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Woher stammt die DCF77 Frequenz?

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Henry Kiefer

unread,
May 14, 2008, 2:20:05 PM5/14/08
to
Hallo Leute -

Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal
ohne Zeit-Modulation.
Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL. Die 50Hz
Netzfrequenz gibt es wohl schon wesentlich länger.

Man kann nur einige Überlegungen anstellen und auch erstaunt
feststellen, das es wohl kein einziges gängiges Quarz auf einer
Oberwelle von DCF77 zu kaufen gibt.

77500 hat folgende ganzzahlige (interessanten) Teiler:
50 (Netzfrequenz), 625 (Zeilenfrequenz Fernsehen), 2500 als Normalfrequenz.
Und als Mischprodukt noch die bekannten 77500+625=78125, die wiederum
die 5. Oberwelle von 15625 (Zeilenablenkfrequenz TV) sind.

78125 läßt sich ganzzahlig bis auf 10MHz multiplizieren. Das wäre wieder
ein Frequenznormal.

Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
ZF-Frequenz.


Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...

Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.


Gruß -
Henry

Rafael Deliano

unread,
May 14, 2008, 3:46:03 PM5/14/08
to
> Ich vermute, daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hilberg
Der lebt wohl noch. Würde sich sogar über solche Anfrage wohl freuen
( telefonisch, für Schüchterne/Altmodische brieflich ).
http://www.vaxman.de hat z.B. Gilois den Telefunken-Analog-
rechnerpapst zwecks historischer Recherche persönlich besucht.

Von Hilberg gibts auch Bücher dazu z.B.
Hilberg "Funkuhren-Technik" Oldenbourg 1983
bzw. "Funkuhrtechnik" 1988
aber bisher mir Beschaffung noch nicht gelungen.

> Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL.

/ 1967 erfand Hilberg bei der Telefunken AG die digital kodierte
/ Zeitübertragung für Funkuhren und meldete auch in diesem Jahr
/ ein entsprechendes Patent an
Würde auch vom Laden her zu PAL passen.

/ Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
/ Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
/ Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
/ Patentes.
Das wird der Bartels ungern lesen ...

MfG JRD

Die 50Hz
> Netzfrequenz gibt es wohl schon wesentlich länger.
>
> Man kann nur einige Überlegungen anstellen und auch erstaunt
> feststellen, das es wohl kein einziges gängiges Quarz auf einer
> Oberwelle von DCF77 zu kaufen gibt.
>
> 77500 hat folgende ganzzahlige (interessanten) Teiler:
> 50 (Netzfrequenz), 625 (Zeilenfrequenz Fernsehen), 2500 als Normalfrequenz.
> Und als Mischprodukt noch die bekannten 77500+625=78125, die wiederum
> die 5. Oberwelle von 15625 (Zeilenablenkfrequenz TV) sind.
>
> 78125 läßt sich ganzzahlig bis auf 10MHz multiplizieren. Das wäre wieder
> ein Frequenznormal.
>
> Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
> ZF-Frequenz.
>
> Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
> ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts.
>

Henry Kiefer

unread,
May 14, 2008, 6:08:53 PM5/14/08
to
Hallo Rafael -

Hätte es mir ja denken können, das du dazu interessantes schreiben
kannst. Danke!

Rafael Deliano schrieb:


>> Ich vermute, daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
> http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hilberg
> Der lebt wohl noch. Würde sich sogar über solche Anfrage wohl freuen
> ( telefonisch, für Schüchterne/Altmodische brieflich ).

Na ich weiß nicht. Wie kommst du darauf? Hast du einen Kontakt?


> http://www.vaxman.de hat z.B. Gilois den Telefunken-Analog-
> rechnerpapst zwecks historischer Recherche persönlich besucht.
>

Was hat Analogrechner mit DCF77 zu tun?


> Von Hilberg gibts auch Bücher dazu z.B.
> Hilberg "Funkuhren-Technik" Oldenbourg 1983
> bzw. "Funkuhrtechnik" 1988
> aber bisher mir Beschaffung noch nicht gelungen.
>

Vielleicht steht da mehr drin.


>> Das paßt zeitlich zur Entwicklung des Farbfernsehsystems PAL.
> / 1967 erfand Hilberg bei der Telefunken AG die digital kodierte
> / Zeitübertragung für Funkuhren und meldete auch in diesem Jahr
> / ein entsprechendes Patent an
> Würde auch vom Laden her zu PAL passen.
>

Habe noch etwas nachgelesen. Die Entscheidung für die Übertragung der
Zeit auf DCF77 wurde wohl erst nach der Definition der Funkuhr
getroffen. Ich bin aus den Texten nicht wirklich schlau geworden.
Vermutlich wurden seit 1959 die Uhren der Bundesbahn nur über die
DCF77-Trägerfrequenz synchronisiert, aber _nicht_ die aktuelle Uhrzeit
übertragen. NUR die Frequenz bereitgestellt!
Also die Bahner haben dann vor Ort die Uhr gestellt und die lief dann
synchron weiter...
Das paßt auch mit der Bereitstellung einer Telefonnummer zur Zeitansage!

DCF77 soll vor 1959 für 'andere Zwecke' benutzt worden sein. Für welche
damals bisherige Verwendung wird nicht gesagt.

Also hat man weit früher die Frequenz von 77,5kHz festgelegt. Vielleicht
denn Sender auch zu Zwecken der Normalfrequenz-Übertragung später leicht
'umgetrimmt'. Er könnte z.B. vorher aufgrund seines Rufzeichens auf
77,0kHz gesendet haben. Hm.


> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
> / Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
> / Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
> / Patentes.
> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>

Tja, da haben sie echt 20 Jahre bis zum Ablauf des Patents gewartet...

- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Joerg

unread,
May 14, 2008, 6:18:28 PM5/14/08
to
Rafael Deliano wrote:

[...]

> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen
> / Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der
> / Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des
> / Patentes.
> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>

Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich jetzt
zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Use another domain or send PM.

Henry Kiefer

unread,
May 14, 2008, 6:25:31 PM5/14/08
to
Joerg schrieb:

> Rafael Deliano wrote:
>
> [...]
>
>> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen /
>> Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der /
>> Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des / Patentes.
>> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>
> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich jetzt
> zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>

Ach deswegen bist du nun im Ausland. Irgendwann kommt alles raus ;-)


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Joerg

unread,
May 14, 2008, 6:38:05 PM5/14/08
to

Ich wuenschte, ich haette sie noch. Aber Logik-Chips waren damals so
suendhaft teuer und ich brauchte viel dringender Messgeraete. Kaufen
konnte man erst recht vergessen, jedenfalls als Schueler. Also kam
einige Wochen spaeter das Hackebeilchen :-(

Gerhard Hoffmann

unread,
May 14, 2008, 7:41:52 PM5/14/08
to
On Wed, 14 May 2008 20:20:05 +0200, Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:

>Hallo Leute -
>
>Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
>Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal
>ohne Zeit-Modulation.

Ja. Die glatten Frequenzen waren schon weg, weil wir mal 'nen Krieg verloren haben.
Das war auch der Grund, warum UKW/FM in .de zuerst hochkam.

In der Funkschau oder Elektronik war ein Artikel über einen
"aperiodischen quasi-periodischen Frequenzteiler" oder so ähnlich pompös
( >>> 20 Jahre her, wo ist mein Gerontol-Forte?...) in dem beschrieben wurde, wie
man trotz der krummen Trägerfrequenz auf gängige Referenzfrequenzen kommt.
Der Autor war bei der PTB, glaub ich.

Vermutlich hab' ich das archiviert, aber ich mache keinerlei Versprechungen,
habe gerade Stress.


>Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
>ZF-Frequenz.

Wer eine Referenzfrequenz * n als ZF wählt, ist an den Birdies seines Empfängers
selber schuld. (wenn man die Ref tatsächlich benutzt)


>Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
>daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
>
>Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.

Heute war ich in Holzmaden an der Steige und habe mir mit
meinem Töchterchen zusammen 30 Mio Jahre alte Ichtyosaurier
und Seelilien angesehen.. In dem Schiefersteinbruch dort werden wir demnächst
mal mit Hammer & Meisel antreten. Ein selbstgefundener Ammonit
ist allemal interessanter als einer für 3 EUR :-).


Gruß, Gerhard

p.s.
Birdies auf deutsch in diesem Zusammenhang: "Selbstpfiffe".

Rafael Deliano

unread,
May 15, 2008, 1:29:29 AM5/15/08
to
> Hallo Rafael
> Hätte es mir ja denken können,
Das Franzis-Buch von Arnold über DCF77 habe ich inzwischen über ebay
aufgetrieben.
Der beschreibt eine Schaltung wo mit National Semiconductor MF10
SC-Filter runtergemischt wird. Das wäre wohl auch der Weg den ich
gehen will, aber ohne den obsoleten MF10. Vorzugsweise das SC-Filter
diskret aufgebaut.

