nachdem ich es nun auch geschafft habe ein Iridium Satelitten-telefon an
meinem Laptop anzuschließen um Wetterdaten herunter zu laden stellt sich
nun auch noch die Frage nach der Möglichkeit E-Mails zu empfangen.
Unsere normalen E-Mail Accounts eignen sich dafür wegen der geringen
Bandbreite wenig, auch neue Web-Mail Accounts scheinen mir unbrauchbar zu
sein. Gibt es Anbieter von E-Mail Accounts, welche speziell auf die
Bedürfnisse von Langzeit Seglern ausgelegt sind?
Angeblich soll IMAP schon einen Blick in das Postfach möglich machen, bevor
man die Mail herunter lädt. Der Provider sollte sich natürlich zurückhalten
Mails in eigner Sache zu versenden etc.
Thx & Bye Tom
-- "Manches Gewissen ist nur rein, weil es nie benutzt wurde" (Robert Lembke)
Thomas Wildgruber wrote:
> nachdem ich es nun auch geschafft habe ein Iridium Satelitten-telefon an
> meinem Laptop anzuschließen um Wetterdaten herunter zu laden stellt sich
> nun auch noch die Frage nach der Möglichkeit E-Mails zu empfangen...
> Angeblich soll IMAP schon einen Blick in das Postfach möglich machen, bevor
> man die Mail herunter lädt. Der Provider sollte sich natürlich zurückhalten
> Mails in eigner Sache zu versenden etc.
Du arbeitest vermutlich mit Windows. Das kleine und schmale Tool "Mail
Magic Monitor" [1] ermöglicht es dir vorab, die Headerdaten aller deiner
Accounts herunterzuladen und Müll vom Server sogleich zu löschen. Auch
ist ein einfacher Editor eingebaut, mit dem man schnell einmal eine Mail
verschicken kann. Es ist allerdings nicht IMAP-fähig.
Zu jedem Account kannst du festlegen, ob das Programm automatisch die
Daten abrufen soll oder nur bei Aufforderung (meine präferierte
Einstellung).
> nachdem ich es nun auch geschafft habe ein Iridium Satelitten-telefon an
> meinem Laptop anzuschließen um Wetterdaten herunter zu laden stellt sich
> nun auch noch die Frage nach der Möglichkeit E-Mails zu empfangen.
> Unsere normalen E-Mail Accounts eignen sich dafür wegen der geringen
> Bandbreite wenig, auch neue Web-Mail Accounts scheinen mir unbrauchbar zu
> sein. Gibt es Anbieter von E-Mail Accounts, welche speziell auf die
> Bedürfnisse von Langzeit Seglern ausgelegt sind?
> Angeblich soll IMAP schon einen Blick in das Postfach möglich machen, bevor
> man die Mail herunter lädt. Der Provider sollte sich natürlich zurückhalten
> Mails in eigner Sache zu versenden etc.
Also, für Langfahrt sind AFAIK eigentlich - schon aus Kostengründen - eher Kurzwelle und Pactor üblich - aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren !
> Also, für Langfahrt sind AFAIK eigentlich - schon aus Kostengründen -
> eher Kurzwelle und Pactor üblich - aber ich lasse mich gerne eines
> Besseren belehren !
Für Kurzwelle brauchst Du ein entsprechendes (vor allem sendefähiges!) Gerät, das auch nicht ganz billig ist, und obendrein muß man sich damit auch noch auskennen (nicht umsonst braucht's für sowas normalerweise eine Amateurfunklizenz).
On Thu, 26 Jan 2012 13:07:32 +0100, Harald Maedl wrote:
> Du arbeitest vermutlich mit Windows. Das kleine und schmale Tool "Mail
> Magic Monitor" [1] ermöglicht es dir vorab, die Headerdaten aller deiner
> Accounts herunterzuladen und Müll vom Server sogleich zu löschen. Auch
> ist ein einfacher Editor eingebaut, mit dem man schnell einmal eine Mail
> verschicken kann. Es ist allerdings nicht IMAP-fähig.
Sorry hab die Plattform vergessen. Nein eigentlich arbeiten wir mit Mac OS
10.6.8. Ich habe aber auf einer VM auch noch einen Windows Client laufen
bei auch die Satellitenverbindung funktionsfähig ist. Ich werde mir den
Client mal anschauen.
