Eigentlich wollte ich ja heute das schöne Wetter nutzen um nochmal 'ne
Runde Golf zu spielen. Also heute morgen ziemlich früh aufgestanden und
die Plätze um Frankfurt abtelefoniert. Und ich hatte Glück, für 13 Uhr
bekamen wir 'ne Startzeit im GC Lindenhof (Bad Vilbel).
Also sind wir hingefahren, aber als es ans Greenfee zahlen ging kam dann
der große Hammer.
Sekreteriat: "Hier steht das sie eingeschränktes Spielrecht haben."
Ich: "Nö, ich kann überall spielen wo ich will. Meinen Sie meine
Fernmitgliedschaft?"
Sekretariat: "Ja."
Ich: "Und? Ist was damit?"
Sekretariat: "Da müssen sie jetzt 75€ statt nur 50€ bezahlen."
Ich: "Is nicht ihr Ernst, oder?"
Sekretariat: "Doch. So ist das hier seit April diesen Jahres."
Ich: "Haben Sie was gegen Greenfee-Spieler mit
Fernmitgliedschaft? Machen die den Platz mehr kaputt als
normalen Greenfeespieler? Hat ihr Club zuviel Geld, so das
Sie uns hier rausdrängen wollen?"
Sekretariat: Keine Antwort
Ich: "Ok, dann geh ich wieder und geb mein Geld woanders aus."
Sagt mal, ich dachte eigentlich, diese Strafgebühren (einstmals für die
VCG-Spieler eingeführt) gehörten der dunklen Vergangenheit an. Und die
Aufschläge, die ich kannte bewegten sich noch im Rahmen (5-10€ mehr).
Was soll der Sinn der ganzen Sache sein? Will man die Leute quasi
zwingen, in einen Club einzutreten? Ist man sich nicht klar darüber, dass
das für viele Leute einfach ein dickes Minusgeschäft ist, da sie
beispielsweise (wie ich) ständig unterwegs sind?
Wie seht ihr das?
CU
Simon
--
Stammvorgabe: 15,3 - Fernmitgliedschaft
Golfbegriffe-FAQ: http://www.babylonsounds.com/golf
> Eigentlich wollte ich ja heute das schöne Wetter nutzen um nochmal 'ne
> Runde Golf zu spielen. Also heute morgen ziemlich früh aufgestanden und
> die Plätze um Frankfurt abtelefoniert. Und ich hatte Glück, für 13 Uhr
> bekamen wir 'ne Startzeit im GC Lindenhof (Bad Vilbel).
Da ist das kein Wunder. Es gibt dort so gut wie keine offenen Turnier
und die Preise sind generell mit die höchsten im RM-Gebiet...
Die wollen dort eigentlich keine Gäste...
MfG,
Andreas
> Sagt mal, ich dachte eigentlich, diese Straf gebühren (einstmals für die
> VCG-Spieler eingeführt) gehörten der dunklen Vergangenheit an.
Hallo Simon
http://www.golfclub-stahlberg.de/
den habe ich mir am Freitag mal angesehen. Ganz neu, wenig los, niemand
in der Gastronomie.
Clubsekretärin liest Yellow Press und sieht nicht einmal hoch als ich
das Foyer betrete.
Am schwarzen Brett kam dann der Hammer.
VCG doppeltes Greenfee.
Schloss Lüdersburg und die üblichen Verdächtigen vom Spiel betrieb
ausgeschlossen !
Der Club hat Hausrecht, ich habe Wahlrecht.
So wird der nie einen Euro von mir sehen.
> Wie seht ihr das?
Ich kenne zu wenig Fakten um mir ein Urteil zu erlauben.
Mir bekannte Fakten:
Lüdersburg oä. sind billige Handicap Verwalter, die bewusst gewählt
werden um Kosten zu sparen.
Eine Klubmitgliedschaft lohnt sich nur wenn man relativ häufig diesen
Platz spielen kann und will.
Die etablierten Clubs wollen die "Schmarotzer" durch erhöhte Greenfees
an den Gemeinschaftskosten beteiligen, die Clubmitglieder über den
Beitrag bezahlen.
Meine Vermutung:
Der DGV ist noch nicht im heute angekommen. Es wird per Strafzoll
versucht eine überkommene Situation aufrecht zu erhalten. Sie wissen
wenn die bisherige Praxis der nahezu Lebenslangen Mitgliedschaft durch
flexiblere Modelle abgelöst wird, kommt Arbeit auf sie zu.
Beispiel mein Club http://www.gcwesterholt.de/
Als vor ein paar Jahren der alte Graf starb hat der neue den Club pleite
gehen lassen um einen Neuanfang als Verein zu initiieren. Der Club
brauchte dringend Mitglieder, also wurde ein Jahresmitgliedschaftsmodell
aufgelegt das innerhalb kürzester Zeit fast 400 Mitglieder brachte.
Knapp die Hälfte des Clubs hat also kein Geld drin, sondern bezahlt den
"Verbrauch" . Wenn mir was nicht passt kann ich ohne grossen Verlust den
Verein wechseln.
Also muss der Club sich Mühe geben, das mir alles passt ( was er auch in
grösstem Umfang tut.)
Was ich damit sagen will:
Jetzt können Clubs sich relativ "Planungssicher" ihren Mitgliedern
gegenüber verhalten, wenn nur noch dann Geld reinkommt wenn gespielt
wird, werden sie reine Service Dienstleister. Was hat das für Folgen?
Es wird keine Ehrenamtliche Vereinsarbeit mehr geben.(Jugendarbeit...)
Grossdimensionierte Pflege/Umbaumassnahmen werden unterlassen oder nur
in der Sparversion ausgeführt weil sonst die Geldquelle versiegt.
Lange Rede kurzer Sinn:
Es ist ein reine Kostenrechnung.
Ich vergleiche das Clubmodell mit dem Globetrotter(Fernmitglied-VCG)
Modell wie die Entscheidung zwischen Mietwohnung und Hotel.
Mietwohnung: kostet den Besitzer 8000 € bringt 12000 € pa. = 32 € pro tag
Hotelzimmer: kostet den Besitzer 8000 € soll Ihm 12000 € pa bringen eine
50% Auslastung wird angenommen = 64€ pro tag.
Diese hinkende Beispiel kann natürlich auf alle
Mietverhältnisse/Nutzungsrechts Verhältnisse transferiert werden.
Standpunkt DGV/Clubs: Wir haben Mitglieder die uns der Erhalt einer
Anlage durch ihren Mitgliedsbeitrag finanzieren und auf anderen Anlagen
den aktuellen Aufwand per Greenfee abdecken.
Globetrotter aus Sicht des DGV/Clubs: Verschafft sich Zugang zu diesem
System ohne die Grund miete zu zahlen.
Globetrotter Sicht: Das Greenfee ist das Geld das eine Runde kostet, basta.
Meine persönliche Meinung:
Es muss kreative Denkarbeit geleistet werden. Der heutige Mensch ist
Mobilität und Ungebundenheit in allen Lebensbereichen gewohnt und er
sollte diese Möglichkeit auch in unserem Sport haben.
kurz zeit Mieten sind immer erheblich teurer , das muss man auch
akzeptieren.
Das Globetrotter Argument erinnert mich an meine Studienzeit: Wieso
willst du Benzingeld du fährst doch sowieso dahin und dann auch noch 20
DM von jedem Du hast doch nur für 20 DM getankt.
Kern aussage:
VCG Full ACK
Fernmitgliedschaft: muss höhere Kosten akzeptieren.
jens
PS: Alles auf der Basis, das die Argumente des DGV rudimentär der
Wahrheit entsprechen. Wenn die Kosten nicht so hoch sind ist es reine
ABzocke und Machterhalt.
Auf eine anregende Popcorn Diskussion.
Wer will ein Bier?
--
aut veniam inveniam aut faciem
ich finde einen Weg oder ich mache einen
Ich hab die Message verstanden. Dann spiel ich halt in Zuknft öfter in
Idstein, Aschaffenburg oder im Odenwald. Da nimmt man mein Geld gerne und
die höheren Fahrtkosten hole ich über die Greenfee-Ersparnis dreimal
wieder rein.
Wenn man keine Gäste will, soll man das ehrlich sagen, so wie das
beispielsweise die Clubs in Kronberg, Frankfurt oder Hof Trages auch tun.
CU
Simon
--
Stammvorgabe: 15,2
Golfbegriffe-FAQ: http://www.babylonsounds.com/golf
>> Sagt mal, ich dachte eigentlich, diese Strafgebühren (einstmals für die
>> VCG-Spieler eingeführt) gehörten der dunklen Vergangenheit an.
>
>http://www.golfclub-stahlberg.de/
>
>den habe ich mir am Freitag mal angesehen. Ganz neu, wenig los, niemand
>in der Gastronomie. Clubsekretärin liest Yellow Press und sieht nicht
>einmal hoch als ich das Foyer betrete.
>
>Am schwarzen Brett kam dann der Hammer.
>
>VCG doppeltes Greenfee.
>
>Schloss Lüdersburg und die üblichen Verdächtigen vom Spiel betrieb
>ausgeschlossen!
>
>Der Club hat Hausrecht, ich habe Wahlrecht.
>
>So wird der nie einen Euro von mir sehen.
Exakt. Ich bin ja nicht gezwungen bei denen zu spielen und werde auch
einen Teufel tun und dort auch nur einen müden Euro lassen.
>> Wie seht ihr das?
>
>Ich kenne zu wenig Fakten um mir ein Urteil zu erlauben.
>
>Mir bekannte Fakten:
>
>Lüdersburg oä. sind billige Handicap Verwalter, die bewusst gewählt
>werden um Kosten zu sparen. Eine Klubmitgliedschaft lohnt sich nur
>wenn man relativ häufig diesen Platz spielen kann und will. Die
>etablierten Clubs wollen die "Schmarotzer" durch erhöhte Greenfees
>an den Gemeinschaftskosten beteiligen, die Clubmitglieder über den
>Beitrag bezahlen.
Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja das Greenfee. Gehen wir mal
von einem Club aus, der eine Jahresgebühr von 1000 € verlangt und wo der
Platz 30 Wochen im Jahr bespielbar ist (Greenfee: 40€ wochentags und 50€
am WE).
Gehen wir ferner davon aus, das ein aktives Clubmitglied im Schnitt 1mal
pro Woche oder eventuell sogar häufiger spielt.
1000 / 30 = 33,33€ pro Spiel.
Der Greenfee-Spieler zahlt also bereits die Gemeinschaftskosten mit ab,
sofern er in ähnlicher Frequenz den Platz oder Plätze mit ähnlicher
Kostenstruktur in der Umgebung bespielt. Zusätzlich muss der
Greenfee-Spieler auch noch die Kosten für den VcG bzw. für die
Fernmitgliedschaft aufbringen. Das sind nochmal zwischen 180€ und 300€ im
Jahr.
Je häufiger das Clubmitglied spielt je billiger wird die Sache für ihn,
je häufiger der Greenfeespieler spielt, desto teurer wird es für ihn.
Jetzt kann man die Sache für den Greenfeespieler natürlich noch
verschlimmern, nur ist dann halt die Frage ob er dann überhaupt noch
spielt.
>Meine Vermutung:
>
>Der DGV ist noch nicht im heute angekommen. Es wird per Strafzoll
>versucht eine überkommene Situation aufrecht zu erhalten. Sie wissen
>wenn die bisherige Praxis der nahezu Lebenslangen Mitgliedschaft durch
>flexiblere Modelle abgelöst wird, kommt Arbeit auf sie zu.
Vor allem ist es doch so, das Golf nur dann richtig populär wird, wenn
man es breiten Bevölkerungsschichten erschließt. Und das ist unter
anderem nur dann möglich, wenn man sich an den Bedürfnissen der Nutzer
ausrichtet. Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
>Jetzt können Clubs sich relativ "Planungssicher" ihren Mitgliedern
>gegenüber verhalten, wenn nur noch dann Geld reinkommt wenn gespielt
>wird, werden sie reine Service Dienstleister. Was hat das für Folgen?
>
>Es wird keine Ehrenamtliche Vereinsarbeit mehr geben.(Jugendarbeit...)
>Grossdimensionierte Pflege/Umbaumassnahmen werden unterlassen oder nur
>in der Sparversion ausgeführt weil sonst die Geldquelle versiegt.
Das sehe ich nicht so. Vor allem Familien sind doch dankbare
Langzeitkunden. Nur kann man die eben auch nur mit einer vernünftigen
Jugendarbeit an sich binden. Gleiches gilt für die Pflege des Platzes
bzw. Umbaumaßnahmen an diesem. Wenn die Mitglieder jährlich mit wenig
Aufwand wechseln können, dann muss man den Platz/Club halt attraktiv
halten.
