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Energieeffizienz und Wärmedämmung 1883

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Roland Mösl

unread,
Nov 4, 2009, 10:23:57 AM11/4/09
to
1883 f�hrte Bismarck die Sozialversicherung ein.

Ein fundamentaler Fehler war dabei die Finanzierung �ber
Gehaltsabzug statt Kohlepfennig.

Was f�r Ma�nahmen f�r mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
Wie sah es mit D�mmmateralien aus?
Welches Heizmaterial wurde verwendet?


--
Roland M�sl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
http://notebook.pege.org mobile Computing
http://auto.pege.org Auto und Verkehr
http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 4, 2009, 11:23:28 AM11/4/09
to
Hallo Roland,

diese Energieeffizienzfrage in das späte 19.Jahrhundert
ist interessant. Das fordert zur Durcharbeitung historischer
Fachliteratur auf. Ich bin gerade erst mit dem Flieger
gelandet, also noch nicht besonders fit zum Recherchieren.
Ich melde mich nochmals.

Ich wurde in einem Toyota Prius III vom Airport abgeholt.
Was hälst Du von dem Ökofuhrwerk?
K.L.

On 4 Nov., 16:23, Roland Mösl <foun...@pege.org> wrote:
> 1883 führte Bismarck die Sozialversicherung ein.
>
> Ein fundamentaler Fehler war dabei die Finanzierung über
> Gehaltsabzug statt Kohlepfennig.
>
> Was für Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
> Wie sah es mit Dämmmateralien aus?


> Welches Heizmaterial wurde verwendet?
>
> --

> Roland Möslhttp://politik.pege.orgSteuerreform pro Menschhttp://notebook.pege.orgmobile Computinghttp://auto.pege.orgAuto und Verkehrhttp://wohnen.pege.orgBauen und Wohnen

MaWin

unread,
Nov 4, 2009, 11:56:28 AM11/4/09
to
"Roland M�sl" <fou...@pege.org> schrieb im Newsbeitrag
news:hcs6bk$a5e$1...@news.albasani.net...
>
> Ein fundamentaler Fehler war dabei die Finanzierung �ber
> Gehaltsabzug statt Kohlepfennig.

Noe.

> Was f�r Ma�nahmen f�r mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
> Wie sah es mit D�mmmateralien aus?
> Welches Heizmaterial wurde verwendet?

Da als Heizmaterial meist Holz (oder �ste und Kuhdung) verwendet
wurde, das herangetragen werden musste, und auch Kohle im Vergleich
zu heute sehr teuer war (es wurde ja praktisch per Hand gewonnen),
�l und Gas waren noch weitgehend unbekannt,
spielten die Heizkosten eine viel gr�ssere Rolle als heute,
und entsprechend war den B�rger das Sparen noch viel gel�ufiger als
uns in unserer verw�hnten Welt in der der Strom aus der Steckdose
kommt und es warm wird wenn man den Knopf aufdreht.

Entsprechend wurde sehr auf m�glichst effiziente Nutzung der
W�rme geachtet. �blich war erstmal das Heizen nur mit der Abw�rme.

Der Abw�rme der Kochstelle in der K�che, andere R�ume waren nicht
geheizt, man nahm sich einen Ziegelstein aus dem Ofen mit ins Bett,
(meist einer Schafkoje mit Vorhang, damit man mit Eigenw�rme auskam)
wenn man es dort warm haben wollte, oder eine Decke ins Wohnzimmer.

Etwas wohlhabendere haben das Wohnzimmer geheizt, aber auch dort
waren die anderen R�ume meist ungeheizt.

Bauern haben so dicht mit den Tieren zusammen gelebt, dass deren
Abw�rme das Bauernhaus miterw�rmte. Als D�mmung diente im Winter
ein ganzer Dachboden voller Heu und Stroh, der im Sommer dann
langsam leer ger�umt war und als bel�fteter Dachraum zum Sonnenschutz
diente.

Also eine viel effektivere Waermed�mmung als heute �blich,
auch die Fenster waren eher klein, sp�ter mit Doppelfl�gen und wurden
oft mit Decken zugeh�ngt um eine D�mmwirkung besser als mit
Thermopane erreichen zu k�nnen, und als Dach gab es oft Reet,
welches heute 30cm Mineralwolle entspricht.

