Meine zwei Haflinger, 12 und 11 Jahre, reite ich gerade an, sie sollen
sp�ter keine Turniere gehen, sondern Freizeit-Reitpferde werden.
Wichtig ist mir, da� sie lernen, im R�cken nachzugeben,
dh. gesundheitsneutral laufen.
Auf http://www.molekuer.de/ habe ich einiges gelesen, nachdem eine
Stallkollegin so ein "Gl�cksrad" f�r ihr Pferd gekauft hat - seitdem
halte ich nix mehr von Gebi�.
Meine Stute reagiert auf Halfter und Z�gel ja sehr gut, gibt im Hals
nach, sie nimmt die Hilfe also an - darauf l��t sich aufbauen.
Barbie ha�t ein Gebi�, Hackamore finde ich zu scharf; ich bin zwar kein
�ngstlicher Reiter, der am Z�gel rei�t, wenn das Pferd Gas gibt, aber
mir ist unwohl damit.
Was meint Ihr dazu?
Heute war ich mit Nepomuk das erste mal auf dem Reitplatz, nachdem ich
am Montag nach dem Longieren im Roundpen mal kurz aufgesessen bin.
Die Stallkollegin, die mit ihrem Pferd ebenfalls anwesend war, meinte,
ohne Gebi� geht das gar nicht, die war richig entsetzt. Ich wei� ja
nicht, was die jetzt mit dem Gebi� hatte; um dem Pferd zu lernen, auf
Schenkeldruck zu reagieren, braucht man doch kein Gebi�.
Gr��e
Sabine
--
Utilities: Computerprogramme, die Probleme l�sen,
die man ohne Computer gar nicht h�tte.
ich war anfangs etwas skeptisch, habe es dann aber bei Lösdau mit
einem Kinnriemen gekauft, da ich erst mal mit möglichst wenig
"schärfe" es austesten wollte.
Ich habe dann mit meiner Kleinen die ersten Übungen damit in der Halle ohne die
LG-Funktion durchgeführt (also sozusagen Reithalfter-Betrieb) und die
LG-Funktion erst mal vom Boden aus geübt.
Nachdem das nachgeben mit LG-Funktion vom Boden aus gut funktioniert hatte (ich
meine ich hätte dafür 2 mal 30 Min. Bodenarbeit am Zügel "geopfert") bin ich
dann dem LG erst mal im Unterricht geritten; ich wollte sicherstellen, dass
jemand von aussen es sieht, wenn das Pferd damit doch Schwierigkeiten hat.
Das Ergebnis war für mich erstaunlich gut. Vom Sattel aus viel früheres
freiwilliges nachgeben des Pferdes, zumindest bei mir weniger Zug auf dem Zügel
wenn das Pferd am "Gebiss" steht.
Das Reiten selber kommt mir mit dem Zaum auch wesentlich entspannter vor;
das könnte aber schon eine seelische Sache sein, da ich unbewusst ganz anders
an die Sache ran gehe.
Ansonsten muss ich aber auch sagen, dass ich nun nicht ständig mit dem LG reite.
Da meine Kleine mit dem einfach gebrochenen Gebiss auch ganz gut zurecht kommt,
ist der LG eher due 2. Möglichkeit und um manchmal etwas Abwechslung dem Pferd
zu bieten. Ich nehme Ihn gerne mal zum Ausreiten ins Gelände. Da ich gerne mal
auf halber Strecke eine Wiesenpause mache, hat es dann gleich noch den
Effekt, dass ich zum Grasen nicht das Gebiss rausnehmen muss ;-) Alledings
locker ich dann den Nasenriemen immer um ein bis zwei Löcher.
Ich möchte aber auch zu Bedenken geben, dass mir nicht alles so "geheuer"
ist, wie ich gelesen habe.
Als jemand, der aus der Technik kommt und in Mechanik/Statik nicht ganz
unbedarft sind schon bei der normalen LG-verschnallung am LG-Zaum die Kräfte
nicht ganz unerheblich. Mit den erhältlichen Shanks vervielfachen diese sich.
Die Funktion beim Zaum ist ja die gleichzeitige Einwirkung auf Genick Nase und
Kinn. Mein Pferd hat sehr schnell gelernt den Kopf "runter" zu nehmen und dort
zu halten wo er laut meiner RL und den einschlägigen Büchern mit dem LG so hin
muss. Das kannte Sie aber auch schon vorher.
