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ISB Ladekabel für Akkus

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Jürgen Braetz

unread,
May 14, 2008, 12:12:41 PM5/14/08
to
Hallo NG,

würde gerne folgendes realisieren, kann aber nix im Netz finden:

Ich habe einen Rechner mit USB-Hub (4Port + Netzteil), welches ich
eigentlich mit einem Schalter versehen wollte, um Strom zu sparen. Jetzt
hatte ich die geistreiche Idee, diese an eine zeitgesteuerte, schaltbare
Steckdose anzuschließen gehabt haben. Jetzt stellte ich gerade fest das
Akkus ja eigentlich eine Erhaltungsladung brauchen, um diese, so war mein
Gedanke, frisch wie normale Batterien benutzen zu können.

Kann man nicht die Power vom Hub für das Ladegerät, welches ich besitze
nutzen? Dieses ist so oder so fast immer an ist? Was für ein Netzteil wäre
das dann? Wo kriege ich das? Und wie verdrahte ich das dann?

Liebe Grüße

Jürgen
--
Mea culpa! Morituri te salutant.
********************************
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nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem

Wolfgang Gerber

unread,
May 14, 2008, 12:34:17 PM5/14/08
to

Jürgen Braetz schrieb:

> würde gerne folgendes realisieren, kann aber nix im Netz finden:

> Ich habe einen Rechner mit USB-Hub (4Port + Netzteil), welches ich
> eigentlich mit einem Schalter versehen wollte, um Strom zu sparen. Jetzt
> hatte ich die geistreiche Idee, diese an eine zeitgesteuerte, schaltbare
> Steckdose anzuschließen gehabt haben. Jetzt stellte ich gerade fest das
> Akkus ja eigentlich eine Erhaltungsladung brauchen, um diese, so war mein
> Gedanke, frisch wie normale Batterien benutzen zu können.
>
> Kann man nicht die Power vom Hub für das Ladegerät, welches ich besitze
> nutzen? Dieses ist so oder so fast immer an ist? Was für ein Netzteil wäre
> das dann? Wo kriege ich das? Und wie verdrahte ich das dann?

Deine Gedanken sind zwar verständlich aber spleenig!

Lass den HUB an seinem Netzteil und das Ladegerät an seinem Netzteil.

Die minimale Stromersparnis deiner Idee lohnt keinerlei Gedanken an
irgendwelche so sinnlose Basteleien.

Strom wird gebraucht. Das ist so. Ob der nun so oder so ans Ziel kommt
kommt fast auf das gleiche raus.

Du würdest bestenfalls den Verlustfaktor eines Netzteiles einsparen
können. Aber das sind ein paar Cent oder vielleicht 2 bis 3 EUR im
Jahr. Dafür fasse ich nicht mal einen Schraubenzieher an.

Von anderen neuen Problemen gar nicht zu reden.

Vergiss es einfach - es ist eine Schnapsindee!

Gruss Wolfgang

--
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das Wort NGANTWORT enthalten.

Jürgen Braetz

unread,
May 14, 2008, 1:26:02 PM5/14/08
to

"Wolfgang Gerber" <spamwirdni...@vorsicht-bissig.de> schrieb:

> Deine Gedanken sind zwar verständlich aber spleenig!

Wie wärs denn dann mit einer Überflüssigen Netzteilleitung vom PC-Netzteil?

Wäre das reizvoller?

> Lass den HUB an seinem Netzteil und das Ladegerät an seinem Netzteil.
> Die minimale Stromersparnis deiner Idee lohnt keinerlei Gedanken an
> irgendwelche so sinnlose Basteleien.

Wäre aber eine Idee für große Firmen! Wenn das massentauglich ist könnte
eine Menege Energie gesparrt werden.

> Strom wird gebraucht. Das ist so. Ob der nun so oder so ans Ziel kommt
> kommt fast auf das gleiche raus.

Ich würde aber ncht unnötige Ressourcen verbrauchen. Naja Spleen Ende, aus
der Traum!


> Du würdest bestenfalls den Verlustfaktor eines Netzteiles einsparen
> können. Aber das sind ein paar Cent oder vielleicht 2 bis 3 EUR im
> Jahr. Dafür fasse ich nicht mal einen Schraubenzieher an.

Das wäre mein Ziel, weil ich mir dann nicht mehr die Nörgelei meiner Mutter
anhören müsste.

> Von anderen neuen Problemen gar nicht zu reden.

Die da wären, den Lötkolben kann ich noch schwingen.

> Vergiss es einfach - es ist eine Schnapsindee!

Briefmarken sammeln auch.

> Gruss Wolfgang

Liebe Grüße


Wolfgang Gerber

unread,
May 14, 2008, 1:45:34 PM5/14/08
to

Jürgen Braetz schrieb:

>
> "Wolfgang Gerber" <spamwirdni...@vorsicht-bissig.de> schrieb:
>
> > Deine Gedanken sind zwar verständlich aber spleenig!
>
> Wie wärs denn dann mit einer Überflüssigen Netzteilleitung vom PC-Netzteil?
>
> Wäre das reizvoller?

Und was willst du damit erreichen?



> > Lass den HUB an seinem Netzteil und das Ladegerät an seinem Netzteil.
> > Die minimale Stromersparnis deiner Idee lohnt keinerlei Gedanken an
> > irgendwelche so sinnlose Basteleien.

> Wäre aber eine Idee für große Firmen! Wenn das massentauglich ist könnte
> eine Menege Energie gesparrt werden.

Unsinn - damit wird keine nennenswerte Energie gespart.



> > Strom wird gebraucht. Das ist so. Ob der nun so oder so ans Ziel kommt
> > kommt fast auf das gleiche raus.

> Ich würde aber ncht unnötige Ressourcen verbrauchen. Naja Spleen Ende, aus
> der Traum!

> > Du würdest bestenfalls den Verlustfaktor eines Netzteiles einsparen
> > können. Aber das sind ein paar Cent oder vielleicht 2 bis 3 EUR im
> > Jahr. Dafür fasse ich nicht mal einen Schraubenzieher an.

> Das wäre mein Ziel, weil ich mir dann nicht mehr die Nörgelei meiner Mutter
> anhören müsste.

Erkläre deiner Mutter in einfachen Worten, dass es egal ist, wo die
z.B. 5 Watt für das Ladegerät herkommen bzw. welchen Weg sie nehmen.

Ob durch das PC-Netzteil, was dann entsprechend 5 Watt mehr aus der
Steckdose zieht oder aus dem USB-Netzteil, was dann auch 5 Watt aus
der Steckdose zieht oder aus dem Ladegerätnetzteil, was auch wieder 5
Watt aus der Steckdose nimmt. Es kommt auf das gleiche raus. Mal die
Verlustfaktoren der Netzteile einfach weggelassen. Aber die kennt
deine Mutter auch nicht.

