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Segeln ab Rügen

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Thomas Erstfeld

unread,
Sep 25, 2011, 2:12:22 PM9/25/11
to
Hallo zusammen,

ich/wir bin/sind wieder da.

Es war eine schᅵne, anstrengende Woche mit ᅵberwiegend gutem Wetter.

Unsere Route lief von Breege ᅵber Stralsund nach Swinemᅵnde,
anschlieᅵende nach Ystad (Nachtschlag) und dann ᅵber Lohme (Rᅵgen)
wieder zurᅵck nach Breege.

Es waren fast 300 Seemeilen, wenn auch mit leider erhᅵhtem Motoreinsatz.
Wenn man in einer Woche viel sehen und erreichen will, muss man halt
Kompromisse machen.

Vielleicht schreiben ja auch Jᅵrg oder Ulrike noch etwas dazu.

Gruᅵ
Thomas

HC Ahlmann

unread,
Sep 25, 2011, 2:58:12 PM9/25/11
to
Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:

> Unsere Route lief von Breege �ber Stralsund nach Swinem�nde,
> anschlie�ende nach Ystad (Nachtschlag) und dann �ber Lohme (R�gen)
> wieder zur�ck nach Breege.

Stralsund-Wolgast-Swinem�nde oder au�enherum?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T�rnberichte

Thomas Erstfeld

unread,
Sep 25, 2011, 4:25:27 PM9/25/11
to
Am 25.09.11 20:58, schrieb HC Ahlmann:

> Thomas Erstfeld<the...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>> Unsere Route lief von Breege �ber Stralsund nach Swinem�nde,
>> anschlie�ende nach Ystad (Nachtschlag) und dann �ber Lohme (R�gen)
>> wieder zur�ck nach Breege.
>
> Stralsund-Wolgast-Swinem�nde oder au�enherum?


Wir sind au�en herum. In Swinem�nde haben wir mal kurz daran gedacht,
innen herum gem�tlich in den Greifswalder Bodden zur�ck zu fahren, haben
uns dann aber f�r den langen Nachtschlag nach Schweden entschieden, da
wir mehr segeln wollten.

Bornholm hat leider der Wind bzw. die fehlende Zeit verhindert. Da
h�tten wir direkt am ersten Tag von Breege aus nach Bornholm starten
m�ssen, aber da standen der lange Schlag und angek�ndigte Gewitter
gegen. Ein Nachbarboot hat das gemacht und gut 10 Stunden nach R�nne
ben�tigt. Kann man am ersten Tag machen, muss man aber bei dem Wetter nicht.

Gru�
Thomas

Wolfgang Allinger

unread,
Sep 25, 2011, 6:50:00 PM9/25/11
to

On 25 Sep 11 at group /de/rec/sport/segeln in article
<the...@nurfuerspam.de> (Thomas Erstfeld) wrote:

>Hallo zusammen,
>
>ich/wir bin/sind wieder da.
>

>Es war eine sch�ne, anstrengende Woche mit �berwiegend gutem Wetter.

Das freut mich, das alles gut und sch�n war.

Was wars denn f�r ein Kahn?


Saludos Wolfgang

--
Wolfgang Allinger 15h00..21h00 MEZ: SKYPE:wolfgang.allinger
Paraguay mailer: CrossPoint XP 3.20 (XP2) in WinXPprof DOSbox
Meine 7 Sinne: reply Adresse gesetzt!
Unsinn, Schwachsinn, Bloedsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Loetzinn.

Thomas Erstfeld

unread,
Sep 26, 2011, 2:25:40 PM9/26/11
to
Am 26.09.11 00:50, schrieb Wolfgang Allinger:
>
> On 25 Sep 11 at group /de/rec/sport/segeln in article
> <the...@nurfuerspam.de> (Thomas Erstfeld) wrote:
>
>> Hallo zusammen,
>>
>> ich/wir bin/sind wieder da.
>>
>> Es war eine schöne, anstrengende Woche mit überwiegend gutem Wetter.
>
> Das freut mich, das alles gut und schön war.
>
> Was wars denn für ein Kahn?

Es war eine Hanse 430 von 2009. Zu dem Boot nur soviel, nach dem Bericht
in der Yacht hatte ich mir mehr davon versprochen.

Gruß
Thomas

RA J. Geraedts.

unread,
Sep 26, 2011, 6:14:34 PM9/26/11
to
Am 26.09.2011 20:25, schrieb Thomas Erstfeld:

> Es war eine Hanse 430 von 2009. Zu dem Boot nur soviel, nach dem Bericht
> in der Yacht hatte ich mir mehr davon versprochen.

Selten habe ich eine größere Untertreibung gelesen ... !

Gruß,

Joachim.

HC Ahlmann

unread,
Sep 27, 2011, 2:45:15 AM9/27/11
to
Ist noch ein Rechtsstreit anhängig oder warum seid Ihr so sparsam mit
Informationen?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Thomas Erstfeld

unread,
Sep 27, 2011, 1:27:32 PM9/27/11
to
Am 27.09.11 08:45, schrieb HC Ahlmann:
> RA J. Geraedts.<RA...@GMX.de> wrote:
>
>> Am 26.09.2011 20:25, schrieb Thomas Erstfeld:
>>
>>> Es war eine Hanse 430 von 2009. Zu dem Boot nur soviel, nach dem Bericht
>>> in der Yacht hatte ich mir mehr davon versprochen.
>>
>> Selten habe ich eine größere Untertreibung gelesen ... !
>
> Ist noch ein Rechtsstreit anhängig oder warum seid Ihr so sparsam mit
> Informationen?

Nein, es ist kein Rechtsstreit anhängig. Wir sind ja überall gut
angekommen und Bruch gab es (zum Glück) auch keinen. Ich wollte mich
halt nur nicht mehr ärgern.

Fangen wir mal vorne an. Es handelte sich um eine Hanse mit sehr
seriennaher Ausstattung, also eher mager. Farbplotter mit Radar stachen
da noch positiv heraus. Das gesamte Boot war zwar sehr sauber, aber
nachlässig unterhalten. Der Kahn hatte z.B. mehr Gelcoat-Schäden, als
alle bisher von mir gesegelten Boote zusammen. Die Pump-WCs samt
Seeventilen hatten IMHO auch dringend eine Generalüberholung nötig.

Hinzu kamen extrem schwergängige Mastrutscher, was ein Setzen des
Großsegels (war sehr groß) extrem schwierig und langwierig machte. Im
Gegenzug ließ sich die Selbstwendefock kaum einrollen und bei Einholen
des Großsegels musste ständig jemand die Maststufen heraufklettern, da
es das letzte Drittel nicht mehr von alleine fiel.

Und zu guter letzt war das Boot unter Segeln gefühlt schwerfällig und
hatte bei ca. 1 Meter Welle einen Wendewinkel am Wind von deutlich über
100 Grad (man kam sich vor, als würde man wieder auf dem gleichen Kurs
zurück segeln).

Von weiteren Details wie fehlenden (bzw. sehr wenigen) Möglichkeiten,
sich an Deck einzupicken und fehlenden Haltegriffen unter Deck ganz zu
schweigen.

Bei der Rückgabe meinte der Stationsmitarbeiter nur, dass sei halt ein
Eignerschiff (Kaufchartermodell) in Grundausstattung und die Probleme
mit den Segeln in Verbindung mit den schlechten Segeleigenschaften seien
typisch für Hanse und nur mit einer (teuren) Nachrüstung zu beheben.
Beim nächsten mal sollten wir halt besser eine Bavaria nehmen!

Aus diesen und weiteren Gründen schrieb Joachim, dass es sich um eine
große Untertreibung handele.

Gruß
Thomas

Jürgen Schroll

unread,
Sep 28, 2011, 5:09:13 AM9/28/11
to
Hatte auch mal eine Hanse.
Das Boot hatte seine erste Saison und war ca. 3 Monate in Betrieb. Im
Sönderborger Hafen ist dann ein Gewitter mit starken Regen über uns
durchgezogen. Da ist dann das Wasser von der Salondecke getropft.
Bei der Rückgabe haben wir dem Vercharterer eine Mängelliste mit ca.
Punkten übergeben. Waren allerdings auch Mängel vom Vercharterer dabei.

Jürgen Schroll

unread,
Sep 28, 2011, 5:13:23 AM9/28/11
to
Am 28.09.11 11:09, schrieb Jürgen Schroll:
> Hatte auch mal eine Hanse.
> Das Boot hatte seine erste Saison und war ca. 3 Monate in Betrieb. Im
> Sönderborger Hafen ist dann ein Gewitter mit starken Regen über uns
> durchgezogen. Da ist dann das Wasser von der Salondecke getropft.
> Bei der Rückgabe haben wir dem Vercharterer eine Mängelliste mit ca.

10

> Punkten übergeben. Waren allerdings auch Mängel vom Vercharterer dabei.

Habe die Zahl vergessen :-)

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 1, 2011, 2:43:58 PM10/1/11
to
On Tue, 27 Sep 2011 19:27:32 +0200, Thomas Erstfeld
<the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>Hinzu kamen extrem schwergängige Mastrutscher,

Echt, Rutscher? Normalerweise gitb es da in der Liga doch Wagen.

> was ein Setzen des
>Großsegels (war sehr groß) extrem schwierig und langwierig machte.

Kein Silicon-Glitschmittelspray dabei ? Ist zwar Schweinkram, aber
dafür gemacht.

> Im
>Gegenzug ließ sich die Selbstwendefock kaum einrollen

Schwergängig oder warum? Vermutlich ein Gemisch aus Fett und Salz in
der Mechanik.


> und bei Einholen
>des Großsegels musste ständig jemand die Maststufen heraufklettern, da
>es das letzte Drittel nicht mehr von alleine fiel.

s.o.

War das ein durchgelattetes Groß? Wenn ja, waren die Rutscher / Wagen
jeweils auf Höhe der Latten oder dazwischen? Wenn ersteres, gehört der
Segelmacher in einen genähten Ganzkörper-Takling eingerollt. Eine
Sorgleine zum Runterholen von Deck aus ließ sich nicht riggen?

