ich suche Hinweise auf ein Verhalten von Lebewesen, die in einem Biotop
als Opfertiere leben und bei denen es ein angeborenes Verhaltensmuster
gibt, dass sich die Opfer(tiere) beim Gefressenwerden so verhalten, dass
dem Rᅵuber kein Schaden entstehen kann, mit der Wirkung, dass die
Existenz der Rᅵuber nicht beeintrᅵchtigt wird.
Liebe Grᅵᅵe
Franz Xaver
Hallo,
so etwa?
http://www.pinakothek.de/_scripts/bild_big.php?which=8926_11721&title=Das%20Schlaraffenland
oder meinst Du das mehr metaphorisch, etwa so:
http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1242840612056l.jpg
die belebte Natur ist IMHO nicht so dämlich. Was sich ohne
Widerstand fressen lässt, ist Teil einer Symbiose oder eines
parasitären Verhältnisses, wie eine Schnecke als Zwischenwirt.
Gespannt auf Gegenbeispile, oder was Du eigentlich rauskriegen willst:
ed
Hallo,
Räuber geben sich schon grosse Mühe, von der Beute nicht beschädigt zu
werden, bis zur totalen Vermeidung bestimmeter Arten, sodass Beispiele
von Opfertiere die konkret beim Gefressenwerden ihre Räuber
beschädigen, sind relativ selten.
Davon abgesehen kann sich ein Verhalten wie du es beschreibst nur dann
durchsetzen, wenn dass Opfertier einen selektiven Vorteil davon hat.
Also muss das Opfertier (als Population) nicht ohne seinem Räuber
überleben können (oder wenigstens, ohne schlechter überleben als mit).
Ein Fall wäre zB., wenn ohne Räuber das Opfertier sich so explosiv
vermehrt, dass ihre eigene Ressourcen bald vernichtet und dabei
verhungert.
Jedem Opfertier ist aber ziemlich sicher auch von Vorteil, dem Räuber
zu entkommen oder ihn wenigstens zu beschädigen, sodass beide
Verhaltensweise in Konkurrenz stehen müssten. Ich denke, es wäre
überhaupt schwer nachzuweisen, dass eine bestimmte Mausart zwar
versuchen würde, den Fuchs zu beissen, aber weniger als sie
prinzipiell könnte.
Ciao
Marco
Z.B. bei Ameisen der Art Forelius pusillus bleiben
nachts einige Individuen nachts drauᅵen, um den Bau
von Auᅵen zu verschlieᅵen. Am nᅵchsten Tag sind die
Tiere weg. Den Rᅵubern entsteht ein Schaden: ein
entgangenes grᅵᅵeres Abendessen.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/968444
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/295926
Grᅵᅵe,
Joachim
soweit ich weiss gibt es z.B. Krebschen die in kurzlebigen Tuempeln
aufwachsen und nach der Befruchtung durch grelle Farben auf sich aufmerksam
machen wollen. Die wollen gefressen werden um ihre sehr widerstandsfaehigen
Eier von den Raeubern an einem anderen Ort auskacken zu lassen.
Ich habe vor Jahren mal eine Doku ueber die Tiere gesehen, aber weiss den
Namen nicht mehr.
Gruss
Thilo Krall
Hallo Marco et al.,
ich kam auf meine Frage, weil ich beil嚙線fig las, au嚙箴r Flucht oder
Verteidigung w嚙緝de manche Lebewesen in eine Schreckstarre verfallen,
wenn sie angegriffen oder bedroht werden.
Welche Sinn kann dieses Verhalten machen? Haben denn viele Arten der
r嚙線berischen Lebewesen ein Beuteschema, das die Bewegung beinhaltet?
Oder - und das war meine Vermutung - gibt es (zus嚙緣zlich) noch einen
anderen Sinn?
Ich versuche z.B. gesund zu leben, Gefahren zu vermeiden usw., aber
trotzdem arbeitet meine Bioausstattung intensiv daran, mich sterben zu
lassen, weil es einen Sinn macht.