Man muss dabei aufpassen, dass das Pferd nicht eine "falsche" Haltung dabei
einnimmt, wie es manchmal (nicht erkannt bei einigen Reitern und manchmal auch
Lehrern, die meinen "Hauptsache der Kopf ist unten") der Fall ist und dann zu
unerwünschten Ergebnissen führt.
In dem Zusammenhang wenn Du schon den Zaum kaufst (der auch nicht gerade günstig
ist) schau Dir auch gleich noch das Buch zum LG-Zaum an oder lies es Dir vorher an.
Dann noch ein Tipp, um die Seiten/Kippkräfte auf des Zaums auf dass Maul
zu vermeiden oder wenigstens stark zu mindern mach bitte "Klicker" an den Zügel
und verschnall den Zaum nicht. Ich habe nicht gelesen dass diese Kippkräfte
erwünscht oder behandelt sind.
Und noch etwas: Man kann mit dem Zaum sicher auch mal einen Knochen brechen,
also bitte genau Überlegen, ob man die zus. Schanks wirklich benötigt.
Fazit in meinen Augen:
Gut wenn man nicht gerade die wirklich hohe Dressurschule gehen will und Pferd
nun mal kein Gebiss mag.
MfG...
Pierre
Sabine 'Sani' Schulz schrieb:
> Auf http://www.molekuer.de/ habe ich einiges gelesen, nachdem eine
> Stallkollegin so ein "Glücksrad" für ihr Pferd gekauft hat - seitdem
> halte ich nix mehr von Gebiß.
Danke f�r Deine Erfahrungen.
> Das Reiten selber kommt mir mit dem Zaum auch wesentlich entspannter
> vor; das k�nnte aber schon eine seelische Sache sein, da ich unbewusst
> ganz anders an die Sache ran gehe.
Ich kanns nicht beurteilen, meine Stute Barbie reite ich immer noch mit
Stallhalfter, mein Wallach war bisher 1x auf dem Platz mit Reithalfter.
> Als jemand, der aus der Technik kommt und in Mechanik/Statik nicht ganz
> unbedarft sind schon bei der normalen LG-verschnallung am LG-Zaum die Kr�fte
> nicht ganz unerheblich.
Ich w�rde anfangs eh ohne einhaken, also wie beim Reithalfer.
> Mit den erh�ltlichen Shanks vervielfachen diese sich.
> Die Funktion beim Zaum ist ja die gleichzeitige Einwirkung auf Genick Nase und
> Kinn. Mein Pferd hat sehr schnell gelernt den Kopf "runter" zu nehmen und dort
> zu halten wo er laut meiner RL und den einschl�gigen B�chern mit dem LG so hin
> muss. Das kannte Sie aber auch schon vorher.
> Man muss dabei aufpassen, dass das Pferd nicht eine "falsche" Haltung dabei
> einnimmt, wie es manchmal (nicht erkannt bei einigen Reitern und manchmal auch
> Lehrern, die meinen "Hauptsache der Kopf ist unten") der Fall ist und dann zu
> unerw�nschten Ergebnissen f�hrt.
Darauf werde ich achten, danke.
> In dem Zusammenhang wenn Du schon den Zaum kaufst (der auch nicht
> gerade g�nstig ist) schau Dir auch gleich noch das Buch zum LG-Zaum an
> oder lies es Dir vorher an.
Vorgemerkt.
> Dann noch ein Tipp, um die Seiten/Kippkr�fte auf des Zaums auf dass Maul
> zu vermeiden oder wenigstens stark zu mindern mach bitte "Klicker" an den Z�gel
> und verschnall den Zaum nicht. Ich habe nicht gelesen dass diese Kippkr�fte
> erw�nscht oder behandelt sind.
Was genau meinst Du mit Klicker?
> Und noch etwas: Man kann mit dem Zaum sicher auch mal einen Knochen brechen,
> also bitte genau �berlegen, ob man die zus. Schanks wirklich ben�tigt.
Ich habe nicht geplant, mir Schanks zu kaufen.
