Der PDR-9700C richtet sich ja bei der Aufnahme nach der parallel zur
Sendung ausgestrahlten Programm-Kennung. Der Effekt tritt hauptsächlich
bei den Sendern "SciFi" und "13th Street" auf, ein- oder zweimal auch
bei Premiere Film. Bei anderen Sendern (z.B. die Programme der ARD und
ZDF, BR3, etc) gab es dagegen diesbezüglich noch nie Probleme. Ich habe
auch bemerkt, dass mir, wenn ich mir Informationen zum gerade laufenden
Programm anzeigen lasse, bei "SciFi" und "13th Street" oftmals schon der
Name und Infos zur nachfolgenden Sendung angezeigt werden, obwohl die
vorhergehende Sendung noch garnicht zu Ende ist. Offenbar scheint die
Programm-Kennung nicht immer passend zur laufenden Sendung ausgestrahlt
zu werden, obwohl ja zwischen den Sendungen genug Klingelton-Werbung
kommt, in die man den Umschaltpunkt hätte legen können. Einige Bekannten
mit Premiere haben mir den Effekt bestätigt, da die aber mit separaten
Rekordern aufzeichnen und die sich nicht nach der Programm-Kennung
richten, ist das für die kein echtes Problem.
Weiss jemand dazu vielleicht mehr?
Benjamin
> ich stellte fest, dass bei Aufnahmen, die über das EPG programmiert wurden, oftmals das Ende der Sendung fehlte.
Ich kenne zwar den Humax nicht, aber ich bin mir ziehmlich sicher,
dass man den Timer mit wenig Aufwand verändern kann. Also eine
Nachlaufzeit von 10 Minuten eingeben oder ähnlich.
Bei Premiere Sendungen ist mir das allerdings noch nie aufgefallen.
Bei den Privaten (RTL, SAT1, PRO7) kommt es öfter vor, dass die
Sendungen später als geplant beginnen, dementsprechend fehlen
die Minuten dann am Ende nach einer Programmierung. Also einfach
das Aufnahmeende um 10 Minuten verschieben.
--
Gruß, Rainer
Bitte nur in der NG antworten. Meine hier angegebene Mail-
Adresse rufe ich nur selten ab. Falls es doch mal sein muss:
RpunktOstmannBindestrichDetmoldatgmxpunktnet ;-)
>> ich stellte fest, dass bei Aufnahmen, die über das EPG programmiert
>> wurden, oftmals das Ende der Sendung fehlte.
>
> Ich kenne zwar den Humax nicht, aber ich bin mir ziehmlich sicher,
> dass man den Timer mit wenig Aufwand verändern kann. Also eine
> Nachlaufzeit von 10 Minuten eingeben oder ähnlich.
>
> Bei Premiere Sendungen ist mir das allerdings noch nie aufgefallen.
> Bei den Privaten (RTL, SAT1, PRO7) kommt es öfter vor, dass die
> Sendungen später als geplant beginnen, dementsprechend fehlen
> die Minuten dann am Ende nach einer Programmierung. Also einfach
> das Aufnahmeende um 10 Minuten verschieben.
Ich nehme mal an, Du sprichst hier primär vom analogen Fernsehen. Denn
da war es durchaus so, dass man Aufnahmezeit hinzuaddieren musste, damit
Programmverschiebungen mit erfasst wurden.
Beim digitalen Fernsehen wird aber eine Programmkennung mit der Sendung
ausgestrahlt, die neben dem Sendungsnamen und Start- und Stopzeit auch
Informationen zum laufenden Programm enthält. Da diese Kennung parallel
zur Sendung ausgestrahlt werden sollte (und meistens auch wird), kann
sich ein Rekorder an dieser Kennung orientieren - wenn das Signal auch
wirklich parallel zur Sendung ausgestrahlt wird und nicht verzögert.