Sag deiner Mutter "Watt is Watt" - egal wie sie laufen.



> > Von anderen neuen Problemen gar nicht zu reden.

> Die da wären, den Lötkolben kann ich noch schwingen.

Oder den PC laufen lassen müssen obwohl man eigentlich fertig ist und
nur die Akkus noch laden müssen.....



> > Vergiss es einfach - es ist eine Schnapsindee!
>
> Briefmarken sammeln auch.

Ack - aber die kann man meistens noch zu Geld machen. Und wenn man es
richtig macht mit Gewinn.

Joerg

unread,
May 14, 2008, 2:13:40 PM5/14/08
to
Wolfgang Gerber wrote:
>
> Jürgen Braetz schrieb:
>
>> "Wolfgang Gerber" <spamwirdni...@vorsicht-bissig.de> schrieb:
>>
>>> Deine Gedanken sind zwar verständlich aber spleenig!
>> Wie wärs denn dann mit einer Überflüssigen Netzteilleitung vom PC-Netzteil?
>>
>> Wäre das reizvoller?
>
> Und was willst du damit erreichen?
>
>>> Lass den HUB an seinem Netzteil und das Ladegerät an seinem Netzteil.
>>> Die minimale Stromersparnis deiner Idee lohnt keinerlei Gedanken an
>>> irgendwelche so sinnlose Basteleien.
>
>> Wäre aber eine Idee für große Firmen! Wenn das massentauglich ist könnte
>> eine Menege Energie gesparrt werden.
>
> Unsinn - damit wird keine nennenswerte Energie gespart.
>

Das sehen Experten anders. Gestern gelesen, dass man in USA darueber
nachdenkt, Hubs mit angepasster Geschwindigkeit eventuell bis Null
herunter auszustatten. Die pro Jahr durch leer herumduempelnde Hubs
verbrutzelte Energie wurde auf mehrere Terawattstunden geschaetzt. Viel
davon geht drauf, weil die Chips staendig in Bereitschaft fuer 1Gb/sec
haengen oder was immer die Hoechstgeschwindigkeit ist.

Technisch ist das nicht allzu schwierig zu loesen. Ist wie bei modernen
Autos. Als der Nachbar anhielt, um mit uns zu kloenen, ging der Motor
von selbst aus. Beim Druck aufs Gaspedal war er sofort wieder da.


>>> Strom wird gebraucht. Das ist so. Ob der nun so oder so ans Ziel kommt
>>> kommt fast auf das gleiche raus.
>
>> Ich würde aber ncht unnötige Ressourcen verbrauchen. Naja Spleen Ende, aus
>> der Traum!
>
>>> Du würdest bestenfalls den Verlustfaktor eines Netzteiles einsparen
>>> können. Aber das sind ein paar Cent oder vielleicht 2 bis 3 EUR im
>>> Jahr. Dafür fasse ich nicht mal einen Schraubenzieher an.
>
>> Das wäre mein Ziel, weil ich mir dann nicht mehr die Nörgelei meiner Mutter
>> anhören müsste.
>
> Erkläre deiner Mutter in einfachen Worten, dass es egal ist, wo die
> z.B. 5 Watt für das Ladegerät herkommen bzw. welchen Weg sie nehmen.
>

Und das aus Germania, wo beinahe jeder ueber Global Warming lamentiert?

[...]

--
Gruesse, Joerg

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Gerrit Heitsch

unread,
May 14, 2008, 2:50:07 PM5/14/08
to
Joerg wrote:

>
> Das sehen Experten anders. Gestern gelesen, dass man in USA darueber
> nachdenkt, Hubs mit angepasster Geschwindigkeit eventuell bis Null
> herunter auszustatten. Die pro Jahr durch leer herumduempelnde Hubs
> verbrutzelte Energie wurde auf mehrere Terawattstunden geschaetzt. Viel
> davon geht drauf, weil die Chips staendig in Bereitschaft fuer 1Gb/sec
> haengen oder was immer die Hoechstgeschwindigkeit ist.

Hubs gibt es nicht mehr wirklich und bei Gbit sowieso nicht,
das setzt zwingend Switches voraus.


> Technisch ist das nicht allzu schwierig zu loesen.

Doch, ist es, weil die Modulationsarten sehr unterschiedlich sind
und du nicht so einfach wechseln kannst. Schaltest du von GBit
auf 100Mbit runter ist die Verbindung fuer um 1 Sekunde weg bis
sich die Gegenstellen wieder gefunden haben, STP erst mal gar
nicht beruecksichtigt. Den Link ganz abschalten geht auch nicht
weil dann die Gegenseite das als Ausfall wertet.

Rate mal was das fuer ein LAN bedeutet. Magst du gerne
andauernd kurze Ausfaelle? IMHO waere es besser beim
Gbit-PHY den Stromverbrauch zu reduzieren. Da ist sicher
noch Luft, die alten 10baseT-Chips wurden auch waermer als
die aktuellen 100baseTX-Chips (Einen 5port 10/100 Switch kann
man seit ein paar Jahren ueber USB versorgen)

BTW: Ich habs mal nachmessen... Ein GBit-Port braucht ohne
Link 200mA (bei 5V) weniger als mit Link (ohne Datenverkehr).
Das gilt fuer Technik von 2003.

Gerrit

Joerg

unread,
May 14, 2008, 3:13:47 PM5/14/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>
>>
>> Das sehen Experten anders. Gestern gelesen, dass man in USA darueber
>> nachdenkt, Hubs mit angepasster Geschwindigkeit eventuell bis Null
>> herunter auszustatten. Die pro Jahr durch leer herumduempelnde Hubs
>> verbrutzelte Energie wurde auf mehrere Terawattstunden geschaetzt.
>> Viel davon geht drauf, weil die Chips staendig in Bereitschaft fuer
>> 1Gb/sec haengen oder was immer die Hoechstgeschwindigkeit ist.
>
> Hubs gibt es nicht mehr wirklich und bei Gbit sowieso nicht,
> das setzt zwingend Switches voraus.
>

Klar, ich meinte Switches. Hubs hat jetzt wohl mein Alter verraten ...

