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Wie ARD, ZDF und WDR manipulieren

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Stefan Scholl

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Jun 29, 2009, 3:53:44 AM6/29/09
to
Eine Gegendarstellung gegen "Killerspiel"-Berichte in ARD, ZDF
und WDR:

http://www.youtube.com/watch?v=9c5rwlKFsLE


lutz feustel

unread,
Jun 29, 2009, 7:33:24 AM6/29/09
to

Hmm, danke. Leider wird es an der schreierischen und dilettantischen
Berichterstattung rund um das Thema Spiele (oder generell um das Thema
Computer/Internet, man denke nur an den derzeitigen Twitterhype) nicht
viel aendern. Und dann wundern sich herkoemmliche Medien, wenn
nachfolgende Generationen nichts mehr vom CnP-"Journalismus" wissen
wollen...

Andreas M. Kirchwitz

unread,
Jun 29, 2009, 8:04:13 AM6/29/09
to
Stefan Scholl <ste...@no-spoon.de> wrote:

Die Fernsehberichte der Öffentlich-Rechtlichen sind exzellent,
außer wenn es um Themen geht, bei denen ich mich gut auskenne.

Grüße ... Andreas

Werner Tann

unread,
Jun 29, 2009, 9:41:19 AM6/29/09
to
lutz feustel <usene...@nurfuerspam.de> schrieb:

>Hmm, danke. Leider wird es an der schreierischen und dilettantischen
>Berichterstattung rund um das Thema Spiele (oder generell um das Thema
>Computer/Internet, man denke nur an den derzeitigen Twitterhype) nicht
>viel aendern. Und dann wundern sich herkoemmliche Medien, wenn
>nachfolgende Generationen nichts mehr vom CnP-"Journalismus" wissen
>wollen...

Nicht alles �ber einen Kamm scheren. Das aktuelle "profil" von heute
(�sterreichische "Schwester" des "Spiegel") behandelt im Artikel "Die
10 gr��ten Erziehungs-Irrt�mer" einen Irrtum betreffend
Computerspiele:

"6) Computerspiele machen Kinder aggressiv und autistisch.
Wer es sich einfach machen will, gibt die Schuld an steigender
Jugendgewalt Computerspielen. Wer steigende Jugendgewalt tats�chlich
erkl�ren will, sollte noch einmal hinschauen. Und wird schnell
erkennen, dass 'Killerspiele' keineswegs die Ursache, ja nicht einmal
den Ausl�ser f�r steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen
darstellen. Computerspiele sind in dieser Hinsicht, das haben
zahlreiche Studien festgestellt, neutral: Wenn ein Problem auftritt,
stammt es vom Spieler, nicht vom Spiel. Auch die gern zitierte These
von der Vereinsamung des Computernerds hat sich als fehlerhaft
erwiesen. Das Wiener Institut f�r Jugendkultur kam nach einer
Untersuchung im Vorjahr zu der Einsicht, dass selbst fanatische
Spieler �ber v�llig normale Sozialkontakte verf�gen: 'Das g�ngige
Klischee von sozial vereinsamten Computer-Kids findet in der
empirischen Realit�t keine Entsprechung.' Computerspiele k�nnen sogar
den Schulalltag auf produktive Weise angenehmer machen: Ein von der
Donau-Uni Krems im Schuljahr 2007/2008 durchgef�hrter Pilotversuch
ergab, dass handels�bliche Computerspiele (also keine Lernsoftware)
auch in der Schule gewinnbringend eingesetzt werden k�nnen - und zudem
die soziale Kommunikation verst�rken. Dass es aus p�dagogischer Sicht
nicht sonderlich zielf�hrend ist, Kleinkinder ausschlie�lich per
Spielkonsole ruhigzustellen, versteht sich aber auch von selbst. Als
vertr�glichen Mittelwert empfehlen Psychologen einen t�glichen
Gaming-Konsum von eineinhalb Stunden - und die Einbindung des
spielenden Kinds in die Restfamilie. Die Psychiaterin Gabriele Fischer
schl�gt vor, den Computer 'zentral im Wohnbereich aufzustellen und das
Kind eben dort World of Warcraft spielen zu lassen."

www.profil.at

Jochen Schmitt

unread,
Jun 29, 2009, 11:00:31 AM6/29/09
to
Am 29.06.2009 13:33, schrieb lutz feustel:

> Hmm, danke. Leider wird es an der schreierischen und dilettantischen
> Berichterstattung rund um das Thema Spiele (oder generell um das Thema
> Computer/Internet, man denke nur an den derzeitigen Twitterhype) nicht
> viel aendern. Und dann wundern sich herkoemmliche Medien, wenn
> nachfolgende Generationen nichts mehr vom CnP-"Journalismus" wissen
> wollen...

