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scanantenne Dressler ARA2000

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rl

unread,
Nov 6, 2009, 1:39:26 PM11/6/09
to
Hi,

wer kennt das Innenleben dieser Antenne? Sie wird keider nicht mehr
vertrieben, Firma wurde leider getᅵtet.
Ich wᅵrde das Teil fᅵr mich gern nachbauen, gibts evtl. Bilder,
Zeichnungen etc.?

Besten Dank schonmal fᅵr (zielfᅵhrende) Tips!

Gruᅵ, Rolf

Leo Baumann

unread,
Nov 6, 2009, 1:47:38 PM11/6/09
to
"rl" <rl-...@s-planet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hd1qgb$qet$1...@online.de...

> Hi,
>
> wer kennt das Innenleben dieser Antenne? Sie wird keider nicht mehr
> vertrieben, Firma wurde leider get�tet.
> Ich w�rde das Teil f�r mich gern nachbauen, gibts evtl. Bilder,
> Zeichnungen etc.?
>
> Besten Dank schonmal f�r (zielf�hrende) Tips!
>
> Gru�, Rolf

Hallo Rolf,

ich will nichts schlecht machen, aber ich hatte die ARA 2000 einige Zeit an
meinem NRD 545 und war nicht zufrieden. Die Verst�rkung war zu hoch und die
Kreuzmodulationen erheblich.

Ich habe die Antenne dann bei ebay verkauft und mir selber eine gebaut mit
einem MMIC BGA2012 von Philips/NXP und einigen Anpassungstricks.

Die finde ich Klasse.

Gibts die Fa. Dressler nicht mehr ?

lg Leo


rl

unread,
Nov 6, 2009, 3:44:07 PM11/6/09
to
...

> ich will nichts schlecht machen, aber ich hatte die ARA 2000 einige Zeit an
> meinem NRD 545 und war nicht zufrieden. Die Verst�rkung war zu hoch und die
> Kreuzmodulationen erheblich.
>
> Ich habe die Antenne dann bei ebay verkauft und mir selber eine gebaut mit
> einem MMIC BGA2012 von Philips/NXP und einigen Anpassungstricks.
>
> Die finde ich Klasse.
>
> Gibts die Fa. Dressler nicht mehr ?
>
> lg Leo


Hallo Leo,

ich fang mal von hinten an: die Fa. Dressler ist wohl auch ein Opfer der
Heuschrecken geworden, auch Manager genannt. Jedenfalls wurde Dressler
an eine amerikanische Firma verkauft, sollte dann worldwide Player mit
neuen Produkten und Regeln spielen, wurde dann aber doch zugemacht.
So kann man es zumindest googeln. Letztlich haben sich die ehem.
Mitarbeiter neu firmiert: http://www.stolberg-hf.com/
Aber leider mit anderen Produkten.

Leider haben die Jungs dort keine Unterlagen mehr �ber ARA's & Co, ging
wohl �bern Atlantik...

Bisher habe ich �berwiegend Positives �ber die ARA 2000 gelesen, daher
mein Interesse. Aber ich lasse mich gerne belehren. Wer so ein Ger�t wie
den NRD betreibt sollte es sicher wissen.. ;-)

Die einschl�gige Literatur �ber Antennenbau, auch das Web, gibt nichts
her �ber derartige (Aktiv-)Stabantennen. Als ehem. Radio- und
Fernsehtechniker habe ich jedenfalls den Ehrgeiz, sowas selbst zustande
zu bringen. Ich kann jedenfalls l�ten, Platinen machen, so zum
"Hausgebrauch".

Leider mangelts aber an Hf-Me�equipment, daher sollte eine Zeichnung f�r
den Eigenbau einigerma�en genau sein, so da� Tuning per Messen nicht
zwingend sein mu�.

Gibts evtl. doch Fundstellen f�r sowas? Kann auch ein wenig �-pflichtig
sein, wenn es sein mu�.

Gru�, Rolf

Jürgen Hüser

unread,
Nov 6, 2009, 6:18:17 PM11/6/09
to
Hallo!

rl schrieb:


> Bisher habe ich �berwiegend Positives �ber die ARA 2000 gelesen, daher
> mein Interesse. Aber ich lasse mich gerne belehren. Wer so ein Ger�t wie
> den NRD betreibt sollte es sicher wissen.. ;-)

Naja, so richtig negatives _geh�rt_ habe ich von der ARA2000 auch noch
nicht. Die paar Leute die mir mit dieser Antenne bisher begegnet sind,
waren mehr oder weniger zufrieden damit.
Na und wenn's mal zu St�rungen kam (Mischprodukte, Intermodulation usw)
dann war ja vorrauseilend schonmal zuallererst der Empf�nger dahinter
schuld. Auf die ARA wollte ja niemand meckern.

Bis ich soeine ARA 2000 mal auf dem Tisch bekam und sie reparieren
sollte. Der Fehler war recht simpel, ebenso wie der Aufbau. Die Qualit�t
kann ich aber seither besser einsch�tzen. Seit dem schw�rmt mir niemand
mehr ungehalten von seiner ARA 2000 vor, da ich solche Loblieder direkt
abw�rge.

> Die einschl�gige Literatur �ber Antennenbau, auch das Web, gibt nichts
> her �ber derartige (Aktiv-)Stabantennen. Als ehem. Radio- und
> Fernsehtechniker habe ich jedenfalls den Ehrgeiz, sowas selbst zustande
> zu bringen. Ich kann jedenfalls l�ten, Platinen machen, so zum
> "Hausgebrauch".

Jo, kein Problem:
In dem Rohr stecken drei FR-4 Platinen.
Zwei St�ck unge�tzt, also beidseitig voll leitf�hig, rund mit einem
Durchmesser so, das sie in's Rohr passen.
Eine bissel k�rzer als das Rohr, aber genauso breit wie der
Innendurchmesser des Rohres.

Auf der gro�en Platine ist ein Fl�chendipol ge�tzt. Also quasi zwei
spitze Dreiecke welche aufeinander zeigen und sich nach oben oder unten
zu den Platinenenden bis auf die volle Platinenbreite ausdehnen.
Oben und unten kommt dann jeweils eine der Runden Platinen liegend
aufgel�tet.
Also quasi ein Breitband-Fl�chendipol mit Dachkapazit�ten.