>
>> Technisch ist das nicht allzu schwierig zu loesen.
>
> Doch, ist es, weil die Modulationsarten sehr unterschiedlich sind
> und du nicht so einfach wechseln kannst. Schaltest du von GBit
> auf 100Mbit runter ist die Verbindung fuer um 1 Sekunde weg bis
> sich die Gegenstellen wieder gefunden haben, STP erst mal gar
> nicht beruecksichtigt. Den Link ganz abschalten geht auch nicht
> weil dann die Gegenseite das als Ausfall wertet.
>

Eine Sekunde ist vernachlaessigbar, wenn jemand mal eben von der
Terrasse aus sein Email nachguckt. Geht im Rauschen unter.


> Rate mal was das fuer ein LAN bedeutet. Magst du gerne
> andauernd kurze Ausfaelle? IMHO waere es besser beim
> Gbit-PHY den Stromverbrauch zu reduzieren. Da ist sicher
> noch Luft, die alten 10baseT-Chips wurden auch waermer als
> die aktuellen 100baseTX-Chips (Einen 5port 10/100 Switch kann
> man seit ein paar Jahren ueber USB versorgen)
>

Ich stoepsle hier dauernd am LAN herum, kein Problem.


> BTW: Ich habs mal nachmessen... Ein GBit-Port braucht ohne
> Link 200mA (bei 5V) weniger als mit Link (ohne Datenverkehr).
> Das gilt fuer Technik von 2003.
>

Wieviel insgesamt? Wenn ohne Link der interne Takt volles Rohr
weiterlaeuft, verbraucht er unnoetig viel. Irgendwann muessen wir uns
von dem Gedanken abbringen, dass hier ein Watt und dort ein Watt nur
Kleinkram ist.

Ich musste am Wochenende DTV Konverter vergleichen, weil 2009 umgestellt
wird. Kriterium #1 war der Verbrauch.

Gerrit Heitsch

unread,
May 14, 2008, 3:24:50 PM5/14/08
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>
>>> Technisch ist das nicht allzu schwierig zu loesen.
>>
>> Doch, ist es, weil die Modulationsarten sehr unterschiedlich sind
>> und du nicht so einfach wechseln kannst. Schaltest du von GBit
>> auf 100Mbit runter ist die Verbindung fuer um 1 Sekunde weg bis
>> sich die Gegenstellen wieder gefunden haben, STP erst mal gar
>> nicht beruecksichtigt. Den Link ganz abschalten geht auch nicht
>> weil dann die Gegenseite das als Ausfall wertet.
>>
>
> Eine Sekunde ist vernachlaessigbar, wenn jemand mal eben von der
> Terrasse aus sein Email nachguckt. Geht im Rauschen unter.

Das machen die meisten Leute jetzt sowieso per WLAN und da ist
nicht viel zu wollen, der AP muss sein Leuchtfeuer (Beacon)
senden.

>> Rate mal was das fuer ein LAN bedeutet. Magst du gerne
>> andauernd kurze Ausfaelle? IMHO waere es besser beim
>> Gbit-PHY den Stromverbrauch zu reduzieren. Da ist sicher
>> noch Luft, die alten 10baseT-Chips wurden auch waermer als
>> die aktuellen 100baseTX-Chips (Einen 5port 10/100 Switch kann
>> man seit ein paar Jahren ueber USB versorgen)
>>
>
> Ich stoepsle hier dauernd am LAN herum, kein Problem.

Ich auch... ich schalte den Kram sogar ab wenn er nicht
gebraucht wird. Spart noch mehr Strom.

>> BTW: Ich habs mal nachmessen... Ein GBit-Port braucht ohne
>> Link 200mA (bei 5V) weniger als mit Link (ohne Datenverkehr).
>> Das gilt fuer Technik von 2003.
>>
>
> Wieviel insgesamt? Wenn ohne Link der interne Takt volles Rohr
> weiterlaeuft, verbraucht er unnoetig viel.

Die Controller bei den Switches brauchen nicht mehr allzuviel,
meist ist da gar kein Kuehlkoerper mehr drauf. Bei den GBit-PHYs
auch nicht, nur die Chips mit 4x Gbit-PHY haben noch einen.
GBit-NICs haben meist keinen externen PHY mehr sondern
alles in einem Chip (ohne Kuehlkoerper). Vergleich das mal mit
dem Anfang von GBit-Ethernet wo Controller und PHY jeweils
einen Kuehlkoerper hatten.

Obwohl bei dem ausgemessenen Switch ein Netzteil 5V 3A beilag
kam ich auch bei 5 Ports mit Link nur knapp ueber 1A raus.


> Irgendwann muessen wir uns
> von dem Gedanken abbringen, dass hier ein Watt und dort ein Watt nur
> Kleinkram ist.

Dann spar mal am Standby-Verbrauch und kauf nur Geraete, die auch
einen echten Schalter haben. Da kommt einiges zusammen.

> Ich musste am Wochenende DTV Konverter vergleichen, weil 2009 umgestellt
> wird. Kriterium #1 war der Verbrauch.

Echter Schalter?

Gerrit

Jürgen Braetz

unread,
May 14, 2008, 3:34:11 PM5/14/08
to
"Wolfgang Gerber" <spamwirdni...@vorsicht-bissig.de> schrieb:

> Deine Gedanken sind zwar verständlich aber spleenig!

Wie wärs denn dann mit einer Überflüssigen Netzteilleitung vom PC-Netzteil?

Wäre das reizvoller?

> Lass den HUB an seinem Netzteil und das Ladegerät an seinem Netzteil.


> Die minimale Stromersparnis deiner Idee lohnt keinerlei Gedanken an
> irgendwelche so sinnlose Basteleien.

Wäre aber eine Idee für große Firmen! Wenn das massentauglich ist könnte


eine Menege Energie gesparrt werden.

> Strom wird gebraucht. Das ist so. Ob der nun so oder so ans Ziel kommt


> kommt fast auf das gleiche raus.

Ich würde aber ncht unnötige Ressourcen verbrauchen. Naja Spleen Ende, aus
der Traum!


> Du würdest bestenfalls den Verlustfaktor eines Netzteiles einsparen
> können. Aber das sind ein paar Cent oder vielleicht 2 bis 3 EUR im
> Jahr. Dafür fasse ich nicht mal einen Schraubenzieher an.

Das wäre mein Ziel, weil ich mir dann nicht mehr die Nörgelei meiner Mutter
anhören müsste.

> Von anderen neuen Problemen gar nicht zu reden.

Die da wären, den Lötkolben kann ich noch schwingen.

> Vergiss es einfach - es ist eine Schnapsindee!

Briefmarken sammeln auch.

