wie einige von Euch sich evt noch schwach erinnern kᅵnnen, bin ich grade
dabei, eine Kurzwellenentstufe (mit einer GU43B als Rᅵhre) zu bauen.
Nun habe ich einige Platinen, vor allem die Gleichrichter fᅵr die HV mit
ca 3KV und die Gitterspannungsversorgung mit ca 500V.
Momentan sind diese noch "roh", also nur gelᅵtet, teilweise noch mit
Fluᅵmittelresten. Das muᅵ natᅵrlich restlos runter, also mit Kontakt
LR/WL oder mit Alk oder IPA mal einweichen, dᅵrfte ja eigentlich nicht
bei passieren, Material ist FR4.
Nun sind so hohe Spannungen ja etwas heikler, also sollte man m.E da ein
paar Schutzmaᅵnahmen treffen, alles abrunden von Leiterbahnen und
Lᅵtstellen ist klar, nur sollte die Platinenoberflᅵche auch betrachtet
werden, Kriechstrᅵme bei Verschmutzung/Feuchtigkeit fᅵhren ja recht
schnell zu Schᅵden. Daher will ich gerne die Oberflᅵche versiegeln, nur wie?
Meine Idee:
Das Ding erstmal eine Weile Tempern um alle Feuchtigkeit rauszubekommen.
Danach mit einem Lack versiegeln, nur mit welchem? Da hab ich Kontakt
"Plastik 70" was mit hoher Durchschlagsfestigkeit von 100kV/mm sowie
extrem hohen Oberflᅵchenwiederstand und Kriechstromfestigkeit wirbt. Das
trocknet recht schnell und bildet eine recht dᅵnne Schicht, die aber
wohl nur bedingt "Wetterbestᅵndig" ist.
Als Alternative denke ich an "Urethan 71", dort ist die
Durchschlagsfestigkeit zwar erheblich geringer, aber dafᅵr wohl
dauerhafter, da das auch chemisch vernetzt statt nur Lᅵsemittel.
Was haltet ihr fᅵr geeigneter? Das das nur ein Zusatz und andere Dinge
wie Abstand, mech Berᅵhrungsschutz usw auch realisiert werden mᅵssen ist
klar, kommt nachher alles in einen festen Einschub aus Blech, der schon
dafᅵr sorgt, das da keiner ranlangt.
Gruᅵ Jan Conrads (DB1JC)
Nennt sich bei uns "Conformal Coating", da Europa vielsprachig ist
muesste sowas fuer die Englaender auch drauf stehen. Aber warum? Ich
habe fuer Amateurfunk bisher zwei KW-Endstufen gebaut und ein paar fuer
2m (die aber alle verschenkt). Selbst bei der grossen mit zweimal
QB5/1750 und 5kV habe ich nichts versiegelt. Auch in der
Medizinelektronik wo wir bis 5kV durchschlagfest entwickeln muessen wird
normalerweise nichts versiegelt. Es sei denn man plant den Einsatz
draussen waehrend Monsun-Guessen, aber das hast Du mit der Brate doch
sicher nicht vor.
Wichtig ist alles sauber zu halten, kein Siff auf der Platine und auf
nicht unbedingt direkt davoer Van Nelle Half Zwaar rauchen :-)
Falls Du das unbedingt machen willst, bei meinen Designs fuer den ganz
rauhen Einsatz nehmen wir Produkte wie z.B. Parylene:
http://www.kiscoparylene.com/markets/electronics
>
> Gruᅵ Jan Conrads (DB1JC)
^^^^^
Aehm, KW-Endstufe? :-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Use another domain or send PM.
>
> Nun habe ich einige Platinen, vor allem die Gleichrichter fᅵr die HV mit
> ca 3KV und die Gitterspannungsversorgung mit ca 500V.
Unter der Voraussetzung, dass das Geraet nur in Innenraeumen mit
'normaler' Luftfeuchtigkeit (nicht kondensierend, keine
Tropenfeuchtigkeit) und wenig Schmutzbelastung eingesetzt wirst,
brauchst du bei 3kV gar nichts. Ich habe viele Platinen (FR4) mit
weitaus hoeheren Spannungen jahrelang im Einsatz ohne irgendwelche
grundlegenden Probleme.
Lackbeschichtungen sind sogar eher kontraproduktiv, da du mit das mit
Heimwerkermitteln nicht ohne mikroskopische Lufteinschluesse
hinbekommst. An den Luftblasen treten lokal hohe Feldstaerken auf die
Lacke zerstoeren, und so bald die ersten Verkohlungen aufgetreten sind
geht es ganz schnell, ganz schief.
Dein Problem duerften eher die hohen Frequenzen sein, 3kV im MHz Bereich
erzeugen soviele dielektrische Verluste in Isolatoren, dass es dir
leicht passieren kann, dass dir da im Laufe der Zeit schnell was
abbrennt. Beschichtungen helfen da allerdings auch nicht - ganz im
Gegenteil.
Da du - insbesondere aufgrund der hohen Frequenzen - aber immer damit
rechnen musst, dass die seltsamsten Dingen ploetzlich verbrennen bzw.
leitfaehig werden, ist es sehr viel wichtiger Folgeschaeden im Fall der
Faelle zu vermeiden. Also z.B. stabiles Gehaeuse, dass eventuell
explodierende Komponenten davon abhaelt durch die Gegend zu fliegen und
Brandgefahr fuer die Umgebung minimiert. Ebenso ist es eine gute Idee,
sich darueber Gedanken zu machen wie man das alles elektrisch absichert.
Zum Beispiel funktionieren Sicherungen, Schalter, Kabelisolierungen usw.
bei 3kV und einem Kurzschluss (abhaengig von der angewandten Leistung)
nicht notwendigerweise zuverlaessig. Das heisst du musst gruendlich
darueber nachdenken, wie man den Schaden im Fehlerfall begrenzt. Im
Zweifelsfall gilt hier doppelt gemoppelt haelt besser.
Gruss
Klaus
Jᅵrg, du bist nicht auf dem laufenden. Die alte Klasse C darf schon
lange auf Kurzwelle, und zwar mit vollen Rechten (alle Bᅵnder bis max
750W)! Lediglich die "neue" Einstiegsklasse (Novice Licence,
Amateurfunkzeignis Klasse E mit Rufzeichen DO...) darf "nur" auf 80,15
und 10m auf KW mit max. 75 - 100 W.
Klaus (DO4KR)
Gut zu wissen, ich bin lieber vorsichtig, Nachfragen und sich Gedanken
drum machen schadet in den seltensten Fᅵllen. Sonst baut ja bei uns kaum
noch wer sowas.
Auch in der
> Medizinelektronik wo wir bis 5kV durchschlagfest entwickeln muessen wird
> normalerweise nichts versiegelt. Es sei denn man plant den Einsatz
> draussen waehrend Monsun-Guessen, aber das hast Du mit der Brate doch
> sicher nicht vor.
