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Einfaches HV-Netzteil

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Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 9:31:03 AM7/6/09
to
Moin.

Mein nächste Projekt wird ein HV-Verstärker zur Ansteuerung von
Piezoelementen. (Hallo Joerg!)

Die Anforderungen:
* Bandbreite 1kHz
* Spannung -15 bis +300V,
* Kapazität der Last ist etwa 2µF

Das kam mir erstmal harmlos vor, bis ich die fließenden Ströme und die
daraus resultierende Blindleistung ausgerechnet habe --> 30 W. Da es sich
um Aktuatoren und nicht um Schwinger handelt, brauche ich die Bandbreite
zum Glück nicht im Dauerbetrieb. Mit einer Beschränkung auf 10 V Hub für
die 1 kHz schnurrt die Blindleistung auf 30 mW zusammen. Da der Piezo
sich in guter Näherung wie ein Kondensator verhält, ist die hohe Spannung
nur DC.

Im Moment denke ich über die Versorgung nach. Jegliche Schaltlösung
scheidet wegen der EMV-Problematik aus. Ich weiß, dass man das
hinbekommen kann, aber das ist jenseits von meinem Horizont. Da das
Leitungsnetz schon eine nette Amplitude Sinus zur Verfügung stellt,
überlege ich, statt eines Trafos eine stromkompensierte Drossel zur
Potentialtrennung zu verwenden (z.B. Radiohom 42H32100).
Das restliche Netzteil wäre ein Brückengleichrichter, gefolgt von einem
HV-tauglichen MOSFET, dessen Gate an eine geeignete Reihenschaltung von
Zenerdioden angesteuert wird. Dahinter kommt zur Glättung ein möglichst
fetter Becherelko.

Das wären angenehm wenig Bauteile. Könnte das so funktionieren, oder habe
ich als Netzteil-Anfänger diverse Fallen übersehen?

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Jan Kandziora

unread,
Jul 6, 2009, 10:29:07 AM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:
> ᅵberlege ich, statt eines Trafos eine stromkompensierte Drossel zur

> Potentialtrennung zu verwenden (z.B. Radiohom 42H32100).
>
Stromkompensierte Drossel, Potentialtrennung: Wie dies?

Mit freundlichem Gruᅵ

Jan

MaWin

unread,
Jul 6, 2009, 11:14:50 AM7/6/09
to
"Kai-Martin Knaak" <k...@lilalaser.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2009.07...@lilalaser.de...


> �berlege ich, statt eines Trafos eine stromkompensierte Drossel zur


> Potentialtrennung zu verwenden (z.B. Radiohom 42H32100).

Du meinst, die wenigen Windungen reichen aus, um bei 230V ein
Ueberfahren des Kerns mit zu viel Volt/Windung (daraus entstehende
Eddy Currents und ansteigende Kernverluste) zu verhindern ?

> Dahinter kommt zur Gl�ttung ein m�glichst fetter Becherelko.

Nicht vielleicht vor dem MOSFET ? Und wozu ueberhaupt eine Regelung,
wenn dahinter (Piezo-Treiber wird wie Audioverstaerker gegengekoppelt sein,
jedoch viel schneller reagieren koennen) sowieso geregelt wird ?

Audioverstaerker hab auch kein spannungsgeregeltes Netzteil weil das
doppelt gemoppelt waere.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 11:29:04 AM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 16:29:07 +0200, Jan Kandziora wrote:

> Stromkompensierte Drossel, Potentialtrennung: Wie dies?

Na ja, man hat Zugriff auf alle vier Anschlüsse. Die kann man im Prinzip
wie einen Trafo verwenden/missbrauchen.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 12:27:50 PM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 17:14:50 +0200, MaWin wrote:

>> Dahinter kommt zur Glättung ein möglichst fetter Becherelko.


>
> Nicht vielleicht vor dem MOSFET ?

Weil ich noch nicht richtig darüber nachgedacht hatte...


> Und wozu ueberhaupt eine Regelung,
> wenn dahinter (Piezo-Treiber wird wie Audioverstaerker gegengekoppelt
> sein,

Weil ich mit den Zenerdioden die Maximalspannung einstellen möchte.
Manche bei uns verwendeten Piezoelemente können nur 150V ab.


> jedoch viel schneller reagieren koennen) sowieso geregelt wird ?
> Audioverstaerker hab auch kein spannungsgeregeltes Netzteil weil
> das doppelt gemoppelt waere.

Mein Vorurteil ist, dass zusätzliche Dezibels in der 50 Hz-Unterdrückung
nicht schaden sollten.

MaWin

unread,
Jul 6, 2009, 12:53:11 PM7/6/09
to
"Kai-Martin Knaak" <k...@lilalaser.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2009.07...@lilalaser.de...

> Weil ich noch nicht richtig dar�ber nachgedacht hatte...
> Weil ich mit den Zenerdioden die Maximalspannung einstellen m�chte.
> Manche bei uns verwendeten Piezoelemente k�nnen nur 150V ab.
> Mein Vorurteil ist, dass zus�tzliche Dezibels in der 50 Hz-Unterdr�ckung
> nicht schaden sollten.

Ich frage mich, warum viele so ueber die chinesische Qualitaet meckern.
Mit dem Geiz der deutschen Entwickler wird's schlimmer :-(

Also:
Du kannst die Gleichtaktdrossel als Trafo nicht nehmen, weil maximale
V/Windung ueberschritten sind. Du solltest vor der Regelung sieben,
weil dann der Spannungsabfall pro Wechselspannungsperiode groesser
sein kann, die Kapazitaet kleiner. Asl Regelung nimmt man den Tranistsor,
der sowieso die Piezospannung erzeugt. Als Begrenzung nimmt man
die Ansteuerung, die braucht (wenn man NMOSFET verwendet) eh 10V
mehr als sie an Ausgangsspanung erzugen kann, denn wenn die
Ansteuerung nichts taugt, sollte man lieber an ihr Verbessern.

Kurz gesagt:
Man macht es so, wie die anderen, denn die wissen schon warum.
Ein richtiger Trafo, Gleichrichtung, Siebelko, Ausgangsstufe.

Der Geiz kombiniert mit grober Unkenntnis bringt uns sicher noch hinter
China in Qualitaet und ramschigkeit.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 1:24:19 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> Moin.
>
> Mein nächste Projekt wird ein HV-Verstärker zur Ansteuerung von
> Piezoelementen. (Hallo Joerg!)
>
> Die Anforderungen:
> * Bandbreite 1kHz
> * Spannung -15 bis +300V,
> * Kapazität der Last ist etwa 2µF
>

1kHz? <gaehn> ... SCNR :-)


> Das kam mir erstmal harmlos vor, bis ich die fließenden Ströme und die
> daraus resultierende Blindleistung ausgerechnet habe --> 30 W. Da es sich
> um Aktuatoren und nicht um Schwinger handelt, brauche ich die Bandbreite
> zum Glück nicht im Dauerbetrieb. Mit einer Beschränkung auf 10 V Hub für
> die 1 kHz schnurrt die Blindleistung auf 30 mW zusammen. Da der Piezo
> sich in guter Näherung wie ein Kondensator verhält, ist die hohe Spannung
> nur DC.
>

Ah, nur DC Aufschlag und dann 10Vpp Modulation? Dann hast Du ja beim
DC-Teil so gut wie keine Leistung. Die 1kHz kannst Du kapazitiv oder
induktiv einkoppeln, je nach Belieben.


> Im Moment denke ich über die Versorgung nach. Jegliche Schaltlösung
> scheidet wegen der EMV-Problematik aus. Ich weiß, dass man das
> hinbekommen kann, aber das ist jenseits von meinem Horizont. Da das
> Leitungsnetz schon eine nette Amplitude Sinus zur Verfügung stellt,
> überlege ich, statt eines Trafos eine stromkompensierte Drossel zur
> Potentialtrennung zu verwenden (z.B. Radiohom 42H32100).


Fabrikat kenne ich nicht, klingt irgendwie frongssoesisch. Aber die
Dinger saettigen dabei normalerweise, nimm besser einen normalen
Trenntrafo. Notfalls zwei Klingeltrafos Ruecken an Ruecken. Im Institut
waere es aber eh besser sich einige normale Trenntrafos verschiedener
Groesse auf Vorrat zu legen. Damit den Doktoranden nix passiert :-)


> Das restliche Netzteil wäre ein Brückengleichrichter, gefolgt von einem
> HV-tauglichen MOSFET, dessen Gate an eine geeignete Reihenschaltung von
> Zenerdioden angesteuert wird. Dahinter kommt zur Glättung ein möglichst
> fetter Becherelko.
>

Der Beckerelko sollte nach dem Brueckengleichrichter sitzen, eventuell
mit Drossel davor. Dann mit 600V-800V FET glattbuegeln und 0V-300V
linear regeln, sodass nicht die Bohne von den 100Hz und Oberwellen
uebrigbleiben. Um bis -15V zu kommen, muesstest Du noch einen lineaen
Regler 0V bis -15V aufsetzen und an den Fusspunkt haengen, aber das
duerfte eine der leichtesten Uebungen sein.


> Das wären angenehm wenig Bauteile. Könnte das so funktionieren, oder habe
> ich als Netzteil-Anfänger diverse Fallen übersehen?
>

Doch, klappt schon (mit obigen Aenderungen). Aber ich taete das dennoch
mit einem Schaltregler machen. Beinahe die perfekte Applikation fuer
einen ausgedienten CCFL Uebertrager. Wird schoen klein und ist irgendwie
sportlicher.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 1:45:43 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> Moin.
>
> Mein nächste Projekt wird ein HV-Verstärker zur Ansteuerung von
> Piezoelementen. (Hallo Joerg!)
>
> Die Anforderungen:
> * Bandbreite 1kHz
> * Spannung -15 bis +300V,
> * Kapazität der Last ist etwa 2µF
>

Nachtrag: Nimm lieber einen richtigen Trafo, notfalls mit kombinierten
Wicklungen. Eure Netzspannung von 230V bringt nur knapp ueber 300VDC,
zuwenig Luft. Vor allem wenn Du die negative Spannung ueber +15V Offset
machst, dann brauchst Du ja 315V Regelbereich.

Alexander Dörr

unread,
Jul 6, 2009, 1:57:29 PM7/6/09
to
Joerg schrieb:

> Doch, klappt schon (mit obigen Aenderungen). Aber ich taete das dennoch
> mit einem Schaltregler machen. Beinahe die perfekte Applikation fuer
> einen ausgedienten CCFL Uebertrager. Wird schoen klein und ist irgendwie
> sportlicher.

Siehe hierzu Application Note AN118 von Linear Technology: High Voltage,
Low Noise, DC/DC Converters.
So ein CCFL-Übertrager lässt sich wunderbar einsetzen, wenn man ein paar
hundert Volt bei wenig Leistung braucht. Die Übertrager bekommt man in
kleinen Stückzahlen bereits für 5 Euro.

Gruß,
Alexander

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 1:56:02 PM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 18:53:11 +0200, MaWin wrote:

> Du kannst die Gleichtaktdrossel als Trafo nicht nehmen,

Ich habs ja verstanden (auch wenn ich eben nichts dazu geschrieben habe).
Der Irrtum lag darin, dass mir die normale Funktionsweise einer
stromkompensierten Drossel nicht geläufig war. Ich hatte sie wegen dem
Schaltsymbol reflexhaft für einen 1:1 Übertrager gehalten und dann dem
Datenblatt entnommen, dass sie für genügend Strom geeignet sei. Ja, das
war dumm. Ja, das Wort "Drossel" hätte mich in eine andere Richtuung
leiten sollen. Genug Asche über mein Haupt?


> Asl Regelung nimmt man den Tranistsor, der
> sowieso die Piezospannung erzeugt.

Und wenn der Transistor einen Abgang macht, reißt er den Piezo mit...


> Als Begrenzung nimmt man die
> Ansteuerung, die braucht (wenn man NMOSFET verwendet)

Ich wollte ein symmetrisches Push-Pull einsetzen. Die P-MOSFETS werden
bei höherer Spannung zunehmend seltener. Aber die eigentliche Begründung
ist, dass es hier Schaltplan für die Ausgangsstufe gibt, von der man mir
berichtete, dass sie sich beim Anschluss kapazitiver last harmlos
verhielt.

Würdest Du eine Gegentakt-Endstufe mit MOSFETS, wie man sie bei
Audioverstärkern macht, bevorzugen?


> denn wenn die Ansteuerung nichts taugt, sollte man lieber an ihr
> Verbessern.