Der untere Dipolschenkel war, wenn ich das noch richtig in Erinnerung
habe, ebenso nochmal auf der R�ckseite vorhanden. Dieser diente eher als
GND-Leiterbahn statt als Dipolschenkel.
Denn auf der Unterseite sa� einer der ersten Phillips-MMIC's von
Phillips. Irgendein BGAxxx.
Weiter unten, im Bereich der HF-Buchse war dann ein wenig H�nerfutter.
Quasi die uskoppelung der Phantomspeisung, welche zun�chst ein
PIN-D�mpfungsglied steuerte, sowie eine Stabilisierung f�r den MMIC.

Alles in allem also simples Funktionsprinzip:
Fl�chendipol mit unbekanntem Entwickelungsaufwand, aber so Abmessungen
Pi mal Daumen tut's genausogut. Damit's klein bleibt aber noch bissel
weiter unter 200MHz reicht, noch Endkapazit�ten an den Enden.

Bis dahin ein relativ zuverl�ssiges, wenn auch eher zuf�llig
dimensioniertes System mit grob 50~70 Ohm Impedanz irgendwo �ber ein
paar hundert MHz.
Da im Speisepunkt direkt ein MMIC, welcher breitbandig matched In/Out
mit 50 Ohm hat. Passt. Dann noch ein D�mpfungsglied mit PIN-Dioden, um
mit der H�he der Fernspeisespannung die D�mpfung regeln zu k�nnen.
Dazu dann noch 78L05 oder Zehnerdiode um aus der regelbaren
Phantomspannung etwas stabiles zu machen, womit man den MMIC versorgen kann.

So, und nu zu den Schattenseiten:
Es funktioniert. Sicher.
Aber der MMIC bekommt halt eine undefiniert hohe Bandbreite mit
teilweise hohen Pegeln. Denn schlie�lich liegen die Frequenzbereiche von
TV-Rundfunk (DVB-T), GSM900, GSM1800, UMTS halt mittendrinn im
Hauptarbeitsbereich der Antenne.
Selbst der beste MMIC hat einen eher bescheidenen IP3-Wert, welcher mit
t�tlicher Sicherheit regelm�ssig weit �berschritten wird, ausser man
h�ngt sich die Antenne in den Keller.

Na und die Mischprodukte welcher der MMIC soeben noch nicht ausschwitzt,
erledigen mit rund 20dB mehr Wumms die PIN-Dioden im D�mpfungsglied.


> Leider mangelts aber an Hf-Me�equipment, daher sollte eine Zeichnung f�r
> den Eigenbau einigerma�en genau sein, so da� Tuning per Messen nicht
> zwingend sein mu�.

Das Design der ARA 2000 braucht nicht viel mehr als ein Multimeter.
Selbst die Abmessungen des Fl�chendipols sind ziemlich unkritisch.
Also quasi Idiotensicher.

Nur mit dem MMIC habe ich so meine Probleme.
Diese Dinger k�nnen praktisch sein, aber nur wenn man f�r eine recht
gute Vorselektion sorgt. Denn je nach Typ fangen die schon an zu
schwitzen, wenn die irgendwo mehr als -30 oder -20dBm sehen. In den
Datenbl�ttern sind diese Werte bissel gesch�nt, indem nicht der IP3-Wert
am Eingang, sondern am Ausgang (OIP3) angegeben wird.

Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.
So ab 200mA Ruhestrom aufw�rts d�rfte es brauchbar werden mit dem
Gro�signalverhalten.

Gr��e aus Dortmund

J�rgen, DG7GJ

--
www.funktechnik-hueser.de

Leo Baumann

unread,
Nov 6, 2009, 7:01:42 PM11/6/09
to
... J�rgen H�ser schrieb, dass die Kreuzmodulationen nicht von der
Aktivantenne kommen, das ist nat�rlich falsch. Insbesondere beim Betrieb an
meinem NRD 545 hat sich das praktisch best�tigt und ist selbstverst�ndlich
auch theoretisch zu erwarten.-

... zu Rolf:
Ungerne verweise ich auf meine eigenen Arbeiten, kann das im Falle meiner
Aktivantenne aber ohne schlechtes Gewissen tun, denn im Vergleich zur ARA
2000 klappt meine einfach besser. Sonst h�tte ich mir die Arbeit damit auch
nicht gemacht, wenn ich mit der ARA zufrieden gewesen w�re.

schau doch 'mal hier, vielleicht hilft Dir das weiter beim Eigenbau, den
Schaltplan kann ich Dir bei Anfrage per E-Mail zusenden, der ist auf der
Internetseite absichtlich nicht im Detail lesbar.
http://www.leobaumann.de/funk.htm

und die Berechnung:
http://www.leobaumann.de/GHz_Ant_Betrag2.pdf

Diese Antenne ist am NRD 545 praktisch sehr kreuzmodulationsarm, auch in der
N�he von Handy-Stationen. Die Kurzwelle wird vom MMIC per Filter
ferngehalten, es gibt keine Probleme mit der Symmetrie, wie bei der ARA
2000, weil kein Dipol verwendet wird und die Anpassung mit der
Mikro-Streifenleitung ist breitbandig perfekt.

Bei Detailfragen stehe ich gerne zur Verf�gung leo-b...@t-online.de

mfG Ingenierub�ro Baumann


Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 7, 2009, 12:33:22 AM11/7/09
to
J�rgen H�ser <dg...@gmx.de> wrote:

>Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
>fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.

ACK, aber sowas von. Habe da von Kathrein nette Teil geesehen...fetter
Transistor, und quasi von nix zu beeindrucken.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 7, 2009, 12:34:17 AM11/7/09
to
"Leo Baumann" <leo-b...@t-online.de> wrote:

>... J�rgen H�ser schrieb, dass die Kreuzmodulationen nicht von der
>Aktivantenne kommen, das ist nat�rlich falsch. Insbesondere beim Betrieb an
>meinem NRD 545 hat sich das praktisch best�tigt und ist selbstverst�ndlich
>auch theoretisch zu erwarten.-

Und genau das schreibt J�rgen. Also lies bitte auch, worauf Du zu
antworten versuchst.

Leo Baumann

unread,
Nov 7, 2009, 1:44:33 AM11/7/09
to

"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net> schrieb im Newsbeitrag
news:1k1af5tekkab7jrlc...@4ax.com...