Nein, nur evt halt bei deutschem Regenwetter im Contestzelt bzw auch
Kondeswasser.
>
> Wichtig ist alles sauber zu halten, kein Siff auf der Platine und auf
Nein, da mache ich alles sauber, einzig kommt wohl der Lᅵfter fᅵrs
Netzteil davor.
> nicht unbedingt direkt davoer Van Nelle Half Zwaar rauchen :-)
Ich bin Nichtraucher, der Punkt fᅵllt somit auch weg.
>
> Falls Du das unbedingt machen willst, bei meinen Designs fuer den ganz
> rauhen Einsatz nehmen wir Produkte wie z.B. Parylene:
>
> http://www.kiscoparylene.com/markets/electronics
>
Ich habe ca 2cm Abstand zwischen den Ausgᅵngen vom Trafo, der ca 2,5KV
bringt, ich hoffe das geht auch ohne.
Was wᅵrdest du als Minimalabstand nehmen? An der Rᅵhrenfassung ist ein
Blech, das hat nur ca 7mm Abstand und da ist ja auch noch die HF auf den
3KV (Fassung wie
http://www.xs4all.nl/~pa0fri/Lineairs/Frinear1500/type-socketf6.jpg
http://www.xs4all.nl/~pa0fri/Lineairs/Frinear1500/FRI1500eng.htm
nehme ich so als Ideengeber)
>> Gruᅵ Jan Conrads (DB1JC)
> ^^^^^
>
> Aehm, KW-Endstufe? :-)
>
Ja, KW -> Kurzwelle, seit die CW Prᅵfung entfallen ist vor einigen
Jahren, dᅵrfen auch die "UKW Calls" auf alle Bᅵnder und ist den OMs mit
CW Prᅵfung gleichgestellt, sogar die DO Einstiegsklasse darf auf einige
KW Bᅵnder und seit neustem gibt es auch "kurze" Clubcalls wie z.B DP9I
(DL1EK hat das unter seinen Fittichen)
vy 73 de,
Jan DB1JC
Oh, ohne Morsepruefung? Das wusste ich echt nicht. Na denn, dann
wuensche ich Jan frohes Loeten. Und bloss nicht an die 3kV packen ...
Wenn ich nochmal eine 750W PA bauen muesste wuerde ich mich nach
FET-Sonderangeboten umsehen und dann eine Latte davon nehmen. Heute sind
die ja bezahlbar.
Nicht jeder kann bei Vattern mal einen Drehko mit richtig viel
Plattenabstand abstauben :-)
> Auch in der
>> Medizinelektronik wo wir bis 5kV durchschlagfest entwickeln muessen wird
>> normalerweise nichts versiegelt. Es sei denn man plant den Einsatz
>> draussen waehrend Monsun-Guessen, aber das hast Du mit der Brate doch
>> sicher nicht vor.
>
> Nein, nur evt halt bei deutschem Regenwetter im Contestzelt bzw auch
> Kondeswasser.
>
Bei Kondensbildung solltest Du eh nicht einschalten, auch den
Transceiver nicht und ohne den geht nix. Muss man unbedingt vermeiden.
>> Wichtig ist alles sauber zu halten, kein Siff auf der Platine und auf
>
> Nein, da mache ich alles sauber, einzig kommt wohl der Lᅵfter fᅵrs
> Netzteil davor.
Mach aber einen Filter davor, besonders wenn Ihr zuhause einen Holzofen
betreibt.
>> nicht unbedingt direkt davoer Van Nelle Half Zwaar rauchen :-)
> Ich bin Nichtraucher, der Punkt fᅵllt somit auch weg.
>> Falls Du das unbedingt machen willst, bei meinen Designs fuer den ganz
>> rauhen Einsatz nehmen wir Produkte wie z.B. Parylene:
>>
>> http://www.kiscoparylene.com/markets/electronics
>>
>
> Ich habe ca 2cm Abstand zwischen den Ausgᅵngen vom Trafo, der ca 2,5KV
> bringt, ich hoffe das geht auch ohne.
> Was wᅵrdest du als Minimalabstand nehmen? An der Rᅵhrenfassung ist ein
> Blech, das hat nur ca 7mm Abstand und da ist ja auch noch die HF auf den
> 3KV (Fassung wie
> http://www.xs4all.nl/~pa0fri/Lineairs/Frinear1500/type-socketf6.jpg
> http://www.xs4all.nl/~pa0fri/Lineairs/Frinear1500/FRI1500eng.htm
> nehme ich so als Ideengeber)
>
Die Russky-Roehre sieht echt edel aus. Wenn die Fassung serienmaessig
nur 7mm hat sollte das in Ordnung gehen. Fuer die 5kV in der
Medizinelektronik sind uns 8mm Kriechstrecke vorgeschrieben, wobei ich
immer ein wenig ueber 10mm gehe.
>>> Gruᅵ Jan Conrads (DB1JC)
>> ^^^^^
>>
>> Aehm, KW-Endstufe? :-)
>>
>
> Ja, KW -> Kurzwelle, seit die CW Prᅵfung entfallen ist vor einigen
> Jahren, dᅵrfen auch die "UKW Calls" auf alle Bᅵnder und ist den OMs mit
> CW Prᅵfung gleichgestellt, sogar die DO Einstiegsklasse darf auf einige
> KW Bᅵnder und seit neustem gibt es auch "kurze" Clubcalls wie z.B DP9I
> (DL1EK hat das unter seinen Fittichen)
>
Ja, Klaus hatte das gerade verklickert, wusste ich nicht. Aber ich bin
derzeit auch nicht aktiv. Hoffentlich mal wieder wenn zumindest
teilweise Rente ansteht, und dann wohl auf 15m und 40m.
Gruesse an Karlfried :-)
Gut zu wissen, nur kann/will ich leichte Kondensation nicht
ausschlieᅵen, da die Rᅵume teilweise unbeheizt sind und nur bei Bedarf
der Heizer angeworfen wird. Zudem ist auch im geschlossenen Zelt bei
auᅵen Regen nicht auszuschlieᅵen.
>
> Lackbeschichtungen sind sogar eher kontraproduktiv, da du mit das mit
> Heimwerkermitteln nicht ohne mikroskopische Lufteinschluesse
> hinbekommst. An den Luftblasen treten lokal hohe Feldstaerken auf die
> Lacke zerstoeren, und so bald die ersten Verkohlungen aufgetreten sind
> geht es ganz schnell, ganz schief.
Die Gefahr unterschᅵtzt man leicht, genau wie spitze Stellen und im
Normalfall ausreichender Isolierung, irgendwann kanns trotzdem knallen
(z.B beim ᅵberhang CuL auf Litze, wenn das direkt auf der Wicklung sitzt)
>
> Dein Problem duerften eher die hohen Frequenzen sein, 3kV im MHz Bereich
> erzeugen soviele dielektrische Verluste in Isolatoren, dass es dir
> leicht passieren kann, dass dir da im Laufe der Zeit schnell was
> abbrennt. Beschichtungen helfen da allerdings auch nicht - ganz im
> Gegenteil.