>Standpunkt DGV/Clubs: Wir haben Mitglieder die uns der Erhalt einer
>Anlage durch ihren Mitgliedsbeitrag finanzieren und auf anderen Anlagen
>den aktuellen Aufwand per Greenfee abdecken.
Und das ist natürlich völliger Bullshit. Mit Ausnahme ganz weniger
"Touristen-Clubs" in Deutschland, die sich auch durch Greenfee-Einnahmen
finanzieren, fristen die Greenfee-Einnahmen in den Haushalten der Clubs
eine absolute Nebenrolle. De facto kommt das Greenfee immer on top. Der
Platz ist über die Mitgliedsgebühren bezahlt und Greenfee-Einnahme werden
als Überschuss verbucht.
Anders kann es auch gar nicht laufen. Was kostet denn ein einzelner
Greenfee-Spieler oder ein Greenfee-Flight den Club an einem Tag? IMO so
gut wie gar nichts.
>Globetrotter aus Sicht des DGV/Clubs: Verschafft sich Zugang zu diesem
>System ohne die Grund miete zu zahlen.
>
>Globetrotter Sicht: Das Greenfee ist das Geld das eine Runde kostet, basta.
IMO eher:
Das Greenfee ist das Geld das eine Runde kostet, plus der
Gemeinkostenzuschlag.
>Meine persönliche Meinung:
>
>Es muss kreative Denkarbeit geleistet werden. Der heutige Mensch ist
>Mobilität und Ungebundenheit in allen Lebensbereichen gewohnt und er
>sollte diese Möglichkeit auch in unserem Sport haben.
Ack.
CU
Simon
--
Stammvorgabe: 15,3
Golfbegriffe-FAQ: http://www.babylonsounds.com/golf
>
> Wenn man keine Gäste will, soll man das ehrlich sagen, so wie das
> beispielsweise die Clubs in Kronberg, Frankfurt oder Hof Trages
> auch tun.
Bei Trages liegst Du falsch, da können Gäste durchaus spielen,
allerdings am Wochenende nur in Begleitung von Mitgliedern. Und sonst
mit VCG-Zuschlag (Fernmitgliedschaften weiss ich nicht).
Ansonsten merkt man, dass Du nicht mehr so häufig spielst. Das mit den
Zuschlägen ist hier in Hessen eine neue Erfindung, eingeführt in
einigen Clubs hier in Hessen.
Mir bekannte Clubs (neben Lindenhof) sind Zimmern und Attighof (da gibt
es aber bestimmt noch mehr). Aber noch gibt es zum Glück genug Clubs,
die das anders sehen, da kann man die mit dem Zuschlag locker
ignorieren.
Ciao
Marc
--
Ein Golfturnier ist dazu bestimmt, so viele Leute wie moeglich
ungluecklich zu machen (aus clever bluffen-Golf von Peter Gammond)
Golf im Usenet: news:de.rec.sport.golf
de.rec.sport.golf im WWW: http://www.drsg.de
>> Wenn man keine Gäste will, soll man das ehrlich sagen, so wie das
>> beispielsweise die Clubs in Kronberg, Frankfurt oder Hof Trages
>> auch tun.
>
>Bei Trages liegst Du falsch, da können Gäste durchaus spielen,
>allerdings am Wochenende nur in Begleitung von Mitgliedern.
Für mich ist das de facto dasselbe. Das heißt doch im Klartext, das die
keine Greenfee-Spieler wollen.
>Ansonsten merkt man, dass Du nicht mehr so häufig spielst.
Jo, bin dieses Jahr erst ab September so richtig wieder durchgestartet.
>Mir bekannte Clubs (neben Lindenhof) sind Zimmern und Attighof (da gibt
>es aber bestimmt noch mehr). Aber noch gibt es zum Glück genug Clubs,
>die das anders sehen, da kann man die mit dem Zuschlag locker
>ignorieren.
Gut, das ich das mit Zimmern weiß. Da muss ich da in Zukunft nicht mehr
anrufen. Welche Dir bekannten Clubs behandeln denn Greenfee-Spieler noch
fair?
> Dann spiel ich halt in Zuknft öfter in Idstein, Aschaffenburg oder im Odenwald.
Oder in Seligenstadt und sogar in Hanau.
> Wenn man keine Gäste will, soll man das ehrlich sagen, so wie das
> beispielsweise die Clubs in Kronberg, Frankfurt oder Hof Trages auch tun.
Trages ist gar nicht mal so. Man darf halt nur nicht im Flesensee
Mitglied sein - weil der Herr Einfeld (Manager am Flesensee) und der
Graf Bumsdings von der Clubhaus AG können nicht miteinander (die
tragen ihre Fehden teilweise sogar in dt. Golf"illustrierten" aus)...
MfG,
Andreas
Simon Paquet schrieb:
> And on the seventh day Jens-Peter Schulze spoke:
> >Der Club hat Hausrecht, ich habe Wahlrecht.
Ersetze "Club" durch "Betreiber".
> >So wird der nie einen Euro von mir sehen.
ACK!
> >Mir bekannte Fakten:
> >Lüdersburg oä. sind billige Handicap Verwalter, die bewusst gewählt
> >werden um Kosten zu sparen.
In dieser Eigenschaft: ja. Sie betreiben aber auch Plaetze mit
Clubs.
> >Eine Klubmitgliedschaft lohnt sich nur
> >wenn man relativ häufig diesen Platz spielen kann und will.
Fuer den Spieler: ja.
> >Die
> >etablierten Clubs wollen die "Schmarotzer" durch erhöhte Greenfees
> >an den Gemeinschaftskosten beteiligen, die Clubmitglieder über den
> >Beitrag bezahlen.
Klares Jein: Gerade Euere Beispielrechnungen belegen doch
eindeutig, dass man den Spieler (auch durch ueberhoehtes
Greenfee) davon ueberzeugen will, ordentliches Mitglied zu sein,
sei guenstiger. Damit wird der finanzielle Aufwand fuer den
Spieler wie die Einnahmen fuer den Betreiber ueberschaubar und
_planbar_.
> Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja das Greenfee. Gehen wir mal
> von einem Club aus, der eine Jahresgebühr von 1000 ¤ verlangt und wo der
> Platz 30 Wochen im Jahr bespielbar ist (Greenfee: 40¤ wochentags und 50¤
> am WE).
Wo gibt es noch uneingeschraenktes Spielrecht fuer 1.000 €?
> Gehen wir ferner davon aus, das ein aktives Clubmitglied im Schnitt 1mal
> pro Woche oder eventuell sogar häufiger spielt.
>
> 1000 / 30 = 33,33¤ pro Spiel.
>
> Der Greenfee-Spieler zahlt also bereits die Gemeinschaftskosten mit ab,
> sofern er in ähnlicher Frequenz den Platz oder Plätze mit ähnlicher
> Kostenstruktur in der Umgebung bespielt.
IMHO geht Deine Rechnung nur auf, wenn er permanent denselben
Betreiber beglueckt.
> Zusätzlich muss der
> Greenfee-Spieler auch noch die Kosten für den VcG bzw. für die
> Fernmitgliedschaft aufbringen. Das sind nochmal zwischen 180¤ und 300¤ im
> Jahr.
Davon kann kein Betreiber was abbeissen!
> Je häufiger das Clubmitglied spielt je billiger wird die Sache für ihn,
> je häufiger der Greenfeespieler spielt, desto teurer wird es für ihn.
_Da_ liegt der Hase im Pfeffer!
> Jetzt kann man die Sache für den Greenfeespieler natürlich noch
> verschlimmern, nur ist dann halt die Frage ob er dann überhaupt noch
> spielt.
Dann geht weder dem Betreiber noch dem "Fremdverein" noch dem VcG
auch nur ein Cent verloren. Wenn keiner hingeht, wird auch kein
Geld faellig. Einfangen kann man nur den Spielwilligen.
> >Meine Vermutung:
> >
> >Der DGV ist noch nicht im heute angekommen. Es wird per Strafzoll
> >versucht eine überkommene Situation aufrecht zu erhalten.
Was hat der DGV mit der Preisgestaltung der Betreiber zu tun?
> Vor allem ist es doch so, das Golf nur dann richtig populär wird, wenn
> man es breiten Bevölkerungsschichten erschließt. Und das ist unter
> anderem nur dann möglich, wenn man sich an den Bedürfnissen der Nutzer
> ausrichtet. Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
> Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
Genau darum hat der DGV den VcG ins Leben gerufen, der aus o.g.
Gruenden von den Betreibern haeufig als Konkurrenz empfunden
wird.
> >Jetzt können Clubs sich relativ "Planungssicher" ihren Mitgliedern
> >gegenüber verhalten, wenn nur noch dann Geld reinkommt wenn gespielt
> >wird, werden sie reine Service Dienstleister. Was hat das für Folgen?
> >
> >Es wird keine Ehrenamtliche Vereinsarbeit mehr geben.(Jugendarbeit...)
> >Grossdimensionierte Pflege/Umbaumassnahmen werden unterlassen oder nur
> >in der Sparversion ausgeführt weil sonst die Geldquelle versiegt.
Naja - es hat sich ja in letzter einiges getan: Einige Betreiber
in RheinlandPfalz und Hessen kupfern ihre Modelle voneinander ab
- muessen also ueber die Attraktivitaet des Platzes konkurrieren.
Bei der Jugendarbeit befuerchte ich auch, dass das in kuerzester
Zeit den elitaeren Clubs vorbehalten bleibt.
> Das sehe ich nicht so. Vor allem Familien sind doch dankbare
> Langzeitkunden. Nur kann man die eben auch nur mit einer vernünftigen
> Jugendarbeit an sich binden.
Welche Familie mit >1 Kind kann es sich denn leisten, alle
Familienmitglieder golfen zu lassen? btw: Was ist mit Begabten,
deren Eltern nicht golfen?
> >Standpunkt DGV/Clubs: Wir haben Mitglieder die uns der Erhalt einer
> >Anlage durch ihren Mitgliedsbeitrag finanzieren und auf anderen Anlagen
> >den aktuellen Aufwand per Greenfee abdecken.
> Und das ist natürlich völliger Bullshit.
ACK!
> Mit Ausnahme ganz weniger
> "Touristen-Clubs" in Deutschland, die sich auch durch Greenfee-Einnahmen
> finanzieren, fristen die Greenfee-Einnahmen in den Haushalten der Clubs
> eine absolute Nebenrolle. De facto kommt das Greenfee immer on top. Der
> Platz ist über die Mitgliedsgebühren bezahlt und Greenfee-Einnahme werden
> als Überschuss verbucht.
*groehl* Wenn _das_ kein Witz ist! Nimm mal Deine 1.000€/Mitglied
* 800 Mitglieder. Das sind 800.000€ planmaessiges Einkommen/anno.
Davon ist zu bezahlen: 3 bis 4 Greenkeeper, 1 Manager, 2 bis 3
Maedels an der Reception, 1 Hausel, eine aufwandsabhaengige
Anzahl von 400€-Jobs, Wasser, Strom, Steuern, Versicherungen und
Abgaben. Hier ist noch keine Pacht fuer den Course, Wartung fuer
die Bewaesserung u.ae. enthalten. Ein normaler 18 Lochplatz ist
mit < 1,5 Mio. € nicht verlustfrei zu unterhalten. Daraus
rekrutiert auch der Druck, moeglichst viele Greenfeespieler als
regulaere Mitglieder zu rekrutieren, damit die Einnahmen
_planbar_ werden.
> Anders kann es auch gar nicht laufen. Was kostet denn ein einzelner
> Greenfee-Spieler oder ein Greenfee-Flight den Club an einem Tag? IMO so
> gut wie gar nichts.
s.o.
> >Es muss kreative Denkarbeit geleistet werden. Der heutige Mensch ist
> >Mobilität und Ungebundenheit in allen Lebensbereichen gewohnt und er
> >sollte diese Möglichkeit auch in unserem Sport haben.
> Ack.
Womit wir mal wieder einig waeren!
cu Gerhard
>Sagt mal, ich dachte eigentlich, diese Strafgebühren (einstmals für die
>VCG-Spieler eingeführt) gehörten der dunklen Vergangenheit an.
NAK.
>Und die
>Aufschläge, die ich kannte bewegten sich noch im Rahmen (5-10€ mehr).
ACK, und es gibt sie immer noch :-(
... und teilweise auch Einschränkungen wie "nur zwei(?) Mal im Jahr" oder
"VcGler nur mit HCP ab 36".