> J�rgen H�ser <dg...@gmx.de> wrote:
>
>>Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
>>fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.
>
> ACK, aber sowas von. Habe da von Kathrein nette Teil geesehen...fetter
> Transistor, und quasi von nix zu beeindrucken.

... man muss nat�rlich nicht nur glauben, sondern wissen, dass bipolare
Transistoren Terme h�herer Ordnung in der Kennlinie haben und darum zun�chst
weniger f�r eine Aktivantenne geeignet sind. Es sei denn es handelt sich um
einen FET, der kommt mit quadratischer Kennlinie aus.

Die MMICs sind im Chip mit LASERn auf Anpassung der komplexen Impedanz und
Minimierung der Mischprodukte optimiert und bilden somit das derzeitige
Optimum was man als aktive Halbleiter bekommen kann bei derart breitbandiger
Anwendung.

Designs mit einem Transistor k�nnen da bei weitem nicht mithalten und bei
h�heren Frequenzen sind der Differenzverst�rker oder die Gegentaktstufe im
A-Betrieb nicht mehr diskret zu verwirklichen, da kommt man in den Bereich,
dass der Schaltungsaufbau von den Dimensionen an die Wellenl�nge kommt.

Und das 2. Problem bei Aktivantennen ist die breitbandige Symmetrierung. Es
gibt keine Kernmaterialien mehr f�r die h�heren Frequenzen. Die Baluns von
miniciruit, USA z.B., die angeblich bis 2 GHz funktionieren sollen habe ich
damals mangels Qualit�t verworfen. Die d�mpfen, rauschen und mischen ganz
erheblich. Au�erdem muss man eine mittlere �berpr�fung durch den
amerikanischen Geheimdienst �ber sich ergehen lassen, wenn man die hier in D
bestellt, und u.a. den Endverbraucher und die Verwendung erkl�ren. Wie dem
auch sei, wird der fortgeschrittene Fachmann auf einen Dipol als passives
Element verzichten. Und einen D�mpfungssteller, wie bei der ARA 2000 schon
mal gar nicht an dem Ort in einer Empfangsanlage, alleine schon aus
theoretischen Gr�nden.

Am weitesten vorne mit Breitbandverst�rkern ist nicht Kathrein, sondern BTV.
Die handlen mit Ger�ten mit unschlagbar hohen Ausgangspegeln bei wenig
nichtlinearer Verzerrung. Davon tr�umt Kathrein. BTV sind die absoluten
Vollprofis, sitzen glaube ich in D�nemark und verwenden auch MMICs.

mfG Leo


Bernd Mayer

unread,
Nov 7, 2009, 3:04:59 AM11/7/09
to
J�rgen H�ser schrieb:

>
> Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
> fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.
> So ab 200mA Ruhestrom aufw�rts d�rfte es brauchbar werden mit dem
> Gro�signalverhalten.
>
Hallo,

oder eine Kaskodestsufe aus Dual-FET am Eingang mit nachfolgendem
Differenzverst�rker.

Filtern am Eingang schadet auch nicht.


Bernd Mayer

Bernd Mayer

unread,
Nov 7, 2009, 3:18:50 AM11/7/09
to
J�rgen H�ser schrieb:
>
> Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
> fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.
> So ab 200mA Ruhestrom aufw�rts d�rfte es brauchbar werden mit dem
> Gro�signalverhalten.

Hallo,

oder eine hochlineare Kaskodestufe aus Dual-FET am Eingang mit

rl

unread,
Nov 7, 2009, 1:45:50 PM11/7/09
to
Hallo nochmal,


> In dem Rohr stecken drei FR-4 Platinen.

.....snip
....


> weiter unter 200MHz reicht, noch Endkapazit�ten an den Enden.

diese Beschreibung macht mich irgendwie neugierig, das mal zu probieren,
der Aufwand h�lt sich ja in Grenzen.


> Wenn schon unbedingt solch ein Breitband-Design, dann aber bitte eine
> fette diskrete Transistorstufe da statt eines MMIC rein.
> So ab 200mA Ruhestrom aufw�rts d�rfte es brauchbar werden mit dem
> Gro�signalverhalten.

Sei es die Sache mit dem MMIC oder auch mit dem fetten Transistor, gibts
daf�r ggf. zur Vereinfachnung eine nette nachbausichere Applikation, sei
es als Link oder eine simple Skizze zur Aufbauhilfe?

Gru�, Rolf

Jürgen Hüser

unread,
Nov 7, 2009, 2:35:42 PM11/7/09
to
Hallo!

Leo Baumann schrieb:
> .... J�rgen H�ser schrieb, dass die Kreuzmodulationen nicht von der

> Aktivantenne kommen, das ist nat�rlich falsch. Insbesondere beim Betrieb an
> meinem NRD 545 hat sich das praktisch best�tigt und ist selbstverst�ndlich
> auch theoretisch zu erwarten.-

Aha,...wo habe ich das so geschrieben?
Das kommt davon, wenn man auf Beitr�ge antwortet, wo man nur fl�chtig
jeden dritten Satz oberfl�chlich �berfliegt..:-)


> schau doch 'mal hier, vielleicht hilft Dir das weiter beim Eigenbau, den
> Schaltplan kann ich Dir bei Anfrage per E-Mail zusenden, der ist auf der
> Internetseite absichtlich nicht im Detail lesbar.
> http://www.leobaumann.de/funk.htm

Oh, ja, eine Aktivantenne mit MMIC.
Da steht auch folgender Satz:

" Das Hochpassfilter soll starke Kurzwellensignale vom Eingang des
Verst�rkers fernhalten, damit es nicht zu Kreuzmodulationen mit dem
ebenfalls starken Handy-Netz im Nutzfrequenzbereich kommt."

Hmm, Kurzwelle und Handynetz....Intermodulation...*gr�bel*...
Also Kurzwelle definiere ich mal so bis 30MHz, Handynetze definiere ich
nun mal vereinfacht mit �ber 930MHz. Intermodulationen zwischen
KW-Signalen untereinander, ja sicher doch.
Intermodulationen der GSM-Signale untereinander, ja klar.

