Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal
ohne Zeit-Modulation.
Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL. Die 50Hz
Netzfrequenz gibt es wohl schon wesentlich länger.
Man kann nur einige Überlegungen anstellen und auch erstaunt
feststellen, das es wohl kein einziges gängiges Quarz auf einer
Oberwelle von DCF77 zu kaufen gibt.
77500 hat folgende ganzzahlige (interessanten) Teiler:
50 (Netzfrequenz), 625 (Zeilenfrequenz Fernsehen), 2500 als Normalfrequenz.
Und als Mischprodukt noch die bekannten 77500+625=78125, die wiederum
die 5. Oberwelle von 15625 (Zeilenablenkfrequenz TV) sind.
78125 läßt sich ganzzahlig bis auf 10MHz multiplizieren. Das wäre wieder
ein Frequenznormal.
Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
ZF-Frequenz.
Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.
Gruß -
Henry
Von Hilberg gibts auch Bücher dazu z.B.
Hilberg "Funkuhren-Technik" Oldenbourg 1983
bzw. "Funkuhrtechnik" 1988
aber bisher mir Beschaffung noch nicht gelungen.
> Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL.
/ 1967 erfand Hilberg bei der Telefunken AG die digital kodierte
/ Zeitübertragung für Funkuhren und meldete auch in diesem Jahr
/ ein entsprechendes Patent an
Würde auch vom Laden her zu PAL passen.
/ Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
/ Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
/ Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
/ Patentes.
Das wird der Bartels ungern lesen ...
MfG JRD
Die 50Hz
> Netzfrequenz gibt es wohl schon wesentlich länger.
>
> Man kann nur einige Überlegungen anstellen und auch erstaunt
> feststellen, das es wohl kein einziges gängiges Quarz auf einer
> Oberwelle von DCF77 zu kaufen gibt.
>
> 77500 hat folgende ganzzahlige (interessanten) Teiler:
> 50 (Netzfrequenz), 625 (Zeilenfrequenz Fernsehen), 2500 als Normalfrequenz.
> Und als Mischprodukt noch die bekannten 77500+625=78125, die wiederum
> die 5. Oberwelle von 15625 (Zeilenablenkfrequenz TV) sind.
>
> 78125 läßt sich ganzzahlig bis auf 10MHz multiplizieren. Das wäre wieder
> ein Frequenznormal.
>
> Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
> ZF-Frequenz.
>
> Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
> ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts.
>
Hätte es mir ja denken können, das du dazu interessantes schreiben
kannst. Danke!
Rafael Deliano schrieb:
>> Ich vermute, daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
> http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hilberg
> Der lebt wohl noch. Würde sich sogar über solche Anfrage wohl freuen
> ( telefonisch, für Schüchterne/Altmodische brieflich ).
Na ich weiß nicht. Wie kommst du darauf? Hast du einen Kontakt?
> http://www.vaxman.de hat z.B. Gilois den Telefunken-Analog-
> rechnerpapst zwecks historischer Recherche persönlich besucht.
>
Was hat Analogrechner mit DCF77 zu tun?
> Von Hilberg gibts auch Bücher dazu z.B.
> Hilberg "Funkuhren-Technik" Oldenbourg 1983
> bzw. "Funkuhrtechnik" 1988
> aber bisher mir Beschaffung noch nicht gelungen.
>
Vielleicht steht da mehr drin.
>> Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL.
> / 1967 erfand Hilberg bei der Telefunken AG die digital kodierte
> / Zeitübertragung für Funkuhren und meldete auch in diesem Jahr
> / ein entsprechendes Patent an
> Würde auch vom Laden her zu PAL passen.
>
Habe noch etwas nachgelesen. Die Entscheidung für die Übertragung der
Zeit auf DCF77 wurde wohl erst nach der Definition der Funkuhr
getroffen. Ich bin aus den Texten nicht wirklich schlau geworden.
Vermutlich wurden seit 1959 die Uhren der Bundesbahn nur über die
DCF77-Trägerfrequenz synchronisiert, aber _nicht_ die aktuelle Uhrzeit
übertragen. NUR die Frequenz bereitgestellt!
Also die Bahner haben dann vor Ort die Uhr gestellt und die lief dann
synchron weiter...
Das paßt auch mit der Bereitstellung einer Telefonnummer zur Zeitansage!
DCF77 soll vor 1959 für 'andere Zwecke' benutzt worden sein. Für welche
damals bisherige Verwendung wird nicht gesagt.
Also hat man weit früher die Frequenz von 77,5kHz festgelegt. Vielleicht
denn Sender auch zu Zwecken der Normalfrequenz-Übertragung später leicht
'umgetrimmt'. Er könnte z.B. vorher aufgrund seines Rufzeichens auf
77,0kHz gesendet haben. Hm.
> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
> / Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
> / Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
> / Patentes.
> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>
Tja, da haben sie echt 20 Jahre bis zum Ablauf des Patents gewartet...
- Henry
[...]
> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
> / Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
> / Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
> / Patentes.
> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>
Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich jetzt
zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Ach deswegen bist du nun im Ausland. Irgendwann kommt alles raus ;-)
- Henry
Ich wuenschte, ich haette sie noch. Aber Logik-Chips waren damals so
suendhaft teuer und ich brauchte viel dringender Messgeraete. Kaufen
konnte man erst recht vergessen, jedenfalls als Schueler. Also kam
einige Wochen spaeter das Hackebeilchen :-(
>Hallo Leute -
>
>Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
>Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal
>ohne Zeit-Modulation.
Ja. Die glatten Frequenzen waren schon weg, weil wir mal 'nen Krieg verloren haben.
Das war auch der Grund, warum UKW/FM in .de zuerst hochkam.
In der Funkschau oder Elektronik war ein Artikel über einen
"aperiodischen quasi-periodischen Frequenzteiler" oder so ähnlich pompös
( >>> 20 Jahre her, wo ist mein Gerontol-Forte?...) in dem beschrieben wurde, wie
man trotz der krummen Trägerfrequenz auf gängige Referenzfrequenzen kommt.
Der Autor war bei der PTB, glaub ich.
Vermutlich hab' ich das archiviert, aber ich mache keinerlei Versprechungen,
habe gerade Stress.
>Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
>ZF-Frequenz.
Wer eine Referenzfrequenz * n als ZF wählt, ist an den Birdies seines Empfängers
selber schuld. (wenn man die Ref tatsächlich benutzt)
>Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
>daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
>
>Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.
Heute war ich in Holzmaden an der Steige und habe mir mit
meinem Töchterchen zusammen 30 Mio Jahre alte Ichtyosaurier
und Seelilien angesehen.. In dem Schiefersteinbruch dort werden wir demnächst
mal mit Hammer & Meisel antreten. Ein selbstgefundener Ammonit
ist allemal interessanter als einer für 3 EUR :-).
Gruß, Gerhard
p.s.
Birdies auf deutsch in diesem Zusammenhang: "Selbstpfiffe".
>> Wolfgang_Hilberg
> Hast du einen Kontakt?
Nein. Aber wenn er nicht im Telefonbuch steht würde man sich wohl
über die Hochschule Anschrift/Telefonnummer besorgen können.
MfG JRD
...und gut geeignet für die entsprechenden Fachleute,
die Du auf den Seiten von www.ptb.de findest.
Gruss
Harald
Interessanter finde ich da das Empfangskonzept
als Super. Als Oszillator nimmt man da die schon
erwähnten 78125kHz. Als "ZF-Verstärker" kann man
dann problemlos normale OPV als aktive Filter
geschaltet nehmen. Eine entsprechende Schaltung
wurde mal von elrad veröffentlicht.
Gruss
Harald
MfG JRD
Joerg schrieb:
> Rafael Deliano wrote:
>
> [...]
>
>> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen /
>> Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der /
>> Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des / Patentes.
>> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>
>
> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich jetzt
> zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>
Huch zum zweiten. Das mit dem Patent wusste ich auch nicht. Auch ich habe
etwa um 1975 aufgrund eines Artikels in der Funkschau von 1974 Nr.19 S.727
so etwas gebaut. Da ich keine speziellen Quarze machen lassen wollte und es
zudem auch auf 75kHz umschaltbar sein sollte, habe ich dann als Filter eine
Art "Switched Capacitor High-Q Comb Filter" verwendet, welches mit der 8-fachen
Trägerfrequenz getaktet wurde. Diese Takfrequenz habe ich dann aus einem
10MHz Quarzoszillator abgeleitet: 10MHz/20 = 500kHz. 500kHz / 5 = 100kHz.
500kHz und 100kHz zusammenmischen und 600kHz ausfiltern. 600kHz /5 = 120kHz.
500kHz und 120kHz zusammenmischen und 620kHz ausfiltern. Dann hat man
8 * 75kHz = 600kHz bzw. 8 * 77.5kHz = 620kHz.
Den 10MHz Oszillator war dann über einen Phasenregelkreis und Kapazitätsdioden
phasenstarr an den Träger gekoppelt.
Grüsse, Kurt
> Joerg schrieb:
>> Rafael Deliano wrote:
>>
>> [...]
>>
>>> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen /
>>> Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der /
>>> Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des /
>>> Patentes. Das wird der Bartels ungern lesen ...
>>
>> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
>> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich
>> jetzt zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>
> Huch zum zweiten. Das mit dem Patent wusste ich auch nicht.
§11 Abs. 1 PatG existiert: http://bundesrecht.juris.de/patg/__11.html
Gruß
Henning (war das eine Semester "Gewerblicher Rechtsschutz und
Patentwesen" doch zu was gut)
>Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>ursprünglich kam.