Irgendwo hat man auch das erhöhte Greenfee für "normal" erklärt und gewährt
ausgewählten Spielern (IIRC von deutschen _Vereinen_ mit vollem Spielrecht)
einen Nachlass...
>Was soll der Sinn der ganzen Sache sein? Will man die Leute quasi
>zwingen, in einen Club einzutreten?
Motivation durch Strafandrohung?
Ich weiß nur eins: Bei solchen Vereinen will ich gar nicht Mitglied
werden...
>Ist man sich nicht klar darüber, dass
>das für viele Leute einfach ein dickes Minusgeschäft ist, da sie
>beispielsweise (wie ich) ständig unterwegs sind?
<mode=satirisch>
Das ist für die eingesessenen Vereine doch "normal": Wenn die trägen
Mitglieder 100 € und mehr je Runde bezahlen, dann kommst du mit 50 €
viel zu billig weg! So gesehen sind 75 € doch ein Schnäppchen-Preis!
</>
Ciao,
Paul
>> Dann spiel ich halt in Zuknft öfter in Idstein, Aschaffenburg oder im Odenwald.
>
>Oder in Seligenstadt und sogar in Hanau.
Seligenstadt hat halt nur 9 Löcher. Meinst Du Hanau-Wilhelmsbad?
>>>Die etablierten Clubs wollen die "Schmarotzer" durch erhöhte
>>>Greenfees an den Gemeinschaftskosten beteiligen, die
>>>Clubmitglieder über den Beitrag bezahlen.
>
>Klares Jein: Gerade Euere Beispielrechnungen belegen doch
>eindeutig, dass man den Spieler (auch durch ueberhoehtes
>Greenfee) davon ueberzeugen will, ordentliches Mitglied zu sein,
>sei guenstiger. Damit wird der finanzielle Aufwand fuer den
>Spieler wie die Einnahmen fuer den Betreiber ueberschaubar und
>_planbar_.
Die Frage ist halt nur, ob man mit überhöhten Greenfee die Leute dazu
bringt bei einem Mitglied zu werden oder ob sich die Leute da nicht
vielmehr angewidert abwenden.
>> Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja das Greenfee. Gehen wir mal
>> von einem Club aus, der eine Jahresgebühr von 1000 ¤ verlangt und wo der
>> Platz 30 Wochen im Jahr bespielbar ist (Greenfee: 40¤ wochentags und 50¤
>> am WE).
>
>Wo gibt es noch uneingeschraenktes Spielrecht fuer 1.000 €?
Um Frankfurt rum ist es natürlich ein wenig teurer, aber ein bißchen
weiter draußen in der Provinz kommst Du sogar mit noch weniger (700-800€)
zu Rande.
>> Gehen wir ferner davon aus, das ein aktives Clubmitglied im Schnitt 1mal
>> pro Woche oder eventuell sogar häufiger spielt.
>>
>> 1000 / 30 = 33,33¤ pro Spiel.
>>
>> Der Greenfee-Spieler zahlt also bereits die Gemeinschaftskosten mit ab,
>> sofern er in ähnlicher Frequenz den Platz oder Plätze mit ähnlicher
>> Kostenstruktur in der Umgebung bespielt.
>
>IMHO geht Deine Rechnung nur auf, wenn er permanent denselben
>Betreiber beglueckt.
Warum das? Der Greenfee-Spieler zahlt bei jedem Besuch mehr als ein
durchschnittliches Clubmitglied. Es liegt also durchaus im Interesse des
Clubs das Greenfee-Spieler den Club/Platz als attraktiv erachten.
>> Zusätzlich muss der
>> Greenfee-Spieler auch noch die Kosten für den VcG bzw. für die
>> Fernmitgliedschaft aufbringen. Das sind nochmal zwischen 180¤ und 300¤ im
>> Jahr.
>
>Davon kann kein Betreiber was abbeissen!
Richtig, es zeigt auch nur, das Flexibilität durchaus etwas mehr kostet
und die Leute mit Fernmitgliedschaft nicht die Billigheimer der Nation
sind.
>> Je häufiger das Clubmitglied spielt je billiger wird die Sache für ihn,
>> je häufiger der Greenfeespieler spielt, desto teurer wird es für ihn.
>
>_Da_ liegt der Hase im Pfeffer!
>
>> Jetzt kann man die Sache für den Greenfeespieler natürlich noch
>> verschlimmern, nur ist dann halt die Frage ob er dann überhaupt noch
>> spielt.
>
>Dann geht weder dem Betreiber noch dem "Fremdverein" noch dem VcG
>auch nur ein Cent verloren. Wenn keiner hingeht, wird auch kein
>Geld faellig. Einfangen kann man nur den Spielwilligen.
Häh? Wenn der Greenfee-Spieler einen Platz meidet (wie ich Zukunft
Lindenhof und Sansenhof) so entgeht dem Club mein Greenfee, vorausgesetzt
natürlich der Platz ist nicht eh ständig ausgebucht.
>> Vor allem ist es doch so, das Golf nur dann richtig populär wird, wenn
>> man es breiten Bevölkerungsschichten erschließt. Und das ist unter
>> anderem nur dann möglich, wenn man sich an den Bedürfnissen der Nutzer
>> ausrichtet. Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
>> Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
>
>Genau darum hat der DGV den VcG ins Leben gerufen, der aus o.g.
>Gruenden von den Betreibern haeufig als Konkurrenz empfunden wird.
Der DGV könnte da durchaus etwas tun, wenn er denn wollte.
>> Das sehe ich nicht so. Vor allem Familien sind doch dankbare
>> Langzeitkunden. Nur kann man die eben auch nur mit einer vernünftigen
>> Jugendarbeit an sich binden.
>
>Welche Familie mit >1 Kind kann es sich denn leisten, alle
>Familienmitglieder golfen zu lassen? btw: Was ist mit Begabten,
>deren Eltern nicht golfen?
Die Clubs, die ich etwas näher kenne haben lächerlich niedrige
Mitgliedsgebühren für Jugendliche (zwischen 40 und 100€ im Jahr). Das ist
auch nicht mehr als die Mitgliedschaft in jedem beliebigen Turn-, Tennis-
oder Fußballverein.
Bis zum Alter von 12-13 braucht man auch keinen vollen Satz bzw. eigene
Schläger. Da reichen auch ältere Schläger aus dem Club-Bestand bzw. der
gekürzte ältere Satz der Eltern.
>> >Standpunkt DGV/Clubs: Wir haben Mitglieder die uns der Erhalt einer
>> >Anlage durch ihren Mitgliedsbeitrag finanzieren und auf anderen Anlagen
>> >den aktuellen Aufwand per Greenfee abdecken.
>
>> Und das ist natürlich völliger Bullshit.
>
>ACK!
>
>> Mit Ausnahme ganz weniger
>> "Touristen-Clubs" in Deutschland, die sich auch durch Greenfee-Einnahmen
>> finanzieren, fristen die Greenfee-Einnahmen in den Haushalten der Clubs
>> eine absolute Nebenrolle. De facto kommt das Greenfee immer on top. Der
>> Platz ist über die Mitgliedsgebühren bezahlt und Greenfee-Einnahme werden
>> als Überschuss verbucht.
>
>*groehl* Wenn _das_ kein Witz ist!
Das meine ich toternst. Du darfst natürlich Plätze wie St. Leon-Rot nicht
als Standard ansehen.
>Nimm mal Deine 1.000€/Mitglied * 800 Mitglieder. Das sind 800.000€
>planmaessiges Einkommen/anno.
Was ist mit Aufnahmegebühren/Investitionsumlagen?
>Davon ist zu bezahlen:
>3 bis 4 Greenkeeper
Ja.
>1 Manager
Braucht bzw. hat längst nicht jeder Club.
>2 bis 3 Maedels an der Reception
Willst Du einen 24-Stunden Service?
>1 Hausel, eine aufwandsabhaengige Anzahl von 400€-Jobs, Wasser, Strom,
>Steuern, Versicherungen und Abgaben. Hier ist noch keine Pacht fuer
>den Course, Wartung fuer die Bewaesserung u.ae. enthalten. Ein
>normaler 18 Lochplatz ist mit < 1,5 Mio. € nicht verlustfrei zu
>unterhalten.
*gröhl*
Wo hast Du diese Zahlen her? Wenn dem so wäre, wäre die Hälfte aller
deutschen Clubs bzw. Clubbetreiber pleite.
>Daraus rekrutiert auch der Druck, moeglichst viele Greenfeespieler
>als regulaere Mitglieder zu rekrutieren, damit die Einnahmen
>_planbar_ werden.
Soweit so gut. Ich bezweifle halt nur, das man das mit einer "Ich zock
Dich solange ab, bis Du bei mir Mitglied wirst"-Attitüde erreicht.
>> Anders kann es auch gar nicht laufen. Was kostet denn ein einzelner
>> Greenfee-Spieler oder ein Greenfee-Flight den Club an einem Tag? IMO so
>> gut wie gar nichts.
>
>s.o.
Oben hast Du sehr viel geschrieben. Welcher Abschnitt genau.
[...]
> Die Clubs, die ich etwas näher kenne haben lächerlich niedrige
> Mitgliedsgebühren für Jugendliche (zwischen 40 und 100EUR im Jahr). Das ist
> auch nicht mehr als die Mitgliedschaft in jedem beliebigen Turn-, Tennis-
> oder Fußballverein.
Für meine beiden älteren Töchter fallen je 100 EUR/a an. Das beinhaltet
kostenloses wöchentliches Training und Rangeballs nach Bedarf.
Zum Vergleich: Karate für ein Jahr bezahle ich für die ältere ca. 200 EUR.
> Bis zum Alter von 12-13 braucht man auch keinen vollen Satz bzw. eigene
> Schläger. Da reichen auch ältere Schläger aus dem Club-Bestand bzw. der
> gekürzte ältere Satz der Eltern.
;-)
> CU
> Simon
Servus,
Dietrich
>>>Lüdersburg oä. sind billige Handicap Verwalter, die bewusst gewählt
>>>werden um Kosten zu sparen.
>
>
> In dieser Eigenschaft: ja. Sie betreiben aber auch Plaetze mit
> Clubs.
ich habe lüdersburg stellvertretend für Fernmitgliedschaften gewählt,
weil er auf dem schwarzen Brett in Stahlberg an erster Stelle stand,
2ter war Hof Trages...
>
>
> Was hat der DGV mit der Preisgestaltung der Betreiber zu tun?
>
Der DGV Präsident redet öffentlich von der Fernmitgliedschafts
Problematik, ausserdem ist er der Dachverband der ihm angeschlossenen
Clubs die versuchen Ihre Interessen zu wahren.
>
>>Vor allem ist es doch so, das Golf nur dann richtig populär wird, wenn
>>man es breiten Bevölkerungsschichten erschließt. Und das ist unter
>>anderem nur dann möglich, wenn man sich an den Bedürfnissen der Nutzer
>>ausrichtet. Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
>>Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
ist doch auch möglich kostet nur mehr. Z.Zt. wird man sich damit
abfinden müssen.
Pay and play Plätze.
Höheres Greenfee.
Fernmitgliedschaft in einem nicht auf der schwarzen Liste befindlichem Club.
>>Anders kann es auch gar nicht laufen. Was kostet denn ein einzelner
>>Greenfee-Spieler oder ein Greenfee-Flight den Club an einem Tag? IMO so
>>gut wie gar nichts.
Stimmt!
Aber so rechnet der Club nicht. Der rechnet:
Platzkosten pro Tag 5000,- Euro jeder der ihn nutzen will löhnt bis ich
das und mehr habe damit was da ist wenn es regnet oder Schnee liegt. Der
Platz kostet auch wenn keiner spielt.
Es ist diese blauäugige Denke.
Der Greenkeeper mäht doch sowieso.
Ich koste doch nichts/mach doch nichts kaputt, warum soll ich soviel
Geld bezahlen.
Man könnte es auch weniger freundlich darstellen:
Die doofen Clubmitglieder haben ja schon den Platz bezahlt, warum soll
ich dann den vollen Kostenanteil zahlen.
Richtig rum gedacht lautet die Rechnung.
Was kostet der Platz an einem Tag geteilt durch die Menge der
potenziellen Nutzer = Greenfee.
Das Greenfee muss für die Anschaffungskosten und den Unterhalt des
Platzes einen Deckungsbeitrag bringen.
Wem das nicht gelingt der macht pleite, wer nicht bereit ist das zu
zahlen der muss Crossgolf spielen.