Ordentlich betriebene Bauernh�user brachten es trotz Grundfl�chen
meist weit jenseits der 250m2 auf einen Heizenergiebedarf von
weniger als KfW40, schau dir mal ein Bild der Raumaufteilung so
eines 2-St�nder-Hauses an.

Stadth�user waren nicht so effektiv, die kleineren nutzen auch
die Abw�rme der K�che, die dazu meist in den unteren R�umen lag,
die gr�sseren hatten �fen f�r die gute Stube, aber die W�nde waren
noch dick, die W�rmetr�gheit hoch, und weil jeder Kohleeimer hoch
geschleppt werden musste, sparte man wo man konnte (bis auf
diejenigen, die so reich waren, da� sie sich Diener leisten konnten).
Ein Stadthaus vor dem 1. WK bringt es oft auf altuelle EnEV-Werte
(KfW100).

Erst nach dem 2. Weltkrieg begann die Katastrophe mit den schlecht
ged�mmten H�usern, weil neue Baumaterialen (Stahl, Beton) d�nnere
aber sehr w�rmeleitf�hige W�nde erlaubten, und husch husch m�glichst
viel Wohnraum mit m�glichst wenig Material m�glichst billig gebaut
werden musste, dazu war Energie seit dem �l in grossen Mengen
verf�gbar war verh�ltnism�ssig billig, und die Industrie machte es
mit der Energieverschwendung vor.

Aber, wenn man zur�ckblickt, ist auch um 1883 auch ind er Industrie
die Energieeinsparung ein Haupttthema, schau mal, was die wesentliche
Erfindung von James Watt war, nein, er erfand nicht die Dampfmaschine,
sondern eine energieeffizente Dampfmasdchine, die endlich so wenig
Kohle brachte, dass sie die Kohle sogar transportieren konnte.

Auch viele angeblich moderne Erfindungen, wie Windkraft, Biomasse und
Solarenergie, waren 1883 �blicher als heute.

Es ist kein Fortschritt, es ist ein R�ckschritt, den wir heute
machen.
--
Manfred Winterhoff


Roland Mösl

unread,
Nov 4, 2009, 12:02:08 PM11/4/09
to
"Karl-Ludwig Diehl" <space...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:614a3ef6-7072-46d4...@s15g2000yqs.googlegroups.com...
>Hallo Roland,

>diese Energieeffizienzfrage in das sp�te 19.Jahrhundert


>ist interessant. Das fordert zur Durcharbeitung historischer
>Fachliteratur auf. Ich bin gerade erst mit dem Flieger
>gelandet, also noch nicht besonders fit zum Recherchieren.
>Ich melde mich nochmals.

>Ich wurde in einem Toyota Prius III vom Airport abgeholt.

>Was h�lst Du von dem �kofuhrwerk?

Als bestes in Europa real existierendes Sparmodell
habe ich es in die Dokumentation meiner Steuerreform eingebaut

http://politik.pege.org/2009-steuerreform/taxiunternehmen.htm

Habe daf�r eine Toyota Prius Taxifahrerin in Salzburg
und einen Taxiunternehmer in M�nchen mit 2 Fahrzeuge interviewt

�bereinstimmend 6 Liter / 100 km

Nat�rlich ist der BYD F3DM als Plug in Hybrid noch viel
besser, aber der wird nur in China verkauft, und ich hatte
bis jetzt keine Gelegenheit einen chinesischen Taxifahrer
zu interviewen ;-)


--
Roland M�sl

Helmut Hullen

unread,
Nov 4, 2009, 12:33:00 PM11/4/09
to
Hallo, MaWin,

Du meintest am 04.11.09:

>> Was f�r Ma�nahmen f�r mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
>> Wie sah es mit D�mmmateralien aus?
>> Welches Heizmaterial wurde verwendet?

> Da als Heizmaterial meist Holz (oder �ste und Kuhdung) verwendet
> wurde, das herangetragen werden musste, und auch Kohle im Vergleich
> zu heute sehr teuer war (es wurde ja praktisch per Hand gewonnen),
> �l und Gas waren noch weitgehend unbekannt,
> spielten die Heizkosten eine viel gr�ssere Rolle als heute,
> und entsprechend war den B�rger das Sparen noch viel gel�ufiger als
> uns in unserer verw�hnten Welt in der der Strom aus der Steckdose
> kommt und es warm wird wenn man den Knopf aufdreht.