Achso, du willst vermeiden, das bei Sendebetrieb auf 40m das
GSM-Spektrum in deinem Empf�nger sauber bleibt, und nicht jeder Peak
gleich dreifach, f�nffach, siebenfach auffallimpt in den
Modulationsspitzen deines 40m Senders..:-)

Ehrlich gesagt w�hre mir das recht egal.
Ich h�tte den Filter eher aus dem Grund eingef�gt, damit mir der MMIC
nicht abraucht wenn er mal so +40dBm von der nebenan h�ngenden
KW-Antenne abbekommen sollte.

Gr��e aus Dortmund

J�rgen, DG7GJ

--
www.funktechnik-hueser.de

Jürgen Hüser

unread,
Nov 7, 2009, 3:14:55 PM11/7/09
to
Hallo Ralph!

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> ACK, aber sowas von. Habe da von Kathrein nette Teil geesehen...fetter
> Transistor, und quasi von nix zu beeindrucken.

Jap, es ist zwar sehr komplex �ber solch eine Transistorstufe die
Bandbreite zu jagen welche man sich unter einer Aktivantenne so
vorstellt, aber so einige hundert MHz gehen schon.

Hab mir �brigens letztens mal ein Seminar von einem namenhaften
Hersteller von Funkmikrofonen und IEM-Ger�ten reingezogen.
Durchweg sehr kompetent, aber in einigen klitzekleinen Hardwarepunkten
sah man, das diese Branche von HF eher m�ssig was versteht:

Kompetente Abhandlung von Intermodulation, auch mit Erkl�rung bez�glich
RX-Frontend. Das es da schon seit 20 Jahren �blich ist eine mitlaufende
Vorselektion mit reinzusetzen, was ja nur ein, zwei Varicaps nebst einem
D/A-Out des �C kostet, hat man in dieser Branche offenbar verpennt.
Die kennen nur Scheunentore vor ihren Empf�ngern.

Tja, und die Vorverst�rker die man so in die Antennenleitung einf�gen
kann...da gibt es reichlich Auswahl. Kann man alle direkt vom Empf�nger
�ber das Koaxkabel speisen.

�h, bis auf den Typ xxx von Marke yyy!
Der zieht minimum 500mA bei 12V �ber das Kabel, die anderen nur ein paar
mA. F�r das Teil braucht man alsodringend ein Speiseteil davor.

Na, dieser s�ndhaft teure Anbieter (Wisycom) versteht offenbar als
einziger sein Handwerk in der Branche. Der scheint auch eine mitlaufende
Vorselektion in seinen Empf�ngern zu haben. Fullband 400-900MHz mit
immens guter IM-Festigkeit.
Edel...sogar IEM-Sender mit bis zu 30W Out...*kras*: www.wisycom.com

Joerg

unread,
Nov 7, 2009, 3:28:58 PM11/7/09
to
J�rgen H�ser wrote:
> Hallo Ralph!
>
> Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
>
>> ACK, aber sowas von. Habe da von Kathrein nette Teil geesehen...fetter
>> Transistor, und quasi von nix zu beeindrucken.
>
> Jap, es ist zwar sehr komplex �ber solch eine Transistorstufe die
> Bandbreite zu jagen welche man sich unter einer Aktivantenne so
> vorstellt, aber so einige hundert MHz gehen schon.
>
> Hab mir �brigens letztens mal ein Seminar von einem namenhaften
> Hersteller von Funkmikrofonen und IEM-Ger�ten reingezogen.
> Durchweg sehr kompetent, aber in einigen klitzekleinen Hardwarepunkten
> sah man, das diese Branche von HF eher m�ssig was versteht:
>
> Kompetente Abhandlung von Intermodulation, auch mit Erkl�rung bez�glich
> RX-Frontend. Das es da schon seit 20 Jahren �blich ist eine mitlaufende
> Vorselektion mit reinzusetzen, was ja nur ein, zwei Varicaps nebst einem
> D/A-Out des �C kostet, hat man in dieser Branche offenbar verpennt.
> Die kennen nur Scheunentore vor ihren Empf�ngern.
>

Wobei die teutonischen Produkte doch einen etwas gusseiserneren Eindruck
machen als andere. Wenn wir in der Kirche die Deckenbeleuchtung
einschalten rattert das im Shure Empfaenger (irgendwo bei 190MHz) gar
foerchterlich, die Sennheiser EW-Serie (UHF) meistert dies laessig.

Was sie fast alle nicht hinkriegen ist der Squelch. Letztens wieder
passiert, Mikrofonbatterie ging leer ... *POCK* ... einige Leute
erschraken. Peinlich, sowas. Gescheite Squelch Loesungen habe ich bisher
nur bei Standard und bei Motorola gesehen, die beherrschen das wenn sie
wollen. Amateurfunkhersteller vermutlich auch, da kenne ich die neuen
Produkte aber nicht.

[...]

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Jürgen Hüser

unread,
Nov 7, 2009, 4:55:06 PM11/7/09
to
Hi J�rg!

Joerg schrieb:

> Wobei die teutonischen Produkte doch einen etwas gusseiserneren Eindruck
> machen als andere. Wenn wir in der Kirche die Deckenbeleuchtung
> einschalten rattert das im Shure Empfaenger (irgendwo bei 190MHz) gar
> foerchterlich, die Sennheiser EW-Serie (UHF) meistert dies laessig.

VHF ist ja auch quark.
Sorry, ich weis nicht wie das bei euch ist, aber hier in Teutonien ist
VHF uralt, gibt kaum was aktuelles. Und das was halbwegs aktuell ist,
ist das billichste vom billigsten.
Die halbwegs passablen VHF-Sachen die teilweise heute noch im Einsatz
sind, kommen alle sammt von Sennheiser (Miniport usw.)
Ja mei, die sind halt auf nem Stand, wo man halt in den 70'er jahren so war.

Die Senheiser EW-Serie ist da schon das einzig senkrechte was man im
bezahlbaren Bereich bekommt.
Die G2-Serie durfte ich noch nicht aufschrauben, da w�rde ich von meiner
Lebensgef�hrtin nen guten Nackenschlag f�r bekommen..:-)
Aber die G1 serie damals (wo Bodypacks und Handsender noch 9V Bl�cke
brauchten) waren aber definitiv von der HF-Hardware eher m�ssig
professionell.

