Barbie stand 5 Tage, trotz Regens gestern also aufgesattelt und mich mit
Gerte bewaffnet *g*. Auf dem Reitplatz bleibt sie nicht ruhig stehen,
sondern weicht st�ndig mit der Hinterhand, ich lege also die Gerte
beiseite und Barbie ist brav.
Nach dem Warmreiten nehme ich die Z�gel (am Halfter) langsam auf, wir
reiten Schritt und �ben Lenken, Biegen sowie die Stellung nach innen -
auf den Zirkel gehen, Volte, aus der Ecke kehrt usw., des weiteren
Hinterhandwendungen, anhalten. Getrabt wird auch mal, mir fehlt aber
noch die Kondition f�r richtig lange.
Auch als eine Stallkollegin ihr Pferd auf dem Reitplatz longiert (der
Roundpen mu� repariert werden), l��t sie sich kaum ablenken, selbst als
der galoppiert.
Als der wieder weg ist, hat Barbie keine Lust mehr, bleibt stehen und
stellt auf stur. Ich ziehe erst links am Z�gel, sie dreht sich um die
eigene Achse, sp�ter rechtsrum - vorw�rts verweigert sie. Verarschen
kann ich mich alleine, also abgestiegen, die Gerte geholt und wieder
aufgestiegen.
Das Touchieren nervt sie derart, da� sie wieder kurz vorw�rts geht,
bleibt dann stehen, es geht r�ckw�rts und seitw�rts, Barbie schl�gt mit
dem Kopf - die erste "Kraftprobe".
Madam bleibt stehen und schart mit dem Huf - Ermahnung - hilft nix. Zack
habe ich ihr mit der Gerte eine auf den Hintern gehauen, als Antwort
springt sie im Galopp los und buckelt. Ich pariere sie sofort durch, wir
gehen noch 2 Runden Schritt - ich bestimme n�mlich, wann Schlu� ist.
Bis auf ihre Null-Bock-Phase am Schlu� ist sie prima gelaufen, nahm
sch�n den Kopf runter und gab im R�cken nach - nun wird es Zeit, da� ich
mich verbessere.
Heute bekam Barbie das erste mal von mir ein Gebi� ins Maul geschoben
(Wassertrense), hatte Oliven�l draufgetan (Tipp einer Stallkollegin),
trotzdem hat sie sich gewehrt. Wenn sie ne Trense sieht, zeigte sie
schon Verweigerung, irgendwas mu� da mal vorgefallen sein.
Eine 1/4 Std. lang hat sie versucht, das Ding irgendwie loszuwerden und
sich dann in ihr Schicksal gef�gt.
Geritten sind wir ca. 1/2 Std. auf dem Platz, wie gestern viele
Wendungen, dazu �fters mal Trab. Als das zweite Pferd, was mit auf dem
Platz war, ging, wurde Barbie zwar etwas nerv�s, aber dieses mal nicht
bockig.
Heute habe ich mit einem sehr guten Reitlehrer/Bereiter geredet, ob er
uns nimmt. Am Mittwoch schaut er sich uns mal an, ich h�tte gerne, da�
er Barbie die Galopphilfen beibringt und ihr das Buckeln abgew�hnt,
selbst m�chte ich auch ein paar Reitstunden nehmen.
Daf�r, da� ich keine Ahnung habe, wie ich Barbie unterm Sattel was
beibringe, klappt es sehr gut.
Ich gebe halt die Hilfen, die ich immer gebe, aber eindeutiger, bei
manchen Dingen (anhalten, antraben usw.) dazu verbale Kommandos (die sie
vom Longieren kennt), so da� sie verstehen kann, was ich will.
Sie lernt sehr schnell, schnaubt zwischendurch sogar (gef�llt ihr also),
versucht �fters, ihren Willen durchzusetzen (versucht Handwechsel), aber
ich lasse ihr nix durchgehen.
Wenn ich mir die anderen Pferde im Stall anschaue, die alle schon zig
Jahre geritten werden und vorwiegend nie gelernt haben, den R�cken
herzugeben und daher teilweise massive Probleme haben, verstehe ich, was
ihr mir damals zu "gesundheitsneutralem" Reiten gesagt habt.
Daher versuche ich, meine Pferde gleich daran zu gew�hnen, im Genick
nachzugeben und mit der Hinterhand zu arbeiten.
Gr��e
Sabine
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Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem
beinahe richtigen ist derselbe wie zwischen
dem Blitz und dem Gl�hw�rmchen.
* Mark Twain