Frequenzzuweisung, in einer der internationalen Funkkonferenzen
ausgehandelt. Also an sich rein ein behördlicher Akt, wenn man so
will...total unspektakulär :-)
--
Ralph.
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
"Pfeifstellen". Jedenfalls nördlich des Mains.
Falk
Interessant wäre es, ob man 1950 schon daran dachte?
- Henry
Ja fein. Es greift aber trotzdem die Sache mit der Nichtverwertbarkeit
für den Patentinhaber durch Wegnahme eines potentiellen Marktes. Soll
heißen: Durch sein Fachwissen und die Vorführung eines funktionierenden
Gerätes, hat Jörg dem Patentinhaber einen möglichen Kunden vorenthalten
können. Es konnte nun ja schließlich jeder einfach nachbauen ;-)
Aber wenn alle schon tot sind oder wegen Alzheimer das Wort Patent gar
nicht mehr schreiben können??
- Henry
Kann ich mir nicht vorstellen. Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
zufällig harmonisch zueinander.
- Henry
Ich lasse es erstmal auf die NG einwirken...
- Henry
DAS Thema hatten wir schon mal.
>
>>> Wolfgang_Hilberg
>> Hast du einen Kontakt?
> Nein. Aber wenn er nicht im Telefonbuch steht würde man sich wohl
> über die Hochschule Anschrift/Telefonnummer besorgen können.
>
Wie ich schon ausführte: Er ist vermutlich nicht der Verursacher der
77500Hz. Da muß einer noch früher gelebt haben. Vorm Krieg oder so...
- Henry
Urban Legend oder war?
> In der Funkschau oder Elektronik war ein Artikel über einen
> "aperiodischen quasi-periodischen Frequenzteiler" oder so ähnlich pompös
> ( >>> 20 Jahre her, wo ist mein Gerontol-Forte?...) in dem beschrieben wurde, wie
> man trotz der krummen Trägerfrequenz auf gängige Referenzfrequenzen kommt.
> Der Autor war bei der PTB, glaub ich.
>
Klingt für mich wie neudeutsch fraktionale PLL.
> Vermutlich hab' ich das archiviert, aber ich mache keinerlei Versprechungen,
> habe gerade Stress.
>
>
>> Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
>> ZF-Frequenz.
>
> Wer eine Referenzfrequenz * n als ZF wählt, ist an den Birdies seines Empfängers
> selber schuld. (wenn man die Ref tatsächlich benutzt)
>
Ist vielleicht Zufall. Jedenfalls war 465kHz sehr verbreitet. Muß die
Zeit vor den Japanischen Angriffen gewesen sein.
>
>> Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>> ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
>> daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
>>
>> Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.
>
> Heute war ich in Holzmaden an der Steige und habe mir mit
> meinem Töchterchen zusammen 30 Mio Jahre alte Ichtyosaurier
> und Seelilien angesehen.. In dem Schiefersteinbruch dort werden wir demnächst
> mal mit Hammer & Meisel antreten. Ein selbstgefundener Ammonit
> ist allemal interessanter als einer für 3 EUR :-).
>
Verstehe. Ich wollte ja nur mal fragen, damit ich nicht zu dumm sterbe.
- Henry
Das ist wirklich traurig. Kenne ich.
- Henry
>Urban Legend oder war?
Wahr. UKW ist ein Kind des verlorenen Krieges; Deutschland hat bei den
internationalen "Wellenkonferenzen" keine oder zumindest zu wenige
MW/KW-Frequenzen bekommen und sich dann entschieden, den lokalen
Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
wurde.
>Kann ich mir nicht vorstellen.
Doch, das lief schon so. Natürlich hat man im Vorfeld darüber reden
können, was man gerne hätte, was aus welchen Gründen auch immer besser
geeignet wäre, aber letztlich mußten die anderen Ländervertreter auch
zustimmen, und man mußte letztlich nehmen, was der Konsens hergab.
>Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
>zufällig harmonisch zueinander.
Ja, und? :-)
>>Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
>>zufällig harmonisch zueinander.
>
>Ja, und? :-)
Die Amateurfunkbänder auch.
Und ein seltenes Prefix mach mehr gain als irgendein Oberwellenfilter Dämpfung macht.
Da haben wir schon mal ein PileUp auf 40 erzeugt, wo wir doch auf 80 waren...
73, Gerhard
"CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call 80m
only"?
Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann man
auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-)
Falk
>"CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call 80m
>only"?
>
>Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann man
>auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-
Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
Gerhard
Ah, 2kW PEP. Wenn das man erlaubt war, tsss.....
Falk, <10W EIRP
Was willst du? Einfache Drahtantennen sind ja auch mehrfach resonant.
Das paßt schon ;-)
- Henry
Ungefähr da senden, wo ich auch empfange. Also gewissermaßen keine
Crossposts verursachen.
