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Drei-Muehlen-Lauf Hammelburg 2008

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Juergen

unread,
Jul 29, 2008, 6:02:19 PM7/29/08
to
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
[ ] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.

Name des Laufes: Drei-Mühlen-Lauf Hammelburg
Datum: 27.07.2008 (Fr)
Ort: Hammelburg-Diebach
Postleitzahl: D9
Ihr Name: Jürgen
Ihre eMail-Adresse: schrei...@web.de
Streckenlaengen: 10 km (Hauptlauf), 8,7 km (Walker), 2,35
km((Schüler/Jugend/Schnupperlauf) 550 m (Minis)
Beschaffenheit: Asphalt, wenig Plaster, 300 m Waldweg.
Profil: vorwiegend Flach mit kurzen aber merklichen Anstiegen
Wetter: Heiß, 29° C, Sonne, wenige Schatten
Teilnehmer: ca. 125 (Hauptlauf), andere unbekannt.


Bericht:

Einfach ist der Drei-Mühlenlauf nicht. Schon oft war es heiß, dafür ist
die Strecke vermessen und wenn man hier Bestzeit läuft, dann stimmt die
auch. Deshalb fing ich 6 Wochen vorher an gezielt zu trainieren, der
teils sommerlichen Hitze zum Trotz. Zielzeit: 45 Minuten.

Nach einem Kühlen Wochenbeginn - keine 20 °C beim letzten Training auf
der Laufbahn, verheißt der Wetterbericht für Freitag auf läuferischer
Sicht nichts Gutes - der Sommer kommt zurück. Tatsächlich werden es etwa
28 °C, die sich in der Sonne wie 32 °C anfühlen.

Ich fahre trotzdem zum Lauf. Überrascht stelle ich fest, dass ich ja gar
nicht vorangemelde bin, ich könnte also einfach wieder... Aber es gibt
hier keine Nachmeldegebühren und ich will es wissen.

Was sehen meine trüben Augen? Das blonde Gift, welches mich vor einer
Woche beim Schwanberglauf im Zielkanal überholte, obwohl keinerlei
magische Zeitgrenze in Sicht war und nachdem ich sie zwei Kilometer
gezogen hatte. Ich erzähle ihr erstmal was vom Läuferknigge...

Auf zum Einflaufen. Verdammt! 18:30 und die Sonne brennt, das wird bis
19 Uhr wohl nicht viel besser. Außerdem habe ich auf dem Rückweg
Gegenwind, mir schwant böses.

Startschuss auf der Saalebrücke, ich habe mich recht weit nach vorne
gestellt und will von Anfang an Tempo machen. 4:23 beim ersten
Kilomterschild, und ich schnaufe wie eine alte Dampflock. Jetzt geht es
bald berab, das will ich nutzen, da laufen zwei Frauen vom SV Ramsthal,
erst mal dran hängen. für km2, Wahnsinn. Doch das kann ich auf Dauer
nicht laufen und werde langsamer, 4:35 für den nächsten Kilomter, dann
4:45. Das ist zu langsam für meine Zielzeit!

Jetzt geht es nach Morlesau hinein. Als es Pflaster bergauf geht, habe
ich im Prinzip schon verloren. Niemand da, an den ich mich dranhängen
könnte, niemand vor dem ich mich nicht blamieren will, nichts. Etwas
Wasser genommen und weiter gelaufen. Zum Ortsende geht es etwas bergab,
dann kommt ein Wendepunkt und es geht wieder hoch, unglaublich langsam!
Bei Kilometer 5 schaue ich auf die Uhr, 5:07 und schon über 23 Minuten.
Mist.

Es geht wieder raus aus Morleau, über die Saalebrücke und auf der
anderen Seite zurück - die Strecke steigt an. Trotzdem kämpfe ich noch
etwas, 5:01, dann geht es wieder leicht abwärts, dafür kommt der anfangs
erwähnte Gegenwind, irgendwo müsste auch eine Verpflegung kommen, ich
hab mein Cola-Gel griffbereit, 4:56 für diesen Kilometer fühlen sich
sehr schnell an.