"einfach das Aufnahmeende um 10 Minuten verschieben" ist da nicht sehr
hilfreich, denn das liefe dem Konzept der Programmierung über EPG
zuwider und ist vor Allem auch ziemlich umständlich. Und das nur, weil
zwei Pay-TV-Sender es nicht schaffen, die Programmkennung passend zum
Programm auszustrahlen. Da hätte ich genausogut beim alten VHS-Rekorder
bleiben können, denn da ist die manuelle Programmierung weniger
umständlich als beim Humax.
Benjamin
Benjamin Gawert schrieb:
> Ich nehme mal an, Du sprichst hier primär vom analogen Fernsehen. Denn
> da war es durchaus so, dass man Aufnahmezeit hinzuaddieren musste, damit
> Programmverschiebungen mit erfasst wurden.
Das ist beim digitalen TV nicht anders. Oder glaubst Du, dass die EPG
Daten, genauer gesagt die present/following Informationen "per Magie" in
den Datenstrom gelangen?
Ähntlich verhält es sich mit der EIT Schedule, also den Tabellen, die
die längerfristige Programmvorschau beinhalten.
Recordersoftware wollte sich im Zweifelsfall eher an present/following
orientieren. Die sollte eigentlich genauer sein. EIT Schedule ist zudem
optional, present/following sollte laut Norm mandantory sein (was aber
auch eher "so la la" ausgestrahlt wird).
> Beim digitalen Fernsehen wird aber eine Programmkennung mit der Sendung
> ausgestrahlt, die neben dem Sendungsnamen und Start- und Stopzeit auch
> Informationen zum laufenden Programm enthält.
Soweit so richtig. Aber woher soll die Software, die die EPG Daten in
den Datenstrom einmuxed wissen, dass die Sendung noch bzw. nicht mehr
läuft? Dass muss man ihr sagen, so dass sie darauf reagieren kann. Das
ist aufwändig und kostet u.U. auch ein bisschen Geld.
Nur weil es digital ist, heißt es noch lange nicht dass es "besser" oder
gar "genauer" ist.
> Da diese Kennung parallel
> zur Sendung ausgestrahlt werden sollte (und meistens auch wird), kann
> sich ein Rekorder an dieser Kennung orientieren - wenn das Signal auch
> wirklich parallel zur Sendung ausgestrahlt wird und nicht verzögert.
Das ist der Idealfall. Das wäre schön - und so haben bspw. auch die ÖR
Sender VPS in der guten alten Analogzeit verwendet. Die haben sogar die
Werbepause zwischen den beiden "SOKO 5113" Teilen per Pause
freundlicherweise für einen herausgeschnitten. *seufz*
In der Realität sieht es aber mittlerweile so aus, dass man schon froh
sein muss, dass present/following überhaupt halbwegs zum Programm passt.
> "einfach das Aufnahmeende um 10 Minuten verschieben" ist da nicht sehr
> hilfreich,
Doch, natürlich. Es ist sozusagen die einzig Lösung für das genannte
Problem.
> denn das liefe dem Konzept der Programmierung über EPG
> zuwider und ist vor Allem auch ziemlich umständlich.
Herzlich willkommen in der Realität, in der der Sender nämlich überhaupt
gar kein Interesse daran hat, dass Du die Sendungen aufzeichnest.
> Und das nur, weil
> zwei Pay-TV-Sender es nicht schaffen, die Programmkennung passend zum
> Programm auszustrahlen.
Tja, dann beschwere Dich bei Premiere. Es ist nämlich durchaus möglich,
die EPG Daten synchron aus zu strahlen. Nur wollen tut das nämlich keiner.
> Da hätte ich genausogut beim alten VHS-Rekorder
> bleiben können, denn da ist die manuelle Programmierung weniger
> umständlich als beim Humax.