> Gruss Wolfgang

Liebe Grüße


Joerg

unread,
May 14, 2008, 3:52:02 PM5/14/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>> Gerrit Heitsch wrote:
>>> Joerg wrote:
>>>
>>>> Technisch ist das nicht allzu schwierig zu loesen.
>>>
>>> Doch, ist es, weil die Modulationsarten sehr unterschiedlich sind
>>> und du nicht so einfach wechseln kannst. Schaltest du von GBit
>>> auf 100Mbit runter ist die Verbindung fuer um 1 Sekunde weg bis
>>> sich die Gegenstellen wieder gefunden haben, STP erst mal gar
>>> nicht beruecksichtigt. Den Link ganz abschalten geht auch nicht
>>> weil dann die Gegenseite das als Ausfall wertet.
>>>
>>
>> Eine Sekunde ist vernachlaessigbar, wenn jemand mal eben von der
>> Terrasse aus sein Email nachguckt. Geht im Rauschen unter.
>
> Das machen die meisten Leute jetzt sowieso per WLAN und da ist
> nicht viel zu wollen, der AP muss sein Leuchtfeuer (Beacon)
> senden.
>

Auch dabei koennte geschickter vorgegangen werden. Der Linksys hier
braucht im Leuchtfeuerbetrieb zuviel. Wird merklich warm. Daher wird er
oft abgestoepselt. Sachen die das nicht abkoennen, kaufe ich nicht, gilt
auch fuer PCs. Letztens war jemand hier, dem der Schreck im Gesicht
stand, als ich nach getaner Arbeit einfach den Ausschalter am PC drueckte.

>
>
>>> Rate mal was das fuer ein LAN bedeutet. Magst du gerne
>>> andauernd kurze Ausfaelle? IMHO waere es besser beim
>>> Gbit-PHY den Stromverbrauch zu reduzieren. Da ist sicher
>>> noch Luft, die alten 10baseT-Chips wurden auch waermer als
>>> die aktuellen 100baseTX-Chips (Einen 5port 10/100 Switch kann
>>> man seit ein paar Jahren ueber USB versorgen)
>>>
>>
>> Ich stoepsle hier dauernd am LAN herum, kein Problem.
>
> Ich auch... ich schalte den Kram sogar ab wenn er nicht
> gebraucht wird. Spart noch mehr Strom.
>
>
>
>>> BTW: Ich habs mal nachmessen... Ein GBit-Port braucht ohne
>>> Link 200mA (bei 5V) weniger als mit Link (ohne Datenverkehr).
>>> Das gilt fuer Technik von 2003.
>>>
>>
>> Wieviel insgesamt? Wenn ohne Link der interne Takt volles Rohr
>> weiterlaeuft, verbraucht er unnoetig viel.
>
> Die Controller bei den Switches brauchen nicht mehr allzuviel,
> meist ist da gar kein Kuehlkoerper mehr drauf. Bei den GBit-PHYs
> auch nicht, nur die Chips mit 4x Gbit-PHY haben noch einen.
> GBit-NICs haben meist keinen externen PHY mehr sondern
> alles in einem Chip (ohne Kuehlkoerper). Vergleich das mal mit
> dem Anfang von GBit-Ethernet wo Controller und PHY jeweils
> einen Kuehlkoerper hatten.
>
> Obwohl bei dem ausgemessenen Switch ein Netzteil 5V 3A beilag
> kam ich auch bei 5 Ports mit Link nur knapp ueber 1A raus.
>

5W mal >100 Millionen Haushalte plus zigtausende Betriebe ist aber zuviel.

>
> > Irgendwann muessen wir uns
>> von dem Gedanken abbringen, dass hier ein Watt und dort ein Watt nur
>> Kleinkram ist.
>
> Dann spar mal am Standby-Verbrauch und kauf nur Geraete, die auch
> einen echten Schalter haben. Da kommt einiges zusammen.
>

Ich wuenschte, es gaebe sie immer. Mein Western Digital Server haelt es
aus, wenn man den Strom wegzieht. Ob es koscher ist, weiss ich nicht,
denn offiziell soll man den dicken Knopf einige Sekunden druecken. Warum
auch immer.

>
>> Ich musste am Wochenende DTV Konverter vergleichen, weil 2009
>> umgestellt wird. Kriterium #1 war der Verbrauch.
>
> Echter Schalter?
>

M.W. hat er einen richtigen Ausschalter. Geht aber nicht immer, weil der
vor den Videorekorder kommt und bei Abwesenheit etwas aufgezeichnet
werden soll. Aber er ist sparsam. Bisher haben wir trotz Pool-Pumpen in
der Nachbarschaft einen der niedrigsten Stromverbraeuche.

Henning Paul

unread,
May 15, 2008, 2:09:59 AM5/15/08
to
Joerg wrote:

> Letztens war jemand hier, dem der Schreck im
> Gesicht stand, als ich nach getaner Arbeit einfach den Ausschalter am
> PC drueckte.

Ein anständig konfigurierter Rechner fährt daraufhin ja auch selbständig
herunter und schaltet sich ab.

> Ich wuenschte, es gaebe sie immer. Mein Western Digital Server haelt
> es aus, wenn man den Strom wegzieht.

Weil es "journaling file systems" gibt.

> Ob es koscher ist, weiss ich
> nicht, denn offiziell soll man den dicken Knopf einige Sekunden
> druecken. Warum auch immer.

Meinen Server (passiv gekühltes Intel ITX-Board, OS von CF-Karte, als
Datenspeicher 2 Notebookplatten im Software-Raid) fahre ich
selbstverständlich durch Antippen des Powertasters herunter. Und der
läuft auch nur, wenn er benötigt wird und hängt zusammen mit Switch und
Access Point an einer Steckdosenleiste mit Schalter.

Gruß
Henning

Gerrit Heitsch

unread,
May 15, 2008, 11:54:54 AM5/15/08
to
Joerg wrote:
>
> Auch dabei koennte geschickter vorgegangen werden. Der Linksys hier
> braucht im Leuchtfeuerbetrieb zuviel. Wird merklich warm.

Er laeuft ja auch komplett...


> Letztens war jemand hier, dem der Schreck im Gesicht
> stand, als ich nach getaner Arbeit einfach den Ausschalter am PC drueckte.

Frueher oder spaeter wird dich das Daten kosten, sag dann aber
nicht, man haette dich nicht gewarnt.

Ist wie mit den Leuten die meinen das PS/2-Tastaturen bzw. Maeuse
hotplugfaehig sind. _Meist_ gehts gut, aber es kann dich auch die
Tastatur, die Maus oder den Port kosten.

>
> Ich wuenschte, es gaebe sie immer. Mein Western Digital Server haelt es
> aus, wenn man den Strom wegzieht. Ob es koscher ist, weiss ich nicht,
> denn offiziell soll man den dicken Knopf einige Sekunden druecken. Warum
> auch immer.