Da vorne kommt der Knackpunkt der Strecke - ein leichter Anstieg in den
Wald hinein. Ich bin schon zu schlapp um den Berg "zu fressen", mit 5:21
auf km8 frisst er wohl eher mich. Ich schaue auf die Uhr, um eine 46:xx
zu erziehlen, müsste ich in neun Minuten im Ziel sein.

Raus aus dem Wald, es geht wieder etwas hoch und der Wind kommt auf
einmal richtig von vorne. Enttäuschende 5:02 für diesen Kilometer, es
wird Zeit für einen Endspurt, zudem geht es bald bergab. Nach der
letzten Kurve kann ich tatsächlich noch einen Läufer überholen, es kommt
ein Schild "noch 500 m" und ich versuche richtig zu sprinten -
Armeinsatz und über die kleine Saalebrücke an der alten Mühle, dann sind
es nur noch 200 Meter. Nett: ich werde vom Sprecher namentlich
angekündigt, bei 48:15 stoppe ich meine Uhr. 5s schneller als letztes
Jahr, doch da bin ich "gemütlich" eine 4:50er-Pace durchgelaufen und es
war mit 22°C eher mein Laufwetter. Wenigstens hat der Endspurt geklappt,
4:46 für den letzten km sind nach der "Vorgeschicht" ein Wort.

Ich bin dafür auch recht platt - jetzt bloß nicht stehen bleiben, im
gehen nehme ich etwas zu trinken von der Zielverpflegung. Als mein Puls
wieder herunten ist, stelle ich mich unter die angebotenen Gartenduschen
- genial. Etwas später laufe ich auf dem Fußballplatz aus, zuletzt
barfuß.

Nebenbei zeigt sich, das so ein Garmin Forerunner 305 wohl recht genau
geht, 10,01 km zeigt er für die vermessene Strecke an, woraus ich
schließe, dass die Streckenlänge bei anderen Läufen nicht immer stimmen.

Die beiden Damen vom SV Ramsthal kamen überigens mit 45:21 und 46:03
auf's Treppchen bei der W40. Ich war mit offiziell 48:17 der 100.
männliche Läufer im Ziel (von 125) und 21. von 31. bei der W40. Naja.
Zumindest waren nur drei Läuferinnen vor mir. Meine
"Zielkanalüberholerin" blieb mit 50:29 deutlich hinter mir, gewann aber
die AK-Frauen.

"Mittel- und Langstreckenwettbewerbe werden nicht am Start
gewonnen, aber oft werden sie dort verloren!" schreibt der Veranstalter
auf seiner Homepage. Wie war!

Ich richte meine Fokus dann mal auf meinen Herbstmarathon. Bis dahin
steht aber noch ein 10er- im Trainingsplan, in 48:00, und ein HM in
1:46. Ich hoffe dafür auf kühleres Wetter!

Streckenrekorde beim Dreimühlenlauf:

37:42 Sabine Hock, 2002, TV Haibach
30:41 Oliver Dietz, 2005, LG Braunschweig

Sieger 2008:

34:23 Markus Unsleber (1975) TV/DJK Hammelburg
34:51 Steffen Meyer (1966) Rennsteiglaufverein / LG Süd
35:11Florian Sinner (1974) LG Lohr
36:19 Stefan Neihardt (1973) Rennsteiglaufverein / LG Süd
36:33 Jürgen Zeißner (1976) TG 48 Schweinfurt

43:41 Anna Keller (1993) TV/DJK Hammelburg
45:21 Monika Brand (1965) SV Ramsthal Laufgruppe
46:02 Kirstin Martin (1965) SV Ramsthal Laufgruppe
49:54 Kerstin Schmitt (1975) TV/DJK Hammelburg
50:29 Barbara Schleyer (1983) Heinrich & Schleyer Laufteam


Danke fürs Lesen.


cu.
Juergen

--
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\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Uwe Hercksen

unread,
Jul 30, 2008, 6:43:43 AM7/30/08
to

Juergen schrieb:

> Nebenbei zeigt sich, das so ein Garmin Forerunner 305 wohl recht genau
> geht, 10,01 km zeigt er für die vermessene Strecke an, woraus ich
> schließe, dass die Streckenlänge bei anderen Läufen nicht immer stimmen.