Beispiel IEM-Sender SR-300 G1:
Motherboard tr�gt die NF-Aufbereitung (Companding, Stereomuxer,
Firmware) und die HF sitzt auf einer winzig kleinen Platine.
Spannungsversorgung, Masse und Daten (2-Adern, CLK+D) kommen �ber kleine
Stiftleiste auf den Sender.
Das Basisband ist mittels Drahtbr�cke zwischen MB und HF-Platinchen fest
verl�tet.
Die HF, also die rund 50mW UHF werden dann mittels einer Schraube,
welche auch die Platine h�lt, mit ner Leiterbahn auf dem Motherboard
verbunden.
Wenigstens scheint diese impedanzrichtig so bei 50 Ohm dimensioniert
sein, links, rechts und unten drunter GND mit ordentlich Dukos einges�umt.
Mir gef�llt da zum Beispiel nicht, das die HF nur mittels Schraube
kontaktiert ist und dann noch eine erhebliche Strecke �ber das
Motherboard wandern mu�, bevor es an der eher wackeligen Kontaktierung
der BNC-Buchse ankommt.
Das mag ja vielleicht f�r die alten 30-40MHz Anlagen hinnehmbar zu sein.
Aber f�r 800-900MHz h�tte ich das definitiv anders gemacht.

> Was sie fast alle nicht hinkriegen ist der Squelch. Letztens wieder
> passiert, Mikrofonbatterie ging leer ... *POCK* ... einige Leute
> erschraken. Peinlich, sowas.

Speziell gute Mikrofon- und IEM-Strecken haben daf�r noch den Pilotton,
zumindest bei Sennheiser die G2 (die generell mit 2AA in allem tragbaren
auskommt). Wenn man den abschaltet, kann es schonmal passieren das die
Rauschsperre an der Schaltschwelle bissel unsauber reagiert. Sp�testens
im Veranstaltungsbereich, wo dann fette Endstufen und
Beschallungsanlagen drann h�ngen....kommt garnicht gut.
Daher gibt's da heute nur noch gute Sachen mit Pilotton.

> Gescheite Squelch Loesungen habe ich bisher
> nur bei Standard und bei Motorola gesehen, die beherrschen das wenn sie
> wollen. Amateurfunkhersteller vermutlich auch, da kenne ich die neuen
> Produkte aber nicht.

Naja, die Betriebsfunksparte von (Vertex) Standard und Motorola kann
sich durchaus sehen lassen. Der Squelch macht da genau das, was man sich
immer w�nschte.
Die Sparfuchs-Export-Variante Motorola GP68 hingegen ist damit nicht
mehr vergleichbar. Die rastet schon aus wenn irgendwo ein Sack Reis
umf�llt..:-)

Und das nagelneue Afu-Handy DJ-G7 welches hier seit ein paar Tagen
rumsteht, hat auch eine Rauschsperre die eher nostalgisch anmutet.
Selbst auf 23cm knackt, rauscht, ploppt die Rauschsperre, wenn
irgendjemand hier in der Nachbarschaft das Licht einschaltet...

Joerg

unread,
Nov 7, 2009, 5:14:40 PM11/7/09
to
J�rgen H�ser wrote:
> Hi J�rg!
>
> Joerg schrieb:
>
>> Wobei die teutonischen Produkte doch einen etwas gusseiserneren
>> Eindruck machen als andere. Wenn wir in der Kirche die
>> Deckenbeleuchtung einschalten rattert das im Shure Empfaenger
>> (irgendwo bei 190MHz) gar foerchterlich, die Sennheiser EW-Serie (UHF)
>> meistert dies laessig.
>
> VHF ist ja auch quark.
> Sorry, ich weis nicht wie das bei euch ist, aber hier in Teutonien ist
> VHF uralt, gibt kaum was aktuelles. Und das was halbwegs aktuell ist,
> ist das billichste vom billigsten.
> Die halbwegs passablen VHF-Sachen die teilweise heute noch im Einsatz
> sind, kommen alle sammt von Sennheiser (Miniport usw.)
> Ja mei, die sind halt auf nem Stand, wo man halt in den 70'er jahren so
> war.
>

Ist aus den 80ern, Marcad Diversity Chose. Leider recht enttaeuschend.


> Die Senheiser EW-Serie ist da schon das einzig senkrechte was man im
> bezahlbaren Bereich bekommt.
> Die G2-Serie durfte ich noch nicht aufschrauben, da w�rde ich von meiner
> Lebensgef�hrtin nen guten Nackenschlag f�r bekommen..:-)
> Aber die G1 serie damals (wo Bodypacks und Handsender noch 9V Bl�cke
> brauchten) waren aber definitiv von der HF-Hardware eher m�ssig
> professionell.
>

Tja, diese 9V Bodypacks und Handmikrofone sind es was wir haben. Nur
kann sich eine Kirche nicht dauernd was neues leisten und da wollen wir
auch erstmal abwarten ob das wirklich besser ist. Aber was man von
Leuten wie Dir und Zuendi hoert scheinen die Dinger mit den AA Batterien
vorteilhafter zu sein. Wenn denn mal Budget dafuer da ist.


> Beispiel IEM-Sender SR-300 G1:
> Motherboard tr�gt die NF-Aufbereitung (Companding, Stereomuxer,
> Firmware) und die HF sitzt auf einer winzig kleinen Platine.
> Spannungsversorgung, Masse und Daten (2-Adern, CLK+D) kommen �ber kleine
> Stiftleiste auf den Sender.
> Das Basisband ist mittels Drahtbr�cke zwischen MB und HF-Platinchen fest
> verl�tet.
> Die HF, also die rund 50mW UHF werden dann mittels einer Schraube,
> welche auch die Platine h�lt, mit ner Leiterbahn auf dem Motherboard
> verbunden.


<wuerg>

Ich glaube mir wird schlecht ...


> Wenigstens scheint diese impedanzrichtig so bei 50 Ohm dimensioniert
> sein, links, rechts und unten drunter GND mit ordentlich Dukos einges�umt.
> Mir gef�llt da zum Beispiel nicht, das die HF nur mittels Schraube
> kontaktiert ist und dann noch eine erhebliche Strecke �ber das
> Motherboard wandern mu�, bevor es an der eher wackeligen Kontaktierung
> der BNC-Buchse ankommt.
> Das mag ja vielleicht f�r die alten 30-40MHz Anlagen hinnehmbar zu sein.
> Aber f�r 800-900MHz h�tte ich das definitiv anders gemacht.
>

Scheint ja wirklich nicht so der Hit zu sein.