Viele lernen intensiv und unter hohem Energieeinsatz - und trotzdem kann
kein erworbenes Wissen genetisch weitergegeben werden, sondern muss von
jedem Nachwuchs neu erarbeitet werden - auch das macht Sinn.
Sch嚙緯en Sonntag
Franz Schr嚙範er
Das gibt's:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2006-04/qu-ab041806.php
Auch wir haben angeborene Muster, z.B. Spinnen- oder
Schlangenangst. Mich w�rde es interessieren, wie solche Muster
abgelegt sind (...und dieses Gen auf Chromosom 23 bedeutet
"Schlange"). Das w�rde doch bedeuten, da� wir in unserem Erbgut
Symbole f�r Objekte der Welt haben, die beim Wachstum des
Organismus ins Gehirn eingebaut werden und die dann auch noch
aktiviert werden, wenn die Wahrnehmung ein solches Objekt entdeckt.
http://www.sciencedaily.com/releases/2008/03/080320132646.htm
http://www.world-science.net/exclusives/070917_spider.htm
Gr��e,
Joachim
Es gibt das, aber meistens ist es reine Legende. Z.B. erstarren
Karnickel nicht, wenn sie eine Schlange sehen und beileibe nicht jede
Blindschleiche stellt sich tot, wenn sie erschreckt wird. Ich habe
bisher noch keine der wenigen mir begegneten Blindschleichen von einer
korrekten Starre �berzeugen k�nnen und war selbst Augenzeuge, wie ein
unerschrockenes Kaninchen einen 6-m-Python in die Flucht geschlagen hat.
Bis zum Beweis des konkreten Gegenteils glaube ich solche Legenden also
erstmal nicht. Aber wie gesagt: Das hei�t nicht, dass es das gar nicht
gibt.
> Welche Sinn kann dieses Verhalten machen? Haben denn viele Arten der
> r�uberischen Lebewesen ein Beuteschema, das die Bewegung beinhaltet?
Ja, bzw. k�nnen sie unbewegten Beute gar nicht wahrnehmen.
> Oder - und das war meine Vermutung - gibt es (zus�tzlich) noch einen
> anderen Sinn?
Rehkitze z.B. haben wirklich so eine Starre. Die erkl�rt sich dadurch,
dass sie vollkommen wehrlos sind und nur hoffen k�nnen, dass sie nicht
entdeckt werden. Dazu sind sie tarnfarbig, legen sich bewegungslos hin
und - das ist der Br�ller - kriegen es sogar durch Verschlie�en
s�mtlicher K�rper�ffnungen fertig, �berhaupt gar nicht zu riechen. Das
hei�t, sie atmen auch nicht, wenn es ganz ernst wird. Aber die wollen
nicht sterben, die wollen leben!
> Viele lernen intensiv und unter hohem Energieeinsatz - und trotzdem kann
> kein erworbenes Wissen genetisch weitergegeben werden, sondern muss von
> jedem Nachwuchs neu erarbeitet werden
In Grenzen. Es gibt sich widersprechende Forschungen zum Thema, ob es
eine Art kollektives Wissen gibt. Manche Leute meinen das bewiesen zu
haben, nur die Reproduzierbarkeit h�lt sich halt in Grenzen.
Ina
--
Es w�chst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
> [...]
> ich kam auf meine Frage, weil ich beil�ufig las, au�er Flucht oder
> Verteidigung w�rde manche Lebewesen in eine Schreckstarre verfallen,
> wenn sie angegriffen oder bedroht werden.
> Welche Sinn kann dieses Verhalten machen?
Wer sich nicht bewegt, f�llt weniger auf (wie das Ina beim Rehkitz richtig
dargestellt hat).
Ein K�fer, den man in der Hand h�lt, ist aber schon entdeckt. Hier ist zu
vermuten, dass er sich tot stellt, um dem (�berm�chtigen) Feind den Appetit
zu verderben: Wer tot ist, k�nnte vergiftet oder infiziert sein.
Gru�
pacifico