Gruß,
U.

Thomas Erstfeld

unread,
Oct 1, 2011, 3:48:11 PM10/1/11
to
Am 01.10.11 20:43, schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Tue, 27 Sep 2011 19:27:32 +0200, Thomas Erstfeld
> <the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>> Hinzu kamen extrem schwergängige Mastrutscher,
>
> Echt, Rutscher? Normalerweise gitb es da in der Liga doch Wagen.

Wenn ich kann, chartere ich Boote ohne Rollgroß. Die Erfahrungen mit der
hanse lassen mich aber an dieser Entscheidung zweifeln.

>> was ein Setzen des
>> Großsegels (war sehr groß) extrem schwierig und langwierig machte.
>
> Kein Silicon-Glitschmittelspray dabei ? Ist zwar Schweinkram, aber
> dafür gemacht.

Habe wir großzügig angewandt, aber leider ohne den gewünschten Erfolg.

>> Im
>> Gegenzug ließ sich die Selbstwendefock kaum einrollen
>
> Schwergängig oder warum? Vermutlich ein Gemisch aus Fett und Salz in
> der Mechanik.

Extrem schwergängig. Hatte man uns zwar vorher gesagt, machte die Sache
aber nicht besser.

>> und bei Einholen
>> des Großsegels musste ständig jemand die Maststufen heraufklettern, da
>> es das letzte Drittel nicht mehr von alleine fiel.
>
> s.o.
>
> War das ein durchgelattetes Groß? Wenn ja, waren die Rutscher / Wagen
> jeweils auf Höhe der Latten oder dazwischen? Wenn ersteres, gehört der
> Segelmacher in einen genähten Ganzkörper-Takling eingerollt.

Es war ein durchgelattetes Groß. Wo jetzt im Einzelnen die Rutscher
saßen, kann ich nicht sagen. So genau habe ich mir das nicht angesehen.
Ein Rutscher fehlte allerdings schon.

> Eine
> Sorgleine zum Runterholen von Deck aus ließ sich nicht riggen?

Haben wir am Anfang versucht. Jörg musste dann in Ystad in den Mast (er
sah dabei nicht glücklich aus, war aber der Leichteste) und die
vertörnte Sorgleine auf halber Höhe zwischen erster und zweiter Saling
von der Lampe entfernen. Danach haben wir dann auf die Sorgleine
verzichtet. Der Weg zum Mast war IMHO das kleinere Übel.

Gruß
Thomas

Edgar Warnecke

unread,
Oct 1, 2011, 9:01:19 PM10/1/11
to
Am Sat, 01 Oct 2011 21:48:11 +0200 schrieb Thomas Erstfeld:

> Am 01.10.11 20:43, schrieb Ulrich G. Kliegis:

>> Kein Silicon-Glitschmittelspray dabei ? Ist zwar Schweinkram, aber
>> dafür gemacht.
>
> Habe wir großzügig angewandt, aber leider ohne den gewünschten Erfolg.

Was das Handwerk ruiniert,
wird flugs mit Silikon verschmiert.

Edgar
--
Einfach ist genial,

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 2, 2011, 3:31:23 AM10/2/11
to
On Sat, 01 Oct 2011 21:48:11 +0200, Thomas Erstfeld
<the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>Am 01.10.11 20:43, schrieb Ulrich G. Kliegis:

>>> Hinzu kamen extrem schwergängige Mastrutscher,
>>
>> Echt, Rutscher? Normalerweise gitb es da in der Liga doch Wagen.
>
>Wenn ich kann, chartere ich Boote ohne Rollgroß. Die Erfahrungen mit der
>hanse lassen mich aber an dieser Entscheidung zweifeln.

Das beantwortet meine Frage leider nicht - Wagen (mit Rollen drin, die
in der Mastnut fahren, oder Rutscher, die die Bewegungsfreude einer
Europalette haben? Ich vermute tatsächlich Rutscher, denn Wagen sind
vermutlich in der Charterklasse nicht so üblich.

>Ein Rutscher fehlte allerdings schon.
Oh-Oooh.
>
> ... Jörg musste dann in Ystad in den Mast (er
>sah dabei nicht glücklich aus, war aber der Leichteste) und die
>vertörnte Sorgleine auf halber Höhe zwischen erster und zweiter Saling
>von der Lampe entfernen.

Oh-Oooohh.


Ich bin ja kein Charterer, aber der Gedanke kommt auf, nach dem
Auswahlkriterium Quotient aus Schiffsgröße*Kojenzahl/Wochenpreis zu
fragen, ob das ne Rolle gespielt hat? Außerdem ist Saisonende, der
Branche geht es ganz mies (s. Najad-Pleite) das spielt natürlich alles
eine Rolle. Im Prinzip hat der Bootsvermieter Euch doch aber ein nicht
wirklich seetüchtiges Boot angedreht. Reffmanöver bei Dunkelheit und
unruhigem Wasser mag man sich da lieber nicht vorstellen.

Es mag aber auch ein Problem mit diesen modernen Tuchen sein - war das
ein Laminatsegel oder was klassisches? Wenn der Lappen so steif ist,
daß seine mangelnde Elastizität eher an ein Starrsegel heranreicht,
nützt ja der beste Rutscher nichts. Eine Flügelspantenstruktur ist
Euch im Segel nicht aufgefallen? :)

Gruß,
U., auf ein bißchen Wind heute hoffend.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 2, 2011, 3:33:48 AM10/2/11
to
On Sun, 2 Oct 2011 03:01:19 +0200, Edgar Warnecke <ewar...@web.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Was das Handwerk ruiniert,
>wird flugs mit Silikon verschmiert.
>
> Edgar

Aus welcher Kiste kommst Du denn plötzlich? Außerdem: Read my lips:
Glitschmittel!

Gruß,
U.

Thomas Erstfeld

unread,
Oct 2, 2011, 4:42:47 AM10/2/11
to
Hallo Uli,

Am 02.10.11 09:31, schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Sat, 01 Oct 2011 21:48:11 +0200, Thomas Erstfeld
> <the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>> Am 01.10.11 20:43, schrieb Ulrich G. Kliegis:
>
>>>> Hinzu kamen extrem schwergängige Mastrutscher,
>>>
>>> Echt, Rutscher? Normalerweise gitb es da in der Liga doch Wagen.
>>
>> Wenn ich kann, chartere ich Boote ohne Rollgroß. Die Erfahrungen mit der
>> hanse lassen mich aber an dieser Entscheidung zweifeln.
>
> Das beantwortet meine Frage leider nicht - Wagen (mit Rollen drin, die
> in der Mastnut fahren, oder Rutscher, die die Bewegungsfreude einer
> Europalette haben? Ich vermute tatsächlich Rutscher, denn Wagen sind
> vermutlich in der Charterklasse nicht so üblich.

Sorry, hatte ich überlesen. Nein, es waren wirklich nur Mastrutscher.
Wie drückte sich der Stationsmitarbeiter bei der Rückgabe aus, damit das
Groß vernünftig zu setzen ist und fällt müsste man erst mal rund 3000,00
Euro investieren.

>> Ein Rutscher fehlte allerdings schon.
> Oh-Oooh.
>>
>> ... Jörg musste dann in Ystad in den Mast (er
>> sah dabei nicht glücklich aus, war aber der Leichteste) und die
>> vertörnte Sorgleine auf halber Höhe zwischen erster und zweiter Saling
>> von der Lampe entfernen.
>
> Oh-Oooohh.
>
>
> Ich bin ja kein Charterer, aber der Gedanke kommt auf, nach dem
> Auswahlkriterium Quotient aus Schiffsgröße*Kojenzahl/Wochenpreis zu
> fragen, ob das ne Rolle gespielt hat? Außerdem ist Saisonende, der
> Branche geht es ganz mies (s. Najad-Pleite) das spielt natürlich alles
> eine Rolle. Im Prinzip hat der Bootsvermieter Euch doch aber ein nicht
> wirklich seetüchtiges Boot angedreht. Reffmanöver bei Dunkelheit und
> unruhigem Wasser mag man sich da lieber nicht vorstellen.

So wild war es auch nicht. Seetüchtig war das Boot und Reffen ging
problemlos vom Cockpit aus. Hat halt nur alles etwas länger gedauert.

Und was den Vercharterer angeht, es war einer der großen Vercharterer an
der Ostsee, von dem ich bisher eigentlich nichts negatives gehört hatte.
Ich hatte dort allerdings vorher noch nicht gechartert.

> Es mag aber auch ein Problem mit diesen modernen Tuchen sein - war das
> ein Laminatsegel oder was klassisches? Wenn der Lappen so steif ist,
> daß seine mangelnde Elastizität eher an ein Starrsegel heranreicht,
> nützt ja der beste Rutscher nichts. Eine Flügelspantenstruktur ist
> Euch im Segel nicht aufgefallen? :)

Es war kein Foliensegel, sondern das mit der Erstauslieferung gelieferte
Standardsegeltuch. Dafür, dass es erst drei Jahre alt ist, war es INHO
teilweise schon sehr ausgeleiert.

Gruß
Thomas

Ulrike Scharfenberger

unread,
Oct 2, 2011, 7:46:40 AM10/2/11
to
Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:

> Hallo zusammen,
>
......
>
> Vielleicht schreiben ja auch Jörg oder Ulrike noch etwas dazu.
>
> Gruß
> Thomas


Moin Zusammen,

komme leider erst jetzt dazu, mitzumischen.


Es ist ja schon fast alles geschrieben worden. Aber ich glaube, ich
spreche für die ganze Crew, wenn ich sage, dass wir viel Spaß hatten.
Die Woche war von guter Laune und fröhlicher Stimmung gekennzeichnet,
auch wenn es Schläge gab, auf denen schon mal Mägen meuterten ;-)

Ich habe den Törn als entspannend empfunden, obwohl ich im Vorfeld schon
ein bisschen Sorge hatte, ob sieben Leute an Bord so die richtige Anzahl
bilden, da ich ja überwiegend sehr kleine Crews (2-3) gewohnt bin.