Stimmt. So gesehen unterscheidet sich Dein Humax von alten "über den
Videotext programmierbaren VHS Rekordern" in keiner Weise - außer, dass
er neuer und u.U. auch teurer war als Dein VCR. Ok, die Aufnahmequalität
sollte besser sein.
BTW: Es heißt "der EPG". EPG = Electronic Program Guide. Das
geschlechtsbestimmende Nomen ist "der Guide", nicht "das Guide".
Grüße
Martin.
Bei mir ist "Guide" im Deutschen zwar ebenfalls eindeutig maskulin,
Deine Argumentation ist aber recht schwammig - vom Englischen her sind
sämtliche Begriffe außer Personen und Tieren neutrum. Hier wurde - wie
so oft und was ich auch vollkommen iO finde und selbst bei neuen Wörtern
so mache - der Genus der naheliegendsten oder häufigstverwendeten
1:1-Übersetzung (hier: "*der* Führer") übernommen.
Grüße, Benjamin
Och, das macht mein Technisat S1 ganz von alleine. Da kann man generell
einstellen wieviele Minuten Vorlauf und Nachlauf man aufnehmen will,
Vorlauf ist bei mir auf 0 (Sendungen fangen praktisch nie früher an) und
Nachlauf auf 10 Minuten. Bevor ich diese Option fand, ärgerte ich mich
auch (nicht auf Premiere, hab ich nämlich nicht) über nicht zuende
aufgenommene Filme. Jetzt ist aber alles prima ;-)
cu
Mario
>> Beim digitalen Fernsehen wird aber eine Programmkennung mit der Sendung
>> ausgestrahlt, die neben dem Sendungsnamen und Start- und Stopzeit auch
>> Informationen zum laufenden Programm enthält.
>
> Soweit so richtig. Aber woher soll die Software, die die EPG Daten in
> den Datenstrom einmuxed wissen, dass die Sendung noch bzw. nicht mehr
> läuft? Dass muss man ihr sagen, so dass sie darauf reagieren kann. Das
> ist aufwändig und kostet u.U. auch ein bisschen Geld.
Das Geld geben alle größeren Sender aber sowieso schon aus, denn sonst
gäbe es zu deren Sendungen kein EPG.
>> denn das liefe dem Konzept der Programmierung über EPG
>> zuwider und ist vor Allem auch ziemlich umständlich.
>
> Herzlich willkommen in der Realität, in der der Sender nämlich überhaupt
> gar kein Interesse daran hat, dass Du die Sendungen aufzeichnest.
Das betrifft ja nicht nur die Aufzeichnung (die, wenn Premiere daran
kein Interesse hätte, sowieso einfach per Knopfdruck sperren könnte).
Auch die Informationen zum laufenden Programm sind falsch...
> Tja, dann beschwere Dich bei Premiere.
Das habe ich bereits. Natürlich werden die Daten völlig korrekt
gesendet, und es liegt ganz sicher an meinem schlechten TV-Empfang, dass
mein Receiver die Daten der nachfolgenden Sendung schon hat, obwohl sie
laut Premiere noch garnicht gesendet wurden. Deswegen meine Anfrage:
nicht, weil ich eine Lösung suche, sondern weil mich interessiert, ob
noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
> Es ist nämlich durchaus möglich,
> die EPG Daten synchron aus zu strahlen. Nur wollen tut das nämlich keiner.
Hmm..die Programme der ARD, ZDF, arte, BR3 etc wollen das wohl durchaus,
selbst bei Premiere Film passt es eigentlich immer. Nur bei "SciFi" und
"13th Street" läuft das völlig daneben.
> BTW: Es heißt "der EPG". EPG = Electronic Program Guide. Das
> geschlechtsbestimmende Nomen ist "der Guide", nicht "das Guide".
Nach welcher Referenz? Denn "Guide" ist ein Anglizismus, der (noch)
nicht eingedeutscht wurde. Und die werden nunmal im casus neutrum behandelt.
