Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Hannover Segelschein SKS+SBF See ?????

45 views
Skip to first unread message

taucherschorschi

unread,
Jan 11, 2012, 7:22:54 AM1/11/12
to
Hallo werte NG,

wollte dieses Jahr meinen Segelschein für See machen.

Wo kann man diese Scheine am preiswertesten erwerben ?

Vielen Dank für eure Anregungen im voraus.

Mast und Schotbruch

Georg

HC Ahlmann

unread,
Jan 11, 2012, 7:41:37 AM1/11/12
to
taucherschorschi <h.-g.pe...@web.de> wrote:

> wollte dieses Jahr meinen Segelschein für See machen.
>
> Wo kann man diese Scheine [in Hannover] am preiswertesten erwerben ?

Frage beim ASV e.V. in der Wilhelmshavener Straße.
<http://www.asvzh.de/segeln/ausbildung>
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Jörg W. Kremer

unread,
Jan 11, 2012, 7:50:03 AM1/11/12
to
Hallo Georg!

Theorie:
Kann man im Selbststudium machen, dann kostet es nur das Lehrmaterial und
die Prüfungsgebühr (habe ich so bei SBF, SRC gemacht). Nächst"billige"
Lösungen sind normalerweise Universitätssegelclubs oder Volkshochschulen
oder die Mitgliedschaft in Segelvereinen die selbst Ausbildung anbieten

Praxis:
Für den SBF habe ich ein paar Motorbootstunden bei einer kommerziellen
Segelschule genommen und dort dann auch die Prüfungsfahrt gemacht. Dann bist
Du zwar "befugt", allein davon aber nicht "befähigt".
Für die erforderlichen "Meilenbescheinigungen" sowie die SKS-Praxis führ
sowieso kein Weg an Törnteilnahmen und eventuell einem speziellen
Übungs-/Vorbereitungstörn vorbei.

HTH

Geprüfte Grüße
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!


Matthias Heuer

unread,
Jan 11, 2012, 4:59:14 PM1/11/12
to
Am 11.01.2012 13:22, schrieb taucherschorschi:
[...]
> wollte dieses Jahr meinen Segelschein f�r See machen.

Das sind zwei Schritte. Beim grundlegende Sportbootf�hrerschein-See
(SBF-See) lernt man nix �bers Segeln. Daf�r ist es so ein richtig
amtlicher F�hrerschein.

Wenn Du einen (freiwilligen) auf den SBF-See aufbauenden Segelschein
machen m�chtest, strebst Du einen SKS oder SSS an. Zwischen SBF-See und
SKS/SSS liegen einige (300/1000) nachzuweisende Seemeilen.

Also ist das vorhaben ein Teil in vielen Schritten.

Nach Binnen-Scheinen gefragt (aber im Betreff steht ja See) w�rde die
Antwort ganz anders ausgehen....

> Wo kann man diese Scheine am preiswertesten erwerben ?

Immer im Verein. Wenn Du die Preise von kommertiellen Segelschulen
vergleichen willst, dann k�nnen sich unterschiede ergeben, denn die
wenigsten schreiben die komplette Summe mit Motor(boot)stunden,
Lehrmaterialien etc rein.

> Vielen Dank f�r eure Anregungen im voraus.
>
> Mast und Schotbruch
Z�hlt ein gebrochener Kl�verbaum auch als Mastbruch?

Jens Stark

unread,
Jan 12, 2012, 6:40:20 PM1/12/12
to
Am 11.01.2012 13:22, schrieb taucherschorschi:
Masch-see? :)

Ich stimme da HC zu - man KANN Theorie selbst lernen. Es macht aber
Sinn, jemanden zu haben, der erklärt und Ratschläge geben kann.

Praxis hingegen ist im Selbststudium schwer, da wird man um Fahrstunden
bei den üblichen Verdächtigen nicht herumkommen. Und reichen tut DAS
beim SBF See an praktischer Erfahrung nicht. (Der SBF See ist halt kein
Segelschein...)

Und wie Jörg und Matthias schon ausführten: für den SKS braucht man
Meilen. Die sind relativ einfach zu bekommen, man muß allerdings für die
Prüfung auch Segelmanöver beherrschen.

Ich habe im November mal so 180 "brauchbare" Seemeilen gesammelt,
machbar ist das, lehrreich auch. Da kommt es aber darauf an, ob Du
jemanden kennst, der an (einer) Küste segelt und bei dem Du die Meilen
abreissen kannst (und der Dir nicht einfach nur einen Meilennachweis
blanko ausfüllt).

Ansonsten gehen Meilentörns bei verschiedenen Anbietern, bei denen
oftmals auch SKS-Vorbereitung im Sortiment ist. Wenn man einen Verein
hat, der einem liegt, ist das wunderbar. Insbesondere, wenn auch grad'
die Schulungen angeboten werden, die man braucht.

Meins ist das nicht so (und mein SBF war so alt, daß er in den See und
Binnen umgeschrieben wurde), also werde ich mich auf die SKS-Theorie
wohl selbst und auf die Praxis bei einem Vorbereitungstörn vorbereiten.
Und dann sicher noch so das eine oder andere an Erfahrung sammeln, bevor
ich selber chartere. Wahrscheinlich auch wieder mit dem Anbieter aus
Hamburg, mit dem ich den Meilentörn gemacht habe.

(Anbieter in Hamburg kenne ich, aber bei Hannover muß ich passen...)

Gruß,
Jens

Peter Köhlmann

unread,
Jan 12, 2012, 6:51:50 PM1/12/12
to
Jens Stark wrote:

> Am 11.01.2012 13:22, schrieb taucherschorschi:
>> Hallo werte NG,
>>
>> wollte dieses Jahr meinen Segelschein für See machen.
>>
>> Wo kann man diese Scheine am preiswertesten erwerben ?
>>
>> Vielen Dank für eure Anregungen im voraus.
>>
>> Mast und Schotbruch
>>
>> Georg
>
> Masch-see? :)
>
> Ich stimme da HC zu - man KANN Theorie selbst lernen. Es macht aber
> Sinn, jemanden zu haben, der erklärt und Ratschläge geben kann.

Also bis SBF See mag das noch stimmen, da ist hauptsächlich lernen der
Regeln. Und ein wenig Kartenarbeit, aber das geht vielleicht noch.

Ab SKS dürfte das vorbei sein. Ich habe meine Scheine (bis HSS) gemacht ohne
jemals den SKS zu durchlaufen (den gab es noch nicht als ich in dem Statium
war), aber wenn sich nicht allzuviel geändert hat dann dürfte ein
Selbststudium an einigen Sachen scheitern bei der Kartenarbeit

> Praxis hingegen ist im Selbststudium schwer, da wird man um Fahrstunden
> bei den üblichen Verdächtigen nicht herumkommen.

Ich würde eher sagen: Ohne eine Person mit Boot und Erfahrung ist das
unmöglich. Normalerweise hat man ja noch keinen Schein, woher also die
Möglichkeit nehmen das Boot zu führen?

> Und reichen tut DAS
> beim SBF See an praktischer Erfahrung nicht. (Der SBF See ist halt kein
> Segelschein...)

Naja, ich habe viele Prüfungen dazu erlebt. Das bisschen an Praxis reicht ja
kaum, um ein Boot unbeschadet anzulegen
Selbst die mit SKS, die sich dann erstmals ein Boot chartern, sorgen häufig
genug für Hafenkino

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 13, 2012, 1:50:03 AM1/13/12
to
Matthias Heuer zitierte und schrieb:
> > Mast und Schotbruch
> Zählt ein gebrochener Klüverbaum auch als Mastbruch?

Hast Du versucht, jemanden zu versenken?

Gruß - Wolfgang

HC Ahlmann

unread,
Jan 13, 2012, 4:06:57 AM1/13/12
to
Peter Köhlmann <peter-k...@t-online.de> wrote:

> Ich würde eher sagen: Ohne eine Person mit Boot und Erfahrung ist das
> unmöglich. Normalerweise hat man ja noch keinen Schein, woher also die
> Möglichkeit nehmen das Boot zu führen?

Man macht es wie Wilfried Erdmann, man nimmt ein Segelboot ohne Motor.

Peter Köhlmann

unread,
Jan 13, 2012, 5:18:13 AM1/13/12
to
HC Ahlmann wrote:

> Peter Köhlmann <peter-k...@t-online.de> wrote:
>
>> Ich würde eher sagen: Ohne eine Person mit Boot und Erfahrung ist das
>> unmöglich. Normalerweise hat man ja noch keinen Schein, woher also die
>> Möglichkeit nehmen das Boot zu führen?
>
> Man macht es wie Wilfried Erdmann, man nimmt ein Segelboot ohne Motor.

Da wird man eher wenig Praxis für den SBF See bekommen, da der nun mal
nichts mit Segeln zu tun hat

HC Ahlmann

unread,
Jan 13, 2012, 6:39:06 AM1/13/12
to
Die praktische Prüfung zum SBF See hat zwar nichts mit Segeln zu tun,
aber wer gelernt hat, ein Segelboot ohne Motor zu führen (An- und
Ablegen unter Segeln oder mit Rudern, Wriggen, Bergemanöver), kann aus
dem Stegreif die Zirkuskunststückchen mit Motor absolvieren, die zum
Bestehen nötig sind.