Meine Pferde reite ich ja gerade erst an, beide kennen kein Gebi�
(Barbie hatte ein Mal eines drinnen, aber das war ne Katastrophe).
> Fazit in meinen Augen:
> Gut wenn man nicht gerade die wirklich hohe Dressurschule gehen will und Pferd
> nun mal kein Gebiss mag.
Ich denke halt, wieso soll ich das Pferd mit einem Gebi� belasten, wenn
sie alles, was sie k�nnen m�ssen, auch ohne lernen k�nnen?
Eine Stallkollegin meinte heute, wenn das Pferd im Gel�nde durchgeht,
braucht man ein Gebi� ... nur hatte ich schon Pferde, die einfach
draufgebissen haben, da hat man dann auch keine Einwirkungsm�glichkeit
mehr.
Gr��e
Sabine
--
Wenn du kritisiert wirst, dann mu�t du irgend etwas richtig machen.
Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.
(Bruce Lee, chin. Kampfsportler u. Philosoph)
Die ersten Übungen wegen dem Druck weichen machst Du am besten vom Boden aus.
> Was genau meinst Du mit Klicker?
So eine Art Karabinerhaken. Ich habe meine von Horze (ist hier vor Ort) gekauft.
Ich habe aber gesehen, dass man die auch gleich passend mit bestellen kann. So
viel teurer sind die da auch nicht.
> Eine Stallkollegin meinte heute, wenn das Pferd im Gelände durchgeht,
> braucht man ein Gebiß ... nur hatte ich schon Pferde, die einfach
> draufgebissen haben, da hat man dann auch keine Einwirkungsmöglichkeit
> mehr.
Das, meine ich, ist eher eine Versicherungstechnische Frage. Ich denke eher,
dass es keine Unterschied macht, ob man nun mit Gebiss oder ohne Unterwegs ist.
Da sind andere Faktoren wesentlich entscheidender. Wenn es mal soweit ist,
dann ist das LG nicht wesentlich uneffektiver.
Beim LG darf man die Einwirkung meiner Ansicht nach nicht unterschätzen.
Zum einseitigen rumziehen (Notbremse) funktioniert das LG übrigens auch :-(
Aber wenn das funktioniert dann ist das Pferd nicht in Panik (Ich habe noch mit
keinem zu tun gehabt, was panisch weggelaufen ist. Mehr als ein, zwei Hopser
sind es nie geworden. Immer nur Kandidaten die einfach kein Bock mehr hatten und
meinten Sie könnten so schneller nach Hause kommen ;-) Aber mit wie vielen
Pferden hatte ich schon zu tun. Kann Sie an zwei Händen abzählen ;-)
Bis denn...
Pierre
Also ich hatte mal das "Vergnügen", als mein eigenes Pferd die Panik
bei Sprenkleranlagen bekommen hat. Das war richtiges Durchgehen und
das wünsch ich KEINEM.
Wenn du mal auf 600kg sitzt, die auf NICHTS reagieren, einfach nur
ungebremst durch ein knapp erntereifes Feld pflügen, dann wird dir
mehr als schummrig. Mir ging da nur der Gedanke "Wenn da jetzt
irgendwo ein Loch ist, brechen wir uns beide das Genick!" durch den
Kopf. Da nutzt übrigens auch einseitig ziehen nichts!
Nach so 2-3 Feldern wurde er dann ein bissl langsamer und hat wieder
auf was reagiert. Da hat dann eindrehen auch genutzt.
Seitdem muß ich immer leicht verbittert lachen, wenn mir Leute
berichten, daß ihnen die Pferde am Ausritt wieder 2-3mal
"durchgegangen" sind. Wie du schreibst, das sind im Normalfall ein
paar Hüpfer, nicht mehr. Aber solange man das nicht selbst erlebt hat,
wie sich ein Pferd komplett ausklinkt, kann man das nicht verstehen.
Und - wie gesagt - das wünsch ich keinem!
Versicherungstechnisch sieht es übrigens mit gebisslosen Zäumungen
AFAIK eher schlecht aus. Würde ich so reiten wollen (was ich nicht
will, weil ich unter reiten mehr versteh, als gradaus glühen und mal
irgendwie abwenden können und bei der Feinjustierung der stellenden
Hilfen haperts IMHO bei allen solchen Zäumungen), würde ich mir das
definitiv schriftlich geben lassen, daß ich auch bei gebisslosen
Ausritten versichert bin.
