Uwe Hercksen schrieb:
Danke für den Link. Du hast recht: ohne irgendeinen Hinweis
durch eine Störungsrechnung hätte Clyde Tombaugh keinen
Anhaltspunkt dafür gehabt, wo er hätte suchen sollen.
Die Entdeckungsgeschichte ist wirklich kurios. Im Grunde
durch eine falsche Rechnung wird die Position eines großen
neunten Planeten vorhergesagt. Percival Lovell sucht an der
vorhergesagten Position ein großes Objekt, findet aber
nichts. Erst der junge Clyde Tombaugh geht ohne Vorurteile
an die Suche heran und findet ein vergleichsweise kleines
Objekt, den späteren Pluto, ein Objekt, das sicher zu klein
ist, um dieStörungen der Bahnen von Neptun und Uranus zu
erklären. Die Suche nach einem nunmehr zehnten Planeten
dauert an. Erst viel später lösen sich die Bahnstörungen
durch einen fiktiven Planeten in Wohlgefallen auf.
Hätte man um 1930 so genau rechnen können wie heute, dann
wäre die Suche nicht gestartet worden, die schließlich zur
Entdeckung von Pluto führte. Und hätte Clayde Tombaugh an
einen großen neunten Planeten geglaubt, dann hätte er
vielleicht das winzige Objekt in seinem Blink-Komparator
übersehen, so wie es wahrscheinlich Lovell zuvor passiert ist.
Clayde Tombaugh konnte Zeit seines Lebens überzeugt sein,
den neunten Planeten unseres Sonnensystems entdeckt zu
haben. Die Herabstufung seines Planeten zum Zwergplaneten
erlebte er nicht mehr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Clyde_Tombaugh
Gruß Jürgen