Peter Köhlmann

unread,
Jan 13, 2012, 7:48:52 AM1/13/12
to
HC Ahlmann wrote:

> Peter Köhlmann <peter-k...@t-online.de> wrote:
>
>> HC Ahlmann wrote:
>>
>> > Peter Köhlmann <peter-k...@t-online.de> wrote:
>> >
>> >> Ich würde eher sagen: Ohne eine Person mit Boot und Erfahrung ist das
>> >> unmöglich. Normalerweise hat man ja noch keinen Schein, woher also die
>> >> Möglichkeit nehmen das Boot zu führen?
>> >
>> > Man macht es wie Wilfried Erdmann, man nimmt ein Segelboot ohne Motor.
>>
>> Da wird man eher wenig Praxis für den SBF See bekommen, da der nun mal
>> nichts mit Segeln zu tun hat
>
> Die praktische Prüfung zum SBF See hat zwar nichts mit Segeln zu tun,
> aber wer gelernt hat, ein Segelboot ohne Motor zu führen (An- und
> Ablegen unter Segeln oder mit Rudern, Wriggen, Bergemanöver), kann aus
> dem Stegreif die Zirkuskunststückchen mit Motor absolvieren, die zum
> Bestehen nötig sind.

Das halte ich für ein Gerücht

Ich habe zwischen Jolle und 40-Meter Kümo schon alles Mögliche gesteuert.
Und das Verhalten ist jeweils deutlich bis extrem unterschiedlich.

Ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für einen
Schiffsführer ist, und die kostet Geld.
Wer noch nicht mal die paar Kröten für die Praxis-Ausbildung hinlegen will,
spart eindeutig am falschen Ende. Wobei diese "Ausbildung" leider bei den
meisten Schulen bewusst einfach gehalten wird (leichte Boot mit Außenborder
oder Z-Antrieb), um niedrige Durchfallquoten zu haben.
Aber immer noch besser als gar nichts

Als ich meine ersten Scheine machte (Segel A/Binnen und SBF See) habe ich
bewusst alle Schulen aussortiert, die billig waren und mich auf die 2
teuersten konzentriert und jeweils eine Probestunde gemacht.
Die teuerste war es dann. Ich habe es nie bereut.
Der Unterschied war: Die Motorboot-Ausbildung erfolgte auf einem 6 Tonnen
schweren Boot mit konventionellem Antrieb. Es wurden intensiv auch Leinen-
Manöver geübt (was ich bei keiner anderen Schule erlebt habe).
Die theoretische Ausbildung war ebenfalls deutlich besser (ging über den
reinen Buch-Stoff hinaus) als bei anderen Schulen

Und was hat es mehr gekostet als die billigste? Knapp 300 Mark für beide
Scheine.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 13, 2012, 12:21:13 PM1/13/12
to
On Fri, 13 Jan 2012 10:06:57 +0100, hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann)
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>
>Man macht es wie Wilfried Erdmann, man nimmt ein Segelboot ohne Motor.


Neulich las ich, daß die SBF-Führerscheinfreigrenze noch in diesem
Jahr auf 15 PS (oder 15 kW?) angehoben werden soll. Dann ist so manche
Diskussion Doktrin für die Tonne.

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 13, 2012, 12:23:41 PM1/13/12
to
On Fri, 13 Jan 2012 12:39:06 +0100, hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann)
wrote in de.rec.sport.segeln:

>> > Man macht es wie Wilfried Erdmann, man nimmt ein Segelboot ohne Motor.
>>
>> Da wird man eher wenig Praxis für den SBF See bekommen, da der nun mal
>> nichts mit Segeln zu tun hat
>
>Die praktische Prüfung zum SBF See hat zwar nichts mit Segeln zu tun,
>aber wer gelernt hat, ein Segelboot ohne Motor zu führen (An- und
>Ablegen unter Segeln


Das wiederum hat Wilfried E. nicht auf seinen Langtörns geübt. Er kann
es zwar, ich hab's gesehen, aber manches seiner Reisefahrzeuge hatte
dann doch schon einen Hilfsantrieb.

Gruß,
U.

Thomas Erstfeld

unread,
Jan 13, 2012, 3:07:38 PM1/13/12
to
Am 13.01.12 18:21, schrieb Ulrich G. Kliegis:
Und das soll nicht die einzige Änderung sein. Warten wir mal ab, was am
Ende auch wirklich umgesetzt wird.

Gruß
Thomas

Jens Stark

unread,
Jan 13, 2012, 3:12:08 PM1/13/12
to
Am 13.01.2012 12:39, schrieb HC Ahlmann:

> Die praktische Pr�fung zum SBF See hat zwar nichts mit Segeln zu tun,
> aber wer gelernt hat, ein Segelboot ohne Motor zu f�hren (An- und
> Ablegen unter Segeln oder mit Rudern, Wriggen, Bergeman�ver), kann aus
> dem Stegreif die Zirkuskunstst�ckchen mit Motor absolvieren, die zum
> Bestehen n�tig sind.

Yep - aber nur, wenn er das Wasserfahrzeug kennt. Ich habe vor dem alten
SBF (noch vor Binnen/K�ste) ausgiebig ein Wasserskiboot gefahren.
(Scheininhaber als Beobachter hinten, keine Sorge...)
Au�enborder mit Zweihebelsteuerung, klein, leicht, Steuerrad.

Der Fahrschulkahn (=Pr�fungsschiff) war vergleichsweise riesig, hatte
eine Pinne, einen riesigen Hebel, um den langsamlaufenden Diesel zu
�berreden, etwas zu tun, wog wahrscheinlich mehrere Tonnen und verhielt
sich �berhaupt nicht kooperativ. Und Elefanten treiben, wenn man
Dressurpferd kennt, ist nicht einfach. Also auch mit Vorerfahrung sollte
man zumindest ein St�ndchen investieren.

Jens Stark

unread,
Jan 13, 2012, 3:20:09 PM1/13/12
to
Am 13.01.2012 13:48, schrieb Peter Köhlmann:
> Ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für einen
> Schiffsführer ist, und die kostet Geld.

...und Zeit. (Und Praxis)

> Wer noch nicht mal die paar Kröten für die Praxis-Ausbildung hinlegen will,
> spart eindeutig am falschen Ende. Wobei diese "Ausbildung" leider bei den
> meisten Schulen bewusst einfach gehalten wird (leichte Boot mit Außenborder
> oder Z-Antrieb), um niedrige Durchfallquoten zu haben.
> Aber immer noch besser als gar nichts

Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit einem
Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum Scheitern
verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle anderen
Verkehrsteilnehmen darzustellen.

Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
außer bei Jollen? Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln
versuchen? Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?

Peter Köhlmann

unread,
Jan 13, 2012, 4:05:56 PM1/13/12
to
Jens Stark wrote:

> Am 13.01.2012 13:48, schrieb Peter Köhlmann:
>> Ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für einen
>> Schiffsführer ist, und die kostet Geld.
>
> ...und Zeit. (Und Praxis)

Richtig. Also wie im richtigen Leben

>> Wer noch nicht mal die paar Kröten für die Praxis-Ausbildung hinlegen
>> will, spart eindeutig am falschen Ende. Wobei diese "Ausbildung" leider
>> bei den meisten Schulen bewusst einfach gehalten wird (leichte Boot mit
>> Außenborder oder Z-Antrieb), um niedrige Durchfallquoten zu haben.
>> Aber immer noch besser als gar nichts
>
> Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
> frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit einem
> Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum Scheitern
> verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle anderen
> Verkehrsteilnehmen darzustellen.

Das ist leider so. Auch beim Autoführerschein, obwohl die Leute da erheblich
mehr Praxis machen müssen.
Aber die paar Stunden mit dem mickrigen kleinen Außenborderboot (die dann
auch noch unter mehreren Kandidaten aufgeteilt werden) befähigen bestenfalls
zu einfachsten Manövern unter leichten Bedingungen

> Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
> außer bei Jollen?

Ja, auf jeden Fall

> Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln versuchen?

Kommt auf die Umstände an. Bei stärkerem Seegang ist mit der Maschine nicht
viel anzufangen, außerdem ist das Schiff ohne Segel viel unruhiger.
Ich würde die Maschine starten, aber nicht zwangsläufig benutzen.
Außerdem: Wenn das Schiff unter Segeln fährt dauert es viel zu lange, diese
zu bergen. Warum also nicht direkt mit Segeln das Manöver fahren?

> Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
> unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?


Weil dir jederzeit aus welchen Gründen auch immer zur Unzeit die Maschine
nicht zur Verfügung stehen könnte. Und dafür gibt es jede Menge Gründe, von
denen ich schon mehrere erleben durfte.
Wenn du es dann nicht schon geübt hast, kommt Unsicherheit noch zu deinen
Problemen hinzu.