>> Was sie fast alle nicht hinkriegen ist der Squelch. Letztens wieder
>> passiert, Mikrofonbatterie ging leer ... *POCK* ... einige Leute
>> erschraken. Peinlich, sowas.
>
> Speziell gute Mikrofon- und IEM-Strecken haben daf�r noch den Pilotton,
> zumindest bei Sennheiser die G2 (die generell mit 2AA in allem tragbaren
> auskommt). Wenn man den abschaltet, kann es schonmal passieren das die
> Rauschsperre an der Schaltschwelle bissel unsauber reagiert. Sp�testens
> im Veranstaltungsbereich, wo dann fette Endstufen und
> Beschallungsanlagen drann h�ngen....kommt garnicht gut.
> Daher gibt's da heute nur noch gute Sachen mit Pilotton.
>

Standard und Motorola hatten das allerdings auch ohne ganz gut
hinbekommen. Ein klassischer Fehler der Entwickler solcher Squelch
Schaltungen ist, die DC-Balance an der Trennstelle nicht zu wahren.


>> Gescheite Squelch Loesungen habe ich bisher nur bei Standard und bei
>> Motorola gesehen, die beherrschen das wenn sie wollen.
>> Amateurfunkhersteller vermutlich auch, da kenne ich die neuen Produkte
>> aber nicht.
>
> Naja, die Betriebsfunksparte von (Vertex) Standard und Motorola kann
> sich durchaus sehen lassen. Der Squelch macht da genau das, was man sich
> immer w�nschte.
> Die Sparfuchs-Export-Variante Motorola GP68 hingegen ist damit nicht
> mehr vergleichbar. Die rastet schon aus wenn irgendwo ein Sack Reis
> umf�llt..:-)
>
> Und das nagelneue Afu-Handy DJ-G7 welches hier seit ein paar Tagen
> rumsteht, hat auch eine Rauschsperre die eher nostalgisch anmutet.
> Selbst auf 23cm knackt, rauscht, ploppt die Rauschsperre, wenn
> irgendjemand hier in der Nachbarschaft das Licht einschaltet...
>

Und ich dachte die haetten sowas inzwischen gelernt.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 8, 2009, 4:38:14 AM11/8/09
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Was sie fast alle nicht hinkriegen ist der Squelch. Letztens wieder
>passiert, Mikrofonbatterie ging leer ... *POCK* ... einige Leute
>erschraken. Peinlich, sowas.

Ein ordentliches System macht bei beginnendem Strommangel einen
geregelten shutdown, nimmt erst den Pilotton weg, dann den Sender, und
schon braucht es gar keinen squelch mehr.

Joerg

unread,
Nov 8, 2009, 10:50:11 AM11/8/09
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Was sie fast alle nicht hinkriegen ist der Squelch. Letztens wieder
>> passiert, Mikrofonbatterie ging leer ... *POCK* ... einige Leute
>> erschraken. Peinlich, sowas.
>
> Ein ordentliches System macht bei beginnendem Strommangel einen
> geregelten shutdown, nimmt erst den Pilotton weg, dann den Sender, und
> schon braucht es gar keinen squelch mehr.
>

Tja, es ist unsereins schon klar wie man das macht aber den Ingenieuren
beim Hersteller manchmal wohl nicht. Die Leute die so etwas brauchen und
kaufen haben auch nicht immer das Glueck, einen HF-Ingenieur an Bord zu
haben. Jedenfalls war unser System schon da und hatte richtig Kohle
gekostet, da muss man dann eben eine Zeit lang mit leben.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 8, 2009, 12:18:57 PM11/8/09
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Tja, es ist unsereins schon klar wie man das macht aber den Ingenieuren
>beim Hersteller manchmal wohl nicht.

Bei uns ist das schon recht lange gang und g�be, wenn man nicht gerade
China-Schei� kauft.

Joerg

unread,
Nov 8, 2009, 12:37:21 PM11/8/09
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Tja, es ist unsereins schon klar wie man das macht aber den Ingenieuren
>> beim Hersteller manchmal wohl nicht.
>
> Bei uns ist das schon recht lange gang und g�be, wenn man nicht gerade
> China-Schei� kauft.
>

Also unsere EW100 Serie kam nicht nicht aus China, sondern m.W. aus der
Gegend Hannover und ist auch nicht viel aelter als 10 Jahre.

Dr. Rainer Meergans

unread,
Nov 8, 2009, 2:18:09 PM11/8/09
to
J�rgen H�ser schrieb:

> Und das nagelneue Afu-Handy DJ-G7 welches hier seit ein paar Tagen
> rumsteht, hat auch eine Rauschsperre die eher nostalgisch anmutet.
> Selbst auf 23cm knackt, rauscht, ploppt die Rauschsperre, wenn
> irgendjemand hier in der Nachbarschaft das Licht einschaltet...
>

Oh, das ist aber schade - ich freute mich schon endlich mal wieder 23cm.
So etwas stand auch weder im FA noch in der cq-dl :-(

Und wie ist das teil sonst?

> Gr��e aus Dortmund

Gr��e aus Bergkamen!

73, Rainer

Jürgen Hüser

unread,
Nov 8, 2009, 8:59:08 PM11/8/09
to
Hallo!

Dr. Rainer Meergans schrieb:

>> [Alinco DJ-G7]


>
> Oh, das ist aber schade - ich freute mich schon endlich mal wieder 23cm.
> So etwas stand auch weder im FA noch in der cq-dl :-(
>
> Und wie ist das teil sonst?

Nunja...alles in allem schon recht nett.

Hatte nur einige Startprobleme anfangs.
Das es da keine Setup oder Menue-Taste gab ist das eine, das sowas
�hnliches aber durch [Func] + dr�cken einer der beiden Dregeber
aufgerufen werden kann, muss man erstmal im Handbuch nachschlagen.

Handb�cher zu Afu-Ger�ten sind f�r mich eigentlich etwas, was ich nie,
oder fr�stens nach etlichen Wochen mal �berfliege. So ganz nach dem
Motto "Was kann es denn noch, was ich vielleicht �bersehen habe?"