Weil ein modernes OS einen Cache im RAM hat und der, wenn dir deine
Daten lieb sind, erstmal vom RAM auf die Platten geschrieben sein will.

Die Zeiten von FAT32 fuer Datenlaufwerke sind vorbei und selbst da
gabs die beruechtigten Crosslinks usw.


> M.W. hat er einen richtigen Ausschalter. Geht aber nicht immer, weil der
> vor den Videorekorder kommt und bei Abwesenheit etwas aufgezeichnet
> werden soll. Aber er ist sparsam. Bisher haben wir trotz Pool-Pumpen in
> der Nachbarschaft einen der niedrigsten Stromverbraeuche.

Was in USA leider nicht viel heissen will. :(

Gerrit

Joerg

unread,
May 15, 2008, 12:33:47 PM5/15/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>>
>> Auch dabei koennte geschickter vorgegangen werden. Der Linksys hier
>> braucht im Leuchtfeuerbetrieb zuviel. Wird merklich warm.
>
> Er laeuft ja auch komplett...
>
>
>> Letztens war jemand hier, dem der Schreck im Gesicht stand, als ich
>> nach getaner Arbeit einfach den Ausschalter am PC drueckte.
>
> Frueher oder spaeter wird dich das Daten kosten, sag dann aber
> nicht, man haette dich nicht gewarnt.
>
> Ist wie mit den Leuten die meinen das PS/2-Tastaturen bzw. Maeuse
> hotplugfaehig sind. _Meist_ gehts gut, aber es kann dich auch die
> Tastatur, die Maus oder den Port kosten.
>
>>
>> Ich wuenschte, es gaebe sie immer. Mein Western Digital Server haelt
>> es aus, wenn man den Strom wegzieht. Ob es koscher ist, weiss ich
>> nicht, denn offiziell soll man den dicken Knopf einige Sekunden
>> druecken. Warum auch immer.
>
> Weil ein modernes OS einen Cache im RAM hat und der, wenn dir deine
> Daten lieb sind, erstmal vom RAM auf die Platten geschrieben sein will.
>
> Die Zeiten von FAT32 fuer Datenlaufwerke sind vorbei und selbst da
> gabs die beruechtigten Crosslinks usw.
>

Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden. Zum
Beispiel QNX. Ansonsten habe ich eine recht eiserne Disziplin, was das
sichern angeht. Auto-Save stets auf off, damit nicht gerade beim
Schalten geschrieben wird. Sicherung dann per Hand und haeufig, geht in
Fleisch und Blut ueber wie das Gucken in den Rueckspiegel.

In 20+ Jahren nix passiert. Wenn ein Programm einbricht, wird es neu
installiert.

>
>> M.W. hat er einen richtigen Ausschalter. Geht aber nicht immer, weil
>> der vor den Videorekorder kommt und bei Abwesenheit etwas
>> aufgezeichnet werden soll. Aber er ist sparsam. Bisher haben wir trotz
>> Pool-Pumpen in der Nachbarschaft einen der niedrigsten Stromverbraeuche.
>
> Was in USA leider nicht viel heissen will. :(
>

Wem sagst Du das ... Gerade neuen Pool Sauger installiert, so einen mit
Booster Pumpe. Ab Werk ist abgangsseitig (!) bereits ein Reduzierstueck
eingesetzt. O-Ton Manual: Wenn das nicht reicht und er schneller als
32rpm laeuft, bitte das staerkere blaue Reduzierstueck einsetzen. Au
Mann. Dann ist noch ein Druckregelventil da, bei dem ueberschuessiger
Druck einfach abgefackelt wird.

Gerrit Heitsch

unread,
May 15, 2008, 12:59:43 PM5/15/08
to
Joerg wrote:

> Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden. Zum
> Beispiel QNX.

Auch bei QNX (so das in ein Dateisystem schreiben kann) gibt es
garantiert einen Zeitraum in dem du nicht abschalten darfst wenn
du keinen Datenverlust haben willst.

Es gibt inzwischen Dateisysteme die immer in sich konsistent sind
(NTFS gehoert nicht dazu), aber das heisst nicht, dass beim
Abschalten zum falschen Zeitpunkt nicht Daten verlorengehen
koennen.

Gerrit

Christian Zietz

unread,
May 15, 2008, 1:00:14 PM5/15/08
to
Joerg schrieb:

> Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden.

Das hat nichts mit "Ahnung" zu tun. Wenn Schreibzugriffe aus
Performancegründen im RAM gecacht werden sollen, kann kein OS etwas
gegen einen plötzlichen Stromausfall tun. Man kann höchstens das
Dateisystem fehlerresistenter auslegen (z.B. durch Journaling), aber die
Daten aus dem Cache sind halt weg.

CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Joerg

unread,
May 15, 2008, 2:43:47 PM5/15/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>
>> Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden. Zum
>> Beispiel QNX.
>
> Auch bei QNX (so das in ein Dateisystem schreiben kann) gibt es
> garantiert einen Zeitraum in dem du nicht abschalten darfst wenn
> du keinen Datenverlust haben willst.
>

Waere im Bereich Medizinelektronik ein k.o. Kriterium. IIRC benutzt
sogar Siemens dieses OS bei Radiographieanlagen.


> Es gibt inzwischen Dateisysteme die immer in sich konsistent sind
> (NTFS gehoert nicht dazu), aber das heisst nicht, dass beim
> Abschalten zum falschen Zeitpunkt nicht Daten verlorengehen
> koennen.
>

Das ist loesbar, z.B. durch mehrfaches Schreiben. Aehnlich wie bei
Flugzeugen, wo gewisse Dinge fuenfmal redundant erfolgen (weniger
wichtige auch dreimal). Hin- und Herreissen des Netzschalter ist eines
der ersten Dinge, die ich bei einem frischen Produkt mache. Je nach
Faehigkeit der am Design beteiligten Ingenieure rangiert das Resultat
zwischen "Nix passiert" und hoellischem Knall.

Gerrit Heitsch

unread,
May 15, 2008, 3:48:12 PM5/15/08
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>
>>> Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden. Zum
>>> Beispiel QNX.
>>
>> Auch bei QNX (so das in ein Dateisystem schreiben kann) gibt es
>> garantiert einen Zeitraum in dem du nicht abschalten darfst wenn
>> du keinen Datenverlust haben willst.
>>
>
> Waere im Bereich Medizinelektronik ein k.o. Kriterium. IIRC benutzt
> sogar Siemens dieses OS bei Radiographieanlagen.

