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Berufswahl Biochemiker

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Hannes

unread,
Jun 8, 2009, 9:39:31 AM6/8/09
to
Hallo,

ich suche schon lange im Internet was ein Biochemiker für Berufs
Möglichkeiten hat aber leider finde ich nichts direkt was mir weiter
hilft.
Sicher habe ich schon heraus gefunden das ein Biochemiker in der Medizin
arbeiten kann aber es muss ja noch mehr geben als nur der Medizinische
Bereich. Ich hoffe einer kann mir da weiter helfen.

mfg

Hannes

Volker Borst

unread,
Jun 8, 2009, 10:12:15 AM6/8/09
to
Hannes schrieb:

> Sicher habe ich schon heraus gefunden das ein Biochemiker in der Medizin
> arbeiten kann aber es muss ja noch mehr geben als nur der Medizinische
> Bereich. Ich hoffe einer kann mir da weiter helfen.

Biochemiker arbeiten z.B. auch in der Pharmazie,
Nahrungsmittelindustrie, Pflanzenschutzmittelindustrie, an der
Entwicklung von Saatgut u.v.m.. Am Fraunhofer-IFAM in Bremen, wo ich
arbeite, erforschen Sie die Synthese, Aufbau Wirkungsweise natürlicher
Klebstoffe (z.B. an Muscheln oder Seepocken).

Gruß
Volker

Christian Praetorius

unread,
Jun 8, 2009, 10:35:22 AM6/8/09
to
Volker Borst <biszumpunktl...@gmx.de> wrote:

>Biochemiker arbeiten z.B. auch in der Pharmazie,
>Nahrungsmittelindustrie, Pflanzenschutzmittelindustrie, an der

Sie arbeiten auch in vielen Bereichen der molekularen Genetik,
Genomforschung, etc. Die Ausbildung ist breit angelegt, da ist es
schwierig, die Arbeitsfelder exakt einzugrenzen. Hast du denn konkrete
Fragen? Ich bin selber Biochemiker.

Christian

--
X-no-Sig: yes

Hannes

unread,
Jun 8, 2009, 12:09:51 PM6/8/09
to
Christian Praetorius wrote:

Frage habe ich ich viele fange ich doch gleich mal mit einer Liste an:

1. Was macht man genau in der molekularen Genetik bzw. wozu ist sie da?

2. Wie lange dauert eigentlich das Studium für Biochemie?
3. Gibt es viele Jobs für Biochemiker?
4. Verdient man gut?
5. Macht es Spaß oder gibt es viel Arbeit die zur Routine werden kann?
6. Was macht man allgemein in der Genetik in welchen Bereichen kann man da
arbeiten?
7. Braucht man auch Informatik Wissen oder eher nicht?
8. Ist Biochemie mehr Medizinisch angehaucht oder mehr Biologisch/Chemisch?
9. Ist Mathematik von Vorteil,also sehr gut Mathematik Kenntnisse meine ich?
10. Was machst du so als Biochemiker Beruflich? Welche Sparte?

Ja, mehr fallen mir gerade auf Anhieb auch nicht mehr ein sobald mir mehr
einfallen schreib ich diese einfach mal rein.


Jo Warner

unread,
Jun 8, 2009, 2:00:00 PM6/8/09
to
Hannes schrieb:

> Frage habe ich ich viele fange ich doch gleich mal mit einer Liste an:

> Ja, mehr fallen mir gerade auf Anhieb auch nicht mehr ein sobald mir mehr

> einfallen schreib ich diese einfach mal rein.


Moin,

und du meinst wirklich, dass dir hier jemand, ohne überhaupt deinen
Schulabschluss zu kennnen, auf all deine Fragen und demnächst noch mehr
davon Antworten tippt?

Für so was gibts Studienberater und diverse Webseiten. Und wenn du das
nicht hinbekommst mit der Recherche, gib auch gleich den Gedanken an den
Studiengang auf (meine Tochter promoviert gerade in dem Bereich und ich
weiß, warum ich das so schreibe).

Jo

Christian Praetorius

unread,
Jun 9, 2009, 6:27:59 AM6/9/09
to
Hannes <pro...@gmx.de> wrote:

Ich w�rde dir generell empfehlen, dich mal genau zu informieren, diese
Fragen sind doch teilweise sehr allgemein und mit relativ kleinem
Aufwand selber zu kl�ren.

>1. Was macht man genau in der molekularen Genetik bzw. wozu ist sie da?

http://de.wikipedia.org/wiki/Molekulargenetik
Mal so als Beispiel.

>2. Wie lange dauert eigentlich das Studium f�r Biochemie?