Kathi (die aber nicht glaubt, daß da eine Versicherung auf "Halfter"
einsteigt)
> Also ich hatte mal das "Vergn�gen", als mein eigenes Pferd die Panik
> bei Sprenkleranlagen bekommen hat. Das war richtiges Durchgehen und
> das w�nsch ich KEINEM.
> Wenn du mal auf 600kg sitzt, die auf NICHTS reagieren, einfach nur
> ungebremst durch ein knapp erntereifes Feld pfl�gen, dann wird dir
> mehr als schummrig. Mir ging da nur der Gedanke "Wenn da jetzt
> irgendwo ein Loch ist, brechen wir uns beide das Genick!" durch den
> Kopf. Da nutzt �brigens auch einseitig ziehen nichts!
Das ist, als ob Du im Auto auf der Rueckbank sitzt, mit 200 Sachen die
Autobahn entlangbretterst, und Fahrer gibt's keinen.
Ob Du Zuegel in der Hand hast oder nicht macht da auch keinen
Unterschied mehr.
> Seitdem mu� ich immer leicht verbittert lachen, wenn mir Leute
> berichten, da� ihnen die Pferde am Ausritt wieder 2-3mal
> "durchgegangen" sind. Wie du schreibst, das sind im Normalfall ein
> paar H�pfer, nicht mehr.
Abgehen - auch in schnellerem Tempo - passiert mit vielen Pferden und
vielen Reitern. Das wird dann schnell zum 'Durchgehen' hochstilisiert,
genau wie ein Buckler zum Bocken wird.
> Aber solange man das nicht selbst erlebt hat,
> wie sich ein Pferd komplett ausklinkt, kann man das nicht verstehen.
> Und - wie gesagt - das w�nsch ich keinem!
In der Tat. Und es ist frustrierend, wdie wohlmeinenden Ratschlaege zu
hoeren, die alle auf Pferde abgestimmt sind, die sich halt mal von der
Hand befreien. Sowas habe ich auch schon geritten - war auch nicht
gerade spassig bis ich raushatte, wie ich damit umgehen musste
(*vorwaerts reiten*) - aber vergleichsweise harmlos.
Ich denke, jedes Pferd kann _mal_ die Panik bekommen. Auch brave,
gutmuetige, wohlerzogene. Wenn ein Pferd jedoch regelmaessig Panik
schiebt, wuerde ich das mit dem Reiten aber noch einmal sehr genau
ueberdenken. Meinen Kleinen habe ich weiterhin geritten - aber nicht
mehr in Situationen, in denen er sich unter Druck gesetzt fuehlte. Das
machte zwar fuer kuerzere Ausritte, aber dafuer waren die wesentlich
spassiger. Lieber zehn Minuten am langen Zuegel als eine Stunde in der
das Pferd mindestens fuenf Minuten am Rande der Panik steht weil ihm
alles zuviel wird und er lieber auf seiner Weide waere. Am liebsten
haette er sich unter seiner Bettdecke verkrochen.
War schon ein armer Kerl, damals.
Catja
--
writing blog @ http://beyond-elechan.livejournal.com
Du beschreibst das wunderbar!
Das klassische Beispiel vom Gegenteil war dann Grand Amour. Eigentlich
ein bissl ein F�rchti, aber durch Vertrauen zu mir schon recht l�ssig,
ist er mal (gemeinsam mit einem zweiten) losged�st, als es hinter
einem Damm gerummst hat. Was macht Otto Normalreiter? Er zieht mal
instinktiv am Z�gel an! (Ich wei�, das tut man nicht, aber Hand aufs
Herz: wer tuts NICHT?
Tja und dann bin ich fast vom Pferd abgestiegen: er blieb so rasch
stehen, da� er noch einen senkrechten Hupfer gemacht hat, um all die
Energie vom Vorw�rts abzubauen. Western ausgebildet w�re es sicher ein
Sliding Stop geworden! Und ich hab wirklich nicht angerissen, sondern
nur gezogen!
IMHO reagieren 90% der weghupfenden Pferde fast so und trotzdem sagen
alle "durchgegangen" dazu....
