>> Und jetzt erklär mir bitte welcher Grund außer der reinen Abzocke
>> dafür verantwortlich sein sollte, das ich 50% mehr bezahlen soll als
>> Gast Y?
>>
> Nun, da stellen wir uns mal ganz dumm und fangen ganz von vorne an:
> Wenn ich auf deinem Platz spielen darf, darfst du auch auf meinem
> Platz spielen. Denn wenn ich auf deinem Platz spiele, ist mein Platz
> in meinem Club frei. Ich stelle dir meine sonstigen Kosten wie z.B.
> Clubbeitrittsgebühr und Monatsbeitrag für deine Spielzeit in meinem
> Club zur Verfügung wenn du mir deine Kosten für meine Spielzeit in
> deinem Club zur Verfügung stellst. Also bezahlst du in meinem Club
> nur ein relativ kleinen Beitrag, wie ich in deinem Club für mein
> Spiel ebenfalls nur einen kleinen Betrag entrichte.
Auf den Abschnitt mit dem "dumm stellen" geh ich jetzt mal lieber nicht
näher ein. Was Du beschreibst sind gesonderte Greenfee-Abkommen zwischen
ein paar Nachbarclubs. Die sind toll, da hat auch niemand was dagegen.
Was Du hingegen nicht beschreibst ist die "normale Art" gegen Greenfee
auf einem fremden Platz zu spielen. Es tut mir ehrlich leid, aber
Greenfee-Beiträge zwischen 40 und 60 Euro (je nachdem ob Werktag oder
Wochenende) als "relativ kleinen Beitrag" oder als "reduziert" bzw.
"nicht kostendeckend" zu bezeichnen (wie andere hier im Thread) finde
ich ja schon ein wenig abenteuerlich.
Aber selbst wenn man mal annimmt, das dem wirklich so ist, so frage
ich mich, warum man dann nicht auch einen Unterschied zwischen teuren
und billigen Clubs macht? Schließlich kostet eine Jahresmitgliedschaft
in den deutschen Ballungsräumen z.T. mehr als das doppelte als in der
Provinz, von der Aufnahmegebühr oder Investitionsumlage gar nicht zu
reden. Seltsamerweise sind da die Greenfee-Unterschiede aber längst
nicht so massiv.
Wer schon ein bißchen länger dabei ist, kann sich vielleicht auch noch
an die Zeiten erinnern, wo man für eine Jahresmitgliedschaft in den
wenigen Clubs in den Ballungsräumen nicht unter 3000-5000 DM dabei war
und astronomische Aufnahmegebühren im mittleren fünfstelligen Bereich
bezahlen musste (diese Ausschläge wurden ja dann gerichtlich untersagt)
während man in der Provinz zu einem Viertel der Kosten dabei war.
Auch damals, als die Unterschiede noch größer waren, ist niemand auf
die Idee gekommen, man müsse diese Unterschiede auch über das Greenfee
noch zementieren.
Vielleicht ja deshalb, weil man von vornherein nicht mit "reduzierten"
Greenfees gearbeitet hat?
--
Simon Paquet
Damals gab es halt noch kaum Greenfeespieler, da war das kein Problem.
Ulrich