Rafael Deliano wrote:
>> Besser waere mitten zwischen den beiden Pins durchzubohren.
>
> Muß mal sehen wie nah ich mit dem Bohrer gehen kann ohne das
> Filter anzufräsen.
>
Och, da ist doch massig Platz. 1mm Bohrer ins Futter, einstoepseln und
beherzt durch :-)
>> Auf 3.4GHz entspricht jedes Nanohenry rund 20 Ohm.
>
> Was mir an der Sache unklar ist, warums genau bei 3,4GHz
> wieder so hoch geht.
Es reicht wenn irgendwas resoniert und in diesem Layout ist viel was
resonieren kann. Es liesse sich mit einer sehr kleinen H-Sonde plus
Analyzer auch rauskriegen wo. Koax mit 2-3mm Schlaufe oder so.
> ... Die beiden anderen Oberwellen dazwischen sind ja
> platt. Johanson hat auf Rückfrage erklärt ihr Filter würde da oben
> locker die benötigte Dämpfung für ETSI/FCC bringen.
> Jedoch: die Schaltung samt Filter entspricht dem Atmel Evaluationkit.
> Dessen ( sicherlich besseres ) Layout Johanson als Referenzempfehlung
> verschickt. Der Kit gibt für sich nur FCC Zulassung an. Und hat bei
> uns am Spektrumanalyzer den Zacken bei 3,4GHz dito.
>
Das Layout ist im GHz Bereich entscheidend. Irgendwo 2-3mm zuviel und
alles kann vorbei sein.
>> Andere Feinheiten: Der braune C rechts unten am Chip sieht auch nach
>> Abblockung aus,
>
> Das ist tatsächlich der analoge Vcc-Kerko. Kann man später im Layout
> noch was tun. Hat aber direkte Anbindung vom Pad gegen diese Via.
>
Vielleicht taeuscht das Foto aber besonders direkt sieht es nicht aus.
Und vom C zum Pins ist das viel zu weit.
>> Dann der dunkelbraune C oben im Norden.
>
> Das ist die digitale Vcc, unkritischer.
>
Ok, geschenkt :-)
>> Die Zuleitung ist nicht so wichtig, die Naehe der C's zu den zu
>> versorgenden Pins ist wichtig.
>
> Theoretisch könnte man die Leiterplatte auch beidseitig bestücken
> und hätte mehr Möglichkeiten. Praktisch kostet das aber Geld.
>
Es wird halbwegs ertraeglich wenn man auf der Rueckseite nur einen Gurt
laden muss, wenn da z.B. nur 0.1uF Abblock-C sind. Sollte hier aber auch
einseitig gehen.
>> Einfach den Aussenmantel von einem RG-174 oder so nehmen, oder von
>> Audiokabel. Soweit ausduennen bis es ohne viel Verdrillen durchpasst.
>
> Gut Idee. Audiolitze von Tonabnehmerkabel hätte ich.
>
>> Hint, hat nichts mit der Zulassung zu tun: Es ist guenstig immer von der
>> Antenne direkt eine Induktivitaet nach Masse zu haben. Sonst koennte es
>> bei Auslieferung in tropischere Gegenden mit vielen Gewittern recht
>> viele als "taub" gemeldete Garantieruecklaeufer geben. So ein luetter
>> TVS wird da locker aus dem Anzug gestossen.
>
> Das Gerät ist batteriegepeist und hat wenig ESD-Probleme.
Das hatte ein Kunde auch mal gedacht :-)
Es sei denn Dein Geraet wird nicht im Freien oder in Holzrahmenbauten
benutzt, dann geht es meist.
> Könnte aber nützlich werden für Varianten mit Kabel dran. Idee
> welcher Hersteller Induktivität hätten die bei 868MHz Eigenresonanz
> hat ?
>
Sie sollte moeglichst keine Resonanz in der Gegend haben, das kann sonst
die Filterkurve verdellen. Ich nehme da meist sowas wie die 100nH
Version hiervon, kostet nur etwas ueber einen Cent in Stueckzahlen:
http://www.tdk.co.jp/tefe02/e521_mlk.pdf
SRF liegt ueber 1GHz. Der Anteil zerstoerter HF Boards ging in einem
Fall von rund 30% auf 0.-irgendwas Prozent runter. Im Prinzip auf die
Faelle wo von dem Einschlag auch alles moegliche geschmolzen war oder
die Anlage in einem qualmenden Krater lag.
>> ein Saugkreis fuer 3.4MHz. Kondensator und Spule in Serie, vom
>> Zentral-Pin des SMA zu einem der Masse-Pins. Das muesste mindestens 5dB
>> bringen.
>
> An einem derartigen LC statt des ESD-Bauteils habe ich mich schon
> versucht. Da mich das Problem etwas unvorbereitet trifft aber weder
> geeignete kleine Induktivitäten noch Kerkos <100pF zur Hand. Von
> geeigneten Meßgeräten mal ganz abgesehen.
>
Ausgediente Handys und WLAN Router nicht wegwerfen, deren Platinen
enthalten sowas, da kann man mal schnell ausschlachten. Induktivitaeten
kann man um einen kleinen Nagel wickeln. Messgeraet, na ja, das kommt
drauf an wieviel Budget da ist und wie oft Du sowas machst. Inzwischen
benutze ich den SignalHound mit Tracking Generator, das hatte zusammen
mit etwas Kleinkram so um $1600 gekostet und geht von Null bis ueber
4GHz. Wenige Wochen spaeter kamen sie mit der 12.4GHz Version raus.
Grmpf. Aber so hoch muss ich meist (noch) nicht.
>> Ok, Ihr habt ja sicher einen Spectrum Analyzer wo man das dokumentieren
>> kann.
>
> Tja: was der über Kabel misst korreliert wenig mit dem was Prüflabor
> dann mit Antenne misst.
Habe einem Kunden was empfohlen das sich bei denen jetzt immer wieder
bezahlt macht: Antenne auf Dachlattenkonstrukt genagelt, im Prueflabor
mal eben dranhaengen, Plot nochmal abspeichern, dann kann man sich in
etwa die Korrekturfaktoren ausrechnen.
> Wir hatten erst ein kurzes 10cm N-auf-SMA Adapterkabel von Reichelt
> verwendet: dämpfte den Träger unkontrolliert.
> Dann mit allerlei Zwischenstecker ein BNC-Kabel: dämpfte überall
> etwas war aber plausibler.
> Jetzt ein Kabel von Suhner: ob man dem trauen kann auch unsicher.
> Jede der 3 Varianten zeigt am Bildschirm was anderes an...
>
Es daempfte den Traeger auf 868MHz? Das ist aber seltsam, da unten
sollten 10cm Koax ueberhaupt nicht daempfen. Es sei denn es gaebe
irgendwo eine herbe Fehlanpassung.