Ich habe im Zusammenhang mit Laserdiodentreibern gelernt, dass es besser
ist, zwei unabhängige Begrenzungen zu haben.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 2:05:59 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 18:53:11 +0200, MaWin wrote:
>
>> Du kannst die Gleichtaktdrossel als Trafo nicht nehmen,
>
> Ich habs ja verstanden (auch wenn ich eben nichts dazu geschrieben habe).
> Der Irrtum lag darin, dass mir die normale Funktionsweise einer
> stromkompensierten Drossel nicht geläufig war. Ich hatte sie wegen dem
> Schaltsymbol reflexhaft für einen 1:1 Übertrager gehalten und dann dem
> Datenblatt entnommen, dass sie für genügend Strom geeignet sei. Ja, das
> war dumm. Ja, das Wort "Drossel" hätte mich in eine andere Richtuung
> leiten sollen. Genug Asche über mein Haupt?
>
>
>> Asl Regelung nimmt man den Tranistsor, der
>> sowieso die Piezospannung erzeugt.
>
> Und wenn der Transistor einen Abgang macht, reißt er den Piezo mit...
>

Noe. Dafuer gibt es etwas ganz wonderbares: Crowbar.

>
>> Als Begrenzung nimmt man die
>> Ansteuerung, die braucht (wenn man NMOSFET verwendet)
>
> Ich wollte ein symmetrisches Push-Pull einsetzen. Die P-MOSFETS werden
> bei höherer Spannung zunehmend seltener. Aber die eigentliche Begründung
> ist, dass es hier Schaltplan für die Ausgangsstufe gibt, von der man mir
> berichtete, dass sie sich beim Anschluss kapazitiver last harmlos
> verhielt.
>
> Würdest Du eine Gegentakt-Endstufe mit MOSFETS, wie man sie bei
> Audioverstärkern macht, bevorzugen?
>

Ist aber arg aufwendig.

>
>> denn wenn die Ansteuerung nichts taugt, sollte man lieber an ihr
>> Verbessern.
>
> Ich habe im Zusammenhang mit Laserdiodentreibern gelernt, dass es besser
> ist, zwei unabhängige Begrenzungen zu haben.
>

Beim Piezo reicht meist eine Spannungsbegrenzung, die gehen nicht in
Mikrosekunden kaputt wie Laserdioden.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 2:09:43 PM7/6/09
to

Haeh, bei meinem letzten HV Design hat er nur $4 gekostet :-)

Inzwischen erhoeht auf $4.20. Ja isses denn, diese Inflation ...

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=M8100-ND

Kai Martin: Das war in einer Messanlage wo alles mucksmaeuschenstill
sein musste und auch ist.

MaWin

unread,
Jul 6, 2009, 2:28:22 PM7/6/09
to
"Kai-Martin Knaak" <k...@lilalaser.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2009.07...@lilalaser.de...
>
> Und wenn der Transistor einen Abgang macht, rei�t er den Piezo mit...

Und wenn die Z-Diode deines vorgeschalteten Tranistor abgeht, macht es
auch Peng.
Dinge, die kaputt gehen, haben meist Folgen.
Wenn das nicht so ein soll, muss man 2 unabhaengige Sicherungen hintereinander
schalten. Das waere bei deiner Methode auch nicht der Fall.

> Ich wollte ein symmetrisches Push-Pull einsetzen. Die P-MOSFETS werden

> bei h�herer Spannung zunehmend seltener. Aber die eigentliche Begr�ndung
> ist, dass es hier Schaltplan f�r die Ausgangsstufe gibt, von der man mir


> berichtete, dass sie sich beim Anschluss kapazitiver last harmlos

> verhielt. W�rdest Du eine Gegentakt-Endstufe mit MOSFETS, wie man sie bei
> Audioverst�rkern macht, bevorzugen?

Nein, WinfieldHill's Schaktung in Art of Electronics ist ganz sinnvoll, keine
Ahnung wie die Schaltung heisst: Ein vom OpAmp angesteuerter Transistor
leitet Strom nach Masse. An seinem Arbeitswiderstand entsteht ein
Spannungsabfall, der die Spannung am Piezo definiert. Ist die
Spannung am Piezo kleiner, leitet eine Diode ihn �ber den Transistor ab.
Ist die Spannung h�her, leitet ein zweiter Transistor in Emitterschaltung des
Strom von der positiven Rail. Ist also Push-PUll nicht komplementaer, bei
der der Treibertransi gleich der Transi nach Masse ist. Kann man bipolar oder
mit MOSFETs aufbauen, Hill hat noch eine Uebertramabsicherung eingebaut.

> Ich habe im Zusammenhang mit Laserdiodentreibern gelernt, dass es besser

> ist, zwei unabh�ngige Begrenzungen zu haben.

Ganz China baut einfacher...
--
Manfred Winterhoff


Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 3:47:08 PM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 19:57:29 +0200, Alexander Dörr wrote:

> Siehe hierzu Application Note AN118 von Linear Technology: High Voltage,
> Low Noise, DC/DC Converters.

Untertitel: "A Kilovolt with 100 Microvolts of Noise"
Also genau das, was ich an dieser Stelle brauche. :-))
Spannend auch ddie 25 Seiten, die sich im Detail mit der Messung
des Restripples befassen.

Danke für den Hinweis!

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 4:00:37 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 19:57:29 +0200, Alexander Dörr wrote:
>
>> Siehe hierzu Application Note AN118 von Linear Technology: High Voltage,
>> Low Noise, DC/DC Converters.
>
> Untertitel: "A Kilovolt with 100 Microvolts of Noise"
> Also genau das, was ich an dieser Stelle brauche. :-))
> Spannend auch ddie 25 Seiten, die sich im Detail mit der Messung
> des Restripples befassen.
>

Dafuer gibt's doch die wunderbare Erfindung des LC Tiefpasses. Musste
vor ein paar Wochen einen Konverter entwickeln, fuer eine
stoerempfindliche analoge Messanlage der Sorte "Prinzessin auf der
Erbse". Ok, nur Null bis 100V, aber Royer waere in dem Fall zu
verlustreich gewesen. Da sitzt ein normaler PWM Chip drin, FET brutal
ohne Gate Widerstand damit er nicht heiss wird (Michael Ruebig duerften
sich jetzt die Fussnaegel hochrollen ...). LC hinten drangehaengt und
der Ripple war weggepustet, auf dem Scope nicht mehr messbar.


> Danke für den Hinweis!
>

Ist wirklich eine gute App Note und Jim Williams ist ja auch nicht
irgendwer.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 4:08:38 PM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 11:09:43 -0700, Joerg wrote:


> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=M8100-
ND
>

---> "Voltage rating: 25 V"
Vielleicht sollte ich für den Piezo-Verstärker doch einen anderen
Übertrager einplanen.


> Das war in einer Messanlage wo alles mucksmaeuschenstill
> sein musste und auch ist.

Die Appnote und Dein Entwickler-Ehrenwort sind zusammen schon ein
gewichtiges Argument. Vielleicht sollte ich wirklich das Risiko eingehen
und mich gleichzweitig auf zwei Gebiete wagen, die für mich bei der
Geräteentwicklung Neuland sind. Hohe Spannungen und Schaltnetzteile.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 4:47:38 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 11:09:43 -0700, Joerg wrote:
>
>
>> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=M8100-
> ND
>
> ---> "Voltage rating: 25 V"
> Vielleicht sollte ich für den Piezo-Verstärker doch einen anderen
> Übertrager einplanen.
>

Na ja, direkt aus dem Stromnetz kannst Du da nicht drauf :-)

Ich habe ihn mit einer Halbbruecke aus 12V angesteuert, aber fuer 300V
brauchst Du etwas mehr.


>
>> Das war in einer Messanlage wo alles mucksmaeuschenstill
>> sein musste und auch ist.
>
> Die Appnote und Dein Entwickler-Ehrenwort sind zusammen schon ein
> gewichtiges Argument. Vielleicht sollte ich wirklich das Risiko eingehen
> und mich gleichzweitig auf zwei Gebiete wagen, die für mich bei der
> Geräteentwicklung Neuland sind. Hohe Spannungen und Schaltnetzteile.
>

Ist interessant, aber wenn man das ein paarmal gemacht hat wird's auch
ein wenig oede. Und dann passieren so Sachen wir mir. Vorschriftsgemaess
fette HV-Warnung drauf in Englisch und Spanisch. Ausgerechnet ich war
der erste, den der Wandler gebissen hat. Wie peinlich.

Aber wenn es einfach sein soll und eh keinen Strom auf der DC-Schiene
zieht, warum nicht ganz ordinaer einen Netztrafo mit sekundaer 250V oder
mehr nehmen und linear abregeln? Dieser her waere super-edel, wenig
Streufeld, wenig Portokosten da Deutschland:

http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p527_Ringkern-Netztrafo-50VA-Preamp.html

Dann hattest Du sogar noch eine dicke 6.3V Wicklung um Opamps,
HV-Warnleuchten, Kompressor fuer die Warntroete und anderes Geraffel zu
versorgen.

Aber 19% Verkaufssteuer ... <schluck>

Und nie nich irgendwas metallenes auf die zentrale Montageschraube
fallen lassen, das gaebe ein Funkenspruehen.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 5:08:46 PM7/6/09
to
Nachtrag, schnell bei dem Laden nachgesehen wo ich frueher oft bestellte:

Wenn es billig sein muss hat Oppermann einen 270V Trafo fuer knapp 15
Euranten, Modell NT202. Macht netterweise auch noch 6.3V und 12V, kannst
Du z.B. +/-15V draus machen falls noetig. NT201 ist auch interessant.
Die pastellfarbenen Plastedeckel sehen ein wenig nach russischer
Fertigung aus.

http://www.oppermann-electronic.de/html/trafos.html

Jürgen Appel

unread,
Jul 6, 2009, 10:58:38 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:

> Moin.
>
> Mein nächste Projekt wird ein HV-Verstärker zur Ansteuerung von
> Piezoelementen. (Hallo Joerg!)
>
> Die Anforderungen:
> * Bandbreite 1kHz
> * Spannung -15 bis +300V,
> * Kapazität der Last ist etwa 2µF

Da ich ja weiß, wo Du arbeitest, erlaube ich mir mal einen Blick in die
Glaskugel und kann mir den Einsatzzweck fast sicher denken:

Frage noch einmal nach, ob Deine Physiker die die 300Vpp wirklich mit 1kHz
brauchen. Ich vermute mal ganz stark, daß es denen eher um langsame 300 V
Offset zur Driftkompensation und schnelle kleine Modulation mit wenigen Volt
obendrauf bei _flachem Phasengang_ geht. Vermutlich wären sie auch für 10kHz
Bandbreite sehr dankbar, denn wenn man die Piezo(stacks?) richtig einbaut
(d.h. mechanisch vorgespannt), rücken die Resonanzen noch einmal ein gutes
Stück in der Frequenz hoch und die Regelschleife, die Dein Verstärker
treiben soll, wird noch einmal ein ganzes Stück besser.

> Das wären angenehm wenig Bauteile. Könnte das so funktionieren, oder habe
> ich als Netzteil-Anfänger diverse Fallen übersehen?

Den Ruhestrom des Verstärkers nicht unterschätzen. Bei 10mA sind 300V immer
noch 3 Watt, es geht also Leistung drüber...


Gruß,
Jürgen

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 1:58:59 AM7/7/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 13:47:38 -0700, Joerg wrote:

> Aber wenn es einfach sein soll und eh keinen Strom auf der DC-Schiene
> zieht, warum nicht ganz ordinaer einen Netztrafo mit sekundaer 250V oder
> mehr nehmen und linear abregeln?

So war meine ursprüngliche Vorstellung (abgesehen von der peinlichen
Drosselpanne). Ketzerische Frage, die weitere Bildungslücken offenbart:
Warum muss es überhaupt ein Trafo wsein? Was hält einen davon ab, die
Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu übergeben?


> Dieser her waere super-edel, wenig
> Streufeld, wenig Portokosten da Deutschland:

Streufeld und Co wären meine nächste Nachfrage zur CCFL-Lösung aus der
AN118. Der Hauptgrund, warum Schaltnetzteile bei uns normalerweise
vermieden werden, sind weniger die Unregelmäßigkeiten im Ausgang.
Vielmehr sind es die Rückwirkungen auf das Netz und das
elektromagnetische Streufeld, das sich über Sensoren mit fetter
Verstärkung in die eigentlichen Messungen einschleicht.

Kann man das mit halbwegs übersichtlichen Mitteln in den Griff bekommen?
Spontan würde ich an eine Batterie Drosseln und Gehäuse aus Weißblech
denken. Irgendwo im Bürklinkatalog habe ich auch mal eine Schirmdose aus
Mümetall gesehen...

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 2:37:51 AM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 04:58:38 +0200, Jürgen Appel wrote:

> Frage noch einmal nach, ob Deine Physiker die die 300Vpp wirklich mit
> 1kHz brauchen. Ich vermute mal ganz stark, daß es denen eher um langsame
> 300 V Offset zur Driftkompensation und schnelle kleine Modulation mit
> wenigen Volt obendrauf

Bingo. Ich dachte allerdings, dass ich das ein paar Zeilen später auch
geschrieben hatte. Auf der anderen Seite wachsen die Wünsche mit den
Möglichkeiten. Als nächstes möchte man einzelne, große Sprünge in ms
machen wollen, Zum Beispiel, um in der Cs-Spektroskopie zwischen den
beiden Übergängen der D2-Linien zu wechseln.