Das h�ngt von der Uni ab. Fr�her waren es 9 Semester, keine Ahnung,
wie sich das mit Bachelor/Master ge�ndert hat.

>3. Gibt es viele Jobs f�r Biochemiker?
>4. Verdient man gut?

Suchst du den Job, der einfach, massenhaft vorhanden und supergut
bezahlt ist? Dann bist du in der Forschung vermutlich falsch.

>5. Macht es Spaďż˝ oder gibt es viel Arbeit die zur Routine werden kann?

Jede Arbeit enth�lt mehr oder weniger viel Routine. Und mir machts
Spaďż˝.

>7. Braucht man auch Informatik Wissen oder eher nicht?

Das schadet nie, da heute eine Menge auch am Rechner gemacht wird.
Abefrage von Datenbanken, Recherchen etc.

>8. Ist Biochemie mehr Medizinisch angehaucht oder mehr Biologisch/Chemisch?

Auh das h�ngt von der Zielrichtung ab, aber ich denke eher letzteres.

>9. Ist Mathematik von Vorteil,also sehr gut Mathematik Kenntnisse meine ich?

Es schadet auch nicht, wenn man da gut ist. Eine Voraussetzung ist es
nicht.

>10. Was machst du so als Biochemiker Beruflich? Welche Sparte?

Wie ich schrieb, molekulare Genetik. Ich arbeite in einer Gruppe, die
an der Erforschung der Funktionsweise von Transkriptionsfaktoren
arbeitet. Also versucht herauszufinden, warum und wie Gene reguliert
werden.
Wenn du �ber Biochemie nachdenkst, wie kommst du darauf?
Magst du Naturwisenschaften (Biologie, Chemie, Physik)?

Christian

--
X-no-Sig: yes

Hannes

unread,
Jun 9, 2009, 11:43:26 AM6/9/09
to
Jo Warner wrote:


Nun ich bin noch auf dem Gymnasium und habe Zeit(9. Klasse) ich frage jetzt
aber schon da mal nach. Nicht das es auf einmal so ablauft das ich jetzt
denke Oh ja super hört sich klasse an, den ich kenne mich passiert mir
häufig, und dann denke, wenn ich es dann mache, oh shit warum habe ich mich
so entschieden.

So warum nun die Fragen so allgemein waren kann ich auch sagen an dem Tag wo
ich gefragt Habe "Berufswahl Biochemiker" da war ich zum ersten mal im
Usenet und war so Happy darüber das mir nicht mehr die Fragen einfielen die
Ich stellen wollte sondern nur der kram der mir in den Kopf schoss.

Und ja es stimmt ich mag die Naturwissenschaft das sind in der Schule die
Fächer wo ich nicht lernen brauch und trotzdem meine 2 oder 1 bekomme.
Aber wie ich auf Biochemie gekommen bin weiß ich auch nicht das ist mir vor
nem halben Jahr, Jahr einfach so durch denn Kopf geschossen und als ich dann
sah was die da alles machen (Gentik und co) war ich hin und weg.Doch leider
fand ich nicht mehr als das nur diese Bereiche also nichts spezifisches,
leider.

Was mich aber am meisten reizt an der Geschichte ist das Forschen natürlich.

Mich würde aber noch interessieren kann man als normaler Schüler ,der ich ja
noch bin, auch mal eine Art Praktikum machen oder einfach mal rein schauen
wie das so ablauft. Denn sowas habe ich im Bereich Biochemie noch nicht
gefunden bzw ich habs übersehen ,wenn es den so was gibt. :(

mfg

Hannes


Volker Borst

unread,
Jun 9, 2009, 12:05:05 PM6/9/09
to
Hallo Hannes,

Hannes schrieb:

> Was mich aber am meisten reizt an der Geschichte ist das Forschen natürlich.
>
> Mich würde aber noch interessieren kann man als normaler Schüler ,der ich ja
> noch bin, auch mal eine Art Praktikum machen oder einfach mal rein schauen
> wie das so ablauft. Denn sowas habe ich im Bereich Biochemie noch nicht
> gefunden bzw ich habs übersehen ,wenn es den so was gibt. :(

Doch genau das gibt es. Ich denke, das hier wäre genau das richtige für
Dich:
http://www.ifam.fraunhofer.de/index.php?seite=/veranstaltungen/tsb2009/

Wenn Du oben "Workshops und Programmübersicht" anklickst, findest Du
gleich an erster Stelle ein Thema aus der Biochemie (Bioanalytik von
Proteinen).