Hier liegt ein Miᅵverstᅵndnis vor, die 3KV sind an den fraglichen
Platinen nur 50Hz / DC, erst ab der Anodendrossel ist HF mit im Spiel
und dort isoliert nur Luft, Glas(Rᅵhre) und Keramik, Isoliermaterialien
fᅵr sowas unterzieht man vorher besser einem Mikrowellentest, also mal
nen paar Min in die Welle und Temperatur beachten.
> Da du - insbesondere aufgrund der hohen Frequenzen - aber immer damit
> rechnen musst, dass die seltsamsten Dingen ploetzlich verbrennen bzw.
> leitfaehig werden, ist es sehr viel wichtiger Folgeschaeden im Fall der
> Faelle zu vermeiden.
Die Gefahr ist nicht ganz so hoch, s.o.
Also z.B. stabiles Gehaeuse, dass eventuell
> explodierende Komponenten davon abhaelt durch die Gegend zu fliegen und
> Brandgefahr fuer die Umgebung minimiert.
1-2mm Stahlblech ist Minimum zu allen Seiten, zudem sind keine HV-Elkos
verbaut sondern ein mil ᅵL/Papier o.ᅵ Wickelkondensator
Ebenso ist es eine gute Idee,
> sich darueber Gedanken zu machen wie man das alles elektrisch absichert.
> Zum Beispiel funktionieren Sicherungen, Schalter, Kabelisolierungen usw.
> bei 3kV und einem Kurzschluss (abhaengig von der angewandten Leistung)
> nicht notwendigerweise zuverlaessig.
Leistung ist maximal 3,6KW, also Absicherung 16A, jedoch bekommt der
HV-Trafo noch eine eigene 8A Sicherung primᅵrseitig. Sekundᅵrseitig ist
das mit Sicherungen schwierig, auᅵer Sicherungen fᅵr Mikrowellen findet
man HV geeignet nahezu nichts.
Das heisst du musst gruendlich
> darueber nachdenken, wie man den Schaden im Fehlerfall begrenzt. Im
> Zweifelsfall gilt hier doppelt gemoppelt haelt besser.
Das ist in jedem Fall so, auch ᅵberall Kontaktschalter und evt nen
Schlᅵsselschalter fᅵr das gesamte Gerᅵt.
Zudem die Relais ᅵberdimensionieren, ich hatte auch ᅵberlegt in Serie
noch einen Triac zu verbauen. Eine Crowbar ist bei 230V ja eher ein
ungeeignetes Mittel.
> Gruss
> Klaus
Gruᅵ Jan
Warten wir mal gespannt obs von Eurostar
einen endgᅵltigen Bericht gibt:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/8422978.stm
/ after five trains broke down in the tunnel on Friday
/ when condensation affected electrical systems.
Da aber niemand ums Leben gekommen ist kᅵnnen sie
eventuell Verᅵffentlichung vermeiden.
MfG JRD
Ich kann mir vorstellen, daᅵ viele Tonnen kalten Metalls, die plᅵtzlich
von groᅵen Mengen feuchtwarmer Luft umstrᅵmt werden, nicht nur etwas
"Tau ansetzen" werden.
Da dᅵrfte das Wasser krᅵftig geflossen sein.
Wenn ich mich richtig erinnere, war es im Tunnel warm und feucht...
Falk
--
Ich habe nicht gegen Windows.
Aber wenn ich etwas hᅵtte,
wᅵrde ich nicht zᅵgern,
es einzusetzen. (Sehr frei nach W. Schmickler)
Autsch, das ist peinlich. Haben die kein Conformal Coating auf den
Platinen? Im Flugzeugbau ist das oft so streng, dass man bei vielen
Sachen ein Durchpunkten mit Messpitzen dokumentieren muss, danach wieder
versiegeln und daraufhin nochmals seinen Friedrich Wilhelm im
Begleitschein druntersetzen.
>> Warten wir mal gespannt obs von Eurostar
>> einen endg�ltigen Bericht gibt:
>>...
>Ich kann mir vorstellen, da� viele Tonnen kalten Metalls, die pl�tzlich
>von gro�en Mengen feuchtwarmer Luft umstr�mt werden, nicht nur etwas
>"Tau ansetzen" werden.
>
>Da d�rfte das Wasser kr�ftig geflossen sein.
Nachdem meine Sporttasche schon ein paar Tage im Auto gestanden hat
und ich mich heute endlich �berwinden konnte, hat das Haarshampoo
im Bad Blau in Blaustein prompt Eis angesetzt. Keine Chance, da
was rauszubekommen.
Aber es hatte was, im Schneegest�ber im warmen Salzwasser draussen
rumzupaddeln...
>Wenn ich mich richtig erinnere, war es im Tunnel warm und feucht...
Ich liebe solche Tunnels.
Gru�, Gerhard
> Da dürfte das Wasser kräftig geflossen sein.
>
> Wenn ich mich richtig erinnere, war es im Tunnel warm und feucht...
>
Wie war das doch noch mal mit Meßgeräten, die vom (eis)kalten Auto in
warme Räume transportiert werden?...
Militärgeräte besitzen teilweise eine auswechselbare Patrone mit
Trocknungsmittel(Blaugel). Warum die das wohl tun?...
--
mfg hdw
MfG JRD
Es ist nicht nur peinlich, sondern auch reichlich seltsam. Denn das ist
ja nicht der erste Winter, in dem die Zᅵge fahren. Also wurde irgendwo
etwas geᅵndert und man hat sich die Kosten fᅵr Test und Freigabe gespart
(die Klimakammer fᅵr Zᅵge kostet ja auch einiges).
Gruᅵ
Klaus
--
reply pub . pieper ibeq
to kp3 . at . com
> D.h. Betauung ist ein Klassiker, wird wohl
> immer wieder jemand dr�ber stolpern.
Wenn man nun nicht unbedingt Energie sparen muss, ist die russische Methode
immer noch die beste, w�rde ich auch dem OP empfehlen. Ein paar Halogenr�hren
rings um die Elektronik ins Geh�use reinbasteln und vor Einsatz erstmal 2 min
anheizen. :-) K�nnte man sogar automatisieren, die HV geht erst an, wenn die
Platinentemperatur �ber der Lufttemperatur (bzw. >10�C) liegt. Mit dem
gleichen Thermostaten k�nntest Du auch die Halogenheizer abschalten. Die
Halogenr�hren haben 2 Vorteile: die sind speziell f�r Heizer gebaut und somit
auch in ein paar Jahren noch zu kriegen und verteilen die W�rme besser als
Halogenspotlampen (notfalls tun die es auch, brauchste aber wieder 12V).
Hab da ne nette Aussenkamera und mich gewundert, warum die im Zimmer handwarm
ist: die scheint eine zus�tzliche Heizung eingebaut zu haben (leider ist die
wohl auch im Sommer an), denn eine so grosse Verlustw�rme (10W) d�rfte die
gar nicht haben. Betauungsprobleme hab ich da gar nicht.
