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Was tun im März?

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Jens Stark

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Jan 22, 2012, 6:46:19 AM1/22/12
to
Hallöle!

Mir hat meine Personalabteilung zu verstehen gegeben, daß ich spätestens
in der kommenden Woche ansagen soll, wann ich meinen Resturlaub
verbraten will - und das bis spätestens VOR Ostern.

Da bieten sich die üblichen Verdächtigen für einen Wochentörn an.

Nun bin ich ja beim Meilensammeln für den SKS - was viel langsamer geht
als bei Fluglinien. Zur Zeit habe ich 180 von 300. Erfahrung unter Motor
habe ich durchaus, aber meine praktische Segelerfahrung besteht aus
einem Wochentörn um Mallorca.

Jetzt habe ich drei Möglichkeiten (mindestens!):

- Noch mal so einen relativ ruhigen Törn in den Balearen

Bringt reichlich Meilen, ist nett, ruhig, entspannt und ich habe beim
ersten Törn reichlich gelernt.

- Einen noch auszuwählenden SKS-Praxistörn mit Prüfung, bei dem
mindestens noch mal 120 Meilen dazukommen

Bin ich danach wirklich prüfungsfähig?

- Einen Sail/Skippertrainingskurs?

Eine Woche Praxis. Beim Anbieter meiner ersten Wahl allerdings auch mit
Themen (Spinnacker, Radar), die ich noch nicht brauche, dafür aber mit
viel Manöverarbeit.

Kurzfristiges Ziel ist der SKS, mittelfristiges ist es, sicher Segeln zu
können.

Was könntet ihr empfehlen - und eventuell auch "wo"?

Gruß,
Jens

Thomas Erstfeld

unread,
Jan 22, 2012, 7:26:34 AM1/22/12
to
Am 22.01.12 12:46, schrieb Jens Stark:
Wenn es ums Mitsegeln, Meilensammeln und dabei -je nach Wunsch- auch
noch etwas Lernen geht, kann ich die Fa. Stuis aus Balingen bei
Stuttgart empfehlen (www.stuis-toerns.de).

Wenn die Zielsetzung mehr auf Aus- und Weiterbildung geht, kann ich die
Skippertrainings von Sailing Island (www.sailingisland.de) empfehlen. Da
habe ich im Februar oder März vor einigen Jahren mal ein Skippertraining
mit Schwerpunkt Hafenmanöver besucht. Die sitzen in Mönchengladbach und
machen diese Törns am Ijsselmeer.

Gruß
Thomas

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 22, 2012, 1:44:57 PM1/22/12
to
Jens Stark schrieb:
> Eine Woche Praxis. Beim Anbieter meiner ersten Wahl allerdings auch mit
> Themen (Spinnacker, Radar), die ich noch nicht brauche, dafür aber mit
> viel Manöverarbeit.

Viel Manöverarbeit ist sehr gut. Kenntnisse im Umgang mit einem
Radargerät sind ausgesprochen sinnvoll, wenn man mal ein Boot mit
solcher Ausstattung chartern will, und nach Auffassung einiger
eingefleischter Segler ist ein Segeln ohne Spinnaker zwar möglich,
aber sinnlos [frei nach Loriot].

> Kurzfristiges Ziel ist der SKS, mittelfristiges ist es, sicher Segeln zu
> können.

Der Erwerb des SKS ist für sich kein sinnvolles Ziel, da niemand
ihn braucht[1]. Als eigene Standortbestimmung für das Segeln in
Küstengewässern mag er dienlich sein.

Gruß - Wolfgang

[1] Die einzige Ausnahme findet sich in der "Verordnung über die
Inbetriebnahme von Sportbooten und Wassermotorrädern sowie
deren Vermietung und gewerbsmäßige Nutzung im Küstenbereich"
(kurz: See-Sportbootverordnung):
<http://www.gesetze-im-internet.de/seespbootv/anlage_4_30.html>
Die Behauptung einiger Segelschulen, der SKS würde von Charter-
unternehmen verlangt, ist eine unfromme Lüge.