Ich habe vor Jahren mal als Ausbilder auf einer 16-Meter Yacht in der Türkei
diverse Leute gehabt (damals noch BR-Schein).
Denen habe ich bei ruhigem Wetter ziemlich am Ende des Törns vorgeschlagen,
den nächsten Hafen (den ich gut kannte) unter Segeln anzulaufen und auch
anzulegen (natürlich mit unter Standby laufender Maschine, es sollte ja nur
geübt werden).
Die Leute hatten Zeit, sich alles vorzubereiten und auch die nötigen Manöver
im Voraus zu überlegen. Nachdem ich der Meinung war, dass sie es soweit
alles richtig überlegt hatten und die Aufgaben der Leute verteilt waren
haben sie das Schiff problemlos angelegt, ich stand daneben und musste kein
einziges Mal eingreifen. Und das mit einem solchen Trumm von Boot, das diese
Leute selber eher in den nächsten Jahren nicht chartern würden

Es macht einfach Sinn, solche Manöver zu üben, wenn es möglich ist. Das gibt
Sicherheit wenn man es tatsächlich einmal braucht

Jens Stark

unread,
Jan 13, 2012, 6:18:25 PM1/13/12
to
Am 13.01.2012 22:05, schrieb Peter Köhlmann:

> Aber die paar Stunden mit dem mickrigen kleinen Außenborderboot (die dann
> auch noch unter mehreren Kandidaten aufgeteilt werden) befähigen bestenfalls
> zu einfachsten Manövern unter leichten Bedingungen

Wie gesagt - in Hamburg war das in den 70ern ein größenmäßig großzügiges
Tuckerboot, auf dem über ein Dutzend Prüflinge mit Prüfer bequem Platz
hatte.


> Außerdem: Wenn das Schiff unter Segeln fährt dauert es viel zu lange, diese
> zu bergen. Warum also nicht direkt mit Segeln das Manöver fahren?

Ich gebe zu, es klappt überraschend gut. Auf meinem Törn im November hat
der Skipper mal das Hamburger Manöver fahren lassen, was schmerzlos
klappte. Nun war auch wenig Wind...

>
> Es macht einfach Sinn, solche Manöver zu üben, wenn es möglich ist. Das gibt
> Sicherheit wenn man es tatsächlich einmal braucht
>
Das kann ich durchaus nachvollziehen. (Nun bin ich allerdings nach
langer Pause vom Motor gekommen und noch ist mir die Sache mit den
Segeln noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen :) )

Das mit dem Maschinenausfall hat meinen Großvater auch nicht auf einem
sehr langen Törn aus der Ruhe gebracht. Man hatte ja schließlich noch
ein paar Flaschen Petroleum für die Positionslichter.
Aber das ist über 50 Jahre her.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 14, 2012, 1:17:09 PM1/14/12
to
On Fri, 13 Jan 2012 21:20:09 +0100, Jens Stark <je...@stark.net> wrote
in de.rec.sport.segeln:

>
>
>Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
>außer bei Jollen? Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln
>versuchen? Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
>unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?


Gegenfrage: Warum willst Du segeln lernen, wenn Du solch einfache
Dinge schon zurückweist? Das ist so wie der Unterschied zwischen
Holsteiner Kaltblut als Rückepferd und, sagen wir mal, stölten mit nem
Lipizzaner (sp?).

Gruß,
U. (der früher gern mal n Pferdesteak gegessen hat)

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 14, 2012, 1:18:27 PM1/14/12
to
On Fri, 13 Jan 2012 22:05:56 +0100, Peter Köhlmann
<peter-k...@t-online.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>Aber die paar Stunden mit dem mickrigen kleinen Außenborderboot (die dann
>auch noch unter mehreren Kandidaten aufgeteilt werden) befähigen bestenfalls
>zu einfachsten Manövern unter leichten Bedingungen


Beurteilen, ob der Motor läuft, und dann sackundig geradeaus gucken!
:)

Gruß,
U.

Tobias Crefeld

unread,
Jan 15, 2012, 9:23:00 AM1/15/12
to
Jens Stark meinte:
> Am 13.01.2012 13:48, schrieb Peter Köhlmann:
>> Ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für einen
>> Schiffsführer ist, und die kostet Geld.

> ...und Zeit. (Und Praxis)

>> Wer noch nicht mal die paar Kröten für die Praxis-Ausbildung hinlegen
>> will, spart eindeutig am falschen Ende. Wobei diese "Ausbildung" leider
>> bei den meisten Schulen bewusst einfach gehalten wird (leichte Boot mit
>> Außenborder oder Z-Antrieb), um niedrige Durchfallquoten zu haben.
>> Aber immer noch besser als gar nichts

Beeindruckend, wie man sich binnen eines Absatz selber widerlegen kann:
Ja, gute Ausbildung kann viel Geld kosten - insbesondere, wenn man zu
kommerziellen Schulen geht. Und ja, die meisten kommerziellen Schulen
bieten Bootsmaterial, dass dafür ausgelegt ist, mit minimalen
Trainingsaufwand möglichst schadensarm möglichst viele Scheinaspiranten
durch die Prüfungen zu schleusen.
Besser als nix ist das. Aber gut ausgebildet ist gerade das eben nicht!

Es scheint mir also mehr in der Natur der Gewinnorientierung zu liegen,
dem offiziell geplanten Ziel "Schein" alles unterzuordnen, was nicht
direkt zum Erreichen dieses Ziels notwendig ist. Und das Anlegen mit einem
20t-Segelboot mit 15 LüA lernt man halt am besten auf ebendiesem bei 6
Bft. und 2 kn Strom von der Seite statt auf der 20PS-Gummisau oder dem
Arbeitsboot des örtlichen Sporthafens auf dem winterlichen, still
daliegenden Tümpel. Letzteres dürfte aber bei den meisten SBF-See-
Aspiranten eher die Regel als die Ausnahme sein.
Ersteres habe zumindest ich noch immer am ehesten im Verein vorgefunden,
auch wenn diese immer wieder finanziell ziemliche Klimmzüge machen müssen,
um das zu realisieren zu können. Also die Einrichtungen, die die unselige
Union aus DSV, DMYV und kommerziellen Schulverbänden bei den letzten
Gesetzesnovellen am liebsten völlig aussen vor liessen.


> Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
> frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit einem
> Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum Scheitern
> verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle anderen
> Verkehrsteilnehmen darzustellen.

Das ist wohl der Plan der meisten bundesdeutschen Scheine-Aspiranten - der
dann bei den meisten eine Halbwertszeit hat, die kaum über die Zeit bis
zur Prüfung hinausreicht, oder war das bei Euch anders?


> Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
> außer bei Jollen? Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln
> versuchen? Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
> unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?

Ungeplante Bergungen habe ich bislang grundsätzlich immer mit dem Tuch
gemacht, das gerade drauf war. Lediglich den Spi lass ich lieber fliegen.
Geht am schnellsten, bedeutet aber nicht, dass man in einer ruhigen Minute
versucht, die Maschine zusätzlich zu aktivieren.
Das Entscheidende bei erhöhtem Seegang ist doch, Teil oder Mensch
überhaupt wiederzufinden, also "dran zu bleiben".

Und ja, natürlich gibt es Situationen, in denen man auch ohne Maschine im
Hafen anlegen sollte. Wobei es mir im Zweifel herzlich wurscht ist, ob ich
das darf. Oder frei nach Birne: Entscheidend ist, was dabei herauskommt.


--
Gruss,
Tobias.

Hartmut Schenke

unread,
Jan 16, 2012, 7:41:56 PM1/16/12
to
Am 15 Jan 2012 14:23:00 +0000
tc-...@myway.de (Tobias Crefeld) schrieb:

> Jens Stark meinte:

[...]

> > Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
> > frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit
> > einem Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum
> > Scheitern verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle
> > anderen Verkehrsteilnehmen darzustellen.

Der Schein b e r e c h t i g t zum Fahren. Ob man das dann auch kann,
ist eine ganz andere Frage.
Der Vergleich zum PKW-Führerschein drängt sich auf, passt aber nicht,
denn Schiffe unterscheiden sich voneinander weit stärker als ein Auto
vom anderen.
Also: Man muss mit j e d e m neuen Schiff erst mal üben.

> Das ist wohl der Plan der meisten bundesdeutschen Scheine-Aspiranten
> - der dann bei den meisten eine Halbwertszeit hat, die kaum über die
> Zeit bis zur Prüfung hinausreicht, oder war das bei Euch anders?

Ich benutze seit 1976 als einzigen Schein den amtlichen
Sportbootführerschein. Gezwungenermaßen, weil ohne den chartermäßig
nichts geht. Damit bin ich seitdem überall zurecht gekommen (Ost-,
Nord-, Atlantik-, Mittel-, Karibik'see') und habe - ich bin ja nicht
mehr der Jüngste - zwischendurch aus Egoismus zwei Nachfolgeskipper
ausgebildet, damit ich mich auf die 'Büroarbeit' beschränken
(Navigation) kann.
Allerdings konnte ich schon vor der 'Scheinerei' mit Jollen umgehen und
segle nach wie vor Laser.
Aber die 'Dicken' sind doch schon ein bischen anders. ;-)

Gruß
Abdul

Wolfgang Soergel

unread,
Jan 17, 2012, 6:43:02 PM1/17/12
to
On 01/13/2012 09:20 PM, Jens Stark wrote:
[...]
> Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
> frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit einem
> Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum Scheitern
> verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle anderen
> Verkehrsteilnehmen darzustellen.