Nein, Ulli, Zeitpunkt, Anzahl der Leute, Boot hatten nichts mit dem
Portemonai zu tun ;-) Es hat sich alles so ergeben. Da es ein
Vereinstörn war, sind wir von 6 auf 7 angewachsen, da ja noch zwei
Kojen frei waren. Und der Zeitpunkt lag daran, dass wir keinen anderen
gemeinsamen Nenner gefunden haben - ist halt schwierig bei sieben
berufstätigen Menschen.

Gebucht hatten wir auf der BOOT und dabei geglaubt, dass wir mit der
Hanse 430 nicht nur eine großräumige, gut ausgestattete Yacht bekommen,
sondern auch eine Rennziege.

Nun, der optische Zustand war schon traurig. Bei der Übernahme haben wir
das Boot komplett fotografiert und ich habe im Übernahmeprotokoll einen
entsprechenden Vermerk aufgenommen. Aber, wie mir erzählt wurde, kaum,
dass das Boot in der Charter war, wurde mit ihr erst mal die Regatta
rund Bornholm gesegelt und dabei erhielt sie schon die ersten großen
Macken. Scha(n)de, dass das Winterlager nicht die Möglichkeit bot, sie
wieder herzurichten.

Die Mastrutscher waren eher Stopper, die es zu überlisten galt ;-) -
schlichte Plastikrutscher, nicht kugelgelagert. Von daher war die
Schwergängigkeit ein Faktor, den es zu berücksichtigen galt. Das führte
dazu, dass wir aus den geschützten Boddengewässern - aufgrund der
Wettervorhersagen - schon immer mit Reff 2 rausgegangen sind. Im Zweifel
ist Reff rausnehmen besser als Reff einbinden. Das ging aber vom Cockpit
aus ganz gut.

Erfreulich gut sahen Motor und Motorbilge aus. Allerdings war die Yacht
mit 40 PS untermotorisiert.

Die Ausstattung insgesamt war schlicht.
Beispielsweise hatten wir zwar zwei große Duschen, aber keine Haken, an
denen man nasses Ölzeug hätte aufhängen können.

Amtliche Seekarten und Hafenhandbücher hatte ich selbst dabei und das
war auch gut so. Der an Bord befindliche Satz Seekarten war zwar aktuell
aber für unser Vorhaben der falsche. Danach hätten wir Breege noch nicht
mal verlassen können. Offensichtlich geben sich Leute mit dem
Kartenplotter zufrieden??? Ich aber nicht!

Die Route Breege - Stralsund - Swinemünde - Ystad - Lohme - Breeg war
vom Wetter vorgegeben. Für den Sonntag war Gewitter vorhergesagt. Nun,
am ersten Tag muss man sich auf so etwas nicht einlassen, zumal wir in
dieser Konstellation noch nie zusammen gesegelt sind und die Kenntnisse
der Crew in Bezug auf Segeln die gesamte Palette abbildete.

Die Entscheidung, durch die geschützten Boddengewässer nach Stralsund zu
tuckern, hat sich als richtig erwiesen. Von da aus ging's am nächsten
Tag ins hochsommerliche Swinemünde, außen herum und unter Segel, wo wir
alle viel Spaß bei 26° C hatten.

Die Entscheidung, nach Ystad zu segeln, habe ich mir, in Anbetracht der
Vorhersagen für den Rücktörn sehr reiflich überlegt. Dass die Überfahrt
nach Ystad schön sein würde, war klar. Sternenklare Nacht, 4-5 aus SO,
mild, was will man mehr? Vom Timing sind wir so gestartet, dass wir bei
Tageslicht den Hafen Ystad ansteuern konnten. Ich glaube, alle hatten
Spaß an der sternenklaren Nachtfahrt.

Für den Schlag zurück nach Rügen war dann eine Westwetterlage
vorhergesagt, die aber so nicht eintrat. Vielmehr kam der Wind fast
gegenan, so dass wir leidlich Kurs auf Lohme, statt auf das geplante
Vitte, anlegen konnten. Der Schlag war natürlich ein bisschen ruppig,
aber bei moderaten Winden ging auch das. Da zwischendurch aber immer mal
Fronten mit heftigen Böen auftauchten, hatten wir gerefft.

Kritik an mir war, dass ich mit dem Boot, wie mit einem eigenen umgehe
;-) - damit konnte ich gut leben und dadurch hatten auch die Anfänger
eine Chance, alles mitzumachen, inklusive Ruder gehen bei jedem Schlag.


--
Sportliche Grüße
Ulrike

Segeln und segeln lassen

Sören Böhlke

unread,
Oct 2, 2011, 2:20:51 PM10/2/11
to


"Ulrike Scharfenberger" <Ulrike.Sch...@gmx.net> schrieb im
Newsbeitrag news:<1k8ijjw.1hgu9bm1ykgdf4N%Ulrike.Sch...@gmx.net>...
> Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:
>
> > Hallo zusammen,
> >
> ......
> >
> > Vielleicht schreiben ja auch Jörg oder Ulrike noch etwas dazu.
> >
> > Gruß
> > Thomas
>
>
> Moin Zusammen,
[..]

> Erfreulich gut sahen Motor und Motorbilge aus. Allerdings war die Yacht
> mit 40 PS untermotorisiert.

N'Abend,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mir hier keine Freunde mache, kann ich das
nicht glauben!!

Ich selbst segele seit einigen Jahren in der Ostsee n 32-Fuß-Kahn (5t) mit
18 PS und hatte nie das Gefühl, dass ich untermotorisiert wäre! Darum würde
mich mal interessieren, wie sich die angebliche Untermotorisierung bemerkbar
gemacht hat?

Ich selbst habe noch nie gechartert, aber manchmal werde ich das Gefühl
nicht los, dass die Charterer einen SEHR hohen Anspruch an die gecharterte
Yacht haben (aber gleichzeitig "natürlich" nur kleines Geld ausgeben
wollen)!!

Gruß von der Schlei
Sören



Ulrike Scharfenberger

unread,
Oct 2, 2011, 3:11:28 PM10/2/11
to
Sören Böhlke <kerns...@arcor.de> wrote:

> "Ulrike Scharfenberger" <Ulrike.Sch...@gmx.net> schrieb im
> Newsbeitrag news:<1k8ijjw.1hgu9bm1ykgdf4N%Ulrike.Sch...@gmx.net>...

> >
> >
> > Moin Zusammen,
> [..]
>
> > Erfreulich gut sahen Motor und Motorbilge aus. Allerdings war die Yacht
> > mit 40 PS untermotorisiert.
>
> N'Abend,
>
> auch auf die Gefahr hin, dass ich mir hier keine Freunde mache, kann ich das
> nicht glauben!!
>
> Ich selbst segele seit einigen Jahren in der Ostsee n 32-Fuß-Kahn (5t) mit
> 18 PS und hatte nie das Gefühl, dass ich untermotorisiert wäre! Darum würde
> mich mal interessieren, wie sich die angebliche Untermotorisierung bemerkbar
> gemacht hat?
>
> Ich selbst habe noch nie gechartert, aber manchmal werde ich das Gefühl
> nicht los, dass die Charterer einen SEHR hohen Anspruch an die gecharterte
> Yacht haben (aber gleichzeitig "natürlich" nur kleines Geld ausgeben
> wollen)!!
>
> Gruß von der Schlei
> Sören
>
>

Moin,

ich segele üblicherweise eine 34 ft Yacht mit 42 PS. Damit fühle ich
mich ganz wohl. Ich habe gern Reserven wenn ich in enge Hafeneinfahrten
muss, insbesondere bei Wind und Welle von vorn.

Thomas Erstfeld

unread,
Oct 2, 2011, 4:04:15 PM10/2/11
to
Am 02.10.11 21:11, schrieb Ulrike Scharfenberger:
Ich habe ja schon öfter gechartert, deshalb auch noch mein Senf dazu. 40
PS für ein Boot mit 10 Tonnen Verdrängung ist in der Ostsee doch eher
unüblich. Im Mittelmeer kommt die schwächste Standardmotorisierung öfter
vor, aber an der Ostsee hatten vergleichbare Schiffe bisher 55 bis 75 PS.

Das Problem mit den 40 PS war und ist, dass man bei 5 Bft. gegenan
gerade noch mal 3 Knoten über Grund läuft. Selbst mit mehr Gas werden
kaum mehr als 3,5 Knoten daraus. Als Flautenschieber mag das reichen,
aber nicht im Charterbetrieb.

Dieser ist dadurch gezeichnet, dass die Charterer oft nur einen knappen
Zeitrahmen haben. Wo der Eigner einfach gemütlich zwei Tage auf eine
Wetteränderung wartet, muss der Charterer durch (und damit meine ich
nicht Lossegeln, egal ob Sturm oder nicht).

Entzerren könnte man dies mit einer längeren Charterzeit, aber das ist
ja gerade bei Charterern oft das Problem. Meine Familie z.B. teilt mein
Hobby leider nicht, also knappse ich mir ein bis maximal zwei Wochen im
Jahr vom Urlaub ab.

Gruß
Thomas

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 2, 2011, 5:14:36 PM10/2/11
to
On Sun, 2 Oct 2011 20:20:51 +0200, Sören Böhlke <kerns...@arcor.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Ich selbst segele seit einigen Jahren in der Ostsee n 32-Fuß-Kahn (5t) mit
>18 PS und hatte nie das Gefühl, dass ich untermotorisiert wäre!

Kann ich unterschreiben. Meine 10 m Stahl, Langkieler, 6.5 t ohne
Personal, werden von einem alten Bukh 2-Zylinder mit 20 Datenblatt-PS
getrieben, wenn es sein muß. Mehr als 2/3 der Max-Drehzahl sind aber
sinnlos, weil da schon die Rumpfgeschwindigkeit erreicht wird. Da die
bei heftigem Gegenan nicht so das Maß der Dinge ist, sind dann bei
sehr schneller Luft von vorne schon mal ein paar Grad mehr beim
Gashebel nötig, aber Vollgas bleibt auch da sinnlos. Sprich, ich fahr
mit gefühlten 10 bis 12 PS.