Erg�nzend (Bauernhof ca. 1950)
Das Leben spielte sich �berwiegend in der Wohnk�che ab (die hatte Platz
f�r 10 bis 15 Personen).
Die Schlafr�ume waren ungeheizt; im Winter isolierten die Eisblumen am
Fenster zus�tzlich.
Die Bauernfamilie versammelte sich nach dem Abendbrot (19 - 21 Uhr) in
der "Guten Stube", die f�r die wenigen Abendstunden geheizt wurde.
Fernsehen (was den Tages- oder Abendablauf anders strukturierte) gab es
noch nicht. Rundfunk: 1 Mittelwellensender (in der Nachfolge des alten
"Volksempf�ngers"). Die Kinder wurden je nach Alter zwischen 19 und 21
Uhr ins (kalte) Bett geschickt, machmal durften sie das Bett ein wenig
mit einer W�rmflasche o.�. anw�rmen.

Heizmaterial (K�chenherd und Kachelofen): meistens Holz (irgendein Baum
wurde schon vom Herbststurm plattgelegt), manchmal Torf, ganz selten
(mit jeweils ausdr�cklicher Genehmigung) Briketts oder Eierkohlen.
Heiz�l kam erst so etwa 1957 dazu.

Kuhdung? Nein - nicht als Heizmaterial. Der kam auf den Acker.

Energiesparen bedeutete damals Strom sparen, in der speziellen Form von
Strom f�r die (wenigen) 40- und 60-W-Gl�hbirnen.

Viele Gruesse!
Helmut

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 4, 2009, 12:50:14 PM11/4/09
to

Hallo allerseits,

Gebäude in der Stadt und auf dem Lande können
sehr unterschiedlich ausgestattet worden sein.
Das 19.Jahrhundert war ein sehr innovatives Zeit-
alter. In historischen Fachzeitschriften kann hier ge-
blättert werden:

http://www.zlb.de/buecher_medien/ezb

Die Zeiten nach Kriegen, zumal Weltkriegen, war
immer sehr speziell. Nach der Gründung des
Deutschen Reiches muß eine Blütezeit auch der
Innenausstattung der Gebäude vorhanden ge-
wesen sein. Vernichtet wurden Fortschritte im
1.Weltkrieg, durch die Krise von 1929/30 und na-
türlich durch den Zweiten Weltkrieg.

Das Energieeffizienzthema, das Roland Mösl
aufwirft, ist natürlich ein gar spannendes. Es
würde mich nicht wundern, wenn sich bereits im
19.Jahrhundert all diese Themen schon angedacht
finden, die uns im 21. Jahrhundert immer noch be-
schäftigen müssen. Erhitzen mit der Sonne gab
es im 19.Jahrhundert schon. Wie auf dem Immo-
bilienmarkt Kunden umworben wurden, ist eine
gute Frage. Wahrscheinlich stößt man in Tages-
zeitungen dieses Jahrhunderts bereits auf Annon-
cen, die der Kundschaft mitteilen, bei solcher Bau-
weise sei besonders auf Energieeffizienz geachtet
worden. In den Fachzeitschriften wird man deshalb
ganz bestimmt auf Maßnahmenpakete stoßen,
wie Häuser energieeffizient gebaut wurden. Übrigens
muß man damit rechnen, daß dieses Thema welt-
weit eine Rolle spielte.

Grüße an die Fachwelt
K.L.


