Am 07.11.2012 19:48, schrieb Carsten Thumulla:
> Am 07.11.2012 17:54, schrieb Der Habakuk.:
>> Und aus sehr gutem Grund ist Biologie auf einem ganz anderen Level
>> als "Physik der Atome und Moleküle".
> Die hat einen Grund?
Natürlich hat das einen Grund. Einen Hasen auf der Grundlage "Physik der
Atome und Moleküle" beschreiben zu wollen, ist völlig zum Scheitern
verurteilt und wohl keiner, der das so vollmundig propagiert, hat es je
versucht noch gar geschafft. In einem Wort: es ist nur dummes Geschwätz.
Physik, Mathematik und Chemie haben zwar ihren festen Platz als
Grundlagen der Biologie und werden im Grundstudium auch relativ breit
(wenn auch nicht unbedingt sehr tief) behandelt, aber die Komplexitäät
biologischer Systeme ist eben ungleich größer, als die von einzelnen
Atomen oder meinetwegen auch Molekülen.
Ich nehme an, du hattest irgendwann an der Schule Biologie. Egal, ob das
nun ein Gymnasium war oder eine Volksschule: hast du das physikalisch
betrieben? Mit Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Atomen?
Dann laß mal hören!
>>> Es wird immer Energie, Potential, abgebaut.
Soso.
Ist dir nicht bewußt, daß sich lebendige Systeme immer wieder Energie
*zuführen* müssen? Sie bauen diese Nahrung, ihre Nährstoffe dann zwar
ab; aber nur, um daraus bestimmte Stoffe nutzen zu können und sich
verwertbare Energie *zuzuführen*.
>> Sowas ist in der Biologie meist überhaupt nicht zielführend.
> meist -- überhaupt nicht -- zielführend -- jaja
Stimmt. Meistens (wenns nicht um Ernährung, Stoffwechsel usw geht) ist
das dann überhaupt nicht von Interesse oder nur sehr peripher. Natürlich
wird man Gebiete der Biologie finden, in denen das anders ist. Aber das
ist mit anderen Bereichen ebenso. Sogar die "Physik der Atome und
Moleküle" findet in gewissen Spezialbereichen Anwendung. Aber bei weitem
nicht überall das verstehst du anscheinend nicht.
Stells dir mal so vor: Mathematik ist eigentlich was ganz anderes als
Rechnen. Und das kleine Einmaleins ist noch nicht mal ein nennenswertes
Gebiet beim Rechnen, sondern nur ein kleines Teilgebiet. Auch wenn mans
manchmal braucht. :-)
Ja. Sowas erweist sich meist als aufgeblasenes Gerede.
>> Ebensoweing deine Versuche zum Informationbegriff.
> Versteh erstmal.
Ich verstehe, daß das ebenso ein sehr sehr randständiger Bereich der
Biologie ist, in dem es überhaupt irgendwie Anwendung Anwendung fände.
wenn ich jetzt was aus dem Ärmel schütteln müßte, dann würden mir etwa
Aspekte wie die Spieltheorie und ihre Anwendung bei agonistischen
Auseinandersetzungen einfallen, aber schon als zweites was sehr
Unbiologisches, wie etwa die Schwurbeleien dieses komischen
Kreationisten namens Gitt, der über die Hintertür "Information" mit
seinem Gottielein hausieren gehen will.
>> von der Biochemie einzelner Moleküle bis hin zum Interagieren von
>> hochentwickelten Lebewesen
> Ach Schlaumeier
Banales Grundwissen eines jeden auch nur halbwegs Interessierten.
Was hattest du auf der Schule, wenn die anderen Bio-Unterricht bekamen?
Thumullagogie?
>> mit einander und ihrer Umwelt
> ach, na sowas
Hm, das Wort Ökologie scheint dir auch unbekannt zu sein. Von der
Bedeutung rede ich bei dir schon fast gar nicht mehr.
