Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass zusᅵtzliche Zapfen auch
einen evolutionᅵren Vorteil darstellen kᅵnnen, wenn keine Farbqualia
dahinter steht. Weitere Zapfen mᅵgen der einzige Weg der Natur sein, das
wahrnehmbare Spektrum zu verbreitern (alternativ dazu mᅵsste die
spektrale Absorbtionskurve des Zapfens breiter werden); und das breitere
Spektrum mag einen Vorteil bringen. Je nachdem, wie die Zapfen
zueinander positioniert sind, mag noch hilfreicher Kontrast dazu kommen.
Das Farbensehen als Qualia kann sich dann entwickeln, wenn die Zapfen da
sind.
Abgesehen davon frage ich mich, ob noch Alternativen zum Farbensehen in
unserem Sinne existieren. Denkbar wᅵre ein System, das wie der
"Kanalmixer" gᅵngiger Grafikprogramme arbeitet. Qualia ist
monochromatisch, aber das System gewichtet den Output der Zapfen
unterschiedlich, so dass im Zentrum des Sichtfelds immer maximaler
Kontrast vorhanden ist.
Hadanite Marasek schrub:
> Hatte vor kurzem eine Diskussion �ber Farbe / Farbensehen, in
> der die Frage gestreift wurde, ob ein zus�tzlicher Zapfen ohne
> entsprechende Signalverarbeitung Sinn ergibt oder nicht. Auf
> den ersten Blick stellt das ja ein Henne-Ei-Problem dar; Zapfen
> ohne Farbqualia sind nutzlos und Farbqualia ohne Zapfen
> ebenfalls.
>
> Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass zus�tzliche
> Zapfen auch einen evolution�ren Vorteil darstellen k�nnen, wenn
> keine Farbqualia dahinter steht.
Ich k�nnte mir einen anderen Weg vorstellen: Zun�chst gab es zwei
oder mehr Typen von lichtempfindlichen Sinneszellen, die waren
vielleicht noch relativ willk�rlich angeordnet. Alle wurden
gleich ausgewertet. Der Unterschied war nur der, dass der eine
Typ bei wenig Licht noch gut sehen konnte, w�hrend der andere
Typ auch bei viel Licht noch sinnvolle Daten liefern konnte.
Dabei wird aber das Signal beider Typen gleich ausgewertet.
Der Vorteil dabei ist, dass der Bereich der Helligkeit gr��er
wird, ohne dass jede Sinneszelle gleicherma�en �ber den gesamten
Helligkeitsbereich sinnvoll arbeiten k�nnen muss.
Aufgrund der verschiedenen biophysikalischen Funktionsweisen der
beiden Sensortypen ergab sich als Folge aber auch, dass diese
beiden verschiedene spektrale Empfindlichkeiten haben. F�r das
Gehirn war es also sinnvoll, diese beiden Sensortypen zu
unterschieden, so konnten mehr Informationen gewonnen werden.
CU Rollo