Aber die primäre Frage wäre sowieso erst mal der Provider. Ich glaube mcih
zu erinnern mal gelesen zu haben, dass sogar Iriudum einen E-Mail Service
anbietet aber konnte jetzt dazu nichts finden, scheinbar habe ich mich da
getäuscht. Nehmt ihr da einfach eure normalen E-Mail Accounts (web.de,
gmx.de etc.) für diesen Anwendungsfall her?
Thx & Bye Tom
-- "One good Whiskey a day, keeps the doctor away"
>> Also, für Langfahrt sind AFAIK eigentlich - schon aus Kostengründen -
>> eher Kurzwelle und Pactor üblich - aber ich lasse mich gerne eines
>> Besseren belehren !
> Für Kurzwelle brauchst Du ein entsprechendes (vor allem sendefähiges!)
> Gerät, das auch nicht ganz billig ist, und obendrein muß man sich damit
> auch noch auskennen (nicht umsonst braucht's für sowas normalerweise
> eine Amateurfunklizenz).
Schon klar - unter'm Strich dürfte das aber immer noch günstiger kommen als eine ggf. mehrjährige INMARSAT-Rechnung, oder ?
Thomas Wildgruber <excpro...@web.de> wrote:
> Sorry hab die Plattform vergessen. Nein eigentlich arbeiten wir mit Mac OS
> 10.6.8. Ich habe aber auf einer VM auch noch einen Windows Client laufen
> bei auch die Satellitenverbindung funktionsfähig ist. Ich werde mir den
> Client mal anschauen.
> Für Kurzwelle brauchst Du ein entsprechendes (vor allem sendefähiges!)
> Gerät, das auch nicht ganz billig ist, und obendrein muß man sich damit
> auch noch auskennen (nicht umsonst braucht's für sowas normalerweise
> eine Amateurfunklizenz).
Nö, es geht auch mit Kurzwellengeräte, die für den Seefunk zugelassen sind und entsprechenden Providern [1]. Ist aber auch nicht billig und als Funkzeugnis brauchst Du dann das LRC oder GOC, was es auch nicht auf dem Jahrmarkt gibt.
> Nö, es geht auch mit Kurzwellengeräte, die für den Seefunk zugelassen > sind und entsprechenden Providern [1]. Ist aber auch nicht billig und > als Funkzeugnis brauchst Du dann das LRC oder GOC, was es auch nicht auf > dem Jahrmarkt gibt.
Und, laut der Seite, eine serielle Schnittstelle am Computer, die es an halbwegs aktuellen Computern kaum noch gibt, jedenfalls nicht mehr serienmäßig. USB war zwar immer schon ein höchst bescheidenes Interface, aber Kiel Radio sollte sich vielleicht doch mal updaten.
Cornelia
-- Be out and be proud - today is the first day of the rest of your life
Support Transgenre Strasbourg : www.sts67.org GPG key ID 83FF7452
"6 MByte pro Jahr bei max. 10 Minunten Onlinezeit pro Tag": Das sind pralle 28 Byte/Sekunde Datendurchsatz, also ca. 300 Bd. Was ja noch nicht weiter schlimm wäre, ist halt Kurzwelle, und auf dem Wasser hat man meist Zeit. Aber die Volumenbeschränkung ist dann doch ein bissel illusorisch in heutigen Zeiten, selbst wenn man von e-mails nur ein paar Header runterlädt. Sind die irgendwo in den Achzigern stehengeblieben, als man ca. jede Woche mal eine Dreizeilen-e-mail erhielt?
Cornelia
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> "6 MByte pro Jahr bei max. 10 Minunten Onlinezeit pro Tag": Das sind pralle
> 28 Byte/Sekunde Datendurchsatz, also ca. 300 Bd.
Die Rechnung ist so nicht zulässig, denn es handelt sich um zwei Beschränkungen Volumen und maximale Onlinezeit, die nicht die Geschwindigkeit ergeben.
Kiel Mail Radio arbeitet mit dem Pactorverfahren, ich habe nicht herausgefunden, mit welcher Version.
PACTOR-II ist in der Lage, bis zu 1200 Bit/s. zu übertragen. PACTOR-III könnte bis zu bis zu 5200 Bit/s "bringen". Das noch sehr junge PACTOR IV welches nach Herstellerangaben die Bandbreite nochmal um den Faktor 2 erhöhen kann.
