen Vorgaben an die Politik fähig ist. Sie kann zwar
vermittelnd tätig werden, weigert sich aber strikt, ein Programm nach
eigenen Vorstellungen vorzustellen. Sie sagt nicht, wofür sie steht,
außer für Gemeinsamkeit und weiter so, als wäre das an sich eine Größe
oder Tugend.

Was mit den Menschen geschehen soll, die die Wirtschaft nicht zum
Produzieren braucht, weiß und sagt sie nicht.

Gruß
Roland
--
Leben und leben lassen

klau...@t-online.de

unread,
Nov 16, 2009, 10:20:18 AM11/16/09
to

"Roland Rie�" <Roland...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hdrlfe$oi6$01$1...@news.t-online.com...
klau...@t-online.de schrieb:
[...]

> Dokumentiert wird das auch durch die "Neue soziale Marktwirtschaft " wie

> sie von Frau Dr.Merkel als CDU-Vorsitzende und sp�ter als Kanzlerin

> Deutschland bestimmt wurde.Moderne CDU ist ihre Formulierung: "Sozial ist
> was Arbeit schafft".

Das ist der gr��te Schwachsinn seit Annodunnemals! Arbeit braucht kein


Mensch! Einkommen braucht der Mensch! Dass schon heute immer weniger

Menschen Einkommen durch Arbeit erzielen, m�sste dem D�mmsten doch


langsam klar gemacht haben, dass mit "weiter so!" keine einzige der

Zukunftsaufgaben gel�st werden kann. Auf die Frage, was wir mit den
nicht ben�tigten Menschen tun sollen, wei� auch keiner dieser


Ignopranten eine Antwort. Es ist hoch an der Zeit, Neid und Ungunst

gegen Vernunft und Zusammengeh�rigkeit zu vertauschen. Niemand ist eine
Insel und Hartz-IV ist oft n�her als viele denken! Deshalb brauchen wir
ein Bedingungsloses Grundeinkommen in vern�nftiger H�he f�r jeden
Staatsb�rger!

> Das kann man schon so formulieren, allerdings war
> die Aufschrift am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz "Arbeit macht
> frei" und da beunruhigt mich Frau Dr.Merkel etwas.

Wenn das der einzige Grund ist ;-) Mich beunruhigt an Frau Merkel, dass

sie nicht zu eigenen Vorgaben an die Politik f�hig ist. Sie kann zwar
vermittelnd t�tig werden, weigert sich aber strikt, ein Programm nach
eigenen Vorstellungen vorzustellen. Sie sagt nicht, wof�r sie steht,
au�er f�r Gemeinsamkeit und weiter so, als w�re das an sich eine Gr��e
oder Tugend.

Was mit den Menschen geschehen soll, die die Wirtschaft nicht zum

Produzieren braucht, wei� und sagt sie nicht.


Das halte ich f�r eine �bertriebene Forderung !!! Eine Aussage von Frau Dr.
Merkel �ber Sachverhalte zu verlangen die sie seber nicht kennt d�rfte schon
leicht frivol sein.Denke einmal an den mehrfach �ffetnlich verk�ndeten
Satz: "Dar�ber wird an anderer Stelle noch zu reden sein.".Und die Stelle
ist ein Hinterzimmer wo die personelle Machterhaltung
gemanagt wird und die n�chsten Themen ausgew�rfelt werden.Also dazu meine
Meinung:
-anstrengende und schwierige Ziele setzen JA !!
-bewusst Unm�gliches verlangen NEIN !!

Gru� Klaus

Roland Rieß

unread,
Nov 18, 2009, 8:17:48 AM11/18/09
to
klau...@t-online.de schrieb:
> "Roland Rieß" <Roland...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
[..]

> Was mit den Menschen geschehen soll, die die Wirtschaft nicht zum
> Produzieren braucht, weiß und sagt sie nicht.

>> Das halte ich für eine übertriebene Forderung !!! Eine Aussage von Frau Dr.
>> Merkel über Sachverhalte zu verlangen die sie seber nicht kennt dürfte schon
>> leicht frivol sein.

Wieso das denn? Wieso kennt sie die Antwort nicht? Sie, als
Regierungscheffin der Republik muss doch wenigstens wissen, was sie mit
ihrer Politik anrichtet. Wenn wir mal die geschichtlichen Zusammenhänge
betrachten, die ja in der Weimarer Republik wie ein Musterfall zu
erkennen waren, dann braucht es nicht viel Fantasie, um zu begreifen,
was bald kommt.

>> Denke einmal an den mehrfach öffetnlich verkündeten
>> Satz: "Darüber wird an anderer Stelle noch zu reden sein.".Und die Stelle

>> ist ein Hinterzimmer wo die personelle Machterhaltung

>> gemanagt wird und die nächsten Themen ausgewürfelt werden.Also dazu meine

>> Meinung:
>> -anstrengende und schwierige Ziele setzen JA !!

>> -bewusst Unmögliches verlangen NEIN !!

Wobei das nicht bewusst unmöglich ist! Es ist nur nicht gewollt! Augen
zu und durch, ist die Parole. Leider wird das auch diesmal schiefgehen,
wie so oft, wenn die Ideologien und die Realität stark differieren.

Übrigens markiert Dein Newsreader die Zitierebenen nicht. Ich habe das
mit der Hand nachgeholt. Es wäre nett, wenn Du das einrichten könntest,
danke!

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