Nach meiner Meinung ist ein Hauptproblem, dass Journalisten zwar auf der
Uni lernen, wie man ein Thema profesionall pr�sentiert, aber kein oder
kaum ein Hintergrundwissen �ber die Themen besitzen, �ber die sie
berichten sollen.

mfg: Jochen Schmitt

Bernd Nomi

unread,
Jun 29, 2009, 12:19:34 PM6/29/09
to
Jochen Schmitt schrieb:

;) da kommt eines der gewichtigsten Probleme unser heutigen,
narzistischen Gesellschaft zu Tage, wenn nicht �berhaupt *das*
entscheidendste: Das �ussere ist das was z�hlt, nicht die Inhalte.

Message has been deleted

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 29, 2009, 1:35:58 PM6/29/09
to
Andreas M. Kirchwitz schrieb:

Welche allgemeinen (nichtfachlichen) Massenmedien machen so etwas denn
besser?

Christian Weisgerber

unread,
Jun 29, 2009, 1:50:23 PM6/29/09
to
Jochen Schmitt <Joc...@herr-schmitt.de> wrote:

> Nach meiner Meinung ist ein Hauptproblem, dass Journalisten zwar auf der

> Uni lernen, wie man ein Thema profesionall prᅵsentiert, aber kein oder
> kaum ein Hintergrundwissen ᅵber die Themen besitzen, ᅵber die sie
> berichten sollen.

Genau. Die Aufgabe von Journalisten ist es, ᅵber Dinge zu berichten,
von denen sie nichts verstehen.

(Es ist ᅵbrigens eine lehrreiche ᅵbung, das einmal von der anderen
Seite zu erfahren, also selbst mit bester Absicht einen Bericht zu
verfassen zu einem Thema, einer Veranstaltung, o.ᅵ., wo man selbst
nicht sonderlich fachkundig ist.)

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Bernd Nomi

unread,
Jun 29, 2009, 5:49:51 PM6/29/09
to
Jochen Schmitt schrieb:


Geht der Stammtisch wieder los?

Richtig ist, dass das t�glich Brot von Journalisten in z.B.
Zeitungsredaktionen darin besteht, �ber Dinge m�glichst informativ und
verst�ndlich zu berichten *obwohl* sie nichts davon verstehen. Wenn nur
Fachleute berichten d�rften, br�uchte man keine Journalisten.
Journalisten, die sich beliebig lange mit einem Thema auseinander setzen
k�nnen und sich, sollten sie nicht zuf�llig Experten des Themas sein,
diesbez�glich erst mal bilden k�nnen, sind sicher die gl�cklichsten
Vertreter dieser Zunft.

--
><(((�> ><(((*< ><(((�> ><(((*<
W�re die Umwelt eine Bank, ihr h�ttet sie l�ngst gerettet
www.foodwatch.de www.regenwald.org

Stefan Scholl

unread,
Jul 1, 2009, 2:41:58 AM7/1/09
to
Christian Weisgerber <na...@mips.inka.de> wrote:
> Jochen Schmitt <Joc...@herr-schmitt.de> wrote:
>> Nach meiner Meinung ist ein Hauptproblem, dass Journalisten zwar auf der
>> Uni lernen, wie man ein Thema profesionall pr�sentiert, aber kein oder
>> kaum ein Hintergrundwissen �ber die Themen besitzen, �ber die sie
>> berichten sollen.
>
> Genau. Die Aufgabe von Journalisten ist es, �ber Dinge zu berichten,

> von denen sie nichts verstehen.
>
> (Es ist �brigens eine lehrreiche �bung, das einmal von der anderen

> Seite zu erfahren, also selbst mit bester Absicht einen Bericht zu
> verfassen zu einem Thema, einer Veranstaltung, o.�., wo man selbst
> nicht sonderlich fachkundig ist.)