M.
> Es ist nicht nur peinlich, sondern auch reichlich seltsam. Denn das ist
> ja nicht der erste Winter, in dem die Z�ge fahren. Also wurde irgendwo
> etwas ge�ndert und man hat sich die Kosten f�r Test und Freigabe gespart
> (die Klimakammer f�r Z�ge kostet ja auch einiges).
Das waren in manchen Gegenden die k�ltesten Tage seit ca. 30 Jahren, den
Tunnel gibs noch nicht solange.
M.
> Es ist nicht nur peinlich, sondern auch reichlich seltsam. Denn das ist
> ja nicht der erste Winter, in dem die Z�ge fahren. Also wurde irgendwo
> etwas ge�ndert und man hat sich die Kosten f�r Test und Freigabe gespart
> (die Klimakammer f�r Z�ge kostet ja auch einiges).
Es ist wahrscheinlich der erste Winter mit so einem raschen
Temperaturabfall, so dass die Luft im Tunnel noch so warm und feucht war.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch f�r Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Geh�use mit 12 Ports f�r Sensoren
Ich meine, dass Z�ge normalerweise bis -30�C getestet werden. Spezielle
Ausf�hrungen auch bei tieferen Temperaturen:
http://www.bahn-austria.at/report_windkanal.htm
http://w1.siemens.com/press/de/pressebilder/?press=/de/pressebilder/bilder-photonews/2009/pn200903.php
Ich gehe davon aus, dass es nicht nur Tests bei tiefen Temperaturen
gibt, sondern auch Kondensationspr�fungen.
Gru�
Eurostar basiert auf TGV der in Frankreich
traditionell ohne Tunnel auf Neubaustrecken fᅵhrt.
ICE in Deutschland war aufwendiger eben wegen des
Tunnel-rein-Tunnel-raus hierzulande:
http://de.wikipedia.org/wiki/Druckert%C3%BCchtigte_Schienenfahrzeuge
Mag durchaus sein daᅵ die Entwickler dann auch noch
andere Tunnel-Effekte mit abgearbeitet haben.
Ein Problem beim channel tunnel war ja Maggie
Thatchers wir-zahlen-nichts. Was zu einem
wackeligen privat finanzierten Modell fᅵhrte.
Das erwartungsgemᅵᅵ zu satten 80% Kostenᅵberschreitung
fᅵhrte. D.h. bei unterfinanzierter Entwicklung
darf man sich ᅵber Bugs nicht wundern die dann im
Betrieb irgendwann mal spᅵter teuer wieder hochkommen.
MfG JRD
Bei der Dampflok hᅵtte ich auch "Tonnen heiᅵen Metalls" geschrieben.
Genauer: Niemand hᅵtte etwas geschrieben, weil nix derartiges passiert wᅵre.
> Eurostar basiert auf TGV der in Frankreich
> traditionell ohne Tunnel auf Neubaustrecken fᅵhrt.
Klar, trotzdem besteht der aus vielen Tonnen Metall.
...
> Ein Problem beim channel tunnel war ja Maggie
> Thatchers wir-zahlen-nichts.
Es gibt eine Anekdote ᅵber Thatcher und Mitterand, in der Mitterand
Maggie zwischen Dover und London fragt, wozu man eigentlich so schnelle
Zᅵge gebaut hᅵtte.
Un 2000 herum bin ich die Strecke mal gefahren. Es fᅵhlte sich wirklich
dᅵmlich an, in einem Zug zu sitzen, der eine Stunde vorher noch 300km/h
machte und mit dem Blᅵmchenpflᅵcker-Tempo der DDR-Reichsbahn durch den
Sᅵden Englands fᅵhrt.
Falk
Scheint ohnehin nicht Kondensation von Luftfeuchtigkeit
innen zu sein ( irgendwo ist da die Feuchtigkeitsmenge
ja begrenzt ) sondern schlicht nicht dicht:
/ As we suspected, the acute weather conditions in
/ northern France have caused the disruption. Every
/ year we carry out a 'winterisation'
/ programme of the entire fleet which to date has
/ successfully protected our trains. We now know,
/ however, that we need to further enhance the snow
/ screens and snow shields in the power cars of the
/ trains.
/
/ We have already started making the modifications
Muᅵ man sich wohl als Wassereinbruch a la Titanic
vorstellen.
> Es fᅵhlte sich wirklich
> dᅵmlich an, in einem Zug zu sitzen, der eine Stunde vorher noch 300km/h
> machte und mit dem Blᅵmchenpflᅵcker-Tempo der DDR-Reichsbahn durch den
> Sᅵden Englands fᅵhrt.
Das wurde damals nichtnur von den Franzosen bemᅵngelt,
es hat wohl auch die angeschlagene finanzielle Gesundheit
der Betreibergesellschaft ehedem nicht gefᅵrdert.
Letztlich war/ist der Zustand des Schienennetzes in England
allgemein nicht gut. Historisch gabs da halt keine gut ausgebaute
Strecke weil ja vorher nie Bedarf war. Es ist aber staatliche
Aufgabe Verkehrsanbindung auch fᅵr private Projekte zu schaffen.
So wie wenn man die Allianz-Arena in Mᅵnchen bauen wᅵrde,
aber dann mit Hinweis auf leere Kassen den U-Bahn-Anschluᅵ
nicht durchgefᅵhrt hᅵtte.
Thatcher dᅵrfte mit dem Flop eine Menge potentieller
auslᅵndischer Investoren verschnupft haben.
MfG JRD
...
> So wie wenn man die Allianz-Arena in Mᅵnchen bauen wᅵrde,
> aber dann mit Hinweis auf leere Kassen den U-Bahn-Anschluᅵ
> nicht durchgefᅵhrt hᅵtte.
Statt des Fuᅵballstadions kᅵnnte man auch den Flughafen zum Vergleich
heranziehen ;-)
Falk
> Autsch, das ist peinlich.
Daf�r fahren die Z�ge in den �brigen 98% der Zeit wenigstens halbwegs
zuverl�ssig und schnell, was man von US-amerikanischen Eisenbahnen ja
nicht gerade sagen kann.
Myn
Flughafen hat jeder. Ich wollte ein dem channel tunnel entsprechendes
Beispiel europᅵischer Bedeutung. Und wenn man Hoeneᅵ fragt ...
MfG JRD
Horst-D.Winzler schrieb:
> Wie war das doch noch mal mit Me�ger�ten, die vom (eis)kalten Auto in
> warme R�ume transportiert werden?...
Hallo,
habe ich mal vor �ber 20 Jahren miterlebt, da kamen hier welche aus
M�nchen mit einer teuren Sun Workstation an und wollten damit eine
Vorf�hrung machen, Bildschirm aus dem kalten Auto geholt und sofort
eingeschaltet, f�hrte zum Defekt im Hochspannungsteil. Mit einem
geliehenen Monitor ging es dann weiter nachdem ich ihnen noch zeigen
musste wie sie ihr System richtig verkabeln damit es auch funktioniert.