> Du meinst miteinander?
>> Aber nichtsdestotrotz ist es eher Unfug.
Nein. Sogar Bakterien pflegen schon so manche Gemeinsamkeiten.
> Begründung -- wieder keine?
Naja, da du das offensichtliche nicht sehen kannst, informiere dich doch
mal über Tierverbände. Das hat nix mit Elastofixbandagen bei
Rindviechern zu tun, sondern z.B. mit Staaten. Insektenstaaten. Mit
Kasten (ja, wie bei den Hindus). Informiere dich über Tieraggregationen
und -verbände.
Über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, über anonyme Verbande, soziale
Verbände, Herden, offene oder geschlossene Verbände, soziale Tiere,
individualisierte Verbände, Familienverbände und was es da noch so
weiter gibt.
Dann mußt du auch nicht mehr so naiv fragen. :-).
>> Ich geb dir jetzt nur mal einen ganz kleinen Tipp, wie das eher
>> gelaufen sein dürfte!
> Jetzt Du?
Naja, da du selber so sehr daneben getippt hast ...
>> 6. Jedes bißchen mehr Größe gibt nen realen Vorteil beim Fressen
>> und Überleben, weil das Tier dann eben diese Blätter ganz für sich
>> allein hat. Ein Alleinstellungmerkmal.
> Na also, geht doch!
Das ist eine ziemlich kühne Bemerkung für einen, der dazu sagte:
"Nach der anderen Sichtweise gab es eine Mutation, die mit langem Hals
geboren wurde, und die nun, zum Grasen zu faul, von den Bäumen fressen
mußte. WIE DOOF IST DAS DENN?"
Ich habs schon angedeutet, Carsten: wirklich ziemlich doof! Deswegen
denken sich das auch nicht die Biologen so, sondern die Kreationisten,
die IDler, die Carstenschen Pseudophilosophierer. Sonst eigentlich heute
kaum noch welche.
>> 8. Was bedeutet, daß sich die entsprechenden Gene vermehrt
>> verbreiteten und daß auch Mutationen, die es erleichterten,
>> Blätter hoch am Baum fressen zu können, begünstigt waren und sich
>> verbreiteten.
> auch akzeptiert
>> Es ist btw. typisch für Evolutionsleugner
> Ideologen und Demagogen erkennt man am -leugner. Ich weiß, was Du
> bist.
Jedenfalls kein Kretinist, der die Evolution leugnet. :-)
>> Sie "mußten" also nicht deswegen von den Bäumen fressen, sondern
>> die taten es eh schon und die besonders langen Tiere hatten dabei
>> einen Vorteil gegenüber den etwas kürzeren.
> Na also, geht doch
Also Moment mal. Kurz vorher hast du noch schwadroniert daß es "nun, zum
Grasen zu faul, von den Bäumen fressen mußte." Und auch noch
unverschämterweise behauptet hast, das wäre die Biologenmeinung.
Und jetzt schreibst du rotzfrech "Na also, geht doch"
Da muß ich schon fragen: Gehts noch bei dir?
>> Also gar kein Grund, sich da über irgendwas lustig zu machen. Aber
>> gerade solche Denkmuster sind eben typisch für Leute, die von
>> Biologie und Evolution wenig verstehen.
> kennst Dich eben aus
Ja. Allerdings.
>>> Giraffen haben komplizierte Venen- und vielleicht auch
>>> Arterienklappen im Hals, um trinken zu können.
>> Du hast auch Venenklappen. In deinen Beinvenen z.B. Das ist also
>> keine Giraffenspezialität.
> Bei der Länge?
Warum denn nicht? Die Klappen sind ja selber gar nicht so lang. Die
dürften nur so ein paar Zentimeterchen maximal lang sein.
Arterienklappen drückst Du in den Skat?