On 4 Nov., 18:33, hel...@hullen.de (Helmut Hullen) wrote:
> Hallo, MaWin,
>
> Du meintest am 04.11.09:
>

> >> Was für Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
> >> Wie sah es mit Dämmmateralien aus?
> >> Welches Heizmaterial wurde verwendet?
> > Da als Heizmaterial meist Holz (oder Äste und Kuhdung) verwendet


> > wurde, das herangetragen werden musste, und auch Kohle im Vergleich
> > zu heute sehr teuer war (es wurde ja praktisch per Hand gewonnen),

> > Öl und Gas waren noch weitgehend unbekannt,
> > spielten die Heizkosten eine viel grössere Rolle als heute,
> > und entsprechend war den Bürger das Sparen noch viel geläufiger als
> > uns in unserer verwöhnten Welt in der der Strom aus der Steckdose


> > kommt und es warm wird wenn man den Knopf aufdreht.
>

> Ergänzend (Bauernhof ca. 1950)
> Das Leben spielte sich überwiegend in der Wohnküche ab (die hatte Platz  
> für 10 bis 15 Personen).
> Die Schlafräume waren ungeheizt; im Winter isolierten die Eisblumen am  
> Fenster zusätzlich.


> Die Bauernfamilie versammelte sich nach dem Abendbrot (19 - 21 Uhr) in  

> der "Guten Stube", die für die wenigen Abendstunden geheizt wurde.  


> Fernsehen (was den Tages- oder Abendablauf anders strukturierte) gab es  
> noch nicht. Rundfunk: 1 Mittelwellensender (in der Nachfolge des alten  

> "Volksempfängers"). Die Kinder wurden je nach Alter zwischen 19 und 21  


> Uhr ins (kalte) Bett geschickt, machmal durften sie das Bett ein wenig  

> mit einer Wärmflasche o.ä. anwärmen.
>
> Heizmaterial (Küchenherd und Kachelofen): meistens Holz (irgendein Baum  


> wurde schon vom Herbststurm plattgelegt), manchmal Torf, ganz selten  

> (mit jeweils ausdrücklicher Genehmigung) Briketts oder Eierkohlen.  
> Heizöl kam erst so etwa 1957 dazu.


>
> Kuhdung? Nein - nicht als Heizmaterial. Der kam auf den Acker.
>
> Energiesparen bedeutete damals Strom sparen, in der speziellen Form von  

> Strom für die (wenigen) 40- und 60-W-Glühbirnen.
>
> Viele Gruesse!
> Helmut

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 4, 2009, 1:22:43 PM11/4/09
to
On 4 Nov., 18:02, Roland Mösl <foun...@pege.org> wrote:
> "Karl-Ludwig Diehl" <spaceoff...@web.de> schrieb im Newsbeitragnews:614a3ef6-7072-46d4...@s15g2000yqs.googlegroups.com...

> >Ich wurde in einem Toyota Prius III vom Airport abgeholt.
> >Was hälst Du von dem Ökofuhrwerk?
>
> Als bestes in Europa real existierendes Sparmodell
> habe ich es in die Dokumentation meiner Steuerreform eingebaut
> http://politik.pege.org/2009-steuerreform/taxiunternehmen.htm
> Habe dafür eine Toyota Prius Taxifahrerin in Salzburg
> und einen Taxiunternehmer in München mit 2 Fahrzeuge interviewt
>
> Übereinstimmend 6 Liter / 100 km

Was genau zum Kaufzwang des Toyota Prius III im betreffenden
Fall hier bei uns führte, weiß ich nicht. Vermutlich war es
nicht nur der gesenkte Energieverbrauch, sondern auch die
Innenausstattung und äußere Erscheinung des Fahrzeugs.

Ich hatte während der Fahrt vom Airport in die City überlegt,
wie die Städte wohl weitergebaut werden müssen, wenn
sich Elektroautos durchsetzen, was ja auf der Frankfurter
Automobilausstellung als Wunsch in Szene gesetzt wurde.

> Natürlich ist der BYD F3DM als Plug in Hybrid noch viel


> besser, aber der wird nur in China verkauft, und ich hatte
> bis jetzt keine Gelegenheit einen chinesischen Taxifahrer
> zu interviewen ;-)

Es gibt sowohl Dolmetscher und vermutlich auch Taxifahrer,
die Deutsch oder Englisch gelernt haben. Der Fortschritt
ist unaufhaltsam. :-)

Bleiben als Problem nur die Reise- und Unterbringungskosten.
Gelegentlich ist so etwas lösbar.

K.L.