> "6 MByte pro Jahr bei max. 10 Minunten Onlinezeit pro Tag": Das sind pralle > 28 Byte/Sekunde Datendurchsatz, also ca. 300 Bd. Was ja noch nicht weiter > schlimm wäre, ist halt Kurzwelle, und auf dem Wasser hat man meist Zeit. > Aber die Volumenbeschränkung ist dann doch ein bissel illusorisch in > heutigen Zeiten, selbst wenn man von e-mails nur ein paar Header > runterlädt. Sind die irgendwo in den Achzigern stehengeblieben, als man ca. > jede Woche mal eine Dreizeilen-e-mail erhielt?
Noch hübscher finde ich, daß man nirgends Preise findet. :-(
Oder hab' ich die irgendwo übersehen?
Kontoverbindung wollen sie aber haben.
D.h. umsonst (TM) isses nich!
--
Grüße,
Uwe
> Nö, es geht auch mit Kurzwellengeräte, die für den Seefunk zugelassen
> sind
Ok, daran hab ich gar nicht mehr gedacht. Für einen Charterskipper wie mich ist sowas recht weit weg (auch wenn ich's im Rahmen von GOC mal gelernt habe).
> Und, laut der Seite, eine serielle Schnittstelle am Computer, die es an
> halbwegs aktuellen Computern kaum noch gibt, jedenfalls nicht mehr
> serienmäßig.
> Nö, es geht auch mit Kurzwellengeräten, die für den Seefunk zugelassen > sind ...
Die sind deutlich teurer als Amateurfunkgeräte und gebraucht
kaum zu erhalten. Einen guten Einstieg in solche Fragen gibt es hier: <http://intermar-ev.de>
On Mon, 30 Jan 2012 09:23:50 +0100, Thomas Wildgruber
<excpro...@web.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>nachdem ich es nun auch geschafft habe ein Iridium Satelitten-telefon an
>meinem Laptop anzuschließen um Wetterdaten herunter zu laden stellt sich
>nun auch noch die Frage nach der Möglichkeit E-Mails zu empfangen.
Beim Emailempfang solltest Du ein Programm wählen, bei dem Du
möglichst alle Parameter noch händisch im Griff behältst. Ich staune
über den Disput um das Anschauen von Headern: Das läßt doch jedes
erwachsene Mailprogramm, das POP und SMTP erlaubt, zu. Pegasus sollte
auch in Deiner Win-VM laufen. Jüngst wollte ich auf einem Smartphone
den vom Besitzer beklagten Mailempfangsproblemen abhelfen - und mußte
feststellen, daß die timeouts für POP und SMTP auf 20 Sekunden
festeingestellt sind (Android) - keine Möglichkeit bislang, die zu
modifizieren. Das geht also gar nicht - unterwegs, wenn ich, vor allem
auch im Ausland, mal per UMTS online bin, muß ich timeouts von bis zu
90 Sekunden einstellen. Die Zeit gilt für den Verbindungsaufbau zum
Server, meistens sind das kaskadierte Spamsperren, die Kommunikation
läuft flott.
Zum Datenvolumenumfang: Bringe Deinen Korrespondenzpartnern bei, daß
sie ihre Clients auf non-html ASCII only einstellen müssen, und halte
die Adresse möglichst geheim. Beim DWD gibt es weitestgehend html-freie Textseiten, auf denen
wirklich nur Text steht.
Und nimm von allem technischen Geschraddel je mindestens ein Backup
mit, einschließlich Werkzeug, um jwd Systembackups etc. zu machen.
Bewahr CDs fernab von Seewasser auf - nichts löst die Schicht
schneller ab als jenes.
Iridium ist sicher der Platzhirsch, aber hast Du auch mal andere
angesehen, z.B. Thuraya? Gerade im Blick auf Datenverkehr gibt es
Alternativen.
Und zumindest einen guten Kurzwellenempfänger mit dabei zu haben, ist
wohl nicht verkehrt. Nicht nur für Sprache, sondern auch, um z.B.
Wetterkarten als Fax zu empfangen. Es ist immer gut, zwei von einander
unabhängige, möglichst autonome Systeme zu haben.
