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Wie identifiziere ich Spiritus als solchen?

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Stefan Bast

unread,
Dec 17, 2009, 12:58:16 PM12/17/09
to
Hallo NG,

im Keller meines verstorbenen Vaters fand ich heute einen
10 Liter Kanister gef�llt mit einer w�ssrigen Fl�ssigkeit.
Es riecht nach Spiritus und es brennt auch so.

Da ich aber schon die verschiedensten Chemikalien hier
gefunden habe (Ormig-Fl�ssigkeiten, Fixierer, Reinigungsmittel,
insbesondere Tri und Per) bin ich mir nicht so ganz sicher,
ob das nicht doch irgendwas "giftiges" ist.

Gibt es eine M�glichkeit, relativ einfach zu bestimmen
ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?
(10l Spiritus zur Schadstoffsammlung geben w�re ja schon
irgendwie schade...)

LG
Stefan

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 17, 2009, 3:15:42 PM12/17/09
to
Stefan Bast schrieb:

> Gibt es eine Mᅵglichkeit, relativ einfach zu bestimmen


> ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?

GC ist relativ einfach, hast du aber wohl nicht zur Verfᅵgung.

Mach wenigstens die Beilsteinprobe, dann weiᅵt du ob halogeniertes Zeug
drin ist.


Gruᅵ Dieter

Carsten Thumulla

unread,
Dec 18, 2009, 3:11:09 AM12/18/09
to
Stefan Bast wrote:
>
> Gibt es eine Mᅵglichkeit, relativ einfach zu bestimmen

> ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?
> (10l Spiritus zur Schadstoffsammlung geben wᅵre ja schon
> irgendwie schade...)

Er hinterlᅵᅵt einen Niederschlag beim Verdunsten. (Glas) (der Kampfer?)

Kampfergeruch?

Das ist doch alles brauchbar.


Carsten
--
http://www.nichtlustig.de/toondb/030203.html

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 18, 2009, 4:16:56 AM12/18/09
to
Carsten Thumulla schrieb:

> Kampfergeruch?

Oder MEK?


Gruᅵ Dieter

Carsten Thumulla

unread,
Dec 18, 2009, 4:25:35 AM12/18/09
to
Dieter Wiedmann wrote:
> Carsten Thumulla schrieb:
>
>> Kampfergeruch?
> Oder MEK?

Nein, MUKZ.


Stefan Bast

unread,
Dec 18, 2009, 5:59:54 AM12/18/09
to
�hm....
Geht das auch allgemeinverst�ndlich? :-)
Ich bin kein Chemiker, sonst m�sste
ich ja hier nicht fragen *g*

Gru�
Stefan

Stefan Bast

unread,
Dec 18, 2009, 6:02:48 AM12/18/09
to
Hallo Carsten,

"Carsten Thumulla" schrieb

> Er hinterl��t einen Niederschlag beim Verdunsten. (Glas) (der Kampfer?)

Ich habe eine kleine Menge, ca. 2ccm, auf einem
Uhrglas verdunsten lassen. �brig blieb eine klare, �lige
Substanz, die leicht wasserl�slich war.

> Kampfergeruch?

Den kann ich nicht wirklich identifizieren...
Mit Kampfer hatte ich noch nicht viel zu tun :-)

> Das ist doch alles brauchbar.

Ergebniss der Verdunstung habe ich geschrieben,
ist das was brauchbares?

LG
Stefan


Dieter Wiedmann

unread,
Dec 18, 2009, 6:20:12 AM12/18/09
to
Stefan Bast schrieb:

> Ich habe eine kleine Menge, ca. 2ccm, auf einem

> Uhrglas verdunsten lassen. ᅵbrig blieb eine klare, ᅵlige
> Substanz, die leicht wasserlᅵslich war.

Unter den fᅵr Ethanol (ehemals) gᅵngigen Vergᅵllungsmitteln passt das am
ehesten auf Pyridine. Wie riecht denn das 'ᅵl'?


Gruᅵ Dieter

Stefan Bast

unread,
Dec 18, 2009, 6:38:06 AM12/18/09
to
Hallo Dieter,

"Dieter Wiedmann" schrieb > Unter den f�r Ethanol (ehemals) g�ngigen
Verg�llungsmitteln passt das am
> ehesten auf Pyridine. Wie riecht denn das '�l'?

OK, das war bl�de von mir, ich habs abgewaschen *g*
Ich lasse nochmal eine kleine Menge verdunsten und
halte mal meinen derzeit leider recht unsensiblen, weil erk�lteten,
Riechkloben dran :-)

Bericht folgt *g*
Gru�
Stefan


Heinz Schmitz

unread,
Dec 18, 2009, 7:13:06 AM12/18/09
to
Stefan Bast wrote:

>Ich lasse nochmal eine kleine Menge verdunsten und
>halte mal meinen derzeit leider recht unsensiblen, weil erk�lteten,
>Riechkloben dran :-)

Vielleicht ist es informativer, eine etwas g��ere Menge abzuwiegen
(je nach F�higkeit Deiner Waage), dann verdunsten zu lassen, und
dann den R�ckstand zu wiegen.

Gr��e,
H.

PS
Alte K�chenrezepte:
- Keine Flaschen ohne Etikett haben und
- nichts in die Flaschen zur�ckf�llen.


Christina Lüdigk

unread,
Dec 18, 2009, 8:05:10 AM12/18/09
to
Stefan Bast schrieb:

> Hallo Carsten,
>
> "Carsten Thumulla" schrieb
>
>> Er hinterlᅵᅵt einen Niederschlag beim Verdunsten. (Glas) (der Kampfer?)

>
> Ich habe eine kleine Menge, ca. 2ccm, auf einem
> Uhrglas verdunsten lassen. ᅵbrig blieb eine klare, ᅵlige
> Substanz, die leicht wasserlᅵslich war.
>

Wasser? Vielleicht ist der Spritus nicht 100%ig.