Bye
Joerg schrieb:
> Autsch, das ist peinlich. Haben die kein Conformal Coating auf den
> Platinen? Im Flugzeugbau ist das oft so streng, dass man bei vielen
> Sachen ein Durchpunkten mit Messpitzen dokumentieren muss, danach wieder
> versiegeln und daraufhin nochmals seinen Friedrich Wilhelm im
> Begleitschein druntersetzen.
Hallo,
wenn es bei der Leistungselektronik in den Loks ᅵberhaupt um Platinen geht.
Bye
Klaus P. Pieper schrieb:
> Es ist nicht nur peinlich, sondern auch reichlich seltsam. Denn das ist
> ja nicht der erste Winter, in dem die Zᅵge fahren. Also wurde irgendwo
> etwas geᅵndert und man hat sich die Kosten fᅵr Test und Freigabe gespart
> (die Klimakammer fᅵr Zᅵge kostet ja auch einiges).
Hallo,
schon, aber in der Nᅵhe der Kanalkᅵste sind die Winter sehr mild. In den
Wintern davor hatte der Zug bei der Anfahrt bis zum Tunneleingang
genᅵgend Zeit sich aufzuwᅵrmen.
Bye
Lutz Schulze schrieb:
> Es ist wahrscheinlich der erste Winter mit so einem raschen
> Temperaturabfall, so dass die Luft im Tunnel noch so warm und feucht war.
Hallo,
wobei mir die genannten 20 �C schon etwas warm vorkommen, eine
Temperatur in etwa so hoch wie am Grunde des Kanals h�tte es eigentlich
sein sollen, etwa 10 �C w�rde ich sch�tzen mit etwas Erw�rmung durch die
Abw�rme der Z�ge.
Bye
Jemand von Eurostar hat gesagt, dass der Wetterunterscheid zwischen
Frankreich und England extrem war. Wenn das hier stimmt ist es ziemlich
der Hammer: Gestern wurde in unseren Nachrichten berichtet, dass der
Eurostar Passagierservice "bis auf weiteres" ausgesetzt wird.
Als ich das zum ersten Mal bei einem Trucker sah fiel mir nix mehr ein:
Er haeufelte einige mitgebrachte Holzscheite und etwas Reisig unter den
Motorraum des LKW, zuendete das Reisig an und sich selbt mit dem
gleichen Streichholz eine selbstgedrehte Fluppe.
Stimmt, soll inzwischen aber besser geworden sein. Doch so ganz
verlassen moechte ich mich bei Kundenterminen denn doch noch nicht
darauf, dass der Amtrak puenktlich im Silicon Valley ankommt. Im Winter
bleiben hier gelegentlich Zuege im Schnee stecken, allerdings ist das
aufgrund der Weite des Landes fast unvermeidlich.
Joerg schrieb:
> Jemand von Eurostar hat gesagt, dass der Wetterunterscheid zwischen
> Frankreich und England extrem war. Wenn das hier stimmt ist es ziemlich
> der Hammer: Gestern wurde in unseren Nachrichten berichtet, dass der
> Eurostar Passagierservice "bis auf weiteres" ausgesetzt wird.
Hallo,
wenn ein Zug der von Frankreich nach England fᅵhrt bereits im Tunnel
stehen bleibt kann man dafᅵr das Wetter in England nicht verantwortlich
machen, es war der Temperaturunterschied zwischen der Luft in Frankreich
und der im Tunnel.
Bye
Kann mir nicht vorstellen, dass es im HV-Teil solche Probleme geben
koennte. Hier ist teilweise die Stromversorgung oberirdisch und selbst
wenn Tauwasser voll auf die Isolatoren plaetschert gibt's kein Problem.
Haette man also statt englischer besser franzoesische Luft in den Tunnel
blasen sollen :-)
> Jemand von Eurostar hat gesagt, dass der Wetterunterscheid zwischen
> Frankreich und England extrem war. Wenn das hier stimmt ist es ziemlich
> der Hammer: Gestern wurde in unseren Nachrichten berichtet, dass der
> Eurostar Passagierservice "bis auf weiteres" ausgesetzt wird.
Nein, keine Angst. Der Sarko de Funes hat ein Machtwort gesprochen:
http://www.tagesschau.de/ausland/eurotunnel126.html
Tja, was soll man da noch sagen...
http://www.wdr.de/radio/wdr2/samstag/467680.phtml
>
> Stimmt, soll inzwischen aber besser geworden sein. Doch so ganz
> verlassen moechte ich mich bei Kundenterminen denn doch noch nicht
> darauf, dass der Amtrak puenktlich im Silicon Valley ankommt. Im Winter
> bleiben hier gelegentlich Zuege im Schnee stecken, allerdings ist das
> aufgrund der Weite des Landes fast unvermeidlich.
Das ist heutzutage hier auch so. Kaum ist es um die 0 Grad, frieren die
ersten Weichen ein.
Wer erinnert sich noch an die DB-Werbung
http://einestages.spiegel.de/static/entry/politik_pop_und_afri_cola/7735/fahr_lieber_mit_der_bundesbahn.html?s=0&r=5&a=1321&of=1&c=1
Gru�
Oh ja, das technische Problem wird auf politischer Ebene geloest :-)
> Tja, was soll man da noch sagen...
> http://www.wdr.de/radio/wdr2/samstag/467680.phtml
>
File not found :-(
Hoffen wir mal, dass sich das durch ein rasches Re-Design hinbekommen
laesst. Eurotunnel ist ja schon eine feine Sache.
>> wenn es bei der Leistungselektronik in den Loks �berhaupt um Platinen
>> geht.
>>
>
> Kann mir nicht vorstellen, dass es im HV-Teil solche Probleme geben
> koennte. Hier ist teilweise die Stromversorgung oberirdisch und selbst
> wenn Tauwasser voll auf die Isolatoren plaetschert gibt's kein Problem.
Hi,
haben die vielleicht Kohlen in den Motoren? Dann gibt Wasser einen sch�nen
fetten Teerschmier :-)
--
mfg,
gUnther
Folienheizungen w�ren da vermutlich ratsamer. Die werden direkt da drauf
gepappt, wo's kritisch ist. Das Aufheizen dauert dann wg. der nur sehr
geringen Masse nur sehr kurze Zeit und braucht auch nur wenig Energie
(gut, die wird beim Zug vermutlich nicht das entscheidende Problem sein).
--
Servus
Christoph M�ller
http://www.astrail.de
Aussenluft wird da wohl wegen K�hlung reingelassen.
D.h. warm genug w�rs dort ja. Da die Temperatur im
Tunnel 25�C ist mu� man dort f�r entsprechende
Ventilation sorgen. Eventuell k�nnte man aber den
Einla� mechanisch so steuern da� bei
niederiger Umgebungstemperatur besser der Schnee
weggefiltert wird da bei derart k�hler Luft ja
nicht so hohe Menge Luft n�tig sein sollte.
