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Die rote Französische Revolution: Legalisierter Terror und Entchristianisierung

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Gerhard Wiese

unread,
Jan 2, 2010, 1:23:44 PM1/2/10
to
"Unter den fr�hen Widersachern der Revolution waren die
eidverweigernden Priester; nach der Ausschaltung der Girondins aus dem
Konvent war im Sommer 1793 aber auch der konstitutionelle Klerus
gro�teils ins gegenrevolution�re Lager �bergegangen. Dadurch wurden
z.�T. bereits vorhandene antikirchliche Str�mungen verst�rkt und
brachen sich mancherorts Bahn. Besonders hervorgetan hat sich dabei im
Rahmen einer Konventsmission gegen f�deralistische Aufstandsgebiete der
Abgeordnete Fouch�, der in Nevers u.�a. f�r das Einschmelzen der
Kirchenglocken sorgte, in der Kathedrale eine Brutus-B�ste weihen lie�
und ein B�rgerfest veranstaltete. �hnliches geschah am 7. November in
Paris, wo der Bischof Jean Baptiste Joseph Gobel zur Abdankung vor dem
Konvent gen�tigt und die Kathedrale Notre Dame in einen Tempel der
Vernunft umgewidmet wurde. Ein Konventsdekret stellte es jeder Gemeinde
frei, sich von der Religion loszusagen. In Paris sorgten
Revolutionsaussch�sse und Volksgesellschaften daf�r, dass Ende November
alle Kirchen der Hauptstadt der Vernunft geweiht waren und dass in
s�mtlichen Pariser Sektionen ein Kult f�r die M�rtyrer der Freiheit
(Marat, Lepeletier, Chalier) eingef�hrt wurde. Zwar hat auf Initiative
Robespierres der Konvent am 6. Dezember 1793 ein Dekret erlassen, das
das Recht auf freie Religionsaus�bung bekr�ftigte, doch haben
Entchristianisierung und vorl�ufige Kirchenschlie�ung dauerhafte Spuren
hinterlassen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution#Legalisierter_Terror_und_Entchristianisierung

GW


Karlboro

unread,
Jan 3, 2010, 7:25:30 AM1/3/10
to
On 2 Jan., 19:23, Gerhard Wiese <gwi...@mailinator.com> wrote:
> "Unter den frühen Widersachern der Revolution waren die

> eidverweigernden Priester; nach der Ausschaltung der Girondins aus dem
> Konvent war im Sommer 1793 aber auch der konstitutionelle Klerus
> großteils ins gegenrevolutionäre Lager übergegangen. Dadurch wurden
> z. T. bereits vorhandene antikirchliche Strömungen verstärkt und

> brachen sich mancherorts Bahn. Besonders hervorgetan hat sich dabei im
> Rahmen einer Konventsmission gegen föderalistische Aufstandsgebiete der
> Abgeordnete Fouché, der in Nevers u. a. für das Einschmelzen der
> Kirchenglocken sorgte, in der Kathedrale eine Brutus-Büste weihen ließ
> und ein Bürgerfest veranstaltete. Ähnliches geschah am 7. November in

> Paris, wo der Bischof Jean Baptiste Joseph Gobel zur Abdankung vor dem
> Konvent genötigt und die Kathedrale Notre Dame in einen Tempel der

> Vernunft umgewidmet wurde. Ein Konventsdekret stellte es jeder Gemeinde
> frei, sich von der Religion loszusagen. In Paris sorgten
> Revolutionsausschüsse und Volksgesellschaften dafür, dass Ende November

> alle Kirchen der Hauptstadt der Vernunft geweiht waren und dass in
> sämtlichen Pariser Sektionen ein Kult für die Märtyrer der Freiheit
> (Marat, Lepeletier, Chalier) eingeführt wurde. Zwar hat auf Initiative

> Robespierres der Konvent am 6. Dezember 1793 ein Dekret erlassen, das
> das Recht auf freie Religionsausübung bekräftigte, doch haben
> Entchristianisierung und vorläufige Kirchenschließung dauerhafte Spuren
> hinterlassen."
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution#Legalisiert...
>
> GW

Stimmt, fast alles sehr richtig. Aber alles auch sehr gut, weil es von
dem Buergern so gewollt wurde. Die Menschen schufen ein system in dem
sie wesentlich besser leben konnten. Rot waren die Leute damals nicht,
zumindest nicht im kommunistischen Sinne.
Die Macht der Kirche wurde massiv eingeschraenkt, das ist schon
richtig, aber es ist falsch wenn man es nur so darstellt. Vielmehr
wurde die Machtverteilung im Staat gaenzlich neu geregelt und das
aufbauend auf den Erfahrungen aus der Zeit vor der Revolution.
Diejenigen welche vor der Revolution die Macht hatten (Adel und
Klerus), haben diese Macht offensichtlich nicht eingesetzt um fuer
alle Menschen anstaendige Lebensbedingungen zu schaffen. Nur aus
diesem Grund wurde der Kirche die Macht entzogen. Ich wage zu
behaupten das wenn die Kirche ihren reichtum mit den Menschen geteilt
haette, wenn kein Kardinal besser gelebt haette als der aermste
Bettler, dann haette die Kirche ihre Macht sicherlich behalten
koennen, weil diese Macht fuer die Gesellschaft dann etwas positives
ist.
Der Kirche erging es also nicht anders als der SPD bei den letzten
Wahlen, wer auf politischer Ebene versagt muss sich nicht wundern wenn
er vom Volk dafuer abgestraft wird.

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