> bei _flachem Phasengang_ geht.

Ja, flacher Phasengang ist wichtig, weil die Laser meist ein Teil eines
Regelkreises sind.


> Vermutlich wären
> sie auch für 10kHz Bandbreite sehr dankbar, denn wenn man die
> Piezo(stacks?) richtig einbaut (d.h. mechanisch vorgespannt), rücken die
> Resonanzen noch einmal ein gutes Stück in der Frequenz hoch

Nochmal Bingo. Tatsächlich ist man am Magnesium-Experiment enttäuscht,
dass man im Moment trotz vorgespanntem Piezo bei weitem nicht die
Regelbandbreite erreicht, die das Datenblatt des Piezos erwarten lässt.
Meine Diagnose dazu war pauschal "das liegt am HV-Treiber". Das aktuelle
Projekt zielt zwar nicht in diese Richtung. Wenn es diese Baustell mit
abdeckt, wäre das ein fetter Zusatznutzen.


> Den Ruhestrom des Verstärkers nicht unterschätzen. Bei 10mA sind 300V
> immer noch 3 Watt, es geht also Leistung drüber...

Ich werde mir unter diesem Aspekt nochmal den HV-Verstärker mit N-MOSFET
aus dem AoE anschauen. Da muss jedenfalls kein DC-Strom durch die Basis
fließen.

Alexander Dörr

unread,
Jul 7, 2009, 3:06:37 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> So war meine ursprüngliche Vorstellung (abgesehen von der peinlichen
> Drosselpanne). Ketzerische Frage, die weitere Bildungslücken offenbart:
> Warum muss es überhaupt ein Trafo wsein? Was hält einen davon ab, die
> Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu übergeben?

grundsätzlich geht das, dann fehlt aber die Netztrennung. Das könnte zu
einem gewaltigen Sicherheitsrisiko werden.

> Kann man das mit halbwegs übersichtlichen Mitteln in den Griff bekommen?
> Spontan würde ich an eine Batterie Drosseln und Gehäuse aus Weißblech
> denken. Irgendwo im Bürklinkatalog habe ich auch mal eine Schirmdose aus
> Mümetall gesehen...

siehe AN83 von Linear Technology, Bild 6a. Man beachte auch Fußnote 7:
The cookies were excellent, particularly the thin ones with
sugar on top :-)

Gruß,
Alexander

Alexander Dörr

unread,
Jul 7, 2009, 3:11:06 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

>> Frage noch einmal nach, ob Deine Physiker die die 300Vpp wirklich mit
>> 1kHz brauchen. Ich vermute mal ganz stark, daß es denen eher um langsame
>> 300 V Offset zur Driftkompensation und schnelle kleine Modulation mit
>> wenigen Volt obendrauf
>
> Bingo. Ich dachte allerdings, dass ich das ein paar Zeilen später auch
> geschrieben hatte. Auf der anderen Seite wachsen die Wünsche mit den
> Möglichkeiten. Als nächstes möchte man einzelne, große Sprünge in ms
> machen wollen, Zum Beispiel, um in der Cs-Spektroskopie zwischen den
> beiden Übergängen der D2-Linien zu wechseln.

dann lässt sich das wie schon beschrieben sehr elegant kapazitiv auf den
Verstärkerausgang aufmodulieren. Da reicht dann ein langsamer
HV-Verstärker mit wenig Ruhestrom und ein Treiber für die Modulation,
der aus +/-15V gespeist werden kann.

Gruß,
Alexander

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 3:39:24 AM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 09:11:06 +0200, Alexander Dörr wrote:

> dann lässt sich das wie schon beschrieben sehr elegant kapazitiv auf den
> Verstärkerausgang aufmodulieren. Da reicht dann ein langsamer
> HV-Verstärker mit wenig Ruhestrom und ein Treiber für die Modulation,
> der aus +/-15V gespeist werden kann.

Stimmt, die Anregung hatte ich gelesen und noch nicht angemessen
gewürdigt. Die schnelle Modulation im Strom von Laserdioden machen wir ja
auch auf diese Weise. Der Treiber für die Modulation muss natürlich mit
der kapazitiven Last fertig werden. Dafür hatte ich mir bei anderer
Gelegenheit den LT1363 notiert.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 5:10:04 AM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 09:06:37 +0200, Alexander Dörr wrote:

> grundsätzlich geht das, dann fehlt aber die Netztrennung. Das könnte zu
> einem gewaltigen Sicherheitsrisiko werden.

So wie bei einer Glühbirne? ;-)


>> Kann man das mit halbwegs übersichtlichen Mitteln in den Griff
>> bekommen? Spontan würde ich an eine Batterie Drosseln und Gehäuse aus
>> Weißblech denken. Irgendwo im Bürklinkatalog habe ich auch mal eine
>> Schirmdose aus Mümetall gesehen...
>
> siehe AN83 von Linear Technology, Bild 6a.

Die Messgeräte dahinter wurden vermutlich auch nach dem Coolness-Faktor
ausgewählt...

Alexander Dörr

unread,
Jul 7, 2009, 5:20:17 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

>>> Kann man das mit halbwegs übersichtlichen Mitteln in den Griff
>>> bekommen? Spontan würde ich an eine Batterie Drosseln und Gehäuse aus
>>> Weißblech denken. Irgendwo im Bürklinkatalog habe ich auch mal eine
>>> Schirmdose aus Mümetall gesehen...
>> siehe AN83 von Linear Technology, Bild 6a.
>
> Die Messgeräte dahinter wurden vermutlich auch nach dem Coolness-Faktor
> ausgewählt...

solche Schätzchen sind bei mir auch noch regelmäßig im Einsatz. Das
gezeigte Oszilloskop Typ 547 mit dem Einschub 1A7A von Tektronix lässt
Empfindlichkeiten bis zu 10µV/Div zu. Da musst du bei modernen
Oszilloskopen lange suchen.

Gruß,
Alexander

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 6:25:40 AM7/7/09
to
Alexander Dörr schrieb:

Das 547 besitzt immerhin eine Bandbreite von 50MHz. Das konservativ
gemessen. Ist im Winter immerhin ein zuverlässiger Heizer und es lassen
sich mit der zweiten Zeitbasis Ausschnitte vergrößern ;-)

--
mfg hdw

Bernd Mayer

unread,
Jul 7, 2009, 6:33:03 AM7/7/09
to
Alexander Dörr schrieb:

Hallo,

ja - damit habe ich viel über Rauschen in der Praxis gelernt. Man kann
damit direkt das Rauschen eines 100kOhm-Widerstandes sichtbar machen.


Bernd Mayer

Rafael Deliano

unread,
Jul 7, 2009, 7:24:33 AM7/7/09
to
>> solche Sch�tzchen sind bei mir auch noch regelm��ig im Einsatz. Das
>> gezeigte Oszilloskop Typ 547 mit dem Einschub 1A7A von Tektronix l�sst
>> Empfindlichkeiten bis zu 10�V/Div zu. Da musst du bei modernen
>> Oszilloskopen lange suchen.

> Das 547 besitzt immerhin eine Bandbreite von 50MHz.

Gegenst�ck ist wohl das Hameg 307 das ich zu Gymnasialzeiten
mal kaufte und immer noch ab und zu benutze. Gew�hnt man sich simpel
abgeschnittene Koaxkabel an. Spannungsverlust durch einen
Teiler 1/10 will man da nicht. Da in der untersten 5mV Einstellung
haupts�chlich ein breiter weisser Balken Rauschen des Ger�ts ins
Auge f�llt. Dass das Kabel reflektiert wenn man
an 74LSxx und 74HCxx rumstochert st�rt auch nicht, da man das wegen
der 10MHz Bandbreite ja nicht sieht.

MfG JRD

Wolfgang Allinger

unread,
Jul 7, 2009, 8:08:00 AM7/7/09
to

On 07 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
<k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:


>Ketzerische Frage, die weitere Bildungsl�cken
>offenbart: Warum muss es �berhaupt ein Trafo wsein? Was h�lt einen
>davon ab, die Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu �bergeben?

Potential-Trennung vs. potentiell Elektrischer Stuhl?

300V Gleichspannung sind nicht wirklich lustig, wenn man dranh�ngt.

Bei Deinem popeligen Leistungsbedarf reden wir von einem Trafo in der 5-
10EUR Klasse. Selbst wenn Du den speziell anfertigen lassen solltest,
sollte der weit unter 50EUR liegen.

Saludos Wolfgang
--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Bl�dsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, L�tzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 10:10:11 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Tue, 07 Jul 2009 09:11:06 +0200, Alexander Dörr wrote:
>
>> dann lässt sich das wie schon beschrieben sehr elegant kapazitiv auf den
>> Verstärkerausgang aufmodulieren. Da reicht dann ein langsamer
>> HV-Verstärker mit wenig Ruhestrom und ein Treiber für die Modulation,
>> der aus +/-15V gespeist werden kann.
>
> Stimmt, die Anregung hatte ich gelesen und noch nicht angemessen
> gewürdigt. Die schnelle Modulation im Strom von Laserdioden machen wir ja
> auch auf diese Weise. Der Treiber für die Modulation muss natürlich mit
> der kapazitiven Last fertig werden. Dafür hatte ich mir bei anderer
> Gelegenheit den LT1363 notiert.
>

Gescheite NF Verstaerker werden oft damit fertig, denn sie muessen ja
auch alle moeglichen passiven Frequenzweichen treiben. Super-billisch
ginge das so:

Alten Kenwood aus der Studentenzeit aus dem Keller holen. Den wo nach
der Hochzeit der WAF nicht gross genug war (BT ....). Diese haben oft
einen Ausgang bis DC herunter und 2uF sind bei 10kHz etwa 8ohm. Passt
also auch. Dann die Schutzschaltung abklemmen, Verstaerker auf -15V
ziehen, auf die untere Elektrode des Piezo geben. Die obere kommt an
eine Gleichspannung, die von 0V bis 315V einstellbar ist. Das war's dann
schon so ziemlich. Wenn es edler aussehen soll, einen NF-Verstaerker
Hybrid nehmen. Er muss aber DC-durchgaengig sein, wenn man damit spaeter
mal was anderes machen will.

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 10:17:59 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 13:47:38 -0700, Joerg wrote:
>
>> Aber wenn es einfach sein soll und eh keinen Strom auf der DC-Schiene
>> zieht, warum nicht ganz ordinaer einen Netztrafo mit sekundaer 250V oder
>> mehr nehmen und linear abregeln?
>
> So war meine ursprüngliche Vorstellung (abgesehen von der peinlichen
> Drosselpanne). Ketzerische Frage, die weitere Bildungslücken offenbart:
> Warum muss es überhaupt ein Trafo wsein? Was hält einen davon ab, die
> Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu übergeben?
>

Bei uns OSHA, bei Euch vermutlich die Berufsgenossenschaft :-)

Ausserdem bekommst Du die gewuenschte Spannung nur knapp gesiebt da
raus. Ein kleiner Einbruch in der Netzspannung mitten im Experiment
waere schon ein Driss, und geregelt ist auch nix. Es sei denn Du machst
eine Spannungsverdopplung und stabilisierst. Hatte ich frueher mal
klassisch getan, mit einer PL504.

>
>> Dieser her waere super-edel, wenig
>> Streufeld, wenig Portokosten da Deutschland:
>
> Streufeld und Co wären meine nächste Nachfrage zur CCFL-Lösung aus der
> AN118. Der Hauptgrund, warum Schaltnetzteile bei uns normalerweise
> vermieden werden, sind weniger die Unregelmäßigkeiten im Ausgang.
> Vielmehr sind es die Rückwirkungen auf das Netz und das
> elektromagnetische Streufeld, das sich über Sensoren mit fetter
> Verstärkung in die eigentlichen Messungen einschleicht.
>

CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.