>> Kampfergeruch?
>
> Den kann ich nicht wirklich identifizieren...
> Mit Kampfer hatte ich noch nicht viel zu tun :-)
>

Omas Einreibemittel gegen schmerzende Knochen und Gelenke riecht sehr
stark nach Kampher. Zumindest war das bei meiner Oma so, ich "durfte"
immer ihren Rᅵcken einreiben.

>> Das ist doch alles brauchbar.
>
> Ergebniss der Verdunstung habe ich geschrieben,
> ist das was brauchbares?

Prinzipiell schon - wenn Du herausfinden kannst, was es ist.
Kannst Du die Flᅵssigkeit irgendwie destillieren (Siedetemperatur) oder
einen Brechungsindex bestimmen? Selbst wenn das nur grobe Werte sind,
kᅵnnten sie einem doch einen Hinweis geben, ob es nun Ethanol oder
Methanol ist. Hᅵhere Alkohole scheiden aus, Propanole riechen mehr oder
weniger nach Krankenhaus/Desinfektionsmittel.
Vielleicht geht auch eine Dichtebestimmung bei 20ᅵC. Oder wie wᅵre es
mit einer 1:1 Mischung mit Wasser? Bei Ethanol hat die Mischung aus 50
ml Ethanol und 50 ml Wasser ein Volumen von 96 ml. Weiᅵ jemand, wie das
bei Methanol ist? Erwarten wᅵrde ich eine geringere Abnahme des
Mischungsvolumens - so um 98 ml oder 99 ml herum. Zum Bestimmen benᅵtigt
man dann natᅵrlich einen genauen Meᅵzylinder, aber so lieᅵe sich ohne
Destillation oder Brechungsindex zumindest eine Ahnung bekommen, ob es
sich um Ethanol oder etwas anderes handelt.

Mir fᅵllt grad noch was ein: Wenn man eine Flᅵssigkeit unter Normaldruck
bis zum Siedepunkt erhitzt, fᅵngt sie an zu sieden. Erhitzt man noch
lᅵnger und stᅵrker, produziert man nur mehr Dampf, aber die
Siedetempratur sowie die Temperatur der Lᅵsung ᅵndert sich nicht. Wenn
man jetzt also den fraglichen Spiritus bis zum Siehen erhitzt und ein
Thermometer so reinhᅵlt, daᅵ es nicht den Gefᅵᅵboden berᅵhrt, sollte man
doch eine Siedetemperatur erhalten kᅵnnen. Voraussetzungen sind
natᅵrlich ein gut gehender Abzug (wer weiᅵ, was da verdampft, das man
dann einatmet -> lieber nicht) und Verhinderung eines Siedeverzuges.

>
> LG
> Stefan
>

Gruᅵ,
Christina

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 18, 2009, 8:46:42 AM12/18/09
to
Christina Lᅵdigk schrieb:

> Vielleicht geht auch eine Dichtebestimmung bei 20ᅵC.

Das ist eine gute Idee, der Rest war aber Mist.


Gruᅵ Dieter

Stefan Bast

unread,
Dec 18, 2009, 9:06:33 AM12/18/09
to

"Dieter Wiedmann" schrieb
> Unter den f�r Ethanol (ehemals) g�ngigen Verg�llungsmitteln passt das am
> ehesten auf Pyridine. Wie riecht denn das '�l'?

OK, ich habe das jetzt nochmal verdunsten lassen.
Von der Menge her bleiben ca. 5% - 10% der urspr�nglichen Menge �ber,
der R�ckstand hat nur einen sehr schwachen Geruch, den ich aber nicht
wirklich als "schon mal gerochen" identifizieren kann.
Eine Probe auf der Zunge (Nat�rlich dann ausgespuckt) schmeckte aber
nicht bitter oder �hnlich, eher ein ziemlich neutraler Geschmack...

Ich denke, mit meinen Haushaltsmitteln komme ich da an eine Grenze,
genaue Waage mit der man wirklich die Dichte bestimmen k�nnte, habe
ich nicht zur Verf�gung, und einen "Siedeversuch" m�chte ich in der
Wohnung nicht unternehmen, weil ich nicht wei�, was ich da in der Luft
freisetzen w�rde.

Mein Gedanke geht dahin, eine Probe von dem Zeug zum Apotheker
zu bringen. Evtl. kann der dabei helfen...?

Gr��e
Stefan


Dirk Geiger

unread,
Dec 18, 2009, 9:29:21 AM12/18/09
to
Dieter Wiedmann wrote:

>Christina L�digk schrieb:
>
>> Vielleicht geht auch eine Dichtebestimmung bei 20�C.


>
>Das ist eine gute Idee, der Rest war aber Mist.

Eigentlich auch nicht - selbst ich, der wesentlich bessere
Identifikationsm�glichkeiten hat, w�rde das Zeug einfach entsorgen. Um
einen hohen Wert oder eine schwer beschaffbare Chemikalie geht es ja
nicht gerade - ich sch�tze mal einen Preis von 1-2 Euro den Liter.

Selbst wenn Stefan rausfindet, dass er 95%+ Ethanol im Kanister hat,
woher soll er wissen, ob das z.B. nicht eine d�nne ethanolische L�sung
von irgendwas Unangenehmen ist - nur das L�sungsmittel zu
identifizieren bringt nicht viel. Ob Stefan tats�chlich Spiritus von
Isoprop unterscheiden kann, weiss ich auch nicht - und den nach der
Lagerzeit in einem evtl. undichten Beh�lter zu destillieren w�re
vielleicht nicht sehr gesund (Peroxide).

@Stefan: Gib das Zeug zur Entsorgung und kauf' Dir, wenn Du ihn
brauchen solltest, neuen Spiritus.