Mal ganz brutal ausgedrückt.
Wenn ein Platz sich nicht refinanziert gibt es ihn nicht mehr lange.
Du hast bis September nichts ins System eingezahlt und willst jetzt nur
den gleichen Anteil zahlen wie jemand der per Jahresbeitrag schon 9/12
von x (Jahresbeitrag) gelöhnt hat.
Du gehst los wenn du Zeit hast das wetter schön ist und du Lust zum
spielen hast und suchst dir dann auch noch den dir am besten gefallenden
Platz aus und wünscht dir eine möglichst grosse vielfalt an Plätzen.
Wie soll ein Anlagen Betreiber dieses Nutzungsverhalten kalkulieren?
Wie bereits gesagt. Man kann nicht tageweise mieten zu den Konditionen
eines langfristigen Mietvertrages.
jens
Ich wäre sowohl Dir als auch Gerhard sehr dankbar, wenn Ihr Euch in Euren
Postings nur auf das jeweils vorhergehende Posting bezieht und nicht noch
den halben mitgequoteten Thread mitbeantwortet.
>>>Vor allem ist es doch so, das Golf nur dann richtig populär wird, wenn
>>>man es breiten Bevölkerungsschichten erschließt. Und das ist unter
>>>anderem nur dann möglich, wenn man sich an den Bedürfnissen der Nutzer
>>>ausrichtet. Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
>>>Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
>
>ist doch auch möglich kostet nur mehr.
Das ist auch okay so und über das Greenfee zahle ich ja auch mehr als das
normale Clubmitglied. Wo ist also das Problem?
>>>Anders kann es auch gar nicht laufen. Was kostet denn ein einzelner
>>>Greenfee-Spieler oder ein Greenfee-Flight den Club an einem Tag? IMO so
>>>gut wie gar nichts.
>
>Stimmt!
>
>Aber so rechnet der Club nicht. Der rechnet:
>
>Platzkosten pro Tag 5000,- Euro jeder der ihn nutzen will löhnt bis ich
>das und mehr habe damit was da ist wenn es regnet oder Schnee liegt. Der
>Platz kostet auch wenn keiner spielt.
Richtig, aber das ist als Gastspieler nicht mein Problem. Ich zahle für
meine Nutzung plus einen angemessenen Überschussbeitrag.
Ich zahle im Urlaub auch nur für die zwei Wochen in denen ich ein Hotel
nutze. Ich zahle nicht für den Leerstand im Winter und ich zahle z.B.
auch ganz sicher nicht für Schäden, die ich nicht verursacht habe, z.B.
durch ein Unwetter. Das ist nicht mein Problem.
>Es ist diese blauäugige Denke.
>Der Greenkeeper mäht doch sowieso.
>Ich koste doch nichts/mach doch nichts kaputt, warum soll ich soviel
>Geld bezahlen.
Du vereinfachst die Sache doch extrem grob.
Natürlich benutze ich den Platz und hinterlasse dabei z.B. Divots,
Pitchmarken, Spikemarks oder ähnliches. Meine Anwesenheit sorgt eventuell
auch dafür das ein reguläres Clubmitglied keine Startzeit mehr bekommt.
Das streitet auch niemand ab. Aber genau dafür bezahle ich ja auch mein
Greenfee. Und kein halbwegs klardenkender Club verlangt einen
Greenfee-Betrag, der nicht kostendeckend ist.
>Man könnte es auch weniger freundlich darstellen:
>
>Die doofen Clubmitglieder haben ja schon den Platz bezahlt, warum soll
>ich dann den vollen Kostenanteil zahlen.
Hallo, jemand da? Ich zahle den vollen Kostenanteil. Falls Du das anders
sehen solltest, dann weise mir bitte das Gegenteil nach.
>Richtig rum gedacht lautet die Rechnung.
>Was kostet der Platz an einem Tag geteilt durch die Menge der
>potenziellen Nutzer = Greenfee.
Unsinn. Richtig wäre:
Kosten des Platzes pro Tag
- Einnahmen des Club über Mitgliedsgebühren
- Aufnahmegebühren
- Investitionsumlage
- Wettspielgebühren
- weitere Erträge (z.B. Zinsen)
Und dieser Betrag geteilt durch die Anzahl der potentiellen Gastspieler
pro Tag ergibt das Minimum-Greenfee.
Das Minimum-Greenfee sollte einen angemessenen Überschussbeitrag sowie
ggf. einen Pufferbetrag enthalten, der Fälle abdeckt, wie z.B. ein
verregnetes Jahr mit wenig Greenfee-Einnahmen.
>Das Greenfee muss für die Anschaffungskosten und den Unterhalt des
>Platzes einen Deckungsbeitrag bringen.
Das bestreitet ja auch niemand.
>Wem das nicht gelingt der macht pleite, wer nicht bereit ist das zu
>zahlen der muss Crossgolf spielen.
Du musst hier nicht das offensichtliche aussprechen. Das hat ja niemand
bestritten.
>Mal ganz brutal ausgedrückt.
>Wenn ein Platz sich nicht refinanziert gibt es ihn nicht mehr lange.
Ja. Das ist schade.
>Du hast bis September nichts ins System eingezahlt
...und dafür auch nichts in Anspruch genommen bzw. erhalten.
>und willst jetzt nur den gleichen Anteil zahlen wie jemand der per
>Jahresbeitrag schon 9/12 von x (Jahresbeitrag) gelöhnt hat.
...und dafür in den vergangenen 9 Monaten auch entsprechende Leistungen
in Anspruch genommen hat.
Merkst Du was?
Ich zahle den Anteil für meine Nutzung. Wie sich der berechnet, habe ich
weiter oben dargelegt.
Was ich dafür nicht bekomme sind dann beispielsweise Annehmlichkeiten
wie Abstellplätze für die Schläge, Clubräume, das Ausrichten von
Wettspielen, ggf. Mannschaftstraining oder den Luxus im Sommer einfach
abends nochmal schnell 4, 6 oder 9 Löcher auf die Runde gehen zu können.
So das reicht jetzt hör ich hier auf du willst oder kannst es nicht
begreifen.
Natürlich zahlst du mit dem Geld das du für 2 Wochen Aufenthalt hinlegst
den Leerstand im Winter mit, du zahlst auch einen Deckungsbeitrag für
Reparaturen du zahlst für alles was ein Hotel kostet.
Du zahlst auch für Schäden die du nicht verursacht hast und wenn es auch
nur ein Teil der Versicherungsprämie ist die zur Deckung solcher
Risiken abgeschlossen wird.
Der Betreiber eines Hotels druckt sich das Geld das er für solche Kosten
braucht nämlich nicht selber er holt es sich von seinen Gästen.
So ist das nämlich im richtigen Leben. Ein Unternehmen hat das Ziel
Gewinne zu erwirtschaften.
Dh. nach Abzug aller Kosten muss von den Einnahmen etwas übrig bleiben.
jens
EOD
Ich hoffe das ich dich nicht um deinen wohlverdienten Nachtschlaf
bringe, wenn ich dir verrate, das du auch jedes mal wenn du im
Supermarkt einkaufst, die von Ladendieben geklaute Ware mitbezahlst
obwohl du selber noch nie was geklaut hast.
>> Ich zahle im Urlaub auch nur für die zwei Wochen in denen ich ein Hotel
>> nutze. Ich zahle nicht für den Leerstand im Winter und ich zahle z.B.
>> auch ganz sicher nicht für Schäden, die ich nicht verursacht habe, z.B.
>> durch ein Unwetter. Das ist nicht mein Problem.
>
>So das reicht jetzt hör ich hier auf du willst oder kannst es nicht
>begreifen.
>
>Natürlich zahlst du mit dem Geld das du für 2 Wochen Aufenthalt hinlegst
>den Leerstand im Winter mit, du zahlst auch einen Deckungsbeitrag für
>Reparaturen du zahlst für alles was ein Hotel kostet.
Ich zahle den angemessenen Preis. Ich zahle nicht das unternehmerische
Risiko des Unternehmers, jedenfalls nicht in vollem Maße. Der kann
natürlich nach einem verregneten Sommer im nächsten Jahr die Preise
erhöhen, aber wenn dann keiner mehr kommt hat er halt Pech gehabt.
Ich gebe aber zu, das mein Beispiel etwas verkürzt war. Natürlich zahle
ich nicht nur exakt die Kosten für die zwei Wochen, sondern auch noch
etwas, was man in der BWL gemeinhin den Gemeinkostenzuschlag nennt.
Und genau diesen Gemeinkostenaufschlag zahle ich im Golf beim Greenfee ja
auch, was man unter anderem daran erkennen kann, das ich bei halbwegs
regelmäßigem Greenfee-Spiel gegenüber einer regulären Mitgliedschaft
ordentlich draufzahle. Das ist im übrigen auch völlig okay. Das ist halt
der Preis für meine Flexibilität.
Wogegen ich mich nur wehre, ist die Tatsache, das ich in einem Club X
mehr Gemeinkosten bezahlen soll als ein anderer Gast Y mit einer
Vollmitgliedschaft in einem anderen Club.
Gast Y und ich nutzen den Platz des Club X auf ungefähr dieselbe Weise,
werden ungefähr gleich lang spielen und in ungefähr demselben Maße die
Clubanlagen (z.B. Duschen) in Anspruch nehmen.
Und jetzt erklär mir bitte welcher Grund außer der reinen Abzocke dafür
verantwortlich sein sollte, das ich 50% mehr bezahlen soll als Gast Y?
> Das ist auch okay so und über das Greenfee zahle ich ja auch mehr als das
> normale Clubmitglied. Wo ist also das Problem?
Ich setze mir mal den DGV-Hut auf (nicht dass ich einen hätte, aber ich
tu mal so). Deine beiden Irrtümer sind:
1) Die Greenfees sind kostendeckend.
2) Die Clubs arbeiten gewinnorientiert.
Eine kostendeckende Greenfee in Bad Vilbel liegt bei 75 Euro. Mitglieder
befreundeter Clubs (und das sind großzügigerweise eine ganze Menge)
bekommen einen Rabatt und zahlen nur 50 Euro. In erster Linie sind diese
Clubs deshalb befreundet, weil sie einen Platz betreiben, auf dem
Vilbeler Golfer auch einen Rabatt bekommen. So räumt man sich
gegenseitig die nicht kostendeckenden Leistungen ein, damit eben gegolft
werden kann.(*)
Weiters ist es so, dass der Golfclub Bad Vilbel sich über die
Mitgliedsbeiträge vollständig finanziert und mit Greenfeespielern zwar
Gewinn machen würde, dies aber zu Lasten der Mitglieder ginge, weil der
Platz ja doch unangenehm voll würde. Und da sagen die Mitglieder: lieber
plus/minus Null und wir haben den Raum, den wir brauchen.
In Bad Vilbel gab es diesen Sommer eine Sundowner-Greenfee für 20 Euro,
wo man 9 Loch oder mehr gespielt bekam, je nach Betrieb. Dies war ein
grosser Erfolg und der Stau an Tee 1 wurde immer länger um den
Sundowner-Startzeitpunkt herum. Die Mitglieder beschwerten sich, dass
sie nicht mehr zum spielen kämen und prompt wurde der Sundowner-Tarif
auf 25 Euro erhöht und die Regel erlassen: nur in Mitgliederbegleitung.
Schon war wieder Platz zu spielen, der Markt regelt das ziemlich schnell.
Soviel zu Bad Vilbel und meinen imaginären DGV-Hut setze ich jetzt
wieder ab. Als hutloser Geselle kann ich den Wahrheitsgehalt der
DGV-Aussagen nicht beurteilen. Sind 1) und 2) jedoch für einen
bestimmten Club korrekt, so finde ich die von Dir kritisierte Politik
folgerichtig und logisch. Nichts anderes würde ich als Mitglied von
meinem Club erwarten.
Tatsächlich muss ich zugeben: wenn ich mir Greenfees anschaue von rein
kommerziellen Betreibergesellschaften, so liegen diese im Schnitt höher
als die von mitgliedergetragenen Clubs.
Ulrich
(*) Im Übrigen: letztes Jahr betrug die Greenfee in Bad Vilbel 60 Euro
für alle, d.h. ich als "befreundeter" Golfer zahle nun sogar weniger als
früher.
>> Das ist auch okay so und über das Greenfee zahle ich ja auch mehr als das
>> normale Clubmitglied. Wo ist also das Problem?
>
>Ich setze mir mal den DGV-Hut auf (nicht dass ich einen hätte, aber ich
>tu mal so). Deine beiden Irrtümer sind:
>
>1) Die Greenfees sind kostendeckend.