Kathi (die glaubt, da� viel zu wenig wissen, da� man hektische Pferde
nur durch TREIBEN beruhigen kann)
>> Ich w�rde anfangs eh ohne einhaken, also wie beim Reithalfer.
> Schau Dir auf jeden Fall genau an, wo der Stern sitzen muss. Das ist ungewohnt
> recht weit "oben." Das ganze darf auch nicht zu locker sitzen.
Hab ich gelesen, ja.
> Die ersten �bungen wegen dem Druck weichen machst Du am besten vom
> Boden aus.
Ja gut.
>> Eine Stallkollegin meinte heute, wenn das Pferd im Gel�nde durchgeht,
>> braucht man ein Gebi� ... nur hatte ich schon Pferde, die einfach
>> draufgebissen haben, da hat man dann auch keine Einwirkungsm�glichkeit
>> mehr.
> Das, meine ich, ist eher eine Versicherungstechnische Frage. Ich denke eher,
> dass es keine Unterschied macht, ob man nun mit Gebiss oder ohne Unterwegs ist.
> Da sind andere Faktoren wesentlich entscheidender. Wenn es mal soweit ist,
> dann ist das LG nicht wesentlich uneffektiver.
> Beim LG darf man die Einwirkung meiner Ansicht nach nicht untersch�tzen.
> Zum einseitigen rumziehen (Notbremse) funktioniert das LG �brigens auch :-(
> Aber wenn das funktioniert dann ist das Pferd nicht in Panik (Ich habe noch mit
> keinem zu tun gehabt, was panisch weggelaufen ist. Mehr als ein, zwei Hopser
> sind es nie geworden. Immer nur Kandidaten die einfach kein Bock mehr hatten und
> meinten Sie k�nnten so schneller nach Hause kommen ;-) Aber mit wie vielen
> Pferden hatte ich schon zu tun. Kann Sie an zwei H�nden abz�hlen ;-)
Meine Pferde sch�tze ich nicht als Paniker ein, klar erschrecken sie
sich mal, hopsen dann weg, daf�r reicht ein Halfter.
Meine Stute ist enorm kr�ftig mit einem Hals wie ein Hengst, wenn sie im
Gel�nde beim Galopp buckelt, tue ich mir mit Stallhalfter schwer, ihr
den Kopf hochzuziehen bzw. zu verhindern, da� sie �berhaupt mit dem Kopf
an den Boden kommt.
Sie we�, was sie tut und will, trotzdem ist Gebi� die letzte
Alternative, weil das tut ihr dann ordentlich weh.
Gr��e
Sabine
--
Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler
eingestanden haben, brauchten sie ihn
nicht mehr abzulegen.
* Marie von Ebner-Eschenbach
> Also ich hatte mal das "Vergn�gen", als mein eigenes Pferd die Panik
> bei Sprenkleranlagen bekommen hat. Das war richtiges Durchgehen und
> das w�nsch ich KEINEM.
> Wenn du mal auf 600kg sitzt, die auf NICHTS reagieren, einfach nur
> ungebremst durch ein knapp erntereifes Feld pfl�gen, dann wird dir
> mehr als schummrig. Mir ging da nur der Gedanke "Wenn da jetzt
> irgendwo ein Loch ist, brechen wir uns beide das Genick!" durch den
> Kopf. Da nutzt �brigens auch einseitig ziehen nichts!
Ich hatte mal ein Pferd gemietet, ritt an der Isar, Hunde versetzten es
in Panik, der Gaul rannte, die Hunde hinterher, unter den B�umen durch,
ich hatte meinen Kopf neben seinem Hals, sonst h�tte es mich
runtergefegt.
Ein Gebi� hatte er drinnen, abdrehen h�tte nix gebracht, die Hunde
w�ren wir dadurch nicht losgeworden.
> Nach so 2-3 Feldern wurde er dann ein bissl langsamer und hat wieder
> auf was reagiert. Da hat dann eindrehen auch genutzt.
Normal kuckt ein Pferd sehr genau, wo es hintritt; da mu� man sich auf
sein Pferd verlassen und ihm auch vertrauen, IMHO.