>> Wolfgang_Hilberg
> Hast du einen Kontakt?
Nein. Aber wenn er nicht im Telefonbuch steht würde man sich wohl
über die Hochschule Anschrift/Telefonnummer besorgen können.

MfG JRD

Harald Wilhelms

unread,
May 15, 2008, 1:53:28 AM5/15/08
to

...und gut geeignet für die entsprechenden Fachleute,
die Du auf den Seiten von www.ptb.de findest.
Gruss
Harald

Harald Wilhelms

unread,
May 15, 2008, 2:03:59 AM5/15/08
to
On 15 Mai, 07:29, Rafael Deliano <Rafael_DelianoENTFER...@t-online.de>
wrote:

> > Hallo Rafael
> > Hätte es mir ja denken können,
>
> Das Franzis-Buch von Arnold über DCF77 habe ich inzwischen über ebay
> aufgetrieben.
> Der beschreibt eine Schaltung wo mit National Semiconductor MF10
> SC-Filter runtergemischt wird. Das wäre wohl auch der Weg den ich
> gehen will, aber ohne den obsoleten MF10. Vorzugsweise das SC-Filter
> diskret aufgebaut.

Interessanter finde ich da das Empfangskonzept
als Super. Als Oszillator nimmt man da die schon
erwähnten 78125kHz. Als "ZF-Verstärker" kann man
dann problemlos normale OPV als aktive Filter
geschaltet nehmen. Eine entsprechende Schaltung
wurde mal von elrad veröffentlicht.
Gruss
Harald

Rafael Deliano

unread,
May 15, 2008, 2:41:13 AM5/15/08
to
>> SC-Filter

> Als Oszillator nimmt man da die schon erwähnten 78125kHz.
Das wird aber wohl ein Sinus sein.
Die Freescale-Controller haben 32kHz Quarz ( was für Uhr ja
schonmal paßt ) den sie per PLL auf Bustakt hochsetzen. Da kann man
dann externen (Rechteck-)Takt ableiten. UART funktioniert zwar
dann im Normalbetrieb wegen krummer Busfrequenz nichtmehr aber das
ist verschmerzlich.

MfG JRD

Kurt Moser

unread,
May 15, 2008, 2:51:42 AM5/15/08
to

Joerg schrieb:


> Rafael Deliano wrote:
>
> [...]
>
>> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen /
>> Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der /
>> Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des / Patentes.
>> Das wird der Bartels ungern lesen ...
>
>
> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich jetzt
> zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>

Huch zum zweiten. Das mit dem Patent wusste ich auch nicht. Auch ich habe
etwa um 1975 aufgrund eines Artikels in der Funkschau von 1974 Nr.19 S.727
so etwas gebaut. Da ich keine speziellen Quarze machen lassen wollte und es
zudem auch auf 75kHz umschaltbar sein sollte, habe ich dann als Filter eine
Art "Switched Capacitor High-Q Comb Filter" verwendet, welches mit der 8-fachen
Trägerfrequenz getaktet wurde. Diese Takfrequenz habe ich dann aus einem
10MHz Quarzoszillator abgeleitet: 10MHz/20 = 500kHz. 500kHz / 5 = 100kHz.
500kHz und 100kHz zusammenmischen und 600kHz ausfiltern. 600kHz /5 = 120kHz.
500kHz und 120kHz zusammenmischen und 620kHz ausfiltern. Dann hat man
8 * 75kHz = 600kHz bzw. 8 * 77.5kHz = 620kHz.
Den 10MHz Oszillator war dann über einen Phasenregelkreis und Kapazitätsdioden
phasenstarr an den Träger gekoppelt.

Grüsse, Kurt

Henning Paul

unread,
May 15, 2008, 3:28:57 AM5/15/08
to
Kurt Moser wrote:

> Joerg schrieb:
>> Rafael Deliano wrote:
>>
>> [...]
>>
>>> / Obwohl Hilberg eine Massenproduktion bei verschiedenen deutschen /
>>> Uhrenherstellern anregte, begann die Uhrenindustrie mit der /
>>> Herstellung von Funkuhren erst ab 1986 und nach Ablauf des /
>>> Patentes. Das wird der Bartels ungern lesen ...
>>
>> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
>> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich
>> jetzt zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>
> Huch zum zweiten. Das mit dem Patent wusste ich auch nicht.

§11 Abs. 1 PatG existiert: http://bundesrecht.juris.de/patg/__11.html

Gruß
Henning (war das eine Semester "Gewerblicher Rechtsschutz und
Patentwesen" doch zu was gut)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 15, 2008, 3:35:50 AM5/15/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:

>Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>ursprünglich kam.

Frequenzzuweisung, in einer der internationalen Funkkonferenzen
ausgehandelt. Also an sich rein ein behördlicher Akt, wenn man so
will...total unspektakulär :-)

--

Ralph.

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Falk Willberg

unread,
May 15, 2008, 3:47:13 AM5/15/08
to
Gerhard Hoffmann schrieb:
...

> Birdies auf deutsch in diesem Zusammenhang: "Selbstpfiffe".

"Pfeifstellen". Jedenfalls nördlich des Mains.

Falk

Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:28:23 AM5/15/08
to
Harald Wilhelms schrieb:

> Interessanter finde ich da das Empfangskonzept
> als Super. Als Oszillator nimmt man da die schon
> erwähnten 78125kHz. Als "ZF-Verstärker" kann man
> dann problemlos normale OPV als aktive Filter
> geschaltet nehmen. Eine entsprechende Schaltung
> wurde mal von elrad veröffentlicht.
> Gruss
> Harald


Interessant wäre es, ob man 1950 schon daran dachte?

- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:37:54 AM5/15/08
to
Henning Paul schrieb:

Ja fein. Es greift aber trotzdem die Sache mit der Nichtverwertbarkeit
für den Patentinhaber durch Wegnahme eines potentiellen Marktes. Soll
heißen: Durch sein Fachwissen und die Vorführung eines funktionierenden
Gerätes, hat Jörg dem Patentinhaber einen möglichen Kunden vorenthalten
können. Es konnte nun ja schließlich jeder einfach nachbauen ;-)


Aber wenn alle schon tot sind oder wegen Alzheimer das Wort Patent gar
nicht mehr schreiben können??


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:41:43 AM5/15/08
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>
>> Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>> ursprünglich kam.
>
> Frequenzzuweisung, in einer der internationalen Funkkonferenzen
> ausgehandelt. Also an sich rein ein behördlicher Akt, wenn man so
> will...total unspektakulär :-)
>

Kann ich mir nicht vorstellen. Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
zufällig harmonisch zueinander.


- Henry

--
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Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:44:25 AM5/15/08
to
Harald Wilhelms schrieb:

>> Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.
>
> ...und gut geeignet für die entsprechenden Fachleute,
> die Du auf den Seiten von www.ptb.de findest.

Ich lasse es erstmal auf die NG einwirken...


- Henry


--
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Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:45:56 AM5/15/08
to
Rafael Deliano schrieb:

>> Hallo Rafael
>> Hätte es mir ja denken können,
> Das Franzis-Buch von Arnold über DCF77 habe ich inzwischen über ebay
> aufgetrieben.
> Der beschreibt eine Schaltung wo mit National Semiconductor MF10
> SC-Filter runtergemischt wird. Das wäre wohl auch der Weg den ich
> gehen will, aber ohne den obsoleten MF10. Vorzugsweise das SC-Filter
> diskret aufgebaut.

DAS Thema hatten wir schon mal.


>
>>> Wolfgang_Hilberg
>> Hast du einen Kontakt?
> Nein. Aber wenn er nicht im Telefonbuch steht würde man sich wohl
> über die Hochschule Anschrift/Telefonnummer besorgen können.
>

Wie ich schon ausführte: Er ist vermutlich nicht der Verursacher der
77500Hz. Da muß einer noch früher gelebt haben. Vorm Krieg oder so...


- Henry


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Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:49:15 AM5/15/08
to
Gerhard Hoffmann schrieb:

> On Wed, 14 May 2008 20:20:05 +0200, Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>
>> Hallo Leute -
>>
>> Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
>> Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal
>> ohne Zeit-Modulation.
>
> Ja. Die glatten Frequenzen waren schon weg, weil wir mal 'nen Krieg verloren haben.
> Das war auch der Grund, warum UKW/FM in .de zuerst hochkam.
>

Urban Legend oder war?


> In der Funkschau oder Elektronik war ein Artikel über einen
> "aperiodischen quasi-periodischen Frequenzteiler" oder so ähnlich pompös
> ( >>> 20 Jahre her, wo ist mein Gerontol-Forte?...) in dem beschrieben wurde, wie
> man trotz der krummen Trägerfrequenz auf gängige Referenzfrequenzen kommt.
> Der Autor war bei der PTB, glaub ich.
>

Klingt für mich wie neudeutsch fraktionale PLL.