Ich gehe in meiner grenzenlosen Naivität einfach mal davon aus, das man
es da nicht auf ein Minusgeschäft anlegt.
>2) Die Clubs arbeiten gewinnorientiert.
Das habe ich nie gesagt. Clubs dürfen gar nicht gewinnorientiert
arbeiten. Nur Betreibergesellschaften dürfen und tun das.
>Eine kostendeckende Greenfee in Bad Vilbel liegt bei 75 Euro. Mitglieder
>befreundeter Clubs (und das sind großzügigerweise eine ganze Menge)
>bekommen einen Rabatt und zahlen nur 50 Euro. In erster Linie sind diese
>Clubs deshalb befreundet, weil sie einen Platz betreiben, auf dem
>Vilbeler Golfer auch einen Rabatt bekommen. So räumt man sich
>gegenseitig die nicht kostendeckenden Leistungen ein, damit eben gegolft
>werden kann.(*)
So kann man es natürlich auch sehen. Ich sehe es dann halt auch weiterhin
so, das ich einem Club, der mir nicht freundschaftlich gegenübersteht
nicht mein Geld hinterherwerfe.
>Weiters ist es so, dass der Golfclub Bad Vilbel sich über die
>Mitgliedsbeiträge vollständig finanziert und mit Greenfeespielern zwar
>Gewinn machen würde, dies aber zu Lasten der Mitglieder ginge, weil der
>Platz ja doch unangenehm voll würde. Und da sagen die Mitglieder: lieber
>plus/minus Null und wir haben den Raum, den wir brauchen.
Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja Startzeiten. Die kann man ja
auch so managen, das man Greenfeespielern nur ein gewisses Kontingent
einräumt um den Mitgliedern den nötigen Freiraum zu gewähren.
Wenn das so ist, dann soll man das einfach offen kommunizieren. Die
Abzocker-Methoden sind da aber der falsche Weg.
>In Bad Vilbel gab es diesen Sommer eine Sundowner-Greenfee für 20 Euro,
>wo man 9 Loch oder mehr gespielt bekam, je nach Betrieb. Dies war ein
>grosser Erfolg und der Stau an Tee 1 wurde immer länger um den
>Sundowner-Startzeitpunkt herum. Die Mitglieder beschwerten sich, dass
>sie nicht mehr zum spielen kämen und prompt wurde der Sundowner-Tarif
>auf 25 Euro erhöht und die Regel erlassen: nur in Mitgliederbegleitung.
>Schon war wieder Platz zu spielen, der Markt regelt das ziemlich schnell.
Kein Einspruch.
>(*) Im Übrigen: letztes Jahr betrug die Greenfee in Bad Vilbel 60 Euro
>für alle, d.h. ich als "befreundeter" Golfer zahle nun sogar weniger als
>früher.
Steht auch so im Internet. Offenbar hat Lindenhof jetzt unterschiedliche
Samstags (50/75€) und Sonntags-Greenfees (60/90€).
Simon Paquet in
<e973394fcee87d05...@thorongil.babylonsounds.de>:
(Irrtümer(?))
>>2) Die Clubs arbeiten gewinnorientiert.
>
>Das habe ich nie gesagt. Clubs dürfen gar nicht gewinnorientiert
>arbeiten. Nur Betreibergesellschaften dürfen und tun das.
Natürlich dürfen Clubs gewinnorientiert arbeiten!
Nur _gemeinnützigen_ Vereinen ist dies verwehrt...
Ciao,
Paul
> Gut, das ich das mit Zimmern weiß. Da muss ich da in Zukunft nicht
> mehr anrufen. Welche Dir bekannten Clubs behandeln denn
> Greenfee-Spieler noch fair?
Also so oft bin ich ja nun auch nicht unterwegs und wenn, dann meistens
bei offenen Turnieren.
Aber gute Erfahrungen habe ich dieses Jahr in Hof Hayna und Bachgrund
(da allerdings nur 9 Löcher) gemacht. Hof Hausen ist auch o.k., da wird
es am Wochenende mit Startzeiten aber schwierig (als Nicht-Mitglied
darf man nur zwei Tage vorher reservieren). Und durch die immer noch
anhaltenden Umbaumasnahmen momentan auch nicht so zu empfehlen.
Ciao
Marc
--
Die zweite Grundregel beim Golf ist, nie zu verzweifeln.
Es gibt immer jemanden, der noch schlechter spielt als Sie.
>
> Wo gibt es noch uneingeschraenktes Spielrecht fuer 1.000 €?
Da gibt es schon noch einige, wenn auch eher nicht bei uns in der
Gegend. Die Clubs, die etwas abseits liegen, haben meist auch moderate
Mitgliedsgebühren. Oberaula verlangt z.B. 1050€.
Und neulich habe ich in Leipzig gespielt (Schlosspark Machern), da
zahlt man nach Auskuft meines Flight-Partners um die 800€. Wer übrigens
da Mittwoch Nachmittags in der Gegend ist, sollte ruhig den Herren-
Nachmittag mitspielen. 15€ Greenfee incl. eines kleinen Imbisses
dürften unschlagbar sein :)
Und in Griesbach zahlt man auch nur 820 € (+ 1000€ Aufnahmegebühr),
auch wenn das durch die vielen greenfee-Spieler sicher nicht
vergleichbar ist.
Ciao
Marc
--
Alle Bogeys werden mit "sollte ein Par werden" umschrieben.
(aus clever bluffen-Golf von Peter Gammond)
Golf im Usenet: news:de.rec.sport.golf
> Ulrich Mayring spoke:
>> Weiters ist es so, dass der Golfclub Bad Vilbel sich über die
>> Mitgliedsbeiträge vollständig finanziert und mit Greenfeespielern zwar
>> Gewinn machen würde, dies aber zu Lasten der Mitglieder ginge, weil der
>> Platz ja doch unangenehm voll würde. Und da sagen die Mitglieder: lieber
>> plus/minus Null und wir haben den Raum, den wir brauchen.
>
> Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja Startzeiten. Die kann man ja
> auch so managen, das man Greenfeespielern nur ein gewisses Kontingent
> einräumt um den Mitgliedern den nötigen Freiraum zu gewähren.
>
> Wenn das so ist, dann soll man das einfach offen kommunizieren. Die
> Abzocker-Methoden sind da aber der falsche Weg.
Ich finde es einen an sich guten Weg zu sagen:
"Wir haben jetzt schon zu viele Greenfeespieler, unsere Mitglieder
fuehlen sich behindert. Schauen wir mal, was passiert, wenn wir mit dem
Greenfee um EUR 10,- raufgehen."
Das bringt fuer die eigenen Mitglieder den Vorteil, dass weniger
Greenfeespieler kommen, die aber unter dem Strich vielleicht genauso
viel Geld bringen.
Dann noch zu differenzieren, und jemanden, der aus einem "billigen" Club
kommt, mehr Geld abknoepfen wollen, sehe ich aber auch ueberhaupt nicht
ein. Der nuetzt oder schadet dem Club nicht mehr und nicht weniger als
der Greenfeespieler, der Mitglied bei einem "normalen" Club ist.
mfg
otto
... Clubmitglied oder nicht, das sollte nicht für die Clubs eine
Kosten-/Nutzen-Rechnung sein, sondern auch für den Greenfee-Spieler.
Wir haben bei uns außerhalb der Stadt einen wunderschönen 9-Loch-Platz
Greenfee ist unter der Woche 18,-- Euro (9-Loch) bzw. 28,-- Euro
(18-Loch). Als Nichtmitglied habe ich am WE kein bzw. eingeschränktes
Spielrecht, will sagen Sa/So nur vor 09:00 Uhr bzw. nach 15:00 Uhr, und
da auch nur, wenn der Platz nicht zu voll ist. Mitgliedschaft kostet
1.200,-- / Jahr - das rechnet sich für mich nicht, da ich weder über
9-Loch-Runden (1200 / 18 = 67 Runden / Jahr) noch über 18-Loch-Runden
(1200 / 28 = 43 Runden) auf meine Kosten kommen würde - wobei hier noch
gar nicht berücksichtigt ist, daß die Greenfee am WE 28 (9-Loch) bzw. 40
(18-Loch) ausmacht.
Warum denkt keiner über ein Modell nach, welches sagen wir mal, einen
Clubbeitrag in reduzierter Höhe (in meinem Beispiel könnte ich mir
durchaus so um die 300,--/Jahr vorstellen) umfaßt für die Gemeinkosten
und die HCP-Verwaltung, dafür darf das "mindere Mitglied" eine bestimmte
Anzahl an Runden/Jahr gehen, z. B. 10 x 9-Loch oder 5 x 18-Loch), der
Rest ist Greenfee-pflichtig. So kann der Club ebenfalls mit den
Beiträgen dieser Mitglieder planen, ich bin sicher, daß sich für ein
solches Modell eine ganz erkleckliche Anzahl INteressenten finden würde.
Wollte ich nur mal sagen ...
Friedhelm
>(Irrtümer(?))
>>>2) Die Clubs arbeiten gewinnorientiert.
>>
>>Das habe ich nie gesagt. Clubs dürfen gar nicht gewinnorientiert
>>arbeiten. Nur Betreibergesellschaften dürfen und tun das.
>
>Natürlich dürfen Clubs gewinnorientiert arbeiten!
>Nur _gemeinnützigen_ Vereinen ist dies verwehrt...
Stimmt. Die meisten Golfclubs, die ich so kenne sind aber gemeinnützig.
Kennst Du da andere Beispiele?
>> Das ist ja auch okay. Genau dafür gibt es ja Startzeiten. Die kann man ja
>> auch so managen, das man Greenfeespielern nur ein gewisses Kontingent
>> einräumt um den Mitgliedern den nötigen Freiraum zu gewähren.
>>
>> Wenn das so ist, dann soll man das einfach offen kommunizieren. Die
>> Abzocker-Methoden sind da aber der falsche Weg.
>
>Ich finde es einen an sich guten Weg zu sagen:
>"Wir haben jetzt schon zu viele Greenfeespieler, unsere Mitglieder
>fuehlen sich behindert. Schauen wir mal, was passiert, wenn wir mit dem
>Greenfee um EUR 10,- raufgehen."
>
>Das bringt fuer die eigenen Mitglieder den Vorteil, dass weniger
>Greenfeespieler kommen, die aber unter dem Strich vielleicht genauso
>viel Geld bringen.
Jo, das ist okay. Die eigenen Clubmitglieder haben Vorrang. Da hab ich
auch nichts dagegen.
>Dann noch zu differenzieren, und jemanden, der aus einem "billigen" Club
>kommt, mehr Geld abknoepfen wollen, sehe ich aber auch ueberhaupt nicht
>ein. Der nuetzt oder schadet dem Club nicht mehr und nicht weniger als
>der Greenfeespieler, der Mitglied bei einem "normalen" Club ist.
Exakt.
>Warum denkt keiner über ein Modell nach, welches sagen wir mal, einen
>Clubbeitrag in reduzierter Höhe (in meinem Beispiel könnte ich mir
>durchaus so um die 300,--/Jahr vorstellen) umfaßt für die Gemeinkosten
>und die HCP-Verwaltung, dafür darf das "mindere Mitglied" eine bestimmte
>Anzahl an Runden/Jahr gehen, z. B. 10 x 9-Loch oder 5 x 18-Loch), der
>Rest ist Greenfee-pflichtig. So kann der Club ebenfalls mit den
>Beiträgen dieser Mitglieder planen, ich bin sicher, daß sich für ein
>solches Modell eine ganz erkleckliche Anzahl INteressenten finden würde.
Manche Clubs bieten ja 10er Karten oder etwas ähnliches an. Nur leider
gelten die oft ausschließlich werktags. Eine Wochenend-10er-Karte wird
sehr selten angeboten.
> Seligenstadt hat halt nur 9 Löcher. Meinst Du Hanau-Wilhelmsbad?
Ja. Ab Hcp. 32 kein Problem als Gastspieler, soweit mir bekannt. Und
der Platz ist ein Traum.
MfG,
Andreas
... ich meinte eigentlich keine Mehrfachkarten, sondern nur die
Möglichkeit, auch ohne VcG, Fernmitgliedschaft o. ä. in den Genuß einer
HCP-Verwaltung zu bekommen ... und ob ich nu am WE spielen kann oder
nicht, ist - zumindest für mich - eher zweitrangig.
CU
Friedhelm
>Manche Clubs bieten ja 10er Karten oder etwas ähnliches an. Nur leider
>gelten die oft ausschließlich werktags. Eine Wochenend-10er-Karte wird
>sehr selten angeboten.