Grusz,
Dirk

Dirk Geiger

unread,
Dec 18, 2009, 9:34:56 AM12/18/09
to
"Stefan Bast" wrote:
>OK, ich habe das jetzt nochmal verdunsten lassen.
>Eine Probe auf der Zunge (Nat�rlich dann ausgespuckt) schmeckte aber
>nicht bitter oder widerlich, eher ein ziemlich neutraler Geschmack...
Das haben Chemiker zwar auch jahrhundertelang so gemacht, und Geologen
machen das teilweise immernoch - aber ratsam ist das nun wirklich
nicht (vorsichtig ausgedr�ckt - man k�nnte auch sagen, es ist schlicht
d�mlich). Geschmacksproben mache ich nur von Stoffen, die ich _vorher_
identifiziert habe.

>Ich denke, mit meinen Haushaltsmitteln komme ich da an eine Grenze,
>genaue Waage mit der man wirklich die Dichte bestimmen k�nnte, habe

>ich nicht zur Verf�gung und einen "Siedeversuch" m�chte ich in der
>Wohnung nicht unternehmen, weil ich nicht wei� was ich da in der Luft
>freisetzen w�rde.
Wie im anderen Posting gesagt, verwirf das Zeug.

>Mein Gedanke geht dahin, eine Probe von dem Zeug zum Apotheker
>zu bringen. Evtl. kann der dabei helfen...?

Der kann Dir auch h�chstens sagen, dass der Gro�teil Ethanol ist
(selbst dazu hat er vermutlich keine Analytik...), was noch drin ist,
kann man mit vertretbarem Aufwand �berhaupt nicht feststellen.

Grusz,
Dirk

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 18, 2009, 9:33:18 AM12/18/09
to
Stefan Bast schrieb:

> OK, ich habe das jetzt nochmal verdunsten lassen.

> Von der Menge her bleiben ca. 5% - 10% der ursprᅵnglichen Menge ᅵber,
> der Rᅵckstand hat nur einen sehr schwachen Geruch, den ich aber nicht


> wirklich als "schon mal gerochen" identifizieren kann.

> Eine Probe auf der Zunge (Natᅵrlich dann ausgespuckt) schmeckte aber
> nicht bitter oder ᅵhnlich, eher ein ziemlich neutraler Geschmack...

Geschmacksprobe war vor langer Zeit auch unter Chemikern ᅵblich, aber
man ist aus gutem Grunde lᅵngst davon abgekommen. Ich stell mir gerade
vor Hofmann hᅵtte den Geschmack von LSD getestet...


> Mein Gedanke geht dahin, eine Probe von dem Zeug zum Apotheker
> zu bringen. Evtl. kann der dabei helfen...?

Kannst du mit an Sicheheit grenzender Wahrscheinlichkeit vergessen.

Entsorg das Zeug, der Verdunstungsrᅵckstand ist zu viel um nur
Vergᅵllungsmittel sein zu kᅵnnen.


Gruᅵ Dieter

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 18, 2009, 9:34:08 AM12/18/09
to
Dirk Geiger schrieb:

> Eigentlich auch nicht - selbst ich, der wesentlich bessere
> Identifikationsm�glichkeiten hat, w�rde das Zeug einfach entsorgen.

Hast schon recht, selbst ein simples GC w�re schon zu viel Aufwand.


Gru� Dieter

Stefan Bast

unread,
Dec 18, 2009, 9:44:16 AM12/18/09
to
Hi @ll,

ich habe mich �berzeugen lassen:
Bei der n�chsten Schadstoffsammlung liefere ich
das Zeug ab und hole mir bei Bedarf lieber
"echten" Spiritus aus dem Handel :-)
Besser is dat wohl... :-)

LG an alle und vielen Dank
Stefan


gUnther nanon�m

unread,
Dec 18, 2009, 10:36:53 AM12/18/09
to

"Dieter Wiedmann" <dieter....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4b2b9299$1...@news.arcor-ip.de...

>> Mein Gedanke geht dahin, eine Probe von dem Zeug zum Apotheker
>> zu bringen. Evtl. kann der dabei helfen...?
>
> Kannst du mit an Sicheheit grenzender Wahrscheinlichkeit vergessen.
>

> Entsorg das Zeug, der Verdunstungsr�ckstand ist zu viel um nur
> Verg�llungsmittel sein zu k�nnen.

Hi,
ist vermutlich Holzgeist.

--
mfg,
gUnther

Dirk Geiger

unread,
Dec 18, 2009, 12:47:23 PM12/18/09
to
? Methanol hinterl�sst beim Verdunsten mit Ethanol keinen R�ckstand,
au�erdem schmeckt und riecht Methanol recht deutlich.

Grusz,
Dirk

gUnther nanon�m

unread,
Dec 18, 2009, 2:04:56 PM12/18/09
to

"Dirk Geiger" <sp...@dirkgeiger.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pnfni5lulp2qcgfnu...@4ax.com...

>>ist vermutlich Holzgeist.
> ? Methanol hinterl�sst beim Verdunsten mit Ethanol keinen R�ckstand,
> au�erdem schmeckt und riecht Methanol recht deutlich.

Hi,
wenns Methanol ist. Damals hatte mein Opa auch ne 5l-Glasflasche ohne
Etikett stehen, braunes Glas. Dadrin war "Holzgeist", ging als Spiritus
durch und roch nicht sonderlich. War zum Putzen und Holzbearbeiten, wenn ich
auch soweit nie in die Feinheiten eingeweiht wurde. War definitief nicht
reines Methanol, sondern "Gewaltsprit", also r�cksichtslos aus irgendwelchem
Scheinefutter destilliertes Zeug, mit Methanolanteil. Eben "Putzalkohol". Es
gab noch ein paar andere Pullen, manches brannte, manches nicht. Das
problematischste war wohl das Lein�l. Wir habens gl�cklicherweise nie auf
Putzlumpen liegenlassen :-) das kam "aus Sicherheitsgr�nden" gleich in den
Heizungsofen.