> Kann man das mit halbwegs übersichtlichen Mitteln in den Griff bekommen?
> Spontan würde ich an eine Batterie Drosseln und Gehäuse aus Weißblech
> denken. Irgendwo im Bürklinkatalog habe ich auch mal eine Schirmdose aus
> Mümetall gesehen...
>

Mu-Metall brauchst Du nicht, eine Pfeifentabakdose reicht an sich.
Scandinavic Mixture war frueher immer recht lecker, aber falls sich kein
Raucher findet tut es auch eine daenische Butterkeksdose vom Aldi, ich
nahm dafuer immer die mit der Nixe drauf :-)

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 10:20:33 AM7/7/09
to
Rafael Deliano wrote:
>>> solche SchīŋŊtzchen sind bei mir auch noch regelmīŋŊīŋŊig im Einsatz. Das
>>> gezeigte Oszilloskop Typ 547 mit dem Einschub 1A7A von Tektronix līŋŊsst
>>> Empfindlichkeiten bis zu 10īŋŊV/Div zu. Da musst du bei modernen

>>> Oszilloskopen lange suchen.
>> Das 547 besitzt immerhin eine Bandbreite von 50MHz.
>
> GegenstīŋŊck ist wohl das Hameg 307 das ich zu Gymnasialzeiten
> mal kaufte und immer noch ab und zu benutze. GewīŋŊhnt man sich simpel
> abgeschnittene Koaxkabel an. Spannungsverlust durch einen
> Teiler 1/10 will man da nicht. Da in der untersten 5mV Einstellung
> hauptsīŋŊchlich ein breiter weisser Balken Rauschen des GerīŋŊts ins
> Auge fīŋŊllt. Dass das Kabel reflektiert wenn man
> an 74LSxx und 74HCxx rumstochert stīŋŊrt auch nicht, da man das wegen

> der 10MHz Bandbreite ja nicht sieht.
>

Hier steht noch ein rund 35 Jahre altes Hameg 207. Kein Trigger, nur ein
Synchronisierknopf. Funktioniert, nie einen Muckser. Die
Eingangsteilerwelle war nach dem Ozeantransport festgerostet, aber rasch
behoben.

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 10:27:29 AM7/7/09
to
Wolfgang Allinger schrieb:

> On 07 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>
>
>> Ketzerische Frage, die weitere Bildungslücken
>> offenbart: Warum muss es überhaupt ein Trafo wsein? Was hält einen
>> davon ab, die Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu übergeben?

>
> Potential-Trennung vs. potentiell Elektrischer Stuhl?

Ich erinnere nur an Angstendstufen mit so 5x PL504 ohne Trafo ;-)

> 300V Gleichspannung sind nicht wirklich lustig, wenn man dranhängt.

Halb so wild. In der Röhrenzeit war so ein aufmunternder Schlag nicht
ungewöhlich. Die Leute habens überlebt. Siehe auch Joerg ;-)

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 10:51:41 AM7/7/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Wolfgang Allinger schrieb:
>> On 07 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
>> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>>
>>
>>> Ketzerische Frage, die weitere Bildungsl�cken
>>> offenbart: Warum muss es �berhaupt ein Trafo wsein? Was h�lt einen
>>> davon ab, die Netzspannung direkt einem Gleichrichter zu �bergeben?

>> Potential-Trennung vs. potentiell Elektrischer Stuhl?
>
> Ich erinnere nur an Angstendstufen mit so 5x PL504 ohne Trafo ;-)
>

Schuldig. Das Dingen war aber auch sowas von gusseisern. Da konnte kein
Trafo heiss werden, weil nicht vorhanden. Waren uebrigens PL509. Die
neueren PL519 konnte man "offiziell" nicht nehmen, da mit 35W
Verlustlustung ausgewiesen.

Die echte Angstendstufe kam danach, als das Gesetz auf 750W umgestellt
wurde. Zweimal QB5/1750, die 750W in so gut wie jede noch so
fehlangepasste Last pruegeln koennen, aber wo 5kV an den Anoden anstehen.


>> 300V Gleichspannung sind nicht wirklich lustig, wenn man dranh�ngt.
>
> Halb so wild. In der R�hrenzeit war so ein aufmunternder Schlag nicht
> ungew�hlich. Die Leute habens �berlebt. Siehe auch Joerg ;-)
>

Bei mir hat's aber einen Riss in einer Schranktuer gegeben, als ich mal
drangekommen bin und es mich rueckwaerts geschmissen hat.

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 11:02:57 AM7/7/09
to
Joerg schrieb:

> Horst-D.Winzler wrote:
>> Wolfgang Allinger schrieb:
>>> On 07 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
>>> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:

>>> 300V Gleichspannung sind nicht wirklich lustig, wenn man dranhängt.
>>
>> Halb so wild. In der Röhrenzeit war so ein aufmunternder Schlag nicht

>> ungewöhlich. Die Leute habens überlebt. Siehe auch Joerg ;-)


>>
>
> Bei mir hat's aber einen Riss in einer Schranktuer gegeben, als ich mal
> drangekommen bin und es mich rueckwaerts geschmissen hat.
>

Aber die Anzahl heiler Tassen im Schrank blieben vollständig? ;-))

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 11:43:00 AM7/7/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> Horst-D.Winzler wrote:
>>> Wolfgang Allinger schrieb:
>>>> On 07 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
>>>> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>
>>>> 300V Gleichspannung sind nicht wirklich lustig, wenn man dranh�ngt.
>>> Halb so wild. In der R�hrenzeit war so ein aufmunternder Schlag nicht
>>> ungew�hlich. Die Leute habens �berlebt. Siehe auch Joerg ;-)

>>>
>> Bei mir hat's aber einen Riss in einer Schranktuer gegeben, als ich mal
>> drangekommen bin und es mich rueckwaerts geschmissen hat.
>>
>
> Aber die Anzahl heiler Tassen im Schrank blieben vollst�ndig? ;-))
>

:-)

An den Tassen im Schrank zweifelten meine Eltern, nachdem ein dicker
Siemens Elko den "Lift-off" hinlegte. Die Leuchtstoffroehren dimmten.
Moment mal, die haben doch gar keinen Dimmer ... *FFFFUMP*. Ich hatte
auf die harte Tour gelernt, dass Kondensatoren sowas wie ESR und Ripple
Limit haben und nicht als ideale Bauelemente aufgefasst werden sollten.
Der Innenwiderstand eines 130V/16A Stromkreises war auch nicht so hoch
wie gedacht. Wenige Zentimetr am rechten Auge vorbeigezischt, kleinen
Krater im Deckenputz hinterlassen, mitten auf dem Teppich gelandet und
dort ein Aetz- und Schmurgelloch hinterlassen.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 12:07:20 PM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:

> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.

Genau das ist eine der Quellen für die hiesige Schaltnetzteilphobie. Die
Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...

horst-d.winzler

unread,
Jul 7, 2009, 12:22:41 PM7/7/09
to
Joerg schrieb:

> Horst-D.Winzler wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Horst-D.Winzler wrote:
>>>> Wolfgang Allinger schrieb:

> wie gedacht. Wenige Zentimetr am rechten Auge vorbeigezischt, kleinen


> Krater im Deckenputz hinterlassen, mitten auf dem Teppich gelandet und
> dort ein Aetz- und Schmurgelloch hinterlassen.
>

Kenne ich von einem TO5 Transistor. Oberteil am Ohr vorbeigezischt. Da
sag noch einer, mit Transistoren zu experimentieren waere ungefaehrlich. ;-)

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 12:40:50 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:
>
>> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
>> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
>> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.
>
> Genau das ist eine der Quellen für die hiesige Schaltnetzteilphobie. Die
> Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...
>

Leider auch in Richtung Tastkopfkabel. Das hat einen Kunden Stunden
gekostet. Es war 40/80kHz "Noise" in meiner Schaltung, ob ich nicht
kommen koenne. Ich konnte mir ums Verplatzen nicht erklaeren wo das
herkommen solle, da meine Schaltregler alle weit ueber 40kHz liefen.
Kurz nach Ankunft sagte ich dem Kunden "You are going to need another
scope and then the problem will go away". Tek2465 empfohlen, auf EBay
gefunden, Kunde ersteigerte sich das, Problem verschwand. Spaeter ist
mir dann die Delayed-Trigger Kupplung bei diesem "neuen" Scope
zerdengelt, viel zu duenne Plastikscheibe, so ein Mist aber auch.

Rolf Bombach

unread,
Jul 7, 2009, 3:00:08 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:
>
> Ich wollte ein symmetrisches Push-Pull einsetzen. Die P-MOSFETS werden
> bei höherer Spannung zunehmend seltener. Aber die eigentliche Begründung
> ist, dass es hier Schaltplan für die Ausgangsstufe gibt, von der man mir
> berichtete, dass sie sich beim Anschluss kapazitiver last harmlos
> verhielt.

Bezieht sich das noch auf das HV-Netzteil oder wieder auf die Piezo-
ansteuerung?
Für letztere finde ich als Gedankenanregung die Schaltung 6 in
Nationals AN-272 ganz interessant. Kann man ja nach Q3 und Q4
abbrechen. In Q1 und Q2 ist der Strom durch die Basisschaltung
sehr definiert begrenzt. Durch entsprechende Emitterwiderstände
für Q3 und Q4 kriegt man auch die definiert strombegrenzt.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jul 7, 2009, 3:03:46 PM7/7/09
to
Bernd Mayer schrieb:

>
> ja - damit habe ich viel über Rauschen in der Praxis gelernt. Man kann
> damit direkt das Rauschen eines 100kOhm-Widerstandes sichtbar machen.

Und ohne Widerstand rauscht es noch mehr.
Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Geräts?

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jul 7, 2009, 3:09:46 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Tue, 07 Jul 2009 04:58:38 +0200, Jürgen Appel wrote:
>
>> Vermutlich wären
>> sie auch für 10kHz Bandbreite sehr dankbar, denn wenn man die
>> Piezo(stacks?) richtig einbaut (d.h. mechanisch vorgespannt), rücken die
>> Resonanzen noch einmal ein gutes Stück in der Frequenz hoch
>
> Nochmal Bingo. Tatsächlich ist man am Magnesium-Experiment enttäuscht,
> dass man im Moment trotz vorgespanntem Piezo bei weitem nicht die
> Regelbandbreite erreicht, die das Datenblatt des Piezos erwarten lässt.
> Meine Diagnose dazu war pauschal "das liegt am HV-Treiber". Das aktuelle
> Projekt zielt zwar nicht in diese Richtung. Wenn es diese Baustell mit
> abdeckt, wäre das ein fetter Zusatznutzen.

AFAIK ist es sehr gefährlich, wenn man in die Nähe der mechanischen
Resonanz gerät, den Piezo zerreist es. Die Endspiegelpiezos in den
linearen CW-Dyelasern von Coherent hatten angepasste Sperrkreise
in der Zuleitung. Vielleicht könnte man auch mal dort in den Plänen
ein bisschen spionieren.

--
mfg Rolf Bombach

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 3:47:01 PM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 07:10:11 -0700, Joerg wrote:

> Alten Kenwood aus der Studentenzeit aus dem Keller holen. Den wo nach
> der Hochzeit der WAF nicht gross genug war (BT ....).


Solche Lösungen, wo das eine Bein vom Piezo schnell wackelt und das
andere die Höhe bringt, wurden hier auch schon gemacht. Das setzt aber
voraus, dass man beide Anschlüsse verwenden kann. Häufiger als einem lieb
ist, ist allerdings der untere Anschluss mit der Gerätemasse verbunden.


> Diese haben oft
> einen Ausgang bis DC herunter und 2uF sind bei 10kHz etwa 8ohm.

DC ist in dem Fall gar nicht mal unbedingt nötig. Das erledigt ja der HV-
Teil.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 3:56:15 PM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 21:00:08 +0200, Rolf Bombach wrote:

> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>
>> Ich wollte ein symmetrisches Push-Pull einsetzen.
>

> Bezieht sich das noch auf das HV-Netzteil oder wieder auf die Piezo-
> ansteuerung?

Auf die Piezo-Ansteuerung, wie Du schon richtig vermutest hast.

> Für letztere finde ich als Gedankenanregung die Schaltung 6 in Nationals
> AN-272 ganz interessant.

Ich sehe schon, ich sollte mir die App-Notes als Weiterbildungslektüre zu
Gemüte führen.

Die Schaltung sieht auf den ersten Blick so ähnlich zu der hier ohne
Quellenangabe überlieferten aus, dass ich schon dachte, es wäre dieselbe.
Auf den zweiten Blick gibt es doch ernsthafte Unterschiede. Zum Beispiel
ist hier das erste ransistorenpaar in Kollektorschaltung vorgesehen,
während es in der AN-272 eine Basisschaltung ist.

> Kann man ja nach Q3 und Q4 abbrechen. In Q1 und
> Q2 ist der Strom durch die Basisschaltung sehr definiert begrenzt. Durch
> entsprechende Emitterwiderstände für Q3 und Q4 kriegt man auch die
> definiert strombegrenzt.

Du meinst jetzt zusätzliche Widerstände, oder?

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 4:18:21 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Tue, 07 Jul 2009 07:10:11 -0700, Joerg wrote:
>
>> Alten Kenwood aus der Studentenzeit aus dem Keller holen. Den wo nach
>> der Hochzeit der WAF nicht gross genug war (BT ....).
>
>
> Solche Lösungen, wo das eine Bein vom Piezo schnell wackelt und das
> andere die Höhe bringt, wurden hier auch schon gemacht. Das setzt aber
> voraus, dass man beide Anschlüsse verwenden kann. Häufiger als einem lieb
> ist, ist allerdings der untere Anschluss mit der Gerätemasse verbunden.
>

Ja dann muss man per Kondensator auf den "heissen" Anschluss
draufbraten. Ganz mutige koennen auch den Fusspunkt der DC Quelle
"tanzen lassen". Das hatte ich bei einem Kunden mal gemacht und den
Jungs im Design Review wurde fast uebel, als diese Schaltplanseite dran kam.