Benjamin
> Och, das macht mein Technisat S1 ganz von alleine. Da kann man generell einstellen wieviele Minuten Vorlauf und Nachlauf man
> aufnehmen will,
mein Topfield (5000PVR) macht das auch automatisch. Auf das damalige
VPS (gibt es das wirklich immer noch für analoge Aufnahmen?) konnte
man sich auch nicht immer drauf verlassen.
> Das Geld geben alle größeren Sender aber sowieso schon aus, denn sonst gäbe es zu deren Sendungen kein EPG.
Häh? Der EPG steht schon Tage vorher, bei Sendungsverschiebungen
müsste der EPG also aktualisiert werden. Das kostet noch mehr Geld.
Im Grunde genommen müsste da jemand sitzen, der bei Beginn und
Ende einer jeden Sendung das Knöpfchen für die EPG-Info drückt.
>>> denn das liefe dem Konzept der Programmierung über EPG zuwider und ist vor Allem auch ziemlich umständlich.
Was ist denn daran umständlich? Über EPG kann mit ein zwei Knopf-
drücken eine Sendung programmiert werden, deren Datum Dir nicht mal
bekannt ist. Und dann noch ein Knopfdruck für 10 Minuten Nachlaufzeit -
fertich! Ich programmiere so in wenigen Sekunden.
> nicht, weil ich eine Lösung suche, sondern weil mich interessiert, ob noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
Bei Premiere nur bei Bundesliga-Live! Der EPG stimmt nie. Da muss man
noch 30 Minuten nach hinten schieben (Anfang und Ende).
> Hmm..die Programme der ARD, ZDF, arte, BR3 etc wollen das wohl durchaus, selbst bei Premiere Film passt es eigentlich immer. Nur
> bei "SciFi" und "13th Street" läuft das völlig daneben.
Auf ZDF ist das aber schon öfter vorgekommen, gerade wenn "Wetten Dass"
vorher läuft, passt der EPG für die nachfolgenden Sendungen nicht mehr.
>> Das Geld geben alle größeren Sender aber sowieso schon aus, denn sonst
>> gäbe es zu deren Sendungen kein EPG.
>
> Häh? Der EPG steht schon Tage vorher, bei Sendungsverschiebungen
> müsste der EPG also aktualisiert werden.
Tja, nur liegt das Problem nicht an irgendwelchen Sendungsverschiebungen.
> Das kostet noch mehr Geld.
> Im Grunde genommen müsste da jemand sitzen, der bei Beginn und
> Ende einer jeden Sendung das Knöpfchen für die EPG-Info drückt.
Das geht heute automatisch. Denn genausowenig wie Filme etc. noch von
Hand gestartet werden wird der EPG-Stream (welcher ja auch die
Sendungskennung beinhaltet) manuell gesetzt. Das Programm wird am
Rechner geplant und größtenteils automatisch auch davon abgespielt.
Selbst bei Programmverschiebungen (wie das von Dir erwähnte "Wetten
Dass" auf ARD) gibt man nur einen Korrekturwert ins System ein und gut.
>>>> denn das liefe dem Konzept der Programmierung über EPG zuwider und
>>>> ist vor Allem auch ziemlich umständlich.
>
> Was ist denn daran umständlich? Über EPG kann mit ein zwei Knopf-
> drücken eine Sendung programmiert werden, deren Datum Dir nicht mal
> bekannt ist.
Komisch, mein EPG zeigt mir zu jeder Sendung Datum und Uhrzeiten an.
> Und dann noch ein Knopfdruck für 10 Minuten Nachlaufzeit -
> fertich! Ich programmiere so in wenigen Sekunden.
Am Humax PDR-9700C? Wie Du mit einem Knopfdruck 10 Minuten zugibts würde
ich wikrlich gerne wissen...
>> nicht, weil ich eine Lösung suche, sondern weil mich interessiert, ob
>> noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
>
> Bei Premiere nur bei Bundesliga-Live! Der EPG stimmt nie. Da muss man
> noch 30 Minuten nach hinten schieben (Anfang und Ende).