> Versicherungstechnisch sieht es �brigens mit gebisslosen Z�umungen
> AFAIK eher schlecht aus. W�rde ich so reiten wollen (was ich nicht
> will, weil ich unter reiten mehr versteh, als gradaus gl�hen und mal
> irgendwie abwenden k�nnen und bei der Feinjustierung der stellenden
> Hilfen haperts IMHO bei allen solchen Z�umungen), w�rde ich mir das
> definitiv schriftlich geben lassen, da� ich auch bei gebisslosen
> Ausritten versichert bin.
Ja gut, Du hast keine Ahnung von gebi�los reiten.
Gr��e
Sabine
--
Die M�nner, die mit den Frauen am besten auskommen,
sind dieselben, die wissen, wie man ohne sie auskommt.
(Charles Baudelaire, frz. Schriftsteller, 1821-1867)
> Katharina Scholz wrote:
>> Kathi (die glaubt, da� viel zu wenig wissen, da� man hektische Pferde
>> nur durch TREIBEN beruhigen kann)
> Sowas hatte ich auch mal. Ich wollte in Holland am Meer einen Ausritt
> mitmachen. Als die Begleiterin fragte, ob bei den Teilnehmern jemand dabei
> sei, der etwas besser reiten k�nne, hob ich die Hand. Sie wies mir dann ein
> f�r meine K�rpergr��e eher kleines Pferdchen zu, welches ich unter anderen
> Umst�nden wohl nie bekommen h�tte. Im Gegensatz zu den anderen Pferden, die
> einfach nur vor sich hin schlufften, war der kleine aufmerksam und munter
> und fing auch bald an, auf seinem Gebi� zu kauen.
Und was sagt Dir das?
> Ich hatte �berhaupt kein Problem mit dem Kleinen. Bis unsere Begleiterin am
> Strand dann meinte, wir w�rden jetzt mal ein St�ck galoppieren. Da nahm er
> den Kopf runter und scharrte mit dem Vorderhuf, so richtig, wie man das
> sonst von Stieren aus dem Stierkampf kennt.
> Ich habe mich davon aber nicht beeindrucken lassen und ihn erstmal laufen
> lassen. Sooo schnell wurde er auch gar nicht, und hinterher habe ich ihn
> sogar noch angetrieben.
> Ich war jedenfalls sehr froh, dieses Pferdchen geritten zu haben, da die
> anderen zum Teil M�he hatten, ihre Pferde auch nur zum Galoppieren zu
> �berreden.
Warum wohl?
> Die Kinder, die nach der R�ckkehr fragten, ob es schnell gewesen sei, waren
> jedenfalls ganz entt�uscht, als ich meinte da� es das nicht war ;-)
Meine G�te ... wie kann man solche ausgebeuteten Pferde mieten.
Gr��e
Sabine
--
Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker)
Allen Leuten die meinen, ein Bosal sei ein zartes Werkzeug, sollte man
so ein Ding mal ᅵber die Nase ziehen.
Nicht alles, was harmlos aussieht ist es auch...
Und bei vielen, vielen "gut ausgebildeteten" Westernpferden gab es vor
dem Endergebnis ne Menge "Aua".
--
Liebe Grᅵᅵe
Peter Becker
http://www.pferdeknipser.de/
Islᅵnder sind riesige Pferde, nur
ihre Beine sind etwas kᅵrzer...
> > Nach so 2-3 Feldern wurde er dann ein bissl langsamer und hat wieder
> > auf was reagiert. Da hat dann eindrehen auch genutzt.
>
> Normal kuckt ein Pferd sehr genau, wo es hintritt; da mu� man sich auf
> sein Pferd verlassen und ihm auch vertrauen, IMHO.
Wenn das Pferd durchgeht, kann man nichts mehr machen. Siehe 'Panik,
Definition' weiter oben.
Und ein Teil dieser Panik ist, dass das Pferd in dem Moment _keine
Anreize von aussen aufnimmt_. Nicht die Hilfen des Reiters, und auch
keine Kalkulationen, ob da irgendwo eine Wand oder ein Zaun oder ein
Loch auftreten. (Pferde treten auch auf der Weide in Loecher _weil diese
nicht immer sichtbar sind_, und treten in Loecher auf Ausritten _weil
sie dem Reiter vertrauen_.)