> Vermutlich hab' ich das archiviert, aber ich mache keinerlei Versprechungen,
> habe gerade Stress.
>
>
>> Ferner ist 6x 77500 genau 465kHz. Das war früher wohl mal ne gängige
>> ZF-Frequenz.
>
> Wer eine Referenzfrequenz * n als ZF wählt, ist an den Birdies seines Empfängers
> selber schuld. (wenn man die Ref tatsächlich benutzt)
>

Ist vielleicht Zufall. Jedenfalls war 465kHz sehr verbreitet. Muß die
Zeit vor den Japanischen Angriffen gewesen sein.


>
>> Mich würde interessieren, wie man auf diese Frequenzfestlegung
>> ursprünglich kam. Einiges Googeln brachte bislang nichts. Ich vermute,
>> daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
>>
>> Also eine interessante elektroarchäologische Fragestellung.
>
> Heute war ich in Holzmaden an der Steige und habe mir mit
> meinem Töchterchen zusammen 30 Mio Jahre alte Ichtyosaurier
> und Seelilien angesehen.. In dem Schiefersteinbruch dort werden wir demnächst
> mal mit Hammer & Meisel antreten. Ein selbstgefundener Ammonit
> ist allemal interessanter als einer für 3 EUR :-).
>

Verstehe. Ich wollte ja nur mal fragen, damit ich nicht zu dumm sterbe.


- Henry

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Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 4:56:07 AM5/15/08
to
Joerg schrieb:

>>> Huch? Ich hatte als Schueler Mitte der 70er eine gebaut und dann im
>>> Erdkunde Unterricht vorgefuehrt. Vor Ablauf des Patents. Muss ich
>>> jetzt zur Sicherheit ein Ticket nach Rio besorgen?
>>>
>>
>> Ach deswegen bist du nun im Ausland. Irgendwann kommt alles raus ;-)
>>
>
> Ich wuenschte, ich haette sie noch. Aber Logik-Chips waren damals so
> suendhaft teuer und ich brauchte viel dringender Messgeraete. Kaufen
> konnte man erst recht vergessen, jedenfalls als Schueler. Also kam
> einige Wochen spaeter das Hackebeilchen :-(
>

Das ist wirklich traurig. Kenne ich.


- Henry


--
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Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 15, 2008, 5:31:02 AM5/15/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:

>Urban Legend oder war?

Wahr. UKW ist ein Kind des verlorenen Krieges; Deutschland hat bei den
internationalen "Wellenkonferenzen" keine oder zumindest zu wenige
MW/KW-Frequenzen bekommen und sich dann entschieden, den lokalen
Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
wurde.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 15, 2008, 5:32:45 AM5/15/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:

>Kann ich mir nicht vorstellen.

Doch, das lief schon so. Natürlich hat man im Vorfeld darüber reden
können, was man gerne hätte, was aus welchen Gründen auch immer besser
geeignet wäre, aber letztlich mußten die anderen Ländervertreter auch
zustimmen, und man mußte letztlich nehmen, was der Konsens hergab.

>Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
>zufällig harmonisch zueinander.

Ja, und? :-)

Gerhard Hoffmann

unread,
May 15, 2008, 7:14:16 AM5/15/08
to
On Thu, 15 May 2008 11:32:45 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net> wrote:

>>Die ISM-Frequenzen liegen auch nicht
>>zufällig harmonisch zueinander.
>
>Ja, und? :-)

Die Amateurfunkbänder auch.

Und ein seltenes Prefix mach mehr gain als irgendein Oberwellenfilter Dämpfung macht.
Da haben wir schon mal ein PileUp auf 40 erzeugt, wo wir doch auf 80 waren...

73, Gerhard

Falk Willberg

unread,
May 15, 2008, 7:57:59 AM5/15/08
to
Gerhard Hoffmann schrieb:

"CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call 80m
only"?

Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann man
auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-)

Falk

Gerhard Hoffmann

unread,
May 15, 2008, 8:04:02 AM5/15/08
to
On Thu, 15 May 2008 13:57:59 +0200, Falk Willberg <Fawegl...@falk-willberg.de> wrote:


>"CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call 80m
>only"?
>
>Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann man
>auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-

Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.

Gerhard

Falk Willberg

unread,
May 15, 2008, 8:13:26 AM5/15/08
to
Gerhard Hoffmann schrieb:

Ah, 2kW PEP. Wenn das man erlaubt war, tsss.....

Falk, <10W EIRP

Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 8:09:21 AM5/15/08
to
Falk Willberg schrieb:

Was willst du? Einfache Drahtantennen sind ja auch mehrfach resonant.
Das paßt schon ;-)

- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Falk Willberg

unread,
May 15, 2008, 8:23:17 AM5/15/08
to
Henry Kiefer schrieb:
> Falk Willberg schrieb:

...
>> "CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call
>> 80m only"?
>>
>> Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann
>> man auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-)
>>
>
> Was willst du?

Ungefähr da senden, wo ich auch empfange. Also gewissermaßen keine
Crossposts verursachen.

Mehrere Empfänger wären eine Lösung, das wird aber stressig.

> Einfache Drahtantennen sind ja auch mehrfach resonant.
> Das paßt schon ;-)

Falk

Henry Kiefer

unread,
May 15, 2008, 8:20:51 AM5/15/08
to
Falk Willberg schrieb:

> Henry Kiefer schrieb:
>> Falk Willberg schrieb:
> ....

>>> "CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call
>>> 80m only"?
>>>
>>> Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann
>>> man auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-)
>>>
>>
>> Was willst du?
>
> Ungefähr da senden, wo ich auch empfange. Also gewissermaßen keine
> Crossposts verursachen.
>
> Mehrere Empfänger wären eine Lösung, das wird aber stressig.
>

Der eine oder andere kann vielleicht lokal bestimmte Frequenzen nicht
empfangen. Dein Diversity ist also ok ;-)


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Joerg

unread,
May 15, 2008, 10:57:55 AM5/15/08
to

Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
analogen Welt haenderingend gesucht werden.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Horst-D.Winzler

unread,
May 15, 2008, 11:11:37 AM5/15/08
to
Joerg schrieb:

Unwahrscheinlich ;-)

Mit solchem Aufbau wollte ich einen Meßsender synchronisieren. Vorher
habe ich mir die Signale als Lissajousche Figur angeschaut. Danach
dämmerte es mir, warum damals die Nachstimmkapazität des
Reverenz-Quarzoszillators über eine Schnecke (Getriebe) nachgeregelt
wurde ;-)

--
mfg hdw

Message has been deleted

Joerg

unread,
May 15, 2008, 11:26:52 AM5/15/08
to

Geht auch unorthodoxer: Nachstimmung ueber einen Spulenkern, der an
einer Magnetwicklung (ex-Lautsprecher) haengt. Hatte ich mal gemacht,
weil man da nicht regelmaessig Ballistol drauftroepfeln muss.

Horst-D.Winzler

unread,
May 15, 2008, 11:25:30 AM5/15/08
to
Bernd Stolle schrieb:

> Joerg wrote:
>
>> Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
>> analogen Welt haenderingend gesucht werden.
>
> Bruharharhaha...hust
> Ich habe persönlich erlebt, was "händeringend" in Managerspeak bedeutet.
> Aber wie schon öfter gesagt, arbeite ich nicht mehr in dieser Branche,
> irgendwann reichts schließlich mit dem hohlen Gewäsch.
>
> B
>

Ahso ,Politikfähigkeit erlangt ?

--
mfg hdw

Joerg

unread,
May 15, 2008, 11:29:24 AM5/15/08
to
Bernd Stolle wrote:

> Joerg wrote:
>
>> Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
>> analogen Welt haenderingend gesucht werden.
>
> Bruharharhaha...hust
> Ich habe persönlich erlebt, was "händeringend" in Managerspeak bedeutet.
> Aber wie schon öfter gesagt, arbeite ich nicht mehr in dieser Branche,
> irgendwann reichts schließlich mit dem hohlen Gewäsch.
>

Ich glaube auch nicht an das Gefasel vom Ingenieurmangel. Aber im
Analogbereich ist das zumindest in USA so. Fuer einen Kunden mussten wir
zwei Jahre suchen und dann einen Ingenieur importieren. Bewerber gab es
zwar genug, aber keine mit echt Ahnung.