Ok, aber Fussballereignisse sind eh schlecht zu planen.
>> Hmm..die Programme der ARD, ZDF, arte, BR3 etc wollen das wohl
>> durchaus, selbst bei Premiere Film passt es eigentlich immer. Nur bei
>> "SciFi" und "13th Street" läuft das völlig daneben.
>
> Auf ZDF ist das aber schon öfter vorgekommen, gerade wenn "Wetten Dass"
> vorher läuft, passt der EPG für die nachfolgenden Sendungen nicht mehr.
Da sich aber der PDR-9700C nicht einfach die absolute Zeit aus dem EPG
pickt, sondern die Aufnahme nach der Sendunngskennung steuert, war die
Verschiebung nachfolgender Sendungen nach z.B. "Wetten Dass" nie ein
Problem, die programmierte Sendung wird trotzdem komplett aufgezeichnet.
Benjamin
Benjamin Gawert schrieb:
> Martin Hillebrand schrieb:
>> Soweit so richtig. Aber woher soll die Software, die die EPG Daten in
>> den Datenstrom einmuxed wissen, dass die Sendung noch bzw. nicht mehr
>> läuft? Dass muss man ihr sagen, so dass sie darauf reagieren kann. Das
>> ist aufwändig und kostet u.U. auch ein bisschen Geld.
>
> Das Geld geben alle größeren Sender aber sowieso schon aus, denn sonst
> gäbe es zu deren Sendungen kein EPG.
Hallo? Ich glaube, Du hast keine Ahnung, wie Fernsehen produziert wird.
Da kann es durchaus mal sein, dass sich Sendungen einfach so mal
verschieben. Mit Automatismen kommt man da nicht sonderlich weit.
Wenn andere Sender einen halbwegs genauen EPG haben, dann ist das mit
hohen Kosten und unter Umständen mit Personalaufwand verbunden. (Ich hab
mal leuten gehört, dass das analoge VPS Signal von einer Person "per
Knopfdruck" erzeugt wurde, um möglichst passend zu sein).
Der langzeit EPG wird Tage (!) im Voraus eingepflegt. Meist sogar einige
Wochen. Dort steht "nur ungefähr" drin, was wann wo kommt.
Die EIT Present/Following sollte eigentlich halbwegs genau sein, um eine
VCR Steuerung zu ermöglichen. Allerdings ist die Syncronizität von
DVB-SI und Bildmaterial nicht so einfach her zu stellen!
>> Herzlich willkommen in der Realität, in der der Sender nämlich überhaupt
>> gar kein Interesse daran hat, dass Du die Sendungen aufzeichnest.
>
> Das betrifft ja nicht nur die Aufzeichnung (die, wenn Premiere daran
> kein Interesse hätte, sowieso einfach per Knopfdruck sperren könnte).
> Auch die Informationen zum laufenden Programm sind falsch...
Das kostet aber Geld, für ein Gimmick, was eigentlich nur Lästig wie ein
Kropf ist. Das Geld will niemand so recht ausgeben. Eine Ausnahme sind
die ÖR Sender, die schon immer ein wenig technik-affin waren und auch
nicht sooo auf's Geld schauen müssen.
>> Tja, dann beschwere Dich bei Premiere.
>
> Das habe ich bereits. Natürlich werden die Daten völlig korrekt
> gesendet, und es liegt ganz sicher an meinem schlechten TV-Empfang, dass
> mein Receiver die Daten der nachfolgenden Sendung schon hat, obwohl sie
> laut Premiere noch garnicht gesendet wurden.
Das ist Quark. Nur haben die vom Callcenter meist weniger Ahnung als
diejenigen, die Anrufen. Ich hatte früher mal(tm) eine Telefonnummer in
der Betastraße 1 in Unterföhring und habe da hin und wieder mal
angerufen. Die konnten ein Lied davon singen.