Mehrere Empfänger wären eine Lösung, das wird aber stressig.
> Einfache Drahtantennen sind ja auch mehrfach resonant.
> Das paßt schon ;-)
Falk
Der eine oder andere kann vielleicht lokal bestimmte Frequenzen nicht
empfangen. Dein Diversity ist also ok ;-)
- Henry
Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
analogen Welt haenderingend gesucht werden.
--
Gruesse, Joerg
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Use another domain or send PM.
Unwahrscheinlich ;-)
Mit solchem Aufbau wollte ich einen Meßsender synchronisieren. Vorher
habe ich mir die Signale als Lissajousche Figur angeschaut. Danach
dämmerte es mir, warum damals die Nachstimmkapazität des
Reverenz-Quarzoszillators über eine Schnecke (Getriebe) nachgeregelt
wurde ;-)
--
mfg hdw
Geht auch unorthodoxer: Nachstimmung ueber einen Spulenkern, der an
einer Magnetwicklung (ex-Lautsprecher) haengt. Hatte ich mal gemacht,
weil man da nicht regelmaessig Ballistol drauftroepfeln muss.
Ahso ,Politikfähigkeit erlangt ?
--
mfg hdw
Ich glaube auch nicht an das Gefasel vom Ingenieurmangel. Aber im
Analogbereich ist das zumindest in USA so. Fuer einen Kunden mussten wir
zwei Jahre suchen und dann einen Ingenieur importieren. Bewerber gab es
zwar genug, aber keine mit echt Ahnung.
USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Davon sprach man mal in
de. und eiferte dem großen Vorbild nach ;-)
--
mfg hdw
Jörg, 5 setzen.
Wie lange willst du mit der Messung warten?
Rechnen kannste aber "noch" ;-))))
--
mfg hdw
Nun, Lautsprecher packen laessig 1msec oder schneller. Wie schnell ist
denn das Schneckengetriebe? Sind Schnecken nicht diese Tierchen, die
etwas gemuetlicher durch die Landschaft ziehen?
> Rechnen kannste aber "noch" ;-))))
>
Nein, das macht das HP-11C Taschenrechnerli :-)
In Sachen VC-finanzierter Unternehmungen ist das auch heute noch so. Was
da teilweise entwickelt wird, erstaunt mich immer aufs neue.
Es gibt noch eine analoge Welt? Ich dachte schon, mein Prof schwelgte
in Erinnerungen, als er Anerkennung bezüglich meiner phasenstarren
Kopplung, wo wir gerade beim Thema sind, äusserte.
Mit anderen Worten: die ADF4002-PLL von "damals" funktioniert doch ;)
Und die DDS im Regelkreis auch. Soviel zur analogen Welt dann...
Das ist auch nicht einfach, bei solchen Designs sind schon Leute an den
Rand einer Depression geschlittert.
Bei uns behaupteten Anfang der 80er einige Profs allen Ernstes, dass
diskrete Schaltungstechnik bald obsolet sei. Gab bei mir einen heftigen
ROFL-Anfall. Als dann noch einer sagte, die Common-Gate Schaltung bei
einem FET sei voelliger Unsinn, reifte bei mir der Entschluss, nach dem
Diplom schleunigst die Biege zu machen.
Von der Seite der PTB
"Gegenüber Zeitübertragungsverfahren mit Satelliten haben Langwellensignale
einen entscheidenden Vorteil: Sie dringen in Gebäude ein und ihr Empfang
wird durch Hindernisse wie Bäume oder Hochhäuser nicht nennenswert
beeinträchtigt. Man kann sie ohne Außenantenne mit in Funkuhren eingebauten
kleinen Ferritantennen empfangen. Mit dieser starken Sendeleistung der
Langwelle sind kompakte, mit Batterie oder Solarzellen betriebene Funkuhren
ohne Kabelanschluss möglich. Dadurch wird die Zeitverbreitung auf Langwelle
auch in Zukunft attraktiv und eine sinnvolle Ergänzung zur Zeitübertragung
über Satelliten bleiben. "
Gruß
Dirk
>
>"Gegenüber Zeitübertragungsverfahren mit Satelliten haben Langwellensignale
>einen entscheidenden Vorteil:
Das ist eh klar, daß es Langwelle werden soll, das war wohl allen
Beteiligten von Anfang an bewußt. Nur was die genaue Frequenz angeht,
das hat mit Sicherheit rein deswegen die 77.5 ergeben, weil die eben
frei und konsensfähig war.
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Das ist eh klar, daß es Langwelle werden soll, das war wohl allen
> Beteiligten von Anfang an bewußt. Nur was die genaue Frequenz angeht,
> das hat mit Sicherheit rein deswegen die 77.5 ergeben, weil die eben
> frei und konsensfähig war.