Geht nicht anders. Es gibt beim Schreiben auf ein Dateisystem
_immer_ einen Zeitpunkt bei dem es zum Datenverlust kommt
wenn du abschaltest. Je nach Filesystem ist dann entweder
die Datei weg oder du hast beim naechsten Einschalten immer
noch die alte Version. Letzteres ziehe ich vor.


>> Es gibt inzwischen Dateisysteme die immer in sich konsistent sind
>> (NTFS gehoert nicht dazu), aber das heisst nicht, dass beim
>> Abschalten zum falschen Zeitpunkt nicht Daten verlorengehen
>> koennen.
>>
>
> Das ist loesbar, z.B. durch mehrfaches Schreiben.

Hilft auch nicht wenn der Abschaltzeitpunkt waehrend des
ersten Schreibens ist... Es ist nicht loesbar sondern
man kann die Gefahr durch gutes Design nur minimieren.

Der Zeitraum wo es Probleme gibt kann sehr klein sein, aber
laut Murphy passiert es genau dann, wenn der Schaden dadurch
maximiert wird. Also niemals beim Test des Designs.


Gerrit


Joerg

unread,
May 15, 2008, 5:07:52 PM5/15/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>> Gerrit Heitsch wrote:
>>> Joerg wrote:
>>>
>>>> Es gibt OS, die von Leuten mit mehr Ahnung entwickelt wurden. Zum
>>>> Beispiel QNX.
>>>
>>> Auch bei QNX (so das in ein Dateisystem schreiben kann) gibt es
>>> garantiert einen Zeitraum in dem du nicht abschalten darfst wenn
>>> du keinen Datenverlust haben willst.
>>>
>>
>> Waere im Bereich Medizinelektronik ein k.o. Kriterium. IIRC benutzt
>> sogar Siemens dieses OS bei Radiographieanlagen.
>
> Geht nicht anders. Es gibt beim Schreiben auf ein Dateisystem
> _immer_ einen Zeitpunkt bei dem es zum Datenverlust kommt
> wenn du abschaltest. Je nach Filesystem ist dann entweder
> die Datei weg oder du hast beim naechsten Einschalten immer
> noch die alte Version. Letzteres ziehe ich vor.
>

Siehe unten.

>
>>> Es gibt inzwischen Dateisysteme die immer in sich konsistent sind
>>> (NTFS gehoert nicht dazu), aber das heisst nicht, dass beim
>>> Abschalten zum falschen Zeitpunkt nicht Daten verlorengehen
>>> koennen.
>>>
>>
>> Das ist loesbar, z.B. durch mehrfaches Schreiben.
>
> Hilft auch nicht wenn der Abschaltzeitpunkt waehrend des
> ersten Schreibens ist... Es ist nicht loesbar sondern
> man kann die Gefahr durch gutes Design nur minimieren.
>

Doch. Wenn nicht alle drei (oder fuenf) Files da und per
Mehrheitsentscheid entzifferbar sind, wird der File als gar nicht
geschrieben gewertet. Ihn gibt's dann nicht. Dann bekommst Du z.B. den
Block, der davor geschrieben wurde.


> Der Zeitraum wo es Probleme gibt kann sehr klein sein, aber
> laut Murphy passiert es genau dann, wenn der Schaden dadurch
> maximiert wird. Also niemals beim Test des Designs.
>

Das laeuft bei uns u.U. wochenlang, so in dieser Art: Zufallsgenerator
im Bereich 1mHz bis 10mHz -> Relais -> 25A Schuetz -> dickes
Ultraschallgeraet.

So ein Geraet darf nicht abstuerzen, nur weil jemand versehentlich den
falschen Netzstecker gezogen hat. Das waere ziemlich unangenehm, wenn Du
da gerade auf dem Tisch laegst und einen Stent an einer kniffligen
Stelle gesetzt bekaemst. "Tja, den Pullback File vom Herrn Heitsch
kriegen wir irgendwie nicht mehr, so ein Driss, rufen Sie mal Doktor
so-und-so, der soll ganz schnell kommen."

Gerrit Heitsch

unread,
May 16, 2008, 12:37:40 AM5/16/08
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>> Das ist loesbar, z.B. durch mehrfaches Schreiben.
>>
>> Hilft auch nicht wenn der Abschaltzeitpunkt waehrend des
>> ersten Schreibens ist... Es ist nicht loesbar sondern
>> man kann die Gefahr durch gutes Design nur minimieren.
>>
>
> Doch. Wenn nicht alle drei (oder fuenf) Files da und per
> Mehrheitsentscheid entzifferbar sind, wird der File als gar nicht
> geschrieben gewertet.

Eben, dann ist das File nicht da => Datenverlust.

> Ihn gibt's dann nicht. Dann bekommst Du z.B. den
> Block, der davor geschrieben wurde.

Eben, die Daten die du wolltest sind weg weil du zu
frueh abgeschaltet hast. Das nennt man 'Datenverlust'.

Gerrit

Joerg

unread,
May 16, 2008, 10:41:59 AM5/16/08
to

Ok, das nenne ich (auch Behoerden und andere Firmen) noch keinen
Datenverlust. Wenn beim Schreiben abgeschaltet wird, gilt dieser
Schreibvorgang nicht mehr als solcher, da nicht zu Ende gefuehrt.

Wichtig ist, dass das System spaeter nicht mit "an unknown error has
..." einen Klabuster hinlegt.

Gerrit Heitsch

unread,
May 16, 2008, 11:09:54 AM5/16/08
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Eben, die Daten die du wolltest sind weg weil du zu
>> frueh abgeschaltet hast. Das nennt man 'Datenverlust'.
>>
>
> Ok, das nenne ich (auch Behoerden und andere Firmen) noch keinen
> Datenverlust.

Ist aber einer und genau der ist eben nicht vermeidbar. Spassig wird
es wenn zwischen OS und dem Speichermedium noch ein weiterer
Cache liegt (Write Cache bei der Festplatte). Dann meint
das OS geschrieben zu haben, die Daten sind aber noch nicht
wirklich geschrieben. Bei jeder IDE/SATA-Festplatte ist dieser
Cache by default eingeschaltet. Kann man abschalten, wird sich
dann aber ueber Performance wundern...

> Wichtig ist, dass das System spaeter nicht mit "an unknown error has
> ..." einen Klabuster hinlegt.

Filesysteme die immer in sich konsistent sind gibts schon laenger.
Datenverlust durch Abschalten zum falschen Zeitpunkt koennen
aber auch sie nicht garantieren.