Der SBF berechtigt, während der SKS eine gewisse Grundqualifikation
darstellen sollte.

> Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
> außer bei Jollen? Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln
> versuchen?

Ich würde im Ernstfall nie ein Manöver fahren, dass ich nicht geübt
habe. Und zumindest die Grundsätze der üblichen Bergemanöver einhalten,
also z.B. gegen den Wind anfahren. Und: dran denken, dass man im
Ernstfall ggf. "shorthanded" sein könnte (liegt ja jemand im Wasser),
also z. B. das Großsegel nicht so schnell geborgen bekommt. Natürlich
spricht nichts dagegen und vieles dafür, im Verlauf eines Manövers die
Fock/Genua wegzurollen und den Motor zumindest als Reserve anzumachen.
Aber grundsätzlich würde ich im Ernstfall ein "reguläres" Manöver
fahren. Konkret bevorzugt Quickstop, aber das ist persönliche Präferenz
und ich habe das auch ein paar mal ausprobiert.
In der Ausbildung, wo es eben nicht primär um ein Rettungsmanöver geht,
sonder darum zu zeigen, dass man das Schiff unter Segeln manövrieren und
aufstoppen kann lasse ich allerdings trotzdem v.a. die Q-Wende üben
(mehr Zeit Fehler zu korrigieren, Crew hat man in diesem Fall genug,...)
. Und würde raten, diese auch im Ernstfall zu verwenden, bis man andere
Manöver (Quickstop, Münchner Manöver) ausreichend geübt hat, deren
Vorteil im Zweifel ist mit kleiner Crew auszukommen und das Schiff näher
an der Unfallstelle zu halten.

Wie auch immer: Ordentliches, überlegtes Manöver fahren und nicht
einfach "irgendwie" umdrehen. Damit habe ich zumindest schon mal ein
Sitzbrett wieder eingefangen, welches uns bei tiefschwarzer Nacht mit 2
Personen an Deck relativ grußlos nach achtern verlassen hatte. Personen
zum Glück noch nicht.

> Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
> unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?

Wenn aus welchem Grund auch immer (Leine in der Schraube, Sprit alle,
Defekt,...) der Motor nicht funktionieren sollte?

Servus

Wolfgang

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 17, 2012, 6:49:48 PM1/17/12
to
On Wed, 18 Jan 2012 00:43:02 +0100, Wolfgang Soergel <wsoe...@LNT.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>> Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
>> unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?
>
>Wenn aus welchem Grund auch immer (Leine in der Schraube, Sprit alle,
>Defekt,...) der Motor nicht funktionieren sollte?


Außerdem qualifiziert man sich für den Hafenkinooskar und wird auf dem
Rückweg vom Brötchenholen dann schon mal von netten Mitseglerinnen
Dritter nach den Wetteraussichten gefragt, oder so... :)

Gruß,
U.

Jens Stark

unread,
Jan 18, 2012, 4:00:32 PM1/18/12
to
Am 13.01.2012 18:21, schrieb Ulrich G. Kliegis:

> Neulich las ich, daß die SBF-Führerscheinfreigrenze noch in diesem
> Jahr auf 15 PS (oder 15 kW?) angehoben werden soll. Dann ist so manche
> Diskussion Doktrin für die Tonne.

Kam eben noch mal im NDR-Fernsehen.

Anscheinend gilt schon irgendwo (Müggelsee?) eine Ausnahmeregelung mit
guten Erfahrungen. Will man das für Charterboote mit Pflichteinweisung
(Canal-du-Midi-artige Katastrophen vorprogrammiert) oder auch für Leute
mit eigenen Fahrzeugen?

Einerseits würde das bei Yacht-Flautenschiebern ja Sinn machen,
andererseits sind für ein wenig Tuckern 5 PS ja nicht sooo wenig.

Peter Köhlmann

unread,
Jan 18, 2012, 4:50:44 PM1/18/12
to
Jens Stark wrote:

> Am 13.01.2012 18:21, schrieb Ulrich G. Kliegis:
>
>> Neulich las ich, daß die SBF-Führerscheinfreigrenze noch in diesem
>> Jahr auf 15 PS (oder 15 kW?) angehoben werden soll. Dann ist so manche
>> Diskussion Doktrin für die Tonne.
>
> Kam eben noch mal im NDR-Fernsehen.
>
> Anscheinend gilt schon irgendwo (Müggelsee?) eine Ausnahmeregelung mit
> guten Erfahrungen. Will man das für Charterboote mit Pflichteinweisung
> (Canal-du-Midi-artige Katastrophen vorprogrammiert) oder auch für Leute
> mit eigenen Fahrzeugen?

Leute mit eigenen Fahrzeugen haben aber eher ein gesteigertes Interesse,
diese heil zu lassen. Die sind in der Regel auch nicht rundherum mit dickem
Gummi-Puffer gefendert

Davon abgesehen: Solche Katastrophen habe ich durchaus auch schon bei
Eignern gesehen. Typ > 60 Jahre, Mann fährt, Frau muss alle Leinen bedienen.
Wird zur Belohnung für jeden Fehler, den *er* macht (und er macht viele)
angebrüllt

Kommt ganz aufgeregt angerannt, wenn Frau unser Schiff in die Schleuse nach
ihm einfährt, kann es nicht begreifen, dass Frauen so etwas können. Und sich
sogar noch anmaßen, es ganz sauber ohne seine "Hilfe" hinzubekommen

Genau diese Typen bauen fürchterlichen Mist. Selber öfters erlebt.

Absolut unfähige Skipper findet man auch unter Eignern

> Einerseits würde das bei Yacht-Flautenschiebern ja Sinn machen,
> andererseits sind für ein wenig Tuckern 5 PS ja nicht sooo wenig.

Ich befürchte allerdings, dass dann Leute mit einem RIB und 15 PS durch die
Gegend rasen. Bei leichten Booten reichen 15 PS locker für
Geschwindigkeiten, die diese Leute sinnvollerweise meiden würden.

Andererseits reicht diese Leistung durchaus für größere Verdränger, die dann
schon wieder schwer genug sind, dass man damit auch richtig Schaden
anrichten kann

Peter Köhlmann

unread,
Jan 18, 2012, 4:53:54 PM1/18/12
to
Tobias Crefeld wrote:

> Jens Stark meinte:
>> Am 13.01.2012 13:48, schrieb Peter Köhlmann:
>>> Ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für einen
>>> Schiffsführer ist, und die kostet Geld.
>
>> ...und Zeit. (Und Praxis)
>
>>> Wer noch nicht mal die paar Kröten für die Praxis-Ausbildung hinlegen
>>> will, spart eindeutig am falschen Ende. Wobei diese "Ausbildung" leider
>>> bei den meisten Schulen bewusst einfach gehalten wird (leichte Boot mit
>>> Außenborder oder Z-Antrieb), um niedrige Durchfallquoten zu haben.
>>> Aber immer noch besser als gar nichts
>
> Beeindruckend, wie man sich binnen eines Absatz selber widerlegen kann:

Lerne Lesen

> Ja, gute Ausbildung kann viel Geld kosten - insbesondere, wenn man zu
> kommerziellen Schulen geht. Und ja, die meisten kommerziellen Schulen
> bieten Bootsmaterial, dass dafür ausgelegt ist, mit minimalen
> Trainingsaufwand möglichst schadensarm möglichst viele Scheinaspiranten
> durch die Prüfungen zu schleusen.

Genau was ich gesagt habe

> Besser als nix ist das.

Richtig. Genau das habe ich auch gesagt

> Aber gut ausgebildet ist gerade das eben nicht!

Und das war auch der Kernpunkt meiner Aussage.

Wo also habe ich mir selber widersprochen?

Thomas Erstfeld

unread,
Jan 18, 2012, 5:15:12 PM1/18/12
to
Am 18.01.12 22:00, schrieb Jens Stark:
Details findest Du auf der Internetseite der Yacht unter
<http://www.yacht.de/panorama/news/revolutionaere-neuerungen-geplant/a66865.html>

Zitat:

Die Kernpunkte mit praktischer Relevanz für Segler:

- Anhebung der führerscheinfreien Motorleistung von fünf auf 15 PS
- Ausweitung der Gültigkeit der Charterbescheinigung auf neue
Binnen-, aber auch „geeignete Ostseereviere“
- weitere Vereinfachung des im Mai 2012 in Kraft tretenden neuen
Prüfungssystems
- einheitliche Ausbildungsstandards
- Anerkennung von Funkzeugnissen aus dem EU-Ausland
- Rückkehr zur vorigen Regelung der Funkzeugnispflicht (es ist egal,
welche Person an Bord das Zeugnis hat)

Allerdings ist die Entscheidung wohl auf Februar vertagt und wie schnell
das Bundesministerium für Verkehr die Sachen umsetzt, bleibt abzuwarten
(stand in der Printausgabe als Randnotiz).