Hallo,
nun ja, die Frequenz musste nicht nur frei und konsensfähig sein, es
musste auch eine einigermassen "runde Zahl" sein die mehrfach durch 2
und durch 5 teilbar ist.
Wenn man sich die Primfaktorzerlegungen anschaut 77500 = 2^2*5^4*31,
dann wäre 75000 = 2^3*3*5^5 besser geeignet gewesen weil da nicht die
grosse Primzahl 31 als Faktor vorkommt.
Bye
Meiner Meinung nach wurde die 31 gezielt gewählt: Primzahl und mit 5 Bit
optimal darstellbar.
In diesem Zusammenhang gibts auch den interessanten Zikadenzyklus mit
der Zahl 17. 17 nicht 42?? Ja, 17 ist eine Primzahl und Freßfeinde wie
Opfer vermehren sich nun mal in Zyklen.
- Henry
Früher hat man ja auch den Langwellensender
auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.
Warum man da die Frequenz irgendwann auf
151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
ganz begriffen.
Gruss
Harald
> Früher hat man ja auch den Langwellensender
> auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.
Droitwich auf 200kHz war sehr beliebt.
> Warum man da die Frequenz irgendwann auf
> 151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
> ganz begriffen.
Bei Droitwich ähnlich, sendet seit 20 Jahren auf 198kHz.
Gruß Dieter
Du meinst vermutlich 153kHz: 153/9
> Bei Droitwich ähnlich, sendet seit 20 Jahren auf 198kHz.
>
198/9
- Henry
Henry Kiefer schrieb:
> Meiner Meinung nach wurde die 31 gezielt gewählt: Primzahl und mit 5 Bit
> optimal darstellbar.
Hallo,
nun ja, die nächste Zweierpotenz ist 32, also suboptimal. Die Faktoren 5
wären dann aber eine schlechte Wahl gewesen.
Bye
> nun ja, die nächste Zweierpotenz ist 32, also suboptimal. Die Faktoren 5
> wären dann aber eine schlechte Wahl gewesen.
Teiler durch 2 und durch 5 gibt es als Standard-Logik-Bausteine, und die
durch 31 kann man recht einfach durch einen 5Bit Zähler und 5 Dioden für
ein Wired-And realisieren. Natürlich wäre ein :32 Teiler einfacher, aber
wenn keine passende Frequenz zu haben ist, ist ein :31 Teiler immer noch
besser als was ganz Krummes oder eine Frequenz mit noch höherem Primfaktor.
Thomas
Thomas Meier schrieb:
> Teiler durch 2 und durch 5 gibt es als Standard-Logik-Bausteine, und die
> durch 31 kann man recht einfach durch einen 5Bit Zähler und 5 Dioden für
> ein Wired-And realisieren.
Hallo,
nur wenn der Sender bereits schon 1959 existierte, dann gab es damals
die Teiler durch 5 noch nicht als Standard-Logik-Bausteine.
Der Faktor 5 war doch beim Fernsehraster so beliebt weil man mit
geringem Aufwand an Röhren die fünfte Oberwelle bei der
Frequenzvervielfachung ausnutzen konnte.
Bye
Damals war Frequenzvervielfachung die Schaltung der Wahl. Nicht das es
Teilerschaltungen gab, die waren nur unvergleichlich aufwändiger.
--
mfg hdw
>> Der Faktor 5 war doch beim Fernsehraster so beliebt weil man mit
>> geringem Aufwand an Röhren die fünfte Oberwelle bei der
>> Frequenzvervielfachung ausnutzen konnte.
>>
>> Bye
>>
>
> Damals war Frequenzvervielfachung die Schaltung der Wahl. Nicht das es
> Teilerschaltungen gab, die waren nur unvergleichlich aufwändiger.
>
Daran hat sich eigentlich nicht wirklich was geändert. Wird aber wohl
nicht mehr gelehrt.
Vermutlich bin ich aber etwas jünger als du.
- Henry
Ich auch nicht. "Don't touch a running system".
Deshalb bin ich zwecks Eichung von Mess- oder Funkgeraeten stets bei WWV
geblieben. Das kam schon in meinen Kindertagen auf 5, 10, 15MHz und es
ist auch heute noch so.
Man konnte auch damals 5:1 Teiler bauen, doch diese Tricks verstand nur
die Creme der Ingenieure. Es wurde ein Oszillator schwach an das
Referenzsignal angekoppelt und der rastete dann, wenn man es richtig
gemacht hatte, auf die passende Oberwelle ein. Kein echtes PLL, funzt
aber, und wurde z.B. in Barlow-Wadley Empfaengern oder dem Drake SSR-1
(steht hier auf dem Schreibtisch) gemacht.
Bei dem heutigen Sender auf 153kHz gab es eine Änderung wegen
Interferenzen mit einem osteuropäischen Sender.