Jens Stark

unread,
Jan 22, 2012, 4:24:07 PM1/22/12
to
Am 22.01.2012 19:44, schrieb Wolfgang Broeker:

> Viel Manöverarbeit ist sehr gut. Kenntnisse im Umgang mit einem
> Radargerät sind ausgesprochen sinnvoll, wenn man mal ein Boot mit
> solcher Ausstattung chartern will, und nach Auffassung einiger
> eingefleischter Segler ist ein Segeln ohne Spinnaker zwar möglich,
> aber sinnlos [frei nach Loriot].

Gut, dann weiß ich, wonach ich suche. Hatte sowas schon geahnt...

>
>> Kurzfristiges Ziel ist der SKS, mittelfristiges ist es, sicher Segeln zu
>> können.
>
> Der Erwerb des SKS ist für sich kein sinnvolles Ziel, da niemand
> ihn braucht[1]. Als eigene Standortbestimmung für das Segeln in
> Küstengewässern mag er dienlich sein.

Klar. Aber er zwingt einen dazu, sich mit der Materie zu befassen.
Als ich meinen SBF machte, war noch der Große Vorsitzende Mao an der
Macht. Den (Schein, nicht den Chinesen) habe ich einige Zeit genutzt,
danach war jahrzehntelang nix.

SKS, Funkzeugnisse und Pyro - und ich sollte einigermaßen auf Stand
sein. Mit Glück noch ein Platz beim Schiffssicherheitstraining in
Neustadt und 1-2 Kojencharter, dann würde ich so langsam über selber
chartern nachdenken.

Und - lernen macht Spaß, besonders wenn man auf ein Ziel hinarbeitet. :)

Danke für Deinen Rat!

Gruß,
Jens

Jens Stark

unread,
Jan 22, 2012, 4:30:53 PM1/22/12
to
Am 22.01.2012 13:26, schrieb Thomas Erstfeld:

> Wenn es ums Mitsegeln, Meilensammeln und dabei -je nach Wunsch- auch
> noch etwas Lernen geht, kann ich die Fa. Stuis aus Balingen bei
> Stuttgart empfehlen (www.stuis-toerns.de).
Geschaut und für später notiert - Kanaren kommen wg. Anreise zur Zeit
nicht in Frage.

>
> Wenn die Zielsetzung mehr auf Aus- und Weiterbildung geht, kann ich die
> Skippertrainings von Sailing Island (www.sailingisland.de) empfehlen. Da
> habe ich im Februar oder März vor einigen Jahren mal ein Skippertraining
> mit Schwerpunkt Hafenmanöver besucht. Die sitzen in Mönchengladbach und
> machen diese Törns am Ijsselmeer.

Überlegenswert! Auch wenn die um die Jahreszeit nur Schlechtwettertörns
anzubieten scheinen... :)

Danke sehr!

Gruß,
Jens



Thomas Erstfeld

unread,
Jan 22, 2012, 5:50:42 PM1/22/12
to
Am 22.01.12 22:30, schrieb Jens Stark:
> Am 22.01.2012 13:26, schrieb Thomas Erstfeld:
>
>> Wenn es ums Mitsegeln, Meilensammeln und dabei -je nach Wunsch- auch
>> noch etwas Lernen geht, kann ich die Fa. Stuis aus Balingen bei
>> Stuttgart empfehlen (www.stuis-toerns.de).
> Geschaut und für später notiert - Kanaren kommen wg. Anreise zur Zeit
> nicht in Frage.

Flüge sind aber auch nicht viel teurer, als zu den von Dir genannten
Balearen.

>> Wenn die Zielsetzung mehr auf Aus- und Weiterbildung geht, kann ich die
>> Skippertrainings von Sailing Island (www.sailingisland.de) empfehlen. Da
>> habe ich im Februar oder März vor einigen Jahren mal ein Skippertraining
>> mit Schwerpunkt Hafenmanöver besucht. Die sitzen in Mönchengladbach und
>> machen diese Törns am Ijsselmeer.
>
> Überlegenswert! Auch wenn die um die Jahreszeit nur Schlechtwettertörns
> anzubieten scheinen... :)

Was erwartest Du in unseren Breiten im März? Selbst das Mittelmeer ist
da meistens noch kalt, stürmisch und regnerisch.

Windbeutel Reisen (www.windbeutel-reisen.de) bietet da übrigens auch
noch etwas auf der Ostsee ab Rügen an (ab Anfang März). Mit denen habe
ich zwar keine persönlichen Erfahrungen, aber ein früher hier
schreibender Segler (Charly Nicasius) hat mehrfach positiv von deren
Törns berichtet. Dabei handelt es sich aber wohl um einen
Reiseveranstalter, der die Leistungen von Anbietern vor Ort einkauft.