MfG JRD
Wie kann sich dann dort Wasser niederschlagen? Dann m�sste die Luft dort
ja eher trocknen als kondensieren.
> Da die Temperatur im
> Tunnel 25�C ist mu� man dort f�r entsprechende
> Ventilation sorgen. Eventuell k�nnte man aber den
> Einla� mechanisch so steuern da� bei
> niederiger Umgebungstemperatur besser der Schnee
> weggefiltert wird da bei derart k�hler Luft ja
> nicht so hohe Menge Luft n�tig sein sollte.
Na ja - so lange nichts dar�ber verlautbaren lassen, was wirklich war,
k�nnen wir alle nur wild rumspekulieren.
>Na ja - so lange nichts dar�ber verlautbaren lassen, was wirklich war,
>k�nnen wir alle nur wild rumspekulieren.
Wohl feiner trockener Schnee, der mit der Luft durch die Filter reinkam uind
dann taute:
<http://www.ajc.com/news/nation-world/eurostar-resumes-service-between-250018.html>
"Officials at the Eurostar train company said they had identified the problem
that caused trains to break down in the Channel Tunnel -- unusually dry, powdery
snow that got into the engines.
"The company's operations chief, Nicolas Petrovic, said dry snow had got past
the train's snow-screens and into the engines Friday. Then the snow turned into
condensation inside the Channel Tunnel, where temperatures were higher than
those outside. That condensation caused the trains' electrical circuits to fail,
he said.
"It's the first time we have these snow conditions in 15 years," he said, adding
that normally snow in the region tends to be wet and heavy. Eurostar has
commissioned an independent review into the problems."
Thomas Prufer
Christoph Mᅵller schrieb:
> Rafael Deliano schrieb:
>>> Folienheizungen wᅵren da vermutlich ratsamer.
>>
>> Aussenluft wird da wohl wegen Kᅵhlung reingelassen.
>> D.h. warm genug wᅵrs dort ja.
>
> Wie kann sich dann dort Wasser niederschlagen? Dann mᅵsste die Luft dort
> ja eher trocknen als kondensieren.
Nach den letzten Meldungen die ich gelesen habe war schmelzender
Schnee eine Ursache. D.h. es hat sich im kalten Frankreich Schnee
auf den Triebfahrzeugen gesammelt der im warmen Tunnel geschmolzen
ist. Das entstehende Schmelzwasser hat dann Elektrik/Elektronik
lahm gelegt. Der Schnee scheint sich sehr wahrscheinlich bereits
in den Treibfahrzeugen befunden haben und ist dort getaut.
Ansonsten ist Deine Betrachtung trotzdem falsch. Der ausgekᅵhlte
Zug wird im Tunnel nicht gleich aufgewᅵrmt. Die warme Luft dort
enthᅵlt sehr viel Wasser welches am kalten Zug kondensieren kann.
Die Lᅵftung darf also erst angehen wenn die Temperatur des Zuges
ᅵber (!) dem Taupunkt der Luft im Tunnel liegt. Denn kennt man
zwar nicht, aber der ist nicht ᅵber der (Feucht-) Temperatur der
umgebenden Luft.
Es muss im Betrieb sicher verhindert werden dass kein Schnee in
das Innere der Triebfahrzeuge (Lᅵftungsschᅵchte, und damit in die
Nᅵhe der Elektrik/Elektronik) kommt. Das ist das allererste! Und
dann muss das Entstehen von Kondensationswasser verhindert werden.
Also die Lᅵftung erst dann einzuschalten wenn die Temperatur der
Elektrik/Elektronik ᅵber der Umgebungstemperatur liegt. Das
geht mit einfachen und billigen T-Sensoren (Dioden?) und einem
Differenz-Verstᅵrker problemlos, zuverlᅵssig und preiswert. Das
eigentliche Problem liegt bei der Lᅵftung. Die muss in Stellung
AUS auch wirklich aus, also dicht, sein.
>
>> Da die Temperatur im
>> Tunnel 25?C ist muᅵ man dort fᅵr entsprechende
>> Ventilation sorgen. Eventuell kᅵnnte man aber den
>> Einlaᅵ mechanisch so steuern daᅵ bei
>> niederiger Umgebungstemperatur besser der Schnee
>> weggefiltert wird da bei derart kᅵhler Luft ja
>> nicht so hohe Menge Luft nᅵtig sein sollte.
Als Filter wᅵrde ich einen Sedimentationsfilter vorschlagen.
Der Schnee kann leicht mit der Schwerkraft ausgeschieden werden.
Auf gut Deutsch: ᅵber die Ansaugᅵffnungen kommt ein Dach unter
das die Luft erst mal strᅵmen muss und einige Meter bis zum
Einlass in die Ansaugrᅵhre braucht. Und den anfallenden Schnee
kann man ᅵber die Abwᅵrme aus dem Tunnel wegschmelzen und
verdunsten.
> Na ja - so lange nichts darᅵber verlautbaren lassen, was wirklich war,
> kᅵnnen wir alle nur wild rumspekulieren.
Letzte Meldungen (Stand 22.12.2009): Schmelzwasser durch Schnee
auf (IMHO in!) den Triebfahrzeugen.
Btw: Als Diplom Meteorologe und Halbelektroniker befasse ich mich
immer wieder mit dem Thema Kᅵhlung und Klimatisierung von kleinen
Gerᅵten. Ich sehe da strᅵmungstechnische Massnahmen, notfalls in
Kombination vollkommen autonome Analogelektronik, als sinnvollste
und sicherste Lᅵsung an.
MfG
Uwe Borchert
> Als Filter wᅵrde ich einen Sedimentationsfilter vorschlagen.
> Der Schnee kann leicht mit der Schwerkraft ausgeschieden werden.
Innen- und Aussenluft ᅵber Wᅵrmetauscher trennen.
Gruᅵ Dieter
Thomas Prufer schrieb:
...[...]...
> Wohl feiner trockener Schnee, der mit der Luft durch die Filter reinkam uind
> dann taute:
>
> <http://www.ajc.com/news/nation-world/eurostar-resumes-service-between-250018.html>
Danke fᅵr die Bestᅵtigung. Aber IMHO hat der Bericht nicht die
ganze Wahrheit gesagt. Diese Art von feinem Schnee haben wir hier
in D bereits ᅵfters, wenn auch nicht jeden Winter. Der kann also
auch in F nicht ganz unbekannt sein. In GB ist der aber eher sehr
unwahrscheinlich bis unmᅵglich (wegen des maritimen Klima). Der
Schnee ist typisch fᅵr kontinentale Kaltluft aus Nord-Ost (Nach
dem Durchzug der eigentlichen Front die die u.U. groᅵen Mengen an
Pappschnee bringt).