> > Versicherungstechnisch sieht es �brigens mit gebisslosen Z�umungen
> > AFAIK eher schlecht aus. W�rde ich so reiten wollen (was ich nicht
> > will, weil ich unter reiten mehr versteh, als gradaus gl�hen und mal
> > irgendwie abwenden k�nnen und bei der Feinjustierung der stellenden
> > Hilfen haperts IMHO bei allen solchen Z�umungen), w�rde ich mir das
> > definitiv schriftlich geben lassen, da� ich auch bei gebisslosen
> > Ausritten versichert bin.
>
> Ja gut, Du hast keine Ahnung von gebi�los reiten.
Oder sie reitet wesentlich feiner, als Du es Dir auch nur vorstellen
kannst. Nauerlich war das ein wenig ueberzogen, aber "bei der
Feinjustierung der stellenden Hilfen haperts" entspricht meiner
Erfahrung mit einer ganzen Reihe von gebisslosen Zaeumungen.
Witzig, ich war beim Schreiben in Gedanken bei einer ehemaligen
Mitschreiberin unserer Pferdemailliste, die uns damals berichtet hat,
wie fein sie Bosal und Mecate aufeinander abstimmen kann und muᅵ. Und
hab ihr gedanklich Abbitte geleistet...
ABER: so wie du schreibst "auf einem gut ausgebildetem Pferd"! Da wird
dann ᅵber Sitz und Schenkel gewendet, nicht ᅵber den Zaum. Ich hab
auch schon Dressurreiter gesehen (in der Wr.Stadthalle beim Fest der
Pferde) die eine Grand-Prix-Kᅵr mit Kandare geritten sind und dann
nochmals die gleiche Kᅵr OHNE Zᅵumung.
Mit einem gut ausgebildeten Pferd geht eine Menge!
Aber ich steh dazu: ein Pferd NUR mit einer gebisslosen Zᅵumung so
weit zu bekommen, daᅵ es sich korrekt stellen und biegen lᅵᅵt im Sinne
von Dressurarbeit, das halte ich fᅵr illusorisch.
Kathi (die auch beim Bosal nicht "Feinjustierung von stellenden
Hilfen" dazu sagen wᅵrde)
> > Katharina Scholz wrote:
Hi Kathi
Bist Du das noch? Darf ich gratulieren?
> >> Versicherungstechnisch sieht es übrigens mit gebisslosen Zäumungen
> >> AFAIK eher schlecht aus. Würde ich so reiten wollen (was ich nicht
> >> will, weil ich unter reiten mehr versteh, als gradaus glühen und mal
> >> irgendwie abwenden können und bei der Feinjustierung der stellenden
> >> Hilfen haperts IMHO bei allen solchen Zäumungen),
SO ist es.
Gebisslose Zäumungen waren ursprünglich auch für einhändige Reitweisen
gedacht - Stichwort Arbeitsreitweise , wo immer eine Hand des Reiters
für andere Dinge frei sein musste und die andere trotzdem genügend
Kontrolle auf das Pferd ausüben sollte. Man könnte es natürlich auch
in Hinblick auf die Mechanik erklären und bezogen auf die
Wirkungspunkte am Pferdekopf , aber das würde eine bestimmte Person
erst recht nicht verstehen – also lasse ich es.
> Aber ich steh dazu: ein Pferd NUR mit einer gebisslosen Zäumung so
> weit zu bekommen, daß es sich korrekt stellen und biegen läßt im Sinne
> von Dressurarbeit, das halte ich für illusorisch.
Gruss Luise
Ja zu beiden!
Ich hab endlich wen gefunden, der sogar mich ertr�gt! *ggg*
Und s��e Story am Rande der Hochzeit: Wir "durften" so ein Spielchen
machen, wo man R�cken an R�cken sitzt, und unterschiedliche
Gegenst�nde f�r Mann und Frau hochh�lt und dann Fragen beantworten
mu�, wo �bereinstimmungen positiv gez�hlt werden.
Auf die Frage "Wer gibt mehr Geld aus?" hab ich mich gew�hlt, eh klar,
allein das Pferd ist ja teurer als was sonst ausgegeben wird.
Keine �bereinstimmung.
Am n�chsten Morgen hab ich dann gefragt, was er genommen hat.