Horst-D.Winzler

unread,
May 15, 2008, 11:36:26 AM5/15/08
to
Joerg schrieb:

> Bernd Stolle wrote:
>> Joerg wrote:
>>
>>> Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
>>> analogen Welt haenderingend gesucht werden.
>>
>> Bruharharhaha...hust
>> Ich habe persönlich erlebt, was "händeringend" in Managerspeak bedeutet.
>> Aber wie schon öfter gesagt, arbeite ich nicht mehr in dieser Branche,
>> irgendwann reichts schließlich mit dem hohlen Gewäsch.
>>
>
> Ich glaube auch nicht an das Gefasel vom Ingenieurmangel. Aber im
> Analogbereich ist das zumindest in USA so. Fuer einen Kunden mussten wir
> zwei Jahre suchen und dann einen Ingenieur importieren. Bewerber gab es
> zwar genug, aber keine mit echt Ahnung.
>

USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Davon sprach man mal in
de. und eiferte dem großen Vorbild nach ;-)

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
May 15, 2008, 11:34:55 AM5/15/08
to
Joerg schrieb:

Jörg, 5 setzen.
Wie lange willst du mit der Messung warten?
Rechnen kannste aber "noch" ;-))))

--
mfg hdw

Joerg

unread,
May 15, 2008, 11:47:54 AM5/15/08
to


Nun, Lautsprecher packen laessig 1msec oder schneller. Wie schnell ist
denn das Schneckengetriebe? Sind Schnecken nicht diese Tierchen, die
etwas gemuetlicher durch die Landschaft ziehen?


> Rechnen kannste aber "noch" ;-))))
>

Nein, das macht das HP-11C Taschenrechnerli :-)

Joerg

unread,
May 15, 2008, 11:50:10 AM5/15/08
to

In Sachen VC-finanzierter Unternehmungen ist das auch heute noch so. Was
da teilweise entwickelt wird, erstaunt mich immer aufs neue.

Message has been deleted

Stefan Huebner

unread,
May 15, 2008, 5:15:51 PM5/15/08
to
>Damit gehoerst Du wohl zu dem Kreis von Leuten, die heute in der
>analogen Welt haenderingend gesucht werden.

Es gibt noch eine analoge Welt? Ich dachte schon, mein Prof schwelgte
in Erinnerungen, als er Anerkennung bezüglich meiner phasenstarren
Kopplung, wo wir gerade beim Thema sind, äusserte.
Mit anderen Worten: die ADF4002-PLL von "damals" funktioniert doch ;)
Und die DDS im Regelkreis auch. Soviel zur analogen Welt dann...

Joerg

unread,
May 15, 2008, 7:07:52 PM5/15/08
to


Das ist auch nicht einfach, bei solchen Designs sind schon Leute an den
Rand einer Depression geschlittert.

Bei uns behaupteten Anfang der 80er einige Profs allen Ernstes, dass
diskrete Schaltungstechnik bald obsolet sei. Gab bei mir einen heftigen
ROFL-Anfall. Als dann noch einer sagte, die Common-Gate Schaltung bei
einem FET sei voelliger Unsinn, reifte bei mir der Entschluss, nach dem
Diplom schleunigst die Biege zu machen.

dirk tascker

unread,
May 16, 2008, 4:55:30 AM5/16/08
to

"Henry Kiefer" <ehydra_new...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:482b2da9$0$6559$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

> Hallo Leute -
>
> Weiß jemand wie man vor Jahrzehnten auf die 77500Hz für DCF77 kam? Den
> Sender soll es seit 1959 geben - damals nur als reines Frequenznormal

Von der Seite der PTB

"Gegenüber Zeitübertragungsverfahren mit Satelliten haben Langwellensignale
einen entscheidenden Vorteil: Sie dringen in Gebäude ein und ihr Empfang
wird durch Hindernisse wie Bäume oder Hochhäuser nicht nennenswert
beeinträchtigt. Man kann sie ohne Außenantenne mit in Funkuhren eingebauten
kleinen Ferritantennen empfangen. Mit dieser starken Sendeleistung der
Langwelle sind kompakte, mit Batterie oder Solarzellen betriebene Funkuhren
ohne Kabelanschluss möglich. Dadurch wird die Zeitverbreitung auf Langwelle
auch in Zukunft attraktiv und eine sinnvolle Ergänzung zur Zeitübertragung
über Satelliten bleiben. "


Gruß
Dirk


Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 5:27:50 AM5/16/08
to
dirk tascker schrieb:

OK. Dann können es aber auch 77000Hz sein.


- Henry

--
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Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 16, 2008, 5:37:10 AM5/16/08
to
"dirk tascker" <dirkt...@gmx.net> wrote:

>
>"Gegenüber Zeitübertragungsverfahren mit Satelliten haben Langwellensignale
>einen entscheidenden Vorteil:

Das ist eh klar, daß es Langwelle werden soll, das war wohl allen
Beteiligten von Anfang an bewußt. Nur was die genaue Frequenz angeht,
das hat mit Sicherheit rein deswegen die 77.5 ergeben, weil die eben
frei und konsensfähig war.

Uwe Hercksen

unread,
May 16, 2008, 6:22:34 AM5/16/08
to

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Das ist eh klar, daß es Langwelle werden soll, das war wohl allen
> Beteiligten von Anfang an bewußt. Nur was die genaue Frequenz angeht,
> das hat mit Sicherheit rein deswegen die 77.5 ergeben, weil die eben
> frei und konsensfähig war.

Hallo,

nun ja, die Frequenz musste nicht nur frei und konsensfähig sein, es
musste auch eine einigermassen "runde Zahl" sein die mehrfach durch 2
und durch 5 teilbar ist.
Wenn man sich die Primfaktorzerlegungen anschaut 77500 = 2^2*5^4*31,
dann wäre 75000 = 2^3*3*5^5 besser geeignet gewesen weil da nicht die
grosse Primzahl 31 als Faktor vorkommt.

Bye

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 6:30:46 AM5/16/08
to
Uwe Hercksen schrieb:

Meiner Meinung nach wurde die 31 gezielt gewählt: Primzahl und mit 5 Bit
optimal darstellbar.

In diesem Zusammenhang gibts auch den interessanten Zikadenzyklus mit
der Zahl 17. 17 nicht 42?? Ja, 17 ist eine Primzahl und Freßfeinde wie
Opfer vermehren sich nun mal in Zyklen.


- Henry

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Harald Wilhelms

unread,
May 16, 2008, 7:13:26 AM5/16/08
to

Früher hat man ja auch den Langwellensender
auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.
Warum man da die Frequenz irgendwann auf
151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
ganz begriffen.
Gruss
Harald

Dieter Wiedmann

unread,
May 16, 2008, 7:24:45 AM5/16/08
to
Harald Wilhelms schrieb:

> Früher hat man ja auch den Langwellensender
> auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.

Droitwich auf 200kHz war sehr beliebt.

> Warum man da die Frequenz irgendwann auf
> 151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
> ganz begriffen.

Bei Droitwich ähnlich, sendet seit 20 Jahren auf 198kHz.


Gruß Dieter

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 7:35:42 AM5/16/08
to
Dieter Wiedmann schrieb:

> Harald Wilhelms schrieb:
>
>> Früher hat man ja auch den Langwellensender
>> auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.
>
> Droitwich auf 200kHz war sehr beliebt.
>
>> Warum man da die Frequenz irgendwann auf
>> 151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
>> ganz begriffen.
>

Du meinst vermutlich 153kHz: 153/9

> Bei Droitwich ähnlich, sendet seit 20 Jahren auf 198kHz.
>

198/9

- Henry


--
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Uwe Hercksen

unread,
May 16, 2008, 9:13:25 AM5/16/08
to

Henry Kiefer schrieb:

> Meiner Meinung nach wurde die 31 gezielt gewählt: Primzahl und mit 5 Bit
> optimal darstellbar.

Hallo,

nun ja, die nächste Zweierpotenz ist 32, also suboptimal. Die Faktoren 5
wären dann aber eine schlechte Wahl gewesen.

Bye

Thomas Meier

unread,
May 16, 2008, 9:21:23 AM5/16/08
to
>> Meiner Meinung nach wurde die 31 gezielt gewählt: Primzahl und mit 5
>> Bit optimal darstellbar.

> nun ja, die nächste Zweierpotenz ist 32, also suboptimal. Die Faktoren 5

> wären dann aber eine schlechte Wahl gewesen.

Teiler durch 2 und durch 5 gibt es als Standard-Logik-Bausteine, und die
durch 31 kann man recht einfach durch einen 5Bit Zähler und 5 Dioden für
ein Wired-And realisieren. Natürlich wäre ein :32 Teiler einfacher, aber
wenn keine passende Frequenz zu haben ist, ist ein :31 Teiler immer noch
besser als was ganz Krummes oder eine Frequenz mit noch höherem Primfaktor.

Thomas

Uwe Hercksen

unread,
May 16, 2008, 9:36:34 AM5/16/08
to

Thomas Meier schrieb:

> Teiler durch 2 und durch 5 gibt es als Standard-Logik-Bausteine, und die
> durch 31 kann man recht einfach durch einen 5Bit Zähler und 5 Dioden für
> ein Wired-And realisieren.