Gerrit

Joerg

unread,
May 16, 2008, 11:22:45 AM5/16/08
to
Gerrit Heitsch wrote:
> Joerg wrote:
>> Gerrit Heitsch wrote:
>>> Eben, die Daten die du wolltest sind weg weil du zu
>>> frueh abgeschaltet hast. Das nennt man 'Datenverlust'.
>>>
>>
>> Ok, das nenne ich (auch Behoerden und andere Firmen) noch keinen
>> Datenverlust.
>
> Ist aber einer und genau der ist eben nicht vermeidbar. Spassig wird
> es wenn zwischen OS und dem Speichermedium noch ein weiterer
> Cache liegt (Write Cache bei der Festplatte). Dann meint
> das OS geschrieben zu haben, die Daten sind aber noch nicht
> wirklich geschrieben. Bei jeder IDE/SATA-Festplatte ist dieser
> Cache by default eingeschaltet. Kann man abschalten, wird sich
> dann aber ueber Performance wundern...
>

So etwas muss bei manchen Geraeten abgeschaltet sein. Falsche Daten sind
in fast allen Faellen schlimmer oder sogar gefaehrlicher als gar keine
Daten. Performance kommt im Medizinbereich immer hinter Sicherheit. Ich
darf hier keine Details verraten, doch wir haben des oefteren in der
Motorsteuerung mancher OS tiefgreifende Aenderungen vorgenommen, ehe das
alles durch die Pruefung ging.

>
>
>> Wichtig ist, dass das System spaeter nicht mit "an unknown error has
>> ..." einen Klabuster hinlegt.
>
> Filesysteme die immer in sich konsistent sind gibts schon laenger.
> Datenverlust durch Abschalten zum falschen Zeitpunkt koennen
> aber auch sie nicht garantieren.
>

Datenverlust im Schreibmoment ist vorhersehbar und sogar "flag"-faehig.
Wichtig ist, das der Kardiologe nach Wiedereinstoepseln des Netzsteckers
so ziemlich da weitermachen kann, wo er war.

Gerrit Heitsch

unread,
May 16, 2008, 11:41:44 AM5/16/08
to

Oh, das kann er, er hat dann eben die Daten vom letzten Mal und muss
die Messung nochmal machen.

Gerrit

Joerg

unread,
May 16, 2008, 1:34:20 PM5/16/08
to

Sofern nicht ein "geschicktes" OS den alten Datensatz versucht hat zu
ueberschreiben und er nun korrupt ist. Hier muss man die SW Leute von
Cadsoft lobend erwaehnen, die bei Eagle eine waehlbare Backup-Tiefe
anbieten, wo Du stets auf den File von vor 5min oder 10min
zurueckgreifen kannst, nachdem Phil draussen auf seiner Planierraupe
einen dunkelgruenen quadratischen Felsen weggeraeumt hatte, auf dem ABB
stand. Ist hier echt passiert.

Gerrit Heitsch

unread,
May 17, 2008, 1:23:11 PM5/17/08
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>> Gerrit Heitsch wrote:
>>
>>>> Filesysteme die immer in sich konsistent sind gibts schon laenger.
>>>> Datenverlust durch Abschalten zum falschen Zeitpunkt koennen
>>>> aber auch sie nicht garantieren.
>>>>
>>>
>>> Datenverlust im Schreibmoment ist vorhersehbar und sogar
>>> "flag"-faehig. Wichtig ist, das der Kardiologe nach
>>> Wiedereinstoepseln des Netzsteckers so ziemlich da weitermachen kann,
>>> wo er war.
>>
>> Oh, das kann er, er hat dann eben die Daten vom letzten Mal und muss
>> die Messung nochmal machen.
>>
>
> Sofern nicht ein "geschicktes" OS den alten Datensatz versucht hat zu
> ueberschreiben und er nun korrupt ist.

Das ist nicht eine Frage des OS sondern eine reine Frage des
Filesystems und seiner Implementation. Neuere FS schreiben
erst die neuen Daten und wenn die auf der Platte stehen
wird der Pointer umgestellt und die alten freigegeben. Zusammen
mit einem Journal kannst du so sicherstellen, dass nach einem
Crash zumindest noch die alten Daten greifbar sind.

Gerrit

Joerg

unread,
May 17, 2008, 3:45:15 PM5/17/08
to

Schon, aber das OS beinhaltet doch normalerweise das File System.

Falk Willberg

unread,
May 17, 2008, 3:53:50 PM5/17/08
to
Joerg schrieb:

> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>> Gerrit Heitsch wrote:
>>>> Joerg wrote:
>>>>> Gerrit Heitsch wrote:
>>>>
>>>>>> Filesysteme die immer in sich konsistent sind gibts schon laenger.
>>>>>> Datenverlust durch Abschalten zum falschen Zeitpunkt koennen
>>>>>> aber auch sie nicht garantieren.
>>>>>>
>>>>>
>>>>> Datenverlust im Schreibmoment ist vorhersehbar und sogar
>>>>> "flag"-faehig. Wichtig ist, das der Kardiologe nach
>>>>> Wiedereinstoepseln des Netzsteckers so ziemlich da weitermachen
>>>>> kann, wo er war.
>>>>
>>>> Oh, das kann er, er hat dann eben die Daten vom letzten Mal und muss
>>>> die Messung nochmal machen.
>>>>
>>>
>>> Sofern nicht ein "geschicktes" OS den alten Datensatz versucht hat zu
>>> ueberschreiben und er nun korrupt ist.
>>
>> Das ist nicht eine Frage des OS sondern eine reine Frage des
>> Filesystems und seiner Implementation. Neuere FS schreiben
>> erst die neuen Daten und wenn die auf der Platte stehen
>> wird der Pointer umgestellt und die alten freigegeben. Zusammen
>> mit einem Journal kannst du so sicherstellen, dass nach einem
>> Crash zumindest noch die alten Daten greifbar sind.
>>
>
> Schon, aber das OS beinhaltet doch normalerweise das File System.

Richtige Betriebssysteme sind soweit modularisiert, daß man auch das
Dateisystem passend auswählen kann.

Falk

Gerrit Heitsch

unread,
May 17, 2008, 4:11:32 PM5/17/08
to

Eben.... Speziell Linux ist da sehr frei... Was darfs sein? ext2?
ext3? ext4? XFS? JFS? FAT32? NTFS? ISO9660? UDF? Such dir was raus...

Ein Filesystem ist heutzutage ein Modul wie alle anderen.

Duerfte nur noch eine Frage der Zeit sein bis ZFS verfuegbar ist.

Gerrit

Falk Willberg

unread,
May 17, 2008, 4:28:12 PM5/17/08
to
Gerrit Heitsch schrieb:
> Falk Willberg wrote:

...