- Henry
Dazu passend dann noch der auf M:N-Faktor synchronisierende Oszillator:
http://www.tapr.org/ss_g1pvz.html#synch_osc
Bin ich nun alt? ;-)
- Henry
Und der Hammer: An der Uni wurde aber auch kein Fitzchen von so etwas
gelehrt :-(
>
> Bin ich nun alt? ;-)
Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
Das koennte man in USA nicht machen. Zum Glueck schraubt hier aber auch
niemand dauernd daran herum. Unsere Radios haben festes 10kHz
Frequenzraster. Langwelle gibt es allerdings hier nicht.
Ist m.W. um 2000 herum in Rente gegangen. Ueber Professor Glesner sollte
sich ein Kontakt bekommen lassen:
http://www.tu-darmstadt.de/forschung/bericht/186000.en.tud
[...]
"Pfuff". Jedenfalls im bayrischen Wald.
--
Servus, Joerg
Wenn ich mir die Skala des alten Sachsenwerk hier ansehe, kann das aber
nicht gar so schlimm gewesen sein.
> ... und sich dann entschieden, den lokalen
> Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
> Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
> wurde.
>
Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
--
Gruesse, Joerg
Verlorene Zeit an ner Hochschule rumzumachen.
>
>>
>> Bin ich nun alt? ;-)
>
>
> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>
Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei XTALs
nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
- Henry
Alle Frauen kurzhaarig?
- Henry
Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509. Als
diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.
Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
vom Drake TR7. Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100. Klingt aehnlich, aber
technologisch ein meilenweiter Unterschied. Wobei ich beim JST erstmal
einen harten Design-Bock finden und rausmachen musste, beim HW100
dagegen nicht. Das Dingen lief echt gusseisern.
Manchmal dachte ich das auch, aber ich brauchte den Lappen. Und gute
Kneipen gab's da ja auch.
>
>>
>>>
>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>
>>
>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
>> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>
>
> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei XTALs
> nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>
Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
Nein, die echten Country Girls natuerlich nicht.
Ich bin noch zu jung und kenne nur Radios bis 104MHz aus der Jugend.
>
>> ... und sich dann entschieden, den lokalen
>> Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
>> Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
>> wurde.
>>
>
> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
>
ZF ändern ;-)
- Henry
"Das Dingen _lief_ echt gusseisern." - Runtergefallen??
- Henry
Für _mich_ war es jedenfalls ne blöde Entscheidung und nur durch meine
damalige Unkenntnis der Welt begründbar/heute rückblickend vertretbar.
>>
>>>
>>>>
>>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>>
>>>
>>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
>>> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>>
>>
>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>
>
> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
> schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>
Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
- Henry
Nein, habe ihn hier. Aber dieser hat etwas, was wir damals
"Katastrophennetzteil" nannten. Ausser dem Heiztrafo nix,
Spannungsverdreifachung direkt aus 230V. Bloss nicht den Netzstecker
rumdrehen. Kann man hier mit 240V zweiphasig natuerlich vergessen :-(
Da steh ja auch drauf "No servicable parts inside". Wer dann reingreift
bemüht Darwin...
Bei uns in Old Germany kann man den Netzstecker leider immer noch
drehen. Und in (vermutlich nicht abgeschaltete) Glühlampenfassungen
dürfen sogar Kinderhände greifen. Alles kein Problem.
Aber wehe du willst Kaliumpermanganat in der Apotheke kaufen...
- Henry
Ich haette damals ohne den Lappen sicher nicht in die USA einwandern
koennen. Es sei denn, mit einem erlernten Mangelhandwerk plus x Jahre
Erfahrung, dann geht es manchmal auch.
>
>>>
>>>>
>>>>>
>>>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>>>
>>>>
>>>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar
>>>> mal einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>>>
>>>
>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>
>>
>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
>> schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>
>
> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>
Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
sollte es wert gewesen sein :-)))
Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.
Hat da nicht ein Jobangebot gereicht? Dachte ich.
>>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>>
>>>
>>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie
>>> in schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>>
>>
>> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>>
>
> Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
> mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
> sollte es wert gewesen sein :-)))
>
Ja, die Erkentnis das fertige TCXOs genauso gut selbstgebaut werden
können und dann sogar besser sind. Ohne das es sonderlich schwer wäre.
> Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
> einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
> einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
> kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
> heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.
>
Hm. Was ESR angeht, kenn ich mich aus. Ein Jahr an Kondensatoren
rumgebastelt fürs Patent.
Warum sollte ein großer Elko keinen ESR haben? Versteh nicht was du
damit meinst. Hätte er keinen, hättest du einen Zünder.
Wenn nun Schäuble von umgedrehten Tantals liest, gibts bald keine mehr
zu kaufen.
- Henry
Hier steht noch ein FTdx401. Nur Röhren, außer VFO und Gleichrichter.