Hallo,

nur wenn der Sender bereits schon 1959 existierte, dann gab es damals
die Teiler durch 5 noch nicht als Standard-Logik-Bausteine.

Der Faktor 5 war doch beim Fernsehraster so beliebt weil man mit
geringem Aufwand an Röhren die fünfte Oberwelle bei der
Frequenzvervielfachung ausnutzen konnte.

Bye

Horst-D.Winzler

unread,
May 16, 2008, 10:04:40 AM5/16/08
to
Uwe Hercksen schrieb:

Damals war Frequenzvervielfachung die Schaltung der Wahl. Nicht das es
Teilerschaltungen gab, die waren nur unvergleichlich aufwändiger.

--
mfg hdw

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 10:09:40 AM5/16/08
to
Horst-D.Winzler schrieb:

>> Der Faktor 5 war doch beim Fernsehraster so beliebt weil man mit
>> geringem Aufwand an Röhren die fünfte Oberwelle bei der
>> Frequenzvervielfachung ausnutzen konnte.
>>
>> Bye
>>
>
> Damals war Frequenzvervielfachung die Schaltung der Wahl. Nicht das es
> Teilerschaltungen gab, die waren nur unvergleichlich aufwändiger.
>

Daran hat sich eigentlich nicht wirklich was geändert. Wird aber wohl
nicht mehr gelehrt.

Vermutlich bin ich aber etwas jünger als du.


- Henry


--
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Joerg

unread,
May 16, 2008, 1:29:13 PM5/16/08
to


Ich auch nicht. "Don't touch a running system".

Deshalb bin ich zwecks Eichung von Mess- oder Funkgeraeten stets bei WWV
geblieben. Das kam schon in meinen Kindertagen auf 5, 10, 15MHz und es
ist auch heute noch so.

Joerg

unread,
May 16, 2008, 1:54:13 PM5/16/08
to

Man konnte auch damals 5:1 Teiler bauen, doch diese Tricks verstand nur
die Creme der Ingenieure. Es wurde ein Oszillator schwach an das
Referenzsignal angekoppelt und der rastete dann, wenn man es richtig
gemacht hatte, auf die passende Oberwelle ein. Kein echtes PLL, funzt
aber, und wurde z.B. in Barlow-Wadley Empfaengern oder dem Drake SSR-1
(steht hier auf dem Schreibtisch) gemacht.

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 2:28:15 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

>> Früher hat man ja auch den Langwellensender
>> auf 150 kHz als Frequenznormal benutzt.
>> Warum man da die Frequenz irgendwann auf
>> 151 kHz umgestellt hat, habe ich nicht so
>> ganz begriffen.
>
>
> Ich auch nicht. "Don't touch a running system".
>
> Deshalb bin ich zwecks Eichung von Mess- oder Funkgeraeten stets bei WWV
> geblieben. Das kam schon in meinen Kindertagen auf 5, 10, 15MHz und es
> ist auch heute noch so.
>

Bei dem heutigen Sender auf 153kHz gab es eine Änderung wegen
Interferenzen mit einem osteuropäischen Sender.


- Henry

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Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 2:31:44 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Man konnte auch damals 5:1 Teiler bauen, doch diese Tricks verstand nur
> die Creme der Ingenieure. Es wurde ein Oszillator schwach an das
> Referenzsignal angekoppelt und der rastete dann, wenn man es richtig
> gemacht hatte, auf die passende Oberwelle ein. Kein echtes PLL, funzt
> aber, und wurde z.B. in Barlow-Wadley Empfaengern oder dem Drake SSR-1
> (steht hier auf dem Schreibtisch) gemacht.
>

Dazu passend dann noch der auf M:N-Faktor synchronisierende Oszillator:
http://www.tapr.org/ss_g1pvz.html#synch_osc


Bin ich nun alt? ;-)
- Henry


--
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Joerg

unread,
May 16, 2008, 2:48:10 PM5/16/08
to

Und der Hammer: An der Uni wurde aber auch kein Fitzchen von so etwas
gelehrt :-(

>
> Bin ich nun alt? ;-)


Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)

Joerg

unread,
May 16, 2008, 2:50:09 PM5/16/08
to

Das koennte man in USA nicht machen. Zum Glueck schraubt hier aber auch
niemand dauernd daran herum. Unsere Radios haben festes 10kHz
Frequenzraster. Langwelle gibt es allerdings hier nicht.

Joerg

unread,
May 16, 2008, 3:50:37 PM5/16/08
to
Henry Kiefer wrote:
> Hallo Rafael -
>
> Hätte es mir ja denken können, das du dazu interessantes schreiben
> kannst. Danke!
>
> Rafael Deliano schrieb:
>>> Ich vermute, daß die ersten ZEITzeugen bereits verstorben sind...
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hilberg
>> Der lebt wohl noch. Würde sich sogar über solche Anfrage wohl freuen (
>> telefonisch, für Schüchterne/Altmodische brieflich ).
>
> Na ich weiß nicht. Wie kommst du darauf? Hast du einen Kontakt?
>

Ist m.W. um 2000 herum in Rente gegangen. Ueber Professor Glesner sollte
sich ein Kontakt bekommen lassen:

http://www.tu-darmstadt.de/forschung/bericht/186000.en.tud

[...]

Joerg

unread,
May 16, 2008, 3:51:51 PM5/16/08
to
Falk Willberg wrote:
> Gerhard Hoffmann schrieb:
> ...
>> Birdies auf deutsch in diesem Zusammenhang: "Selbstpfiffe".
>
> "Pfeifstellen". Jedenfalls nördlich des Mains.
>

"Pfuff". Jedenfalls im bayrischen Wald.

--
Servus, Joerg

Joerg

unread,
May 16, 2008, 3:54:32 PM5/16/08
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>
>> Urban Legend oder war?
>
> Wahr. UKW ist ein Kind des verlorenen Krieges; Deutschland hat bei den
> internationalen "Wellenkonferenzen" keine oder zumindest zu wenige
> MW/KW-Frequenzen bekommen ...


Wenn ich mir die Skala des alten Sachsenwerk hier ansehe, kann das aber
nicht gar so schlimm gewesen sein.


> ... und sich dann entschieden, den lokalen
> Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
> Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
> wurde.
>

Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(

--
Gruesse, Joerg

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:00:11 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Henry Kiefer wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Man konnte auch damals 5:1 Teiler bauen, doch diese Tricks verstand
>>> nur die Creme der Ingenieure. Es wurde ein Oszillator schwach an das
>>> Referenzsignal angekoppelt und der rastete dann, wenn man es richtig
>>> gemacht hatte, auf die passende Oberwelle ein. Kein echtes PLL, funzt
>>> aber, und wurde z.B. in Barlow-Wadley Empfaengern oder dem Drake
>>> SSR-1 (steht hier auf dem Schreibtisch) gemacht.
>>>
>>
>> Dazu passend dann noch der auf M:N-Faktor synchronisierende Oszillator:
>> http://www.tapr.org/ss_g1pvz.html#synch_osc
>>
>
> Und der Hammer: An der Uni wurde aber auch kein Fitzchen von so etwas
> gelehrt :-(

Verlorene Zeit an ner Hochschule rumzumachen.


>
>>
>> Bin ich nun alt? ;-)
>
>
> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>

Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei XTALs
nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:01:07 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Das koennte man in USA nicht machen. Zum Glueck schraubt hier aber auch
> niemand dauernd daran herum. Unsere Radios haben festes 10kHz
> Frequenzraster. Langwelle gibt es allerdings hier nicht.
>

Alle Frauen kurzhaarig?


- Henry


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Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:01:19 PM5/16/08
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> On Thu, 15 May 2008 13:57:59 +0200, Falk Willberg <Fawegl...@falk-willberg.de> wrote:
>
>
>> "CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call 80m
>> only"?
>>
>> Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann man
>> auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-
>
> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
^^^

Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509. Als
diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.

Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
vom Drake TR7. Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100. Klingt aehnlich, aber
technologisch ein meilenweiter Unterschied. Wobei ich beim JST erstmal
einen harten Design-Bock finden und rausmachen musste, beim HW100
dagegen nicht. Das Dingen lief echt gusseisern.

Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:03:32 PM5/16/08
to
Henry Kiefer wrote:
> Joerg schrieb:
>> Henry Kiefer wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>> Man konnte auch damals 5:1 Teiler bauen, doch diese Tricks verstand
>>>> nur die Creme der Ingenieure. Es wurde ein Oszillator schwach an das
>>>> Referenzsignal angekoppelt und der rastete dann, wenn man es richtig
>>>> gemacht hatte, auf die passende Oberwelle ein. Kein echtes PLL,
>>>> funzt aber, und wurde z.B. in Barlow-Wadley Empfaengern oder dem
>>>> Drake SSR-1 (steht hier auf dem Schreibtisch) gemacht.
>>>>
>>>
>>> Dazu passend dann noch der auf M:N-Faktor synchronisierende Oszillator:
>>> http://www.tapr.org/ss_g1pvz.html#synch_osc
>>>
>>
>> Und der Hammer: An der Uni wurde aber auch kein Fitzchen von so etwas
>> gelehrt :-(
>
> Verlorene Zeit an ner Hochschule rumzumachen.
>

Manchmal dachte ich das auch, aber ich brauchte den Lappen. Und gute
Kneipen gab's da ja auch.