>
>> Diese haben oft
>> einen Ausgang bis DC herunter und 2uF sind bei 10kHz etwa 8ohm.
>
> DC ist in dem Fall gar nicht mal unbedingt nötig. Das erledigt ja der HV-
> Teil.
>

Ok, ich dachte, dass ein paar Posts vorher das Anfahren bestimmter
Linien angedacht war. Braucht man dazu nicht ganz feine DC Einstellung?
Geht aber wohl ueber den HV Teil, wenn der sauber geloest ist.

Bernd Mayer

unread,
Jul 7, 2009, 5:28:48 PM7/7/09
to
Rolf Bombach schrieb:

Hallo,

naja - ohne Widerstand, d.h. mit kurzgeschlossenem Eingang hat es schon
*etwas* *weniger* gerauscht.

Ein bisschen Rauschen vom Paternoster, Brumm u.Ä. war leider auch immer
dabei und der Strom vom E-werk kam auch nicht so klirrarm aus der
Steckdose wie man sich das so wünscht - smiley.

Ich hatte auch die Schaltung und die Specs des Einschubs, der
Eingangsverstärker war mit Dual-FETs aufgebaut die ja recht geringe
Eingangsströme und entsprechend niedriges Eingangsstromrauschen haben,
wohl unter 0,01pA Wurzel aus Hertz, das ergibt an 100kOhm 1nV Wurzel aus
Hertz.

http://www.beis.de/Elektronik/Nomograms/R-Noise/ResistorNoise.html

Da erhalte ich bei Standardtemperatur für einen 100kOhm-Widerstand 40nV
Wurzel aus Hertz an Rauschspannung.

Entsprechend der Addition von Rauschquellen kann man die zweite Quelle
vernachlässigen wenn die weniger als 1/3 der Hauptquelle beträgt.

Ich hatte auch verschiedene Widerstände gemessen und die Messwerte
korrelierten gut mit der Theorie (Rauschen eines Widerstandes, Addition
von Rauschen und Umrechnung von Spitzenwerten in Effektivwerte), ich
hatte eine gute Appnote als Spicker dazu parat liegen entweder von
National, LT oder BurrBrown -IIRC. Die Spitzenwerte konnte man relativ
gut bestimmen ohne Triggerung als breites durschaufendes grünes Band,
sicherlich etwas abhängig von der eingestellten Helligkeit (wegen der
statistischen Verteilung des Rauschens kann man diese Abhängigkeit aber
auch vernachlässigen).

Interessant dabei ist ja auch, dass die Eingangsempfindlichkeit eines
Oszilloskops mit 1 MOhm Eingangswiderstand bei vorgegebener Bandbreite
im Wesentlichen durch das Rauschen des Eingangswiderstandes begrenzt wird.

Die beiden Oszilloskope hatten nur 1 MHz Bandbreite und dazu etliche
interessante Einschübe u.A. Differenzverstärker mit einstellbaren
Filtern. Da ich damit rauscharme Schaltungen zumeist im
Audiofrequenzbereich entwickelt hatte, passten die Tektronix-Oszis mit
den Einschüben gut dazu.

Ich fand das jedenfalls interessant und lehrreich das
Widerstandsrauschen direkt sichtbar zu machen, normalerweise ist das ja
nur eine abstrakte Formel und in der Praxis kommen da ja bei niedrigen
Frequenzen und normalen Temperaturen recht kleine Werte heraus. Ohne
gute Vorverstärker mit definierter Bandbreite und Kenntnisse der
Zusammenhänge kann man das sonst nicht so leicht sehen.

Grüsse


Bernd Mayer

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 5:47:32 PM7/7/09
to
Bernd Mayer wrote:
> Rolf Bombach schrieb:
>> Bernd Mayer schrieb:
>>> ja - damit habe ich viel über Rauschen in der Praxis gelernt. Man kann
>>> damit direkt das Rauschen eines 100kOhm-Widerstandes sichtbar machen.
>> Und ohne Widerstand rauscht es noch mehr.
>> Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
>> siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Geräts?
>>
>
> Hallo,
>
> naja - ohne Widerstand, d.h. mit kurzgeschlossenem Eingang hat es schon
> *etwas* *weniger* gerauscht.
>
> Ein bisschen Rauschen vom Paternoster, Brumm u.Ä. war leider auch immer
> dabei und der Strom vom E-werk kam auch nicht so klirrarm aus der
> Steckdose wie man sich das so wünscht - smiley.
>

Wenn Du sowas oefter machst, lohnt sich der Aufbau eines Notchfilters
fuer 50Hz, 150Hz, 250Hz usw. Die Netzfrequenz ist ja (bei Euch) recht
stabil.


> Ich hatte auch die Schaltung und die Specs des Einschubs, der
> Eingangsverstärker war mit Dual-FETs aufgebaut die ja recht geringe
> Eingangsströme und entsprechend niedriges Eingangsstromrauschen haben,
> wohl unter 0,01pA Wurzel aus Hertz, das ergibt an 100kOhm 1nV Wurzel aus
> Hertz.
>
> http://www.beis.de/Elektronik/Nomograms/R-Noise/ResistorNoise.html
>

Danke! Das habe ich im PC hier gebunkert. Habe ich noch nicht als
Graphik gesehen.

[...]

Alexander Dörr

unread,
Jul 7, 2009, 5:50:28 PM7/7/09
to
Bernd Mayer schrieb:
> Rolf Bombach schrieb:

> Ich hatte auch die Schaltung und die Specs des Einschubs, der
> Eingangsverstärker war mit Dual-FETs aufgebaut die ja recht geringe
> Eingangsströme und entsprechend niedriges Eingangsstromrauschen haben,
> wohl unter 0,01pA Wurzel aus Hertz, das ergibt an 100kOhm 1nV Wurzel aus
> Hertz.

Die frühen 1A7-Einschübe hatten parallel geschaltete Nuvistoren in der
Eingangsstufe. Zur Vermeidung von Mikrofonie war die Eingangsstufe auf
einem Subchassis mit Gummipuffern mechanisch vom Rest des Einschubs
entkoppelt.

Gruß,
Alexander

Bernd Mayer

unread,
Jul 7, 2009, 6:02:23 PM7/7/09
to
Joerg schrieb:

> Bernd Mayer wrote:
>> Rolf Bombach schrieb:
>>> Bernd Mayer schrieb:
>>>> ja - damit habe ich viel über Rauschen in der Praxis gelernt. Man kann
>>>> damit direkt das Rauschen eines 100kOhm-Widerstandes sichtbar machen.
>>> Und ohne Widerstand rauscht es noch mehr.
>>> Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
>>> siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Geräts?
>>>
>>
>> Hallo,
>>
>> naja - ohne Widerstand, d.h. mit kurzgeschlossenem Eingang hat es schon
>> *etwas* *weniger* gerauscht.
>>
>> Ein bisschen Rauschen vom Paternoster, Brumm u.Ä. war leider auch immer
>> dabei und der Strom vom E-werk kam auch nicht so klirrarm aus der
>> Steckdose wie man sich das so wünscht - smiley.
>>
>
> Wenn Du sowas oefter machst, lohnt sich der Aufbau eines Notchfilters
> fuer 50Hz, 150Hz, 250Hz usw. Die Netzfrequenz ist ja (bei Euch) recht
> stabil.

Hallo,

ja etliche präzise passive Notchfilter aus Doppel-T-Gliedern mit
selektierten Bauteilen ergänzt um abstimmbare RL-Filtern habe ich mir
damals auch gebaut u.A. für 50 Hz, und für Audiomessungen auch mit 1kHz.

Konstruktives Arbeiten mit der Oszilloskop-Triggerung kann manchmal auch
ein wenig helfen.


Bernd Mayer


Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 6:23:56 PM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 21:09:46 +0200, Rolf Bombach wrote:

> AFAIK ist es sehr gefährlich, wenn man in die Nähe der mechanischen
> Resonanz gerät, den Piezo zerreist es. Die Endspiegelpiezos in den
> linearen CW-Dyelasern von Coherent hatten angepasste Sperrkreise in der
> Zuleitung. Vielleicht könnte man auch mal dort in den Plänen ein
> bisschen spionieren.

Ich dachte immer, dass die mechanische Vorspanung den Piezo unter anderem
vor dieser Art von Unfall schützt. Aber ich mag mich irren. Filter im
Regelkreis sollten maximal zweipolig sein. Sonst schieben sie so viel
Phase, dass das System erst Recht bei der Resonanzfrequenz schwingt. Das
gilt jedenfalls für die normalen PID-Regler. Für komplexere Geschichten,
mit Beobachter-Kreis und so würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.

----<(kaimartin)>---

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 6:27:42 PM7/7/09
to

Heutzutage kann man sich auch mit Switched-Capacitor Filter behelfen.
Fuer Seriengeraete sind die allerdings oft zu teuer, aber in PSoC sind
manchmal einige mit drin.

Joerg

unread,
Jul 7, 2009, 6:34:14 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Tue, 07 Jul 2009 21:09:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> AFAIK ist es sehr gefährlich, wenn man in die Nähe der mechanischen
>> Resonanz gerät, den Piezo zerreist es. Die Endspiegelpiezos in den
>> linearen CW-Dyelasern von Coherent hatten angepasste Sperrkreise in der
>> Zuleitung. Vielleicht könnte man auch mal dort in den Plänen ein
>> bisschen spionieren.
>
> Ich dachte immer, dass die mechanische Vorspanung den Piezo unter anderem
> vor dieser Art von Unfall schützt. Aber ich mag mich irren. Filter im
> Regelkreis sollten maximal zweipolig sein. Sonst schieben sie so viel
> Phase, dass das System erst Recht bei der Resonanzfrequenz schwingt. Das
> gilt jedenfalls für die normalen PID-Regler. Für komplexere Geschichten,
> mit Beobachter-Kreis und so würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.
>

Oder man daempft ihn mechanisch ein wenig. Bei uns Ultraschallern heisst
das Backing Material. Meist eine Wolfram-beladene Suppe, die dann hinter
der Abstrahlfaelche aushaertet und meist auch gleichzeitig den Piezo
festklebt. Das Rezept fuer diese Suppe ist immer ganz grosses
Betriebsgeheimnis, deshalb findet sich dazu auch nicht die Bohne hier im
Buero. Alle Papiere werden nach der Berechnung sofort in Fetzen gerissen
und aufgegessen ;-)

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 6:34:27 PM7/7/09
to
On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:

> Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
> siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Geräts?

Man könnte den Widerstand aufheizen und auf die Temperaturabhängigkeit
der Amplitude achten.

Bernd Mayer

unread,
Jul 7, 2009, 6:46:14 PM7/7/09
to
Alexander Dörr schrieb:

Hallo,

das ist sicher auch schön, wegen der Nuvistoren müsste ich mich erst mal
eilesen ...

Ich hatte zwei Tektronix Oszis mit diversen Einschüben, mein Einschub
für die Rauschmessung war ein anderer ähnlich dem 3A10 Einschub IIRC
(FET-Differenzverstärker mit einstellbaren unteren und oberen
Grenzfrequenzen bis 1 MHz) ich müsste nochmal danach recherchieren

Neben dem 547 Oszi hatte ich noch das Dual-Beam 565:

http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/Tektronix_other/565.htm

Feine Teile das, die Widerstände mit Silberlot gelötet auf Keramik und
innen noch eine kleine Rolle davon für den Servicefall.


Bernd Mayer


Jürgen Appel

unread,
Jul 7, 2009, 8:24:21 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:

> On Tue, 07 Jul 2009 21:09:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> AFAIK ist es sehr gefährlich, wenn man in die Nähe der mechanischen
>> Resonanz gerät, den Piezo zerreist es. Die Endspiegelpiezos in den
>> linearen CW-Dyelasern von Coherent hatten angepasste Sperrkreise in der
>> Zuleitung. Vielleicht könnte man auch mal dort in den Plänen ein
>> bisschen spionieren.
>
> Ich dachte immer, dass die mechanische Vorspanung den Piezo unter anderem
> vor dieser Art von Unfall schützt. Aber ich mag mich irren.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß Du mit einem Verstärker, wie Du ihn geplant
hast, keinen Piezo kaputtschießen kannst:

Wenn der Piezo vorgespannt ist und zudem die Spannung stehts nur soherum
angelegt wird, daß der Piezo expandiert, sind die Dinger mit dem bischen
Leistung, das bei 20 Vpp geliefert, wird eigentlich nicht kaputtzubekommen
-- ich hab's jedenfalls noch nie geschafft und noch nie davon gehört.