Die technischen Schwierigkeiten konnte ich damals(tm) mit der SAW3 in
Mainz auch mal direkt abklären. Sooo einfach ist das alles nicht.
Wie stellt man fest, dass eine Sendung, die via EIT Schedule
programmiert wurde, nicht einfach ausgefallen ist? Wann muss man
anfangen, die EIT present/following zu scannen, um wenigstens halbwegs
den Anfang zu erwischen?
Man kann sich weder darauf verlassen, dass die EIT Schedule richtig
gepflegt wurde, noch dass die EIT present/following halbwegs zeitnah
synchron ist. Schlussendlich kann ja auch mal die Technik ausfallen
(aber ich denke, darum geht es hier nicht).
Ich habe mal so ein Ding Programmiert - und das ist alles andere als
trivial! Was meinst Du, warum wohl andere Receiver den "10min Zuschlag"
implementiert haben? Das ist allemal einfacher als irgendwas anderes!
> Deswegen meine Anfrage:
> nicht, weil ich eine Lösung suche,
Was soll das dann, wenn Du nicht an einer Lösung interessiert bist?
> sondern weil mich interessiert, ob
> noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
Ganz bestimmt.
>> Es ist nämlich durchaus möglich,
>> die EPG Daten synchron aus zu strahlen. Nur wollen tut das nämlich keiner.
>
> Hmm..die Programme der ARD, ZDF, arte, BR3 etc wollen das wohl durchaus,
Hallo - aufwachen. Die von Dir genannten Sender sind ÖR Sender. Die
haben kein kommerzielles Interesse. Premiere ist eine AG, die extrem
kommerziell ausgerichtet ist und auch sein muss, will sie am Markt
halbwegs bestehen.
> selbst bei Premiere Film passt es eigentlich immer. Nur bei "SciFi" und
> "13th Street" läuft das völlig daneben.
Kannst Du Dir vorstellen, dass dort andere Lizenzbedingungen herrschen?
>> BTW: Es heißt "der EPG". EPG = Electronic Program Guide. Das
>> geschlechtsbestimmende Nomen ist "der Guide", nicht "das Guide".
>
> Nach welcher Referenz?
Duden 5 - Das Femdwörterbuch, 7., neu bearbeitete und erweiterte
Auflage: Guide [fr.: gid, engl.: gaid] /der/; -s, -s <germ.-fr.(engl.)>
Des Weiteren: Seite 215 "Fremdes Wort im deutschen Satz: Schreibung,
Aussprache und Grammatik":
[...]
Das Geschlecht fremdsprachlicher Wörter kann sich nach unterschiedlichen
Kriterien richten:
1.) nach dem Geschlecht möglicher deutscher Entsprechungen [...]
3.) nach dem Wortgeschlecht in der Ausgangssprache [...] Das Kriterium
greift freilich überall dort nur bedingt, wo in einer Ausgangssprache
das grammatische Geschlecht anders als im Deutschen unterschieden wird
(etwa im Englischen [...]). Bei Wörtern aus solchen Sprachen kann das
Genus im Deutschen schwanken.
Reicht das?
> Denn "Guide" ist ein Anglizismus, der (noch)
> nicht eingedeutscht wurde.
Guide ist gängig für ein Ratgeber, Reiseführer oder Gruppenführer. Durch
die Nennung im deutschen Duden ist sein Genus verbindlich festgelegt
(auch wenn das manche nicht glauben mögen).
> Und die werden nunmal im casus neutrum behandelt.
Falsch. Siehe oben bzw. der gesamte Artikel im Duden 5.
Gruß
Martin.