Es gab letztes Jahr deutlich mehr Bewerbungen als daran teilnehmen
können, die Chancen sind aber doch recht gut. Du solltest Dich für
Chemie und Biologie interessieren. Grundkenntnisse in organischer
Chemie/Biologie oder Biochemie wären für das Verständnis von Vorteil.
Außerdem solltest Du Spaß an Laborarbeit und Interesse für analytische
Verfahren mitbringen.

Gruß, Volker

Jo Warner

unread,
Jun 9, 2009, 1:38:21 PM6/9/09
to
Hannes schrieb:

> Nun ich bin noch auf dem Gymnasium und habe Zeit(9. Klasse) ich frage jetzt
> aber schon da mal nach.

> Und ja es stimmt ich mag die Naturwissenschaft das sind in der Schule die

> Fächer wo ich nicht lernen brauch und trotzdem meine 2 oder 1 bekomme.

Moin,

aha, dann wird es klarer!

Sieh zu, dass du in der Oberstufe in ein naturwissenschaftliches Profil
gehst und eigne dir spätestens bis zum Abi auch Kenntnisse in
Tabellenkalkulation und Datenbanken an.

Und versuche, dir möglichst frühzeitig fachübergreifendes Lernen und
Denken anzutrainieren, das wirst du brauchen. Ich weiß, dass viele
Gymnasiallehrer damit Probleme haben (liegt u. a. daran, dass oftmals
der Biologielehrer wenig Ahnung von Physik oder Chemie hat).

Für ein Praktikum bist du noch zu jung, aber such dir mal in 2 Jahren
einen Ferien-Praktikumsplatz. Sowas findest du u. a. bei Brauereien, in
der Milchverarbeitung, in der Pflanzenzucht.

Gruß Jo

Dr Engelbert Buxbaum

unread,
Jun 9, 2009, 3:01:38 PM6/9/09
to
Am 09.06.2009, 12:05 Uhr, schrieb Volker Borst
<biszumpunktl...@gmx.de>:


> Es gab letztes Jahr deutlich mehr Bewerbungen als daran teilnehmen

> kᅵnnen, die Chancen sind aber doch recht gut. Du solltest Dich fᅵr

> Chemie und Biologie interessieren. Grundkenntnisse in organischer

> Chemie/Biologie oder Biochemie wᅵren fᅵr das Verstᅵndnis von Vorteil.
> Auᅵerdem solltest Du Spaᅵ an Laborarbeit und Interesse fᅵr analytische
> Verfahren mitbringen.

Gute Kenntnisse in Mathe und Physik und die Fᅵhigkeit, quantitiativ zu
denken helfen ungemein. Gute Englisch-Kenntnisse sind ein Muᅵ, nicht nur
alle wesentlichen Publikationen erscheinen in dieser Sprache, sondern Du
wirst zumindest einen Teil Deines Studiums und Deiner Karriere im Ausland
zubringen. Hᅵhere Positionen erfordern mindestens 2, besser 3 Sprachen
verhandlungssicher. Kultur-Kompetenz (Geographie, Welt-Religionen,
Literatur etc) und Fᅵhrungskompetenz werden erwartet, ebenso
Grundkenntnisse in Wirtschaftslehre. Breite Kenntnisse in Computertechnik
sind ebenso essentiell. Aber auch ganz exotische Fᅵhigkeiten kann man, je
nach Neigung und Aufgabenstellung, nutzbringend anwenden: Graphik,
Elektronik...

Persᅵhnlich wᅵrde ich zu einer breiten Ausbildung raten: Studium der
Biologie und dann Spezialisierung mit der Diplomarbeit (oder Neudeutsch
Master-Thesis). Studium von Chemie und dann Spezialisierung bringt IMHO
weniger: Chemiker (und auch Physiker) haben erfahrungsgemᅵᅵ ein Defizit
bei der Handhabung biologischer Materialien (dafᅵr eine bessere
mathematische Ausbildung).

Volker Borst

unread,
Jun 10, 2009, 3:33:06 AM6/10/09
to
Dr Engelbert Buxbaum schrieb:

> Am 09.06.2009, 12:05 Uhr, schrieb Volker Borst
> <biszumpunktl...@gmx.de>:

>> Es gab letztes Jahr deutlich mehr Bewerbungen als daran teilnehmen
>> kᅵnnen, die Chancen sind aber doch recht gut. Du solltest Dich fᅵr
>> Chemie und Biologie interessieren. Grundkenntnisse in organischer
>> Chemie/Biologie oder Biochemie wᅵren fᅵr das Verstᅵndnis von Vorteil.
>> Auᅵerdem solltest Du Spaᅵ an Laborarbeit und Interesse fᅵr
>> analytische Verfahren mitbringen.
>
>
> Gute Kenntnisse in Mathe und Physik und die Fᅵhigkeit, quantitiativ zu

> denken helfen ungemein. Gute Englisch-Kenntnisse sind ein Muᅵ [...]