Jonathan Alces

unread,
Nov 7, 2009, 2:20:00 AM11/7/09
to
Roland M�sl schrieb:

> Als bestes in Europa real existierendes Sparmodell
> habe ich es in die Dokumentation meiner Steuerreform eingebaut

> Habe daf�r eine Toyota Prius Taxifahrerin in Salzburg


> und einen Taxiunternehmer in M�nchen mit 2 Fahrzeuge interviewt

> �bereinstimmend 6 Liter / 100 km

Mal abgesehen davon, dass das hier OT ist, der Verbrauchswert ist
doch miserabel. Mein 8 Jahre alter A2 verbraucht 4.5l und es ist
noch gar nicht mal das sparsamste Modell.

JoAl.

Roland Mösl

unread,
Nov 9, 2009, 2:35:33 AM11/9/09
to
"Jonathan Alces" <huma...@unterderbruecke.de> schrieb im Newsbeitrag
news:BCQeS...@humanzoo.unterderbruecke.de...

Das k�nnte daran liegen, da� Du anders als ein Taxifahrer f�hrst

Nat�rlich ist der Normverbrauch vom Prius auch etwas g�nstiger.

Mu� das ganze mal in meinen IQ Rechner eingeben

http://auto.pege.org/2004/stadtverkehr-verbrauch.htm

Realer Verbrauch vom Taxifahrer 6
Normverbrauch innerorts 5

Gibt eine fahrerische Intelligenz von 70

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 9, 2009, 2:54:18 PM11/9/09
to
On 9 Nov., 08:35, Roland Mösl <foun...@pege.org> wrote:
> "Jonathan Alces" <human...@unterderbruecke.de> schrieb im Newsbeitragnews:BCQeS...@humanzoo.unterderbruecke.de...
>
> > Roland Mösl  schrieb:

>
> >> Als bestes in Europa real existierendes Sparmodell
> >> habe ich es in die Dokumentation meiner Steuerreform eingebaut
>
> >> Habe dafür eine Toyota Prius Taxifahrerin in Salzburg
> >> und einen Taxiunternehmer in München mit 2 Fahrzeuge interviewt
>
> >> Übereinstimmend 6 Liter / 100 km

>
> > Mal abgesehen davon, dass das hier OT ist, der Verbrauchswert ist
> > doch miserabel. Mein 8 Jahre alter A2 verbraucht 4.5l und es ist
> > noch gar nicht mal das sparsamste Modell.
>
> Das könnte daran liegen, daß Du anders als ein Taxifahrer fährst
>
> Natürlich ist der Normverbrauch vom Prius auch etwas günstiger.
>
> Muß das ganze mal in meinen IQ Rechner eingeben

>
> http://auto.pege.org/2004/stadtverkehr-verbrauch.htm
>
> Realer Verbrauch vom Taxifahrer 6
> Normverbrauch innerorts 5
>
> Gibt eine fahrerische Intelligenz von 70

Hm, in NYC scheint es etliche Toyota Prius III als Taxis zu
geben. Ein solcher Wagen ist gewöhnungsbedürftig. Sanftes
Anfahren, ebenso bremsen, etc. Taxifahrer beschleunigen
kräftig, lungern, wenn sie Fahrgäste suchen in langsamem
Tempo auf der Strecke, um zu sehen, ob Fahrgäste rein-
geholt werden können. Abrupte Stops scheinen auch eher
kontraproduktiv für den Verbrauch zu sein. Ich arbeite ge-
rade ein Handbuch über den Prius durch, um den Wagen
zu verstehen. Da unweit ein Toyota-Verkauf stattfindet,
finden sich im Stadtviertel gleich mehrere dieser Autos. Der
Wagen scheint hier im Trend zu liegen. Eigentlich etwas
für Architekturbüros, dessen Bauleiter viel auf Achse sind.

K.L.

Roland Mösl

unread,
Nov 10, 2009, 8:55:17 AM11/10/09
to
>Hm, in NYC scheint es etliche Toyota Prius III als Taxis zu
>geben. Ein solcher Wagen ist gew�hnungsbed�rftig. Sanftes

>Anfahren, ebenso bremsen, etc. Taxifahrer beschleunigen
>kr�ftig, lungern, wenn sie Fahrg�ste suchen in langsamem
>Tempo auf der Strecke, um zu sehen, ob Fahrg�ste rein-
>geholt werden k�nnen. Abrupte Stops scheinen auch eher
>kontraproduktiv f�r den Verbrauch zu sein. Ich arbeite ge-
>rade ein Handbuch �ber den Prius durch, um den Wagen
>zu verstehen.