--
mfg,
gUnther

Frank Feger

unread,
Dec 18, 2009, 4:23:33 PM12/18/09
to
Stefan Bast schrieb:

> Geht das auch allgemeinverstᅵndlich? :-)

MEK=Methylethylketon - ᅵhnlich wie Aceton, aber vom Geruch her _viel_
penetranter.


Grᅵᅵe,

F^2

Frank Feger

unread,
Dec 18, 2009, 4:25:43 PM12/18/09
to
Dieter Wiedmann schrieb:

> Geschmacksprobe war vor langer Zeit auch unter Chemikern ᅵblich, aber
> man ist aus gutem Grunde lᅵngst davon abgekommen. Ich stell mir gerade
> vor Hofmann hᅵtte den Geschmack von LSD getestet...

Zu Testzwecken oral in seinen Kᅵrper aufgenommen hat er das Zeugs ja,
fragt sich nur, ob er davon etwas geschmeckt hat.


Grᅵᅵe,

F^2


--
http://astro1.physik.uni-siegen.de/users/frank/index.html

Patrick Kibies

unread,
Dec 20, 2009, 10:54:23 AM12/20/09
to
Christina Lᅵdigk wrote:

> Stefan Bast schrieb:
>> Hallo Carsten,
>>
>> "Carsten Thumulla" schrieb
>>
>>> Er hinterlᅵᅵt einen Niederschlag beim Verdunsten. (Glas) (der Kampfer?)
>>
>> Ich habe eine kleine Menge, ca. 2ccm, auf einem
>> Uhrglas verdunsten lassen. ᅵbrig blieb eine klare, ᅵlige
>> Substanz, die leicht wasserlᅵslich war.
>>
>
> Wasser? Vielleicht ist der Spritus nicht 100%ig.
>
>>> Kampfergeruch?
>>
>> Den kann ich nicht wirklich identifizieren...
>> Mit Kampfer hatte ich noch nicht viel zu tun :-)
>>
>
> Omas Einreibemittel gegen schmerzende Knochen und Gelenke riecht sehr
> stark nach Kampher. Zumindest war das bei meiner Oma so, ich "durfte"
> immer ihren Rᅵcken einreiben.
>
>>> Das ist doch alles brauchbar.
>>
>> Ergebniss der Verdunstung habe ich geschrieben,
>> ist das was brauchbares?
>
> Prinzipiell schon - wenn Du herausfinden kannst, was es ist.
> Kannst Du die Flᅵssigkeit irgendwie destillieren (Siedetemperatur) oder
> einen Brechungsindex bestimmen? Selbst wenn das nur grobe Werte sind,
> kᅵnnten sie einem doch einen Hinweis geben, ob es nun Ethanol oder
> Methanol ist.

Oder einfach mal die nᅵchste Uni mit Chemiefakultᅵt anrufen/aufsuchen und so
lange quengeln, bis jemand sich erbarmt und ein NMR davon macht...


> Hᅵhere Alkohole scheiden aus, Propanole riechen mehr oder
> weniger nach Krankenhaus/Desinfektionsmittel.
> Vielleicht geht auch eine Dichtebestimmung bei 20ᅵC. Oder wie wᅵre es
> mit einer 1:1 Mischung mit Wasser? Bei Ethanol hat die Mischung aus 50
> ml Ethanol und 50 ml Wasser ein Volumen von 96 ml. Weiᅵ jemand, wie das
> bei Methanol ist? Erwarten wᅵrde ich eine geringere Abnahme des
> Mischungsvolumens - so um 98 ml oder 99 ml herum. Zum Bestimmen benᅵtigt
> man dann natᅵrlich einen genauen Meᅵzylinder, aber so lieᅵe sich ohne
> Destillation oder Brechungsindex zumindest eine Ahnung bekommen, ob es
> sich um Ethanol oder etwas anderes handelt.


Destillation ist ja schonmal gut.

>
> Mir fᅵllt grad noch was ein: Wenn man eine Flᅵssigkeit unter Normaldruck
> bis zum Siedepunkt erhitzt, fᅵngt sie an zu sieden. Erhitzt man noch
> lᅵnger und stᅵrker, produziert man nur mehr Dampf, aber die
> Siedetempratur sowie die Temperatur der Lᅵsung ᅵndert sich nicht. Wenn
> man jetzt also den fraglichen Spiritus bis zum Siehen erhitzt und ein
> Thermometer so reinhᅵlt, daᅵ es nicht den Gefᅵᅵboden berᅵhrt, sollte man
> doch eine Siedetemperatur erhalten kᅵnnen. Voraussetzungen sind
> natᅵrlich ein gut gehender Abzug (wer weiᅵ, was da verdampft, das man
> dann einatmet -> lieber nicht) und Verhinderung eines Siedeverzuges.

In etwa bekommt man dann die Siedetemperatur. Aber welche Aussage macht
diese, wenn ein Stoffgemisch vorliegt? In der fraglichen Ecke liegen sowieso
einige zig Siedepunkte. Petrolether z.B. bei 30-70 bzw. 70-90ᅵC (die beiden
bei uns gᅵngigen Sorten...).

Patrick

Patrick Kibies

unread,
Dec 20, 2009, 10:57:38 AM12/20/09
to
Dieter Wiedmann wrote:

Es wᅵre doch schonmal eine gute Idee, herauszufinden, ob das Zeug
irgendwelche Hydorxylgruppen hat. Einfach mal ein bisschen mit Essigsᅵure
und ein paar Tropfen Akkusᅵure (Essigsᅵure im groᅵen ᅵberschuss...) drauf
rumkochen, und mal schnuppern ob ein Ester entsteht, und wie der riecht...