Mitte der 1980er hatten wir sowas mit katastrophalen Folgen fᅵr
den S-Bahnverkehr im Groᅵraum Stuttgart. Die Tᅵren der S-Bahnen
sind auf den wenig geᅵffneten Seiten teilweise zugefroren. Hier
wᅵre eine Beheizung der betroffenen Bauteile wirklich sinnvoll.
Im Fall der Kabelkanᅵle wᅵren Lᅵcher zum Ablaufen des Wassers
nach unten eine einfache Lᅵsung des Problems. Ich dachte so was
wᅵre Standard?
MfG
Uwe Borchert
> Mitte der 1980er hatten wir sowas mit katastrophalen Folgen fᅵr
> den S-Bahnverkehr im Groᅵraum Stuttgart. Die Tᅵren der S-Bahnen
> sind auf den wenig geᅵffneten Seiten teilweise zugefroren.
Oh ja, das waren aber auch zwei lausig kalte Winter damals. Die
KFZ-Werkstᅵtten haben sich damals eine goldene Nase an beheizbaren
Dieselfiltern verdient.
Gruᅵ Dieter
Dieter Wiedmann schrieb:
Das war eine andere Seite der Medallie. Da hat man gemerkt wie
sehr wir unsere Technik auf Schᅵnwetter ausgelegt haben. Das
ging ja auch lange gut ...
MfG
Uwe Borchert
Dieter Wiedmann schrieb:
Nᅵ! Wᅵrg! Willst Du abgestandene Luft schnuppern? Du brauchst
auf jeden Fall einen gewissen Austausch. Vmtl. kᅵnnten wir uns
auf einen Kompromiss einigen. Wᅵrmetauscher und parallel dazu
eine angemessene Menge an Tauschluft, je nach Anzahl der
Menschen und Maschinen im Tunnel.
MfG
Uwe Borchert
>> Innen- und Aussenluft ᅵber Wᅵrmetauscher trennen.
>
> Nᅵ! Wᅵrg! Willst Du abgestandene Luft schnuppern?
Ist der Umrichterelektronik im Schrank egal.
Gruᅵ Dieter
Uwe Borchert schrieb:
> Danke fᅵr die Bestᅵtigung. Aber IMHO hat der Bericht nicht die
> ganze Wahrheit gesagt. Diese Art von feinem Schnee haben wir hier
> in D bereits ᅵfters, wenn auch nicht jeden Winter. Der kann also
> auch in F nicht ganz unbekannt sein. In GB ist der aber eher sehr
> unwahrscheinlich bis unmᅵglich (wegen des maritimen Klima). Der
> Schnee ist typisch fᅵr kontinentale Kaltluft aus Nord-Ost (Nach
> dem Durchzug der eigentlichen Front die die u.U. groᅵen Mengen an
> Pappschnee bringt).
Hallo,
das maritime Klima herrscht aber nicht nur an der englischen Kanalkᅵste,
sondern auch an der franzᅵsischen, dort wird dann auf beiden Seiten
feiner trockener Schnee sehr ungewᅵhnlich sein.
Bye
Uwe Hercksen schrieb:
> Uwe Borchert schrieb:
>
>> Danke fᅵr die Bestᅵtigung. Aber IMHO hat der Bericht nicht die
>> ganze Wahrheit gesagt. Diese Art von feinem Schnee haben wir hier
>> in D bereits ᅵfters, wenn auch nicht jeden Winter. Der kann also
>> auch in F nicht ganz unbekannt sein. In GB ist der aber eher sehr
>> unwahrscheinlich bis unmᅵglich (wegen des maritimen Klima). Der
>> Schnee ist typisch fᅵr kontinentale Kaltluft aus Nord-Ost (Nach
>> dem Durchzug der eigentlichen Front die die u.U. groᅵen Mengen an
>> Pappschnee bringt).
> das maritime Klima herrscht aber nicht nur an der englischen Kanalkᅵste,
> sondern auch an der franzᅵsischen, dort wird dann auf beiden Seiten
> feiner trockener Schnee sehr ungewᅵhnlich sein.
Nein! Auf britischer Seite wird dieser Schnee so gut wie
unmᅵglich sein, solange der Golfstrom noch strᅵmt. Auf der
franzᅵsischen Seite ist er nur sehr unwahrscheinlich, kann
aber bei einer starken und lang anhaltenden Strᅵmung die
aus dem Osten kommt durchaus noch auftauchen. Diese Lagen
haben wir auch hier in D, aber etwas hᅵufiger als in F.
Also ist die Eintreffwahrscheinlichkeit so eines Schnee:
w = 0.00/Jahr in Groᅵbritannien
w = 0.07/Jahr in Frankreich (1/15 laut Bericht)
In D ist diese sicherlich ᅵber 0.1 und in Brandenburg
garantiert noch hᅵher. In Moskau ist das dann sicher 1.
MfG
Uwe Borchert
Dieter Wiedmann schrieb:
Ach so. Ich dachte Du meinst den Kompletten Tunnel oder Zug.
Das war dann ein Mistverstᅵndnis. Du wirst aber trotzdem
Probleme mit Kondenswasser einkalkulieren mᅵssen.
MfG
Uwe Borchert
>>>> Innen- und Aussenluft ᅵber Wᅵrmetauscher trennen.
>>> Nᅵ! Wᅵrg! Willst Du abgestandene Luft schnuppern?
>> Ist der Umrichterelektronik im Schrank egal.
> Ach so. Ich dachte Du meinst den Kompletten Tunnel oder Zug.
> Das war dann ein Mistverstᅵndnis. Du wirst aber trotzdem
> Probleme mit Kondenswasser einkalkulieren mᅵssen.
Im Schrank reicht ein Sack Silicagel, und auf der Aussenluftseite darf
man halt keine zu kleinen Querschnitte verwenden.
Gruᅵ Dieter
Mit der Technik wäre das nicht passiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_V_200
--
mfg hdw
>Mit der Technik w�re das nicht passiert:
>
>http://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_V_200
"Die Lok besa� einen sehr schweren Rahmen aus Doppel-T-Tr�gern mit
Deck- und Bodenblech, "
Klingt nach unserem Auto :-)
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Ich glaube, f�rn Tunnel ist die abgasfreie Variante besser
http://de.wikipedia.org/wiki/VR-Baureihe_Sr1.
Sie m�sste nur auf Westeuropa umgespurt werden.
Peter
> Mit der Technik w�re das nicht passiert:
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_V_200
Kann sein, aber mit Eselskarren w�rs bestimmt nicht passiert,
insbesondere mit gusseisernen.