Nun, haben sie denn überhaupt welche in ihren Halsadern? Ich bin zu faul
zum Nachschauen, also such du ne Quelle und belege deine Behauptung!
> Na klar.
Na nix klar: Du behauptest, also Belege. (Nicht, daß es viel bedeuten
würde pro oder contra Giraffenevolution, aber gewöhns dir einfach mal an!
>> Du denkst dir die Evolution offenbar so, daß ein Tier mit der
>> Halslänge eines z.B. Hirschen einen Nachkommen zeugt, der einen
>> Hals so lang wie eine Giraffe hat.
> Wie üblich -- Unterstellungen
Nö! Anders gibt dein Unsinn doch überhaupt keinen Sinn mehr! Du hast
z.B. geschrieben: " Das waren also schon zwei oder drei Mutationen, die
passen müssen, und nun das stärkere Herz, die Luftröhre, die Speiseröhre..."
Das gibt doch allerhöchstens einen Sinn, wenn du davon ausgehst, daß
diese Umwandlung zur Giraffe in sehr kurzen Zeiträumen stattfand; also
womöglich von einer Generation zur nächsten. Denn sonst, wenns 1000 oder
10000 Generationen lang gedauert haben sollte, wären mehrere Mutationen
ja gar kein Problem.
(Du siehst, ich zitier deinen Quark wieder, auch wenn du ihn gelöscht
hast, falls es der Diskussion dienlich ist! :-)
>> Da ist noch nix besonderes dran, denn solche Verteilungen sind
>> normal und auch beim Menschen gibts z.B. größere und kleinere Leute
>> mit längeren und kürzeren Beinen usw.
> ja, geht doch
Kleinmäxchen beim nachträglichen Klugschnacken. *g*
>> Wenn es nun aber einen Evolutionsvorteil bringt, auch die Blätter
>> hoch am Baum abäsen zu können, so sind die langhalsigeren
>> Antilopen dabei etwas im Vorteil und nach 100 Generationen sehen
>> Mittelwert und
> ja
>> Und natürlich sind dann auch Speiseröhre usw mit angepaßt und
>> mitgewachsen.
> Schau an
Natürlich. Informiere dich mal über Embryonalentwicklung und
biochemische (Jetzt GUCK!) Gradienten! Darüber, daß es nun wirklich nix
besonderes ist, daß einer der längere Beine hat, nicht nur längere
Knochen, sondern auch dran angepaßt längere Muskeln, Adern, Nerven hat.
>> Wir wissen es heute besser. Oder *könnten* es besser wissen.
> Für wen sprichst Du? Darfst Du das?
Für mich und auch die heutige Biologie. So wie du das skizziert hats,
ist es nur rein Zerrbbild. Recht typisch dafür, wie sich Religionsfundis
und Kreationisten vorstellen, was die Biologie dazu sagt. Und: Ja ich darf.
>> Abgesehen davon, wird ein Dackel kaum an die
>> Geschwindigkeitrekorde eines Windhundes rankommen und wenn du
>> stolze einsfuffzich groß bist, solltest du wirklich keine Karriere
>> als Hochspringer ins Auge fassen.
> Daß alle Hunderassen wahrscheinlich von einigen Stammeltern abstammen
> und durch Zucht variiert wurden ist Dir klar?
Mir schon. Nimmst du das als Beweis dafür, daß Dackel so schnell wie
Windhunde laufen können?
>> Angeborene Verhaltensweisen werden, wen wunderts, vererbt und sind
>> genetisch mehr oder weniger fixiert. Erlernte Verhaltensweisen
>> werden allenfalls durch "Beibringen" weitergegeben, aber nicht über
>> die Vererbung.
> Das Verhalten hat Einfluß auf die Ortswahl. Die kann wieder dieses
> Verhalten erzwingen. Auch das ist möglich.
Na da haste aber wieder rumgekürzt wie ein stalinistischer Zensor!
Bis zur Unkenntlichkeit.
...
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