Gruß
Thomas, der jetzt doch wieder in die Scheindiskussion eingestiegen ist,
aber die Abnabelung von Interessen der Verbände und Vereine
grundsätzlich befürwortet.


Thomas Erstfeld

unread,
Jan 18, 2012, 5:27:46 PM1/18/12
to
Am 18.01.12 22:50, schrieb Peter Köhlmann:
> (15 PS)
> Andererseits reicht diese Leistung durchaus für größere Verdränger, die dann
> schon wieder schwer genug sind, dass man damit auch richtig Schaden
> anrichten kann

Da führe ich mal die Niederlande als Gegenbeispiel an. Dort geht es
nicht um PS, sondern nur um die Höchstgeschwindigkeit. Und so viel
passiert dort auch nicht, sonst hätten die Regelungen nicht schon seit
vielen Jahren Bestand.

Und da fahren Motorbratzen mit 15 Meter Länge und über 10 Tonnen
Verdrängung durch die Kanäle!

Gruß
Thomas

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 18, 2012, 5:36:23 PM1/18/12
to
On Wed, 18 Jan 2012 22:50:44 +0100, Peter Köhlmann
<peter-k...@t-online.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

> ...Katastrophen ... Fehler...fürchterlichen Mist....Absolut unfähige Skipper ... richtig Schaden


Fazit: Die Versicherungen werden teurer werden, und kompensatorisch
wird dann überreguliert. Warum kann man ein eingeschwungenes
Gleichgewicht nicht mal in Ruhe lassen.

Gruß,
U.

Jens Stark

unread,
Jan 19, 2012, 1:45:10 AM1/19/12
to
Am 18.01.2012 23:15, schrieb Thomas Erstfeld:

> Details findest Du auf der Internetseite der Yacht unter
> <http://www.yacht.de/panorama/news/revolutionaere-neuerungen-geplant/a66865.html>
Danke dafür!

Verlinkt wurde auch auf einen schönen Artikel hier:
http://www.yacht.de/panorama/news/kontroverse-um-scheinpflicht/a63885.html

Beim Charterschein erfolgt ja wenigstens eine - wie auch immer geartete
- Einweisung. Hier wird hoffentlich schon der Vercharterer ein Interesse
haben, sein Fahrzeug wieder unbeschadet zurückzubekommen.

Ich würde mich auch dem ADAC anschließen, der Reviere mit
Berufsschiffahrt ausschließt. Wenigstens Seeschiffahrtsstraßen sollten
(auch im Gegensatz zum jetzt geltenden Recht) nur durch Fahrzeugführer
mit Befähigungsnachweis befahren werden, unabhängig vom Wasserfahrzeug.
Es spielt für mich da keine Rolle, ob ein Kahn mit dann 15 PS oder eine
Jolle ohne jeden Motor meint, sich gemächlich im Fahrwasser zu
amüsieren. Die Müritzregion scheint dagegen vom Schwierigkeitsgrad eher
ein Verkehrsübungsplatz zu sein.

Aber zur Ausweitung der Führerscheinfreiheit. Diese wird ja anscheinend
von Regionen aus wirtschaftlichen Gründen gefordert. Nehmen wir doch mal
im Vergleich motorisierte Zweiräder. Meine Großmutter hätte mit ihrem
Führerschein noch Motorräder bis 250 ccm fahren dürfen. (Es wäre ein
interessanter Anblick gewesen.) Ich hätte noch einen
Motorradführerschein ohne Einschränkungen machen dürfen. Inzwischen hat
man gelernt, hat eine Einsteigerregelung UND eine einfache Prüfung für
Mofafahrer (da war ich aus Altersgründen befreit). Hier kommt man ja
auch nicht auf die Idee, die Führerscheinpflicht aus wirtschaftlichem
Interesse erst bei der dreifachen Leistung heutiger Kleinfahrzeuge
einsetzen zu lassen, auch wenn sich diese Fahrzeuge verkaufen würden wie
geschnitten Brot.

Anforderungen an die Schulung sind (Wikipedia hilft) 6 Doppelstunden
Theorie, eine Doppelstunde Praxis und eine Theorieprüfung.

Klingt bis auf die fehlende Praxisprüfung ein wenig wie SFB See.
Also den Mofaschein für Wasserfahrzeuge aus abgespecktem SFB See?
Einfache Theorieprüfung, Nachweis eine Fahrstunde. Reicht.

Aber der Artikel gibt noch mehr her.
"In Bezug auf die Forderung nach allgemein verbindlichen
Ausbildungsstandards verwiesen DSV und DMYV auf ihre eigenen Gütesiegel."

Verbandseigene Gütesiegel für Schulungsunternehmen klingen nach "Bezahlt
bei uns Beiträge, bekommt das Gütesiegel". Das taugt nicht viel. Leider
habe ich auch keine Patentlösung. Qualität eines Lehrers ist nicht
notwendigerweise immer eine Funktion irgendwelcher Scheine oder
irgendeiner Ausbildung. In vielen Segelvereinen findet hochwertige
Ausbildung statt, sicher oftmals besser als in vielen Schulen mit
Gütesiegel. Auch für Prüfer sollten objektive Kriterien unabhängig von
einer Verbandsmitgliedschaft im Vordergrund stehen.

Außerdem - warum soll jemand nicht zumindest die Theorie im
Selbststudium erlernen? Wenn die Prüfung nicht darauf ausgelegt ist,
herauszufinden, ob der Prüfling genug weiß, taugt die Prüfung nichts.

Grundsätzliche (man beachte die Bedeutung des Wortes "grundsätzlich" im
Rechtsverkehr) ist auch die Anerkennung ausländischer
Befähigungsnachweise eine gute Idee. Wenn da ein Mindeststandard
festgeschrieben ist, warum sollten die Leute ihre Scheine nicht im
Ausland machen? Das was ich bei den Briten gesehen habe, gefiel mir
ausgesprochen gut.

Bernd J. Kaup

unread,
Jan 19, 2012, 4:38:12 AM1/19/12
to
Am 19.01.2012 07:45, schrieb Jens Stark:
> Am 18.01.2012 23:15, schrieb Thomas Erstfeld:
>
snip




> Aber zur Ausweitung der Führerscheinfreiheit. Diese wird ja anscheinend
> von Regionen aus wirtschaftlichen Gründen gefordert. Nehmen wir doch mal
> im Vergleich motorisierte Zweiräder. Meine Großmutter hätte mit ihrem
> Führerschein noch Motorräder bis 250 ccm fahren dürfen. (Es wäre ein
> interessanter Anblick gewesen.) Ich hätte noch einen
> Motorradführerschein ohne Einschränkungen machen dürfen. Inzwischen hat
> man gelernt, hat eine Einsteigerregelung UND eine einfache Prüfung für
> Mofafahrer (da war ich aus Altersgründen befreit). Hier kommt man ja
> auch nicht auf die Idee, die Führerscheinpflicht aus wirtschaftlichem
> Interesse erst bei der dreifachen Leistung heutiger Kleinfahrzeuge
> einsetzen zu lassen, auch wenn sich diese Fahrzeuge verkaufen würden wie
> geschnitten Brot.


Es ist natürlich richtig, dass ansonsten die Anforderungen höher und
detaillierter werden, weil angeblich das Leben immer komplizierter wird
(was gern von Politikern als Anlass für weiteres Kujonieren der Bürger
genommen wird).

Wenn ich an meinen Kfz-/Motorrad-Führerschein denke, Mai 1962: nicht OT,
ich bin Hannoveraner und habe einen Teil meiner 8 Fahrstunden mit dem
Versuch, das Auto am Rudolph-von-Bennigsen-Ufer (das ist die gerade
Seite des Maschsees) zu parken verbracht. Ich darf mit meinem
Pkw-Führerschein Motorräder bis 250 ccm, Lkw bis 7,5 to fahren und mich
mit meinen Motorradführerschein, 1 Fahrstunde einschließlich 5 min
Prüfungsfahrt mit einem 100kw Reiskocher zu Tode bringen. Ich brauchte
weder nachts noch auf der Autobahn Fahrstunden. Das wichtigste in der
Theorie war, dass im Handbuch alles steht, was man bei einer Panne
braucht. Und dass ein Pferdefuhrwerk ein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug
war, nicht dagegen ein Handkarren.

Das gleiche Niveau hatte mein holländische Jugendsegelschein. Die
wesentlich späteren SBF-Scheine waren deutlich anspruchsvoller.


Egal wie man es dreht: Führerscheine aller Art sind eine Lizenz zum
selbständig Üben. Leute, die es nie lernen gibt es genug, und solche,
die aus Selbstüberschätzung die Todesanzeigen bevölkern und ihre
Angehörigen zur Dekoration von Straßen mit Plastikblumen und Kreuzen
nötigen.


mfg
bjk

Peter Köhlmann

unread,
Jan 19, 2012, 5:29:25 AM1/19/12
to
Ulrich G. Kliegis wrote:

> On Wed, 18 Jan 2012 22:50:44 +0100, Peter Köhlmann
> <peter-k...@t-online.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>> ...Katastrophen ... Fehler...fürchterlichen Mist....Absolut unfähige
>> Skipper ... richtig Schaden
>
>
> Fazit: Die Versicherungen werden teurer werden, und kompensatorisch
> wird dann überreguliert.