Bei DJ-G7 ging's erstmal so..:
1.: Auspacken
2.: Einschalten und rumbrobieren
3.: nach 10 Minuten Ratlosigkeit der Griff zum Manual
....
Zwei Tage sp�ter erst blickte ich soweit dahinter, das die Bedienung nun
relativ fl�ssig geht.

Abgesehen von der Rauschsperre habe ich nur wenige Kritikpunkte:

1.: Die Firmware (v 4.126) ist �usserst d�rftig. Verhaut im VFO-Mode im
Subband permanent Modulationsarten und Kanalraster - meint auf 90MHz
w�hre 5kHz/AM und oberhalb von 147MHz dann WFM/150kHz. Ausserdem ist die
Firmware 4.126 nicht in der Lage Daten mit der aktuellen
Programmiersoftware 1.4 auszutauschen (geht garnix!).
Mit der alten Software 1.1 hingegen klappen wenigstens die
Speicherpl�tze, aber das Setup haut fehler rein.
Da muss Alinco bei der Firmware nochmal ordentlich die �rmel hochkrempeln.

2.: Der NF-Stecker ist nu schonwieder eine neue Kreation.
Zu den 3,5mm Stereo, 3,5mm Vierpol, den 3,5mm mit �berwurfmutter, hat
Alinco nun noch einen 3,5mm Stecker mit Schaftgewinde entwickelt.
Da mal eben mit einem beliebigen Klinkenstecker ein TNC o.�. anzuklemmen
geht nicht. Um auf normale Stecker zu kommen, brauchts den als Zubeh�r
erh�ltlichen Adapter.
Man kann es ja irgendwo verstehen, schlie�lich haben die Entwickler ja
sehr viel Wert darauf gelegt das Teilchen m�glichst wasserdicht zu
bekommen. Daf�r also dieser superspezielle Klinkenstecker.
Dummer weise befindet sich aber links eine sehr undicht wirkende
Holstiftbuchse f�r Fremdspannung, welche nur ganz lapidar mit der losen
Gumilasche bedeckt wird.

Ansonsten ist das Teil schnuckelig, auch was den Empfang abseits der
Afu-B�nder angeht. Also z.B. 10m, 4m, VHF/UHF-Flugfunk usw. klappt recht
brauchbar.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 9, 2009, 12:55:05 AM11/9/09
to
"Dr. Rainer Meergans" <rainer....@freenet.de> wrote:

>Oh, das ist aber schade - ich freute mich schon endlich mal wieder 23cm.
>So etwas stand auch weder im FA noch in der cq-dl :-(

Ganz so schlimm ist es auch nicht; halt wie all die
AFu-Rauschsperren...wenn man sie auf 2 oder 3 stellt, dann kommt man
gut damit zurecht.

Ich bin nach wie vor ziemlich zufrieden mit dem Dingens! Und in Kiel
und Frankfurt (Main) hat man auch auf 23cm eine Chance, ein Gegen�ber
zu finden.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 9, 2009, 12:56:00 AM11/9/09
to
J�rgen H�ser <dg...@gmx.de> wrote:

>2.: Der NF-Stecker ist nu schonwieder eine neue Kreation.
>Zu den 3,5mm Stereo, 3,5mm Vierpol, den 3,5mm mit �berwurfmutter, hat
>Alinco nun noch einen 3,5mm Stecker mit Schaftgewinde entwickelt.

Ist die gleiche Verbindung wie auch bei Yaesu, pa�t auch an mein VX-7.

Jürgen Hüser

unread,
Nov 9, 2009, 8:28:50 PM11/9/09
to
Hallo Ralph!

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Ist die gleiche Verbindung wie auch bei Yaesu, pa�t auch an mein VX-7.

Huch? Der komische Stecker vom Alinco DJ-G7 ist kompatibel mit dem Yaesu
VX-7?

Jo mei, sollte das teil etwa eine Art "Standard" werden, den man zum
selber l�ten balt kaufen kann?

Keine Frage, der Stecker selber ist vom System garnicht mal so schlecht.
Hauptvorteil neben der Wasserdichtigkeit sehe ich halt in der
hervorragenden Zugentlastung.

Nur vom Handling her finde ich den recht missraten.
Wenn man schon lieber sein Handfunkger�t auf den Stecker schraubt, statt
den Stecker in das HFG zu schrauben, dann ist das schon ein etwas
komisches Gef�hl..:-)

Besser h�tte ich da das �berwurfmutter-Prinzip gefunden...:

http://www.thomann.de/de/bmp_bmp_stecker.htm

Da noch nen O-Ring in die Mutter, aussen rum bissel gummierung, fettich.

Zugegeben, obiges Steckersystem ist nicht gerade billig, was aber eher
in der Monopolanwendung des Steckers liegt.
Dabei ist das Gewinde der �berwurfmutter exakt passend zu den
Aussengewinden der �blichen 3,5mm Einbaubuchsen mit Zentralbefestigung,
wie zB Reichels EB35.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 10, 2009, 4:18:39 AM11/10/09
to
J�rgen H�ser <dg...@gmx.de> wrote:

>Huch? Der komische Stecker vom Alinco DJ-G7 ist kompatibel mit dem Yaesu
>VX-7?

Ja, genau :) Und das Ding gibt es schon seit etlichen Jahren...

>Jo mei, sollte das teil etwa eine Art "Standard" werden, den man zum
>selber l�ten balt kaufen kann?

Bitte nicht!

>Keine Frage, der Stecker selber ist vom System garnicht mal so schlecht.
>Hauptvorteil neben der Wasserdichtigkeit sehe ich halt in der
>hervorragenden Zugentlastung.

Hrmpf. Ich hasse Klinkenstecker, irgendwann unter Anwesenheit von HF
fangen die beim Senden dann an zu knistern und kruschpeln.

>Nur vom Handling her finde ich den recht missraten.
>Wenn man schon lieber sein Handfunkger�t auf den Stecker schraubt, statt
>den Stecker in das HFG zu schrauben, dann ist das schon ein etwas
>komisches Gef�hl..:-)

Ja, ziemlicher Schei�. Ich werde mir entweder einen 4-poligen
abdrehen, damit er da 'reinpa�t, oder notfalls von dem Adapter das
Gewinde abdrehen. Ein Programmierkabel mu� schnell an-und abzustecken
gehen, Wasserdichtigkeit ist da eher egal.