Ich finde, dass dies hier ein gutes Modell ist:
Bad Windsheim verkauft 20-Punkte-Karten für 240 € (6x Wochentagsgreenfee)
und rechnet an Wochentagen 2 Punkte pro Tag und am WE 3 Punkte pro Tag ab.
Damit spielt man immer mit 40 % Rabatt.
Ciao,
Paul
>>Natürlich dürfen Clubs gewinnorientiert arbeiten!
>>Nur _gemeinnützigen_ Vereinen ist dies verwehrt...
>
>Stimmt. Die meisten Golfclubs, die ich so kenne sind aber gemeinnützig.
>Kennst Du da andere Beispiele?
Nein - ich wußte nicht, was da "normal" ist.
Ich bezweifle allerdings (aus dunkler Erinnerung und laienhafter
Vorstellung), dass ein gemeinnütziger Verein einen Golfplatz besitzen darf.
Ciao,
Paul
>> Seligenstadt hat halt nur 9 Löcher. Meinst Du Hanau-Wilhelmsbad?
>
>Ja. Ab Hcp. 32 kein Problem als Gastspieler, soweit mir bekannt. Und
>der Platz ist ein Traum.
Das ist ein bißchen das Problem. Mein Haupt-Partner hat immer noch 54.
Naja, bis Mitte nächsten Jahres ist er auf jeden Fall in den 30ern.
> And on the seventh day Ulrich Mayring spoke:
>>
>>1) Die Greenfees sind kostendeckend.
>
> Ich gehe in meiner grenzenlosen Naivität einfach mal davon aus, das man
> es da nicht auf ein Minusgeschäft anlegt.
Wie ich schon sagte: die offizielle Aussage des DGV ist, dass dem nicht
so ist. Die Greenfees in Deutschland sind großteils ein Minusgeschäft,
so verbreitet über die DGV Hauspostille Golf Journal.
Ulrich
Nicht der Billiggolfer zahlt weniger, sondern der freundschaftlich
verbundene Golfer (Nachbarclub etc.) zahlt weniger. Das ist seit Jahren
Usus und wurde nie als Problem wahrgenommen. Der Unterschied ist jetzt
nur, dass VcG und Fernmitgliedschaften nicht mehr wie früher als
"freundschaftlich verbunden" gesehen werden.
Ulrich
Simon Paquet schrieb:
> And on the seventh day Jens-Peter Schulze spoke:
> Ich wäre sowohl Dir als auch Gerhard sehr dankbar, wenn Ihr Euch in Euren
> Postings nur auf das jeweils vorhergehende Posting bezieht und nicht noch
> den halben mitgequoteten Thread mitbeantwortet.
Ich habe zwar nichts anderes getan - aber ich will Dich nun nicht
zu Dank verpflichten.
> >>>Und die wollen eben teilweise eine deutlich erhöhte
> >>>Flexibilität, die auch ihrer persönlichen Lebenssituation entspricht.
> >ist doch auch möglich kostet nur mehr.
> Das ist auch okay so und über das Greenfee zahle ich ja auch mehr als das
> normale Clubmitglied. Wo ist also das Problem?
Wer sprach von einem Problem?
> >Aber so rechnet der Club nicht. Der rechnet:
> >
> >Platzkosten pro Tag 5000,- Euro jeder der ihn nutzen will löhnt bis ich
> >das und mehr habe damit was da ist wenn es regnet oder Schnee liegt. Der
> >Platz kostet auch wenn keiner spielt.
> Richtig, aber das ist als Gastspieler nicht mein Problem. Ich zahle für
> meine Nutzung plus einen angemessenen Überschussbeitrag.
Wer entscheidet, was angemessen ist? Legt das Unternehmen, fuer
das Du schaffst, seine Kalkulation offen? Na also: Du
entscheidest, was fuer Dich akzeptabel ist und gut is.
> Ich zahle im Urlaub auch nur für die zwei Wochen in denen ich ein Hotel
> nutze. Ich zahle nicht für den Leerstand im Winter und ich zahle z.B.
> auch ganz sicher nicht für Schäden, die ich nicht verursacht habe, z.B.
> durch ein Unwetter. Das ist nicht mein Problem.
Das hast Du ja - gottseidank - inzwischen selber relativiert!
> Natürlich benutze ich den Platz und hinterlasse dabei z.B. Divots,
> Pitchmarken, Spikemarks oder ähnliches. Meine Anwesenheit sorgt eventuell
> auch dafür das ein reguläres Clubmitglied keine Startzeit mehr bekommt.
> Das streitet auch niemand ab. Aber genau dafür bezahle ich ja auch mein
> Greenfee. Und kein halbwegs klardenkender Club verlangt einen
> Greenfee-Betrag, der nicht kostendeckend ist.
Mutmassung!
> >Man könnte es auch weniger freundlich darstellen:
> >
> >Die doofen Clubmitglieder haben ja schon den Platz bezahlt, warum soll
> >ich dann den vollen Kostenanteil zahlen.
> Hallo, jemand da? Ich zahle den vollen Kostenanteil. Falls Du das anders
> sehen solltest, dann weise mir bitte das Gegenteil nach.
Bullshit! Wieder eine Mutmassung! Du bezahlst den Betrag, der
fuer Dich akzeptabel ist - und _das_ ist nachweisbar!
> >Richtig rum gedacht lautet die Rechnung.
> >Was kostet der Platz an einem Tag geteilt durch die Menge der
> >potenziellen Nutzer = Greenfee.
>> Unsinn. Richtig wäre:
>
> Kosten des Platzes pro Tag
> - Einnahmen des Club über Mitgliedsgebühren
> - Aufnahmegebühren
> - Investitionsumlage
> - Wettspielgebühren
> - weitere Erträge (z.B. Zinsen)
>
> Und dieser Betrag geteilt durch die Anzahl der potentiellen Gastspieler
> pro Tag ergibt das Minimum-Greenfee.
>
> Das Minimum-Greenfee sollte einen angemessenen Überschussbeitrag sowie
> ggf. einen Pufferbetrag enthalten, der Fälle abdeckt, wie z.B. ein
> verregnetes Jahr mit wenig Greenfee-Einnahmen.
Toll! Bei wieviel Clubs hast Du Deine Annahme schon
nachvollziehen koennen?
> >Wem das nicht gelingt der macht pleite, wer nicht bereit ist das zu
> >zahlen der muss Crossgolf spielen.
> Du musst hier nicht das offensichtliche aussprechen. Das hat ja niemand
> bestritten.
Wer soviel Mutmassungen hier einbringt, sollte IMO
Unbestreitbares ertragen.
> Merkst Du was?
Ja! Der Meister der Mutmassungen und Tatsachenbehauptungen
verlangt fuer jede andere Meinung "Beweise"!
CNR!
cu Gerhard
> And on the seventh day Andreas Spengler spoke:
> >Ja. Ab Hcp. 32 kein Problem als Gastspieler, soweit mir bekannt. Und
> >der Platz ist ein Traum.
>
> Das ist ein bißchen das Problem. Mein Haupt-Partner hat immer noch 54.
> Naja, bis Mitte nächsten Jahres ist er auf jeden Fall in den 30ern.
Einer der Gastspieler muss unter 32 sein, dann kann der andere auch
über 32 sein...
MfG,
Andreas
Aha. Haben Sie das auch argumentativ untermauert? Kann man das irgendwo
nachlesen?
>> Dann noch zu differenzieren, und jemanden, der aus einem "billigen" Club
Entschuldigung, aber das ist doch Unsinn.
Bislang gab es in den meisten Clubs ein zweigeteiltes Greenfee-System:
1. Gastspieler aus *wenigen* anderen Clubs (meist den unmittelbaren
Nachbarclubs) zahlten ein reduziertes Greenfee.
2. Alle anderen Gastspieler zahlen normales Greenfee.
Darüber hat sich IIRC auch nie jemand ernsthaft beschwert.
Was ich in Lindenhof und anderswo aber bemängele ist die Einführung eines
dreigeteilten Greenfee-Systems ohne Not und aus reinen Abzocke-Absichten:
1. Gastspieler aus *wenigen* anderen Clubs (meist den unmittelbaren
Nachbarclubs) zahlten ein reduziertes Greenfee.
2. Gastspieler aus *wenigen* Clubs, die auf der schwarzen Liste stehen,
und VcG-Mitglieder zahlen ein erhöhtes Greenfee.
3. Alle anderen Gastspieler zahlen normales Greenfee.
Zumindest für mich ist das ein Unterschied. Und das ist eben nicht seit
Jahren Usus. Was kurzzeitig mal Usus war, waren die Strafgebühren für
VcG'ler, aber die waren in den vergangenen Jahren nach meinem Eindruck
eher auf dem Rückzug.
>> Ich wäre sowohl Dir als auch Gerhard sehr dankbar, wenn Ihr Euch in Euren
>> Postings nur auf das jeweils vorhergehende Posting bezieht und nicht noch
>> den halben mitgequoteten Thread mitbeantwortet.
>
>Ich habe zwar nichts anderes getan - aber ich will Dich nun nicht
>zu Dank verpflichten.
<43650E4A...@t-online.de> stammt also nicht von Dir? Da scheint
also jemand Deinen Account gekapert zu haben.
>>>Platzkosten pro Tag 5000,- Euro jeder der ihn nutzen will löhnt bis ich
>>>das und mehr habe damit was da ist wenn es regnet oder Schnee liegt. Der
>>>Platz kostet auch wenn keiner spielt.
>
>> Richtig, aber das ist als Gastspieler nicht mein Problem. Ich zahle für
>> meine Nutzung plus einen angemessenen Überschussbeitrag.
>
>Wer entscheidet, was angemessen ist? Legt das Unternehmen, fuer das Du
>schaffst, seine Kalkulation offen? Na also: Du entscheidest, was fuer Dich
>akzeptabel ist und gut is.
Müssen wir uns jetzt an einzelnen Wortdefinitionen aufhängen? Naja, ich
kann ja zumindest festhalten, das Du mir grundsätzlich nicht
widersprichst.
>> Natürlich benutze ich den Platz und hinterlasse dabei z.B. Divots,
>> Pitchmarken, Spikemarks oder ähnliches. Meine Anwesenheit sorgt eventuell
>> auch dafür das ein reguläres Clubmitglied keine Startzeit mehr bekommt.
>> Das streitet auch niemand ab. Aber genau dafür bezahle ich ja auch mein
>> Greenfee. Und kein halbwegs klardenkender Club verlangt einen
>> Greenfee-Betrag, der nicht kostendeckend ist.
>
>Mutmassung!
Nö, blanke betriebswirtschaftliche Logik.
>>>Richtig rum gedacht lautet die Rechnung.
>>>Was kostet der Platz an einem Tag geteilt durch die Menge der
>>>potenziellen Nutzer = Greenfee.
>
>>> Unsinn. Richtig wäre:
>>
>> Kosten des Platzes pro Tag
>> - Einnahmen des Club über Mitgliedsgebühren
>> - Aufnahmegebühren
>> - Investitionsumlage
>> - Wettspielgebühren
>> - weitere Erträge (z.B. Zinsen)
>>
>> Und dieser Betrag geteilt durch die Anzahl der potentiellen Gastspieler
>> pro Tag ergibt das Minimum-Greenfee.
>>
>> Das Minimum-Greenfee sollte einen angemessenen Überschussbeitrag sowie
>> ggf. einen Pufferbetrag enthalten, der Fälle abdeckt, wie z.B. ein
>> verregnetes Jahr mit wenig Greenfee-Einnahmen.
>
>Toll! Bei wieviel Clubs hast Du Deine Annahme schon
>nachvollziehen koennen?
Bei einem, meinem ehemaligen Heimatclub. Da wurde jährlich der aktuelle
Haushalt beschlossen.
>> >Wem das nicht gelingt der macht pleite, wer nicht bereit ist das zu
>> >zahlen der muss Crossgolf spielen.
>
>> Du musst hier nicht das offensichtliche aussprechen. Das hat ja niemand
>> bestritten.
>
>Wer soviel Mutmassungen hier einbringt, sollte IMO
>Unbestreitbares ertragen.
Ertragen tu ich das gerne. Wir können uns auch alle an der Hand halten
und uns lauter tolle unbestreitbare Dinge erzählen und uns freuen, das
wir da alle einer Meinung sind. Ob uns das in dieser Diskussion
weiterbringt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Simon Paquet schrieb:
> And on the seventh day Gerhard Fecker spoke:
> >> Ich wäre sowohl Dir als auch Gerhard sehr dankbar, wenn Ihr Euch in Euren
> >> Postings nur auf das jeweils vorhergehende Posting bezieht und nicht noch
> >> den halben mitgequoteten Thread mitbeantwortet.