Wenn ich dann sogar meine Quellen angebe und jeder kann daraus
erkennen, dass ich das genaue Gegenteil davon behauptet habe
(sofern sich jemand die M�he macht), dann w�rde ich kein
Verst�ndnis erwarten.

So geschehen im Video des threadstartenden Beitrags.


--
Web (en): http://www.no-spoon.de/ -*- Web (de): http://www.frell.de/

Christian Weisgerber

unread,
Jul 1, 2009, 3:08:02 PM7/1/09
to
Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> wrote:

> > Nach meiner Meinung ist ein Hauptproblem, dass Journalisten zwar auf der

> > Uni lernen, wie man ein Thema profesionall prᅵsentiert, aber kein oder

> > kaum ein Hintergrundwissen ᅵber die Themen besitzen, ᅵber die sie


> > berichten sollen.
>
> Geht der Stammtisch wieder los?

Nein, der Stammtisch geht los, wenn Leute diese Berichterstattung
fᅵr wahr halten.

> Richtig ist, dass das tᅵglich Brot von Journalisten in z.B.
> Zeitungsredaktionen darin besteht, ᅵber Dinge mᅵglichst informativ und
> verstᅵndlich zu berichten *obwohl* sie nichts davon verstehen.

Genau.
Dass dabei vᅵlliger Unsinn herauskommt, sollte nicht verwundern.

Bernd Nomi

unread,
Jul 1, 2009, 4:39:47 PM7/1/09
to
Christian Weisgerber schrieb:

>> Richtig ist, dass das tᅵglich Brot von Journalisten in z.B.
>> Zeitungsredaktionen darin besteht, ᅵber Dinge mᅵglichst informativ und
>> verstᅵndlich zu berichten *obwohl* sie nichts davon verstehen.
>
> Genau.
> Dass dabei vᅵlliger Unsinn herauskommt, sollte nicht verwundern.

Du hast ganz offensichtlich sehr romantische Vorstellungen vom
Journalismus und deren Arbeit nicht verstanden. Deiner Ansicht nach
dᅵrften also nur echte Fachleute Berichte verfassen? Dann erschreckt es
Dich sicher, dass (Fach)Leute, denen man eigentlich Fachwissen
unterstellen darf, auch gerne den grᅵᅵten Mist verᅵffentlichen? Grᅵnde
dafᅵr gibt es genug, Dummheit, Geldgier, Machterhalt.....
Wach auf!

Stefan Scholl

unread,
Jul 2, 2009, 2:50:02 AM7/2/09
to
Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> wrote:
> Christian Weisgerber schrieb:
>>> Richtig ist, dass das t�glich Brot von Journalisten in z.B.
>>> Zeitungsredaktionen darin besteht, �ber Dinge m�glichst informativ und
>>> verst�ndlich zu berichten *obwohl* sie nichts davon verstehen.
>>
>> Genau.
>> Dass dabei v�lliger Unsinn herauskommt, sollte nicht verwundern.

>
> Du hast ganz offensichtlich sehr romantische Vorstellungen vom
> Journalismus und deren Arbeit nicht verstanden. Deiner Ansicht nach
> d�rften also nur echte Fachleute Berichte verfassen? Dann erschreckt es
> Dich sicher, dass (Fach)Leute, denen man eigentlich Fachwissen
> unterstellen darf, auch gerne den gr��ten Mist ver�ffentlichen? Gr�nde
> daf�r gibt es genug, Dummheit, Geldgier, Machterhalt.....
> Wach auf!

�h, nein. Alle seine Artikel im Thread sagen nur eins: Man muss
systembedingt mit Unsinn rechnen.


Ich selbst unterstelle teilweise eher Absicht und/oder Faulheit.
Siehe die Berichte �ber "Killerspiele" die auf Quellen verweisen,
die den Aussagen des Berichtes widersprechen.

Bernd Nomi

unread,
Jul 2, 2009, 5:55:49 AM7/2/09
to
Stefan Scholl schrieb:
snip

> �h, nein. Alle seine Artikel im Thread sagen nur eins: Man muss
> systembedingt mit Unsinn rechnen.

�h ja, das w�rde ich auch unterschreiben, ich las aber heraus, dass er
"Unsinn" und desinteressierte Nichtsk�nner unter den Journalisten f�r
den Normalfall halten w�rde.


>
>
> Ich selbst unterstelle teilweise eher Absicht und/oder Faulheit.

Wie gesagt, so relativiert, klingt das schon besser :)

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