Beim Gegenan hat der Mehrbedarf der Charterer sicher zwei Gründe:
Erstens, die modernen Leichtbauschüsseln bleiben in jeder Welle
stehen, während ein richtiges Boot sich da eher dank seiner trägen
Masse und günstigeren Rumpfform auch mal durchboxt, zweitens haben die
modernen Risse, namentlich die als Charterblasen konzipierten, alle
die Aerodymanik eines Stapels von Dixie-Klohäuschen, die durch den
Wind bewegt werden müssen. Das allein braucht natürlich deutlich mehr
Mmmpf.

Warum aber Euer Boot, Ulrike, 42 PS braucht, hmmm, verschließt sic
mir, fahrt Ihr auch Schlepperjobs? Oder schätzt Du die Laufruhe, wenn
Du in Leerlaufdrehzahl Rumpfgeschwindigkeit schiebst? :)

Gruß,
U.

RA J. Geraedts.

unread,
Oct 2, 2011, 6:14:55 PM10/2/11
to
Am 02.10.2011 22:04, schrieb Thomas Erstfeld:

> Ich habe ja schon öfter gechartert, deshalb auch noch mein Senf dazu. 40
> PS für ein Boot mit 10 Tonnen Verdrängung ist in der Ostsee doch eher
> unüblich. Im Mittelmeer kommt die schwächste Standardmotorisierung öfter
> vor, aber an der Ostsee hatten vergleichbare Schiffe bisher 55 bis 75 PS.
>
> Das Problem mit den 40 PS war und ist, dass man bei 5 Bft. gegenan
> gerade noch mal 3 Knoten über Grund läuft. Selbst mit mehr Gas werden
> kaum mehr als 3,5 Knoten daraus. Als Flautenschieber mag das reichen,
> aber nicht im Charterbetrieb.
>(...)

Hinzu kommt, daß ich das Gefühl nicht loswerden konnte, einen falschen
und/oder beschädigten Prop an der Welle (Saildrive) zu haben :
Jedenfalls erzeugte der mehr Krach (Kavitation ?) als Leistung.

Ich will es mal so beschreiben : Wenn ich bei einem Anleger auf den Steg
zudümpel, so daß ich noch so gerade eben Ruderwirkung spüre, und zum
Aufstoppen mehrere Sekunden richtig "Gaaaaas !" brauche, empfinde ich
das durchaus nicht als normal. Da kann irgendwas nicht stimmen.

Gruß,

Joachim.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 3, 2011, 5:37:34 AM10/3/11
to
On Mon, 03 Oct 2011 00:14:55 +0200, "RA J. Geraedts." <RA...@GMX.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Hinzu kommt, daß ich das Gefühl nicht loswerden konnte, einen falschen
>und/oder beschädigten Prop an der Welle (Saildrive) zu haben :
>Jedenfalls erzeugte der mehr Krach (Kavitation ?) als Leistung.


Kann auch massiver Bewuchs sein. Hat mein Prop auch gerade.

Gruß,
U.

Helmut Fischer

unread,
Oct 3, 2011, 5:55:58 AM10/3/11
to
Moin Ulrike & alle,

Ulrike Scharfenberger <Ulrike.Sch...@gmx.net> wrote:

> ... einiges zur Hanse 430

ich klinke mich auch noch mal ein:

wir hatten bisher 3 Mal (2009 - 2011) dieselbe Hanse 370 für die
24h-Regatta nach Medemblik, Bj. 2007, 29 PS, Faltprop, durchgelattetes
Groß, Selbstwendefock, Gennaker. Das Boot war gut in Schuss und hat bis
auf die mir persönlich zu geringe Rückmeldung am Ruder viel Spaß
gemacht. "Rennziege" stimmt nicht ganz (da war die Bavaria (35? 36?)
Match die wir vorher zwei Mal hatten gefühlt noch flotter), aber letztes
Jahr waren wir in der Auswertung eher zwischen den Delhers und X-Yachts
als zwischen den Bavarias. Wir hatten auch oft im direkten Vergleich mit
ähnlich großen Booten das Gefühl dass das Schiff recht flott ist. Das
kann natürlich auch an den Segel- und Trimmkünsten der Crew gelegen
haben ;-)

Die Motorisierung war vollkommen ausreichend, wir mussten mal bei Bft. 7
und Welle das Groß bergen und kamen gut gegenan. Vielleicht war, wie von
Joachim vermutet, mit dem Propeller Eures Schiffs was nicht in Ordnung.

Die Mastrutscher gingen auch etwas schwer, mit möglicherweise
zunehmender Tendenz. Wir hatten zumindest dieses Jahr beim Groß Setzen
und Bergen immen jemanden am Mast der nachgeholfen hat. Ein Teil der
Kraft ging, denke ich, auch in der verdeckten Fallführung vom Mast zur
Winsch vor dem Niedergang verloren.

Unser Boot wird wohl vom Vercharterer auch selbst gesegelt und ist
vielleicht auch deshalb entsprechend gepflegt. Eures ist wohl eher ein
Gegenbeispiel.

Viele Grüße, Helmut

Michael Hermes

unread,
Oct 3, 2011, 6:46:21 AM10/3/11
to
Am 02.10.2011 10:42 schrieb Thomas Erstfeld:
[..]
>> Das beantwortet meine Frage leider nicht - Wagen (mit Rollen drin, die
>> in der Mastnut fahren, oder Rutscher, die die Bewegungsfreude einer
>> Europalette haben? Ich vermute tats�chlich Rutscher, denn Wagen sind
>> vermutlich in der Charterklasse nicht so �blich.
>
> Sorry, hatte ich �berlesen. Nein, es waren wirklich nur Mastrutscher.
> Wie dr�ckte sich der Stationsmitarbeiter bei der R�ckgabe aus, damit das
> Gro� vern�nftig zu setzen ist und f�llt m�sste man erst mal rund 3000,00
> Euro investieren.
[..]
> So wild war es auch nicht. Seet�chtig war das Boot und Reffen ging
> problemlos vom Cockpit aus. Hat halt nur alles etwas l�nger gedauert.
>
> Und was den Vercharterer angeht, es war einer der gro�en Vercharterer an
> der Ostsee, von dem ich bisher eigentlich nichts negatives geh�rt hatte.
> Ich hatte dort allerdings vorher noch nicht gechartert.

War es der, der fast den ganzen Hafen Breege belegt und dann auch noch
in Hohe D�ne (und Flens oder so) anbietet?
Bei dem hatte ich jetzt schon diverse Male gechartet und die Erfahrung
gemacht, da� sie sehr kulant sind, gute Betreuung etc. Aber die Boote
werden schon ziemlich runtergeritten und irgendwas >=5 Jahre alt werde
ich dort nicht mehr mieten. Wenn man im Fr�hjahr (noch knapp vor Ostern)
ein Boot bekommt bei dem die Fensterdichtungen von aussen mit Klebeband
'unterst�tzt' werden, weiss man wie viel im Winterlager gewartet wurde.

Gruss

--
That morning, after a hectic night [..] the sun rose in its usual
irritating way to interrupt my work. I had barely fallen asleep when
suddenly...
Na, wer weiss wo das herkommt? Googeln ist �brigends unsportlich!

Ulrike Scharfenberger

unread,
Oct 3, 2011, 11:28:20 AM10/3/11
to
Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaretwaslangabersieisttrotzdemgueltig@kliegi
s.de> wrote:

.....
>
> Warum aber Euer Boot, Ulrike, 42 PS braucht, hmmm, verschließt sic
> mir, fahrt Ihr auch Schlepperjobs? Oder schätzt Du die Laufruhe, wenn
> Du in Leerlaufdrehzahl Rumpfgeschwindigkeit schiebst? :)
>
> Gruß,
> U.


Moin Ulli,

der Ersteigner des Bootes war Schiffsbauingenieur, der die Ausstattung
des Serienbaus ein wenig verändert hat. Dazu gehörten u. a. ein längerer
Kiel und eine stärkere Motorisierung.
Daran haben wir nichts geändert ;-)

Da wir überwiegend in Tidengewässern unterwegs sind, finde ich die
PS-Zahl sehr angenehm.

Beispielsweise hatten wir mal das Pech, dass der Wind (4 Bft), entgegen
der Vorhersage: "Weiter abnehmend" richtig auflebte nachdem wir
Spiekeroog verlassen hatten. Schon bei 5 Bft auflandig wird das
kritisch, wenn du dann über die Barre vor der Insel musst. An dem Tag
haben die 42 PS gute Arbeit geleistet. Hinzu kam, dass wir immer so
ablegen (also schon vor Hochwassser), dass wir einen möglichst optimalen
Wasserstand auf der Barre haben. Das gilt bei den ostfriesischen Inseln
nicht nur für Spiekeroog.

Ein anderes Beispiel ist die Hafeneinfahrt von List auf Sylt. Sie ist
sehr schmal, der Strom setzt heftig und da kommen auch Ausflugsdampfer
raus. Da ist es schon sehr angenehm, wenn man ein wenig flott ist.

Und wenn ich an unseren Schottlandtörn 2001 denke: Hin "severe gale" und
zurück totale Flaute. Fast die gesamte Strecke zurück ging unter Motor.