>
> Gruᅵ Dieter


Patrick

Christina Lüdigk

unread,
Dec 21, 2009, 4:50:24 AM12/21/09
to
Patrick Kibies schrieb:

> Es wᅵre doch schonmal eine gute Idee, herauszufinden, ob das Zeug
> irgendwelche Hydorxylgruppen hat. Einfach mal ein bisschen mit Essigsᅵure
> und ein paar Tropfen Akkusᅵure (Essigsᅵure im groᅵen ᅵberschuss...) drauf
> rumkochen, und mal schnuppern ob ein Ester entsteht, und wie der riecht...

Uiuiui, ich glaube, wenn man Essigsᅵure in groᅵem ᅵberschuᅵ einsetzt,
riecht man keinen Ester mehr, sondern nur noch Essigsᅵure. Nach meinen
Erfahrungen aus dem Praktikum dauert es auᅵerdem recht lange: 5h unter
Rᅵckfluᅵ mit Feuchtigkeitsausschluᅵ. Ich glaube, mit Haushaltsmitteln
ist das nicht mehr zu machen.
Auᅵerdem sollte die Schwefelsᅵure konzentriert sein, damit sie noch
ausreichend Wasser entzieht. Konzentrierte Schwefelsᅵure ist nicht ohne
... Fᅵr diesen Versuch sollte man schon sicheres Arbeiten im Labor
beherrschen. <Polizeimodus> Wenn ich jemanden einfach-mal-so zuhause mit
konz. Schwefelsᅵure und Essigsᅵure im Kochtopf zusammen mit einem
unbekannten Alkohol unbekannter Lagerzeit einen Ester zusammenkochen
sehe, wᅵrde ich mich erstmal ᅵber seine Vorkenntnisse informieren und
ihn anschlieᅵend zur Schnecke machen. <\Polizeimodus> Insofern war meine
Idee, einfach mal so den Siedepunkt zu bestimmen, wirklich nicht so
schlau...

>
> Patrick

Gruᅵ,
Christina

Felix Opatz

unread,
Dec 22, 2009, 3:12:36 PM12/22/09
to

Das Problem ist ja wohl durch das Entsorgungsvorhaben schon gelᅵst, aber
ich hᅵtte da noch ein paar Fragen:

Gab's da nicht noch einen Nachweis mit Borax? Oder war das auf Methanol?

Dann konnte ich noch das hier finden:

| Man lᅵst etwa 0,01g Resorcin in 2ml Untersuchungssubstanz und gieᅵt im
| Probierglas vorsichtig 1ml konzentrierte Schwefelsᅵure dazu. Diese
| sinkt nach unten und ruft an der Berᅵhrungsflᅵche mit der
| Untersuchungssubstanz einen blaᅵrosafarbenen Ring hervor, falls
| dieselbe Alkohol enthᅵlt. Gibt man jedoch zu 1ml konzentrierter
| Schwefelsᅵure nur einen Tropfen Untersuchungsflᅵssigkeit, in dem auch
| eine Spur Resorcin gelᅵst wurde, so entstehen bei vorsichtigem
| Erwᅵrmen nacheinander rosa-, rubin- und zuletzt blutrote Fᅵrbungen,
| falls der Tropfen Alkohol enthielt.

Aus: Organische Chemie im Probierglas, Rᅵmpp/Raaf

Auf welche Alkohole ist das zu beziehen? Ist das spezifisch fᅵr Ethanol?

Gruᅵ,
Felix

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 22, 2009, 3:23:07 PM12/22/09
to
Felix Opatz schrieb:

> Gab's da nicht noch einen Nachweis mit Borax? Oder war das auf Methanol?

Borsᅵuretrimethylester brennt mit deutlich grᅵner Flamme. Das klappt
auch mit Ethanol, ist aber weniger intensiv.


> Dann konnte ich noch das hier finden:
>
> | Man lᅵst etwa 0,01g Resorcin in 2ml Untersuchungssubstanz und gieᅵt im
> | Probierglas vorsichtig 1ml konzentrierte Schwefelsᅵure dazu. Diese
> | sinkt nach unten und ruft an der Berᅵhrungsflᅵche mit der
> | Untersuchungssubstanz einen blaᅵrosafarbenen Ring hervor, falls
> | dieselbe Alkohol enthᅵlt. Gibt man jedoch zu 1ml konzentrierter
> | Schwefelsᅵure nur einen Tropfen Untersuchungsflᅵssigkeit, in dem auch
> | eine Spur Resorcin gelᅵst wurde, so entstehen bei vorsichtigem
> | Erwᅵrmen nacheinander rosa-, rubin- und zuletzt blutrote Fᅵrbungen,
> | falls der Tropfen Alkohol enthielt.
>
> Aus: Organische Chemie im Probierglas, Rᅵmpp/Raaf

Hmm, da kommt mir Seliwanow in den Sinn, passt aber nicht so richtig.


> Auf welche Alkohole ist das zu beziehen? Ist das spezifisch fᅵr Ethanol?

Passe.


Gruᅵ Dieter

Patrick Kibies

unread,
Dec 23, 2009, 10:38:30 AM12/23/09
to
Christina Lᅵdigk wrote:

> Patrick Kibies schrieb:
>
>> Es wᅵre doch schonmal eine gute Idee, herauszufinden, ob das Zeug
>> irgendwelche Hydorxylgruppen hat. Einfach mal ein bisschen mit Essigsᅵure
>> und ein paar Tropfen Akkusᅵure (Essigsᅵure im groᅵen ᅵberschuss...) drauf
>> rumkochen, und mal schnuppern ob ein Ester entsteht, und wie der
>> riecht...
>
> Uiuiui, ich glaube, wenn man Essigsᅵure in groᅵem ᅵberschuᅵ einsetzt,
> riecht man keinen Ester mehr, sondern nur noch Essigsᅵure.

Stimmt auffᅵllig. Der Ester ist aber in Wasser wesentlich schlechter lᅵslich
als Essigsᅵure. 5x mit Wasser extrahieren und gut ist.


> Nach meinen
> Erfahrungen aus dem Praktikum dauert es auᅵerdem recht lange: 5h unter
> Rᅵckfluᅵ mit Feuchtigkeitsausschluᅵ.