Wobei ich sagen muß, daß mein Blauwasser-Wissen nicht direkt gewonnen
ist, sondern nur ne theoretische Halbkugel ist:).
Aber die rollt wenigstens nicht weg.
Übrigens stieß ich eben hier: http://www.esys.org/wetter/dwd.html auf
den Namen eines den Langzeit-Regs hier noch wohlbekannten drss-Regs.
"Spinnweben im Masttopp" ist unauslöschlich und unvergeßlich mit
seinem Namen verbunden :) - Der Link auf seine FU-Seite ist leider
platt.
On Tue, 31 Jan 2012 07:46:58 +0100, "M. Handschuher" <k...@gmx.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:
>Dafür gibt's für wenige Euro einen Konverter.
Oft Illusion. Viele alte Kommunikationsprogramme dekodieren das Signal
über die Pulslängen- und -pausenmessung an einer der
Handshake-Leitungen, d.h., sie greifen auf Hardwareebene auf eine der
Leitungen zu - die RSR 232-Schnittstelle ist dabei nur der physische
Weg in die Schraddelkiste. Und da bleibst Du mit den FTDI-Spielzeugen
stecken. Außerdem sind viele dieser alten Programme noch
"DOS-basiert" (hieß wohl mal "das passiert", wie "ship happens").
Versuch mal, das auf einem der neuen hintergrundbeleuchteten
Schminkspiegel zum Laufen zu bringen... :) Obwohl - wenn man so eine
Kiste mit DOS und nichts anderem fährt, ist sie wirklich schnell :)
Auch Win 3.11 oder 95 machen dann Freude ;)
In der Bucht gibt es andererseits massenhaft geeignetes Treibgut.
Besonders die Ruggedized-Versionen älterer Laptops könnten da
interessant sein, wenn man ihnen einen neuen Akku spendiert.
On Tue, 31 Jan 2012 08:50:04 +0100, Ulrich G. Kliegis wrote:
>>nachdem ich es nun auch geschafft habe ein Iridium Satelitten-telefon an
>>meinem Laptop anzuschließen um Wetterdaten herunter zu laden stellt sich
>>nun auch noch die Frage nach der Möglichkeit E-Mails zu empfangen.
> [...] Ich staune
> über den Disput um das Anschauen von Headern: Das läßt doch jedes
> erwachsene Mailprogramm, das POP und SMTP erlaubt, zu.
AFAIK ist das Protollabhängig und ein Feature von IMAP
> [...] > Zum Datenvolumenumfang: Bringe Deinen Korrespondenzpartnern bei, daß
> sie ihre Clients auf non-html ASCII only einstellen müssen, und halte
> die Adresse möglichst geheim.
Das ist schon so geregelt. Wir kommunizieren nur über einen Kontakt. Wer
eine E-Mail an uns schreiben muss, soll sie dort hin schicken und von da
wird sie an uns weitergeleitet.
> Und nimm von allem technischen Geschraddel je mindestens ein Backup
> mit, einschließlich Werkzeug, um jwd Systembackups etc. zu machen.
> Bewahr CDs fernab von Seewasser auf - nichts löst die Schicht
> schneller ab als jenes.
Wir haben zwei Notebooks mit drei Systemen. Die VM wird auf DVD gebrannt
und kann notfalls noch im anderen Notebook gestartet werden. Wir denken,
dass sollte reichen.
> Iridium ist sicher der Platzhirsch, aber hast Du auch mal andere
> angesehen, z.B. Thuraya? Gerade im Blick auf Datenverkehr gibt es
> Alternativen.
Zu spät, dass Iridium ist schon da.
Thx & Bye Tom
-- "Manches Gewissen ist nur rein, weil es nie benutzt wurde" (Robert Lembke)
On Mon, 30 Jan 2012 17:39:57 +0100, HC Ahlmann wrote:
>> Sorry hab die Plattform vergessen. Nein eigentlich arbeiten wir mit Mac OS
>> 10.6.8. Ich habe aber auf einer VM auch noch einen Windows Client laufen
>> bei auch die Satellitenverbindung funktionsfähig ist. Ich werde mir den
>> Client mal anschauen.