>Oder schätzt Du die Laufruhe, wenn
> Du in Leerlaufdrehzahl Rumpfgeschwindigkeit schiebst? :)

Ja ;-)

Thomas Erstfeld

unread,
Oct 3, 2011, 5:03:09 PM10/3/11
to
Am 03.10.11 12:46, schrieb Michael Hermes:
> Am 02.10.2011 10:42 schrieb Thomas Erstfeld:
> [..]
>>> Das beantwortet meine Frage leider nicht - Wagen (mit Rollen drin, die
>>> in der Mastnut fahren, oder Rutscher, die die Bewegungsfreude einer
>>> Europalette haben? Ich vermute tatsächlich Rutscher, denn Wagen sind
>>> vermutlich in der Charterklasse nicht so üblich.
>>
>> Sorry, hatte ich überlesen. Nein, es waren wirklich nur Mastrutscher.
>> Wie drückte sich der Stationsmitarbeiter bei der Rückgabe aus, damit das
>> Groß vernünftig zu setzen ist und fällt müsste man erst mal rund 3000,00
>> Euro investieren.
> [..]
>> So wild war es auch nicht. Seetüchtig war das Boot und Reffen ging
>> problemlos vom Cockpit aus. Hat halt nur alles etwas länger gedauert.
>>
>> Und was den Vercharterer angeht, es war einer der großen Vercharterer an
>> der Ostsee, von dem ich bisher eigentlich nichts negatives gehört hatte.
>> Ich hatte dort allerdings vorher noch nicht gechartert.
>
> War es der, der fast den ganzen Hafen Breege belegt und dann auch noch
> in Hohe Düne (und Flens oder so) anbietet?
> Bei dem hatte ich jetzt schon diverse Male gechartet und die Erfahrung
> gemacht, daß sie sehr kulant sind, gute Betreuung etc. Aber die Boote
> werden schon ziemlich runtergeritten und irgendwas>=5 Jahre alt werde
> ich dort nicht mehr mieten. Wenn man im Frühjahr (noch knapp vor Ostern)
> ein Boot bekommt bei dem die Fensterdichtungen von aussen mit Klebeband
> 'unterstützt' werden, weiss man wie viel im Winterlager gewartet wurde.

Treffer, versenkt.

Gruß
Thomas

Michael Hermes

unread,
Oct 4, 2011, 12:49:44 PM10/4/11
to
Soweit würde ich dann doch nicht gehen. Vor allem, da die Ostsee doch
überall so flach ist.

Gruss
--
That morning, after a hectic night [..] the sun rose in its usual
irritating way to interrupt my work. I had barely fallen asleep when
suddenly...
Na, wer weiss wo das herkommt? Googeln ist übrigends unsportlich!

Thomas Erstfeld

unread,
Oct 4, 2011, 1:07:50 PM10/4/11
to
Am 04.10.11 18:49, schrieb Michael Hermes:
> Am 03.10.2011 23:03 schrieb Thomas Erstfeld:
>> [..]
>>
>> Treffer, versenkt.
>
> Soweit würde ich dann doch nicht gehen. Vor allem, da die Ostsee doch
> überall so flach ist.

Och, wir waren an einigen Stellen, wo wir die Hanse hätten aufrecht
stehend versenken können. ;-)

Gruß
Thomas

Tobias Crefeld

unread,
Oct 3, 2011, 6:10:00 PM10/3/11
to
RA J. Geraedts. meinte:
> Am 02.10.2011 22:04, schrieb Thomas Erstfeld:

>> Das Problem mit den 40 PS war und ist, dass man bei 5 Bft. gegenan
>> gerade noch mal 3 Knoten über Grund läuft. Selbst mit mehr Gas werden
>> kaum mehr als 3,5 Knoten daraus. Als Flautenschieber mag das reichen,
>> aber nicht im Charterbetrieb.
>> (...)

Das ist in dieser Allgemeinheit Quatsch. Wir hatten letzthin ein Boot
ähnlicher Verdrängung mit grad mal 35 PS gechartert und das Ding lief bei
1m Ostseewelle gegenan wie einer Einser unter Maschine - und das
keinesfalls mit Vollgas. Aber gut, das Ding war auch ein gemäßigter Racer.

Dank mittlerweile für jeden besseren Motorhändler erhältlichen PC-
Programmen lassen sich Propeller so präzise an Boot und Maschine angepasst
auswählen, dass man bis zu 30% weniger Leistung an der Welle braucht und
trotzdem bessere "Traktion" als vorher hat. Habe da gute Erfahrungen mit
dem Refit einer HR49 gemacht. Vorher 130 PS mit starkem Radeffekt bei
Rückwärtsfahrt und danach 100 PS mit sehr viel bessere Manövrierbarkeit.
Gleichzeitig reichten schon erhöhtes Standgas, um die Kiste auf 5..6 kn zu
bringen - mit entsprechend geringerem Spritbedarf. Lediglich nach unten
hätte man sich noch etwas weniger Drehzahl gewünscht, weil 3 kn im Hafen
nur schwer zu halten waren.


> Hinzu kommt, daß ich das Gefühl nicht loswerden konnte, einen falschen
> und/oder beschädigten Prop an der Welle (Saildrive) zu haben :
> Jedenfalls erzeugte der mehr Krach (Kavitation ?) als Leistung.

Das kommt der Ursache wohl näher.
Wobei der Lärm sicher nichts mit Kavitation zu tun hat, da man diese an
Bord einer Yacht mit Sicherheit nicht hört. Krach deutet eher auf Defekt
hin - Saildrives sind ja doch etwas sensibler als Antriebe mit starrer
Welle.

--
Gruss,
Tobias.

Michael Hermes

unread,
Oct 5, 2011, 2:39:39 PM10/5/11
to
Und an anderen wo neben der ausgebaggerten Fahrrinne Angler im Wasser
standen.
/me war September mal wieder auf dem Bodensee unterwegs. Der hat meist
50m vom Ufer weg mehr Platz nach unten als die Ostsee an der tiefsten
Stelle.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 24, 2011, 5:30:07 PM10/24/11
to
On Mon, 3 Oct 2011 17:28:20 +0200, Ulrike.Sch...@gmx.net
(Ulrike Scharfenberger) wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>
>Ein anderes Beispiel ist die Hafeneinfahrt von List auf Sylt. Sie ist
>sehr schmal, der Strom setzt heftig und da kommen auch Ausflugsdampfer
>raus. Da ist es schon sehr angenehm, wenn man ein wenig flott ist.


So langsam verstehe ich, wozu Ihr 42 PS braucht. Zur Kompensation von
negativen Differenzen von Wassertiefe und Tiefgang... ?

:) EKNW

Gruß,

U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 24, 2011, 5:33:24 PM10/24/11
to
On Wed, 05 Oct 2011 20:39:39 +0200, Michael Hermes
<i...@michaelhermes.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>Der hat meist
>50m vom Ufer weg mehr Platz nach unten als die Ostsee an der tiefsten
>Stelle.


Und was nützt Dir das als Segler?

;)

Dafür sind die Deiche in der Gegend auch viel zu hoch, planlos in die
Landschaft gelegt, und teils sogar bewohnt.

Gruß,
U.


Gruß,
U.

HC Ahlmann

unread,
Oct 25, 2011, 1:56:58 AM10/25/11
to
Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaretwaslangabersieisttrotzdemgueltig@kliegi
s.de> wrote:

> So langsam verstehe ich, wozu Ihr 42 PS braucht. Zur Kompensation von
> negativen Differenzen von Wassertiefe und Tiefgang... ?
>
> :) EKNW

War es nicht SiR Georg, der Hooksiel eine neue Fahrrinne bescherte?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

RA J. Geraedts.

unread,
Oct 25, 2011, 2:37:13 AM10/25/11
to
Am 24.10.2011 23:33, schrieb Ulrich G. Kliegis:

> (...)
> Gruß,
> U.
>
>
> Gruß,
> U.

Sehr höflich oder Alzheimer ... ? ;-)

Einfachen Gruß,

Joachim.

Wolfgang Broeker

unread,
Oct 25, 2011, 3:03:58 AM10/25/11
to
Ulrich G. Kliegis wrote:
> >Der hat meist 50m vom Ufer weg mehr Platz nach unten als
> >die Ostsee an der tiefsten Stelle.
>
> Und was nützt Dir das als Segler?

Nichts, und die Aussage ist im Übrigen auch unzutreffend.

Gruß - Wolfgang

Michael Hermes

unread,
Oct 27, 2011, 2:32:28 PM10/27/11
to
Am 24.10.2011 23:33 schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Wed, 05 Oct 2011 20:39:39 +0200, Michael Hermes
> <i...@michaelhermes.de> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>>Der hat meist
>>50m vom Ufer weg mehr Platz nach unten als die Ostsee an der tiefsten
>>Stelle.
>
> Und was n�tzt Dir das als Segler?

Man bleibt nicht so schnell mit dem Kiel unten h�ngen wie um R�gen rum.

> Daf�r sind die Deiche in der Gegend auch viel zu hoch, planlos in die
> Landschaft gelegt, und teils sogar bewohnt.

Aber sie scheinen zu wirken. Oder hast du schonmal was davon geh�rt, da�
der Bodensee �ber diese Deiche getreten w�re?

Gruss
--
That morning, after a hectic night [..] the sun rose in its usual
irritating way to interrupt my work. I had barely fallen asleep when
suddenly...
Na, wer weiss wo das herkommt? Googeln ist �brigends unsportlich!

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 27, 2011, 3:47:22 PM10/27/11
to
On Tue, 25 Oct 2011 08:37:13 +0200, "RA J. Geraedts." <RA...@GMX.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Am 24.10.2011 23:33, schrieb Ulrich G. Kliegis:
>
>> (...)
>> Gruß,
>> U.
>>
>>
>> Gruß,
>> U.
>
>Sehr höflich oder Alzheimer ... ? ;-)
>

Schlicht vergrüßt.


>Einfachen Gruß,
>
>Joachim.

Einfache Grüße,

U.

RA J. Geraedts.

unread,
Oct 28, 2011, 2:18:48 AM10/28/11
to
Am 27.10.2011 21:47, schrieb Ulrich G. Kliegis:
> On Tue, 25 Oct 2011 08:37:13 +0200, "RA J. Geraedts."<RA...@GMX.de>
> wrote in de.rec.sport.segeln:
>
>> Am 24.10.2011 23:33, schrieb Ulrich G. Kliegis:
>>
>>> (...)
>>> Gru�,
>>> U.
>>>
>>>
>>> Gru�,
>>> U.
>>
>> Sehr h�flich oder Alzheimer ... ? ;-)
>>
>
> Schlicht vergr��t.
>
>
>> Einfachen Gru�,
>>
>> Joachim.
>
> Einfache Gr��e,

Besser 1 x zuviel als zuwenig ! ;-)

BTW : Hast Du eigentlich nix mehr zu tun ? Der Winter naht und immer
noch kein neues (Bastel-) Projekt ?