Stimmt natᅵrlich alles fᅵr den Beruf "Biochemiker". Ich bezog mich aber
auf das Angebot der "Fraunhofer Talent School" und dafᅵr muss Hannes (er
ist dann in Jahrgangsstufe 10) keine englischen Publikationen zu lesen.

Gruᅵ, Volker

Christian Praetorius

unread,
Jun 10, 2009, 5:17:53 AM6/10/09
to
Hannes <pro...@gmx.de> wrote:

>Mich w�rde aber noch interessieren kann man als normaler Sch�ler ,der ich ja

>noch bin, auch mal eine Art Praktikum machen oder einfach mal rein schauen

Macht ihr ein Berufspraktikum? Wenn ja, w�re es keine schlechte Idee,
sich ein passendes Institut zu suchen.

Christian

--
X-no-Sig: yes

Christian Praetorius

unread,
Jun 10, 2009, 5:19:31 AM6/10/09
to
"Dr Engelbert Buxbaum" <engelber...@hotmail.com> wrote:

>Pers�hnlich w�rde ich zu einer breiten Ausbildung raten: Studium der

>Biologie und dann Spezialisierung mit der Diplomarbeit (oder Neudeutsch

Biologen haben meiner Erfahrung nach erheblich weniger Ausbildung in
der Chemie/Physik als es Biochemiker haben.
Wenn man explizit sowas machen m�chte, w�rde ich wirklich ein Studium
der Biochemie empfehlen.

Christian

--
X-no-Sig: yes

Hannes

unread,
Jun 11, 2009, 4:31:24 AM6/11/09
to
Dr Engelbert Buxbaum wrote:

> Gute Kenntnisse in Mathe und Physik und die Fähigkeit,


> quantitiativ zu denken helfen ungemein.


Ich hätte da ein Frage was meinen sie mit "quantitativ zu denken"? Ich
verstehe sonst recht viel auf Anhieb, wenn ich es lese, aber das ist mir
jetzt leider nicht so klar was sie damit meinen.

Und was mich auch noch Interessieren würde wieso braucht man Kultur-
Kompetenzen. Sicher im alltäglichen Leben schadet so etwas nie aber wieso
ausgerechnet als Biochemiker? Warum ausgerechnet Welt-Religionen? oder
ähnliches? Das Interessiert mich jetzt brennend!!!!


mfg

Hannes


Jo Warner

unread,
Jun 11, 2009, 8:50:08 AM6/11/09
to
Hannes schrieb:

>
> Und was mich auch noch Interessieren würde wieso braucht man Kultur-
> Kompetenzen. Sicher im alltäglichen Leben schadet so etwas nie aber wieso
> ausgerechnet als Biochemiker? Warum ausgerechnet Welt-Religionen? oder
> ähnliches? Das Interessiert mich jetzt brennend!!!!

Moin, vergiss es, das brauchst du später als Führungsperson z. B. beim
Verhandeln mit den diesbezüglich sehr sensiblen Chinesen. Und dann
bekommst du entsprechende Schnellkurse über deren Ansichten zu
Gesichtsverlust etc.

Jo

Dr Engelbert Buxbaum

unread,
Jun 12, 2009, 1:05:12 PM6/12/09
to
Am 11.06.2009, 04:31 Uhr, schrieb Hannes <pro...@gmx.de>:

> Ich hᅵtte da ein Frage was meinen sie mit "quantitativ zu denken"? Ich


> verstehe sonst recht viel auf Anhieb, wenn ich es lese, aber das ist mir
> jetzt leider nicht so klar was sie damit meinen.
>

> Und was mich auch noch Interessieren wᅵrde wieso braucht man Kultur-
> Kompetenzen. Sicher im alltᅵglichen Leben schadet so etwas nie aber wieso


> ausgerechnet als Biochemiker? Warum ausgerechnet Welt-Religionen? oder

> ᅵhnliches? Das Interessiert mich jetzt brennend!!!!

Quantitatives Denken bedeutet, daᅵ man sich nicht mit qualitativen
Aussagen zufrieden gibt, sondern exakte Gesetzmᅵᅵigkeiten erarbeitet.

Kulturkompetenz brauchst Du im Umgang mit Kollegen aus aller Welt, und auf
reisen. Damit Du nicht dauernd ins Fettnᅵpfchen trittst!

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