Und im Revier um Rügen kann man auch bei Mistwetter halbwegs geschützt
eine Woche auf dem Wasser verbringen.

> Danke sehr!

Gern geschehen.

Gruß
Thomas

Tobias Crefeld

unread,
Jan 22, 2012, 9:25:00 PM1/22/12
to
Jens Stark meinte:

> Mir hat meine Personalabteilung zu verstehen gegeben, daß ich spätestens
> in der kommenden Woche ansagen soll, wann ich meinen Resturlaub
> verbraten will - und das bis spätestens VOR Ostern.

Ich glaube, wir sollten unsere "Personalabteilung" gegen Eure tauschen...
uns wurde zuletzt bedeutet, dass wir doch bitte bis Mitte Mai keinen
Urlaub über 1 Woche nehmen sollen wegen akutem Mehrfach-Kunde-droht-mit-
Vertragsabschluss. ;)

> einem Wochentörn um Mallorca.

Wenn Du nicht besonders kälteresistent bist, ist das wohl die
kostengünstigste Wahl. Wind ist halt Glückssache.

> - Einen Sail/Skippertrainingskurs?
> Eine Woche Praxis. Beim Anbieter meiner ersten Wahl allerdings auch mit
> Themen (Spinnacker, Radar), die ich noch nicht brauche, dafür aber mit
> viel Manöverarbeit.

sowas würde ich immer vorziehen, weil dann die blöden Spezialkommentare
unterbleiben, was man für "die" Prüfung braucht und was nicht. Von einem
solchen Törn abraten würde ich nur, wenn jemand nicht weiß, ob er seefest
ist, wie eine Seetoilette funktioniert und ähnliche Kleinigkeiten.

> Was könntet ihr empfehlen - und eventuell auch "wo"?

Wenn ich nicht gerade für den Verein gefahren bin, habe ich in solchen
Fällen (Spätherbst, Vorsaison) immer ganz gerne Koje gechartert auf kurzen
Törns, die meist unter dem Titel "Schwerwettertörn", "Skippertraining"
oder sowas liefen. Manche davon konnte man getrost in der Pfeife rauchen,
weil die Skipper überfordert waren oder das Material miserabel.
Aber zwei Anbieter fand ich in dieser (!) Hinsicht ganz gut: Schönicke-
Skipperteams Schwerwettertrainings, meist in dänischen Gewässern, rund
Fünen oder so und Logemann in der Nordsee, meist auf Helgoland, ab/an
Cuxhaven. Letzterer hat wohl nur Swan im Programm, also quasi unkaputtbare
Boote, die jede Form von Schwell abkönnen, wenn auch etwas ungepflegter
als es rein vom gehobenen Alter her gerechtfertigt wäre.
Die Empfehlungen beziehen sich aber wirklich nur auf die beschriebenen
Törns - bei anderen Törns derselben Anbieter habe nicht nur ich auch schon
ziemlich ärgerliche Erfahrungen mit Skipper, Material und/oder Törnplanung
gemacht.
Achso: "Schwerwetter" hieß in einem Fall lediglich, dass es nachts saukalt
war und heißt ansonsten, dass man nicht schon beim ersten Lüfterl im Hafen
bleibt. Sturm gibt es ja (gottlob) nur sehr selten. Der Vorteil bei dieser
Form von Törns ist, dass die Skipper das Revier meist in- und auswendig
kennen, was bei Langstrecken und Überführungen doch eher die Ausnahme ist.


--
Gruss,
Tobias.

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 2:31:58 AM1/23/12
to
Am 22.01.2012 23:50, schrieb Thomas Erstfeld:

> Flüge sind aber auch nicht viel teurer, als zu den von Dir genannten
> Balearen.

Yep, nur gibt es da keinen Direktflug mit präferierten Fluglinien, was
mir wichtig ist - und Anfahrt mit dem Auto ist mangels Sprungrampe auch
nicht einfach :)

> Windbeutel Reisen (www.windbeutel-reisen.de) bietet da übrigens auch
> noch etwas auf der Ostsee ab Rügen an (ab Anfang März). Mit denen habe
> ich zwar keine persönlichen Erfahrungen, aber ein früher hier
> schreibender Segler (Charly Nicasius) hat mehrfach positiv von deren
> Törns berichtet. Dabei handelt es sich aber wohl um einen
> Reiseveranstalter, der die Leistungen von Anbietern vor Ort einkauft.