Jetzt sag' nicht, Dein Kahn ist fertig ?!? Dann w�rde es Zeit f�r was
Neues ... ! ;-))

Sch�nes WE,

Joachim.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Oct 28, 2011, 5:30:00 AM10/28/11
to
On Fri, 28 Oct 2011 08:18:48 +0200, "RA J. Geraedts." <RA...@GMX.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>BTW : Hast Du eigentlich nix mehr zu tun ? Der Winter naht und immer
>noch kein neues (Bastel-) Projekt ?


Dochdochdoch, als erstes steht aber mal die Rekonstruktion des
Propellers aus seiner derzeitigen mutmaßlichen Seepockenkonvolutform
an. Eine gute Bekannte, eine der Frauen, die echt was tauchen,
übernimmt das. In den letzten 6 Wochen haben hier wohl etliche
Rumpfhautbewohner noch mächtig Party gemacht, selbst die Gorch Fock
wies dieser Tage im Trockendock unverhoffte Mengen an
zweckhinderlichem Seegetier auf. Naja, im Winter kommt dann noch der
Mast dran, und - mal sehen, was noch so kommt.

Und selbst? :) Hattest Du nicht auch mal so nen Arbeitsgulli in
petto?

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 3, 2011, 9:54:03 AM11/3/11
to
On Mon, 03 Oct 2011 11:37:34 +0200, Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>>Hinzu kommt, daß ich das Gefühl nicht loswerden konnte, einen falschen
>>und/oder beschädigten Prop an der Welle (Saildrive) zu haben :
>>Jedenfalls erzeugte der mehr Krach (Kavitation ?) als Leistung.
>
>
>Kann auch massiver Bewuchs sein. Hat mein Prop auch gerade.


Seit gestern nicht mehr. Eine volltauchliche gute Bekannte hat da über
eine Stunde Muscheln und Seepocken auf Wanderschaft geschickt, der
Propeller war wohl nur noch ein (norddeutscher Fachbegriff:) Klüten,
auch am Ruder hingen streifenweise Frühi de Mär. Interessanterweise
wohl überall da, wo ich im Frühsommer, als der Kahn kurz raus war,
UW-Farbe nachgepönt habe, die NICHT mit Cayenne-Pfeffer getunet war.

Am vorletzten Sonntag kam der Kahn bei ruhigem Wetter (vor der
Entmuschelung eben) bei Vollgas nur noch auf drei Knoten, und das bei
Diesel-Heizergruß aus dem Auspuff und mächtig unruhigem Kielwasser.

Also, ich tippe, daß das Boot des OP ähnlich aussah.

Nun auf das nächste Segeln gespannt grüßt

U.

Ignatios Souvatzis

unread,
Nov 3, 2011, 12:21:19 PM11/3/11
to
Ulrich G Kliegis wrote:

> Seit gestern nicht mehr. Eine volltauchliche gute Bekannte hat da über
> eine Stunde Muscheln und Seepocken auf Wanderschaft geschickt, der
> Propeller war wohl nur noch ein (norddeutscher Fachbegriff:) Klüten,
> auch am Ruder hingen streifenweise Frühi de Mär. Interessanterweise
> wohl überall da, wo ich im Frühsommer, als der Kahn kurz raus war,
> UW-Farbe nachgepönt habe, die NICHT mit Cayenne-Pfeffer getunet war.

Hm, kann man Cayenne-Pfeffer in VC17 Eco einrühren? Welche Farbe und
welchen Cayenne-Pfeffer-Anteil nimmst du, und wie teuer wird das pro
Quadratmeter, und wirkt das auch im Süßwasser?

-is

Thomas Erstfeld

unread,
Nov 3, 2011, 2:44:00 PM11/3/11
to
Am 03.11.11 17:21, schrieb Ignatios Souvatzis:
Cayenne-Pfeffer ist doch Kinderkacke. Wenn schon scharf, denn
getrocknete und gemahlene Habanero-Chilis.

Gruß
Thomas

Harald Maedl

unread,
Nov 3, 2011, 4:11:23 PM11/3/11
to
Thomas Erstfeld wrote:
> Am 03.11.11 17:21, schrieb Ignatios Souvatzis:
>> Ulrich G Kliegis wrote:

>>> ... Klüten,
>>> auch am Ruder hingen streifenweise Frühi de Mär. Interessanterweise
>>> wohl überall da, wo ich im Frühsommer, als der Kahn kurz raus war,
>>> UW-Farbe nachgepönt habe, die NICHT mit Cayenne-Pfeffer getunet war.
>> Hm, kann man Cayenne-Pfeffer in VC17 Eco einrühren? Welche Farbe und
>> welchen Cayenne-Pfeffer-Anteil nimmst du, und wie teuer wird das pro
>> Quadratmeter, und wirkt das auch im Süßwasser?
> Cayenne-Pfeffer ist doch Kinderkacke. Wenn schon scharf, denn
> getrocknete und gemahlene Habanero-Chilis.

... noch ein bisschen Knoblauch dazu, das soll auch gegen
Vampir-Muschelis und Schneckelis helfen, vor allem zweibeinige...

Wolfgang Allinger

unread,
Nov 3, 2011, 5:28:00 PM11/3/11
to

On 03 Nov 11 at group /de/rec/sport/segeln in article
Evtl. hilft auch Benzoate (Grausam übersetzte Seite)

http://ctechcorporation.tripod.com/benzoate_german.htm

Vielleicht reicht ja schon eine plastifizierte Kopie dieses Textes
Unterwasser angenagelt und die Pocken nehmen würgend reissaus :)




Saludos Wolfgang

--
Wolfgang Allinger 15h00..21h00 MEZ: SKYPE:wolfgang.allinger
Paraguay mailer: CrossPoint XP 3.20 (XP2) in WinXPprof DOSbox
Meine 7 Sinne: reply Adresse gesetzt!
Unsinn, Schwachsinn, Bloedsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Loetzinn.

Falk Willberg

unread,
Nov 3, 2011, 4:31:44 PM11/3/11
to
Und selbst wenn es den Bewuchs nicht verhindert, ist selbiger wenigstens
schon schmackhaft gewürzt.

Falk

Edgar Warnecke

unread,
Nov 3, 2011, 8:43:28 PM11/3/11
to
Am Thu, 03 Nov 2011 19:44:00 +0100 schrieb Thomas Erstfeld:

> Cayenne-Pfeffer ist doch Kinderkacke. Wenn schon scharf, denn
> getrocknete und gemahlene Habanero-Chilis.

Schrieb der Erstfeld..

und schmiss seinen Einwegrasierer in die Ostsee.

Ohaaa....

Edgar
--
Einfach ist genial

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 4, 2011, 5:21:38 AM11/4/11
to
On Thu, 3 Nov 2011 17:21:19 +0100, Ignatios Souvatzis
<u50...@beverly.kleinbus.org> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Hm, kann man Cayenne-Pfeffer in VC17 Eco einrühren? Welche Farbe und
>welchen Cayenne-Pfeffer-Anteil nimmst du, und wie teuer wird das pro
>Quadratmeter, und wirkt das auch im Süßwasser?


Weiß nicht, ob es mit VC1 geht - ausprobieren! Ich benutze ein Produkt
von Relius, irgendwas mit "Atlantik" im Namen. Damit ist das Schiff
nun seit 30 Monaten im Wasser, inzwischen zweimal ganz kurz für
Ausbesserungen raus.

Den Cayenne-Pfeffer hole ich im örtlichen Großmarkt, das Kilo für rund
19 Euro (überhaupt, wer Gewürze kauft, stellt fest, daß die
Kleinverpackung offenbar immens teuer ist - je größer das Gebinde,
umso asymptotischer (!!!!) der Preis unterhalb eines Deckelwertes. Und
der liegt immer noch mindestens 10-fach über Preisen, die z.B. in
Rhyiad zu zahlen wären...)
Also, ich rühre ca. 2 gehäufte Eßlöffel in rund 2.5l Farbe ein. Der
Anstrich (das ist nichts für polierte-UW-Schiff-Junkies) sieht dann
aus wie benutztes 60er-Schleipapier, aber eine gewissen Rauhheit soll
ja auch gut für müheloses Schnellsegeln sein...)
Der Tip kam übrigens mal hier aus der NG, ich habs dann einfach mal
ausprobiert, bei mir funktioniert es. In der Südsee soll es üblich
sein, alles, was das Essen dort genießbar macht, also ab Tabasco
aufwärts, in die UW-Farbe zu rühren - als Träger genügt dort einfache
Wandfarbe. Und es ist biologisch sehr unbedenklich.

Nur beim Schleifen muß man aufpassen und Atemwege und Augen schützen -
sonst macht das einen sehr traurigen Eindruck... Oder am besten naß
schleifen, geht mit den Scheifvliesen von 3M und einem elektrischen
Schwabbel sehr gut - und zieht die Wurst vom Teller.

Also, die Bindungswirkung von VC1 probier am besten aus, ich sehe
keinen Grund, warum das in salzarmem Wasser nicht funktionieren
sollte, notfalls neu abschmecken... Man kann sicher auch noch was
anderes als Cayenne-Pfeffer nehmen, bei mir reicht das noch für ein
paar Jahre.

Gruß,
U.