> >Ich habe zwar nichts anderes getan - aber ich will Dich nun nicht
> >zu Dank verpflichten.
> <43650E4A...@t-online.de> stammt also nicht von Dir? Da scheint
> also jemand Deinen Account gekapert zu haben.
Lass' es doch einfach: Mein Post bezog sich _ausschliesslich_
auf
<9ea8927e62be007e...@thorongil.babylonsounds.de> und
das ist von wem?
> >Wer entscheidet, was angemessen ist? Legt das Unternehmen, fuer das Du
> >schaffst, seine Kalkulation offen? Na also: Du entscheidest, was fuer Dich
> >akzeptabel ist und gut is.
> Müssen wir uns jetzt an einzelnen Wortdefinitionen aufhängen? Naja, ich
> kann ja zumindest festhalten, das Du mir grundsätzlich nicht
> widersprichst.
Why not? Schoen, dass Du auch so verfaehrst!
> >> Aber genau dafür bezahle ich ja auch mein
> >> Greenfee. Und kein halbwegs klardenkender Club verlangt einen
> >> Greenfee-Betrag, der nicht kostendeckend ist.
> >Mutmassung!
> Nö, blanke betriebswirtschaftliche Logik.
Schon vergessen? Dass dem doch so ist, hast Du a.a.O. sogar
bestaetigt.
> >> >Wem das nicht gelingt der macht pleite, wer nicht bereit ist das zu
> >> >zahlen der muss Crossgolf spielen.
> >> Du musst hier nicht das offensichtliche aussprechen. Das hat ja niemand
> >> bestritten.
> >Wer soviel Mutmassungen hier einbringt, sollte IMO
> >Unbestreitbares ertragen.
> Ertragen tu ich das gerne. Wir können uns auch alle an der Hand halten
> und uns lauter tolle unbestreitbare Dinge erzählen und uns freuen, das
> wir da alle einer Meinung sind. Ob uns das in dieser Diskussion
> weiterbringt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Na - ich jedenfalls freue mich darueber, dass Du meiner Praemisse
nicht widersprochen hast! btw: Argumentatives Hakenschlagen
bringt wen weiter?
cu Gerhard
Ist an sich folgerichtig. Wo können die eigenen Clubmitglieder am
Häufigsten spielen? Natürlich in den Nachbarclubs. Dort sollen sie aber
nicht zuviel bezahlen, deshalb räumt man sich gegenseitig Rabatte unter
der Kostendeckungsgrenze ein. Preisstufe 1.
Am zweithäufigsten können die eigenen Mitglieder dann auf irgendwelchen
Golfplätzen spielen, die weiter entfernt, aber mindestens noch in
Deutschland sind. Auch hier räumt man sich gegenseitig Rabatte ein, aber
operiert auf der Kostendeckungsgrenze. Preisstufe 2.
Am Seltensten können die eigenen Mitglieder auf Golfplätzen spielen, die
gar nicht existieren (VcG u.ä.) oder prohibitiv weit entfernt sind
(entlegener Provinzclub in den schottischen Highlands). Hier kalkuliert
man das Greenfee mit Gewinn - Preisstufe 3.
Mit Abzocke hat das nichts zu tun, denn Clubs, die abzocken wollen,
schrecken ja nicht die potentiellen Opfer mit merkwürdigen
Greenfeestaffelungen ab, sondern lassen jeden auf den Platz, wenn er
denn nur bezahlt. Hier wird eher an der Qualität gespart, um den Gewinn
zu maximieren. Abzocker kennen keine Kunden erster, zweiter und dritter
Klasse, da schnitten sie sich ja ins eigene Fleisch.
Wir haben hier in Deutschland für die vielen Golfspieler zuwenig
Golfplätze, so dass sich an dieser Situation wohl so schnell nichts
ändern wird. Es ist kein Käufermarkt, sondern ein Anbietermarkt.
Ulrich
>> >> Ich wäre sowohl Dir als auch Gerhard sehr dankbar, wenn Ihr Euch in Euren
>> >> Postings nur auf das jeweils vorhergehende Posting bezieht und nicht noch
>> >> den halben mitgequoteten Thread mitbeantwortet.
>
>> >Ich habe zwar nichts anderes getan - aber ich will Dich nun nicht
>> >zu Dank verpflichten.
>
>> <43650E4A...@t-online.de> stammt also nicht von Dir? Da scheint
>> also jemand Deinen Account gekapert zu haben.
>
>Lass' es doch einfach: Mein Post bezog sich _ausschliesslich_
>auf
><9ea8927e62be007e...@thorongil.babylonsounds.de> und
>das ist von wem?
Von Simon, ja. Aber was zitierst du?
|Simon Paquet schrieb:
|
|> And on the seventh day Jens-Peter Schulze spoke:
|
|> >Der Club hat Hausrecht, ich habe Wahlrecht.
Das ist von Jens-Peter, erkenntlich an den zwei ">", und darauf antwortest
du:
|Ersetze "Club" durch "Betreiber".
... und dies wiederholt sich genau sechs Mal.
Nimm also bitte die Tatsache an, dass du in weiten Teilen nicht Simon,
sondern Jens-Peter geantwortet hast, was Simon als "den halben
mitgequoteten Thread mitbeantwortet" bezeichnete.
Ciao & F'Up2p,
Paul
Ulrich Mayring schrieb:
[viel Einleuchtendes und Nachvollziehbares]
Ich danke Dir fuer Deinen sachlichen Beitrag!
cu Gerhard
>Mit Abzocke hat das nichts zu tun, denn Clubs, die abzocken wollen,
>schrecken ja nicht die potentiellen Opfer mit merkwürdigen
>Greenfeestaffelungen ab, sondern lassen jeden auf den Platz, wenn er
>denn nur bezahlt. Hier wird eher an der Qualität gespart, um den Gewinn
>zu maximieren. Abzocker kennen keine Kunden erster, zweiter und dritter
>Klasse, da schnitten sie sich ja ins eigene Fleisch.
Die Sache ist doch ganz einfach. Bei den Leuten aus den Nachbarclubs oder
den Clubs mit vollem Spielrecht kann man einfach nicht abzocken. Die
haben Ausweichmöglichkeiten. Die haben die Leute mit Fernmitgliedschaft
oder Auslandsmitgliedschaften nicht in dem Maße. Da versucht man es halt
mit der Abzocke.
>Wir haben hier in Deutschland für die vielen Golfspieler zuwenig
>Golfplätze, so dass sich an dieser Situation wohl so schnell nichts
>ändern wird. Es ist kein Käufermarkt, sondern ein Anbietermarkt.
Naja. Wir haben in einigen Ballungsräumen (Frankfurt und der
Rhein-Main-Raum gehört da dazu) deutlich zu wenig Clubs/Plätze und auf
Grund des mangelnden Angebotes z.T. deutlich zu hohe Preise.
In anderen Regionen Deutschlands siehts da ganz anders aus. Da kämpfen
die Clubs um jedes Mitglied und jeden Greenfee-Spieler um zu überleben.
Insofern würde ich Deiner Verallgemeinerung so nicht zustimmen.
Das sehe ich genau umgekehrt: wenn ich bereits 1500 Euro Jahresbeitrag
bezahlt habe, dann habe ich gerade nicht mehr soviele Möglichkeiten
irgendwo gegen Greenfee zu spielen, weil ich das schlichtweg nicht
finanzieren kann. Wer hingegen kaum Kosten für seine Golfmitgliedschaft
hat, der kann doch nach Herzenslust überall aufteen und hat somit viel
mehr Ausweichmöglichkeiten.
Die fraglichen Clubs sind gewiss keine Abzocker, weil sie es überhaupt
nicht nötig haben. Die Folge ihrer Politik ist ja, dass Greenfeespieler
tendenziell eher wegbleiben - das wäre für jeden Abzocker der reine Horror.
> Naja. Wir haben in einigen Ballungsräumen (Frankfurt und der
> Rhein-Main-Raum gehört da dazu) deutlich zu wenig Clubs/Plätze und auf
> Grund des mangelnden Angebotes z.T. deutlich zu hohe Preise.
>
> In anderen Regionen Deutschlands siehts da ganz anders aus. Da kämpfen
> die Clubs um jedes Mitglied und jeden Greenfee-Spieler um zu überleben.
> Insofern würde ich Deiner Verallgemeinerung so nicht zustimmen.
Meine Verallgemeinerung ist natürlich statistisch über das ganze Land
hinweg zu verstehen. Selbstverständlich gibt es weit draussen Clubs, wo
man nichtmal Startzeiten braucht und wo man sich über jeden
Greenfeespieler freut. Dort wirst Du auch keine VcG-Zuschläge o.ä. finden.
Ich denke mal, dass die Situation nur dann anders wäre, wenn es in
Deutschland eine starke Lobby für Greenfeespieler gäbe. Wenn jemand
sowas gründen wollte, dann wäre ich bestimmt dabei. Bis dahin kann ich
nur jedem raten aus der VcG auszutreten, denn die unterstützt diese
Umtriebe ja sogar noch.
Ulrich
> Die Sache ist doch ganz einfach. Bei den Leuten aus den Nachbarclubs oder
> den Clubs mit vollem Spielrecht kann man einfach nicht abzocken. Die
> haben Ausweichmöglichkeiten. Die haben die Leute mit Fernmitgliedschaft
> oder Auslandsmitgliedschaften nicht in dem Maße. Da versucht man es halt
> mit der Abzocke.
Don't feed the Trolls.
--
aut veniam inveniam aut faciem
ich finde einen Weg oder ich mache einen
>> Die Sache ist doch ganz einfach. Bei den Leuten aus den Nachbarclubs oder
>> den Clubs mit vollem Spielrecht kann man einfach nicht abzocken. Die
>> haben Ausweichmöglichkeiten. Die haben die Leute mit Fernmitgliedschaft
>> oder Auslandsmitgliedschaften nicht in dem Maße. Da versucht man es halt
>> mit der Abzocke.
>
> Don't feed the Trolls.
Wenn man keine Argumente mehr hat, dann beschimpft man halt den
Gegenüber.
Ist natürlich auch 'ne Möglichkeit der Auseinandersetzung.
--
Simon Paquet
>
> Am Seltensten können die eigenen Mitglieder auf Golfplätzen
> spielen, die gar nicht existieren (VcG u.ä.) oder prohibitiv weit
> entfernt sind (entlegener Provinzclub in den schottischen
> Highlands). Hier kalkuliert man das Greenfee mit Gewinn -
> Preisstufe 3.
Das ist zwar zumindestens hier in Hessen logisch (in Grenznahen
Regionen müsste man eher die Clubs des Nachbarlandes in Preisstufe 2
packen und Clubs aus weit entfernten deutschen Bundesländern in Stufe
3), aber aus meiner Sicht begeben sich die Clubs gerade in Hinsicht auf
ausländische Clubmitgliedschaften auf ganz dünnes Eis. Auch wenn man
sicherlich in erster Linie Einheimische mit ausländischen
Fernmitgliedschaften in diese Preisgruppe drücken möchte, "erwischen"
möchte, trifft man damit natürlich auch Ausländer, die sich hier in
Deutschland aufhalten (ob nun kurz oder längerfristig). Ob eine solche
Sonderbehandlung von Mitgliedern deutscher Clubs vor dem Europäischen
Gerichtshof Bestand haben würde, falls ein EU-Bürger dagegen klagt,
wage ich doch eher zu bezweifeln.
Manche Clubs (wie Bad Vilbel) versuchen sich zwar dagegen abzusichern,
indem sie Formulierungen aufnehmen, wie "sowie Mitglieder ausländischer
Clubs, die den überwiegenden Teil des Jahres in Deutschland ansässig
sind", hier frage ich mich aber, wie man das kontrollieren möchte.
Ciao
Marc
--
***********************************************
Diskussionen ueber Golf: news:de.rec.sport.golf
drsg im WWW: http://www.drsg.de/
***********************************************
Marc Reichenbach schrieb:
> Manche Clubs (wie Bad Vilbel) versuchen sich zwar dagegen abzusichern,
> indem sie Formulierungen aufnehmen, wie "sowie Mitglieder ausländischer
> Clubs, die den überwiegenden Teil des Jahres in Deutschland ansässig
> sind", hier frage ich mich aber, wie man das kontrollieren möchte.
Naja - das ist wohl auch ein Politikum: Dr. Jehner (betreiber in
Bad Vilbel) ist ja auch Praesident des Hessischen Golfverbandes.