> laut Premiere noch garnicht gesendet wurden. Deswegen meine Anfrage:
> nicht, weil ich eine Lösung suche, sondern weil mich interessiert, ob
> noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
Schein mir kein Premiere Problem zu sein, eher ein Problem von 13th
Steet und SciFi, denn ich habe genau bei diesen Sendern über Kabel
Deutschland genau das gleiche Problem. Ich zeichne nicht über EPG auf,
aber es ist schon des öfteren passiert, daß das Ende einer Sendung
durch ein nettes "Bitte geben Sie Ihre Jugendschutz-PIN ein" ersetzt
wurde, weil danach eine vorgesperrte Sendung lief.
ciao,
mirko.
> [...] das damalige
> VPS (gibt es das wirklich immer noch für analoge Aufnahmen?) [...]
Ja, und es beschränkt sich nicht zwangsläufig auf analoge Ausstrahlungen.
Bernd
> Tja, nur liegt das Problem nicht an irgendwelchen Sendungsverschiebungen.
Natürlich! Nur darum geht es!
> Das geht heute automatisch. Denn genausowenig wie Filme etc. noch von Hand gestartet werden wird der EPG-Stream (welcher ja auch
> die Sendungskennung beinhaltet) manuell gesetzt. Das Programm wird am Rechner geplant und größtenteils automatisch auch davon
> abgespielt. Selbst bei Programmverschiebungen (wie das von Dir erwähnte "Wetten Dass" auf ARD) gibt man nur einen Korrekturwert
> ins System ein und gut.
Das wäre der Idealfall. Da es aber nicht funktioniert, weil es vielleicht
zuviel Aufwand ist, spart man sich das.
>> Was ist denn daran umständlich? Über EPG kann mit ein zwei Knopf-
>> drücken eine Sendung programmiert werden, deren Datum Dir nicht mal
>> bekannt ist.
> Komisch, mein EPG zeigt mir zu jeder Sendung Datum und Uhrzeiten an.
Bist Du wirklich so blöd, oder willst Du uns provozieren? In herkömmlichen
VCRs musste man Datum und Uhrzeit angeben. Bei EPG entfällt das. Du
schaust in die Vorschau und programmierst per Knopfdruck auf die angezeigte
Sendung. Dazu brauchst Du das Datum nicht kennen. Mir ging es hier nur
um die Vereinfachung und den Sinn von EPG-Programmierung.
>> Und dann noch ein Knopfdruck für 10 Minuten Nachlaufzeit -
>> fertich! Ich programmiere so in wenigen Sekunden.
>
> Am Humax PDR-9700C? Wie Du mit einem Knopfdruck 10 Minuten zugibts würde ich wikrlich gerne wissen...
Da musst Du mit leben (falscher PVR). Entweder geht es wirklich nicht,
oder Du musst die Anleitung genauer studieren. Beim Topfield geht es so
schnell (mit TAP sogar automatisch).
>> Bei Premiere nur bei Bundesliga-Live! Der EPG stimmt nie. Da muss man
>> noch 30 Minuten nach hinten schieben (Anfang und Ende).
>
> Ok, aber Fussballereignisse sind eh schlecht zu planen.
Was? Die stehen Wochen vorher fest! Immer von 15:30 bis ca. 17:15 Uhr.
> Da sich aber der PDR-9700C nicht einfach die absolute Zeit aus dem EPG pickt, sondern die Aufnahme nach der Sendunngskennung
> steuert, war die Verschiebung nachfolgender Sendungen nach z.B. "Wetten Dass" nie ein Problem, die programmierte Sendung wird
> trotzdem komplett aufgezeichnet.
Das glaube ich Dir nicht. Der EPG hilft Dir nur, einen Timer einzutragen.
Und dieser wird nun mal nicht geändert, wenn der EPG plötzlich andere
Zeiten anzeigt.
So, ich klinke mich hier aus. Es hat wohl eh keinen Zweck mehr...
>> VPS (gibt es das wirklich immer noch für analoge Aufnahmen?) [...]
>
> Ja, und es beschränkt sich nicht zwangsläufig auf analoge Ausstrahlungen.