> Bei MacOS versuche Eagle Mail von Bernd Fröhlich. An dem Programm ist
> quasi nichts dran, nicht mal ein Preisschild:
> <http://eaglesoft.de/eagle/eaglemail.html>
Danke, dass hört sich doch schon mal brauchbar an. Werd ich mir gleich
anschauen.
Bzgl. der Wahl eines Providers kannst du keine Empfehlung abgeben? Gibt es
da nichts in der Branche, was empfehlenswert ist? web.de, gmx.de oder
yahoo.de haben sicher nicht ein Augenmerk auf die Anforderungen von
Blauwasserseglern...
Thx & Bye Tom
-- "One good Whiskey a day, keeps the doctor away"
> Bzgl. der Wahl eines Providers kannst du keine Empfehlung abgeben? Gibt es
> da nichts in der Branche, was empfehlenswert ist? web.de, gmx.de oder
> yahoo.de haben sicher nicht ein Augenmerk auf die Anforderungen von
> Blauwasserseglern...
Ich les immer web.de und gmx.de, als ob es nicht noch was anderes gäbe :( . Das sind erstmal nur Freemailer. Richtige Provider wie T-Online, 1&1 usw. stellen auch Maildienste zur Verfügung. Ich hab meine Domain bei all-inkl und weitgehenden Zugriff auf meine Mailkonfiguration (inkl. jeder beliebigen Mailadresse innerhalb meiner Domain). Wobei all-inkl im Gegensatz zu T-Offline und 1&1 keinen Einwahl-Zugang hat. Aber mit einem Sat-Telefon ist es ja wie mit einem Handy, daß man sich erstmal beim Netzbetreiber einwählt und sich dann weiterhangelt.
Bei geheimgehaltener Mailadresse gibt's sicher kein Problem mit Spam. Ansonsten empfehle ich einen Mail-Provider, der grey-listing bietet. Das ist z.Z. state-of-the-art.
On Tue, 31 Jan 2012 10:42:06 +0100, M. Handschuher wrote:
> Ich les immer web.de und gmx.de, als ob es nicht noch was anderes gäbe > :( . Das sind erstmal nur Freemailer. Richtige Provider wie T-Online, > 1&1 usw. stellen auch Maildienste zur Verfügung. Ich hab meine Domain > bei all-inkl und weitgehenden Zugriff auf meine Mailkonfiguration (inkl. > jeder beliebigen Mailadresse innerhalb meiner Domain). Wobei all-inkl im > Gegensatz zu T-Offline und 1&1 keinen Einwahl-Zugang hat. Aber mit einem > Sat-Telefon ist es ja wie mit einem Handy, daß man sich erstmal beim > Netzbetreiber einwählt und sich dann weiterhangelt.
Im Prinzip ist es mit einem Sat-Telefon wie bei einem DSL Zugang ohne
Router. Das Sat-Telefon fungiert als Modem und das Iridium Gateway als
Einwahlserver. Danach habe ich eine Internetverbindung wie bei der Telekom
auch. Also sollte in der Art der Verbindung kein signifikanter Unterschied
zu zB der Telekom bestehen.
Sicher habe ich hier erstmal nur Freemail Accounts als Beispiel gebracht
aber die waren auch nur beispielhaft. Natürlich gibt es noch andere E-Mail
Provider und so langsam habe ich den Eindruck, dass es speziell für
Satellitenverbindungen wohl keine speziellen Anbieter zu geben scheint.
Soweit ich jetzt die Technik von Iridium verstanden habe, wird da sowohl am
Internetgateway, wie auch im Client durch die Direkt Internet Software eine
Kompression der Daten vorgenommen, was wohl einen speziellen E-Mail
Accelerator überflüssig macht aber ich bezweifle, dass jeder Provider, der
ein paar Euro für seinen Dienst nimmt, auf die Bedürfnisse von low
bandwidth usern eingeht und die Kommunikation auf ein Minimum reduziert.
Gerade habe ich XGate gefunden, habe aber nur das Quick Start Manual
gelesen und da wird auch die Internetverbindung durch XGate aufgebaut. Das
müsste nicht sein und ob die anderen Wünsche (eigene Email Adresse etc)
dort erfüllt werden muss ich jetzt erstmal in der Demo herausfinden. Wobei
es auch nicht ganz billig ist aber wenn es die Anforderungen erfüllt, ist
es akzeptabel.
