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Schockgefrorenes Salzwasser aus Enceladus-Geysiren?

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Jörg 'Yadgar' Bleimann

unread,
Jun 25, 2009, 6:34:08 AM6/25/09
to
High!

Auf http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,632409,00.html
wird �ber die Entdeckung von salzhaltigen Eispartikeln im E-Ring des
Saturn berichtet, die nach Meinung der Entdecker, dem Team um den
Heidelberger Physiker Frank Postberg, nur aus dem Untereis-Ozean von
Enceladus stammen k�nnen.

Nun wurden aber andererseits in den Wasserdampf-Font�nen �ber den
"Tigerstreifen" am Enceladus-S�dpol spektrographisch keine Salze
festgestellt... Postberg argumentiert, dass zum einen Wasserdampf die
Spektrallinien von Salzen maskiert, zum anderen die E-Ring-Partikel aus
"schockgefrorenem" Salzwasser bestehen, das gar keine Zeit zum
Verdampfen hatte.

Im Vakuum kann ich mir so etwas nur mit unterk�hltem Salzwasser
vorstellen - aber l��t sich Salzwasser, das doch ohnehin schon
Kristallisationskerne enth�lt, �berhaupt unterk�hlen?

Wenn ja, dann m�sste es zwei verschiedene Arten von Wasser-Reservoirs
unter der Oberfl�che von Enceladus geben (oder zumindest in der
Vergangenheit gegeben haben): den eigentlichen Ozean mit Temperaturen um
den Gefrierpunkt der Salzl�sung herum, der die bekannten Geysire speist,
und weitgehend vom Ozean getrennte, unter Druck stehende isolierte
Kammern dicht unter der Eisoberfl�che, wo das Salzwasser unter seinen
Gefrierpunkt abk�hlt und im Falle des Aufrei�ens einer solchen Kammer
(z. B. durch tektonische Spannungen) schlagartig gefriert und aus dem
Schwerefeld des Enceladus geschleudert wird.

Was meint Ihr dazu?

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar

Uwe Hercksen

unread,
Jun 25, 2009, 9:29:43 AM6/25/09
to

J�rg 'Yadgar' Bleimann schrieb:

> Auf http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,632409,00.html
> wird �ber die Entdeckung von salzhaltigen Eispartikeln im E-Ring des
> Saturn berichtet, die nach Meinung der Entdecker, dem Team um den
> Heidelberger Physiker Frank Postberg, nur aus dem Untereis-Ozean von
> Enceladus stammen k�nnen.
>
> Nun wurden aber andererseits in den Wasserdampf-Font�nen �ber den
> "Tigerstreifen" am Enceladus-S�dpol spektrographisch keine Salze
> festgestellt... Postberg argumentiert, dass zum einen Wasserdampf die
> Spektrallinien von Salzen maskiert, zum anderen die E-Ring-Partikel aus
> "schockgefrorenem" Salzwasser bestehen, das gar keine Zeit zum
> Verdampfen hatte.

Hallo,

Wasserdampf enth�lt eh kein Salz, das bleibt beim Verdampfen zur�ck. Es
w�re nur vorstellbar das zun�chst ein Strom aus Wasserdampf und
Wassertr�pfchen entsteht, die Tr�pfchen verdampfen auch und die �brig
bleibenden kleinen Salzkristalle werden vom Dampf weiter mitgerissen.
Wenn Dampf und Salzkristalle dann abk�hlen k�nnte Wasser an den
Kristallen kondensieren und gefrieren, so k�nnten salzhaltige
Eispartikel entstehen. Das Problem ist allerdings wie im Hochvakuum des
Weltraums in der N�he der Ringe die Dampfmolek�le wieder zu den
Salzkristallen finden sollen, aber wenn dazu Jahrmillionen zur Verf�gung
stehen. Die Bedingungen m�ssen ja so sein das diese Eispartikel nicht
durch Sublimieren schrumpfen, sonst w�ren sie schon l�ngst verschwunden.
Wenn sie aber nicht schrumpfen k�nnen sie ja sehr langsam wachsen, denn
in den Ringen herrschen ja Gravitationsbedingungen die die Ringe
zusammen halten statt sie zu zerstreuen. Diese Gravitationsbedingungen
wirken dann aber nicht nur auf kleine Stein- und Eispartikel, sondern
auch auf die Salzkristalle und Wasserdampfmolek�le. Die Temperatur und
die Strahlungsenergie der Sonne ist dort ja so gering das Wasser dort
als Eis lange existieren kann.

Bye

Frank Feger

unread,
Jul 3, 2009, 7:27:57 PM7/3/09
to
J�rg 'Yadgar' Bleimann schrieb:

> Im Vakuum kann ich mir so etwas nur mit unterk�hltem Salzwasser


> vorstellen - aber l��t sich Salzwasser, das doch ohnehin schon
> Kristallisationskerne enth�lt

Mu� es diese enthalten?

> , �berhaupt unterk�hlen?

Eigentlich nicht. Die Frage ist, ob es welche enth�lt.


Gr��e,

F^2

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