>
>>
>>>
>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>
>>
>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
>> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>
>
> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei XTALs
> nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>

Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...

Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:04:34 PM5/16/08
to
Henry Kiefer wrote:
> Joerg schrieb:
>> Das koennte man in USA nicht machen. Zum Glueck schraubt hier aber
>> auch niemand dauernd daran herum. Unsere Radios haben festes 10kHz
>> Frequenzraster. Langwelle gibt es allerdings hier nicht.
>>
>
> Alle Frauen kurzhaarig?
>

Nein, die echten Country Girls natuerlich nicht.

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:04:59 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
>> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>>
>>> Urban Legend oder war?
>>
>> Wahr. UKW ist ein Kind des verlorenen Krieges; Deutschland hat bei den
>> internationalen "Wellenkonferenzen" keine oder zumindest zu wenige
>> MW/KW-Frequenzen bekommen ...
>
>
> Wenn ich mir die Skala des alten Sachsenwerk hier ansehe, kann das aber
> nicht gar so schlimm gewesen sein.
>

Ich bin noch zu jung und kenne nur Radios bis 104MHz aus der Jugend.


>
>> ... und sich dann entschieden, den lokalen
>> Rundfunk eben auf UKW hochzuziehen. Das war so erfolgreich, daß der
>> Frequenzbereich IIRC zweimal auf das heutige "87.5-108" erweitert
>> wurde.
>>
>
> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
>

ZF ändern ;-)


- Henry


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Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:06:27 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
> vom Drake TR7. Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
> moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100. Klingt aehnlich, aber
> technologisch ein meilenweiter Unterschied. Wobei ich beim JST erstmal
> einen harten Design-Bock finden und rausmachen musste, beim HW100
> dagegen nicht. Das Dingen lief echt gusseisern.
>

"Das Dingen _lief_ echt gusseisern." - Runtergefallen??


- Henry

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Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:08:52 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

>> Verlorene Zeit an ner Hochschule rumzumachen.
>>
>
> Manchmal dachte ich das auch, aber ich brauchte den Lappen. Und gute
> Kneipen gab's da ja auch.
>

Für _mich_ war es jedenfalls ne blöde Entscheidung und nur durch meine
damalige Unkenntnis der Welt begründbar/heute rückblickend vertretbar.


>>
>>>
>>>>
>>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>>
>>>
>>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar mal
>>> einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>>
>>
>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>
>
> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
> schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>

Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??


- Henry


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Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:08:42 PM5/16/08
to

Nein, habe ihn hier. Aber dieser hat etwas, was wir damals
"Katastrophennetzteil" nannten. Ausser dem Heiztrafo nix,
Spannungsverdreifachung direkt aus 230V. Bloss nicht den Netzstecker
rumdrehen. Kann man hier mit 240V zweiphasig natuerlich vergessen :-(

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:13:20 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Henry Kiefer wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
>>> vom Drake TR7. Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
>>> moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100. Klingt aehnlich, aber
>>> technologisch ein meilenweiter Unterschied. Wobei ich beim JST
>>> erstmal einen harten Design-Bock finden und rausmachen musste, beim
>>> HW100 dagegen nicht. Das Dingen lief echt gusseisern.
>>>
>>
>> "Das Dingen _lief_ echt gusseisern." - Runtergefallen??
>>
>
> Nein, habe ihn hier. Aber dieser hat etwas, was wir damals
> "Katastrophennetzteil" nannten. Ausser dem Heiztrafo nix,
> Spannungsverdreifachung direkt aus 230V. Bloss nicht den Netzstecker
> rumdrehen. Kann man hier mit 240V zweiphasig natuerlich vergessen :-(
>

Da steh ja auch drauf "No servicable parts inside". Wer dann reingreift
bemüht Darwin...

Bei uns in Old Germany kann man den Netzstecker leider immer noch
drehen. Und in (vermutlich nicht abgeschaltete) Glühlampenfassungen
dürfen sogar Kinderhände greifen. Alles kein Problem.
Aber wehe du willst Kaliumpermanganat in der Apotheke kaufen...


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:27:51 PM5/16/08
to
Henry Kiefer wrote:
> Joerg schrieb:
>>> Verlorene Zeit an ner Hochschule rumzumachen.
>>>
>>
>> Manchmal dachte ich das auch, aber ich brauchte den Lappen. Und gute
>> Kneipen gab's da ja auch.
>>
>
> Für _mich_ war es jedenfalls ne blöde Entscheidung und nur durch meine
> damalige Unkenntnis der Welt begründbar/heute rückblickend vertretbar.
>

Ich haette damals ohne den Lappen sicher nicht in die USA einwandern
koennen. Es sei denn, mit einem erlernten Mangelhandwerk plus x Jahre
Erfahrung, dann geht es manchmal auch.

>
>>>
>>>>
>>>>>
>>>>> Bin ich nun alt? ;-)
>>>>
>>>>
>>>> Wenn Du Locking Oscillators kennst und verstehst, ja. Wenn Du gar
>>>> mal einen gebaut hast, koenntest Du als vergreist gelten ;-)
>>>>
>>>
>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>
>>
>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie in
>> schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>
>
> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>

Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
sollte es wert gewesen sein :-)))

Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.

Henry Kiefer

unread,
May 16, 2008, 4:39:50 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Ich haette damals ohne den Lappen sicher nicht in die USA einwandern
> koennen. Es sei denn, mit einem erlernten Mangelhandwerk plus x Jahre
> Erfahrung, dann geht es manchmal auch.
>

Hat da nicht ein Jobangebot gereicht? Dachte ich.


>>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>>
>>>
>>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie
>>> in schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>>
>>
>> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>>
>
> Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
> mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
> sollte es wert gewesen sein :-)))
>

Ja, die Erkentnis das fertige TCXOs genauso gut selbstgebaut werden
können und dann sogar besser sind. Ohne das es sonderlich schwer wäre.


> Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
> einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
> einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
> kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
> heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.
>

Hm. Was ESR angeht, kenn ich mich aus. Ein Jahr an Kondensatoren
rumgebastelt fürs Patent.

Warum sollte ein großer Elko keinen ESR haben? Versteh nicht was du
damit meinst. Hätte er keinen, hättest du einen Zünder.


Wenn nun Schäuble von umgedrehten Tantals liest, gibts bald keine mehr
zu kaufen.


- Henry

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Falk Willberg

unread,
May 16, 2008, 4:47:14 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Gerhard Hoffmann wrote:
>> On Thu, 15 May 2008 13:57:59 +0200, Falk Willberg
>> <Fawegl...@falk-willberg.de> wrote:
>>
>>
>>> "CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call
>>> 80m only"?
>>>
>>> Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann
>>> man auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-
>>
>> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
> ^^^
>
> Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509. Als
> diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.
>
> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt.

Hier steht noch ein FTdx401. Nur Röhren, außer VFO und Gleichrichter.
Ein tolles Beispiel dafür, wie man ziemlich schlecht gußeisern bauen kann.

Immerhin habe ich damit mal einen 18. Platz bei der HOT[0]-Party belegt.
Die hatten die 100W Leistungsbeschränkung in der Ausschreibung vergessen
und 300W bringen ggü. 100W einen kleinen Vorteil.

Ich muß doch mal wieder die Taste auspacken....

Falk
[0]Homebrew and Old-Time equipment. Alles vor Bj. ~1975 und
selbstgebautes mit <N aktiven Komponenten. In ICs wurden die aktiven
Komponenten gezählt. 1xNE612 war zuviel.....

Gerhard Hoffmann

unread,
May 16, 2008, 4:51:00 PM5/16/08
to
On Fri, 16 May 2008 13:01:19 -0700, Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:


>> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
> ^^^
>
>Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509.

Bei dieser Contest-Truppe war einer, der hatte TR7 + L4B im Auto,
mit einem Honda-Generator im Kofferraum und dem damals üblichen
kapazitätsarmen Gelsenkirchener Eimerchen. Der konnte auch während
der Fahrt damit funken. Wörtlich.

>Als diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.

Da musst Du ja _unglaubliche__Selbstdisziplin_ gehabt haben um die
Pmax einzuhalten.


>Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
>vom Drake TR7.

Der Preis für den am schönsten gemoddeden TR7 geht an dk4sx:

<http://www.mydarc.de/dk4sx> -> Projekte -> 2002


>Beides zur Jugendzeit weit jenseits des finanziell
>moeglichen. Lief bei mir so: HW100 -> JST100.