Feuchtigkeitsausschluᅵ (im Sinne von Trockenrohr bzw. Schutzgas) ist
quatsch. Schlieᅵlich entsteht sogar Wasswer bei der Reaktion. Man /kann/ das
Wasser abschleppen, damit spart man sich vor Allem den ᅵberschuss an einem
Edukt. Und nach 5h hast du sogar schon eine passable Ausbeute, die brauchst
du hier allerdings nicht.

> Ich glaube, mit Haushaltsmitteln
> ist das nicht mehr zu machen.

Das kommt auf den Haushalt an.

> Auᅵerdem sollte die Schwefelsᅵure konzentriert sein, damit sie noch
> ausreichend Wasser entzieht.

Ich mᅵchte sie in katalytischen Mengen zugeben, nicht in grᅵᅵeren. Hinterher
basteln wir noch eine saure Esterhydrolyse. Eine Spatelspitze p-
Toluolsulfonsᅵure tuts im ᅵbrigen auch, aber die Akkusᅵure ist dann doch
eher haushaltsᅵblich.

> Konzentrierte Schwefelsᅵure ist nicht ohne

Stimmt. Aber verglichen mit dem meisten anderen Zeug, mit dem ich so in
letzter Zeit zu tun hatte reinstes Quellwasser.

> ... Fᅵr diesen Versuch sollte man schon sicheres Arbeiten im Labor
> beherrschen.

Davon gehe ich mal aus. In de.rec.mampf schreibt auch keinen, dass man sich
nicht mit der Gabel ins Auge stechen darf.

> <Polizeimodus> Wenn ich jemanden einfach-mal-so zuhause mit
> konz. Schwefelsᅵure und Essigsᅵure im Kochtopf zusammen mit einem
> unbekannten Alkohol unbekannter Lagerzeit einen Ester zusammenkochen
> sehe, wᅵrde ich mich erstmal ᅵber seine Vorkenntnisse informieren und
> ihn anschlieᅵend zur Schnecke machen. <\Polizeimodus>


Hm. Man kann durchaus mit Haushaltmitteln eine geeignete Rᅵckflussaparatur
zimmern. Sogar mit Wasserabscheider. Schleppen kᅵnnte man dann mit Xylol
(manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer). Als saurer
Katalysator taugt fast alles, was es schafft Essigsᅵure zu protonieren...


> Insofern war meine
> Idee, einfach mal so den Siedepunkt zu bestimmen, wirklich nicht so
> schlau...


Auch das geht mit Haushaltmitteln ohne grᅵᅵere Gefᅵhrdung. Klar. Irgendeine
Perxodplᅵrre (IPA...) sollte man halt nicht kochen, aber das Zeug
verwechselt keiner mit Spiritus. Man muss halt wissen wie.
Hint: In Zeiten, in denen Schnaps in Rg verkauft wird, gehᅵren solche auch
in die Kategorie "Geschirr".


Kannst mir ja mal eine PM schreiben:

vorname....@udo.edu

Patrick

Patrick Kibies

unread,
Dec 23, 2009, 10:41:25 AM12/23/09
to
Felix Opatz wrote:

> Dieter Wiedmann wrote:
>> Stefan Bast schrieb:
>>
>>> Gibt es eine Mᅵglichkeit, relativ einfach zu bestimmen
>>> ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?
>>
>> GC ist relativ einfach, hast du aber wohl nicht zur Verfᅵgung.
>>
>> Mach wenigstens die Beilsteinprobe, dann weiᅵt du ob halogeniertes Zeug
>> drin ist.
>
> Das Problem ist ja wohl durch das Entsorgungsvorhaben schon gelᅵst, aber
> ich hᅵtte da noch ein paar Fragen:
>
> Gab's da nicht noch einen Nachweis mit Borax? Oder war das auf Methanol?
>

Borsᅵure und Methanol gemischt verbrennen mit grᅵnder Flamme. Kann bei
Ethanol auch klappen, spᅵtestens wenn man etwas Schwefelsᅵure zugibt.
(Ergibt dann den Ethylester der Borsᅵure).


> Dann konnte ich noch das hier finden:
>
> | Man lᅵst etwa 0,01g Resorcin in 2ml Untersuchungssubstanz und gieᅵt im
> | Probierglas vorsichtig 1ml konzentrierte Schwefelsᅵure dazu. Diese
> | sinkt nach unten und ruft an der Berᅵhrungsflᅵche mit der
> | Untersuchungssubstanz einen blaᅵrosafarbenen Ring hervor, falls
> | dieselbe Alkohol enthᅵlt. Gibt man jedoch zu 1ml konzentrierter
> | Schwefelsᅵure nur einen Tropfen Untersuchungsflᅵssigkeit, in dem auch
> | eine Spur Resorcin gelᅵst wurde, so entstehen bei vorsichtigem
> | Erwᅵrmen nacheinander rosa-, rubin- und zuletzt blutrote Fᅵrbungen,
> | falls der Tropfen Alkohol enthielt.
>
> Aus: Organische Chemie im Probierglas, Rᅵmpp/Raaf
>
> Auf welche Alkohole ist das zu beziehen? Ist das spezifisch fᅵr Ethanol?

Der Formulierung nach wᅵrde ich sagen, ist das ganze unspezifisch und
Bezieht sich auf alles und jeden, der Hydroxylgruppen hat.

Hast du den Mechanismus zur Reaktion? Dann kᅵnnen wir uns das mal genauer
ansehen.


Patrick

Frank Feger

unread,
Dec 24, 2009, 12:47:15 PM12/24/09
to
Patrick Kibies schrieb:

>> Konzentrierte Schwefelsᅵure ist nicht ohne
>
> Stimmt. Aber verglichen mit dem meisten anderen Zeug, mit dem ich so in
> letzter Zeit zu tun hatte reinstes Quellwasser.