Ist mir klar, daher schrieb ich ja auch Aufnahmen. Denn es gibt keinen
digitalen Festplattenreceiver, der mit VPS-Kennung ausgestattet ist
(im Gegensatz zu einigen DVD- und/oder Festplattenrecordern, die analoge
Signale erst umwandeln müssen).
>Ist mir klar, daher schrieb ich ja auch Aufnahmen. Denn es gibt keinen
>digitalen Festplattenreceiver, der mit VPS-Kennung ausgestattet ist
>(im Gegensatz zu einigen DVD- und/oder Festplattenrecordern, die analoge
>Signale erst umwandeln müssen).
Wobei meine DVD-Recorder (ohne Receiver) mit VPS auch nicht wirklich
umgehen können, vor allem LiteOn und Toshiba.
--
Reinhard
Fettflecke werden wie neu, wenn man sie regelmäßig mit Butter bestreicht.
Im übertragenen Sinne sollte man da vielleicht den VDR erwähnen.
(Und damit auch die Reelbox, aber das ist ein anderes Märchen).
Übrigens gibt es für den gleichen Zweck in den SI-Datenstrukturen
laut DVB-Standard drei unscheinbare Bits namens "running_status".
Die sind aber so klein und winzig, dass sie von den Entwicklern
immer übersehen werden ;-)
Bernd
Bernd Daene schrieb:
> Übrigens gibt es für den gleichen Zweck in den SI-Datenstrukturen
> laut DVB-Standard drei unscheinbare Bits namens "running_status".
> Die sind aber so klein und winzig, dass sie von den Entwicklern
> immer übersehen werden ;-)
Werden diese kleinen drei Bits eigentlich mittlerweile von den
Broadcastern auch so ausgestrahlt, wie es gedacht war? Mein Stand (der
zugegebenermaßen etwas angestaubt ist) ist, dass die auch sendeseitig
gerne "übersehen" wurden...
Gruß
Martin.
> Werden diese kleinen drei Bits eigentlich mittlerweile von den
> Broadcastern auch so ausgestrahlt, wie es gedacht war?
Bei den Privaten ganz sicher nicht (zumindest nicht sekundengenau).
Bei den ÖR kann ich es mir vorstellen, da sie ja auch klassisches VPS
unterstützen.
Wirklich überprüfen kann ich es aber nicht. Wer DVB am PC
empfängt, könnte es evtl. mit Tools wie diesen hier testen:
http://www.digital-digest.com/software/tsr.html
http://www.coolstf.com/tsreader/
Die Kodierung von running_status ist so:
0 undefined
1 not running
2 starts in a few seconds
3 pausing
4 running
5 to 7 reserved for future use
Wenn der Service nicht unterstützt wird, sollte dort Null stehen.
Bernd
> Das habe ich bereits. Natürlich werden die Daten völlig korrekt
> gesendet, und es liegt ganz sicher an meinem schlechten TV-Empfang, dass
> mein Receiver die Daten der nachfolgenden Sendung schon hat, obwohl sie
> laut Premiere noch garnicht gesendet wurden. Deswegen meine Anfrage:
> nicht, weil ich eine Lösung suche, sondern weil mich interessiert, ob
> noch andere Premiere-Kunden das Problem bemerkt haben.
Bei mir haben Premiere (Film) Aufzeichnungen bisher ganz gut geklappt.
Dort, wo ich (für Serien) ne wöchentliche Aufzeichnung gemacht habe und
'Sicherheitsmarge' gegeben habe, wird am Ende der Sendung sogar eine
neue Aufzeichnung gestartet.
Was mich aber nervt: Ich habe etliche Filme aufgenommen, bei denen nun
die Beschreibung nicht stimmt. Genau genommen stammt die Beschreibung
jeweils von dem Film, der vor oder nachher (kann ich nicht mehr
feststellen) kam.