>Besser h�tte ich da das �berwurfmutter-Prinzip gefunden...:
>
>http://www.thomann.de/de/bmp_bmp_stecker.htm

Buaaah. Nein, dann lieber einen Lemo-Stecker.

>Gr��e aus Dortmund
>
>J�rgen, DG7GJ

Jürgen Hüser

unread,
Nov 10, 2009, 6:41:14 PM11/10/09
to
Moin Ralph!

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Hrmpf. Ich hasse Klinkenstecker, irgendwann unter Anwesenheit von HF


> fangen die beim Senden dann an zu knistern und kruschpeln.

Kommt halt auf das Umfeld an, wo man sowas verwendet.
Bei Betriebsfunkger�ten, insofern sie auch auf Baustellen, in der
Landwirtschaft usw. eingesetzt werden sollen: absolut nein!

Bei Amateurfunk hingegen reicht das Klinkensteckersystem in den
allermei�ten F�llen.
Klar, Ausnamen gibt es auch hier...Klinke ist halt nicht Outdoor-f�hig.

Besondere Probleme in Verbindung mit HF habe ich noch nie beobachtet.
Was aber der Hauptfehler an diesen 3,5mm Steckern ist:
Mechanische Stabilit�t.
Das sowohl Stecker als auch Buchse recht filligran aufgebaut sind wird
von *Anwender* h�ufig untersch�tzt.
Man denke an den guten alten Walkman. Mechanisch war da damals niemals
die Rede von das man da schwere Adaptert�rme reinsto�pft, oder
meterlange Kabel drann runterh�ngen l�sst.
Hinzu kommt halt noch die Anf�lligkeit der Kontakte durch Verschmutzung.

Ausserdem ist der 3,5mm Stecker eh nur eine reine Konsumerverstion die
nie auf langfristige Funktionalit�t ausgelegt war.

Der gro�e Bruder, die 6,3mm-Version ist seit Jahrzehnten die best�ndige
Basis im Tonstudiobereich und konnte bis heute nicht verdr�ngt werden.

Mu� man halt nur pfleglich behandeln.

>> Besser h�tte ich da das �berwurfmutter-Prinzip gefunden...:
>>
>> http://www.thomann.de/de/bmp_bmp_stecker.htm
>
> Buaaah. Nein, dann lieber einen Lemo-Stecker.

Ahhhhrg....

Ja, keine Frage...sehen stabil aus, sind furchbar professionell,
furchbar teuer und schlimm zu l�ten.
Hatte da nur vor ein paar Monaten nen Fall mit sonem Teilchen, wo sich
mir die Fu�n�gel aufrollten.
Nen Darsteller wurd mit nem Headset best�ckt und sollte 30 Minuten
sp�ter angesaftet werden. Ich sa� da mit dem Bodypack und er zog sich
den Lemostecker aus der Hosentasche.
Vorsichtig anpeilen, ausrichten, sanft
zusammenschieben...wackel...wackel...irgendwas klemmt.
Also wieder ausgezogen und reingeguckt.

Soein *schei�* kleiner Fussel eines Tempos zwischen den Pins!
Pusten, Druckluft...nix...feiner Schraubenzieher...ahrg...keiner klein
gennug...neues Headset �ber die Kleidung, oder irgendwie hinkriegen
innerhalb von...�h...sofort...
Eine Stecknadel war mein Lebensretter...

Also merke:
Wer mit Lemosteckern arbeitet, sollte immer ne Stecknadel griffbereit
haben. Oder halt eine gute Maste nebenan sitzen haben, die den
Hilfeschrei "Naaaaadel...." verstehen..:-)

Keine Frage...Lemo ist gut.
F�r Me�ger�te die altert�mlich ordentlich, staubfrei in Samt gebettet in
massiven Holzschatullen aufbewahrt werden.
Aber f�r die allt�gliche Anwendung halte ich die f�r zu empfindlich.

Gr��e aus Dortmund

J�rgen, DG7GJ

--
www.funktechnik-hueser.de

Horst-D.Winzler

unread,
Nov 10, 2009, 9:29:51 PM11/10/09
to
Jürgen Hüser schrieb:
> Moin Ralph!

> Also merke:
> Wer mit Lemosteckern arbeitet, sollte immer ne Stecknadel griffbereit
> haben. Oder halt eine gute Maste nebenan sitzen haben, die den
> Hilfeschrei "Naaaaadel...." verstehen..:-)
>
> Keine Frage...Lemo ist gut.

> Für Meßgeräte die altertümlich ordentlich, staubfrei in Samt gebettet in
> massiven Holzschatullen aufbewahrt werden.
> Aber für die alltägliche Anwendung halte ich die für zu empfindlich.
>
> Grüße aus Dortmund
>
> Jürgen, DG7GJ
>

Es gibt ja noch Fischer...

--
mfg hdw

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 10, 2009, 11:50:46 PM11/10/09
to
J�rgen H�ser <dg...@gmx.de> wrote:

>> Hrmpf. Ich hasse Klinkenstecker, irgendwann unter Anwesenheit von HF
>> fangen die beim Senden dann an zu knistern und kruschpeln.
>
>Kommt halt auf das Umfeld an, wo man sowas verwendet.
>Bei Betriebsfunkger�ten, insofern sie auch auf Baustellen, in der
>Landwirtschaft usw. eingesetzt werden sollen: absolut nein!
>
>Bei Amateurfunk hingegen reicht das Klinkensteckersystem in den
>allermei�ten F�llen.
>Klar, Ausnamen gibt es auch hier...Klinke ist halt nicht Outdoor-f�hig.

Wenn die paar Jahre alt sind und auch noch die r�ckflie�ende HF bei
Handfunkger�ten �ber das Mikrokabel dazukommt, dann fangen die an sich
alle an, irgendwann Kinsterger�usche zu produzieren. Dreckszeugs!

>Keine Frage...Lemo ist gut.
>F�r Me�ger�te die altert�mlich ordentlich, staubfrei in Samt gebettet in
>massiven Holzschatullen aufbewahrt werden.
>Aber f�r die allt�gliche Anwendung halte ich die f�r zu empfindlich.

Neee, das geht ganz gut. Wir verwenden die im Industriebereich, ohne
Probleme.

>Gr��e aus Dortmund
>
>J�rgen, DG7GJ

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