"Keinen, wir geben ja gleich viel Geld aus f�r unn�tioge Sachen!"
"Und mein Pferd?!?!"
"Das f�llt doch unter "Haushaltsgeld", das geh�rt doch dazu!"
SO jemanden muss man erst mal finden! Ich hab gleich wieder gewu�t,
warum ich mir den Hochzeitsstress angetan hab!
> Gebisslose Z�umungen waren urspr�nglich auch f�r einh�ndige Reitweisen
> gedacht - Stichwort Arbeitsreitweise , wo immer eine Hand des Reiters
> f�r andere Dinge frei sein musste und die andere trotzdem gen�gend
> Kontrolle auf das Pferd aus�ben sollte. Man k�nnte es nat�rlich auch
> in Hinblick auf die Mechanik erkl�ren und bezogen auf die
> Wirkungspunkte am Pferdekopf , aber das w�rde eine bestimmte Person
> erst recht nicht verstehen � also lasse ich es.
Und die Sch�rfe!
Kathi (die Luise nur zustimmen kann)
> SO jemanden muss man erst mal finden! Ich hab gleich wieder gewu�t,
> warum ich mir den Hochzeitsstress angetan hab!
Gratulation, auch von mir...
--
Liebe Gr��e
Peter Becker
http://www.pferdeknipser.de/
Isl�nder sind riesige Pferde, nur
ihre Beine sind etwas k�rzer...
> Davon sprach ich nicht. Mir ging es lediglich darum, daᅵ ich die
> Regelung "Versicherung zahlt nur mit Gebiᅵ" fᅵr schwachsinnig halte.
>
> Gruᅵ, Angelique
>
Hallo Angelique,
diese Regelung gibt es nicht.
Eine Haftpflicht Versicherung muss erst einmal immer im Rahmen der
Versicherten Risiken zahlen. Wenn da in den Versicherungsbedingungen
explizit drin steht Reiten, Fᅵhren, Fahren nur mit Gebiᅵ zahlt sie.
Danach stellt die Versicherung die Frage:
Wᅵre der Unfall zu verhindern gewesen, dann geht das ganze vor Gericht,
ein Sachverstᅵndiger wird eingeschaltet. Wenn dann dabei herauskommt:
Ja mit Gebiᅵ wᅵre es zu verhindern gewesen.
Hier wird sicherlich oft gesagt werden, ja mit Gebiᅵ wᅵre es
wahrscheinlich besser ausgegangen, ob es zu Verhindern gewesen wᅵre ist
eine andere Sache. Aber eventuell hᅵtte man z. B. ein durchgehendes
Pferd einen Meter weiter von der Gefahrenposition abbringen kᅵnnen als
ohne und wenn das gereicht hᅵtte, so war es fahrlᅵssig ohne Gebiᅵ zu reiten.
Ob dann die Versicherung noch zum Besitzer kommt und Regreᅵforderungen
stellt hᅵngt davon ab ob es leicht fahrlᅵssig, grob fahrlᅵssig, oder
Vorsatz war.
Viele Grᅵᅵe Knut
> > Angelique Presse schrieb:
> Davon sprach ich nicht. Mir ging es lediglich darum, daß ich die
> Regelung "Versicherung zahlt nur mit Gebiß" für schwachsinnig halte.
Es ist überhaupt nicht schwachsinnig, wenn Versicherungen ihre
Versicherungsnehmer verpflichten, auch von sich aus, einen Anteil zur
Vermeidung von Unfällen zu leisten
Dies zu allererst
- im eigenen Interesse des jeweiligen Reiters oder Pferdebesitzers
- im Interesse Dritter, die durch ein durchgehendes Pferd Schaden
nehmen können
- im Interesse der Versicherungsgemeinschaft, die nicht dazu
herangezogen werden darf , den Leichtsinn oder die Unbedachtheit
Einzelner zu finanzieren.
Zur Vermeidung von Unfällen gehört die geeignete Ausrüstung von Reiter
und Pferd und damit die Verwendung eines geeigneten Zaumes, mit dem
der Reiter Kontrolle über das Pferd hat und somit in der Lage ist,
unkontrollierte Verselbständigungen des Pferdes zu verhindern.
Gruss Luise