Harald Maedl

unread,
Nov 4, 2011, 3:19:57 PM11/4/11
to
Ulrich G. Kliegis wrote:
> Ignatios Souvatzis wrote in de.rec.sport.segeln:
>>
>>Hm, kann man Cayenne-Pfeffer in VC17 Eco einr�hren? Welche Farbe und
>>welchen Cayenne-Pfeffer-Anteil nimmst du, und wie teuer wird das pro
>>Quadratmeter, und wirkt das auch im S��wasser?
> Wei� nicht, ob es mit VC1 geht - ausprobieren! Ich benutze ein Produkt
> von Relius, irgendwas mit "Atlantik" im Namen. Damit ist das Schiff
> nun seit 30 Monaten im Wasser, inzwischen zweimal ganz kurz f�r
> Ausbesserungen raus.
> [...]
> Also, ich r�hre ca. 2 geh�ufte E�l�ffel in rund 2.5l Farbe ein. Der
> Anstrich (das ist nichts f�r polierte-UW-Schiff-Junkies) sieht dann
> aus wie benutztes 60er-Schleipapier ...)

Mit fl�ssigem Capsaicin k�nnte man dies vermutlich vermeiden, zumal es
farblos ist.

Edgar Warnecke

unread,
Nov 4, 2011, 7:46:11 PM11/4/11
to
Am Fri, 4 Nov 2011 20:19:57 +0100 schrieb Harald Maedl:

> Mit flüssigem Capsaicin könnte man dies vermutlich vermeiden, zumal es
> farblos ist.

Wollt Ihr kochen, Schiffe streichen, Schiffe tafelfertig zubereiten....

Denkt doch mal dran, bueschen Gruenzeug ums Schnitzel kommt gar nicht mal
so uebel.

8-ung!
Rheinische Fraktion!
Ede-bashing ist angesagt!
Der hat Euch verdammt lange vernachlaessigt.
Tut mir echt leid, aber nicht weh.

Gruss von der Unterweser, besser gesagt, der Ochtum, in die rheinischen
tiefe Beene (sp?).

Re: Segeln ab R�

Oder so.

Harald Maedl

unread,
Nov 5, 2011, 4:30:44 AM11/5/11
to
Edgar Warnecke wrote:
> Am Fri, 4 Nov 2011 20:19:57 +0100 schrieb Harald Maedl:

>> Mit flüssigem Capsaicin könnte man dies vermutlich vermeiden, zumal es
>> farblos ist.
> Wollt Ihr kochen, Schiffe streichen, Schiffe tafelfertig zubereiten....
> Denkt doch mal dran, bueschen Gruenzeug ums Schnitzel kommt gar nicht mal
> so uebel.

Na klar, für die Zweitliebste macht man doch fast alles, mir fiele da
noch viel ein, z.B. Eisbärfell oder besser noch das von der diesen
kleinen Robbenbabies, die mit den großen Augen, am UW-Schiff
festtackern, um die Zweitliebste schön warm und den Reibungswiderstand
gering zu halten

Ach ja, Eine Beschichtung nach Art des Schwimmfarns "Salvinia molesta"
wäre ebenfalls eine feine Sache. Natürlich müssten die Haare dabei
Capsaicin abgeben. Trivial? Weit weniger als du denkst.
<http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/113-2010>

Wer hier ein einfaches technisches Verfahren findet, dürfte sehr schnell
ein gemachter Mann sein.

> 8-ung!
> Rheinische Fraktion!
> Ede-bashing ist angesagt!

Klar, jede Gruppe braucht einen Prügelknaben! Also dann mal los:
*pitschpatsch*

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 5, 2011, 5:45:59 AM11/5/11
to
On Sat, 5 Nov 2011 00:46:11 +0100, Edgar Warnecke <ewar...@web.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Gruss von der Unterweser, besser gesagt, der Ochtum, in die rheinischen
>tiefe Beene (sp?).

Ähm, ist das Para-Abenteuer beendet?

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 5, 2011, 6:01:18 AM11/5/11
to
On Sat, 5 Nov 2011 09:30:44 +0100, Harald Maedl <harald...@gmx.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Ach ja, Eine Beschichtung nach Art des Schwimmfarns "Salvinia molesta"
>wäre ebenfalls eine feine Sache. Natürlich müssten die Haare dabei
>Capsaicin abgeben. Trivial? Weit weniger als du denkst.
><http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/113-2010>


Also, erstens mal kommt mir deren PM-Schreibe so vor wie die der
hiesigen Tageszeitung, die von hupenden Schiffen zu berichten pflegt.
Das in der Großschiffahrt übliche Schweröl als Sprit zu bezeichnen, -
egal. Nur: DAs ist doch längst alles schon mal dagewesen - es gibt
Versuche, mit einem Düsenkamm unter dem Vorschiff Luft zwischen Rumpf
und Wasser zu bringen. Zu den Resultaten kann man wohl allenfalls
Ditsche zitieren: Das perlt heute aber wieder! Über die Verwirbelungen
(über die FdW-Eigenschaften dieses Farns ist ja wenig bekannt) bei
größerer Reibung ist da nichts zu lesen.

Der reibungsmindernde Rauhheitseffekt von
Unterwasserschiffbeschichtungen wird eher auf das damit mitgerissene
Wasser (also das ohnehin umgebende Medium) zurückgeführt, die
Feinphysik lasse ich mal weg.

Und was sagt uns die Bonner Erkenntnis fürs Segeln? Wird da Wind
gespart, bleibt also mehr für die Windbremsen im Land übrig? Denn der
Spritkonsum dürfte davon nicht gebremst werden.

Gruß,
U.

gUnther nanonüm

unread,
Nov 5, 2011, 8:50:54 AM11/5/11
to

"Harald Maedl" <harald...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:041111.20195...@maedl-online.de...


> Mit flüssigem Capsaicin könnte man dies vermutlich vermeiden, zumal es
> farblos ist.

Hi,
kaum. Das Zeug müßte dann innerhalb des Lacks gebunden sein, damit es nur
langsam ausdünstet. Man müßte also irgendein Flockmittel reinmischen,
vielleicht Katzenstreu. Da wärn wir wieder beim Griesellack. Dagegen
"holziges" Pflanzenmehl als Trägersubstanz klingt billig. Wichtig wär wohl,
daß es möglichst trocken ist, damit es nicht irgendwann innerhalb der
Lackschicht zu Schimmel kommt.

--
mfg,
gUnther


Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 6, 2011, 4:19:01 PM11/6/11
to
On Thu, 03 Nov 2011 14:54:03 +0100, Ulrich G. Kliegis
<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Nun auf das nächste Segeln gespannt grüßt


Und das war heute, sehr entspannt, weil die originale Rumpf- und
Propellerform der biomorphen wohl doch eindeutig überlegen ist, wenn
das Boot seiner Zweckbestimmung dienen soll. Ein sehr herbstliches
Segeln bei 3 bis 4 NO. Und die Mitseglerinnen votierten für
baldestmögliche Wiederholung, dann möglichst aber auch mit etwas
Sonne. Ist jedenfalls besser als Winterzelt aufbauen!

Gruß,
U.

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 6, 2011, 4:22:19 PM11/6/11
to
On Sat, 5 Nov 2011 13:50:54 +0100, "gUnther nanonüm" <g-...@gmx.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Wichtig wär wohl,
>daß es möglichst trocken ist, damit es nicht irgendwann innerhalb der
>Lackschicht zu Schimmel kommt.

Gibt es Sporen und Schimmelpilze im Seewasser? Das gibt dem Begriff
Marinade eine völlig neue Geschmacksrichtung :)

Gruß,
U.

gUnther nanonüm

unread,
Nov 7, 2011, 1:05:44 AM11/7/11
to

"Ulrich G. Kliegis"
<diesemailadressevonUlliistzwaret...@kliegis.de>
schrieb im Newsbeitrag news:6gudb7tu15aiat2pc...@4ax.com...

>>Wichtig wär wohl,
>>daß es möglichst trocken ist, damit es nicht irgendwann innerhalb der
>>Lackschicht zu Schimmel kommt.
>
> Gibt es Sporen und Schimmelpilze im Seewasser? Das gibt dem Begriff
> Marinade eine völlig neue Geschmacksrichtung :)

Hi,
im Seewasser gibts alles, was es gibt :-) aber das ist hier egal, Dein
"Pflanzliches Produkt" ist nicht steril, das lagerte offen und ist totsicher
mit Aspergillus und Konsorten kontaminiert. Dem entkommt man nicht, der ist
überall. Werden die Pfefferschotenbrösel feucht, keimen die Sporen und
knacken die Lackschicht. Ganz fiese Gesellen schaffen das sogar mit Glas.
Glasschimmel, nicht zu fassen, gibts wirklich.

--
mfg,
gUnther


Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 7, 2011, 5:19:19 AM11/7/11
to
On Mon, 7 Nov 2011 07:05:44 +0100, "gUnther nanonüm" <g-...@gmx.de>
wrote in de.rec.sport.segeln:

>Werden die Pfefferschotenbrösel feucht, keimen die Sporen und
>knacken die Lackschicht.

Hmm, dann wollen wir nur ganz leise darüber sprechen, denn die
scheinen das nicht zu wissen. Und Unterwasserfarbe solltest Du Dir mal
ansehen - von Lack im gebräuchlichen Sinn einer wasserdichten
Beschichtung würde ich da eher nicht sprechen, im Gegenteil. Es ist
eine elastische Bindeschicht, die selbst viel Wasser aufnimmt und so
überhaupt erst ihre Wirkung umsetzen kann.

Hast Du schon mal ein Unterwasserschiff gesehen und angefaßt? Oder
trollst Du, wie so oft, in Gefilden rum, die Du allenfalls aus
Sekundärliteratur kennst? EKNW.

Gruß,
U.

Wolfgang Allinger

unread,
Nov 7, 2011, 8:58:00 AM11/7/11
to

On 07 Nov 11 at group /de/rec/sport/segeln in article
<g-...@gmx.de> (gUnther nanonüm) wrote:

>
>"Ulrich G. Kliegis"
>>>Wichtig wär wohl,
>>>daß es möglichst trocken ist, damit es nicht irgendwann innerhalb
>>>der Lackschicht zu Schimmel kommt.
>>
>> Gibt es Sporen und Schimmelpilze im Seewasser? Das gibt dem Begriff
>> Marinade eine völlig neue Geschmacksrichtung :)

>Hi,
>im Seewasser gibts alles, was es gibt :-) aber das ist hier egal, Dein
>"Pflanzliches Produkt" ist nicht steril, das lagerte offen und ist
>totsicher mit Aspergillus und Konsorten kontaminiert. Dem entkommt man
>nicht, der ist überall. Werden die Pfefferschotenbrösel feucht, keimen
>die Sporen und knacken die Lackschicht. Ganz fiese Gesellen schaffen
>das sogar mit Glas.