*g*

> Schleppen kᅵnnte man dann mit Xylol
> (manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer).

Dichlormethan als Abbeizer - kriegt man das denn noch dafᅵr?


Weihnachtliche Grᅵᅵe aus dem noch schneeweiᅵen Olpe sendet

F^2

Patrick Kibies

unread,
Dec 24, 2009, 4:49:02 PM12/24/09
to
Frank Feger wrote:

> Patrick Kibies schrieb:
>
>>> Konzentrierte Schwefelsᅵure ist nicht ohne
>>
>> Stimmt. Aber verglichen mit dem meisten anderen Zeug, mit dem ich so in
>> letzter Zeit zu tun hatte reinstes Quellwasser.
>
> *g*
>
>> Schleppen kᅵnnte man dann mit Xylol
>> (manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer).
>
> Dichlormethan als Abbeizer - kriegt man das denn noch dafᅵr?

Also Aldrich und Merck haben das Zeug auch in techn. Qualitᅵt :P

>
> Weihnachtliche Grᅵᅵe aus dem noch schneeweiᅵen Olpe sendet


diese werden aus dem restweiᅵen, spiegelglatten Dortmund erwiedert.

Patrick

Felix Opatz

unread,
Dec 24, 2009, 6:18:55 PM12/24/09
to
Patrick Kibies wrote:
> Felix Opatz wrote:
[...]

>> Dann konnte ich noch das hier finden:
>>
>> | Man lᅵst etwa 0,01g Resorcin in 2ml Untersuchungssubstanz und gieᅵt im
>> | Probierglas vorsichtig 1ml konzentrierte Schwefelsᅵure dazu. Diese
>> | sinkt nach unten und ruft an der Berᅵhrungsflᅵche mit der
>> | Untersuchungssubstanz einen blaᅵrosafarbenen Ring hervor, falls
>> | dieselbe Alkohol enthᅵlt. Gibt man jedoch zu 1ml konzentrierter
>> | Schwefelsᅵure nur einen Tropfen Untersuchungsflᅵssigkeit, in dem auch
>> | eine Spur Resorcin gelᅵst wurde, so entstehen bei vorsichtigem
>> | Erwᅵrmen nacheinander rosa-, rubin- und zuletzt blutrote Fᅵrbungen,
>> | falls der Tropfen Alkohol enthielt.
>>
>> Aus: Organische Chemie im Probierglas, Rᅵmpp/Raaf
>>
>> Auf welche Alkohole ist das zu beziehen? Ist das spezifisch fᅵr Ethanol?
>
> Der Formulierung nach wᅵrde ich sagen, ist das ganze unspezifisch und
> Bezieht sich auf alles und jeden, der Hydroxylgruppen hat.

In besagtem Buch kommt es mitten im Kapitel "Alkohol" vor, wobei
durchweg von Ethanol die Rede ist. Folgende beiden Sᅵtze gehen obigem
Ausschnitt noch voran:

| Prᅵfe einen stark mit Wasser verdᅵnnten Brennspiritus nach diesem
| Verfahren. Ein weiterer Alkoholnachweis geht folgendermaᅵen:

Wobei das vorangehende Verfahren mit Kalilauge und Jod-Jodkalium zu tun
hat, und unter dem Mikroskop sichtbare sechseckige Tafeln oder Sterne
aus Jodoform hervorbringen soll. Dazu gibt es auch eine
Reaktionsgleichung, nicht jedoch zu dem Nachweis mit Resorcin.

> Hast du den Mechanismus zur Reaktion? Dann kᅵnnen wir uns das mal genauer
> ansehen.

Leider nicht. Vielleicht steht ja im "echten" Rᅵmpp mehr dazu, aber zu
solch schwergewichtiger Literatur habe ich keinen Zugang.

Gruᅵ,
Felix

Frank Feger

unread,
Dec 25, 2009, 11:00:43 AM12/25/09
to
Patrick Kibies schrieb:

>>> (manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer).
>> Dichlormethan als Abbeizer - kriegt man das denn noch dafᅵr?
>
> Also Aldrich und Merck haben das Zeug auch in techn. Qualitᅵt :P

:-) - aber die Firmen haben vermutlich nichts von Abbeizer in ihren
Katalogen stehen.

>> Weihnachtliche Grᅵᅵe aus dem noch schneeweiᅵen Olpe sendet
>
> diese werden aus dem restweiᅵen, spiegelglatten Dortmund erwiedert.

Wir nᅵhern uns regenbedingt Euch an. Nicht glatt, aber immer mehr
restweiᅵ denn schneeweiᅵ. Stark windig ist es auch noch - mᅵchte
jemand seine Regenklamotten testen? Hier geht das hervorragend!


Grᅵᅵe

F^2

Patrick Kibies

unread,
Dec 25, 2009, 3:14:04 PM12/25/09
to
Frank Feger wrote:

> Patrick Kibies schrieb:
>
>>>> (manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer).
>>> Dichlormethan als Abbeizer - kriegt man das denn noch dafᅵr?
>>
>> Also Aldrich und Merck haben das Zeug auch in techn. Qualitᅵt :P
>
> :-) - aber die Firmen haben vermutlich nichts von Abbeizer in ihren
> Katalogen stehen.

Und? Aldi hat am Speiseᅵl auch nicht "Brennstoff fᅵr Dampfmaschinen"
dranstehen, dennoch habe ich diese dafᅵr schon genutzt, bevor ich meinen
Selbstbaubrenner dann doch nochmal fᅵr Spiritus umgefrickelt hatte...
(Der Plᅵbrenner war auf Grund seiner Duftentwicklung nicht sooo beliebt, der
Probebetrieb mit Diesel war eher noch schlimmer...)