Gru� Dieter
Na ja, Joergs eiserner Eselkarren entspricht der IC-Steinzeit. Um ihn
nicht voellig zu �berfordern empfiehlt sich als modernere Variante die
Taigertrommel. ;-)
--
mfg hdw
Wenn schon dann Taigatrommel:
http://en.wikipedia.org/wiki/M62_locomotive
Meine letzte Eisenbahnfahrt war mit diesem Zug:
http://www.csrmf.org/images/3-trn-rides.jpg
Da kann keine Elektronik nass werden :-)
--
Frohe Weihnachten, Joerg
> Meine letzte Eisenbahnfahrt war mit diesem Zug:
> http://www.csrmf.org/images/3-trn-rides.jpg
>
> Da kann keine Elektronik nass werden :-)
Sag das nicht zu voreilig. Ich bin vor kurzem mit einem derartigen Gefährt
unterwegs gewesen und hatte Gelegenheit, die Lok, Baujahr 1907, auch von
innen, im Führerstand zu bestaunen. Indusi ist vorhanden, ein Funkgerät,
"Zugbahnfunk" oder so ähnlich nannte es der Lokführer, ebenfalls, weil nach
Lokführers Worten ansonsten keine Erlaubnis zur Benutzung von Gleisen der
deutschen Bahn zu erlangen sei.
Fahren könnte das Gerät aber natürlich auch ohne
MfG
Rupert
Ja klar, mein Opa war Lokfuehrer auf solchen Gefaehrten. Da war das
aehnlich. Aber liegengeblieben sind die nur im Weltkrieg, und dann meist
mit Schussloechern im Kessel wenn die Flugzeuge wieder weg waren. Oder
weil weiter vorn anstelle von Gleis ein Krater war.
--
Gruesse, Joerg
Wobei es natuerlich auch damit in die Hose gehen kann:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg
--
Gruesse, Joerg
> Wenn schon dann Taigatrommel:
> http://en.wikipedia.org/wiki/M62_locomotive
Hast recht.
Du kennst den Spruch, wer einen Fehler findet, darf ihn behalten? ;-)
--
mfg hdw
>Indusi ist vorhanden, ein Funkger�t,
>"Zugbahnfunk" oder so �hnlich nannte es der Lokf�hrer, ebenfalls, weil nach
>Lokf�hrers Worten ansonsten keine Erlaubnis zur Benutzung von Gleisen der
>deutschen Bahn zu erlangen sei.
Ich habe auch mal eine Dampflok besichtigt, die hatte ein hochmodernes
GSM-R-Funkger�t - das nach einem halben Jahr ausgefallen ist. Der
Hersteller war entsetzt, fielen ihm nach �ffnen des Geh�uses doch
einige SMD-Elkos entgegen. Sowas hatten die noch nie gesehen. Das
Ger�t war einfach nicht gemacht f�r das R�tteln auf einer Dampflok!
> Ich habe auch mal eine Dampflok besichtigt, die hatte ein hochmodernes
> GSM-R-Funkger�t - das nach einem halben Jahr ausgefallen ist. Der
> Hersteller war entsetzt, fielen ihm nach �ffnen des Geh�uses doch
> einige SMD-Elkos entgegen. Sowas hatten die noch nie gesehen. Das
> Ger�t war einfach nicht gemacht f�r das R�tteln auf einer Dampflok!
Dann wei� der Hersteller ja jetzt, wo und wie er den R�tteltest f�r
seine Produkte absolviert.
--
mfg hdw
Die haben die Dinger nicht verklebt oder vergossen? Das geht aber
haarscharf am Burggraben vorbei. Vielleicht sollte man dem Ingenieur mal
einen Kurzurlaub anbieten, im Gelaendewagen, kurz hinter dem Schild
"Pavement ends" :-)
Warum haben diese SMT-Elkos eigentlich nicht vier Beine?
--
Gruesse, Joerg
>Die haben die Dinger nicht verklebt oder vergossen? Das geht aber
>haarscharf am Burggraben vorbei.
Nun ja, die Dampflok tauchte einfach nicht als
Entwicklungs-Anforderung in den specs auf - warum sollten sie also?
D.h. die Geraete sind vom Design-Spec her gleich von Anfang an auch
unbrauchbar fuer den Einsatz in Flugzeugen oder auf Schotterpisten?
Afrikaner nennen die m.W. Sastrugi und da zerlegt es aber auch alles was
irgendwie wackeln kann. Als ich erst ein paar Jahre als Ingenieur auf
dem Buckel hatte wollte ich eine Gruppe davon ueberzeugen. Die glaubten
so einem Neuling aber nicht. Bis die ersten Kisten als DOA zurueckkamen
und sich untem in der Luefterbox Elkos, Ferritstuecken, Tantalperlen,
Sicherungen, Glassplitter uns sonstwas fand.
Wenn ich einen Auftrag fuer ein ganz neues Design bekomme ist eine
meiner ersten Fragen die nach G und Frequenzen. Das loest dann mitunter
laengere Diskussionen und eine Verschiebung um ein paar Tage aus, weil
sie dann oft erstmal mit deren Kunden reden muessen. Bei Auftraegen aus
dem Flugzeugbau und aehnlichen Sparten eruebrigt sich die Diskussion,
denn da ist das sogar in den Standards drin.
>D.h. die Geraete sind vom Design-Spec her gleich von Anfang an auch
>unbrauchbar fuer den Einsatz in Flugzeugen oder auf Schotterpisten?
Es wurde halt eine Industrienorm f�r Bahnfahrzeuge hergenommen, die
wohl die alten Dinger einfach nicht abgedeckt hat - oder sie haben zu
grenzwertig gebaut...wer wei�. Jedenfalls sind die Ger�te f�r
Lokomotiven gebaut, die fahren auf Stahl und fliegen i.d.R. auch
nicht.
>Afrikaner nennen die m.W. Sastrugi und da zerlegt es aber auch alles was
>irgendwie wackeln kann. Als ich erst ein paar Jahre als Ingenieur auf
>dem Buckel hatte wollte ich eine Gruppe davon ueberzeugen. Die glaubten
>so einem Neuling aber nicht. Bis die ersten Kisten als DOA zurueckkamen
>und sich untem in der Luefterbox Elkos, Ferritstuecken, Tantalperlen,
>Sicherungen, Glassplitter uns sonstwas fand.
Wie gesagt, Spezialger�te f�r Z�ge - andere Baustelle :)
>> Ich habe auch mal eine Dampflok besichtigt, die hatte ein hochmodernes
>> GSM-R-Funkger�t - das nach einem halben Jahr ausgefallen ist. Der
>> Hersteller war entsetzt, fielen ihm nach �ffnen des Geh�uses doch
>> einige SMD-Elkos entgegen. Sowas hatten die noch nie gesehen. Das
>> Ger�t war einfach nicht gemacht f�r das R�tteln auf einer Dampflok!
>>
>
> Die haben die Dinger nicht verklebt oder vergossen? Das geht aber
> haarscharf am Burggraben vorbei. Vielleicht sollte man dem Ingenieur mal
> einen Kurzurlaub anbieten, im Gelaendewagen, kurz hinter dem Schild
> "Pavement ends" :-)
>
> Warum haben diese SMT-Elkos eigentlich nicht vier Beine?
Mhh, hab auch SMT Elkos letztens wieder durch welche mit Durchsloch-Beinchen
ersetzt. H�lt einfach besser ... ;-)
M.