Glaube ich nicht. Solange da vernünftige Grenzen gezogen werden dürfte das
relativ problemlos abgehen.
Natürlich bauen "scheinlose" Leute eher Unsinn. Aber ich habe zu oft Leute
*mit* Schein gesehen, die es auch nicht wesentlich besser machten
Und lernfähig oder nicht kann man auch nicht am Schein festmachen

> Warum kann man ein eingeschwungenes
> Gleichgewicht nicht mal in Ruhe lassen.
>

Wenn man es auf "ungefährliche" Reviere beschränkt kann man meiner Meinung
nach ruhig etwas lockerer angehen.
Allerdings wäre ich schon dagegen, generell die Scheinpflicht auf >15 PS
anzuheben.

Jens Stark

unread,
Jan 19, 2012, 2:44:51 PM1/19/12
to
Am 19.01.2012 10:38, schrieb Bernd J. Kaup:
> Das wichtigste in der
> Theorie war, [...] dass ein Pferdefuhrwerk ein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug
> war, nicht dagegen ein Handkarren.

Komisch. Das blieb bei mir auch haften...

> Egal wie man es dreht: Führerscheine aller Art sind eine Lizenz zum
> selbständig Üben.

Genau das.

Aber darum lassen wir ja auch keine Leute ohne Führerschein mit Autos
allein durch die Gegend fahren. Weil sie halt uns und sich gefährden,
bis sie zumindest wissen, wie das Ganze läuft. Theoretisch und
praktisch. Vorfahrtsregeln sind halt elementar, auch wenn mir in den
bisher über 30 Jahren am Steuer noch nie ein Handkarren entgegenkam, der
abbiegen wollte. (Da gab es eine interessante Ausnahme!)

Na gut, ich brauchte auch noch nie einen gegissten Schiffsort zu
bestimmen, bin nie vom Wasser aus einer nicht freifahrenden Fähre auf
dem NOK begegnet oder Schallsignale gegeben, um jemanden auf eine
geplante Kursänderung hinzuweisen. (Ebenso ist mir nie die schwarze
Tonne mit dem K darauf begegnet, die zur Zeit meiner Prüfung ein
Seekabel anzeigte. Aber solcher Mist bleibt hängen.)

Da finde ich den SBF im Grundsatz nicht schlecht. Man mag über
Einzelheiten in der Prüfung streiten, trotzdem hat man sich wohl bemüht,
etwas sinnvolles auf die Beine zu stellen.

Wenn man jetzt anfinge, die Ausnahmeregelung in Mecklenburg auf weitere
Gebiete auszudehnen (darum geht es ja wohl), wird es immer jemand geben,
der vor Gericht zieht, weil sein Revier nicht unter die Regelung fällt
und er als Bootsverleiher damit wirtschaftlich benachteilig ist.
Und schon haben wir - um den Vergleich mit dem Straßenverkehr zu
strapazieren - den 16-jährigen ohne Führerschein mit dem LKW auf der
Autobahn oder im morgentlichen Berufsverkehr.
Wobei man eigentlich die wichtigsten Verkehrsregeln und -zeichen schon
als Kind lernt, spätestens wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist.
Auf dem Wasser ist das meist anders.

Im Buch "MAL SEHN, WIE WEIT WIR KOMMEN" von Hans Habeck schildert dieser
die Zustände auf dem Canal du Midi: Er wird gerammt, die Leute verlassen
sich auf die Versicherung, der Vermieter des Rammenden meint: "Sind sie
bescheuert? Am Samstag auf den Kanal? Da ist Bootsübergabe und die Leute
kommen noch nicht klar!".

Auch hier: Wirtschaftliche Gründe in einer wirtschaftlich schwachen
Region führten zur Ausnahmeregelung.

Patentlösung? Habe ich leider auch nicht.

Gruß,
Jens

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 19, 2012, 5:26:26 PM1/19/12
to
On Thu, 19 Jan 2012 20:44:51 +0100, Jens Stark <je...@stark.net> wrote
in de.rec.sport.segeln:

>(Ebenso ist mir nie die schwarze
>Tonne mit dem K darauf begegnet, die zur Zeit meiner Prüfung ein
>Seekabel anzeigte. Aber solcher Mist bleibt hängen.)

wimre, waren doch die heute grünen Steuerbordtonnen noch in den 50ern,
wenn nicht sogar bis in die 60er, schwarz. und 2 Latüchten an nem
Schleppermast bedeuteten unter 180m Gesamtlänge. Panta rhei - alles
zurück! :)

Gruß,
U.

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 21, 2012, 2:44:47 AM1/21/12
to
Ulrich G. Kliegis schrieb:
> wimre, waren doch die heute grünen Steuerbordtonnen noch in den 50ern,
> wenn nicht sogar bis in die 60er, schwarz.

Das komplette derzeitige System wurde noch deutlich später
eingeführt, nämlich von 1977 bis 1981. Der Systemwechsel
wurde im März 1977 in Kopenhagen für die europäischen Ge-
wässer beschlossen: "Agreement for the Implementation of
Marine Buoyage System A". [Quelle: Das deutsche Seezeichen-
wesen, Hrsg. Gerhard Wiedemann, Hamburg 1998]

Früher bezeichneten die schwarzen Tonnen übrigens die Back-
bordseite der Fahrwasser und rot die Steuerbordseite. Das
wurde 1954 in Absprache mit Dänemark und den Niederlanden
getauscht.

Grün waren damals wohl die Wracktonnen, wie mir ein älte-
rer Seemann mal erzählte. Dazu fand ich auf die Schnelle
keinen Hinweis in dem o.g. Buch.

Gruß - Wolfgang

Jens Stark

unread,
Jan 21, 2012, 4:00:24 AM1/21/12
to
Am 21.01.2012 08:44, schrieb Wolfgang Broeker:
> Ulrich G. Kliegis schrieb:
> Das komplette derzeitige System wurde noch deutlich später
> eingeführt, nämlich von 1977 bis 1981. Der Systemwechsel
> wurde im März 1977 in Kopenhagen für die europäischen Ge-
> wässer beschlossen: "Agreement for the Implementation of
> Marine Buoyage System A". [Quelle: Das deutsche Seezeichen-
> wesen, Hrsg. Gerhard Wiedemann, Hamburg 1998]


Ich habe leider meine alten Führerscheinunterlagen nicht mehr - letzte
Prüfung in Hamburg vor Einführung des Betonnungssystems "A".
Das heutige macht aber eindeutig etwas mehr Sinn.
Aber wenn es interessiert, habe ich vielleicht noch einen
Küstenalmanach, mit Glück aus der Zeit, in der diese alten Sachen noch
stehen.
(Der war zumindest zu der Zeit ja immer eine Quelle der Weisheit.)

Gruß,
Jens

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 21, 2012, 5:10:09 AM1/21/12
to
On Sat, 21 Jan 2012 08:44:47 +0100, Wolfgang Broeker
<wolf...@broeker.com> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Grün waren damals wohl die Wracktonnen, wie mir ein älte-
>rer Seemann mal erzählte.

Stimmt. Grün mit weißem W drauf.

Aber die Kardinalzeichen blieben.

Mal sehen, vielleicht finde ich ja mein SBF-Lehrbuch von 1973 noch mal
wieder, dann guck ich nach.

Gruß,
U.

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 22, 2012, 1:44:57 PM1/22/12
to
Thomas Erstfeld schrieb:
> Da führe ich mal die Niederlande als Gegenbeispiel an. Dort geht es
> nicht um PS, sondern nur um die Höchstgeschwindigkeit.

Und um die Länge. Bei mehr als 15 m Länge oder mehr als 20 km/h
Höchstgeschwindigkeit ist ein Schein (vaarbewijs) erforderlich.
Das kann übrigens zu der kuriosen Situation führen, dass man zwar
die Motorbratze von fast 15 m Länge führerscheinfrei bewegen darf,
nicht aber das flotte Beiboot :-)

> Und so viel passiert dort auch nicht, sonst hätten die Regelungen
> nicht schon seit vielen Jahren Bestand.

Es gab vor einigen Jahren mal einen WDR-Filmbericht über die
Arbeit der niederländischen Wasserschutzpolizei im Maasrevier.
Die Polizisten dort hatten sehr viel Sympathie für die deutsche
Regelung mit einer PS-Obergrenze und wünschten sich so etwas
auch für die Niederlande.

Gruß - Wolfgang

Helmut Fischer

unread,
Jan 22, 2012, 2:39:21 PM1/22/12
to
Wolfgang Broeker <wolf...@broeker.com> wrote:

> Grün waren damals wohl die Wracktonnen, wie mir ein älte-
> rer Seemann mal erzählte. Dazu fand ich auf die Schnelle
> keinen Hinweis in dem o.g. Buch.

Ja, leider hat das Stichwortverzeichnis kein Seitenzahlen, sondern nur
Stichworte :-/

Beim Stöbern fand ich auf Seite 111 (rechts Mitte) etwas Deine Aussage
bestätigendes zu Wracktonnen.