> Filter im
> Regelkreis sollten maximal zweipolig sein. Sonst schieben sie so viel
> Phase, dass das System erst Recht bei der Resonanzfrequenz schwingt.

Eben, aus diesem Grund würde ich das sein lassen.

Gruß,
Jürgen

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 11:58:13 PM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:
>
>> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
>> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
>> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.
>
> Genau das ist eine der Quellen für die hiesige Schaltnetzteilphobie. Die
> Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...
>
> ---<(kaimartin)>---

Und der Digitalteil des "Kofferradios" hebt den Rauschpegel nicht
unbeträchtlich. Folge, billiges Radio ohne Digitaltechnik ;-)

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 11:59:29 PM7/7/09
to
Joerg schrieb:

> Kai-Martin Knaak wrote:
>> On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:
>>
>>> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
>>> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
>>> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.
>>
>> Genau das ist eine der Quellen für die hiesige Schaltnetzteilphobie.

>> Die Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...
>>
>
> Leider auch in Richtung Tastkopfkabel. Das hat einen Kunden Stunden
> gekostet. Es war 40/80kHz "Noise" in meiner Schaltung, ob ich nicht
> kommen koenne. Ich konnte mir ums Verplatzen nicht erklaeren wo das
> herkommen solle, da meine Schaltregler alle weit ueber 40kHz liefen.
> Kurz nach Ankunft sagte ich dem Kunden "You are going to need another
> scope and then the problem will go away". Tek2465 empfohlen, auf EBay
> gefunden, Kunde ersteigerte sich das, Problem verschwand. Spaeter ist
> mir dann die Delayed-Trigger Kupplung bei diesem "neuen" Scope
> zerdengelt, viel zu duenne Plastikscheibe, so ein Mist aber auch.
>

Kann hp auch. Mal Stunden nach einem vermeintlichen Fehler der Schaltung
gesucht. War aber das hp Gerät ;-(

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 8, 2009, 12:02:17 AM7/8/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
>> siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Geräts?
>
> Man könnte den Widerstand aufheizen und auf die Temperaturabhängigkeit
> der Amplitude achten.
>
> ----<(kaimartin)>---

Mann könnte den Eingang auch mal kurzschließen.

--
mfg hdw

Falk Willberg

unread,
Jul 8, 2009, 6:39:56 AM7/8/09
to
Joerg schrieb:
> Kai-Martin Knaak wrote:

...

>> Ich dachte immer, dass die mechanische Vorspanung den Piezo unter

>> anderem vor dieser Art von Unfall schᅵtzt. Aber ich mag mich irren.


>> Filter im Regelkreis sollten maximal zweipolig sein. Sonst schieben
>> sie so viel Phase, dass das System erst Recht bei der Resonanzfrequenz

>> schwingt. Das gilt jedenfalls fᅵr die normalen PID-Regler. Fᅵr
>> komplexere Geschichten, mit Beobachter-Kreis und so wᅵrde ich meine


>> Hand nicht ins Feuer legen.
>>
>
> Oder man daempft ihn mechanisch ein wenig. Bei uns Ultraschallern heisst
> das Backing Material. Meist eine Wolfram-beladene Suppe, die dann hinter
> der Abstrahlfaelche aushaertet und meist auch gleichzeitig den Piezo
> festklebt. Das Rezept fuer diese Suppe ist immer ganz grosses
> Betriebsgeheimnis, deshalb findet sich dazu auch nicht die Bohne hier im
> Buero. Alle Papiere werden nach der Berechnung sofort in Fetzen gerissen
> und aufgegessen ;-)

Siehe
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=97815312x&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=97815312x.pdf
S.54ff

HTH,
Falk

Joerg

unread,
Jul 8, 2009, 11:40:58 AM7/8/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Kai-Martin Knaak schrieb:
>> On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:
>>
>>> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
>>> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
>>> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.
>> Genau das ist eine der Quellen f�r die hiesige Schaltnetzteilphobie. Die
>> Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...
>>
>> ---<(kaimartin)>---
>
> Und der Digitalteil des "Kofferradios" hebt den Rauschpegel nicht
> unbetr�chtlich. Folge, billiges Radio ohne Digitaltechnik ;-)
>

Das ist mir auch aufgefallen. Das Instek DSO hier lag mehr als 3dB
niedriger.

Joerg

unread,
Jul 8, 2009, 11:53:24 AM7/8/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> Kai-Martin Knaak wrote:
>>> On Tue, 07 Jul 2009 07:17:59 -0700, Joerg wrote:
>>>
>>>> CCFL Trafos streuen nicht viel und die Eingangsseite muss natuerlich
>>>> auch abgedrosselt werden. Allerdings hatte das sogar Tektronix bei den
>>>> Tek-220 Scope offenbar voll in den Sand gesetzt.
>>> Genau das ist eine der Quellen für die hiesige Schaltnetzteilphobie.

>>> Die Kofferradios senden in Richtung LCD-Bildschirm...
>>>
>> Leider auch in Richtung Tastkopfkabel. Das hat einen Kunden Stunden
>> gekostet. Es war 40/80kHz "Noise" in meiner Schaltung, ob ich nicht
>> kommen koenne. Ich konnte mir ums Verplatzen nicht erklaeren wo das
>> herkommen solle, da meine Schaltregler alle weit ueber 40kHz liefen.
>> Kurz nach Ankunft sagte ich dem Kunden "You are going to need another
>> scope and then the problem will go away". Tek2465 empfohlen, auf EBay
>> gefunden, Kunde ersteigerte sich das, Problem verschwand. Spaeter ist
>> mir dann die Delayed-Trigger Kupplung bei diesem "neuen" Scope
>> zerdengelt, viel zu duenne Plastikscheibe, so ein Mist aber auch.
>>
>
> Kann hp auch. Mal Stunden nach einem vermeintlichen Fehler der Schaltung
> gesucht. War aber das hp Ger�t ;-(
>

Oh ja. EMV Messung bei einem Kunden. Ostkueste, also Analyzer gemietet.
Ist wie beim Auto, man nimmt was da ist, in diesem Fall ein recht neuer
Agilent der "gehobenen" Klasse. Zwischen 200MHz und 300MHz war das
maechtig unruhig oder in Neudeutsch grenzwertig. "Habt Ihr einen
dickeren Prozessor reingetan?" ... "Noe." ... Nach kurzem Blick ins
Schaltbild und Kopfschuetteln das Kundengeraet ausgeschaltet, Stoerung
immer noch da. Kam aus dem Display des Analyzers. Mittags beim Baumarkt
Fliegengitter fuer diese duennen Aussentueren an Terrassen besorgt,
Stueckchen abgeschnitten, geformt, druebergestuelpt, Problem weg.
Schornstein-Funkenschutzgitten geht auch, man kann besser durchgucken,
kostet aber mehr.

Falls das jemand nachmacht: Nicht das Gitter nehmen, das sicher gegen
Hunde- und Katzenkrallen ist, weil Plastik und eh nicht formbar. Es muss
das metallene sein und dabei moeglichst nicht das schwarz anodisierte.

Joerg

unread,
Jul 8, 2009, 12:06:22 PM7/8/09
to

Ah, sehr schoen. Ich wusste nicht dass man darueber dissertiert hat und
auch noch in Deutsch. War jahrelang mein Fachbereich und den zweiten
Gutachter (Dr.Tschepe) kenne ich, oefter mit ihm zusammengesessen. Mit
etlichen der Leute in den Literaturquellen auch, einige waren Kollegen.
Die Welt ist doch klein, jedenfalls in solchen Spezialbereichen.

Rolf Bombach

unread,
Jul 8, 2009, 1:21:55 PM7/8/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Tue, 07 Jul 2009 21:00:08 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> Für letztere finde ich als Gedankenanregung die Schaltung 6 in Nationals
>> AN-272 ganz interessant.
>
>> Kann man ja nach Q3 und Q4 abbrechen. In Q1 und
>> Q2 ist der Strom durch die Basisschaltung sehr definiert begrenzt. Durch
>> entsprechende Emitterwiderstände für Q3 und Q4 kriegt man auch die
>> definiert strombegrenzt.
>
> Du meinst jetzt zusätzliche Widerstände, oder?

Ja. Zusätzliche (Doppel-)Dioden oder so zu BE halt ich bei
geeigneter Dimensionierung für überflüssig. Man kann auch
die ganze Endstufe nehmen und Strombegrenzung wie in den
Audioendstufen einbauen. a) Verlustleistung kann aber heftig
werden, b) Transistoren für hohe Spannung haben prinzipbedingt
sehr kleine Stromverstärkung. Daher ist FET schon interessant.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jul 8, 2009, 1:26:06 PM7/8/09
to
Horst-D.Winzler schrieb:

> Kai-Martin Knaak schrieb:
>> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>>
>>> Und woher willst du wissen, ob du das Rauschen des 100 k Widerstands
>>> siehst oder das nicht abgeleitete Eingangsstromrauschen des Ger�ts?
>> Man k�nnte den Widerstand aufheizen und auf die Temperaturabh�ngigkeit
>> der Amplitude achten.
>>
>> ----<(kaimartin)>---
>
> Mann k�nnte den Eingang auch mal kurzschlie�en.

Hat er ja getan. Ich meinte hingegen, mit ohne Widerstand, also
unendlich Ohm. Diese Frage wurde aber auch sehr umfassend beantwortet,
danke an Bernd. Die 1 MOhm sind offenbar gut definiert als
ohmscher Widerstand (hatte ich so auch in Erinnerung aus
dem Schaltplan, fr�her hatte ich mal ein RIM Oszi nachgebaut).

--
mfg Rolf Bombach

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 8, 2009, 1:33:00 PM7/8/09
to
Rolf Bombach schrieb:

> Horst-D.Winzler schrieb:
>> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:

> --- früher hatte ich mal ein RIM Oszi nachgebaut).
>

Arbeitest du damit noch?

--
mfg hdw

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 8, 2009, 2:25:45 PM7/8/09
to
On Wed, 08 Jul 2009 19:21:55 +0200, Rolf Bombach wrote:

> Transistoren für hohe Spannung haben prinzipbedingt sehr kleine
> Stromverstärkung.

Also mir kommt das hfe >100 beim FZT558/FZT nicht so klein vor.
http://www.diodes.com/datasheets/FZT558.pdf
Die Angabe bezieht sich auf 10V_CE. Bricht das bei hoher Spanmnung ein?

Joerg

unread,
Jul 8, 2009, 2:50:35 PM7/8/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Wed, 08 Jul 2009 19:21:55 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> Transistoren für hohe Spannung haben prinzipbedingt sehr kleine
>> Stromverstärkung.
>
> Also mir kommt das hfe >100 beim FZT558/FZT nicht so klein vor.
> http://www.diodes.com/datasheets/FZT558.pdf
> Die Angabe bezieht sich auf 10V_CE. Bricht das bei hoher Spanmnung ein?
>

Warum denn alles so kompliziert? Da Du aus Sicherheitsgruenden eh eine
Netztrennung brauchst, einfach den Minus der HV-Versorgung auf ein Audio
Power-Modul und das steuert Dir Dein 10V Signal auf den Piezo. Einige
gehen auch bis DC runter wenn Ihr damit Linien anfahren wollt. Der Piezo
kann dann mit einem Bein auf Chassis sitzen.

Mache sicherheitshalber einen Transzorb an das Audio Modul, falls mal
jemand was kurzschliesst oder der Schraubenschluessel drauffaellt.

Bernd Mayer

unread,
Jul 8, 2009, 3:31:24 PM7/8/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Wed, 08 Jul 2009 19:21:55 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> Transistoren für hohe Spannung haben prinzipbedingt sehr kleine
>> Stromverstärkung.
>
> Also mir kommt das hfe >100 beim FZT558/FZT nicht so klein vor.
> http://www.diodes.com/datasheets/FZT558.pdf
> Die Angabe bezieht sich auf 10V_CE. Bricht das bei hoher Spanmnung ein?

Hallo,

bei hohen Strömen kann die Stromverstärkung stark zurückgehen siehe die
Grafik in der Mitte links von Seite 3 des PDFs. Im konkreten Beispiel
erreicht die Stromverstärkung laut der Kurve für 25° bei ca. 70 mA ihre
"3db-Grenze". Bei 100 mA Kollektorstrom sinkt H_FE schon von 100 auf 15
gegenüber dem Bereich zwischen 1 mA und 50 mA.

In einer Verstärkerschaltung konnte ich diese Eigenschaft schon für
einen Quasi-Kurzschlussschutz ausnützen.


Bernd Mayer

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 8, 2009, 4:15:04 PM7/8/09
to
On Wed, 08 Jul 2009 11:50:35 -0700, Joerg wrote:

> Da Du aus Sicherheitsgruenden eh eine Netztrennung brauchst, einfach den
> Minus der HV-Versorgung auf ein Audio Power-Modul und das steuert Dir
> Dein 10V Signal auf den Piezo.