Ein tolles Beispiel dafür, wie man ziemlich schlecht gußeisern bauen kann.
Immerhin habe ich damit mal einen 18. Platz bei der HOT[0]-Party belegt.
Die hatten die 100W Leistungsbeschränkung in der Ausschreibung vergessen
und 300W bringen ggü. 100W einen kleinen Vorteil.
Ich muß doch mal wieder die Taste auspacken....
Falk
[0]Homebrew and Old-Time equipment. Alles vor Bj. ~1975 und
selbstgebautes mit <N aktiven Komponenten. In ICs wurden die aktiven
Komponenten gezählt. 1xNE612 war zuviel.....
>> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
> ^^^
>
>Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509.
Bei dieser Contest-Truppe war einer, der hatte TR7 + L4B im Auto,
mit einem Honda-Generator im Kofferraum und dem damals üblichen
kapazitätsarmen Gelsenkirchener Eimerchen. Der konnte auch während
der Fahrt damit funken. Wörtlich.
>Als diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.
Da musst Du ja _unglaubliche__Selbstdisziplin_ gehabt haben um die
Pmax einzuhalten.
>Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
>vom Drake TR7.
Der Preis für den am schönsten gemoddeden TR7 geht an dk4sx:
<http://www.mydarc.de/dk4sx> -> Projekte -> 2002
>Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
>moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100.
War bei mir ein FT505. Funktioniert heute noch, habe auch noch
Ersatzröhren. Auch die 7360 :-)
Der FT505 hatte bald einen ausgebauten Störaustaster und einen
entdämpften Preselector.
Gruß, Gerhard
Nein, denn man muss nachweisen, dass es keine Amerikaner fuer den Job
gab und ebenfalls die Qualifikation des Kandidaten. Kann man ohne
Dipl.-Ing. vermutlich vergessen. Obwohl es ein Englaender geschafft hat,
aber der ist ziemlich beruehmt und hat etliche gute Patente im
Motorradbereich.
Ich musste sogar ein Diplom in Englisch besorgen (das ging an der RWTH
Aachen!) und es sah gegenueber dem Lappen in Deutsch echt edel aus. Mit
Siegel und allem Pi Pa Po. Dann hat es ein Beamter der
Einwanderungsbehoerde gelocht. Arrgh!
>
>>>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>>>
>>>>
>>>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie
>>>> in schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>>>
>>>
>>> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>>>
>>
>> Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
>> mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
>> sollte es wert gewesen sein :-)))
>>
>
> Ja, die Erkentnis das fertige TCXOs genauso gut selbstgebaut werden
> können und dann sogar besser sind. Ohne das es sonderlich schwer wäre.
>
Ja, mich wundert auch immer, warum heutzutage jeder alles aus der Dose
haben will.
>
>> Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
>> einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
>> einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
>> kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
>> heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.
>>
>
> Hm. Was ESR angeht, kenn ich mich aus. Ein Jahr an Kondensatoren
> rumgebastelt fürs Patent.
>
> Warum sollte ein großer Elko keinen ESR haben? Versteh nicht was du
> damit meinst. Hätte er keinen, hättest du einen Zünder.
>
Damals wusste ich nicht, was ESR ist. Mir war als Kid nicht klar, dass
auch Kondesatoren nur einen begrenzten Strom abkoennen. Datenblaetter
lesen war eh was fuer Wimps, der echte Haudegen rollte die Aermel hoch
und loetete. Waren zwar gute Siemens Elkos, aber bei um die 10 Ampere
tat es einen Donnerschlag und der erste in der Kette hob imposant ab.
Danach fielen eine zeitlang Flocken von der Decke.
>
> Wenn nun Schäuble von umgedrehten Tantals liest, gibts bald keine mehr
> zu kaufen.
>
Da haette ich auch eine gute Story, aber das lassen wir hier lieber sein.
--
Gruessse, Joerg
Ahem, ja.
>
>> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
>> vom Drake TR7.
>
> Der Preis für den am schönsten gemoddeden TR7 geht an dk4sx:
>
> <http://www.mydarc.de/dk4sx> -> Projekte -> 2002
>
Huebsch! Ich dachte, das machten nur Kalifornier mit ihren Autos.
[...]
Die alten Kisten von Yaesu fand ich auch nicht so dolle. Das konnten die
US Hersteller damals besser. Inzwischen hat aber wohl Icom so ziemlich
alle ueberholt.
Ich hatte spaeter auch noch einen HW101 mit Originalnetzteil und der sah
nach Ueberholung aus wie aus dem Ei gepellt. Aber irgendwie hing ich am
alten HW100 und habe den HW101 nach dem Mauerfall einem Funkamateur im
Osten geschenkt. Viele von denen durften frueher nur an Clubstationen
arbeiten und hatten nicht genug Geld fuer eigene Geraete.