Es ist einfach Einkauf und Verkauf von Energie
wenn man einen Speicher hat.

G�nstig mit Mengenrabatt einkaufen.
Im Speicher lagern bis die Preise steigen.

Der Energieeinkaufspreis wird durch das Kennfeld
vom Motor bestimmt.

Jeder Drehzahl und Last ist ein Energiepreis zugeordnet,
der Verbrauch g pro kWh.

Bei hoher Leistung die der Preis am geringsten.

Blo� braucht man meist nur kleine Leistung wo
der Verbrauch pro kWh drastisch h�her ist.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 10, 2009, 9:03:39 AM11/10/09
to
On 4 Nov., 17:56, "MaWin" <m...@invalid.invalid> wrote:
> "Roland Mösl" <foun...@pege.org> schrieb im Newsbeitragnews:hcs6bk$a5e$1...@news.albasani.net...
> > Was für Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ware 1883 bekannt?
> > Wie sah es mit Dämmmateralien aus?
> > Welches Heizmaterial wurde verwendet?
> Da als Heizmaterial meist Holz (oder Äste und Kuhdung) verwendet

> wurde, das herangetragen werden musste, und auch Kohle im Vergleich
> zu heute sehr teuer war (es wurde ja praktisch per Hand gewonnen),

Man müßte das genauer nach Regionen untersuchen. Ich weiß nicht,
ob z.B. im Deutschen Reich Statistiken dazu geführt wurden.
Sicherlich gab es Bestrebungen, den Energiebedarf eines Staates
genau zu ermessen und für Krisenfälle Rücklagen zu schaffen.
Zwischen Reichsgründung und dem Beginn des 1.Weltkrieges
bestanden besondere Bedingungen. Genauso müßte des österreichische
Kaiserreich bis zum Untergang untersucht werden.

> Öl und Gas waren noch weitgehend unbekannt,

Hm, wäre genauer zu prüfen. Gaslaternen gab es schon vor den
elektrischen Straßenlampen. Inwieweit in den Städten Haus-
anschlüße für Gasherde und Heizanlagen schon vorhanden
waren, wäre zu ermitteln.

> spielten die Heizkosten eine viel grössere Rolle als heute,
> und entsprechend war den Bürger das Sparen noch viel geläufiger als

> uns in unserer verwöhnten Welt in der der Strom aus der Steckdose


> kommt und es warm wird wenn man den Knopf aufdreht.

Das Argument sticht zwar, aber es fehlen für solche Aussagen
die konkret ermittelten Datenmengen.

> Entsprechend wurde sehr auf möglichst effiziente Nutzung der
> Wärme geachtet. Üblich war erstmal das Heizen nur mit der Abwärme.

Das gab es. Doch wissen wir nichts über Mengen an Gebäuden,
die so ausgestattet waren im Vergleich zu all den anderen Arten
der Beheizung. Hier fehlen statistische Angaben, die in die
Diskussion
eingebracht werden.

> Der Abwärme der Kochstelle in der Küche, andere Räume waren nicht


> geheizt, man nahm sich einen Ziegelstein aus dem Ofen mit ins Bett,

> (meist einer Schafkoje mit Vorhang, damit man mit Eigenwärme auskam)


> wenn man es dort warm haben wollte, oder eine Decke ins Wohnzimmer.

Das gab es, es gab aber genauso städtische Wohnungen mit Heizkörpern
in jedem bewohnten Raum. Auch hier fehlen für deutsches und
österreichisches
Reichsgebiet die genauen statistischen Werte.

> Etwas wohlhabendere haben das Wohnzimmer geheizt, aber auch dort

> waren die anderen Räume meist ungeheizt.

Das muß alles genauer belegt werden. Gesamte Gebäudekomplexe waren
bereits beheizbar. Die Frage ist nur, wo genau solche Anlagen
bestanden.
Hier wäre es interessant zu wissen, welche Entwicklung z.B. die
Heizkörper und Beheizungssysteme mit Warm- und Heißwasser ge-
nommen haben und welchen Verbreitungsgrad sie fanden.