Er wird das -zumindest verbal - wasserdicht machen.
cu Gerhard
Wieso? Was ist der Unterschied zwischen Deutschen und Ausländern? Da
dürfte es eigentlich keinen geben. Es wird nur unterschieden nach
Mitgliedschaft in inländischen oder ausländischen Clubs, aber nicht nach
Nationalität. Das ist an sich legitim - bei Karstadt zahlen
Nicht-Mitglieder (im Payback-Programm) auch mehr als Mitglieder.
Ulrich
>
> Wieso? Was ist der Unterschied zwischen Deutschen und Ausländern?
> Da dürfte es eigentlich keinen geben. Es wird nur unterschieden
> nach Mitgliedschaft in inländischen oder ausländischen Clubs, aber
> nicht nach Nationalität. Das ist an sich legitim - bei Karstadt
> zahlen Nicht-Mitglieder (im Payback-Programm) auch mehr als
> Mitglieder.
Nee, die zahlen das Gleiche, kriegen über Payback (allerdings nicht bei
Karstadt :)) nur bei genügend Punkten einen kleinen Beitrag zurück,
dass ist für mich schon ein gewaltiger Unterschied.
Natürlich wird hier nicht nach Ausländern/Deutschen unterschieden (wäre
ja auch noch schöner), es gibt aber schon eine Ungleichbehandlung
zwischen Mitgliedschaften in deutschen und ausländischen (und damit
auch in EU-) Clubs. Und da EU-Bürger anderer Nationen in der Regel auch
in einem Club Ihres Landes Mitglieds sein dürften, werden sie aus
meiner Sicht bei einer solchen Regelung benachteiligt. Ich hätte
jedenfalls erhebliche Bedenken, ob man da nicht gegen EU-Recht
verstösst, bin aber natürlich auch kein Jurist.
Und mal Butter bei die Fische: Die Regelung, Mitglieder ausländischer
Clubs in die Preisstufe 3 zu packen, macht man doch nicht, weil die
Clubs am weitesten weg sind. Das stimmt ja selbst in Hessen nur sehr
bedingt, Clubs im Elsaß sind wesentlich näher als Clubs im Süden
Bayerns oder in Schleswig-Holstein. Warum soll dann jemand, der in
Strassbourg Mitglied ist, mehr bezahlen als jemand, der in Kiel
Mitglied ist? Die Regelung macht man doch nur deswegen, weil man bei
nicht DGV- Mitgliedern keine Möglichkeit der Überprüfung hat, ob
derjenige dort auch eine volle Spielberechtigung besitzt.
Wirklich logisch und für mich dann auch nicht mehr angreifbar wäre
Deine Aufteilung in die unterschiedlichen Preisklassen nur dann, wenn
man das tatsächlich entfernungsbezogen macht. Also Preisstufe 1
Mitglieder der unmittelbaren Nachbarclubs, Preisstufe 2 dann die Clubs
in einem grössen Radius (z.b. 150 km, das ist ja oft die Grenze für die
Fernmitgliedschaft) und alle anderen dann in Preisstufe 3.
Ciao
Marc
--
> die nächste Frage ist aber auch: was spricht gegen einen koksenden
> Bundestrainer?
Zum Beispiel die Gefahr, dass er die Coachingzone wegsnieft! ;-)
("Michael de Bortoli in drsf)
Natürlich ist das eine Ungleichbehandlung, aber ich sehe noch nicht den
Verstoß gegen irgendein Gesetz. Das gibt es doch überall, dass bestimmte
Kunden bevorzugt werden bzw. weniger zahlen.
> Die Regelung macht man doch nur deswegen, weil man bei
> nicht DGV- Mitgliedern keine Möglichkeit der Überprüfung hat, ob
> derjenige dort auch eine volle Spielberechtigung besitzt.
Ich habe letztens live erlebt, dass sogar eine Mitgliedschaft in
ausländischen Clubs am Computer geprüft werden kann. Davon ab: selbst
wenn es so wäre, dass man dies nicht prüfen kann, wer will den Clubs
verbieten, dass sie sich auf bestimmte Kundengruppen spezialisieren und
denen billigere Preise machen? Solange das nicht aufgrund von Hautfarbe,
Religionszugehörigkeit oder anderen, im Grundgesetz genannten Aspekten
der Menschenwürde ist.
> Wirklich logisch und für mich dann auch nicht mehr angreifbar wäre
> Deine Aufteilung in die unterschiedlichen Preisklassen nur dann, wenn
> man das tatsächlich entfernungsbezogen macht. Also Preisstufe 1
> Mitglieder der unmittelbaren Nachbarclubs, Preisstufe 2 dann die Clubs
> in einem grössen Radius (z.b. 150 km, das ist ja oft die Grenze für die
> Fernmitgliedschaft) und alle anderen dann in Preisstufe 3.
Das ist nicht "meine" Aufteilung, sondern ich habe die offizielle
Aussage des DGV qua Hauspostille Golf Journal verbreitet. Ob das alles
so stimmt und logisch ist, darüber kann man womöglich streiten. Jedoch,
legitim scheint es mir auf jeden Fall zu sein.
Ulrich
> Ulrich Mayring said on 02.11.05:
>
>>nach Nationalitaet. Das ist an sich legitim - bei Karstadt zahlen
>>Nicht-Mitglieder (im Payback-Programm) auch mehr als Mitglieder.
>
> OT: Da Karstadt kein Payback Mitglied ist, wuerde mich das wundern ;-)
Stimmt, das heisst Happy Digits oder so. Der Punkt ist: Mitglieder
zahlen weniger.
Ulrich
>
> Ich habe letztens live erlebt, dass sogar eine Mitgliedschaft in
> ausländischen Clubs am Computer geprüft werden kann. Davon ab:
> selbst wenn es so wäre, dass man dies nicht prüfen kann, wer will
> den Clubs verbieten, dass sie sich auf bestimmte Kundengruppen
> spezialisieren und denen billigere Preise machen?
Ich finde das bei einem zusammenwachsenden Europ zumindestens
eigenwillig, dass man hier Rabatte nur für Mitglieder deutscher Clubs
macht. Mag sein, dass es hier kein Gesetz gibt, für mich ist das schon
eine Ungleichbehandlung von EU-Bürgern.
Und umgekehrt habe ich das bisher auch noch nicht erlebt, dass ich mehr
Greenfee bezahlen muss, nur weil ich aus Deutschland komme...
[...]
> Das ist nicht "meine" Aufteilung, sondern ich habe die offizielle
> Aussage des DGV qua Hauspostille Golf Journal verbreitet.
Das ist mir schon klar.
Ciao
Marc
--
"Die Stimmung ist eigentlich wie vor dem Spiel. Mit dem kleinen
Unterschied, dass wir aus dieser aeusserst grossen Minimalchance,
minimaler geht's gar nicht mehr, eine etwas kleinere gemacht haben,
die groesser geworden ist." (Peter Neururer)
>Ich finde das bei einem zusammenwachsenden Europ zumindestens
>eigenwillig, dass man hier Rabatte nur für Mitglieder deutscher Clubs
>macht. Mag sein, dass es hier kein Gesetz gibt, für mich ist das schon
>eine Ungleichbehandlung von EU-Bürgern.
Im Wesentlichen ist es eine Ungleichbehandlung von Deutschen in
Deutschland, da die Mehrforderung oder die Abweisung (1) ja in der Mehrzahl
deutsche Spieler mit ausländischer Mitgliedschaft treffen dürfte. IMHO sind
die Sonderregelungen genau gegen diese Leute gerichtet, die
Fernmeitgliedschafts-Angebote wie http://www.open-golf.de oder
http://www.golfworldwide.de/ genutzt haben.
>Und umgekehrt habe ich das bisher auch noch nicht erlebt, dass ich mehr
>Greenfee bezahlen muss, nur weil ich aus Deutschland komme...
Wenn Spieler eines anderen Landes häufig durch eine Fernmitgliedschaft
in einem deutschen Club Geld zu sparen versuchten, dann könnte dir dies
in jenem Land - als "Kollateralschaden" - theoretisch auch passieren...
Ciao,
Paul
(1) auf einer Vereins-Homepage:
|Keine Spielberechtigung für Ausweisinhaber von:
(es folgt eine Liste mit drei deutschen und 20 ausländischen Clubs)
Natürlich ist es das. Eine Gleichbehandlung aller gibt es nur im
Kommunismus.
> Und umgekehrt habe ich das bisher auch noch nicht erlebt, dass ich mehr
> Greenfee bezahlen muss, nur weil ich aus Deutschland komme...
Aus einem deutschen Club! Ist das so schwer zu verstehen? Nationalität
hat damit gar nichts zu tun!
Übrigens: spiel mal im Golfclub Kitzingen. Dort zahlst Du als Deutscher
im Schnitt doppelt soviel wie als US-Amerikaner. Und zwar weil die US
Army die Greenfees der Amis sponsort. Genau dasselbe Sponsoring, für das
der GC Bad Vilbel kritisiert wird.
Ulrich
Das gilt auch für die meisten Plätze in den USA. Für wenig Geld (20-35$)
kann man z.B. im Raum San Franciso spielen
(http://www.hi-golf.de/sfgolf.htm, ich habe leider nur 4 Plätze
geschafft...). Meinen Clubausweis wg. Handicap wollte niemand sehen...
--
Snailmail: Mathias Niemz - c/o Hagemann-Druck
Arnekenstrasse 22-25 - 31134 Hildesheim - Germany
Phone: +49-5121-9192-0 Fax: +49-5121-9192-20
Some software seals should read "Abandon hope all ye who enter here".
Simon Paquet in
<8123f73505d12325...@thorongil.babylonsounds.de>:
>Sagt mal, ich dachte eigentlich, diese Strafgebühren (einstmals für die
>VCG-Spieler eingeführt) gehörten der dunklen Vergangenheit an. Und die
>Aufschläge, die ich kannte bewegten sich noch im Rahmen (5-10€ mehr).
Den Vogel schießt AFAIK dieser Verein ab (reg. Greenfee 35/45 €):
|Der Golfclub Velbert-Gut Kuhlendahl informiert,
|dass deutsche Gäste mit ausländischem Mitgliedsausweis oder Fernmitglieder
|innerhalb des Deutschen Golf Verbandes (Wohnort und Club sind mehr als 200
|km voneinander entfernt) auf unserer Anlage willkommen sind aber das
|doppelte Greenfee entrichten müssen.
|Die gilt ebenfalls für Mitglieder des IGC.
[...]
|Mit dieser Maßnahme wollen wir für die erstgenannten Mitgliedsarten das
|Spielen auf unserer Anlage einschränken und unseren Mitgliedern sowie
|ordentlichen Mitgliedern anderer Clubs den bevorzugten Status
|verdeutlichen.
Kommt hinzu, dass dieser Hinweis vom 9.10.05 nicht auf ihrer
"Greenfee"-Seite erwähnt wird, sondern nur unter "Aktuell" :-(
Ciao,
Paul
Tja, das ganze verstärkt halt nur wieder den Eindruck, das es nur um die
kalkulierte Abzocke geht. Auf allen Websites der mir bekannten Clubs
(eigene Website oder Albrecht-Führer), die erhöhte Greenfees für
Fernmitglieder verlangen, steht dazu nirgendwo etwas auf den Seiten.
Erst wenn man dann im Sekretariat steht, erfährt man die gute Nachricht.
Zu dem späten Zeitpunkt beißen sicherlich einige in den sauren Apfel und
zahlen widerwillig.
Indirekt findet man schon was dazu.
Immer wenn Du auf einer Webseite spezielle Sonderkonditionen für
"Ordentliche DGV-Mitglieder" findest, kannst Du davon ausgehen, als
Fernmitglied den höheren Preis zu bezahlen. So z.B. in Zimmern
(http://www.gross-zimmern-golf.de/).
>Tja, das ganze verstärkt halt nur wieder den Eindruck, das es nur um die
>kalkulierte Abzocke geht. Auf allen Websites der mir bekannten Clubs
>(eigene Website oder Albrecht-Führer), die erhöhte Greenfees für
>Fernmitglieder verlangen, steht dazu nirgendwo etwas auf den Seiten.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht; manchmal steht es sogar im Albrecht
drin.
>Erst wenn man dann im Sekretariat steht, erfährt man die gute Nachricht.
>Zu dem späten Zeitpunkt beißen sicherlich einige in den sauren Apfel und
>zahlen widerwillig.
ACK - vor allem, wenn man der Einzige einer Gruppe ist...
Ciao,
Paul