So wie es scheint, beschaffen die einen Skipper, chartern ein Schiff und
übernehmen die Abwicklung. Die merke ich mir auch mal.

> Und im Revier um Rügen kann man auch bei Mistwetter halbwegs geschützt
> eine Woche auf dem Wasser verbringen.
Rügen? Da bin ich mal ab Sassnitz mit der Fähre nach Klaipeda..., aber
das ist ein andere Geschichte.

Rügen wäre allerdings von der Anfahrt her durchaus noch sehr bequem.

Gruß,
Jens

Jens Stark

unread,
Jan 23, 2012, 4:17:45 AM1/23/12
to
Am 23.01.2012 03:25, schrieb Tobias Crefeld:
[...]
>> einem Wochentörn um Mallorca.
>
> Wenn Du nicht besonders kälteresistent bist, ist das wohl die
> kostengünstigste Wahl. Wind ist halt Glückssache.
>
Yep. Die Anreise ist nur immer lästig...

>> - Einen Sail/Skippertrainingskurs?
> sowas würde ich immer vorziehen, weil dann die blöden Spezialkommentare
> unterbleiben, was man für "die" Prüfung braucht und was nicht. Von einem
> solchen Törn abraten würde ich nur, wenn jemand nicht weiß, ob er seefest
> ist, wie eine Seetoilette funktioniert und ähnliche Kleinigkeiten.

Damit komme ich inzwischen einigermaßen klar. Ich will natürlich auch
für die Prüfung lernen, aber die Erfahrung "für's Leben" ist mir wichtiger.

> Aber zwei Anbieter fand ich in dieser (!) Hinsicht ganz gut: Schönicke-
> Skipperteams Schwerwettertrainings, meist in dänischen Gewässern, rund
> Fünen oder so und Logemann in der Nordsee, meist auf Helgoland, ab/an
> Cuxhaven. Letzterer hat wohl nur Swan im Programm, also quasi unkaputtbare
> Boote, die jede Form von Schwell abkönnen, wenn auch etwas ungepflegter
> als es rein vom gehobenen Alter her gerechtfertigt wäre.

Mein Ersttörn war ein Meilentörn mit der DEJA VU und Peter Meister um
Mallorca - machte Spaß, war gut organisiert und auch noch bezahlbar.
Material war gut eingewohnt, es war aber alles da, was man so braucht
und in funktionsfähigem Zustand. (Letzte Tour vor Saisonende. Danach
wurde erst mal wieder instandgesetzt.)

Logemann sieht natürlich nett aus, hat aber zur Schiffsmarke passende
Preise.

> Die Empfehlungen beziehen sich aber wirklich nur auf die beschriebenen
> Törns - bei anderen Törns derselben Anbieter habe nicht nur ich auch schon
> ziemlich ärgerliche Erfahrungen mit Skipper, Material und/oder Törnplanung
> gemacht.

Da gibt es leider keine Datenbank mit Informationssammlung. Daß man bei
allen Anbietern mal Pech haben kann, scheint der Normalfall zu sein.
Da kann ein guter Skipper wohl auch einiges ausgleichen. Der scheint die
Kernkomponente einer solchen Unternehmung zu sein.

> Achso: "Schwerwetter" hieß in einem Fall lediglich, dass es nachts saukalt
> war und heißt ansonsten, dass man nicht schon beim ersten Lüfterl im Hafen
> bleibt. Sturm gibt es ja (gottlob) nur sehr selten. Der Vorteil bei dieser
> Form von Törns ist, dass die Skipper das Revier meist in- und auswendig
> kennen, was bei Langstrecken und Überführungen doch eher die Ausnahme ist.

Das war bei meinem Schönwettertörn (18-20 Grad Ende November) auch der
Fall. Jemand, der in dem Revier über 20 Wochen pro Jahr unterwegs ist,
kennt jeden Winkel, jeden Supermarkt, jedes Restaurant und jede Marina.
Fand ich sehr angenehm.

Gruß,
Jens
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