War bei mir ein FT505. Funktioniert heute noch, habe auch noch
Ersatzröhren. Auch die 7360 :-)
Der FT505 hatte bald einen ausgebauten Störaustaster und einen
entdämpften Preselector.

Gruß, Gerhard

Joerg

unread,
May 16, 2008, 4:52:30 PM5/16/08
to
Henry Kiefer wrote:
> Joerg schrieb:
>> Ich haette damals ohne den Lappen sicher nicht in die USA einwandern
>> koennen. Es sei denn, mit einem erlernten Mangelhandwerk plus x Jahre
>> Erfahrung, dann geht es manchmal auch.
>>
>
> Hat da nicht ein Jobangebot gereicht? Dachte ich.
>

Nein, denn man muss nachweisen, dass es keine Amerikaner fuer den Job
gab und ebenfalls die Qualifikation des Kandidaten. Kann man ohne
Dipl.-Ing. vermutlich vergessen. Obwohl es ein Englaender geschafft hat,
aber der ist ziemlich beruehmt und hat etliche gute Patente im
Motorradbereich.

Ich musste sogar ein Diplom in Englisch besorgen (das ging an der RWTH
Aachen!) und es sah gegenueber dem Lappen in Deutsch echt edel aus. Mit
Siegel und allem Pi Pa Po. Dann hat es ein Beamter der
Einwanderungsbehoerde gelocht. Arrgh!

>
>>>>> Naja, der Mittelweg: Ich meine sie zu verstehen und habe mal zwei
>>>>> XTALs nebeneinander betrieben. Es kam wie es kommen mußte...
>>>>>
>>>>
>>>> Sie verliebten sich und bandelten an? Auf dass Ihr nun in guten wie
>>>> in schlechten Zeiten auf der gleichen Frequenz ...
>>>>
>>>
>>> Tja, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Qualität??
>>>
>>
>> Fuer den Schaltungsaufbau? Aehm, tja, lassen wir es lieber. Sagen wir
>> mal so, Du hast dabei sicher neue Erkenntnisse gewonnen und das allein
>> sollte es wert gewesen sein :-)))
>>
>
> Ja, die Erkentnis das fertige TCXOs genauso gut selbstgebaut werden
> können und dann sogar besser sind. Ohne das es sonderlich schwer wäre.
>

Ja, mich wundert auch immer, warum heutzutage jeder alles aus der Dose
haben will.

>
>> Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls es troestet,
>> einer meiner ersten Lerneffekte war die Erkenntnis, dass Kondensatoren
>> einen ESR haben. Auch grosse Elkos. Die Begleiterscheinungen waren ein
>> kleiner Krater im Deckenputz und ein durchgekokelter Teppich. Mir wird
>> heute noch uebel, wenn ich daran denke, dass ich keine Schutzbrille trug.
>>
>
> Hm. Was ESR angeht, kenn ich mich aus. Ein Jahr an Kondensatoren
> rumgebastelt fürs Patent.
>
> Warum sollte ein großer Elko keinen ESR haben? Versteh nicht was du
> damit meinst. Hätte er keinen, hättest du einen Zünder.
>

Damals wusste ich nicht, was ESR ist. Mir war als Kid nicht klar, dass
auch Kondesatoren nur einen begrenzten Strom abkoennen. Datenblaetter
lesen war eh was fuer Wimps, der echte Haudegen rollte die Aermel hoch
und loetete. Waren zwar gute Siemens Elkos, aber bei um die 10 Ampere
tat es einen Donnerschlag und der erste in der Kette hob imposant ab.
Danach fielen eine zeitlang Flocken von der Decke.

>
> Wenn nun Schäuble von umgedrehten Tantals liest, gibts bald keine mehr
> zu kaufen.
>

Da haette ich auch eine gute Story, aber das lassen wir hier lieber sein.

--
Gruessse, Joerg

Joerg

unread,
May 16, 2008, 5:08:32 PM5/16/08
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> On Fri, 16 May 2008 13:01:19 -0700, Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:
>
>
>>> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
>> ^^^
>>
>> Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509.
>
> Bei dieser Contest-Truppe war einer, der hatte TR7 + L4B im Auto,
> mit einem Honda-Generator im Kofferraum und dem damals üblichen
> kapazitätsarmen Gelsenkirchener Eimerchen. Der konnte auch während
> der Fahrt damit funken. Wörtlich.
>
>> Als diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.
>
> Da musst Du ja _unglaubliche__Selbstdisziplin_ gehabt haben um die
> Pmax einzuhalten.
>

Ahem, ja.

>
>> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt. Sowohl vom Triumph TR7 als auch
>> vom Drake TR7.
>
> Der Preis für den am schönsten gemoddeden TR7 geht an dk4sx:
>
> <http://www.mydarc.de/dk4sx> -> Projekte -> 2002
>

Huebsch! Ich dachte, das machten nur Kalifornier mit ihren Autos.

[...]

Joerg

unread,
May 16, 2008, 5:16:34 PM5/16/08
to
Falk Willberg wrote:
> Joerg schrieb:
>> Gerhard Hoffmann wrote:
>>> On Thu, 15 May 2008 13:57:59 +0200, Falk Willberg
>>> <Fawegl...@falk-willberg.de> wrote:
>>>
>>>
>>>> "CQ 80, 40, 20 and 10m using red painted italian amplifier. pse call
>>>> 80m only"?
>>>>
>>>> Hier liegt auch so ein 300W Italo-Brenner. An einem Widerstand kann
>>>> man auch 300W messen, nach einem Tiefpass max. 200W ;-
>>>
>>> Ähm, Drake TR7 und L4B etc. Und zwei 40m hohe Gittermasten iirc.
>> ^^^
>>
>> Viel zu teuer, das baut man doch selber. War bei mir zuerst 5*PL509.
>> Als diese Anodenverlustregelung geaendert wurde dann zweimal QB5/1750.
>>
>> Vom TR7 habe ich immer nur getraeumt.
>
> Hier steht noch ein FTdx401. Nur Röhren, außer VFO und Gleichrichter.
> Ein tolles Beispiel dafür, wie man ziemlich schlecht gußeisern bauen kann.
>

Die alten Kisten von Yaesu fand ich auch nicht so dolle. Das konnten die
US Hersteller damals besser. Inzwischen hat aber wohl Icom so ziemlich
alle ueberholt.

Ich hatte spaeter auch noch einen HW101 mit Originalnetzteil und der sah
nach Ueberholung aus wie aus dem Ei gepellt. Aber irgendwie hing ich am
alten HW100 und habe den HW101 nach dem Mauerfall einem Funkamateur im
Osten geschenkt. Viele von denen durften frueher nur an Clubstationen
arbeiten und hatten nicht genug Geld fuer eigene Geraete.


> Immerhin habe ich damit mal einen 18. Platz bei der HOT[0]-Party belegt.
> Die hatten die 100W Leistungsbeschränkung in der Ausschreibung vergessen
> und 300W bringen ggü. 100W einen kleinen Vorteil.
>
> Ich muß doch mal wieder die Taste auspacken....
>

Ich auch. Wobei der Bau einer Antenne hier nicht trivial waere.


> Falk
> [0]Homebrew and Old-Time equipment. Alles vor Bj. ~1975 und
> selbstgebautes mit <N aktiven Komponenten. In ICs wurden die aktiven
> Komponenten gezählt. 1xNE612 war zuviel.....


Bis auf Sachen wie den Plessey SL6440 zogen die Chips damals meist eh
nicht viel weg. War aber ganz gut so, heute zehre ich vom Gelernten.

Lutz Schulze

unread,
May 16, 2008, 11:47:13 PM5/16/08
to
Am Fri, 16 May 2008 12:54:32 -0700 schrieb Joerg:

> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(

Als in der DDR der Frequenzbereich von 100 bis 108 Mhz erweitert wurde habe
ich mir mit dem zusammenstauchen des Frequenzbereichs hunderter Empfänger
ein nettes Zubrot verdient. Da wurde nur an Trimmer und Spule von Oszillator
und Vorkreis justiert, dass danach die Skala nicht mehr stimmte nteressierte
nicht.

Alles schon mit PLL bei deinen gusseisernen Geräten?