Ich hatte dieses wunderschöne (und irgendwie auch Einblick in die Seele
engagierter Beamter gebende) Werk bisher nur im Hinblick auf
Seezeichen-Technik durchforstet - die Entwicklung der internationalen
Abkommen liest sich ja auch spannend.

Grüße, Helmut

Thomas Erstfeld

unread,
Jan 22, 2012, 5:32:18 PM1/22/12
to
Am 22.01.12 19:44, schrieb Wolfgang Broeker:
> Thomas Erstfeld schrieb:
>> Da führe ich mal die Niederlande als Gegenbeispiel an. Dort geht es
>> nicht um PS, sondern nur um die Höchstgeschwindigkeit.
>
> Und um die Länge. Bei mehr als 15 m Länge oder mehr als 20 km/h
> Höchstgeschwindigkeit ist ein Schein (vaarbewijs) erforderlich.
> Das kann übrigens zu der kuriosen Situation führen, dass man zwar
> die Motorbratze von fast 15 m Länge führerscheinfrei bewegen darf,
> nicht aber das flotte Beiboot :-)
>
>> Und so viel passiert dort auch nicht, sonst hätten die Regelungen
>> nicht schon seit vielen Jahren Bestand.

Stimmt, mit der Länge war da auch noch was. Dafür haben die Niederländer
die Verdrängung in ihrer Regelung vergessen. ;-)

> Es gab vor einigen Jahren mal einen WDR-Filmbericht über die
> Arbeit der niederländischen Wasserschutzpolizei im Maasrevier.
> Die Polizisten dort hatten sehr viel Sympathie für die deutsche
> Regelung mit einer PS-Obergrenze und wünschten sich so etwas
> auch für die Niederlande.

Ich hatte zweimal das zweifelhafte Vergnügen so einen Stahlverdränger
von knapp 15 Metern Länge in den friesischen Kanälen zu steuern.
Übermotorisiert sind die garantiert nicht, sondern an einem sonnigen
Wochenende eher zu träge.

Wobei das in meinen Augen für Ungeübte auch zu viel Boot auf einmal ist.
Lang, schwer, seitenwindanfällig und untermotorisiert passt einfach
nicht zu engen Kanälen und Führerscheinfreiheit.

Gruß
Thomas



Harald Maedl

unread,
Jan 23, 2012, 2:16:54 AM1/23/12
to
Thomas Erstfeld wrote:

> Wobei das in meinen Augen für Ungeübte auch zu viel Boot auf einmal ist.
> Lang, schwer, seitenwindanfällig und untermotorisiert passt einfach
> nicht zu engen Kanälen und Führerscheinfreiheit.

Aber offenbar klappt das seit vielen Jahren ganz gut. Auch in
Mecklenburg-Vorpommern scheint sich der Charterschein durchaus zu
bewähren. Rund 80.000 davon sind seit 2000 davon ausgestellt worden.
2011 gab es rund 250 Bootsunfälle, davon nur 5% von Bootsführern ohne
Schein, zumeist mit nur kleineren Schäden <100 EUR.
<http://www.yachtfernsehen.com/charter/6434189deb139zehn-jahre-ohne-fuehrerschein-chartern---eine-erfol.php>

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 23, 2012, 5:32:45 AM1/23/12
to
On Sun, 22 Jan 2012 23:32:18 +0100, Thomas Erstfeld
<the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Wobei das in meinen Augen für Ungeübte auch zu viel Boot auf einmal ist.
>Lang, schwer, seitenwindanfällig und untermotorisiert passt einfach
>nicht zu engen Kanälen und Führerscheinfreiheit.

Legoland in Dänemark zeigt da den Weg der Zukunft:
Unterwasserschienen.

Gruß,
U.

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 11:19:20 AM1/23/12
to
Hatte ich bei der praktischen Prüfung in ähnlicher Form.
Wie gesagt - ein Riesenkahn.

Prüfer warf Schwimmkörper über Bord, ich drehte, überlief das Teil,
stoppte, ohne eine Miene zu verziehen, das Objekt der Begierde rollte
unter Wasser die Bordwand hoch, poppte neben mir aus dem Wasser, ich
griff es, warf es ohne eine Miene zu verziehen in's Boot.

Keine Schelte, keine Wiederholung, bestanden.

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 11:29:51 AM1/23/12
to
Am 14.01.2012 19:17, schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Fri, 13 Jan 2012 21:20:09 +0100, Jens Stark<je...@stark.net> wrote
> in de.rec.sport.segeln:

>> Zum Manöver unter Segeln: Braucht man die im Regelfall noch wirklich,
>> a. ußer bei Jollen? Würdet ihr ein Bergemanöver im Ernstfall unter Segeln
>> versuchen? Und warum soll ich in einem engen Hafenbecken versuchen,
>> unter Segeln anzulegen, so ich das überhaupt noch darf?
> Gegenfrage: Warum willst Du segeln lernen, wenn Du solch einfache
> Dinge schon zurückweist?

Zurückweisen ist ein strenges Wort :)

Zwischendurch haben sich ja einige exzellente Gründe gefunden, das Ganze
zu können. Daß es Ausnahmesituationen gibt, unter denen man sowas können
soll bzw. muß, ist sicher klar - und das kann sicher auch schnell und
elegant sein. Aber elegant im Hafen unter Segeln anlegen?
Klar. Wenn Maschin kaputt, sollte man irgendwie das Ganze ohne häßliche
Kratzer in der Außenhaut gebacken kriegen, aber das wird (so ich das
weiter mache) nichts sein, was ich nach einer eventuellen Prüfung
tagelang üben werde.

> Das ist so wie der Unterschied zwischen
> Holsteiner Kaltblut als Rückepferd und, sagen wir mal, stölten mit nem
> Lipizzaner (sp?).

Beide schmecken gut, wenn gut zubereitet. Mein Vater ist der Pferdenarr
in der Familie - wahrscheinlich, damit er sich mit jungen Dingern
umgeben kann, die seine Tiere dann turniermäßig bewegen. Rein vom
Charakter her sid meine Sympathien allerdings eher beim Holsteiner.

Pferde? Nicht meine Welt. :)

Gruß,
Jens

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 12:00:16 PM1/23/12
to
Am 15.01.2012 15:23, schrieb Tobias Crefeld:

> Und ja, die meisten kommerziellen Schulen
> bieten Bootsmaterial, dass dafür ausgelegt ist, mit minimalen
> Trainingsaufwand möglichst schadensarm möglichst viele Scheinaspiranten
> die Prüfungen zu schleusen.
> Besser als nix ist das. Aber gut ausgebildet ist gerade das eben nicht!

Oder auch nicht besser als nix. Ich habe mein Geld mal als Trainer für
Herstellerzertifizierungen (so was wie MCSE) verdient. Oft für
"Umschüler". Das Glück war, daß wir eine Serie aus 6-7 Prüfungen auf ca.
3-4 Monate ausbreiten konnten. Da hat man dann die Zeit, mit den
Prüflingen praktisch zu arbeiten und den Stoff wirklich zu lehren. Beim
selben Auftraggeber habe ich die gleiche Prüfungsserie mal als
Firmenschulung. Da geht es wirklich darum, Leute in der vom Hersteller
vorgesehenen Zeit so zu trainieren, daß sie durch die Prüfung kommen.
Die Arie dauerte vier Wochen.

Also keine Spezialität bei dieser Art Schulung.

> Also die Einrichtungen, die die unselige
> Union aus DSV, DMYV und kommerziellen Schulverbänden bei den letzten
> Gesetzesnovellen am liebsten völlig aussen vor liessen.

Es beginnt übel zu riechen, wenn man die Ausbildung auf "zugelassene"
oder "zertifizierte" Schulungszentren beschränkt.
Damit fallen dann alle nichtkommerziellen Anbieter wie durch ein Wunder
aus...

Die SBF-Prüfung damals war ja ein Aufsatzwettbewerb, der im
Straßenverkehr Fragen gehabt hätte wie "Welche Farben zeigt eine
Verkehrsampel", statt zu vermitteln, wie man mit dem Auto von A nach B
kommt.

Ich hatte nach Ausbildung (in kommerzieller Schule) und vor Prüfung noch
Probleme in Navigation und verwandten Gebieten, bin dann zu meinen
Großvater gefahren (alter A6er und leidenschaftlicher Segler), der mir
auf seiner gestrengen Art erst einmal mitteilte, was er von
Schulungsunterlagen und Prüfungsanforderungen hielt (wenig!), um mir
dann in einem Heißsiedekurs das beizubringen, was er für wesentlich hielt.

Seine mir am tiefsten im Gedächtnis bleibende Übung war: "Wir sind bei
Helgoland und wollen nach Hamburg in den und den Hafen."
Natürlich aus Sicht des Berufsschiffers. Da habe ich dann so einiges
verstanden, was ich sonst nur stumpf und ohne Sinn auswendig gelernt hätte.