>Glasschimmel, nicht zu fassen, gibts wirklich.

Und erst mal Amtsschimmel, die sind wirklich überall.

SCNR

Deswegen mein Hinweis auf Benzoate (bitterster Stoff), das kommt aus
einem chem. Prozess und sollte eigentlich `keimfrei` sein, auf jeden
Fall reiner als Capsaicin (schärfster(?) Stoff).


Gerade bei Wikipedia gesehen: Capsaicin soll nur bei Säugetieren wirken.
Ob das die Seepocken wissen?

... und lässt sich durch kochen oder einfrieren nicht zersetzen. Das
klingt schon mal gut bei gebräuchlichen Wassertemperaturen.

Wenn man sucht, gibbet wohl einige Rezepturen, wo Capsicin und Benzoate
drin ist, die Geschmäcker scheinen halt verschieden zu sein.

Wolfgang Allinger

unread,
Nov 7, 2011, 1:23:00 PM11/7/11
to

On 07 Nov 11 at group /de/rec/sport/segeln in article
Hmm, gerade in wikipedia Sekundärliteratur lesend festgestellt:

<zitat>
So dient das Capsaicin nicht nur dem Abschrecken von Fraßfeinden,
sondern auch dem Schutz der Früchte und deren Samen gegen
Schimmelpilze...
</zitat>

Da hat GN seinen Horizont wohl nicht weit genug durch erweitertes lesen
erweitert :)

Ulrich G. Kliegis

unread,
Nov 7, 2011, 1:33:24 PM11/7/11
to
On 07 Nov 2011 13:23:00 -0500, all...@spambog.com (Wolfgang Allinger)
wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>Hmm, gerade in wikipedia Sekundärliteratur lesend festgestellt:
>
><zitat>
>So dient das Capsaicin nicht nur dem Abschrecken von Fraßfeinden,
>sondern auch dem Schutz der Früchte und deren Samen gegen
>Schimmelpilze...
></zitat>
>
>Da hat GN seinen Horizont wohl nicht weit genug durch erweitertes lesen
>erweitert :)


Aber gegen capsizing hilft es nicht wirklich, oder? Ich mein, wenn man
z.B. in so einer Minderausprägung von Segelboot unterwegs ist, der man
keine Seetüchtigkeit unterstellen darf, z.B. ...

Gruß,
U.

Harald Maedl

unread,
Nov 7, 2011, 2:11:30 PM11/7/11
to
Ulrich G. Kliegis wrote:
> Harald Maedl <harald...@gmx.de> wrote:
>>
>>Ach ja, Eine Beschichtung nach Art des Schwimmfarns "Salvinia molesta"
>>wäre ebenfalls eine feine Sache. Natürlich müssten die Haare dabei
>>Capsaicin abgeben. Trivial? Weit weniger als du denkst.
>><http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/113-2010>
> Also, erstens mal kommt mir deren PM-Schreibe so vor wie die der
> hiesigen Tageszeitung, die von hupenden Schiffen zu berichten pflegt.
> Das in der Großschiffahrt übliche Schweröl als Sprit zu bezeichnen, -
> egal. Nur: DAs ist doch längst alles schon mal dagewesen - es gibt
> Versuche, mit einem Düsenkamm unter dem Vorschiff Luft zwischen Rumpf
> und Wasser zu bringen. Zu den Resultaten kann man wohl allenfalls
> Ditsche zitieren: Das perlt heute aber wieder! Über die Verwirbelungen
> (über die FdW-Eigenschaften dieses Farns ist ja wenig bekannt) bei
> größerer Reibung ist da nichts zu lesen.

Gerade bei Hochgeschwindigkeitsunterwassergeschossen wird recht
erfolgreich geperlt. Über diesen Schwimmfarn ist ganze Menge bekannt.
BTW, es kam letzte Woche darüber eine Radioreportage in BR2 und müsste
noch als Stream zur Verfügung stehen. Das eigentliche Problem ist
"lediglich", diese Mikrotextur im industriellen Massstab, also
kostengünstig, hinzubekommen

> Der reibungsmindernde Rauhheitseffekt von
> Unterwasserschiffbeschichtungen wird eher auf das damit mitgerissene
> Wasser (also das ohnehin umgebende Medium) zurückgeführt, die
> Feinphysik lasse ich mal weg.

Stichwort wäre "Riplets"...
Aber zurück zu den Mupfeln: Tatsächlich müsste man den Pockenlarven ein
Verweilen am UW nur so ungemütlich wie möglich machen. Eine zerklüftete
Nadelkissenoberfläche wie hier zu sehen
<http://pages.unibas.ch/SEM/BildMonat/b07/juni07.html>, die obendrein
möglichst noch innerhalb gewisser Grenzen flexibel ist, wäre genau das
Richtige.

> Und was sagt uns die Bonner Erkenntnis fürs Segeln? Wird da Wind
> gespart, bleibt also mehr für die Windbremsen im Land übrig? Denn der
> Spritkonsum dürfte davon nicht gebremst werden.

Denkbar wäre z.B eine kleinere Segelfläche.
Das o.a. Forscherteam ist ja nicht das einzige, das von der Natur
abkupfern möchte.
<http://www.haifischhaut.de/downloads/technische_merkblaetter/TM_Haifischhaut_CI.pdf>
Hat jemand bereits Erfahrung damit gesammelt? Ist ja nicht gerade
preiswert, 'ne kleine Sprühdose mit 750 ml für rund 50 Euronen und
gerade mal ausreichend für rund 10,5 m^2.

Peter Thoms

unread,
Nov 8, 2011, 3:24:20 AM11/8/11
to
Am 07.11.2011 20:11, schrieb Harald Maedl:
[...]
> <http://www.haifischhaut.de/downloads/technische_merkblaetter/TM_Haifischhaut_CI.pdf>
> Hat jemand bereits Erfahrung damit gesammelt? Ist ja nicht gerade
> preiswert, 'ne kleine Sprühdose mit 750 ml für rund 50 Euronen und
> gerade mal ausreichend für rund 10,5 m^2.

Unter http://www.bewuchs-atlas.de/ gibts genug Erfahrungen.


Peter

Harald Maedl

unread,
Nov 8, 2011, 8:02:31 AM11/8/11
to
Und wo da oder meinst du das käufliche "Antifouling-Handbuch 2011"?

Peter Thoms

unread,
Nov 8, 2011, 9:15:25 AM11/8/11
to
Versuch einfach mal den Befund zu Deinem Revier zu finden.
Bsp.:
http://www.bewuchs-atlas.de/index.php?option=com_content&task=view&id=108&Itemid=40


Peter

Harald Maedl

unread,
Nov 8, 2011, 1:56:58 PM11/8/11
to
Peter Thoms wrote:
> Am 08.11.2011 14:02, schrieb Harald Maedl:
>> Peter Thoms wrote:
>>> Am 07.11.2011 20:11, schrieb Harald Maedl:

>>> [...]
>>>> <http://www.haifischhaut.de/downloads/technische_merkblaetter/TM_Haifischhaut_CI.pdf>
>>>> Hat jemand bereits Erfahrung damit gesammelt? Ist ja nicht gerade
>>>> preiswert, 'ne kleine Sprühdose mit 750 ml für rund 50 Euronen und
>>>> gerade mal ausreichend für rund 10,5 m^2.
>>> Unter http://www.bewuchs-atlas.de/ gibts genug Erfahrungen.
>> Und wo da oder meinst du das käufliche "Antifouling-Handbuch 2011"?
> Versuch einfach mal den Befund zu Deinem Revier zu finden.

Danke, aber vielleicht finde ich hier in der Newsgroup einen
Erfahrungsbericht.

> Bsp.:
> http://www.bewuchs-atlas.de/index.php?option=com_content&task=view&id=108&Itemid=40

Na, wunderbar, da bekomme ich einen SQL-Fehler. Auf solchen Seiten habe
ich keine Lust zu suchen. Vielleicht gibt es mehr, wenn man sich
anmeldet, aber dazu sehe ich keine Veranlassung. Danke jedenfalls für
deine Bemühungen

Peter Thoms

unread,
Nov 9, 2011, 4:07:09 AM11/9/11
to
Tatsächlich,

geht mal auf "gurgel" und klicke Glückstadt an.
Haifischhaut gehört zur AF-Kategorie A.
http://www.bewuchs-atlas.de/index.php?option=com_content&task=view&id=106&Itemid=134

Also, ich finde da Primocon besser, als Schlicklieger.


Gruß
Peter

Harald Maedl

unread,
Nov 9, 2011, 8:05:52 AM11/9/11
to
Peter Thoms wrote:
> Am 08.11.2011 19:56, schrieb Harald Maedl:

>>> Bsp.:
>>> http://www.bewuchs-atlas.de/index.php?option=com_content&task=view&id=108&Itemid=40

Aha, prima, danke für die Nachhilfe. Über Google hat es dann endlich
geklappt.
Dort steht:

,--[ betreffend Horumersiel ]
¦ Regelmäßig bewegte Schiffe mit hoher Fahrtgeschwindigkeit können auch
¦ auf biozidfreie Produkte der Kategorie A zurückgreifen. 2010 werden für
¦ den Sportbootsektor auch zwei silikonhaltige Produkte angeboten, die im
¦ do-it-yourself Verfahren appliziert werden können. Es handelt sich um
¦ die so genannte Haifischhaut von Vosschemie, die aber nur einen
¦ 70-prozentigen Bewuchsschutz gewährleisten soll. Außerdem wird von
¦ Epifanes das Produkt Neosil angeboten.
`----

Das sind doch Aussagen, mit denen man etwas anfangen kann! Vielen Dank!
Dann werde ich mich mal durchwühlen.
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