Ok, überzeugt.
Irgendwelche Einwände gegen TDA2030?
Er kommt mir verdächtig billig vor.

Joerg

unread,
Jul 8, 2009, 5:19:11 PM7/8/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Wed, 08 Jul 2009 11:50:35 -0700, Joerg wrote:
>
>> Da Du aus Sicherheitsgruenden eh eine Netztrennung brauchst, einfach den
>> Minus der HV-Versorgung auf ein Audio Power-Modul und das steuert Dir
>> Dein 10V Signal auf den Piezo.
>
> Ok, überzeugt.
> Irgendwelche Einwände gegen TDA2030?


Noe, ausser dass dessen DC-Verhalten in dem recht mickrigen Datenblatt
nicht gross behandelt und auch keine Innenschaltung rausgerueckt wird:

http://www.st.com/stonline/books/pdf/docs/1459.pdf

Klassisch nimmt man eher sowas, da hat man wenigstens gescheite Offset
Specs und so:

http://www.national.com/ds/LM/LM675.pdf


> Er kommt mir verdächtig billig vor.
>

Weil in vielen Plaste-Stereos. Aber die gehen Richtung Class-D, also
TDA2030 und dergleichen nicht in Produkte setzen, die 20 Jahre vom
Fliessband laufen sollen.

Axel Schwenke

unread,
Jul 9, 2009, 3:36:14 AM7/9/09
to
Kai-Martin Knaak <k...@lilalaser.de> wrote:
>
> Irgendwelche Einw�nde gegen TDA2030?
> Er kommt mir verd�chtig billig vor.

Ist ja auch hornalt. Will (zumindest f�r den prim�ren Einsatzzweck
als Audio-Endstufe) heute kaum noch jemand verwenden weil:

- schlechte Aussteuerbarkeit wegen fehlendem Bootstrap-Anschlu�
- nicht stabil f�r V_u < 24dB
- relativ hoher Ruhestrom

Das mu� nicht bedeuten, da� er f�r dich ungeeignet w�re.


XL

Joerg

unread,
Jul 9, 2009, 9:35:58 AM7/9/09
to

Diese Nachteile gelten fuer viele, selbst fuer den LM675. Obwohl sich
das Institut dessen rund 20mA noch leisten koennen muesste.

Kai-Martin: Wenn Dein Becher-Elko zu klein oder die HV-Chose zu
schlabbrig ist, kannst Du den Feedback auch oben am Piezo festmachen und
den Kram mit ausregeln. Dem Treiber dann vielleicht etwas mehr
Versorgung geben, damit er mehr Aussteuerbereich bringt.

Rolf Bombach

unread,
Jul 9, 2009, 3:52:03 PM7/9/09
to
Jürgen Appel schrieb:

>
> Wenn der Piezo vorgespannt ist und zudem die Spannung stehts nur soherum
> angelegt wird, daß der Piezo expandiert, sind die Dinger mit dem bischen
> Leistung, das bei 20 Vpp geliefert, wird eigentlich nicht kaputtzubekommen
> -- ich hab's jedenfalls noch nie geschafft und noch nie davon gehört.

Da wäre ich vorsichtig. Das Horrorszenario ist doch, dass in genau
obigem Betrieb ein Kurzschluss auftritt, dann zerreist es den Piezo.
OK, bei 20V vielleicht nicht, bei höheren Spannungen ist das aber
beinahe schon natürliches Ableben.

--
mfg Rolf Bombach

Joerg

unread,
Jul 9, 2009, 5:03:59 PM7/9/09
to

Wie macht man denn da einen Kurzschluss, bei dem es den Piezo zerlegt?
Runterfallende Ueberlandleitung?

--
SCNR, Joerg

MaWin

unread,
Jul 9, 2009, 4:52:30 PM7/9/09
to
"J�rgen Appel" <jap...@linux01.gwdg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1348188.d...@linux01.gwdg.de...
>
> Ich bin mir ziemlich sicher, da� Du mit einem Verst�rker, wie Du ihn geplant
> hast, keinen Piezo kaputtschie�en kannst:

>
> Wenn der Piezo vorgespannt ist und zudem die Spannung stehts nur soherum
> angelegt wird, da� der Piezo expandiert, sind die Dinger mit dem bischen

> Leistung, das bei 20 Vpp geliefert, wird eigentlich nicht kaputtzubekommen
> -- ich hab's jedenfalls noch nie geschafft und noch nie davon geh�rt.
>

Ein Piezo wird bei der Herstellung mit einer Spannung vorgepraegt.
Ueberscheitet man diese im Betrieb, verliert er seine definierten
Eigenschaften.
Da allerdings z.B. mit 300V angesteuerte Piezos kaum aus einem
1000V Netzteil versorgt werden, sehe ich kein Problem. Die
Ansteuerung kann hochstens ihre Versorgungsspannung anlegen.
Und mt 500V sind 300V Piezos sicher gepraegt, nicht mit 301V.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 9, 2009, 6:19:09 PM7/9/09
to
On Thu, 09 Jul 2009 22:52:30 +0200, MaWin wrote:

> Ein Piezo wird bei der Herstellung mit einer Spannung vorgepraegt.

Jupp. Das nennen die Hersteller "polen"


> Ueberscheitet man diese im Betrieb, verliert er seine definierten
> Eigenschaften.

IMHO ist die Polung in Gefahr, wenn man eine Spannung in verkehrter
Richtung anlegt. Dabei reichten bei meinen Piezos etwa 15% vom
Maximalwert der "richtigen" Spannung. Mit etwa 50% der Maximalspannung
hat man dann den Piezo in der anderen Richtung gepolt. Bei Überspannung
stirbt der Piezo an Überschlägen. Dabei gibt es durchaus Luft nach oben.

Einer meiner Aktoren, der für 150 V spezifiziert war, ließ sich klaglos
bis 250 V belasten.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 10, 2009, 7:23:03 AM7/10/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 13:47:38 -0700, Joerg wrote:

> http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p527_Ringkern-Netztrafo-50VA-Preamp.html

Habe mal ein wenig nach anderen Quellen für passende Trafos gesucht.
Ergebnis: Das Angebot von TubeTown ist mit Abstand das günstigste.
Den den üblichen verdächtigen Elektronik-Händlern haben die Trafos
eher selten eine Wicklung für hohe Spanung. Und wenn doch, sind es
gleich hochwertige Trenntrafos mit vielen Watt Leistung.

Am ehesten kam noch dieser Webshop, der ebenfalls Brat-It-Yourself-Musiker
als Zielpublikum anpeilt:
http://www.musikding.de/index.php/cat/c84_Transformers.html

Wieviel würde man eigentlich für so einen 30 VA Trafo mit
mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er Stückzahlen
wickeln lassen würde?

Bernd Mayer

unread,
Jul 10, 2009, 8:26:36 AM7/10/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

>
> Wieviel würde man eigentlich für so einen 30 VA Trafo mit
> mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er Stückzahlen
> wickeln lassen würde?
>

Hallo,

einfach mal eine Anfrage machen bei Trafoherstellern. Ich hatte mal 2
oder 3 Ringkerntrafos mit mehreren speziellen Spannungen anfertigen
lassen und war selbst überrascht wie gering der Zuschlag war im
Vergleich zu Standardteilen. Da das länger her ist habe ich leider keine
Details mehr parat über den Lieferanten und den genauen Preis.


Bernd Mayer

Wolfgang Allinger

unread,
Jul 10, 2009, 10:02:00 AM7/10/09
to

On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
<k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:

>On Mon, 06 Jul 2009 13:47:38 -0700, Joerg wrote:

>> http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p527_Ringkern
>> -Netztrafo-50VA-Preamp.html

>Habe mal ein wenig nach anderen Quellen f�r passende Trafos gesucht.
>Ergebnis: Das Angebot von TubeTown ist mit Abstand das g�nstigste.
>Den den �blichen verd�chtigen Elektronik-H�ndlern haben die Trafos
>eher selten eine Wicklung f�r hohe Spanung. Und wenn doch, sind es


>gleich hochwertige Trenntrafos mit vielen Watt Leistung.

Es gibt auch hochwertige Trenntrafos geringer Leistung.
Ich hab mal welche als Sicherheitstrafo f�r Ex... f�r 3VA machen lassen.
230/24V~... (Fa. Block)

>Am ehesten kam noch dieser Webshop, der ebenfalls
>Brat-It-Yourself-Musiker als Zielpublikum anpeilt:
>http://www.musikding.de/index.php/cat/c84_Transformers.html
>

>Wieviel w�rde man eigentlich f�r so einen 30 VA Trafo mit
>mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er St�ckzahlen
>wickeln lassen w�rde?

Das k�nnen Dir Trafohersteller sicher beantworten. IMHO lohnt sich das
bei 100er St�ckzahlen.

Saludos Wolfgang
--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Bl�dsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, L�tzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Joerg

unread,
Jul 10, 2009, 1:27:58 PM7/10/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 13:47:38 -0700, Joerg wrote:
>
>> http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p527_Ringkern-Netztrafo-50VA-Preamp.html
>
> Habe mal ein wenig nach anderen Quellen für passende Trafos gesucht.
> Ergebnis: Das Angebot von TubeTown ist mit Abstand das günstigste.
> Den den üblichen verdächtigen Elektronik-Händlern haben die Trafos
> eher selten eine Wicklung für hohe Spanung. Und wenn doch, sind es
> gleich hochwertige Trenntrafos mit vielen Watt Leistung.
>
> Am ehesten kam noch dieser Webshop, der ebenfalls Brat-It-Yourself-Musiker
> als Zielpublikum anpeilt:
> http://www.musikding.de/index.php/cat/c84_Transformers.html
>

Da sind auch recht gute bei. In Amiland gaebe es noch die Hammond Trafo
Serie, doch die sind eher fuer Leistungen so ab zweimal 6L6 Roehre gedacht.


> Wieviel würde man eigentlich für so einen 30 VA Trafo mit
> mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er Stückzahlen
> wickeln lassen würde?
>

Bei solch kleinen Stueckzahlen wuesste ich es nicht, da werden die
Ruestkosten zuschlagen. Billiger als bei Tube-Town wuerde es sicher
nicht. Kannst ja mal bei Talema nachfragen, die haben m.W. jetzt auch
eine Produktion in Indien, aber 100er Stueckzahlen werden sie dort wohl
nicht hingeben.

Falls ich es noch nicht erwaehnt hatte: Du kannst die Gegenkopplung fuer
den NF-Teil auch oben am Piezo abnehmen, zumindest AC-maessig. Das
buegelt Restbrumm oder zu kleinen Becherelko aus (stellt mit den 2uF des
Piezo einen Spannungsteiler dar). Ich weiss aber nicht so genau, was das
ganze werden soll. Haengt wohl auch alles davon ab, wie oft an der
HV-Gleichspannung herumgeschraubt wird und wie stabil die sein muss.

--
Gruesse, Joerg

Joerg

unread,
Jul 10, 2009, 1:31:24 PM7/10/09
to
Wolfgang Allinger wrote:
> On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>

[...]

>> Wieviel w�rde man eigentlich f�r so einen 30 VA Trafo mit
>> mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er St�ckzahlen
>> wickeln lassen w�rde?
>
> Das k�nnen Dir Trafohersteller sicher beantworten. IMHO lohnt sich das
> bei 100er St�ckzahlen.
>

Unter 30 Euranten pro Stueck bei Sonderanfertigung? Wenn da jemand was
findet wuerde mich das auch interessieren. Bin immer auf der Suche nach
Laeden, die guenstig dicke Ferritkerne fuer Schaltregler bewickeln
koennen, aber nicht unbedingt in der Scheune von Onkel Cheng's Schwager.

Wolfgang Allinger

unread,
Jul 10, 2009, 3:26:00 PM7/10/09
to

On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
<inv...@invalid.invalid> (Joerg) wrote:

>Wolfgang Allinger wrote:
>> On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
>> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>>

>[...]

>>> Wieviel w�rde man eigentlich f�r so einen 30 VA Trafo mit
>>> mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er St�ckzahlen
>>> wickeln lassen w�rde?
>>
>> Das k�nnen Dir Trafohersteller sicher beantworten. IMHO lohnt sich
>> das bei 100er St�ckzahlen.
>>

>Unter 30 Euranten pro Stueck bei Sonderanfertigung? Wenn da jemand was
>findet wuerde mich das auch interessieren. Bin immer auf der Suche
>nach Laeden, die guenstig dicke Ferritkerne fuer Schaltregler
>bewickeln koennen, aber nicht unbedingt in der Scheune von Onkel
>Cheng's Schwager.

Schrieb ich doch, die Ex Dinger (3VA?) bei Block, irgendwo im
S�ddeutschland, ziemlich gro�e und bekannte Fa..