>> Richtige Betriebssysteme sind soweit modularisiert, daß man auch das
>> Dateisystem passend auswählen kann.
>
> Eben.... Speziell Linux ist da sehr frei... Was darfs sein? ext2?
> ext3? ext4? XFS? JFS? FAT32? NTFS? ISO9660? UDF? Such dir was raus...

Dann hätte ich gerne 3xISO9660 für die Festplatten und ein wenig vom
FAT32 für den USB Stick ;-)

Ansonsten ist das wieder typisch Linux: Total flexibel^Wunübersichtlich.
CRAMFS, squashfs, QNX4, jffs2.....

Reiser[0]fs hast Du bestimmt bewußt ausgelassen...

Falk
[0]http://www.heise.de/ix/Hans-Reiser-schuldig-gesprochen--/news/meldung/107152

Gerrit Heitsch

unread,
May 17, 2008, 5:17:44 PM5/17/08
to
Falk Willberg wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>> Falk Willberg wrote:
>
> ...
>
>>> Richtige Betriebssysteme sind soweit modularisiert, daß man auch das
>>> Dateisystem passend auswählen kann.
>>
>> Eben.... Speziell Linux ist da sehr frei... Was darfs sein? ext2?
>> ext3? ext4? XFS? JFS? FAT32? NTFS? ISO9660? UDF? Such dir was raus...
>
> Dann hätte ich gerne 3xISO9660 für die Festplatten und ein wenig vom
> FAT32 für den USB Stick ;-)
>
> Ansonsten ist das wieder typisch Linux: Total flexibel^Wunübersichtlich.
> CRAMFS, squashfs, QNX4, jffs2.....
>
> Reiser[0]fs hast Du bestimmt bewußt ausgelassen...

Bisher keine guten Erfahrungen mit gemacht. XFS habe ich mal eine Weile
benutzt, sehr schnell und keine Daten verloren, aber nicht unbedingt
crash-stabil (nullt gerne Dateien die per Journal nicht mehr
widerhergestellt werden koennen), also wieder zurueck auf ext3.

Gerrit

Falk Willberg

unread,
May 17, 2008, 5:33:36 PM5/17/08
to
Gerrit Heitsch schrieb:
> Falk Willberg wrote:

...

>> Reiser[0]fs hast Du bestimmt bewußt ausgelassen...


>
> Bisher keine guten Erfahrungen mit gemacht. XFS

...


, also wieder zurueck auf ext3.

Ich kenne den Weg: 15 Min. fsck mit ext2, daher -> Reiser, dann
Datenverlust -> ext3.

Ext2 ist gußeisern, mit dem aufgesetzten Journal hat man noch Airbag und
ABS.

Leider hilft brutales Abschalten nach "rm -rf /" nicht mehr viel...

Falk

Horst-D.Winzler

unread,
May 17, 2008, 11:44:58 PM5/17/08
to
Falk Willberg schrieb:

Mit Reiser mal bös auf die Nase gefallen. Liegen eiegntlich schon
Erfahrungen mit ext4 vor?
--
mfg hdw

Georg Acher

unread,
May 18, 2008, 11:43:47 AM5/18/08
to
In article <g0o8os$is3$01$3...@news.t-online.com>,
"Horst-D.Winzler" <horst.d.no...@web.de> writes:

|> Mit Reiser mal bös auf die Nase gefallen.

Seine Frau auch <SCNR>...

JFS kann man auch vergessen, da können bei spontanen Abstürzen (wenn man HW oder
Treiber entwickelt, kann das schon passieren) Files verschwinden, die gar nicht
in Bearbeitung waren. Ist jetzt mehrmals passiert, das ist kein Zufall mehr.

Daher gibts bei mir nur noch ext3. Zwar etwas langsamer, aber dafür nahezu
unkaputtbar und allein schon durch die schiere Masse an Installationen besser
erprobt als der Rest. Keine Experimente mehr...

|> Liegen eiegntlich schon Erfahrungen mit ext4 vor?

Ich wechsele doch nicht mitten im Rennen die Pferde ;-)

--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.lrr.in.tum.de/~acher
"Oh no, not again !" The bowl of petunias

Horst-D.Winzler

unread,
May 18, 2008, 12:24:55 PM5/18/08
to
Georg Acher schrieb:

> In article <g0o8os$is3$01$3...@news.t-online.com>,
> "Horst-D.Winzler" <horst.d.no...@web.de> writes:
>
> |> Mit Reiser mal bös auf die Nase gefallen.
>
> Seine Frau auch <SCNR>...

;-(

> JFS kann man auch vergessen, da können bei spontanen Abstürzen (wenn man HW oder
> Treiber entwickelt, kann das schon passieren) Files verschwinden, die gar nicht
> in Bearbeitung waren. Ist jetzt mehrmals passiert, das ist kein Zufall mehr.
>
> Daher gibts bei mir nur noch ext3. Zwar etwas langsamer, aber dafür nahezu
> unkaputtbar und allein schon durch die schiere Masse an Installationen besser
> erprobt als der Rest. Keine Experimente mehr...
>
> |> Liegen eiegntlich schon Erfahrungen mit ext4 vor?
>
> Ich wechsele doch nicht mitten im Rennen die Pferde ;-)
>

Werde ich auch so halten. Mit ext3 bisher auch nie Probleme gehabt.

--
mfg hdw

Gerrit Heitsch

unread,
May 18, 2008, 12:46:07 PM5/18/08
to
Georg Acher wrote:
> In article <g0o8os$is3$01$3...@news.t-online.com>,
> "Horst-D.Winzler" <horst.d.no...@web.de> writes:
>
> |> Mit Reiser mal bös auf die Nase gefallen.
>
> Seine Frau auch <SCNR>...
>
> JFS kann man auch vergessen, da können bei spontanen Abstürzen (wenn man HW oder
> Treiber entwickelt, kann das schon passieren) Files verschwinden, die gar nicht
> in Bearbeitung waren. Ist jetzt mehrmals passiert, das ist kein Zufall mehr.

XFS ist schoen schnell, wenn es nur das Null-Feature nicht haette. Kann
XFS beim Abarbeiten des Journals nicht garantieren, dass die Datei OK
ist wird sie genullt.


> Daher gibts bei mir nur noch ext3. Zwar etwas langsamer, aber dafür nahezu
> unkaputtbar und allein schon durch die schiere Masse an Installationen besser
> erprobt als der Rest. Keine Experimente mehr...

Mit der Option 'data=writeback' ist es ausreichend schnell. Sollte man
aber nur bei primaer read-only Daten bzw. dem Besitz einer USV
verwenden.

Gerrit

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