Lutz

--
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auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
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Horst-D.Winzler

unread,
May 16, 2008, 11:47:05 PM5/16/08
to
Joerg schrieb:

> Henry Kiefer wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Das koennte man in USA nicht machen. Zum Glueck schraubt hier aber
>>> auch niemand dauernd daran herum. Unsere Radios haben festes 10kHz
>>> Frequenzraster. Langwelle gibt es allerdings hier nicht.
>>>
>>
>> Alle Frauen kurzhaarig?
>>
>
> Nein, die echten Country Girls natuerlich nicht.
>

Klar blondierte Perücken. Rest aufblasbar.
Trotzallem, Dolly Parden brintgs ;-)

--
mfg hdw

horst-d.winzler

unread,
May 17, 2008, 4:20:49 AM5/17/08
to
Joerg schrieb:

> Falk Willberg wrote:
>> Gerhard Hoffmann schrieb:
>> ...
>>> Birdies auf deutsch in diesem Zusammenhang: "Selbstpfiffe".
>>
>> "Pfeifstellen". Jedenfalls nördlich des Mains.
>>
>
> "Pfuff". Jedenfalls im bayrischen Wald.
>

PUFF der Zauberdrache (Peter,Paul&Mary-Song) im bayrischen Wald?

Das hier ist eher was für dich:

http://www.its.caltech.edu/~mmic/puff.html

--
mfg hdw

Christian Zietz

unread,
May 17, 2008, 5:05:21 AM5/17/08
to
horst-d.winzler schrieb:

> Das hier ist eher was für dich:
> http://www.its.caltech.edu/~mmic/puff.html

Oder auch <http://www.elektronikschule.de/~krausg/PUFF/index.html>.

CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Henry Kiefer

unread,
May 17, 2008, 7:22:19 AM5/17/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Fri, 16 May 2008 12:54:32 -0700 schrieb Joerg:
>
>> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
>> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
>
> Als in der DDR der Frequenzbereich von 100 bis 108 Mhz erweitert wurde habe
> ich mir mit dem zusammenstauchen des Frequenzbereichs hunderter Empfänger
> ein nettes Zubrot verdient. Da wurde nur an Trimmer und Spule von Oszillator
> und Vorkreis justiert, dass danach die Skala nicht mehr stimmte nteressierte
> nicht.
>

Ja, klar. Staatsradio der DDR auf 99MHz auf der Skala, und RTL auf
103MHz gehört ;-)


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Lutz Schulze

unread,
May 17, 2008, 8:43:24 AM5/17/08
to
Am Sat, 17 May 2008 13:22:19 +0200 schrieb Henry Kiefer:

> Ja, klar. Staatsradio der DDR auf 99MHz auf der Skala, und RTL auf
> 103MHz gehört ;-)

Da wurde kein Hehl draus gemacht. Allerdings gab es bei uns im Tal der
Ahnungslosen ohne Hochantenne nichts Gescheites auf UKW.

Nein, Jugendradio fing etwa 1987 über 100 Mhz an zu senden und war damit mit
vielen Radios nicht zu empfangen.

Habe mich dann mal 'testweise' in die Rundfunkwerkstatt begeben und nach der
Möglichkeit gefragt, dass man den Sender auch empfangen kann.

Der Meister tat geheimnisvoll, murmelte etwas von neuem Tuner, neuer Skala,
6 bis 8 Wochen und über 100 Mark.

Daraufhin ging ich zur Zeitungsredaktion, gab eine kleine Annonce auf und
hatte monatelang zu tun. 15 Mark pro Umstellung, 4 Geräte habe ich in der
Stunde geschafft ...

Henry Kiefer

unread,
May 17, 2008, 8:53:48 AM5/17/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Sat, 17 May 2008 13:22:19 +0200 schrieb Henry Kiefer:
>
>> Ja, klar. Staatsradio der DDR auf 99MHz auf der Skala, und RTL auf
>> 103MHz gehört ;-)
>
> Da wurde kein Hehl draus gemacht. Allerdings gab es bei uns im Tal der
> Ahnungslosen ohne Hochantenne nichts Gescheites auf UKW.
>
> Nein, Jugendradio fing etwa 1987 über 100 Mhz an zu senden und war damit mit
> vielen Radios nicht zu empfangen.
>
> Habe mich dann mal 'testweise' in die Rundfunkwerkstatt begeben und nach der
> Möglichkeit gefragt, dass man den Sender auch empfangen kann.
>
> Der Meister tat geheimnisvoll, murmelte etwas von neuem Tuner, neuer Skala,
> 6 bis 8 Wochen und über 100 Mark.
>
> Daraufhin ging ich zur Zeitungsredaktion, gab eine kleine Annonce auf und
> hatte monatelang zu tun. 15 Mark pro Umstellung, 4 Geräte habe ich in der
> Stunde geschafft ...
>

;-)

Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

horst-d.winzler

unread,
May 17, 2008, 8:59:02 AM5/17/08
to
Henry Kiefer schrieb:

Auf andere Seite von Grenze hatten die doch auch andere Frequenzen?

--
mfg hdw

Henry Kiefer

unread,
May 17, 2008, 9:05:25 AM5/17/08
to
horst-d.winzler schrieb:

>> Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
>> Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
>> reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.
>>
> Auf andere Seite von Grenze hatten die doch auch andere Frequenzen?
>

Manchmal verstehe ich Ältere einfach nicht. Aber hier ne Antwort in Form
einer Senderdatenbank, die wohl kaum Wünsche offenläßt:
http://www.fmscan.org/findpos4.php


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Lutz Schulze

unread,
May 17, 2008, 9:14:12 AM5/17/08
to
Am Sat, 17 May 2008 14:53:48 +0200 schrieb Henry Kiefer:

> Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
> Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
> reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.

Hochantenne drehen?

;-)

Lutz Schulze

unread,
May 17, 2008, 9:16:21 AM5/17/08
to
Am Sat, 17 May 2008 14:59:02 +0200 schrieb horst-d.winzler:

> Auf andere Seite von Grenze hatten die doch auch andere Frequenzen?

Das ist wohl Geschichte, hier auch jederzeit S9 von tschechischen
UKW-Sendern.

http://de.wikipedia.org/wiki/OIRT-Band

horst-d.winzler

unread,
May 17, 2008, 9:19:09 AM5/17/08
to
Henry Kiefer schrieb:

Tja, Frage bezog sich auf die Zeit des "Tals der Ahnungslosen", also
vor 1989.
Ostblock UKW außer DDR 65,9MHz...73,1MHz.

http://de.wikipedia.org/wiki/UKW-Rundfunk
--
mfg hdw

Henry Kiefer

unread,
May 17, 2008, 9:27:02 AM5/17/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Sat, 17 May 2008 14:53:48 +0200 schrieb Henry Kiefer:
>
>> Ich wohne hinterm Tal der Ahnunglosen, sozusagen nahe den sieben Bergen.
>> Vor lauter Tschechen und Polen kann man kaum noch einen Sender gescheit
>> reinkriegen. Geht nur noch bei guten Empfängern.
>
> Hochantenne drehen?
>
> ;-)
>

Mache ich immer, aber es bessert sich bei dem vertikalen Draht einfach
nix ;-)


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
May 17, 2008, 9:38:20 AM5/17/08
to
horst-d.winzler schrieb:

> Tja, Frage bezog sich auf die Zeit des "Tals der Ahnungslosen", also
> vor 1989.
> Ostblock UKW außer DDR 65,9MHz...73,1MHz.
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/UKW-Rundfunk

Achso. Da war ich auf der Flucht im Westen, sorry.


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Klaus Butzmann

unread,
May 17, 2008, 9:42:00 AM5/17/08
to
Henry Kiefer schrieb:

> Manchmal verstehe ich Ältere einfach nicht. Aber hier ne Antwort in Form
> einer Senderdatenbank, die wohl kaum Wünsche offenläßt:
> http://www.fmscan.org/findpos4.php

Sys$Verblüff=on

Doll,
die zweitbeste Erfindung nach der Erfindung der Leberwurst

Sys$Verblüff=off

Butzo
>

Joerg

unread,
May 17, 2008, 11:35:48 AM5/17/08
to
Lutz Schulze wrote:
> Am Fri, 16 May 2008 12:54:32 -0700 schrieb Joerg:
>
>> Ja, eines unserer deutschen Radios geht nur bis 100MHz. Leider ist mein
>> Lieblings Country Sender auf 105.1MMz :-(
>
> Als in der DDR der Frequenzbereich von 100 bis 108 Mhz erweitert wurde habe
> ich mir mit dem zusammenstauchen des Frequenzbereichs hunderter Empfänger
> ein nettes Zubrot verdient. Da wurde nur an Trimmer und Spule von Oszillator
> und Vorkreis justiert, dass danach die Skala nicht mehr stimmte nteressierte
> nicht.
>

Aha! Dann stimmte es doch, was mir ein Bekannter (ehemals
Trabbi-Besitzer, mit Hycomat) sagte. Dass in jedem Genossen unter der
Haut ein versteckter Kapitalist steckte :-)


> Alles schon mit PLL bei deinen gusseisernen Geräten?
>

Nein, alles gusseisern mit ECC81 oder aelter.

Joerg

unread,
May 17, 2008, 11:36:49 AM5/17/08
to

Nee, alles echt. Nur die aufgeklebten Fingernaegel werde ich nie verstehen.

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