> Immerhin habe ich damit mal einen 18. Platz bei der HOT[0]-Party belegt.
> Die hatten die 100W Leistungsbeschränkung in der Ausschreibung vergessen
> und 300W bringen ggü. 100W einen kleinen Vorteil.
>
> Ich muß doch mal wieder die Taste auspacken....
>
Ich auch. Wobei der Bau einer Antenne hier nicht trivial waere.
> Falk
> [0]Homebrew and Old-Time equipment. Alles vor Bj. ~1975 und
> selbstgebautes mit <N aktiven Komponenten. In ICs wurden die aktiven
> Komponenten gezählt. 1xNE612 war zuviel.....
Bis auf Sachen wie den Plessey SL6440 zogen die Chips damals meist eh
nicht viel weg. War aber ganz gut so, heute zehre ich vom Gelernten.
> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
Als in der DDR der Frequenzbereich von 100 bis 108 Mhz erweitert wurde habe
ich mir mit dem zusammenstauchen des Frequenzbereichs hunderter Empfänger
ein nettes Zubrot verdient. Da wurde nur an Trimmer und Spule von Oszillator
und Vorkreis justiert, dass danach die Skala nicht mehr stimmte nteressierte
nicht.
Alles schon mit PLL bei deinen gusseisernen Geräten?
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren
Klar blondierte Perücken. Rest aufblasbar.
Trotzallem, Dolly Parden brintgs ;-)
--
mfg hdw
PUFF der Zauberdrache (Peter,Paul&Mary-Song) im bayrischen Wald?
Das hier ist eher was für dich:
http://www.its.caltech.edu/~mmic/puff.html
--
mfg hdw
> Das hier ist eher was für dich:
> http://www.its.caltech.edu/~mmic/puff.html
Oder auch <http://www.elektronikschule.de/~krausg/PUFF/index.html>.
CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA
Ja, klar. Staatsradio der DDR auf 99MHz auf der Skala, und RTL auf
103MHz gehört ;-)
- Henry
> Ja, klar. Staatsradio der DDR auf 99MHz auf der Skala, und RTL auf
> 103MHz gehört ;-)
Da wurde kein Hehl draus gemacht. Allerdings gab es bei uns im Tal der
Ahnungslosen ohne Hochantenne nichts Gescheites auf UKW.
Nein, Jugendradio fing etwa 1987 über 100 Mhz an zu senden und war damit mit
vielen Radios nicht zu empfangen.
Habe mich dann mal 'testweise' in die Rundfunkwerkstatt begeben und nach der
Möglichkeit gefragt, dass man den Sender auch empfangen kann.
Der Meister tat geheimnisvoll, murmelte etwas von neuem Tuner, neuer Skala,
6 bis 8 Wochen und über 100 Mark.
Daraufhin ging ich zur Zeitungsredaktion, gab eine kleine Annonce auf und
hatte monatelang zu tun. 15 Mark pro Umstellung, 4 Geräte habe ich in der
Stunde geschafft ...
;-)
Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.
- Henry
Auf andere Seite von Grenze hatten die doch auch andere Frequenzen?
--
mfg hdw
Manchmal verstehe ich Ältere einfach nicht. Aber hier ne Antwort in Form
einer Senderdatenbank, die wohl kaum Wünsche offenläßt:
http://www.fmscan.org/findpos4.php
- Henry
> Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
> Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
> reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.
Hochantenne drehen?
;-)
> Auf andere Seite von Grenze hatten die doch auch andere Frequenzen?
Das ist wohl Geschichte, hier auch jederzeit S9 von tschechischen
UKW-Sendern.
http://de.wikipedia.org/wiki/OIRT-Band
Tja, Frage bezog sich auf die Zeit des "Tals der Ahnungslosen", also
vor 1989.
Ostblock UKW außer DDR 65,9MHz...73,1MHz.
Mache ich immer, aber es bessert sich bei dem vertikalen Draht einfach
nix ;-)
- Henry
Achso. Da war ich auf der Flucht im Westen, sorry.
- Henry
> Manchmal verstehe ich Ältere einfach nicht. Aber hier ne Antwort in Form
> einer Senderdatenbank, die wohl kaum Wünsche offenläßt:
> http://www.fmscan.org/findpos4.php
Sys$Verblüff=on
Doll,
die zweitbeste Erfindung nach der Erfindung der Leberwurst
Sys$Verblüff=off
Butzo
>
Aha! Dann stimmte es doch, was mir ein Bekannter (ehemals
Trabbi-Besitzer, mit Hycomat) sagte. Dass in jedem Genossen unter der
Haut ein versteckter Kapitalist steckte :-)
> Alles schon mit PLL bei deinen gusseisernen Geräten?
>
Nein, alles gusseisern mit ECC81 oder aelter.
Nee, alles echt. Nur die aufgeklebten Fingernaegel werde ich nie verstehen.