Hätte aber in meiner Schule vielleicht wirklich zu viel Zeit gebraucht.
Ob das durch eine Zertifizierung der Schulen besser gelaufen wäre?
Ich habe mal einen "Certified Technical Trainer" gemacht, Kurs in
London, schriftliche Prüfung und Beispielvideo. War ganz nett,
aber wer es vorher nicht konnte, konnte es hinterher auch nicht.
Bestanden haben aber alle.

>> Mit den Führerscheinen scheint es so zu sein, daß sie den
>> frischgebackenen Besitzer dazu qualifizieren, ohne Aufsicht mit einem
>> Wasserfahrzeug zu üben, ohne gleich von vornherein zum Scheitern
>> verurteilt zu werden oder eine große Gefahr für alle anderen
>> Verkehrsteilnehmen darzustellen.
>
> Das ist wohl der Plan der meisten bundesdeutschen Scheine-Aspiranten - der
> dann bei den meisten eine Halbwertszeit hat, die kaum über die Zeit bis
> zur Prüfung hinausreicht, oder war das bei Euch anders?

Die meisten Sachen, die man uns lernen ließ, habe ich nie wieder
gebraucht. Das, was ich brauchte, wußte ich vorher. Was nicht viel war -
beschränktes Revier, einfach zu beherrschendes Fahrzeug. Keine
Schleusen, kein klassisches Anlegen. Keine Fahrerei bei Nacht und Nebel.
dafür ständig "Mann über Bord"-Manöver (Wasserskischlepp).

Jetzt, nach Jahrzehnten, würde ich DAS noch können. Aber ich käme nicht
heil mit 14 Metern Schiff von Hamburg nach Kiel, ohne dieses oder jenes
noch mal neu zu lernen oder Fahrstunden zu nehmen.

> Und ja, natürlich gibt es Situationen, in denen man auch ohne Maschine im
> Hafen anlegen sollte. Wobei es mir im Zweifel herzlich wurscht ist, ob ich
> das darf. Oder frei nach Birne: Entscheidend ist, was dabei herauskommt.
Zugestanden. Aber muß es dann so geübt werden, daß es perfekt aussieht? :)

Gruß,
Jens

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 12:05:11 PM1/23/12
to
Am 19.01.2012 11:29, schrieb Peter Köhlmann:

> Wenn man es auf "ungefährliche" Reviere beschränkt kann man meiner Meinung
> nach ruhig etwas lockerer angehen.
> Allerdings wäre ich schon dagegen, generell die Scheinpflicht auf>15 PS
> anzuheben.

Darauf wird es hoffentlich hinauslaufen.
In den "ungefährlichen" Revieren erhöhte Leistungsgrenze mit
verpflichtender Einweisung.
Überall anders bleibt's, wie's ist.
Aber ich höre schon das Gejammere der Verleiher in den nicht
ausgenommenen Revieren...

Gruß,
Jens

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 24, 2012, 7:45:09 AM1/24/12
to
On Mon, 23 Jan 2012 17:19:20 +0100, Jens Stark <je...@stark.net> wrote
in de.rec.sport.segeln:

>das Objekt der Begierde rollte
>unter Wasser die Bordwand hoch, poppte neben mir aus dem Wasser, ich
>griff es, warf es ohne eine Miene zu verziehen in's Boot.
>
>Keine Schelte, keine Wiederholung, bestanden.

Klar, der Auftrag war ja nicht, nicht drüber zu mangeln.

SBF-Prüfung eines meiner Söhne. Prüfer reicht einer ohnehin nervösen
Kandidatin einen Tampen - "Mach mal nen geworfenen Palstek!".
Kandidatin zeigt Anzeichen von Aktivitäten des vegetativen
Nervensystems, nestelt mit der Leine rum, schwingt irgendwelche
Leinenaugen rein, bis der Prüfer ihr das aus der Hand nimmt und einem
betont kompetent wirken wollenden jungen Mann die Aufgabe überträgt.
Der knotet irgendwas, nur keinen geworfenen Palstek.

Prüfer will Tampen wieder wegstecken, fragt mein Sohn (der sowas ja
von zu Hause gewohnt ist), ob er mal? Na gut. Sohn macht Palstek ins
Ende und wirft das Ding durchs Steuerhaus.

Prüfer: "Prima!" -

Jollensegler (Paar) läuft dicht unter unserem Heck längs, "Können Sie
mir sagen, wie spät es ist?" - "Ja!"


Gerade noch in Rufweite lacht seine Vorschoterin, "Na, und wie spät
ist es?" - "Vier!" Wie gesagt, er kennt das von zu Haus.

Gruß,
U.

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 27, 2012, 1:23:28 PM1/27/12
to
Helmut Fischer schrieb:
> Beim Stöbern fand ich auf Seite 111 (rechts Mitte) etwas Deine Aussage
> bestätigendes zu Wracktonnen.

Danke für den Hinweis, das steht dort in der Tat.

> Ich hatte dieses wunderschöne (und irgendwie auch Einblick in die Seele
> engagierter Beamter gebende) Werk bisher nur im Hinblick auf
> Seezeichen-Technik durchforstet - die Entwicklung der internationalen
> Abkommen liest sich ja auch spannend.

Ja, es sind viele interessante Informationen enthalten. Ich habe
mein Exemplar seinerzeit bei der Auflösung (Übergabe) des DSV-
Verlags höchst preiswert erwerben können.

Gruß - Wolfgang

Matthias Heuer

unread,
Jan 28, 2012, 1:01:34 PM1/28/12
to
Am 21.01.2012 08:44, schrieb Wolfgang Broeker:
>
> Grün waren damals wohl die Wracktonnen, wie mir ein älte-
> rer Seemann mal erzählte. Dazu fand ich auf die Schnelle
> keinen Hinweis in dem o.g. Buch.

Richtig.

Grün: Wrack
Grün-Rot an der BB Seite passierbar.
Grün-Schwarz an der STB Seite passierbar.

Quelle: DHI, Nr 2000 Für Brücke und Kartenhaus, 1971

P.S.: Hast Du oder jemand anders die "IALA MARITIME BUOYAGE SYSTEM"
zufällig im Quelltext?

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 29, 2012, 3:00:24 AM1/29/12
to
Matthias Heuer schrieb:
> Grün: Wrack
> Grün-Rot an der BB Seite passierbar.
> Grün-Schwarz an der STB Seite passierbar.
>
> Quelle: DHI, Nr 2000 Für Brücke und Kartenhaus, 1971

Danke. So ein Dingens für Brücke und Kartenhaus müsste ich auch
noch irgendwo haben. Ich werde bei Gelegenheit mal suchen.


> P.S.: Hast Du oder jemand anders die "IALA MARITIME BUOYAGE SYSTEM"
> zufällig im Quelltext?

Ich habe das Werk leider nicht.

Gruß - Wolfgang

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 29, 2012, 6:27:34 AM1/29/12
to
On Sat, 28 Jan 2012 19:01:34 +0100, Matthias Heuer
<post...@mheuer.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>P.S.: Hast Du oder jemand anders die "IALA MARITIME BUOYAGE SYSTEM"
>zufällig im Quelltext?

Das meinst Du sicher nicht:

http://www.tidelandsignal.com/web/information/IALA/IALA%20MBS/MBS1.pdf

Oder ist Deine Grisdallgoogle gabudd?

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Jan 29, 2012, 6:45:41 AM1/29/12
to
On Sun, 29 Jan 2012 09:00:24 +0100, Wolfgang Broeker
<wolf...@broeker.com> wrote in de.rec.sport.segeln:

>müsste ich auch
>noch irgendwo haben.


Wie ich diesen Satz doch kenne und liebe - worauf dann, wird er mal
laut gedacht, das Echo "irgendwo, ja, ja..." kommt.

Solidarischen Gruß,

U.

Matthias Heuer

unread,
Jan 29, 2012, 5:40:56 PM1/29/12
to
Am 29.01.2012 12:27, schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Sat, 28 Jan 2012 19:01:34 +0100, Matthias Heuer
> <post...@mheuer.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>> P.S.: Hast Du oder jemand anders die "IALA MARITIME BUOYAGE SYSTEM"
>> zufällig im Quelltext?
>
> Das meinst Du sicher nicht:
> http://www.tidelandsignal.com/web/information/IALA/IALA%20MBS/MBS1.pdf
Das können meine Augen nicht scharfstellen.
>
> Oder ist Deine Grisdallgoogle gabudd?

Jaja, bei dem Personalisierungszeug muss man bestimmt bald zwischen
Deinem und meinem G**gle unterscheiden.

Ich hab was gefunden.

<http://www.commissionersofirishlights.com/media/38375/IALA%20MBS.pdf>


Gruß - Matthias

Helmut Fischer

unread,
Feb 1, 2012, 4:00:25 PM2/1/12
to
Wolfgang Broeker <wolf...@broeker.com> wrote:

> Ich habe
> mein Exemplar seinerzeit bei der Auflösung (Übergabe) des DSV-
> Verlags höchst preiswert erwerben können.

Meins günstig war vom Basar in der DGZRS-Werfthalle (bei dem ich auch
einen Leitz Maroctit 8X60 (!) Fernglas nicht liegenlassen konnte ...).

ABEBooks hat das Buch derzeit auch preiswert im Angebot.

Grüße, Helmut
0 new messages