Ringkern-Trafos (IIRC 150VA oder waren es 180?) hab ich mir 25 St�ck bei
REO in SG machen lassen. Prim�r 230V+-5% Anzapfungen, Sekund�r 3
Wicklungen alle mit Mittelanzapfung: 24V, 15V, 7V. Schutzwicklung und
Tr�nkung...

Gute Beratung gabs bei REO kostenlos. Dadurch das ich die dort auch 2
Tage sp�ter abholen konnte, hab ich einiges an Versandkosten und Nerven
gespart und somit waren sie unterm Strich noch g�nstiger, als die
Versender. Einer vom Niederrhein (war nicht Fa. L�we! die gibst leider
nicht mehr) hat mir ein Muster (gegen Kosten) gemacht, aber der war fast
unbrauchbar, ich hab echt die Krise bekommen, da ich liefern musste und
der mehrere Wochen nicht aus dem Knick kam.

Die Ex Trafos h�tte REO auch hinbekommen, aber Block hatte schon eine
Musterzulassung, das machte es f�r mich einfacher.

Joerg

unread,
Jul 10, 2009, 3:51:16 PM7/10/09
to
Wolfgang Allinger wrote:
> On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
> <inv...@invalid.invalid> (Joerg) wrote:
>
>> Wolfgang Allinger wrote:
>>> On 10 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
>>> <k...@lilalaser.de> (Kai-Martin Knaak) wrote:
>>>
>
>> [...]
>
>>>> Wieviel w�rde man eigentlich f�r so einen 30 VA Trafo mit
>>>> mehreren Abgriffen rechnen, wenn man ihn in 100er St�ckzahlen
>>>> wickeln lassen w�rde?
>>> Das k�nnen Dir Trafohersteller sicher beantworten. IMHO lohnt sich
>>> das bei 100er St�ckzahlen.
>>>
>
>> Unter 30 Euranten pro Stueck bei Sonderanfertigung? Wenn da jemand was
>> findet wuerde mich das auch interessieren. Bin immer auf der Suche
>> nach Laeden, die guenstig dicke Ferritkerne fuer Schaltregler
>> bewickeln koennen, aber nicht unbedingt in der Scheune von Onkel
>> Cheng's Schwager.
>
> Schrieb ich doch, die Ex Dinger (3VA?) bei Block, irgendwo im
> S�ddeutschland, ziemlich gro�e und bekannte Fa..
>

Sedlbauer? Da haben wir auch viele machen lassen. Aber das lohnte sich
nur, wenn es den Trafo absolut nicht von der Stange zu kaufen gab.


> Ringkern-Trafos (IIRC 150VA oder waren es 180?) hab ich mir 25 St�ck bei
> REO in SG machen lassen. Prim�r 230V+-5% Anzapfungen, Sekund�r 3
> Wicklungen alle mit Mittelanzapfung: 24V, 15V, 7V. Schutzwicklung und
> Tr�nkung...
>
> Gute Beratung gabs bei REO kostenlos. Dadurch das ich die dort auch 2
> Tage sp�ter abholen konnte, hab ich einiges an Versandkosten und Nerven
> gespart und somit waren sie unterm Strich noch g�nstiger, als die
> Versender. Einer vom Niederrhein (war nicht Fa. L�we! die gibst leider
> nicht mehr) hat mir ein Muster (gegen Kosten) gemacht, aber der war fast
> unbrauchbar, ich hab echt die Krise bekommen, da ich liefern musste und
> der mehrere Wochen nicht aus dem Knick kam.
>
> Die Ex Trafos h�tte REO auch hinbekommen, aber Block hatte schon eine
> Musterzulassung, das machte es f�r mich einfacher.
>

Kenne ich. Hatte mal jemanden eindringlich gewarnt, nicht den billigeren
Trafo von der Stange zu nehmen weil selbstruecksetzende Thermopille
drin. Und das mochte die CSA damals nicht. Aber nein, man hoerte nicht.
Dann kam die vergeigte CSA Pruefung und danach gab's in der Chefetage
ein Donnerwetter ...

Thomas Meier

unread,
Jul 11, 2009, 2:18:57 AM7/11/09
to
> einfach mal eine Anfrage machen bei Trafoherstellern. Ich hatte mal 2
> oder 3 Ringkerntrafos mit mehreren speziellen Spannungen anfertigen
> lassen und war selbst überrascht wie gering der Zuschlag war im
> Vergleich zu Standardteilen. Da das länger her ist habe ich leider keine
> Details mehr parat über den Lieferanten und den genauen Preis.

Ich hab im Kopf dass eine 10er-Serie 50VA Ringkerntrafos mit
Sekundärwiklungen nach Wunsch etwa doppelt so teuer war wie ein
50VA-Trafo vom Farnell. Kann aber den Lieferanten auch nicht nennen,
auch ein paar jahre her.

Thomas


Rolf Bombach

unread,
Jul 20, 2009, 4:01:50 PM7/20/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

>
> IMHO ist die Polung in Gefahr, wenn man eine Spannung in verkehrter
> Richtung anlegt. Dabei reichten bei meinen Piezos etwa 15% vom
> Maximalwert der "richtigen" Spannung. Mit etwa 50% der Maximalspannung
> hat man dann den Piezo in der anderen Richtung gepolt. Bei Überspannung
> stirbt der Piezo an Überschlägen. Dabei gibt es durchaus Luft nach oben.
>
> Einer meiner Aktoren, der für 150 V spezifiziert war, ließ sich klaglos
> bis 250 V belasten.

"Richtig rum" Spannung angelegt stabilisiert die Polung sogar.
BTW, was der Dr. Best für die Zahnbürste ist doch der Dr. Lutz
Pickelmann für die Piezos ;-)
http://www.piezomechanik.com/de/home/products/index.html
Sind so was wie Tutorials.

--
mfg Rolf Bombach

Jürgen Appel

unread,
Jul 20, 2009, 10:22:20 PM7/20/09
to
Rolf Bombach wrote:

> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>
>> IMHO ist die Polung in Gefahr, wenn man eine Spannung in verkehrter
>> Richtung anlegt. Dabei reichten bei meinen Piezos etwa 15% vom
>> Maximalwert der "richtigen" Spannung. Mit etwa 50% der Maximalspannung
>> hat man dann den Piezo in der anderen Richtung gepolt. Bei Überspannung
>> stirbt der Piezo an Überschlägen. Dabei gibt es durchaus Luft nach oben.
>>
>> Einer meiner Aktoren, der für 150 V spezifiziert war, ließ sich klaglos
>> bis 250 V belasten.

Wenn das ein Stapelaktuator ist, wäre ich da sehr vorsichtig; das kann, muß
aber nicht gutgehen, und billig sind die Dinger ja nicht gerade...

> "Richtig rum" Spannung angelegt stabilisiert die Polung sogar.
> BTW, was der Dr. Best für die Zahnbürste ist doch der Dr. Lutz
> Pickelmann für die Piezos ;-)
> http://www.piezomechanik.com/de/home/products/index.html
> Sind so was wie Tutorials.

Und wenn man sich dann die 150V-PST-Piezos anschaut, steht in den PDFs dort
da auch drin:

"Ein kurzfristiges Überschreiten der oberen Span-
nungsgrenze (+) Umax um bis zu 20% führt zwar zu
keinem unmittelbaren Ausfall des Aktors, setzt aber
bei häufigerer Anwendung die Gesamtlebensdauer
der Aktoren deutlich herab. Noch größere
Überspannungen können zu einem unmittelbaren
Ausfall durch Überschlag und Kurzschluss führen.
Ein Unterschreiten der unteren Spannungsgrenze
über den semi-bipolaren Bereich hinaus kann zu
Depolarisierung der Piezokeramik führen.
Die osi-Aktoren PSt 150 sind bezüglich
Depolarisierung unproblematisch: Diese Aktoren
können ohne Veränderung ihrer Eigenschaften
depolarisiert oder auch umgepolt werden. Durch ein
einmaliges Anlegen einer Spannung von > 100 V
werden sie wieder ohne Einbußen in der neuen
Polungsrichtung reaktiviert."


Gruß,
Jürgen

Rolf Bombach

unread,
Aug 9, 2009, 3:11:25 PM8/9/09
to
Horst-D.Winzler schrieb:

> Rolf Bombach schrieb:
>> Horst-D.Winzler schrieb:
>>> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>>> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>
>> --- fr�her hatte ich mal ein RIM Oszi nachgebaut).
>
> Arbeitest du damit noch?

Nein :-[. Ich habs aber vor ein paar Tagen unten in einem
Schrank im Keller noch gesehen :-). Ich trau mich nicht ganz,
es einfach so nochmals einzuschalten.
Die Triggerung hat nie so richtig funktioniert, und damals
hatte ich kein Scope, um das hinzubiegen :-]
Irgendwann hatte ich dann mal eine Not-Zeitbasis eingebaut,
die im Wesentlichen nur aus einem Doppelbasistransistor
bestand.
Im ersten Anlauf hatte ich die "Oszilette" nachgebaut,
IIRC mit drei R�hren. Hat eigentlich ganz gut funktioniert.
Mit der Aussteuerung der grossen R�hre, 7cm!!!11!, hatte
die Schaltung allerdings etwas Probleme. Die war nur
f�r so eine Winzr�hre gedacht, Bezeichnung vergessen.

--
mfg Rolf Bombach

Joerg

unread,
Aug 9, 2009, 4:29:23 PM8/9/09
to
Rolf Bombach wrote:
> Horst-D.Winzler schrieb:
>> Rolf Bombach schrieb:
>>> Horst-D.Winzler schrieb:
>>>> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>>>> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>>
>>> --- fr�her hatte ich mal ein RIM Oszi nachgebaut).
>>
>> Arbeitest du damit noch?
>
> Nein :-[. Ich habs aber vor ein paar Tagen unten in einem
> Schrank im Keller noch gesehen :-). Ich trau mich nicht ganz,
> es einfach so nochmals einzuschalten.


Grosse Gluehbirne in Serie, dann ist es schonmal etwas sicherer.

[...]

Horst-D.Winzler

unread,
Aug 10, 2009, 1:06:56 AM8/10/09
to
Rolf Bombach schrieb:
> Horst-D.Winzler schrieb:
>> Rolf Bombach schrieb:
>>> Horst-D.Winzler schrieb:
>>>> Kai-Martin Knaak schrieb:
>>>>> On Tue, 07 Jul 2009 21:03:46 +0200, Rolf Bombach wrote:
>>
>>> --- früher hatte ich mal ein RIM Oszi nachgebaut).

>>
>> Arbeitest du damit noch?
>
> Nein :-[. Ich habs aber vor ein paar Tagen unten in einem
> Schrank im Keller noch gesehen :-). Ich trau mich nicht ganz,
> es einfach so nochmals einzuschalten.

Das gerät sitzt doch in einem Metallgehäuse ;-)

> Die Triggerung hat nie so richtig funktioniert, und damals
> hatte ich kein Scope, um das hinzubiegen :-]

Triggern war damals noch nicht so in Mode. Es wurde synchronisiert.
Dafür mußte - glaub ich - die Zeitfrequenz immer etwas tiefer
eingestellt werden. War eine ziemliche fummelei. Eine "meßsichere"
Zeitachse gab das nie. ;-(

> Irgendwann hatte ich dann mal eine Not-Zeitbasis eingebaut,
> die im Wesentlichen nur aus einem Doppelbasistransistor
> bestand.
> Im ersten Anlauf hatte ich die "Oszilette" nachgebaut,

> IIRC mit drei Röhren. Hat eigentlich ganz gut funktioniert.
> Mit der Aussteuerung der grossen Röhre, 7cm!!!11!, hatte


> die Schaltung allerdings etwas Probleme. Die war nur

> für so eine Winzröhre gedacht, Bezeichnung vergessen.
>

Ich meine die besaßen eine DG3-xx Röhre. Die große DG7-32 (war damsl
preiswert) brauchte mehr für ihre Ablenkung ;-(

--
mfg hdw

Axel Berger

unread,
Aug 10, 2009, 6:49:00 AM8/10/09
to
*Joerg* wrote on Sun, 09-08-09 22:29:
>Grosse Gluehbirne in Serie,

In Europa?

Horst-D.Winzler

unread,
Aug 10, 2009, 11:11:55 AM8/10/09
to
Axel Berger schrieb:

> *Joerg* wrote on Sun, 09-08-09 22:29:
>> Grosse Gluehbirne in Serie,
>
> In Europa?
>

nimmt man eine Glühlampe.

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Aug 10, 2009, 11:59:49 AM8/10/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Axel Berger schrieb:
>> *Joerg* wrote on Sun, 09-08-09 22:29:
>>> Grosse Gluehbirne in Serie,
>> In Europa?
>>

Rolf ist ja in der Schweiz. Da wird vermutlich mancher regulativer
Mumpitz aus Bruessel ignoriert.

>
> nimmt man eine Gl�hlampe.
>

Und in Amerika eine Gluehknolle.

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