Hallo,

so ein Garmin Forerunner 305 hängt wie alle anderen GPS Empfänger davon
ab das die über dem Horizont sichtbaren Satelliten auch eine günstige
Verteilung für hohe Genauigkeit haben und das auch kein wichtiger dabei
durch Hindernisse wie Hügel und Berge abgeschattet wird. Die Genauigkeit
ist nicht jederzeit an jedem Ort gleich gut.
Würde man die gleiche vermessene Strecke mehrmals laufen kann der Garmin
auch jedesmal etwas anderes anzeigen, auch mit deutlich höheren
Abweichungen nach oben und unten.

Bye

Juergen

unread,
Jul 30, 2008, 7:19:53 AM7/30/08
to
Am Wed, 30 Jul 2008 12:43:43 +0200 schrieb Uwe Hercksen

>Juergen schrieb:

>> Nebenbei zeigt sich, das so ein Garmin Forerunner 305 wohl recht genau
>> geht, 10,01 km zeigt er für die vermessene Strecke an, woraus ich
>> schließe, dass die Streckenlänge bei anderen Läufen nicht immer stimmen.

> Die Genauigkeit

> ist nicht jederzeit an jedem Ort gleich gut.
>Würde man die gleiche vermessene Strecke mehrmals laufen kann der Garmin
>auch jedesmal etwas anderes anzeigen, auch mit deutlich höheren
>Abweichungen nach oben und unten.

Trotzdem ist es auffällig, dass es beim Drei-Muehlenlauf laut Garmin in
drei Jahren hintereinander immer maximal 20 Meter Abweichtung gibt,
andere Läufe immer 80 bis 100 Meter zu kurz oder 180 bis 200 Meter zu
lang sind.

Ich glaube nicht daran, dass nur beim Drei-Mühlenlauf immer perfekte
Empfangsbedingungen herrschen.

Uwe Hercksen

unread,
Jul 30, 2008, 8:38:11 AM7/30/08
to

Juergen schrieb:

> Ich glaube nicht daran, dass nur beim Drei-Mühlenlauf immer perfekte
> Empfangsbedingungen herrschen.

Hallo,

aber ich glaube nicht daran das eine genau vermessene 10 km Strecke beim
Garmin immer nur mit +- 20 m Abweichung gemessen wird. Wenn ich mir da
mit Sporttracks im Satellitenbild anschaue wo ich (angeblich) gelaufen
bin, dann liegt das schon mal deutlich neben dem Weg, mit Abweichungen
in verschiedenen Richtungen, kein konstanter Versatz. Beim HM Nürnberger
Stadtlauf ging es mal unter einer Brücke hindurch, da waren dann wilde
Zacken im Satellitenbild. Laut der Grafik wäre ich teilweise durch die
Lorenzkirche gelaufen, ich bin aber nur daran vorbei gelaufen.
Solche wilden "Umwege" können ja nicht zu einem genauen Ergebnis der
gesamten Laufstrecke führen.
Besonders wild sahen die Abweichungen aus als ich auf einem Sportplatz
einige Runden auf der Laufbahn gedreht habe.

Kannst Du mal Deine drei Jahre Drei-Mühlenlauf mit Sporttracks im
Satellitenbild anschauen ob da Deine GPS Spuren auch immer genau auf den
Wegen liegen?

Bye

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