> Bei geheimgehaltener Mailadresse gibt's sicher kein Problem mit Spam. > Ansonsten empfehle ich einen Mail-Provider, der grey-listing bietet. Das > ist z.Z. state-of-the-art.
Bei normaler E-Mail Kommunikation ist das sicherlich state of the art aber
man muss schon wissen, welche Nachteile das hat. Graylistening funktioniert
idR dadurch, dass eine E-Mail von einem Sender erstmal *abgelehnt* wird und
auf den zweiten Verbindungsaufbau gewartet wird[1]
Der Gedanke, der dabei verfolgt wird liegt darin, dass Spam-Schleudern
eigentlich keine Statusmeldungen auswerten und ggf darauf reagieren,
Mail-Server hingegen tun das schon und versuchen die Mail ein weiteres mal
zuzustellen und diese wird dann vom Graylistening Filter akzeptiert.
Ein Horror Szenario für jede Satellitenverbindung!
> Am 31.01.2012 02:08, schrieb Cornelia Schneider:
>> "6 MByte pro Jahr bei max. 10 Minunten Onlinezeit pro Tag": Das sind
>> pralle
>> 28 Byte/Sekunde Datendurchsatz, also ca. 300 Bd.
> Die Rechnung ist so nicht zulässig, denn es handelt sich um zwei
> Beschränkungen Volumen und maximale Onlinezeit, die nicht die
> Geschwindigkeit ergeben.
> Kiel Mail Radio arbeitet mit dem Pactorverfahren, ich habe nicht
> herausgefunden, mit welcher Version.
> PACTOR-II ist in der Lage, bis zu 1200 Bit/s. zu übertragen. PACTOR-III
> könnte bis zu bis zu 5200 Bit/s "bringen". Das noch sehr junge PACTOR IV
> welches nach Herstellerangaben die Bandbreite nochmal um den Faktor 2
> erhöhen kann.
Sie geben an: 800 Bit/s, vermutlich ein Durchschnittswert.
Hat jemand 'ne Preisliste gefunden?
--
Grüße,
Uwe
On Tue, 31 Jan 2012 09:12:10 +0100, Thomas Wildgruber
<excpro...@web.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>AFAIK ist das Protollabhängig und ein Feature von IMAP
Was aber nicht sagt, daß andere Protokolle das nicht auch zulassen.
Jede POP-Abholung beginnt ja zunächst mal mit dem Laden des Headers.
Ist aber schon off topic hier. Jedenfalls ging das mit POP schon
immer, und es ist ggf. recht praktisch, wenn z.B. eine Mail mit
20-MBit-Anhang die 300-Bd-Leitung stillzulegen droht... Immerhin soll
ja die Satellitenverbindung über die lange online-Zeit auch stabil
bleiben.
> Die Rechnung ist so nicht zulässig, denn es handelt sich um zwei > Beschränkungen Volumen und maximale Onlinezeit, die nicht die > Geschwindigkeit ergeben.
Weiß ich. Ich hab einfach mal berechnet wie schnell die Verbindung maximal sein darf damit man bei maximal erlaubter täglicher Übetragungszeit die maximal erlaubte jährliche Datenmenge nicht überschreitet. Letzteres dürfte im Interesse des Nutzers liegen damit er sich auch möglichst täglich verbinden kann. (Was passiert übrigens wenn man die 6 MB pro Jahr überschreitet? Blockiert Kiel Radio dann jede weitere Verbindung, oder kriegt man dann eine zusätzliche Rechnung geschickt?)
Cornelia
-- Be out and be proud - today is the first day of the rest of your life
Support Transgenre Strasbourg : www.sts67.org GPG key ID 83FF7452
Cornelia Schneider wrote:
> Matthias Heuer wrote:
>> Nö, es geht auch mit Kurzwellengeräte, die für den Seefunk zugelassen >> sind und entsprechenden Providern [1]...
> Und, laut der Seite, eine serielle Schnittstelle am Computer, die es an > halbwegs aktuellen Computern kaum noch gibt, jedenfalls nicht mehr > serienmäßig. USB war zwar immer schon ein höchst bescheidenes Interface, > aber Kiel Radio sollte sich vielleicht doch mal updaten.
Hm, es gibt PCMCIA-Karten mit integrierter RS-232-Schnittstelle.