>
>>> Weihnachtliche Grᅵᅵe aus dem noch schneeweiᅵen Olpe sendet
>>
>> diese werden aus dem restweiᅵen, spiegelglatten Dortmund erwiedert.
>
> Wir nᅵhern uns regenbedingt Euch an. Nicht glatt, aber immer mehr
> restweiᅵ denn schneeweiᅵ. Stark windig ist es auch noch - mᅵchte
> jemand seine Regenklamotten testen? Hier geht das hervorragend!

Hier auch. Winddicht wᅵre vorteilhaft. Sauwetter hier. Sorge mich, dass die
Pappe aufweicht.

Patrick

Frank Feger

unread,
Dec 28, 2009, 4:11:39 PM12/28/09
to
Patrick Kibies schrieb:

>>>>> (manche Pinselreiniger...) oder Dichlormethan (manche Abbeizer).
>>>> Dichlormethan als Abbeizer - kriegt man das denn noch dafᅵr?
>>> Also Aldrich und Merck haben das Zeug auch in techn. Qualitᅵt :P
>> :-) - aber die Firmen haben vermutlich nichts von Abbeizer in ihren
>> Katalogen stehen.
>
> Und? Aldi hat am Speiseᅵl auch nicht "Brennstoff fᅵr Dampfmaschinen"
> dranstehen, dennoch habe ich diese dafᅵr schon genutzt, bevor ich meinen
> Selbstbaubrenner dann doch nochmal fᅵr Spiritus umgefrickelt hatte...

In der Richtung (Profi bei Laienladen) geht das auch leicht, umgekehrt
nicht wirklich. Als offizieller Abbeizer wᅵre es dagegen wohl kein
Problem, das Zeug als "Otto Normalverbraucher" zu bekommen, selbst
bei den Herstellern.


Grᅵᅵe

F^2

Milli Vanilli

unread,
May 7, 2010, 4:23:41 PM5/7/10
to
> Gibt es eine Möglichkeit, relativ einfach zu bestimmen

> ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?
> (10l Spiritus zur Schadstoffsammlung geben wäre ja schon
> irgendwie schade...)

Ich bin nun weiß Gott kein Experte für sowas. Hab Chemie so ungefähr in
der 8. Klasse abgewählt :) Aber wie wärs damit:

- Substanz erhitzen und feststellen, ob es eine "scharfe" Siedetemperatur
gibt. Wenn Nein, dann handelt es sich nicht um eine molekular reine
Substanz und damit auch nicht um Spiritus (Ethanol)
- Gibt es eine charakteristische Siedetemperatur, dann liefert diese
schonmal ein wichtiges Indiz zur Identifikation der Substanz.
- Zusätzlich kann man ja nun sehr leicht (nämlich durch Abwiegen) die
spezifische Dichte und damit ein weiteres Indiz zur Identifikation der
Substanz erhalten.
- Man könnte dann noch einen Haufen weiterer physikalischer Eigenschaften
heranziehen...

Frage:
Gibt es eine weitere möglichst einfach anwendbare Möglichkeit, um die
Reinheit der Substanz festzustellen?

Viele Grüße

Bodo Mysliwietz

unread,
May 8, 2010, 2:08:02 PM5/8/10
to
Milli Vanilli schrieb:

> Frage:
> Gibt es eine weitere mᅵglichst einfach anwendbare Mᅵglichkeit, um die
> Reinheit der Substanz festzustellen?

0,5l trinken, hoffentlich einen guten Rausch kriegen, hoffentlich am
nᅵchsten Tag wieder aufwachen und danach nicht blind werden. Anschl.
singst Du "Girl you know it's true...."
SCNR

--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Patrick Kibies

unread,
May 8, 2010, 4:38:34 PM5/8/10
to
Milli Vanilli wrote:

>> Gibt es eine Mᅵglichkeit, relativ einfach zu bestimmen


>> ob es sich bei dem Zeug um Spiritus handelt oder nicht?

>> (10l Spiritus zur Schadstoffsammlung geben wᅵre ja schon
>> irgendwie schade...)
>
> Ich bin nun weiᅵ Gott kein Experte fᅵr sowas. Hab Chemie so ungefᅵhr in
> der 8. Klasse abgewᅵhlt :) Aber wie wᅵrs damit:


>
> - Substanz erhitzen und feststellen, ob es eine "scharfe" Siedetemperatur
> gibt. Wenn Nein, dann handelt es sich nicht um eine molekular reine
> Substanz und damit auch nicht um Spiritus (Ethanol)

Hm. Nicht gar so schᅵn.


> - Gibt es eine charakteristische Siedetemperatur, dann liefert diese
> schonmal ein wichtiges Indiz zur Identifikation der Substanz.

> - Zusᅵtzlich kann man ja nun sehr leicht (nᅵmlich durch Abwiegen) die


> spezifische Dichte und damit ein weiteres Indiz zur Identifikation der
> Substanz erhalten.

> - Man kᅵnnte dann noch einen Haufen weiterer physikalischer Eigenschaften
> heranziehen...
>
> Frage:
> Gibt es eine weitere mᅵglichst einfach anwendbare Mᅵglichkeit, um die
> Reinheit der Substanz festzustellen?

Kernmagnetresonanzspektrometrie. Ist sauinfach anzuwenden und extrem
zuverlᅵssig. Leider ist das Equipment nicht gerade haushaltᅵblich und eher
nicht aufm Trᅵdelmarkt zu kriegen.

Was noch gehen kᅵnnte, wᅵre die Bestimmung der Molmasse aus der Dampfdichte:

Eine eingewogene Menge der Substanz in einem Kolben mit aufgesetztem Stutzen
im Wasserbad verdampfen, die verdrᅵngte Luft in einem ᅵber Kopf stehenden
Messzylinder auffangen und das Volumen bestimmen. Bei bekanntem Luftdruck
(zur Not Onlinedaten aus der Nᅵhe) kann man mit pV=nRT die Stoffmenge
betimmen...


> Viele Grᅵᅵe

ebenso

Patrick

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