> Bauern haben so dicht mit den Tieren zusammen gelebt, dass deren

> Abwärme das Bauernhaus miterwärmte. Als Dämmung diente im Winter


> ein ganzer Dachboden voller Heu und Stroh, der im Sommer dann

> langsam leer geräumt war und als belüfteter Dachraum zum Sonnenschutz
> diente.

Solche Bauwerke gibt es irgendwo immer noch. Auch für die heutigen
Beheizungsverhältnisse z.B. für den Raum der europäischen
Gemeinschaft
fehlen hier in der Diskussion. Es können Altstrukturen der Heizungen
bis heute überlebt haben, Anlagen, die über 100 Jahre alt sind.

> Also eine viel effektivere Waermedämmung als heute üblich,
> auch die Fenster waren eher klein, später mit Doppelflügen und wurden
> oft mit Decken zugehängt um eine Dämmwirkung besser als mit
> Thermopane erreichen zu können, und als Dach gab es oft Reet,


> welches heute 30cm Mineralwolle entspricht.

Das existiert auch heute noch, daneben fand immer Entwicklung
oder Rückentwicklung statt.

> Ordentlich betriebene Bauernhäuser brachten es trotz Grundflächen


> meist weit jenseits der 250m2 auf einen Heizenergiebedarf von
> weniger als KfW40, schau dir mal ein Bild der Raumaufteilung so

> eines 2-Ständer-Hauses an.

Das ist gut möglich.

> Stadthäuser waren nicht so effektiv, die kleineren nutzen auch
> die Abwärme der Küche, die dazu meist in den unteren Räumen lag,
> die grösseren hatten Öfen für die gute Stube, aber die Wände waren
> noch dick, die Wärmeträgheit hoch, und weil jeder Kohleeimer hoch


> geschleppt werden musste, sparte man wo man konnte (bis auf

> diejenigen, die so reich waren, daß sie sich Diener leisten konnten).


> Ein Stadthaus vor dem 1. WK bringt es oft auf altuelle EnEV-Werte
> (KfW100).

Mir als Angabe zu vage. Da will man statistischen Vergleich und
die Herausarbeitung der Unterschiede der Gebäude und ihrer
Heizungsausstattung lesen und Abbildungen sehen.

> Erst nach dem 2. Weltkrieg begann die Katastrophe mit den schlecht

> gedämmten Häusern, weil neue Baumaterialen (Stahl, Beton) dünnere
> aber sehr wärmeleitfähige Wände erlaubten, und husch husch möglichst
> viel Wohnraum mit möglichst wenig Material möglichst billig gebaut
> werden musste, dazu war Energie seit dem Öl in grossen Mengen
> verfügbar war verhältnismässig billig, und die Industrie machte es
> mit der Energieverschwendung vor.

Das ist ein interessanter Hinweis.

> Aber, wenn man zurückblickt, ist auch um 1883 auch ind er Industrie


> die Energieeinsparung ein Haupttthema, schau mal, was die wesentliche
> Erfindung von James Watt war, nein, er erfand nicht die Dampfmaschine,
> sondern eine energieeffizente Dampfmasdchine, die endlich so wenig
> Kohle brachte, dass sie die Kohle sogar transportieren konnte.

Energieeinsparung war immer Thema.

> Auch viele angeblich moderne Erfindungen, wie Windkraft, Biomasse und

> Solarenergie, waren 1883 üblicher als heute.

Tja. Es fehlen nur die genauen Belege.

> Es ist kein Fortschritt, es ist ein Rückschritt, den wir heute
> machen.

Hm, es gibt immer Stillstand, Fortschritte und Rückschritt
zu gleicher Zeit. Bloß fehlen die genauen Bestandsaufnahmen,
um den genauen Zustand in genau ausgegrenzten Gebieten
zu verstehen.

In das Jahr 1883 gefragt, geht es z.B. um die beiden Reichsgebiete
der Österreicher und Preußen/Deutschen.
Heutzutage müßte das Gebiet der europäischen Gemeinschaft
durchforstet werden. Ich vermute es gibt reichlich Material zur
Durcharbeitung.

Grüße
KLD

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